Die Hoffnung bleibt. / Umgang mit schwierigen Zeiten

1. Vorbemerkungen

Es gibt Momente, in denen es im Leben richtig gut läuft. Tests in der Schule gelingen super, die Beziehungen zu den Freunden stimmen und das Leben macht Freude. Und manchmal vergisst man es auch nicht, für diese guten Erfahrungen im Leben Gott zu danken. Die anderen Tage gibt es aber auch. Wo es nicht gut läuft und das Leben herausfordernd wird. Oder, wenn Schicksalsschläge eintreten, die man lange nicht verkraftet. Oft scheint in solchen Momenten Gott sehr weit weg zu sein. Wenn er doch reden oder eingreifen würde oder wenigstens spürbar wäre.

2. Zielgedanke

Aus den Biografien von drei Menschen entdecken wir, wie man mit herausfordernden Lebenssituationen umgehen kann.

3. Einführung inkl. Exegese

Gemeinsam mit den Teens schauen wir uns drei Biografien aus unterschiedlichen Zeiten an: Hiob, König David und Paul Gerhardt.

Hiob hatte alles, was man sich vorstellen kann. Doch dann wurde ihm alles genommen und dennoch hielt er an Gott fest. Über seinen Reichtum kannst du in Hiob 1,1-3 lesen. Als er alles verloren hatte, verfluchte er den Tag seiner Geburt (Hiob 3,8-12). Mitten in dieser Krise machte er eine mutige Aussage, die wir heute aus einem Lied kennen. „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (Hiob 19,25 f.). Am Ende (Hiob 26,1-14) bekam er alles von Gott geschenkt.

David war als Jüngster in seiner Familie sehr erfolgreich und kam sogar an den Hof des Königs. Doch dann wurde er von Saul verfolgt. Dort könnte das Gedicht (Ps 13) von David entstanden sein. In Vers 6 kann man nachlesen, wie hoffnungsvoll er an Gott festhielt. David besiegte Löwen und Riesen und wurde als jüngster Sohn zum König über Israel gesalbt, als Saul noch in seinem Amt war. Er kam zu Saul an den Königshof. Später musste David fliehen, da Saul nach seinem Leben trachtete. Er versteckte sich in Höhlen, musste stehlen, um zu überleben und kämpfte für fremde Armeen. Psalm 13 könnte auf diese Situation in seinem Leben passen.

Paul Gerhardt wuchs mit seiner Familie in einer Kleinstadt bei Wittenberg auf. Er wurde mit 14 Jahren Vollwaise, verlor vier seiner fünf Kinder, früh starb seine Frau, er erlebte Krieg und Pest. Aber dennoch geben viele seiner Lieder neue Hoffnung. Schau mal einige seiner Lieder im Gesangbuch an. Sein Besuch an einer hohen Schule stellte die Weichen für ein erfolgreiches Leben. Doch in seinem Leben begegnete ihm oft der Tod. Als Paul Gerhardt Pfarrer war, sagte ein Superintendent (sozusagen der Chef), dass man von ihm nie ein Wort der Klage gehört hatte. Seine Gemeinde schätzte seine besondere seelsorgerliche Art.

4. Einstieg

Den Raum könnt ihr mit Bildern gestalten, die Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit zeigen. Außerdem könntet ihr einzelne Verse aus Hiob, den Psalmen oder den Liedern von Paul Gerhardt groß ausdrucken und im Raum verteilen. Die Lieder von Paul Gerhardt gibt es heute auch schon in neuen Vertonungen z. B. von Snubnose oder Dieter Falk. Wenn eure Teens von Musik angesprochen werden, ist das eine gute Hinführung.

5. Hauptteil

Im Hauptteil könnt ihr die drei Personen nacheinander in verschiedenen Lebensphasen vorstellen. Erst einmal die Person an sich und das, was es an „Gutem“ zu berichten gibt. Du kannst die Teens nach ihren guten Zeiten fragen.

Dann berichte über die verschiedenen Nöte. Die Hiobsbotschaften, die Flucht Davids und die Pest. Frage die Teens nach ihren schweren Zeiten und wie sie damit umgehen.

Als Nächstes kannst du vorstellen, was die drei für einen Blick hatten und wie es weiterging. Frage die Teens, was sie aus diesen drei Biografien mitnehmen, wenn sie den Eindruck haben, dass Gott in ihrem Leben nicht eingreift.

Entdeckungen können sein:

1. Sie haben sich weiter an Gott gewendet. Sie haben ihr Leid nicht irgendwem geklagt, sondern hatten mit Gott den richtigen Adressaten. Die Bibel verwendet eine krasse harte Sprache in den Dingen, die sie Gott an den Kopf werfen. Gott hält das aus und so dürfen wir das bis heute tun.

2. Sie haben die guten Zeiten vor Augen. David hat erfahren, dass Gott gern hilft. Das lässt darauf schließen, dass es nicht die erste Erfahrung ist. In guten Zeiten übersehen wir oft sein Eingreifen.

3. Gott ist immer da. Die Texte der drei liegen über 3000 Jahre auseinander. Alle haben Gott erlebt. Wieso soll er heute nicht da sein? Viele Menschen in der Gemeinde haben schon Krisen durchlebt und Gott dabei erfahren und die Teens dürfen das heute auch.

Überlege zum Schluss gemeinsam mit den Teens, wie man sich auf eine schwierige Zeit vorbereiten kann. Was kann man tun, wenn es einem gut geht?

6. Abschluss

Eine Gebetszeit mit Liedern kann das Thema abschließen. Betet für Menschen in schwierigen Zeiten aus eurer Runde oder der Gemeinde. Vielleicht lernt (oder kennt) ihr ein Lied von Paul Gerhardt oder sucht vertonte Psalmen.

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