Adventsweg

Ein Adventsweg, der im Freien, in Räumen oder auch digital durchgeführt werden kann. Während dieser Kirche Kunterbunt entsteht ein Weg, der zur Krippe führt. Es gibt immer ein Teil der Weihnachtsgeschichte, die mit Figuren, dem Stall und einem Tuch erzählt wird. Darauf folgt eine passende Aktion und Gesprächsimpulse zum Thema. Bei einer digitalen Kirche Kunterbunt können auch alle Aktiv-Stationen zeitgleich zur Auswahl angeboten werden.

Start/Begrüßung

Advent, was heißt das eigentlich? Es heißt Ankunft. Wir warten darauf, dass Jesus ankommt. Wir warten auf Weihnachten, da feiern wir das (aus braunem Stoff einen Weg legen, ans Ende den leeren Stall stellen). Wir warten dass Jesus geboren wird (leere Krippe in den Stall stellen). Im Lauf des Nachmittags sehen wir wer noch alles dazu kommt. Wer sich noch auf den Weg zur Krippe macht. Wir werden etwas über die Personen hören und es gibt nach jedem Teil der Geschichte wieder Aktivstationen, die dazu passen. Ihr habt viermal die Gelegenheit eine Aktion zu machen. Es gibt auch wieder ein paar Fragen und Gedanken, über die ihr ins Gespräch kommen könnt. Das alles findet in den sogenannten Breakout Gruppen (alternativ an Stationen) statt. Natürlich singen wir auch zwischendurch auch. Bevor wir jetzt loslegen wäre es toll zu wissen, wer alles dabei ist. Ich hatte euch ja geschrieben, dass jeder einen Stern vorbereiten soll auf dem eure Namen stehen. Wir zeigen dann jede Familie mal im Vollbild mit Stern und Namen (alternativ: Stern zum Start an eine Wäscheleine hängen). Toll dass Ihr dabei seid. Jetzt wünschen wir euch einen wirklichen Sternstunden-Nachmittag.

Material

  • braunes Tuch
  • Stall
  • Krippe mit Krippenfiguren (dies kommen später zum Einsatz)
  • evtl. Stern, Stifte, Schnur, Wäscheklammern
Adventsweg

Feier-Zeit Teil 1: Maria und Josef

Erzählung

Maria war eine junge Frau, die in Nazareth lebte. Sie war mit Josef verlobt und die beiden wollten bald heiraten. Eines Tages, als sie alleine zu Hause war bekam sie Besuch von einem Engel, dem Engel Gabriel. Gott hatte Gabriel mit einer ganz besonderen Botschaft zu Maria geschickt: „ Gott hat dich ausgesucht Maria, du wirst einen Sohn bekommen. Gottes Sohn.“ „Was?“ sagte Maria, „wie soll das denn gehen?“ „Das wird Gott machen“ sagte der Engel. „Gott ist nichts unmöglich.“ Ganz aufgeregt erzählte Maria Josef von dem Engel und dass sie ein Kind bekommen würde. Aber Josef dachte sich: „ Wer glaubt denn sowas? Maria hat bestimmt einen anderen Mann.“ Aber Josef hatte Maria sehr lieb. Ein Kind zu bekommen ohne verheiratet zu sein war damals sehr schlimm. „ Sie werden alle mit dem Finger auf Maria zeigen und schlecht von ihr reden. Das will ich nicht. Ich verlasse sie heimlich, dann reden alle schlecht von mir und nicht von Maria.“ Aber Gott schickte auch zu Josef einen Engel – im Traum. Der Engel sagte: „Du kannst Maria glauben, sie hat nichts Unrechtes getan. Das Kind das sie bekommt ist Gottes Sohn. Gott hat ein Wunder getan. Du sollst das Kind Jesus nennen. Er wird das Volk von aller Schuld und Sünde befreien. Gott hat das schon vor ganz langer Zeit versprochen. Die alten Propheten haben es erzählt. Jetzt löst Gott sein Versprechen ein.“ Als Josef erwachte beschloss er Maria schnell zu heiraten.

Aktiv-Zeit Teil 1

Stall bauen

Josef war Zimmermann. Vielleicht hat er ein Bett oder so für Jesus gebaut. Wir wollen heute einen Stall bauen. Nehmt dazu einen Schuhkarton, schneidet ein Seitenteil heraus und schneidet euch aus dem Karton passende Dachstücke. Diese befestigt ihr dann mit Kleber. Danach könnt ihr den Karton noch anmalen. Wenn es schnell gehen soll, könnt ihr den Karton auch nur anmalen.

selbst gestalteter Stall

Material

  • Schuhkarton
  • Pappe z.B. von Aldi Zwischenablage bei Margarine Kartons, kostenlos
  • Kleber
  • braune Tusche oder Plakafarbe
  • Pinsel
  • Wasserglas

Haselnussfreuden backen

Vielleicht war Maria gerade in der Küche, als der Engel kam und hat gebacken. Wir wollen heute Kekse backen. Haselnussfreuden, die gehen ganz schnell und sind super lecker.
Zuerst Eier und Zucker verrühren, dann Haselnüsse dazu geben und gut   durchrühren. Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig mit Hilfe von zwei Teelöffeln auf dem Blech mit genügend Abstand verteilen (Teig zerläuft). Auf jedes Plätzchen noch eine ganze Haselnuss setzen. Im Ofen bei Umluft 170° ca. 15-20 Minuten backen, je nach Bräunung.
Anmerkung: Für Allergiker Mandeln statt Haselnüsse. Eiersatz statt Eier, bei Lidl erhältlich.

Material

  • 3 Eier
  • 150 g Zucker
  • 250g gemahlene Haselnüsse
  • ganze Haselnüsse zum Verzieren


Gesprächsimpulse Engel im Alltag

Der Engel ist Maria mitten in ihrem Alltag begegnet. Hattest du schon mal besondere Momente im Alltag. Ist dir schon mal ein „Engel“ im Alltag begegnet?
Maria und Josef haben Gott vertraut, naja, die hatten ja auch eine Begegnung mit einem Engel….Kann man auch heute noch sein Vertrauen auf Gott setzen? Warum? Warum ist es oft schwer Gott zu vertrauen?

Feier-Zeit Teil 2: Auf den Weg machen

Erzählung

Das Baby in Marias Bauch war schon ziemlich groß. Es dauerte  gar nicht mehr lange, dann sollte es zur Welt kommen. Der Weg war sehr weit – fast 200 Kilometer und alles zu Fuß. Sie nahmen einen Esel (Playmobile Esel, Maria und Josef auf den Weg setzen) mit, der Maria immer mal wieder trug. Der Weg war sehr schwierig. Sie kamen auch nicht so schnell voran, da es für Maria sehr anstrengend war. Oft mussten sie Pause machen. Sie mussten teilweise draußen schlafen und sich jeden Tag wieder auf den Weg machen und weiter laufen. In einer anderen Stadt sahen drei sternenkundige Männer, manchmal werden sie auch Könige genannt, einen hellen Stern am Himmel aufgehen (Schweifstern an den Stall heften).

Material

  • Esel, Maria und Josef (Playmobil, Krippenfiguren)
  • Schweif-Stern
  • 3 Weise mit Kamel, Pferd, Elefant

Dieser Stern war etwas ganz Besonderes. Es stand schon in den alten Büchern, dort hatten die sternkundigen Männer es gelesen. Wenn dieser Stern zu sehen ist, dann wird ein neuer König geboren werden. Als die Männer ihn entdeckten, waren sie ganz aufgeregt. Sie beobachteten den Stern eine Weile und überprüften immer wieder, ob es wirklich der Stern war, von dem die alten Schriften berichteten. Als sie ganz sicher waren, packten sie ihre Sachen. „Wir machen uns auf den Weg. Wir wollen den König finden, für den dieser Stern am Himmel steht,“ sagten sie sich und machten sich auf einen noch viel längeren weg als Maria und Josef. (Kamel, 3 Könige auf den Weg setzen) Aber wohin? Das wussten sie auch nicht so genau. Sie folgten einfach dem Stern. Einfach? Nicht ganz! Denn Sterne kann man ja nur nachts sehen. Also reisten sie in der Nacht, wenn die Sterne zu sehen waren und ruhten sich am Tag aus. Das war eine ganz besondere Reise.

Aktiv-Zeit Teil 2

Einen Stern aus Ästen binden

Stationsbeschreibung: Die Stöcke auf gleiche Länge bringen.
Den Stern legen: Aus zwei Stöcken die Sternspitze als umgedrehtes V legen. Ein Stock kommt quer darüber. Stock vier und fünf als X auf den Stern legen, so dass fünf Spitzen entstehen.

Stern mit Hilfe der 10 Schnüre zusammenbinden. Zunächst die Sterninnenpunkte miteinander verknoten, dann die Spitzen. Fertig!

Sternenanleitung

Material

  • 5 etwa gleich dicke Stöcke (ca. 1 cm dick)
  • 10 Schnüre je ca. 15 cm lang
  • Gartenschere

Gesprächsimpulse

„Das steht in den Sternen“ ist eine bekannte Redewendung. Gott hat mit den Sterndeutern so geredet wie sie es verstehen konnten – durch die Sterne.
Wie sollte Gott mit dir reden, damit du ihn verstehst?
Gott kann zu uns heute auch durch die Bibel, das Wort Gottes sprechen. Was bedeutet die Bibel für dein Leben?

Feier-Zeit Teil 3: Die Hirten machen sich auf

Erzählung

Maria und Josef sind mittlerweile in Bethlehem angekommen. Aber auch ganz viele andere Leute sind da wegen der Volkszählung. Maria muss sich unbedingt ausruhen, aber nirgends ist ein Zimmer frei. „Josef, das Kind kommt, tu was!“ sagt Maria. Schließlich finden sie im letzten Moment einen Stall (Figuren an den Stall stellen) und dort wird das Baby geboren. Maria wickelt es fest ein und legt es in den Futtertrog (Baby in die Krippe legen) der Tiere, denn ein Kinderbett hatten sie nicht.

In der Gegend waren auch Hirten unterwegs mit ihren Schafen. Hirten waren gar nicht beliebt damals. Man hielt sie für Betrügern und Räuber. Man beschimpfte sie als Gesindel, Pack, Gauner. Die Hirten übernachteten bei ihren Schafen auf dem Feld. Vielleicht saßen sie am Lagerfeuer. Sie wechselten sich ab mit wachen und schlafen. Da stand plötzlich ein Engel, ein Bote Gottes, vor ihnen. (Engel neben die Hirten stellen) Der Engel leuchtete so hell, dass alles um sie herum  hell wurde. Das ganze Feld, wie mit einer Flutlichtanlage beleuchtet.
Die Hirten waren total erschrocken:“ Was ist denn jetzt los?“ fragten sie sich und sie fürchteten sich sehr.
Der Engel sagte: „Habt keine Angst. Ich bringe euch eine wunderbare Nachricht, über die sich alle Menschen freuen können. Heute ist für euch der Weltenretter geboren, der Heiland, der alles wieder heile macht. Er ist in Bethlehem geboren. Ihr könnt  ihn daran erkennen, dass er eingewickelt in Windeln in einem Futtertrog liegt.“ Plötzlich war der eine Engel von den himmlischen Heerscharen, von ganz vielen Engeln umgeben. Am ganzen Nachthimmel waren Engel zu sehen. Sie lobten Gott und sagen: Gott gehört alle Ehre. Sein Frieden kommt zu den Menschen. Zu allen Menschen, die seinen Frieden auch annehmen. Als die Engel wieder in den Himmel zurückkehrten und es außer dem Lagerfeuer wieder dunkel war sagten die Hirten: „Los, lasst uns nach Bethlehem gehen. Wir wollen das, was der Engel gesagt hat mit eigenen Augen sehen.“
So zogen sie nach Bethlehem mit ihren Schafen (Hirten und Schafe auf den Weg nahe am Stall setzen) und tatsächlich fanden sie alles so wie der Engel gesagt hatte: Maria und Josef und das Baby in der Futterkrippe. Die Hirten erzählten allen was geschehen war und was der Engel ihnen gesagt hatte. Dann gingen sie wieder zurück. Sie lobten Gott für alles, was in dieser Nacht geschehen war. Auch dafür, dass sie alles genau so vorgefunden hatten, wie es der Engel gesagt hatte.

Material

  • Baby für die Krippe
  • Hirten
  • Schafe
  • Engel
Hirte mit Engel

Aktiv-Zeit Teil 3

Spiel: Engel unterwegs

Die vier Spielfiguren sind Engel. Jede Farbe/Engelgruppe hat einen Auftrag/Ziel. Engel arbeiten immer zusammen, deshalb gibt es bei den verschiedenen Würfelergebnissen Sonderregeln:

  • 1 = Du darfst einen Engel anderer Farbe 6 Felder vorsetzen
  • 2 = Alle Engel gehen 2 Felder vor
  • 3 = Derjenige der gewürfelt hat darf 3 Felder vorrücken
  • 4 = Kurze Pause: Engel singen und loben Gott. Singt zusammen einen Refrain z.B. Hallelu, Hallelu oder „Alle Ehre Gott im Himmel“(Uwe Lal)
  • 5 = derjenige, der gewürfelt hat darf 5 Felder mit allen seinen Engeln, die unterwegs sind vorrücken.
  • 6= Such dir einen Partner-Engel aus mit dem du 6 Felder vorrückst

Natürlich schmeißen Engel sich nicht gegenseitig raus. Wer zufällig auf dasselbe Feld vorrücken darf, bleibt einfach auf dem Feld direkt hinter dem anderen Engel stehen. Wer zuerst alle seine Engel am Zielort hat, würfelt und zieht für den Engel mit, der am weitesten zurück ist. Wenn alle Engel ihr Ziel erreicht haben, gibt es für alle einen Engelsbonbon oder ähnliches.

Material

  • Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Spiel
yellow red and green plastic toy
Mensch-Ärgere-Dich-Nicht als „Engel unterwegs“ Version

Gesprächsimpulse Engel

Engel, die Boten Gottes werden zu den Hirten geschickt. Ausgerechnet zu denen. Ob sie wohl mit Gott diskutiert haben, um ihm andere Leute vorzuschlagen?
Musstest du schon mal jemand anderem eine Botschaft bringen? Wie war das für dich? Was ist das Besondere an einem Boten?

Feier-Zeit Teil 4: Die Sterndeuter

Erzählung

Wer hatte sich noch auf den Weg zur Krippe gemacht? Richtig, die Sterndeuter. Sie waren dem Stern gefolgt, der die Geburt eines neuen Königs ankündigt. Lange waren sie unterwegs und endlich kamen sie in Israel an. Wo findet man wohl einen König oder ein Königskind? Na klar im Palast. So dachten die Sterndeuter und machten sich auf nach Jerusalem in den Palast des König Herodes. Der bekam einen fürchterlichen Schrecken, als er von dem neuen König erfuhr und dass die Sterndeuter ihn anbeten wollten. „Ein neuer König, davon weiß ich nichts. Ich bin doch König. Wer will mir den Thron streitig machen?“ so fragte er sich.

Dann  erinnerte er sich daran, dass Gott schon vor sehr langer Zeit einen Retter versprochen hatte
Er ließ die Priester und Schriftgelehrten rufen: “Wo soll der neue König geboren werden, von dem schon die Propheten erzählt haben?“ fragte er sie. „In Bethlehem“ sagten die Schriftgelehrten. Daraufhin schickte Herodes den Sterndeutern eine geheime Botschaft: Der neue König soll in Bethlehem geboren werden. Wenn ihr ihn gefunden habt kommt doch zurück und sagt mir Bescheid. Ich will ihn nämlich auch anbeten. So zogen die Sterndeuter weiter nach Bethlehem. Dort sahen sie auch den Stern wieder, der sie direkt  zu dem Kind führte. Sie freuten sich sehr und hatten auch kostbare Geschenke dabei: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Kurz bevor sie sich wieder auf den Rückweg machten, hatten sie einen Traum. Gott warnte sie davor zurück zu Herodes zu gehen. Herodes meinte es nicht gut mit dem Kind. So nahmen sie einen anderen Weg zurück nach Hause.

Material

  • 3 Sterndeuter, Kamel, Elefant, Pferd

Aktiv-Zeit Teil 4

Sternen-Quiz

An dieser Station könnt ihr gemeinsam das Sternen-Quiz lösen. Ihr findet die Vorlage und die Auflösung unter dem Material.

Material

  • Sternen-Quiz ausgedruckt oder eingeblendet

Gesprächsimpulse Serndeuter

Die Sterndeuter kamen aus einer völlig anderen Kultur. Sie gehörten nicht zum Volk Gottes und doch wollte Gott sie dabei haben. Jesus ist für ALLE Menschen gekommen, egal welcher Nationalität, Herkunft, Hautfarbe….
Was müsste passieren, damit du dich auf den Weg zur Krippe / zu Jesus machst?

Abschluss

Das war jetzt ein ganz schön langer Weg. Ein langer Weg für Maria und Josef nach Bethlehem. Ein nicht ganz so langer Weg für die Hirten und Schafe. Ein sehr langer Weg für die Sterndeuter. Aber den längsten Weg hat Jesus auf sich genommen. Er ist umgezogen vom Himmel auf die Erde zu uns Menschen. Warum hat er das gemacht? Maria und Josef mussten den Weg machen wegen der Volkszählung. Die Hirten wollten wissen, ob die Engel auch wirklich die Wahrheit gesagt haben. Die Sterndeuter waren neugierig wer der neue König sein sollte. Aber warum kam Jesus auf diese Welt?
Weil Gott die Menschen unendlich lieb hat!
Gott will uns Menschen nah sein und er möchte, dass wir nah zu ihm kommen können. Deshalb hat er Jesus, seinen Sohn, geschickt. Jesus zeigt uns den Weg zum Vater. In der Bibel sagt Jesus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das leben. Es gibt keinen anderen Weg zum Vater als mich. (Joh. 14,6)
Wow Jesus ist selbst der Weg. Machen wir uns doch auf diesen Adventsweg hin zu Jesus in der Krippe und dann mit Jesus zum Vater.

Lieder

Je nach Format sind verschiedene Lieder, evtl. auch als YouTube Link möglich.

  • Alle Ehre Gott im Himmel (Uwe Lal)
  • Einfach Spitze (Daniel Kallauch)
  • Heute, Leute ist Advent (auf die Melodie von Lady in Black)
  • Freude, Freude (Gaba Mertins)
  • Gottes große Liebe (Daniel Kallauch)
  • Runtergekommen (Daniel Kallauch)
  • Weihnachten ist Party für Jesus (Daniel Kallauch)
  • Weihnachtsstern (Kramer, Rieger)

YouTube-Links

Segen

Als Segen verwenden wir die Konfetti-Segen-Kanone. Anleitung und Text im Baustein „Konfettisegenkanone“.

Essens-Zeit

Eine Feuerschale aufstellen und wie die Hirten ums Feuer sitzen oder stehen. Man kann Würstchen am Stock braten oder einen Grill aufstellen und wintergrillen. Warm eingepackt am Grill stehen und mit Punsch darauf warten, dass die Würstchen fertig sind. Alternativ können auch Folienkartoffeln, Stockbrot oder Marshmellows (s’Mores) gegrillt werden.

Ideen für zu Hause

Als Idee für zu Hause kann der Baustein „Ein Plätzchen in Gottes Herz“ verwendet werden.

Bei Freunden eingeladen, der erste Jugendkreis nach dem Lockdown, ein bunter Jugendgottesdienst oder mal wieder zu Besuch bei netten Menschen – es ist ein besonderes Gefühl willkommen geheißen zu werden. Arme und Türe sind geöffnet. Du bist willkommen und wirst freundlich begrüßt. Daran knüpft die Jahreslosung 2022 an, wenn Jesus sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen!“ (Johannes 6, 37)

Zur Jahreslosung findest Du hier einen Gottesdienstentwurf, Ideen fürs Bible-Art-Journaling, Lieder- und Filmvorschläge. Viel Freude damit!

Ein Bibeltext muss nicht schwarz-weiß sein. Oder bleiben. Auch die Jahreslosung nicht. Ein Bild sagt manchmal mehr als tausend Worte, heißt es. Was bedeutet das, wenn wir das in unserer Bibel umsetzen? Handlettering, Bulletjournaling, Malen mit Aquarell- oder Acrylfarben, Stempeln, Collagen – all das und noch viel mehr kann man mit dem klassischen Bibellesen verbinden und schon bekommt man eine ganz neue Form: Bible Art Journaling. Dieser Trend kommt aus den USA und greift in der christlichen Welt überall um sich. Kein Wunder: das kreative Gestalten und Hervorheben von Texten direkt in der Bibel spricht viel mehr Sinne an, als bloßes Lesen und intellektuelles Erfassen. Wie es funktioniert? Ganz einfach. Alles was man braucht ist ein Bibeltext und ein paar Stifte. Schon kann es losgehen. Man liest den Text, betet, denkt darüber nach. Welche Bilder entstehen im Kopf? Welche Worte sprechen mich besonders an? Was ist mir wichtig hervorzuheben? Was berührt oder stört mich? Das kann alleine für sich oder in einer Gruppe geschehen. Und dann geht es ans Gestalten. Was Material angeht, sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Mit Formen, Farben, Schriften bringt man die Ideen und Konzepte aufs Papier.

Als ich die Jahreslosung für 2022 las, habe ich mich mit einer Freundin online zum „Journaln“ getroffen, wie wir es nennen. Wir lasen den ganzen Abschnitt. Der Vers wäre beim bloßen Lesen meiner Aufmerksamkeit entwischt, dabei ist er so schön: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Jesus weist niemanden ab. Wir unterhalten uns darüber, dass es leider in Kirchen und Gemeinden Menschen gibt, die nicht diesen Eindruck vermittelt bekommen. Auch wir selbst können manchmal nicht glauben, dass wir bei Gott tatsächlich willkommen sind, so wie wir sind, auch wenn wir wissen, dass es so ist. Bei Jesus ist Platz für alle. Jede Herkunft, jede Orientierung, politische Ausrichtung, persönliche Glaubensgeschichte. Das will ich mit bunten Farben ausdrücken. Und es gibt wirklich niemand, der nicht willkommen ist. So entsteht ein nach und nach ein Bild mit Finelinern und Buntstiften, meine Freundin arbeitet mit Acylmarkern und -farben.

BibelArtJournaling funktioniert mit

  • Jugendgruppen,
  • Frauenkreisen,
  • Konfirmand*innen,
  • als Zoom-Meeting,
  • alleine am Küchentisch oder
  • mit einer Gruppe in den Gemeinderäumen.

Zur Vorbereitung ist es gut einen Text als Grundlage rauszusuchen (z.B. die Jahreslosung) und eine kleine Einführung zu machen. Für Interessierte, die keine Bibel haben, in die sie reinschreiben können oder wollen, sollte man den Text ausgedruckt dabei haben. Am besten arbeitet es sich an Tischen. Ein bisschen Material ist außerdem hilfreich:

  • Buntstifte
  • Fineliner
  • Bleistifte
  • Wasserfarben
  • Acrylfarben
  • Sticker
  • Washitape
  • Schmierpapier
  • Stempel
  • Lineale
  • Bunte Papiere
  • Scheren
  • Kleber

Grundsätzlich kann alles, was sich irgendwie kreativ verarbeiten lässt, für das BibleArtJournaling verwendet werden. Keine Sorge, wenn man keinen großen Fundus hat, auf den man zurückgreifen kann. Manchmal ist eine kleine Auswahl an Material sogar besser, weil es die Kreativität fördert.

Nach anderthalb Stunden sind nicht nur zwei schöne Bibelseiten entstanden; es hat sich auch eine neue Zuversicht eingestellt, eine Hoffnung für die Kirche, für uns persönlich.

Diese Zeiten mit BibelArtJournaling erlebe ich immer als bereichernd. Egal, ob Kinder Schafe zu Psalm 23 stempeln oder man mit künstlerisch begabten Aquarellprofis zusammen gestaltet – durch das kreative Beschäftigen mit dem Text gelingt es oft ein tieferes Verständnis zu gewinnen, als durch eine Andacht oder Predigt. Probiere es doch einfach auch mal aus!

Zielgedanke

Gerade, wenn einem alles über den Kopf wächst, ist es gut zu wissen, dass wir Gott als besten Freund haben. Da er das Beste für uns will, ist es klug, auf ihn zu hören.

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Salomo ist als Nachfolger seines Vaters David König von Israel geworden. In einer Nacht erscheint Gott Salomo im Traum und fragt ihn: „Was soll ich dir geben?“ Salomo hat also einen Wunsch bei Gott frei. Was würdest du dir wünschen, wenn Gott dich das fragt?

Salomo ist jung und fühlt sich noch unsicher in seiner neuen Herrscherrolle. Sein großes Volk erwartet Souveränität. Salomo soll zudem Richter sein in größeren Streitigkeiten. Wie soll er all seinen neuen Aufgaben gerecht werden? So wünscht sich Salomo ein „hörendes Herz“. Luther übersetzt hier mit „gehorsames Herz“. Gemeint ist, dass Salomo sich von Gott wünscht, dass er hört, was Gott will und diesen Willen dann auch praktisch umsetzt (Hören und Gehorchen). Er wünscht sich, weise zu handeln. So kann er als König Gut und Böse unterscheiden und die richtigen Regierungsentscheidungen treffen.

Gott gefällt Salomos Wunsch. Salomo setzt damit Gottes Wille über die eigenen Wünsche. Jesus formuliert das in Mt.6,33 so: „Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht“ (NLB).

Gott gefällt diese Lebenseinstellung sehr. Es zeigt, dass Salomo die Beziehung zu Gott wichtig ist und dass er folglich wissen will, was Gott denkt. Gott erfüllt Salomos Wunsch und beschenkt ihn mit viel Weisheit und einem großen Verstand, um für Recht zu sorgen. Zudem schenkt ihm Gott Reichtum und ein hohes Ansehen.

Dass es nicht beim einmaligen Hören auf Gott bleiben soll, macht Gott deutlich (V.14): „wenn du in meinen Wegen wandeln wirst…“ Gott wünscht sich von uns Menschen eine lebenslange Beziehung, die im „auf Gott Hören und seinen Willen ausführen“ Ausdruck findet.

Erlebniswelt der Kinder

Herausforderungen im Alltag

Kinder sind schon sehr früh gefordert. Ein getakteter Wochenplan bestimmt ihren Alltag. Sie gehen in die Schule, sollen gute Leistungen bringen in möglichst vielen Fächern. Sie lernen oft ein Instrument, toben sich aus in Sportarten und besuchen die Angebote der örtlichen Gemeinde (Zielgruppe dieser Einheit). Sie verbringen abends Zeit mit der Familie und mit Freunden. Das alles kann auch schnell mal herausfordernd werden, sobald es an irgendeiner Stelle dabei nicht läuft.

Wünsche

Kinder haben viele Wünsche. Fragt man sie, was sie sich zum Geburtstag wünschen, sprudelt es nur so von guten und verrückten Ideen. Fragt man Kinder hingegen, was ihnen am wichtigsten ist, geht es meist um Menschen. Sie wünschen sich eine Familie, wo man sich gerne hat und sich nicht streitet. Sie wünschen sich gute Freunde, auf die man sich verlassen kann. Wenn jemand aus dem näheren Umfeld erkrankt ist, wünschen sie sich, dass die Person schnell wieder fit wird.

Was wirklich wichtig ist

Kinder haben ein gutes Gespür, was wirklich wichtig ist: gute Beziehungen. Hier kann man bei dieser Geschichte ansetzen: Salomo ist die Beziehung zu Gott wichtig. Salomo liebt Gott (1.Kö.3,3) und Gott liebt Salomo (2.Sam.12,24). Wer einem wichtig ist, auf den hört man auch und lässt sich gerne was sagen, da man weiß, dass es die Person gut mit einem meint. Und Gott meint es besonders gut mit Kindern. Gerade in herausfordernden sollen Kinder wissen, dass sie Gott da durchleiten will.

Einstieg

Stell dir vor, du dürftest dir was wünschen, egal was und der Wunsch würde erfüllt werden. Welcher Wunsch wäre das?

(kleine Kinder können ihren Wunsch als Bild malen, junge Teens können ihren Wunsch auf einen Zettel schreiben. Anschließend erzählt jede Person, die mag, was sie für einen Wunsch hat).

Heute geht es um eine Geschichte von einem König. Und dieser König hat einen Wunsch frei. Was er sich wohl wünscht?

Erzählung

Es ist schon spät, aber er liegt noch wach. Viele Gedanken gehen dem jungen Mann durch den Kopf. Er weiß wirklich nicht, wie er das alles schaffen soll. Salomo ist noch gar nicht lange König. Ein Land soll er regieren mit vielen Leuten und ihren Wünschen. Jeden Tag kommen Menschen zu ihm mit Streitereien. Und er soll sagen, wer am Ende recht hat und Recht bekommt. Woher soll er immer wissen, was richtig ist? Daneben soll er mit Königen aus Nachbarländern verhandeln, damit der Frieden erhalten bleibt. Und Salomo ist frisch verheiratet mit einer ägyptischen Prinzessin. Er muss ihr viel erklären, was hier in Israel anders läuft. Alles sehr viel auf einmal, sehr viel, zuviel.

Salomos Gedanken wandern im Kreis, dann verabschieden sie sich langsam hinter vielen Wolken – hinein in einen besonderen Traum.

Plötzlich hört er eine Stimme. Gott spricht zu ihm: „Salomo, du hast einen Wunsch frei. Bitte, was du dir wünschst und ich gebe es dir.“ Salomo ist erleichtert, dass Gott für ihn da ist. Warum ist er mit seinen Sorgen nicht gleich zu Gott gegangen, wo er doch mit Gott befreundet ist. So sprudelt es jetzt nur so aus Salomo heraus, was ihn beschäftigt: „Gott, ich bin noch so jung und soll schon so viel entscheiden als König. Ich habe keine Erfahrung, wie mein Vater David. Darum habe ich diesen Wunsch an dich: Gib mir ein Herz, das auf dich hört. Lass mich verstehen, was du willst. Und hilf mir dann zu tun, was du mir gesagt hast. Dann kann ich ein weiser König sein, der auch gerecht sein kann.“

Gott freut sich sehr über Salomos Wunsch und antwortet: „Salomo, du hättest dir ganz andere Dinge wünschen können, zum Beispiel ein langes Leben oder dass Du reich wirst oder dass du alle Feinde besiegst. Aber das hast du nicht getan. Ich will dir deinen Wunsch erfüllen: du bekommst kluge Gedanken und ein hörendes Herz. So hörst du, was mein Wille ist. Und das, worum du mich nicht gebeten hast, bekommst du obendrauf: Reichtum und Ehre. Auch ein langes Leben werde ich dir schenken, wenn du dich an meine Gebote hältst.“

Am nächsten Morgen reibt sich Salomo müde die Augen. Was war das für ein Traum! All das, was er letzte Nacht geträumt hat, weiß er noch ganz genau. Gott hat ihm seinen Wunsch erfüllt. Da ist er sich ganz sicher. „Wenn mir Gott kluge Gedanken schenkt und ich auf das höre, was er sagt, was soll mir da noch passieren?“, denkt Salomo. Fröhlich pfeifend steht er auf und verlässt sein Schlaflager.

Andachtsimpuls

Morgen die Mathearbeit. Und du musst noch so viel üben, bis du dich wirklich für morgen fit fühlst. Übermorgen Englischtest. Wie bekommst du die Vokabeln nur alle in den Kopf? Mittags bist du zu einem Geburtstag eingeladen. Dein Freund freut sich auf dich, dort kannst du unmöglich fehlen, auch wenn dir dann die Zeit zum Lernen fehlt. Für das Handballturnier am Wochenende fehlt dir noch ein Training am Mittwochabend. Wenn du da fehlst, darfst du am Samstag nicht mitspielen. Deine Mutter ist sauer, weil du dein Zimmer noch nicht aufgeräumt hast. Falls das nicht in der nächsten Stunde passiert, bekommst du einen Abend Hausarrest am Mittwoch.

Ganz schön viel los. Wir kann man das alles nur schaffen? Abends liegst du im Bett und kannst erst nicht schlafen. Dann irgendwann schläfst du ein.

König Salomo hatte einen besonderen Traum. Gott sagt: Du hast einen Wunsch frei. Stell dir vor, Gott sagt, du hast einen Wunsch frei. Was wünschst du dir von Gott? Das Tolle ist: du kannst jetzt mit Gott reden. Was ist dein Wunsch?

Gebetsaktion: In der Mitte steht ein Holzkreuz als Symbol für Gott. Jeder kann einen Wunsch auf einen Zettel schreiben, Zettel knüllen und an ein Kreuz legen, oder einfach laut beten, wer will. Mitarbeitende beten am Anfang und am Ende laut.

Salomo wünscht sich ein hörendes Herz. Er möchte hören, was Gott will. Denn er weiß: Gott ist sein bester Freund. Von ihm ist er am besten beraten, wie er alles im Leben meistern soll. Mit dem besten Freund verbringt man doch sehr gerne Zeit. Und das tut Salomo. Er liest von Gott und er hört darauf, was Gott in den Schriften sagt. Gott freut das so sehr, dass er Salomo viel Klugheit schenkt für alle Entscheidungen und ihm zeigt, was gut ist und was eher nicht so gut. Salomo ist erleichtert. Denn er weiß, dass er niemals alleine ist, egal, was gerade los ist.

Gebet

(Alternative, falls Gebetsaktion nicht gemacht wurde)

Lieber Vater im Himmel,

wie gut, dass du unsere Wünsche kennst und alles, was uns gerade belastet und zu viel ist. Danke, dass du unser bester Freund bist und auf unserer Seite stehst. Bitte zeig auch uns, was für uns gut ist und was wir tun und lassen sollen. Hilf uns, deine Bibelworte zu verstehen und sie dann zu tun. Danke, dass du uns niemals alleine lässt, egal was gerade los ist. Du bist bei uns.

Amen.

Lieder

  • Befreundet sein mit dir, Feiert Jesus Kids Nr.135 (Text und Melodie: Mike Müllerbauer)
  • Ich mach mich locker, Feiert Jesus Kids Nr.125 (Text und Melodie: Mike Müllerbauer)

Vertiefungsideen

Packesel (was zuviel ist, ist zuviel):

Zwei Gruppen treten gegeneinander an. Vor jeder Gruppe steht eine Trinkflasche aus Glas. Die Kinder stehen hintereinander. Jeder Gruppe hat eine Packung Streichhölzer. Hintereinander weg soll nun je ein Kind der Gruppe ein Streichholz auf die Flaschenöffnung quer drüber nebeneinander stapeln. Wer schafft es, alle Streichhölzer auf dem Flaschenhals zu stapeln bzw. in einer bestimmten Zeit die meisten Hölzer drauf zu packen?

Hingehört:

Mit den Kindern einen kleinen Spaziergang machen. Wettbewerb: alle sind still. Wer was sagt, bekommt einen Minus-Punkt. Nun gilt es, so viele Geräusche, wie möglich wahrzunehmen. Am Ende des Spaziergangs schreibt jedes Kind seine Geräusche auf. Für jedes Geräusch gibt es einen Punkt. Wer hat am Ende die meisten Plus-Punkte?

Für Bibelprofis – Geschichten bzw. Verse suchen vom Hören:

Wer weiß die meisten biblischen Verse/ Geschichten zum Thema „Hören“? Kinder in Gruppen à 3-4 Kinder einteilen, Hilfsmittel: 1-2 Bibeln pro Gruppe, evtl. Handy, Papier und 1 Stift. Zeit: 3 Min. Lösungen: Z.B. Samuels Berufung, Hausbau auf Sand oder Fels; Maria und Martha, blinder Barthimäus

Start in eine Bibellesechallenge:

Mit Kindern ab 9 Jahren in den nächsten Jungscharstunden Bibellesen üben. Dazu gibt es Bibellesepläne für Kinder, die ihr für die Kinder bestellen könnt (z.B. zu Weihnachten und im Dezember oder Januar starten). Lest mit den Kindern den angegebenen Text und kommt über Fragen zum Text ins Gespräch. Bibellsespläne erhältlich unter https://shop.bibellesebund.de/Themenwelt/Guter-Start/. Ihr könnt auch eine Messanger-Gruppe bilden und unter der Woche zum Bibellesen motivieren und Impulse geben.

Gott spricht zu uns auf ganz unterschiedliche Weise. Mal durch Bibelworte oder im Gebet, mal durch Menschen oder die Wunder der Natur, mal in der Forschung, durch die Kunst oder: in Träumen. Träume können dabei ganz unterschiedlich aussehen. In der Bibel spricht Gott im Schlaf oder über Bildern und Visionen.

In dieser Themenreihe haben wir uns mit „Traum-Geschichten“ beschäftigt. Im Traum hat König Salomo einen Wunsch bei Gott frei, bekommt Josef klare Ansagen, werden die drei Weisen gewarnt. Martin Luther King träumt von einer besseren Welt. I have a dream…

Mit den Kindern gehen wir diesen und eigenen Träumen nach. Außerdem gibt es eine anschauliche Andacht zur Jahreslosung aus Joh. 6,37: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ Und wie immer findet ihr hier weitere Ideen zur Gestaltung eurer Gruppenstunden für die letzten drei Monate des Jahres. Eine Geschenkidee für Eltern zu Weihnachten ist auch dabei.

Viel Spaß beim Stöbern, Entdecken und Umsetzen und eine gesegnete Herbst- und Adventszeit,

euer Redaktionsteam Jungscharleiter online

Zusammen ein Gedicht schreiben

Gemeinsame Familien-Zeit ist wertvoll. Dieser Baustein bietet die Möglichkeit als Familie gemeinsam kreativ zu werden und ein persönliches Familien-Gedicht zu entwickeln.

Beschreibung

Macht es euch bequem. Legt ein großes Blatt in die Mitte und schreibt „Unsere Familie“ mit großen Buchstaben in die Mitte. Jeder bekommt einen Stift in die Hand. Bei kleinen Kindern schreiben die Großen. Überlegt, was ihr als Familie gern macht, was ihr gut zusammen könnt, was euch ausmacht… z.B. wir entdecken gerne Neues oder wir lachen gern miteinander oder wir lieben den Sommer…

Schreibt alles auf das Blatt in der Mitte.

Dann überlegt euch eine Reimform:
Wollt ihr ein Elfchen schreiben. Dazu braucht ihr 11 Wörter in 5 Zeilen. Vorteil: die Wörter müssen sich nicht reimen 😉

Zum Beispiel:
„Familie – immer da, früh bis spät, lachen, streiten, kochen, spielen – Familienzeit!“

Oder ihr schreibt ein Haiku. Das sind drei Wortgruppen mit 5 – 7 – 5 Silben (Lauteinheiten). Auch hier müsst ihr keinen Reim berücksichtigen.

Zum Beispiel:
„Fa-mi-ly sind wir (5)
Ma-ma, Pa-pa, eins, zwei, drei (7)
der Him-mel geht auf!“ (5)

Wollt ihr ein Gedicht in Reimform schreiben z.B. a a b b? Dann braucht ihr Wörter die sich reimen. Schaut auf eure Wortsammlung zur Familie: Was reimt sich?Sammelt Wörter, die sich zu euren gesammelten Worten reimen, z.B.: malen, baden, fragen, tragen… oder lachen, machen, Drachen, krachen… oder Traum, Baum, Schaum, kaum…

Ein Gedicht könnte dann so aussehen:
„Durch dick und dünn gehen wir (a),
mit Vertrauen sind wir hier (a).
Fest verwurzelt wie ein Baum (b),
wir leben unseren Traum (b).“

Oder ihr wählt die Reimform a b a b:
„Willkommen bist du! (a)
Feiern und lachen. (b)
Nur selten ist Ruh`(a),
Komm! Weitermachen!“ (b)

Fallen euch noch passende Geräusche dazu ein? Oder Grimassen oder eine Geste? Kleine Kinder sind zu gewinnen durch Bewegungen oder Geräusche. Dann wird euer Gedicht wie ein kleines Theaterstück 😉

Wenn ihr Spaß habt, dann schreibt zu jedem und jeder von euch noch einen Vers. Vielleicht findet ihr einen Reim auf den Vornamen? Oder ihr überlegt, was er oder sie gerne macht, gut kann oder was eine besondere Eigenheit von ihm oder ihr ist. Z.B. Ich singe gern (singen – klingen) oder ich kann gut für andere sorgen (sorgen – Morgen) oder ich bin ein Wirbelwind (Wind – Kind)… Bei kleinen Kindern überlegt miteinander.

Schreibt euer Gedicht kunterbunt auf ein großes Blatt.

Und dann lest es gemeinsam vor.

Sucht einen Platz aus, an dem ihr euer Familien-Gedicht aufhängt.

Und jetzt gibt´s eine Belohnung fürs gemeinsame Kreativ-Sein: eine Runde Schwimmen gehen oder Eis essen? Viel Spaß!

Spielidee
Zwei Mitarbeitende spielen „Super-Max“ und „Hänschen“. Super-Max ist natürlich ein Superheld und bekommt immer tolle Aufträge, die er lösen muss. Hänschen ist sein Assistent, der immer die Dienstbotengänge und den Kleinkram machen muss. Davon hat er aber die Nase voll. Er will nicht nur der Assistent sein, sondern ein Partner. Aber Super-Max lacht Hänschen aus. Er hat zu viele „Schwächen“, um ein Superheld zu sein: Er ist zu klein, hat eine Brille, hat Angst im Dunkeln und ist auch nicht schwindelfrei. Hänschen will Super-Max allerdings beweisen, dass es viele wichtige Menschen in der Bibel gab, die nicht ganz in die Heldenkategorie gepasst haben, aber dennoch welche waren.

Anspiel am Anfang: Gespräch zwischen Super-Max und Hänschen
( so oder so ähnlich kann man es machen, die Mitarbeitenden dürfen sich gerne kreativ verkleiden)
Super-Max liest eine Zeitung.
Super-Max: Hänschen, wo bist du? Wo bleibt mein Kaffee? Und meine Lieblingskekse?
Hänschen kommt mit einem Schild „Ich streike“ rein. Super-Max guckt ihn an.
Hänschen: Ich streike.
Super-Max: Lesen kann ich. Danke. Aber was hat das zu bedeuten?
Hänschen: Ich streike heißt, dass ich keine Lust habe, für dich „der Depp vom Dienst“ zu sein. Ich helfe dir so oft bei wichtigen Fällen und habe viel mehr auf dem Kasten, als nur den Kaffee zu machen und die Kekse auf einen Teller zu drappieren.
Super-Max: So, meinst du?
Hänschen: Ja, das meine ich.
Super-Max: Aber Hänschen. Mal ehrlich, du bist doch viel zu klein, um jemanden in Angst und Schrecken zu versetzen. Wenn dich ein Schurke sieht, lacht er sich eher tot, als die Flucht zu ergreifen, wie bei mir.
Hänschen: Wenn ich eine große Waffe hätte, sähe das sicher anders aus.
Super-Max: Aber wenn du dann aus Versehen im Gefecht deine Brille verlierst, dann bringt dir so ´ne Waffe auch nichts.
Hänschen: Ich kann auch ohne Brille ganz gut sehen.
Super-Max: Und überhaupt, wenn ein Einsatz mal in der Nacht ist oder man auf ein Dach klettern musst, dann scheiterst du an deiner Angst im Dunkeln oder an deiner Höhenangst. Sorry, Kumpel, du bist einfach nicht fürs Heldendasein gemacht.
Hänschen: Ach, was sind das denn für Ausreden? Nur weil ich ein paar Schwächen habe, kann ich kein Superheld sein?
Super-Max: Ja, so sieht es aus. Ein Superheld hat keine Schwächen.
Hänschen: Da würde ich dir gerne mal das Gegenteil beweisen.
Super-Max: Da lasse ich mich ja gerne überraschen, was das für Typen sein sollen- Helden mit Macken. Das sind ja dann eher Antihelden…
Hänschen: Na gut. Bist du also bereit für eine Antihelden-Rallye?
Super-Max: Na so was von.

Hänschen: Und ihr Kinder, wollt ihr uns begleiten? Vielleicht könnt ihr Super-Max helfen, wenn er mal auf dem Schlauch steht… Los geht´s …

Antihelden-Rallye oder Stationenlauf
Je nach Ort/ Gruppengröße/ Mitarbeitendenanzahl und Wetter kann man die verschiedenen Aufgaben und Rätsel an seine Gegebenheiten und Örtlichkeiten anpassen. Entweder kann man als Gesamtgruppe losziehen oder Kleingruppen gegeneinander antreten lassen. Man kann an einem Ort alles spielen oder die Orte zu den Aufgaben wechseln. Ebenso kann man auch Aufgaben weglassen oder sie abändern.

Antiheld 1: Zu alt, um ein Held zu sein.
Aufgabe: In einer undurchsichtigen Plastiktüte bzw. einem Stoffbeutel sind viele Sterne (Plastik-, Holz- oder Papiersterne) drin. Die Kinder werden aufgefordert, zu fühlen und zu schätzen, wie viele Sterne es sind. Jeder bzw. jede Kleingruppe darf einen Tipp angeben. Wer kommt am nahsten dran?
Rätsel: Zu welcher Person hat Gott einmal gesagt, dass seine Nachkommen so zahlreich wie die Sterne am Himmel sein werden?
Lösung: Abraham. Obwohl er schon sehr alt und bisher kinderlos war, hat Gott ihm ein Versprechen gegeben und hatte einen Plan mit ihm.
Material: Tüte/ Stoffbeutel, Sterne

Antiheld Nr. 2: Ein Lügner und Betrüger kann kein Held sein, oder?
Aufgabe: Könnt ihr gut unterscheiden, was wahr und was gelogen ist?
Die Kinder bzw. Kleingruppen bekommen ein „Wahr“-Schild und ein „Gelogen“-Schild und sollen die Aussagen bewerten. Wer hat das beste Gespür, wenn jemand lügt?
Weitere Aussagen können natürlich noch hinzugefügt werden.
Wahr oder gelogen:
– Die Augen des Vogel Strauß sind größer als sein Gehirn. (Wahr)
– Grüne Augen sind besonders lichtempfindlich. (Gelogen, es sind blaue)
– Die Bulgaren schütteln den Kopf, wenn sie Ja meinen. (Wahr)
– Inuit definieren die Kälte der Nacht über die Anzahl der Hunde, die nötig sind, um warm zu bleiben. (Wahr)
– Die erste Stadt, in der über eine Million Menschen lebten, war im Jahr 1811 New York (Gelogen, es war London).
– Ein Durchschnittsmensch produziert in seinem Leben etwa 14.000 Liter Schweiß. (Wahr)
Rätsel: Die gesuchte Person war ein Betrüger. Er hatte sich von seinem älteren Zwillingsbruder den Segen des Vaters erschlichen und hatte auch sonst in seinem Leben einige krumme Dinger gedreht. Wer ist gesucht?
Lösung: Jakob hat sich den Segen erschlichen und musste dann fliehen. Allerdings hat es Gott dennoch gut mit ihm gemeint und ihn in vielen Gefahren behütet. Am Ende gab es auch eine Versöhnung mit dem Zwillingsbruder Esau.
Material: Schilder mit „Wahr“ und „Gelogen“ (Papier, Stifte)

Antiheld Nr. 3: Kann ein Angsthase ein Held sein?
Aufgabe: Das Spiel funktioniert wie „Ich packe meinen Koffer…“ allerdings mit dem Satz „Ich habe Angst vor…“ Nun fängt der erste an, etwas zu sagen. Es sollten allerdings auch alles Sachen sein, vor denen oder bei denen man wirklich Angst haben könnte: Spinnen, Geisterbahnen, hohe Türme, dunkle Keller, Horrorfilme, Gewitter, große Hunde, Gruselgeschichten, etc.. Die Personen, die folgen, müssen alles immer richtig wiederholen, dürfen nichts doppelt benennen und müssen sich innerhalb von 10 Sekunden auch etwas eigenes überlegen. Ansonsten fliegen sie raus. Wer ist die Person, die sich am besten alle Ängste merken kann? Wenn es zu lange dauert oder zu zäh wird, kann man auch abbrechen und mit dem Rätsel weitermachen.
Rätsel: Die gesuchte Person bekam einen Auftrag von Gott, aber hatte zu sehr Angst, um ihn auszuführen. Deswegen versuchte sie genau ans andere Ende der Welt zu fliehen.
Lösung: Obwohl Jona Angst hatte und vor Gott fliehen wollte, holt ihn dieser ein und zurück. Er will und braucht Jona für diesen wichtigen Auftrag. Und Jona erfüllt ihn dann auch.

Antiheld Nr. 4: Kann man seinen Auftrag auch verschlafen?
Aufgabe: Wachsam sein und aufpassen, dass nichts passiert, ist eine wichtige Eigenschaft für einen Helden. In der Mitte steht ein Kind mit einer zusammengerollten Zeitung. Am Kind sind 10 bis 15 Wäscheklammern an unterschiedlichen Stellen befestigt. Am Rücken, den Hosenbeinen, Armen etc. Das Kind trägt eine Augenbinde und ist der „Hüter der Wäscheklammern“. Die anderen Kinder sitzen oder stehen um das blinde Kind. Immer ein Kind darf versuchen, eine Wäscheklammer zu klauen ohne dass das andere Kind es merkt bzw. es mit der Zeitung erwischt. Wenn es erwischt wird, kommt das andere Kind in die Mitte.
Rätsel: Dieses Mal sind mehrere Personen gesucht. Als es darauf ankam und Jesus sie gebraucht hat, haben sie einfach geschlafen. Sie sollen wachen und aufpassen und sie haben diese Aufgabe verbockt.
Lösung: Das waren die Jünger, die eingeschlafen sind, als Jesus im Garten Gethsemane gebetet hat. Obwohl sie ihren Auftrag verschlafen haben, war Jesus immer noch ihr Freund und sie haben Wichtiges für die ersten christlichen Gemeinden geleistet.
Material: Zeitung, 10-15 Wäscheklammern, Augenbinde

Antiheld Nr.5: Zu klein für einen Helden.
Aufgabe: Dieses Mal sind Aufgabe und Rätsel in einem Spiel zusammengefasst. Das Spiel heißt „Wer bin ich?“ Dazu werden Aussagen vorgelesen. Entweder kann die Gruppe als Ganzes spielen oder man kann in Kleingruppen antreten. Jede Gruppe hat nur 3 Rateversuche. D.h. Sie sollten sich relativ sicher sein, bevor sie Tipps abgeben.
Welche Gruppe braucht die wenigsten Hinweise?

  • Ich habe ca. 1000 vor Christus gelebt.
  • Ich bin der jüngste von 7 Brüdern.
  • Mein Vater heißt Isai.
  • Ich habe schon in jungen Jahren Großes geleistet.
  • Der Prophet Samuel hat mich bereits als Kind gesalbt.
  • Ich bin Hirte.
  • Meine älteren Brüder kämpften gegen die Philister.
  • Als ich einen Vorschlag machte, schauten mich alle entgeistert an und sagten: Das ist viel zu gefährlich, du bist ja noch ein Kind.
  • Aber ich hatte keine Angst, denn ich wusste, dass Gott bei mir ist und mich beschützt.
  • Und ich kann gut mit meiner Steinschleuder umgehen.
  • Ich habe den Riesen besiegt.

Lösung: Die Geschichte von David und Goliath ist bekannt und niemand hätte vermutet, dass David diesen Riesen besiegt. David war klein und jung, aber mit Gottes Hilfe hat er es geschafft.

Antiheld Nr. 6: Zu verträumt, um ein Held zu sein.
Dieses Mal wird erst das Rätsel gestellt und dann das Spiel gespielt.
Rätsel: Die gesuchte Person war ein Träumer. Seine Brüder mochten ihn nicht sonderlich, weil er komische Sachen träumte. In seinen Träumen sollte sie sich vor ihm verneigen und ihm folgen. Das fanden sie natürlich gar nicht gut.
Lösung: Gesucht ist Josef. Ein Träumer, der es durch seine Träume bis an den ägyptischen Königshof brachte.
Aufgabe: Alle Kinder laufen mit Augenbinden im Raum/ in einem abgesteckten Gebiet herum. Am Anfang des Spiels wird ein Kind als „Josef“ betitelt. Dieses Kind darf nicht reden. Ziel des Spieles ist, dass alle Kinder diesen „Josef“ finden. Die Kinder tasten sich blind vorwärts und suchen nach den anderen. Wenn sich zwei Kinder berühren und begegnen, fragen beide normalerweise „Josef?“. Nur das Kind, welches „Josef“ ist, schweigt. Wenn ein Kind „Josef“ gefunden hat, hält es sich an dessen Schultern fest und folgt „Josef“ von da an. Es darf nun auch nicht mehr „Josef“ sagen. Am Ende laufen alle Kinder in einer Polonaise hinter „Josef“ her.
Material: Augenbinden (für jedes Kind)

Antiheld Nr. 7: Seine Ansichten zu verleugnen ist nicht heldenhaft.
Aufgabe: Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Gruppe 1 steht zusammen auf einer Seite. Nur ein Kind steht ca. 5 Meter weg von der Gruppe. Zwischen diesem Kind und dem Rest der Gruppe steht Gruppe 2. Gruppe 1 muss nun versuchen dem einen Kind, das außerhalb steht, etwas mitzuteilen während Gruppe 2 versucht es durch Schreien bzw. Krach machen zu vereiteln. Ein möglicher Satz könnte schon auf das Rätsel hinweisen wie z.B. „Noch ehe der Hahn dreimal kräht, wirst du mich verleugnen.“ Natrülich kann man sich auch andere Sätze überlegen.
Rätsel: Normalerweise stehen Helden zu ihren Ansichten und Werten. Sie brüllen ihre Überzeugungen auch hinaus. Die gesuchte Person hat allerdings Jesus, seinen guten Freund und Lehrer, verleugnet.
Lösung: Obwohl Petrus sich nicht ehren- und heldenhaft verhalten hat durch seinen Verrat, ist er doch ein wichtiger Apostel und erzählt vielen Leuten von Jesus und Gott. Er ist wichtig für die christliche Gemeinde. Jesus sagte über ihn: Petrus ist der Fels und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen.

Antiheld Nr. 8: Zu seinen Schwächen zu stehen ist heldenhaft, oder?
Aufgabe: Im Raum/ Gelände sind sieben Zettel versteckt, die es zu finden gilt und die man möglichst schnell in die richtige Reihenfolge bringen muss.
Gesucht ist der Lösungssatz: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“
Rätsel: Wer hat diesen Satz gesagt? Als Tipp: Er hat erst die Christen verfolgt und wurde nach seiner Bekehrung ein großer Apostel und unternahm viele Missonsreisen.
Lösung: Paulus hat diesen Satz an die Gemeinde in Korinth geschrieben. Die Gemeinde hatte hohe Erwartungen an ihn, und er wollte ihnen klar machen, dass er nicht der Siegertyp, Strahlemann und Superheld ist. Er wollte ihnen sagen, dass er viele Macken und Schwächen hat, aber dass gerade dadurch Gott ihm helfen kann. Gott macht Paulus stark, wenn er schwach ist. Und deswegen wurde Paulus trotz Macken und Schwächen ein großer Apostel.
Material: Zettel mit dem Lösungssatz

Anspiel am Ende (so oder so ähnlich)
Hänschen: Uuuund? Hast du nun etwas gelernt?
Super-Max: Wow, das waren ja ganz schön viele krasse Typen.
Hänschen: Ja, und alle hatten ihre Macken und Gott hatte trotzdem was mit ihnen vor und hat sie zu Helden gemacht.
Super-Max: So viele Antihelden, die doch zu Helden wurden. Und die kommen alle in der Bibel vor?
Hänschen: Genau. Und, mmm, also, konntest du nun vielleicht deine Meinung überdenken? Also was Helden und Schwächen betrifft? Und was unsere Partnerschaft angeht?
Super-Max: Oh man, du lässt nicht locker.
Hänschen: Natürlich nicht.
Super-Max: Also gut.
Hänschen freut sich und umarmt Super-Max.
Super-Max: Jetzt lass mich los, bevor ich es mir anders überlege.
Hänschen: Alles klar. Cool, ich bin nun dein Partner. Super-Max und Hänschen…
Super-Max: Das hört sich noch nicht ganz perfekt an. Weißt du, Namen machen Leute. Von daher würde ich dir ab heute auch einen anderen Namen geben. Du bist Hans-Stark, okay?
Hänschen: Super-Max und Hans-Stark. Das gefällt mir. Gibts schon unseren nächsten Auftrag, Partner?

Was ist eigentlich stark? Was schwach? In dieser Themenreihe geht es darum, mit den Kindern darüber ins Gespräch zu kommen, bzw. sich spielerisch diesen Fragen zu nähern. Gleichzeitig haben wir uns Gedanken gemacht, was Kinder stark macht. Was können wir Mitarbeitenden dazu beitragen, Kinder zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranreifen zu lassen? Und welche Rolle spielt Gott und der Glaube an ihn dabei? Besonders gut finden wir, dass Gott ganz normalen Typen begegnet und mit ihnen Geschichte schreibt. Und gerade in ihrer Schwachheit ist Gottes Kraft besonders gut zur Geltung gekommen.

Wer ist stark? Wer ist schwach? Komm, lies selbst und finde es für dich heraus! Viel Spaß beim Entdecken, Ausprobieren und Umsetzen,

Dein Jungscharleiter- Online-Redaktionsteam

ür die 6- bis 12-Jährigen haben wir eine Freizeit zum Thema „Jakob – gesegnet, geflüchtet, versöhnt!“ entwickelt. Das Freizeitkonzept ist als flexibler, individuell anpassbarer Baukasten zu verstehen. Das heißt: Die Freizeit kann im Tagesablauf und der Freizeitlänge ganz den Gegebenheiten und Bedürfnissen vor Ort angepasst werden. Als Beispiel haben wir für euch ein 6-Tages-Programm konzipiert.

Die Jakobsgeschichte

Unter „Programmideen“ finden sich eine Einführung in die biblische Jakobsgeschichte mit Hintergrundwissen. Die biblische Geschichte haben wir über sechs Einheiten verteilt. Vier Geschichten sind als Anspiel ausgearbeitet, zwei als „Skechtboard-Geschichten“ (die Geschichte entsteht malerisch beim Erzählen auf einer großen Staffelei). Die Anspiele findet ihr schriftlich und als Filmaufnahmen vor. So könnt Ihr wählen, ob ihr die Anspiele selbst spielt oder einfach per Film abspielt. Die Sketchboardgeschichten sind ausschließlich Filmclips. Nach den jeweiligen Geschichten haben wir Vertiefungen ausgearbeitet für zwei Altersgruppen (6-10 Jahre; 11-13 Jahre). So kann mit den jeweiligen Zielgruppen altersentsprechend gearbeitet werden.

Jede Jakobgeschichte wird von einer Rahmengeschichte umklammert. Die Handlung spielt in der heutigen Zeit und hilft den Kindern, die Themen der Jakobgeschichten in ihr Leben zu übertragen. Gezeigt wird die Rahmengeschichte jeweils vor bzw. nach einer Jakobgeschichte. Ihr findet diese Geschichte als Textdatei unter „Programmideen/ Rahmengeschichte“ und als Film in einzelnen Clips unter „Videos“.

Programmplan

Der vorgestellte Programmplan der „5 Sterne Sommer“-Freizeit geht zunächst von einem Angebot ohne Übernachtung aus. Selbstverständlich kann der Tagesplan auch auf eine Übernachtungs-Freizeit abgewandelt werden. Auch im Hinblick auf Kooperationen, mögliche Corona-Bestimmungen… kann die Freizeit ganz auf die örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse abgestimmt werden und ermöglicht so eine hohe Identifikation mit der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort. 

Sonntag
Streiten ist normal, da steckt was dahinter / 1.Mose 25, 19-34 / Esau verkauft Jakob sein Erstgeburtsrecht
Montag
Gott segnet nicht nur die Braven / 1.Mose 27,1-40 / Jakob holt sich den Segen
Dienstag
Wie und wo kann ich Gott erleben (und was antworte ich?) / 1.Mose 27, 41- 28, 22 / Jakob und die Himmelsleiter
Mittwoch
Wie gehe ich mit Unrecht um? / 1.Mose 29,1-30 / Jakob wird betrogen Zeit bei Onkel Laban
Donnerstag
In Zeiten der Angst – an wen oder was klammere ich mich da? / 1.Mose 32,1-33 / Jakob am Jabbok
Freitag
Wie geht „Aufeinander zugehen“ nach Verletzungen? / 1.Mose 33,1-16 / Jakob und Esau versöhnen sich
8:30 Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück
9:00 Beginn: Begrüßung, Spiel, Ritual … Beginn Beginn Beginn Beginn
9:30 Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Video
Rahmengeschichte
Sktechboard
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Video
Rahmengeschichte
Sktechboard
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
9:45 10.00 Uhr Ankommen und Begrüßen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen
10:15 Kennenlern-Spiele Ratespiel „Wer bist du“ oder Quiz „Gefragt – gejagt“ „Spiele rund um die Leiter“ oder Spiel „Nummer 2 gewinnt“ Spiel: „Israel sucht den Superhirten“ „Würfeln-Suchen-Quizzen“ Geländepiel: „Kuhhandel“
12:00 Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen
12:30 Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops
14:00 Snack Snack Snack Snack Snack Snack
14:15
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Vertiefung für zwei Altersgruppen
14.30-15.15 Streitspiele 15:20 -16.25 Begabt! Wettkampf 1 Std
Geländespiel „Capture the Wildraten” Dorf- oder Stadtspiel „Himmelsleiter“

Platz für eigene Ideen
Spiel: Handelsspiel „Büffeljagd“
oder
Stationenspiel „Talente ausprobieren“
Platz für eigene Ideen Stationenspiel
„Jakobs leckere Suppe“
16:45 Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied
17:00 Ende Ende Ende Ende Ende Ende

Ziel

Die Familien sollen die Möglichkeit bekommen, zumindest digital, Gemeinschaft zu erleben. Durch die Geschichte von Nehemia sollen sie neue Hoffnung bekommen und gestärkt werden für ihren Alltag.

Biblischer Hintergrund

Nach der völligen Zerstörung Jerusalems im Jahr 587 v. Chr. und der Wegführung der Oberschicht ins ferne Babylon, bleibt nur ein kleiner Teil der Bevölkerung in Jerusalem zurück. Eine ziemlich hoffnungslose Situation. Nehemia lebt am Hof des Königs und lässt sich berühren von der Hoffnungslosigkeit seiner Landsleute in Jerusalem. In ihm wächst der Traum, die Stadt wiederaufzubauen. Nehemia darf nach Jerusalem reisen und wird in seinem Vorhaben von König Artaxerxes unterstützt. In Jerusalem angekommen sieht er die Zerstörung der Stadt (äußerlich) und den Ungehorsam der Menschen Gott gegenüber (Zerstörung innerlich). Er schafft es, viele Menschen zu motivieren gemeinsam die Stadtmauer wiederaufzubauen und Jerusalem zu einer sicheren Stadt zu machen, so dass darin wieder das Volk Israel leben kann. Durch die Worte des Propheten Esra erkennen die Menschen ihre Schuld, bitten um Vergebung und finden Gnade vor Gott. Zentraler Vers der Einheit: Seid nicht mehr traurig und bekümmert. Die Freude an Gott gibt euch Kraft. (Nehemia 8,10)

Hinweise zur Durchführung

Dieser Entwurf bietet die Möglichkeit, trotz Versammlungsverbot eine Kirche Kunterbunt zu feiern. Die Familien melden sich im Vorfeld per Mail an und bekommen dann einen Link zu einer Video-Konferenz zugeschickt. (Wir haben es über das Tool Zoom gemacht.) Außerdem bekommen die Familien vorab eine Material-Tüte. Diese kann nach Hause geliefert werden oder an einem zentralen Punkt abgeholt werden.

Material-Tüte für die Familien

Inhalt der Material-Tüte

Willkommens-Zeit

Begrüßung

Hallo! Herzlich Willkommen zur ersten digitalen Kirche Kunterbunt. Es freut uns so sehr, euch alle mal wieder hier live zu sehen. Auf euch wartet ein kunterbuntes Programm. Mit euch gemeinsam machen wir uns auf den Weg – gemeinsam mit einem Mann, der hunderte Kilometer reiste, weil er einen Traum hatte. Den Traum etwas Neues zu wagen, etwas aufzubauen – Hoffnung zu bringen. Wie es immer bei Kirche Kunterbunt, werden wir singen, gibt einen Impuls und Aktionen, in denen ihr aktiv werden dürft.

Vorstellung

Damit wir aber auch wissen, wer heute alles dabei ist, seid ihr jetzt dran. In euren Material-Tüten findet ihr zwei Luftballons. Nehmt euch bitte EINEN Luftballon, pustet diesen auf und schreibt mit einem Edding eure Namen auf den Luftballon. Ihr habt Zeit bis das Lied „Hallo, Ciao“ zu Ende ist. Dann beginn das Lied zum zweiten Mal und jetzt müsst ihr euch bereithalten. Denn euer Bildschirm beginnt zu switchen. Wenn ihr auf dem Bildschirm erscheint, dann zeigt uns euren Luftballons und winkt ganz fleißig. So ist jeder von euch mal groß zu sehen.

Material

  • Luftballon
  • Edding

Ankommen

Was erwartet euch heute Nachmittag? Jetzt gleich geht es los und wir lernen Nehemia kennen. Dann gibt es eine Aktion, passend zu dem, was Nehemia erlebt hat. Wir erklären, welches Material ihr braucht und was zu tun ist. Außerdem gibt es zu jeder Aktion ein paar Fragen, über die ihr euch unterhalten könnt. Die Infos werden über eine Folie in der Zeit eingeblendet. Während der Aktion gibt es hier in der Konferenz nur ein bisschen Musik und einen Mitarbeiter für Rückfragen. Aber ansonsten ist das eure ganz persönliche Familien-Zeit in der ihr euer Video auch gerne ausmachen dürft! Wenn ihr das Lied „Sei mutig und stark“ hört, dann geht es weiter und ihr dürft euer Video wieder anmachen. Dann gibt es wieder einen Teil von Nehemia und danach kommt die nächste Aktion mit Material und Zeit für euch zum aktiv werden. Viermal gibt es einen digitalen Teil von uns und eine analoge Aktion für euch zu Hause. Wichtig ist, dass ihr immer bei dem Lied „Sei mutig und stark“ alle wieder vor den Bildschirm kommt, damit ihr mitkriegt wie es weitergeht.

Feier-Zeit und Aktiv-Zeit

Im Folgenden gibt es einen Wechsel von einem Teil der Nehemia Geschichte und einer passenden Aktion zum Thema.


Geschichte Teil 1, Szene 1 – in der zerstörten Stadt Jerusalem

Das zerstörte Jerusalem

Material

  • Bauklötze
  • evtl. Verkleidung

(Ein Mitarbeitender sitzt in einem wilden Chaos von Bauklötzen und erzählt von dort)
Ein Bewohner aus Jerusalem erzählt: „Alles ist kaputt, alles ist zerstört. Nur noch ein Trümmerhaufen. Kein Stein steht mehr auf dem anderen. Nichts ist mehr wie es einmal war. Dabei war es hier einmal so herrlich, wunderschön und alles so prächtig. Hier bei uns in Jerusalem. Die Häuser, die Stadtmauer und erst der Tempel. Der war so unglaublich schön und prächtig. Riesig und alles vergoldet. Ihr könnt es euch nicht vorstellen. Überall war unsere wunderschöne Stadt, Jerusalem bekannt. Und jetzt? Absolut gar nicht mehr ist von dieser wunderschönen Stadt zu erkennen. Alles liegt in Trümmern. Viele leben im Elend. Eine Stadtmauer, die uns schützt, gibt es nicht mehr und alle Tore sind vom Feuer verbrannt. Wir leben in ständiger Angst. Schutzlos sind wir den Räuberbanden ausgeliefert. Vielleicht war es ein Fehler hierher zurückzukehren. Der persische König hat es einigen von uns erlaubt wieder heimkehren zu dürfen. Zurück in unsere Heimat. Jerusalem. Aber es ist einfach nichts mehr wie es war. Wie soll es denn nur weitergehen? Wir sind verloren. Wir haben keine Hoffnung mehr – es ist hoffnungslos.“

Geschichte Teil 1, Szene 2 – im Palast

Nehemia im Palast von König Artarxerxes

Material

  • Verkleidete*r Mitarbeiter*in
  • virtueller Hintergrund (Palast)

(Ein Mitarbeitender als Nehemia verkleidet in einem Palast (wir hatten einen virtuellen Hintergrund).
Nehemia erzählt: „Wunderschön, prächtig, alles vergoldet. Es gibt die schönsten Stoffe und Kleider, das beste Essen sowieso. Bis weit über die Grenzen hinaus ist der Reichtum unseres Landes bekannt. So gut geht es uns hier in Susa, einer Stadt in Persien. Und ich darf sogar hier im Palast leben und arbeiten. Jeden Tag habe ich mit dem König zu tun und hier eine wirklich gute und vor allem wichtige Aufgabe. Denn ich – Nehemia – bin der persönliche Mundschenk von König Artarxerxes. Das ist eine sehr, sehr wichtige Aufgabe. Alles, was der König zu essen bekommt, wird von mir erst getestet. Ich probiere, ob es dem König schmeckt. Aber noch viel wichtiger: Ich bin dafür verantwortlich, dass der König nicht vergiftet wird. Mein König vertraut mir voll und ganz. Und ich bin so dankbar in seinen Diensten zu stehen, hier im Palast. Aber seit einigen Wochen ist mir das alles nicht mehr wichtig. Von dem köstlichen Essen bekomme ich nicht mehr herunter. Alles erscheint mit so trostlos und hoffnungslos. Vor ca. 4 Monaten habe ich Besuch von meinem Bruder Hanani bekommen. Er ist einer der Leute aus meinem Volk, die schon vor längerer Zeit in unsere ehemalige Hauptstadt, nach Jerusalem, aus der Gefangenschaft zurückkehren durften. Ich war noch nie in Jerusalem. So viel habe ich schon über diese wunderschöne Stadt gehört. Ich hatte Hanani eine Ewigkeit nicht mehr gesehen und ich freute mich so sehr auf ihn. Endlich konnte ich hören, wie es ihnen in der alten Heimat ergangen ist. Aber es war einfach so furchtbar, was er erzählte: Die Stadt ist wohl teilweise noch immer ein Trümmerhaufen. Unsere geliebte Stadt- alles noch immer in Schutt und Asche?! Er erzählte mir, dass sie den Räuberbanden schutzlos ausgeliefert seien, weil die Stadtmauer zerstört sei und sie auch keine neue Mauer aufbauen dürften. Furchtbar! Ich konnte nächtelang nicht schlafen, nichts mehr essen und musste so viel weinen. Mir ging es so richtig furchtbar. Jeden Tag und jede Nacht bin ich auf die Knie gegangen, und habe Gottes Hilfe angefleht. Dann, ganz langsam, wuchs in mir eine Idee, ein Wunsch heran. Ich begann zu träumen: Warum könnte ich nicht der sein, der den Menschen in Jerusalem Hoffnung bringt? Vielleicht könnte ich doch derjenige sein, der nach Jerusalem reist und die Mauer um Jerusalem wiederaufbaut. Eine total verrückte Idee!! Ihr müsst wissen, ich bin kein freier Mann. Ich habe zwar den tollen Job als Mundschenk beim König, aber eigentlich bin ich noch immer ein Sklave. Aber der Traum, die Stadtmauer von Jerusalem wiederaufzubauen und den Menschen wieder Hoffnung zu geben, setzt sich immer tiefer in mir fest. Und jetzt kann ich an nichts anderes mehr denken als an diesen Traum ein Hoffnungsbringer zu sein und die Stadtmauer wiederaufzubauen.“

Aktiv-Zeit 1 – Hoffnung wächst

Einpflanzen der Samen

Stationsbeschreibung
Manchmal sind wir frustriert, traurig, wütend, wie Nehemia, z.B weil etwas anders läuft, als wir es uns vorgestellt hatten oder weil wir erfahren, dass es Menschen, die uns nahe stehen nicht gut geht. Dann sehnen wir uns nach neuer Hoffnung und Zuversicht, dass sich bald etwas an der aktuellen Situation ändern wird. Wir wünschen uns, dass etwas Neues entsteht. Deshalb wollen wir jetzt als Symbol dafür Samen sähen, um zu sehen, wie Gott aus etwas sehr sehr Kleinem etwas sehr Schönes entstehen lassen kann. Ihr dürft dafür folgende Gegenstände aus eurer Material-Tüte nehmen: Die Karte mit der Aufschrift „Damit die Hoffnung wieder blüht“ (darin ist eine kleine Tüte mit den Samen), das Tütchen mit der Erde, das Anzuchttöpfchen. Setzt eure Samen in die Erde, sucht euch einen warmen und hellen Ort, wo ihr das Töpfchen hinstellen könnt und vergesst das Gießen nicht.

Gesprächsimpulse

  • Welche Hoffnung möchtest du mit dem Samen einpflanzen?
  • Was wünscht ihr euch? Was soll sich verändern oder neu wachsen?
  • Wann und in welchen Bereichen eures Lebens seid ihr voller Hoffnung und Zuversicht?
  • Wann oder wo seid ihr ohne Hoffnung?

Geschichte Teil 2 – Nehemia auf dem Weg nach Jerusalem

Nehemia macht sich auf den Weg nach Jerusalem

Material

  • Playmobil-Männchen, Pferde, Kutsche mit Holzstämmen
  • Bauklotz-Stadt
  • Bauklötze beschriftet mit „Gottes Regeln“, „Tempel“, „Treue“, „Gebet“, „Frieden“

(Die Szene wird mit Playmobil-Männchen nachgespielt)
Und als der König Nehemia so traurig sieht, da spricht er ihn an: Warum bist du so traurig? Erst druckst Nehemia herum, dann spricht er ein Gebet und erzählt dem König die ganze Geschichte vom zerstörten Jerusalem. Der König fragt: „Und was willst du jetzt von mir?“ „Schicke mich nach Jerusalem und lass mich die Stadt wiederaufbauen!“ (Nehemia auf dem Pferd, Reiter, Holzwagen) Und Nehemia darf tatsächlich gehen. Der König findet seine Idee gut und gibt ihm Holz zum Aufbau der Mauer, Soldaten und Reiter und sogar eine Durchreise-Erlaubnis für die Grenzen, die er überqueren muss. Und nach dieser langen Reise kommt Nehemia in Jerusalem an. (Reiter kommen in zerstörte Stadt an)
Als erstes ruht er sich drei Tage aus – das muss eine ganz schön anstrengende Reise gewesen sein! Aber dann legt Nehemia mitten in der Nacht los. Er setzt sich auf sein Pferd und reitet um die Stadtmauer von Jerusalem. (Nehemia auf dem Pferd reitet um die zerstörte Bauklotz-Stadt). Er schaut sich alles genau an. Puh – da sind Lücken in der Mauer, Stadttore sind niedergebrannt – Jerusalem ist keine sichere Stadt mehr. Aber nicht nur die Stadtmauer ist zerstört. Auch bei den Menschen in Jerusalem ist einiges in ihrem Leben zerstört und kaputt. Sie haben sich nicht mehr an Gottes Regeln gehalten. Sie waren Gott nicht mehr treu (Treue). Sie haben nicht mehr gebetet (Gebet), kein Gottesdienst gefeiert, denn der Tempel war kaputt. Außerdem haben sich die anderen Völker über die zerstörte Stadt lustig gemacht. Der Frieden war zerbrochen.
Steine mit Begriffen, was alles zerbrochen ist: Gottes Regeln, Tempel, Treue, Gebet, Frieden

Aktiv-Zeit 2 – Scherben-Mosaik

Und so wie es den Menschen in Jerusalem damals ging, so geht es mir heute in (deinen Ort einsetzen) auch manchmal. Es gibt Dinge, die zerbrochen, zerstört und kaputt sind. Manches ganz äußerlich, wie unser neuer Teller, der im Päckchen schon zerbrochen ist oder unser Sandeleimer, der den harten Winter nicht überlebt hat. Aber auch manche Beziehungen sind zerbrochen. Streit in der Familie oder unter Freunden, wegen unterschiedlichem Umgang mit Kontaktbeschränkungen oder anderen Themen. Gefühle die verletzt wurden. Träume, die durchkreuzt wurden. Beziehungen die durch Streit belastet sind. Einiges in meinem Leben ist zerbrochen.

Scherben-Mosaik

Material

  • zwei Fliesen
  • Joghurteimer (1l) mit Gartenbeton (ca. 220g)
  • Wasser (ca. 5cl)
  • Umrührstab
  • Hammer
  • altes Handtuch

Stationsbeschreibung
Aber so wie der Nehemia für Jerusalem einen Traum hatte, die Stadtmauer wiederaufzubauen, so kann auch bei uns in allem Zerbrochenen, aus den Trümmern, dem Kaputten etwas Neues, Schönes entstehen. Und dafür habt ihr die nächsten 20 Minuten Zeit.
Ihr braucht dafür: die beiden Fliesen, den Joghurteimer (da ist Gartenbeton drin), ein bisschen Wasser, einen Umrührstab, einen Hammer und ein altes Handtuch.
Als erstes dürft ihr die Fliesen in das alte Handtuch wickeln und mit dem Hammer zerschlagen. Ganz Mutige können die Fliesen auch draußen auf den Boden werfen. Aber bei beiden Techniken – seid vorsichtig mit den Scherben, damit ihr euch nicht schneidet!


Gesprächsimpulse

  • Wo gibt es Dinge in unserem Leben, die kaputt sind?
  • Was kann zerbrechen, was kann kaputt gehen?
  • Wann streiten wir und warum?
  • Was wurde in der Corona-Zeit zertrümmert?

Als zweiten Schritt nehmt ihr den Joghurt-Eimer und rührt ca. 5 cl Wasser hinein. Das sollten nur größere Kinder oder Erwachsene machen. Wenn die Masse ein schöner Brei ist, dann dürft ihr vorsichtig eure Fliesen-Scherben schön darauf platzieren. Drückt sie ein bisschen in den Beton hinein und klopft mit dem Becher ein paar Mal, dass alles schön glatt wird und festsitzt. Das fertige Scherben-Mosaik muss 1-2 Tage trocknen. Dann könnt ihr es vorsichtig aus dem Eimer herausholen. Ihr könnt es als Untersetzer benutzen oder auch einfach als Deko irgendwo platzieren.

Gesprächsimpulse

  • Wie kann ich aus Kaputtem etwas Schönes machen?
  • Wie können wir uns wieder versöhnen?
  • Wo sehe ich etwas Zerbrochenes und kann es wiederaufbauen?

Geschichte Teil 3 – Gemeinsam bauen

Gemeinsames Bauen an der Stadtmauer

Material

  • Kirchentagshocker beschriftet mit den Buchstaben GEMEINSAM

Mitten in der Nacht haben sich Nehemia und seine Freunde aufgemacht. Sie haben sich alles ganz genau angeschaut und festgestellt: Es sieht schlimm aus. Viele Lücken in der Mauer, keine Stadttore – schutzlos sind sie den Feinden ausgeliefert. Und Nehemia fragt sich: Kann er das wirklich schaffen? Ist das nicht ein zu großer Traum? – Dann erinnert Nehemia sich aber daran, wie Gott ihm beim König geholfen hat und er weiß: Gott hat mir diese Aufgabe gegeben. Somit hat Gott auch die Verantwortung, dass die Arbeit ausgeführt wird. Ich selber bringe das nicht fertig, aber mit Gottes Kraft gehe ich einen Schritt nach dem anderen. Am nächsten Tag weiht Nehemia das ganze Volk in den Traum ein die Stadtmauer wiederaufzubauen. Er sagt: „Kommt, wir bauen die Stadtmauer wieder auf. Dann werden wir nicht mehr ausgelacht.“ Die Nachbarvölker lachten nämlich über das Volk Israel, weil die Stadtmauer verfallen dalag. Um ihnen Mut zu machen, erzählt Nehemia ihnen wie Gott ihm bei König Axtarxerxes geholfen hat. Und er sagt: „Lasst uns bauen, wir wollen gemeinsam ans Werk gehen.“ Alle gemeinsam, nicht nur Nehemia und seine Freunde; nicht nur die großen und starken Männer, sondern alle werden gebraucht.
Nehemia wartet gespannt. Was werden die Leute sagen? Werden sie mithelfen? Werden sie gemeinsam mit ihm den Traum leben die Stadtmauer wiederaufzubauen?
“Ja, wir wollen die Mauer bauen!” Alle sind sich einig! Und alle beginnen mit Nehemia den Traum zu leben und die Stadtmauer wiederaufzubauen. Und so machen sie sich an die Arbeit (Mauer aus Kirchentagshocker wird aufgebaut). Die Stadtmauer soll wiederaufgebaut werden. Es wird einige Zeit dauern. Und es wird auch mal Probleme geben. Aber alle helfen mit und arbeiten gemeinsam, um die Mauer wiederaufzubauen. Die Großen und Starken, aber auch die kleinen und Unscheinbaren, große Hände, kleine Hände. Jeder kann sich einbringen. Jeder hat seine Stärken. Jeder kann etwas besonders gut. GEMEINSAM schaffen sie es die Mauer wiederaufzubauen.
(Am Ende erscheint das Wort „GEMEINSAM“ auf der Mauer.)

Aktiv-Zeit 3 – Bauwerk

Stationsbeschreibung
Die Menschen in Jerusalem haben gemeinsam die Stadtmauer, den Tempel, die Stadttore und Häuser wiederaufgebaut. Jetzt dürft ihr aktiv werden und auch ein Bauwerk bauen. Baut ein Gebäude für unsere gemeinsame Kirche Kunterbunt Stadt. Wenn ihr fertig seid, dann macht ein Foto von eurem Bauwerk und schickt es an unsere Mailadresse. Daraus macht das Team eine Collage, die wir später zeigen und auch veröffentlichen wollen. Ihr könnt also selbst entscheiden, ob ihr auf dem Foto mit abgebildet sein wollt oder nicht.

Gesprächsimpulse

  • Schafft ihr es gemeinsam zu bauen? Auch die Erwachsenen sollen mit bauen.
  • Könnt ihr euch auf ein Gebäude einigen?
  • Warum baut ihr genau dieses Gebäude?
  • Was glaubt ihr warum haben so viele Menschen beim Aufbau von Jerusalem mitgeholfen?

Geschichte Teil 4 – Wiederaufbau und Feiern

Das wiederaufgebaute Jerusalem

Material

  • aufgebaute Bauklotz-Stadt
  • viele Playmobil-Männchen

Der Verwalter der Provinz Israel (Sanballat) und die umliegenden Völker waren nicht begeistert davon, dass die Mauer von Jerusalem wiederaufgebaut wurde. Sie wollen Jerusalem angreifen und für Streit und Verwirrung sorgen. Und was machen Nehemia und seine Leute? Sie beten. Sie beten zu Gott. Und sie stellen Wachen auf, bei Tag und bei Nacht. Die Hälfte der Leute arbeiteten an der Mauer und die andere Hälfte steht schwer bewaffnet bereit und hält Wache. Sogar die Arbeiter an der Mauer haben immer ein Schwert bei sich, falls die Feinde angreifen.
Aber sie halten durch und Gott beschützt die Arbeiten an der Mauer. Nach 52 Tagen ist es endlich soweit! Die Stadtmauer ist fertig! (fertig gebaute Stadt zeigen) Die Torflügel der Stadttore werden eingesetzt. Der Tempel kann wieder benutzt werden. Die Menschen können wieder Gottesdienst feiern. Aber es gibt gar nicht so viele Menschen in Jerusalem. Es war ja bis jetzt keine sichere Stadt gewesen. Die Häuser sind noch nicht wiederaufgebaut. Da hatte Nehemia eine Idee – eine Idee, die von Gott kam. Alle Israeliten sollen wieder nach Jerusalem zurückkommen!
Viele waren nämlich verschleppt worden oder geflüchtet. Aber jetzt ist ja Jerusalem wieder eine sichere Stadt und sie können heimkommen! Und die Menschen kommen! Ganz schön viele – insgesamt etwa 43.000 Menschen. (Viele Männchen auf Platz stellen)
Auf einem großen Platz trifft sich das ganze Volk Israel und der Schriftgelehrte Esra liest aus der Bibel vor. Die Gesetze Gottes. Die Menschen hörten ganz gespannt zu und fangen an zu weinen. Denn sie merken – wir haben uns nicht für Gott interessiert. Wir haben nicht nach seinem Willen gelebt. Aber Esra, der Mann Gottes sagt zu ihnen: „Heute ist ein heiliger Tag. Die Stadt Jerusalem ist wieder sicher! Seid nicht traurig, hört auf zu weinen! Geht und esst leckeres Essen und trinkt süße Getränke! Gebt denen, die nichts haben etwas davon ab.
Seid nicht mehr traurig und bekümmert. Die Freude an Gott gibt euch Kraft. (Nehemia 8,10)
Und dann feiern sie ein großes Freudenfest in Jerusalem! Gott hat den Menschen ihr schlechtes Verhalten vergeben. Sie dürfen neu mit Gott anfangen. Die Freude an Gott gibt ihnen Kraft, um Jerusalem fertig aufzubauen.

Aktiv-Zeit 4 – Feiern

Und so wollen wir auch ein Fest feiern. Weil wir nicht traurig und hoffnungslos sein müssen. Gott sieht uns und interessiert sich für uns. Gott baut das Kaputte wieder auf. Gott vergibt uns, dass wir uns nicht für ihr interessiert haben. Die Freude an Gott gibt uns Kraft und das ist ein Grund zum Feiern. In der nächsten Aktiv-Zeit gibt es zwei Aktionen:

Konfetti-Segen-Kanone im Einsatz

Material

  • Popcorn-Mais
  • Öl, Topf mit Deckel
  • Klorolle, Luftballon, Schere, Klebeband, schöne Bänder (Washi-Tape) oder Stifte
  • Konfetti (für die Konfetti-Kanone später)

Stationsbeschreibung
Popcorn machen: Popcorn mit etwas Öl in einen Topf mit Deckel geben, langsam erhitzen, über das „Plopp-Geräusch“ freuen, Zucker darüber streuen, Riechen und genießen

Konfetti-Kanone basteln: Schneidet die Spitze des Ballons ab und macht einen Knoten in das Ballonende. Stülpt nun den Ballon mit der offenen Seite über die Papierrolle und fixiert ihn mit einem Klebeband. Nun verziert die Rolle nach Lust und Laune.

Gesprächsimpulse

  • Worüber freut ihr euch? Was ist ein Grund zum Feiern?
  • Habt ihr schon mal Gottes Freude im Herz gespürt?
  • Was macht ihr, wenn ihr traurig seid?
  • Was gehört für euch zu einem Fest dazu? Was ist das nächste Fest, dass ihr feiern könnt?

Abschluss
Wir haben sind jetzt viermal aktiv geworden und haben die Geschichte von Nehemia ganz praktisch nacherlebt. Was ist euch hängen geblieben? Wie geht es dir gerade? Sitzt du so wie ich ganz am Anfang hoffnungslos in den Trümmern und wartest auf deinen Nehemia, der dir neue Hoffnung bringt? Wer könnte das sein? Was kann dir wieder Hoffnung machen? Wem könntest du Hoffnung bringen oder ein Nehemia sein? Wo stehst du vor einem Scherbenhaufen? Und wie könnte es gelingen aus den Scherben etwas Schönes zu zaubern wie bei unserem Mosaik? Oder vielleicht bist du gerade ganz „schaffig“ und würdest am liebsten gleich mit bauen und ausbessern beginnen? Was oder wen brauchst du um aktiv werden zu können? Oder du bist gerade einfach glücklich und kannst dich an deinem Leben und an Gott freuen! So wie am Ende der Geschichte. Wir hoffen, dass euch die Geschichte von Nehemia ein bisschen Mut und Hoffnung gemacht hat. Gott sagt zu uns allen:
„Seid nicht traurig, denn die Freude am HERRN gibt euch Kraft!“ (Nehemia 8,10)

Und wir wollen uns jetzt auch freuen über eure Fotos und all das, was an neuen Bauwerken entstanden ist. Wir haben ein tolles Gemeinschaftsbild daraus gemacht. Und über uns allen und unseren Bauwerken, da ist der Regenbogen. (Bild einblenden) Ein Zeichen dafür, dass Gott uns nicht vergessen hat. Dass Gott uns sieht in unserer Hoffnungslosigkeit und uns die Kraft, die Hoffnung und den Mut gibt Neues, Schönes zu schaffen. Jeder von uns kann dazu beitragen!

Jetzt sind wir fast am Ende, aber – eigentlich gehört zu Kirche Kunterbunt ja auch das gemeinsame Essen. Und deshalb haben wir uns überlegt, dass wir heute Abend in Gedanken miteinander essen.
Ein Päckchen müsste noch in eurem Material-Paket sein. Ihr dürft es jetzt auspacken – es ist eine Packung Spaghetti und unsere Idee ist, dass wir heute Abend alle Spaghetti essen. Zwar nicht gemeinsam an einem Tisch, aber doch irgendwie verbunden. Und vielleicht können wir ja alle unser gemeinsames Spaghetti-Essen mit dem gleichen Gebet starten. „Lieber Gott, segne flott! Amen.“

Konfetti-Segen

Und jetzt kommen wir wirklich zum Schluss – zum Konfetti-Segen. Ihr dürft alle eure Konfetti-Kanone nehmen mit den Konfettis füllen. (Und schonmal den Staubsauger bereitstellen😉).
Ich spreche jetzt den Segen. Ich sage immer einen Satz und dann dürft ihr die Kanone abschießen, dann sage ich wieder einen Satz und ihr dürft wieder schießen und noch ein drittes Mal. Wenn ihr genug Konfetti eingefüllt habt, dann reicht es eigentlich auch für 3x schießen!

Eine*r sagt: Gott, der Vater, der dich geschaffen hat, lasse seine Liebe über dich regnen. (Jetzt schießt ihr einmal los)
Jesus, der Sohn, der dir immer nahe ist, mache dein Leben bunt. (jetzt nochmal losschießen)
Gott, der Heilige Geist, schenke dir Kreativität und Hoffnung. (jetzt nochmal losschießen)
So segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. AMEN.

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