Lachen und weinen

Ein »Lächeln ins Gesicht zaubern« möchten wir euch mit unseren neuen Ideen zum Thema »Lachen und weinen«, die zum größten Teil auch »corona-tauglich« online durchgeführt werden können.

»Lachen und weinen« – beides begleitet uns durch unser Leben und kann manchmal ganz schön für ein Gefühlschaos sorgen. Auch die Frauen zur Zeit Jesu haben das erlebt – in unseren Bibelarbeitsentwürfen für die Passions- und Osterzeit. Weitere wertvolle Impulse, dieses sensible Thema mit eurer Mädchengruppe anzugehen, findet ihr zum Beispiel in dem Artikel vom Trösten. Eine Andacht zu einem Witz? – Das ist »kein Witz«! Mit unseren Grundsatzartikeln möchten wir euch Hintergrundwissen vermitteln für Themen, die bei Jugendlichen »dran« sind, wie zum Beispiel das meistgestreamte, aber nicht unumstrittene Musik-Genre Gangsta-Rap. Auch »Christsein in Beziehungen« stellt Jugendliche immer wieder vor besondere Herausforderungen: Neben sehr persönlichen Erfahrungsberichten gibt es dazu auch einen passenden Stundenentwurf für deine (Mädchen-)Gruppe, um sprachfähiger über den Glauben zu werden.

Es ist nicht leicht! Immer noch nicht. Wir sind immer noch im Ausnahmezustand, nur dass der schon irgendwie normal geworden ist. Kontaktbeschränkungen und hohe Todeszahlen, Beschlüsse und neue Beschlüsse, Sehnsucht nach dem »alten« Leben und vielen Begegnungen mit Umarmungen, ohne die Personen zu zählen … das geht uns allen an die Substanz. Wie wichtig ist es gerade jetzt, Licht zu sehen – nicht erst am Ende des Tunnels, sondern schon jetzt. Wir glauben, dass Jesus Christus unser Licht ist und dass er zu uns sagt: Ihr seid es auch! Deshalb lassen wir unser Licht leuchten! Anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, klingt ja erst mal schwer, aber eigentlich ist es leichter als wir denken. Hier ein Stundenentwurf, der zaubern kann 😉

Wo sind eigentlich …

… eure Mädchen gerade? Findet der Mädchenkreis digital statt? Oder geht ihr mit den Mädels ab und an spazieren, so wie es jeweils erlaubt ist? Wann habt ihr euch das letzte Mal »in echt« getroffen? Wahrscheinlich habt ihr keine »normale« Gruppenstunde. Aber wie auch immer es sei: Auch eure Mädchen brauchen euch. Zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht!

Schreibt jedem Mädchen aus eurer Gruppe eine persönliche Postkarte. Vielleicht habt ihr Lust, selbst kreativ zu werden. Hier gibt es eine ganz einfache Aquarell-Technik, auf die man dann unkompliziert noch etwas Schönes schreiben kann: https://handletteringlernen.de/aquarell-hintergruende/

Auf die Postkarte kannst du einfach »Hallo xy« schreiben – dabei natürlich jeweils den Namen des Mädchens, das du anschreibst 😉

Wie ihr die Rückseite gestaltet, hängt davon ab, wie viel Zeit ihr habt und wie viele Mädchen ihr anschreibt. Entweder überlegt ihr euch einen Text, den ihr allen auf die Karte schreibt. Wenn ihr etwas mehr Zeit habt, lohnt es sich, jede Postkarte ganz gezielt an die Teilnehmerin zu schreiben: zum Beispiel, was du an ihr besonders schätzt, wofür du ihr in ihrer aktuellen Lebenssituation Mut und Kraft zusprechen möchtest, eine lustige Erinnerung, die ihr teilt … da sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Wenn ihr die Karte in einen Umschlag packt, könnt ihr auch noch eine Kleinigkeit wie einen schönen Bibelspruch oder einen Teebeutel dazulegen. Das ist zwar nichts Weltbewegendes, aber wer freut sich nicht über schöne Post im Briefkasten?

Weiter zaubern

Ladet alle Mädels zu einem gemeinsamen Termin ein – wahrscheinlich ja im Moment eher digital. Wenn Zoom oder Ähnliches zu kompliziert ist: Man kann auch mit bis zu acht Personen über WhatsApp, Signal o. Ä. eine Videokonferenz einberufen. Der Zeitbedarf ist ca. 45 Minuten.

Impuls:

Jetzt hocken wir hier alle immer noch vorm Bildschirm. Jede in ihrem Zimmer. Wir können uns nicht sehen, nicht umarmen und wir müssen durchhalten. Das macht unser Leben nicht leichter. Mir geht es oft so, dass ich das Gefühl habe, ich kann so gar nichts tun. Stimmt ja auch. Vieles geht eben grade nicht.

Aber es stimmt auch nicht, denn irgendwas geht doch immer, oder? Und ich bin neu angespornt, denn zu Zeiten Jesu gab es kein Corona. Und doch glaube ich, dass seine Worte bis heute zu uns sprechen. Auch in diese Zeit! Und vielleicht gilt der Text hier ganz besonders für unsere Zeit:

»Ihr seid das Licht, das die Welt erhellt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet ja auch keine Öllampe an und stellt sie dann unter einen Eimer. Im Gegenteil: Man stellt sie auf den Lampenständer, so dass sie allen im Haus Licht gibt. Genauso soll euer Licht vor allen Menschen leuchten. Dann werden sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.«

(Matthäus 5,14–16, Hoffnung für alle)

Wir sind das Licht, das die Welt erhellt! Auch, wenn wir uns manchmal gar nicht danach fühlen. Auch in Zeiten von Corona! Wir können das Leben anderer Menschen heller machen! Da reicht doch schon ein kleines Lächeln im Gesicht, oder? Wir müssen nicht die Welt retten. Das können wir auch gar nicht. Wir müssen nicht den Menschen all ihre Lasten abnehmen, denn daran werden wir auch scheitern und kaputtgehen. Aber wie wäre es, wenn wir mal gemeinsam überlegen, wie wir den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern können? Auch wenn nicht alles möglich ist, vieles ist es eben doch! Und wir sind nicht allein. Lasst uns zusammen überlegen und auch zusammen entwickeln, wie wir kleine Lichter zu anderen Menschen schicken können.

Gemeinsames Überlegen: Wer braucht dringend ein Licht und ein Lächeln?

Hier einige Anregungen:

  • Alte Menschen: Vielleicht könnt ihr ja in eurer Kirchengemeinde nachfragen, welche Menschen sich über einen Gruß vom Mädchenkreis besonders freuen würden. Hier muss natürlich der Datenschutz berücksichtigt werden. Aber vielleicht dürft ihr in Zusammenarbeit mit eurer Pfarrerin zum Beispiel die Teilnehmerinnen des Seniorenkreises in den Blick nehmen. Vielleicht kennt ihr aber auch Verwandte, die ihr länger nicht gesehen habt?
  • Menschen, die gerade echt viel Stress haben: Mitarbeitende in Kliniken, aber auch Erzieher:innen, Mitarbeitende im Supermarkt, Familien von Freunden, vielleicht auch eure eigenen Eltern, Mitschüler:innen …
  • Eigentlich ja alle

Was können wir tun?

Natürlich können hier erst mal alle Ideen fließen. Wichtig ist aber auch, dass es irgendwann konkret wird. Ich schlage vor, dass ihr 10 Minuten völlig freies Brainstorming macht. Das heißt: Alles ist möglich, keine noch so spleenige Idee wird kritisiert oder verworfen, es darf wild fantasiert werden. Am besten schreibt eine Mitarbeiterin all die Gedanken mit, denn gewiss kann etwas noch mal aufgegriffen werden. Alternativ können die Mädchen ihre Gedanken aber auch per Chatfunktion aufschreiben, wenn ihr beispielsweise mit Zoom arbeitet.

Hier einige Anregungen:

  • Briefe schreiben an ältere Gemeindemitglieder. Nicht nur mit einem Gruß, sondern vielleicht auch mit konkreten Gebetsanliegen. So tut ihr den älteren Menschen etwas Gutes und motiviert sie dazu, euch etwas Gutes zu tun.
  • Samentütchen an einer zentralen Stelle auf einer Leine aufhängen mit einem schönen Bibelspruch zum Mitnehmen.
  • Einen kleinen Osterweg gestalten: Mit einlaminierten Folien in der Woche vor Ostern die Menschen neu daran erinnern, dass Jesus das Leben liebt und für uns gestorben und auferstanden ist. Vielleicht gibt es sogar in der Nachbarschaft des Gemeindehauses die Möglichkeit, schöne Frühlingsblumen zu pflanzen, um den Auferstehungsgedanken ganz deutlich zu machen.
  • Tütchen mit Cappuccinopulver in Briefumschläge oder Pakete stecken und dazu eine nette Karte schreiben. Den Umschlag adressieren (z. B.: »An den Paketboten, der für uns alle so viel trägt«, »An die Erzieher:innen, die mit so viel Liebe und Kreativität für die Kleinen da sind« »Für die, die ums Leben kämpfen«).
  • Jedes Mädchen schreibt an Menschen aus dem eigenen Familien- und Bekanntenkreis Postkarten mit einem netten Text und vielleicht einem aktuellen Familienfoto. Darüber freuen sich besonders ältere Menschen oft sehr.
  • Noch mehr Ideen insbesondere für Aktionen in deiner Nachbarschaft findest du hier: https://www.tagdernachbarn.de/ Vielleicht kommt euch ja dadurch noch eine tolle Idee?

Und konkret?

Jetzt gilt es, eure Ideen wirklich noch mal anzuschauen und auch ganz realistisch zu entscheiden, was ihr umsetzen könnt.

Es soll einfach Spaß machen und muss auf keinen Fall Druck erzeugen. Wo haben die Mädchen Lust und Motivation, etwas für andere zu tun? – Da denkt weiter! Und wenn es wirklich kleine Dinge sind: für die Menschen, für die ihr euch etwas überlegt, können diese kleinen Dinge groß sein und den Tag zu einem fröhlichen Tag machen.

Legt bitte konkret fest, wer sich um was kümmert. Notiert, wer für was zuständig ist. Eure Aufgabe als Mitarbeiterin ist es, eine Woche später noch mal bei den Mädchen nachzuhaken. Wie haben sie das Projekt »Licht und Lächeln« umgesetzt? Wie fühlte sich das an? Noch etwas später: Haben sie vielleicht sogar eine Rückmeldung bekommen?

Und jetzt: Viel Spaß beim Lächeln Zaubern!

Material:

Postkarten und 60-Cent-Briefmarken oder Briefumschläge und 80-Cent-Briefmarken; je nach Ideen Teebeutel, Spruchkärtchen, Samentütchen …

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 1/2021. Es geht um Jesu Leidensgeschichte im Johannesevangelium. In insgesamt 4 Lektionen erleben wir den Weg Jesu an’s Kreuz mit:

Lektion 10 Johannes 13,1-20 Was habe ich getan?

Lektion 11 Johannes 18,1-11 Wen sucht ihr?

Lektion 12 Johannes 18,28-40 Jesus, König der Juden?

Lektion 13 Johannes 19,16b-24 Warum?

Außerdem enthalten: Ein Familiengottesdienst zur Passionszeit.

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gottes Liebe ist so stark, dass selbst der Tod ihr nichts anhaben kann.

Nichts, was ich erlebe, kann mich von dieser Liebe trennen.

Checker

Wenn Gottes Liebe so stark ist, dass sie selbst über den Tod siegt, dann kann diese Liebe auch in meinem Leben etwas verändern. Ich möchte mich von Gottes Liebe verändern lassen.

Der Text an sich

Johannes berichtet hier von der Kreuzigung Jesu.

Pilatus hat Jesus verurteilt und ihn den Soldaten übergeben, um das Todesurteil zu vollstrecken. Die Kreuzigung selbst wird dann erstaunlich nüchtern beschrieben. Dafür legt Johannes Wert auf zwei Dinge.

Zum einen auf den kleinen Streit zwischen Pilatus und den Hohepriestern, die sich ärgern, dass auf dem Schild am Kreuz „König der Juden“ steht. Weil er das ja nur behauptet habe, aber doch gar nicht sei. Aber Pilatus lässt sich nicht beirren und so hilft der römische Statthalter Pontius Pilatus dabei, dass jeder, der an Jesu Kreuz vorbeiging, lesen konnte, was hier wirklich los war. Hier hatte man nicht irgendwen gekreuzigt, sondern den „König der Juden“, den wahren und echten König. Wir können aus heutiger Sicht sagen: Den König der ganzen Welt.

Zum anderen legt Johannes besonderen Wert darauf, dass Dinge, die in diesem bedeutsamen Moment der Weltgeschichte passieren, schon im Alten Testament prophezeit wurden, und sich hier in Jesus erfüllen. Das bestätigt noch einmal ganz deutlich: Dieser Jesus ist wirklich der Messias. Der, auf den wir so lange gewartet haben. Der, der Gottes Liebe wie kein anderer verkörpert und uns Erlösung bringt.

Für Johannes ist die Kreuzigung – trotz allem Traurigen und Schlimmen – ein klares Zeichen: Gott siegt hier über alle dunklen Mächte. Seine Liebe ist stärker. Als alles. Immer. Die ganze Geschichte hat auf diesen Moment hingearbeitet. Hier am Kreuz verändert sich der Lauf der Welt.

Der Text für mich

Eigentlich ist das ja unvorstellbar, was berichtet wird. Wir haben zum Glück in unserer Gesellschaft keine öffentlichen Darstellungen von Gewalt und Tod, die einer Kreuzigung auch nur annähernd ähnlich wären. Wie abgebrüht können Menschen sein, einen anderen Menschen buchstäblich festzunageln und sich dann unter diesen sterbenden Menschen zu setzen, um seine Kleidung aufzuteilen? Das verschlägt mir echt die Sprache.

Das macht für mich so krass deutlich, wie nötig wir Menschen Gottes Liebe haben. Und Erlösung von dem, was uns sonst so umtreibt und uns zerstörerische Dinge tun lässt.

Gleichzeitig ist es für mich im wahrsten Sinne des Wortes unfassbar, was Jesus auf sich nimmt, damit die Liebe Gottes auch mein Leben bestimmen kann.

Das erfüllt mich mit tiefster Dankbarkeit.

Der Text für dich

Starter

Die allermeisten Kinder werden mit dem Tod nicht viel anzufangen wissen. Die Anknüpfungspunkte zum Verstehen, was hier passiert, sind für die Jungscharler also gering – obwohl das, wenn wir ehrlich sind, auch für Erwachsene gelten dürfte.

Auf der anderen Seite lieben Kinder “große Auftritte” und Kraft und Experimente, die auf etwas Großes, Wichtiges, vielleicht Geheimnisvolles, Spannendes hinweisen. Deswegen werden sie Jesu Tod und seinen Sieg darüber überaus spannend finden. Genau hier gilt es aber auch vorsichtig zu agieren. Ich halte es nicht für sinnvoll, in der Jungscharstunde zu viel Gewicht auf die schweren, Angst einflößenden Geschehnisse des Textes zu legen, die eben eher Angst als Freude hervorrufen könnten. Deswegen macht es Sinn, einen Zugang zum Text zu wählen, der spielerisch daherkommt, so die Schwere der Erzählung nimmt und auch einen Ausblick auf Ostern zu geben.

Checker

Christlich sozialisierte Kinder werden die Geschichte rund um Kreuzestod und Auferstehung Jesu schon kennen und lassen sich wahrscheinlich nicht mehr so sehr von der Schwere und Traurigkeit der Geschehnisse beeindrucken. Auch für sie braucht es einen Zugang zum Text, der den Schwerpunkt auf etwas Anderes legt. Sicher sind Kinder für Stärke und Gewinnen empfänglich und halten dies für erstrebenswert. Dass es nicht Gottes Armee o. Ä. ist, die hier den Tod besiegt, sondern seine Liebe, kann ihnen noch einmal neu die Bedeutung von Karfreitag aufschließen und gibt einen konkreten Anknüpfungspunkt für ihr Leben.

Der Text erlebt

Material

Verschiedenes Material, je nachdem, welche der Experimente vor oder mit den Kindern durchgeführt werden sollen.

Hinführung

Die Verkündigung wird wie eine Wissensshow (“Wissen macht Ah” o. ä.) gestaltet. Hier wird das Thema “Kraft, die Unvorstellbares schafft” aufgegriffen, vertieft und dann in Bezug zum Text gesetzt.

Ein Mitarbeiter verkleidet sich als Wissenschaftler (weißer Kittel, evtl. Bauhelm, große Brille etc.) und moderiert die Show.

Nach einer kurzen und motivierenden Anmoderation (schaut euch bei Youtube einmal ein paar Clips aus solchen Wissenssendungen an, dann habt ihr den passenden “Stil” schnell drauf) nimmt er die Kinder mit in einige Versuche.

Verkündigung

Hier ist eine Auswahl von möglichen Versuchen. Schaut einfach einmal rein, was für euch und eure Jungschar am besten passt und macht zwei, drei dieser Versuche. Schön ist, wenn die Kinder wenigstens einen davon nachmachen können.

(1) Cola-Mentos-Fontäne: Ein Versuch für draußen. Eine Flasche Cola light wird mit 5 Mentosbonbons versetzt und eine große Colafontäne entwickelt sich. Sehr eindrucksvoll und lustig – wenn man weit genug weg steht. (Weitere Infos dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Cola-Mentos-Font%C3%A4ne).

(2) Teebeutel-Rakete: https://www.youtube.com/watch?v=g7PtZfoORQc

(3) Streichholz-Rakete: https://www.youtube.com/watch?v=OQ616I3QvhA

(4) Brause-Vulkan: https://www.youtube.com/watch?v=JggMdgJE1Mo

(5) Mit dem Strohhalm durch die Kartoffel: Lasst die Kids versuchen einen Strohhalm möglichst weit in eine rohe Kartoffel zu stoßen. Mit genug Kraft geht er ein klein wenig rein, bricht aber ab. Wer den Strohhalm oben zuhält, kann den Strohhalm weit in die Kartoffel stoßen, ohne dass der Strohhalm kaputt geht (Stabilisation durch Luft in der Röhre). Ganz Starke können die Kartoffel sogar durchstoßen.

(6) Starker Verschluss: Ein Stück Mullbinde mit einem Gummi über der Flaschenöffnung befestigen. Die Glasflasche mit Wasser befüllen. Geht durch die Binde einwandfrei. Drehe die Flasche nun um und drücke dabei deine Hand auf die Öffnung. Wenn du nun loslässt, müsste das Wasser herausfließen. Tut es aber nicht. Du kannst sogar kleine Holzspieße durch die Mullbinde in die Flasche schieben, das Wasser bleibt trotzdem drin.

(7) Flaschenbrecher: Fülle eine Glasflasche mit Wasser. Wenn du die Flasche gut festhältst und mit viel Kraft von oben auf die Flaschenöffnung schlägst, bricht der Flaschenboden. Das sollten nur Mitarbeiter machen – und es vorher einmal ausprobieren.

(8) Wasserfeuerwerk: Binde ca. 10 Wunderkerzen mit Klebeband und Draht gut zusammen. Zünde sie an und tauche die brennenden Wunderkerzen dann mit der brennenden Seite in ein Wasserglas. Du kannst sie bis auf den Boden sinken lassen – sie brennen auch unter Wasser weiter. Achtung – nur für Mitarbeiter. Auf eine feuerfeste Unterlage achten!

(9) Fülle eine Karaffe o. ä. mit etwas Essig und gib Backpulver dazu. Halte dann für eine Minute die Hand auf die Öffnung. Innen bildet sich Kohlendioxid. Wenn du die Karaffe nun öffnest und schräg über brennende Kerzen hältst, entweicht das Kohlendioxid und die Kerzen gehen aus.

Wichtig ist es, bei der Moderation zur Show und den Versuchen immer wieder über die Kraft, die aufgewendet wird, zu sprechen, und was sie Unvorstellbares hervorruft, um den inhaltlichen Anschluss an den Bibeltext zu bekommen.

Der Übergang zur biblischen Geschichte wird nun wie ein Experiment anmoderiert:

Nun kommen wir zu einem weiteren spektakulären Experiment, das uns zeigen will, welch unvorstellbare Reaktionen eine große Kraft hervorrufen kann. Sie haben heute hier ja schon einiges gesehen, meine Damen und Herren, aber jetzt wird‘s richtig unvorstellbar krass.

Gott selbst hat hier experimentiert. Er wollte allen Menschen zeigen: Meine Kraft ist stärker, als ihr es euch vorstellen könnt. Meine Kraft ist stärker als alles, was trennt – sogar stärker als der Tod! Unvorstellbar, oder?! Aber Gott meint das vollkommen ernst. Und recht hat er auch noch.

Deswegen zeigt er uns Menschen ein riesiges Experiment. Er schickt seinen Sohn Jesus auf die Erde und lässt zu, dass die Menschen Jesus am Ende an ein Kreuz nageln und ihn dort hängen lassen. Sterben lassen. Und Jesus stirbt wirklich. …

Moment – aber so war das doch nicht geplant, oder? Wollte Gott nicht zeigen, dass selbst der Tod seiner Liebe nichts anhaben kann? Dass Gottes Liebe stärker ist als alles?

Grade als es so aussieht, als wäre der Tod stärker als alles, sogar stärker als Gott – da passiert das Unvorstellbare. Gott zeigt seine Kraft. Aus Karfreitag, dem Todestag Jesu, wird Ostern. Und Jesus lebt. Er hat den Tod besiegt.

Unvorstellbar und ganz schön beeindruckend, oder? So beeindruckend, dass wir bis heute das Kreuz als Zeichen dafür in unseren Räumen stehen haben, dass unser Gott und seine Liebe stärker sind als alles. Egal was.Mit diesem Gott dürfen wir unterwegs sein. Das ist das Beste, was uns passieren kann.

Die andere Idee

Gemeinsam mit den Kindern wird ein selbstgestalteter Kreuzweg abgegangen. An verschiedenen Stationen werden chronologisch Teile der Passionsgeschichte aus dem Johannesevangelium vorgelesen. Die Kinder bekommen jeweils die Möglichkeit, ihre Gedanken und Gefühle zum Gehörten zu äußern.

Auf dem Weg sammeln die Kinder schöne Steine, interessante Gegenstände, Blumen etc. An der Karfreitagsaktion angekommen, wird auf dem Boden ein Kreuz mit den mitgebrachten Gegenständen gelegt.

Der Text gelebt

Wiederholung/Gespräch

Startet in die Runde mit einem Austausch über die verschiedenen Experimente. Was für unvorstellbare Sachen dabei als Reaktionen herausgekommen sind. Lenkt das Gespräch irgendwann auf Gottes “Experiment” und lasst die Kinder ihre Eindrücke dazu schildern.

Ergänzt die Beiträge der Kinder passend mit folgenden Informationen (siehe auch Erklärung zum Text):

  • Jesus stirbt, seine Auferstehung steht noch aus. Es scheint, als ob der Tod Jesu Lebenswerk kassiert und Gottes Reich am Kreuz scheitert – aber wir wissen: Ostern kommt. Der Tod ist damit schon am Kreuz am Ende. Gott ist der Schöpfer, Erhalter und Beschützer des Lebens – der Tod kann dem nichts anhaben.
  • Unvorstellbar, wie Gott hier handelt: Selbst in dieser dunklen Stunde des Todes am Kreuz zeigt er: Ich bin bei euch. Ganz nah. Ihr braucht keine Angst zu haben. Hoffnung ist angezeigt. Denn ich schenke euch Leben, das selbst der Tod nicht nehmen kann.
  • Das bedeutet, dass Gottes Experiment noch krasser ist, als alle anderen, die wir gesehen haben. Gott hat nicht nur gezeigt, dass seine Kraft, unvorstellbare Reaktionen hervorruft. Sondern er schafft durch seine Kraft auch noch etwas Neues, Tolles. Er zeigt den Menschen: Ich bin bei euch. Ihr braucht keine Angst zu haben. Vor nichts. Noch nicht mal vor dem Tod.

Merkvers

Die Botschaft vom Kreuz
erscheint denen,
die verloren gehen,
als eine Dummheit.
Aber wir, die gerettet werden,
erfahren sie als Kraft Gottes. (1. Korinther 1, 18 BasisBibel)

Der Vers besteht aus drei Teilen.

„Die Botschaft von Kreuz“ – das ist die Grundlage, darum geht es. Das sprechen alle gemeinsam.

„erscheint denen, die verloren gehen, als eine Dummheit“ – spricht die eine Hälfte der Kinder

„Aber wir, die wir gerettet werden, erfahren sie als Kraft Gottes“ – spricht die andere Hälfte der Kinder.

Beim mehrmaligen Wiederholen des Verses wechseln sich die beiden Gruppen mit den Versteilen ab.

Gebet

Lieber Herr, das ist gar nicht zu begreifen, wie stark du bist. Wie viel Kraft deine Liebe zu uns, zu mir hat. Du kommst als Jesus zu uns auf die Welt und weißt, dass du am Ende sterben wirst. Aber du kommst trotzdem, weil du uns so liebst. Weil du möchtest, dass wir diese Liebe spüren und unser Leben mit dir gemeinsam leben wollen.
Wie stark deine Liebe ist, zeigst du an Karfreitag und Ostern. Du stirbst für uns, besiegst den Tod und lebst wieder.
Wer mit dir unterwegs ist, der kann sicher sein: Nichts, was ich erlebe, ist stärker als mein Gott. Nichts, aber auch wirklich gar nichts kann etwas daran ändern, das du Herr mich liebst.
Danke dafür.
Amen.

Kreatives

Stellt aus Eierkartons Pappmaché her. Dazu die Eierkartons kleinreißen und so lange in Wasser kneten und stampfen, bis ein Brei entsteht. (Das ist der KRAFTaufwand).

Diesen Pappbrei im Verhältnis 50:50 mit Erde mischen und ausrollen. Stecht mit Plätzchenformen Sterne, Blumen o. ä. damit aus und drückt jeweils ein paar Blumensamen in das Pappmachéplätzchen. (“UNVORSTELLBARE” Reaktion).

Jetzt wird das Ganze getrocknet. Stellt den Kids in Aussicht, dass sie die Samenplätzchen in der kommenden Woche mitnehmen können. Wenn sie sie zu Hause einpflanzen, werden da wirklich Pflanzen draus. (Etwas NEUES, TOLLES entsteht).

Begleitet eure Erklärungen der Arbeitsschritte mit den Assoziationen und Anklängen zur gehörten biblisch-göttlichen Experimentgeschichte.

Vielleicht pflanzt ihr selbst mit den Kids in der kommenden Jungscharstunde ein paar der Samenplätzchen ein und seht zu, wie aus dem Kraftaufwand Neues wächst.

Spielerisches

Montagsmaler oder Pantomime zu Begriffen aus der Passionsgeschichte (die in den letzten Wochen/Einheiten Thema war).

Rätselhaftes

Siehe Arbeitsblatt zum Ausdrucken

(T)Extras

Lieder

  • Wir glauben an Gott, den Vater
  • Gottes große Liebe
  • So bin ich Jesus ohne dich
  • Unserm Gott ist alles möglich

Kreatives/Aktionen

Holzkreuze binden

Die Kinder suchen nach geeigneten (kurzen) Stöcken in der Umgebung und binden mit Paketband o.ä. ein Holzkreuz, dass sie mit nach Hause nehmen und dort aufstellen können.
Gemeinsam mit einer Kerze (im Glas) neben dem Kreuz kann es viele Familien an Karfreitag, Jesu Tod und Gottes unglaublich große Kraft der Liebe erinnern.

Kreuz gestalten

Ein großes Kreuz aus Pappe oder Holz wird von den Kindern gestaltet. Dazu malen die Kinder Szenen der Passionsgeschichte auf das Kreuz. Das Geschichtenkreuz kann dann den Gruppenraum zieren oder (lackiert) vor dem Gemeindehaus angebracht werden, um so öffentlich auf Karfreitag hinzuweisen.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zum Thema Gemeinde aus JUMAT 2/16. Die Grundlage bilden texte aus dem 1. Korintherbrief. In der ersten Einheit geht es um das Thema Streit in der Gemeinde. Die nächsten Einheiten beschäftigen sich mit Bildern, die für Gemeinde verwendet werden. Die abschließende Einheit dreht sich um das Hohelied der Liebe aus 1.Korinther 13.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Zielgedanke

Ohne unseren großen Gott läuft nichts, auch nicht in der Gemeinde. Ihm gebührt die Ehre und nicht uns Menschen.

Merkvers

Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.
1. Korinther 3,9 Luther84

Situation der Jungscharler

Viele Jungscharler kommen regelmäßig in die Räume der Gemeinde. Dahinter stecken unterschiedliche Motive: Manch einer kommt, weil seine Freunde in die Gemeinde gehen. Andere, weil die Eltern in die Gemeinde gehen. Einer mag die Spiele und eine andere freut sich, einfach mal verrückt sein zu dürfen. Je nachdem an welchen Gemeindeveranstaltungen die Jungscharler sonst noch teilnehmen und ob die Eltern in die Gemeinde eingebunden sind, kann das Verständnis von Gemeinde ganz unterschiedlich sein. Für manche Kinder ist der Jungschar Gemeinde. Für andere ist das Wort Gemeinde einfach das Haus, in dem man sich trifft. Für manche bedeutet Gemeinde Gemeinschaft mit Menschen zu haben und Gemeinschaft mit Gott. Es ist schön, dass all diese Kinder besonders in der Jungschar einen Raum haben, in dem sie kommen dürfen wie sie sind und Gemeinschaft mit Gott und Menschen erfahren können.

Erklärung zum Text

Paulus schreibt den Brief an die Gemeinde in Korinth. In 1. Korinther 1,10 – 4,21 geht er auf die Parteistreitigkeiten in der Gemeinde ein, denn in der Gemeinde ist es zur Spaltung gekommen. Es gibt Gemeindemitglieder, welche sich als Paulus-Anhänger bezeichnen und seine Seite vertreten, einige sind Apolloanhänger und wieder andere bekennen sich zu Kefas (Petrus) (1. Kor 1,10-17). Paulus betont im ganzen Brief immer wieder, wie wichtig die Einheit in der Gemeinde ist.

V.5: Paulus beginnt den Abschnitt mit rhetorischen Fragen nach den Predigern. Er fühlt sich dadurch nicht geschmeichelt, dass einige Gemeindemitglieder ihn für den besten halten. Er führt auch nicht die Vorzüge der einzelnen Personen auf, sondern stellt fest sie beide Diener Gottes sind.

V.6-8: Paulus fasst das Geschehen mit einem Bild des Ackerbaus zusammen. Es muss begossen werden und es muss gepflanzt werden, aber das eine ist nicht wichtiger als das andere. Diese beiden Aufgaben stehen beispielhaft für viele unterschiedliche Aufgaben im Reich Gottes. Weder Paulus noch Apollos sind für das Wachstum in der Gemeinde verantwortlich. Gott allein ist es, der den Wachstum gibt und dafür gebührt ihm die Ehre und keinem Menschen.

V. 9: Der gesamte Abschnitt wird mit dem einfachen Satz: Wir sind Gottes Mitarbeiter zusammengefasst. In diesem Satz steckt keine Wertung, sondern die Feststellung, worin die Platzanweisung besteht, Mitarbeiter sein und mitarbeiten. Paulus nennt zwei Bilder wie Mitarbeit aussieht, das Feld und die Baustelle. Der Ausdruck Feld macht deutlich, dass die Mitarbeiter der Gemeinde ganz auf Gott angewiesen sind. Genauso wie ein Feld sich nicht selber ackern, pflanzen und gießen kann, so können wir als Gemeinde das auch nicht selbst, sondern sind allein auf Gott angewiesen.

Personen
Apollos: Von ihm wissen wir nicht viel. Lukas erwähnt ihn in der Apostelgeschichte 18,24: „Es kam aber nach Ephesus ein Jude mit Namen Apollos, aus Alexandria gebürtig, ein beredter Mann und gelehrt in der Schrift“. Er übernahm die von Paulus gegründete Gemeinde in Korinth.

Treffpunkt  

Kreativ

Blumensamen-Papier
Altes Zeitungspapier und Pappkartons werden in kleine Schnipsel gerissen. Das zerkleinerte Papier wird nun über Nacht mit Wasser in einer großen Schüssel eingeweicht. In der Jungscharstunde wird das Ganze dann mit einem Pürierstab zu einem Papierbrei gemixt. Unter den Papierbrei werden mit einem Löffel Blumensamen gerührt. Außerdem können bunte Schnipsel unter den Brei gemischt werden, das sieht dann hinterher schöner aus. Die Kinder können sich mit der Hand nun einen bisschen vom Brei nehmen und diesen zwischen zwei Küchentuch auspressen in dem sie es dazwischen legen. Die leicht feuchte Masse kann nun geformt werden, entweder mit den Händen oder aber mit Hilfe von Plätzchenausstecher-Formen in welche die Maße gedrückt werden kann. Das Papier lässt sich nun einfach in die Erde pflanzen und erfreut den Gärtner mit Blumen.

Spiele

Das Gemüse ABC
Zu möglichst jedem Buchstaben des Alphabets soll eine Gemüsesorte mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben gefunden werden. Wer schafft die meisten? Das kann man als Wettbewerb auf Zettel aufschreiben oder man macht es gemeinsam an einer großen Tafel.

KIM-Spiel „Schmecken“
Verschiedene Obst- und Gemüsesorten werden in kleine Stückchen geschnitten und den Kindern mit einem Löffel angereicht. Diese haben die Augen verbunden und müssen herausfinden, um welche Sorten es sich handelt.

KIM-Spiel „Sehen“
Hierzu werden aus dem Internet Fotos von verschiedenen Pflanzen ausgedruckt, z. B. Geranien, Orchideen, Bärlauch. Zunächst kann geguckt werden, welche der Pflanzen überhaupt bekannt sind. Dann bekommt ein Kind die Augen verbunden und ein Foto wird weggenommen. Es muss herausfinden, welches Foto fehlt.

Kartoffel sammeln
Die Kartoffeln werden auf einem großen Spielfeld verteilt und müssen von den Gruppen „geerntet werden“. Dazu bekommt das Kind einen Löffel, mit welchem es die Kartoffel aufnimmt und diese in den Gruppeneimer legt. Das nächste Kind der Gruppe (wartend hinter dem Eimer) bekommt nun den Löffel. Die Kartoffel darf nicht mit den Händen berührt werden, wenn sie runterfällt muss sie wieder mit dem Löffel aufgenommen werden. Das ganze kann auf Zeit gespielt werden oder bis alle Kartoffeln geerntet sind.

Knackpunkt

Einstieg
Ein Flipchartpapier wird vorbereitet, auf dem eine Skizze eures Gemeindehauses ist. Während du sprichst, klebe für jede Gruppe und Aktivität der Gemeinde ein Blume/Pflanze in das Gemeindehaus. Das ganze soll hinterher möglichst bunt und schön aussehen. Für jeden Mitarbeiter und jedes Kind soll auch eine Blume/Pflanze zur Verfügung stehen. Es darf auch wirklich vielfältig sein, neben wunderschönen Blumen, sind Kakteen und fleischfressende Pflanzen denkbar.

Heute haben wir ja schon ein bisschen was davon geschmeckt und gesehen, was alles so in einem Garten wachsen kann. Manche haben vielleicht keinen Garten, aber auch in der Wohnung kann ja so manche schöne Pflanze wachsen. Auch hier in der Gemeinde wachsen vielleicht die einen oder anderen Pflanzen. Doch in der Gemeinde geht es eher weniger um Grünpflanzen, sondern darum, dass Kinder und Erwachsende Gemeinschaft mit Gott und anderen haben können. So wie wir uns hier in der Jungschar treffen, gibt es noch viele weitere Gruppen. Die sich treffen, um etwas von Gott zu hören und mit anderen Leuten zusammen zu sein. In unserer Gemeinde gibt es zum Beispiel die Jungschar. Dort arbeiten Tim, Andrea und Kim mit (dazu eine Blume in den Jungscharraum kleben/malen), den Sonntagsgottesdienst (dazu eine Blume in den Gottesdienstraum kleben/malen). Dort arbeiten ganz viele Menschen mit, aber der Pastor predigt meist und die Leute kommen zusammen, um Gott zu loben und zu hören, was er sagt. Dann haben wir den Seniorenkreis (Blume auf Flipchart). Dort treffen sich die älteren Menschen, um gemeinsam Tee zu trinken und in der Bibel zu lesen, darum kümmert sich meist Hildegart. Dann haben wir den Hausmeister (Blume auf Flipchart). Er kümmert sich um die Reparaturen und putzt immer, wenn alles dreckig geworden ist …(Hier muss man natürlich die Veranstaltungen und Mitarbeiter seiner eigenen Gemeinde einsetzen.) Man kann jetzt schon ein bisschen sehen, dass unsere Gemeinde ziemlich bunt ist und neben den Aktivitäten und den Menschen, die sie leiten, sind hier einfach noch ganz viele Menschen, die es ganz bunt machen.

Jedes Kind soll nun die Möglichkeit haben, sich mit in das Gemeindehaus als Blume zu kleben.

Und so wie dieses bunte Gemeindehaus, gibt es in unsere Stadt, in unserem Bundesland, in Deutschland, Europa und der ganzen Welt welche. Die Gemeinden können dort vielleicht auch mal anders aussehen.

Hauptteil
Zwei Handpuppen unterhalten sich mit dem Mitarbeiter über das bunte Blumenplakat.
Puppe 1: Ey! Ey du! Guck dir das mal an!
Puppe 2: Was ist denn los?
Puppe 1: Ja, da guck mal, das sieht ja fast aus wie bei Dornröschen – ein ganzes Haus voller Blumen. Warum haben die denn so viele Pflanzen da reingeklebt? Also ich war schon manchmal in der Gemeinde. Da habe ich vielleicht mal einen halb vertrockneten Blumenstrauß gesehen und an Weihnachten einen Tannenbaum, der war auch echt schön … Aber so viele Blumen? Das ist doch verrückt.
Puppe 2: Hm stimmt, ich habe hier auch noch nicht so einen „Blumen-Dschungel“ gesehen. Vielleicht ist das ja wieder so ein Gleichnis. Vielleicht, da wo Jesus das mit dem Weinstock und den Reben erzählt. Ich bin der Weinstock und …
Mitarbeiter: Gute Idee, aber darum geht es heute nicht. Ich habe heute eine andere Geschichte dabei …
Puppe 2: Weißt du was? (zum Mitarbeiter) Du bist irgendwie wie ein Superstar! Jetzt wirklich. Fast jedes Mal, wenn Jungschar ist, bist du hier und hast immer was Tolles vorbereitet. Du gibst dir so viel Mühe.
Puppe 1: Ja, das stimmt und auch die anderen Mitarbeiter. Kennst du die Anke aus dem Kindergottesdienst? Die kann auch voll die tollen Geschichten erzählen (noch andere Mitarbeiter erwähnen) … Ich wünschte ich könnte das auch mal. Aber so etwas traue ich mich irgendwie auch gar nicht.
Mitarbeiter: Ach ihr beiden. Das ist wirklich nett, was ihr sagt, aber wisst ihr eigentlich, warum wir hier z. B. Jungschar machen oder den Kindergottesdienst?
Puppe 1: Weil ihr uns so mögt?
Puppe 2: Ja, weil wir immer nett sind und lustig (lachen). Na und bestimmt, weil du gern von Gott erzählst.
Mitarbeiter: Ja, das mache ich wirklich. Es macht Freude, von Gott und dem Glauben an ihn zu erzählen. In der Gemeinde in Korinth, also in einer der ersten Gemeinden die Paulus gegründet hat, haben auch unterschiedliche Leute von Gott erzählt und sie waren in verschiedenen Gruppen aktiv. Neben Paulus war dort auch Apollos – ein Mitarbeiter. Es kam dazu, dass die Menschen, die in die Gemeinde gekommen sind, sich darum gestritten haben, wer denn jetzt der bessere Mitarbeiter ist und wem sie mehr vertrauen können. Einige behaupteten der Paulus ist besser und andere der Apollos ist besser. Sie stritten sich so, wie man sich streitet, ob die Mädchen oder Jungen besser sind. Oder Bayern oder der BVB. Oder die 4a oder die 4b. Darum hat Paulus einen Brief an die Gemeinde in Korinth geschrieben. Zieht einen Briefumschlag aus der Tasche. Dort drin steht die Stelle aus 1. Korinther 3,5-9.
Puppe 2: Gib mal her. Ich will das lesen. (Sie liest den Text vor.)
Mitarbeiter: Auch wenn in einer Gemeinde und in der Jungschar immer Menschen sind, die mitarbeiten, so arbeiten wir alle für Gott. Denn ohne ihn läuft gar nichts! Und damit die Gemeinde so bunt und voller „Blumen“ ist kommt es auf Gott an, der alles wachsen und gedeihen lässt. Denn das können wir Menschen gar nicht. Und die Blumen sind ein Bild für den Glauben. Von dem wir hier erzählen und von dem ihr vielleicht auch schon von euren Eltern oder in der Schule gehört habt und Gott ist derjenige, der ihn immer mehr wachsen lässt. Gott ist so unglaublich groß und wunderbar.

Doppelpunkt

Gebetsstation
Weil Gott so groß ist und der einzige, auf den es wirklich ankommt, wollen wir ihm danken. Aber trotz seiner Größe dürfen wir auch mit unseren Sorgen zu ihm kommen.
Eine Schale mit Blumen, eine Schale mit Steinen und ein Kreuz stehen bereit.
Die Kinder dürfen sich eine Blume oder einen Stein nehmen und ihn zum Kreuz legen. Die Blume dürfen sie nehmen, um Gott für etwas zu danken und den Stein, um Gott zu sagen, worüber sie traurig sind, was ihnen Angst macht oder sie belastet. Die Gebete können laut oder leise gesprochen werden.

Fürbitten
Für was können wir Gott in unserer Jungschar bitten? Was wünschen wir uns für den Ort Gemeinde?
Kommt darüber ins Gespräch und schreibt eure Bitten auf. Schön ist es, wenn diese gemeinsam im Schlusspunkt der Jungschar gebetet oder im Gottesdienst vorgelesen werden (von den Jungscharlern).

Foto
Macht ein Foto von eurer Gruppe. Macht ruhig auch ein paar verrückte Bilder. Jedes Kind bekommt in der nächsten Woche dann ein Bild von seiner Gruppe in einer Karte. Dort kann ein persönlicher Text drin stehen und ein paar Zeilen, wie schön es ist, das das Kind zur Gemeinde gehört.

Schlusspunkt       

Zurück im Plenum werden die Fürbitten der einzelnen Gruppen gebetet.
Danach wird der Lernvers gelernt. Dazu liegen die einzelnen Teile bereit und müssen in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Die Teile des Verses werden nun über das mit Blumen bewachsene Gemeindehaus gelegt.

Bausteine   

Lieder

Aus: Einfach spitze
Nr. 70 Willkommen, hallo im Vaterhaus
Nr. 13 Schwappdidu
Aus: Kinder feiern Jesus
Nr. 97 Sing, sing, sing and pray

Einen „Gemeindebrief“ schreiben

Es wäre schön, wenn aus möglichst vielen Gruppen, vielleicht ein Teilnehmer oder ein Leiter, in die Jungscharstunde kommen kann und von seiner Gruppe berichtet. Es ist spannend für die Kinder zu erleben, wen es sonst noch so in der Gemeinde gibt. Aus den Erzählungen können kleine Texte geschrieben oder kleine Interviews gemacht werden. Diese können aufgeschrieben und kreativ gestaltet werden. Die vielen kurzen Artikel zu den unterschiedlichen Gruppen werden zu einem kleinen Gemeindebrief zusammengestellt. Daraus kann bei genügend Zeit auch eine Mehr-Wochen-Aktion werden. Auch eine kleine Fotoreportage zu den unterschiedlichen Kreisen wäre denkbar.

Pflanzen

Wenn die Gemeinde einen Garten oder ein Beet besitzt wäre es schön, wenn dort mit den Jungscharlern Blumen eingepflanzt werden könnten. Alternativ  kann man einen großen Blumentopf kaufen, in dem Blumen gepflanzt und gesetzt werden. So kann die Jungschar beobachten, wie ihre Pflanzen wachsen und die Gemeinde wird ein bisschen bunter.

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