Indoor – Minigolf

Mit einfachen Mitteln lässt sich der Gruppenraum in einen Minigolf-Parcours verwandeln – den Variationen sind keine Grenzen gesetzt. Die Spiele sind auch für den Einsatz im Freien geeignet. Falls es logistisch möglich ist, kann der Parcours stehen gelassen und weiteren Gruppen der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden.

Spielidee

Die Grundidee ist, jeweils eine einfache Minigolf-Bahn selbst aufzubauen und anschließend zu bespielen. Als Material werden Bierbänke, ein Biertisch, ein paar Stühle und einige Vierkanthölzer, ein dünnes schmales Brett, ein Besen, ein Stück Karton und etwas Klebeband benötigt. Mit diesen Utensilien können dann die Bahnen gestaltet werden. Von einem Startpunkt aus wird jede Bahn gespielt – als Schläger können Tischtennis-Schläger verwendet werden, als Bälle eignen sich Tischkicker-Bälle oder besser noch die etwas weicheren Beach-Pad-Bälle. Als Ziel zum „Einlochen“ kann eine kleine Schachtel aufgestellt werden. Wir haben die Gruppenstunde mit unserer Jungenschaft durchgeführt und haben für das Ziel einen Strandkescher verwendet – so ist der Ball dann immer im Netz gelandet.

Mannschaften / Wertung

Für die Einteilung der Mannschaften gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Jeder spielt für sich allein
  • Es werden Mannschaften gebildet, jeder spielt für die Mannschaft
  • Es werden pro Station neue Mannschaften ausgelost, jeder spielt und bekommt je Spiel die Mannschaftswertung für sich notiert

Ziel ist es, mit möglichst wenig Schlägen den Ball vom Startpunkt bis zum Ziel zu bringen – so wie beim Minigolf auch.

Erfahrungsgemäß ist es besser, jeden Spieler mehrere Durchgänge an einer Station spielen zu lassen und den besten Durchgang zu werten. Es erfordert manchmal etwas Geschick, sich auf eine neue Station einzustellen und es gelingt nicht immer jedem gleich aufs erste Mal …

Anregungen für Stationen

1. Die einfache Gerade (zum Warmspielen)

Die Bierbänke werden aufgeklappt und als seitliche Begrenzung aufgestellt – jeweils 2 an einer Seite. Am Ende der Bahn bildet ein (Bier-)Tisch die Begrenzung – das Ziel wird markiert – im Bild in unserem Fall der Strandkescher.

2. Spiel um die Ecke

Die Bierbänke werden so aufgestellt, dass die Bahn insgesamt einen Winkel bildet – in die offene Schräge wird eine zusätzliche Bierbank gestellt.

3. Jetzt kommen die „Schikanen“

Die Bahnen werden wie unter 2. beschrieben aufgebaut. Als Hindernisse werden Kanthölzer (oder was immer man sonst zur Hand hat) so eingelegt, dass keine direkte Linie zum Ziel möglich ist und mehrmals „ums Eck“ gespielt werden muss.

4. Die Wippe

Als Hindernis lässt sich in die Bahnen leicht eine Wippe einbringen. Wir haben dafür ein dünnes Brettchen und den Besen aus der Besenkammer verwendet.

5. Nun geht es eine Etage nach oben …

Eine Schräge bringt zusätzliche Herausforderungen ins Spiel. Sie lässt sich einfach herstellen, indem ein Biertisch nur an einer Seite aufgeklappt wird. Nach der Schräge wird die Bahn mit einem weiteren Biertisch fortgeführt. Als Begrenzung auf der oberen Ebene werden die Kanthölzer hergenommen. Zum Ausgleich des Übergangs am Anstieg wird ein Stück Karton mit Klebeband befestigt.

6. Der Graben …

Nach der Schräge kann ein Graben aufgebaut werden, der überwunden werden muss. Das Ziel liegt irgendwo in der Flugbahn hinter dem Graben – wir hatten hier anstatt einem „Loch“ eine Zielscheibe auf einem Stuhl aufgebaut – die Punktezahl wurde dann in eine Anzahl der Schläge umgerechnet. Genauso kann anstelle der Zielscheibe ein Papierkorb oder eine Schachtel auf den Stuhl gestellt werden – der Ball muss dann darin landen.

7. Jetzt seid ihr dran …

Den Variationen für Stationen sind keine Grenzen gesetzt – die Gruppenmitglieder können auch gern ihre Anregungen für den Aufbau der nächsten Station mit einbringen. Die einzelnen Elemente der Stationen lassen sich beliebig kombinieren. Wie viele Stationen man für eine Gruppenstunde planen muss, hängt von der Anzahl der Teilnehmenden und der Anzahl der Durchgänge ab. Wir hatten bei neun Teilnehmenden im Durchschnitt ca. 10 Min. pro Station gebraucht.

Es gilt lediglich Folgendes zu beachten:

  • Bitte keine zu harten Bälle verwenden – dann geht auch nichts zu Bruch
  • Immer darauf achten, dass niemand in der Schussbahn des Balls steht – genügend Abstand auch zur Seite halten!

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Petrus – Verleugnung und Versöhnung (Fall 13)

Schwerpunkte

  • Zivilcourage: für einen Freund einstehen
  • Umgang mit eigenem Versagen
  • Vergebung: Jesus vergibt uns unsere Schuld

Besonderheit

Alternative für jüngere Kinder möglich, dafür werden weitere Mitarbeitende benötigt.

Situation

Petrus ist sehr impulsiv, lässt sich schnell begeistern und überschätzt dabei seine eigene Kraft. Er will wie Jesus auf dem Wasser laufen (Mt 14,22-31) und verspricht, zu Jesus zu halten, für ihn zu kämpfen und für ihn zu sterben (Mt 26,31 ff.). Als es dann praktisch wird, versagt Petrus und sinkt ein (Mt 14,30) bzw. verrät Jesus (Mt 26,69 f.). Es ist so tröstlich zu sehen, dass Petrus kein perfekter Mensch ist, der all das, was er will, auch kann, sondern immer wieder die Hilfe Jesu braucht. Besonders tröstlich aber ist die Reaktion von Jesus auf das Versagen von Petrus: Jesus verachtet Petrus nicht, er gibt ihn nicht auf oder wirft ihn raus – wie es in unserer Gesellschaft oft üblich ist. Im Gegenteil, Jesus beruft Petrus neu und gibt ihm die Verantwortung für die Menschen, die an Jesus glauben. Petrus soll diese weiden – geistlich betreuen und versorgen, sie lehren und hüten –, führen und schützen bzw. auf die Lehre aufpassen.

Erlebniswelt der Kinder

Kinder lassen sich schnell für etwas begeistern und sind von ihrem eigenen guten Verhalten überzeugt. Sie haben gute Vorsätze und sind sich sicher, sie auch zu schaffen. Sie wollen lieb sein und stellen (wie auch oft die Erwachsenen) fest, dass das gar nicht so leicht ist. Im geschützten Rahmen der Kindergruppe, der Familie oder der Gemeinde ist es zum Beispiel auch leicht, seinen Glauben als Christ zu leben, doch es wird zunehmend schwerer, wenn man dabei ausgelacht und ausgegrenzt wird. Gerade in der Schule ist der ganze Mut gefordert. Es ist für die Kinder wichtig zu wissen, dass sie mit dieser Situation nicht allein sind. Auch Petrus hatte Angst, auch er hat versagt und Jesus hatte ihn trotzdem lieb. Nicht nur Kinder müssen wissen, dass sie immer wieder zu Jesus kommen dürfen – auch wenn sie versagt haben. Sie dürfen wissen, dass Jesus immer bei ihnen ist.

Die Kinder können sich bestimmt die Aufgaben eines Hirten vorstellen. Allerdings werden sie diese Aufgaben nicht sofort vor Augen haben. Um den Auftrag Jesu für Petrus zu verstehen, ist es hilfreich, im Vorfeld mit den Kindern die Aufgaben eines Hirten zu erarbeiten.

Einstieg

Spiel: Den Mund voll genommen

Material: Flasche Wasser, pro Person ein Becher, Messbecher, Papier und Stift
Heute geht es um einen Mann, der den Mund ziemlich voll genommen hat. Er hat gesagt, dass er bereit ist, für seinen Freund zu sterben.

Die Kinder schauen sich den Messbecher an. Jedes Kind versucht einzuschätzen, wie viele Milliliter in den eigenen Mund gehen. Dann wird getestet. Welches Kind kommt am nächsten an seinen Wert heran bzw. kann den „Mund am vollsten nehmen“?

Gespräch

Seid ihr schon mal von Freunden enttäuscht worden? Stellt euch vor, ihr habt einen besten Freund / eine beste Freundin. Ihr habt euch große Freundschaft und Treue geschworen. Plötzlich kommt das stärkste und coolste Mädchen / der stärkste und coolste Junge der Gruppe und macht sich über euren Freund / eure Freundin lustig und bedrängt ihn/sie.

  • Was tut ihr?
  • Was könnte euch passieren, wenn ihr ihn/sie unterstützt? (Ihr werdet auch ausgegrenzt/gemobbt.)
  • Wie fühlt ihr euch, wenn ihr ihm/ihr nicht helft?
  • Wie fühlt sich der Freund / die Freundin, wenn ihr ihm/ihr nicht helft?
  • Wenn ihr dem Freund / der Freundin nicht geholfen habt, wird er/sie euch weiterhin vertrauen? Würdet ihr an seiner/ihrer Stelle weiterhin euch selbst vertrauen?
  • Was ist Jesus bisher passiert? Wie haben sich seine Freunde verhalten? (Seine Freunde schlafen, als er sie braucht. Judas verrät ihn an seine Feinde.)

Hinweis: Noch nicht behandeln, da es heute erst erarbeitet wird: Petrus sagt, dass er Jesus nicht kennt.

Standbild

Wie fühlt sich Jesus? Wie fühlen sich seine Freunde? Zu zweit stellen die Kinder als Standbild dar, wie sich die Betroffenen fühlen.

Welche Aufgaben hat ein Hirte? Gemeinsam mit den Kindern Aufgaben sammeln.

TIPP: Bilder zeigen: Schafe auf der Weide, Tiere zur Tränke führen, vor Feinden beschützen …

Aktion

Vorbereitung für den Detektivauftrag

Material pro Gruppe

  • Beutel für die Gegenstände
  • Maßband
  • Lupe
  • Stift
  • Lageplan vom Ort mit den Bezeichnungen: See Genezareth, Tiberias, Kapernaum, Jerusalem Via Dolorosa 12 (siehe „Ablauf der Detektivfälle“)
  • Detektivauftrag
  • Gipsabdruck von einem Schuh (pro Gruppe ein anderer Schuh), siehe Detektivspiele im Anhang (Wichtig: Einen Tag vorher anfertigen, damit der Abdruck trocken ist.)
  • Schuhe, mit denen die Gipsabdrücke gemacht wurden
  • weitere Schuhe
  • weißes Papier, um den Schuhabdruck abzuzeichnen

Material allgemein

  • Stempelkissen
  • Tesafilm
  • Becher mit Fingerabdruck von „Petrus“ (mit Tesafilm gesichert)
  • Briefe
  • Dose für Versteck des Hinweises in „Kapernaum“
  • Belohnung/Schatz (wird am betreffenden Ort – siehe Lösung unten – versteckt.)

Alternative zu den Briefen bei jüngeren Kindern, die noch nicht so gut lesen können: Es müssen Menschen in Kapernaum gesucht werden, die in letzter Zeit Post aus Jerusalem bekommen haben. Sie berichten das, was in den Briefen steht. Anschließend bekommt jede Gruppe, die einen Briefempfänger findet, den Brief mit Fingerabdruck, läuft zurück zum Detektivbüro und vergleicht die Fingerabdrücke. Da die Schwiegermutter zwei Briefe erhält, gibt es beim zweiten Brief einen Mitschnitt auf Tonträger.

Hinweis: Der Auftrag für Detektive muss dann verändert werden und man braucht drei weitere Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen.

Brief 1

Liebste Schwiegermama!
Jesus lebt! Zuerst haben uns Frauen verwirrt, die das gesagt haben. Ich bin dann selbst hingegangen und habe das leere Grab gesehen. Es fehlte nicht nur die Leiche, sondern es waren auch die Tücher sauber zusammengerollt, mit denen Jesus eingewickelt gewesen war. So viel Mühe machen sich Grabräuber nicht, habe ich mir gedacht. Doch dann ist Jesus uns selbst erschienen und hat uns seine Wunden gezeigt. Es ist mir so peinlich, dass ich erst so groß gesagt habe, ich würde mit ihm sterben und dann geschworen habe, dass ich ihn nicht kenne. Ich weiß nicht, ob er mir das vergeben hat.
Ich weiß noch nicht so recht, wie es weitergehen soll. Ich will auf alle Fälle fischen gehen. Wir kommen nach Kapernaum.
Dein Petrus

Ein Mitarbeiter / Eine Mitarbeiterin macht sowohl auf Brief 1 (Petrus) als auch auf einen Becher mit einem Stempelkissen einen Fingerabdruck.

Brief 2

Sehr geehrter Herr Zebedäus,
Ich habe gehört, dass Sie den besten Fisch am See Genezareth verkaufen. Hiermit bestelle ich für mein Restaurant in Jerusalem 5 Kilo Fisch pro Woche. Bitte liefern Sie ihn in die Via Dolorosa Nr. 12. Bitte sagen Sie Bescheid, sollten Sie die Lieferung nicht ausführen können.
Mit freundlichen Grüßen
Nikodemus, Mitglied im Sanhedrin

Brief 3

Liebe Omi,
hier in Jerusalem ist es cool. Es ist ja mein erstes Pessachfest, das wir hier im Tempel gefeiert haben. So viele Menschen! Der Tempel ist unbeschreiblich schön und prächtig. So etwas habe ich noch nie gesehen!
Papa macht noch ein paar Einkäufe und dann kommen wir nach Hause nach Tiberias.
Dein Enkel Markus

Brief 2 und 3 werden mit Fingerabdrücken (Stempelkissen) von weiteren Personen versehen.

Liebste Schwiegermama!
es tut mir Leid, doch ich kann nicht in Kapernaum bleiben! Stell dir vor: Jesus hat mir meine Feigheit und mein Versagen vergeben! Er hat mir nicht nur vergeben, er hat mir einen neuen Auftrag gegeben! Er hat mich als Nachfolger eingesetzt. Ich wollte es zuerst nicht glauben. Ich traf ihn am See Genezareth nach einem erfolglosen Fischfang. Wie am Anfang, als wir uns kennenlernten, sagte er uns, wo wir Fische finden würden. Der Fang war wieder überwältigend! Er lud uns zum Frühstück ein. Dann passierte es, er fragte mich zweimal: „Hast du mich lieb?“ Ich antwortete jedes Mal, dass ich ihn liebe. Seine Antwort war jedes Mal, ich solle seine Schafe bzw. Lämmer hüten und füttern. Als er das dritte Mal fragte, war ich sehr traurig. Es erinnerte mich daran, dass ich ja auch dreimal gesagt hatte, ich würde ihn nicht kennen. Doch auf die Antwort „Herr, du weißt alles, du weißt auch, dass ich dich liebe!“ sagte er wieder, dass ich seine Schafe hüten solle. Das bedeutet, dass ich an seiner Stelle handeln und für die Menschen da sein soll. Ich denke, das kann ich am besten in Jerusalem.
Liebe Grüße
Dein Petrus

Chefdetektiv

„Tja, dieser Jesus ist gestorben. Nun gibt es Gerüchte, dass er wieder lebt. Fakt ist, dass seine Leiche verschwunden ist. Doch wie geht es mit seinen Nachfolgern weiter? Wird die Gruppe sich auflösen, jetzt, wo der Anführer fehlt, oder macht sie weiter? Wenn ja, wer wird ihr Anführer sein? Eine Magd ist zu uns ins Detektivbüro gekommen. Sie arbeitet beim Hohepriester. Sie hat gesagt, dass bei der Verhaftung Jesu ein verdächtiger Mann auf den Hof gekommen sei. Der könnte ein Nachfolger Jesu sein und vielleicht Ärger machen. Sie habe ihn auf Jesus angesprochen, aber er habe geschworen, dass er Jesus nicht kennt. Er habe sich sogar selbst verflucht (Joh 18,17).

Ein weiterer Zeuge, ein Freund des Mannes, dem bei der Verhaftung das Ohr abgehauen wurde, hat auch ausgesagt. Er hat diesen Mann erkannt als einen, der mit Jesus unterwegs war (Joh 18,10). Das würde uns nicht viel helfen. Aber beide haben zwei Beweismittel sichergestellt: Die Magd hat einen Becher aufbewahrt, aus dem der Verdächtige getrunken hat, und der Mann hat einen Fußabdruck gesichert. Außerdem haben sie eine Beschreibung abgegeben: Der Verdächtige ist männlich und spricht einen Dialekt, wie er in Galiläa, also auch am See Genezareth, gesprochen wird. Von dem Becher habe ich schon einmal die Fingerabdrücke sichergestellt. Dann habe ich veranlasst, dass Briefe kontrolliert werden, die in Richtung Galiläa gehen. Ich habe aber keine Zeit gehabt, die Fingerabdrücke auf den Briefen mit dem vom Becher zu vergleichen und eine Skizze von dem Fußabdruck zu machen. Ihr bekommt von mir:

  • einen Lageplan
  • den Gipsabdruck von einem Schuh
  • einen Becher mit einem Fingerabdruck
  • Briefe, die in Richtung See Genezareth abgeschickt wurden, mit gesicherten Fingerabdrücken.

Schaut ihr, was ihr herausfinden könnt!“

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Kapernaum

1. Zeichnet den Fußabdruck ab. Achtet dabei auf Größe und Profil der Sohle. Es liegen nämlich auch falsche Schuhe herum!
2. Untersucht die Fingerabdrücke von den Briefen und vom Becher: Wer ist der Verdächtige?

3. Lest den Brief des Verdächtigen. Wo könnte er hingegangen sein?

4. Schaut euch den Lageplan an. Geht dorthin, wo ihr den Verdächtigen vermutet und sucht nach einem Schuh, der zu dem Schuhabdruck passt. Achtung: Unterwegs liegen auch falsche Schuhe herum. Jede Gruppe findet dort einen eigenen Schuh. Wenn für alle Gruppen der gleiche Schuhabdruck und Schuh gilt, muss das geändert werden.
5. Wenn ihr den richtigen Schuh gefunden habt: Sucht im Umkreis von 2 m nach dem nächsten Hinweis.
6. Lest den Hinweis und findet heraus: Steht der Verdächtige in Gefahr, gewalttätig zu werden?

7. Was soll der Verdächtige im Auftrag von Jesus tun? und Lämmer weiden und hüten.
8. Wenn ihr die Buchstaben der hervorgehobenen Kästchen einfügt, erfahrt ihr, wo die Belohnung ist.

Hinweis: Aufgabe 6: I = X, Aufgabe 7: S = Y, A = Z
X, Y, Z werden vor Ort definiert, es können Zahlen oder Silben sein, die den richtigen Ort angeben. (Lösung hier: Raum 109)

Hinweis: Gruppe 1 löst zuerst Aufgabe 1. Gruppe 2 fängt mit Aufgabe 2 an und löst dann erst Aufgabe 1.

Vertiefung

Spiel „Lagerfeuer“

Material: Musikabspielgerät, Bratpfanne, Holz für Lagerfeuer, Marshmallows, Gummibärchen (oder eine andere Süßigkeit, die sich „aufspießen“ lässt), Stock oder Spieß

Die Kinder sitzen im Kreis um das „Lagerfeuer“. Die Marshmallows/Gummibärchen werden auf einen Stock aufgespießt oder in eine Pfanne gelegt. Der Stock bzw. die Pfanne wird so lange im Kreis herumgereicht, wie die Musik spielt. Wenn sie aufhört, muss das Kind, bei dem gerade der Stock oder die Pfanne ist, eine Frage beantworten. Weiß es die Antwort, darf es einen Marshmallow oder ein Gummibärchen essen.

Fragen zur Geschichte

  1. Warum denkt Petrus, dass Jesus nicht von Grabräubern gestohlen wurde? (Die Leinentücher waren ordentlich aufgerollt – so viel Mühe macht sich ein Grabräuber nicht.)
  2. Was ist das Besondere an dem Tipp, den Jesus am Morgen gibt? (Er weiß, wo Fische sind.)
  3. Woran erinnert Petrus der außergewöhnliche Fischfang nach der Auferstehung Jesu? (an die ersten Begegnungen mit Jesus)
  4. Wie oft hat Petrus gesagt, dass er Jesus nicht kennt? (dreimal)
  5. Wie oft hat Jesus ihn gefragt, ob Petrus ihn liebt? (dreimal)
  6. Hat Jesus Petrus seine Feigheit vergeben? (Ja)
  7. Was soll Petrus nun hüten und beschützen?

a. Schafe
b. Flöhe
c. Fische

8. Was meint Jesus mit Schafen?

a. Tiere
b. Menschen, die ihm vertrauen
c. Juden

9. Was bedeutet das Hüten und Beschützen praktisch? Nenne zwei Beispiele. (den Menschen helfen, den Weg zu Jesus zeigen)
10. Wie sieht Jesus uns? (Er hat uns lieb, vergibt uns auch immer wieder neu.)

Liedandacht

Material: Liedzettel, Musikabspielgerät, Lied „Du bleibst an meiner Seite“ und „Wo ich auch stehe, du warst schon da“

  • Worum geht es in dem Lied?
  • Wer sind die Personen (Jesus und „ich“)?

Gespräch über verfolgte Christen heute

Informationen siehe z. B. www.opendoors.de

Für jüngere Kinder: „Schwammdrüber-Blues“

Text von Rainer Schnebel (Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors) mit der Melodie von „Eine Insel mit zwei Bergen“.
Ref: Wenn ein Schwamm als Schwamm ganz langsam über alles drüber fährt, ist was da war nicht mehr da und das ist dann auch nicht verkehrt.
1. Doch zuerst will ich mich fragen, wo ist meine Schuld dabei, und dann will ich ehrlich sagen, bitte du und du verzeih!
Ref: Wenn ein Schwamm als Schwamm ganz langsam über alles drüber fährt, ist was da war nicht mehr da und das ist dann auch nicht verkehrt.
2. Ich kann selber gut verzeihen, wenn auch mir verziehen wird, Gott kennt alle meine Schuld und verzeiht ganz unbeirrt.

Gebet

Wir sollen anderen vergeben, so wie Jesus uns immer wieder vergibt. Überlegt euch, wem ihr vergeben wollt. Ich mache während des Gebetes eine Pause und dann könnt ihr in Gedanken den Namen einfügen.

Lieber Herr Jesus, du bleibst an meiner Seite, du schämst dich nicht für mich, egal wie peinlich ich mich benehme. Vielen Dank für deine Liebe! Vielen Dank, dass du mir immer wieder meine Fehler vergibst. Hilf mir, auch anderen zu vergeben, wenn sie an mir schuldig geworden sind. Hilf mir, meinen Freunden, meinen Feinden, meinen Eltern, meinen Lehrern, meinen Klassenkameraden immer wieder neu zu vergeben, so wie du mir vergibst! (Hier können Kinder in Gedanken Namen einfügen.) Amen.

(siehe auch Gebet um Vergebung, Fall 7.)

Bastel- und Spielideen

Spiele

Tabu zum Thema Spuren

siehe Detektivspiele im Anhang

Petrus-Olympiade

1. Petrus heißt auf Deutsch „Fels“

Material: große Steine oder Kieselsteine
Welche Gruppe stapelt die Steine am höchsten?

2. Petrus war Fischer

  • Wettfischen
    Material: Kiste, Papierfische mit Büroklammer, Angel bzw. Stöcke mit Schnur und Magnet Welche Gruppe fischt die meisten Fische?
  • Netz knüpfen
    Material: Fäden
    Welche Gruppe hat am schnellsten das größte, dichteste Netz geknüpft?

3. Ausreden: Petrus sagt, dass er Jesus nicht kennt

Ausreden erkennen, siehe Spiel „Sag die Wahrheit“, Detektivspiele im Anhang

4. Petrus folgt den Soldaten in den Hof des Hohepriesters

Material: Taschenlampe, Augenbinde, Schatz
Im verdunkelten Raum sitzt der Wächter eines Schatzes. Ein Kind muss sich anschleichen, um den Schatz zu stehlen. Wenn der Wächter etwas hört, zielt er mit der Taschenlampe auf das Geräusch. Trifft er, muss der „Dieb“ zurück und das nächste Kind ist dran. Der Wärter muss gezielt leuchten und darf nicht einfach mit der Taschenlampe umherscheinen. Welche Gruppe hat die leisesten „Diebe“?

5. Petrus wird als Hirte oder Leiter der Gemeinde eingesetzt

siehe Hirtenspiele bei Fall 1

Bastelideen

Fischmobile

Material: feste durchsichtige Folie, Window Color, durchsichtiger Faden, Nadel, kurze Stöcke, Schere

Fische werden aus der Folie ausgeschnitten und mit Window Color bemalt. Trocknen lassen. In der nächsten Stunde werden die „Fische“ mit Hilfe von Nadel und Faden an Stöcken befestigt und aufgehängt.

Blumenstecker: Hahn

Material: Moosgummi in verschiedenen Farben, Federn, Holzspieß, Flüssigkleber, Hahnschablone, Stift, Schere

Der Hahn krähte, als Petrus Jesus verriet. Deshalb sieht man auf vielen Kirchtürmen einen Hahn als Mahnung, Jesus treu zu bleiben.
Es wird ein Hahn aus Moosgummi ausgeschnitten. Der Kamm wird rot aufgeklebt. Der Schwanz wird mit Federn oder gebogen geschnittenem Moosgummi angeklebt. Der Hahn wird dann auf den Holzspieß geklebt. Zuhause kann er in den Blumentopf gesteckt werden.

Käsefüße backen

Petrus hat immer wieder Angst und kommt ins Schwitzen.
TIPP: Da bei der Teigzubereitung nur einer beschäftigt ist, kann man den fertigen Teig zu Hause vorbereiten und mitbringen.

Zutaten/Hilfsmittel

  • 2 Eier
  • 250 g Butter
  • 250 ml Sahne
  • 2 Prisen Salz
  • 2 Messerspitzen Paprika edelsüß
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver
  • 500 g Mehl
  • 400 g Emmentaler oder Gouda gerieben
  • 2 Eigelb
  • Sesam, Mohn, Kümmel
  • Wellholz
  • Brettchen
  • Backpapier
  • Ausstecher oder Schablone
  • Messer

Eier und Butter zusammen verkneten. Sahne, Salz, Paprika, Backpulver, Mehl und Käse zu einem Teig verkneten. Den Teig mindestens 15 Minuten kalt stellen. Den Teig einen halben Zentimeter dick ausrollen, mit Fußausstecher ausstechen oder Fußschablone auflegen und umfahren. Mit Eigelb bestreichen und mit Sesam, Mohn oder Kümmel verzieren. Bei 180 °C 12-15 Minuten backen.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Nehemia aus JUMAT 1/16. Sie beginnt damit, dass Nehemia die Nachricht von der zerstörten Mauer in Jerusalem erwähnt. Die Einheiten begleiten ihn auf seinen Weg nach Jerusalem und beim Mauerbau und enden mit einem Fest zum Abschluss des Mauerbaus.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält diese Themenreihe noch eine Aktion zum Mauerbau, die sich über mehrere Gruppenstunden einbinden lässt.

Zielgedanke

Die Kinder sollen erkennen, dass es sich lohnt, sich mit allem an Gott zu wenden und ihm in jeder Situation zu vertrauen.

Merkvers

Ich preise Gott für sein helfendes Wort. Ich vertraue ihm und habe keine Angst: Was könnte ein Mensch mir schon tun?

Psalm 56,5; GNB

Situation der Jungscharler

Auch Kinder kennen die Situation, vor jemandem zu stehen, der in der „Rangordnung“ über einem steht, da kann es schwerfallen, eine persönliche Bitte vorzubringen. Man traut sich nicht zu fragen oder bekommt das Gefühl vermittelt, dass man es gar nicht erst probieren soll. Da ist es egal, ob es sich um eine erneute Erklärung von der Lehrerin handelt, um das Mitspielen bei anderen Kindern in der Pause auf dem Schulhof, die Wiedergabe des Balles von der Nachbarin oder einen Taschengeldvorschuss von den eigenen Eltern. Um etwas bitten ist nicht immer leicht, doch der Bibeltext ermutigt uns, Chancen zu ergreifen und Gott mit in die Situation zu nehmen. Er will bei uns sein und uns helfen. Dies schützt uns nicht vor Enttäuschung, denn nicht alles, worum wir bitten, wird auch erfüllt werden, aber wir dürfen uns sicher sein, dass Gott genau weiß, was wir wann brauchen.

Erklärungen zum Text

Textzusammenhang: Nehemia, einer der deportierten Juden, lebt als Mundschenk am Königshof in Susa. Durch seinen Bruder Hanani erhält er die Nachricht über die schmachvolle Lage von Jerusalem und der heimgekehrten Juden. In großer Trauer über diesen Zustand wendet er sich in einem Bußgebet an Gott und erinnert ihn an seine Verheißungen. Vier Monate später wird der König Artaxerxes auf Nehemias Traurigkeit aufmerksam.

V.1-2: Die genaue Zeitangabe macht deutlich, dass sich das geschehen im November oder Dezember des Jahres 4446v.Ch. ereignet.Nehemia war von Beruf Mundschenk. Er war für die Versorgung des Hofadels mit Getränken verantwortlich. Bei den häufigen Giftmorden im Orient handelt es sich um eine Vertrauensstellung. Die Hauptaufgabe bestand darin, den Wein in der Gegenwart des Königs zu kosten, um sicherzustellen, dass er nicht vergiftet war. Nehemia hat überlegt wie er sein Anliegen vor den König bringen kann. Er hat gebetet und gefastet und nun merkt er, dass Gott ihm beisteht. Der König spricht das Problem von sich aus an. Die Worte „Ich fürchtete mich sehr“ machen deutlich, dass hier gegen das übliche Hofzeremoniell verstoßen wurde.  Es war verboten in der Gegenwart des Königs Trauer zu zeigen. Normalerweise wäre Nehemia sofort sein Amt losgewesen. Da das aber nicht der Fall ist und Nehemia sogar sein Anliegen vor den König bringen kann zeigt deutlich, dass Gott hier am Wirken ist.

V.3-6: Nehemia sagt offen, was ihn bedrückt. Er bittet den König und seine Bitte reicht weit über das hinaus, was man vom König erbitten darf. Das weiß Nehemia auch und er braucht deswegen die Verbindung mit Gott. 

V.7-9: Die konkrete Bitte um die Ausstattung macht wieder deutlich, wie umfangreich die Bitten waren. Wahrscheinlich war zwischen dem ersten Gespräch mit dem König und der konkreten Formulierung etwas Zeit vergangen, sodass Nehemia solche konkreten Angaben machen konnte. Konkret  brauchte Nehemia Holz und Begleitbriefe. Holz war rar aber es wurde viel als Baumaterial benötigt. Nehemia erhielt die Erlaubnis das Holz rechtmäßig aus den Wäldern zu holen. Die Begleitbriefe  sind Vollmachten, die ihm eine ungehinderte Durchreise durch andere Gebiete ermöglichten. Außerdem erhält er Soldaten als Geleitschutz.

V.10: Dier erste Reaktion auf die Information, dass Nehemia nach Jerusalem kommt ist Ablehnung.Hier sieht man schon die Widerstände, die Nehemia noch viel mehr erleben wird. Interessant ist der Grund für die Ablehnung: „Es kommt einer, der Israel Gutes tun will.“ Damit hatte niemand gerechnet. Aber es zeigt sich, dass sich eine Wende ankündigt und es mit Israel wieder aufwärts gehen wird. Das ist nicht das Werk des Organisators Nehemia, sondern Gottes Werk.

Personen
Sanballat: Er stellt sich später als Hauptgegner Nehemias heraus. Sanballat  ist Statthalter von Samarien. Wahrscheinlich war Judäa eine noch junge Unterprovinz seines Verwaltungsgebietes. Er befürchtete durch den Mauerbau Machtverlust und Selbstständigkeit von Jerusalem.
Tobija: Er war wahrscheinlich ein Beamter aus der Umgebung Sanballats oder Satthalter der Provinz Ammon.

Treffpunkt

Spiele

Reise nach Jerusalem
Die Stühle werden in einer Doppelreihe so aufgestellt, dass alle Spieler im Kreis herum gehen können. In jeder Spielrunde befindet sich ein Stuhl weniger als Spieler noch mitspielen.
Sobald die Musik eingeschaltet wird, bewegen sich die Spieler möglichst schnell im Kreis rund um die Stühle. Stehenbleiben ist verboten, ebenso das Berühren der Stühle solange die Musik läuft. Wird die Musik wieder ausgeschaltet, muss sich jeder auf einen (freien) Stuhl setzen. Da es immer einen Stuhl zu wenig gibt, bekommt ein Spieler keinen freien Platz mehr und scheidet aus. Anschließend wird ein Stuhl entfernt, und eine neue Runde beginnt. Gewonnen hat der Spieler, der am Schluss übrig bleibt.
Variante 1: Pro Runde scheidet niemand aus, aber es wird immer ein Stuhl weniger. Das bedeutet, dass pro Runde sich auf immer weniger Stühle mehr Leute verteilen. Auf wie viel Stühle schafft es die Gruppe sich hinzusetzen, ohne dass einer stehen muss? Es sollten aber nur stabile Stühle zum Einsatz kommen, die auch 3-4 Personen aushalten.
Variante 2: Jeder Mitspieler muss einen bestimmten Gegenstand (Klopapierrolle, ein Blatt Papier, einen Nagel, …) holen bevor er sich niedersetzen darf. Dadurch wird das Spiel auch für Zuseher interessant, die ihrem Favoriten beim Organisieren der Gegenstände helfen können.

Hausnummern würfeln
Jedes Kind erhält Zettel und Stift. Ziel des Spieles ist, am Ende die höchsten Hausnummern zu haben. Nun fängt das erste Kind an, indem es würfelt. Es muss sich entscheiden, ob es die gewürfelte Zahl an die Hunderter, Zehner oder Einerstelle seiner Hausnummer setzt (kann auch mit Tausenderstellen gespielt werden). Nun würfelt es wieder und muss sich erneut entscheiden, auf welche der zwei noch freien Stellen die Zahl kommt, anschließend würfelt es ein letztes Mal, um die letzte freie Stelle zu besetzen. Das nächste Kind ist dran. Am Ende wird verglichen, wer die höchste Hausnummer erwürfelt hat.

Gummibärchenkatapult
Man braucht ein Brettchen, Wäscheklammer, 4 Gummiringe, Streichholzschachtel und Gummibärchen. Die Wäscheklammer wird mit zwei Gummibändern ganz fest auf dem Brettchen befestigt, allerdings nur die eine Seite (evtl. kann man auch Kleber verwenden). Mache den Innenteil der Streichholzschachtel oben auf der Klammer mit Gummiringen fest. Lasse das Ende der Wäscheklammer frei, damit du dein Katapult bedienen kannst. Die Gummibärchen legst du in das Schächtelchen und dann: Guten Flug – am besten in den eigenen Mund.

Basteln

Türklinkenschild
Es gibt Situationen, in denen man nicht gestört werden will. Für solche Situationen eignet sich ein Türschild. Man kann entweder die Vorlage im Anhang verwenden oder selbst ein Türklinkenschild auf festen Karton aufzeichnen, ausschneiden, bemalen, bekleben und aufhängen.
Für jede Situation kann ein eigenes Türklinkenschild gebastelt werden. Hier ein paar Ideen für verschiedene Aufschriften: Ich bin da! Herein! Bitte Klopfen! Nicht stören! Ich will meine Ruhe! Eltern dürfen draußen bleiben! Eltern dürfen rein! Ich habe Besuch!

Knackpunkt

Die Geschichte wird erzählt und dabei von Gegenständen unterstützend mitgespielt. Der König und die Königin werden von gläsernen Sekt- oder Weingläsern dargestellt. Nehemia sollte auch ein Trinkgefäß sein, was jedoch sehr andersartig ist (z.B. ein Holzkrug, eine Plastiktasse).
Hallo, ich bin Nehemia, der Mundschenk vom König Artaxerxes. Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die ich gern ausführe. Der König vertraut mir völlig und ich bin dafür zuständig zu prüfen, ob seine Getränke frei von Gift sind. Vor ein paar Monaten jedoch habe ich Besuch von meinem Bruder bekommen. Eigentlich habe ich mich sehr gefreut, ihn nach so langer Zeit mal wieder zu sehen, er wohnt nämlich in Jerusalem. Doch leider hatte er keine guten Nachrichten im Gepäck. Ganz Jerusalem liegt in Schutt und Asche. Die Stadt hat auch keine Mauer, die es vor Feinden und Plünderern schützen könnte. Die Einwohner sind macht- und mutlos und die Politiker tun nichts dagegen. Das hat mich sehr traurig gemacht und ich habe lange darüber gebetet und mit Gott gesprochen. Doch jetzt habe ich einen Entschluss gefasst. Ich werde mit dem König darüber reden. Ich weiß zwar noch nicht wie, aber es muss doch möglich sein. Ich habe eine große Angst davor. Wenn der König schlecht drauf ist, kann er mich gleich ins Gefängnis schmeißen. Weil ich solche Angst habe, habe ich den Morgen damit verbracht zu beten und Gott zu bitten, dass er bei mir ist und mir die richtigen Worte gibt. Nun gut, jetzt muss ich aber los, bevor der König noch Durst bekommt. Ich kann euch leider nicht mitnehmen, der König mag beim Essen nicht gestört werden, tut mir leid. Nachher werde ich euch aber erzählen, wie es gelaufen ist – wenn ich nicht im Gefängnis sitze …

Holzbecher „eilt“ los, kriegt einen Schluck Apfelsaft/Wasser in sich hineingefüllt und schmatzt etwas vor sich hin, dann ist er zufrieden und füllt das Getränk ebenfalls in König und Königin.
Auf einmal kommt ein kleines Schnapsglas angeschlichen – die Hofkatze.
Nanu? Was steht ihr denn hier so rum und wartet? (Die Kinder erzählen was gerade passiert ist.)
Jetzt müsst ihr also warten bis Nehemia wieder rauskommt? Das kann dauern, der König isst gut und gern 3-4 Stunden … wartet, ich werde euch helfen, ich kann mich rein- und rausschleichen und berichten was da drin vor sich geht. Der König wollte gerade in seine Keule beißen als er Nehemia stutzig anschaut. Er sagt „Warum siehst du so bedrückt aus? Du bist doch nicht etwa krank? Nein, irgendetwas belastet dich!“ Oha, das hat gesessen, Nehemia ist ja richtig zusammengezuckt und seine Antwort hat es in sich: „Lang lebe der König! Wie könnte ich fröhlich sein, wenn die Stadt, in der meine Vorfahren begraben sind, zerstört ist und ihre Tore in Schutt und Asche liegen?“ Der König runzelt die Stirn und fragt ihn: „Worum willst du mich bitten?“ Nehemia schließt die Augen. Es sieht aus, als ob er betet. Dann sagt er: „Mein König! Wenn du es für richtig hältst und wenn du mir vertraust, dann sende mich nach Judäa in die Stadt meiner Vorväter, nach Jerusalem. Ich möchte sie wieder aufbauen.“ Was hat er vor? Er will eine Stadt bauen?? Oha! Na da bin ich aber gespannt, was der König dazu sagt. Der König schaut kurz seine Frau an und fragt dann: „Wie lange soll denn deine Reise dauern? Wann bist du wieder zurück?“ Mehr macht er nicht? Keine Bedenkzeit, keine wütenden Reden, keine Teller, die geschmissen werden, keine – oh, tut mir leid, jetzt habe ich Nehemias Antwort verpasst. Doch der König nickt, er stimmt zu! Dann kommt Nehemia jetzt bestimmt gleich wieder. Was macht er denn? Er sollte sich verbeugen und schleunigst seine Sachen packe. Doch er bleibt vor dem König stehen. Was will er denn noch? „Mein König, wenn du möchtest, so gib mir bitte Briefe an die Statthalter westlich des Flusses Euphrat mit, damit sie mir die Durchreise nach Judäa gestatten. Außerdem bitte ich dich um ein Schreiben an Asaf, den Verwalter der königlichen Wälder, denn ich brauche Holz für die Torbalken der Burg am Tempel, für die Stadtmauer und auch für das Haus, in dem ich für die Zeit wohnen werde.“ Hat er noch alle Tassen im Schrank? So etwas hab ich ja noch nicht erlebt. Würde mich ja nicht wundern, wenn der König ihn nun doch noch ins Gefängnis werfen lässt. Also, das ist ja ein Ding: Der König gewährt ihm seine Bitte. Wow, das hätte ich nicht gedacht. Er will ihm sogar Offiziere und Reiter zur Unterstützung mitgeben. Wie hat Nehemia das geschafft? Oh, er kommt, nun gut, dann werde ich mich verdrücken. Ach so – es muss ja keiner wissen, dass ich euch das alles erzählt habe, also, wenn er gleich kommt, dann tut bitte überrascht.
Schnapsglas geht und Holzbecher kommt wieder.
Hallo! Oh, ihr seid ja immer noch da, das ist mir jetzt ein bisschen unangenehm, aber ich habe leider gar keine Zeit euch alles zu erzählen, ich muss sofort packen. Doch eins will ich noch sagen: Gelobt sei Gott Er hat mein Gebet erhört und mir geholfen! Ich kann es immer noch gar nicht fassen. Halleluja!

Doppelpunkt

Gab es schon mal eine Situation in eurem Leben, wo ihr jemanden fragen bzw. ihn um etwas bitten wolltet und euch nicht richtig getraut habt oder Angst davor hattet?
Was sind das für Leute, bei denen wir uns nicht trauen? Wovor hat man Angst?
Was habt ihr gemacht? Wie ist es ausgegangen? (Die Kinder dürfen ihre Erlebnisse erzählen. Auch die Mitarbeiter dürfen Beispielgeschichten aus ihrem Leben berichten.)
Auch Nehemia steckte in einer solchen Situation, wie hat er reagiert. Jetzt wird mit den Kindern die Geschichte wiederholt.

Ja-Nein-Spiel
Der Mitarbeiter nennt einige Aussagen zur Geschichte, auf die die Kinder mit „JA“ oder „NEIN“ reagieren bzw. sich auf einen JA- oder NEIN-Stuhl setzen sollen. Mögliche Aussagen:

  • Nehemia ist ein Bäcker. (Nein -> Mundschenk)
  • Der König heißt Artaxerxes. (Ja)
  • Nehemias Schwester kam aus Jerusalem zu ihm (Nein -> sein Bruder)
  • Nehemia freute sich über die Nachrichten aus Jerusalem. (Nein -> er war sehr betrübt)
  • Der Tempel in Jerusalem muss dringend neu aufgebaut werden. (Nein -> die Stadtmauer)
  • Nehemia bittet Gott um Hilfe, bevor er zum König geht. (Ja)
  • Nehemia ist sehr traurig, als er zum König kommt. (Ja)
  • Nehemia bekommt die Erlaubnis, die Stadtmauer von Jerusalem wieder aufzubauen. (Ja)
  • Nehemia bekommt sogar das Material zum Aufbau der Stadtmauer. (Ja)
  • Der König gibt Nehemia einen Monat, um die Mauer zu bauen. (Nein -> Nehemia nannte „eine bestimmte Zeit“)

Nehemia hat Glück – oder hat er nur einen günstigen Moment erwischt?
Die Katze hat an einer Stelle etwas ganz besonderes beobachtet, erinnert ihr euch?
Nehemia hat mitten im Gespräch zu Gott gebetet, in der Bibel steht Nehemia „flehte zu Gott“. Habt ihr schon mal erlebt, dass Gott euer Gebet erhört hat, als ihr ihn um etwas gebeten habt, zum Beispiel um Mut oder die richtigen Worte?
Allein hätte Nehemia sich wahrscheinlich auch nicht getraut, doch er wusste, dass Gott bei ihm ist und ihm helfen würde, damit der König ihn gehen lässt. Und Gott hält sein Versprechen, er macht sogar noch mehr, denn der König gibt Nehemia noch ein paar seiner Männer mit und verschafft Nehemia Material zum Bauen. Gott weiß was wir brauchen und doch möchte er, dass wir ihn bitten und mit ihm zusammen die Chancen ergreifen, die er uns gibt.

Nun wird das Merkversrätsel gelöst. Die Kopiervorlage findet man im Arbeitsblatt.

Zum Schluss sammeln wir Situationen, in denen die Kinder momentan Hilfe brauchen und beten dafür, dass sie den Mut und die richtigen Worte finden, um in die Situation hinein zu gehen.

Schlusspunkt

Im Leben gibt es oft Situationen, in denen wir herausgefordert sind. Chancen, die vor uns liegen und wo wir überlegen müssen, ob wir sie ergreifen oder nicht. Manchmal lähmen uns die Angst und die Unsicherheit über den Ausgang, sodass wir lieber nichts machen und uns hinterher vielleicht sogar ärgern. Doch Gott möchte uns ermutigen. Er hat versprochen, dass er immer bei uns ist und uns beistehen wird. Wir dürfen mit jeder und in jeder Situation zu ihm kommen und ihn um Hilfe bitten. Er weiß genau was wir brauchen und gibt es uns gern.

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach spitze
Nr. 50 Hand in Hand
Nr. 64 Ich will nicht mehr sagen
Nr. 78 Beten
Nr. 116 Mama mia Nehemia
Nr. 120 Vater, ich danke dir
Nr. 137 Absoluto guto

Aus Kinder feiern Jesus
Nr. 46 Gott kennt alle miene Sorgen
Nr. 147 Hast du Gott schon mal ’nen Wunsch
Nr. 148 Ja, ich weiß: Gott hört Gebet

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