Ester

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 2/2022. Es geht in fünf Lektionen um Geschichten von Ester:

Lektion 5: Ester 1,1-2,18 Ester wird Königin

Lektion 6: Ester 2,19-23 Lebensretter

Lektion 7: Ester 3,1-15 Ein böser Plan

Lektion 8: Ester 4,1-5,17 Eine mutige Entscheidung

Lektion 9: Ester 6-9 Gott macht’s gut

Zusatz: Das Purimfest feiern – Gott schenkt Rettung und Sieg

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Die Kinder sollen erkennen, dass sie von Gott gut gemacht sind, so wie sie sind.  

Checker

Die Kinder sollen daran erinnert werden, dass Gott sie sieht und jeden gebrauchen kann, egal was er kann und wer er ist.

Der Text an sich

Viele Jungfrauen tummeln sich im Harem, einem Wohnbereich, in dem nur Frauen leben und fremden Männern der Zutritt versagt ist. Es ist der Harem des Königs Xerxes aus Susa, einer Stadt in Persien. Nachdem der König sich von der ehemaligen Königin Wasti getrennt und sie als seine Frau verstoßen hatte, weil sie seinem Befehl nicht gehorchte, suchte er auf recht ungewöhnlichem Weg eine neue Frau und Königin.

Normalerweise konnte sich ein persischer König nur Frauen aus bestimmten hochgestellten persischen Familien wählen. Ein recht ungewöhnlicher Vorschlag ist es daher von seinen Dienern, alle hübschen Mädchen, die noch Jungfrauen sind, im Harem zu sammeln, sich einer Schönheitsprozedur zu unterstellen und dann nach einem Jahr dem König vorgeführt zu werden. Aus diesen Mädchen soll er sich seine neue Frau und Königin erwählen.

Unter ihnen befindet sich auch die jüdische Waise Ester. Mordechai, ein Verwandter, nahm sich ihrer an, zog sie groß, lehrte sie im Glauben und im Gesetz Gottes. Sogar als sie im Harem auf ihre Vorstellung beim König vorbereitet wird, ist er immer in ihrer Nähe und erkundigt sich nach ihr. Er war es auch, der ihr riet niemandem zu sagen, dass sie Jüdin ist.

Ester stach mit ihrer Schönheit von Anfang an heraus, sodass sie sogar dem Aufseher der Frauen im Harem Hegai gefiel. Wahrscheinlich hatte er schon geahnt, dass sie dem König gefallen könnte und sorgte dafür, dass sie die bestmögliche Behandlung bekam. Auch als sie nach einem Jahr dem König vorgestellt werden sollte, gab er ihr guten Rat, sodass sie nicht nur ihm und allen anderen, sondern auch dem König gefiel. Dieser nahm sie zur Frau und gab ihr zu Ehren ein großes Fest, welches sogar nach ihr benannt wurde. Dies zeigt, wie fasziniert und begeistert der König von ihrer Schönheit war.

Die Geschichte von Ester aus dem Alten Testament ist nicht nur eine der unbekanntesten, sondern auch eine der umstrittensten Geschichten in der Bibel. Zum einen wegen dem Hass und der Gewalt, und zum anderen, weil Gott mit keiner Silbe erwähnt wird. Das heißt aber nicht, dass er nicht da ist. Durch Ester und Mordechai dürfen wir erleben, dass Gott im Unsichtbaren wirkt, er immer und überall da ist, dazu muss er nicht erwähnt werden.

Der Text für mich

Als Kindermissionarin bin ich in einem sozialen Brennpunkt unterwegs. Gerade dort, wo Gott kaum eine Rolle spielt und wo Kinder und ihre Familien dem gesellschaftlichen Schönheitsideal unterliegen, ermutigt mich die Geschichte von Ester ungemein. Gott versorgt und hat für jeden von uns einen Platz vorbereitet. Jeden kann er gebrauchen, egal welcher Herkunft, mit welchem Geschlecht und in welchem Alter. Mit Ester hatte Gott viel vor und mit Mordechai stellte er ihr eine starke und ihr zugewandte Person an die Seite. Er war selbst aus der Ferne immer für sie da, beriet sie in allen Dingen und erkundigte sich nach ihr. Solche wunderbaren Menschen an unserer Seite zu haben ist unglaublich wertvoll. Gleichzeitig ist genau das der Auftrag, den wir für die Kinder in unseren Gruppen haben, sie zu begleiten, zu beraten und uns immer wieder nach ihnen zu erkundigen – ganz besonders da, wo Misstrauen und Vorurteile sind, Äußerlichkeiten mehr zählen als innere Stärken und es immer wieder an zwischenmenschlicher Liebe mangelt.

Der Text für dich

Starter

Schneller, höher, weiter, besser, hübscher. Die Kinder kennen dies aus den verschiedenen Shows, die ihnen täglich aufzeigen, wie sie zu sein haben, und das Schlimme ist, es geht nicht spurlos an ihnen vorbei. Wie oft bekommen Kinder das Gefühl fehlender Wertschätzung, dass keiner sie sieht, dass sie keinen Platz in der Welt bekommen, mit dem was sie haben und wer sie sind. Gerade die Starter können sich vielleicht nicht vorstellen, dass Gott sie sieht. Sie ahnen nicht, dass er tiefer sieht und spürt, was in ihnen steckt.

Bei Esther mag es vorrangig um die Schönheit gehen, doch es sind die Zwischensätze, auf die in dieser Einheit ein Schwerpunkt gelegt wird. Da ist jemand, der sich kümmert, sorgt und da ist für seine Kinder. Genau dies zu erkennen, dabei sollten wir den Kindern helfen.

Checker

Obwohl die Kinder bereits wissen, dass Gott sie liebt, dass sie nicht perfekt sein müssen und dass er tolle Menschen an ihre Seite gestellt hat, zweifeln auch sie immer mal wieder. Das ist menschlich. Die Medien und ebenso das Umfeld sorgen dafür, dass die Kinder das Gefühl bekommen nicht dem Idealbild zu entsprechen. Hier dürfen sie erneut mit der Geschichte von Ester und Mordechai daran erinnert werden, dass Gott sie gebraucht und stets an ihrer Seite ist, überall, wo auch immer sie sind.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Beautynachmittag

Wenn es sich um eine Mädchengruppe handelt, könnt ihr einen schönen und entspannten Nachmittag gestalten. Thema kann z.B. sein: „Weil du es mir wert bist!“ „Du bist gut, so wie du bist!“ oder andere kreative Ideen. Die Zeit könnt ihr mit folgendem Programm füllen:

  • Begrüßung mit einem alkoholfreien Cocktail
  • Massagebereich für Rücken, Hände, Füße
  • Gesichtsmasken
  • Frisier- und Schminktisch
  • Dazu ein paar einfache Getränke und Snacks

Weitere Stationen, wie die eigene Herstellung von Massageöl oder Gesichtsmasken sind möglich und können ergänzt werden (siehe Der Text gelebt).

Idee 2: Wertschätzungsparty

Die Kinder werden an der Tür persönlich begrüßt (mit Handschlag, abklatschen oder wie auch immer ihr es handhaben möchtet). Auch hier können Begrüßungs-Cocktails, Snacks, und Musik eingebaut werden, um eine schöne Atmosphäre zu schaffen. Dann soll Zeit sein, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen und sich bewusst für sie Zeit zu nehmen. Sie sollen sich wahrgenommen fühlen. Dabei können z.B. Gesellschaftsspiele ausliegen, denn dabei lassen sich Gespräche wunderbar führen.

Verkündigung

Verkündigungsart: Mitmachgeschichte

Den Kindern wird jeweils eine der vier Personen (Mordechai, Esther, Hagai, König Xerxes) zugeteilt. Dann liest ein Mitarbeiter die Geschichte vor. Jeds Mal, wenn der zugeteilte Name fällt, müssen die Kinder kurz von ihrem Platz aufstehen.

Ester war gerade mit der Hausarbeit beschäftigt als Mordechai aufgeregt mit einem Brief angelaufen kam. Mordechai rief: Ester, Ester, komm schnell! Schau, was ich hier habe.“ – „Was ist es denn, Mordechai? Ein Brief? Was steht denn drin, Mordechai?“, sagte Ester.

Da antwortete Mordechai: „Ja, es ist ein Brief. Ich lese ihn gleich mal vor: An alle Bewohner dieses Landes, König Xerxes sucht eine neue Frau und Königin. Dazu sind alle schönen und unverheirateten Mädchen aufgefordert am Königshof zu erscheinen. Hier erhalten sie die beste Schönheitspflege, das beste Essen und beste Versorgung. Nach einem Jahr dürfen sie vor König Xerxes treten und er wird sich aus diesen seine Frau und Königin auswählen. Lang lebe der König Xerxes!“ Ester runzelte die Stirn: „Hat er also Königin Wasti tatsächlich abgesetzt, aber warum?“ Mordechai sagte nachdenklich: „Wer weiß Ester, vielleicht war Wasti nicht mehr gut genug oder hat etwas getan, was der König Xerxes nicht mochte. Aber Ester, du musst dahin!“

Ester bekam große Augen: „Ich? Warum denn? Glaubst du wirklich, dass der König Xerxes so jemanden wie mich sucht?“ Mordechai schaut ihr ernst in die Augen: „Ester, seit deine Eltern gestorben sind, habe ich dich aufgezogen. Du bist wie mein eigenes Kind. Ich habe dich im Glauben unterrichtet, dir alles was ich über unser jüdisches Volk weiß erzählt und dich gelehrt Gottes Gesetze zu halten. Du bist gut, so wie du bist. Normalerweise sucht der König seine Königin aus hochrangigen persischen Familien aus. Vielleicht will Gott dich ja gerade hier und jetzt gebrauchen. Vielleicht hat er dich ja genau deshalb so hübsch gemacht, weil er einen großen Plan mit dir hat. Und du musst auch keine Angst haben. Selbst wenn du zum Palast gehst, werde ich immer in deiner Nähe sein.“ Da sagte Ester: „Gut Mordechai, dann will ich gehen!“ Etwas leiser flüsterte Mordechai: „Ester, sag ihnen aber nicht, dass du Jüdin bist!“ – „Aber warum denn nicht?“, fragt Ester. Mordechai antwortet: „Glaub mir, es ist noch nicht die richtige Zeit. Es ist besser, wenn es keiner weiß.“

Am Königshof führt der Aufseher Hegai Ester und mehrere junge Frauen im Harem herum: „Hier werdet ihr für ein Jahr leben! Ihr müsst euch um nichts sorgen!“ Dabei fiel Hegai Ester ins Auge. Sie gefiel ihm. Hegai sagte:„Ester, ich mag dich. Du scheinst anders als die anderen zu sein. Ich werde mich darum kümmern, dass du die allerbeste Versorgung bekommst.“ Immer wieder kam Mordechai in diesem einen Jahr an den Königshof und erkundigte sich bei Hegai nach Ester. Er wollte, dass sie weiß, dass er immer in ihrer Nähe war.

Ein Jahr später, nachdem die anderen Mädchen und Ester in wohlriechenden Ölen gebadet hatten, sich mit pflegenden Salben eingerieben hatten und das gesündeste Essen genossen hatten, sollten sie vor den König Xerxes treten. Eine nach der andern. Doch alle kamen sie wieder zurück, keine schien dem König Xerxes zu gefallen. Dann war Ester an der Reihe. Ester ließ sich von Hegai beraten, was sie anziehen soll. Denn Hegai wusste, was dem König Xerxes gefallen könnte. Und Ester machte es so, wie es der Aufseher Hegai ihr riet.

Sie schritt durch den Königssaal und gefiel allen, die sie sahen, auch dem König Xerxes.

Da sagte der König Xerxes:Ester, du bist es! Du bist die Frau, die ab heute an meiner Seite leben soll. Du bist die neue Königin.“ Dann nahm er eine Krone, setzte sie Ester auf und machte sie damit zur Königin. König Xerxes sagte:„Und nun lasst uns Ester, die neue, wundervolle Königin feiern. Ester zu Ehren soll es ein großes Fest geben. Ihr sollt meine Gäste sein und für das Volk in meinem Land soll es Geschenke geben.“ Und so geschah es auch.

Die andere Idee:             

Die Geschichte wird mithilfe verschiedener Gegenstände erzählt. Zum Thema passen am besten unterschiedliche Cremedosen, Handcremetuben oder Pflegeartikel, denen ein paar Augen aufgeklebt werden. Außerdem kann darauf geachtet werden, dass die Gegenstände zum Charakter Personen passen. Z.B.:

  • Mordechai: unscheinbare Cremetube
  • Esther: eine Dose oder Tube mit besonders schönem Etikett, Nagellack o.Ä.
  • Hegai: gewöhnliche flache Cremedose
  • König Xerxes: Besonders große, edle Cremetube

Die Geschichte wird dann mit den Gegenständen gespielt. Dabei sollen die Figuren richtig sprechen und passend bewegt werden. Lustig wird es auch, wenn man die Stimmen dazu unterschiedlich verstellt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Vor den Kindern liegen verschiedene Gegenstände wie ein Besen, Brief, Gottes Gesetze (Bibel), Salben und Öle, Krone / Diadem, Geschenke. Die Kinder sollen sie in der richtigen Reihenfolge sortieren und die Geschichte anhand der Gegenstände nacherzählen.

Gespräch

Bei allem Druck und den Ansprüchen, die an Kinder gestellt werden, sollen sie das Gefühl vermittelt bekommen, dass sie genau so wie sie sind, richtig und gut sind.

Jedes einzelne Kind soll darüber nachdenken, was an ihm selbst gut und toll ist. Das kann die äußere Erscheinung sein, aber auch Fähigkeiten, Sozialverhalten oder ihr Umfeld. Anhand von den vier Bildern, können sie zu jedem Punkt etwas überlegen.

  • Auge: Äußere Erscheinung, das was man sehen kann
  • Herz: Sozialverhalten
  • Hand: praktische Fähigkeiten
  • Fußspuren: Umfeld

Manchen Kindern fällt vielleicht gar nicht so viel ein. Dann können die anderen Kinder überlegen, was ihnen zu diesem Kind im Blick auf die vier Symbole einfällt und das entsprechende Symbol-Bild dazulegen. Das soll dem Kind deutlich machen, wie viel wirklich in ihm steckt, dass es geliebt und gebraucht wird und dass es viele tolle Menschen und vor allem Gott, durch den das Kind geschaffen ist, immer an der Seite hat.

Achtet als Mitarbeiter darauf, dass über alle Kinder wertschätzend gesprochen wird und bei allen gleichermaßen nach positiven Eigenschaften gesucht wird. Ihr könnt euch als Mitarbeiter auch schon im Voraus Gedanken über die Kinder machen.

(Vorlage siehe Downloadbereich)

Merkvers

Siehe, ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst. 1. Mose 28,15a

Die Kinder erhalten fünf Bilder, die schon in der richtigen Reihenfolge liegen. Im Raum werden 5 weitere Zettel versteckt, auf denen ein Teil des Bibelverses steht. Sie müssen sie suchen und den richtigen Teil zum Bild zuordnen. (Vorlage siehe Downloadbereich)

  • Auge = Siehe,
  • Herz = ich bin mit dir,
  • Hand = ich behüte dich,
  • Fußspuren = wohin du auch gehst.
  • Bibel = 1. Mose 28,15a

Gebet

In der Runde liegen kleine Zettel mit Augen, Herzen, Händen und Fußspuren, die für die unterschiedlichen Teile des Bibelverses stehen.

  • Auge: Gott sieht mich
  • Herz: Gott ist bei mir
  • Hand: Gott passt auf mich auf
  • Fußspuren: Gott geht mit mir mit

Die Kinder können sich ein oder mehrere Zettel aussuchen und diese vor ein Kreuz oder eine Bibel legen und damit ein Gebet für sich oder eine andere Person verbinden, z.B.  „Danke Gott, dass du mich siehst“ (Auge) oder „Bitte Gott, sei in der Schule bei mir“ (Fußspuren).

Dies kann natürlich ergänzt werden durch Situationen, die die Kinder beschäftigen, wie Schule, Hobbys und Familie. Sie können das auch für ihre Freunde und Familie anwenden.

Kreatives

Einfache schnelle Beautyprodukte herstellen

Lippenbalsam: kleine Salbendöschen, Vaseline, Lebensmittelfarbe (je nach gewünschter Farbintensität), hautverträgliches ätherisches Öl z. B. Lavendel

In einer kleinen Schale Vaseline mit Lebensmittelfarbe mischen und ein paar Tropfen ätherisches Öl dazu mischen. Anschließend in Salbendöschen abfüllen.

Massageöl (kann auch als Badeöl verwendet werden): Basisöl, hautverträgliches ätherisches Öl, dunkles Fläschchen wg. der Haltbarkeit

Basisöle können sein: Oliven-, Sonnenblum-, Weizenkeim-, Sesam-, Mandel-, Nachtkerzenöl, …

100 ml Basisöl in eine Flasche geben und 20-25 Tropfen ätherisches Öl einträufeln. Flasche verschließen und kräftig schütteln, damit sich die Öle gut vermischen.

Spielerisches

1, 2 oder 3 oder auch 4-Ecken-Spiel:

Bei 1, 2 oder 3 werden die Fragen so gestellt, dass es drei Antwortmöglichkeiten gibt. Beim 4-Ecken-Spiel kann jede Ecke ein Name sein. Ester, Mordechai, Hegai, Xerxes.

(siehe Downloadbereich)

Rätselhaftes

Dürfe raten:

Die Kinder werden in zwei oder drei Gruppen eingeteilt. Immer ein Kind aus jeder Gruppe darf mit verbundenen Augen einen Duft riechen und muss erraten, was es ist. Die Gruppen die richtig geraten haben, erhalten einen Punkt. Dann wird gewechselt und aus jeder Gruppe darf ein neues Kind riechen.

Als Dürfte eignen sich ätherische Öle oder ganz unterschiedliche Alltagsgegenstände wie Kräuter (Pfefferminze oder Basilikum), Schokolade, Zitronenschale, Käse, Kaffee, Zimt, Essig, Senf, Seife, Zahnpasta, Gurken im Glas …

(T)Extras

Lieder

Einfach Spitze

Volltreffer

Gott liebt dich

Spiele

Pizzamassage:

Im Harem bekamen Ester und die anderen Frauen gutes Essen, Bäder, Masken und Massagen. Zumindest Essen und Massagen kann man in diesem Spiel verbinden.

Die Kinder sitzen so im Kreis, sodass sie einander die Rücken des Vordermanns haben und da auch gut herankommen. Und schon kann es losgehen:

  1. Es braucht eine saubere Arbeitsfläche = den Staub von dem Rücken des Kindes wischen.
  2. Damit der Teig nicht klebt, mit Mehl bestreuen = mit den Fingern leicht über den Rücken fahren.
  3. Den Teig kneten, damit er luftig wird = mit den Fingern über Rücken kneten.
  4. Den Teig ausrollen = mit den Handflächen von innen nach außen streichen.
  5. Pizza belegen:
  6. Tomaten = Fäuste leicht auf den Rücken drücken.
  7. Salami/Schinken = mit der flachen Hand leicht auf den Rücken drücken.
  8. Paprikastreifen = mit den Fingern Striche über den Rücken ziehen.
  9. Pilze = mit dem Daumen leicht auf den Rücken drücken.
  10. Zwiebelringe = Kreise auf dem Rücken malen.
  11. Käse = Mit den Fingerspitzen der gespreizten Finger auf dem Rücken klopfen.
  12. Ab in den Ofen = Kind an die Hüften fassen und leicht nach vorne schieben.
  13. Im Ofen wird es warm = schnell die Hände aneinanderreiben und dann auf dem Rücken des Kindes legen.
  14. Die Pizza ist fertig und muss auf den Ofen = Kind an die Hüften fassen und leicht zurückziehen.
  15. Die Pizza zurechtschneiden = mit den Handkanten über den Rücken streichen.
  16. Die Pizza essen = mit den Handflächen über den Rücken streicheln.

Kreatives

Ester-Malrolle: Fortlaufende Malerzählung

Die Kinder malen die Ester-Begebenheit auf einer langen Papierrolle von Woche zu Woche weiter.

Am Ende der Ester-Einheiten kann dies im Gemeindehaus oder dem Gruppenraum aufgehängt werden. Dadurch bekommen die Gemeindemitglieder und alle anderen Besuchen einen Einblick in das, was die Kinder in den Kinderstunden erleben.

Weiterführende Hinweise

Gesichtsmasken für Kinder: https://www.kindersache.de/bereiche/spiel-spass/selbermachen/rezepte/gesichtsmasken-selbst-gemacht

Die Jugendarbeit darf wieder starten? Genial! Hier findest du attraktive Events, die dir den Restart vereinfachen, da sie die Jugendlichen motivieren und die Beziehung zwischen dir und ihnen stärken.

Brauchst du ein Konzept oder einen komplett fertigen Entwurf? Klicke dich entsprechend durch die Beiträge.

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Petrus – Verleugnung und Versöhnung (Fall 13)

Schwerpunkte

  • Zivilcourage: für einen Freund einstehen
  • Umgang mit eigenem Versagen
  • Vergebung: Jesus vergibt uns unsere Schuld

Besonderheit

Alternative für jüngere Kinder möglich, dafür werden weitere Mitarbeitende benötigt.

Situation

Petrus ist sehr impulsiv, lässt sich schnell begeistern und überschätzt dabei seine eigene Kraft. Er will wie Jesus auf dem Wasser laufen (Mt 14,22-31) und verspricht, zu Jesus zu halten, für ihn zu kämpfen und für ihn zu sterben (Mt 26,31 ff.). Als es dann praktisch wird, versagt Petrus und sinkt ein (Mt 14,30) bzw. verrät Jesus (Mt 26,69 f.). Es ist so tröstlich zu sehen, dass Petrus kein perfekter Mensch ist, der all das, was er will, auch kann, sondern immer wieder die Hilfe Jesu braucht. Besonders tröstlich aber ist die Reaktion von Jesus auf das Versagen von Petrus: Jesus verachtet Petrus nicht, er gibt ihn nicht auf oder wirft ihn raus – wie es in unserer Gesellschaft oft üblich ist. Im Gegenteil, Jesus beruft Petrus neu und gibt ihm die Verantwortung für die Menschen, die an Jesus glauben. Petrus soll diese weiden – geistlich betreuen und versorgen, sie lehren und hüten –, führen und schützen bzw. auf die Lehre aufpassen.

Erlebniswelt der Kinder

Kinder lassen sich schnell für etwas begeistern und sind von ihrem eigenen guten Verhalten überzeugt. Sie haben gute Vorsätze und sind sich sicher, sie auch zu schaffen. Sie wollen lieb sein und stellen (wie auch oft die Erwachsenen) fest, dass das gar nicht so leicht ist. Im geschützten Rahmen der Kindergruppe, der Familie oder der Gemeinde ist es zum Beispiel auch leicht, seinen Glauben als Christ zu leben, doch es wird zunehmend schwerer, wenn man dabei ausgelacht und ausgegrenzt wird. Gerade in der Schule ist der ganze Mut gefordert. Es ist für die Kinder wichtig zu wissen, dass sie mit dieser Situation nicht allein sind. Auch Petrus hatte Angst, auch er hat versagt und Jesus hatte ihn trotzdem lieb. Nicht nur Kinder müssen wissen, dass sie immer wieder zu Jesus kommen dürfen – auch wenn sie versagt haben. Sie dürfen wissen, dass Jesus immer bei ihnen ist.

Die Kinder können sich bestimmt die Aufgaben eines Hirten vorstellen. Allerdings werden sie diese Aufgaben nicht sofort vor Augen haben. Um den Auftrag Jesu für Petrus zu verstehen, ist es hilfreich, im Vorfeld mit den Kindern die Aufgaben eines Hirten zu erarbeiten.

Einstieg

Spiel: Den Mund voll genommen

Material: Flasche Wasser, pro Person ein Becher, Messbecher, Papier und Stift
Heute geht es um einen Mann, der den Mund ziemlich voll genommen hat. Er hat gesagt, dass er bereit ist, für seinen Freund zu sterben.

Die Kinder schauen sich den Messbecher an. Jedes Kind versucht einzuschätzen, wie viele Milliliter in den eigenen Mund gehen. Dann wird getestet. Welches Kind kommt am nächsten an seinen Wert heran bzw. kann den „Mund am vollsten nehmen“?

Gespräch

Seid ihr schon mal von Freunden enttäuscht worden? Stellt euch vor, ihr habt einen besten Freund / eine beste Freundin. Ihr habt euch große Freundschaft und Treue geschworen. Plötzlich kommt das stärkste und coolste Mädchen / der stärkste und coolste Junge der Gruppe und macht sich über euren Freund / eure Freundin lustig und bedrängt ihn/sie.

  • Was tut ihr?
  • Was könnte euch passieren, wenn ihr ihn/sie unterstützt? (Ihr werdet auch ausgegrenzt/gemobbt.)
  • Wie fühlt ihr euch, wenn ihr ihm/ihr nicht helft?
  • Wie fühlt sich der Freund / die Freundin, wenn ihr ihm/ihr nicht helft?
  • Wenn ihr dem Freund / der Freundin nicht geholfen habt, wird er/sie euch weiterhin vertrauen? Würdet ihr an seiner/ihrer Stelle weiterhin euch selbst vertrauen?
  • Was ist Jesus bisher passiert? Wie haben sich seine Freunde verhalten? (Seine Freunde schlafen, als er sie braucht. Judas verrät ihn an seine Feinde.)

Hinweis: Noch nicht behandeln, da es heute erst erarbeitet wird: Petrus sagt, dass er Jesus nicht kennt.

Standbild

Wie fühlt sich Jesus? Wie fühlen sich seine Freunde? Zu zweit stellen die Kinder als Standbild dar, wie sich die Betroffenen fühlen.

Welche Aufgaben hat ein Hirte? Gemeinsam mit den Kindern Aufgaben sammeln.

TIPP: Bilder zeigen: Schafe auf der Weide, Tiere zur Tränke führen, vor Feinden beschützen …

Aktion

Vorbereitung für den Detektivauftrag

Material pro Gruppe

  • Beutel für die Gegenstände
  • Maßband
  • Lupe
  • Stift
  • Lageplan vom Ort mit den Bezeichnungen: See Genezareth, Tiberias, Kapernaum, Jerusalem Via Dolorosa 12 (siehe „Ablauf der Detektivfälle“)
  • Detektivauftrag
  • Gipsabdruck von einem Schuh (pro Gruppe ein anderer Schuh), siehe Detektivspiele im Anhang (Wichtig: Einen Tag vorher anfertigen, damit der Abdruck trocken ist.)
  • Schuhe, mit denen die Gipsabdrücke gemacht wurden
  • weitere Schuhe
  • weißes Papier, um den Schuhabdruck abzuzeichnen

Material allgemein

  • Stempelkissen
  • Tesafilm
  • Becher mit Fingerabdruck von „Petrus“ (mit Tesafilm gesichert)
  • Briefe
  • Dose für Versteck des Hinweises in „Kapernaum“
  • Belohnung/Schatz (wird am betreffenden Ort – siehe Lösung unten – versteckt.)

Alternative zu den Briefen bei jüngeren Kindern, die noch nicht so gut lesen können: Es müssen Menschen in Kapernaum gesucht werden, die in letzter Zeit Post aus Jerusalem bekommen haben. Sie berichten das, was in den Briefen steht. Anschließend bekommt jede Gruppe, die einen Briefempfänger findet, den Brief mit Fingerabdruck, läuft zurück zum Detektivbüro und vergleicht die Fingerabdrücke. Da die Schwiegermutter zwei Briefe erhält, gibt es beim zweiten Brief einen Mitschnitt auf Tonträger.

Hinweis: Der Auftrag für Detektive muss dann verändert werden und man braucht drei weitere Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen.

Brief 1

Liebste Schwiegermama!
Jesus lebt! Zuerst haben uns Frauen verwirrt, die das gesagt haben. Ich bin dann selbst hingegangen und habe das leere Grab gesehen. Es fehlte nicht nur die Leiche, sondern es waren auch die Tücher sauber zusammengerollt, mit denen Jesus eingewickelt gewesen war. So viel Mühe machen sich Grabräuber nicht, habe ich mir gedacht. Doch dann ist Jesus uns selbst erschienen und hat uns seine Wunden gezeigt. Es ist mir so peinlich, dass ich erst so groß gesagt habe, ich würde mit ihm sterben und dann geschworen habe, dass ich ihn nicht kenne. Ich weiß nicht, ob er mir das vergeben hat.
Ich weiß noch nicht so recht, wie es weitergehen soll. Ich will auf alle Fälle fischen gehen. Wir kommen nach Kapernaum.
Dein Petrus

Ein Mitarbeiter / Eine Mitarbeiterin macht sowohl auf Brief 1 (Petrus) als auch auf einen Becher mit einem Stempelkissen einen Fingerabdruck.

Brief 2

Sehr geehrter Herr Zebedäus,
Ich habe gehört, dass Sie den besten Fisch am See Genezareth verkaufen. Hiermit bestelle ich für mein Restaurant in Jerusalem 5 Kilo Fisch pro Woche. Bitte liefern Sie ihn in die Via Dolorosa Nr. 12. Bitte sagen Sie Bescheid, sollten Sie die Lieferung nicht ausführen können.
Mit freundlichen Grüßen
Nikodemus, Mitglied im Sanhedrin

Brief 3

Liebe Omi,
hier in Jerusalem ist es cool. Es ist ja mein erstes Pessachfest, das wir hier im Tempel gefeiert haben. So viele Menschen! Der Tempel ist unbeschreiblich schön und prächtig. So etwas habe ich noch nie gesehen!
Papa macht noch ein paar Einkäufe und dann kommen wir nach Hause nach Tiberias.
Dein Enkel Markus

Brief 2 und 3 werden mit Fingerabdrücken (Stempelkissen) von weiteren Personen versehen.

Liebste Schwiegermama!
es tut mir Leid, doch ich kann nicht in Kapernaum bleiben! Stell dir vor: Jesus hat mir meine Feigheit und mein Versagen vergeben! Er hat mir nicht nur vergeben, er hat mir einen neuen Auftrag gegeben! Er hat mich als Nachfolger eingesetzt. Ich wollte es zuerst nicht glauben. Ich traf ihn am See Genezareth nach einem erfolglosen Fischfang. Wie am Anfang, als wir uns kennenlernten, sagte er uns, wo wir Fische finden würden. Der Fang war wieder überwältigend! Er lud uns zum Frühstück ein. Dann passierte es, er fragte mich zweimal: „Hast du mich lieb?“ Ich antwortete jedes Mal, dass ich ihn liebe. Seine Antwort war jedes Mal, ich solle seine Schafe bzw. Lämmer hüten und füttern. Als er das dritte Mal fragte, war ich sehr traurig. Es erinnerte mich daran, dass ich ja auch dreimal gesagt hatte, ich würde ihn nicht kennen. Doch auf die Antwort „Herr, du weißt alles, du weißt auch, dass ich dich liebe!“ sagte er wieder, dass ich seine Schafe hüten solle. Das bedeutet, dass ich an seiner Stelle handeln und für die Menschen da sein soll. Ich denke, das kann ich am besten in Jerusalem.
Liebe Grüße
Dein Petrus

Chefdetektiv

„Tja, dieser Jesus ist gestorben. Nun gibt es Gerüchte, dass er wieder lebt. Fakt ist, dass seine Leiche verschwunden ist. Doch wie geht es mit seinen Nachfolgern weiter? Wird die Gruppe sich auflösen, jetzt, wo der Anführer fehlt, oder macht sie weiter? Wenn ja, wer wird ihr Anführer sein? Eine Magd ist zu uns ins Detektivbüro gekommen. Sie arbeitet beim Hohepriester. Sie hat gesagt, dass bei der Verhaftung Jesu ein verdächtiger Mann auf den Hof gekommen sei. Der könnte ein Nachfolger Jesu sein und vielleicht Ärger machen. Sie habe ihn auf Jesus angesprochen, aber er habe geschworen, dass er Jesus nicht kennt. Er habe sich sogar selbst verflucht (Joh 18,17).

Ein weiterer Zeuge, ein Freund des Mannes, dem bei der Verhaftung das Ohr abgehauen wurde, hat auch ausgesagt. Er hat diesen Mann erkannt als einen, der mit Jesus unterwegs war (Joh 18,10). Das würde uns nicht viel helfen. Aber beide haben zwei Beweismittel sichergestellt: Die Magd hat einen Becher aufbewahrt, aus dem der Verdächtige getrunken hat, und der Mann hat einen Fußabdruck gesichert. Außerdem haben sie eine Beschreibung abgegeben: Der Verdächtige ist männlich und spricht einen Dialekt, wie er in Galiläa, also auch am See Genezareth, gesprochen wird. Von dem Becher habe ich schon einmal die Fingerabdrücke sichergestellt. Dann habe ich veranlasst, dass Briefe kontrolliert werden, die in Richtung Galiläa gehen. Ich habe aber keine Zeit gehabt, die Fingerabdrücke auf den Briefen mit dem vom Becher zu vergleichen und eine Skizze von dem Fußabdruck zu machen. Ihr bekommt von mir:

  • einen Lageplan
  • den Gipsabdruck von einem Schuh
  • einen Becher mit einem Fingerabdruck
  • Briefe, die in Richtung See Genezareth abgeschickt wurden, mit gesicherten Fingerabdrücken.

Schaut ihr, was ihr herausfinden könnt!“

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Kapernaum

1. Zeichnet den Fußabdruck ab. Achtet dabei auf Größe und Profil der Sohle. Es liegen nämlich auch falsche Schuhe herum!
2. Untersucht die Fingerabdrücke von den Briefen und vom Becher: Wer ist der Verdächtige?

3. Lest den Brief des Verdächtigen. Wo könnte er hingegangen sein?

4. Schaut euch den Lageplan an. Geht dorthin, wo ihr den Verdächtigen vermutet und sucht nach einem Schuh, der zu dem Schuhabdruck passt. Achtung: Unterwegs liegen auch falsche Schuhe herum. Jede Gruppe findet dort einen eigenen Schuh. Wenn für alle Gruppen der gleiche Schuhabdruck und Schuh gilt, muss das geändert werden.
5. Wenn ihr den richtigen Schuh gefunden habt: Sucht im Umkreis von 2 m nach dem nächsten Hinweis.
6. Lest den Hinweis und findet heraus: Steht der Verdächtige in Gefahr, gewalttätig zu werden?

7. Was soll der Verdächtige im Auftrag von Jesus tun? und Lämmer weiden und hüten.
8. Wenn ihr die Buchstaben der hervorgehobenen Kästchen einfügt, erfahrt ihr, wo die Belohnung ist.

Hinweis: Aufgabe 6: I = X, Aufgabe 7: S = Y, A = Z
X, Y, Z werden vor Ort definiert, es können Zahlen oder Silben sein, die den richtigen Ort angeben. (Lösung hier: Raum 109)

Hinweis: Gruppe 1 löst zuerst Aufgabe 1. Gruppe 2 fängt mit Aufgabe 2 an und löst dann erst Aufgabe 1.

Vertiefung

Spiel „Lagerfeuer“

Material: Musikabspielgerät, Bratpfanne, Holz für Lagerfeuer, Marshmallows, Gummibärchen (oder eine andere Süßigkeit, die sich „aufspießen“ lässt), Stock oder Spieß

Die Kinder sitzen im Kreis um das „Lagerfeuer“. Die Marshmallows/Gummibärchen werden auf einen Stock aufgespießt oder in eine Pfanne gelegt. Der Stock bzw. die Pfanne wird so lange im Kreis herumgereicht, wie die Musik spielt. Wenn sie aufhört, muss das Kind, bei dem gerade der Stock oder die Pfanne ist, eine Frage beantworten. Weiß es die Antwort, darf es einen Marshmallow oder ein Gummibärchen essen.

Fragen zur Geschichte

  1. Warum denkt Petrus, dass Jesus nicht von Grabräubern gestohlen wurde? (Die Leinentücher waren ordentlich aufgerollt – so viel Mühe macht sich ein Grabräuber nicht.)
  2. Was ist das Besondere an dem Tipp, den Jesus am Morgen gibt? (Er weiß, wo Fische sind.)
  3. Woran erinnert Petrus der außergewöhnliche Fischfang nach der Auferstehung Jesu? (an die ersten Begegnungen mit Jesus)
  4. Wie oft hat Petrus gesagt, dass er Jesus nicht kennt? (dreimal)
  5. Wie oft hat Jesus ihn gefragt, ob Petrus ihn liebt? (dreimal)
  6. Hat Jesus Petrus seine Feigheit vergeben? (Ja)
  7. Was soll Petrus nun hüten und beschützen?

a. Schafe
b. Flöhe
c. Fische

8. Was meint Jesus mit Schafen?

a. Tiere
b. Menschen, die ihm vertrauen
c. Juden

9. Was bedeutet das Hüten und Beschützen praktisch? Nenne zwei Beispiele. (den Menschen helfen, den Weg zu Jesus zeigen)
10. Wie sieht Jesus uns? (Er hat uns lieb, vergibt uns auch immer wieder neu.)

Liedandacht

Material: Liedzettel, Musikabspielgerät, Lied „Du bleibst an meiner Seite“ und „Wo ich auch stehe, du warst schon da“

  • Worum geht es in dem Lied?
  • Wer sind die Personen (Jesus und „ich“)?

Gespräch über verfolgte Christen heute

Informationen siehe z. B. www.opendoors.de

Für jüngere Kinder: „Schwammdrüber-Blues“

Text von Rainer Schnebel (Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors) mit der Melodie von „Eine Insel mit zwei Bergen“.
Ref: Wenn ein Schwamm als Schwamm ganz langsam über alles drüber fährt, ist was da war nicht mehr da und das ist dann auch nicht verkehrt.
1. Doch zuerst will ich mich fragen, wo ist meine Schuld dabei, und dann will ich ehrlich sagen, bitte du und du verzeih!
Ref: Wenn ein Schwamm als Schwamm ganz langsam über alles drüber fährt, ist was da war nicht mehr da und das ist dann auch nicht verkehrt.
2. Ich kann selber gut verzeihen, wenn auch mir verziehen wird, Gott kennt alle meine Schuld und verzeiht ganz unbeirrt.

Gebet

Wir sollen anderen vergeben, so wie Jesus uns immer wieder vergibt. Überlegt euch, wem ihr vergeben wollt. Ich mache während des Gebetes eine Pause und dann könnt ihr in Gedanken den Namen einfügen.

Lieber Herr Jesus, du bleibst an meiner Seite, du schämst dich nicht für mich, egal wie peinlich ich mich benehme. Vielen Dank für deine Liebe! Vielen Dank, dass du mir immer wieder meine Fehler vergibst. Hilf mir, auch anderen zu vergeben, wenn sie an mir schuldig geworden sind. Hilf mir, meinen Freunden, meinen Feinden, meinen Eltern, meinen Lehrern, meinen Klassenkameraden immer wieder neu zu vergeben, so wie du mir vergibst! (Hier können Kinder in Gedanken Namen einfügen.) Amen.

(siehe auch Gebet um Vergebung, Fall 7.)

Bastel- und Spielideen

Spiele

Tabu zum Thema Spuren

siehe Detektivspiele im Anhang

Petrus-Olympiade

1. Petrus heißt auf Deutsch „Fels“

Material: große Steine oder Kieselsteine
Welche Gruppe stapelt die Steine am höchsten?

2. Petrus war Fischer

  • Wettfischen
    Material: Kiste, Papierfische mit Büroklammer, Angel bzw. Stöcke mit Schnur und Magnet Welche Gruppe fischt die meisten Fische?
  • Netz knüpfen
    Material: Fäden
    Welche Gruppe hat am schnellsten das größte, dichteste Netz geknüpft?

3. Ausreden: Petrus sagt, dass er Jesus nicht kennt

Ausreden erkennen, siehe Spiel „Sag die Wahrheit“, Detektivspiele im Anhang

4. Petrus folgt den Soldaten in den Hof des Hohepriesters

Material: Taschenlampe, Augenbinde, Schatz
Im verdunkelten Raum sitzt der Wächter eines Schatzes. Ein Kind muss sich anschleichen, um den Schatz zu stehlen. Wenn der Wächter etwas hört, zielt er mit der Taschenlampe auf das Geräusch. Trifft er, muss der „Dieb“ zurück und das nächste Kind ist dran. Der Wärter muss gezielt leuchten und darf nicht einfach mit der Taschenlampe umherscheinen. Welche Gruppe hat die leisesten „Diebe“?

5. Petrus wird als Hirte oder Leiter der Gemeinde eingesetzt

siehe Hirtenspiele bei Fall 1

Bastelideen

Fischmobile

Material: feste durchsichtige Folie, Window Color, durchsichtiger Faden, Nadel, kurze Stöcke, Schere

Fische werden aus der Folie ausgeschnitten und mit Window Color bemalt. Trocknen lassen. In der nächsten Stunde werden die „Fische“ mit Hilfe von Nadel und Faden an Stöcken befestigt und aufgehängt.

Blumenstecker: Hahn

Material: Moosgummi in verschiedenen Farben, Federn, Holzspieß, Flüssigkleber, Hahnschablone, Stift, Schere

Der Hahn krähte, als Petrus Jesus verriet. Deshalb sieht man auf vielen Kirchtürmen einen Hahn als Mahnung, Jesus treu zu bleiben.
Es wird ein Hahn aus Moosgummi ausgeschnitten. Der Kamm wird rot aufgeklebt. Der Schwanz wird mit Federn oder gebogen geschnittenem Moosgummi angeklebt. Der Hahn wird dann auf den Holzspieß geklebt. Zuhause kann er in den Blumentopf gesteckt werden.

Käsefüße backen

Petrus hat immer wieder Angst und kommt ins Schwitzen.
TIPP: Da bei der Teigzubereitung nur einer beschäftigt ist, kann man den fertigen Teig zu Hause vorbereiten und mitbringen.

Zutaten/Hilfsmittel

  • 2 Eier
  • 250 g Butter
  • 250 ml Sahne
  • 2 Prisen Salz
  • 2 Messerspitzen Paprika edelsüß
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver
  • 500 g Mehl
  • 400 g Emmentaler oder Gouda gerieben
  • 2 Eigelb
  • Sesam, Mohn, Kümmel
  • Wellholz
  • Brettchen
  • Backpapier
  • Ausstecher oder Schablone
  • Messer

Eier und Butter zusammen verkneten. Sahne, Salz, Paprika, Backpulver, Mehl und Käse zu einem Teig verkneten. Den Teig mindestens 15 Minuten kalt stellen. Den Teig einen halben Zentimeter dick ausrollen, mit Fußausstecher ausstechen oder Fußschablone auflegen und umfahren. Mit Eigelb bestreichen und mit Sesam, Mohn oder Kümmel verzieren. Bei 180 °C 12-15 Minuten backen.

Barabbas versteht die Welt nicht mehr, er kommt frei (Fall 11)

Schwerpunkte

  • Hintergründe der Verurteilung Jesu
  • Jesus ist Herr der Situation – er wusste, dass Judas ihn verraten würde und dass er gefangen genommen werden soll; er hätte es verhindern können, z. B. indem er flieht
  • Jesus als „wahrer Mensch und wahrer Gott“ kennt Angst, er kann unsere Angst verstehen – wichtig: Jesus hatte zwar Angst, doch die Angst hat ihn nicht beherrscht, er hat trotzdem Gott gehorcht
  • Jesus ruft die Jünger zum Gebet auf: „Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach“ (Mk 14,38) – die Kinder sollen sich bewusst sein, dass man manchmal das Richtige will, doch aus eigener Kraft nicht dazu in der Lage ist
  • Die Ablehnung der Führenden in Israel beruht auf der Angst vor dem Verlust von Ehre und Geld, auf der Angst vor den Römern bzw. dem Unglauben, dass Jesus der Messias ist

Besonderheit

Es werden mindestens zwei Mitarbeitende benötigt

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Die Kreuzigung Jesu ist nicht nur in den vier Evangelien des Neuen Testaments, sondern auch in anderen antiken Schriften bezeugt. Cornelius Tacitus, Historiker und römischer Statthalter der Provinz Asien, berichtet zum Beispiel davon: „Christus, von dem sie diesen Namen ableiten, wurde in der Regierungszeit des Tiberius unter dem Statthalter Pontius zum grausamen Tode verurteilt.“

Von Barabbas wissen wir nicht viel. In knappen Worten wird in den Evangelien beschrieben, dass er im Gefängnis war, weil bei einem Aufruhr in der Stadt jemand ermordet wurde. Er kam frei, weil Jesus an seiner Stelle von Pilatus verurteilt wurde.

Die Erklärung, warum Jesus sterben muss, wird in der nächsten Stunde gegeben. Aus dem Bericht über den letzten Abend, den Jesus mit seinen Jüngern verbracht hat, der Gefangennahme und der Verurteilung könnte man viele Einheiten gestalten. Ich bin auf den Verrat von Petrus – er wird nach Ostern thematisiert – und auf die Situation Jesu vor Pilatus und Herodes nicht eingegangen. Das Thema des alten und neuen Bundes, das im letzten gemeinsamen Essen von Jesus mit seinen Jüngern angesprochen wird, wird im nächsten Detektivfall aufgegriffen.

Man kann noch auf das Abendmahl eingehen. Doch es gibt beim Abendmahl viele Streitpunkte (je nach theologischem Verständnis und liturgischer Praxis) – deshalb wurde es hier nicht thematisiert.

Erlebniswelt der Kinder

Die Kinder werden noch nicht so viel von den Römern wissen und beim Spiel „1,2 oder 3“ an manchen Stellen raten müssen. Um aber die Situation von Barabbas zu verstehen, ist es gut, wenn sie einige Informationen bekommen bzw. ihr Wissen auf das gleiche Niveau gebracht wird.

Es wird den Kindern klar sein, dass ein Mörder ins Gefängnis gehört. Je nachdem wie sie erzogen wurden, werden sie Strafen kennen und vielleicht auch die Erleichterung, wenn die Strafe ausbleibt.

Für Kinder, die diese Geschichte nicht kennen, ist es hilfreich, wenn sie im Anschluss noch aus einer modernen Bibelübersetzung vorgelesen wird (Mk 14,12-52 (53-65); Mk 15,6 f.).

Es ist wichtig, dass auf einige Aussagen des Detektivfalles eingegangen wird, damit es keine Missverständnisse bei den Kindern gibt, zum Beispiel bei den Anklagepunkten der Priester. Es könnte der Eindruck entstehen, dass Jesus zu Recht von den Priestern verurteilt wurde, er also schuldig ist. Es muss klar werden, dass keiner dieser Punkte dazu ausreicht, jemanden zum Tode zu verurteilen! Die Sorgen der Priester (Arbeit am Sabbat, Vertreibung der Händler aus dem Tempel, Menschenmenge, Messias-Anspruch) wurden in den vorherigen Stunden behandelt, sodass man daran erinnern kann. Ebenso kann es jüngere Kinder verunsichern, dass Jesus Angst hatte. Es ist wichtig herauszustellen, dass es keine Schande ist, Angst zu haben und dass die Angst Jesus nicht beherrscht hat. Weil er wahrer Gott und wahrer Mensch war und so eben auch ganz Mensch, kann Jesus verstehen, wenn wir Angst haben.

Einstieg

Katapultspiel

Material: pro Kind einen Löffel und einen Stock o. Ä., kleine Schokoladeneier oder Nüsse o. Ä., einen kleinen Eimer

Heute geht es um ein Volk, das vor über 2.000 Jahren viele Länder erobert hat. Unter anderem hatten sie auch ein Katapult, mit dem man Mauern einreißen konnte.

TIPP: Man kann den Kindern ein Bild von einem Katapult aus dem Internet zeigen.

Ein Löffel wird über einen dicken Stock oder eine Haushaltsrolle gelegt. Ein Schokoladenei oder etwas Ähnliches wird in die Kuhle des Löffels gelegt. Nun schlägt man mit der Hand auf den Stil des Löffels und versucht, mit dem Schokoladenei in einen kleinen Eimer zu treffen. Variante: Ein anderes Kind muss versuchen, das Schokoladenei aufzufangen.

Vorwissen über die Römer

Material: Europakarte, 5-Euro-Schein, Süßigkeiten oder getrocknete Erbsen, Schilder 1, 2, 3

  • Europakarte: Die Kinder zeigen, wo sich Deutschland, Rom und Israel befinden.
  • 5-Euro-Schein: Auf diesem Schein ist ein Bauwerk der Römer. Wer weiß, was es ist und wo es steht? (Aquädukt: römische Wasserleitung, Pont du Gard: Südfrankreich)
  • Spiel „1, 2 oder 3“ zum Thema „Römer in Israel“ (Spielbeschreibung siehe Fall 7)

A. Die Römer lebten nicht nur in Rom, sondern hatten …

  1. auch Irland besetzt.
  2. unter anderem Israel und den gesamten Mittelmeerraum besetzt.
  3. ganz Russland besetzt.

B. Die Bewohner in diesen Ländern …

  1. freuten sich über die römische Lebensweise.
  2. freuten sich über die schönen Straßen.
  3. wehrten sich oft dagegen.

C. Berühmte, erfundene Widerstandskämpfer waren …

  1. Dick und Doof.
  2. Asterix und Obelix.
  3. Tom und Jerry.

D. In Israel nannten sich die Widerstandskämpfer …

  1. Zeloten.
  2. Goten.
  3. Zoten.

E. Der römische Statthalter von Jerusalem hieß …

  1. Cäsar.
  2. Picasso.
  3. Pontius Pilatus.

F. Zum Tode verurteilte Nichtrömer wurden …

  1. gekreuzigt.
  2. erschossen.
  3. gehängt.

G. Beim Passahfest freuen sich die Juden, dass …

  1. Gott sie aus Ägypten befreit hatte.
  2. sie eine gute Ernte hatten.
  3. sie einen Sieg über die Philister errungen hatten.

Gespräch

  • Stellt euch vor, ihr habt etwas Schlimmes gemacht, auf das eine sehr unangenehme Strafe steht, und jemand anderes wird für euch bestraft. Wie fühlt ihr euch?
  • Stellt euch vor, es wird von euch verlangt, etwas zu machen, von dem ihr wisst, dass ihr verletzt werdet und es absolut uncool ist. Wie fühlt ihr euch? Wie würdet ihr reagieren?

Aktion

Ablauf des Detektivfalls

Aus der Sicht von Barabbas erleben die Kinder die Verurteilung Jesu durch Pilatus. Barabbas möchte wissen, warum er freigelassen wird bzw. wer für ihn sterben wird. Er trifft einen Mann, bei dem Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern zu sich genommen hat. Die Kinder untersuchen diesen Tatort und finden Hinweise auf zwei Männer, die sie zu den Umständen der Verhaftung befragen können. Sie suchen diese „Männer“ und befragen sie. Die Antworten zu ihren Fragen ergeben einen Lösungscode, der sie an den Ort führt, wo sie die Belohnung / den Schatz suchen können und der Abschluss mit einem Statement von Barabbas zu dem Fall und Gebet stattfindet.

Anspiel

Kann auch erzählt werden oder man lässt die Kinder die einzelnen Rollen „Sprecher“ und „Wärter“ bzw. „Gast im Wirtshaus“ vorlesen.
Personen: Barabbas, Wärter, Gast im Wirtshaus, Stimmen im Hintergrund (eventuell auf Datenträger aufgenommen), Sprecher/Sprecherin

Material

  • abgewetzter Umhang mit Aufschrift Barabbas
  • Handschellen oder Fesseln
  • Hocker
  • Toga und Schwert für Wächter – es geht aber auch ohne Verkleidung
  • Kulisse: vergittertes Fenster (Plakat)
1. Szene

Barabbas sieht aus dem vergitterten Fenster. Er ist in verzweifelte Selbstgespräche vertieft:

Barabbas:Ich halte das nicht mehr aus! Zum Tode verurteilt! Ich will leben! Was suchen die Römer auch in unserem Land? Die gehören doch nicht hierher! Da müssen sie sich doch nicht wundern, wenn die Bevölkerung sich wehrt!
Wache:Ruhe da drinnen!
Barabbas:Ich will leben!
Wache:Hättest halt niemanden umgebracht.
Barabbas:Ja, ja, hinterher ist man immer klüger! Ach, was soll ich nur machen! Wenn doch nur schon der Messias gekommen wäre, der hätte die Römer vertrieben und ich säße nicht hier!
Wache:Halt die Klappe! Dein Messias kann dir auch nicht helfen. Wer soll das denn auch sein?
Barabbas:Gott hat unserem Volk versprochen, dass er uns einen gerechten König schickt, der alle unsere Probleme lösen wird und ein Friedensreich schaffen wird.
(5. Mose 18,15; Hesekiel 34,23 f.) Was ist das für ein Lärm da draußen? Ich höre, wie jemand ausgepeitscht wird. Da, ich höre Stimmen! Kommen sie schon, um mich zu holen?

Man hört laute Stimmen im Hintergrund.

Stimme 1:Er muss uns heute einen frei lassen!
Stimme 2:Ach, du kennst doch Pontius Pilatus, der ist so grausam, dem sind wir doch egal!
Stimme 1:Dem heizen wir ein!
Barabbas:Das wäre die Rettung! Es ist üblich, dass zum Passahfest ein Gefangener freigelassen wird. Doch da werde ich keine Chance haben. Pontius Pilatus wird mich bestimmt nicht freilassen! Ich gehöre hier bestimmt zu den gefährlichsten Verbrechern.
Stimmen:Barabbas! Barabbas! Barabbas!
Barabbas:He, warum rufen die meinen Namen? Wollen die, dass ich noch besonders hart bestraft werde? Ich will leben! Hört ihr, ich will leben!
Stimmen:Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!
Barabbas:lässt sich auf den Hocker fallen und schlägt die Hände vor das Gesicht: Oh nein! Es ist alles aus!
Wächter:kommt in die Zelle und sagt barsch: Komm mit!
Barabbas:lässt sich willenlos zur Tür führen. Draußen nimmt der Wächter die Fesseln ab und sagt: Du kannst gehen!
Barabbas:Wie jetzt? Frei?
Wächter:Sie haben einen anderen für dich verurteilt. Du bist frei!
Sprecher/
Sprecherin:Barabbas ist fassungslos. Er ist frei, weil ein anderer für ihn die Strafe trägt.
Barabbas:Ich muss herausfinden, wer das war! Wer wird da für mich sterben? Doch zuerst gehe ich etwas essen.
2.Szene: In einem Gasthaus in Jerusalem

Barabbas setzt sich zu jemandem an den Tisch. Er spricht den Gast neben ihm an.

Barabbas:Warum bist du denn so traurig?
Gast:Ach, hast du es denn nicht mitbekommen? Sie haben Jesus von Nazareth verurteilt. Dafür wurde ein anderer freigelassen!
Barabbas:Woher weißt du das?
Gast:Ach, dieser Jesus war gestern Abend noch bei mir zu Gast und hat mit seinen Freunden gegessen. Doch stell dir vor, gerade eben hörte ich von seiner Verurteilung bei Pilatus.
Barabbas:Ist ja interessant. Wie war dieser Jesus so? Was hat er angestellt, dass ihn Pilatus zum Tode verurteilt hat? Ich habe eigentlich immer nur gehört, dass er Menschen gesund gemacht und Vorträge gehalten hat.
Gast:So genau weiß ich das nicht. Doch du kannst dir das Zimmer ansehen, wo er gestern noch mit seinen Freunden war. Vielleicht siehst du etwas, das dir hilft. Vielleicht findest du ja auch Hinweise auf seine Freunde, die du fragen könntest.

Chefdetektiv

„Wir helfen Barabbas! Geht zum Saal von dem Festmahl.“ (Ort angeben)

Tatort: Letztes Abendmahl

Material allgemein

  • Lageplan des Geländes mit folgenden Ortsangaben: Tempel – Halle der Quadersteine, Garten Gethsemane (siehe „Ablauf der Detektivfälle“)
  • Zeitungsüberschriften
  • Protokoll des Sanhedrin
  • Brief
  • Detektivaufträge
  • Stifte
  • Der Tatort wird mit einem Tisch und mehreren Kissen gestaltet. Auf dem Tisch stehen 13 (Papp-) Teller und Becher. Hier liegen außerdem folgende Hinweise, die die Detektive finden müssen:

Material für Indizien

  • Fahndungsbogen mit Adresse des Sanhedrin: Tempel – Halle der Quadersteine

Gesucht!
Name: Jesus aus Nazareth
Wer einen Hinweis zum Verbleib von Jesus aus Nazareth geben kann, der zur Ergreifung dieses Mannes führt, erhält eine Belohnung!
gez. Kaiphas
Halle der Quadersteine

  • ein Gegenstand aus der „Hosentasche von Matthäus“ als Hinweis auf einen Jünger, der befragt werden kann, z. B. Gürtel, Lederbeutel, Taschentuch oder Stock mit dem Namen Matthäus
  • Heft mit Aufschrift: Pessach Haggada (ein Buch, in dem die Liturgie beim Passahfest steht)

Die Detektive befinden sich am Tatort und bekommen Detektivauftrag 1 und den Lageplan mit Detektivauftrag 2.

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Jerusalem

Detektivauftrag 1

Schaut euch den Tatort an und klärt folgende Fragen:

  1. Welche Indizien habt ihr gefunden?
    Lösung: z. B. Gürtel von Jünger, Fahndungsbogen, 13 Teller, Pessach Haggada)

a.
b.
c.
d.
Tragt die Buchstaben hinter der richtigen Lösung der folgenden Fragen unten im Lösungswort ein!

2. Mit wie vielen Freunden hat Jesus hier gefeiert?

a. 10 (   )
b. 11 (   )
c. 12 (   )

3. Was hat Jesus mit seinen Jüngern gefeiert?

a. Passahfest (   )
b. Weihnachtsfest (   )
c. Pfingsten (   )

4. Was für Zeugen könntet ihr befragen? (Untersucht die Indizien!)

Zeuge 1
a. Zacharias (   )
b. Kaiphas (   )
c. Levi (   )

Zeuge 2
a. Matthäus (   )
b. Josef (   )
c. Nikodemus (   )

Tragt die Buchstaben aus den Kästchen neben der Aufgabe hier ein: Lösungswort 1:

Detektivauftrag 2

Schaut euch jetzt den Lageplan an. Auf dem Lageplan sind zwei Orte angegeben. Sucht beide Zeugen und befragt sie. Wenn der eine Zeuge schon im Gespräch mit einer Gruppe ist, dann sucht den anderen Zeugen. Sucht bei den Indizien nach einer Adresse!

Nun suchen die Kinder und finden Zeuge 1, den Priester Kaiphas, im „Tempel – in der Halle der Quadersteine“. Er ist sehr aufgebracht und gibt Einblick in Zeugenaussagen:

Was hatten die Führenden in Israel gegen Jesus? Der Zeuge gibt den Detektiven die Hinweise. Zwei Möglichkeiten
a.Ein Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin berichtet mündlich und zeigt dabei Beweismittel.
b.Die Beweismittel werden den Kindern gegeben. Sie sollen ihre eigenen Schlüsse ziehen.

TIPP: Die Beweismittel doppelt ausdrucken, so können zwei Gruppen gleichzeitig arbeiten.

Achtung: Es ist wichtig, dass der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin seine/ihre Sorgen bezüglich Jesu Verurteilung darstellt und auch die Verteidigung Jesu, sonst denken die Kinder, Jesus sei zu Recht verurteilt worden!

Detektivhinweise

Zeitungsüberschriften
  • Jesus ein Gesetzesbrecher? Er heilt einen Mann am Sabbat!
  • Tempelverantwortlicher empört!
  • Jesus treibt Händler aus dem Tempel! Jesus findet Beten wichtiger als das Geschäft!
  • Menschenmenge hängt an den Lippen von Jesus – täglich zu hören im Tempel!
  • Hoffentlich gibt es keinen Aufruhr und die Römer nehmen uns das Land weg und verschleppen uns als Sklaven!
  • Ist Jesus der Messias?
  • Er reitet, so wie der Prophet SacharJa den Messias angekündigt hat, auf einem Esel in Jerusalem ein.

Protokoll des Sanhedrin – Oberster Rat

Fall Jesus von Nazareth:
Jesus von Nazareth wurde in den Morgenstunden vorgeführt. Auf die Frage, ob er der „Sohn Gottes“ sei, antwortete er: Ich bin’s.
Urteil des Sanhedrin: Gotteslästerung = Todesstrafe
Jesus von Nazareth wurde zum römischen Statthalter Pontius Pilatus gebracht, da wir Juden kein Todesurteil ausführen dürfen.

Brief

Kommt zum Garten Gethsemane in ungefähr einer Stunde.
Wen ich mit einem Kuss begrüße, den ergreift!
Gezeichnet: Judas

(Es handelt sich um einen handgeschriebenen Zettel.)

Fortsetzung Detektivauftrag 2

Zeuge Nr. 1
Name:Kaiphas
Ort:Tempel – Halle der Quadersteine
Fragt den Zeugen: Was hatten die Führenden in Israel gegen Jesus?

  1. Jesus sind Gesetze wichtiger als die Kranken.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

2. Jesus sind Gebete wichtiger als das Geld.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

3. Die Führenden glauben nicht, dass Jesus, Gottes Sohn bzw. der Messias ist.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

4. Sie haben mehr Angst vor den Römern als vor Gott.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

5. Rechtfertigen diese Gedanken ein Todesurteil?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

Matthäus wird von Detektiven beim Garten Gethsemane gefunden. Der Jünger ist ganz ängstlich, vermutet bei dem Frager einen Spion.

Zeuge Nr. 2
Name: Matthäus
Ort: Gethsemane

Fragt den Zeugen: Was ist während der Feier passiert? Wie ist es danach weitergegangen?

Matthäus berichtet:

„Jesus war beim Essen ganz ernst. Wir waren alle ganz erschrocken, als er plötzlich sagte: ‚Einer von euch wird mich verraten!’ Etwas verwirrt waren wir dann, als er von einem neuen Bund oder Vertrag sprach, der durch sein vergossenes Blut zustande kommen wird. Er bat uns, dass wir immer, wenn wir wieder zusammenkommen, beim Essen daran denken sollen, dass das Brot sein Leib und der Wein, sein Blut ist. Das hat für uns keinen Sinn ergeben.

Nach dem Essen sind wir in den Garten Gethsemane gegangen. Unterwegs sprach Jesus von seinem Tod. Petrus sagte, dass er bereit wäre, für Jesus zu kämpfen und zu sterben. Jesus antwortete, dass Petrus ihn schon in dieser Nacht drei Mal verraten würde!

So habe ich Jesus noch nie erlebt! Er war voller Angst und bat, dass wir beten sollten. Wir sollten nicht in Versuchung fallen. Es war ganz komisch. Uns alle befiel so eine Müdigkeit, dass wir nicht beten konnten. Mit einem Ohr bekam ich noch mit, dass Jesus Gott, seinen Vater, bat, dass er nicht tun muss, was Gott von ihm will. Doch dann hörte ich, wie er sagte: ‚Aber es soll geschehen, was du willst, nicht was ich will!’ Jesus kam zu uns, weckte uns und bat uns zu beten. Er sagte: ‚Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist in euch ist willig, doch eure menschliche Natur ist schwach!’ Doch wir waren so müde! Noch einmal kam Jesus nach dem Gebet zu uns und ermahnte uns. Dann geschah es. Plötzlich kamen bewaffnete Männer. An der Spitze war Judas, einer von uns. Er kam zu Jesus und wollte ihn küssen. Das war wohl das Erkennungszeichen! Einer von uns schlug noch einem Sklaven das Ohr ab. Dann haben sie ihn mitgenommen und wir sind geflohen. Ich habe noch mitbekommen, dass Jesus von dem höchsten jüdischen Gericht verhört wurde und dann dem römischen Statthalter Pontius Pilatus ausgeliefert wurde. Mehr kann ich euch nicht sagen.“

Beantwortet folgende Fragen:

6. War jemand bereit, für Jesus zu kämpfen?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

7. Wusste Jesus, was auf ihn zukam?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

8. Hatte Jesus Angst?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

9. Hat Jesus sich von seiner Angst beherrschen lassen?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

10. Was hat Jesus in seiner Angst geholfen?

a. Dass er mit Gott seinem Vater reden konnte. (   )
b. Dass seine Freunde bei ihm waren. (   )
c. Dass er dachte, dass er übernatürliche Kräfte hat. (   )

11. Warum sollen die Jünger beten?

a. Weil sie zwar alles richtig machen wollen, es aus eigener Kraft aber nicht können. (   )
b. Weil sie Feiglinge sind. (   )
c. Weil man das so macht. (   )

12. Wer hat Jesus verraten?

a. Jakobus (   )
b. Johannes (   )
c. Judas (   )

13. Das Erkennungszeichen war …

a. ein Kuss. (   )
b.ein Handschlag. (   )
c. ein Zuruf. (   )

Tragt die Buchstaben neben den richtigen Antworten unten auf den Linien ein: Lösungswort 2:
Wenn die Kinder beide Zeugen befragt haben und die Antworten richtig verstanden haben, finden sie den Ort, wo es die Belohnung / den Schatz gibt und der Abschluss stattfindet.

Vertiefung

Andachtsimpuls

Barabbas:

„Also wenn ich ehrlich bin, finde ich es ja super, dass ich nicht sterben muss, weil dieser Jesus für mich sterben soll. Alles, was ich über Jesus herausgefunden habe, ist, dass er Kranke geheilt und den Menschen von Gott erzählt hat und dass er viele Freunde, aber auch einige Feinde hatte. Die Oberen der Stadt haben sich geärgert, weil er dagegen war, dass im Tempel Geld gewechselt und Tiere verkauft wurden. Ebenso war es für sie unfassbar, dass er gesagt hat, er sei Gottes Sohn, der versprochene Messias. Aber er hat nichts getan, für das ein Mensch zum Tode verurteilt werden sollte. Eigentlich ist das eine schreiende Ungerechtigkeit! Die Jünger sind total verängstigt – wäre ich auch! Jesus hat zwar auch Angst gehabt, doch im Gegensatz zu den Jüngern scheint sie ihn nicht beherrscht zu haben. Er hat gewusst, dass er verraten wird und dass man ihn gefangen nehmen wird. Er hätte fliehen oder den Verräter unschädlich machen können. Es sieht so aus, als ob es Gottes Wille ist, dass er stirbt. Es war Jesus wichtiger, Gott zu gehorchen als seiner Angst nachzugeben. Doch so ganz habe ich das nicht verstanden. Mal sehen, ob ich zur Kreuzigung gehe – nicht dass die es sich anders überlegen und mich dazuhängen …“

Gebet

Material: Schale, Stifte, Kopiervorlage für das Gebet der Kinder oder Zettel
Jesus versteht uns, wenn wir Angst oder Sorgen haben. Er weiß auch, dass wir oft das Richtige wollen, aber nicht dazu in der Lage sind. Wir können ihn um alles bitten. Nun können wir das praktisch werden lassen: Worum macht ihr euch Sorgen oder worum möchtet ihr Gott bitten? Was würdet ihr gern Gutes tun, schafft es aus eigener Anstrengung aber nicht? Schreibt eine Bitte an Gott auf einen Zettel und legt ihn anschließend in die Schale. Die Zettel werden dann gemischt.

Lieber Vater im Himmel, ich bitte dich
Nun nimmt jeder einen Zettel aus der Schale. Ich fange mit dem Gebet an. Dann stupse ich meinen Nachbarn an, der liest seinen Zettel vor. Wenn er oder sie fertig ist, wird der nächste angestupst.

Hinweis: Wer an der Reihe ist, kann ein Gebet vorlesen oder auch leise beten, denn Gott kennt auch unsere Gedanken. Der nächste wird dann angestupst, wenn das leise Gebet zu Ende ist.

Einstiegsgebet des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin: Lieber Vater im Himmel, du kennst uns besser, als wir uns selbst kennen. Du kennst unsere Stärken und Schwächen. Du liebst uns und möchtest uns helfen. Du hörst uns, wenn wir laut oder wenn wir leise mit dir reden. So bringen wir dir, was uns beschäftigt.

Gebet der Kinder

Abschlussgebet des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin: Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns hörst. Öffne uns die Augen, dass wir dich und deine Antworten im Alltag sehen und hören. Amen

Bastel- und Spielideen

Römische Spiele

Katapultspiel

siehe Einstieg

Nussspiel

Material: Walnüsse

4 m von der Wand entfernt wird eine Abwurflinie markiert. Jeder Spieler rollt seine Walnuss so nahe wie möglich an die Wand. Gewonnen hat, wer der Wand am nächsten ist.

Bastelideen

Kreuze basteln

Aus Speckstein wird ein Schmuck-Kreuz gefeilt.
Material: Speckstein (in Bastelgeschäften gibt es auch fertige Kreuze, die nur noch mit der Feile abgerundet werden müssen), Feilen, Öl, Lederband

Aus Holz wird ein Kreuz für die Wand gebastelt. Am einfachsten: Holzstöcke über Kreuz zusammen binden.
Material: Holzstücke, Säge oder Gartenschere, Bänder oder Schnüre

Mosaik

Material: Mosaiksteine, Kleber
Manchmal zerbrechen Träume und Pläne, doch Gott kann aus unserem Zerbruch immer noch etwas Schönes machen. Auch Fliesen und Steine, die für ein Mosaik verwendet werden, wurden von großen Platten gebrochen. Im römischen Reich waren viele Villen und öffentliche Gebäude mit Mosaiken verziert. Auf einer Freizeit kann man größere Projekte durchführen, indem man zum Beispiel ein Tablett oder Blumentopf mit Mosaiksteinen vollständig gestaltet.

Hinweis: Bei der Auswahl der Gegenstände sollte man darauf achten, dass die Fläche, die beklebt werden soll, möglichst eben ist. Es eignen sich z. B. Spiegelfliesen.

Diese Themenreihe enthält fünf Gruppenstunden zum 1.Petrusbrief aus JUMAT 2/20. Die Reihe beginnt mit der Einheit zur lebendigen Auferstehungshoffnung. Es schließen sich vier Einheiten mit Zusagen und Mahnungen an, die Petrus den Gemeinden am Ende des 1. Jahrhunderts geschrieben hat und die auch heute noch für Kinder eine Relevanz haben.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen Entwurf für einen Familiengottesdienst zum Muttertag. Inhaltlich schließt das Thema des Gottesdienstes an die Einheit „Weggeworfen“ an, denn es geht um das Wegwerfen von Sorgen.

Das Ziel

Starter

Hilf deinen Mitmenschen und tue Gutes, so wie Gott dir Gutes tut!

Denn: Du sollst ein Segen sein für andere!

Checker

Gleiche nicht Böses mit Bösem aus und bitte Gott um seinen Segen für diejenigen, die dich verärgern. Denn: Du sollst ein Segen sein für andere!

Der Text an sich

Der Text, den Petrus an die Gemeinde schreibt, fordert die Männer und Frauen gleichermaßen auf, Gutes zu tun und gemeinsam geschwisterlich zu handeln.

Er beschreibt sie als Menschen, die Mitleid empfinden, und aus dieser Motivation heraus dem anderen helfen.

Dennoch ermahnt er die Menschen der Gemeinde – die Männer und Frauen – ganz deutlich, dass sie ihre Zunge hüten sollten.
Er ermahnt sie, nicht Böses zu tun, wenn ihnen Böses getan wird. Er ermutigt sie, nicht zu schimpfen, nur weil mit ihnen selbst geschimpft wird.
Er lehrt sie, nicht zu betrügen und nicht den anderen zu beleidigen, nur weil sie beleidigt worden sind.

Er gibt ihnen den Auftrag, vielmehr Gutes zu tun, geschwisterlich zu handeln und außerdem diejenigen zu segnen, die ihnen Böses antun. Demjenigen etwas Gutes zu tun, der ihnen Ärger bereitet, der sie betrügt, belügt oder mit Worten und Taten verletzt.
Er gibt ihnen den Auftrag, Gott für diejenigen um seinen Segen zu bitten, von denen sie selbst beleidigt werden.

Petrus schreibt in seinem Brief, dass diejenigen, die „das Leben lieben und gute Tage sehen wollen“ aufpassen müssen, was sie über andere Menschen oder zu anderen Menschen sagen und wie sie sich verhalten. Dass sie in Gemeinschaft leben, handeln und wachsen.
Gott ist es, der auf die Gebete hört und der das Gute in dem Menschen betrachtet. Gott ist es auch, der die Menschen richten wird.

Petrus macht die Menschen aus der Gemeinde durch eine Frage darauf aufmerksam, dass niemand ihnen etwas Böses antun kann, wenn sie auf Gottes Seite sind, Gutes tun und nach gutem Gewissen handeln. Gleichzeitig gibt er ihnen damit den Auftrag, auf ihr eigenes Handeln zu achten und ein Segen für andere Menschen zu sein.

Der Text für mich

Der Text im ersten Petrusbrief erinnert mich daran, barmherzig und mitfühlend auf meine Mitmenschen zu schauen, ihnen zu helfen, einander zu lieben und sie zu segnen.

In Vers 11 schreibt er, dass wir unsere Zungen hüten sollen.
An diesem Punkt bleibe ich beim Lesen des Bibeltextes lange hängen.
Ich stelle mir also selbst die Frage, wie oft ich ein gemeines Wort über die Lippen bringe, welches ich gar nicht sagen wollte. Wie oft habe ich schlechte oder gemeine Gedanken über eine Person, über die ich mich in diesem Augenblick ärgere?
Immer wieder erwische ich mich selbst, wie schnell ich etwas gesagt habe, ohne darüber nachzudenken. Ich erwische mich dabei, zu schnell zu urteilen, ohne meine eigene Meinung überhaupt fällen zu können.
Ich erwische mich dabei, mit Worten zurückzuschlagen, wenn ich mich angegriffen fühle.

Selbst stelle ich mir die Frage: Wie oft bitte ich Gott darum, die Menschen zu segnen, die mich verärgern?

Als Mitarbeiter im Kinder- und Jugendbereich sind wir ein wichtiges Vorbild für unsere Sprösslinge. Am wichtigsten ist es, den Kindern authentisch zu vermitteln, wie es bei dir ausschaut. Also stell auch du dir vorher die Frage: Schaffst du es, Gott um seinen Segen für deine „Feinde“ zu bitten? Wie wirkt sich das auf dein persönliches Leben aus?

Der Text für dich

Starter

Kinder kommen ins Gespräch: Mit Mama und Papa; mit Geschwistern oder mit anderen Kindern aus der Schule, der Gemeinde oder der Nachbarschaft. Manchmal kommt es vor, dass Streit entsteht oder gemeine Worte ausgesprochen werden.

Bestärke deine Jungscharkinder, bei einer Auseinandersetzung mit der Freundin oder dem Freund nicht sofort mit gemeinen Worten oder sogar mit Tritten oder Schlägen zu kontern und stattdessen auch mal einzustecken.
Manchmal ist es besser, nichts zu tun, als ebenfalls zu ärgern.

Ermutige sie darin, im Gebet zu Gott um ein Ende für den Streit und für schönere Gedanken zu bitten, denn eigentlich ist der andere ja ein Freund.

Wenn es um einen Streit mit den Eltern geht, bestärke sie darin, Gutes zu tun und statt zu ärgern oder zu schimpfen, der Mutter auch mal zu helfen oder ihr einen Gefallen zu tun.

Checker

Kinder kommen ins Gespräch: Mit Mama und Papa; mit Geschwistern oder mit anderen Kindern aus der Schule, der Gemeinde oder der Nachbarschaft. Manchmal kommt es vor, dass Streit entsteht oder gemeine Worte ausgesprochen oder gedacht werden.

Bestärke deine Jungscharkinder, bei einer Auseinandersetzung mit der Freundin oder dem Freund nicht sofort mit gemeinen Worten oder sogar mit Tritten oder Schlägen zurückzuschlagen und stattdessen auch mal einzustecken.
Hilf ihnen dabei, die Situationen, in denen sie sich über andere ärgern, bei Gott abzulegen und ihm genau zu schildern, was sie ärgert. Ermutige die Jungscharkinder aber auch, Gott genau in dem Moment, in dem der Ärger am größten ist, darum zu bitten, auf den anderen aufzupassen und ihm Gottes Segen zu schenken.
 

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Zeitung zerreißen

Mit dem folgenden Spiel können sich die Kinder einen Brief erspielen, der die Grundlage für die Verkündigung ist:
Alle Kinder ziehen die Socken aus. Die Aufgabe ist es, eine Zeitungsseite mit den Zehen in vier möglichst gleich große Stücke zu reißen.

Alternativ: Die Kinder, die ihre Socken nicht ausziehen möchten, dürfen sich mit einem anderen Kind zusammentun und versuchen gemeinsam mit den Füßen die Zeitungsseite in vier möglichst gleich große Stücke zu reißen.

Zur „Belohnung“ sollen die Kinder im Anschluss einen Brief bekommen.

Doch …

Idee 2: Ehrliche Einschätzung

Voraussetzung: Die Kindergruppe sollte sich schon etwas kennen und sowohl den anderen Kindern als auch den Mitarbeitern Vertrauen schenken.
Ablauf: Alle sitzen im Kreis. Die Kinder schließen ihre Augen und der Gruppenleiter liest Situationen vor: „Ich habe schon einmal ...“ Dabei nennt der Gruppenleiter Situationen, die „gut“ und „weniger gut“ sind.

Ein paar Beispiele:

  • den Müll rausgebracht
  • meiner Mama beim Kochen geholfen
  • ein anderes Kind gehauen
  • mit Mama geschimpft
  • meine Oma besucht, weil sie krank war
  • mich entschuldigt
  • eine Tafel Schokolade verschenkt
  • die Mama angeschrieen
  • einen Freund verpetzt
  • zurückgeärgert, wenn ich geärgert wurde
  • gestritten

Die Aufgabe an die Kinder ist es, die gestellten Fragen durch Hand heben (bedeutet: Ja, ich habe das schon einmal gemacht) oder nicht bewegen (nein, das habe ich noch nicht gemacht) zu beantworten. Dabei bleiben die Augen geschlossen.

Wichtig ist, dass ausschließlich der Gruppenleiter die Augen geöffnet hat, da die Kinder ehrlich antworten sollen und sich auch die Kinder, die ansonsten eventuell weniger an Gesprächen beteiligt sind, trauen sollen, eine wahrheitsgetreue Antwort zu geben.

Alternativ: Wenn das Vertrauen der Gruppe noch nicht vorhanden ist, lass die Kinder nicht ihre Augen schließen.
Stattdessen lies die Situationen vor und frage in die Runde, welche Situationen sie „positiv“ und welche sie „negativ“ einordnen würden.
Vielleicht entstehen durch das Einordnen auch schon Gespräche unter den Kindern, über die du nahtlos in den Verkündigungsteil überleiten kannst.

Verkündigung

Gespräch über den Text

Vorbereitung:

Der Text des Briefes wird zerschnitten und in einen Umschlag gesteckt. (Für jede Gruppe einen Umschlag.) Erstelle dir persönlich eine Liste mit möglichen Fragen zum Thema.

… Ohje! Nicht nur die Zeitung, sondern auch der Brief ist nun in Einzelteilen.

Teile die Kinder in kleine Gruppen zu je 3–4 Kindern. Dann verteile an jede Kleingruppe einen Briefumschlag mit den Briefteilen.

Die Aufgabe der einzelnen Gruppen ist es, die einzelnen Briefteile zusammenzupuzzlen und auf ein neues DIN-A4-Papier aufzukleben.

Im Anschluss lies gemeinsam mit allen Kindern den Brief, nach Bedarf auch ein zweites oder drittes Mal. Vielleicht kommen direkt Fragen seitens der Kinder auf. Sprich mit den Kindern über den Briefinhalt und darüber, wie sie das Gehörte im Alltag zu verstehen haben und umsetzen können.

Frage die Kinder, ob sie schon einmal etwas getan haben, was sie danach bereut haben. Gib ihnen Denkanstöße, über die sie sich Gedanken machen können:

  • Habe ich mich schon einmal gestritten?
  • Habe ich jemanden belogen?
  • Habe ich schon einmal jemanden verraten, verpetzt oder beleidigt?
  • Entschuldige ich mich, wenn ich Fehler mache?
  • Helfe ich Mama immer, wenn sie meine Hilfe braucht?
  • Helfe ich in der Schule jemandem in Mathe, obwohl derjenige mich zuvor auf dem Schulhof gehauen hat?

Das Wort Segen kommt vom lateinischen Wort „benedicere“ und bedeutet, jemandem von Gott her etwas Gutes zu sagen.

Frage die Kinder, was sie mit dem Wort „Segen“ verbinden. Besprich mit ihnen, was es bedeutet und was Gott an dieser Stelle von uns möchte, dass wir von Herzen Gutes tun.

Die andere Idee

Gespräch über den Bibeltext mit Bildern

Bringe den Kindern eine komplett unveränderte Version des Briefes mit und sprich mit ihnen über den Inhalt.

Zur Veranschaulichung kannst du in die Mitte Fotos mit Situationen legen oder Gegenstände und somit ins Gespräch kommen: Was passiert hier? Streiten wir auch manchmal? Wie können wir das ändern? Was können wir Gutes tun? Wie kann ich kleiner Mensch ein Segen für andere Menschen sein?

Beispiele für Bilder:

  • Menschen, die streiten
  • eine Person, die traurig ist
  • Menschen, die jemand anderen auslachen
  • Menschen, die alleine sind

Der Text gelebt

Wiederholung

Verteile kleine Notizblockzettel in zwei unterschiedlichen Farben (Beispiel: rot und grün). Lasse jedes Kind auf einen roten Zettel etwas schreiben (oder malen), was es getan hat, was nicht so toll war.

Lasse die Kinder auf einen grünen Zettel etwas schreiben (oder malen), was sie an der ersten Situation verändern möchten oder was sie Gutes tun wollen.

Das Aufschreiben bringt die Kinder selbst ins Nachdenken, was sie besser machen können. Sie können sich etwas überlegen, wie sie anderen Menschen helfen oder was sie ihnen Gutes tun können.

Die Zettelchen dürfen die Kinder mitnehmen, um sich selbst wieder daran zu erinnern Gutes zu tun und ein Segen zu sein!

Gespräch

Einzelne der oben genannten Fragen werden noch einmal aufgegriffen und damit thematisch vertieft.

Merkvers

Du sollst ein Segen sein.

Für Kinder ist es leicht, sich einen Satz zu merken, der genau so lang ist, wie sie Finger an jeder Hand haben – Ein Fünf-Finger-Merksatz:

DU (Daumen) SOLLST (Zeigefinger) EIN (Mittelfinger) SEGEN (Ringfinger) SEIN (kleiner Finger).

Alternativ: Ich soll ein Segen sein.

Gebet

Sammele mit den Kindern Gebetsanliegen.

An welche Menschen soll Gott ganz besonders denken?

Wo möchten wir uns mehr einbringen?

Betet in Gemeinschaft. Jedes Kind darf sagen, was ihm gerade einfällt oder du als Gruppenleiter betest und greifst das zuvor Gesammelte auf.

Kreatives

Männchenkette basteln

Jedes Kind darf eine Männchenkette basteln und darauf schreiben:

ICH SOLL EIN SEGEN SEIN

Dazu falte ein DIN-A4-Papier mehrfach und zeichne auf die vordere Seite ein Männchen. Dann schneide das Männchen aus. Achte dabei darauf, dass die Arme am Rand sind und nicht geschnitten werden, denn nur dann kann man die Kette am Ende aneinandergereiht aufhängen.

Spielerisches

Memory

Gestalte mit den Kindern ein eigenes Memory.

Dazu brauchst du im Vorfeld das Einverständnis der Eltern aus Datenschutzgründen.

Dann lass die Kindern Situationen darstellen und fotografiere sie. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass immer zwei Bilder gemalt werden.

Ein Paar bilden dann immer zwei verschiedene Fotos.

Beispiele für Paare:

  • zwei Kinder streiten – die zwei Kinder geben sich die Hand
  • ein Kind ist verletzt – ein Kind verarztet das Kind
  • einem Kind fallen alle Stifte aus dem Federmäppchen – ein Kind hilft beim Einsammeln

Rätselhaft

Die Kinder erhalten den Text des Briefes, bei dem die Buchstaben von einigen Wörtern durcheinander geraten sind. Die Aufgabe ist es, den korrekten Text zu entziffern.

Tipp: Das Rätsel kann zur Wiederholung und Vertiefung eingesetzt werden. Bei Kids, die gerne rätseln, kann sich der Text, schon in mehrere Teile zerschnitten, im Briefumschlag befinden.

(T)Extras

Lieder

Vom Anfang bis zum Ende (Immer und überall)

Der Herr segne dich

Aktionen

Sammle gemeinsam mit den Kindern Ideen, was sie Gutes tun können, wenn sie zu Hause sind. Lasse sie darüber nachdenken, wo sie etwas verändern können.
Überlegt euch eine Aktion, mit der ihr gemeinsam als Jungschar etwas Gutes tun könnt.

Beispiele:

  • Bastel- und Spielenachmittag mit den Männern und Frauen im Altenheim
  • gemeinsam Kuchen backen und nach dem Gottesdienst in der Gemeinde anbieten

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zum Propheten Elia aus JUMAT 1/20. Sie beginnt mit der Versorgung von Elia durch den Raben (1. Könige 17) und endet mit der Geschichte von Nabots Weinberg (1. Könige 21). Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Die Kinder wissen, dass Gott immer bei ihnen sein möchte und es leicht ist, für andere da zu sein.

Checker

Die Kinder wissen, dass Gott ihr ganzes Leben lang mit ihnen unterwegs sein möchte und dass Nächstenliebe nicht vom Ort oder der Zeit anhängig ist.

Der Text an sich

Der Bibeltext hat zwei verschiedene Handlungsorte. Auf der einen Seite sind wir im Königreich Ahabs, das seit der Ankündigung Elias unter einer dreijährigen Dürre leidet. In dieser Zeit hat Ahab, wie wir durch Obadjas Erklärung erfahren, viel Zeit darauf verwendet, Elia zu finden, um ihn zu töten. Außerdem wurden offenbar mehrere Propheten Gottes umgebracht, weil die Königin Isebel das so wollte. In dieser Wirklichkeit lebt Obadja, der Palastvorsteher, ein gottesfürchtiger Mann. Der Autor des Textes wird nicht müde zu betonen, dass Obadja 100 Propheten vor dem sicheren Tod gerettet hat. Er hat in dieser Situation also gegen seinen König und für Gott gearbeitet. Trotzdem ist er auch der Diener des Königs, der ihm offenbar so vertraut, dass er ihm wichtige Aufgaben überträgt. Wie zum Beispiel in dieser Dürrezeit auf Wassersuche zu gehen.

Auf der anderen Seite gibt es den Ort, an dem Elia sich aufhält und den Auftrag von Gott bekommt, zu dem Mann zurückzukehren, vor dem er geflüchtet ist, um das Ende der Trockenheit zu prophezeien. Ein spannender Auftrag, da die Stadt und insbesondere der König Elia nicht wohlgesonnen ist und er keine menschliche Unterstützung hat.

Obadja begegnet Elia auf seiner Suche nach Wasser und wirft sich, nach dem er ihn nach so langer Zeit erkannt hat, vor ihm nieder. Ein Zeichen der Dienerschaft. Und tatsächlich möchte Elia einen Dienst in Anspruch nehmen. Er soll sein Bote sein. Mit dem Hintergrundwissen, das Obadja über Ahabs Meinung über Elia hat, ist das keine dankbare Aufgabe. Er argumentiert damit, was er schon alles aufs Spiel gesetzt hat, um Gott zu dienen und versucht den Auftrag abzuweisen, mit dem Hinweis, dass er sterben wird, falls Elia nicht mehr da ist. Er hört vor Angst gar nicht mehr auf zu reden. Erst Elias Satz, der mit „So wahr Gott lebt“ beginnt, kann ihn beruhigen und überzeugen. Wieder setzt er seine Dienerschaft für Gott über die Dienerschaft zu einem Menschen. Nicht weil Elia es gesagt hat, geht er los, sondern weil Gott es so will. Obadja ebnet den Weg, dass Elia und Ahab sich begegnen, ohne dass Elia direkt am Stadttor gefangen genommen wird. Obwohl er sonst kaum wieder auftaucht, ist er in diesem Moment eine Schlüsselfigur, weil er auf Gott vertraut.

Der Text für mich

In dieser kurzen Geschichte des Obadja kann ich viel von ihm lernen. Er hat in der Vergangenheit sein Leben für Gott riskiert. Und er dachte wahrscheinlich, dass er damit seinen Teil getan hat. Diesen Gedanken kenne ich in abgeschwächter Form auch. Nachdem ich irgendwas für Gott gemacht habe, denke ich mir „So, das muss doch erst mal reichen. Ich habe mein Soll getan.“ Doch plötzlich sieht Obadja sich wieder in einer lebensgefährlichen Situation und fleht darum, dass er das nicht tun muss, weil er doch wirklich schon genug getan hat. Diese Geschichte zeigt mir, dass ein Leben mit Gott nicht bedeutet, dass man nach einer Aufgabe, so schwer sie sein mag, Pause hat und von der Bank aus zugucken kann. Stattdessen können wir jederzeit neu herausgefordert werden, etwas für Gott zu tun. Worauf wir uns dabei verlassen können, ist, dass Gott uns begleitet und bewahrt. In der Arbeit mit Kindern gibt es immer wieder neue Herausforderungen. Jede Stunde geht es wieder neu darum, den Kindern und damit Gott zu dienen. Und auch außerhalb der Jungscharstunde bin ich im Einsatz für Gott und für die Kinder immer ein Vorbild.

Der Text für dich

Starter

Die Kinder begegnen fast jeden Tag anderen Gleichaltrigen. Doch meistens wird nur in der Jungschar der Glaube konkret thematisiert. Besonders diese Kinder können durch diesen Text erfahren, dass Gott jederzeit bei ihnen ist und dass Gott ihnen Gutes tun möchte. Ebenso kann damit dazu übergeleitet werden, dass man selbst auch seinen Mitmenschen Gutes tun kann und dass dies Gottes Wille ist. Die Kinder können darin bestärkt werden, Gott darin zu vertrauen, dass er das Beste für jeden Einzelnen im Sinn hat, auch wenn dies nicht immer klar zu erkennen ist.

Checker

Die Kinder kennen das Prinzip der Nächstenliebe und haben sicher schon viel darüber in der Bibel gelesen. Auch durch diese Geschichte wird es wieder ein Thema, das betont wird und zeigt, wie positiv diese von Gott gesehen wird. Die Begegnung zwischen Obadja und Gott macht deutlich, dass die Liebe Gottes, von der die Kinder bereits erfahren haben, auch für andere gilt und dazu auffordert, immer bereit zu sein, für andere Gutes zu tun. Das Handeln füreinander, für den Mitschüler und die Mannschaftskollegin, ist etwas, was Gott sich von uns wünscht. Und das nicht nur einmal, sondern immer wieder von Neuem.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Waage-Experiment

In der Mitte steht eine Balkenwaage. Es kann auch eine kleine, selbst gebaute Wippe genutzt werden (ein Brett über eine Rolle gelegt), die auf beiden Seiten Teller hat, auf die man etwas drauflegen kann. Nun legt einer der Mitarbeitenden ein leichtes, aber großes Holzstück auf die eine Seite. Nun sind die Kinder dran. Sie können von überall Steine und kleine Dinge suchen, um die Waage auszubalancieren oder sogar auf ihre Seite zu bringen. Nach der Erzählung der Geschichte kann noch mal darauf eingegangen werden, dass die stetigen kleinen Taten die Aufgabe gemeistert haben und nicht nur ein Stein, eine Tat, gereicht hätte.  

Idee 2: Briefe vorlesen

Zwei Briefe werden vorgelesen. Beide beschreiben eine Situation, in der ein Freund/eine Freundin Hilfe brauchte. Der erste Brief ist von einem Kind geschrieben, das erzählt, dass es einmal ans Handy gegangen ist und mit dem Freund/der Freundin gesprochen hat, aber das nun auch wirklich reichen muss und es deswegen nicht mehr abgehoben hat, bis der Freund/die Freundin das Problem selbst gelöst hat.

Das Kind aus dem zweiten Brief erzählt davon, dass es ihm mal schlecht ging und es total gutgetan hat, dass eine Freundin immer wieder da war und in der Zeit oft mit ihm telefoniert hat. Die kleinen Schritte und die kleinen Taten der Freunde haben ihm geholfen, dass es ihm wieder besserging.

Nach dem Vorlesen der beiden Briefe kann man mit den Kindern noch weiter ins Gespräch kommen, was den Kindern aufgefallen ist, was ihnen helfen würde und welchen Freund die Kinder selber lieber hätten. Hier kann schon eine erste Übertragung auf Gott stattfinden, da auch Gott immer für uns da ist und kleine und große Dinge für uns tut.

Verkündigung

Theaterstück mit Gemeinschaftsaktion

Kennst du das? Du nimmst dir etwas richtig Gutes vor. Zum Beispiel einer Klassenkameradin ein Kompliment machen. Oder einem Fremden die Tür aufhalten. Wenn du das gemacht hast, fühlst du dich gut und hast eigentlich alles erreicht, was du so erreichen wolltest. Die Geschichte von heute zeigt, dass es nicht darum geht, einmal etwas richtig Gutes zu machen, sondern immer wieder neu gute Dinge zu tun.

Obadja sitzt in der Mitte auf einem Stuhl und erzählt aus seiner Sicht die Geschichte, die er dort erlebt hat. Nach der Erzählung können die Kinder ermutigt werden, sich auf den Stuhl zu setzen oder dahinterzustellen und zu überlegen, wie Obadja sich in der Geschichte wohl gefühlt hat.

Obadja erzählt: Puh, da dachte ich wirklich, ich bin raus aus dem Schneider. Ich habe vor ein paar Monaten ganz viele Menschen versteckt, die verfolgt wurden, weil sie an Gott glauben. Zum Glück habe ich ganz früh mitbekommen, dass die Menschen in Gefahr sind, weil ich für den Mann der Frau, die das angeordnet hat, arbeite. Ahab und Isebel heißen die beiden. Da wusste ich, jetzt ist mein Moment gekommen, jetzt kann ich was richtig Wichtiges tun und für Gott arbeiten, denn in meinem Herzen möchte ich nur auf ihn hören, nicht auf meinen Herrscher. Also versteckte ich hundert Menschen. Das war ein Aufwand, alles geheim zu halten! Doch es hat alles gut geklappt. Mann, war ich glücklich darüber. Das war meine Aufgabe, die ich von Gott bekommen habe und ich habe sie mit ihm zusammen gut gemeistert. Und ich dachte bei mir so: Das war gut, jetzt kann ich mich zurücklehnen. Meine Aufgabe habe ich ja schon erfüllt.
Doch ihr glaubt nicht, was dann passiert ist. Ich habe Elia getroffen! Den Propheten, der von allen gesucht wird. Und er wollte, dass ich zu meinem Herrscher gehe und ihn ankündige. Das hört sich jetzt vielleicht einfacher an, als es eigentlich ist. Mein Herrscher war so zornig auf Elia, dass er auch auf alle sauer war, die was mit ihm zu tun haben und nun wollte Elia mich zu seinem Botschafter machen. Und stellt euch vor, Elia hätte es sich dann doch anders überlegt und wäre einfach wieder abgehauen. Da hätte es nicht gut um mich gestanden. Da wäre das Beste, was noch geschehen könnte, dass ich im Gefängnis lande und nichts Schlimmeres …

Ich habe Elia angefleht, dass er jemand anderen sucht, um zu Ahab zu gehen. Ich habe ihm von meiner Tat erzählt, die hundert gottesfürchtige Menschen gerettet hat. „Das muss doch reichen!“, habe ich gesagt. Doch da wurde Elia ganz ernst und versprach mir, dass er bleiben wird. Er sagte, dass er bleibt, ist so sicher, wie es sicher ist, dass es Gott gibt. Da wusste ich, dass das hier gerade Gottes Plan ist. Und ich wohl doch noch ein paar Aufgaben mehr in meinem Leben haben werde, die von und für Gott sind.
Dann habe ich all meinen Mut zusammengenommen und bin zu Ahab gegangen und habe ihm davon berichtet. Und ihr seht ja: Ich bin hier! Und kann euch davon erzählen. Es ist wirklich alles gut gelaufen. Das hätte ich kaum zu hoffen gewagt. Doch es hat sich wieder gelohnt, für Gott mutig zu sein.

Hier kann nun die Phase eingefügt werden, in der die Kinder selbst auf dem Stuhl sitzen und aus Sicht von Obadja überlegen, welche Gefühle er dabei hatte und welche Gedanken ihm durch den Kopf gegangen sind, als er zu Ahab ging.

In der Geschichte ist es Obadja, der wieder etwas für Gott tun soll und es auch tut. Bei dir ist es vielleicht, nicht nur einmal oder nur in der Jungschar für jemand anderen da zu sein, sondern immer wieder, wenn sich die Chance ergibt.

In der Jungschar hören wir ganz viel davon, wie wir anderen Gutes tun können. Oft fällt es uns total leicht, das alles in der Jungschar umzusetzen. In der Schule und beim Sport sieht das vielleicht schon ganz anders aus. Dabei heißt ein Leben mit Gott nicht, dass wir nur zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Orten nett zu anderen sind, sondern dass wir zu jeder Zeit versuchen, gut zu unseren Nächsten zu sein. Das ist manchmal schwer und es fordert auch Mut, für andere einzustehen. Es hilft zu wissen, dass Gott an unserer Seite ist und uns dabei helfen möchte. Und wie gut darauf zu vertrauen, dass Gott nicht nur eine Aufgabe in unserem Leben für uns hat, sondern dass wir Gott nie egal sind und er immer noch etwas mit uns vorhat.

Die andere Idee

Erzählung mit Puppen

Die Geschichte wird mithilfe von Puppenfiguren dargestellt. Dabei wird an der Stelle, an der Elia Obadja um Hilfe bittet, eine Gedankenblase hochgehoben, in der steht, was Ahab gesagt hat. Nämlich, dass er Elia in die Finger kriegen will und dass alle, die mit ihm unter einer Decke stecken, ebenfalls zu seinem Feind geworden sind.

Nachdem Elia sagt, dass er so sicher, wie es Gott gibt, dableiben wird, wird eine noch größere Gedankenblase hochgehoben, in der steht, was Gott zu Obadja sagt: „Ich bin bei dir und gehe mit dir.“ Diese Gedankenblase kann entweder höher angebracht werden als die erste oder aber auch auf die erste draufgeklebt werden, sodass sie nicht mehr sichtbar ist. Der Gedanke dahinter ist, dass deutlich wird, dass Obadja mehr auf Gott als auf seine Angst hört. Dadurch bekommt er genug Mut, um loszugehen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Welche Fragen würdest du Obadja, Elia … gerne stellen? Hieraus kann entweder schon das Gespräch entstehen oder aber die Fragen werden einfach in den Raum reingerufen und so stehen gelassen.

Gespräch

Im Folgenden stehen ein paar Gesprächsimpulse. Dabei können auch noch Gedanken der Kinder aus dem Verkündigungsteil mit hineinwirken.

  1. Was habt ihr in der letzten Zeit Gutes getan?
  2. Versteht ihr Obadjas Gefühl, dass er schon genug getan hat? Kennt ihr dieses Gefühl manchmal?
  3. Ist es möglich, immer was Gutes zu tun?
  4. Ist es überhaupt möglich, immer in Gottes Sinn zu handeln?
  5. Erinnert ihr euch noch an die Waage vom Anfang? Was meint ihr, hat das mit dem Thema/der Geschichte zu tun?

Am Abschluss es Gespräches kann das Bild von einem Fluss genutzt werden, der durch die stetige Bewegung einen Stein ganz schön und weich schleift. Dieser Fluss steht für das stetige Handeln für Gott, das ganz viel in unserer Umgebung bewirken kann.

Merkvers

Solange wir also noch Gelegenheit dazu haben, wollen wir allen Menschen Gutes tun, ganz besonders denen, die wie wir durch den Glauben zur Familie Gottes gehören. Galater 6, 10, NGÜ

Jeder erhält den Vers auf einer kleinen Karte und er sagt ihn zu jedem anderen. So haben alle den Satz ganz oft gesagt und auch ganz oft gehört. Die Wahrscheinlichkeit, dass er sich einprägt, ist dabei ziemlich hoch.

Gebet

Vater, du schenkst mir jeden Tag so viel. Jeden Tag siehst du mich und bist auf meiner Seite. Lass mich sehen, wenn Menschen in meiner Nähe Hilfe brauchen. Mach mich mutig, um für andere einzutreten und zu helfen. Nicht wegzuschauen, sondern hinzugehen. Schenke mir ein warmes Herz, dass wir Gutes tun können und deine Liebe weitertragen können. Vater, danke, dass du so oder so bei mir bleibst und mir immer wieder neu etwas zutraust. Amen.

Kreatives

Punktbilder

Ein Bild wird aus vielen kleinen Punkten gemalt. Dazu eignen sich Filzstifte sehr gut. Durch viele kleine Punkte entsteht ein großes Bild. Vielleicht ein Herz? Oder ein lächelndes Gesicht. Wichtig dabei: Keine Striche verwenden, wirklich nur Punkte.

Spielerisches

Ein Parcours wird aufgebaut. Nun wird gezeigt, wie dieser Parcours zu absolvieren ist. Dabei sollte die Hauptaufgabe sein, um bestimmte Dinge, z. B. Stühle, herumzugehen und einmal das Spielfeld zu kreuzen o.Ä. Als Abschluss des Parcours’ muss ein Ball in eine Tonne geworfen werden.

Das Besondere ist nun, dass die Person, die den Parcours für die Gruppe absolvieren soll, blind ist. Sie ist also darauf angewiesen, dass ihr ihre Mannschaft mithilfe von Rufen und Schreien sagt, wie sie gehen muss. Es können drei bis vier Gruppen gleichzeitig gegeneinander antreten. Bevor es losgeht, darf die Gruppe sich absprechen, wie sie die Aufgabe lösen will. Die einzige Regel ist, dass die schreienden Gruppenmitglieder nur an der Ziellinie stehen dürfen. Die Gruppe, die den Ball als erste versenkt, hat gewonnen. Hier wird deutlich, dass alle am Rand dem blinden Spieler etwas Gutes tun, indem sie ihm helfen, gemeinsam zum Gewinnerteam zu gehören.

Rätselhaftes

Hier kann das Sudoku mit den Begriffen aus der Geschichte und dem Merkvers gelöst werden.

(T)Extras

Lieder

Gott ist stark

Das Kindermutmachlied,

Komm, wir wollen Freunde sein

Komm mit schlag ein

Mein bester Freund hat kein Handy

Hier bewegt sich was

Spiele

Krokodilspiel

Auf dem Boden wird mit Kreppband ein breiter Streifen markiert. Das ist der Fluss. Die Jungscharler bekommen die Aufgabe, den reißenden Fluss zu überqueren. Das Ziel ist, dass alle den Fluss überquert haben. Dabei haben sie entweder jeweils eine Teppichfliese (auch Zeitungspapier oder DIN A3 ist möglich) zur Verfügung (leichtere Version) oder halb so viele Fliesen wie Spielende (schwerere Version). Niemand darf den Fluss berühren. Falls doch jemand den Boden berührt, muss die ganze Gruppe zurück und neu starten.

Extra: Die Teamer können zu Krokodilen werden. In dieser Version hat jeder eine Teppichfliese. Wenn eine Fliese nicht mit einem Fuß oder einer Hand berührt wird, können die Krokodile sie wegschnappen. So werden es immer weniger Fliesen, die sie zur Verfügung haben. 

Kreatives

Dosentelefon basteln

Das Dosentelefon ist ein Bild dafür, dass man eine Leitung zu einem Freund legt, die man nutzen kann, um nach Hilfe zu fragen. Wenn viele Dosentelefone fertiggestellt sind, können sich alle in einen Kreis setzen und ein Netz mit den Telefonen machen. Nun kann jeder ausprobieren, ob seine Nachricht bei dem Freund gegenüber durch das Dosentelefon ankommt.

Um mit der Gruppe solche Telefone zu basteln, wird für jedes Kind eine Dose benötigt. Außerdem noch ein Paketband/Drachenschnur. Um ein Loch in die Dose zu bekommen, kannst du Hammer und Nagel auf einem Holzbrett nutzen. Achte darauf, von außen nach innen zu hämmern. Die Paketschnur wird dann in der Dose verknotet

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