Decken-Segen

Der Decken-Segen kann am Ende einer Kirche Kunterbunt gesprochen werden. Dazu ist es gut, wenn jeder eine Decke zur Verfügung hat. Er kann aber auch in der Familie einander zugesprochen werden. Außerdem ist er gut bei digitalen Formaten einsetzbar.

Material

  • Eine Decke für jeden oder für jede Familie

So wird’s gemacht

  1. Nehmt euch eine Decke und breitet sie aus. Schaut sie euch in ihrer ganzen Größe an. So groß wie euch jetzt diese Decke erscheint – und noch viel größer – so ist auch Gott, der Allmächtige.
    Gott, der Vater, der Allmächtige, der den Himmel, die Erde und alles Leben darauf geschaffen hat, sieht dich.
  2. Legt euch die Decke um die Schultern.
    Und er segnet dich. Er nimmt dich in den Arm. Er schenkt dir Sicherheit und Geborgenheit.
  3. Nehmt die Decke an zwei Ecken und breitet sie aus, so wie Jesus auch mit ausgebreiteten Armen am Kreuz hing.
    Jesus, der Sohn, der für uns am Kreuz gestorben ist, der alle unsere Sorgen kennt, segne dich. Er mache deine Gedanken weit und schenke dir Offenheit für die Menschen um dich herum.
  4. Kuschelt euch in die Decke ein und rubbelt euch warm.
    Und der Heilige Geist, der immer bei dir ist, der dich inspiriert und motiviert, er segne dich. Er schenke dir Trost und Wärme an jedem Tag.
    So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
    AMEN.

Die mittlere Folge der zweiten Staffel ist komplex und spannend zugleich. Sie spielt mit Charakteren, die teilweise seit der ersten Folge der ersten Staffel aufgebaut wurden und lädt zu freudigen Diskussionen ein. Da überdurchschnittlich viele Themen angesprochen werden, ist eine gründliche Vorbereitung auf die Gruppenstunde umso wichtiger.

Im Vorfeld

Vor Stundenbeginn solltest du dir diese Folge unbedingt einmal angeschaut haben und dich auf die verschiedenen Erzählstränge vorbereiten. Eine gute Zusammenstellung der handelnden Charaktere findest du auf thebibleartist.com.

Lagerfeuer

Die Folge spielt in weiten Zügen draußen auf dem Feld. Wenn es möglich ist, bietet sich ein kleines Lagerfeuer an. Da kann man gemütlich sitzen, eventuell ein Stockbrot oder eine Wurst grillen und gut ins Gespräch kommen.

Spielideen

Aufgrund der Themenvielfalt bieten sich natürlich verschiedene Spiele an. Ich selbst würde mich an dieser Stelle auf die Gruppendynamik konzentrieren. Die Aufopferung des Johannes für die große Sache, die Außenseiterrollen und der Zusammenhalt der Gruppe machen in der Folge deutlich, dass es gemeinsam besser geht. Hier einige Ideen:

Decke wenden

Die Teilnehmer stehen auf einer Decke oder einem Teppich, die/der nicht viel größer ist, als die Teens Platz brauchen. Die Aufgabe lautet nun, diese Decke umzudrehen. Dabei darf niemand den Boden außerhalb der Decke berühren.

Besenstiel ablegen

Die Teilnehmer stehen nebeneinander und strecken ihren Zeigefinger aus. Darauf wird ein Besenstiel, langer Stock oder Ähnliches gelegt. Dieser Besenstiel soll zum Boden geführt werden. Sobald ein Zeigefinger den Stiel nicht mehr berührt, muss von vorn begonnen werden.

Blindes Sortieren

Die Teilnehmer laufen wirr durch den Raum. Auf ein Zeichen hin müssen sie ihre Augen schließen und haben dann die Aufgabe, sich mit geschlossenen Augen eine Reihe zu bilden. Hier gibt es viele Variationen. Eine Reihe der Größe nach, dem Alter nach, dem Anfangsbuchstaben des Vornamens nach. Reden kann erlaubt sein oder auch nicht.

Schaut euch nun die Folge gemeinsam an.

Rückblick

In den vergangenen Folgen wurden verschiedene Personen vorgestellt. Für die heutige Folge bietet es sich an, über die Geschichte dieser Personen ins Gespräch zu kommen.

  • An welche Charaktere erinnerst du dich am stärksten?
  • Welche Jünger sind mittlerweile mit Jesus unterwegs?
  • Welche Person spielte am Anfang der Serie eine wichtige Rolle?
  • Welche Personen haben wir kennengelernt, die nicht in der Bibel vorkommen?

Themensuche

In dieser Folge kommen verschiedene Themen zur Sprache. Einige werden deutlich thematisiert, andere eher zurückhaltender. Gehe mit den Teenagern ins Gespräch. Frage sie, welche Lebensthemen bei ihnen hängen geblieben sind. Was hat sie besonders interessiert? Was hat sie vielleicht sogar schockiert?

Durch die ganze Folge zieht sich das Thema „Suche“. Simon sucht Jesus. Der Römer Atticus sucht Simon. Maria sucht nach einer Lösung ihrer Vergangenheit und Shmuel sucht nach einer Möglichkeit, Jesus anzuklagen.

Schnell kommen die „Geister“ ins Spiel. Der Besessene wirkt Angst einflößend und bringt eine gewisse Dynamik ins Spiel. Selbstverständlich kann Jesus am Ende helfen, doch bricht das Bild der schnellen Hilfe, als Maria sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert sieht. Sie war in der ersten Staffel von Jesus befreit worden. Hinweis: In Episode 1 war vorsichtig angedeutet worden, dass Maria sexuell missbraucht wurde.

Sehr emotional ist die „Aufopferung“ von Johannes, die auch schon Jesu Opfer in den Blick rückt. Auch wenn beide selbstverständlich gerne ihrer Berufung folgen, wird die menschliche Not und Angst vor der Konfrontation klar.

Auch die „Verschwörung“ der Feinde Jesu nimmt einen großen Raum ein. In diesen Szenen wird deutlich, wie viele Gespräche im Hintergrund gelaufen sein müssen, bis der Messias in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verurteilt werden konnte.

Manche Teens fühlen eventuell auch mit den „Außenseitern“ Matthäus, Maria und Ramah mit. Wie geht es denen, die nicht so gut in die Gruppe passen? Wie verhalten sie sich? Tipp: Episode 2 dieser Staffel machte dies deutlich.

Bestimmt haben deine Teens noch mehr Themen entdeckt. Es lohnt sich, hier zunächst zu verweilen, um dann später nicht allzu sehr zwischen einzelnen Punkten hin- und herzuspringen. Diese Folge bietet Stoff für stundenlange Diskussion, daher wird es überaus weise sein, sich auf einzelne Themen zu beschränken.

Gemeinsames Gespräch

Je nach Gruppengröße oder gewünschter Themenvielfalt bieten sich eventuell mehrere Kleingruppen an. Kommt dann über die Themen der obigen Sammlung, die euch besonders interessiert haben, ins Gespräch.

  • Welche Fragen sind dir gekommen? Was war schwer zu verstehen?
  • Was hast du in Bezug auf dieses Thema schon in deinem eigenen Leben erlebt?
  • Was kannst du von Jesus oder den anderen seiner Nachfolger lernen?
  • Welche Gefühle entdeckst du in dir, wenn du die Folge nochmal gedanklich durchgehst?
  • Was könnte für die Zukunft eine Hilfe sein?
  • Was willst du in den nächsten Tagen anders machen?

Bibeltreue

The Chosen versteht es meisterlich, bibeltreu zu sein und gleichzeitig eine lebendige Welt mit spannenden Charakteren zu schaffen. Die kurze Szene, in der Jesus seine Bergpredigt vorbereitet ist selbstverständlich frei erfunden und doch ganz nah am Leben.

Eben weil die Folge diverse Themenfelder aufmacht und zwischen verschiedenen Szenarien hin- und herspringt, könnte sich heute eine biblische Reflexionsrunde anbieten.

  • Was in dieser Folge steht genau so in der Bibel?
  • Was ist hinzugedichtet?
  • Wo werden biblische Geschichten vermischt?

Einige Hinweise: Matthäus‘ Charakter wird ein Stück mit dem von Zachäus vermischt. Die Geschichte mit dem Dämon „Legion“ ist eine andere, als hier beschrieben wird. Simon war tatsächlich ein Kämpfer, wurde in der Bibel aber nicht verfolgt. Sein Name taucht nur in den Apostellisten auf. Maria war wirklich von sieben Dämonen geplagt. Johannes der Täufer war wirklich Jesu Cousin. Ob sie sich aber vor dem Marsch nach Jerusalem trafen, wird nicht überliefert. Es gab tatsächlich eine Verschwörung unter den führenden Juden. Wie genau diese geplant wurde, steht aber nicht im Neuen Testament. Es gibt biblisch tatsächlich einen körperlichen Angriff eines Besessenen auf einen Jünger. Dieser wird aber in der Apostelgeschichte berichtet, nicht in den Evangelien.

Kurzimpuls

Man kann auf viele verschiedene Themen eingehen, wenn man die fünfte Episode gesehen hat. Ich würde mich am Titel „Geister der Vergangenheit“ orientieren und auf das Thema Heiligung als Prozess zu sprechen kommen.

Maria macht deutlich, dass man von Jesus befreit und in ein neues Leben gebracht werden kann und dennoch immer wieder mit der Vergangenheit kämpft. Es gibt kein sündloses Leben, auch nicht für erfahrenste Christen. Vielmehr besteht unser Leben darin, nach jedem Fall wieder aufzustehen und immer neu mit Jesus zu gehen.

2. Korinther 3, 17-18:

17 Der Herr wirkt nämlich durch seinen Geist.

Und wo der Geist des Herrn wirkt,

da herrscht Freiheit.

18 Wir alle sehen die Herrlichkeit des Herrn

mit unverhülltem Gesicht

wie in einem Spiegel.

Dabei werden wir selbst zu seinem Ebenbild verwandelt.

Wir bekommen immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit –

so wie es der Geist des Herrn bewirkt.

BasisBibel: Das Neue Testament und die Psalmen. Stuttgart : Deutsche Bibelgesellschaft, 2012

Als Christen sind wir mit unseren Problemen und alltäglichen Macken nicht alleine. Wir sind aber auch noch nicht von ihnen befreit. Wir gehen mit dem Geist durch unser Leben und werden immer mehr zu dem neuen Menschen verwandelt, der eines Tages in der Ewigkeit dann vollendet sein wird.

In dieser Themenreihe beschreiben wir Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 2. Serienstaffel von „The Chosen“ zu vertiefen und gemeinsam aufzugreifen. Ideal um die Folgen gemeinsam zu schauen und danach als Gruppe zu erleben, besprechen und persönlich anzugehen.

Elemente in den Erarbeitungen sind: Spiel, Gespräch durch Fragen, eine Zeugnisandacht, der Blick in die Bibel, eine persönliche Challenge und etwas zum Essen.

Über The Chosen: „The Chosen“ ist die erste Serien-Verfilmung über das Leben von Jesus mit mehreren Staffeln, und zugleich das erfolgreichste durch Crowdfunding finanzierte Filmprojekt (über 16.000 Beteiligte) aller Zeiten. Die Serie hat sich binnen eines Jahres zu einer Weltsensation entwickelt, die zig Millionen Fans gefunden hat.

Vorbemerkungen

Dieser Entwurf wurde für eine digitale Kirche Kunterbunt entwickelt. Dabei steht die Erzählung der biblischen Geschichte von Bartimäus im Fokus. Untermalt wurde die Erzählung der Geschichte mit Geräuschen und den Bildern aus dem Kees de Kort-Buch.
Bibelbilderbuch Band 5 | Kees de Kort | Biblische Bilderbücher | Kinder | Shop | Die-Bibel.de
Die Musikeinspieler waren aus dem Adonia-Musical Bartimäus.
Bartimäus | Adonia Shop

Wir haben einige Dateien angefügt, die euch hilfreich sein können: Text für eine Vorab-Mail, die Präsentation und der Vorlesetext zur Geschichte.

Vor offiziellem Start

Eine kleine Aktion zur Begrüßung. Eine Maske oder Augenbinde wird mit Namen beschriftet und in die Kamera gezeigt.

Lied
Herzlich willkommen, schön, dass du da bist (Heiko Bräuning)
einblenden

Lied
Hallo ciao ciao (Mike Müllerbauer)
Bildschirme switchen, so dass jede Familie einmal im Vollbildmodus zu sehen -> winken

Begrüßung

Eingangswort und trinitarische Gottesdiensteröffnung (mit Wunsch)

Schön, dass ihr heute alle bei unserer Kirche Kunterbunt dabei seid. Egal, ob wir in der Kirche oder von zu Hause aus zusammenkommen: wir feiern unsere gemeinsame Zeit im Namen Gottes. Ich lade euch ein, aufzustehen und mitzumachen:
Wir feiern diese Kirche Kunterbunt im Namen Gottes, der uns schützt wie ein Dach, der uns Halt gibt wie fester Boden und der uns nahe ist wie ein lieber Mensch. (Mit Bewegungen) (x2)
Heute geht es um Bartimäus. Das wisst ihr schon. Was ihr vielleicht noch nicht wisst: Bartimäus hatte einen Wunsch, einen ganz festen Wunsch. Was dieser Wunsch war, das verrate ich euch jetzt noch nicht. Aber ich lade euch ein, darüber nachzudenken, was ihr euch wünschen würdet, wenn ihr einen Wunsch frei hättet. Du hast ein bisschen Zeit, dir das zu überlegen, denn jetzt hören wir erstmal das Lied „Superstar“.

Kurze Kennenlernrunde

Kurze Kennenlernrunde in zufällig zusammengewürfelten Kleingruppen, jeweils in Breakout-Sessions. (Die Familien nennen ihren Namen und erzählen sich gegenseitig von ihrem Wunsch)

Wir wollen euch die Geschichte von Bartimäus erzählen. Er hatte einen großen Wunsch…

Feier-Zeit 1

Die Geschichte von Bartimäus wird vorgelesen, dazu werden die Bilder aus der Kinderbibel von Kees de Kort gezeigt und an den entsprechenden Stellen Geräusche passend zum Text gemacht. (z.B. Klappern der Wagen (Kokosnuss-Schalen aufeinander klopfen), Betteln (mit Münzen klimpern))

Die Stadt Jericho ist von einer hohen Mauer umgeben. Jeder, der in die Stadt will, muss durch das große Tor hindurch. [1] An diesem Tor sitzt Tag für Tag ein Mann. Er heißt Bartimäus. Bartimäus ist blind. Seit seiner Geburt kann er nicht sehen. Für ihn ist es immer ganz dunkel. Er hört nur die Stimmen der Menschen, die an ihm vorbeilaufen und das Klappern der Wagen, auf denen sie ihre Waren durch die Stadt transportieren. Weil Bartimäus blind ist kann er nicht arbeiten. Darum muss er um Geld Betteln.
[2] „Habt ihr ein paar Münzen übrig? Bitte gebt einem armen, blinden Mann ein wenig Geld“ ruft er den Leuten zu, die an ihm vorbeikommen.“

Erlebnispädagogisches Nachspielen: Augenbinde aufsetzen

Bartimäus war blind. Er konnte den blauen Himmel nicht sehen und nicht die grünen Blätter an den Bäumen. Er konnte die Stadtmauer nicht sehen und nicht die Gesichter der Menschen, die auf dem Weg in die Stadt an ihm vorbeikamen. Aber er konnte sehr gut hören. Denn wer nicht sehen kann, dessen Gehör ist oft richtig gut. Ich lade dich herzlich ein, nachzuspüren, wie es Bartimäus ging. Nimm deine Binde mit deinem Namen drauf und benutzte sie als Augenbinde. Wenn du jetzt feststellst, dass du noch durchspitze kannst, nimm zusätzlich noch ein Tuch, um dir die Augen zu verbinden. Lass dich von jemanden aus deiner Familie an einen Ort bringen, wo du dich hinsetzen kannst. Die anderen aus deiner Familie gehen nun an dir vorbei. Höre auf ihre Schritte und auf alle anderen Geräusche um dich herum.

Wechselt nach einer Weile die Rollen. Sprecht danach darüber, wie es euch bei diesem Experiment ging. Während ihr das ausprobiert, spielen wir Musik ein. Wenn die Musik endet, laden wir euch ein, wieder an den Computer zu kommen.


Lied
verachtet, verstoßen (Adonia) einspielen

Aktiv-Zeit Durchgang 1

Für jede Aktiv-Station gibt es eine Breakout Session und einen Mitarbeitenden, der die Station erklärt, das Spiel durchführt und Gesprächsimpulse gibt.

1. Tastsinn trainieren

Hier dürft ihr euren Tastsinn trainieren. Eine:r schließt die Augen und die anderen verstecken ein Obst oder Gemüse in der Papiertüte. Nur durch Tasten muss nun die Frucht herausgefunden werden.

Material

  • Papiertüten
  • Obst
  • Gemüse

2. Kneten und Kneterätsel

Bei dieser Aktion geht es darum, dass ihr Figuren oder Buchstaben knetet, die dann von den anderen jeweils blind erraten werden.

Material

  • Knete
  • evtl. Werkzeug fürs Kneten
  • Augenbinde

3. Blindenschrift

Hier dürft ihr euren eigenen Namen in Blindenschrift schreiben. Mit den Spielsteinen könnt ihr ihn legen, mit den Bügelperlen stecken, mit den Nägeln ins Holzbrett hämmern oder mit der Heftzwecke ins Papier prickeln.

Material

  • Spielsteine oder
  • Bügelperlen oder
  • Holz, Hammer und Nägel oder
  • Pappe, Papier und Heftzwecke

4. Ratespiel „Auf den Rücken“

Geheime kurze Botschaften werden auf den Rücken geschrieben oder gemalt und dann erraten. Am besten mit Bezug zur Geschichte!

Geschichte auf den Rücken malen

Material

  • Keines notwendig

5. Grimassen schneiden

Bartimäus sah Jesus und wurde verändert. Hier dürft ihr eure Gesichtsausdrücke verändern. Welche Grimasse gefällt euch am Besten? Versucht jetzt die Geschichte mit verschiedenen Gesichtsausdrücken nachzuspielen. Gerne dürft ihr davon Fotos machen.

grayscale photo of womans face
Grimassen schneiden

Material

  • Foto/Handy
  • evtl. Spiel

6. Topfschlagen

Hier könnt ihr das Spiel Topfschlagen spielen und testen, wie gut ihr den Topf mit verbundenen Augen findet.

Blind beim Topfschlagen

Material

  • Augenbinde
  • Kochlöffel
  • Topf
  • Süßigkeit


7. Erlebnisspiele

Der Erwachsene geht voran und führt das Kind, dem die Augen verbunden sind, durch Hindernisse hindurch. Der Erwachsene klatscht und läuft durch den Raum, das Kind muss mit verbundenen Augen folgen.

Alternative
Dem Kind werden die Augen verbunden. Jemand läuft im Raum herum und macht leise Geräusche. Das Kind soll zeigen, wo sich die Person befindet. Oder der Erwachsene macht etwas, z.B. den Wasserhahn aufdrehen und das Kind muss sagen, was es hört. Kind geht aus Raum. Etwas hat sich im Raum verändert. Kind muss sagen, was…

Material

  • Augenbinde

8. wildes Schlüsselspiel

Eine Person sitzt mit verbundenen Augen auf einem Stuhl. Darunter liegt ein großer Schlüsselbund. Die Person hat die Aufgabe den Schlüsselbund zu bewachen. Die anderen Personen versuchen unbemerkt den Schlüssel zu nehmen. Sollte der Wächter den Dieb berühren hat der Wächter gewonnen. Schaffen es die Diebe, haben sie gewonnen. Im Anschluss werden die Rollen gewechselt. 

Material

  • Augenbinde
  • Schlüsselbund

9. Aufmunterungskarten basteln

Mit der Postkarte oder dem Lineal werden Karten auf das Tonpapier gezeichnet. Dann die Karten ausschneiden und Pflaster daraufkleben. Die Pflaster als Männchen gestalten und eine Aufmunterung dazu schreiben.

Material

  • (Ton-) Papier
  • Stifte
  • Schere
  • Pflaster
  • Postkarte oder
  • Lineal


10. Geräusche raten

Die Familien verbinden sich die Augen. Der Mitarbeitende macht verschiedene Geräusche, die erraten werden müssen.

Material

  • Augenbinde
  • verschiedene Audiogeräusche zum Vorspielen


Lied
Gib mir Augen (Adonia) einblenden und evtl. Familien zeigen

Feier-Zeit 2

Die Geschichte von Bartimäus wird vorgelesen, dazu werden die Bilder aus der Kinderbibel von Kees de Kort gezeigt und an den entsprechenden Stellen Geräusche passend zum Text gemacht. (siehe Anweisungen im Text)

[3] Eines Tages hört Bartimäus Stimmen und aufgeregte Rufe. Er merkt, dass viel mehr Menschen, also sonst näherkommen. Durch die Rufe und das Geschrei der Menschen hört er immer wieder einen Satz: „Jesus kommt in die Stadt.“ (von versch. Leuten gesprochen).
[4] Bartimäus hat schon viel von diesem Wunderheiler gehört, der alle Krankheiten wegnehmen kann. „Vielleicht wird Jesus ja auch mir helfen“ denkt er bei sich. Gleich darauf hört er, wie scharenweise Füße an ihm vorbeirennen, trampeln und hüpfen (nachmachen). [5] Bartimäus schreit ganz laut: „Hier bin ich, Jesus. Hilf mir, hilf mir!“ [6] Die nahe bei ihm stehen sagen: „Sei still! Hör auf mit deinem Geschrei! Jesus hat jetzt keine Zeit. Er hat was besseres zu tun, als sich um dich zu kümmern.“ [7] Doch Bartimäus brüllte so laut er kann: „Jesus, hier bin ich! Hilf mir! Jesus, hilf mir!“

Ganz schön mutig von Bartimäus, so laut nach Jesus zu rufen. Wir wollen jetzt das Lied „Sei mutig und stark“ miteinander singen. Ihr seid wieder herzlich eingeladen, auch mitzutanzen.

Lied
Sei mutig und stark (Mike Müllerbauer)

Aktion

Mutig aus Fenster schreien („Hier bin ich, Jesus!“)
Dabei könnt ihr einen kleinen Preis ausloben, wenn jemand eine andere Familie hört.

Ganz laut hat Bartimäus nach Jesus gerufen. So laut, dass sein Kopf ganz rot geworden ist. Meistens sagen die Eltern ja zu einem: „Sei nicht so laut! Brüll nicht so!“ – so wie die Menschen damals es zu Bartimäus gesagt haben. Aber manchmal ist etwas so wichtig, dass es einfach herausmuss; dass wir es ganz laut herausschreien müssen. Ich lade euch ein, jetzt so mutig wie Bartimäus zu sein und mal ganz laut zu rufen. Und zwar nicht vor dem Computer, sondern am Fenster. Macht ein Fenster auf und ruft, so laut ihr könnt: „Jesus, hier bin ich!“. Ruft selber und hört dann auch mal, ob ihr vielleicht noch jemand anderen rufen hört. Und wenn ihr tatsächlich jemanden anderen hört, bekommt ihr von uns einen kleinen Preis. Während unsrer Ruf-Aktion am Fenster hören wir wieder ein Lied. Wenn das Lied vorbei ist, laden wir euch ein, wieder an den Computer zu kommen.

Lied
Jesus, Sohn von David (Adonia)

Aktiv-Zeit Durchgang 2

Es werden die selben Aktiv-Stationen angeboten. Die Familien suchen sich die jeweils passende aus.

Nachfrage, ob jemand eine andere Familie bei der Ruf-Aktion gehört hat.

Feier-Zeit 3

Die Geschichte von Bartimäus wird vorgelesen, dazu werden die Bilder aus der Kinderbibel von Kees de Kort gezeigt und an den entsprechenden Stellen Geräusche passend zum Text gemacht.

Als Bartimäus so laut er kann brüllt: „Jesus, hier bin ich! Hilf mir! Jesus, hilf mir!“

[8] hört Jesus sein Rufen und bleibt stehen. [9] „Bringt ihn her zu mir“ sagt Jesus zu den Menschen. [10] Die bei Bartimäus standen waren erstaunt, aber auch ein bisschen verärgert: „Den blinden Bettler will er sehen?“ Bartimäus lässt seine Schale mit Geld stehen und tastet sich zu Jesus vor. Er kann nicht sehen, wohin er geht, aber er hat nichts zu verlieren. Er will einfach nur zu Jesus.
[11] Als er endlich vor Jesus steht, fragt dieser: „Was willst du? Was soll ich für dich tun?“ „Ich möchte so gerne sehen! Bitte mache meine Augen gesund!“ Jesus antwortet: „So fest vertraust du, dass ich dir helfen kann. Dann hat dein Vertrauen dich gesund gemacht. [12] Du kannst sehen.“ Jesus nimmt ihm die Augenbinde ab. Gespannt öffnet Bartimäus seine Augen. [13] Die Dunkelheit um ihn herum ist verschwunden. Es ist taghell. Und er kann alles sehen. „Ich kann sehen! Ich kann sehen!“ ruft er immer wieder begeistert. „Jesus, ich komme mit dir, wo immer du auch hingehst.“ [14] Und Jesus sagt: „Ich bin das Licht der Welt, wo ich bin wird niemals mehr völlige Dunkelheit sein. Folgt mir nach, dann werdet ihr das Licht des Lebens haben.“

Lied
Danke, Jesus (Adonia)
Pause mit abgespieltem Lied

Aktiv-Zeit Durchgang 3

Und ein drittes Mal dürfen sich die Familien einer Aktiv-Station zuordnen.

Feier-Zeit Kurzimpuls

Bartimäus hatte einen Herzenswunsch: er wollte wieder sehen können (Herz mit Augen vorne drauf zeigen). Von ganzen Herzen hat er sich das gewünscht. Und dann hört er, dass Jesus in die Stadt kommt. Bartimäus spürt: „Das ist meine Gelegenheit!“ Deshalb ruft er: „Jesus, hilf mir“. Die Menschen um ihn herum sagen: „Sei still.“ Aber Bartimäus traut sich nochmal zu rufen, diesmal noch lauter: „Jesus, hilf mir!“ Er traut sich, ganz laut nach Jesus zu rufen, weil er spürt: „Jesus bin ich nicht egal.“
Und er hat recht: Jesus bleibt stehen und lässt Bartimäus zu sich rufen. Jesus geht nicht an ihm vorbei wie all die anderen. Jesus fragt ihn: Was soll ich für dich tun? Da öffnet Bartimäus ihm sein Herz – im festen Vertrauen darauf, dass sein Herzenswunsch bei Jesus am richtigen Platz ist; weil er ihm zutraut, ihm zu helfen; weil er spürt: „Jesus kann ich mich anvertrauen. Auch wenn alle anderen einfach an mir vorbeigehen und ich für sie nur ein blinder Bettler bin: Jesus sieht mich. Ihm kann ich mich anvertrauen. Ihm kann ich vertrauen.“ (Herz aufklappen; drinnen steht „JESUS“)
Und tatsächlich geht Bartimäus‘ Herzenswunsch in Erfüllung: er kann wieder sehen. Jesus sagt zu ihm: „Weil du so großes Vertrauen in mich hast, kann ich dir helfen.“
Sein Vertrauen hat Bartimäus stark gemacht (Herz umdrehen; dort steht: Vertrauen macht stark). Für ihn eröffnet sich ein ganz neues Leben: er kann wieder sehen, er bleibt kein Bettler, sondern schließt sich Jesus an und wird einer seiner Jünger.
Heute zu Beginn unsrer Kirche Kunterbunt haben wir darüber nachgedacht, was wir uns wünschen würden, wenn wir einen Wunsch frei hätten; was unser Herzenswunsch ist.
Ich glaube, das, was Bartimäus erlebt, gilt uns allen: Jesus bleibt auch für uns stehen, wenn wir nach ihm rufen. Und er lädt uns ein, ihm unsere Herzenswünsche anzuvertrauen; ihm zu vertrauen und so wie Bartimäus mit ihm durchs Leben zu gehen.
Nicht immer gehen unsere Herzenswünsche so unmittelbar wie der Wunsch von Bartimäus in Erfüllung. Ich zum Beispiel wünsche mir von Herzen, dass Corona endlich vorbei ist. Leider sind wir aber immer noch mitten drin in der Coronakrise. Und trotzdem vertraue ich Gott diesen Wunsch immer wieder an. […]
Und es gibt mir Kraft, wenn wir, so wie heute, im Namen Jesu zusammenkommen und Gemeinschaft erleben…
Sein Vertrauen hat Bartimäus stark gemacht. Aus dem blinden Bettler ist ein Mensch geworden, dem sich plötzlich ganz neue Perspektiven eröffnen. Ein neuer Lebensweg liegt vor ihm, an der Seite von Jesus. Mutig und stark ist er unterwegs.
Jeder von uns kann so mutig und stark sein wie Bartimäus. Ich lade euch jetzt ein, eure Binden mit eurem Namen drauf, zu einer Superheldenmaske zuzuschneiden. […]

Aktion

In die Augenbinden/Masken werden Löcher geschnitten, so dass man „superheldmäßig“ durchschauen kann.

Lied
Jetzt kann ich singen (Adonia)
Mit dem Lied werden die Bildschirme durchgeschalten und die „Superhelden“ eingeblendet.

Gebet und Deckensegen

Freies Gebet und danach der Deckenssegen angepasst auf Bartmäus – unter Decke ist es dunkel.

Sucht ihr gutes Material für eure (Mädchen)Gruppe? Das lässt sich mit unserem neuen KON-Thema hier auf jeden Fall finden!

Schon in der Weihnachtsgeschichte geht es um suchen und finden – aus ganz unterschiedlicher Motivation der beteiligten Personen.

Behandelt wird aber auch der Umgang mit Enttäuschungen – wenn ich (Gott) suche und nicht finde oder auf der Suche nach verlässlichen Infos nur auf Fake News stoße.

Ebenso findet ihr spannende Stundenentwürfe, Spielideen und Kreatives zum Thema.

Und zum Jahreswechsel darf natürlich auch die Jahreslosung 2022 nicht fehlen.

»Auf der Suche nach der 24« – Sozusagen ein Adventskalender im Format einer Hausrallye. Wer also in der Vorweihnachtszeit eine Gruppenstunde mit Bewegung, Knobeln und Herausforderungen plant, wird hier fündig.

Die Rallye ist dabei so aufgebaut, dass die Mädchen in Gruppen von mindestens fünf Personen unterwegs sind. Am besten habt ihr außerdem ein ganzes Gemeindehaus oder zumindest mehrere Räume zur Verfügung, um die Stationen entsprechend weitläufig aufzubauen und somit Stau und Gedränge zu vermeiden. Des Weiteren ist es super, wenn mindestens drei Mitarbeitende vor Ort sind – vor allem, um die »Aktionsstationen« zu betreuen. Vielleicht könnt ihr auch ein oder zwei Eltern mit einbinden, die euch unterstützen. Sinnvoll kann es außerdem sein, wenn eine Mitarbeiterin zwei Stationen betreut, die dann in einem Raum aufgebaut sind.

Die Rallye findet nach dem Laufzettel-Konzept statt, das heißt, jede Gruppe bekommt zu Beginn der Spielzeit einen Zettel, auf dem sie die jeweiligen Stationen dann abhaken oder auch direkt bearbeiten kann. Es gibt Stationen, die sich durch Bewegung und Action auszeichnen, aber auch Stationen, an denen eine Frage beantwortet werden muss. Diese Antwort wird jeweils direkt auf dem Zettel notiert und im Anschluss an die Rallye ausgewertet. Eine Vorlage für diesen Zettel findet ihr als PDF in der Anlage!

Die Stationen selbst werden dann anhand kleiner nummerierter Zettel, auf die ihr die Fragen unten übertragen könnt, im gesamten Haus markiert und dürfen von den Gruppen dann kreuz und quer besucht werden – es ist der Gruppe also freigestellt, welche Stationen sie wann bearbeitet. Lediglich die Station 24 soll erst bearbeitet werden, wenn die restlichen Stationen 1 bis 23 erfüllt sind. Warum? Das erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest! Sollten es einzelne oder mehrere Gruppen nicht vor Ablauf der Spielzeit bis zur Station 24 schaffen, könnt ihr die Station auch im Anschluss mit allen Gruppen gemeinsam »nachholen«.

Im Folgenden findet ihr einen fertigen Konzeptvorschlag für eine Hausrallye mit hohem Spaßfaktor und vergleichsweise wenig Vorbereitungszeit!

Station 1:

Quizfrage: In welcher Stadt wurde Jesus geboren? (Bethlehem)

Station 2:

Aktion: Gewürze erschnüffeln!

Besorgt fünf weihnachtliche Gewürze und/oder Düfte (Zimt, Anis, Lebkuchen, Spekulatius, Tannenzweige etc.). Diese könnt ihr dann in nicht durchsichtige Gläschen füllen und oben mit Maler-Kreppband abdichten, sodass man nicht hineinsehen kann. Stecht kurz vor Beginn der Rallye mit einem scharfen Messer vorsichtig einen »Riechschlitz« in das Kreppband. An der Station angekommen darf dann jeweils immer eine aus der Gruppe genau zwei Mal an einem Gewürz riechen, bevor sie einen Lösungsvorschlag abgibt.

Pro richtig erratenes Gewürz bekommt die Gruppe einen Punkt, wonach an dieser Station maximal fünf Punkte erspielt werden können. Notiert die Punkte auf dem Laufzettel.

Station 3:

Quizfrage: Wer sagte Maria die Geburt ihres Kindes Jesus voraus? (Antwort: Ein Engel)

Station 4:

Aktion: Teelichter wettanzünden!

Stellt mindestens 20 Teelichter bereit. Die Gruppe bekommt die Aufgabe, in zwanzig Sekunden so viele Teelichter wie möglich anzuzünden. Für jedes brennende Teelicht gibt es einen Punkt auf dem Laufzettel.

Station 5:

Quizfrage: Die Gruppe soll auf ihrem Zettel maximal drei verschiedene Plätzchen-Sorten notieren (die es auch wirklich gibt). Pro Sorte gibt es einen Punkt.

Station 6:

Aktion: Weihnachtspyramide bauen!

Die Gruppe bekommt die Aufgabe, eine lebendige Weihnachtspyramide mit mindestens zwei Etagen zu bauen – und zwar mit den Gruppenteilnehmenden selbst. Dazu können sich beispielsweise drei Personen in einer Reihe hinknien und zwei klettern an ihnen hoch und bilden oben kniend die zweite Etage.

Der Pyramidenaufbau lässt sich dabei verschieden variieren, Hauptsache, es sind zwei Etagen zu erkennen. Steht die Pyramide dann länger als fünf Sekunden, hat die Gruppe die Aufgabe erledigt und bekommt fünf Punkte auf dem Laufzettel.

Station 7:

Quizfrage: Was bedeutet das Wort »Advent« (Antwort: Ankunft, aus dem Lateinischen)

Station 8:

Aktion: Malt einen Adventskranz!

Legt Bleistifte, Buntstifte und DIN-A4–Papier bereit. Die Gruppe, die an die Station kommt, hat die Aufgabe, in maximal 5 Minuten einen Adventskranz zu malen. Dieser wird nach Vollständigkeit und Schönheit von den Mitarbeitenden bewertet. Maximal können hier insgesamt fünf Punkte vergeben werden. Das fertige Bild sollte mit Namensbeschriftung einer der Mitarbeiterinnen übergeben werden, damit es beim weiteren Spielverlauf nicht knittert.

Station 9:

Quizfrage: Was brachten die Heiligen Drei Könige dem Jesuskind? (Antwort: Weihrauch, Gold und Myrrhe)

Station 10:

Quizfrage: Wie lautet »Frohe Weihnachten!« in einer anderen Sprache? (Beispiel: »Merry Christmas!«)

Station 11:

Quizfrage: Was wird in vielen Kirchen traditionell im Weihnachtsgottesdienst von den Kindern aufgeführt? (Antwort: Krippenspiel)

Station 12:

Aktion: Weihnachtslieder singen!

An dieser Station ist die Gruppe aufgefordert, ein Weihnachtslied zu performen, welches wiederum von den zuständigen Mitarbeitenden auf Klang, Textsicherheit und Vollständigkeit geprüft wird. Dazu ist es sinnvoll, Texte von bekannten Weihnachtsliedern ausgedruckt vorrätig zu haben, damit sich die Gruppen daran orientieren können.

Das Lied sollte mindestens einmal von allen Gruppenmitgliedern vollständig gesungen werden. Ist dies erledigt, bekommt die Gruppe fünf Punkte auf ihrem Laufzettel.

Station 13:

Quizfrage: Wie hießen die Eltern von Jesus? (Antwort: Maria und Josef)

Station 14:

Aktion: Stern ausschneiden!

Legt quadratische Origami-Blätter bereit, aus denen die Gruppe ohne Lineal und Stifte jeweils einen Stern ausschneiden soll. Auch dieser Stern wird anschließend nach Schönheit bewertet und kann dazu schon vorab mit Namen versehen und einer Mitarbeiterin überreicht werden, damit er nicht knickt. Mindestens erhalten kann die Gruppe hier fünf Punkte.

Station 15:

Quizfrage: Was ist bunt, rund und zerbrechlich? (Antwort: Weihnachtsbaumkugel)

Station 16:

Aktion: Was brüht denn da? Teesorten erraten.

Richtet fünf verschiedene Teebeutel her, von denen ihr die Sortenschilder abnehmt. Wichtig ist es hier, einheitliche Sorten zu nehmen wie beispielsweise »Apfel, Minze, Orange …« Gemischte Sorten wie »Kräuter, Winterpunsch, etc.« sind nur schwer zu erraten und sollen deshalb vermieden werden. Auch an dieser Station können die Gruppenmitglieder durch Riechen erraten, um welchen Tee es sich handelt. Pro erratene Sorte gibt es dann einen Punkt auf dem Laufzettel.

Station 17:

Quizfrage: Wer zeigte den Hirten den Weg zum Stall? (Antwort: Der Stern)

Station 18:

Quizfrage: Welche Farben haben die Kerzen auf dem Adventskranz traditionell? (Antwort: rot)

Station 19:

Quizfrage: Zählt drei Weihnachtslieder auf und notiert sie auf eurem Zettel! Pro überprüftes echtes Lied gibt es einen Punkt.

Station 20:

Aktion: Ein Weihnachtsgedicht schreiben!

Die Gruppe hat zur Aufgabe, in maximal 5 Minuten ein Weihnachtsgedicht zu dichten, das mindestens sechs Verse und mindestens vier Reime besitzt. Das fertige Gedicht soll auf einen Zettel geschrieben und dann von der ganzen Gruppe den Mitarbeitenden an der Station vorgetragen werden. Das gibt wiederum fünf Punkte auf dem Laufzettel.

Station 21:

Quizfrage: Woher kamen die Heiligen Drei Könige? (Antwort: Aus dem Morgenland)

Station 22:

Quizfrage: Welche mehrtürige Überraschung versüßt vielen die Wartezeit auf Weihnachten? (Antwort: Der Adventskalender)

Station 23:

Quizfrage: Worein legte Maria das Jesuskind nach der Geburt? (Antwort: In eine Futterkrippe)

Station 24:

Aktion: Lauscht der Geschichte!

Diese Station erfordert Vorbereitungszeit und, wenn es möglich ist, einen eigenen, ruhigeren Raum. Hier könnt ihr Decken, Kissen und Kerzen herrichten, denn, die Gruppe kommt zu euch, nachdem sie die Rallye fertig bearbeitet hat. Nun soll sie bewusst die Ruhe und das Ankommen wahrnehmen. Lasst den Mädchen dabei Zeit, um im Raum anzukommen – wer mag, kann sich auch hinlegen und/oder die Augen schließen – und beginnt erst dann mit dem Vorlesen. Sucht dazu mehrere Geschichten zur Weihnachtszeit raus, die ihr den Mädchen vorlesen könnt. Die Gruppe darf dann auch nach der Geschichte im Raum bleiben und einfach sein.

Bei einem kompletten Spielablauf sollte die Rallye so enden, dass nach und nach alle Gruppen im Raum ankommen. Wenn dann alle im Raum angekommen sind, könnt ihr zusammen die biblische Weihnachtsgeschichte lesen. Dazu könnt ihr euch die Bibelübersetzung aussuchen, die euch für die Gruppe am geeignetsten erscheint. Diese Geschichte bildet den Abschluss der Rallye.

Findet im Anschluss an diese Ruhezeit dann einen guten, langsamen Übergang zur Auswertung der Laufzettel und zur Preisübergabe!

Preisverleihung

Plant für die Auswertung der Laufzettel und die Preisverleihung etwa zehn Minuten ein.

Nachdem ihr die Punkte auf den Zetteln ausgewertet habt, könnt ihr die Preisverleihung starten. Toll wäre es dabei, wenn alle Teilnehmenden ein Geschenk bekämen und nicht nur ein Hauptpreis für die Gruppe mit den meisten Punkten vergeben würde. Ihr könnt auch die Weihnachtsgeschichte noch einmal als ausgedruckten, schön layouteten Zettel den Mädchen mitgeben. So erhalten sie eine schöne Erinnerung an die Rallye für zu Hause und obendrauf die beste Nachricht der Welt!

Hier kommt die dritte Themenreihe der JUMAT 4/2021. Es geht in vier Lektionen um weihnachtliche Verheißungen aus dem Alten Testament. Außerdem ist ein Krippenspiel enthalten:

Lektion 10 Sacharja 9,9-17 Frieden wird sein

Lektion 11 Micha 5,1-13 Der Herrscher kommt aus Bethlehem

Lektion 12 Jesaja 7,10-14 Immanuel: Gott mit uns

Lektion 13 Jesaja 11,1-10 Das Friedensreich des Messias

ZUSATZ: Krippenspiel: Das Haus ist voll!

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Dauer: ca. 25 Minuten

Material: Kostüme, Tisch, Stühle, Schaukelstuhl, Haus / Tür, Teetasse, alte Decke, 2 Vespertüten, Stall

Personen:

Samuel

Rebekka

Onkel Hesekiel

Prophet Johanan

Simon

Johanna, seine Frau

Ihre zwei Kinder

Josef

Maria

Marcus, römischer Soldat

Lucius, römischer Soldat

Hirte Andreas

Hirte Daniel

Nachbarin Josepha

Sprecher (Text kann abgelesen werden)

Zahlreiche Statisten in Rebekkas Haus (evtl. können Simon und Johanna auch noch mehr Kinder zugeordnet werden bzw. ein dritter Hirte im Stall auftreten)

1. Szene

Simon, Johanna und ihre Kinder ziehen zu Rebekkas Haus und klopfen an die Tür. Dort sitzen zahlreiche Gäste am Tisch, Onkel Hesekiel in einem Schaukelstuhl daneben. Rebekka rennt hin und her, um alle zu bedienen.

Rebekka:             Samuel, machst du bitte mal auf? Ich hab hier grade zu tun!

Samuel (geht maulend zu Tür, öffnet, ohne die Neuankömmlinge anzuschauen und verzieht sich wieder):              Mama! Da sind schon wieder welche!

Rebekka (rennt erschöpft an die Tür):     Oh, Simon, Johanna, schön dass ihr da seid! Ihr kommt auch wegen dieser Volkszählung, nicht wahr! Aber so ganz gemütlich ist es bei uns grade nicht, das Haus ist schon ziemlich voll!

Simon:  Rebekka, mach dir bitte keine Umstände! Wenn du ein Bett für uns hast und vorher vielleicht noch ein Abendessen, sind wir schon zufrieden!

Rebekka:             Hmmm, Bett … Essen … das ist so eine Sache …. Aber kommt erst mal rein!

Die Familie tritt ein.

Onkel Hesekiel: Rebekka! Wo bleibst du denn! Es ist zehn nach sechs, wo bleibt denn mein Kamillentee! Einen alten Mann so warten zu lassen!

Rebekka (flüsternd zu Samuel): Samuel, du musst mir jetzt helfen! Du bist doch schon ein großer Junge! Kannst du bitte heute Nacht im Heu schlafen, dass wir Simon und seiner Familie dein Zimmer überlassen können? Bitte! Ich weiß ehrlich nicht, wo ich die sonst noch unterbringen könnte. Und lauf zu Josepha rüber und frag, ob sie uns Bettzeug ausleihen kann! Ach ja, und was zu essen! Ich hab wirklich nichts mehr im Haus!

Samuel (seufzt):               Alles klar, Mama, mach ich! (zieht ab)

Kind 1:  Tante Rebekka, ich hab solchen Hunger! Kannst du uns vielleicht Spaghetti machen? Oder Pommes?

Kind 2:  Ooch ja, Pommes wär cool! Mit Ketchup!

Onkel Hesekiel: Zum Donnerwetter, Rebekka! Mich so warten zu lassen! Mit wem redest du da die ganze Zeit! Ich will jetzt sofort meinen Tee!!!

Rebekka:             Ja, Vater, ich komm ja schon! (bringt ihm eine Teetasse)

Onkel Hesekiel: Na endlich! (schaut auf Simon und seine Familie) Sag, hast noch mehr Leute reingelassen? Schaff jetzt endlich mal die Kinder heraus, dieser Lärm macht mich ganz verrückt!

Rebekka:             Ich kann sie ja schlecht draußen stehen lassen, oder? Kommt, ihr anderen, rutscht mal ein bisschen zusammen, damit die Vier auch noch Platz haben!

Johanna:            Rebekka, vielen Dank! Du, es wäre ganz toll, wenn wir jetzt schnell essen könnten, die Kinder gehen normalerweise um sechs Uhr uns Bett und sind schon schrecklich hungrig!

Prophet Johanan (mit wichtiger Stimme):            Ein Satter tritt Honigseim mit Füßen, aber dem Hungrigen ist alles Bittere süß.

Rebekka:             Ja, ja, ich beeile mich! (leise zu sich selbst) Diese Volkszählung bringt mich noch um! Hoffentlich kommt Samuel bald zurück – und hoffentlich konnte er was organisieren!

Sprecher:                            Schritte im Dunkeln, wir tappen voran:

Die Hand vor den Augen, die sehen wir nicht.

Wir wissen nicht weiter und denken daran,

dass Gottes Wort uns Erleuchtung verspricht.

2. Szene

Samuel klopft bei der Nachbarin an. Unweit davon lassen sich die römischen Soldaten Marcus und Lucius zum Vespern auf einer Bank nieder.

Josepha (öffnet die Tür):               Ah, guten Abend, Samuel, du alter Hühnerdieb! Was treibt dich diesmal zu mir? Willst du wieder Äpfel klauen, oder was ist los?

Samuel (außer Atem):   Guten Abend, Josepha. Nein ich will nichts Schlimmes diesmal, ehrlich nicht. Aber meine Mutter schickt mich. Wir haben ganz viel Besuch bekommen, wegen der Volkszählung, wissen Sie. Und jetzt lässt sie fragen, ob Sie ihr nicht mit Bettzeug aushelfen könnten und auch mit was zu essen … unsere Speisekammer ist leer, und kaufen kann man jetzt auch nichts mehr. Sie wird es bestimmt so bald wie möglich zurückerstatten, versprochen …

Josepha (lacht höhnisch):            Junge, Junge, wie stellst du dir das vor? Ich hab auch das ganze Haus voll! Diese Volkszählung ist eine Katastrophe. Aber warte mal … (kramt eine alte Decke hervor) Hier, die kannst du mitnehmen. Aber zu essen kann ich dir wirklich nichts mitgeben, ich weiß auch nicht, wie ich meine Leute hier satt kriegen soll.

Samuel (riecht an der Decke und verzieht das Gesicht):  Vielleicht wenigstens ein bisschen Brot …

Josepha (wütend):          Ich hab dir doch gesagt, ich kann dir nichts geben! Jetzt ist aber mal gut! Und die Decke hätte ich gerne nächste Woche wieder – frisch gewaschen!

Samuel (duckt sich unwillkürlich):            Ich werde es meiner Mutter ausrichten. Vielen Dank auch und nix für ungut!

Josepha schließt die Tür. Samuel geht langsam davon, hält die Decke etwas auf Abstand.

Samuel (zu sich selbst): Oh je, das war aber eine Pleite! Was sollen ich denn nur machen? Wir brauchen unbedingt was zu essen!

Die beiden Soldaten unterhalten sich. Samuel spitzt die Ohren und schleicht sich näher heran.

Lucius:  Endlich Pause! Also, Marcus, ich muss dir sagen, ich finde das Kommando hier echt anstrengend. Diese Juden sind wirklich ein komisches Volk – dermaßen hochnäsig! Dauernd reden sie von ihrem Gott und diesem Messias – wer soll das überhaupt sein?

Marcus (holt sich etwas aus der Vespertüte):     Ja, also, sie glauben, dass ihr Gott ihnen irgendeinen Retter schicken wird, einen großen König, der uns in die Flucht schlagen soll, damit das Land wieder ihnen gehört. Dass ich nicht lache! Das römische Volk beherrscht praktisch die ganze Welt. Und da meinen so ein paar eingebildete Dorftrottel, hier den Aufstand planen zu müssen! Aber die sind einfach unbelehrbar …

Lucius (holt sich ebenfalls Essen aus der Tüte):   Ja, mir scheint auch, dass wir hier wachsam sein müssen. Und jetzt fängt diese Volkszählung an. Ich hoffe bloß, es bleibt alles ruhig!

Samuel schleicht sich von hinten heran, schnappt sich die Vespertüte und rennt blitzschnell davon.

Marcus:               He, du kleiner Dreckspatz! Unser Vesper! Du spinnst wohl! (steht auf und will ihm hinterherrennen)

Lucius (hält ihn fest):      Komm, lass ihn doch! Wir können ja da drüben in die Kneipe gehen und uns was holen. Wahrscheinlich lebt der Kleine auf der Straße und hat lange nichts mehr zu essen abbekommen – so wie der roch … Puuh! (hält sich die Nase zu)

Sprecher:                            Düstere Zeiten, das Unrecht regiert:

                                           Der Starke befiehlt und missbraucht seine Macht.

                                           Der Schwache verzweifelt, hat fast resigniert,

                                           hofft nun auf Gott, auf sein Licht in der Nacht.

3. Szene

Örtlichkeiten wie in der ersten Szene, im Stall neben der Wohnstube sind jetzt Maria und Josef angekommen.

Samuel klopft zu Hause wieder an die Tür. Rebekka öffnet.

Rebekka:             Da bist du ja wieder! Ich hätte dich schon fast vermisst gemeldet! Wo warst du denn so lange?!

Samuel:               Weißt du, so einfach ist es auch nicht, auf die Schnelle was zu organisieren! Hier, eine Decke von Josepha und ein bisschen was zu essen von … äh … vom Markt.

Rebekka:             Die Decke stinkt ja fürchterlich, da hat wohl ihre Ziege drauf gelegen, die letztes Jahr gestorben ist. Die kann ich doch unseren Gästen nicht anbieten! Und Essen, sagst du, vom Markt … Ich dachte, da gibt´s nichts mehr zu kaufen? Und woher hast du das Geld? Samuel?

Samuel (schnell): Mama, glaub mir, so genau willst du es gar nicht wissen. Ich zieh jetzt um ins Heu.

Rebekka:             Äh, Samuel, ich muss dir was sagen. Während du weg warst, sind noch mehr Gäste angekommen. Dein Onkel Josef mit seiner Frau, ich glaube, Maria heißt sie, oder so ähnlich. Er hat wohl kürzlich geheiratet, wir waren nicht mal eingeladen – na ja. Also, sie ist hochschwanger. Das Baby kann jederzeit kommen. Deshalb hab ich sie in den Stall gelegt, da haben sie wenigstens etwas Ruhe. Kannst du dann im Vorraum schlafen?

Samuel (gleichgültig):    Wenn es sein muss … Kann ich ihnen dann wenigstens was zu essen bringen? Sonst fressen Simons gefräßige Kinder alles weg!

Onkel Hesekiel (aus dem Hintergrund):  Rebekka, mir ist kalt! Kannst du mir eine Wärmflasche machen? Und wo sind meine Pantoffeln?

Rebekka:             Ich komme, Vater! (zu Simon) Ja, ja, geh nur rüber zu ihnen! Und … danke, Samuel! Was täte ich bloß ohne meinen großen Jungen!

Samuel geht zu Maria und Josef in den Stall.

Samuel:               Hallo, Onkel Josef! Hallo, Tante Maria! Ich bin Samuel, der Sohn von Rebekka. Hier, ich hab euch was zu essen mitgebracht.

Josef:    Samuel, mein Junge! Wie groß du geworden bist! Als ich zum letzten Mal hier war, warst du noch ein Baby!

Maria:  Und vielen Dank für das Essen, Samuel! (schaut in die Tüte) Oh, sogar Pizza, das essen doch sonst nur die Römer!

Samuel (ehrfürchtig):    Wie schön du aussiehst, Tante Maria! Wie ein Engel!

Maria (verlegen):            Danke für das Kompliment, Samuel. Aber Engel sind … sind … ganz anders.

Samuel (neugierig):        Ja, hast du denn schon mal einen gesehen?

Maria:  Ich glaube, dir kann ich die Geschichte erzählen, Samuel. Du wirst nicht drüber lachen. Also, ich hatte tatsächlich vor ein paar Monaten Besuch von einem Engel.

Samuel (ungläubig):       Echt? Und wie sah er aus, der Engel? Und was hat er gesagt?

Maria:  Er hat gesagt, dass in meinem Bauch ein Baby wachsen wird. Und dass es ein ganz besonderes Kind sein wird, weil … weil es nämlich Gottes Sohn sein wird, der versprochene Retter, den uns Gott schickt, der Messias.

Samuel (aufgeregt):       Echt? In deinem Bauch wächst Gottes Messias heran? Und wird vielleicht in unserem Haus geboren? Mann, ist das aufregend! Das muss ich sofort den anderen erzählen! (rennt hinaus)

Josef (nachdenklich zu Maria):  Meinst du, dass das jetzt klug war, Maria?

Samuel stürmt ins Wohnzimmer, wo immer noch alle um den Tisch sitzen. Onkel Hesekiel sitzt in seinem Schaukelstuhl. Als Samuel hereinkommt, verstummen die Gespräche.

Samuel (atemlos):           Hört mal alle zu! Ich muss euch was Unglaubliches erzählen! In Marias Bauch wächst der Messias heran! Ein Engel hat sie besucht und es ihr gesagt! Vielleicht wird Gottes Sohn in unserem Haus geboren! Ich bin ja so aufgeregt!

Onkel Hesekiel (entrüstet):          Junge, jetzt benimm dich mal! Man unterbricht nicht die Erwachsenen! Hier so eine Unruhe zu verbreiten! Und was erzählst du da für Geschichten? Das sind doch reine Hirngespinste!

Rebekka (geht zu Samuel und legt ihm die Hand auf die Stirn):   Samuel, das alles war wohl heute ein bisschen viel für dich. Mein armer Junge! Aber Fieber hast du, glaube ich, nicht. Leg dich doch ein Weilchen hin, dann geht es dir wieder besser!

Johanna:            Rebekka, ich glaube, du musst dir keine Sorgen machen. So sind Kinder eben. Sie haben eine blühende Fantasie! Das ist bei meinen auch nicht anders!

Prophet Johanan:            Es steht geschrieben: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Land üben wird.“ Glaubst du, dass ein König in unserem Stall hier geboren wird? Das ich nicht lache! Junge, hüte deine Zunge! Das grenzt ja an Gotteslästerung, was du da sagst!

Samuel (den Tränen nahe):         Es ist mir ganz egal, was ihr sagt! Ich glaube Tante Maria! Ihr werdet schon sehen!

Samuel rennt hinaus. Die anderen sehen sich bestürzt an.

Sprecher:                            Finstere Sprüche, respektloser Spott:

                                           Wir ziehn in den Dreck, was gestern noch trug.

                                           Die Werte sind wertlos, Gebote bankrott.

                                           Gott, greif doch ein, es ist längst genug!

4. Szene

Am nächsten Morgen (evtl. Hahnenschrei einspielen). Samuel schleicht sich in den Stall zu Maria und Josef. Er trifft Maria lächelnd mit ihrem Baby im Arm an. Außerdem sind zwei fremde Männer im Stall.

Samuel:               Guten Morgen! Ich konnte nicht mehr schlafen, und da dachte ich, ich sehe mal nach euch. Ohh, das Baby ist da! Heute Nacht geboren? Und Besuch habt ihr auch bekommen?

Maria:  Ja, Samuel, unser Sohn ist heute Nacht geboren. Er heißt Jesus, auch das hat der Engel mir gesagt.

Samuel:               Oh, das ist ja der Wahnsinn! Gottes Sohn kommt in unserem Stall zur Welt! Er ist wunderhübsch, aber, wenn ich ehrlich sein soll … ich habe ihn mir irgendwie anders vorgestellt … irgendwie besonders. Er sieht aus wie ein ganz normales kleines Baby.

Maria:  Samuel, ich verrate dir jetzt ein Geheimnis. Vielleicht erkennen wir Gott oft nicht, weil er so ganz normal mit uns redet oder in ganz normalen Alltagsdingen uns begegnet. Und seinen Sohn in einem Stall zur Welt kommen zu lassen, auf so eine Idee kann eigentlich nur Gott kommen, meinst du nicht?

Samuel (ehrfürchtig):    Ich glaube, du hast einen großen Glauben, Maria. Du kennst Gott besser als dieser sogenannte Prophet Johanan, der mir immer nur sagt, dass ich brav sein soll. (sieht zu den Hirten hinüber) Oh, und ihr habt in dieser aufregenden Nacht dann gleich noch Besuch bekommen??!

Hirte Andreas (verbeugt sich leicht):       Gestatten, Andreas ist mein Name, das ist mein Kollege Daniel. Wir sind Hirten auf den Feldern vor der Stadt. Als wir heute Nacht die Schafe hüteten, wurde es auf einmal taghell. Und es war Musik in der Luft, wie aus einer anderen Welt, so wunderschön, wie ich sie noch nie gehört habe. Wir sind zu Tode erschrocken und fielen auf die Erde, aber dann trat ein Engel zu uns und sprach mit uns. „Fürchtet euch nicht!“, sagte er, „Euch ist heute der Heiland geboren. Geht nur hinein in die Stadt und seht ihn euch an. Ihr findet ihn in Windeln gewickelt in einer Krippe liegen.“ Dabei weiß ich doch gar nicht so genau, was das ist, ein Heiland. Aber dann sagte Daniel …

Hirte Daniel (unterbricht):           Ja, also, dann sagte ich: „Andreas, stell dich nicht so an!“, sagte ich, „Das waren eindeutig Engel, von Gott geschickt. Wenn wir jetzt nicht gehen, dann verpassen wir was Großartiges und werden das unser ganzes Leben lang bereuen.“ Und so sind wir jetzt hier. Wir haben alles genau so vorgefunden, wie der Engel gesagt hat. Auch wenn das Baby aussieht wie ein ganz normales Kind und seine Eltern – entschuldigt bitte – auch nichts Besonderes sind, muss es doch so sein, wie der Engel gesagt hat. Aber eigentlich können wir ja froh sein. Wenn der Heiland im Palast in Jerusalem geboren wäre, hätten wir ihn nie zu sehen bekommen.

Samuel:               Das ist ja der Wahnsinn, eure Geschichte! Maria, ich hab gestern Abend noch den anderen im Haus erzählt, was der Engel dir gesagt hat, aber es hat sie überhaupt nicht interessiert. Sie haben mich nur ausgelacht oder gesagt, ich soll still sein. Aber ich bin jetzt sicher, dass dieses Kind wirklich Gottes Sohn ist. (streichelt dem Baby ehrfürchtig das Köpfchen) Der Messias ist in unserem Stall zur Welt gekommen! Das ist die coolste Geschichte, die ich je erlebt habe!

Sprecher:                                            Sein Licht geht auf,

                                                          in den dunkelsten Stunden ein freundlicher Schein.

                                                           Sein Licht geht auf und leuchtet ins Dunkel hinein.

Ende.

Gott stellt Aaron an Moses Seite

Zielgedanke

Gott hat einen Auftrag für uns, der größer ist als unsere Schwächen und Ängste. Er hilft uns beim Ausführen, indem er uns z.B. einen Menschen an die Seite stellt.

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Moses Leben genauer unter die Lupe zu nehmen ist spannend und faszinierend. Dabei können wir erkennen, wie Gott führt, vorbereitet und in allem offensichtlichen Chaos die Fäden souverän, aber für uns oft unsichtbar in der Hand hält. Angefangen mit Moses Geburt und WUNDER-baren Rettung. Interessant dabei ist, dass sich sowohl Moses leibliche Mutter, als auch seine Pflegemutter gegen Ungerechtigkeit und – in diesem Fall – für Moses Leben einsetzen. (2. Mose 2, 1-10). Mose selbst setzt sich später immer wieder gegen Ungerechtigkeit ein (z.B. 2. Mose 2, 12 u. 17). So, als ob es ihm von „seinen Müttern“ in die Wiege gelegt worden ist.

Auf seinen vielen verschlungenen Wegen und Umwegen können wir im Rückblick erkennen, wie Gott Mose auf die Aufgabe als Anführer seines Volkes auf dem Weg durch die Wüste vorbereitet hat: er bekam eine sehr gute Bildung am Hof des Pharao; er lebte viele Jahre ein einfaches Leben als Schafhirte; er lebte als Ausländer in einer fremden Kultur, und er führte ein Leben als Nomade in der Wüste.

Und dann, mitten in diesem Alltagstrott als Hirte und Nomade, begegnet ihm Gott. Durch einen brennenden Dornbusch in der Wüste. Mose hätte daran vorbei gehen können. Aber er nähert sich diesem Phänomen: der Busch brennt, aber verbrennt nicht. Gott stoppt Mose auf dem Weg zu diesem Busch. Es ist heiliges Land, denn Gott selbst, wollte dort Mose begegnen. Aus diesem Grund zieht Mose auch seine Schuhe aus; es ist ein Zeichen der Ehrerbietung und Unwürdigkeit gegenüber Gott. Gott ist der erhabene Herr und Gott! In dieser Haltung redet Mose mit Gott, aber auch in vertrauensvoller Offenheit und Ehrlichkeit.

Gott stellt sich Mose zweimal vor: einmal als der „Gott deiner Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“ (2. Mose 3, 6). Damit erinnert er auch an die Bündnisse, die er mit Moses Vorfahren geschlossen und gehalten hatte. Er verweist auf seine Verlässlichkeit und führt Mose vor Augen: „So bin ich immer noch.“ Auf Nachfragen Moses, wie er Gott bei seinem Volk nennen soll, sagt Gott von sich selber: „Ich werde sein, der ich sein werde“ (2. Mose 3, 14). Auch hiermit verweist er auf seine Beständigkeit, Verlässlichkeit und Unveränderlichkeit, weil er es nicht nötig hat, sich zu verändern. Aber Mose hatte diese Eigenschaft Gottes, die Zusage seiner Verlässlichkeit wohl besonders nötig.

Und kaum hat Mose seinen Auftrag, schon fängt er an zu verhandeln. Er sucht Entschuldigungen, vielleicht auch Ausreden. Er ist unsicher, hat Angst vor dieser Aufgabe und ihren Folgen, hält sich vielleicht für unwürdig, auf alle Fälle für unfähig und schaut nur auf seine Schwächen. Während dieser Verhandlungen lässt Gott Mose zwei Wunder erleben. Sein Hirtenstab verwandelt sich in eine Schlange und zurück in seinen Stab. Gott benutzt hier ein alltägliches Hilfsmittel um Mose seine Möglichkeiten zu zeigen. Er nutzt etwas ganz Gewöhnliches um Ungewöhnliches zu erreichen. Das kann unser Gott! Gott nimmt Mose in seinen Unsicherheiten und Ängsten ernst und gibt ihm drei Hilfen mit auf den Weg: Das Versprechen seiner Gegenwart; die Fähigkeit Wunder zu tun; seinen Bruder Aaron als Unterstützung und Ergänzung. Mit dieser „Ausrüstung im Gepäck“ nimmt Mose den Auftrag an.

Was der Text aussagt

Mose ist unsicher, hat Angst, fühlt sich überfordert. Er malt sich aus, was alles passieren könnte, wenn er diesen Auftrag annimmt. Reagieren wir in Situationen, in denen wir Angst haben, unsicher und überfordert? Reagieren Kinder anders? Machen wir es nicht ganz ähnlich wie Mose, und malen uns die Situation und ihre Folgen in den dunkelsten Bildern aus? Starren wir nicht wie gebannt nur auf unsere Schwächen und (anscheinende) Unfähigkeiten? Ich schon! Wie hilfreich ist es dann, sich an Menschen wie Mose zu erinnern, vielleicht auch an noch lebende Vorbilder und an unseren Gott. Von Moses Leben können wir lernen: Gott stellt uns immer wieder in herausfordernde Situationen und gibt uns kniffelige Aufträge, ABER er stattet uns mit dem aus, was wir dazu brauchen. Manchmal erst, wenn wir die ersten Schritte gehen. Mose ist Aaron auch erst auf dem Weg nach Ägypten begegnet. Worauf wir uns immer verlassen können und was gut ist, an unserer Seite zu haben: das Versprechen Gottes, mit uns zu sein; Gott kann mehr als wir uns vorstellen können und überrascht uns mit Begabungen von denen wir nicht wussten; Menschen, Freunde oder/und Familie, die uns unterstützen und ergänzen.

Wollen wir andere Menschen mit unserem Gott bekannt machen, sie von seiner Größe, Liebe, Vollmacht,… überzeugen, können wir das am besten so, wie Gott es Mose geraten hat: ihnen von unseren eigenen Erlebnissen mit Gott erzählen und von dem, was er im Leben von uns und anderen Menschen, z.B im Leben Moses getan hat.

Einstieg

Mose hat sich mitten in seinem Alltag, unterwegs mit den Schafen von Gott ansprechen lassen. Er hat „gehört“, wie Gott ihn durch den brennenden Dornbusch gerufen hat.

Teilt die Gruppe in zwei Gruppen auf. Die eine Hälfte zieht Namenszettel von Kindern der anderen Hälfte. Nun stellen die beiden Gruppen sich an gegenüber liegenden Wänden auf. Ihr macht laute Musik an. Die Kinder, die einen Namen gezogen haben bleiben stehen, rufen aber laut den Namen ihres Partners. Die anderen Kinder gehen langsam los und versuchen herauszufinden, welches Kind seinen/ ihren Namen ruft und den Partner zu erreichen. Wer hört im Chaos seinen Namen als erstes und findet seinen Partner?

Bestimmt habt ihr auch eine kreative Idee, wie ihr das Spiel online spielen könnt. In dem ihr z.B. einigen Kindern im persönlichen Chat den Namen eines anderen Kindes schreibt, alle Kinder gleichzeitig immer wieder die Namen rufen lasst und die anderen Kinder im Chat schreiben, welches Kind seinen /ihren Namen ruft. Dabei solltet ihr darauf achten, dass man alle Kinder auf dem Bildschirm sieht (Galerieansicht).

Erzählung

Aaron erzählt:

Was Gott wohl vorhat? Ich weiß nicht, was er von mir will. „Aaron, gehe in die Wüste, Mose entgegen.“ Ende. Das war alles, was er mir auftrug.

Meinen Bruder Mose habe ich seit Jahrzehnten nicht gesehen. Ich weiß nicht einmal, ob er überhaupt noch lebt und wo. Jetzt bin ich hier, mitten in dieser riesigen Wüste, am Fuß dieses Berges und warte. Da vorne, da kommt ein Mann, gebeugt, auf einen Hirtenstab gestützt. Langsam gehe ich ihm engegen. Langsam nähern wir uns. Es ist Mose, ich erkenne sein Gesicht, mein Bruder Mose! Tränen laufen über mein Gesicht. Wir können es nicht fassen. Umarmen einander. Ich gebe ihm einen Kuss auf die Wange. „Mose! Gott hat mich zu dir geschickt. Was sollen wir hier tun? Weisst du mehr als ich?“

Und dann fängt mein Bruder Mose an zu erzählen. Wie er mit den Schafen seines Schwiegervaters in der Steppe unterwegs war und dort einen Dornbusch sah, der brannte aber nicht verbrannte. Das wollte er sich genauer ansehen da hörte er eine Stimme. „Eine Stimme?“, frage ich. „Woher? Von wem?“ Nun wird seine müde Stimme eifrig, begeistert. Seinen Namen habe er gehört und wie Gott selbst zu ihm geredet hat, ihm befohlen hat, seine Schuhe auszuziehen, weil er, Gott, mit ihm reden wolle. Wie Gott sich ihm vorgestellt hat, als der Gott unserer Väter, Abraham, Isaak und Jakob, mit denen er Bündnisse geschlossen und in deren Leben er wunderbare Dinge getan hat. Er habe sich verhüllt, vor Ehrfurcht diesem Gott zu begegnen. Und dann habe ihm Gott einen Auftarg gegeben: Gott hat die Not seines Volkes gesehen, das unter der Sklavenarbeit in Ägypten leide. Er möchte es befreien und in ein eigenes Land führen, wo es ihm gut gehen wird.

Dann seufzt Mose schwer. Seine Stimme wird leiser. Er, Mose, soll zum Pharao, dem Herrscher Ägyptens gehen und sein Volk befreien. Er schüttelt den Kopf. Wie das gehen soll? Wer soll auf ihn, den Fremden hören? Wie soll er sagen, wer ihn gesandt hat? Doch Gott wusste eine Antwort. Gott versprach Mose, bei ihm zu sein und nannte seinen Namen: „Ich werde sein, der ich sein werde“ – der hat mich gesandt, der, der so ist, wie er schon immer war, verlässlich, treu, unveränderlich. Was für ein Name! Fasziniert höre ich zu.

Noch mehr hat Gott Mose gesagt, was er dem Volk von ihm zusagen soll: dass Mose Gott begegnet ist, dass Gott ihre Not gesehen hat und sie befreien will und in ein Land führen, in dem es ihnen gut gehen wird. Gott gab Mose genaue Aufträge, wie er das Volk überzeugen kann, wie er dem Pharao begegnen soll und auch was dann alles geschehen wird. Er versprach ihm auch immer wieder, bei ihm zu sein, mit all seiner Macht und Größe.

Niedergeschlagen gesteht Mose ein, wie groß seine Angst vor diesem Auftrag war, wie sehr er an seiner Überzeugungskraft zweifelte. Ich nicke verständnisvoll. Da ließ ihn Gott ein Wunder erleben: Mose sollte seinen Stab auf die Erde werfen. Als er es tat, wurde aus seinem ganz normalen Stab eine Schlange. Mose erschrak, ich auch, nur beim Zuhören. Doch nun sollte er die Schlange am Schwanz packen und – da hatte er wieder seinen Hirtenstab in der Hand! Noch mehr Wunder ließ Gott geschehen und versprach er zu tun, wenn sie in Ägypten waren. So sollte das Volk von Mose und Gottes Auftrag an ihn überzeugt werden.

Aber immer noch waren Moses Zweifel groß. Er wehrte sich gegen diesen Auftrag. Er war eine, nein viele Nummern zu groß für ihn! Wie sollte er ein ganzes Volk und einen mächtigen Pharao von so einem verrückten Plan, der Befreiung eines versklavten Volkes überzeugen? Er, der nicht gut reden konnte, der sich verhaspelte, nicht die passenden Worte fand – das konnte er nicht, ganz sicher nicht! Er war der Falsche. Doch Gott ermahnte ihn, doch ihm, der ihn gemacht hatte mit Mund und Ohren und allen Fähigkeiten zu vertrauen. Aber Mose wusste nicht, wie er das bewältigen sollte und bat Gott inständig, jemand anderen zu schicken.

Beschämt schüttelt Mose seinen Kopf. Gott habe schon gewusst, was und wen er für diese Aufgabe brauchen würde. Er habe schon vor diesem Gespräch mit Mose alles vorbereitet. Gott habe ihm gesagt: Aaron, sein Bruder, könne gut reden und er sei schon auf dem Weg zu ihm. Wir sollten gemeinsam diesen Auftrag ausführen. Mose solle mich, Aaron, instruieren und ich solle reden. Er, der allmächtige Gott sei mit uns und durch Moses Hirtenstab, wolle er Unmögliches wahr machen.

Sprachlos schauen Mose und ich uns an. Mit uns möchte Gott sein Volk befreien? Wir sollen gemeinsam diesen großen Auftrag ausführen? Noch einmal sehen wir uns in die Augen, nicken einander zu und gehen los: gemeinsam und im Team mit Gott nehmen wir den Auftrag an. Gemeinsam sind wir stark.

Andachtsimpuls

Einen großen Auftrag bekommt Mose da: ein ganzes Volk aus der Sklaverei befreien! Kein Wunder fühlt er sich schwach, überwältigt und überfordert. Er findet immer wieder neue Gründe, warum er diesen Auftrag unmöglich ausführen kann. Alle möglichen schrecklichen Folgen malt er sich aus. Aber Gott hat immer eine Antwort, eine Lösung. Er hat einen Auftrag für Mose, und er weiß, was Mose braucht, um diesen Auftrag ausführen zu können. Genau das stellt Gott ihm zur Verfügung:

  • Er verspricht ihm seine Gegenwart in jeder Situation, die auf ihn zukommt (Zeige eine Krone oder male sie auf ein Flipchart).
  • Seinen Bruder Aaron, der ihn mit seiner Redegewandtheit unterstützen und ergänzen soll (Zeige zwei große passende Puzzleteile oder male sie auf).
  • Seinen Hirtenstab, mit dem Mose Wunder tun soll und Gott Unmögliches wahr werden lassen wird (zeige eine glitzernde Perle oder Kugel oder male sie auf)

Gott hat auch Aufträge für dich. Nicht den gleichen Auftrag wie für Mose. Ein Auftrag kann z.B. sein, ein anderes Kind in die Jungschar einzuladen und regelmäßig dazu abzuholen. Oder im Reli-Unterricht zuzuhören und mitzuarbeiten, auch wenn Kumpels sich lustig darüber machen. Nicht auf jede Provokation oder Bitte des kleinen Bruders genervt zu reagieren, sondern sich Zeit für ihn zu nehmen. Das kann Überwindung und Mühe kosten. Vor der Klasse alleine vorzusingen, weil man gerne in den Chor möchte, kann beängstigend sein.

Aber wie Mose lässt uns Gott nicht allein mit unseren herausfordernden Aufträgen, mit Situationen, die Angst machen oder zumindest verunsichern. Er hat einen Plan und Möglichkeiten, die größer sind als unsere Ängste und Schwächen. Und wie Mose können wir uns auf diese drei Dinge verlassen:

  • Krone: Gott ist immer bei uns, egal, was auch kommt. Wir sind nie alleine.
  • Puzzleteile: Wir haben Menschen, Freunde & Familie an unserer Seite, die uns unterstützen und ergänzen, vielleicht überrascht dich Gott ja auch mit jemand Unerwartetem.
  • Glitzer-Perle: Gott kann mehr, als wir uns vorstellen können und überrascht uns mit Begabungen, von denen wir nicht wussten.

Vertiefung

Lieder:

  • Absoluto gutto, Einfach spitze Nr. 137
  • Ich will nicht mehr sagen, Einfach spitze Nr. 64
  • Hand in Hand, Einfach spitze Nr. 50

Bastelideen

Bastelt ein Armband, Schlüsselanhänger oder Karabiner mit Anhänger. Verwendet dabei die drei Symbole aus der Andacht. Für den Schlüsselanhänger oder Karabiner könnt ihr die Puzzleteile und die Krone aus Moosgummi ausschneiden oder in einem Perlen-Laden (auch online möglich) besorgen. Auf das Armband könnt ihr auch, statt der Symbole, zusätzlich drei etwas größere Perlen auffädeln: in blau = Gottes Treue und Gegenwart/ grün = Hoffnung, Gott kann mehr, als wir uns vorstellen können/ rot = Menschen, die uns lieben und unterstützen und ergänzen. So haben die Kinder eine Erinnerung an Gottes Versprechen.

Aktion

Mose und Aaron brauchen und ergänzen einander. Kreiert doch gemeinsam eine Mahlzeit, bei der immer zwei Komponenten zusammengehören, die die Kinder zuerst einmal finden müssen. Stellt jeweils ein Teil der Paare auf einen Tisch, die andere Hälfte auf einen anderen Tisch und lasst die Kinder überlegen, was zusammen gehört.

Beispiele:

Eis und Eisportionierer, Schlagsahne und Hand-Mixer, Erdbeeren und Küchenmesser, Dessertschälchen und Teelöffel, Servietten und Deko-Kerzen,…

Hotdog-Brötchen und Brotmesser, Würstchen und Kochtopf, Zwiebeln und Schälchen, Teller und Gläser, Wasser und Eistee-Pulver,…

Kooperations-Spiele

Als Team, das gemeinsam eine Aufgabe lösen soll, ist es wichtig gut miteinander zu kooperieren. Übt das mit lustigen Kooperations-Spielen.

Drei-Bein-Fußball

Bildet zwei Mannschaften, die jeweils aus einer ungeraden Anzahl an Mitspielern besteht. Immer zwei Mitspieler binden sich mit einem Stück Stoff oder einem Geschirrhandtuch (diagonal gefaltet) die Beine unten am Knöchel zusammen. Sie stellen sich dazu nebeneinander und binden die beiden jetzt nebeneinander stehenden Beine zusammen. Nur der Torwart spielt allein. Und so wird Fußball gespielt.

Genau Zuhören

Die Jungscharler bilden Paare. Die Paare sitzen ca 40 cm voneinander getrennt auf dem Boden. Alle Paare in einer Reihe. Jetzt spannt ihr eine Decke/Leintuch/… zwischen den Paaren auf, so dass sich die Paare nicht mehr sehen können. Jeweils ein/e Partner/in bekommt ein fertiges Bauwerk aus duplo-Steinen, der/ die andere Partner/in nur die entsprechenden Steine. Auf „Los“geht’s los erklären alle Partner/inndn mit dem fertigen Bauwerk ihren Partnern auf der anderen Seite des Tuches das Bauwerk, das diese nachbauen sollen. Nachfragen ist erlaubt! Welches Paar schafft es als erstes zwei gleiche Bauwerke fertigzustellen?

Dieses Spiel lässt sich sicher auch in Zoom-Räumen o.ä. spielen. Dann könnte man statt Steine auch ein Bild nehmen, das nachgemalt werden soll. Dazu müsstet ihr im Vorfeld allerdings der Hälfte der Kinder das Bild zukommen lassen.

Einer beschreibt, das andere Kind malt. Dazu schickt man die Kinder in Zweiergruppen (Breakouts) und holt die Gruppen nach ein paar Minuten automatisch zurück. Welche Bilder stimmen am meisten überein?

Rücken an Rücken

Die Jungscharler bilden Paare. Die Paare stellen sich Rücken an Rücken. Jetzt sollen sie sich so durch den Raum bewegen, einer geht vorwärts, der andere rückwärts. Gut ist es die Rollen auch mal zu tauschen. Mit etwas Übung spielt man sich aufeinander ein und kann so auch Hindernisse überwinden, Slalom laufen, Treppen steigen,… oder?

Was ist eigentlich stark? Was schwach? In dieser Themenreihe geht es darum, mit den Kindern darüber ins Gespräch zu kommen, bzw. sich spielerisch diesen Fragen zu nähern. Gleichzeitig haben wir uns Gedanken gemacht, was Kinder stark macht. Was können wir Mitarbeitenden dazu beitragen, Kinder zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranreifen zu lassen? Und welche Rolle spielt Gott und der Glaube an ihn dabei? Besonders gut finden wir, dass Gott ganz normalen Typen begegnet und mit ihnen Geschichte schreibt. Und gerade in ihrer Schwachheit ist Gottes Kraft besonders gut zur Geltung gekommen.

Wer ist stark? Wer ist schwach? Komm, lies selbst und finde es für dich heraus! Viel Spaß beim Entdecken, Ausprobieren und Umsetzen,

Dein Jungscharleiter- Online-Redaktionsteam

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