Die Ich-bin-Worte

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 3/2021. Es geht in sieben Lektionen um die Ich-bin-Worte Jesu:

Lektion 1 Johannes 6,35 Ich bin … Brot des Lebens

Lektion 2 Johannes 8,12 Ich bin … das Licht der Welt

Lektion 3 Johannes 10,9 Ich bin … die Tür

Lektion 4 Johannes 10,11. (14) Ich bin … der gute Hirte

Lektion 5 Johannes 11,25 Ich bin … die Auferstehung und das Leben

Lektion 6 Johannes 14,6 Ich bin … der Weg und die Wahrheit und das Leben

Lektion 7 Johannes 15,5 Ich bin … der Weinstock

Außerdem gibt es einen Grundsatzartikel: Der Jungscharleiter ist Hirte und damit Vorbild!

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Den Kindern wird klar: Jesus tut so gut wie ein helles Licht im Dunkeln.

Checker

Die Kinder verbinden die Formulierung „im Licht leben“ mit starkem Selbstbewusstsein und mutiger Offenheit.

Der Text an sich

Das Ich-bin-Wort zum Licht steht zwischen zwei Geschichten und Jesus spricht es zur Zeit des Laubhüttenfestes in Jerusalem. Dieser Kontext wirft „Licht“ auf Jesu Aussage.

Bevor Jesus sagt „Ich bin das Licht der Welt“, wird eine Ehebrecherin zu ihm gebracht. Auf Ehebruch stand nach dem Gesetz des Mose die Todesstrafe durch Steinigung. Sicherlich hat die Frau deshalb verheimlichen wollen, was sie tat. Aber sie wurde erwischt. Jesus hat seine Predigt über das Evangelium immer in den Zusammenhang mit dem Gesetz von Mose gestellt, deshalb fragen ihn die Pharisäer, was er zu der Sache sagt. Sie wollen ihn überführen, dass er das Gesetz von Mose ablehnt. Jesus schreibt zunächst einfach auf den Boden. Als sie ihn zu einer Antwort drängen, sagt er, ein Sündloser unter ihnen solle den ersten Stein werfen. Sprachlos gehen sie nach und nach. Als alle weg sind, verurteilt Jesus die Frau auch nicht, aber ermahnt sie, in Zukunft nicht mehr gegen Gottes Willen zu leben.

Nach dem Ich-bin-Wort stellen die Pharisäer Jesu Glaubwürdigkeit in Frage: „Du gibst von dir selbst Zeugnis, das kann nicht stimmen.“ Jesus erklärt, dass die Aussage von zwei Leuten laut Moses Gesetz ausreicht, um die Wahrheit einer Aussage zu bestätigen. Und er und sein Vater sind ja schon zwei. Die Pharisäer fragen, wo Jesu Vater ist – und er sagt: „Den kennt ihr nicht, genauso wenig wie ihr mich kennt.“

Beide Geschichten bekommen ihre Bedeutung durch das Ich-Bin-Wort und die damit verbundene Erklärung: „Wer mir nachfolgt, wird nicht im Finsteren wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Jesus nachzufolgen verändert das Leben: es wird hell. Man kann nicht mehr im Finsteren wandeln. Das heißt, man wird so leben, dass man sich nicht dafür verstecken muss. Und man wird das Licht des Lebens haben. Es macht uns froh, gelassen und mutig, wenn wir Jesus und seinen Vater kennen. Eben als wäre ein ständiges Licht in unserem Leben angezündet worden.

Und dieses Licht ist heller als alle Lichter des Laubhüttenfestes zusammen. Bei diesem Erntefest wurde sieben Tage lang abends fröhlich gefeiert. Große Leuchter wurden im Tempel angezündet und erleuchteten die ganze Stadt. Jesus bezieht sich auf das gerade beendete Fest und erklärt, dass er nicht nur die Stadt erleuchtet, sondern die ganze Welt und nicht nur an den begrenzten Festtagen, sondern jeden Tag, an dem wir ihm nachfolgen.

Der Text für mich

Für mich ist das Bild vom Licht einleuchtend und erhellend.

Einleuchtend, denn ich mag weder äußere noch innere Dunkelheit. Innere Dunkelheit erlebe ich, wenn ich mich für etwas schäme und es verheimlichen will, oder wenn ich etwas nicht durchschaue. Licht dagegen tut mir gut, macht Dinge verständlich, macht mich fröhlich und hoffnungsvoll. Dasselbe tut Jesus in meinem Leben.

Deshalb ist das Bild auch erhellend: Ich HABE das Licht des Lebens! Deshalb werde ich mich automatisch so verhalten, als wäre ich „in der Öffentlichkeit“. Im Licht Jesu erlebe ich, dass auch meine Sünde nicht verurteilt wird. Er vergibt mir und ermahnt mich zu einem Leben nach Gottes Willen. Jesus lässt mich nicht im Dunkeln tappen, was Gottes Wille betrifft: weil ich ihn kenne, erkenne ich seine Wahrheit.

Als Nachfolger Jesu haben wir dieses Licht auch in der Mitarbeit.

Der Text für dich

Starter

Dunkelheit ist unheimlich. Viele Kinder haben Angst im Dunkeln, weil sie nicht sehen und erkennen können, ob Gefahr droht. Dunkelheiten gibt es auch in ihnen oder in ihrem Alltag. Vielleicht ist es Angst oder Unsicherheit, etwas ist unbekannt: Was passiert in der Schule? Werden sie verstehen, was andere erwarten oder machen sie (wieder) alles falsch? Wie sind die Eltern heute drauf? Manchmal verheimlichen die Kinder auch Sachen (lassen sie im Dunkeln), weil sie ihnen peinlich sind. Oder spüren Dunkelheit in sich, weil sie glauben oder wissen, dass sie an etwas Schlimmem schuld sind. Manchmal echt, manchmal eingebildet.

Aber Jesus ist Licht! Wer ihm folgt, hat das Licht des Lebens: Für Jesus ist nichts unbekannt, vor ihm braucht man nichts verheimlichen, er nimmt Schuld und Angst ab, er macht mutig und macht es hell in einem.

Checker

Wenn Kinder streiten, schlichten Erwachsene mit der Frage: Was ist passiert? Sie hören sich alles an, um Licht in die Sache zu bringen: zu verstehen, was wirklich passiert ist. Einer allein kann ja alles Mögliche behaupten, deshalb suchen sich Kinder automatisch Zeugen, die ihre Version bestätigen und werden unsicher, wenn das keiner tut. Jesus war nicht unsicher, als er sagte: Ich bin das Licht der Welt. Auch als die Pharisäer die Wahrheit dieser Aussage anzweifeln, bleibt er ganz sicher, weil sein Vater dasselbe über ihn sagt. Er spricht mutig in aller Öffentlichkeit. Er bringt Licht in die Frage, wie Gott sich wirkliches Leben gedacht hat, damit niemand im Dunkeln tappen muss. Seine Nachfolger leben so wie er „im Licht“: Sie reden und handeln selbstbewusst und mutig und müssen nichts verheimlichen. Sie wissen, wer sie sind: Gottes geliebte Kinder.

Der Text erlebt

Material: Figuren, z. B. Playmobil (eine Frau, 3-4 Pharisäer, Jesus), Schriftrolle

Hinführung

Idee 1

Blinde Kuh (s. Spielerisches) – Mit verbundenen Augen erleben die Kinder, was es heißt, nichts erkennen zu können und trotzdem laufen zu müssen, quasi „in der Finsternis zu wandeln“. So wird das Bild von „im Licht leben“ konkreter.

Idee 2

Bei dem bekannten Spiel 1, 2 oder 3 (s. Rätselhaftes) erleben die Kinder Selbstbewusstsein, wenn sie eine Antwort sicher wissen, oder umgekehrt Unsicherheit, bis das Licht die richtige Antwort offenbart. Das Spiel bietet eine Analogie für Jesu selbstbewusste Behauptung: „Ich bin das Licht!“, weil er schon wusste, dass er auf dem „richtigen Feld“ steht.

Verkündigung

Verkündigungsart: Erzählen mit Figuren, Gespräch

Ich will euch von einer Frau erzählen, die vor langer Zeit in Israel lebte. (Frauenfigur aufstellen). Eine sehr lange Zeit vorher hatte Gott Mose das Gesetz gegeben (Schriftrolle dazu), das für das Volk Israel gelten sollte. Gott wollte, dass die Leute verstehen, wie er sich das Leben gedacht hat. Dafür diente das Gesetz. Sie sollten es nicht nur verstehen, sondern auch tun. Immer, wenn sie das Gesetz hielten, zeigten sie allen: SO funktioniert das Leben, wie Gott es sich gedacht hat. Kennt ihr ein paar Gesetze, die Gott gegeben hat? (Einige nennen lassen / selbst nennen: die Wahrheit sagen und nichts Falsches, das Eigentum anderer respektieren, den Sabbat heiligen, Eltern ehren.)

Für diese Frau hier (auf sie zeigen) galt dieses Gesetz. Sie war verheiratet. Aber eines Tages wurde sie erwischt, wie sie mit einem anderen Mann zusammen war, nicht mit ihrem eigenen! Das Gesetz, das Gott Mose gegeben hatte, nennt das Ehebruch. Und weil Gott selbst einen Bund, den er geschlossen hat, niemals bricht, findet er es schlimm, wenn Menschen ihren Bund miteinander brechen. Deshalb hatte er zu Mose gesagt: Wenn man den Ehebund bricht, ist das so schlimm, dass man nicht mehr weiterleben darf. Ganz schön krass! Die Frau kannte dieses Gesetz. Trotzdem hat sie ihre Ehe gebrochen.

Ich vermute mal, ihr kennt auch Situationen, in denen ihr wisst, dass es eine Strafe gibt und ihr macht es trotzdem. Warum macht man etwas, obwohl man weiß, dass es falsch ist? (erzählen lassen)

Ich stelle mir vor, dass die Frau sehr einsam war und sich sehr danach gesehnt hat, dass jemand sie liebt. Einsamkeit macht es dunkel im eigenen Herzen. Als dann ein Mann kam und sich liebevoll um sie kümmerte, fühlte sich das vielleicht so an, als könnte er es heller machen. Das Blöde war: die Dunkelheit der Einsamkeit war weg, aber es kam eine neue Dunkelheit, weil sie wusste, dass sie etwas ganz Schlimmes tat! Vielleicht kennt ihr das auch, dass etwas sich zwar einerseits gut anfühlt, aber andererseits weiß man, dass es nicht richtig ist.

Und dann wurde sie erwischt und es kam ans Licht, was sie getan hatte (3-4 Pharisäerfiguren ergänzen, schauen und zeigen auf die Frau). Man sagt ja „etwas kommt ans Licht“, wenn etwas Heimliches aufgedeckt wird. Die Art, wie das damals ans Licht kam, fühlte sich für die Frau sicherlich nicht gut an, sondern machte es in ihr noch dunkler: Sie schämte sich und hatte Angst. Die Männer (auf Pharisäer zeigen) schleppten sie nämlich auf die Straße, zu einem Prediger und Lehrer (Jesusfigur ergänzen), dem gerade richtig viele Menschen zuhörten! Bestimmt könnt ihr euch vorstellen, wie beschämt die Frau war! Die Männer (auf Pharisäer zeigen) gehörten zu den Pharisäern, die das Gesetz von Mose gut kannten. Sie sagten zu dem Lehrer: „Mose hat uns gesagt, wer Ehebruch begeht, soll gesteinigt werden.“ Das heißt, es sollten so lange Steine auf den Menschen geworfen werden, bis er dadurch stirbt. Eine schlimme Strafe! Und weil die Männer wussten, dass dieser Lehrer (auf Jesus zeigen) das Gesetz von Mose (auf Schriftrolle zeigen) neu und anders erklärte, wollten sie wissen: „Was sagst du dazu?“

Also eigentlich wollten sie es gar nicht so genau wissen, sondern wollten, dass der Lehrer etwas Schlechtes über das Gesetz sagt und sie auch ihn fertig machen konnten, so wie die Frau. Aber der Lehrer sagte erst mal nichts, sondern schrieb in den Sand! Das war für die Frau erleichternd, weil die Leute sich über ihn wunderten und nicht mehr sie so verächtlich anstarrten. Die Männer fragten den Lehrer immer wieder, sie wollten eine Antwort! Schließlich sagte der Lehrer: „Wer von euch noch nie etwas getan hat, das gegen das Gesetz ist oder das Gott nicht gefällt, der soll als Erstes einen Stein werfen!“ Plötzlich herrschte Stille. Alle starrten den Lehrer an. Dann die Frau. Und wieder den Lehrer. Schließlich bewegte sich der erste, der älteste Mann (eine der Pharisäerfiguren nehmen). Er sah noch einmal auf die Frau, schüttelte den Kopf und ging weg. Kurz danach der nächste (zweite Pharisäerfigur weggehen lassen). So gingen alle Ankläger (letze Pharisäerfigur wegnehmen) und nur die Frau und der Lehrer und die Zuhörer blieben.

Ihr habt sicher schon erraten, wie der Lehrer hieß? (Jesus rufen / sagen lassen). Genau. Jesus sagte dann zu der Frau: „In dir ist Dunkelheit wegen dem, was du gemacht hast. Die Strafe wäre verdient, aber ich vergebe dir und du bekommst eine neue Chance! Lebe ab jetzt so, wie es Gott gefällt!“ Und dann sagte er zu allen: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht mehr in der Dunkelheit umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Genau das hat die Frau erlebt: Sie hatte sich in der Dunkelheit von Einsamkeit, Scham und Angst verirrt. Und durch Jesus fiel helles, freundliches Licht in ihr Leben. Jesus behandelte sie liebevoll und er erklärte damit das Gesetz Gottes: es geht darum, im Licht zu leben, nicht in der Dunkelheit. Jesus sah alles von der Frau, auch das Schlechte und Dunkle, aber er verurteilte sie nicht! Sie spürte: Sein Licht tut mir gut! Und sie verstand sicher: wenn ich mich an Jesus halte, bleibt sein Licht des Lebens in mir und ich verstehe, wie Gott sich das Leben wirklich gedacht hat.

Jesus tut auch uns so gut, wie ein helles Licht im Dunkeln!

Die andere Idee

Situation zwischen Jesus und den Pharisäern als Theaterstück (Joh. 8, 12-19). Der Schwerpunkt liegt darauf, dass Jesus selbstbewusst auftritt und sich nicht verunsichern lässt. Kurzandacht mit Analogie zum Spiel „1, 2 oder 3“: Jesus steht im richtigen Feld. Er sieht das Licht bzw. er ist es sogar selbst. Und Gott bestätigt: das ist die richtige Antwort. Jesus weiß das, aber merkt, dass die Pharisäer es nicht sehen. Wir verteidigen uns, wenn wir unsicher sind. Jesus ist das Licht, mit dessen Hilfe wir erkennen, was richtig und gut ist und auch, wer wir sind. Wenn wir ihm glauben, ihm nachfolgen (Bibel lesen, beten, Gemeinschaft mit anderen), ist er mit seiner Gegenwart bei uns und deshalb leben wir „im Licht“: wir reden mutig und offen die Wahrheit und im Bewusstsein, dass Gott in uns lebt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Material: Bilder (Anhang Teil A), Zitronensaft, Streichhölzer, Kerzen

Vorbereitung: Pro Gruppe die Bilder 1x ausdrucken. Mit Zitronensaft groß über die nebeneinanderliegenden zwei Bilder jeweils das zugehörige Wort schreiben. Dann auseinanderschneiden.

Ablauf: 3-4 Kinder pro Gruppe bekommen die Zettel, eine Kerze und Streichhölzer mit der Aufgabe: „Findet heraus, welche Bilder zusammengehören und in welche Reihenfolge sie gehören. Die Kerze bekommt ihr, damit euch ein Licht aufgehen kann!“ [Mit der Kerze kann die Zitronenschrift sichtbar gemacht werden, um die Lösung zu finden.]

Gespräch

Stell dir vor, du bist im Dunkeln. Ich sage verschiedene Situationen und du erzählst, wie es dir da geht. (nach Sinneseindrücken fragen: hören, sehen, fühlen)

Als Blinde Kuh – abends in deinem Zimmer – im Zelt – bei einer Nachtwanderung – im Dunkeln eine Treppe hochgehen an Türen und Gängen vorbei

Im Dunkeln befällt uns meist ein mulmiges Gefühl: Wenn wir nichts sehen können, sind wir besonders aufmerksam und hören Geräusche, die uns bei Tageslicht nicht auffallen. (Auch in einer Sommernacht beim Sternegucken mögen wir das Licht der Sterne und nicht die Dunkelheit.)

Eben haben wir gesammelt, wie es sich im Dunkeln anfühlt. Jetzt sagt mir mal, wie es im Hellen ist! (Beiträge sammeln und dann zusammenfassen) Wenn Licht da ist, fühlen wir uns sicher und gut. Manchmal macht Licht warm, z. B. Feuer oder eine Kerze. Licht macht froh. Kerzen erinnern an Feste wie Weihnachten oder Geburtstag.

Licht und Dunkel sind auch in uns. Habt ihr eine Idee, wann es sich in euch hell anfühlt? (sammeln, ggf. helfen oder ergänzen: wenn ich fröhlich bin, lache, zufrieden bin).

Am liebsten hätte ich, dass es immer hell in mir wäre. Aber ich erlebe auch, dass es irgendwie dunkel in mir ist. Kennt ihr das auch? (sammeln, ggf. ergänzen: traurig, wütend, Angst). Ich kenne Dunkelheit in mir auch, wenn ich etwas gemacht habe, von dem ich weiß, dass es nicht richtig ist.

Was macht ihr, wenn es um euch dunkel ist, ihr Angst habt oder unsicher seid?

Was macht ihr, wenn es in euch dunkel ist? (Ideen sammeln und eigene Erfahrungen einbringen: Licht anmachen, sich an jemandem festhalten, auf gute Bilder oder vertraute Geräusche konzentrieren, singen, beten, gute Worte in Erinnerung rufen)

Merkvers

Johannes 8,12

Leitung (L) spricht vor, Kinder (K) sprechen gemeinsam nach. Einen Satzteil nach dem anderen hinzufügen und das Bisherige komplett wiederholen.

L: Ich bin                                          K: Ich bin

L: Ich bin – das Licht                       K: Ich bin – das Licht

L: Ich bin – das Licht – der Welt.   K: Ich bin – das Licht – der Welt.

Gebet

Klagemauer: Backstein(e) mit Löchern

Auf Zettel schreiben oder malen, was sich dunkel anfühlt, Zettel in die Backstein-Löcher stecken, dabei im Kopf leise beten. Abschließend gemeinsames Gebet durch Leitung: „Jesus, in unserem Leben gibt es Dinge, die es dunkel in uns machen. Manches haben wir auf Zettel gemalt und geschrieben. Wir wissen, dass du alles kennst. Du bist das Licht der Welt. Mach mit deinem Licht unser Leben hell. Amen.“

Kreatives

Kerzen verzieren mit Wachsplatten

Material: weiße Kerze für jedes Kind, Wachsplatten in verschiedenen Farben, Scheren, scharfe kleine Messer, Vorlagen (Anhang Teil B), Ausstech-Formen

Aus den Wachsplatten werden Formen ausgeschnitten oder ausgestochen, auf der Kerze platziert und dort mit Handwärme festgeklebt.

Achtung: Umgang mit dem Messer gut anleiten! Ggf. nur Ausstechformen nutzen

Spielerisches

Material: Schal / Tuch

Bei „Blinde Kuh“ werden einem Kind die Augen verbunden. Es wird von den anderen geärgert und versucht, sie zu fangen. Wer von der Blinden Kuh berührt wurde, wird neue Blinde Kuh.

Rätselhaftes

„1, 2 oder 3“

Material: Klebeband, Taschenlampe, Dekosteine mit ca. 5mm Durchmesser, pro Mannschaft ein Einmach-Glas, Preis für die Gewinnermannschaft

Vorbereitung: Kinder in Mannschaften aufteilen (3-4 Kinder). Mit Klebeband drei Felder auf den Boden kleben und als Feld 1, 2 und 3 kennzeichnen (je nach Gruppengröße lange Felder, so dass alle Kinder Platz haben).

Spielablauf: Die Spielleitung stellt Fragen zu „Licht und Dunkelheit“ (siehe Anhang Teil C) und gibt Antworten vor, die den Feldern 1-3 zugeordnet sind. Die Kinder haben Zeit, zu überlegen und laufen dabei auf den Feldern 1-3 hin und her. Die Spielleitung ruft dann „Eins, zwei oder drei, letzte Chance – vorbei!“ und alle Kinder müssen stehen bleiben, wo sie sind. Die Spielleitung sagt: „Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht!“ und läuft dabei an allen Feldern vorbei, um die Spannung zu erhöhen. Sie verunsichert ggf. Kinder, die das abkönnen („Bist du dir wirklich sicher?“). Schließlich leuchtet sie das richtige Feld an und alle in diesem Feld bekommen einen Stein. Steht ein Kind allein im richtigen Feld, bekommt es einen extra Stein. Die Steine werden im Mannschafts-Glas gesammelt. Die Mannschaft mit den meisten Steinen gewinnt und bekommt einen Preis.

(T)Extras

Weiterführende Hinweise, zum Beispiel Internetadressen.

https://www.kigo-tipps.de/html/licht.htm

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 1/2021. Es geht um Josef. In insgesamt 8 Lektionen geht es um Josefs Familiengeschichte, die Hochs und Tiefs seines Lebens, Verrat, Intrige, Träume und Wunder und darum, dass Gott am Ende alles gut macht.

Ergänzend als Lektion 1 ein Stundenentwurf zur Jahreslosung Lk 6,36.

Lektion 2 1. Mose 37,1-11 Getreide und Gestirne

Lektion 3 1. Mose 37,12-36 Verraten und verkauft

Lektion 4 1. Mose 39 Abgehauen und bestraft

Lektion 5 1. Mose 40 + 41 Ähren und Kühe

Lektion 6 1. Mose 42 Angst und Bange

Lektion 7 1. Mose 43 + 44 Noch einmal Angst und Bange

Lektion 8 1. Mose 45 Versöhnung und Freude

Lektion 9 1. Mose 50,1-20 Rückblick und Ausblick

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Rache ist süß. Josef zeigt uns einen anderen Weg.

Checker

Durch Jesus können wir einander vergeben. Eine Superchance!

Der Text an sich

Jakob ist gestorben. Josef lässt den Körper seines Vaters mumifizieren, wie es bei Königen und hochgestellten Persönlichkeiten in Ägypten üblich war. Insgesamt 70 Tage lang gab es eine Staatstrauer in Ägypten.

Danach brachte Josef seinen Vater in einem großen Trauerzug nach Kanaan, seine Heimat.

Jakob wurde in der Höhle Machpela bei Mamre im Familiengrab des Abraham bestattet. Danach kehrte Josef mit seinen Brüdern und dem ganzen Trauerzug nach Ägypten zurück.

Nun, ohne den Vater im Rücken, bekamen die Brüder Josefs Angst. Sie rechneten mit der Rache von Josef für alles, was sie ihm angetan hatten.

Josef ist erschüttert. Für ihn ist alles geregelt. Er hatte seinen Brüdern doch vergeben. Doch der Gedanke der Rache steckt tief in den Brüdern. Durch einen Boten, den die Brüder zu Josef schicken, berufen sie sich auf ihren Vater und auf Gott.

Josef muss weinen. Als die Brüder zu ihm kommen, werfen sie sich vor ihm nieder und bekennen ihre Schuld. Erst nach einem Schuldeingeständnis kann man die Vergebung annehmen. Sicher kamen Josef die Träume in den Kopf, die er früher zu Hause hatte (1. Mose 37). Er antwortet weise. Wenn Gott aus allem Schlimmen Gutes hat werden lassen, warum soll ich noch böse auf euch sein?

Dieses Gespräch hat alles geklärt und die Brüder beruhigten sich und vertrauten Josef.

Begangene Schuld kann erst zur Ruhe kommen, wenn sie ausgesprochen und vergeben wurde.

Der Text für mich

Gott hat einen Plan für mein Leben. Oft genug versuche ich, meine eigenen Pläne durchzusetzen. Und dann funken mir andere Menschen in mein Leben und bringen alles durcheinander. Da kann ich wirklich sauer sein – oder?

Josef zeigt mir eine gute Möglichkeit. Sicher war er auch wütend, als er im Erdloch saß. Ich kann mir mit Hassgedanken mein Leben schwer machen. Aber ich kann auch diese Gedanken an Jesus geben und meinem Widersacher vergeben. Das macht meinen Blick frei und mein Leben leichter. Ich vertraue darauf, dass Gott mich liebt und er alles zum Guten wendet.

Der Text für dich

Starter

Kinder wissen aus ihrem Alltag, wie es sich mit einem schlechten Gewissen anfühlt. Manch einer kann es nicht lange für sich behalten, andere verschließen es tief in sich. Da bohrt es und kommt immer wieder hoch. Das Kind kann schlecht schlafen und die Leistungen in der Schule gehen bergab. Es verschließt sich immer mehr. Wir wollen ihnen Vertrauen schenken, ihnen zuhören und ihnen Wege zeigen, wie sie ihre Schuld bekennen können und Vergebung erfahren.

Checker

Auch Kinder, die von der Vergebung Jesu wissen, kennen Schuldgefühle. Auch sie sind wütend, wenn ihnen Unrecht oder Böses geschieht. Sie sollen lernen, dass Hass das eigene Leben und das Miteinander der Menschen vergiftet. Gott hat einen Plan für jedes Leben und nichts, aber auch gar nichts, kann ihn davon abbringen. Oft sehen wir das Gute noch nicht und dürfen auch mal sauer sein. Aber letztendlich macht Gott alles gut!

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Material: Tücher zum Verkleiden, Tafel mit Kreide, Flipchart oder großes Papier mit Stiften

Mit den Kindern wird die ganze Geschichte von Josef nachgespielt. Dabei kann man manche Rollen doppelt besetzen und manche Brüder weglassen.

Szenen

  • Josef erzählt seine Träume
  • Josef bekommt das schöne Gewand
  • Josef kommt zu seinen Brüdern und wird verkauft
  • Josef wird verführt und kommt ins Gefängnis
  • Josef wird begnadigt und bekommt eine hohe Stellung
  • Die Brüder kommen und wollen Getreide kaufen
  • Zweite Reise mit Benjamin
  • Der goldene Becher in Benjamins Sack
  • Josef gibt sich zu erkennen

Nach jeder Szene wird kurz die Geschichte gestoppt. Die Kinder sollen überlegen, welche Gefühle die Brüder und / oder Josef hatten. Diese werden auf der Tafel (dem Papier) gut sichtbar in einer Tabelle festgehalten.

Szene Josef Brüder
1 stolz verärgert
2 freudig, stolz wütend
3 verängstigt befriedigt
4

Idee 2

Material: Vorbereitetes Spielfeld mit Aufgaben (je nach Länge der Gruppenstunde können Kategorien weggelassen werden)

Punkte zum Sammeln (Gummibärchentüten, Bonbons, …)

Josef Ägypten Gefühle Tiere Schuld und
Vergebung
20 20 20 20 20
40 40 40 40 40
60 60 60 60 60
80 80 80 80 80
100 100 100 100 100
Fragen

Josef

20 Worauf sind Josefs Brüder neidisch? Mantel

40 Was tun die Brüder aus Rache? Verkaufen Josef

60 Was bedeuten die Träume des Pharaos? Gute und schlechte Ernte

80 Was finden die Brüder in ihren Kornsäcken? Geld

100 Wer übernahm die Verantwortung für Benjamin? Juda

Ägypten

20 Wie heißt der König in Ägypten? Pharao

40 Wie heißen die Grabkammern der Pharaonen? Pyramiden

60 Welcher große Fluss fließt durch Ägypten? Nil

80 Wie heißt die Gruppe von wandernden Kaufleuten durch die Wüste? Karawane

100 Wie heißen die vor Verwesung geschützten Leichen? Mumie

Gefühle

20 😀Freude – Begeisterung

40 😮Erstaunen

60 😭Schmerz

80 😍 Verliebt

100 😠Wut, Ärger

Tiere

20 Welche Tiere hüteten Josefs Brüder? Schafe und Ziegen

40 Von welchen Tieren träumte der Pharao? Kühe

60 Welche Tiere laufen in Karawanen durch die Wüste? Kamele

80 Wie heißt ein pflanzenfressendes Säugetier aus dem Nil? Nilpferd

100 Wie heißt die Panzerechse aus dem Nil? Nilkrokodil

Schuld und Vergebung

(hier kann man entweder die Plus- oder die Minuspunkte hinter der jeweiligen Zahl verstecken)

20 Die Brüder sind neidisch –  20 Punkte / vergeben +30 Punkte

40 Die Brüder werfen Josef in den Brunnen – 50 P / vergeben +80 P

60 Die Brüder lachen Josef wegen der Träume aus – 10 P / vergeben +20 P

80 Die Brüder verkaufen Josef – 80 P / vergeben + 100 P

100 Die Brüder haben Angst vor Josefs Rache – 40 P / vergeben + 50 P

Verkündigung

Die Geschichte wird als Rückblick aus Sicht des Josef erzählt.

Heute will ich euch erzählen, wie alles sein Ende nahm. Ich kann euch sagen: Langweilig wird es bei mir nie!

Siebzehn Jahre lebte mein Vater Jakob bei mir in Ägypten. Es war eine schöne Zeit, die wir miteinander verbringen konnten. Dann wurde mein Vater müde. Er hatte ein langes Leben. Er rief alle seine Söhne zusammen und hatte für jeden Worte des Segens. Danach starb er. Meine Trauer war groß. Als Zeichen meiner Liebe zu ihm ließ ich ihn einbalsamieren. Dadurch verweste sein Körper nicht und wurde zur Mumie. Das konnte ich mir als hoher Herr leisten. Diese ganze Prozedur dauerte vierzig Tage. Diese Zeit und noch weitere dreißig Tage war in ganz Ägypten Staatstrauer. Meinem Vater wurde dadurch hohe Ehre zuteil.

Danach gab mir der Pharao die Erlaubnis, meinen Vater in unserer alten Heimat zu begraben, das war sein letzter Wunsch. Also zogen wir nach Kanaan. Ich kann euch sagen, das war ein langer Zug! Unser ganzes Volk begleitete Jakob auf seiner letzten Reise. Nur die kleinen Kinder blieben zurück. Der Pharao gab uns ein Geleit aus hohen Beamten des Landes mit. Außerdem sorgte er für unseren Schutz durch Reiter und Kriegswagen. Es war ein sehr großer Trauerzug.

Wir erfüllten den Wunsch unseres Vaters und legten ihn bei Machpela in die Höhle, in der auch schon unser Stammvater Abraham begraben lag. Danach kehrten wir nach Ägypten zurück.

Kurze Zeit später klopfte ein Bote an meine Tür. Er kam von meinen Brüdern. Sie ließen ausrichten, dass unser Vater ihnen vor seinem Tod sagte, ich solle ihnen das Unrecht vergeben, dass sie damals an mir taten. Erst war ich wütend. Hatte ich ihnen nicht schon vor langer Zeit vergeben, als sie nach Ägypten kamen? Aber dann war ich erschüttert und musste weinen. Wie schwer lag die Schuld auf ihren Schultern.

Da erschienen meine Brüder vor mir. Sie fielen auf die Knie und unterwarfen sich mir. Jetzt, wo sie ihre Schuld eingestanden hatten, konnten sie auch die Vergebung annehmen. Ich erklärte ihnen, wie aus allem, was sie mir Böses getan hatten, Gutes wurde. Das hatte ich Gott zu verdanken. Es ging mir so gut. Deswegen konnte ich auch meinen Brüdern versprechen, für sie und ihre Familien zu sorgen. Gott meint es so gut mit uns. Und so kann ich sage: Ende gut, alles gut!

Die andere Idee

Die Geschichte wird von zwei Mitarbeitern gespielt. Einer ist Josef (MA 1) und der andere einer der Brüder (MA 2). Die anderen Brüder werden von den Kindern gespielt und vom Mitarbeiter instruiert, alles mitzumachen. MA 2 beginnt mit einem kurzen Rückblick auf den Tod des Vaters und die Reise nach Kanaan. Danach schürt er die Angst vor Josefs Rache und alle werfen sich vor Josef nieder. Dann nimmt MA 1 ihnen die Angst und malt ihnen aus, was aus ihren bösen Taten von Gott in Gutes verwandelt wurde. Danach verspricht er ihnen, für sie und ihre Familien zu sorgen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Sprecht über den Text, indem ihr die fünf Finger eurer Hand zu Hilfe nehmt. Jeder Finger steht dabei für eine Frage.

Daumen – Daumen hoch! Was gefällt dir am Text?

Zeigefinger – Worauf macht dich der Text aufmerksam? Was will Gott sagen?

Mittelfinger – Was stinkt dir am Text? Wo merkst du, dass du Fehler gemacht hast?

Ringfinger – Wo steckt in dem Text ein Versprechen Gottes?

Kleiner Finger – Was kommt dir zu kurz? Was willst du verändern?

Gespräch

Sicher sind euch jetzt eigene Situationen in den Sinn gekommen, was euch immer wieder in den Sinn kommt, weil ihr es noch nicht in Ordnung gebracht habt. Das dürft ihr auf einen Zettel schreiben. Nur für euch. Wenn ihr es mit Gott und dem Menschen geklärt habt, könnt ihr den Zettel in kleine Schnipsel reißen und fortwerfen.

Merkvers

Kolosser 3, 13 (HfA)

Seid bereit, einander zu vergeben, denn auch Christus hat euch vergeben.

Der Merkvers kann mit schöner Schrift (Handlettering) aufgeschrieben und gestaltet werden. In einem Bilderrahmen ist er gut sichtbar im Zimmer der Kinder.

Bilderrahmen gestalten

  • Einfachen Holzrahmen bemalen
  • Glasrahmen mit Mosaiksteinen umranden
  • Rahmen mit Servietten oder Seidenpapier bekleben
  • Andere Ideen im Internet

Gebet

Jesus, ich danke dir, dass wir in der Bibel immer wieder gute Vorbilder gezeigt bekommen. Josef hatte wirklich ein bewegtes Leben. Ihm wurde immer wieder übel mitgespielt. Und doch bekam er die Kraft, seinen Brüdern zu vergeben. Bitte schütze uns vor Hass anderen gegenüber und schenke uns den Mut zur Vergebung. Danke, dass du nur unser Bestes willst! Amen.

Kreatives

Gefühlsbarometer basteln

Eine runde Pappscheibe wird mit verschiedenen Smileys die Rundung entlang beklebt. Smileys unter HYPERLINK „http://www.emojikopieren.de“ www.emojikopieren.de. In der Mitte wird ein Zeiger mit einer Musterbeutelklammer befestigt. Oben wird ein Band zum Aufhängen befestigt. Nun kann es an die Tür des Kinderzimmers gehängt werden.

Spielerisches

Zeige deine Gefühle

Auf kleine Kärtchen werden die verschiedensten Gefühle geschrieben (fröhlich, wütend, traurig, verliebt, schüchtern, gleichgültig, verschämt, überrascht, angeekelt, dankbar, bekümmert, nachdenklich, zufrieden, neidisch, glücklich, …). Ein Kind zieht ein Kärtchen und spielt den anderen das Gefühl pantomimisch vor. Wer richtig geraten hat, darf das nächste vorspielen.

Zeige keine Gefühle

Die Kinder müssen in ein Stück Zitrone beißen und dürfen dabei kein Gefühl zeigen. Wer schafft es am besten?

Rätselhaftes

(T)Extras

Lieder

  • Die besten Pläne
  • Wer liebt, gewinnt
  • Jesus kam für dich
  • Jesus kann alles
  • Was würde Jesus tun
  • Funkelnigelnagelneu
  • Du vergibst, weil du mich liebst

Spiele

Zu jeder Station aus dem Leben von Josef kann ein Spiel gespielt werden:

Träume

Nach „Ich packe meinen Koffer“ Ich träumte heute Nacht

Ein Kind beginnt und sagt: Ich träumte heute Nacht von … (setzt einen Gegenstand ein). Das nächste Kind wiederholt den Satz und hängt einen neuen Gegenstand an. So geht es immer weiter. Wer einen vorhergehenden Gegenstand vergisst, muss ausscheiden.

Verkauf

Der Plumpsack geht um

Der Plumpsack kann z.B. ein kleines Säckchen oder ein zusammengeknotetes Taschentuch sein. Die Kinder hocken im Kreis und singen das „Plumpsack-Lied“:

„Dreht Euch nicht um,der Plumpsack geht herum. Wer sich umdreht oder lacht, kriegt den Buckel blau gemacht.“

Ein Kind trägt den Plumpsack um den Kreis und versucht, den Sack unbemerkt hinter jemandem fallen zu lassen. Der betroffene Mitspieler muss den Plumpsack nehmen und versuchen, den Plumpsack-Träger einzuholen, bevor dieser den freien Platz im Kreis erreicht. Der Langsamere wird zum Plumpsack-Träger der nächsten Runde. Wenn ein Kind den Plumpsack hinter sich eine ganze Runde lang nicht bemerkt, muss es für 3 Runden in die Mitte.

Versuchung

Das elektrische Gummibärchen

Je 1 Gummibärchen von jeder Farbe wird in die Mitte des Tisches gelegt. Einer geht raus, die anderen bestimmen, dass ein Gummibärchen „elektrisch“ sein soll, z.B. das grüne. Das Kind kommt wieder rein und nimmt nacheinander ein Gummibärchen. Nimmt es das „elektrische“, schreien alle Kinder ganz laut. Man darf immer so viele Gummibärchen essen, bis man das „elektrische“ erwischt. Jedes Kind darf mal rausgehen und raten.

Ernte sammeln

Jedes Kind bekommt einen Teller, ein Schälchen oder einen Pappbecher und einen Strohhalm. Auf einem Tisch liegen Linsen ausgestreut. Nun haben die Kinder eine bestimmte Zeit, um immer eine Linse anzusaugen und auf ihrem Teller abzulegen. Wer die meisten hat, ist Gewinner.

Versöhnung

Gordischer Knoten

Eine Gruppe von Spielern steht dicht beisammen im Kreis, jeder streckt die Arme nach vorne aus und gibt einem anderen aufs Geratewohl die Hände; auf diese Weise ist die ganze Gruppe miteinander „verknotet“. Jetzt heißt es „entknoten“, aber ohne dass irgendjemand irgendwann die gefasste Hand loslassen würde. Die Aufgabe ist gelöst, wenn sämtliche Spieler wieder im Kreis stehen und die (beim Verknoten erwischten) Hände gefasst halten.

Das Ziel

Starter

Gott gibt mir nicht was ich verdiene, sondern was ich brauche. Er steht zu seinem Wort.

Checker

Gott sucht die Begegnung mit mir und will mich verändern.

Der Text an sich

Isaak hat Jakob selbst nach Haran geschickt und ihn damit als Träger der göttlichen Verheißung an Abraham anerkannt. Jakob hat zwar den Segen im Gepäck, muss aber den Reichtum und die Menschen seines Vaterhauses zurücklassen. Der Wohlstand des Erstgeburtsrechts, das er seinem Bruder abgeluchst hatte, scheint verloren. Er hat sich wissentlich auf die Machenschaften und Betrügereien seiner Mutter eingelassen. Schuld lastet auf ihm und vermutlich auch Einsamkeit und vor allem Unsicherheit. Wie geht es für mich weiter? Wird Esau mich finden? Was bedeutet dieser Segen überhaupt? Ist es das alles wert gewesen? Wir können letztlich nur spekulieren, wie es Jakob innerlich bei seiner Flucht gegangen ist, da der Text auffallend nüchtern geschrieben ist. Vermutlich haben Kraft und Zeit nicht ausgereicht, sich ein richtiges Schlaflager zu suchen. Der Stein ist übrigens kein Kopfkissen, sondern ein damals üblicher „Trittschutz“ für den Kopf vor Tieren und Menschen.

Genau in dieser schuldigen, einsamen und unsicheren Dunkelheit begegnet Gott Jakob in einem Traum. Träume sind im Alten Testament immer etwas ganz Besonderes. Josef erkennt darin beispielsweise eine persönliche Lebensvorschau, und später sichern seine Deutungen der Pharao-Träume seinen politischen Aufstieg (vgl. 1. Mose 37–40).

Diese Traumoffenbarung Gottes enthält ein Bild und ein Wort. Das Bild ist dabei so stark, dass die Worte Gottes fast unterzugehen drohen. Hier ist es wichtig, die Worte als Hauptaussage des Traumes zu sehen. Im Hebräischen ist nicht von einer klassischen Leiter die Rede, sondern von einer steinernen Rampe bzw. Treppe. Trotzdem passt das Bild der Leiter, da es um eine direkte und steile Verbindung nach oben geht. Die Engel sind Boten Gottes, die sich in der Bibel auch immer wieder in Menschengestalt zeigen. Das Bild ist offen und in viele Richtungen zu deuten, aber für Jakob ist es allen voran ein Zeichen für Gottes Gegenwart. Klarer wird der Traum erst durch das Wort Gottes. „Ich kenne dich! Ich stehe zu meinem Wort! Ich passe auf dich auf!“ So könnte man zusammenfassen was Jakob hier erfährt!

Gott ist nicht irgendwo oben im Himmel, er ist hier bei mir! Diese Erkenntnis überwältigt Jakob und mit dem Stein will er diesen Ort mit einer Art Gedenkstein an seine Erfahrung kennzeichnen.

Das anschließende Gelübde ist mit Bedingungen verbunden. Jakobs persönlicher Vertrauensweg mit Gott steht noch am Anfang, aber der erste Schritt ist gemacht!

Der Text für mich

Wo suche ich eigentlich nach Begegnungen mit Gott? Traue ich Gott zu, dass er noch andere Möglichkeiten hat als Bibellesen, Gebet und Mitmenschen? Ich finde die Vorstellung schön, dass Gott mit dem Traum eine Form gewählt hat, die genau zu Jakob in dieser Situation gepasst hat. Alles andere hätte ihn vielleicht auch zu Tode erschreckt oder überfordert. Aber Jakob erkennt „Gott ist hier!“ und der Gott seiner Väter wird zu „seinem Gott“! Ich finde die Himmelsleiter ein schönes Bild für die Gegenwart Gottes. Eine ständige Verbindung in beide Richtungen. Nicht ich muss mir den Weg nach oben erkämpfen, sondern Gott kommt mir entgegen. Nicht ich muss diese Verbindung schaffen, sondern darf sie nutzen! Und natürlich beruhigt und ermutigt mich immer wieder, wie Gott mit fehlbaren Menschen wie Jakob und mir seine Geschichte schreiben kann!

Der Text für dich

Starter

Jakob ist nicht der mutige Held und auch nicht der geniale Betrüger. Er ist eher ein feiges Muttersöhnchen und gilt nicht gerade als positive Identifikationsfigur. Andererseits macht genau das die Geschichte auch wieder interessant. Wie wird diese Lügengeschichte weitergehen? Wird sich Esau rächen? Gibt es ein Happy End? Das ist schon rein menschlich gesehen ein spannender Plot für Kinder! Jetzt kommt die Dimension Gott hinzu. Die Traumgeschichte stellt eine Herausforderung dar. Es ist aber auch eine Chance, gerade mit neuen Kindern spontan über ihre Vorstellung von Himmel und Engeln ins Gespräch zu kommen. Das eigentliche Thema ist aber Gottes Treue und Liebe gegenüber Jakob! Der Traum ist ja ein Versprechen Gottes, das Jakob durch sein Verhalten gerade nicht verdient hätte.

Checker

Ist die Geschichte schon bekannt, kann der Fokus mehr auf den Traum selbst und Jakobs Reaktion gerichtet werden. Wie spricht Gott eigentlich zu mir? Wie ist der Traum zu deuten? Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass diese Offenbarung Gottes auch für uns Erwachsene ein Stück Geheimnis bleibt und nicht „kleinerklärt“ werden sollte. Wir müssen nicht alles beantworten können! Manche Kinder werden das Bedürfnis nachempfinden können, Gott ein Versprechen zu machen: „Das passiert mir nie wieder!“ oder „Wenn du das Gebet erhörst, dann werde ich …“ Hier ist es wichtig, zu entlasten und deutlich zu machen, dass Gottes Versprechen nicht an meinen Versprechen hängen. Aber es ist auch gut zu lernen, „innere Gedenksteine“ zu legen und sich zu erinnern. Dankbar und vertrauensvoll wird man nur durch Rückschau!

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Gespräch über Leitern

Es werden Bilder von Leitern gezeigt. Gemeinsam reden wir darüber, welche Leiter welche Aufgabe hat. Dem schließt sich die Frage an: Wofür ist eine Leiter da? (Rettung, Verbindung, Ausweg, Lösung …) Habt ihr schon mal was mit einer Leiter erlebt (Unfall/Hilfe)? In der heutigen Geschichte geht es nämlich um die längste Rettungs- und Verbindungsleiter der Welt! Ihr könnt gespannt sein!

Idee 2: Wer bin ich?

Welche Denkmäler stehen bei uns im Dorf/Ort/Stadtteil? Woran sollen sie erinnern? Für wen oder was würdet ihr ein Denkmal aufstellen lassen? Das müsste eine krasse Berühmtheit sein. Jemand, der etwas total Großes für die Welt erreicht hat oder einfach ein Ereignis, das man nicht vergessen darf! In der Geschichte heute wird jemand auch etwas so Krasses erleben, dass er es einfach nicht für sich behalten kann und es niemals vergessen will! Deshalb stellt er erst einen Stein auf und baut später ein ganzes Haus drauf … aber dazu mehr in unserer Geschichte!

Verkündigung

Anspiel mit Spontantheater

Rollen: Zwei Mitarbeiter und ein Freiwilliger

Wichtig ist, den Kindern bei der Umsetzung des Spontantheaters evtl. Tipps zu geben oder auch die Gruppe mal zu fragen, welche Bewegung passen könnte oder auch die Rollen später zu wechseln.

Zwei Mitarbeiter unterhalten sich und plötzlich stolpert einer über einen großen Stein.

MA 1: Wer hat denn den Grabstein hier hingelegt?

MA 2: Das ist doch kein Grabstein, das ist der Gedenkstein von Jakob! Mann, die Geschichte kennst du doch!

MA 1: Gedenkstein? Keine Ahnung wovon du redest … ich kenn nur Zahnstein!

MA 2: Jakob, der Sohn von Isaak … klingelt’s jetzt?

MA 1: Ich bin doch kein Wecker. Mann, nein, ich klingel nicht!

MA 2: Vergiss es … dann muss ich dir die Geschichte unbedingt erzählen!

Aber dazu brauche ich Hilfe von euch! Wir brauchen nämlich einen Schauspieler.

Super, cool, dass du dabei bist! Schnapp dir mal den Umhang, das Kopftuch, den Wanderstab und den Rucksack! Also ich erzähle meinem kaputten Wecker hier (MA 1) jetzt die Geschichte von Jakob und du spielst einfach nach, was ich sage, okay?

Der Spontanschauspieler bekommt den Rucksack, in dem sich die beschrifteten Steine befinden, auf den Rücken. Er erhält die Ausrüstung eines Wanderers.

Jakob war schon den ganzen Tag gelaufen und es wurde langsam dunkel. (spielen)

Er war fix und fertig! Völlig erschöpft vom langen Marsch und der schweren Last, wollte er nur noch schlafen. (spielen)

Frage: Wisst ihr noch vom letzten Mal, was Jakob so belasten könnte? (Antworten sammeln)

Wir schauen einfach mal in seinen Rucksack! Finden wir da einen Hinweis? (Jetzt die einzelnen Steine durchgehen und nach ihrer Bedeutung fragen: „Lüge“ – hat Vater und Bruder betrogen; „Einsamkeit“ – musste alles hinter sich lassen und war jetzt ganz allein unterwegs; „Unsicherheit“ – Angst vor der Rache seines Bruders. Wie wird seine Reise weitergehen?)

So beladen war Jakob. Kein Wunder, dass er nicht mehr laufen wollte. Jakob legte sich hin (Rucksack auflassen, spielen) und tat den Stein (Stolperstein vom Anfang) hinter seinen Kopf (spielen). Das hat man damals zur Sicherheit gemacht, damit der Kopf in der Nacht vor Tieren oder fiesen Menschen geschützt war.

Er fiel in einen tiefen Schlaf (Raum wenn möglich abdunkeln) und plötzlich hatte er einen ganz krassen Traum (MA holt Leiter). Er sah im Traum eine Leiter, die von der Erde bis hoch in den Himmel reichte. (Jakob schaut vom Boden aus zur Leiter hoch) So hoch, dass er kaum noch etwas an ihrem Ende erkennen konnte. (Jakob benutzt Fernglas und tut so, als könnte er immer noch nichts erkennen)

Auf der Treppe bewegten sich Gestalten, die ihm wie Engel vorkamen. Da wir nicht genau wissen, wie Engel aussehen, stellt euch einfach mal vor, die Lichter hier sind Engel (mit starker Taschenlampe einfach die Stufen hoch- und runterleuchten).

Doch da ganz oben, da war er sich jetzt ziemlich sicher, war Gott selbst (noch mal Fernglas). Aber das war noch nicht alles … Gott redete sogar plötzlich mit ihm! (Jakob spitzt die Ohren)

Frage: Was glaubt ihr, was Gott ihm jetzt wohl sagen wird nach all seinen Lügen und Betrügereien?

Jakob denkt, er traut seinen Ohren nicht! Gott schimpft nämlich nicht mit ihm, sondern tröstet ihn! Er sagt: Ich werde dir ein großes Volk schenken, Jakob! Ich stehe dir bei! Ich behüte dich, wo du auch hingehst, und bringe dich heil wieder in dieses Land zurück. Niemals lasse ich dich im Stich. Ich stehe zu meinem Versprechen, das ich dir gegeben habe!

Und dann wacht Jakob auf (Jakob reibt sich die Augen) und hat erst mal richtig Angst (Jakob springt auf), weil er weiß, dass das nicht nur ein ausgedachter Traum war, sondern Gott wirklich zu ihm geredet hat. Gott ist nicht irgendwo im Himmel, er ist hier bei ihm und hat ihn nicht vergessen. An diesen Moment und diesen Ort will Jakob sich immer erinnern können. Deshalb richtet er den Stein auf, bei dem er geschlafen hat, wie eine Art Denkmal. (Jakob richtet Stein auf) Später baut er eine Art Kirche darauf.

Und er verspricht Gott, zu ihm zu gehören, wenn Gott seine Versprechen hält! (Jakob macht ein Schwurzeichen)

Erleichtert und ermutigt setzt Jakob seine Reise fort (Jakob nimmt die beiden Steine mit „Einsamkeit“ und „Unsicherheit“ heraus und geht los). Wie die Reise weitergeht, erfahrt ihr beim nächsten Mal!

MA 2: Danke und Applaus für unseren Jakob!

MA 1: Dafür ist also der Gedenkstein! Mann, der Jakob hat ja echt Schwein gehabt … Ich dachte, der wird von Gott jetzt bestraft! Eigentlich unfair, dass Gott so nett zu ihm ist, oder?

Die andere Idee

Erzählung mit Handpuppe

Die Geschichte lässt sich alternativ mit einer Handpuppe spielen. Diese Puppe würde dann Jakob darstellen. Die Puppe erlebt die Situation des Jakob und erzählt dabei, welche Gedanken Jakob in der Geschichte hat.

Der Text gelebt

Wiederholung

Der große Stein wird in die Mitte gelegt. Die Jungscharler können sich reihum auf den Stein stellen. Jeder, der auf dem Stein steht, sagt einen Satz, der die Geschichte aufgreift. Schaffen wir es, auf diese Art und Weise die komplette Geschichte zu wiederholen?

Gespräch

Folgende Fragen helfen, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

  • Was sagt ihr? Ist das unfair?
  • Was wäre denn gerecht gewesen?
  • Warum macht Gott das dann so?

Weil Gott anders handelt als wir Menschen! Ihm ist nicht egal, was Jakob gemacht hat. Aber er steht zu seinem Wort. Da können auch Jakobs Lügen nichts dran ändern!

  • Was bedeutet das denn für den Mist, den ich mache?

Gott liebt mich und hält sein Wort, auch wenn ich mein Wort nicht halte!

  • Warum konnte Jakob am Ende zwei Steine herausnehmen?

Gott hat Jakob Sicherheit gegeben! Jakob hat gemerkt, dass er nicht allein ist!

  • Warum sind die Steine mit der Lüge dringeblieben?

Gott zeigt sich Jakob und ermutigt ihn und liebt ihn, aber die Schuld von Jakob löst sich deshalb nicht einfach in Luft auf, zumal wir zu diesem Zeitpunkt nicht wissen können, ob es ihm überhaupt leidtut. Seine Lügen haben persönliche Konsequenzen für ihn, auch wenn sie Gott nicht von seinem Plan abhalten!

  • Was findet ihr an der Geschichte komisch? Was kapiert ihr nicht?
  • Könnt ihr euch vorstellen, dass Gott in einem Traum zu euch redet?

Missionare berichten, dass in Ländern, in denen der christliche Glaube unbekannt oder verboten ist, immer wieder Leute sagen, dass ihnen Jesus im Traum begegnet ist und sie mehr über diesen ihnen unbekannten Gott erfahren möchten. Gott hat also ganz unterschiedliche Möglichkeiten, Menschen auch heute noch zu erreichen.

  • Schaut euch noch mal den Stein an. Wenn er ein Denkmal wäre, welcher Spruch könnte draufstehen?

Merkvers

Niemals lasse ich dich im Stich! Ich stehe zu meinem Versprechen, das ich dir gegeben habe!

1. Mose 28,15 HfA

Die einzelnen Worte des Verses werden mit Edding auf weiße Steine geschrieben. Die Kinder haben nun die Aufgabe, die Steine in die richtige Reihenfolge zu bringen.

Gebet

Es wird ein Danke-Gedenkstein herumgegeben. Wenn der Stein bei einem Kind angekommen ist, kann es Gott laut oder leise für etwas Danke sagen. So muss keiner laut beten und jeder weiß, wann er dran ist. Je nach Gruppe könnte vorher noch kurz gesammelt werden, wofür man heute dankbar sein könnte, vielleicht für Gottes Treue, vielleicht aber auch für ganz alltägliche Dinge.

Kreatives

Die Kinder sollen sich ihre eigenen Gedenksteine basteln. Dafür eignen sich besonders weiße Dekosteine, auf die der Merkvers mit Edding geschrieben wird. Es können natürlich auch passende Steine draußen gesucht werden. Falls der Platz nicht reicht, könnte auch nur der erste Teil des Merkverses genutzt werden, dann aber mit persönlichem Namen, z. B: „Niemals lasse ich dich im Stich, Stefanie! Gott“ (1. Mose 28,15).

Spielerisches

Man benötigt zwei identische Leitern, damit zwei Kinder bzw. zwei Gruppen gegeneinander spielen können. Ist das nicht möglich, wird die Zeit gestoppt.

Leiterstaffel 1: Slalom

Die Leiter wird auf die Seite gestellt und die Kinder müssen sich nacheinander durch die Sprossen schlängeln. Dazu muss die Leiter von Mitarbeitern gut festgehalten werden.

Leiterstaffel 2: Trippeln

Die Leiter liegt auf dem Boden. Die Läufer müssen so schnell wie möglich nacheinander mit jeweils beiden Füßen in jedes Sprossenfeld trippeln. Wenn sie so die ganze Leiter hoch und runter „abgetrippelt“ haben, ist der Nächste dran.

Rätselhaftes

Wörter finden

Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhält einen Teil des Wortes Himmelsleiter, die eine Gruppe also den Begriff Himmel und die andere den Begriff Leiter. Nun haben sie die Aufgabe innerhalb einer bestimmten Zeit (z. B. zwei Minuten) so viele zusammengesetzte Wörter wie möglich zu finden, in denen „ihr“ Wort vorkommt, zum Beispiel: Himmelfahrt, Sternenhimmel, Gemeindeleiter, Leiterwagen usw.

Es können auch noch mehrere Wörter-Finden-Runden mit anderen Wörtern durchgeführt werden.

(T)Extras

Lieder

Meinem Gott vertraue ich gerne (Absoluto guto)

Sei mutig und stark

Hilfe in der Not

Spiel

Tic-Tac-Toe

Drei Leitern werden flach so zusammengeschoben, dass die Sprossen mindestens ein 3×3 Feld ergeben. Man benötigt Tücher in zwei verschiedenen Farben. Jede Gruppe hat drei Tücher. Beide Gruppen laufen gleichzeitig mit einem Tuch los und legen es in eins der Felder ab. Wenn sie wieder zurückgelaufen sind, startet die nächste. Wenn alle Tücher der beiden Mannschaften verteilt sind, kann bei jedem weiteren Lauf das Tuch der eigenen Farbe nur noch versetzt werden. Ziel ist es, drei Tücher der eigenen Farbe entweder senkrecht, diagonal oder horizontal in Reihe zu legen. Natürlich nur ein Tuch pro Feld!

Aktionen

Unter dem Motto „Gedenksteine“ könnte man auch eine ganze Gemeinde im Gottesdienst oder auf Gemeindefreizeit einbeziehen. Wofür sind wir als Gemeinde dankbar? Jakob hat ja später auf dem Stein einen kleinen Tempel gebaut. Wofür sollen unsere Gemeindehäuser stehen?

Die Zwerge sind los und messen sich im lustigen Wettstreit. Besonders lustig wird es, wenn die Spieler sich zwergenmäßig verkleiden. Egal, ob Kittelschürze, Zipfelmütze, Gummistiefel oder Gießkanne, hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Spielidee: Mehrere Teams versuchen in verschiedenen Spielen an möglichst viele Edelsteine zu kommen. Am erfolgreichsten ist das Team, das sowohl seine eigenen, als auch die gegnerischen Spieler gut einschätzen kann, um einen entsprechenden Wetteinsatz zu platzieren. So bleibt der Spielausgang bis zuletzt offen und spannend.

Vorbereitung: Mehrere Teams müssen eingeteilt werden; jedes Team bekommt eine Teamfarbe. Empfehlenswert ist ein Kampfgericht (Wichtel-Jury), das den Überblick über die Wetteinsätze und den Spielstand behält, die Edelsteine verwaltet und so die Spielleitung entlastet. Eine große Hilfe sind ebenfalls ein paar Mitarbeitende (Hilfs-Wichtel), die die einzelnen Spiele schnell auf- und abbauen. Jedes Team bekommt zu Beginn 10 Edelsteine. Das können Dekosteine sein, die man in Möbelhäusern oder im Internet bekommt. Genauso gut geeignet sind Bonbons in verschiedenen Farben, z. B. Fruchtbonbons von Campino.

Ablauf: Für Stimmung gleich zu Beginn sorgt eine große Polonaise, danach werden die Regeln erklärt. Die Spielleitung stellt jeweils ein Spiel vor, dann entscheiden die Teams, welche Spieler antreten dürfen und schicken sie nach vorn. Nun überlegen die Teams, welchen Spielern sie am ehesten den Sieg zutrauen und setzen Edelsteine in beliebiger Höhe auf dieses Team. Liegen sie mit ihrem Tipp richtig und gewinnt dieses Team, bekommen sie den doppelten Einsatz zurück. Wurde auf das falsche Team gesetzt sind die Steine verloren. Bsp.: Team Rot setzt 5 Edelsteine auf einen Sieg von Team Blau und liegt damit richtig. Also bekommt Team Rot 10 Edelsteine zurück.
Gleichzeitig werden Edelsteine für die einzelnen Platzierungen unabhängig vom Wetteinsatz verteilt. Bei vier Teams bekommt der Sieger drei Steine, der Zweitplatzierte zwei Steine, der Drittplatzierte einen Stein und der Verlierer geht leider leer aus.

Die folgenden Spielvorschläge sind für vier Teams konzipiert:

Spiel 1: Schwamm-Flieger

Spieler: 3 pro Team. An jeden Eimer wird eine Schnur gebunden, sodass sich jeweils ein Spieler den Eimer um den Hals hängen kann. Die anderen Spieler stehen in etwas Abstand und bekommen jeweils 10 nasse Schwämme, die sie in den Eimer ihres Teams werfen sollen. Gewonnen hat das Team, das am meisten Schwämme in den Eimer getroffen hat. Bei Gleichstand entscheidet die Wassermenge.

Spiel 2: Das große Zwergen-Gehirnjogging

Spieler: 2 Spieler pro Team. Gespielt wird in zwei Durchgängen. Nach dem ersten Durchgang wechselt der Spieler der einzelnen Teams. Jeder Spieler bekommt ein Stirnband, an dem jeweils ein Schrittzähler befestigt ist, auf den Kopf. Innerhalb von 60 Sekunden müssen die Spieler durch Kopfschütteln, Hüpfen, Tanzen und Nicken möglichst viele Schritte auf dem Schrittzähler erreichen. Die Schritte aus beiden Durchgängen werden addiert, das Team mit den meisten Schritten gewinnt.

Spiel 3: Gruben-Zwerge

Spieler: 2 Spieler pro Team. Ein Planschbecken wird mit Sand gefüllt, darin werden Edelsteine/Bonbons vergraben. Die Spieler knien sich um das Planschbecken und nehmen je einen Löffel in den Mund, Hände auf dem Rücken. Mit den Löffeln buddeln die Spieler nach den Steinen, balancieren dann den Stein auf dem Löffel zu einer bereitgestellten Schüssel. Dafür haben sie 3 Minuten Zeit. Gewonnen hat das Team, das die meisten Steine ausgegraben und in die Schüssel transportiert hat. Zusätzlich zu den üblichen Edelsteinen bekommen die Teams auch noch die Steine aus den Schüsseln.

Spiel 4: Zwergen-Schiebung

Spieler: 2 Spieler pro Team. Aus Bänken, Tischen und Hütchen wird ein Parcours für 4 Teams aufgebaut. Die Schubkarren stehen an der Start-/Ziellinie, ein Spieler sitzt jeweils in der Schubkarre und bekommt ein Ei. Gleichzeitig schieben die Teams ihre Schubkarre über den Parcours, währenddessen müssen die Spieler in der Schubkarre das Ei schälen, essen und vollständig schlucken. Gewonnen hat, wer die Ziellinie als erstes mit leerem Mund überquert.

Spiel 5: Hochwasser-Gummistiefel

Spieler: 2 Spieler pro Team. Eine Person ist an der Gießkanne, die andere hat einen Gummi-stiefel an. Die Person mit der Gießkanne füllt dem Partner den Gummistiefel mit Wasser, der muss dann auf einem Bein (dem Gummistiefel-Bein) zum Eimer hüpfen und so viel Wasser wie möglich in den Eimer leeren. Gewonnen hat das Team mit der größten Wassermenge im Eimer.

Spiel 6: Mucki-Zwerg

Spieler: 2 Spieler pro Team. In jede Gießkanne kommt die gleiche Menge Wasser. Die Spieler halten die Gießkanne am Griff fest und strecken den Arm seitlich waagerecht aus. Sobald der Arm nicht mehr waagerecht ist, oder Wasser aus der Gießkanne fließt, scheidet der Spieler aus. Gewonnen hat, wer als letzter die Gießkanne noch waagerecht hält. Alternativ kann man auch einen Gartenzwerg stemmen.

Spiel 7: Fischers Zwerg fischt…

Spieler: 2 pro Team. Vorab werden die Gummibärchen mit wasserfestem Stift markiert. Entweder mit den Mannschaftsfarben oder mit Zahlen von 1 bis 4. Das Planschbecken wird mit Wasser und den Gummibärchen-Packungen gefüllt. Die Spieler knien mit den Händen auf dem Rücken um das Planschbecken und müssen in 2 Minuten die richtigen Päckchen mit dem Mund rausfischen. Falsche Päckchen werden wieder reingeworfen. Gewonnen hat, wer die meisten richtigen Päckchen erwischt hat.

Spiel 8: Frucht-Zwerge

Spieler: 2 Spieler pro Team. Die Spieler eines Teams sitzen sich auf einer Bank gegenüber. Ein Spieler bekommt die Augenbinde auf, Löffel und Fruchtzwerg in die Hand. Dieser Spieler muss den anderen Spieler mit dem Fruchtzwerg füttern. Dabei dürfen die Zwerge nur mit Zwergenlauten kommunizieren. Rechts ist dabei „Hohoho“, links ist „Haha-ha“. Bei diesem Spiel geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um möglichst sauberes Füttern. Gewonnen hat, wessen Mund am wenigsten verschmiert ist. Bei Gleichstand entscheidet zusätzlich die Sauberkeit des Bechers.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Petrus aus JUMAT 3/18. Sie beginnt damit, dass Jakob seinen Bruder Esau betrügt und endet mit der Versöhnung der beiden Brüder.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

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