Warten

Zurzeit warten wir alle auf irgendwas: Dass wir unsere Freunde wieder sehen können, Oma und Opa richtig knuddeln dürfen, dass die Corona-Zeit endlich zu Ende geht und manche warten sogar darauf, dass die Schule wieder losgeht.
Viel Spaß mit der Kirche Kunterbunt! Ihr könnt sie als Familie miteinander erleben. Wir laden euch ein, ungefähr eine Stunde Zeit miteinander zu verbringen. Ihr könnt euch gerne das rauspicken, was euch am besten gefällt. Das wichtigste: Habt eine gute Zeit miteinander! Wir vermissen euch! Und freuen uns sehr, wenn wir uns alle wieder sehen!

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Setzt einen Hefeteig an! Wenn ihr das gleich am Anfang macht, könnt ihr am Ende den Hefezopf miteinander genießen!

Hefezopf

Zubereitung Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel sieben. Die Hefe in 3-4 EL lauwarmer Milch und 1 TL Zucker auflösen und diese aufgelöste Hefe in eine kleine Vertiefung im Mehl geben. Die Hefe mit einem Teelöffel und mit etwas Mehl andicken. Mit einem Küchenhandtuch abgedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen.
Nun die übrigen Zutaten dazugeben. Davor jedoch die schon aufgegangene Hefe mit Mehl bedecken (die Hefe darf nicht in Verbindung mit den übrigen Zutaten kommen). Das Ganze auf höchster Stufe mit dem Rührgerät ca. 5 Minuten durchkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Nun den Teig wieder mit einem Küchenhandtuch abdecken und so lange gehen lassen, bis sich der Teig ungefähr verdoppelt hat (ca. 45 Minuten).
Den Teig auf die Arbeitsplatte geben und nochmal kurz durchkneten. Einen Zopf flechten und mit lauwarmer Milch bestreichen (gibt eine schöne Farbe!).
Im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 20 – 30 Minuten backen

Zutaten:

  • 750g Mehl
  • 125g Zucker
  • 1 Packung frische Hefe
  • 375ml Milch
  • 100g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier

Unser Tipp: Während ihr die Zutaten miteinander verknetet (Das geht auch mit den Händen und macht viel mehr Spaß :)), fragt euch doch einfach mal, worauf ihr gerade am meisten wartet.

Knetseife

Alle sagen, dass man sich gerade ganz oft die Hände waschen soll. Finden wir auch. Und wir haben eine Idee für euch, wie das noch mehr Spaß macht: mit Knetseife!

So gehts: Mischt die Speisestärke mit dem Duschgel, bis eine knetartige Masse entstanden ist. Am besten abwechselnd Speisestärke und Duschgel untermengen.  Achtet darauf, dass ihr ungefähr doppelt so viel Speisestärke, wie Duschgel verwendet. Sobald die Masse sich wie Knete anfühlt, könnt ihr die Lebensmittelfarbe dazu kippen. Verrührt alles gut miteinander und formt runde Kugeln aus der Knete. Wenn ihr möchtet, könnt ihr die Knetseife nun mit einem Wellholz platt walzen und sie dann wie Plätzchen ausstechen und hübsch in einem Glas verpacken. Das ist auch eine schöne Geschenkidee!

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water drop on persons hand

Material:

  • ca. 100g Speisestärke
  • ca. 50ml Duschgel
  • Lebensmittelfarbe

Unser Tipp: Händewaschen macht mit Musik und einem Lied richtig viel Spaß. Magdalena und ihre Familie haben ein paar tolle Lieder aufgenommen, die wir normalerweise in der Tohuwabohu-Kirche singen. Singt einfach zuhause so laut ihr könnt mit!

Wartegeschichte

Macht es euch gemütlich und einer liest die Wartegeschichte vor. Wenn ihr möchtet, könnt ihr danach noch ein Knopfgebet miteinander machen

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Simeon und Hanna

Als Jesus lebte, gab es ein Gesetz. Dieses Gesetz sagt: „Der erste Sohn in einer Familie gehört besonders zu Gott. Der Vater und die Mutter sollen für den ersten Sohn besonders beten.“ Jesus war der erste Sohn von Maria und von Josef. Deshalb wollten die beiden für ihn beten. Maria und Josef gingen also mit dem kleinen Jesus in den Tempel. Der Tempel ist ein Haus, in dem die Menschen zu Gott beten. Maria und Josef wollten Gott zeigen: Das ist Jesus, unser erster Sohn. Die Familie nahm noch zwei Tauben mit. Sie wollten die beiden Tauben Gott im Tempel schenken.

Im Tempel war ein Mann, der Simeon hieß. Er war schon sehr alt. Simeon hatte Gott sehr lieb und betete viel. Der alte Mann wartete jeden Tag, dass Gott zu den Menschen kommt. Und das schon seit vielen, vielen Jahren.

Einmal sagte Gott zu Simeon: „Simeon, du bist schon alt. Du wirst bald sterben. Aber vorher wirst du sehen, dass ich zu den Menschen komme.“ Und dann kam der Tag: Simeon sah Maria und Josef mit dem kleinen Jesus in den Tempel kommen. Simeon merkte sofort: „Dieses Baby kommt von Gott. Gott schickt ihn zu den Menschen. Jesus soll von Gottes Liebe erzählen. Jesus wird allen Menschen helfen.“ Simeon freute sich und sah Maria und Josef an. Das Warten hatte sich gelohnt! „Darf ich euren Sohn auf den Arm nehmen?“ fragte er mit Tränen in den Augen. Maria gab ihm ihren Sohn und Simeon betete laut: „Gott, jetzt kann ich ruhig sterben. Ich habe gesehen, wie du kommst. Ich habe Jesus mit meinen Augen gesehen. Er ist ein Licht für alle Menschen. Er hilft allen Menschen. Alle Menschen, die an Gott glauben, können sich über Jesus freuen.“ Josef und Maria staunten über alles, was Simeon sagte. Simeon guckte Maria an und sagte zu ihr: „Jetzt ist Jesus noch ein kleines Kind. Aber Jesus wird groß. Dann erzählt Jesus alles von Gott. Viele Menschen freuen sich über Jesus. Viele werden sich aber auch über ihn ärgern. Diese Menschen sind böse zu Jesus. Maria, das wird sehr schwer für dich und wird dir in deinem Herzen sehr wehtun.“

Damals war auch noch eine Frau im Tempel. Sie hieß Hanna. Hanna war auch schon alt, nämlich 84 Jahre. Auch sie hielt sich den ganzen Tag im Tempel auf, um dort zu beten. Die alte Frau wartete auch darauf, dass Gott zu den Menschen kommt. Als Hanna Jesus sah, freute sie sich. Sie fing an, laut zu singen und erzählte allen ihren Freunden von Jesus. So begeistert war sie.  

Maria und Josef beteten für Jesus so, wie es im Gesetz aufgeschrieben ist und schenkten Gott im Tempel 2 Tauben. Dann gingen Maria und Josef mit dem kleinen Jesus nach Hause zurück. Jesus wurde immer größer. Gott hatte Jesus sehr lieb.

Hanna und Simeon warten auf Gott. In dieser Corona-Zeit warten wir auch. Viele von uns warten darauf, dass die Zeit vorbei geht. Manche warten darauf, dass sie gesund werden. Andere warten darauf, dass Grenzen geöffnet werden oder sie ihre Freunde endlich wieder treffen können. Jesus kam mit seinen Eltern in den Tempel und es war bestimmt eine große Überraschung für die beiden alten Menschen, dass Gott als Baby kommt. Vielleicht hatten sie mit etwas ganz anderem gerechnet. Und doch berührte sie die Begegnung mit ihm sehr. Sie brachte Frieden in ihr Herz. Das Warten hatte sich gelohnt! Die Begegnung mit Jesus verändert unser Herz. Oft überrascht uns Gott, weil er anders ist als wir es uns vorgestellt haben. Manche sagen: Beten ist wie Warten. Warten auf Gott!

Knopfgebet

Wenn wir beten, reden wir mit Gott. Wir erzählen ihm, was uns ärgert, wütend oder traurig macht. Und wir sagen Danke für das, was er uns alles schenkt. Vielleicht habt ihr Lust, das miteinander auszuprobieren. Unsere Idee für euch: das Knopfgebet.
Nimm dir einen Knopf. Fühle, wie hart dein Knopf ist und denke an Menschen, die gerade durch eine harte Zeit gehen. Bitte Gott darum, ihnen zu helfen. Wie viele Löcher hat dein Knopf? Denke an so viele Dinge in deinem Leben, für die du Gott DANKE sagen möchtest. Danke Gott für diese Dinge.

Der Mensch ist ein »taktiles« Wesen: Das Tasten und Fühlen ist für uns eine ganz wichtige Sinneswahrnehmung – schon von klein auf, wenn wir die Welt um uns herum entdecken, wollen wir sie be-greifen. Berührung brauchen wir nicht nur, um unsere Neugier zu stillen, sondern auch ganz existentiell, um zufrieden leben zu können. Und bei Jesus können wir viele heilsame Berührungen sehen.

Themenartikel, Biblisches, Stundenentwürfe und Kreatives entfalten das Thema für Mitarbeiterinnen und ihre Mädchengruppen (Zielgruppe ca. 12–17 Jahre).

Wahrscheinlich kennst du das – am Ende des Treffens muss noch aufgeräumt werden und plötzlich müssen alle weg. Und so sind es meist immer wieder die gleichen Leute, die beim Aufräumen noch da sind. Oder du bist sogar ganz alleine.

Was ich auch kenne: Wenn wir auf Freizeit fahren, sind es immer wieder die gleichen Leute, die sich für die Begrüßung der Kinder/Jugendlichen melden und die Anwesenheit kontrollieren bzw. dass alle Unterlagen abgegeben werden. Dem Busfahrer beim Verladen der schweren Koffer zu helfen, bleibt an anderen hängen. Es gibt einfach Aufgaben, die niemand gerne macht – und eigentlich ist das doch auch nicht schlimm, oder?!

Wir Menschen neigen einfach dazu, bestimmten Dingen gerne aus dem Weg zu gehen – u.a. auch aus dem einfachen Grund, weil wir gerade auf einem Weg sind: nämlich dorthin, wo wir gesehen werden, wo es eine Öffentlichkeit gibt, die uns zusieht und vielleicht sogar »zujubelt« für das, was wir tun. Zum Beispiel bekommen Moderatoren einer Fernsehsendung auch mehr Applaus und Anerkennung für ihre Arbeit als der Ton- oder Lichttechniker, der dafür sorgt, dass die Sendung störungsfrei über die Bühne geht. Das ist doch auch nicht schlimm, oder?!
In den letzten Jahren zeigt uns Papst Franziskus immer wieder, dass so etwas nicht unbedingt schlimm sein muss: wenn man bestimmte Dinge nicht gerne macht, bestimmte Menschen nicht gerne mag oder auch bestimmten Dingen gerne aus dem Weg geht. Es ist nicht unbedingt schlimm – aber es ist häufig auch nicht das, was wir von Jesus zu diesem Thema gelernt haben.

Wir wollen in dieser Gruppenstunde mal genauer hinsehen und erleben, was Jesus uns da eigentlich vorgelebt hat.

Einstieg

Für den Einstieg treffen wir uns in einem anderen Raum als sonst oder im Eingangsbereich. So können wir das Thema schon einmal anschneiden, ohne unsere »Überraschung« direkt zu verraten!

Du verteilst an die Mädchen ein Blatt (siehe Anhang), das verschiedene Situationen und Reaktionsmöglichkeiten beschreibt – und wo sich die Mädchen spontan für eine Möglichkeit entscheiden sollen. Du kannst eine kleine Austausch-Runde anschließen, bei der sich aber niemand äußern muss. Das Blatt wird später auch nicht eingesammelt, sondern ist nur für die Mädchen bestimmt.

Als Nächstes geht es darum, wie Jesus sich in entsprechenden Situationen verhalten hat. Du bereitest verschiedene Plakate vor, auf denen verschiedenen Bibeltexte gelesen werden können – und die Mädels können mit Klebepunkten markieren, welche Situationen ihnen am besten gefallen bzw. in welcher Situation sie sich wohl ähnlich verhalten hätten.

Bibelstellen:

  • Matthäus 8,5–12
  • Matthäus 20,20–27
  • Markus 2,1–12
  • Markus 10,46–52
  • Lukas 8,40–48
  • Lukas 9,10b-17

Auch hier kann sich eine kleine Austauschrunde anschließen.

Hauptteil

Als Letztes liest du nun den Text der Fußwaschung (Johannes 13,1–18) vor und öffnest im Anschluss die Tür zu dem Raum, im dem es nun weitergehen soll. Hier hast du bereits alles vorbereitet, um deinen Mädels selbst einmal die Füße zu waschen: Schalen, warmes Wasser (kann super in Warmhaltekannen vorbereitet werden), Handtücher und ein gut riechendes Duschgel sowie eine Körperlotion, um die Füße nach dem Abtrocknen kurz einzucremen.

Wahrscheinlich ist es im ersten Moment für die Mädchen eine große Herausforderung oder auch Überwindung, sich die Füße waschen zu lassen – Füße sind ja für manche irgendwie »peinlich«. Aber wenn sich die Erste getraut hat, wird es deutlich besser. Je nachdem, wie vertraut die Gruppe miteinander ist, kannst du auch mehrere »Wasch-Stationen« aufbauen und die Mädchen waschen sich gegenseitig die Füße. Das geht zum einen schneller – und zusätzlich kann sich jede einmal in der Rolle der Dienenden und einmal als Empfangende erleben.

Nachdem alle gewaschene Füße haben, kommt nun ein besonderer Abschluss: ein gemeinsames Essen! Du hast bereits alles dafür vorbereitet und die Mädchen können sich sofort an den gedeckten Tisch setzen. Bevor ihr allerdings beginnt, verabredest du mit den Mädchen zwei besondere Regeln:

  1. Niemand nimmt für sich selbst etwas, sondern lässt es sich von jemand anderem geben.
  2. Niemand spricht mehr nach dem Start-Gebet, sondern alle schweigen, bis das Essen vorbei ist.

Auf diese Weise wird es ein ganz besonderes Essen, das von einer aufmerksamen und dienenden Haltung den anderen gegenüber geprägt ist.

Ausklang

Nach dem Essen bietet es sich an, eine letzte Austausch-Runde zu ermöglichen. Was hat den Mädchen gefallen? Was ist ihnen schwergefallen? Hat sich der Blick auf das »Dienen« für die Mädels verändert? Welche Auswirkungen auf die Gesellschaft hätte es, wenn wir im Alltag nicht so sehr das »Ich«, sondern mehr das »Du« in den Blick nehmen würden?

Wenn du dazu gerne noch etwas mehr »Inhalt« einbauen möchtest – hier findest du auch eine Bibelarbeit zu dem Thema! Ansonsten endet der Abend nach einer kleinen Gebetsrunde – und wer weiß: Vielleicht bleiben an diesem Abend ja mehr Leute, die beim Aufräumen helfen!

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