Gottes geheimes Trainingslager

David lernt durch den Kampf gegen Bären & Löwen

Zielgedanke

Gott hat einen Plan für dein Leben. Kommende Ereignisse in deinem Leben kann Gott nutzen, um dich jetzt schon dafür stark zu machen und zu trainieren.

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Was hat David nur dazu gebracht, ohne Ausrüstung, nur mit einer Steinschleuder auf diesen großen, lauten, voll ausgerüsteten und gut ausgebildeten Kämpfer zuzugehen? Langjähriges Training, Empörung über die Verspottung des Heeres Gottes und das Wissen seiner Abhängigkeit von Gott. David war ein emotionaler und eifriger Mann.

Als Hirte erlebte er viele einsame Stunden; Stunden, in denen er in der Natur unterwegs war und die er nutzte, um Gott näher zu kommen. Das Ergebnis können wir in vielen Psalmen nachlesen. Und nun kommt er dazu und hört, wie dieser Einzelkämpfer Gott und sein Heer verspottet. Er sah nicht diesen gut ausgebildeten und gerüsteten Kämpfer, sondern den Verspotter Gottes. Das ging nicht! Dem musste ein Ende bereitet werden! Das konnte er sich nicht länger anhören!

Auch diese Empörung ist ein Ergebnis seiner Beziehung mit Gott; ebenso das Wissen, er wird diesem Mann nicht allein gegenübertreten, sondern gemeinsam mit Gott. David war sich zeitlebens seiner Abhängigkeit von Gott bewusst. Das machte ihn zu diesem außerordentlichen König und Vorbild. Außerdem war David ein erfahrener, verantwortungsbewusster Hirte. Um die Schafe zu schützen, musste er sogar gegen Löwen und Bären kämpfen. Das hat ihn geschult im Umgang mit der Steinschleuder und mit scheinbar überlegenen Gegnern.

David war bis dahin einfach Hirte. Noch wusste er nichts Genaueres von Gottes Plan. Er erfüllte seine ihm anvertraute Aufgabe als Hirte gewissenhaft und verantwortungsvoll. Den Herausforderungen, die seine Aufgabe mit sich brachte, wie Raubtiere, die seine Herde angriffen, stellte er sich und gewann so an Sicherheit. Auf diese Art wurde er, ohne es zu wissen, trainiert für das, was Gott mit ihm vorhatte. Herausforderungen begegneten ihm als König immer wieder: zunächst im Dienst bei König Saul, der ihn eifersüchtig bekämpfte. Dann im Kampf um seinen Thron, als Saul ihn verfolgte und schließlich selbst umkam. Später führte David als König Kriege mit feindlichen Völkern um ihn herum. Mit schweren, überlegenen Gegnern hatte er weiterhin immer wieder zu tun. Aber er wusste um Gottes Größe und seine eigene Schwäche. Das hat David immer wieder ausgezeichnet.

Erlebniswelt der Kinder

Gott hat einen Plan für jedes Kind. Er kennt sein Heute und seine Zukunft. Heutige Ereignisse, Aufgaben, Herausforderungen kann er nutzen, um Kinder vorzubereiten auf das was noch kommen wird und auf das, was Gott für Aufgaben und Ideen für das Kind hat.

Einstieg

Fangen einmal anders

Die Kindergruppe wird in zwei gleich große Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe verteilt sich im Raum (oder in einem klar begrenzten Spielfeld). Die andere Gruppe stellt sich an der geöffneten Türe vor dem Raum in einer Schlange auf (oder an einem festgelegten Ort am Rand des Spielfeldes). Die Zeit wird gestoppt. Das erste Kind aus der Schlange rennt in den Raum und versucht ein Kind der dortigen Gruppe zu fangen. Hat es ein Kind abgeschlagen (dieses scheidet aus und setzt sich an den Rand) oder kann es nicht mehr rennen, schlägt es den nächsten Mitspielenden seiner Gruppe ab, dieser ist nun der Fänger, das vorherige Kind stellt sich ans Ende der Schlange. Sind alle Kinder abgeschlagen, wird die Zeit angehalten und die Gruppen werden getauscht. Welche Gruppe benötigte weniger Zeit, um alle Kinder der anderen Gruppe abzuschlagen?

Biblische Geschichte

Nachdenklich steht König David am Fenster seines Hauses in Jerusalem und schaut hinaus. Doch nein, eigentlich schaut er nicht hinaus, sondern in sich hinein. Er seufzt. Wieder hatte er mit seinem Heer erfolgreich gegen ein feindliches Volk, das überlegen erschien, gekämpft. Kämpfe, sie zeichnen sein Leben: als Musiker an König Sauls Hof und als Freund des Königssohns wurde er immer wieder von König Saul angegriffen. Als gesalbter aber nicht anerkannter König musste er um seinen Thron und sein Königreich kämpfen und auch jetzt als König: immer wieder Kämpfe gegen feindliche Völker.

Ein Lächeln gleitet über sein Gesicht, als er an seinen ersten Kampf im Heer seines Gottes dachte: er, der Hirtenjunge David, allein und nur mit einer Steinschleuder gegen den riesigen, voll ausgerüsteten und trainierten Einzelkämpfer Goliath! Eigentlich sollte er seinen Brüdern, die im Heer von König Saul dienten nur ein Lebensmittel-Paket vorbei bringen. Doch was hörte er, als er sich dem Kampfplatz näherte? Einen Gegner, der lautstark Gott und dessen Heer verspottete! Wer würde die Ehre Gottes und seines Heeres verteidigen und gegen diesen großmäuligen Spötter antreten? David wartete gespannt. Er wartete umsonst. Das Heer Israels zog sich aus Angst vor diesem großen Mann zurück. Keiner wagte sich aus der Reihe hervorzutreten und sich dem Kampf zu stellen. David konnte es nicht glauben. Überall fragte er empört herum, warum niemand sich diesem Kampf stellte und was die Belohnung wäre. Schließlich hörte auch König Saul von David. Er ließ ihn zu sich kommen. Leidenschaftlich versprach ihm David: „Verliere wegen diesem Mann nicht den Mut. Ich werde gegen ihn kämpfen!“ Saul wehrte sich gegen dieses Angebot. David war überhaupt gar nicht Kampf-erfahren und viel zu jung. Aber David erklärte: „Ich bin ein erfahrener Hirte. Als Hirte bin ich für den Schutz meiner Herde zuständig. Immer wieder werden wir von Bären und Löwen angegriffen. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als gegen sie zu kämpfen. Wenn ich gegen Bären und Löwen siegen kann, kann ich auch diesen Spötter besiegen! Gott hat mich im Kampf gegen Bären und Löwen geschult und geschützt. Er wird auch in diesem Kampf mit mir sein!“ Überzeugt stimmte König Saul ihm zu: „Geh hin, der Herr wird mit dir sein.“

So hatte er seinen ersten menschlichen Gegner besiegt: nur mit einer Steinschleuder und der Gewissheit, Gott wird mit ihm sein. Staunen legt sich nun auf Davids Gesicht. Als junger Hirte wurde er im Kampf gegen Bären und Löwen trainiert. Er hatte gelernt, mit Verantwortung, Herausforderungen und scheinbar überlegenen Gegnern umzugehen; nichtsahnend, welche Kämpfe und Gegner später in seinem Leben auf ihn zukommen würden. Aber Gott hatte es gewusst und den jungen David darauf vorbereitet. Wie gut, auch heute noch zu wissen, dass er mit diesem Gott gemeinsam unterwegs war!

Andacht

Skizze von einem Lebensweg mit engen, unüberschaulichen Kurven

Wir sind auf unserem Lebensweg unterwegs. Von diesem Weg sehen wir, was hinter uns liegt, unser Hier und Heute und vielleicht ein bisschen nach vorne. Aber es gibt immer wieder Kurven in unserem Lebensweg um die sehen wir nicht herum. Du weißt, in welche Schule du in den nächsten Jahren gehen wirst und wo du wohnst. Aber was nach der Schule kommt, weißt du nicht. Keiner von uns weiß, was in der Zukunft passieren wird. ABER Gott weiß es: Er hat einen Plan für dich! Er weiß, was kommen wird! Er weiß, was du wissen und können solltest.

So wie bei David. Gott wusste, dass er einmal König sein würde und er mit vielen Herausforderungen, Verantwortung und Gegnern konfrontiert sein würde. Darauf hat ihn Gott schon als junger Hirte vorbereitet. Und David hat sich darauf eingelassen. Er war vorbereitet auf das, was Gott für ihn bereit hatte, weil er schon als junger Kerl getan hat, was IN DIESEM MOMENT seine Aufgabe war, nämlich ein verantwortungsbewusster, beschützender Hirte zu sein.

Gott möchte auch dich vorbereiten für das, was einmal kommen wird. Du kennst es nicht, aber er! Du kannst dich von Gott trainieren lassen, indem du tust, was JETZT deine Aufgabe ist. Und das kann ganz unspektakulär sein: indem du ein zuverlässiger Schüler, eine treue Freundin, ein großer Bruder, der ein Vorbild ist, ein Mensch, der fair mit seinen Mitmenschen umgeht, ein Mitschüler, der es neuen Schülern leicht macht,… bist. Gott kann dich jetzt schon damit gebrauchen und gleichzeitig für Zukünftiges trainieren.

Gebet

Guter Gott, danke, dass du unser Leben kennst, auch Ereignisse, von denen wir noch nichts ahnen. Und danke, dass du sogar einen Plan für unser Leben hast. Lass uns erkennen, was hier und heute unsere Aufgabe ist und bereite uns so vor für das, was auf uns wartet. Mach uns stark für deinen Plan. Amen.

Lieder
  • Mit Gott zu leben, aus „Einfach spitze“ Nr.66
  • Egal was kommt, aus „Einfach spitze“ Nr.140
  • Ich will nicht mehr sagen, aus „Einfach spitze“ Nr.64
Spiel-Ideen zum Zielen und Verteidigen

Rein mit dem Ball – Stellt ca. 2-5 m entfernt einen Putzeimer auf. Jeder Mitspielende erhält drei Tennisbälle. Nun hat jeder nacheinander drei Würfe um durch einmaliges Aufprallen den Ball in den Eimer zu treffen.

Ball rückwärts werfen – Den Ball/ Tennisball nacheinander rückwärts über ein hochgespanntes Seil oder in einen Basketballkorb werfen. Wer schafft es?

Frisbee und Sonnenschirm?! – Stellt in ca. 4-5 m Entfernung einen aufgespannten (Sonnen-) Schirm falsch herum auf, also Griff nach oben. Nun versucht ihr, mit der Frisbee in den Schirm zu treffen. Wer trifft am besten?

Nasser Spaß – Verteilt mehrere mit Wasser gefüllte Plastikbecher in einer Linie. Nun versucht ihr der Reihe nach, mit der Frisbee die Becher umzuwerfen. Wer schafft wie viele?

Tumbang Preso – Ein traditionelles Spiel von den Philippinen: Ein Mitspielender stellt eine Dose (Achtung Kanten entschärfen!) einige Meter entfernt von den Mitspielenden auf den Boden. Diese Dose muss er nun verteidigen. Die anderen Mitspielenden ziehen ihre Schuhe aus und versuchen damit die Dose umzuwerfen. Ist die Dose umgeworfen, suchen die Werfer so schnell wie möglich ihre Schuhe. Der Verteidiger stellt zunächst die Dose wieder auf und darf dann versuchen, einen der Werfer, der noch nicht wieder beide Schuhe hat abzuschlagen. Hat er jemanden abgeschlagen, darf er den neuen Verteidiger bestimmen.

Der zweite Ball – Alle Mitspielenden bilden einen Kreis mit etwas Abstand zueinander. Ein Spieler geht in die Kreismitte und bekommt einen Tennisball. Ein weiterer Tennisball werfen sich die Kinder frei zu. Die Person im Kreis beobachtet die Würfe genau. Denn ihre Aufgabe ist es, den Ball demjenigen zuzuwerfen, dem der zweite Ball gerade zugeworfen wird. Da der Fänger vermutlich nicht beide Bälle gleichzeitig fangen kann, fällt mindestens ein Ball runter. Ist das gelungen, tauschen Werfer und Fänger den Platz. Hat der Werfer der falschen Person zugeworfen, bekommt er den Ball zurück.

Schafe hüten – Ein Hirte und sein Schäferhund versuchen ihre Schafherde sicher von A nach B zu bringen, werden aber von Wölfen belauert. Ihr benötigt: 3-5 Wölfe, einen Hirten, einen Schäferhund und 7-15 Schafe. Schafe, Hirte und Schäferhund stehen auf einer Seite des Spielfeldes, die Wölfe auf der Gegenüberliegenden. Hirte und Hund versuchen die Schafherde möglichst vollzählig auf die andere Spielfeldseite zu bringen. Die Wölfe versuchen Schafe zu kriegen. Abgeschlagene Schafe scheiden aus. Auch Hirte und Schäferhund können Wölfe abschlagen, die dann ausscheiden. Auswertung: Die Wölfe bekommen für jedes abgeschlagene Schaf einen Punkt, aber zwei Minuspunkte für jeden abgeschlagenen Wolf aus ihren Reihen. Nun kann das Spiel in neuen Teams gespielt und die Ergebnisse verglichen werden oder die gleichen Teams treten wieder an und versuchen erfolgreicher zu spielen.

Ein weiteres Spiel, das in diesem Zusammenhang gut mit einer Gruppe gespielt werden kann, ist Wikinger-Schach oder auch Kubb genannt.

Ablauf
Vor Beginn der Übung wählt die Übungsleitung im Raum oder auf dem Gelände eine Wegstrecke und errichtet auf dieser einige Hindernisse, die überwunden werden müssen.
Die Teilnehmenden bekommen je eine Schnur. Alle Schnüre sind an einem Ring befestigt auf dem ein Ball liegt. Die Teilnehmenden haben nun die Aufgabe den Ball mit Hilfe des Transportringes in das vorgegebene Ziel zu bringen.

Regeln

  1. Die Teilnehmenden dürfen weder den Ring noch den Ball berühren.
  2. Die Schnüre dürfen nur an ihrem dem Ring gegenüberliegenden Ende und nur mit einer Hand gehalten werden. Die Teilnehmenden dürfen nur ihre eigene Schnur berühren.
  3. Wenn der Ball auf den Boden fällt, müssen die Teilnehmenden zum Start der Strecke zurück.
  4. Je nach Wegstrecke und gewünschtem Schwierigkeitsgrad bekommt die Gruppe ein Zeitlimit von 10 – 20 Minuten.

Anregungen und Hinweise

  • Variante 1: Die Teilnehmenden müssen mit Hilfe des Transportringes so viele Bälle wie möglich von einem Eimer in einen anderen bringen. Jeder Ball der dabei auf den Boden fällt gilt als Minuspunkt.
  • Variante 2: Nach einer gewissen Zeit müssen die Teilnehmenden die Schnüre tauschen. An welcher Stelle im Parkour sich die Gruppe zu diesem Zeitpunkt befindet ist dabei unerheblich.
  • Variante 3: Es wird ein Teilnehmender bestimmt, welche die Gruppe anleitet. Alle anderen Teilnehmenden bekommen Augenbinden.
  • Variante 4: An dem Ring wird ein Filzstift befestigt. Auf dem Boden oder auf einem Tisch wird ein großen Blatt Papier ausgelegt. Alle Teilnehmenden erhalten Handkarten mit jeweils einem Buchstaben. Die Aufgabe besteht darin, dass die Teilnehmenden innerhalb von 15 Minuten einen möglichst langen, sinnvollen Text schreiben. Für jeden verwendeten Buchstaben muss die entsprechende Handkarte abgegeben werden.

Material:
– Nerf-Gun mit mind. 6 Schuss (wichtig ist, dass alle Pfeile an derselben Stelle
abgeschossen werden; wenn möglich sollte die Waffe verwendbare Kimme und Korn
haben), mind. 6 Nerf-Pfeile (möglichst harte Pfeile) + reichlich Ersatz
– Kreppband (für die Abschusslinie)
– Abschussziele: 2 Tischtennisbälle + 2 Plastik-Flaschen (evtl. mit Sand gefüllt), 2 kleine
Plastikbecher, ein Eimer, ein Stück Stoff (z.B. Geschirrtuch)
– Tisch auf dem die Ziele platziert werden

Spielaufbau:
Mit dem Kreppband wird eine Abschusslinie abgeklebt, hinter der sich später sowohl die
Zehenspitzen, das Knie und der Ellenbogen des Spielers befinden müssen. Ungefähr in 4
Meter Abstand zur Linie wird ein Tisch aufgestellt, auf dem die Ziele aufgebaut und nach
Belieben angeordnet werden. Ziele sind auf Plastikflaschen liegende Tischtennisbälle, die heruntergeschossen werden sollen, Plastikbecher, die umgeschossen werden können und ein Eimer, über den locker ein Tuch gelegt wird (um Abpraller zu verhindern), in den hinein geschossen werden
kann. Den Eimer kann man auch unterhalb des Tisches platzieren.

Spielmodus: Einzelspieler, Punktewertung
Der Spieler erhält eine bestimmte Anzahl an Pfeilen (mindestens 6). Mit diesen darf er auf
die Ziele schießen. Trifft der Spieler den Tischtennisball gibt das 3 Punkte, der Plastikbecher
gibt 2 Punkte und der Eimer einen Punkt. Getroffene Ziele (Tischtennisbälle und Becher)
werden wieder aufgebaut. Sind alle Pfeile abgeschossen, werden die erzielten Trefferpunkte
zusammengezählt. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 2/2022. Es geht in fünf Lektionen um Geschichten von Ester:

Lektion 5: Ester 1,1-2,18 Ester wird Königin

Lektion 6: Ester 2,19-23 Lebensretter

Lektion 7: Ester 3,1-15 Ein böser Plan

Lektion 8: Ester 4,1-5,17 Eine mutige Entscheidung

Lektion 9: Ester 6-9 Gott macht’s gut

Zusatz: Das Purimfest feiern – Gott schenkt Rettung und Sieg

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott beschützt seine Freunde.

Checker

Auch wenn andere etwas gegen uns haben, ist Gott an unserer Seite.

Der Text an sich

Personen

Mordechai: Je nach Übersetzung wird dieser Name verschieden geschrieben. Er gehört zu den Nachkommen der jüdischen Bürger, die im Zuge der Eroberung durch den babylonischen König Nebukadnezar verschleppt und über das damalige babylonische Reich (später das persische Reich) verteilt und sesshaft wurden. 

Haman Ben – Hammedata aus Agag: Er stammt vermutlich aus der Region Agag, was im Gebiet der Amalekiter liegt. Das könnte seinen Hass auf die Juden erklären, da Israel und die Amalekiter immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen hatten. Er wurde durch König Artaxerxes/Ahasveros (je nach Bibelübersetzung) ein hoher Beamter am Hof des persischen Königs. Trotzdem hatte er bei den anderen Mitarbeitenden am Hof vermutlich keinen guten Stand, denn trotz seiner Stellung brauchte es den Befehl des Königs, dass alle sich vor ihm verbeugen mussten.

König Artaxerxes/Ahasveros: Er regierte etwa von 486-464 v. Chr. Das Persische Reich mit 127 Ländern (von Indien bis Kusch).

Ort

Die Stadt Susa war damals eine Hauptstadt im persischen Reich. Sie lag im heutigen Iran, in der Nähe der irakischen Grenze.

Handlung

Nach der Heldentat Mordechais sind einige Jahre vergangen und Haman am Hof des Königs aufgestiegen. Haman versucht auf verschiedene Weise, seine Feinde – das jüdische Volk – zu demütigen. Erst sollen sie sich vor ihm verbeugen und somit eine demütige Haltung einnehmen – Mordechai macht es nicht. Danach macht er die Juden allgemein vor dem König schlecht. Seine Hinterlist wird unter anderem dadurch deutlich, dass er dem König in dem Gespräch kein Volk und keinen Namen einer Person nennt und trotzdem seinen Wunsch zur Ausrottung des jüdischen Volkes bekommt. Seine Vorwürfe stimmen nur teilweise. Die Juden haben ihre eigenen Gesetze und leben überall verstreut im persischen Reich. Aber grundsätzlich halten sich die Juden an das persische Gesetz, bis auf das Gesetz, dass sich alle vor Haman verbeugen müssen. Aus dem verletzten Stolz heraus scheint Haman seinen Plan zu entwickeln. Er überzeugt den König von seinem Vorhaben und erhält von ihm nicht nur übermäßig viel Geld, sondern auch seinen Siegelring, der ihn dazu befähigt, Gesetze zu erlassen und im Namen des Königs zu handeln. So wird dann der Erlass Hamans als ein Gesetz des Königs in alle Provinzen geschickt.  

Der Text für mich

Es ist erstaunlich, wie der Hass eines Menschen sich so gegen ein ganzes Volk richten kann. Es wird in dem Textabschnitt nicht erklärt, warum Haman gegen die Juden ist. Es ist nur eines klar – er ist der Feind der Juden. Mich erschreckt, mit welcher Raffinesse er vorgeht, um am Ende an sein gewünschtes Ziel zu kommen. Durch die Verbindung zum König hat er fast alle Möglichkeiten, seine Pläne umzusetzen.

Aber nicht nur im großen Stil geht eine solche Unterdrückung. Auch heute erleben wir an verschiedenen Stellen Menschen, die andere unterdrücken, schlecht behandeln oder zum Außenseiter machen. Auf der Arbeit eine Person, die wir nicht mögen und über die in der Pause gelästert wird, im Sportverein jemand, der nicht gut genug ist, weil die Person zu dick oder schwach ist. Aber nicht nur Erwachsene erleben es. Das geht bereits im Kindesalter los – die falschen Klamotten, die falsche Frisur, nicht cool genug für die Gruppe. Ausschlusskriterien gibt es für uns Menschen genug, zum Glück aber nicht bei Gott.

Der Text für dich

Starter

Du bist komisch, irgendwie anders, du passt nicht zu uns. Was trägst du denn für Klamotten? Wo kommst du denn her?

Nicht selten beginnen in den ersten Schuljahren die ersten Peergroups zu entstehen und damit beginnt auch das „Du gehörst zu uns“ oder „Dich will hier keiner“. Äußerlichkeiten zählen da mehr als alles andere. Den Mut zu haben, den „anders seienden“ nicht auszugrenzen, fällt schwer. Denn dann läuft man Gefahr, selber in genau die gleiche Falle zu geraten und von den anderen ausgegrenzt zu werden. Und das will keiner.

Checker

Sie wissen, dass Gott jeden liebt und jeder bei Gott gleich zählt. Doch Ausgrenzung und Mobbing sind nicht ungewohnt im sozialen Umfeld der Kinder. Schule, Sportverein oder die eigene Peergroup. Immer wieder begegnen die Kinder diesem Thema. Es gibt meistens einen, der den Ton angibt und sagt, wer dazugehört und wer nicht. Dem zu widersprechen fällt schwer, weil man meistens dann selber zu „den anderen“ gehört.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Gespräch zwischen zwei Freunden

Material: 2 Figuren (Playmobil oder ähnliches), Garten

Mordechai und sein Freund David unterhalten sich heimlich in einem Garten.

David: Hallo Mordechai, bist du schon da?

Mordechai: Pssst, ja ich bin schon da. Mach nicht so laut, es müssen nicht alle wissen, dass wir uns treffen.

David: Okay, alles klar. Aber wovor hast du Angst?

Mordechai: Ich fühle mich schon seit einigen Tagen verfolgt. Dieser Haman am Hof vom König versucht uns Juden mal wieder das Leben schwer zu machen.

David: Ach dieser Haman. Weißt du nicht, was man sich am Hof über ihn erzählt?

Mordechai: Ja schon. Er ist nicht wirklich beliebt. Und keiner versteht, was der König an ihm so toll findet.

David: Und man redet schon über dich. Du traust dich, dich ihm gegenüber zu stellen und nicht auf die Knie zu fallen. Obwohl es der König befohlen hat.

Mordechai: Manche nennen es mutig, andere nennen es dumm. Denn immerhin hat Haman alle Macht, mich deswegen einzusperren.

David: Und hat er es bisher gemacht?

Mordechai: Nein, aber man weiß ja nie, was noch kommen wird.

David: Ach Mordechai, du weißt doch, dass unser Gott größer ist als all die Pläne dieses Haman.

Mordechai: Ja, das weiß ich. Aber manchmal fällt es schwer, es zu glauben. Aber pssst, ich höre die Wachen. Am besten ist, wir trennen uns für heute. Bis zum nächsten Mal.

Idee 2: Bodyguard

Aus den Kindern werden ein Promi und ein Bodyguard ausgewählt. Alle anderen bilden einen Kreis um die beiden Kinder. Nun versuchen die Kinder mit einem Softball den Promi abzuwerfen. Die Aufgabe des Bodyguards ist es den Promi zu beschützen und die Bälle abzufangen oder sich in die Schusslinie zu stellen. Wird der Promi getroffen wird durchgewechselt. Der Werfer wird zum Bodyguard, der Bodyguard zum Promi und der Promi stellt sich zu den anderen in den Kreis.

Kinder die von anderen ausgegrenzt werden, aber auch den Juden geht es in der Geschichte ähnlich wie dem Promi. Sie werden von allen Seiten angegriffen, mit dem Ziel sie zu verletzten. In so einer Situation braucht es jemanden, der sich zu ihnen stellt und sie beschützt.

Verkündigung

Zwischen dem Ende des ersten Gesprächs und dem zweiten Teil kann man gemeinsam ein Lied singen oder ein Spiel spielen.

Zwei Tage später treffen sich David und Mordechai wieder an ihrem geheimen Treffpunkt.

David: Mordechai, Mordechai, wo bist du?

Mordechai: Hier! Oh Mann, wann lernst du es, leiser zu sein.

David: Ja tut mir leid, aber ich muss dringend mit dir reden.

Mordechai: Was ist denn so wichtig, dass du die ganze Stadt damit aufweckst.

David: Haman war beim König.

Mordechai: Aber das ist er doch immer.

David: Aber diesmal scheint es ernst zu werden.

Mordechai: Wie meinst du das?

David: Ich erzähle dir, was geschehen ist. Also Haman trat mal wieder vor den König. Dieser hatte keine gute Laune und Haman schmeichelte ihm mal wieder. Das macht er immer, damit er bekommt, was er will.

Mordechai: Ja das wissen alle. Erzähl weiter!

David: Nun, als er da war, berichtete er dem König, was alles geschehen ist. Unter anderem sprach er auch über uns Juden. Er sagte: Es gibt ein Volk unter deinen Völkern. Es lebt verstreut in vielen Ecken deines Reiches. Es ist ein stures Volk. Es weigert sich, die Befehle von dir zu befolgen.

Mordechai: Dieser Verräter. Er weiß ganz genau, dass ich mich nicht vor ihm niederwerfen werde. Das mache ich nur vor Gott. Er verdient es.

David: Ja das weiß Haman auch, aber …

Mordechai: Nichts aber, er will uns vertreiben. Haman will uns aus dem Persischen Reich jagen und dabei ist ihm alles recht. Es besteht schon seit Jahren eine Feindschaft zwischen Haman und den Juden. Man nennt ihn nicht umsonst den Feind der Juden.

David: Wenn er uns vertreiben würde, wäre das noch gut. Aber es kommt noch schlimmer.

Mordechai: Was meinst du?

David: Er hat den König um sehr viel Geld gebeten, damit er seinen Plan umsetzen kann. Er will die Juden alle umbringen lassen. Dazu hat er Briefe an alle Fürsten in alle Landesteile des Persischen Reiches geschickt. Spätestens in einem Jahr wird es so weit sein. Der König hat diesen Befehl unterzeichnet.

Mordechai: Das ist unglaublich. David, ich glaube nicht, dass Gott das zulässt.

David: Ich auch nicht. Aber gerade sehe ich keinen Ausweg. Wenn Gott nicht schnell eingreift, dann werden wir in einem Jahr nicht mehr leben.

Mordechai: Wir müssen etwas unternehmen. Hast du eine Idee, was wir machen können?

David: Nein, nachdem ich gehört habe, was Haman plant, bin ich direkt zu dir. Ich hatte keine Zeit mir einen Plan zu machen.

Mordechai: Okay, dann lass uns gemeinsam überlegen, wie wir vorgehen können.

David: Ich werde erst einmal unsere Freunde informieren und dann treffen wir uns wieder hier.

Mordechai: Das ist gut. Und ich werde mich auf den Weg durch die Stadt zur Burg Susa machen. Vielleicht kann ich etwas erreichen. Bis Bald, mein Freund!

Die andere Idee

Geschichte mit Bewegung und Geräuschen

Jedes Kind bekommt eine Rolle in der Geschichte. Immer wenn die Person oder die Gruppe oder der Ort benannt werden, steht das Kind auf und macht das entsprechende Geräusch oder die Bewegung.

Sprechrollen:

  • Mordechai: Gott ist der Größte!
  • Haman: Alle Juden sind meine Feinde!
  • König: Ich bin der größte Herrscher aller Zeiten!

Geräusche (die können auch von mehreren Kindern gleichzeitig gemacht werden):

  • Thronsaal: Fanfaren.
  • Burg: Wachen stehen auf und halten die Hand an die Stirn, um in die Ferne zu schauen.
  • Susa: Alle machen eine Bewegung und/oder sprechen durcheinander einen kurzen Satz, den sie sich vorher überlegt haben.

Vor fast 2500 Jahren lebte in Susa auf der Burg ein König. Dieser regiert über ein riesiges Reich. In seiner Burg lebte ein Mann, dem der König sehr vertraute. Dieser hieß Haman. Der König vertraute Haman so sehr, dass er ihn zu einem der mächtigsten Männer in Susa und seinem Reich machte.

Haman war ein Mann, der nicht gut war. Er hatte sich einen bösen Plan ausgedacht. Haman wollte die Juden loswerden. Eines Tages kam Haman in den Thronsaal zum König nach Susa auf die Burg. Haman schleimte sich beim König so sehr ein, dass der König seinem Plan zustimmte. Haman wollte, dass sich alle Menschen auf der Burg, in Susa und im gesamten Persischen Reich vor dem König niederbeugen sollten. Wirklich alle Völker, nicht nur die Perser.

Dazu gehörten auch die Juden. Zu ihnen gehörte auch Mordechai. Dieser lebte nun schon viele Jahre im Persischen Reich und war mit dem König zufrieden. Mordechai hatte dem König vor einiger Zeit sogar das Leben gerettet, als er eine Verschwörung gegen ihn aufdeckte …

Der Text gelebt

Wiederholung

Gemeinsam wird mit den Kindern die Geschichte kurz zusammengefasst. Folgende Punkte sollen erwähnt werden

  • Haman erlässt ein Gesetz, dass alle vor ihm auf die Knie gehen sollen.
  • Mordechai weigert sich, weil er Jude ist und sich nur vor Gott verbeugt. Denn nur Gott allein gebührt diese Ehre, so steht es in den 10 Geboten.
  • Hamans Hass auf die Juden steigert sich so sehr, dass er sie vernichten will.
  • Hamann erlässt ein Gesetz, dass alle jüdischen Bewohner des persischen Reiches getötet werden sollen.
  • Dieses Gesetz schockiert die Juden. Sie klagen Gott ihr Leid. Sie vertrauen darauf, dass Gott ihnen helfen wird.

Mordechai weiß noch nicht, wie das alles enden wird. Aber er hat einen Plan entwickelt. Ob dieser gelingt oder nicht wird beim nächsten Mal erzählt.

Auch heute erleben wir oft, dass Menschen ausgegrenzt werden. Aus unterschiedlichen Gründen wollen wir nicht mit ihnen befreundet sein. Eventuell kann von den Mitarbeitenden eine persönliche Geschichte dazu erzählen. Gott selber möchte nicht, dass wir so miteinander umgehen. Er will mit jedem Menschen befreundet sein. Egal, ob jemand die tollsten Klamotten trägt, immer die besten Noten schreibt oder bei allen beliebt ist. Für Gott gibt es keine Unterschiede.

Gespräch

Um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen, können folgende Fragen besprochen werden:

  • Warum will Mordechai sich nicht vor dem König niederbeugen?
  • Warum stört sich Haman daran?
  • Wie hätte der König Xerxes reagieren können?
  • Was könnte Mordechai jetzt machen?

Die Antworten auf die letzte Frage könnte man aufschreiben und in der nächsten Stunde gemeinsam schauen, ob jemand die richtige Idee hatte.

Dann kann folgende Frage auf ein großes Plakat geschrieben werden:

  • Was können wir machen, wenn Menschen ausgegrenzt werden?

Mit den Kindern werden gemeinsam verschiedene Möglichkeiten zusammengetragen.

Einiges ist schnell aufgeschrieben und doch schwer umzusetzen. Den Kindern kann Mut gemacht werden, diese Schritte im Alltag auch zu machen.

Merkvers

Rufe mich an in der Not, dann will ich dich erretten und du sollst mich preisen. Psalm 50,15 (Luther)

Der Vers zuerst zwei bis dreimal gemeinsam gesprochen. Dann beginnt ein Kind und sagt das erste Wort des Verses. Reihum ergänzt jedes Kind immer nur das nächste Wort des Satzes. So kann der Vers erst langsam und dann immer schneller aufgesagt werden.

Gebet

Lieber Vater im Himmel,

Danke, dass wir wissen, dass du uns immer siehst. Auch wenn andere Menschen etwas gegen uns haben oder etwas planen, weißt du es. Bitte sei in dieser Situation bei mir: …

Bitte hilf uns auch, dass wir andere Menschen nicht ausgrenzen, weil sie anders sind als wir. Es ist nicht leicht, aber wir wissen, dass du uns zur Seite stehst. Bitte hilf mit bei …

Amen

Ein Mitarbeiter spricht das Gebet und lässt am Ende jeweils etwas Zeit, damit die Kinder in Gedanken den Satz für sich zu Ende sprechen können.

Kreatives

Material: möglichst großes kariertes Papier (evtl. Flipchart, vorbereitet wie in der Vorlage), Dicker Filzstift, Schwarzer Edding

Auf einem großen, vorbereiteten karierten Blatt werden mit den Kindern gemeinsam Sachen gesucht, die dazu führen, dass andere ausgegrenzt werden. Diese werden in die „markierten“ Felder geschrieben. Am Ende werden alle „markierten“ Kästchen ausgemalt, wodurch alle Ausgrenzungsmerkmale übermalt werden und es entsteht der Schriftzug: GOTT LIEBT ALLE!

Spielerisches

Material: Augenbinde

Wächter in der Nacht

Mordechai trifft sich nachts mit seinen Freunden. Dabei müssen sie so leise wie möglich an den Wachen vorbeischleichen.

Alle stehen im Kreis. Ein Spieler wird ausgewählt und bekommt die Augen verbunden. Er wird in den Kreis gestellt und muss versuchen, einen der Spieler zu fangen, der seinen Platz tauscht. Eine Person bestimmt zwei Kinder, die den Platz so leise wie möglich tauschen müssen. Erwischt der Wächter eine Person, ist diese „gefangen“ und ist in der nächsten Runde der Wächter. Klappt der Platzwechsel, werden zwei weitere Personen ausgesucht.

Rätselhaftes

Labyrinth

Mordechai möchte sich mit seinem Freund David treffen. Dieser ist bereits am vereinbarten Treffpunkt. Kannst du Mordechai den Weg dahin zeigen?

(T)Extras

Lieder

Bist du groß oder bist du klein

Unserem Gott ist alles möglich

Gott verlässt seine Kinder

Spiele

Material: Eimer, 1-2 Bälle

Eimer in der Mitte

Alle Personen stellen sich in einen Kreis. In die Mitte des Kreises wird der Eimer gestellt. Ein Kind wird ausgewählt (später zwei Kinder– dann auch zwei Bällen). Diese müssen den Eimer beschützen. Die anderen Kinder versuchen mit den Bällen den Eimer zu treffen, sodass er umfällt. Ist der Eimer umgefallen, sind zwei andere Kinder an der Reihe.

ür die 6- bis 12-Jährigen haben wir eine Freizeit zum Thema „Jakob – gesegnet, geflüchtet, versöhnt!“ entwickelt. Das Freizeitkonzept ist als flexibler, individuell anpassbarer Baukasten zu verstehen. Das heißt: Die Freizeit kann im Tagesablauf und der Freizeitlänge ganz den Gegebenheiten und Bedürfnissen vor Ort angepasst werden. Als Beispiel haben wir für euch ein 6-Tages-Programm konzipiert.

Die Jakobsgeschichte

Unter „Programmideen“ finden sich eine Einführung in die biblische Jakobsgeschichte mit Hintergrundwissen. Die biblische Geschichte haben wir über sechs Einheiten verteilt. Vier Geschichten sind als Anspiel ausgearbeitet, zwei als „Skechtboard-Geschichten“ (die Geschichte entsteht malerisch beim Erzählen auf einer großen Staffelei). Die Anspiele findet ihr schriftlich und als Filmaufnahmen vor. So könnt Ihr wählen, ob ihr die Anspiele selbst spielt oder einfach per Film abspielt. Die Sketchboardgeschichten sind ausschließlich Filmclips. Nach den jeweiligen Geschichten haben wir Vertiefungen ausgearbeitet für zwei Altersgruppen (6-10 Jahre; 11-13 Jahre). So kann mit den jeweiligen Zielgruppen altersentsprechend gearbeitet werden.

Jede Jakobgeschichte wird von einer Rahmengeschichte umklammert. Die Handlung spielt in der heutigen Zeit und hilft den Kindern, die Themen der Jakobgeschichten in ihr Leben zu übertragen. Gezeigt wird die Rahmengeschichte jeweils vor bzw. nach einer Jakobgeschichte. Ihr findet diese Geschichte als Textdatei unter „Programmideen/ Rahmengeschichte“ und als Film in einzelnen Clips unter „Videos“.

Programmplan

Der vorgestellte Programmplan der „5 Sterne Sommer“-Freizeit geht zunächst von einem Angebot ohne Übernachtung aus. Selbstverständlich kann der Tagesplan auch auf eine Übernachtungs-Freizeit abgewandelt werden. Auch im Hinblick auf Kooperationen, mögliche Corona-Bestimmungen… kann die Freizeit ganz auf die örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse abgestimmt werden und ermöglicht so eine hohe Identifikation mit der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort. 

Sonntag
Streiten ist normal, da steckt was dahinter / 1.Mose 25, 19-34 / Esau verkauft Jakob sein Erstgeburtsrecht
Montag
Gott segnet nicht nur die Braven / 1.Mose 27,1-40 / Jakob holt sich den Segen
Dienstag
Wie und wo kann ich Gott erleben (und was antworte ich?) / 1.Mose 27, 41- 28, 22 / Jakob und die Himmelsleiter
Mittwoch
Wie gehe ich mit Unrecht um? / 1.Mose 29,1-30 / Jakob wird betrogen Zeit bei Onkel Laban
Donnerstag
In Zeiten der Angst – an wen oder was klammere ich mich da? / 1.Mose 32,1-33 / Jakob am Jabbok
Freitag
Wie geht „Aufeinander zugehen“ nach Verletzungen? / 1.Mose 33,1-16 / Jakob und Esau versöhnen sich
8:30 Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück
9:00 Beginn: Begrüßung, Spiel, Ritual … Beginn Beginn Beginn Beginn
9:30 Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
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Rahmengeschichte
Sktechboard
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Rahmengeschichte
Bibelanspiel
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Sktechboard
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Rahmengeschichte
Bibelanspiel
9:45 10.00 Uhr Ankommen und Begrüßen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen
10:15 Kennenlern-Spiele Ratespiel „Wer bist du“ oder Quiz „Gefragt – gejagt“ „Spiele rund um die Leiter“ oder Spiel „Nummer 2 gewinnt“ Spiel: „Israel sucht den Superhirten“ „Würfeln-Suchen-Quizzen“ Geländepiel: „Kuhhandel“
12:00 Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen
12:30 Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops
14:00 Snack Snack Snack Snack Snack Snack
14:15
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Vertiefung für zwei Altersgruppen
14.30-15.15 Streitspiele 15:20 -16.25 Begabt! Wettkampf 1 Std
Geländespiel „Capture the Wildraten” Dorf- oder Stadtspiel „Himmelsleiter“

Platz für eigene Ideen
Spiel: Handelsspiel „Büffeljagd“
oder
Stationenspiel „Talente ausprobieren“
Platz für eigene Ideen Stationenspiel
„Jakobs leckere Suppe“
16:45 Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied
17:00 Ende Ende Ende Ende Ende Ende

Spielidee
Superman, Supertalent und jetzt auch noch ein Superhirte?
Bei diesem Wettkampf treten mehrere Gruppen gegeneinander an, um ihr Können als „Hirten“ unter Beweis zu stellen. Die Aufgaben können an einem Ort stattfinden oder auch als Rallye bewältigt werden. Die unterschiedlichen Spielideen können natürlich auch leicht abgewandelt und an die Gruppe (Größe und Alter) angepasst werden. Bei manchen Spielen ist das Können der ganzen Gruppe gefragt, bei anderen Spielen werden zwei Personen pro Gruppe ausgesucht. Wichtig ist hierbei, dass gut abgewechselt wird.

Schafgeschichten aus der Bibel
Bei Jakob kamen viele Schafe und Ziegen vor. Aber nicht nur bei ihm spielten diese Tiere eine teilweise wichtige Rolle.
Aufgabe: Welche Stellen (bzw. Geschichten) aus der Bibel fallen euch noch ein, in denen Schafe und/ oder Hirten vorkommen? Sammelt diese in den nächsten 2 Minuten. Die Gruppe mit den meisten Stellen gewinnt.
Beispiele sind: Psalm 23 „Der gute Hirte“, Weihnachtsgeschichte, Gleichnis vom verlorenen Schaf, König David war auch ehemals Hirte usw.
Material: Stifte, Papier

Schafsköttel lesen
In der Bibel steht das Gleichnis vom „verlorenen Schaf“. Ein Hirte machte sich auf den Weg, um ein Schaf zu suchen. Wenn man auf der Suche nach einen Tier ist, muss man einfach nur der Spur der Schafsköttel folgen. Aber in dieser Aufgabe verraten uns die Schafköttel etwas anderes.
Aufgabe: Jede Gruppe bekommt 30 „Schafsköttel“. Mit diesem Material muss jeweils eine Person aus jeder Gruppe ein Bild legen oder ein Wort schreiben.
Als Schafsköttel eignen sich Schoko-Müsli-Kugeln ( Schaut mal nach unter Knusper-Frühstück, Schoko Cerealien mit Vollkorn. Die kommen Schafskötteln schon sehr nahe). Wenn ihr es ohne Lebensmittel machen wollt, könnt ihr gerne auch einfach braune Kügelchen aus Krepppapier formen.
Oder als Alternative: Ihr fotografiert gelegte Bilder von euch und arbeitet mit einem Beamer und die Gruppen müssen raten, was das sein soll.
Mögliche Bilder/ Worte: Schaf, Gras, Wolle, Haus, Blume etc.
Material: Knusper-Frühstück, Schoko Cerealien mit Vollkorn oder braunes Krepppapier

Jedes Schaf beim Namen kennen
Es gibt 20 Bilder von Schafen, die man mit dem Beamer zeigt. Die Bilder können gut im Internet ausgesucht werden. Man sollte aber darauf achten, dass die Schafe etwas unterschiedlich aussehen bzw. am Hintergrund erkennbar sind. Zu jedem Bild wird der Name gesagt oder er steht auf der jeweiligen Folie.
Die Gruppe muss sich absprechen, welche Taktik sie hat, damit man sich als Gruppe alle Namen zu den Schafen merken kann.
Wer keinen Beamer hat, kann sich auch vor die Gruppe stellen, das jeweilige Bild zeigen und den Namen dazu sagen.
Je nachdem nach Alter und Größe der Gruppe kann die Beamerpräsentation auch etwas erschwert werden, wenn Schafbilder doppelt oder drei Mal vorkommen. Die Namen können frei gewählt werden und können auch je nach Alter schwieriger sein, z.B. Gerda, Frieda oder Maria. Schwerer wären Schneeauge, Pusteblumenliebling, Scheckennudel etc.
Aufgabe: Die Gruppe bekommt ein Blatt mit 5 Schafbildern und soll die jeweiligen Namen dazu schreiben.
Material: 20 Schafbilder, evtl. Beamer oder genügend Bilder, Papier, Stifte

Schafe scheren
Natürlich müssen Hirten nicht nur die Schafe hüten, sondern sie auch scheren können. Welche Gruppe schert am schnellsten ihr Schaf ordentlich und ohne es zu verletzen?
Aufgabe: Ein Luftballon wird mit Rasierschaum eingesprüht. Eine Person aus der Gruppe hält den Luftballon, die andere versucht mit einem Einwegrasierer den Luftballon zu „rasieren“ ohne dass er dabei platzt.
Material: ein Luftballon und ein Einwegrasierer pro Gruppe

Psalm 23
Psalm 23 ist der wohl bekannteste Psalm, in dem es um einen Hirten und seine Aufgaben geht. Könnt ihr den Psalm auswendig, bzw. wisst in welcher Reihenfolge die Textschnipsel gehören?
Aufgabe: Jede Gruppe erhält Textschnipsel von Psalm 23 und muss ihn schnellstmöglich in der richtigen Reihenfolge zusammenpuzzeln. Ihr könnt den Text unter www.bibelserver.com suchen (Psalm 23 eingeben, Übersetzung wählen, z.B. Luther oder die Gute Nachricht) und herauskopieren.
Material: Psalm 23 in Teilen auseinander geschnitten (je nach Schwierigkeit kürzere oder längere Textpassagen ausschneiden).

Dunkles Tal
In Psalm 23 kam das dunkle Tal auch vor. Es ist gar nicht so einfach, immer den richtigen Weg zu finden. Und wie kommt man sicher durch das dunkle Tal zur nächsten Weide?
Aufgabe: Die Aufgabe ist es, dass ein Hirte mit einem Schaf im Schlepptau einen Hindernisparcours blind abläuft. Allerdings werden ihm keine Anweisungen erteilt, sondern er muss seinen Weg mit Hilfe einen „Blindenstabes“ finden. Das kann ein Stab, ein Besenstiel oder ein Ast sein. Wichtig dabei ist, dass der Hirte bzw. die Hirtin und das Schaf mit ihren Körpern keinen Gegenstand vom Hindernisparcour berühren.
Wenn mehrere Gruppen gegeneinander antreten, sollten erst alle Hirten und Schafe, die den Parcours machen von ihrer Gruppe getrennt werden und bereits eine Augenbinde aufbekommen.
Material: Sachen für einen Hindernisparcour, Stab, Augenbinden

Nicht Schlaflied, sondern Schaflied
Wer kennt es nicht, dass man nicht einschlafen kann und dann den Tipp bekommt, Schafe zu zählen. Es könnte aber auch ein Schlafschaflied helfen.
Aufgabe: Jede Gruppe dichtet ein vierzeiliges Schaflied oder Schafgedicht (darf gerne auch vorgesungen oder aufgesagt werden am Ende). Der kreativste Beitrag gewinnt.
Material: Papier, Stifte

Gefahren abwenden
Hirten mussten auch kämpfen können gegen stärkere Tiere. Meistens verwendeten sie Steinschleudern (ähnlich wie der kleine David beim Riesen Goliath) und verscheuchten so gefährliche Tiere. Bei der nächsten Aufgabe werden die Wurfkünste der Gruppe getestet.
Aufgabe: Jede und jeder bekommt zwei bis drei Wasserbomben. In ca. 10 m Entfernung steht ein Mitarbeiter (draußen spielen!), der das „wilde Tier“ symbolisiert. Er muss mit den Wasserbomben abgeworfen werden. Es dürfen dabei immer zwei Personen aus der Gruppe gleichzeitig werfen. Welche Gruppe trifft am meisten?
Material: Wasserbomben, Eimer

Gibt es dieses Jahr Eis und Schnee? In deiner Jugendgruppe mit diesen Spielen auf jeden Fall.

Es ist kein Problem, alle Spiele mit den notwendigen Abständen durchzuführen.

Vorbereitung

Es müssen genügend Eiswürfel vorhanden und im Gefrierfach eines Kühlschranks im Gemeindehaus oder in einer Gefrierbox vorrätig sein.

Falls es notwendig ist, sollten folgende Vorschriften wegen Corona umgesetzt werden:

  • Alle Jugendlichen im Raum tragen Gummihandschuhe
  • Eine Person ist erst dann an der Reihe, wenn sich die Vorgängerperson mindestens 1,5 Meter vom Spielplatz entfernt hat
  • Die übrigen Jugendlichen stehen oder sitzen mit 1,5 Meter Abstand im Raum verteilt

Mannschaftseinteilung

Die Spiele können mit zwei Mannschaften durchgeführt werden.

Nach unserer Erfahrung sind für eine Gruppenstunde von 90 Minuten keine 10 verschiedenen Spiele notwendig. Deshalb kann ausgewählt werden. Genauso kann ein „gutes“ Spiel zweimal gespielt werden.

Spiel 1: Wir produzieren Gletscherwasser

Material: 10 Eiswürfel, 10 Pappbecher oder Trinkgläser, 1 Messbecher

Alle holen sich nacheinander einen Eiswürfel und begeben sich an ihren Platz. Dort steht ein Pappbecher oder ein kleines Trinkglas. Auf „Los“ nimmt jeder den Eiswürfel in die Hand, ballt die Faust und bringt das Eis zum Schmelzen. Das „Eiswasser“ tropft in den Becher. Nach 30 Sekunden ruft die Spielleitung „Stopp“. Dann leeren nacheinander alle Jugendlichen von Mannschaft 1 ihre Wassermengen in das Messgefäß und die Wassermenge wird notiert. Danach wird die Wassermenge von Mannschaft 2 ermittelt.

Spiel 2: Crash erwünscht

Material: ein etwa 2,5 Meter langer Tisch, 10 Eiswürfel

Zwei Jugendliche von Mannschaft 1 stehen sich an den beiden Tischenden gegenüber und beide haben einen Eiswürfel in der Hand. Ziel ist es, die beiden Eiswürfel so über den Tisch zu gleiten, dass sie zusammenstoßen. Hier wäre es möglich, dass jede Zweiermannschaft zwei Versuche nacheinander durchführen darf, da sonst die Eiswürfel zu schnell schmelzen. Falls die Mannschaft nicht durch zwei teilbar ist, darf bei der letzten Person ein Partner ausgewählt werden, der schon an der Reihe war.

Welche Mannschaft hat die meisten Zusammenstöße erzeugt?

Variation: Jetzt müssen die Eiswürfel von beiden Tischenden aus so losgeschickt werden, dass sie in einer von drei Zonen in der Tischmitte liegen bleiben. Die Tischzonen werden mit wasserlöslichem Filzstift quer zur Tischlänge gezeichnet und z. B. mit 10, 20 und 30 beschriftet. Gezählt werden die erzielten Punkte pro Mannschaft.

Spiel 3: Die Speiseeis-Verkoster

Material: 3 verschiedene Sorten Speiseeis, 12 Teelöffel, Tücher zum Verbinden der Augen, 12 Stifte, 12 DIN-A-5-Blätter

Von jeder Mannschaft melden sich in der ersten Runde zwei Personen. Alle vier Personen sitzen in ausreichendem Abstand voneinander und ihre Augen sind mit einem Tuch verbunden.

Die Spielleitung entnimmt mit einem Teelöffel eine kleine Menge Speiseeis und gibt diese der ersten Person. Danach kommen die anderen drei Personen dran, alle mit jeweils neuem Löffel. Nachdem alle vier probiert haben, notiert sich jeder die Eissorte. Sie dürfen sich nicht beraten. Gewertet wird die Zahl der richtigen Antworten pro Mannschaft.

Dann sind die nächsten vier Personen dran.

Idee: In der dritten Runde eventuell die gleiche Eissorte nehmen wie beim ersten Mal.

Welche Mannschaft hat die meisten Treffer erzielt?

Spiel 4: Eisbombe trifft Flasche

Material: 6 Eisbomben, 3 leere Plastikflaschen oder 3 Holzstücke (Kegel) als Ziel

Vorbereitung: 6 kleine Wasserbomben herstellen und einfrieren. Wichtig: Die Gummihülle nach dem Gefrieren nicht entfernen, damit man die Eisbomben auch im Gruppenraum einsetzen kann.

Dieses Spiel ist ideal für den Einsatz im Freien.

Im Freien sucht man einen Platz auf Asphalt oder Gras. Etwas Licht von einer Straßenlaterne oder Hausleuchte wäre günstig. Am Boden liegt ein Stein als Abwurfmarkierung. In etwa vier Metern Entfernung stehen 3 leere Plastikflaschen oder 3 hochkant gestellte Holzstücke. Die Eisbombe rollt von Anfang an auf dem Boden (d. h. sie darf nicht geworfen werden). Wer ein Ziel trifft, bekommt einen Punkt. Es werden nacheinander drei Durchgänge gespielt.

Falls das Spiel im Gruppenraum gespielt wird und wenn die Eisbombe nur auf dem Boden rollt, passiert dem Boden im Gruppenraum gar nichts. Die Gummiummantelung sollte intakt sein, damit kein Schmelzwasser entsteht.

Spiel 5: Wollfaden trägt Eiswürfel

Material : 4 Eiswürfel, 4 Wollfäden (jeweils etwa 10 cm lang), 2 Salzstreuer, 2 Trinkgläser

Folgendes physikalisches Experiment wird beschrieben und dann von den Mannschaften durchgeführt:

Ein Trinkglas wird beinahe bis zum Rand mit (kaltem) Leitungswasser gefüllt. In das Glas kommt ein größerer Eiswürfel. Quer auf den Eiswürfel wird ein Wollfaden gelegt, der über den Glasrand hinausragt. Wenn nun mit einem Salzstreuer Salz auf den Eiswürfel und den Wollfaden gestreut wird, friert der Wollfaden in etwa 10 Sekunden am Eiswürfel fest. Der Eiswürfel kann an den beiden Enden des Wollfadens aus dem Glas gehoben werden.

Die zwei Mannschaften experimentieren an zwei getrennten Tischen. Die Jugendlichen (Glas befüllen, Eiswürfel einlegen, Wollfaden darüberlegen, Salz streuen, Eiswürfel am Faden herausziehen) arbeiten nacheinander mit Abstand. Jede Mannschaft macht zwei Durchgänge.

Welche Mannschaft schafft ein oder zwei geglückte „Hebeversuche“?

Spiel 6: Schneeball fangen

Material: Mehrere Rollen Malerkrepp, Zeitungspapier, 2 Plastikeimer

Jede Mannschaft stellt drei künstliche Schneebälle her. Dazu werden zwei (oder drei) Seiten Zeitungspapier zusammengeknüllt, so dass ein etwa faustgroßer Papierball entsteht. Diesen kann man (muss man aber nicht!) mit Malerkrepp umhüllen.

Person 1 von Mannschaft 1 steht an einer Markierung (Klebestreifen am Boden). In drei Metern Entfernung steht Person 2 von Mannschaft 1 und hat einen Eimer in der Hand. Ziel ist es, dass der von Person 1 geworfene Ball im Eimer aufgefangen wird.

Dann kommt Mannschaft 2 dran. Insgesamt etwa drei Durchgänge pro Spielerpaar durchführen. Falls es Schnee gibt, sollte dieses Spiel unbedingt im Freien durchgeführt werden! Gezählt werden die im Eimer gefangenen „Schneebälle“.

Variation: Ein Eimer steht erhöht (Tisch hochkant; darauf Holzplatte; darauf mehrere Stühle; darauf der Eimer). Von einer Markierung aus muss der künstliche Schneeball in den Eimer geworfen werden.

Spiel 7: Der Eiswürfel-Transport

Material: 12 Eiswürfel, kleine Spielzeug-Lastwagen (oder Traktoren mit Anhänger), notfalls mehrere leere Streichholzschachteln, Stoppuhr

Als Einstieg könnte man erzählen, dass früher in zugefrorenen Seen Eisblöcke gesägt wurden, die dann zu Brauereien transportiert wurden, um Bier zu kühlen.

An einer Markierung steht ein kleiner Spielzeug-Lastwagen mit einer Ladefläche (oder ein Spielzeug-Traktor mit kleinem Anhänger). Auf die Ladefläche legt eine Person von Mannschaft 1 ein oder zwei oder noch mehr Eiswürfel. Diese Eiswürfel müssen zum vier Meter entfernten Zielort transportiert werden. Falls ein Eiswürfel beim Transport runter fällt, steht dieser Eiswürfel nicht mehr zur Verfügung, d. h. es ist eine Frage der Taktik, wie viele Eiswürfel aufgeladen werden. Insgesamt müssen pro Mannschaft sechs Eiswürfel vom Start zum Ziel transportiert werden. Die benötigte Zeit wird gestoppt.

Variation: Falls bei den Jugendlichen kein Spielzeug-Lastwagen oder Traktor mit Anhänger vorhanden ist, kann man auch das Innere einer leeren Streichholzschachtel verwenden. Hier schlagen wir vor, durch eine Seitenfläche ein kleines Loch zu bohren, einen Nähfaden einzuführen und innen einen Knoten zu bilden. Dann wird die Schachtel mit den Eiswürfeln am Faden gezogen.

(Transport von Eiswürfeln mit Spielzeug-Fahrzeugen)

Spiel 8: Eisstockschießen einmal anders

Material: Eine mit Wasser gefüllte Plastikflasche (oder ein Holzkegel), ein etwa drei Meter langer Tisch, zwei Mal 5 Eiswürfel, wobei zur Unterscheidung die zweiten fünf Eiswürfel mit Lebensmittelfarbe gefärbt sein sollten, Meterstab (Zollstock)

Am Ende der Tischfläche steht das Ziel (gefüllte Plastikflasche). Person 1 von Mannschaft 1 steht am Tischanfang und lässt einen Eiswürfel so über die Tischfläche gleiten, dass der Eiswürfel möglichst nahe beim Ziel landet. Der Eiswürfel darf auch beim Ziel anstoßen und wird dann vermutlich wieder etwas weggestoßen. Dann kommt Spielperson 1 von Mannschaft 2 an die Reihe und lässt den anders geformten Eiswürfel zum Ziel gleiten. Wie viele Eiswürfel von welcher Mannschaft liegen am nächsten beim Ziel? (mit Meterstab ausmessen).

Hinweis: Es dürfen gut platzierte Eiswürfel der gegnerischen Mannschaft „weggeschossen“ werden.

Danach werden mindestens zwei weitere Durchgänge gespielt.

Spiel 9: Die Schokolade im Eisblock

Material: 2 Eisblöcke mit eingefrorener Schokolade, 2 Tische, 2 größere Stücke Karton, 2 Holzplatten, 2 Hammer, 2 Stechbeitel (leichtere Meisel), 2 große Handtücher; 2 Würfel, Stoppuhr

Vorbereitung: Zwei Plastikdosen werden bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt und dann ins Gefrierfach des Kühlschranks gestellt. Am nächsten Tag werden bei jeder Dose zwei Schokoladenstücke auf die Oberfläche des Eisblocks gelegt. Dann lässt man vorsichtig Wasser in die Dose einlaufen, bis zum oberen Rand. Jede so befüllte Dose kommt dann wieder ins Gefrierfach.

Vor Beginn des Gruppenabends wird die Dose mit lauwarmem Wasser umspült, so dass sich der Eisblock aus der Dose löst. Beide Eisblöcke kommen ins Gefrierfach.

Durchführung: Zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Jede Mannschaft hat einen Tisch. Darauf ein großes Handtuch legen, darauf ein großes Stück Karton und darauf ein größeres Holzbrett. Auf diesem Brett liegt der Eisblock, ein Hammer und ein Stechbeitel. Die ersten Spieler jeder Mannschaft würfeln so lange am Boden, bis eine „Sechs“ erscheint. Dann darf diese Person mit Hammer und Meisel Stücke vom Eisblock wegschlagen, allerdings nur jeweils fünf Sekunden lang. Hier sagt bei jeder Mannschaft eine Person der Spielleitung „Stopp“. Erst dann wird weitergearbeitet, bis die nächste Person in der Mannschaft am Boden wieder eine „Sechs“ gewürfelt hat und so weiter. Welche Mannschaft hat zuerst die beiden Schokoladenstücke vom Eis befreit?

Spiel 10: Eiswürfel auf krummer Bahn

Material: mehrere Eiswürfel, 1 Holzbrett (dünne Spanplatte) mit etwa 80 Zentimeter Länge und 35 Zentimeter Breite, auf die Holzplatte ist mit Filzstift ein Parcours gezeichnet, Stoppuhr

Person 1 von Mannschaft 1 hält das Brett waagrecht in der Luft. Die Spielleitung legt einen Eiswürfel auf die Startmarkierung. Dann wird das Brett so geneigt, dass der Eiswürfel ins Rutschen kommt und innerhalb des vorgezeichneten Wegs verläuft. In der Mitte der Wegstrecke ist eine weitere Markierung sinnvoll. Wenn der Eiswürfel diese Markierung erreicht hat, legt Person 1 das Brett auf einen Tisch und entfernt sich. Dann kommt Person 2 von Mannschaft 1 und lässt den Eiswürfel ab der Mitte weiter durch den Parcours rutschen. Die Zeit zum Durchlaufen des Parcours wird gestoppt. Dann kommen zwei Personen von Mannschaft 2 dran und danach wieder zwei Personen von Mannschaft 1 usw.

Wertung: Bestzeit oder Summe aller Zeiten pro Mannschaft.

Weitere Spielideen

  • Eiswürfel vorsetzen: Eiswürfel gleitet über die Tischfläche und bleibt in einer Zone am Ende des Tisches liegen.
  • Eisbomben werfen und fangen: Im Freien spielen wegen „Wasserschaden“. In einem großen Luftballon befinden sich Wasser und etwa 5 Eiswürfel. Die so gestaltete „Eisbombe“ wird geworfen und von einer zweiten Person in einem Holz- oder Plastikkorb (mit einem Handtuch ausgekleidet) gefangen.
  • Künstliche (oder echte) Schneebälle auf eine Zielscheibe werfen.
  • Wassertemperatur schätzen: In einem kleineren Trinkglas befindet sich kälteres Leitungswasser (z. B. 18 Grad Celsius). Jede Person darf einen Handschuh ausziehen und einen Finger in das Glas halten. Die Anfangstemperatur wird mit einem Thermometer gemessen und bekannt gegeben. Nun werden etwa fünf Eiswürfel in das Glas gegeben und Wasser und Eis gerührt bis nahezu alles Eis geschmolzen ist. Jetzt noch einmal zum Glas treten, Finger eintauchen und die geschätzte Temperatur auf ein Stück Papier schreiben. Welches Team kommt der tatsächlichen Temperatur am nächsten?
  • Eiswürfel über die Schanze: Zwei Tische stehen hintereinander. Die Tischbeine des ersten Tisches werden beim Übergang zum zweiten Tisch mit Büchern so unterlegt, dass ein Absatz von etwa 5 Zentimetern entsteht. Am Beginn des zweiten Tisches stehen drei Cromargan-Schüsseln hintereinander. Der Eiswürfel wird beim ersten Tisch angestoßen, gleitet die Schräge hoch, fliegt über die Schanze und sollte am besten in der dritten Schüssel landen (30 Punkte). Eine Landung in der zweiten bzw. ersten Schüssel ergibt 20 bzw. 10 Punkte.

Idee zur Wertung: Die Spielleitung hat für jede Person aus Papier eine „Schneeflocke“ geschnitten und mitgebracht. Nach jedem Spiel wird bei den Siegern die „Note“ 1 auf der jeweiligen Schneeflocke notiert, bei den Verlierern die Note 2. Welche Mannschaft am Schluss die geringste Summe aller Zahlen hat, hat gewonnen.

Vorleseandacht

Keine Sorge – einer sorgt für uns

Es war auf einem Jungschar-Zeltlager. An einem Nachmittag hatte ich ein Handballturnier als Schiedsrichter zu pfeifen. Es war glühend heiß. Ich bekam richtig Durst. In der Halbzeitpause entdeckte ich, dass jemand von der Lagerküche ein Gefäß mit kaltem Wasser, mehrere Trinkgläser und daneben eine Schüssel mit Eiswürfeln bereitgestellt hatte. Ein Glas kaltes Wasser mit Eiswürfeln. Was für ein Genuss!
Jesus hat sich um seine Jünger sehr viele Gedanken gemacht. Im Matthäus-Evangelium sagt er, wer einem seiner Jünger einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt, der würde dafür belohnt werden.

Was heißt das?

Das heißt, dass wir in der Gemeinschaft mit Jesus gut aufgehoben sind. Jesus geht mit seiner Aussage noch einen Schritt weiter. Er sagt: „Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat“ (Mt 10,40).

Eine starke Aussage. Wer einen Jünger aufnimmt, der nimmt Gott auf. So wichtig schätzt Jesus den Dienst seiner Jüngerinnen und Jünger ein.

Was soll uns da noch passieren, wenn der auf unserer Seite ist, der von sich sagen darf: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ (Mt 28,18)?

Das ist sicher noch besser als ein Becher kaltes Wasser, mit oder ohne Eiswürfel!

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 1/2021. Es geht um Josef. In insgesamt 8 Lektionen geht es um Josefs Familiengeschichte, die Hochs und Tiefs seines Lebens, Verrat, Intrige, Träume und Wunder und darum, dass Gott am Ende alles gut macht.

Ergänzend als Lektion 1 ein Stundenentwurf zur Jahreslosung Lk 6,36.

Lektion 2 1. Mose 37,1-11 Getreide und Gestirne

Lektion 3 1. Mose 37,12-36 Verraten und verkauft

Lektion 4 1. Mose 39 Abgehauen und bestraft

Lektion 5 1. Mose 40 + 41 Ähren und Kühe

Lektion 6 1. Mose 42 Angst und Bange

Lektion 7 1. Mose 43 + 44 Noch einmal Angst und Bange

Lektion 8 1. Mose 45 Versöhnung und Freude

Lektion 9 1. Mose 50,1-20 Rückblick und Ausblick

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Josef kann mir ein Vorbild sein, anderen zu vergeben.

Checker

Josef kann mir ein Vorbild sein, ruhig das Gespräch zu suchen, auszusprechen, was nicht gut war und wieder Frieden zu schließen.

Der Text an sich

Die Brüder wissen nicht, dass sie mit Josef reden; er weiß, wer vor ihm steht. Er ist der einzige, der die Situation aufdecken kann. Zwei Jahre hat er sie getestet, nun hält er es nicht länger aus: Er schickt Leibwächter und Diener hinaus, ist allein mit seinen Brüdern, so wie früher.

Sein Weinen zeugt von tiefer Bewegtheit, frei von Rache, Anschuldigungen, Testung.

Josef braucht nicht viel, um zu zeigen, wer er ist. Seine Brüder scheinen sprachlos angesichts dieser Nachricht und allem, was es in ihnen auslöst. 20 Jahre lang waren sie geplagt von ihrer Schuld und der Ungewissheit (tot oder lebend?) und nun steht er vor ihnen. Er ist der Berater (wörtl. „Vater“) des Pharao, Herr über Ägypten, mächtig und beliebt. Es wäre ihm ein Leichtes, sie einzusperren, zu versklaven, ö. ä. Er könnte auf Entschuldigung warten, sie vor ihm im Staub liegen lassen… Er steht doppelt über ihnen: in seiner Funktion und da sie an ihm schuldig sind. Aber Josef durchbricht die Trennung, ruft sie zu sich, beruhigt sie, indem er aufzeigt, dass Gott die Situation nutzt, um ihnen Gutes zu tun (V.5f.). Josef rechtfertigt die Vergangenheit nicht, aber er lenkt den Blick auf das Gute, das daraus entsteht. Er benennt die Schuld klar (V.4) und bietet doch die Beziehung an, auch körperlich.

Der Pharao kennt Josefs tragische Geschichte nicht, oder weiß, wie sehr er seine Familie liebt, denn er freut sich über sie, wie über Josef: er will ihnen das Beste geben, was Ägypten hat, sie stärken mit Überfluss (V.18). Ebenso Josef: seine Großfamilie, etwa 70 Mann, dazu ihre Herden, sollen östlich des Nildeltas wohnen, in seiner Nähe, wohlversorgt. Mitten in einer Hungersnot schenkt Josef seinen Brüdern Feierkleider. Einst wurde er wegen eines bunten Rockes beneidet, nun beschenkt er sie mit solchen. Benjamins Bevorzugung bleibt unkommentiert, nun können sie feiern: Die Versöhnung und die Wiedervereinigung der Familie.

Einer fehlt noch: Josefs Sehnsucht nach seinem Vater zeigte sich u. a. darin, dass er sofort nach ihm fragte. Mehrfach befiehlt er, ihn zu holen. Damit fordert er seine Brüder auch auf, ihm die Wahrheit zu sagen. Dies ist keine leichte Aufgabe, aber sie gehört zur echten Versöhnung und Beziehungswiederherstellung.

Einen 2. Auftrag gibt Josef seinen Brüdern: Zankt nicht! Haltet den Frieden. (Denn er weiß, wohin Zwietracht führt.)

Für den Vater ist es unbegreiflich: Der Totgeglaubte lebt! Nun hat er ein Ziel vor Augen: hingehen, es selbst sehen. Dadurch wird die Familie vereint.

Der Text für mich

Mich bewegt, wie Josef in alldem auf Gott fokussiert und mit ihm verbunden ist. So sieht er im Leid Gutes und ist zur Versöhnung bereit. Scheinbar hat Gott seine Verletzungen geheilt – das wünsche ich mir, ebenso, dass ich Gottes Hand erkenne, die mich hält und aus Mist Dünger macht 😉

Aber Josef kann seinen Brüdern auch ihre Schuld an ihm benennen. Josef hatte 20 Jahre, um versöhnungsbereit zu werden, und er konnte seine Brüder auf die Probe stellen, bevor er sich verletzlich machte und die Beziehung wieder aufnahm. Aber er setzte sich dem aus, während ich es oft verdränge. Mir fällt es noch schwer, „Du hast mich verletzt“ oder „Ich vergebe dir“ auszusprechen. Ich möchte lernen, Dinge anzusprechen, zu vergeben und Versöhnung zu leben – und Atmosphäre zu gestalten, denn obwohl Josef nun mächtig ist, wirkt er demütiger als zuvor. Nun, da die Träume erfüllt sind, ist er nicht überheblich, sondern sucht Frieden. Sein Auftreten damals löste Aggressionen aus, nun Versöhnung.

Der Text für dich

Starter

Kinder haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und wollen Ungerechtigkeiten fair geklärt haben, weshalb Streitereien meist schnell, teils unter Absprechen einer Wiedergutmachung, wieder beigelegt sind.Allerdings erleben sie auch, dass einige Kinder eine herausgehobene Stellung im Klassenverband erlangen, während andere ausgegrenzt werden. Zudem sind sie geprägt von der Streitkultur im Elternhaus und bringen unterschiedliche Lösungsstrategien mit, z.B. nachgeben, ausdiskutieren, ignorieren, im Sand verlaufen lassen etc.

Aus dem heutigen Text können sie mitnehmen, dass Josef den ersten Schritt macht und seinen Brüdern vergibt. Sie können ermutigt werden, nicht auf das eigene Recht zu bestehen. Ein Grundverständnis von Vergebung kann entstehen und ggfs. erste Anwendungen finden.

Checker

Da Kinder ab ca. 11 Jahren abstrahieren können, ziehen sie evtl. Parallelen zu Jesus. Da sie gleichzeitig in einer Entwicklungsphase stecken, in der sie anwenden wollen, was sie lernen, haben die Kinder wahrscheinlich bereits Vergeben ausprobiert. Diese Erfahrungen können aufgegriffen werden und die Kinder bestärkt werden, weiterhin Vergebung zu leben, auch wenn es nicht immer leicht ist.

Zudem können sie ermutigt werden, auch auf den Anderen zuzugehen, auszusprechen: „Das war nicht okay, das hat mir wehgetan, aber ich mag dich trotzdem, lass uns Freunde bleiben“ und Versöhnung zu leben.

Auch können sie darin unterstützt werden, das Gute in Situationen zu suchen/zu sehen und daran zu glauben, dass Gott immer für sie da ist und unser Leben sich in sein großes Ganzes fügt.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Persönlicher Einstieg

Material: Zettel und Stift pro Teilnehmer, 1 tiefer Teller/Schüssel, 1 DIN-A4-Blatt mit der Aufschrift „Schwester, Bruder, Mama, Papa, Familie, beste Freundin, Kumpel, Freunde, Klassenkameraden, Lehrer, Nachbarn…“

Die Teilnehmenden bekommen Stift und Papier und den Hinweis, dass es nun persönlich wird. Auf ein Papier dürfen sie binnen 3 Minuten schreiben, wer sie in der letzten Woche aufgeregt oder verletzt hat. Die Namen werden nicht vorgelesen und nicht gezeigt, der Zettel wird kleingefaltet in den Teller gelegt. Liegen alle Zettel drin, legt der Mitarbeiter das DIN-A4-Blatt stellvertretend darüber: Oft sind es die nahestehenden Personen, die uns verletzen. Heute geht es weiter um Josef, einen Mann, der von seinen Brüdern ziemlich mies behandelt worden war. Auf seinem Zettel hätten die Namen seiner Brüder gestanden und vielleicht wollte er den Zettel am liebsten zerreißen, verbrennen, wegschmeißen. Aber dann steht er seinen Brüdern wieder gegenüber.

Idee 2

Rekapitulationsknäuel (Spiel)

Material: zu einem Knäuel aufgewickelte lange Schnur oder Wollknäuel

Die Teilnehmenden stellen sich in einem Kreis auf. Es geht darum, dass gemeinsam die bereits thematisierte Josefsgeschichte wiederholt wird. Der Mitarbeiter mit dem Knäuel fängt an, hält das Schnurende fest, sagt, dass einst ein junger Mann namens Josef lebte, und fragt, was dann passierte. Er wirft das Knäuel zu einem beliebigen Kind, das etwas ergänzen darf, ein Stück des Seils festhält und das Knäuel weiterwirft. Jedes Kind sollte mindestens einmal drankommen; der Mitarbeiter kann als Joker angespielt werden, der Tipps gibt, wenn die Kinder nicht weiter wissen. Ist die Wiederholung abgeschlossen, verweist der Mitarbeitende auf das Fadengewirr: Bei Josef war scheinbar ein ähnliches Gewirr in seinem Leben, zuletzt waren sogar seine Brüder wieder aufgetaucht. Wie wird Josef diesen Wust in seinem Leben, dieses Chaos auch in der Beziehung zu seinen Brüdern lösen?

Verkündigung

Verkündigungsart Monolog (einer der Brüder erzählt die Geschichte)

Material: Verkleidungsstück / Tuch o.ä, mit dem der Mitarbeiter sich als Asser verkleidet

Hallo, schön, dass ihr da seid! Ich muss euch unbedingt etwas erzählen! Meine Freude ist so groß, ich will es der ganzen Welt erzählen! Also, passt auf – wartet, ihr wisst ja noch gar nicht, wer ich bin. Gestatten, Asser mein Name. Ich bin ein Bruder von Josef, normalerweise falle ich gar nicht weiter auf. Meine Mama… nun, das führt zu weit. Jedenfalls ist Josef mein Bruder. Josef kennt ihr, oder? Dieser Kerl, der verrückte Dinge geträumt hat? Und den wir als Sklaven verkauft haben. (schweigt kurz). Es muss sehr schlimm für Josef gewesen sein. Ich wusste gar nicht, ob er noch lebt. Das ist über 20 Jahre her. … (freudig) Und jetzt ist etwas Krasses passiert. Ihr werdet es mir nicht glauben: Ich habe Josef getroffen! Gerade eben! Da drüben in diesem Herrschaftspalast!

Erst hab ich gar nicht gemerkt, dass es Josef ist. Er war sozusagen der Chef von Ägypten. Wir haben von ihm Getreide gekauft, weil es bei uns nichts mehr gibt. Plötzlich hieß es, Benjamin hätte ihn bestohlen. Er sollte ein Sklave werden, aber das hat Juda nicht zugelassen. Und dann geschah es: Der Ägypter schickte alle hinaus. Die Diener, die Leibwache, alle. Es blieben nur wir übrig. Er begann, laut zu weinen und ich dachte, was passiert hier? Aber es muss was Persönliches sein, nur was?

Und dann sagte er „Ich bin Josef“ Mir blieb fast das Herz stehen. Ich konnte förmlich vor mir sehen, wie wir ihn damals töten wollten. Wie ich ihn schubste, dass er in die Grube fiel. Wie er um Hilfe rief, als wir ihn verkauften. Was waren wir für schlechte Menschen gewesen! „Was nun?“, dachte ich. „Wird er uns einsperren? Verkaufen? Versklaven? Umbringen?“

„Kommt her!“ sagte Josef, und wir gehorchten. Meine Beine zitterten, fast wäre ich hingefallen. Ich konnte Josef nicht ansehen. „Ihr habt mich verkauft“, sagte er. Obwohl er es so ruhig sagte, war es wie ein Schlag ins Gesicht. Es gab keine Möglichkeit, unsere Schuld abzustreiten. Als Josef den Mund wieder öffnete, war ich voller Angst. Und dann sagte er: „Belastet euch nicht weiter damit“ Bitte was?! Nach all den Jahren, in denen es mir den Schlaf raubte? Einfach so? Keine Rache? Nicht mal ein Vorwurf?

Josef sagte: „Gott hat mich nach Ägypten geschickt. Nur von hier aus kann ich euer Leben retten. Deshalb bin ich hier.“

Ehrlich, ich habe die Welt nicht mehr verstanden. Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass Josef so gut zu uns ist. Und Josef war noch nicht fertig: Ich spürte plötzlich eine Hand auf der Schulter und sah hoch. Er stand direkt vor mir. „Asser“, sagte er, und dann zog er mich zu sich und umarmte mich ganz fest. Wir mussten beide weinen.

(kurz Stille) Es war das Bewegendste, was mir je passiert ist. Josef hat uns alle umarmt, wir sind uns wieder gut. Ich bin so froh, dass er lebt, und so erleichtert, dass diese Last endlich weg ist. Wir sind wieder eine Familie. Ich kann es noch gar nicht greifen, das ist so schön! Und das wollte ich euch unbedingt erzählen!

So, und jetzt entschuldigt mich bitte. Ich muss dringend nach Hause und meine Sachen packen! Wir ziehen zu Josef. Das wird so aufregend! – aber erst muss ich noch zu Papa. Wir müssen ihm alles erzählen. Auch, dass wir Mist gebaut haben. Das wird hart. Aber dann gehen wir alle zusammen nach Ägypten. Und dann wird gefeiert.

Die andere Idee

Die biblische Geschichte wird mit Hilfe von Bildern erzählt, s. Vorlage.

Die Brüder standen unsicher vor dem Chef von Ägypten und warteten, was passiert. Er schickte seine Diener weg. „Ich bin Josef.“ Die Brüder waren geschockt, sie erinnerten sich ganz genau, was gewesen war. Wie sie an ihrem Bruder schuldig geworden waren und gar nicht wussten, ob er lebt. „Denkt nicht weiter darüber nach.“, sagte Josef, „Als Ägypter kann ich euer Leben retten. Kommt her, meine Brüder“ Er umarmte sie. Und sie freuten sich.

Der Text gelebt

Wiederholung

Act it out – Improvisationstheater

Die Kinder werden aufgefordert, die Geschichte nachzuspielen. Zunächst werden die Rollen verteilt, dann dürfen sie drauflos spielen. Sie können das Geschehen mit einem „Timeout“ stoppen, um kurz zu beraten, und bei „weiter“ fortsetzen.

Gespräch

Das Gespräch kann entweder im großen Rahmen oder in Kleinstgruppen geführt werden. Da es sehr persönlich werden kann, ist es wichtig, auf die Grundstimmung in der Gruppe zu achten. Über folgende Fragen kann sich ausgetauscht werden:

  • Wie löst du Streit?
  • Warum denkst du, ist es wichtig, einen Streit zu klären und Dinge anzusprechen, die nicht okay sind? (z. B. damit es nicht wieder vorkommt, damit Versöhnung möglich ist, …)
  • Was machst du, wenn dich jemand verletzt?
  • Was verstehst du darunter, jemandem zu vergeben? (z. B.: Recht auf Rache ablegen, trotzdem freundlich sein – es ist eine Entscheidung, die ich treffe)
  • Was denkst du, passiert, wenn man nicht vergeben will? (z. B. wütend bleiben, nicht mehr befreundet sein, …)
  • Was bedeutet Versöhnung für dich? (z. B.: Frieden schließen, einander wohlgesonnen sein, Vergangenheit ist geklärt, zwischen uns wieder alles in Ordnung, mit der anderen Person darüber sprechen und sich wieder gut sein.)
  • Was kannst du von Josef lernen?

Merkvers

Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. (Eph. 4,32 LUT)

Der Vers kann mit Handbewegungen eingeübt werden, die bei den fett gedruckten Worten ausgeführt werden, während man den Vers aufsagt:

freundlich = mit den Fingern vorm Mund ein Lächeln beschreiben

herzlich = mit beiden Händen ein Herz formen

vergebt = Hände aufs eigene Herz legen

andern = rechte Hand zum Nächsten ausstrecken

Gott = nach oben zeigen

vergeben = mit den Unterarmen ein Kreuz formen

Gebet

Die Kinder sollen an jemanden denken, der sie verletzt hat (ggfs. an Zettel aus Hinführung erinnern) und gemeinsam können sie Gott bitten „Lieber Gott, bitte hilf mir, dieser Person zu vergeben“. Sie können Gott auch persönlich darum bitten, dass wieder Versöhnung möglich ist.

Kreatives

Als Zeichen der Versöhnung mit Freunden oder Familienmitgliedern können die Kinder Freundschaftsarmbänder verschenken. Sie können sie auch selbst tragen, um sich zu erinnern, zu vergeben und Beziehungen in Ordnung zu bringen.

Material: Stickgarn (versch. Farben), Tesafilm, Schere

Jedes Kind braucht 6 Fäden à 80cm. Diese werden verknotet und der Knoten mit Tesafilm an einem Tisch/der Fensterbank/o. ä. befestigt. Man nimmt den äußersten linken Faden, knotet ihn zweimal um den Faden daneben, dann um den nächsten usw., bis er rechts liegt. Dann wird links der nächste Faden aufgenommen und mit je zwei Knoten pro Faden nach rechts durchgeschleust usw. Ist die gewünschte Länge erreicht, werden die Fäden verknotet und das Band kann um den Arm gebunden werden.

Wichtig: Umknotete Fäden müssen gespannt sein.

Reicht die Zeit nicht, können die Bänder zu Hause fertiggestellt werden.

Alternativ kann mit drei Fäden geflochten werden, indem abwechselnd der jeweils linke bzw. rechte Faden in die Mitte gelegt wird (Faden gespannt halten!).

Spielerisches

Zu einem Fest gehört Tanz, in dem Fall Stopptanz.

Material: Musik (auf dem Handy oder im Spieler) und etwas Platz

Die Musik läuft, alle Teilnehmenden tanzen, wie sie möchten. Der Spielleiter stoppt plötzlich die Musik und alle halten in ihrer Bewegung inne. Wer noch zuckt, muss die Tanzfläche verlassen. Sobald die Musik weiterläuft, darf getanzt werden. Gewonnen hat, wer als letztes auf der Tanzfläche ist.

Rätselhaftes

Akrostichon: Ein Wort wird von oben nach unten auf ein Blatt geschrieben und die Kinder versuchen, allein oder in Teams, zu jedem Buchstaben ein inhaltlich passendes Wort zu finden. Mögliche Wörter: Vergebung, Versöhnung, Brüder, Liebe, Freude, Geschwister,…

Beispiel: E(rnährung)S(üß)S(alzig)E(iweißhaltig)N(och mehr)

(T)Extras

Lieder

  • So ist Versöhnung
  • Gott vergibt

Spiele

Reise nach Ägypten

Material: ein Stuhl pro Person, Musik

Die Stühle werden (je zwei mit der Lehne aneinander) in einer Reihe aufgestellt, allerdings einer weniger, als es Mitspieler sind. Läuft die Musik, laufen alle herum, stoppt sie, setzt man sich. Wer keinen Stuhl hat, scheidet aus und nimmt einen Stuhl mit, wenn er das Spielfeld verlässt. Weiter geht‘s. Wer zuletzt noch sitzt, hat gewonnen.

Kamelkarawanen

Material: Stühle/Flaschen/ o.Ä.

Die Kinder bilden eine lange Karawane, indem sie sich zunächst breitbeinig hintereinander aufstellen. Mit der rechten Hand greifen sie zwischen ihren eigenen Beinen durch und nehmen die Person hinter sich an deren linke Hand. Ein Kind darf als Karawanenführer frei laufen. Der Mitarbeiter baut mit Stühlen einen Parcours auf, durch den sich die Karawane bewegen soll.

Aktionen

Freudenfest

Die Jungscharstunde kann entweder als Ganzes ein Fest sein oder in ein solches münden. Bunte Deko, was Leckeres zum Naschen und Musik sind ein guter Anfang und können um individuelle Aspekte ergänzt werden.

Bunte Kleider

Material: altes einfarbiges T-Shirt für jeden, Batikfarbe(n), Eimer, Wasser, idealerweise Gummihandschuhe, Küchengummis, Wäscheleine und was ggfs. für die Batikfarben noch benötigt wird (steht normalerweise auf der Packung). Die T-Shirts zusammenknüllen, ggfs. -knoten und mit den Gummis fixieren. Die Farbe entsprechend der Packungsanleitung zubereiten und T-Shirts (ca. 30 min) einweichen lassen, dann entknoten und zum Trocknen aufhängen.

Kreatives

Girlanden

Material: Scheren, Tesa, lange Schnur, buntes Papier, ggfs. Stifte

Die Kinder können aus dem Papier Wimpel, Luftballons o. ä. ausschneiden, diese mit Tesa an der Schnur befestigen und aufhängen.

Die Größe der Elemente ist davon abhängig, ob die Girlande den Jungscharraum schmücken soll, oder ob jedes Kind eine eigene kurze Kette bastelt, die es sich zu Hause ins Fenster hängen kann, als Erinnerung an die Versöhnungsfreude.

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