Mit Jesus ist alles möglich

Verkündigung als Schattentheater

Video der Verkündigung: https://youtu.be/xHd4myz2Sro

Station 1: Kreatives „Steh auf Männchen“

Die Kinder erhalten eine Vorlage (diese wird vom Team-EC mitgebracht), worauf ein Bett und ein Mensch abgebildet sind. Die Kinder sollen nun beide Vorlagen ausschneiden. Anschließend wird das Männchen auf das Bett gelegt und mit einer Musterklammer in der Mitte der Person an das Bett befestigt. Nun kann das Männchen aus dem liegenden Bett zum Stehen gebracht werden.
Es benötigt kein exaktes Ausschneiden. Falls noch Zeit vorhanden ist, darf die Vorlage ausgemalt werden.

Material vom Einsatzort zu stellen:

  • Scheren
  • eine Musterklammer pro Kind
  • Farbstifte

Material von Team-EC:

  • Vorlage

Station 2: Spezial „Zauber Tüten Trick“

Dieser Link erklärt kurz und anschaulich den „Zauber Tüten Trick“: https://www.youtube.com/watch?v=OrrN6gn1jh0

Es ist notwendig, dass du dir diesen Trick vor der Durchführung mind. einmal anschaust und diese Zaubertüte schon im Vorhinein einmal gebastelt hast. Außerdem muss dieser Trick mit den Kindern zusammengebastelt werden, damit sie genaue Informationen zum Basteln der Tüte bekommen, darauf solltest du vorbereitet sein. Im Anhang befindet sich die genaue Erklärung für die Zaubertüte, damit du dies genau den Kindern erklären kannst.
Anschließend können Gegenstände wie z.B. Papierschnipsel oder Geldstück als Versuchsgegenstand genutzt werden. Dieser Trick soll zeigen, was mit Gott alles möglich ist, auch wenn es bei ihm keine Zauberei ist.

Material vom Einsatzort zu stellen:

  • Blatt Papier pro Kind
  • genaues Vormachen vom Mitarbeiter
  • flache Gegenstände zum Zaubern z.B. Münze, Einkaufswagenchip, Zettel

Station 3: Bibellesen und Gebet „Bibeltext sortieren“

Variante für 3.-6. Klasse

Die Kinder werden den an diesem Tag behandelten Bibeltext in verschiedenen Abschnitten vorgelegt bekommen und müssen diese der Reihenfolge nach sortieren.
Anschließend wird der zusammengelegte Bibeltext gemeinsam gelesen.

Variante 1.-2. Klasse

Die Kinder bekommen passende Bilder zu der biblischen Geschichte und müssen diese gemeinsam in die richtige Reihenfolge bringen.

Gebetsmethode:

Jedes Kind darf auf ein Papier ein Gebetsanliegen oder Danksagung draufschreiben oder malen. Anschließend falten die Kinder ihren Zettel zusammen und legen diesen in die Mitte des Tisches. Als nächstes zieht jedes Kind einen beliebigen Zettel aus der Mitte des Kreises und dann darf jedes Kind, für diese Sache auf dem jeweiligen Zettel beten. Falls keine Zeit mehr vorhanden ist, dürfen die Kinder den gezogenen Zettel mitnehmen und zuhause dafür beten.

Material von Team-EC:

  • Laminierte Bilder
  • Abschnitte des Bibeltextes

Station 4: Spiel „Der Gelähmte“

Einer aus der Gruppe ist der Gelähmte und wird auf einer Decke/Netz von der Gruppe durch einen Parcours getragen wird. Das Ziel ist, dass der Gelähmte gesund und schnellstmöglich durch den Parcours getragen wird. So wie die Freunde den Gelähmten getragen haben. Der Gelähmte muss immer in der Luft getragen werden. Anschließend wird der Gelähmte gewechselt und durch ein anderes Kind ersetzt. Dieser Parcours kann flexibel aufgebaut werden. Es können Stühle, Tische oder sonstige Gegenstände als Hindernisse genommen werden.
Der Parcours sollte so zwischen 30-45 Sekunden pro Runde gehen, je nach Anzahl der Kinder. Es kann die Zeit gestoppt werden und am Ende zwischen allen Zeiten verglichen werden.
Falls ein Kind nicht getragen werden möchte, kann dieses Kind auch durch den Parcours gezogen werden.

Material vom Einsatzort zu stellen:

  • Gegenstände für den Parcours
  • Decke/Netz
  • Evtl. Stoppuhr

Material von Team-EC:

  • Netz/ Decke zum Tragen

Station 5: Gespräch „Hausfragen“

Den Kindern wird ein Schuhkarton, als Haus dargestellt, hingestellt. Der Deckel des Schuhkartons ist von außen zugeklebt, damit der Schuhkarton zu ist. Im Deckel wird ein Loch sein. In diesem Haus sind verschiedene Personen, welche aus dem Loch im Deckel herausgezogen werden können. Auf den Figuren steht eine Frage mit Bezug zu dem Bibeltext. Diese Frage wird vom ziehenden Kind beantwortet. Jedes Kind zieht einmal. Wenn ein Kind keine Antwort sagen möchte oder keine Antwort weiß, darf die Gruppe helfen.

1) Wie glaubst du, hat sich der Gelähmte gefühlt als er wieder laufen konnte?
2) Welche Sachen sind für dich unmöglich?
3) Was hast du mal erlebt wo du dachtest: „WOW wie war das möglich?“
4) Wie hättest du reagiert, wenn auf einmal ein Mann durch das Dach kommt?
5) Wieso glaubst Du, haben die Schriftgelehrten nicht gewollt, dass Jesus die Sünden des Gelähmten vergibt?
6) Wie sind die Freunde wohl auf das Dach gekommen?
7) Konntest du schon einmal weder sitzen oder laufen und musstest nur liegen?
8) Was war für dich am krassesten an der Geschichte?
9) Warst du schon mal an einer Stelle gelähmt? Zum Beispiel, wenn deine Hände „eingeschlafen“ sind.
10) Kennst du noch eine weitere Wundergeschichte von Jesus? Falls nicht, darf dir die Gruppe helfen.

Kerngedanke

Gott lädt dich ein, ihm zu vertrauen. Lass dich durch nichts davon abbringen.

Hintergrundinfos

  • Die Menschen sind zu Jesus gekommen, damit er ihnen erzählt, wie Gott sein Volk rettet. Verwundert waren sie sicher von den verwirrenden Worten, wo es so gar nicht um eine Demonstration von Macht und Herrlichkeit ging, sondern mehr darum, wie jemand auf Gottes Wort reagiert.
  • Saat und Ernte, Teil der Schöpfung Gottes, sind schon lange ein Bild dafür gewesen, dass Gott, der Schöpfer, handeln würde, um sein Volk von ihren Sünden zu erlösen und aus der Unterdrückung zu befreien.
  • Am Ufer muss es mucksmäuschenstill gewesen sein. Tatsächlich hatte das Reden von einem Boot aus, nahe am Ufer, die Funktion wie in einem großen Theater.
  • Es war normal, dass der Lehrer saß und die Schüler standen und zuhörten.
  • Dieses Gleichnis gleicht einem Labyrinth bzw. Irrgarten. Oft landet man in der Sackgasse, aber mit dem richtigen Plan in der Hand kann man herausfinden, wo man steht und das Ziel erreichen.
  • Die Aufgabe, das Wort vom Reich Gottes zu hören, bis es ordentlich Wurzeln geschlagen hat, muss mit Sorgfalt und Geduld in Angriff genommen werden. Man versteht es erst richtig, wenn Lebensstil und Botschaft zusammenkommen. Erst dann ist die Verbindung so intensiv, dass sie auch Wiederstände überwinden kann.
  • Das Reich Gottes, wächst in den Herzen und im Leben der Menschen. Stück für Stück.
  • Bei Erreichen des Ziels, werden wir selbst zu Menschen, die Frucht bringen.

Begriffe im Zusammenhang:

Bauer/Sämann: Der Sämann steht für Jesus oder sogar für uns Menschen, die von Gott erzählen und die gute Nachricht weitergeben.

Acker: Der Acker steht für Menschen, die von Jesus/Gott hören.

Getreide: Das ist die Botschaft, die der Mensch hört und aufnimmt oder nicht.

Weg: Der Weg steht für das gar nicht richtig Gehörte. Ins eine Ohr rein und ins andere sofort wieder raus. Eine Veränderung erzielt das Gehörte nicht.

Vögel: Das Böse nimmt das Gehörte dann sofort wieder weg, sodass man keine Chance hat, es zu behalten oder neu aufzunehmen.

Steine: Man ist zwar kurz begeistert, aber diese Begeisterung vergeht so schnell wie sie gekommen ist.

Disteln: Die eigenen Pläne, Vorstellungen, Sorgen und Ängste. Evtl. auch Freunde, Eltern oder Beruf ersticken diese Gedanken schnell wieder ab und sorgen für andere, angeblich wichtigere Dinge im Leben.

Fruchtbaren Boden: Ein Bild für Menschen, die das Gehörte in ihr Leben aufnehmen und danach leben.

Frucht: Das ist die Auswirkung, die ein Leben bringt, wenn der Samen zu wachsen beginnt und immer weiterwächst.

Bezug zur Zielgruppe

Kinder kennen das vermutlich genauso wie wir Erwachsene, dass manches sie erreicht und manches an ihnen vorübergeht, als hätten sie es nie gehört. Es macht sie einfach nicht an. Sie haben kein Bock drauf. Oder jemand anderes sagt etwas viel Spannenderes.
Ebenso haben Kinder ein Verständnis dafür, dass auf der Straße z. B. nichts wachsen kann, weil dort die Fahrzeuge alles niederwalzen.
Wichtig ist, dass für die Kinder kein Aufgabenkatalog stehen bleibt, sondern sie ermutigt werden, Gott zu vertrauen, egal was passiert.

Ideen zur Umsetzung

Startspiel – Pferderennen:

Ein Bewegungsspiel zum miteinander warm werden.
Die Gruppe sitzt im Kreis. Ein Freiwilliger wird dazu bestimmt, die Rennpferde anzuführen. Die restlichen Rennpferde folgen den Bewegungen und Anweisungen:

  • Pferde in der Startbox (mit Füßen übern Boden scharren)
  • Starten bzw. Laufen (Trampeln mit den Füßen)
  • einfache Hürde (einmal hochspringen)
  • Doppelhürde (zweimal hochspringen)
  • schöne Frau links (nach links grinsen)
  • netter Mann rechts (nach rechts grinsen)
  • an der Tribüne vorbei (applaudieren)
  • beim Endspurt (stärker trampeln)
  • und für das Zielfoto (lächeln nach vorn)

Es gibt etliche Möglichkeiten der Variation um das Rennen auszudehnen oder alternativ zu gestalten.

Mini-Workshops

A. Hausfrauenhockey

Dieser Klassiker ist immer beliebt. Zwei Stühle dienen als Tor, die sich etwa 4–5 Meter auseinander befinden. In der Mitte liegt ein Putzlumpen (Scheuertuch), unter jedem Stuhl ein Schrubber (oder nur ein einfacher Besenstiel). Die beiden Mannschaften sitzen sich jeweils auf den Längsseiten des Spielfeldes gegenüber. Jedes Mannschaftsmitglied bekommt eine Nummer. Der Gruppenleiter nennt nun eine Nummer. Daraufhin stürmen diejenigen Spieler auf ihre Stühle los, schnappen sich den Schrubber und versuchen damit, den Putzlumpen in der Mitte ins gegnerische Tor zu befördern.

B. Mini-Kicker

Plenum

1. Sockentheater

2. Lieder

  • Herz mit Ohren
  • Absoluto guto – Mike Müllerbauer (CD: Sei einfach du)
  • Lies die Bibel, bet jeden Tag

3. Kreative Verkündigung

Einstieg

Im Eingangsbereich und auf dem Flur sind Samen verstreut. Alle Kinder und Mitarbeitenden treten achtlos darauf.

Geschichte anschaulich erzählen mit Fragen für die Kinder

(Während die Geschichte erzählt wird, macht ihr genau das auf dem Feld, was gerade berichtet wird)
Als Jesus auf der Erde lebte, setzte er sich eines Tages an das Ufer eines Sees. Sofort kamen ganz viele Leute und wollten hören, was er zu sagen hatte. Und weil es so viele waren, stieg er in ein Boot, fuhr ein kleines Stückchen vom Ufer weg und redete so zu ihnen, damit sie ihn besser hören konnten. Heute erzählte er ihnen eine Geschichte von einem Acker.
Frage an die Kinder: Wisst ihr, was ein Acker ist?
Stellen wir uns vor, das hier wäre so ein Acker in Israel zu der Zeit, als Jesus auf der Erde lebte. Der Boden ist dort sandig und an manchen Stellen total steinig.
(In etwa ¼ der Fläche werden Steine oberflächig vergraben) *
An anderen Stellen wächst Unkraut.
(Das bereitstehende Unkraut wird eingepflanzt) *
Weil der Weg sonst viel länger ist, benutzen manche Menschen das Feld als Abkürzung. So entsteht ein Trampelpfad, mitten durch das Feld hindurch.
(Es wird ein Trampelpfad mitten durch das Feld getreten.) *
Nun kommt der Bauer und sät Getreide aus.
(Das Saatgut wird großzügig über das ganze Feld gestreut.) *
Jetzt schaut mal, wo die Körner hingefallen sind: Einige liegen auf dem Trampelpfad. Andere Körner liegen auf dem steinigen Boden. Wieder andere sind mitten in dem Unkraut. Einige Samen liegen auf dem lockeren und weichen Sandboden.
Frage an die Kinder: Was wird hier in den nächsten Tagen und Wochen passieren? Habt ihr eine Ahnung? Was passiert mit den Körnern auf dem Trampelpfad?
Entweder werden sie zertrampelt, wie wir die Samen
im Flur auch zertrampelt haben, weil wir sie gar nicht bemerken. Oder die Vögel kommen und picken alle Körner weg.
(Mit Händen werden imaginäre Vögel angedeutet, die die Körner vom Weg nehmen) *
Vielleicht regnet es oder der Tau macht die Erde und die Körner feucht.
(Wir begießen das Feld langsam und vorsichtig) *
Frage an die Kinder:  Was passiert jetzt bei den Steinen?
Die Steine halten die Wärme der Sonne besonders gut und so ist auch der Boden gut warm. Das Getreide keimt sehr schnell und wächst super gut. Aber weil die Wurzeln keinen Platz haben, werden die kleinen Pflanzen schon bald vertrocknen.
Frage an die Kinder:  Und bei dem Unkraut?
Hier wird das Unkraut so stark wachsen, dass die kleinen Weizentriebe keine Chance zum Wachsen haben.
Es bleiben also nur noch die Samen, die auf die Fläche mit dem lockeren Boden gefallen sind. Hier hat der Weizen die besten Chancen, zu wachsen und reif zu werden.

* Je nach Gruppe kann man diese Handlungen auch von Kindern übernehmen lassen.

Erklärung aus der Bibel lesen

Die Menschen haben damals nicht verstanden, was Jesus ihnen damit sagen wollte. Deshalb hat er ihnen die Geschichte erklärt und das möchte ich euch kurz vorlesen:

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

(Markus 4,14-20 – wir empfehlen die BasisBibel)

Wir wünschen euch, dass ihr von Gott hört, ihm zu vertrauen, und ihr euch von nichts davon abbringen lasst.

Kleingruppe

1. Gespräch inkl. Fragen

Jedes Kind ist der Reihe nach dran und sagt eine Zahl zwischen 1 und 8. Der Mitarbeiter stellt dann die entsprechende Frage, die mit der Zahl gekennzeichnet ist. Nun dürfen alle diese Frage beantworten.

Fragen:
  1. Was hat Gott dir schon mal gesagt?
  2. Wofür lässt du dich schnell begeistern?
  3. Was hast du dir von der Andacht eben gemerkt?
  4. Wie kann man zu einem fruchtbaren Feld werden?
  5. Was kann man machen, wenn Dornen kommen?
  6. Wann kann etwas gut wachsen?
  7. Wie kann man dich schnell von etwas Wichtigem ablenken?
  8. Wie pflegt man am besten eine Freundschaft?

2. Spiel „Guter Boden“

Je zwei Spieler sollen sich in geringem Abstand voneinander auf einen Sockel stellen, auf dem sie gerade stehen können. Dazu eignen sich Steine, Holzklötze, Baumstümpfe oder auch Bierkisten. Jetzt bekommt das Paar ein Seil, das beide anfassen.
Aufgabe ist es nun, den anderen vom Sockel zu ziehen. Die Spielleitung muss darauf achten, dass beim Herunterpurzeln keine Verletzungsgefahr besteht. Der Gewinner bekommt immer ein Bonbon. Und die nächsten zwei sind dran.
Die Kinder erleben bei diesem Spiel sich von nichts abzulenken und ihren festen Stand möglichst lange zu behalten.

3. Kreatives: Samentüten falten

https://www.youtube.com/watch?v=a1UlsCLuWMg
(ab Minute 3:21)

Wenn nach dem Falten noch Zeit ist, kann die Tüte noch angemalt werden. Am Ende sollte definitiv noch genug Zeit zum Befüllen sein.         

4. Bibellesen und Gebet: Bibel im Schuhkarton

Vorbereitung: Ausreichend viele (Schuh-)kartons oder Tabletts besorgen, zudem Ackerutensilien wie Erde, Samenkörner, Weg, Steine, Gestrüpp. Es sollte in der Nähe einen Ort zum Händewaschen geben.

1. Lest den Bibeltext laut vor.
2. Bildet noch einmal Kleingruppen aus ca. zwei bis drei Personen.
3. Jede Kleingruppe bekommt nun den Auftrag, eine der vier Möglichkeiten des Ackerbaus nachzubauen.
4. Wenn alle Kleingruppen ihre Szene gestaltet haben, werden die Schuhkartons im Raum aufgestellt. Die anderen Gruppen können wie in einer Ausstellung durch den Raum gehen und die Kartons betrachten.
5. Zum Abschluss stellt ihr euch in einen Kreis, fast euch alle an die Hände und betet in der Reihe. Jeder der beten möchte betet laut oder leise. Wer nicht möchte oder fertig ist, drückt mit seiner rechten Hand die Hand seines Nachbars. So weiß er, dass er nun an der Reihe ist.

5. Extra/Spezial: Kresse

Die Kinder sollen etwas einpflanzen, was man dann später essen kann (Schnittlauch, Kresse).

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu den Zehn Geboten aus JUMAT 1/17 und 2/17. Die Reihe beginnt mit der Geschichte, in der Mose die 10 Gebote von Gott erhält. Daran schließen sich 10 Einheiten zu den einzelnen Geboten an.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält die Reihe noch Kreativangebote, mit denen die einzelnen Gebote von den Kindern auf kreative Art und Weise umgesetzt werden können.

Zielgedanke

Mose hat eine intensive Beziehung mit Gott, er vertraut Gott. Er ist sich sicher, dass Gott seine Versprechen hält. Wir können auch so eine Beziehung haben.

Merkvers

Der Herr aber redete mit Mose … wie ein Mann mit seinem Freunde redet.

2. Mose 33,11

Situation der Jungscharler

Jungscharler kennen verschiedene Formen von Beziehungen, zum Beispiel Freundschaft mit Klassenkameraden oder die Beziehung innerhalb ihrer Familien. In jeder dieser Gruppen sind Liebe, Vertrauen und Treue mehr oder weniger stark wichtig. Eine gute Beziehung ist wie eine Brücke. Sie verbindet Menschen. Gleichzeitig machen Kinder aber auch die Erfahrung, dass Beziehungen zerbrechlich sind und kaputtgehen. Sie merken, dass Vertrauen und Versprechungen oft nur leere Worte sind. Eine Beziehung muss gepflegt werden. Es ist wichtig, dass sie in der oft unstabilen Welt lernen, dass es eine wichtige Beziehung gibt, die fest und unverrückbar ist. Das ist die Beziehung zu Gott. In ihr sind Liebe, Vertrauen, Versprechen feste unverrückbare Punkte. Sie sollen lernen, dass Gott seine Versprechen hält und man sich auf ihn in allen Situationen verlassen kann.

Erklärungen zum Text

Gott führt das Volk Israel aus Ägypten und in die Wüste Sinai. Er will mit dem Volk einen Bund schließen und ihm Gesetze geben. Mose ist der Vermittler zwischen Gott und dem Volk. Er bringt Gott die Probleme des Volks und dem Volk die Gesetze. Er steigt mehrmals auf den Berg. Das erste Mal schickt ihn Gott zum Volk, damit er ihnen sein Angebot übermittelt. Gott bietet ihnen an, dass sie ein heiliges Volk sein sollen. Er will sie zu einem priesterlichen Königreich machen. Sie sollen so zu Gott kommen können wie es eigentlich nur für Priester möglich ist. Das Volk nimmt das Angebot an. Das Volk muss sich vorbereiten. Daraufhin begegnet Gott dem Volk in Donner, Blitz und Rauch. Mose bleibt 40 Tage auf dem Berg und Gott gibt ihm die Gesetze. Als Gott sich auf dem Berg niedergelassen hat, führt Mose das Volk an den Berg. Sie müssen dort bleiben, während Mose auf den Berg steigt.

V.4: Gott erinnert das Volk daran, wie er es aus Ägypten geführt und bewahrt hat. Er verwendet dafür das Bild eines Adlers. Gott hat sein Volk getragen, wie ein Adler seine Jungen trägt und somit vor dem Absturz bewahrt. Gott hat die Israeliten beschützt.

V.5: Gott hatte schon mit Abraham einen Bund geschlossen. In diesem Bund können sie bleiben, wenn sie auf Gott hören.

V.8 Die Antwort des Volkes auf Gottes Angebot ist klar. Das Volk ist bereit, den Willen Gottes zu tun.

V.12-15 Das Volk muss sich auf eine Begegnung mit Gott vorbereiten: Gott richtet zwei Grenzen ein, eine Grenze um das Volk und dann die Grenze um den Berg (V.23).

Zur Vorbereitung gehören verschiedene Punkte: heiligen, waschen, sich keiner Frau nähern. Das Volk soll sich innerlich und äußerlich reinigen. Er gibt ihm Zeit, heute und morgen. Trotz dieser Vorbereitung können sie Gott nicht sichtbar entgegen treten.

V.16-25: das Erscheinen Gottes wird auf siebenfache Weise beschrieben: Donner, Blitz, Wolke, Posaunenton, Rauch, Feuer, Beben. Gott kommt auf den Berg, aber es ist nicht der Wohnsitz Gottes, nur der Ort, wo Gott dem Volk begegnen will.

Treffpunkt

Spiele

Blindenspiel

In einem Raum gibt es verschiedene Hindernisse. Je zwei Kinder spielen zusammen. Einem Kind werden die Augen verbunden, das andere Kind muss das „blinde“ Kind durch den Raum führen und es auf die Hindernisse aufmerksam machen. Dann wird gewechselt. Man kann auch noch Stationen einbauen, in denen das blinde Kind Gegenstände ertasten muss.

Turmbau

Die Kinder werden in kleine Gruppen eingeteilt.  Innerhalb einer bestimmten Zeit, (mindestens 10 Minuten) baut jede Gruppe gemeinsam aus den Bierdeckeln einen Turm. Wer den größten Turm gebaut hat, ist Sieger.

Körperkartoffel

Zwei Spieler bilden gemeinsam ein Team. Zur Vorbereitung werden verschieden Körperteile auf kleine Zettel geschrieben und gut gemischt. Der Spielleiter zieht nun zwei Zettel und liest die Körperteile vor, die darauf stehen, z.B. Rücken und Kopf; Linker Fuß und Po. Die beiden Spieler müssen nun die Kartoffel zwischen diese beiden Körperteile klemmen, also beim ersten Beispiel zwischen den Rücken des einen Spielers und den Kopf des anderen Spielers. Wenn ihnen das gelingt, sind sie schon super Köperkartoffelspieler. Sie können sich aber noch steigern, wenn sie in dieser Position eine kurze Strecke zurücklegen, ohne dass sie die Kartoffel verlieren.

Aktion

Bildersprache

Auf einem Tisch legen wir Papier und Farbstifte/Wachsmalkreide aus. Die Kinder werden aufgefordert, ein Bild zum Thema Beziehung zu zeichnen. Eventuell kann man auch Bilder aus Zeitungen und Zeitschriften dazulegen. Die Kinder können sich hier noch passende Bilder aussuchen und beides miteinander kombinieren. Die Bilder werden dann beim Schlusspunkt aufgehängt.

Knackpunkt

Als Kulisse bauen wir einen Berg auf, entweder zeichnen wir ihn und befestigen ihn an einer Wand oder wir bauen ihn aus Kartons oder Ähnlichem auf. Vor dem Berg unterhalten sich Mose und ein Israelit über die Ereignisse am Berg Sinai: Jeder hat eine andere Sicht. Mose ist zuversichtlich, er hat eine intensive Beziehung mit Gott und weiß, dass er ihm unbedingt vertrauen kann. Der Andere hat im Gegensatz zu Mose keine gute Beziehung zu Gott. Er erlebt die Geschichte aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Israelit: Hallo Mose, ich muss immer wieder daran denken, wie es damals in der Wüste war. Kannst du dich noch daran erinnern?

Mose: Klar, wie könnte ich das vergessen. Es war ein unvergessliches Erlebnis.

Israelit: Weißt du, ich werde es nie vergessen. Diese lange Schlange von Menschen, die sich durch die Ebene zog. Es waren Alte und Junge, Kinder und Erwachsene, Männer und Frauen im Zug, der sich Richtung Wüste bewegte. Manche Tage kamen wir langsam voran, an manchen Tagen war es mühsam und beschwerlich. Tagsüber war die Wolkensäule, nachts die Feuersäule zu sehen. Am Anfang war es noch leicht. Wir freuten uns, endlich von der Sklaverei los zu sein. Alle hatten wir das dabei, was wir für diese Reise ins Unbekannte brauchten. Eigentlich war es ja aufregend. Gott wollte uns ein neues Land geben. Keiner von uns wusste, wohin wir gehen sollten. Da gab es viele Zweifel, Fragen und Sorgen. Ich konnte mir an manchen Tagen überhaupt nicht vorstellen, dass es klappen sollte. Manchmal fragte ich mich, ob sich die Mühe überhaupt lohnt. Du gingst immer vorne weg, ruhig, sicher und bestimmt. Ich hatte das Gefühl, du hattest keinerlei Zweifel.

Mose: Ich kann mich noch sehr gut erinnern. Wie viele unterschiedliche Menschen waren dabei und alle hatten ein Ziel. Du hast Recht, viele Bedenken und Sorgen waren auch dabei. Manchmal habe ich mich auch gefragt, wie das alles werden soll und ob ich die Verantwortung tragen kann. Aber ich wusste ganz genau, dass wir nicht allein waren, dass Gott dabei war. Als wir dann am Sinai ankamen und unsere Zeltstadt aufbauten, waren alle gespannt. Für mich kam die Erinnerung an meine erste Begegnung mit Gott. Hier in der Nähe sprach er mich an und gab mir den Auftrag zurückzugehen. Von da an wuchs meine Beziehung zu ihm immer weiter. Die Erfahrung von damals hat mir sehr geholfen.

Israelit: Es war schon schwierig für uns, als wir dir nachsahen, wie du auf den Berg gestiegen bist. Du solltest Gott begegnen, das hast du uns gesagt. Gott, das war etwas Unbegreifliches. Du warst auf einmal nicht mehr da, was konnte in der Zwischenzeit alles passieren? Und dann bist du mit dem Angebot von Gott gekommen. Er wollte einen Bund mit uns schließen. Wir konnten es damals gar nicht ermessen, was es bedeutet hat. Ich verstand überhaupt nicht, wie das funktionieren sollte. Gott, er war so weit weg. Man konnte ihn nicht sehen, anfassen und fühlen. Gott wollte eine Antwort von uns haben. Wir haben Ja gesagt und das mit voller Überzeugung.

Mose: Das war für mich auch nicht leicht, aber Gott hat mich daran erinnert, wie er uns bewahrt hat. Kannst du dich noch an den Vergleich mit dem Adler erinnern? Wie stark und mächtig dieser Vogel wirkt, wenn man ihm zusah, wie er über die Berge flog. Genauso war Gott für uns da, als er uns aus Ägypten geführt hatte und so wollte er weiter für uns sorgen. Auch wenn ich ihn nicht sehen kann. Ihr seid begeistert gewesen und habt Gott ein Versprechen gegeben. Alles was er sagt wollen wir tun, das war eure Antwort. Ich ging zurück und gab Gott eure Antwort. Obwohl, er wusste eure Antwort schon. Gott schickte mich wieder zurück mit genauen Anweisungen.

Israelit: Wir sollten uns heiligen. Das war auch so etwas. Wir konnten uns darunter nicht viel vorstellen. Aber zum Glück hat dir Gott genaue Anweisungen gegeben, wie wir das tun sollten. Wir sollten uns und unsere Kleidung waschen. Außerdem gab es eine Grenze am Berg. Niemand, nicht einmal unsere Tiere, durften sie überschreiten. Erst wenn ein langer Ton zu hören war, sollten wir an den Berg kommen. Drei Tage hatten wir dafür Zeit, dann wollte Gott mit dir reden. Viele von uns glaubten dir nicht. Wie sollte das geschehen?

Mose: Ich sehe heute noch eure erschrockenen Gesichter, als es wirklich geschah. Es blitzte und donnerte und ein Ton wie von einer Trompete war zu hören. Ich führte euch alle an den Berg. Es war für mich ein ganz besonderes Erlebnis, wir sollten Gott begegnen. Was für ein Ereignis. Ich wünschte mir so, dass ihr jetzt endlich versteht, dass man Gott kennenlernen kann. So wie ich ihn am brennenden Dornbusch kennengelernt habe.

Israelit: Es war unheimlich, wie der Berg bebte und Feuer und Rauch um ihn war. Dann hörten wir dich reden und Gott antwortete. Wir waren ganz erstarrt. Ich konnte jetzt verstehen, wie es dir ging, als Gott dir in der Wüste begegnet war und mit dir geredet hatte.

Mose: Ja und dann stieg ich wieder hinauf. Du kannst mir glauben, das war ein Stück Arbeit bis ganz hinauf auf den Gipfel. Doch Gott schickte mich noch einmal hinunter, um euch zu warnen, die Grenze nicht zu überschreiten. Außerdem sollte ich Aaron mitbringen.

Israelit: Weißt du Mose, ich hab mich oft gefragt, wie es kam, dass Gott und du so miteinander umgehen konntet. Es war, wie wenn es zwischen dir und Gott eine besondere Verbindung gab. Ich hatte dich oft darum beneidet. Aber jetzt versteh ich es, man kann wirklich mit Gott eine Beziehung haben und das fühlt sich richtig toll an.

Mose: Prima, das freut mich. Du wirst sehen, wie wichtig es ist, wenn Schwierigkeiten kommen und du eigentlich ganz allein bist.

Doppelpunkt

In einer Gesprächsrunde wird der Inhalt der Geschichte aufgegriffen. Das Erarbeitete wird mit einem Schaubild verdeutlicht. Zur Vorbereitung werden Karten mit folgenden Begriffen beschrieben: Beziehungen, Gott, Mose, Hören, Reden, Ich, Einbahnstraße (evtl. Verkehrsschild), Beziehung = Arbeit. Außerdem benötigt man noch einige Pfeile.

Das Schaubild findet man als Anlage.

Lieder

Aus: Einfach Spitze

  • Nr. 19 Ich bin Gottes Freund
  • Nr. 27 Ich stehe fest auf dem Fels
  • Nr. 123 Mein ganzes Herz

Ein Stadtspiel für Gruppen

Im Mittelpunkt einer jeden Sommer-(ferien)-Trophy steht eine historische Person, die in ihrer Kindheit und Jugend wesentlich geprägt wurde und deren Wirken sich bis heute nachhaltig auswirkt. Alle Spiele und Aufgaben haben einen in haltlichen Bezug zum Leben und Werk dieser Person. Im Laufe der Trophy werden immer mehr Informationen zu Mr. oder Mrs. X bekannt. Errät jemand, um we che Person es sich handelt? Im Rahmen des Abschlussprogramms wird diese Person dann kurz vorgestellt und auf jugendgemäße Weise ein Gedanke weitergegeben, was wir von ihr lernen können.

Die verschiedenen Spielformen und Aufgaben fördern unterschiedliche Begabungen (Kreativität, Geschicklichkeit, kognitive Fähigkeiten, Beweglichkeit…) so wie gruppendynamische Prozesse.
Die Sommer(ferien)-Trophy wurde entwickelt als eine Programmstruktur, die dauerhaft lebbar ist (immer die gleiche Grundstruktur, aber immer mit anderen Inhalten und Spielen). Die feste Programmstruktur ermöglicht eine wiederholte Durchführung mit jeweils einer anderen Person als Mr./Mrs. X, beispielsweise als Programmpunkt im jährlichen Sommerferienprogramm oder auch auf Freizeiten.
Vorteile im Falle einer regelmäßigen Durchführung sind: Die Abwechslung vonVertrautem und Überraschendem erleichtert in den Folgejahren die Durchführung. Der Vorbereitungsaufwand wird in den Folgejahren geringer, was einen schonenden Umgang mit den Ressourcen ehrenamtlicher Mitarbeitender fördert.

Ablauf

Hinweise zur Durchführung

Wichtig ist, dass das Spiel zügig in Gang kommt. Falls die Teilnehmenden bebeits vor Beginn der Trophy bekannt sind, sollten die Gruppen bereits vorher eingeteilt werden. Ansonsten sollten die Gruppen möglichst bei der Anmeldung der Teilnehmenden sofort nach deren Eintreffen sukzessive gebildet werden.

Die einzelnen Stationen sollten so im Spielgebiet verteilt werden, dass sich die Gruppen gezielt Gedanken machen müssen, in welcher Reihenfolge sie Stationen anlaufen und sonstige Aufgaben lösen. Ein wesentliches Erfolgskriterium ist es, inwieweit es den Gruppen gelingt, ihre Zeit geschickt einzuteilen und eine zu ihrem individuellen Zeitplan (Fixtermine bei den festen Spielstationen) pasende Strecke zu wählen.

Wertung

Gesamtsieger der Sommer-Trophy kann nur werden, wer mit der eigenen Gruppe in der Spielphase II gewinnt.

Da das Abschlussspiel nur mit einer Gruppe gespielt werden kann, muss darauf geachtet werden, dass nach der Spielphase II ein eindeutiger Sieger feststeht. Wenn zwischen zwei Gruppen nach der Spielphase II ein Gleichstand besteht, muss gegebenenfalls ein Stichentscheid herbeigeführt werden (z.B. eine Quizfrage mit Antwort zum Schätzen – wer näher an der Lösung dran ist, hat gewonnen!).
Der Sieger des Abschlussspiels gewinnt das gelbe Trikot.
Möglich ist, dass (in Anlehnung an die Tour de France) weitere Trikots vergeben werden:
• ein weißes Trikot (für den kleinsten/jüngsten Teilnehmenden der Siegergruppe)
• grüne Trikots (für die übrigen Teilnehmenden der Siegergruppe)
• ein rotes Trikot (für denjenigen, der als erster beim Abschlussimpuls den Mr. X bzw. die Mrs. X errät bzw. eine bestimmte Frage zu Mr./Mrs. X beantwortet)

Ideen für Spiele und Inhalte am Beispiel Mr. X alias Wilhelm Maybach

Es geht immer um Mr. X und sein Leben. Der tatsächliche Name von Mr. X (Wilhelm Maybach) wird erst beim Abschlussfestival genannt. Bekanntgegeben wird den Teilnehmenden nur, dass es bei der gesamten Sommer-Trophy um das Thema Automobile geht – und dass Mr. X in Bezug auf das Thema der Trophy eine ganz entscheidende Rolle spielte.

Eröffnungsspiel – am Start

Story: Wie kaum eine andere Erfindung hat das Automobil das letzte Jahrhundert geprägt. Entscheidend für den Erfolg der Automobilentwickler war schon immer, wer als erstes die richtigen Antworten auf die sich aktuell stellenden Fragen fand. Aktuell ist die Automobilindustrie herausgefordert durch die Entwicklung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb. Mr. X war ein Mann, der für viele Teile des Automobils als erster eine passende Antwort fand…

Aufbau: Auf der Spielfläche wird in der Mitte ein Kreis mit einem Durchmesser von etwa 3 m aufgezeichnet. Im Kreis steht von jedem Team ein Spieler und hält einen Wasserball. Am Spielfeldrand stehen vier Körbe beschriftet mit den Buchstaben A, B, C und D. Die restlichen Spieler verteilen sich auf dem Spielfeld.

Spiel: Die Spielleitung liest eine Frage vor und vier mögliche Antworten. Jede mögliche Antwort passt zu einem Korb. Gewonnen hat das Team, dessen Wasserball als erstes den richtigen Korb erreicht. Beim Werfen, Fangen oder Aufheben des Balles darf sich der Spieler nicht von der Stelle bewegen. Wenn der Ball von keinem Spieler des Teams gefangen werden konnte oder nicht aus dem Stand aufgehoben werden kann, darf der Spieler aus dem Mittelkreis den Ball holen und vom Mittelkreis aus wieder ins Spiel bringen. Die Siegergruppe verlässt das Spielfeld, bekommt ihr Logbuch und beginnt mit der Trophy. Die anderen Teams spielen eine weitere Runde. Entsprechend werden weitere Runden gespielt bis nur ein Team übrigbleibt.

Beispiele für Fragen und Antworten:
a) Wie hieß die erste bedeutende „Auto-Frau“?
A: Paula Porsche/B: Daniela Daimler/C: Bertha Benz/D: Aurelia Audi

b) Den Heinkel Kabinenroller nannte man auch
A: Kugelrutscher/B: Benzin-Birne/C: Rotkäppchensarg/D: Knutschkugel

c) Welche Automobilfirma ist bekannt für ihre Feuerwerkfahrzeuge?
A: VW/B: Metz/C: Sony/D: Loewe

d) Der Rotationskolbenmotor geht zurück auf
A: Sigismund Schleuder/B: Fridolin Kuppler/C: Felix Wankel/D: Nikolaus Otto

e) Wie lautet beim Auto der Begriff für „Luftsack“?
A: Airbag/B: Airsack/C: Windbeutel/D: Windblower

f) Mercedes ist ein
A: Blumenname/B: Mädchenname/C: Fantasiename/ D: meteorologischer Begriff

Aufgabe 1 – Viertaktmotor (erste feste/bemannte Spielstation auf dem Weg vom Start zum Ziel)

Story: Mr. X war maßgeblich an der Weiterentwicklung des ersten Viertaktmotors, dem sogenannten „Otto-Motor“ beteiligt. Für die Sommer-Trophy haben wir ein Fahrzeug entwickelt und ihr seid der Viertakt-Motor. Könnt Ihr getaktet und koordiniert ziehen?

Aufbau: Auf einem Rollbrett für Möbel wird eine große Bananenkiste befestigt, in der sich einer als Fahrer ausgerüstet mit Fahrradhelm und Handschuhen setzt. Am Rollbrett ist an jeder Ecke ein Seil befestigt. Es wird mit Hütchen oder Kreide ein Rundparcours gesteckt.

Spiel: Innerhalb der fest vorgegebenen Spielzeit müssen mögichst viele Runden gedreht werden. Der Fahrer darf während der Runde das Fahrzeug nicht verlassen. Vier andere Spieler, die alle den Parcours nicht betreten dürfen, müssen das Fahrzeug mittels der Seile durch den Parcours ziehen. Nach jeder Runde wird der Fahrer ausgewechselt.

Aufgabe 2 – Kontruktionsbüro (zweite feste/bemannte Spielstation auf dem Weg vom Start zum Ziel)

Story: Mr. X machte eine Ausbildung zum Technischen Zeichner. Ein Schlüssel zum Erfolg war für ihn, genau und übersichtlich zeichnen zu können.

Aufbau: An einer Wand wird ein großes weißes Plakat befestigt (idealerweise Zeitungspapier von einer Rolle). Zur leichteren Orientierung wird die Unterkante der Karosserie mit einem waageechten, 110 cm langen Strich eingezeichnet.

Spiel: Innerhalb der fest vorgegebenen Spielzeit muss die im Logbuch abgebildete Zeichnung im Maßstab 1:10 möglichst genau gezeichnet werden. Als Hilfsmittel stehen Meterstab, lange Lineale, Latten, Stifte und Schnüre zur Verfügung.

Aufgabe 3 – Automarken (Mitbringaufgabe – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Nach Mr. X ist eine noble Automarke benannt.

Aufgabe: Sucht zehn möglichst seltene Automarken und macht von einem Auto jeder Marke ein Foto. Marken, die nur ihr entdeckt habt, zählen besonders. Marken, die alle im Team entdeckt haben, werden nicht gezählt. Tragt vor Spielende nachfolgend zehn Automarken ein und zeigt der Jury jeweils ein Bild eines Autos dieser Marken (Marke muss auf dem Foto gut sichtbar sein!)

Aufgabe 4 – Wirkungsstätten (Quiz – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Mr. X war in seiem Leben an verschiedenen Orten aktiv.

Aufbau: An den im Stadtplan markierten Stellen wird jeweils eine Quizfrage aufgehängt, bei der es um Mr. X und diesen Ort geht.

Spiel: Ohne die Frage zu kennen, kann nur eine Antwort erraten werden. Deshalb lohnt es sich, möglichst viele „Orte“ aufzusuchen, um dann sich sicherer für die richtige Antwort entscheidenzu können.

Aufgabe 5 – Autodesign (Mitbringaufgabe – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Mr. X wird auch als „König der Konstrukteure“ bezeichnet.

Spiel: Das im Logbuch begonnene Bild soll so ergänzt werden, dass ein möglichst pfiffiges Auto entsteht.

Aufgaben 6 und 7 – Bonusaufgaben I und II (Knobelaufgaben – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Mr. X hatte bei seiner Arbeit laufend knifflige Aufgaben zu lösen.

Aufgabe(n): siehe Logbuch (Anlage), ggf. selbst passende Aufgaben in die Vorlage kopieren.

Abschlussspiel – am Ziel

Story: Mr. X konstruierte viele Teile für Fahrzeuge. Viele Einzelteile ergeben ein Fahrzeug. Und nur ein komplettes Fahrzeug fährt!

Aufbau: Auf der Bühne wird auf einem kleinen Tisch eine Kiste mit DUPLO-Bausteinen aufgestellt. Die Teilnehmenden der Siegergruppe stellen sich um den Tisch.

Aufgabe: Aus vier bis fünf DUPLO-Bausteinen wird ein einfaches Fahrzeug als Modell (Prototyp) zusammengesetzt und den Teilnehmenden gezeigt. In einer Kiste befinden sich viele DUPLO-Bausteine. Die Spieler müssen nun versuchen, mit verbundenen Augen in der Kiste die benötigten Bausteine zu finden und mit diesen möglichst schnell den Prototypen nachzubauen. Wer als erster sein Fahrzeug korrekt zusammengesetzt zeigen kann, hat gewonnen – und ist Sieger der Sommer-Trophy!

Ideen zur Verkündigung

Im Jahr 1856 erschien in der Zeitung in Stuttgart folgende Annonce: „Bitte an edle Menschenfreunde für 5 vater- und mutterlose Knaben von 12 bis 4 Jahren.
Die Mutter dieser 5 Waisen starb vor 3 Jahren, und der Vater fand kürzlich seinen Tod in einem See in Böblingen; da sie nun gar keine Mittel zu ihrer Erhaltung haben, auch an Kleider und Weißzeug sehr entblößt sind, so ergeht daher die herzliche Bitte an wohlthätige Menschen, sich der armen Kinder durch Liebesgaben annehmen zu wollen, auch die kleinste Gabe ist willkomen. Beiträge übernehmen und werden zu seiner Zeit Rechenschaft ablegen: Louise Kauffmann, verlängerte Hauptstätterstraße Nr. 77, 3. Tr. Catharine Loit, im Mangold’schen Handschuhladen, Königsstraße Nr. 45″.

Gustav Werner las diese Anzeige und nahm Wilhelm Maybach bei sich im Bruderhaus in Reutlingen auf. Von 1856 bis 1869 lebte Wilhelm Maybach in dieser von Gustav Werner gegründeten diakonischen Einrichtung. Die Maschinenfabrik des Bruderhauses in Reutlingen kann insbesondere in den 1860er Jahren als Talentschmiede erfolgreicher schwäbischer Unternehmer bezeichnet werden. Der erfolgreichste Zögling des Bruderhauses war ohne Zweifel Wilhelm Maybach. Im Bruderhaus wurde die Grundlage für eine der erstaunlichsten Karrieren in der deutschen Industriegeschichte gelegt.

1873 folgte Wilhelm Maybach Gottlieb Daimler, den er im Bruderhaus in Reutlingen kennengelernt hat, nach Köln und leitete dort das Konstruktionsbüro der Gasmotorenfabrik Deutz AG. Später entwickelte Wilhelm Maybach zusammen mit Gottlieb Daimler im Gewächshaus von Daimlers Cannstatter Villa einen Wagen mit niedrigem Schwerpunkt und einem leistungsfähigen Antrieb und legte damit die Grundlage für das schnelle und sichere Auto. Wilhelm Maybach wird bis heute als „König der Konstrukteure“ bezeichnet.

Das Miteinander im Bruderhaus war geprägt durch den Gemeinschaftsgeist und die religiösen Grundsätze des schwäbischen Pietismus. Wilhelm Maybach schrieb 1921 rückblickend auf diese ihn prägende Lebensphase: „Mit Gustav Werner und dem Bruderhaus blieb ich stets in dankbarer Fühlung.“ Über Wilhelm Maybachs Glaubensleben ist wenig bekannt. Was ist von dem Erleben des Glaubenslebens von Gustav Werner „hängengeblieben“? Was nehmen wir in der Jugendarbeit mit?

Ein Grundsatz von Gustav Werner war: „Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert!“ Er wollte nicht nur Missstände beklagen, sondern etwas gegen Missstände unternehmen.

„Wahrer Glaube wird tätig!“ Was wäre, wenn Gustav Werner auf die Zeitungsannonce nicht reagiert hätte? Wenn er nicht in den Waisenjungen Wilhelm Maybach investiert hätte? Was wäre, wenn er seinen Beruf als Pfarrer nicht aufgegeben hätte und mit Waisenkindern und Helferinnen nach Reutlingen gezogen wäre? Wo fordert uns Gott heute heraus? Was können wir gegen Missstände in unserer Gesellschaft unternehmen?

TIPP zum Logbuch: Entsprechend der Anlage herstellen; jede Gruppe erhält ein Logbuch, auf dem die Teammitglieder und die fixen Spielzeiten an den bemannten Stationen vermerkt sind. Zunächst das Deckblatt nicht festtackern; in den Logbüchern die fixen Zeiten von Hand eintragen und diese nach der Startreihenfolge sortieren; zuletzt jeweils das Deckblatt der die Spielphase I verlassenden Gruppe festtackern.

Promi-Suche in Palm Beach

In Palm Beach, Florida, ist die Promidichte sehr hoch. Sicher fallen den Jugendlichen so manche Promis ein, die entweder in Florida leben, oder die sich dort öfters von den Paparazzi ablichten lassen. Damit es nicht zu schwierig wird, soll es allerdings nicht nur um die Palm Beach-Promis gehen, sondern um Promis allgemein. Im Normalfall gibt es nicht DEN Promi, auf den alle Jugendlichen gleichermaßen abfahren. Deshalb gilt die erste Aktion dem Herausfinden, wer bei wem angesagt ist. Je nach Größe der Jugendgruppe werden die Jugendlichen nun in zwei oder mehr Gruppen eingeteilt (ca. 6–8 Personen pro Gruppe) und die Promi-Namen gesammelt. Dazu stehen A3-Blätter und Marker zur Verfügung. Schon während der Sammelphase ergeben sich hier sicherlich Gespräche, wer welchen Promi auch gut findet oder wer sich bei einem anderen Prominamen nicht so ganz anschließen kann. Die genannten Namen sollen nun in einer passenden Größe auf das Blatt geschrieben werden. Wird z. B. Sido vorgeschlagen, aber alle anderen finden ihn nicht so toll, wird Sido eher klein in eine Ecke des Blattes geschrieben. Sollte Ariana Grande von allen die Zustimmung erhalten, wird ihr Name ziemlich groß in die Mitte geschrieben. Johnny Depp bekommt die Hälfte aller Stimmen? Dann auch groß den Namen aufschreiben, aber natürlich nicht so groß wie Ariana Grande. In diesem Stil sammeln sich die Namen und parallel wird schon ein Gespräch in Gang kommen über die unterschiedlichen Meinungen zu den Promis. Am Ende werden die Ergebnisse in der Gesamtgruppe angeschaut und verglichen. Es gibt hier keine Punkte, da es hier ja eher um Geschmack als um Leistung geht.

Aufbrezeln wie in Palm Beach

Man stelle sich nun vor, das Gerücht würde umgehen, einer der besagten Promis käme nach Palm Beach und wir wären in Palm Beach. Das Gerücht hat wohl einen hohen Wahrheitsgehalt und der Promi kommt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in einer Stunde ungefähr in der Stadt an. Natürlich will man a) an vorderster Front dabei sein und sich das nicht entgehen lassen, b) dem Promi irgendwie auch einen würdigen Empfang bereiten, und c) dabei nicht allzu schlecht aussehen.
Aufgabe: 5 Minuten stehen zur Verfügung, um sich ein wenig im Palm-Beach-Style aufzubrezeln. Dazu stehen Bürsten, Kämme, Haargel und Kajalstifte sowie einige diverse Tücher/Schals und Loops zur Verfügung, mehr ist im Moment nicht drin. Daraus sollte das Beste gemacht werden. Aber auch aus den Klamotten, die die Jugendlichen tragen, kann man vielleicht noch mehr herausholen, um das Ganze etwas hipper und Palm-Beach-mäßiger aussehen zu lassen. In den Kleingruppen wird aufgebrezelt, und eine Jury aus den Gruppenmitarbeitenden kann dann auch bewerten, welche Kleingruppe das Aufbrezeln am besten in der kurzen Zeit geschafft hat.

Würdiger Empfang

Nach dem Aufbrezeln bleibt nicht mehr viel Zeit bis zur Ankunft des Promis, und man muss sich ja auch noch rechtzeitig aufmachen, um gute Plätze zu ergattern. Aber so ein bisschen würdiger Empfang in Palm Beach sollte ja auch sein. 10 Minuten stehen zur Verfügung, um aus dem bereitgelegten Material oder allem, was irgendwie greifbar ist, eine willkommen heißende Atmosphäre in Palm Beach zu schaffen. Ob Banner oder Fähnchen, ob Flashmob oder Gedicht, ob Schlachtruf oder Lied – Phantasie ist ausdrücklich erwünscht! Auch hier wird wieder in den Kleingruppen gearbeitet, auch hier bewertet die Jury wieder die Ergebnisse.

Sich nichts entgehen lassen

Nun ist schon viel Zeit vergangen und es geht darum, so schnell wie möglich einen möglichst guten Platz zu ergattern. Jede Kleingruppe erhält 2 Minuten Besprechungszeit und soll überlegen, auf welchem Weg der Promi wohl in den Ort kommt und wo man sich dann am besten postiert. Sind die 2 Minuten abgelaufen, findet ein Wettrennen statt vom Startort bis zu einem Platz, den die Jury festgelegt hat. Die Gruppe, die nach dem Startpf ff zuerst vollständig am Zielort angekommen ist, erhält die Punkte der Jury. Am Zielort darf dann auch jede Gruppe verkünden, wo sie den besten Platz sieht, um sich für einen Promibesuch zu positionieren und dies dann auch begründen. Für die Idee und die Begründung gibt es noch mal Punkte von der Jury.

Impuls: Der Promi-Besuch

Nicht nur heute gibt es Menschen, die bekannt sind und die man faszinierend findet. Auch schon vor 2000 Jahren war das so. Und so, wie auch heute die einen Leute einen bestimmten Promi total cool finden, haben andere etwas an ihm zu kritisieren oder sind einfach nur mäßig begeistert, weil er sie nicht interessiert, seine Art oder Ausstrahlung sie nicht berührt, andere aber schon. So war es auch mit Jesus. Es gab Menschen, die waren total fasziniert von seiner Art. Es gab andere, die erzählten sich begeistert von den Wundern weiter und verehrten ihn. Es gab Menschen, die hörten sich das alles kritisch an, bewegten die Worte aber in ihrem Herzen. Andere standen ihm total ablehnend gegenüber. Vielleicht weil viele Pharisäer und Schriftgelehrten vor ihm warnten oder weil er ihnen einfach so suspekt war. Es gab auch Personen, die redeten einfach so wie das Fähnchen im Wind über ihn. Je nachdem, mit wem sie grade zusammenstanden, mal so und mal so. In diese Situation hinein kam Jesus nach Jerusalem. Unglaublich viele Menschen waren zum Passahfest nach Jerusalem gekommen. Wem es möglich war, der kam zum Zeitpunkt des Passahfestes nach Jerusalem. Zum Tempel. Weil sie sich hier gemeinsam an die wunderbare Hilfe Gottes beim Auszug aus der Sklaverei aus Ägypten erinnern wollten. Weil sie besonders jetzt, unter der verhassten römischen Herrschaft, wieder auf eine Befreiung hofften. Dass Gott wieder einen Retter schickt, wie damals Mose. Viele glaubten fest daran, dass Gott nicht nur einen Propheten schicken würde, sondern den in den alten Schriften verheißenen Messias. Wenn dieser Jesus wirklich der Messias, der Retter, war, dann müsste man ihn empfangen wie einen König, wie den Retter, der von der römischen Herrschaft befreite, der von Gott geschickt wurde, der zeigte, wie nahe ihnen Gott war.Aber es gab auch andere, die sich genau darüber ärgerten. Vor allem unter den Pharisäern und Schriftgelehrten gab es viele, die waren sich ganz sicher: Erst, wenn alle Juden die Gesetze Gottes halten, dann kommt der Messias. Vorher nicht. Deshalb bemühten sie sich ja auch so sehr, Gottes Gesetze einzuhalten. Und sie erfanden viele weitere Gesetze um Gottes Gebote herum, um besser sicherzustellen, dass man das endlich schafft. Und Sie hofften so sehr darauf, dass die Juden sich so abmühten Gottes Gesetze einzuhalten, wie sie selbst das überzeugt taten. Aber dieser Aufrührer Jesus, der brach Gottes Gesetze. Zum Beispiel das Sabbatgebot. Er hatte nicht nur einmal an einem Sabbat einen Men-schen geheilt, obwohl er doch bis zum nächsten Werktag hätte warten können. Dieser Jesus scherte sich scheinbar nicht um Gottes Gebote. Er behauptete sogar dreist, der Mensch wäre Gott wichtiger als die Gebote. Und er behauptete wohl sogar, er sei Gottes Sohn. Das war Gotteslästerung in ihren Augen. Nicht, weil sie böse waren, sondern weil sie verletzt waren für ihren Gott, verletzt in ihrem festen Glauben. Manche Menschen waren auch wegen des Passahfestes in Jerusalem, weil hier der Tempel stand. Weil sie daran glaubten, dass Gott hier im Tempel besonders nahe war. Manche wollten ihrer Unzufriedenheit mit ihrem Leben, mit der politischen Situation, mit der Unterdrückung durch die Römer Ausdruck verleihen. Sie hofften, hier in der Hauptstadt Gleichgesinnte zu finden, mit denen man sich zusammen-schließen konnte, gegen die Römer aufbegehren. Manche sahen auch in Jesus den Anführer so einer aufständischen Gruppe, weil sie sich aus tiefstem Herzen von Gott wünschten, dass er sie auf diese Art befreien sollte.
Viele Menschen waren also in Jerusalem. Es war nicht einfach nur eine einheitliche Masse, sondern jeder hatte andere Erlebnisse, andere Erwartungen, andere Hoffnungen. In diesen aufgeheizten Kessel voll unterschiedlichster Menschen kam nun Jesus. Er kam mit seinen Jüngern in einem Vorort von Jerusalem an und ließ die Jünger dann einen Esel holen. Die Jünger warfen Mäntel über den Rücken des Esels, und Jesus setzte sich auf ihn und ritt hinein nach Jerusalem. Ob der Esel brav war oder ab und zu mal bockte, wie Esel das eben tun, steht nicht in der Bibel. Ob es zügig vonstattenging oder sich über eine sehr lange Zeit dahinzog, steht auch nicht drin. Die biblische Geschichte vom Einzug nach Jerusalem ist relativ kurz beschrieben.
Eine jüdische Bibelauslegung sagt, dass dieser Text mit Wörtern aus der Schrift wie schwarzes Feuer ist, das lodert. Aber dazwischen lodert auch das sogenannte weiße Feuer. Alles das, was nicht geschrieben dasteht, was aber die Menschen gedacht und gefühlt haben. Was geht denn diesen ganzen Menschen durch den Kopf, die da zum Straßenrand geeilt sind, um Jesus zu sehen und zu begrüßen? Die vielen einzelnen Menschen, mit je individuellen Geschichten, Gefühlen, Erlebnissen, Hoffnungen, Erwartungen, Gedanken. Was denken diese Menschen, was rufen sie?
Aufgabe: Jeder bekommt zwei Gedankenblasen und zwei Sprechblasen zum Ausfüllen. Wer möchte, bekommt auch mehr. Die Teilnehmenden sollen sich in die Menschen damals hineinversetzen. In wen können sie sich gut hineinfühlen? In die, die aufbegehren und ihr Schicksal aktiv in die Hand nehmen wollen? In die, die spüren, dass dieser Jesus mehr ist als ein Wunderheiler? In die, die in Jesus einfach den spannenden Promi sehen? In die, die sich über ihn aufregen? Was denken die Menschen heimlich, nur für sich? Und was sagen sie laut? Manche sind mutig, manche sind ängstlich, manche fragend, manche hoffend, manche freudig, manche unsicher. Die Teilnehmenden füllen ihre Sprechblasen aus und legen sie links und rechts von einer „freien Bahn“, die wie eine Straße wirken kann. Jeder liest seine Gedanken- und Sprechblasen vor, eine nach der anderen und legt sie hin. Dies wird nicht kommentiert, nur die Fülle an Gedanken und Kommentaren der Menschen damals steht im Raum. Dann wird an den Anfang der Straße ein skizzierter Esel mit Jesus gelegt. Aus Papier oder als Egli-Figur oder als Kerze usw.
Der Bibeltext aus Matthäus 21,1–11 wird nun vorgelesen und die Teilnehmenden sehen dabei ihre Sprech- und Gedankenblasen und am Beginn der Straße den symbolischen Jesus. So war das damals. Und heute? Es wird nun nichts aufgeschrieben und nicht darüber geredet, weil dies sehr persönlich ist. Wo stehe ich denn heute? Wie sehe ich heute, 2000 Jahre später, Jesus? Als jemanden, dem man ein Mal in der Woche im Teenkreis begegnet? Oder als jemanden, der mein Leben verändert hat und weiter verändern will? Oder als einen, bei dem ich noch nicht so recht weiß, was ich von ihm halten soll? Vielleicht als einen, den ich nicht so ganz verstehe? Oder sehe ich ihn als jemanden, an den ich große Erwartungen habe? Was für einen Jesus sehe ich dastehen, am Anfang der Straße? Wenn ich da heute stehen würde und er da käme? – Zeit lassen zum Nachdenken
Viele bunte Papierstreifen aus verschiedenfarbigem Tonpapier liegen bereit. Blau, Grün, Rot, Gelb, Weiß, Orange, Violett, Braun, Grau, Schwarz. Jeder darf sich drei farbige Streifen in den Farben holen, die für ihn die persönlichen Gefühle symbolisieren. Da keiner weiß, was man selbst mit den Farben verbindet, kann keiner wissen, was für den Einzelnen hinter der Farbbedeutung steckt. Für den einen heißt Rot: Vorsicht, würde ich mich nicht darauf einlassen, für den andern bedeutet es: meine tiefe Liebe zu ihm. Deshalb einfach drei Farbstreifen holen, in verschiedenen oder auch gleichen Farben. Dann wird der Bibeltext vorgelesen, diesmal aus Lukas 19,28–40, und jeder legt in diese Gasse zwischen den Sprech- und Gedankenblasen von damals die „farbigen Gefühls-Teppiche“ von heute. Nun liegt da ein bunter Flickenteppich auf der Straße, so wie damals ein bunter Flickenteppich aus Überkleidern und Mänteln lag.
Zum Abschluss wird Jesu Einzug in Jerusalem nach Johannes 12,12–19 vorgelesen. Je nachdem wie gut die Gruppe sich kennt, kann man dies nun so stehenlassen oder noch in einen offenen Austausch gehen. Anschließend gibt es eine stille Zeit zur persönlichen Reflexion. Zeit zum Nachdenken über den Text oder für ein stilles Gespräch mit Gott bzw. mit dem Jesus, der damals vor 2000 Jahren am Palmsonntag nach Jerusalem kam.

Das Fest

Damals wurde gefeiert. Laut und mit Musik, Getränken, Essen. Deshalb soll es nun auch festliche Getränke à la Palm Beach geben. Zutaten für Cocktails stehen bereit, evtl. auch Rezepte für Cocktails. Es kann entschieden werden, ob dies nun auch im Wettbewerb gegeneinander geschieht oder gemeinsam. Aus Palmsonntag damals kann so Palm Beach-Feeling heute werden. Wenn die Cocktails fertig sind, kann man sie genießen, zusammensitzen und natürlich auch noch passende Lieder singen – vor allem die, in denen Jesus als König bezeichnet wird, passen hier besonders gut.

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