Steh auf!

Das Ziel

Starter

Jesus möchte dein Freund sein, er will eine feste Verbindung mit dir.

 

Checker

Eine Begegnung mit Jesus verändert und befreit, ermutigt und stärkt.

 

Der Text an sich

Nach der inhaltsreichen Predigt auf dem Feld
(Lk 6,20-49) zieht Jesus weiter. Die erste Station ist Kapernaum (Lk 7,1-10). Von dort geht es weiter in den kleinen Ort Nain, der ungefähr eine Tagesreise weit entfernt ist. Jesus wird von vielen Menschen begleitet (V.11). Trotz der vielen Menschen macht er „Halt“ und lässt sich auf eine Begegnung mit der Witwe ein, die auch von einer Menschenmenge begleitet wird.

Dabei geht es um mehr, als eine flüchtige Begegnung am Rand: Jesus sieht sie. – Ihr Schicksal berührt ihn. – Er spricht sie an (V.13).

Jesus hält die Schwere der Situation aus (Tod, Trauer, Begräbnis). Das ist eine Situation, die wir als Menschen lieber meiden und aus der wir uns wohl lieber schnell davonschleichen würden.

Im Grunde begegnet Jesus gleich zwei Menschen sehr intensiv:

 

Etwas Mühe macht mir die Aufforderung „Weine nicht!“ (V.13). Gerade in der Seelsorge gestehe ich Menschen zu, dass auch das Weinen seinen Platz und seine Berechtigung hat. Deshalb lege ich in diese Worte folgende Botschaft hinein: „Bald wirst du keinen Grund mehr haben zu weinen. Und wenn du weinen wirst, werden es Freudentränen sein.“

Keine Frage, was hier geschieht, bleibt kein Geheimnis, sondern zieht seine Kreise und bringt Bewegung in die Menschen (V.16). Wie gut, dass sie erkennen, dass letztlich Gott hinter allem steht. Nur durch ihn und seine Kraft ist es Jesus möglich, das Leben beider Menschen (der Witwe und ihres Sohnes) mit neuem Leben zu beschenken. Die Worte „Gott selbst kommt seinem Volk zu Hilfe“ (V.16) bringen zum Ausdruck, dass Gottes Hilfe von allen in Anspruch genommen werden darf.

 

Der Text für mich

In dem Text wird Jesus für mich zum Vorbild. Er spürt, wann es Zeit ist, stehen zu bleiben. Er merkt, was gerade nötig ist. Er hat keine Scheu vor trauernden Menschen und scheut sich nicht vor dem Tod.

Wie geht es uns, wenn wir im „Gewusel“ des Alltags oder in der Mitarbeit mit ähnlichen Situationen konfrontiert sind? In einer befreundeten Familie ist ein Kind an den Folgen eines Unfalles gestorben. Eine Mutter von Jungscharkindern bekommt zum dritten Mal Chemotherapie. An der Bushaltestelle sitzt eine liebe ältere Frau aus der Gemeinde. Ich weiß, dass sie sich nach 60 gemeinsamen Ehejahren an das Leben ohne ihren Partner gewöhnen muss. Geh ich weiter oder setz ich mich zu ihr?

Es war bei einem Begräbnis. Eine Oma war gestorben. Zu der Trauerfamilie gehörten auch Enkelkinder im Grundschulalter. Eines der Enkelkinder – ein Mädchen – war in Begleitung ihrer besten Freundin. Während der Trauerfeier haben sich die Mädchen zutiefst freundschaftlich die Hände gehalten.

Bewegend – weil sie uns Erwachsene wiederum vorgelebt haben, dass es nicht (nur) (immer) um Worte gehen muss (ganz ehrlich: in manchen Situationen finde ich sie auch nicht), sondern um ein sichtbares Zeichen: ich bin für dich da. Ich bin bei dir. Ich lass dich nicht allein.

 

Der Text für dich

Starter

Jesus begegnet Menschen. Das ist das, was wir uns auch für die Kinder in der Jungschar wünschen. Sie wissen vielleicht noch ganz wenig vom Glauben und von Jesus, aber in unserer Gruppe haben sie die Chance, Jesus zu begegnen. Das Neue Testament bietet eine Fülle an „Begegnungsgeschichten“. Beim Erzählen solcher Geschichten geht es nicht nur um ein Ereignis aus der Vergangenheit (history; hat sich vor Tausenden von Jahren ereignet). Sondern um das einladende klarmachen, dass Jesus heute Menschen begegnen kann und möchte, auch um mit dir his-story zu schreiben.

 

Checker

Jungscharler, die schon länger dabei sind, vielleicht auch Kinderstunde oder Kindergottesdienst miterleben durften, werden nichts mehr ganz Unbekanntes hören: Jesus begegnet Menschen.

Gerade auch denen, die von anderen leicht übersehen (z. B. Bartimäus) oder gar gemieden werden (z. B. Zachäus, die 10 Aussätzigen).

Dabei darf nicht übersehen werden, was durch die Begegnung mit Jesus passiert: „Veränderung“. Aus lahm wird gehend, aus blind wird sehend, aus taub wird hörend, aus sprachlos wird redend, auf die Trauer folgt Freude, … Selbst die traurigen und hoffnungslosen Emmausjünger (Lk 24,13-35) sind nach der Begegnung mit Jesus so gestärkt, dass sie den Weg zurück nach Jerusalem laufend zurücklegen. Wenn die Jungscharler Jesus begegnen, müssen sie mit Veränderung rechnen.

 

Der  Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Begegnungsbilder

Es liegen unterschiedliche Bilder mit verschiedenen Begegnungsszenen von Menschen bereit (z. B. streitende Menschen; spielende Kinder; einer hilft dem anderen; zwei sich anschweigende Menschen; einer, der mit dem Zeigefinger einem anderen droht …). Die Bilder kann man aus Zeitschriften ausschneiden.

Jedes Kind darf sich zu einer möglichen Aufgabenstellung ein Bild aussuchen:

Diese Bilder sind der Einstieg in das Thema Begegnungen, denn eine Frau begegnet Jesus.

 

Idee 2: Aufgabentanz

Die Kinder bewegen sich zu Musik durch den Raum. Die Musik wird angehalten und ein Mitarbeiter nennt eine Aufgabe (z. B. Händereichen, Streiten, Rücken an Rücken stehen, Knie an Knie stehen, sich umarmen, sich anschreien, …). Je zwei Kinder stellen sich zusammen und führen die genannte Aufgabe aus.

 

Verkündigung

Erzählung

Man benötigt eine Sonnenbrille mit sehr dunklen Gläsern oder man nimmt eine Taucherbrille und beklebt sie mit Folie / bemalt die Gläser mit dunklem Edding (wasserlöslich). Man sollte fast nichts mehr durchsehen bzw. alles nur in schwarz-weiß.

Wer so eine Brille trägt, sieht zwar etwas, aber längst nicht mehr alles. Man sieht nicht mehr das Rot des T-Shirts, das Grün der Bäume könnte auch ein Dunkelblau sein und das Gelb vom Vanilleeis könnte doch das Weiß von einem Zitroneneis sein.

Beim Tragen dieser dunklen Brille geht es nicht nur um das „Verschwinden“ der Farben. Im Leben eines Menschen können sich Situationen ereignen, in denen man plötzlich feststellen muss: „Ich seh keine Farben mehr! Um mich herum ist es nur noch dunkel!“

 

„Um mich herum ist es nur noch dunkel!“

Eine Frau. Sie lebt zur Zeit Jesu. Die Bibel nennt uns ihren Namen nicht. Was wir von ihr wissen: Sie lebt in Nain, einer Stadt in der Nähe von Nazareth. Sie ist Witwe, was bedeutet, dass ihr Mann gestorben ist. Seitdem hat sie es schwer in ihrem Leben.

Das Bild der Frau wird gezeigt.

Hören wir auf sie:

Die folgenden Fragen werden von einem anderen Mitarbeitenden laut anklagend gerufen. Sie werden vorab auf schwarze Papierstücke geschrieben und an dieser Stelle vorgelesen. Die Papierstücke werden sichtbar für alle in die Mitte gelegt.

 

 

Doch einen „Lichtblick“ gibt es noch.

Es ist ihr Sohn. Er ist ihr geblieben. Eines Tages, wenn er alt genug ist, wird er für sie sorgen. Das wird gut. Viele Sorgen werden dann ein Ende haben. Es ist schön mit ihm zusammen.

 

Eines Tages wird der Sohn krank, schwer krank. Es gibt keine Heilung und er stirbt.

Hören wir auf die Witwe:

(Die Gedanken der Frau werden wie oben beschrieben vorgebracht.)

Jemand bringt eine Bahre. Der tote Junge wird gewaschen, auf die Bahre gelegt und mit einem weißen Tuch bedeckt.

Männer nehmen die Bahre und tragen sie hinaus vors Haus. Sie gehen weiter durch die Straße, hinaus bis vor die Stadt. Wie gut, dass die trauernde Mutter diesen Weg nicht allein gehen muss.

Viele Menschen begleiten sie.

Ob sie all die Menschen wirklich sieht?

Ob sie sieht, dass die Sonne scheint?

Ob sie die Häuser, die Bäume und das Stadttor sieht?

 

Da hört die trauernde Mutter eine Stimme:

„Du musst nicht mehr weinen!“

Sie blickt in das Gesicht eines Mannes, den sie vorher noch nie gesehen hat.

Die Art, wie er sie ansieht. Die Freundlichkeit, mit der er sie angesprochen hat, ist so anders. Es ist Jesus.

Trotz der vielen Menschen – viele von ihnen gehören zum Trauerzug und viele gehören zu Jesus – bleibt er stehen und sieht die Traurigkeit, das Elend, die Not, die Hoffnungslosigkeit der Frau.

Jesus geht nahe an die Bahre, um dem toten Kind nahe zu sein.

„Steh auf!“ Das sind die Worte, die er zu dem toten Kind spricht.

Der Junge bekommt Farbe im Gesicht, er schlägt die Augen auf, er beginnt sich zu bewegen und zu sprechen.

Jesus nimmt ihn bei der Hand und bringt ihn zu seiner Mutter.

Die Freude ist riesengroß. Er lebt.

Das, was ihr geschehen ist, ist und bleibt kein Geheimnis.

Viele haben es mit eigenen Augen gesehen und die Worte Jesu gehört.

Viele haben es zu Hause ihren Familien und Freunden erzählt und die haben es wieder weitererzählt, sodass es im ganzen Land bekannt wurde.

Gott ist dieser Frau zu Hilfe gekommen.

 

Die andere Idee

Erzählung mit Holzkegel

Die Erzählung kann auch mit biblischen Erzählfiguren oder auch Holzkegeln dargestellt werden. Wenn es um die „Beschreibung“ der Witwe geht, können ein schwarzes Tuch zum Ausdruck der Trauer und Glassteine als Symbol für die Tränen eingesetzt werden.

 

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder bekommen ein Blatt mit dem Satz „Jesus möchte dein Freund sein“. Der Satz steht in der Mitte des Blattes. Allein oder in kleinen Gruppen dürfen die Kinder Begriffe aufschreiben, die zur Geschichte passen. Dazu sollen die Buchstaben des Satzes wie bei einem Kreuzworträtsel mit verwendet werden.

 

Gespräch

Wir sprechen über Menschen, die auch eine Begegnung mit Jesus erlebt haben.

Dazu bereitet man Kärtchen vor. Auf dem 1. Kärtchen steht der Name einer Person (evtl. ergänzt durch eine Bibelstelle).

Auf dem 2. Kärtchen werden kurz die Umstände beschrieben, die zur Begegnung mit Jesus führen.

Die Kärtchen werden wie bei einem Memory gemischt und mit der Rückseite nach oben aufgelegt.

Reihum deckt ein Kind zwei Karten auf. Welche gehören zusammen?

So kommt sehr gut ein Gespräch über Jesus-Begegnungen zustande: Wie hat es angefangen? Was waren die „Ausgangsbedingungen“? Wie hat sich der Glaube ausgewirkt?

Je nach Möglichkeit können die Kinder in kleinen Gruppen die Bibelstellen aufschlagen und den Text nachlesen. Ergänzt durch die Fragestellung: „Welches Wort, welcher Satz(teil) spricht mich besonders an?“

 

Merkvers

Jesus sprach: „Du junger Mann, ich befehle dir: Steh auf!“

Lukas 7,14 GNB

Dieser Vers stammt aus der Begegnung zwischen Jesus und dem Kind der Witwe. Er begegnet der Witwe und dem Kind und er will auch dir begegnen und Freundschaft schließen. Deshalb kann anstelle von „junger Mann“ auch der eigene Namen eingesetzt werden. Jeder sagt den Vers und setzt den Namen eines anderen Kindes ein.

 

Gebet

Jesus, ich danke dir, dass du mein Freund sein möchtest.

Jesus, ich möchte auch dein Freund / deine Freundin sein!

Danke, dass du mich liebst und bei mir bist, wenn ich Angst habe.

Danke, dass du mir alles gibst, was ich brauche.

Danke, dass ich dir alles sagen kann.

Danke auch für dein Wort, die Bibel,

und dass du am Kreuz für mich gestorben bist,

damit gut ist, was ich falsch gemacht habe.

Amen.

Aus: „Beten mit Kindern“, Carolin Widmaier, BORN-VERLAG 2014; Seite 50, www.bornverlag.de

 

Ein Mitarbeitender stellt das Gebet vor. Es wird auf ein Plakat geschrieben, damit es alle sehen.

Die Kinder brauchen kurz Zeit, um das Gebet selbst in aller Ruhe lesen zu können. Dann folgt: „Welchen Satz aus diesem Gebet möchtest du heute zu deinem Gebet machen?“ Man schließt mit einer Gebetsgemeinschaft, in der jeder – laut oder leise – seinen Satz betet.

 

Kreatives

Es wird mit den Kindern ein großes Plakat gestaltet, auf dem jedes Kind seinen Handabdruck (oder Fußabdruck) anbringen kann. Dazu wird die Hand mit Farbe angemalt und gedruckt. Wenn die Farbe getrocknet ist, können alle auf den Handabdrücken der anderen unterschreiben.

 

Spielerisches

Immer zwei Kinder bilden ein Paar. Ihre Aufgabe ist es, aus einem großen Blatt Papier (z. B. Zeitungspapier) eine möglichst lange Schlange oder aber verschiedene Figuren zu reißen (Baum, Haus, Kreis, Dreieck). Dabei darf ein Kind nur den linken Arm und das andere Kind nur den rechten Arm benutzen. Das Ergebnis kann nach Schönheit, Erkennbarkeit oder Schnelligkeit bewertet werden.

 

Rätselhaftes

Die Kinder werden in zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhält die Aufgabe, 10 berühmte Personen aufzuschreiben, die bekannt dafür sind, dass sie einen Freund haben. Hier einige Beispiele: Ernie (und Bert); Winnetou (und Old Shatterhand); Biene Maja (und Willi); Goethe (und Schiller); Tom Sawyer (und Huckleberry Finn); Garfield (und Odie).

Wenn das geschehen ist, werden Zettel getauscht und jetzt geht es darum, am schnellsten die Partner der Personen aufzuschreiben.

 

(T)extras

Lieder

Hey, das ist superstark

Komm mit, schlag ein

Vater, ich komme jetzt zu dir

 

Spiele

Farb-Rücken

Es können beliebig viele mitspielen und man benötigt ein Kartenspiel (z. B. UNO).

Die Kinder sitzen im Stuhlkreis und jeder bekommt eine Spielkarte. Jeder sieht sich seine Karte an und merkt sich die Farbe. Der Mitarbeitende sammelt die Karten ein. Deckt aber nacheinander die oberste Karte auf und nennt laut die angezeigte Farbe.

Wer diese genannte Farbe auf seiner Karte hatte, rückt einen Platz nach links weiter. Entweder landet er auf dem Schoß des Nachbarn oder auf einem freien Stuhl. Wenn Spieler aufeinandersitzen, darf nur der oberste Spieler weiterrücken. Sieger ist der, der zuerst wieder auf seinem Stuhl sitzt.

 

Wer sammelt den höchsten Betrag?

Man benötigt ein Tuch und möglichst viele Münzen unterschiedlichster Währungen.

Die Münzen werden auf einer Fläche ausgebreitet und mit einem Tuch abgedeckt. Reihum darf ein Kind unter das Tuch greifen und eine Münze herausnehmen. Es ist am besten, die Münze gut in der Hand zu verwahren, ohne sie genau anzusehen.

Nach einer gewissen Anzahl an vereinbarten Runden oder wenn alle Münzen gezogen wurden, darf jedes Kind den Wert seiner Münzen zusammenzählen. Wer kommt auf den höchsten Betrag?

Wobei es beim Zählen nur um den angeschriebenen Wert geht und nicht um den Stellenwert der Währungseinheit (am Beispiel von Euro und Cent; 10 Cent sind ja weniger wert als 1 Euro).

Interessanter Nebeneffekt ist das Begutachten der Münzen, aus welchem Land sie kommen.

Diese Themenreihe enthält Gruppenstunden zu Texten aus dem Lukasevangelium. Dazu gehören 5 Einheiten zu Geschichten in denen Jesus Menschen begegnet. Außerdem sind noch 6 Bausteine zu Gleichnissen enthalten. Die Texte stammen aus JUMAT 2/18 und 3/18.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Die neunte Direktwahl zum Europäischen Parlament (kurz Europawahlen) fand am 26. Mai 2019 statt. Der 64. Eurovision Song Contest fand vom 14. bis 18. Mai 2019 im Internationalen Kongresszentrum in Tel Aviv statt. 1982 wurde die 17-jährige Nicole beim Eurovision Song Contest mit dem Lied „Ein bisschen Frieden“ berühmt. An vielen Orten in Europa wurde das Lied zum Gespräch-inhalt: Gibt es so etwas wie ein „bisschen“ Frieden? Ist Frieden nur Träumerei? Was kann der normale Mensch tun, damit Frieden wird? Angeregt durch das Lied war Frieden ein Thema für die Menschen. Das Thema war nicht neu, aber damals aktuell wie heute.
Auch die Bibel kennt Geschichten von Menschen die sich nach Frieden sehnen und entsprechend handeln. Die Jahreslosung aus Psalm 34,15 macht deutlich: „Gott spricht: Suche Frieden und jage ihm nach.“ Wir sind gerufen, aktiv zu werden. Wer sich traut mit seinem Lied beim ESC aufzutreten soll das tun – wem andere Wege besser liegen, ist aufgerufen dementsprechend zu handeln. Nichts zu tun ist keine Alternative.
Ich weiß meine Lieder die ändern nich‘ viel
Ich bin nur ein Mädchen das sagt was es fühlt
Allein bin ich hilflos ein Vogel im Wind
Der spürt dass der Sturm beginnt
(Das Lied ist auf Youtube zu finden unter: https://youtu.be/W9S3YMmIFdw)

Einstieg – ein Spiel zum Ankommen

Die Teilnehmenden werden in drei Gruppen aufgeteilt. Die Gruppe, die zuerst die Aufgabe gelöst hat, hat gewonnen. Sind die Gruppen nicht gleich groß, muss eine Person aus der kleinsten Gruppe oder jeweils eine Person aus den zwei kleineren Gruppen die Aufgabe zweimal lösen. Hauptsache: Jede Gruppe hat gleich viele Runden.
Jede Gruppe steht in einer Reihe, dicht hintereinander, die Füße etwas auseinander. Die Person ganz vorne schießt mit eigener Methode den Ball durch die Beine der Gruppe. Wer ganz hinten ist fängt den Ball, springt nach vorne, schießt den Ball nach hinten und stellt sich vorne in die Reihe auf. Die Gruppe darf mithelfen. Wichtige Regel: Der Ball muss zwischen den Beinen jeder Person durchgehen. Klappt das nicht, kommt der Ball wieder nach vorne und die Person versucht es nochmal.
Reflexion zum Einstiegsspiel:
Die Gruppe steht im Kreis. Zehn Fragen werden gestellt. Wer dazu keine Meinung hat, bleibt stehen. Wer mit „Nein“ oder „Nicht einverstanden“ antworten will, geht ein Schritt nach hinten. Wer mit „Ja“ oder „Einverstanden“ antworten will, geht ein Schritt nach vorne. Wurde eine Frage beantwortet, gehen alle wider zur Ausgangsposition im Kreis zurück.
1. Mein Team hat gewonnen.
2. Das Spiel war fair.
3. Das Spiel war lustig.
4. Ich möchte das Spiel nochmal spielen.
5. Solche Spiele sind kindisch und gehören nicht in unsere Jugendgruppe.
6. Ich finde, alle haben gut mitgemacht.
7. Dieses Spiel ist nur für Jungs.
8. Ich könnte mir gut vorstellen, mit meiner Klasse dieses Spiel zu spielen.
9. Ich kenne ein anderes Spiel. Das möchte ich mit unserer Gruppe spielen.
10. Ich möchte noch was sagen.
TIPP: Je nach Gruppe (und Zeit) kann es interessant sein, den Teilnehmenden die Möglichkeit anzubieten, ihre Antwort zu erklären und nicht nur bei Frage 10 etwas zu sagen.

Die Themen des Tages und ich

An einer Wand im Gruppenraum wird ein A3-Zettel mit den Worten: „JA – Einverstanden“ angebracht. An der gegenüberliegenden Wand wiederum ein Zettel mit den Worten: „Nein – Nicht einverstanden“. Der Gruppe wird erklärt, dass anders als im vorigen Spiel niemand in der Mitte stehen bleiben kann. Auf jede Frage muss jeder Jugendliche sich für eine Richtung entscheiden. Ob mit einem kleinen Schritt, mehreren Schritten oder ganz bis zu der einen oder anderen Wand, bleibt der Person überlassen. Nachdem alle ihre Position zur Frage eingenommen haben, können Interessierte sich mit kurzen Statements zu Wort melden. Eine Diskussion ist aber (noch) nicht vorgesehen. Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter steht erhöht in der Mitte des Raumes und stellt die Fragen. Vor jeder Fragestellung stellt sich die Gruppe wieder in die Mitte des Raumes.
1. Ich bin Europäer / Europäerin.
2. Für mich ist Europa viel größer als nur die Europäische Union.
3. Wenn ich alt genug bin / weil ich alt genug bin, werde ich an den Europawahlen teilnehmen.
4. Für mich ist Europa wie eine Festung, die Flüchtlinge und viele andere Menschen die hierher umziehen wollen, fernhält.
5. Ich finde, die Grenzen von Europa müssen besser geschützt werden, damit kein Mensch ohne Erlaubnis einreisen kann.
6. Ich finde es gut, dass die Europäische Union junge Menschen unterstützt, damit sie im Ausland Freiwilligendienst machen oder im Ausland studieren können.
7. Die Menschen in Europa können sehr wenig mitentscheiden, alles wird von den Bürokraten in Brüssel entschieden.
8. Ich beneide die Bewohner vom Vereinigten Königreich. Sie haben sich den Brexit getraut. Das sollten wir auch machen.
9. Ich würde lieber beim Eurovision Song Contest auftreten als mich in der Europapolitik zu engagieren.
10. Ich fände es toll, wenn unsere Jugendgruppe im Rahmen von Erasmus+ ein Jugendaustauschprojekt mit einer anderen Jugendgruppe in Europa durchführen würde.

Vertiefung der Tagesthemen

Mitarbeitende sollten im Vorfeld entscheiden, ob Variante A oder B besser für die Gruppe geeignet ist.
Variante A (wenig Zeit, nicht intensiv): Jede Kleingruppe erhält die Liste mit den 10 Fragen und hat die Aufgabe, sich darauf zu einigen, welche Frage die einheitlichste Antwort in der Kleingruppe hat und welche Frage die meist umstrittene in der Kleingruppe ist. Dazu gehen sie die Fragen kurz durch und zählen, wer auf welcher Seite vorhin gestanden hat. Anhand dieser Statistik kommen sie zu einer Antwort.
Variante B (mehr Zeit, intensiver): Jede Kleingruppe erhält die Liste mit den 10 Fragen und geht die Fragen durch, um herauszufinden bei welchen 3 bis 5 Fragen die extremsten unterschiedlichsten Meinungen in der Kleingruppe zu finden sind. Anschließend stellen die Kleingruppen ihre Ergebnisse der Gesamtgruppe vor.
In einem vierminütigen Video, das auf Youtube zu finden ist, erklärt die Gruppe „explainity“ ihre Sicht auf die Europäische Union und erläutert einige der Vor- und Nachteile der großen Institution. (https://www.youtube.com/watch?v=pQHUOTCRv3E&vl=de)

Bewegtes Quiz

Kopiervorlagen müssen auf verschiedenfarbiges Papier ausgedruckt und ausgeschnitten werden. Für jede Person ein Stift. Verkleidung für die Schiedsrichter. Jeder Schiedsrichter / jede Schiedsrichterin braucht eine Trillerpfeife, einen Tacker, genügend Tackernadeln und Antworten auf 10 Fragen. In vier Ecken des Raumes stehen die Schiedsrichter (ausgewählte Teilnehmende oder Mitarbeitende, Verkleidung nicht vergessen: sie sollen gut sichtbar sein). Jeder von ihnen hat eine Liste mit 10 Fragen und den dazugehörigen Antworten. Die Fragen (aber nicht die Antworten) sind nummeriert.
Alternative: Anstatt das bewegte Quiz mit 40 Fragen und vier Schiedsrichtern zu spielen, kann viermal hintereinander gespielt werden mit 10 Fragen und entsprechend kleinerer Gruppe!
Zur Vorbereitung wurden alle Fragen auf helles Papier und alle Antworten auf dunkles Papier kopiert und ausgeschnitten. Auf dem Tisch liegen nun zwei Stapel. Stapel A: Alle Fragen in richtiger Reihenfolge. Stapel B: In gleicher Reihenfolge wie A, aber die sieben ersten Antworten sind unten im Stapel.Wenn die Schiedsrichter ihre Plätze in den vier Ecken gefunden haben, wird das Spiel erklärt.
Alle Teilnehmenden stellen sich in einer Linie vor den Tisch und nehmen dann gleichzeitig von den zwei Stapeln jeweils eine Karte. Jeder schreibt auf die unbedruckten Seiten der beiden Karten seinen Namen. Übrige Fragen und Antworten werden im Raum verteilt. Nun fängt das Spiel an. Vorher dürfen sich die Teilnehmenden nicht über den Inhalt ihrer Karten austauschen. Das Ziel ist es, so schnell wie möglich die richtigen Fragen auf alle Antworten zu finden. Nur Schiedsrichter können darüber urteilen, ob die richtige Antwort gefunden wurde.
Am Anfang sucht jede Person nach einer Antwort auf die Frage eines hellen Zettels und antwortet gleichzeitig auf Anfragen von Anderen, ob er/sie die richtige Antwort zu der Frage auf dem dunklen Zettel hat. Finden sich zwei, müssen sie in die passende Schiedsrichterecke gehen. Solange eine Gruppe auf die Auswertung aus einer Schiedsrichterecke wartet, darf diese Gruppe nicht von anderen gestört werden. In der Schiedsrichterecke wird die richtige Frage zur richtigen Antwort (falls mitgebracht) angeheftet. Die zwei Personen, die ihre Antwort mit der passenden Frage verbunden haben, begeben sich nun als Zweiergruppe ge-meinsam auf die Suche nach Fragen und Antworten. Werden ihre Fragen/An-worten an weitere Fragen/Antworten angeheftet, wächst die Gruppe. Hat eine Gruppe keine Frage oder keine Antwort mehr übrig, darf sie neue Karten aus den herumliegenden Karten nehmen und weiter geht’s!
Beispiel: Caro und Lea sind nun eine Zweiergruppe, weil sie in der Schiedsrichterecke waren und die Fragekarte von Caro wurde mit der Antwortkarte von Lea zusammengetackert. Das gleiche gilt für Paul und Simon. Nun entdecken Simon und Lea, dass sie zwei Karten haben, die zusammenpassen. Dann gehen ALLE VIER in die passende Schiedsrichterecke (dürfen so lange nicht gestört werden) und lassen das bestätigen. Nun sind sie eine Vierergruppe. Findet nun Caro eine Frage die auf ihre Antwortkarte passt, kommt die Person (oder Gruppe) zu der Vierergruppe dazu. Die Schiedsrichter markieren bereits beantwortete Fragen. Wurden alle 10 Fragen aus ihrer Liste beantwortet, blasen sie in ihre Trillerpfeife. Das Spiel endet, wenn alle 40 Fragen beantwortet wurden.
Auswertung Quiz: Alle werden gebeten, das bewegte Quiz zu bewerten. Wer es super gut fand, malt seine Hand komplett grün an und gibt mit einem Händedruck auf dem Plakat seine Stimme ab. Wer das bewegte Quiz komplett doof fand, stimmt mit einer roten Hand ab. Dazwischen sind alle Variationen möglich – Kreativität ist gefragt. Wenn alle Hände ihre Spuren auf dem Plakat hinterlassen haben, können Teilnehmende, die es wünschen, Stellung zu ihrer Stimme vor der Gruppe nehmen.
Vorschlag: Alle Fragen mit Antworten werden auf ein Plakat geklebt und im Gruppenraum – neben dem Plakat mit den Händen – aufgehängt.

Zusatz – Politische Bildung

Am Ende vom bewegten Quiz sind unterschiedlich große Gruppen entstanden, vielleicht nur eine oder zwei. Dieser Prozess kann ein Anlass sein, um über die Entstehungsprozesse hinter „Mehrheiten“ zu reflektieren. (http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/das-junge-politik-lexikon/161401/mehrheit)
Unsere Fragen: In einem kurzen Youtube-Spot fragt sich die Schauspielerin Anna Julia Kapfelsberger (momentan in „Bettys Diagnose“ zu sehen): „Wäre ich ohne Europa überhaupt auf der Welt?“ – https://youtu.be/KUyYwMdR8ic Anschließend werden alle Teilnehmenden eingeladen, ihre Fragen zu Europa auf die Plakate zu schreiben, die für sie jetzt nach der Gruppenstunde wichtig sind.

Kurzer Impuls zur Jahreslosung:

Schalom (Friede) ist ein Geschenk des lebendigen Gottes. Das SUCHEN und ihm NACHJAGEN ist unsere Aufgabe. Ein Menschenleben reicht nicht dazu, ein Mensch allein kann auch wenig bewegen. Als Gemeinschaft von Christinnen und Christen können wir einen Beitrag leisten. Solche Beiträge können Fürbitten im Jugendkreis sein, praktische Hilfen für Menschen in Not, deutliche Worte gegen Mobbing. Wenn wir das Verlangen spüren, den Frieden zu suchen, wenn wir ihm emotional nachjagen, merken wir: Unser Herz schlägt für den Frieden.
TIPP: Gemeinsam ein Lied zur Jahreslosung singen. Material, weitere Impulse zur Jahreslosung und das Video findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=p71wbt19diEhttps://jahreslosung.net/frieden-finden-das-lied-zur-jahreslosung-2019

Weitere Ideen und Informationen im Internet:
Europa braucht uns – wir brauchen Europa – ein Positionspapier des Deutschen Bundesjugendrings: www.dbjr.de/artikel/europa-braucht-uns-wir-brauchen-europa
Die offizielle Homepage des ESC: www.eurovision.de
Alles rund um die Europawahlen: www.diesmalwaehleich.eu
Das tut die EU für mich: what-europe-does-for-me.eu/de/portal
Die Simpleshow erklärt die Institutionen der Europäischen Union: https://www.youtube.com/watch?v=Qg2mex0Cb4s
Simulationsspiele zur Einwanderungs- und Asylpolitik – Ein Angebot des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in München: europarl.europa.eu/germany/de/jugend-schulen/simulationsspiele-für-schülerinnen-und-schüler
Teaser-video auf Englisch „What has Europe ever done for us?“ https://youtu.be/lFyywfHbj3M

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