Detektive auf den Spuren von Herrn J.

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Pfingsten verändert alles und alle (Fall 15)

Schwerpunkte

  • Wer ist der Heilige Geist?
  • Wie bekamen die Jünger den Heiligen Geist?
  • Wie ist die Kirche entstanden?
  • Gottes Geist überwindet die Angst und setzt in Bewegung

Besonderheit

Eventuell kann man eine Fahrradtour zur nächsten Kirche oder die Spurensuche in einem größeren Radius um die eigene Gemeinde mit dem Fahrrad machen. Es sollte für jede Gruppe eine Begleitperson dabei sein.

Vorbereitung

  • Ankündigung bei den Eltern, dass die Aktion eventuell länger dauert und ein Fahrrad sowie Fahrradhelm benötigt wird.
  • Bei schulischer Veranstaltung: Schriftliche Ankündigung, dass das Schulgelände verlassen wird (siehe „Hinweise zu christlichen Kindergruppen an der Schule“).
  • Klären, ob die Kirche offen ist bzw. Verantwortliche informieren, dass eine Gruppe kommt.

Situation

In einigen Bundesländern gibt es Pfingstferien. Doch warum gibt es diese Ferien oder Feiertage in Deutschland eigentlich? Der Grund dafür ist nur wenigen Menschen bewusst. Dabei gäbe es ohne Pfingsten keine Kirche und für uns wäre Jesus vielleicht nur eine geschichtliche Person wie Julius Cäsar. Die Jünger jedenfalls wären nach Tod und Himmelfahrt Jesu ängstlich in ihren Häusern geblieben und hätten traurig an Jesus gedacht. Pfingsten veränderte sie völlig, machte sie mutig und kreativ, von dem weiterzusagen, was sie mit Jesus erlebt hatten. Sie bekamen etwas, das sie und auch uns in Bewegung setzt: sie wurden vom Heiligen Geist erfüllt. Dadurch konnte Jesus in ihnen wirken und sie konnten Dinge tun, zu denen sie normalerweise nicht fähig gewesen wären. Christen glauben, dass Gott uns auch heute mit seinem Geist erfüllen möchte und kann, sodass auch wir in Bewegung gesetzt werden. Doch wer oder was ist der Heilige Geist?

Wortbedeutung „Heiliger Geist“

  • Hebräisch: ruach
  • Griechisch: pneuma
  • Lateinisch: Spiritus = (wehender) Wind und Lebenshauch (Atem)

Eigenschaften und Aufgaben des Heiligen Geistes

  • Der Heilige Geist ist weder zeit- noch ortsgebunden (Joh 3,8).
  • Der Geist Gottes ist von Gottes schöpferischem, ordnendem Willen bestimmt. Er wirkt dem zerstörenden Chaos entgegen. Von ihm geht alles Leben in der Schöpfung aus (1. Mose 1,2; Psalm 104,29 f.).
  • Eine seiner Aufgaben ist es, den Nachfolgern Jesu in allen Situationen beizustehen. Der Heilige Geist vergibt, tröstet und mahnt die Nachfolger Jesu (Joh 14,16.17). Er leitet die Nachfolger Jesu (Joh 16,7.13). Er hilft beim Beten, wenn die Worte fehlen (Röm 8,26 f.).
  • Er bewirkt, dass der Mensch den Willen Gottes tun will und auch tut (Phil 2,13; Gegenteil von Röm 7,18).

Eigenschaften, die der Heilige Geist den Menschen gibt (Gal 5,22.23; Eph 5,9.2; Tim 1,7)

  • Kraft
  • Liebe
  • Freude
  • Frieden
  • Geduld
  • Güte
  • Großzügigkeit
  • Treue
  • Freundlichkeit
  • Selbstbeherrschung
  • Gerechtigkeit
  • Wahrheit

Fähigkeiten, die der Heilige Geist gibt (1. Kor 12)

  • Weisheit
  • Glaube bzw. die Erkenntnis, dass es einen Gott gibt
  • Fähigkeit, zu heilen und Wunder zu tun
  • Wissen, was passieren wird (Prophetie)
  • Gabe zu unterscheiden, was Gott sagt und was andere Stimmen sind
  • Gabe, Weisungen von Gott zu verkünden
  • das Reden in Sprachen, die man eigentlich nicht kennt
  • die Gabe, diese Sprache, die ein anderer spricht, auszulegen

Erlebniswelt der Kinder

Schon für Erwachsene ist die Vorstellung der Dreieinigkeit sehr schwierig. Eine Hilfe auf leckere Art und Weise „Vater – Sohn – Heiliger Geist“ zu erklären, kann das Einführungsspiel (s. u.) mit Eis sein. Es stellt dar, dass es das Wasser ebenso in drei verschiedenen sichtbaren Formen gibt wie die Dreieinigkeit Gottes.

Auch der Heilige Geist ist für Erwachsene nicht so leicht vorstellbar, Kinder haben es durch ihre Fantasie und Geschichten in den Medien da leichter. Durch Experimente mit dem Atem kann man darstellen, dass es Dinge gibt, die man selbst nicht sieht, sondern nur an ihren Auswirkungen erkennen kann.

Einstieg

Lied

„Hallelu, hallelu, hallelu, halleluja, preiset den Herrn!“ in möglichst vielen Sprachen singen.

Eis mitbringen oder selbst machen

Zutaten: gefrorene (!) Früchte (z. B.: Himbeeren; im Gefrierfach zwischenlagern, damit die Früchte wirklich hart sind), Mixer oder Pürierstab, Topf, Sahne, evtl. Zucker, Eiswaffeln

Gefrorene Früchte werden im Mixer stark zerkleinert. Sofort die Stücke mit etwas Sahne oder Fruchtsaft mischen, bis alles cremig ist. Eventuell mit etwas Zucker süßen. Gleich auf die Waffeln verteilen, fertig.

Gespräch (während das Eis gegessen wird)

  • Die Sahne und der Fruchtsaft haben sich gerade ganz schön verändert – sie waren flüssig, jetzt sind sie fest. Was ist da passiert? (Die Flüssigkeit ist gefroren und fest geworden.)
  • Was würde mit dem Fruchtsaft passieren, wenn ich ihn lange kochen würde? (Er würde verdampfen.)
  • Den Fruchtsaft gibt es also in drei verschiedenen Formen? (als Flüssigkeit, als Eis, als Dampf)

Hinweis: Man kann natürlich auch ohne Eis, nur mit Wasser, die Dreieinigkeit veranschaulichen.

Christen glauben, dass es Gott in drei verschiedenen Formen gibt: als Gott Vater, Jesus und Heiliger Geist. Gott, der alles umfasst. Jesus, durch den Gott auf der Erde sichtbar war. Heiliger Geist, durch den sich Gott/Jesus heute zeigt.

Stimmen erkennen

Auf dem Schulhof oder in der Fußgängerzone werden möglichst viele Stimmen in unterschiedlichen Sprachen (z. B. mit dem Smartphone) aufgenommen. Die Kinder müssen raten, um welche Sprachen es sich handelt, denn heute geht es um Menschen, die plötzlich andere Sprachen verstehen konnten.

Witz (für ältere Kinder)

Ein junger Soldat wird von seinem Offizier vor seinen Kameraden fertig gemacht: „Ich hab gesehen, dass Sie in die Kirche gehen! Sie glauben wohl an Gott?“ Der Soldat antwortet: „Jawohl, Herr Major!“ „Da habe ich eine Frage: Sehen Sie die Steine?“ „Jawohl!“ Der Offizier fährt fort: „Sehen Sie den Himmel?“ „Jawohl!“, antwortet der Soldat. „Sehen Sie Gott?“ „Nein!“ Da triumphiert der Offizier: „Sehen Sie, dann gibt es Gott auch nicht!“ Gelassen antwortet der Soldat: „Herr Major, darf ich meine Kameraden etwas fragen?“ „Sie dürfen!“ Der Soldat wendet sich an die Kameraden: „Seht ihr den Herrn Major?“ „Jawohl!“, rufen die Kameraden. Der Soldat fährt fort: „Seht ihr seinen Verstand?“

Chefdetektiv

„Heute geht es um Dinge, die es gibt, auch wenn man sie nicht sehen kann.“

Weitere Spiele

Material: Watte oder geknäultes Taschentuch, Luftballon oder Tischtennisball, Hindernisse, Zeitungen

1. Wattepusten: Die Kinder sitzen möglichst eng um einen Tisch und versuchen durch Pusten zu verhindern, dass der Wattebausch vom Tisch fällt.
2. Mit aufgeblasenem Luftballon einen Tischtennisball über einen Parcours treiben. Welche Gruppe ist schneller?
3. Einen aufgeblasenen Luftballon nur mit Hilfe des Luftzuges von Zeitungen auf die andere Seite des Raumes transportieren.

Gespräch

  • Wer oder was hat den Wattebausch, den Tischtennisball oder den Luftballon bewegt? (der Wind bzw. der Atem)
  • Kann man Wind sehen? (nein, nur die Auswirkungen)
  • Was kann man noch nicht sehen und gibt es doch? (Liebe, Strom, Musik, Radiowellen usw.)

Fazit: Es gibt Dinge, die kann man nicht mit den Augen sehen. Man weiß nur durch ihre Auswirkungen, dass es sie gibt. Heute geht es auch um etwas, was man nicht direkt sehen kann. Man kann seine Existenz nur an den Auswirkungen erkennen.

Aktion

Hinweise zur Durchführung

Der Detektivauftrag ist lang und es werden viele Themen behandelt, deshalb kann man ihn auch auf zwei Einheiten aufteilen:

  • 1. Einheit: Klärt ab, was der Heilige Geist ist!
  • Spurensuche Teil 1 auf dem Gelände.
  • Ablauf: Eis machen, Spurensuche Teil 1, anschließend kann man basteln (s. u.)
  • 2. Einheit: Sturm geortet
  • Spurensuche Teil 2, die erzählt, wie Jesus den Heiligen Geist schickt. Es geht dann zur Kirche. Ablauf: Witz oder Wattepusten als Einstieg, Spurensuche Teil 2 mit Ziel Kirche

Das Ziel der Spurensuche ist eine Kirche oder ein kirchlicher Raum. Die konfessionelle Ausrichtung der Kirche spielt keine Rolle. Es ist gut, den Verantwortlichen der Kirche über den Besuch zu informieren. Ebenso sollten die Kinder über angemessenes Verhalten aufgeklärt werden (z. B. nicht rennen, nicht laut reden). Beim Besuch der Kirche können noch weitere Aspekte der örtlichen Begebenheit in die Spurensuche eingefügt werden (z. B. besondere Personen oder Tiere auf Bildern finden).

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Jerusalem

Material pro Gruppe

  • Lageplan oder Foto mit Kennzeichnung, wo der erste Hinweis ist
  • Tasche
  • Toilettenpapier
  • Belohnung/Schatz
  • Detektivhinweise
  • Stift

Chefdetektiv

„Es sind jetzt 50 Tage seit dem Passahfest vergangen. Heute wird das Wochenfest, also das Erntedankfest, gefeiert. Die Stadt Jerusalem ist voller Menschen, die alle hier das Fest feiern möchten. Hier ist einiges los und deshalb gibt es für uns viel zu tun:

  1. Uns liegt eine Sturmmeldung in diesem Teil von Jerusalem vor. Schaut nach, ob etwas beschädigt ist und wie es den Menschen geht!
  2. Dort in der Nähe sollen auch Betrunkene sein. Klärt ab, ob sie eine Gefahr darstellen!
  3. Auf dem Weg zu dieser Stelle findet ihr Hinweise und Zeugenaussagen, die euch helfen, den Fall aufzuklären.

Den ersten Hinweis findet ihr an dieser Stelle im Gebäude.

Jede Gruppe bekommt einen Plan oder ein Foto vom Gebäude, auf dem jeweils ein anderer Ausgangsort markiert ist. Anschließend ist aber der Weg gleich.

Detektivhinweise

1.Wind …
a. kann man sehen. Den nächste Hinweis findet ihr …
b. kann man nur an den Auswirkungen erkennen. Den nächsten Hinweis findet ihr …

2. Was kann man nicht sehen und gibt es doch? Streicht durch, was nicht stimmt! Fügt die übrigen Buchstaben zu einem Wort zusammen. Dann wisst ihr, wo der nächste Hinweis ist.
Feen (   )
Atem (   )
Trolle (   )
Musik (   )
Vampire (   )
Liebe (   )
Zombies (   )
Wind (   )
Hobbits (   )
Strom (   )
Elben (   )
Radiowellen (   )
Vertrauen (   )

Sucht beim 

3. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Geist“ (hebräisch: ruach, griechisch: pneuma, lateinisch: Spiritus) ist …
a. (wehender) Wind oder „Lebenshauch“ (Atem). Geht zu …
b. Geruch oder Reifen. Geht zu …

4. Der „Heilige Geist“ der Bibel ist …
a. an einen Ort gebunden. Geht zu …
b. völlig frei. Geht zu …

5. Den Heiligen Geist kann man wie den Wind …
a. sehen. Geht zu …
b. an seinen Auswirkungen erkennen. Geht zu …

6. Die Aufgabe des Heiligen Geistes ist, …
a. mit den Nachfolgern Jesu zu schimpfen. Geht zu …
b. die Nachfolger Jesu zu ermahnen und ihnen zu helfen. Geht zu ..

7. Welche Eigenschaften gibt der Heilige Geist den Menschen? Markiert die richtigen Antworten!
Mutlosigkeit (   )
Kraft (   )
Liebe (   )
Hass (   )
Freude (   )
Traurigkeit (   )
Frieden (   )
Streit (   )
Geduld (   )
Ungeduld (   )
Güte (   )
Hartherzigkeit (   )
Großzügigkeit (   )
Geiz (   )
Treue (   )
Untreue (   )
Freundlichkeit (   )
Feindschaft (   )
Selbstbeherrschung (   )
Selbstsucht (   )
Gerechtigkeit (   )
Eifersucht (   )
Wahrheit (   )
Lüge (   )
Tragt die Buchstaben der richtigen Antworten ein, dann wisst ihr, wo es weitergeht.

8. Welche Fähigkeiten gibt der Heilige Geist? Unterstreicht, was stimmt, und tragt die Buchstaben der richtigen Antworten unten ein, dann wisst ihr, wo es weitergeht.
Weisheit (   )
Orientierungslosigkeit (   )
Glaube bzw. die Erkenntnis dass es einen Gott gibt (   )
Unglaube (   )
Fähigkeit zu heilen (   )
Zerstörungswut (   )
Wunder zu tun (   )
Viel Essen und Trinken können (   )
Wissen, was passieren wird oder was Gott tun will (Prophetie) (   )
Gabe zu unterscheiden, was Gott sagt und was andere Stimmen sind (   )
Reichtum (   )
Gabe, Weisungen von Gott zu weiterzugeben (   )
Verwirrung (   )
Das Reden in Sprachen, die man eigentlich nicht kennt (   )
Die Gabe, diese Sprache, die ein anderer spricht, auszulegen (   )
Geht zu 

9. Aussage eines Mannes von der Insel Kreta: „Habt ihr auch diesen Sturm gehört? Und jetzt, ich fass es nicht, höre ich diesen Mann in meiner Muttersprache reden! Das ist doch ein einfacher Fischer vom See Genezareth, wo hat der denn Griechisch sprechen gelernt?“

9.1 Was hört der Mann?
a. eine Explosion und lautes Gekreisch (   )
b. einen Sturm und Männer, die in Griechisch reden (   )

9.2 Wurde bei dem Sturm jemand verletzt?
a. Ja (   )
b. Nein (   )

9.3 Worüber wundert sich der Mann?
a. Dass der Fischer Petrus eine Rede hält (   )
b. Dass der Fischer Petrus eine Rede hält und er ihn auf Griechisch hört (   )

Geht 

10. Aussage eines Mannes aus Rom: „Seht nur, es sieht so aus, als ob auf den Köpfen der Männer Feuerflammen wären. Dazu höre ich auch die Männer in dem Haus in meiner Muttersprache reden, ich höre sie auf Lateinisch! Ich sehe, dass meine Freunde aus anderen Ländern diese Männer auch in ihrer Heimatsprache hören! Das geht doch gar nicht!“

10.1 Was sieht der Mann?
a. Feuerflammen im Haus (   )
b. Feuerflammen auf den Köpfen, ohne die Köpfe zu verbrennen (   )

10.2 Was hört der Mann, in welcher Sprache reden sie für ihn?
a. Lateinisch (   )
b. Griechisch (   )

10.3 Worüber wundert sich der Mann?
a. Dass er die Nachfolger Jesu in seiner Muttersprache Latein reden hört, sein Nachbar aber auf Griechisch (   )
b. Dass so viele Menschen plötzlich da sind (   )

Geht 

11. Aussage eines Mannes aus Jerusalem: „Was reden die denn, sind die besoffen?“

11.1 Was denkt der Mann, was passiert ist?
a. Die Männer haben zu viel Alkohol getrunken (   )
b. Die Männer sind verrückt (   )

11.2 Stellen die Männer eine Gefahr dar?
a. Ja (   )
b. Nein (   )

Geht 

12. Aussage eines Mannes: „Hört, was dieser Petrus sagt! Er erinnert uns an den Propheten Joel! Der hat gesagt, dass Gott in den letzten Tagen seinen Geist auf alte und junge, Männer und Frauen, Sklaven und Freie ausgießen wird. Will er damit sagen, dass dieser Sturm und die Sprachen, die die Männer da plötzlich reden, eine Folge von Gottes Geist sind?“

12.1 Was ist laut anderer Zeugen richtig?
a. Der Sturm und das Reden in anderen Sprachen sind nur Einbildung. (   )
b. Der Sturm und das Reden in anderen Sprachen sind Folgen des Geistes von Gott. (   )

12.2 Was sagt Petrus?
a. Gott hat schon vor langer Zeit versprochen, seinen Geist allen Menschen zu schicken. (   )
b. Gott hat vor langer Zeit versprochen, seinen Geist nur den Männern zu schicken. (   )

Geht 

13. Frage eines Mannes: „Kann jeder diesen Geist bekommen? Wieso soll das jetzt möglich sein? Hört, was Petrus sagt: ‚Ihr kennt alle Jesus, der am Kreuz gestorben ist. Ihn hat Gott wieder lebendig gemacht. Dieser Jesus hat mit seinem Tod am Kreuz alle Strafen getragen, die eigentlich die Menschen verdient haben. Jesus sitzt nun auf der rechten Seite Gottes und hat den Geist Gottes geschickt. Jeder, der seine Sünden bereut und sich auf den Namen von Jesus Christus taufen lässt, bekommt den Heiligen Geist.‘“

13.1 Wer hat den Heiligen Geist geschickt?
a. Mose (   )
b. Joel (   )
c. Jesus (   )

13.2 Wer kann den Heiligen Geist bekommen?
a. Nur der, der immer lieb ist. (   )
b. Jeder, der seine Schuld bereut und sich auf den Namen von Jesus Christus taufen lässt. (   )
c. Nur Männer können den Heiligen Geist bekommen. (   )

Geht 

14. In der Nähe ist ein Gebäude, das es ohne Menschen, die sich von Gottes Kraft in Bewegung setzen ließen, nicht geben würde. Geht hinein. Dort findet ihr den nächsten Hinweis _______________________

15. Ohne den Heiligen Geist hätten die Jünger Jesu nicht den Mut gehabt, von Jesus weiterzusagen und dabei ihr Leben zu riskieren. Ohne den Heiligen Geist gäbe es deshalb auch in Deutschland …

a. keine Kirche. Sucht bei der Kanzel den nächsten Hinweis.
b.keine Kinder. Sucht in der ersten Bankreihe nach einem Hinweis.

16. Das Fest, das wir wegen des Heiligen Geistes feiern, heißt …
a. Fest für den Heiligen Geist – weil es um den Geist Gottes geht. Sucht einen Hinweis in der letzten Bankreihe.
b. Pfingsten – weil es 50 Tag nach Ostern stattfindet. Sucht einen Hinweis in der dritten Bankreihe von hinten.

Dort finden die Kinder den letzten Hinweis, wo sie eine Belohnung / einen Schatz finden.

Vertiefung

Gespräch

Die Kinder setzen sich in die Kirchenbank und es wird die Geschichte aus der Apostelgeschichte vorgelesen. Die Kinder können Fragen stellen.

Gebet

Lieber Herr Jesus, danke, dass du uns nicht allein lässt. Vielen Dank, dass du uns durch deinen Heiligen Geist helfen möchtest, das Richtige zu tun. Öffne uns Augen, Herz und Ohren, dass wir deine Stimme wahrnehmen und danach handeln. Amen

Bastel- und Spielideen

Spiele

Im Lärm dieser Zeit ist es schwer, Gottes Stimme zu hören.
In einer Ecke des Raumes steht ein Kind und diktiert einem anderen Kind in der gegenüberliegenden Ecke Wörter. Die Kinder dazwischen versuchen so viel Lärm zu machen, dass dies nicht gelingt. Welches Team schafft die meisten Wörter innerhalb einer bestimmten Zeit?

Experimente zum Thema Luft

Anleitungen siehe z. B. www.hausderkleinenforscher.de

Glocke basteln

Material: kleine Tontöpfchen, Acrylfarbe, Pinsel, größere Holzperlen mit Loch, dickere Kordel (muss durch das Loch der Holzperlen gehen!), Schere

Diese Bastelidee bietet eine Ausweichmöglichkeit, wenn man keinen Detektivauftrag machen kann, der zu einer Kirche führt.
Die kleinen Tontöpfchen werden angemalt. Dann nimmt man eine Kordel, macht einen Knoten und fädelt eine Perle auf. Nun wird wieder ein Knoten gemacht, ca. 1-2 cm oberhalb der Perle, sodass die Perle fixiert ist, dabei aber Spielraum hat. Nun fädelt man die Kordel so in den Tontopf ein, dass die Perle an den Tonwänden anschlagen kann und hängt alles zusammen auf. Kordel und Tontopf werden mit Knoten fixiert, sodass der Topf nicht rutschen kann. Mehrere Glocken an unterschiedlich langen Kordeln sehen sehr attraktiv aus.

TIPP: Ist das Loch im Tontopf zu groß, um die Kordel mit Knoten zu fixieren, kann man einen kleinen Stab zur Hilfe nehmen. Die Kordel anknoten und den Stab im Innern des Topfes unter dem Loch befestigen.

Geburtstagskuchen backen oder verzieren

Tortenboden mit Marmelade bestreichen, mit Erdbeeren belegen und Tortenguss überziehen. Mit 12 Kerzen für die 12 Apostel bestücken.
Alternative: Papageienkuchen backen – er ist farblich so vielfältig wie die Gaben, die der Heilige Geist gibt.
Alternative: Kastenkuchen oder Muffins fertig mitbringen und mit den Kindern mit einem mit Lebensmittelfarbe angereicherten Zitronenguss und Schokolinsen/Gummibärchen verzieren. So bunt sind die Gaben, die der Heilige Geist uns gibt.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zum Propheten Elia aus JUMAT 1/20. Sie beginnt mit der Versorgung von Elia durch den Raben (1. Könige 17) und endet mit der Geschichte von Nabots Weinberg (1. Könige 21). Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott ist überall. Er versorgt und begleitet mich. Er gibt mir Mut und neue Kraft.

Checker

Auch wenn ich mich schwach und klein fühle, glaubt Gott an mich und will mich gebrauchen.

Der Text an sich

Mit dem Kapitel 19 des 1. Königsbuches haben wir ein sehr komplexes und dadurch auch schwieriges Kapitel. Warum?

Zuallererst liegen uns drei Texte vor, auch wenn wir in unserer Bibel zwei sehen. Doch im ersten Text verbergen sich zwei. Mit den Versen 1 bis 3 wird auf das Geschehene von Kapitel 18 eingegangen. Isebel reagiert auf die Ermordung ihrer Propheten. Diese Verse schließen auch mit dem Geschehen ab, da im weiteren Verlauf nicht weiter auf die Verfolgung durch Isebel eingegangen wird. In den Versen 4 bis 18 steckt die Gottesoffenbarung und der prophetische Wortempfang. Die Verse 19 bis 21 sind der Beginn des Elisa-Kanons und machen deutlich, dass Elia nun langsam in den Hintergrund tritt und die Zeit des neuen Propheten Elisa angebrochen ist. Noch aber wird er der Diener Elias sein.

Schauen wir uns nun die Verse 1 bis 18 genauer an. Der Text steckt voller Widersprüche und Spannungen, welches erkennbar wird an dem unterschiedlichen Stil und Inhalt. Hier liegt uns also ein Text vor, der aus mehreren Teilen zusammengefügt wurde. Im Mittelpunkt steht hier ganz deutlich die Gottesoffenbarung und der prophetische Wortempfang. Zudem entdecken wir in dieser Erzählung auch ein paar Parallelen. Elias Begegnung mit Gott steht in einer sehr engen Verbindung zu Moses Gottesbegegnung. Auch wenn wir vom Berg Horeb sprechen, handelt es sich um den Berg Sinai. Es ist ein und derselbe Gottesberg, an dem sich Gott ihnen offenbarte und mit ihnen sprach. Beide wurden sie von Gott beauftragt, den Bund Gottes mit seinem Volk, nachdem Naturgottheiten und Götzenkulte dominierten, wiederherzustellen. Auch versteckt sich Elia in der Höhle – bei Mose war es der Felsspalt, in dem er sich vor Gottes Angesicht verbarg. Und wie Gott bei Mose vorüberzieht, zieht er auch an Elia vorüber.

Auf so unterschiedliche Weise erfahren wir von Gottes Handeln. Meist verbinden wir es mit den Naturerscheinungen, und das nicht oft im Guten. Doch dieser Text zeigt, dass sich Gott in so vielem finden lässt und die Reaktion Elias zeigt, dass er sich Gottes fürsorglicher Nähe sicher ist. Gott bewies ihm das nicht nur hier am Berg, sondern auch bei der Speisung in der Wüste, bei der Witwe in Sarepta und bei der Versorgung am Bach Krit.

Der Text für mich

Wir möchten sie alle irgendwann hören, die Stimme Gottes. Doch nicht jeder von uns hat sie schon mal bewusst erlebt. Hinhören, hinsehen, still werden, zur Ruhe kommen. Wir stellen fest: Das Brot wächst vor unserer Nase. Das Wasser fließt an uns vorüber. Gott versorgt. Vögel zwitschern, Blätter flüstern, Wind rauscht. Gott spricht.

„Du wirst gebraucht.“ Das hat er zu mir gesagt und sagt er zu jedem Einzelnen von uns. Wie oft fühlen wir uns schwach, werden den Erwartungen nicht gerecht. Wir geben auf und wollen nicht beenden, was wir angefangen haben. Gott aber glaubt an uns. Er sagt: „Du wirst gebraucht!“ Er beauftragt uns von Neuem und begleitet uns auf unseren Wegen. Seine Begegnungen mit uns sind unterschiedlich, aber er wiederholt sie immer wieder.

Dieser Text macht deutlich: Er sieht und hört mich. Er nimmt mich ernst, er weiß, was in mir steckt – mehr als ich erahne. Zu keinem Zeitpunkt bleibt er an meinem Zweifel, am Zweifel anderer stehen. Er spricht mit mir und zeigt mir, was mit ihm noch alles möglich ist.

Der Text für dich

Starter

„Ich will doch nur helfen!“ So die Worte, wenn Kinder weggeschickt werden, weil sie ungeschickt, zu klein oder zu schwach sind. Wir alle haben das schon aus unserer Kindheit erlebt. Nichts ausrichten zu dürfen, frustriert und enttäuscht. In diesem Moment fühlt man sich allein. An wen sich wenden, wenn keiner da ist und einem zuhört, oder vielleicht doch? Wie kann ich jemandem etwas sagen, den ich nicht kenne? Wie kann ich jemanden hören, von dem ich kaum etwas weiß?
Die Kinder erfahren in der Erzählung eine Möglichkeit, worin sich Gott befindet und wie er uns begegnen kann. Gemeinsam sollten weitere Möglichkeiten entdeckt werden, wo Gott den Kindern begegnet und wie er sie, so wie sie sind, gebrauchen kann.

Checker

Ähnlich wie den Startern wird es auch den Checkern ergehen. Vielleicht werden sie schon ihre ersten Erfahrungen und Gottesbegegnungen gemacht haben. Und wenn nicht, können sie dennoch eher Erzählungen anderer nachvollziehen und sie mit der Erzählung Elias in Verbindung setzen. Vielleicht aber haben sie schon ganz unbewusst eine Versorgung und Begegnung mit Gott erlebt, die ihnen erst durch die Erzählung von Elia am Horeb bewusst wird. Sie sollen erkennen, dass Gott immer da ist und sie mit dem versorgt und ausrüstet, was sie brauchen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Feuer – Wasser – Sturm

Dieses ist ein sehr beliebtes und bekanntes Spiel. Aufgrund der Erzählung sollte es um zwei Begriffe erweitert werden. Erdbeben und Stille.
Bei jedem Wort müssen die Kinder eine bestimmte Bewegung bzw. Handlung ausführen. Feuer – in die Hocke gehen. Wasser – auf etwas draufsteigen. Sturm – sich flach auf den Bauch legen. Erdbeben – sich in einem Türrahmen stellen oder unter etwas drunterkriechen. Stille – stehen bleiben, schweigen und hören. Hier kann am Ende des Spiels auch gefragt werden, was die Kinder in der Stille wahrgenommen haben. Bei vielen Kindern kann immer einer ausscheiden und bei wenigen Kindern sollten diese versuchen, so wenig Punkte wie möglich zu sammeln.

Idee 2: Der nicht so einfache Obstsalat

Der Spielleiter gibt an, Hilfe beim Erstellen eines Obstsalates zu brauchen. Aber das ist nicht so einfach, da jedes Kind ein anderes Handicap hat. Manche können nichts sehen, manche nur eine Hand benutzen. Sicherlich ist nach Gruppe und Alter mehr möglich. Wichtig ist, dass jedes Kind in die Arbeit mit eingebunden sein muss. Hier soll zum einen die Hinführung darin bestehen, dass die Kinder erkennen, dass sie gebraucht werden, egal wie gut sie mithelfen können. Aber auch manche Frustrationen werden offenbart, wenn manche merken, dass sie etwas doch nicht so gut hinbekommen. Dies ist auch schon eine sehr gute Emotion für die Erzählung.

Hinweis: Die Kinder, die Messer benutzen, bitte gut im Blick behalten oder Obst nehmen, das nicht geschnitten werden muss.

Am Ende der Stunde sollte der Obstsalat natürlich auch gegessen werden.

Verkündigung

Erzählung unter Einbeziehung der Kinder

Die ersten Verse werden nacherzählt. Eventuell sollte hier noch mal ein kurzer Rückblick geschehen, in dem die Kinder erzählen, was sie aus der vergangenen Stunde noch wissen. So ist der Anschluss wiedergegeben, auch für diejenigen die zuvor nicht da waren.

Ab dem Zeitpunkt, bei dem sich Elia unter den Ginsterbusch legt, kann ein Kind gewählt werden, das den Elia spielt und sich in die Mitte der Runde setzt. Durch die wörtlich vorgelesene Rede kann das Kind einen traurigen, enttäuschten und frustrierten Elia spielen. „Es reicht, Gott! Ich will nicht mehr! Ich kann das nicht! Hier bleibe ich! Nimm mein Leben! Denn ich bin nicht besser und nicht stärker als meine Vorgänger!“ Hier können bereits die anderen Kinder eingesetzt werden und die einzelnen Sätze vorlesen.

Das Elia-Kind legt sich schlafen und schließt die Augen. Schnell wird leise von zwei Kindern Brot und Wasser in die Nähe seines Kopfes gestellt. Ein anderes Kind bekommt eine Feder und streichelt dem Elia-Kind damit sanft über die Arme und das Gesicht und spricht dabei die Worte: „Steh auf und iss!“ Nun steht das Kind auf. Der Korb und der Krug werden von den anderen Kindern entgegengenommen. Das Elia-Kind schläft wieder ein. Dasselbe geschieht wie zuvor. Krug und Korb werden leise und vorsichtig zum Kopf des Elia-Kindes gelegt und es wird geweckt. Nach dem „Steh auf und iss“, rufen die Kinder gemeinsam: „Dein Weg ist noch weit!“

Ab hier wird die Geschichte weiter bis zur Höhle und bis zur Gottesbegegnung erzählt. Das Elia-Kind soll nun erneut die Augen schließen und in den folgenden Aktionen Gott erkennen. Sobald es meint, Gott zu erkennen, soll es aufstehen. Dies kann so lange wiederholt werden bis das Kind sich sicher ist. Wichtig ist: Es sollte erst einmal alles erlebt haben, bevor es bei einem erneuten Durchlauf reagieren kann.
Sturmwind: Mit Tüchern und Pfeifgeräuschen soll der Sturm imitiert werden.

Erdbeben: Das Kind soll umhergestoßen werden.

Feuer: Alle rücken dem Elia-Kind so nahe, dass es das spürt und es fast unangenehm wird.

Windstille: Das Kind wird sanft mit der Feder berührt.

An dieser Stelle sollte das Kind spüren, dass dies Gott ist und aufstehen.

Gemeinsam wird die Geschichte bis zu der neuen Beauftragung und der Begegnung Elisas erzählt. Den Kindern soll bewusst gemacht werden, dass Elia nun einem Kind den Mantel überwirft. Gemeinsam sollen sie überlegen, wie dies geschehen kann. Antwort: Sanft und geduldig in der darauffolgenden Begegnung, so wie sich Gott Elia offenbart hat.

Tipp! Was passiert, wenn das Kind sich nicht entscheiden kann und es den Mantel mehreren oder allen überwerfen will? Super – wir sind alle berufen, erwählt und von Gott gebraucht!

Die andere Idee

Die Klang- und Bewegungsgeschichte

Die Kinder gestalten die Geschichte selber. Verschiedene Materialien und Instrumente werden mit eingebracht.

Dabei kann der erste Teil der Erzählung auch weggelassen werden oder es kann erzählt werden, weshalb es Elia so schlecht geht. Der Erzähler ist gleichzeitig Elia oder ein weiterer Mitarbeiter, der die Kinder immer wieder ins Geschehen mit einbindet. Mit welchem Gefühl, welcher Körperhaltung geht Elia in der Wüste? Wie könnte Elia geweckt worden sein? Welche Geräusche und Bewegungen könnten die Naturgewalten Sturm, Erdbeben, Feuer und den Windhauch darstellen? Wie geht Elia seinem neuen Auftrag entgegen? Sofern es Elia nicht selbst betrifft, sind es die Kinder, welche für die verschiedensten Geräusche und Aktionen sorgen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Auf dem Tisch liegen durcheinandergewürfelt Gegenstände, die während der Geschichte verwendet wurden. Jedes Kind darf sich einen Gegenstand nehmen. Dann stellen oder setzen sich die Kinder in die Reihenfolge, in der die Gegenstände ihrer Meinung nach in der Geschichte erwähnt wurden. Entweder muss das Kind, welches übrig bleibt, erzählen, was es mit „seinem“ Gegenstand auf sich hat, oder der Gruppenleiter geht zu jedem Kind und lässt sich den Teil, für den der Gegenstand steht, erzählen. Je mehr Gegenstände es gibt, umso weniger wird das Kind erzählen und umgekehrt.

Gespräch

An dieser Stelle kann man die Kinder nach ihrer Meinung fragen, wo man Gott finden kann oder ob sie schon eigene Erfahrungen und Begegnungen gesammelt haben. Es können Fragekärtchen erstellt werden. Dies macht es leichter über etwas zu reden, das für Starter wie auch für Checker nicht unbedingt sofort greifbar ist. Einer zieht eine Frage, und alle müssen sie beantworten. Ebenso können die Kinder eigene Fragen formulieren. So wird sichtbar, ob die Kinder alles verstanden haben bzw. ob sie mit der Erzählung mitgehen oder sich damit identifizieren können.

Merkvers

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Jesaja 41,10 Luther 17

Idealerweise sollte der gesamte Vers gelesen werden, damit die Kinder verstehen, dass dieser einzelne Satz nicht nur für den ganzen Bibelvers spricht, sondern für die ganze Erzählung und in unser Leben. „Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand!“ (GNÜ).
Hier wäre die Möglichkeit, die Erzählung noch mal zu lesen und immer an passenden Stellen diesen einen Satz gemeinsam laut und kraftvoll auszurufen. Dies sorgt nicht nur für ein wunderbares Gemeinschaftsgefühl, sondern auch für die innere Stärkung der Kinder.

Gebet

Im Gebet können die Kinder um etwas bitten, bei dem sie merken, dass sie sich unsicher und schwach fühlen. Nachdem ein Kind zu Ende gebetet hat, rufen die anderen ihm den Merkvers zu: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir!“ Dieser Zuspruch bestärkt und ermutigt das Kind mit dem Wissen, dass es nicht allein ist.

Kreatives

Die Kinder malen ihre eigenen Hände oder Füße auf, schneiden diese aus und malen sie bunt an. Am Schluss schreiben sie den Merkvers darauf.

Spielerisches

Verbreiten der guten Nachricht oder einfach nur Stille Post

Die Kinder sitzen im Kreis und eines der Kinder flüstert dem anderen etwas ins Ohr. Diese Nachricht wird so lange weitergegeben, bis auch der Letzte die Nachricht erhält und diese dann laut ausspricht. Man kann den Schwierigkeitsgrad erhöhen indem sich jedes Kind überlegt, was ihm an dem Kind, welches die Botschaft als letztes erhält, gefällt bzw. was dieses gut kann. Sollte die Nachricht nicht richtig ankommen, ist es schön, diese vom Verkünder der Nachricht noch mal deutlich zu hören. So ist es auch zwischen Gott und Elia gewesen. – Elia musste genau hinhören.

Rätselhaftes

Anhand von Geräuschen, die in der Geschichte verwendet wurden, müssen die Kinder erraten, um was es sich aus der Geschichte handeln könnte, z. B. Sand kneten – Elia geht durch die Wüste. Windspiel – der Engel berührt Elia oder die leise Windstille. Regenmacher – der Sturmwind …

(T)Extras

Lieder

  • Schweige und Höre
  • Ich sitze oder stehe
  • Vor mir, hinter mir
  • Komm mit schlag ein, ich lad dich ein
  • Vom Anfang bis zum Ende

Spiele

Hör-Memo

Die Kinder sitzen im Kreis und ein Kind steht mit verbundenen Augen in der Mitte. Auf ein Zeichen hin schlagen vier Kinder gleichzeitig ihr Instrument an, wobei es zwei gleiche Instrumente geben muss (z. B. zwei Rasseln, eine Triangel, ein Tamburin). Das Kind mit den verbundenen Augen muss nun erraten, welches Instrument doppelt ist oder wo sich die Instrumente befinden.  Der Schwierigkeitsgrad sollte entsprechend der Möglichkeiten der Kinder gewählt werden.

Aktionen

Die Kinder hören das Lied: Mut – von Alexa Feeser. Gerne kann dazu der Text zum Mitlesen ausgedruckt werden. Gemeinsam wird darüber gesprochen, was der Text ausdrückt. Jedes Kind überlegt nun, wofür es in der nächsten Zeit Mut braucht, um sich der Herausforderung zu stellen und erzählt es der Gruppe. Gemeinsam kann ein Tag festgelegt werden, an dem sie alle von ihren Erfahrungen berichten. Gut wäre es daher aufzuschreiben, wofür das Kind Mut braucht und dies in eine Box zu legen.
Sobald der Tag gekommen ist, werden die Zettel gezogen und jedes Kind berichtet von seinen Erfahrungen. Am Ende beider Aktionen können sich die Kinder an den Händen halten und sich ihren Merkvers zur Ermutigung und Bekräftigung zusprechen.

Lied Mut – Alexa Feeser: https://www.youtube.com/watch?v=pbPsAnlIY-4

Text Mut – Alexa Feeser: https://genius.com/Alexa-feser-mut-lyrics

Ein Familiengottesdienst zu Kaleb

Ziel

Das Volk Israel hat schon sehr oft das Eingreifen Gottes und seine Hilfe erlebt. Kaleb dachte daran und vertraute Gott. Den Teilnehmern soll Mut gemacht werden, Gott ganz zu vertrauen. Auch wenn man voll Angst in die Zukunft schaut, lässt er keinen allein.

Bibeltext

4. Mose 13,17 – 14,31

Grundlegendes zum Bibeltext
Die Israeliten erreichten, nachdem sie vom Berg der Gebote weggezogen waren, die Grenze zum Land Kanaan, die Oase Kadesch. Unter den Kundschaftern waren auch Kaleb für den Stamm Juda und Josua für den Stamm Ephraim. Im Gegensatz zu Josua stammte Kaleb vom Stamm der Kenasiter, die zur Zeit Abrahams in Kanaan lebten. Er war mit seiner Familie aus Überzeugung beim Auszug aus Ägypten mitgezogen. Die beiden Männer stellten sich bei der Rückkehr der Kundschafter gegen ihre Brüder. Gott belohnt es, wenn man sich auf seine Seite stellt. Er segnete Kaleb mit einem langen Leben und mit Landbesitz.

Einladung

Auf der Rückseite der Einladung, die in der Form der Landkarte Israels gestaltet wird, ist ein Rätsel abgedruckt, dass ausgefüllt mitgebracht werden soll.

Auflösung des Rätsels
Lösungswort: GEHORSAM ,Gott, Eva, Honig, Opa, Rom, Sinai, Adam, Mose

Ablauf des Gottesdienstes

Einführung
Auf einer langen schweren Bergtour freut man sich auf die Ankunft in der Hütte oder das Bad im Hotel. Auf dem Weg in den Urlaub ans Meer, vor allem wenn man im Stau steht, freut man sich auf das Baden und den Strand.
Je beschwerlicher die Reise ist, desto mehr sehnt man das Ziel herbei. Israel war unterwegs aus Ägypten nach Kanaan, also auf dem Heimweg. Das Volk war unterwegs von der Sklaverei in die Freiheit. Aber nach 400 Jahren Abwesenheit ist es gut, erst einmal Kundschafter loszuschicken und das Gelände zu sondieren.

Anspiel: Auszug der Kundschafter
Vier Kundschafter und Kaleb stehen vor Mose. Bevor sie Mose losschickt sagt er zu ihnen (4. Mose 13,17-20):
Mose: Nehmt den Weg durch die Wüste Negev und geht ins Gebirge hinauf! Seht euch das Land an und die Menschen, die dort leben. Findet heraus, ob sie stark oder schwach sind, zahlreich oder wenig, ob sie in ungeschützten Siedlungen oder in befestigten Städten wohnen. Seht, ob das Land gut oder schlecht ist, fruchtbar oder karg und ob es dort Bäume gibt. Habt keine Angst! Und bringt uns etwas von den Früchten mit, die dort wachsen. – Die Männer gehen los.

Bilder
Es werden einige Bilder von Israel gezeigt, um einen kleinen Eindruck von dem Land zu zeigen.

Gemeinsames Lied
Du gibst das Leben (aus: Jesus unsere Freude, Nr. 383)

Anspiel: Rückkehr der Kundschafter (4.Mose 13,27 – 14, 9)
Vier Kundschafter (1.-4. K.) und Kaleb kommen zurück. Sie treten vor Mose, um aus dem Land zu berichten. Die Männer tragen Früchte in den Händen oder in einem Korb. Einige Israeliten (1.-3. I.) stehen dabei und hören sich den Bericht an.
1. K: Wir sind in dem Land gewesen, in das du uns geschickt hast. Du hattest recht, dort fließen Milch und Honig. Sieh dir nur die Früchte an!
2. K.: Allerdings leben mächtige Völker dort und ihre Städte sind gewaltige Festungen. Wir haben Anakiter gesehen.
3. K.: In der Wüste Negev siedeln die Amalekiter, im Gebirge die Hetiter, Jebusiter und Amoriter. Außerdem wohnen am Mittelmeer und am Jordan die Kanaaniter.
Kaleb: Wir sind stark genug, das Land zu erobern. Wir müssen nur losziehen und es in Besitz nehmen!
4. K.: Gegen diese Völker können wir auf keinen Fall antreten. Sie sind viel stärker als wir.
2. K.: Wir haben das Land durchzogen, wir wissen, wie es dort aussieht. Glaubt uns, dort herrschen Mord und Todschlag!
3. K.: Alle Menschen, die wir gesehen haben sind groß und kräftig. Die Anakiter, die wir getroffen haben, sind Riesen. In deren Augen waren wir klein wie Heuschrecken und so haben wir uns auch gefühlt!
1. I.: Wären wir doch in Ägypten oder hier in der Wüste gestorben!
2. I.: Warum bringt uns der Herr in solch ein Land? Damit man uns tötet und unsere Frauen und Kinder als Gefangene verschleppt? Lieber kehren wir nach Ägypten zurück!
3. I.: Lasst uns einen neuen Anführer wählen und zurück nach Ägypten gehen!
Mose wirft sich vor dem versammelten Volk zu Boden.
Kaleb zerreißt sein Kleid und ruft sehr laut.
Kaleb: Das Land, das wir erkundet haben, ist sehr gut! Dort gibt es alles im Überfluss! Wenn der Herr Gefallen an uns hat, wird er uns dorthin bringen und uns das Land schenken. Lehnt euch nicht gegen ihn auf! Ihr müsst keine Angst vor den Leuten dort haben. Wir werden sie leicht überwältigen, denn sie haben keinen Schutz mehr. Ihr braucht euch nicht vor ihnen zu fürchten, der Herr ist auf unserer Seite!

Predigt

Auf der einen Seite standen vier Männer, die auf Gott vertrauten: Mose, Aaron, Josua und Kaleb.
Wie viele Männer standen ihnen schätzungsweise gegenüber? Es war das restliche Volk Israel, ca. 600 000 Personen. Das ist ein Verhältnis von 1 : 150 000. Gott greift ein, sonst wäre es zur Steinigung gekommen.

Unser Thema lautet heute: Ein Mann nach dem Herzen Gottes!
Welcher könnte das von den Vieren sein?
Wir wollen uns in diesem Gottesdienst einige Gedanken über den Mann machen, der von diesen Männern am Unbekanntesten ist: Kaleb. – Was weiß man von ihm?
Wir haben erfahren, dass er Kundschafter war. Doch es steht mehr über Kaleb in der Bibel: Er war ein angesehener Mann, ein Fürst. Von Mose wurde je ein Mann pro Stamm ausgewählt. Kaleb, der Sohn des Jefunnes vom Stamm der Kenasiter, wurde für Juda auserwählt. Kalebs Familie gehörte also eigentlich nicht zum Bund der Israeliten. Sie verließen die Götter ihrer Familie und folgten dem Gott Israels. Nicht aus Tradition, sondern aus Überzeugung schlossen sie sich dem Stamm Juda an.
Kaleb war aber kein Fremder. Er war kein Außenseiter, sondern ein angesehener Mann.
Was hören wir von Kaleb?
Er versuchte das aufgeregte Volk zu beruhigen, als die anderen Kundschafter von den Riesen erzählten. Er sprach dem Volk Mut zu, weil Gott ihnen das Land versprochen hatte und weil er wusste, dass Gott bei ihnen ist. Gott belohnte Kaleb für seinen Mut und seine Treue. In 4. Mose 14,24 steht: „Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen.“
Gott bestrafte das Volk, nur Kaleb nicht. Er wollte ihn in das Land bringen und seine Kinder sollten es besitzen. Gott hob ihn heraus. Er segnete ihn und versprach ihm eine besondere Belohnung, weil er der Kraft Gottes vertraute. Er war damals 40 Jahre alt und danach folgten 38 Jahre Wüstenwanderung. Als sie endlich am Ziel, an der Grenze zum verheißenen Land angekommen waren, wählte Mose Männer aus, die das Land verteilen sollten. Einer war wieder mit dabei: Kaleb! Noch sieben Jahre dauerte es, bis sie das Land eroberten hatten.

Im Josuabuch 14,1-15 steht die letzte Begebenheit von Kaleb. Er war inzwischen 85 Jahre alt. Das wäre eigentlich ein Alter, in dem er sich zur Ruhe setzen könnte. In Gilgal versammelte Josua das Volk, der Stamm Juda sollte zuerst sein Land bekommen. Zuvor kam Kaleb nach vorn: Er dankte Gott für die Bewahrung in den letzten 45 Jahren.
Er wartete immer noch auf die Erfüllung der Versprechen, die ihm Gott gegeben hatte,
1. dass sein Leben verlängert würde, d. h. dass er im Land leben dürfte.
2. dass er das Gebiet nahe bei Hebron bekommen würde: Eschkol, das Land der Weintrauben.
Dort konnte er sich aber noch nicht zur Ruhe setzen. Es lebten die Anakiter dort, Riesen. Kaleb wählte eine große und schwierige Aufgabe. Warum traute er sich das zu? Hielt er viel von sich? Nein. Er sagte: „Vielleicht ist der Herr mit mir und hilft mir.“ Er hat ihm geholfen! Im Bibeltext steht als Abschluss: „Und das Land kam zur Ruhe vom Kampf.“ Hebron wurde eine Stadt Israels.

Kaleb war wirklich ein Mann nach dem Herzen Gottes. Ich möchte auch so genannt werden.
…….(eigener Name) nach dem Herzen Gottes. Ich möchte tun, was er sagt und ihm vertrauen. Mir sind genau solche tollen Dinge versprochen worden.
An den Früchten, die die Kundschafter mitgebracht haben sind Zettel mit Bibelsprüchen befestigt, die vorgelesen werden:
Johannes 3,36: Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben.
Johannes 14,2: In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.
Galater 4,5: Gottes Sohn erlöste die, die unter dem Gesetz waren, damit wir die Gotteskindschaft empfingen.
Ja, ich freue mich. Auch für unsere Zukunft ist gesorgt.

Gemeinsames Lied
Sei getrost und unverzagt (aus: Jesus unsere Freude, Nr. 480)

Gebet und Segen – Anschließend werden die Früchte aus dem gelobten Land von den Kundschaftern an die Zuhörer verteilt.

1. Erklärungen zum Text

1.1 Zum Kontext

Dieser Text von Paulus entstand nicht in Vorbereitung auf eine Traupredigt, sondern ist an Christen gerichtet, die gerade mächtig miteinander verstritten sind. In den Wettstreit darüber, was wohl die bedeutendsten Gaben und Erkenntnisse unter ihnen sind, macht Paulus deutlich: Was zählt ist Liebe. Liebe macht den entscheidenden Unterschied.

1.2 Was ist Liebe?

Die Worte von Paulus lassen schnell klar werden, hier geht es nicht um Schmetterlinge im Bauch, sondern um eine alles verändernde Kraft, die sämtliches Tun und Lassen beeinflusst, wertvoll und relevant macht. Das griechische Wort, dass hier für Liebe gebraucht wird (agape), kommt fast ausschließlich in der Bibel und anderer christlicher Literatur vor. Diese Liebe ist in erster Linie ein Wesensmerkmal von Gott (vgl. 1. Johannes 4,16). Gott ist „ein glühender Backofen voller Liebe“ (Luther). Die agape zeigt sich dabei nicht in überschwänglichen Gefühlen oder berauschenden Worten sondern in der Tat, in Hingabe, in mutigen Entscheidungen und in Treue. Sie wird sichtbar und in Ansätzen verständlich durch das Leben und Sterben von Jesus (siehe dazu Baustein Jesus <-> Liebe unter Punkt 3.2). Paulus legt im Text keine theoretische Begriffsbestimmung dieser Liebe dar. Er zeigt an einigen Eigenschaften, wie sie sich im Miteinander von den Menschen auswirkt, die von ihr ergriffen sind.

Um den Text richtig einzuordnen, ist wichtig zu verstehen: Diese Art von Liebe ist keine „menschliche Möglichkeit“ (de Boor). Kein Mensch kann von sich aus so lieben wie in den Versen 4-7 beschrieben. Der Weg zu dieser Liebe führt über die Verbindung mit Jesus. Wer mit ihm lebt (vgl. Joh. 15,5), in dem kann etwas von dieser Liebe heranwachsen (vgl. Gal. 5,22). Sie entsteht als Frucht im Leben der Menschen, die sich von Jesus prägen und umgestalten lassen. Paulus fordert uns heraus, die Notwendigkeit der Liebe neu zu entdecken und sich danach auszustrecken. Damals wie heute brauchen wir dringend diese Kraft in unserem Leben, damit Segen entsteht im Umgang mit anderen Menschen und ein glaubwürdiges Zeugnis der Liebe Gottes in unserem Umfeld.

2. Bedeutung für den heutigen Hörer

Mensch, das wäre doch was: Reden wie ein Prophet, Glaube, der Berge versetzt, immer den vollen Durchblick haben. Alles sicher erstrebenswert, doch für Paulus ohne das Entscheidende nutzlos. „All you need ist love“ haben schon die Beatles vor Zeiten gesungen und die meisten Menschen würden dem in gewisser Weise zustimmen, die Sehnsucht nach Liebe steckt tief in jedem von uns. Die Herausforderung: Wohl kaum ein anderer Begriff muss für so viel herhalten und wird so unterschiedlich gefüllt. Da lohnt es sich, genauer hinzuschauen und sein eigenes Verständnis von Liebe zu hinterfragen.

Liebe ist ein Beziehungsbegriff. Gott möchte, dass die Beziehungen gelingen, die wir leben – die zu uns selbst, die zu anderen und auch die zu ihm. Die wichtigste Fähigkeit, die wir dazu brauchen, ist zu lieben (vgl. Mk. 12,29-31). Zu lieben, so wie er es erfunden und in Jesus vorgelebt hat. Der Text macht deutlich: Die agape-Liebe hat weniger etwas mit Gefühlsausbrüchen als mit konkreten Entscheidungen und Verhaltensweisen zu tun. Zu dieser Art zu lieben möchte Gott uns Stück für Stück befähigen, wenn wir ihn verändernd an unser Leben ranlassen. Auf diesem Weg brauchen wir Selbsterkenntnis. Dabei hilft uns dieser Text. Jede einzelne Aussage ab Vers 4 lädt uns ein zur ehrlichen Bestandsaufnahme:

  • Wo fehlt mir die Geduld („langmütig“) im Umgang mit anderen Menschen?
  • Welche Rolle spielen Neid und Eifersucht („eifert nicht“)?
  • Wo versuche ich groß dazustehen („bläht sich nicht auf“)?
  • Wo steht im Vordergrund, was für mich heraus springt („sucht nicht das Ihre“)?
  • Wie gehe ich mit Fehlern anderer um („rechnet das Böse nicht zu“)? 
  • Wieviel Mut habe ich zur Wahrheit, auch dort, wo sie herausfordernd ist („freut sich an der Wahrheit“)?

Diese und ähnliche Fragen können uns helfen zu entdecken, wo wir Veränderung brauchen. Was mit Ehrlichkeit vor mir selber und anderen beginnt, darf sich mit der Bitte um Veränderung und mutigen Entscheidungen fortsetzen. Wo kann ich in den kommenden Tagen mit kleinen Schritten agape-Liebe einüben?

  • Welchen Gedanken möchte ich in der kommenden Woche keinen Raum mehr geben?
  • Wo möchte ich mich noch heute zum Vergeben entscheiden, um nicht zu verbittern und das Böse nicht aufzurechnen?
  • Was möchte ich tun, ohne dass etwas für mich dabei herausspringt?

Wer sich auf diesen Text einlässt, entdeckt, wie dringend wir die Power von Jesus brauchen, damit unsere Beziehungen gelingen.

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Einstieg

Baustein: Liebe ist …

In Anlehnung an die bekannten „Liebe ist …“-Zeichnungen sollen die Teilnehmer eigene kleine Zeichnungen entwerfen oder den Satz auf einem A4-Blatt durch eigene Worte vervollständigen. Die Ergebnisse werden ausgestellt und die Teilnehmer dürfen zu den Aussagen der anderen Stellung beziehen.

Baustein: Skaling Zitate

Google einige Zitate zum Thema Liebe und drucke sie jeweils auf ein A4-Blatt. Versehe sie außerdem mit einer Skala von 0-10 und hänge sie im Raum auf. Dann können die Teilnehmer auf der Skala bewerten, wie sehr sie dieser Aussage zustimmen. Spannend wird es, wenn sehr unterschiedliche Bewertungen vorgenommen werden. Dann lohnt sich natürlich die Frage nach den Gründen. Alternativ kann jeder Teilnehmer sich zu dem Zitat stellen, dem er am meisten zustimmt, dass ihn am meisten interessiert oder irritiert. Auch hier kann sich ein interessantes Gespräch über das Verständnis von Liebe ergeben.

3.2 Erarbeitung

Lest gemeinsam den Bibeltext. Folgende Fragen können euch helfen, darüber ins Gespräch zu kommen:

  • Wie redet Paulus von Liebe? Welche Aussagen finden sich in dem wieder, was ihr in der Anfangsphase erarbeitet habt? Was ist anders?
  • Was meint Paulus mit der Formulierung „nichts nütze“ (Vers 3)? Wie sehr könnt ihr dieser Aussage zustimmen, warum?
  • Wie sieht Liebe aus, die „Mutwillen“ treibt?
  • Liebe ist langmütig – wo braucht ihr im Alltag „langen Mut“?
  • Lieben heißt geben und nehmen, oder? Wie verhält sich diese Aussage zu den Worten von Paulus „sie sucht nicht das ihre“?
  • Welche Gedanken löst Vers 7 in euch aus? Was hat Paulus wohl bewogen, so absolut zu formulieren? Kann Liebe grenzenlos sein?

Baustein: Jesus <-> Liebe

Um zu verstehen, dass Jesus wie kein anderer mit seinem Leben und Sterben Ausdruck der agape-Liebe ist, wird in den Versen 4-7 das Wort „Liebe“ durch „Jesus“ ersetzt. Wenn der veränderte Text den Teilnehmern schriftlich zur Verfügung gestellt wird, kann sich eine folgende Gesprächsrunde anschließen:

  • Welche Erlebnisse im Leben von Jesus bestätigen diese Aussagen?
  • Was möchtest du spontan von Jesus lernen?
  • Wie könnte eine Umsetzung in der nächsten Woche konkret aussehen?

Baustein: agape ist …

Um herauszufinden, wie im NT der Begriff Liebe gefüllt wird, lohnt sich ein Blick auf verschiedene biblische Aussagen. Gebt der Gruppe Raum, mit Hilfe einer Konkordanz beschreibende Aussagen der Bibel zur agape zu finden. Die Ergebnisse werden stichwortartig mit Moderationskarten gesammelt und für alle sichtbar gemacht. Was wird über diese Liebe gesagt und was dazu, wie sie in unser Leben kommt? Welche Gedanken fordern am meisten heraus, warum?

3.3 Abschluss

Baustein: Ich nehme eine Frucht

In Galater 5,22-23 wird die agape-Liebe als Frucht bezeichnet, die Gott in unserem Leben wachsen lassen möchte. Eine Lesart des griechischen Textes lässt zu, die Liebe nicht als eine von vielen Früchten zu verstehen sondern als die eine Frucht, die durch die folgenden Wörter näher beschrieben wird. Nehmt für diesen Baustein verschiedene Früchte und beschriftet sie mit einem Aufkleber mit den Worten dieses Verses (Friede, Geduld, Sanftmut,…). Die Frage für die Gruppe: Welche Teilfrucht würdet ihr heute am liebsten sofort ergreifen, warum? Betet gemeinsam füreinander, dass Gott die Liebe in diesem Bereich spürbar wachsen lässt. Überlegt, was ihr selbst tun oder lassen könnt, damit die Liebe so erlebbar wird für andere in eurem Umfeld. Zum Schluss gibt’s natürlich leckeren selbstgemachten Obstsalat.

Gegenstandsandacht zum Ewigkeitssonntag

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr wird Ewigkeitssonntag oder auch Totensonntag genannt. In der evangelischen Kirche gedenken wir an diesem Tag den Menschen, die im vergangenen Jahr gestorben sind. Gleichzeitig erinnern wir uns aber auch daran, dass für uns mit dem Tod nicht alles endet. Als Christen haben wir die Hoffnung auf ein ewiges Leben nach dem Tod! In dieser interaktiven Andacht erfahren die Jugendlichen, wie die Bibel den Himmel beschreibt.

Einleitung

Als wäre in unseren Breitengraden der Monat November mit seinen kurzen Tagen, seinen kahlen Bäumen und dem oft grauen Wetter nicht schon trist genug. Es häufen sich in diesen Wochen auch noch einige Gedenktage, die die Laune zumindest auf den ersten Blick ziemlich niederdrücken können: Zwei Wochen vor dem 1. Advent findet der Volkstrauertag statt, bei dem in Deutschland den Opfern der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus gedacht wird. Nur eine Woche später, am letzten Sonntag des Kirchenjahres, begehen wir in der evangelischen Kirche den Ewigkeitssonntag, auch Totensonntag genannt. An diesem Tag denken wir in besonderer Weise an die Menschen, die im Laufe des vergangenen Kirchenjahres gestorben sind. Viele Menschen, die einen Angehörigen verloren haben, gehen an diesem Tag zum Gottesdienst oder auf den Friedhof. Gleichzeitig möchte der Ewigkeitssonntag uns aber auch daran erinnern, dass mit dem Tod nicht alles aus ist. Als Christen dürfen wir uns auf ein Leben nach dem Tod freuen. Ein Leben in Gottes Gegenwart! Damit wir schon heute einen kleinen Vorgeschmack auf den Himmel bekommen, malt uns die Bibel verschiedene Bilder des Himmels vor Augen. Jesus vergleicht den Himmel mit einem Haus, in dem es viele Wohnungen gibt, die er für uns vorbereitet (Joh 14,2–3). In den beiden letzten Kapiteln der Bibel (Offb 21 und 22) wird die neue Welt Gottes sehr detailliert, farbenfroh und hoffnungsvoll beschrieben. Ein positiver Kontrast zur dunklen Jahreszeit und ein ermutigendes Thema für Jugendliche zum Ende des Kirchenjahres mit der Möglichkeit, dass die Teilnehmenden sich selbst und ihre Vorstellungen vom Himmel einbringen. Im Anschluss werden mit Hilfe von verschiedenen Gegenständen Bibelverse aus Offenbarung 21 und 22 verbildlicht.

Hinweis: Wichtig ist, im Blick zu haben, ob es Teilnehmende gibt, die gerade mit dem Verlust eines Menschen zu kämpfen haben! Für sie kann die Andacht erfahrungsgemäß sehr tröstend sein, gleichzeitig kann die Auseinandersetzung mit dem Thema Tod eine Überforderung darstellen.

Vorbereitung

Material 1:

Plakate mit den 7 Bibelversen (s. u.), Gegenstände zu den Bibelversen (s. u.), Tuch oder Tischdecke, Weißes Papier oder Karteikarten, Buntstifte

Plakate anfertigen

Die folgenden sieben Bibelverse aus der Offenbarung werden sinngemäß auf einzelne Plakate geschrieben bzw. auf großen Blättern ausgedruckt:

„Gott selbst wird bei den Menschen wohnen und alle Tränen abtrocknen.

Offenbarung 21,3–4“

„Die Stadt war aus reinem Gold und die Mauer war geschmückt mit lauter Edelsteinen. Offenbarung 21,18 ff.“

„Die Stadt hatte zwölf Tore aus Perlen. Offenbarung 21,21“

„Man wird die Pracht und den Reichtum der Völker in die Stadt bringen. Offenbarung 21,26“

„Ein Strom geht aus vom Thron Gottes, und auf beiden Seiten des Stromes stehen Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat. Offenbarung 22,1–2“

„… und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker. Offenbarung 22,2“

„Und es wird keine Nacht mehr sein und sie brauchen kein Licht und keine Sonne, denn Gott der Herr, wird leuchten. Offenbarung 22,5“

Gegenstände suchen

Zu jedem der Bibelverse wird ein passender Gegenstand gesucht, der den Vers verbildlicht.

Für Offenbarung 21,3–4: z. B. Taschentücher.

Für Offenbarung 21,18 ff.: z. B. Edelsteine oder ein goldener Gegenstand (z. B. Goldschmuck).

Für Offenbarung 21,21: z. B. eine Perlenkette oder ein Glas mit einigen schönen Perlen.

Für Offenbarung 21,26: z. B. ein Weltatlas oder ein kleiner Globus.

Für Offenbarung 22,1–2: eine Frucht, z. B. Orange.

Für Offenbarung 22,2: Ein Blatt. Zugegeben, das ist im Monat November nicht ganz einfach zu bekommen, aber mit etwas Glück findet sich auf einem kahlen Baum noch ein letztes schönes Blatt! Zur Not muss die Zimmerpflanze herhalten oder evtl. findet sich ja beim Obsthändler eine Clementine mit Blatt ;-)).

Für Offenbarung 22,5: z. B. eine Kerze, ein Teelicht oder eine Taschenlampe.

  • Die Gegenstände werden in der Mitte des Raumes / eines Tisches aufgebaut und mit dem Tuch verdeckt, bevor die Jugendlichen den Raum betreten.
  • Weißes Papier bzw. Karteikarten und Buntstifte liegen bereit.

Durchführung

Ablauf

Zunächst werden die Jugendlichen gefragt, wie sie sich den Himmel vorstellen. Sie dürfen ihre Vorstellung entweder stichwortartig auf Karteikarten schreiben, oder ein Bild zu ihrer Vorstellung des Himmels malen. Anschließend stellen die Jugendlichen ihre Gedanken kurz vor. Die Karteikarten bzw. Bilder können z. B. an eine Pinnwand gepinnt werden und bleiben so für alle sichtbar.

Überleitung: „In der Bibel gibt es auch einige Beschreibungen des Himmels, damit wir ihn uns ein bisschen vorstellen können …“

Die Plakate mit den Bibelversen werden auf dem Tisch/Boden neben den unter der Decke versteckten Gegenständen ausgelegt. Die Jugendlichen dürfen nacheinander einen Gegenstand unter der Decke hervorholen und ihn dem passenden Bibelvers zuordnen. Das ist für sie selbstverständlich kein Problem, es geht vielmehr darum, dass der Himmel bildlich dargestellt wird. Das Tuch, unter dem die Gegenstände verborgen sind, macht das Geheimnisvolle des Himmels deutlich.

Wenn ein Jugendlicher einen Gegenstand dem entsprechenden Bibelvers zugeordnet hat, kann die Gruppe nach ihren Gedanken zu dem Vers gefragt werden und es kann ein kurzer Austausch stattfinden.

Anmerkung zu Offenbarung 21,26:

Besonders dieser Bibelvers wird von Theologen sehr unterschiedlich verstanden und ausgelegt. Einige Ausleger verstehen den Vers so, dass die verschiedenen Völker den Reichtum ihrer unterschiedlichen Kulturen in die neue Welt Gottes hineinbringen. So gesehen wäre der Himmel also ein sehr bunter und abwechslungsreicher Ort, in dem die Besonderheiten und die Individualität der Kulturen zum Ausdruck kommen würden.

Abschluss

Auch wenn besonders die Kapitel 21 und 22 der Offenbarung des Johannes ein sehr konkretes Bild vom Himmel beschreiben, ist es doch gleichzeitig wichtig, den Jugendlichen zu vermitteln, dass wir uns letzten Endes den Himmel mit unserer irdischen Vorstellungskraft in seiner vollen Realität nicht vorstellen können. Wir dürfen aber darauf vertrauen, dass Jesus, der uns jetzt schon liebevoll durch unser Leben begleitet, einen wundervollen Platz für uns vorbereitet, auf den wir uns freuen können!

Tipp: Im Anschluss an die Andacht könnte gemeinsam aus exotischen Früchten ein leckerer Smoothie oder ein Fruchtsalat hergestellt werden. Sozusagen als kleiner Vorgeschmack auf den Himmel und als Vitamin-Booster im November.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zum Hebräerbrief aus JUMAT 1/19. Sie beginnt mit Gedanken über das Reden Gottes. Weitere Themen des Briefes, wie der Vergleich von Jesus und dem Hohenpriester und der Opfergedanke werden ebenfalls aufgegriffen. Den Abschluss bildet der bekannte Vers: Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Josua aus JUMAT 3/17. Sie beginnt mit der Zusage Gottes an Josua: „Sei getrost und unverzagt!“ und endet mit dem Bericht vom Landtag zu Sichem, bei dem der alte Josua auftritt.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält die Themenreihe einen Familiengottesdienstentwurf zu Kaleb, dem Freund und Mitarbeiter Josuas. Zur reihe gehört ebenfalls ein Familienimpuls zum Thema „Ja zu Gott“, der das Ziel hat, das in der Jungschar gehörte zu hause in der Familie umzusetzen.

Das Ziel

Starter

Die Kinder erfahren, dass es eine einzige Möglichkeit gibt, mit Gott in Verbindung zu kommen, nämlich über Jesus.

Checker

Der Satz: Jesus ist für mich gestorben, soll keine leere Worthülse sein, sondern für die Kinder erlebbar werden.

Der Text an sich

In Hebräer 9,1 – 10,18 ist das Hauptthema, um das sich alle Gedanken drehen: das Opfer von Jesus. In den ersten Versen des 9. Kapitels wird die Notwendigkeit des Opfers herausgearbeitet. Die Verse gipfeln in der Aussage, dass das Opfer, welches Jesus erbracht hat, einmalig ist. Hebräer 10 führt dann diesen Gedanken weiter. Der Tod Jesu wird als einmaliges Opfer beschrieben, das die im Alten Testament vorgeschriebenen Opfer aufhebt. Der Aufbau dieser Verse ist klar: Am Anfang steht die Feststellung, dass die Sühneopfer des Alten Bundes unwirksam sind (V.1-4). Dieser Gedanke wird in den Versen 5-10 weitergeführt, indem herausgestellt wird, dass das einmalige Opfer von Jesus Christus den alttestamentlichen Opferkult aufhebt. Die Verse 11-18 münden in der Schlussfolgerung, dass das Opfer von Jesus Christus zu einem neuen Bund der Vergebung führt.

Der Begriff Opfer spielt im Text eine große Rolle. Opfer und Opfergaben sind in vielen Religionen sehr wichtig. Menschen gehen zu einem Altar und bringen dort Opfergaben dar, das können Früchte, Pflanzen, Tiere oder auch Blut sein. Im Normalfall ist dieses Opfer mit einem Gebet verbunden, welches Dank und Bitte enthalten kann. Auf jeden Fall möchte der Mensch, der diese Opfer darbringt, dass er Gott gut stimmen oder ihn zum Handeln zu seinen Gunsten bewegen will. Im alten Israel war das Opfern selbstverständlich. Das Opfer wurde im Gesetz des Mose geregelt. Ein Teil des Eigentums wurde Gott gegeben und damit ehrte man ihn, zum Beispiel bekam Gott die Erstlingsfrüchte oder das erste Jungtier. Dabei ist klar, dass auch das Eigentum von Gott kommt, er hat die Menschen damit beschenkt. Wenn Menschen also Opfer bringen, dann bedeutet das, dass sie Gott dankbar von dem zurückgeben, was er ihnen zur Verfügung gestellt hat. Damit erkennen sie die Eigentumsrechte Gottes an.

Durch seinen Tod am Kreuz hat Christus sich selbst als Opfer dargebracht. Er hat damit die Sünde kaputt gemacht und die Menschen von ihr befreit. Dadurch hat er die Menschen wieder zu Gottes Eigentum gemacht. Jesus Christus war der Einzige, der das konnte, denn er war selbst ohne Schuld. Der Tod am Kreuz war der Weg, den er gegangen ist. Sein Opfer vor seinem himmlischen Vater brachte diesen Weg zum Ziel und zur Vollendung. Damit ist der Weg klar aufgezeichnet, wie ein Mensch in die dauerhafte Verbindung zu Gott kommen kann.

Der Text für mich

Das Thema fordert mich heraus. Ich weiß, worum es geht und kann das auch anderen erklären, aber ich merke auch, wie weit das Thema Opfer von mir weg ist. Ich brauche keine Opfer zu bringen. Mitleidsvoll schaue ich auf die Menschen des Alten Testamentes, die immer wieder diese Opfer durchführen mussten und verstehe nicht, welches Opfer für welchen Anlass notwendig war. Dabei merke ich auch, dass ich das gar nicht wissen muss, denn Jesus hat dieses einmalige Opfer für mich vollzogen. Das ist immer noch unbegreiflich und mit meinem Verstand und meiner Logik nicht eindeutig zu erfassen. Das ist aber der Weg, den Gott zusammen mit Jesus gegangen ist und ich weiß, dass das ein einmaliger Weg ist, zu dem ich einfach Ja sagen darf. Auch wenn ich nicht alles verstehe, darf ich das annehmen, dass Jesus für mich gestorben ist und das Opfer gebracht hat.

Der Text für dich

Starter

Das Wort Opfer kennen die Kinder in erster Linie als Schimpfwort. Wenn einer mit „Du Opfer!“ beschimpft wird, dann bedeutet das Abwertung und Verachtung. Ein Opfer ist aber auch eine Person, die durch andere zu Schaden gekommen ist. Im Fernsehen sehen sie Filme, in denen Mordopfer vorkommen. Vielleicht hören sie auch Sätze, in denen von einem aufopferungsvollen Kampf die Rede ist. In den meisten Fällen werden sie diese Begriffe aber nicht mit dem christlichen Glauben in Verbindung bringen. Die Herausforderung besteht nun in der Übertragung auf das Opfer von Jesus. Dieser Gedanke ist den meisten Kindern fremd und trotzdem darf er den Kindern nahegebracht werden, denn er erklärt einen wesentlichen Aspekt des christlichen Glaubens und zeigt, wie durch das Opfer von Jesus der Weg zu Gott frei ist.

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Für viele Kinder steht es fest: Christus ist für meine Schuld gestorben. Er hat sein Leben als Opfer für uns hingegeben. Diese Sätze haben sie schon oft gehört, bei der Erklärung von biblischen Geschichten, bei Gottesdiensten und beim Abendmahl. Die Aussage ist klar und trotzdem ist sie sehr abstrakt und für Kinder schwer zu begreifen. Es geht in erster Linie auch nicht darum, dass sie begreifen müssen, was es mit dem Opfer und den Bezügen zu den alttestamentlichen Opfervorschriften auf sich hat, sondern es geht vor allem darum, dass den Kindern deutlich wird, dass dieses Opfer für sie geschehen ist. Das Opfer von Jesus macht den Weg zu Gott frei. Auch das haben sie schon oft gehört, und trotzdem muss diesem theoretischen Wissen noch der praktische Schritt folgen, Ja zu Jesus zu sagen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Schmerzensschrei

Alle Teilnehmer bewegen sich frei auf einer großen Fläche. Ein Spieler ist der Täter, er erhält einen aufgeblasenen Luftballon und hat die Aufgabe, sein Opfer mit dem Ballon am Körper zu berühren, ihn also zu „verletzen“ (evtl. muss man bestimmte Körperregionen festlegen, die nur berührt werden dürfen, z. B.: Arme, Beine und Kopf). Sobald das Opfer berührt wurde, fängt es zu schreien an. Die anderen Spieler sind die Helfer, die dem Opfer pantomimisch ein Pflaster auf die verletzte Stelle kleben müssen. Das Opfer schreit so lange, bis das Pflaster aufgeklebt wurde, er kann seinen Helfern also keine Tipps geben, an welcher Stelle er verletzt wurde, das müssen die Helfer selbst herausfinden. Wenn dem Opfer geholfen wurde, geht das Spiel weiter.

Idee 2: Was ist ein Opfer?

Die Kinder werden in mehrere Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hat die Aufgabe, ein Plakat zum Thema Opfer zu gestalten. Dazu erhalten sie als Material neben dem Plakat, Stifte, Zeitungen, Zeitschriften und Kleber. Sie haben eine Arbeitsphase von ca. 15 Minuten und stellen sich dann gegenseitig ihre Plakate vor.

Verkündigung

Mitmachtheater

Es werden drei Szenen zum Thema Opfer gespielt, bei der die Jungscharler immer als Menschenmasse mit einbezogen werden. Der Mitarbeiter spielt immer eine andere Rolle.

1. Szene: Opfer der Priester

Der Mitarbeiter spielt einen Priester, dargestellt durch ein Gewand. Er steht vor einem Tisch und hat Früchte dabei. Er beginnt zu erzählen:

Stellt euch vor, wir befinden uns zur Zeit des Alten Testamentes. Ich bin Priester und ich habe in unserem Volk eine wichtige Aufgabe. Ich bringe die Opfer dar, die ihr mir gebracht habt. Hier zum Beispiel diese Früchte. Das sind Früchte, die ein Bauer als Erstes auf seinem Feld geerntet hat. Diese ersten Früchte muss er Gott abgeben, so sagt es das Gesetz. Ich lege sie auf den Altar und nun gehören sie Gott. Es müssen aber noch andere Opfer gebracht werden. Das sind Opfer, durch die eure Schuld vergeben wird (zu den Jungscharlern). Ihr seid das Volk und ihr habt Schuld auf euch geladen. Alle, die etwas gemacht haben, was vor Gott nicht in Ordnung ist, müssen aufstehen. Welche Dinge habt ihr getan? (Die Jungscharler können nun mögliche Vergehen nennen. Evtl. kann man auch Zettel vorbereiten und an die Jungscharler verteilen. Die Dinge auf den Zetteln können dann vorgelesen werden.)

Ihr habt Dinge genannt, die deutlich ausdrücken, dass ihr schuldig seid. Ich werde stellvertretend für euch ein Opfer darbringen. Ich hole ein Tier ohne Fehler und schlachte es. Das ist das Opfer. Wenn das Opfer dargebracht wurde, dann könnt ihr wieder schuldlos leben. Ich sage es euch aber gleich, das wird nicht lange anhalten und wir müssen wieder ein neues Opfertier schlachten und vor Gott bringen.

2. Szene: Maximilian Kolbe im Konzentrationslager

Die Jungscharler spielen die nächste Szene, die vom Mitarbeiter erzählt wird. Dabei erhalten sie Zettel, auf denen ihre Rollen stehen: Kommandant, Maximilian, Franz, 9 besondere Häftlinge, alle weiteren Teilnehmer sind weitere Häftlinge, bei weniger Teilnehmern werden die Rollen der Häftlinge zusammengelegt.

Der Mitarbeiter erzählt:

Wir befinden uns nicht mehr zur Zeit des Alten Testamentes, sondern im Jahr 1941. In Deutschland herrschten die Nazis. Menschen, die etwas gegen diese Herrscher sagten, wurden in Konzentrationslagern gefangen gehalten und viele mussten dort sterben. Einmal war einer der Gefangenen geflohen. Der Kommandant des Lagers trat vor die anderen Gefangenen und schrie: „Dafür werdet ihr bestraft. Weil einer geflohen ist, werden 10 von euch sterben müssen.“ Er ging an den Gefangenen entlang und zeigte auf 10 Personen. Diese waren damit zum Tode verurteilt. Einer dieser Gefangenen hieß Franz. Er fing an zu weinen. Er wollte nicht sterben. Er dachte an seine Frau und die Kinder, aber weil er als Todeskandidat ausgewählt wurde, gab es kein Zurück, er war verurteilt. Da trat ein Mann vor. Er hieß Maximilian Kolbe und war katholischer Priester. Er sagte: „Dieser Mann soll leben. Ich biete an, dass ich stattdessen verurteilt werde und sterbe.“ Der Kommandant sagte: „So soll es sein.“ Maximilian Kolbe musste mit den neun anderen Gefangenen sterben. Franz aber durfte leben. Er wurde gerettet, weil ein anderer Mann sich für ihn geopfert hat.

3. Szene: Das Opfer von Jesus

Der Mitarbeiter erzählt:

Jetzt geht es nicht mehr um Menschen aus der Geschichte, jetzt geht es um uns. Ihr seid alle schuldig. Euch geht es so ähnlich wie den Menschen, die zur Zeit des Alten Testamentes gelebt haben. Ihr habt auch Dinge getan, die vor Gott nicht in Ordnung sind. Was ist das? (Die Kinder können nun Dinge nennen, die ihnen einfallen.)

Ihr habt alle recht. Diese Dinge sind vor Gott nicht in Ordnung. Damit das wieder in Ordnung kommt, muss ein Opfer gebracht werden. Ich gehe es holen. (Er kommt mit einem Kreuz zurück.) Heute brauchen wir kein Tier mehr zu schlachten und zu opfern, denn ein anderer hat dieses Opfer gebracht. Das war Jesus. Er ist am Kreuz gestorben für all die Dinge, die wir verkehrt gemacht haben. Das Besondere ist, das war einmalig. Tiere mussten immer wieder geopfert werden. Aber das Opfer von Jesus gilt ein für alle Mal, für mich und für dich.

Die andere Idee

Opferszenen darstellen

Den Kindern wird erklärt, dass es heute um das Thema Opfer geht und sie die Aufgabe haben, eine Szene aus ihrem Alltag darzustellen, in der ein Opfer vorkommt. Sie sollen also nicht einen Krimi nachspielen, den sie mal im Fernsehen gesehen haben, sondern ein Erlebnis, welches sie selbst einmal hatten oder wie es im alltäglichen Ablauf vorkommen könnte. Nach einer Erarbeitungsphase werden die kleinen Szenen vorgespielt. Danach lesen die Kinder den Bibeltext und markieren Verse, in denen etwas zum Thema Opfer gesagt wird. In einem letzten Schritt vergleichen wir gemeinsam die Aussagen des Bibeltextes mit den Aussagen der Theaterszenen. Wo gibt es Gemeinsamkeiten? Wo gibt es Unterschiede?

Der Text gelebt

Wiederholung

Drei mal drei Gedanken

Jeder Teilnehmer erhält einen Zettel, auf dem er zu jeder der drei Verkündigungsszenen drei Gedanken aufschreibt, die ihm besonders wichtig sind. Wenn das geschehen ist, sucht er sich einen Partner und die beiden tauschen sich über die Gedanken aus, vergleichen, ob es die gleichen Gedanken sind und schreiben ihre gemeinsamen drei wichtigsten Gedanken auf. Nun finden sich zwei Zweierteams zusammen, die sich noch einmal über die wichtigsten Gedanken austauchen und gemeinsam ihre drei Hauptgedanken aufschreiben. Diese Hauptgedanken der Vierergruppen werden dann in der großen Gruppe vorgestellt.

Gespräch

Grundlage für das Gespräch bilden die Hauptaussagen der Gruppen, die unter dem Stichpunkt Wiederholung erarbeitet wurden.

Folgende Fragen helfen für ein Gespräch:

  • Wo gibt es Verbindungen zwischen den drei Szenen?
  • Welche Hauptaussagen kommen in allen drei Szenen vor?
  • Kennt ihr Geschichten oder Verse aus der Bibel, wo diese Aussagen auch vorkommen?
  • Vergleicht die Aussagen zu den Theaterszenen mit dem Text aus dem Hebräerbrief. (Evtl. muss man einzelne Verse herausnehmen, damit die Kinder nicht den gesamten komplexen Abschnitt lesen müssen, zum Beispiel Hebräer 9,27 + 28 oder 10,12-14.)

Merkvers

Christus wurde nur einmal geopfert, um die Sünden aller Menschen wegzuschaffen.

Hebräer 9,28 GNB

Zum Lernen des Verses führen wir die Einmal-Challenge durch. Jeder Teilnehmer erhält diesen Vers und hat ca. zwei Minuten Zeit, sich diesen Satz einzuprägen. Danach beginnt die Challenge. Jeder darf einmal den Satz sagen. Wer hat ihn sofort richtig?

Übertragung: Es ist super, wenn wir den Satz einmal sagen und dann haben wir ihn richtig gesprochen. Bei Gott ist das aber nicht so wichtig. Wenn wir einmal etwas verkehrt gemacht haben, dann haben wir einen zweiten Versuch und wir können auch immer wieder von vorn anfangen, denn Jesus ist einmal für uns gestorben und das gilt ein für alle Mal, also für immer.

Gebet

Das Gebet greift die letzte Szene der Verkündigung noch einmal auf. Dazu schreibt jeder Teilnehmer Dinge auf einen kleinen Zettel, die vor Gott nicht in Ordnung sind. Diese Dinge sind unsere Schuld und die will Gott wegnehmen. Um deutlich zu machen wie das geht, zerreißt jeder diesen kleinen Zettel in Minischnipsel und spült die Schnipsel dann im Klo runter. Nun ist es weg und wir kommen nicht mehr an das ran, was wir aufgeschrieben haben. So nimmt Jesus unsere Schuld durch sein Opfer weg.

Kreatives

Die Einmalchallenge

Die Methode, die beim Merkvers eingesetzt wurde, wird noch einmal aufgegriffen und verstärkt. Es werden He­rausforderungen genannt und diejenigen, die sich dieser Herausforderung stellen, haben nur einen Versuch, um die Aufgabe zu erfüllen.

Mögliche Aufgaben:

  • Halte 10 Stühle eine Minute lang hoch.
  • Sage innerhalb von 15 Sekunden die Namen aller Teilnehmer der Jungschar.
  • Falte ein Papierschiff mit verbundenen Augen.
  • Trinke eine Flasche Wasser in einem Zug leer.
  • Staple 10 Liederbücher hochkant zu einem Turm.

Jetzt können die Jungscharler auch selbst kreativ werden, indem sie sich neue Herausforderungen einfallen lassen.

Spielerisches

Das Opfer im Brunnen

Ein Teilnehmer wird ausgewählt. Er ist das Opfer. An dieser Stelle kann auch eine bestimmte Eigenschaft genannt werden, die ihn zum Opfer macht, z. B. der Größte der Gruppe; der, der am weitesten weg vom Gemeindehaus wohnt usw. Das Opfer muss sich nun in den Brunnen, also in die Mitte setzen. Nun wird das Opfer gefragt: „Wer soll dich aus dem Brunnen holen?“ Die Antwort ist immer eine Eigenschaft, zum Beispiel: Wer mich zuerst zum Lachen bringt. Oder: Wer am meisten Liegestütze kann. Oder: Wer die längsten Haare hat. Derjenige, auf den diese Eigenschaft zutrifft bzw. der sie am besten ausführt, wird das nächste Opfer und muss in den Brunnen.

Nach dem Spiel kann der Gedanke der Lektion noch einmal aufgegriffen werden. Bei uns Menschen kommt es vor, dass jeder einmal Opfer ist und auch dass jeder einmal dem Opfer helfen kann, sich also selbst opfert. Beim Spiel ist das die Situation, wenn sich ein anderer für ihn in den Brunnen setzt und ein Teilnehmer dadurch aus dem Brunnen kommt. Bei Jesus ist das anders, er hat das Opfer einmalig für uns gebracht.

Rätselhaftes

Black Storys

Durch Black Storys hat man eine Möglichkeit, sich dem Thema Opfer auf eine andere Art und Weise zu nähern. In einer Black Story wird ein kurzes Ereignis dargestellt und die Teilnehmer müssen nur durch Fragen, die mit Ja oder Nein zu beantworten sind, herausbekommen, wie es zu diesem Ereignis kommen konnte. Hier ein Beispiel: Der Mörder erschießt sein Opfer wie geplant. Trotzdem kann er nicht fassen, dass das Opfer tot ist.

Lösung: Bei einer Theateraufführung wurden die Platzpa­tronen mit echten Patronen vertauscht.

Viele weitere Beispiele findet man in BlackStorys-Kartenspielen oder im Internet.

(T)extras

Lieder

Vater, ich komme jetzt zu dir

Ich bin Gottes Freund

Jesus, Herr, ich denke an dein Opfer

Material

Verteilheft komm mit …

In diesem kleinen Heft befindet sich ein Comic, in dem die beiden Kinder Sophie und David hautnah eine Geschichte mit Jesus erleben. Außerdem erklären die beiden, wie auch wir Freunde von Jesus werden können.

Bestellen kann man das Heft unter
www.ec.de (Verteilmaterial für Kinder) oder 0561-4095128

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