1. Korintherbrief

Hier kommt die dritte Themenreihe der JUMAT 2/2022. Es geht in vier Lektionen um die Gemeinde im 1. Korintherbrief:

Lektion 10: 1. Korinther 1,10-17 Streit in der Gemeinde

Lektion 11: 1. Korinther 12,1-11 Keine/r kann nichts

Lektion 12: 1. Korinther 12,12-31 Gemeinsam sind wir stark!

Lektion 13: 1. Korinther 13,1-13 Gemeinschaft braucht Liebe

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Das Zusammenleben mit anderen Menschen klappt nur, wenn wir aufeinander achten – unser Vorbild ist dabei die Liebe von Gott.

Checker

Das Zusammenleben in der Gemeinde klappt nur, wenn wir uns von Gottes Liebe erfüllen lassen und diese weitergeben.

Der Text an sich

In seinem Brief an die aufgeweckte Gemeinde in der bunten Hafenstadt Korinth ist Paulus nun an einem wichtigen Punkt angekommen. Nachdem er schon in den letzten Kapiteln über Zusammenhalt und Einheit in der Gemeinde geschrieben hat, betont er nun noch mal, wie wichtig die Liebe im Zusammenleben ist. Zum Beispiel im Gottesdienst in Korinth, in dem die Geistesgaben, von denen viele Menschen erfüllt waren, eine hohe Bedeutung hatten. Es kam aber oft zu Chaos, weil sich die Menschen gegenseitig unterbrachen und nicht ausreden ließen. Deshalb betont Paulus, dass die Geistesgaben wenig nützen, wenn man dabei nicht aufeinander achtet und sich in Liebe begegnet. Damit will er nicht die Gaben, die der Heilige Geist uns schenkt, schlecht reden, sondern die herausragende Stellung der Liebe betonen.

Er beschreibt dann die Eigenschaften der größten Liebe von allen, Gottes Liebe. Sie ist bedingungslos und erträgt alle unsere Launen und unser Chaos. Wenn wir uns von dieser Liebe erfüllen lassen und versuchen sie auch zu leben, dann können wir zusammen an der Gemeinde bauen, einander dienen und uns auch im Gottesdienst zuhören.

Im dritten Teil beschreibt er, dass die Liebe, im Gegensatz zu den Geistesgaben, niemals aufhören wird. Außerdem betont er, wie wenig wir jetzt noch von Gott verstehen und sehen. Wenn das Endgültige kommt, was ein Hinweis auf die Ewigkeit ist, werden wir erst alles richtig verstehen und Gott vollständig erkennen. Jetzt sehen wir Gott noch wie durch einen Spiegel. Der war zu Paulus Zeit aus Bronze oder anderen Metallen, zeigte nur ein undeutliches Bild und lief schnell an. Unser Bild von Gott wird dann vollkommen sein und vieles, was uns jetzt wichtig erscheint, wird dann klein und unbedeutend.

Der Text für mich

Den Text habe ich schon oft gelesen und gehört und als einen wichtigen Text der Bibel kennengelernt. Viele Paare nutzen Vers 4 bis 7 als Trauspruch, denn auch für Liebe in einer Beziehung kann der Text als Überschrift gelten. Auch ich denke oft erst an die romantische Perspektive und nicht an die Gemeinde in Korinth. Und auch auf das Leben in meiner Gemeinde beziehe ich ihn nicht sofort. Dabei hat Paulus den Korinthern etwas Wichtiges mitzuteilen, das auch heute für uns gilt: Er verdeutlicht die Wichtigkeit der Nächstenliebe und beschreibt die Eigenschaften von Gottes Liebe.

Ich versuche in meinem Zusammenleben mit anderen der Liebe oberste Priorität zu geben und merke doch, dass ich das mit meiner kleinen menschlichen Liebe gar nicht schaffe. Wie schön ist es da, zu lesen, dass Gottes Liebe geduldig ist und allem standhält.

Es ist spannend, sich vorzustellen, dass die Bruchstücke des Bildes, dass wir jetzt von Gott haben, eines Tages zusammengefügt und viel klarer werden und wir Gott voll erkennen können.

Der Text für dich

Starter

Ähnlich wie die Christen in Korinth sind die Kinder sicher stolz auf ihre Gaben und Talente. Sie können vielleicht Fußball spielen, malen oder haben den Highscore in einem Handyspiel geknackt. Und ähnlich wie in Korinth kann es in der Jungschar manchmal laut und durcheinander zugehen. Für eine gute Gemeinschaft ist es wichtig, dass man versucht, das Gute in den anderen zu sehen, ihnen freundlich zu begegnen und geduldig miteinander zu sein.

Dafür können wir uns Gottes Liebe zum Vorbild nehmen. Gottes Liebe zu uns ist bedingungslos und für uns manchmal schwer nachvollziehbar. Der Text hilft, sie ein bisschen besser zu verstehen. Wir können seine Liebe nach und nach entdecken und uns von seiner Liebe abfüllen lassen, bis wir so viel davon haben, dass wir sie an andere weitergeben können.

Checker

Einige Kinder nutzen vielleicht schon ihre Talente, um sich in der Jungschar und in der Gemeinde einzubringen. Für sie ist es wichtig zu verstehen, dass es dabei nicht um Anerkennung der anderen geht, sondern dass die beste Motivation von innen kommt. Die Grundlage des Handelns ist dann die Freude an den Mitmenschen und ihrem Wohlergehen. Dass fällt auch den Erwachsenen oft schwer. Gottes Liebe sucht nicht nach Anerkennung oder Lob. Sie bleibt immer bei uns und wird niemals ungeduldig. Wir können Gott bitten, uns mit seinem Heiligen Geist und seiner Liebe zu füllen. So können wir diese weitergeben und in der Jungschar und der Gemeinde verbreiten.

Der Text erlebt

Material: Material der letzten Wochen, Schokolade, Zeitung, Würfel, Einweghandschuhe für jeden oder normale Handschuhe, Löffel & Messer, Teetasse, Teelöffel, Herzen aus Papier, Stifte, Schüssel mit Wasser

Hinführung

Idee 1

Falls ihr den Korintherbrief schon in den letzten Wochen behandelt habt: Fasst das, was ihr bisher davon gehört habt, zusammen. Nutzt dafür die Materialien, Bilder, Verse oder Spiele, die ihr dazu gebraucht habt. So können die Kinder einander auch auf den neuesten Stand bringen, falls sie mal nicht da waren. Die Materialien können zum Beispiel nacheinander aus einer Kiste geholt werden und dazu Assoziationen gesammelt werden. Heute geht es noch einmal um den Brief, Paulus hat noch etwas Wichtiges zu sagen, was alle Teile verbindet.

Idee 2

Das Schokoladen-Auspack-Spiel:

Eine Tafel Schokolade ist in mehrere Lagen Zeitungspapier eingepackt. Die Kinder würfeln reihum. Wer eine 6 hat, zieht sich Einweg-Handschuhe an und versucht, nur mit dem Löffel und dem Messer die Schokolade auszupacken. Sobald das nächste Kind eine 6 würfelt, ist dieses mit Auspacken an der Reihe. Wenn ein Kind ein zweites Mal dran ist, muss es ein zweites Paar Handschuhe über das Erste ziehen und damit weiter auspacken. Wenn die Pandemielage es zulässt, könnt ihr natürlich auch die klassische Variante spielen, bei der ein Paar normaler Handschuhe reihum weitergegeben wird. Die ausgepackte Schokolade könnt ihr direkt essen oder für später aufheben (siehe „Gebet“).

Verkündigung

Verkündigungsart: Theaterstück

Mitarbeiter/in (Sitzt am Tisch, mit einer Teetasse / Kaffeetasse mit Löffel): Also jetzt haben wir ja schon einiges davon gehört, was Paulus den Korinthern damals so geschrieben hat und was wir daraus auch heute noch lernen können. Ich frage mich, wie man das gut zusammenfassen kann und was das Wichtigste in diesem langen Brief ist. Vielleicht steht ja im nächsten Kapitel etwas dazu. (Schlägt Bibel auf und liest laut vor): „Wenn ich alle Sprachen sprechen kann und das ohne Liebe mache, klinge ich wie ein dröhnender Gong …“

*Pling!* (Gaia / Gaius erscheint)

MA: Huch! Hallo, wo kommst du denn jetzt her?

G: Hallo, ich bin Gaia / Gaius, ich komme aus Korinth. Ich weiß auch nicht, warum ich hier bin, ich habe gerade diesen Brief gelesen, den Paulus an unsere Gemeinde geschrieben hat und jetzt bin ich hier.

MA: Na, das trifft sich ja gut, den lese ich auch gerade! Kannst du mir vielleicht etwas zu diesem Abschnitt erzählen? (zeigt)

G: Ja klar. Also zuerst schreibt Paulus über die Geistesgaben. Kennst du die?

MA: Ja darüber haben wir schon etwas gehört. Warum schreibt er noch mal darüber?

G: Ich denke, er wollte uns an etwas erinnern. In unserer Gemeinde haben viele Menschen diese Gaben vom Heiligen Geist bekommen. Manche können zum Beispiel in fremden Sprachen reden und andere verkünden, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

MA: Das ist echt cool!

G: Ja, finde ich auch! Aber im Gottesdienst gibt es leider immer ein großes Durcheinander, weil einer den anderen nicht ausreden lässt. So ist es oft laut und chaotisch.

MA: Das kenne ich irgendwoher! (schaut die Kinder an – natürlich nur wenn die manchmal laut sind J)

G: Paulus erinnert uns hier daran, aufeinander achtzugeben und uns ausreden zu lassen.

MA: Hier schreibt er ganz oft über eine bestimmte Sache: Liebe.

G: Ja, bei allem was wir tun, soll Liebe dabei sein. Liebe zu allen Menschen um uns herum. Zum Beispiel: Stellt euch vor, ich gebe eine Botschaft von Gott weiter, aber ich achte gar nicht darauf, wie es den anderen geht, dann bringt es gar nichts.

MA: Oder wenn ich besonders gut ein Instrument in der Band im Gottesdienst spielen kann, aber ich will damit nur angeben, dann ist es nur Geschepper (schlägt mit Löffel gegen Tasse).

G: (Hält sich die Ohren zu) Ja genau!

MA: Ein Leben ohne Liebe ist also, wie wenn ich versuche, eine Tafel Schokolade mit Handschuhen, Löffel und Messer auszupacken! Ich komme zwar an die Schokolade dran, aber sie geht dabei völlig kaputt und wird total zerkrümelt. (Falls das Spiel davor gespielt wurde: Zeigt Reste vom Spiel)

G: Was ist denn Schokolade?

MA: Ach, nicht so wichtig. Aber wie soll das denn gehen? Ich finde es voll schwer, meine Mitmenschen immer zu mögen. Manche mag ich auch überhaupt nicht leiden und will nicht, dass sie sich freuen!

G: Ich glaube, dafür brauchen wir Gottes Liebe. Das steht hier im zweiten Teil: Gott liebt uns ganz besonders doll, seine Liebe ist die Größte von allen.

MA: Ach, und was ist das Besondere an Gottes Liebe?

G: Hier steht: Sie ist geduldig und freundlich.

MA: Ich werde ja schon ungeduldig, wenn ich auf meinen Tee warten muss. Und noch mehr, wenn ich auf andere Menschen warten muss …

G: Die Liebe gibt nicht an und schaut nicht auf andere herab.

MA: Davon kann ich mir auch noch eine Scheibe abschneiden.

G: Sie ist nicht reizbar und nicht nachtragend.

MA: Also, da kann man sich ja wirklich wohlfühlen.

G: Sie ist freut sich nicht, wenn anderen etwas Schlechtes passiert und sie verliert nie die Hoffnung. Und noch so viel mehr!

MA: Wow, die ist wirklich besonders. Aber ich weiß nicht, ob ich es schaffe andere so lieb zu haben.

G: Ich glaube, wir können Gott bitten, dass er uns diese Liebe schenkt!

MA: Das ist eine gute Idee! Danke, jetzt verstehe ich das, was Paulus schreibt viel besser. Noch wichtiger als eine besondere Gabe zu haben ist, dass wir mit Liebe miteinander umgehen. Und wir können Gott bitten, dass er uns dabei hilft.

G: Ja genau. So verstehe ich das auch. Es war toll, euch kennenzulernen! Aber jetzt muss ich mal wieder los, tschüss!

MA: Tschüss!

(G verschwindet)

Die andere Idee

Vorbereitung: Schneide Herzen aus Papier aus und schreibe auf eine Seite die positiven Eigenschaften, die im Text genannt werden, aus einer für Kinder verständlichen Übersetzung (z.B. BasisBibel, Gute Nachricht). Zum Beispiel geduldig, freundlich, freut sich über die Wahrheit, hält allem stand. Knicke die Herzen in der Mitte (sodass die Schrift innen ist) und schreibe auf die äußere Seite die Eigenschaften, die Gottes Liebe laut dem Text nicht hat, zum Beispiel verbissen, angeberisch, schaut auf andere herab usw.

Erzähle den Text in deinen Worten und lege die gefalteten Herzen dabei nach und nach in eine Schüssel mit Wasser, mit den negativen Eigenschaften nach oben. Die Herzen falten sich auf und die Eigenschaften kommen zum Vorschein und die Gegenteile lösen sich im Wasser auf.

Der Text gelebt

Wiederholung

Lest den Text noch mal gemeinsam und versucht eigene Beispiele für die Vergleiche in Vers 1 bis 3 zu finden. Tauscht euch zu Vers 4 bis 7 aus, was für euch die wichtigsten Eigenschaften der Liebe sind. Versucht sie in euren Worten zu beschreiben.

Ihr könnt auch einen eigenen Text oder ein Gedicht zu Gottes Liebe aufschreiben und euch gegenseitig vortragen.

Gespräch

Tauscht euch zu folgenden Fragen aus. Dabei ist es wichtig, dass es keine falsche Antwort darauf gibt. Ihr könnt ehrlich zueinander sein und zusammen darüber reden, wie es euch damit geht. Auch die MA können sich einbringen und davon berichten, wo und warum es ihnen schwerfällt, anderen mit dieser Liebe zu begegnen.

Mögliche Fragen:

  • Warum bist du nett zu anderen?
  • Gibt es Situationen, in denen du nur an dich denkst, wenn es eigentlich um andere geht?
  • (Für Checker: Warum hilfst du in der Jungschar / Gemeinde?)
  • Wo kannst du spüren, dass dich jemand lieb hat?
  • Wie kannst du anderen zeigen, dass du sie lieb hast oder sie dir wichtig sind?
  • Wie kannst du jemandem, den du gar nicht magst, mit Liebe begegnen?
  • Hast du heute etwas über Gott und wie er ist, dazugelernt?

Merkvers

„Auch wenn alles einmal aufhört – Glaube, Hoffnung und Liebe nicht. Diese drei werden immer bleiben; doch am höchsten steht die Liebe.“ 1. Korinther 13, 13 (Gute Nachricht)

Schreibt den Vers auf ein kleines Herz, sodass ihr ihn in eurer Bibel als Lesezeichen nutzen oder zu Hause aufhängen könnt.

Gebet

Also Symbol für Gottes Liebe kann jedes Kind ein kleines Schokoladenherz bekommen. Während ihr die Schokolade esst, könnt ihr still sein und euch über Gottes Liebe freuen.

Betet dann gemeinsam und bittet Gott euch zu helfen, seine Liebe auch an andere weiterzugeben.

Kreatives

Drucke den Text oder Teile daraus, in einer leicht verständlichen Übersetzung für jedes Kind einmal aus und lasse dabei einen breiten Rand neben dem Text. Gestaltet den Text mit Farben, Markierungen, Notizen, Stempeln aus eurer Perspektive. Lasst euch vom Bible Art Journaling inspirieren. Im Internet gibt es dazu viele Vorschläge. Auch hier gilt: Es gibt keine falsche Idee, alles ist erlaubt!

Spielerisches

Die Kinder sitzen in einem Kreis und bekommen die Aufgabe ohne am Anfang eine bestimmte Reihenfolge auszumachen bis 15 zu zählen. Wenn zwei Personen eine Zahl gleichzeitig sagen, muss man wieder von vorne anfangen. Bei diesem Spiel geht es vor allem darum, auf einander zu achten und sich gegenseitig wahrzunehmen.

Wenn man möchte kann man anschließend mit den Kindern darüber sprechen, was / warum es ihnen schwergefallen ist.

Rätselhaftes

Falls ihr euch in einer Gemeinde trefft, in der es Fächer mit den Namen von einzelnen Mitgliedern gibt, schreibt ihnen geheime Botschaften, dass Gott sie lieb hat und verteilt sie in ihre Fächer. Ob sie erraten können, wo die herkommen?

(T)Extras

Lieder

Für alte Musicalhasen: Das Lied „Liebe“ aus dem Adonia Musical „Paulus von Tarsus“ von 2010 greift einige Stellen aus genau diesem Text auf. (Auf YouTube oder der Adonia Website verfügbar)

Aktionen

Lernt den Text gemeinsam, in dem ihr ihn in Abschnitte aufteilt und jede/r ein kleines Stück lernt. Tragt den Text gemeinsam beim nächsten Gottesdienst oder Gemeindefest vor. Falls ihr eigene Gedichte und Texte dazu geschrieben habt, könnt ihr diese vortragen.

Kreatives

Schneidet Blumen aus und schreibt eure Lieblingsstellen aus dem Text in die Mitte. Klappt die Blütenblätter in die Mitte, so dass die Schrift verdeckt ist. Legt die Blumen in eine Wasserschüssel und beobachtet, wie die Blumen aufgehen und die Botschaft präsentieren.

Weihnachtsplätzchen mit Eischnee

Manche Träume halten sich hartnäckig, andere platzen schneller als eine Seifenblase oder lösen sich nach und nach auf, wie Schaum. Eischnee ist wie ein Schaum, und er kann man auch wunderbar nutzen um leckere Weihnachtsplätzchen zu backen. Im Folgenden werden drei geschmackliche Variationen beschrieben, die auf einem Eischnee-Grundrezept (Eiweiß, Salz, Puderzucker) aufgebaut sind. Jedes der drei Rezepte ergibt ca 40-50 Makronen. Für die Verwendung des Eigelbes gibt es ein Zusatzrezept.

Kokos-Marzipan-Makronen

Ihr benötigt:

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 100g Puderzucker
  • 100g Kokosflocken
  • 200g Marzipan-Rohmasse
  • ca 1 Esslöffel Orangensaft

Zunächst trennt ihr von zwei Eiern jeweils das Eigelb vom Eiweiß. Im Eiweiß darf kein Eigelb sein! Dann schlagt ihr das Eiweiß mit der Prise Salz mit einem Handrührgerät zu steifem Eischnee. Am Ende rührt ihr zügig den Puderzucker unter den Eischnee.

Parallel knetet oder rührt ihr das Marzipan, die Kokosraspeln und den Orangensaft zu einer feuchten Masse.

Vorsichtig zieht ihr den Eischnee mit einem Rührlöffel oder Teigschaber unter die Kokosmasse.

Nun setzt ihr mit zwei Teelöffeln ca. Walnuss-große Teighäufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Die Makronen backt ihr bei 180°c ca 15-20 Min.

Feigen-Zimt-Makronen

Ihr benötigt:

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 100g Puderzucker
  • 100g zarte Haferflocken
  • 1-2 Teelöffel Zimt
  • 10 Feigen (oder Rosinen)
  • 2-3 Esslöffel Orangensaft

Zunächst schlagt ihr das Eiweiß mit der Prise Salz mit einem Handrührgerät zu sehr steifem Eischnee und rührt zum Schluss zügig den Puderzucker unter.

Parallel schneidet ihr die Feigen in sehr kleine Stücke. Anschließend vermischt ihr die Haferflocken, die Feigen, den Zimt und den Orangensaft zu einer klebrigen Masse.

Vorsichtig zieht ihr den Eischnee mit einem Rührlöffel oder Teigschaber unter die Haferflockenmasse.

Mit zwei Teelöffeln setzt ihr ca. Walnuss-große Teighäufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Bei 180°C backt ihr die Makronen ca. 15-20 Minuten.

Schoko-Makronen

Ihr benötigt:

  • 2 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 100g Puderzucker
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 200g Schokocreme

Zunächst schlagt ihr das Eiweiß mit der Prise Salz mit einem Handrührgerät zu steifem Eischnee und rührt zum Schluss zügig den Puderzucker unter.

Parallel dazu rührt ihr die gemahlenen Mandeln und die Schokocreme zu einer klebrigen Teigmasse. Vorsichtig zieht ihr den Eischnee unter die Teigmasse.

Nun setzt ihr mit zwei Teelöffeln Walnuss-große Teighäufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Bei 180°C backt ihr die Makronen 15-20 Minuten.

ACHTUNG:

Wartet mit dem Essen und dem Herunternehmen vom Blech, bis die Makronen etwas abgekühlt und damit fester sind.

Achtet auf Hygiene: haltet die Arbeitsfläche sauber und beachtet die richtige Backtemperatur und Backdauer, die Kinder sollten auch nicht vom Teig naschen – ihr arbeitet mit rohen Eiern!

Butter-S oder Butter-Kringel

Wer auch das Eigelb nutzen möchte kann damit einen Teig für Butter-S oder Butter-Kringel herstellen.

Dazu benötigt ihr:

  • 500g Mehl
  • 250g Butter
  • 120g Zucker
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 Teelöffel Zimt
  • 4-5 Eigelb für den Teig
  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • 1-2 Eigelb zum Bestreichen
  • Hagelzucker zum Bestreuen

Aus den Teigzutaten knetet ihr mit den Knethaken des Handrührgerätes einen Mürbteig. Wenn möglich stellt ihr ihn in einer verschlossenen Dose 1 Stunde im Kühlschrank kalt.

Dann formt ihr aus dem Teig Butter-S oder Kringel. Dazu nehmt ihr ca. eine Handvoll Teig aus der Schüssel, rollt eine Teigschlange mit ca 0,7cm Durchmesser auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus, teilt diese in 7-10 cm lange Stücke und formt diese als S oder zu einem Kringel. Legt die geformten Teigstücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

In einer Tasse oder einem Schälchen verquirlt ihr das Eigelb und bestreicht damit die Gebäckstücke auf dem Backblech. Zum Schluss streut ihr etwas Hagelzucker darüber.

Backt die Plätzchen bei 180°C 10-12 Minuten

Gutes Gelingen und guten Appetit!

Gott spricht zu uns auf ganz unterschiedliche Weise. Mal durch Bibelworte oder im Gebet, mal durch Menschen oder die Wunder der Natur, mal in der Forschung, durch die Kunst oder: in Träumen. Träume können dabei ganz unterschiedlich aussehen. In der Bibel spricht Gott im Schlaf oder über Bildern und Visionen.

In dieser Themenreihe haben wir uns mit „Traum-Geschichten“ beschäftigt. Im Traum hat König Salomo einen Wunsch bei Gott frei, bekommt Josef klare Ansagen, werden die drei Weisen gewarnt. Martin Luther King träumt von einer besseren Welt. I have a dream…

Mit den Kindern gehen wir diesen und eigenen Träumen nach. Außerdem gibt es eine anschauliche Andacht zur Jahreslosung aus Joh. 6,37: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ Und wie immer findet ihr hier weitere Ideen zur Gestaltung eurer Gruppenstunden für die letzten drei Monate des Jahres. Eine Geschenkidee für Eltern zu Weihnachten ist auch dabei.

Viel Spaß beim Stöbern, Entdecken und Umsetzen und eine gesegnete Herbst- und Adventszeit,

euer Redaktionsteam Jungscharleiter online

Altbekannte Geburtstagsspiele für ein nicht alt gewordenes Geburtstagskind

Schenkt uns Pfingsten einfach nur einen schulfreien Tag? Oder steckt doch noch mehr dahinter? Mit diesem fröhlichen Spielabend mit mehreren typischen Kindergeburtstagsspielen, könnt ihr den Jugendlichen die Bedeutung von Pfingsten spielerisch nahe bringen und mit ihnen das Geburtstagsfest der Kirche fröhlich feiern! Möglich wäre auch, diesen Abend als Einladungsaktion für neue Teilnehmende zu nutzen. Dann können zusammen mit den Jugendlichen die Einladungskarten gebastelt werden, und jeder darf „zwei neue Jugendliche“ zu dem Abend einladen und mitbringen.

Im Vorfeld

Die Mitarbeitenden verteilen in der vorherigen Gruppenstunde oder auch als Briefkasten-Überraschung Einladungskarten zum „Kindergeburtstag“. Diese können im Schreibwarenhandel oder Spielwarenladen gekauft oder auch mit typischen Kindergeburtstagsmotiven wie Luftballons, bunten Torten o. Ä. selbst gebastelt werden. Weitere Vorbereitungen für den Abend sind den jeweiligen Beschreibungen zu entnehmen.

Atmosphäre

Die Grundatmosphäre bei dieser Gruppenstunde kann durch eine gute Deko und passende Extras positiv beeinflusst werden. So lohnt es sich, den Raum wie für einen Kindergeburtstag zu schmücken, den Tisch mit Kindergeburtstagsservietten und -geschirr zu decken und im Hintergrund fröhliche Musik abspielen zu lassen (geeignet sind zum Beispiel Lieder von Rolf Zuckowski und diverse „Kinderschlager“ wie Pippi Langstrumpf, Biene Maja, Schnappi usw.).

Tipp: Dieser Abend ist absolut dafür geeignet, viele Schnappschüsse zu machen, die später verschenkt oder auf einer Bilderwand veröffentlicht werden können. Also Fotoapparat nicht vergessen.

Begrüßungsaktion

Zur Begrüßung wird jede/r Teilnehmende herzlich an der Tür willkommen geheißen und bekommt eine kleine Geburtstagströte (Spielwarenladen) – und eventuell auch einen Geburtstagshut. Um die Stimmung zu lockern und die Zeit zu überbrücken, bis alle da sind, können in typischen Kindergeburtstags-Einweg-Bechern auch Softgetränke, Kinderbowle oder alkoholfreie Cocktails serviert werden. Außerdem werden die Teilnehmenden motiviert, die Tröten immer wieder einzusetzen.

Typische Kindergeburtstagsspiele

Luftballontanz

Spielvorbereitung: Luftballons aufblasen und eine ca. 50–60 cm lange Schnur daran befestigen.

Jede/r Teilnehmende bekommt eine Schnur um den rechten Fuß gebunden, an deren anderem Ende ein aufgeblasener Luftballon befestigt ist. Sobald eine lebhafte Musik ertönt, tanzen alle durch den Raum und versuchen, ihren eigenen Luftballon zu schützen und andere Luftballons zu zertreten. Wem der Luftballon zertreten wurde, scheidet aus. Sieger ist derjenige, der bis zum Schluss noch seinen Luftballon am Fuß trägt. Er erhält eine kleine Süßigkeit.

Geburtstagslied

Eine Geburtstagsfeier ohne Lied geht gar nicht. Deshalb wird die Gruppe in zwei Untergruppen geteilt und soll nacheinander das bekannte Geburtstagslied von Rolf Zuckowski „Heute kann es regnen, stürmen oder schnei’n / Wie schön, dass du geboren bist“ singen. Die Gruppe, die es lauter und zugleich schöner vorgetragen hat, bekommen Bonbons.

Topfschlagen

Ein/e Teilnehmende/r wird vor die Tür geführt und die Augen verbunden. In der Zwischenzeit wird irgendwo im Raum ein auf den Kopf gedrehter Kochtopf aufgestellt und unter ihm eine kleine Süßigkeit verstaut. Der/ die Teilnehmende vor der Tür wird hereingeführt und mehrmals um die eigene Achse gedreht, damit er/sie die Orientierung verliert. Dann geht er/sie auf allen Vieren und bekommt einen Holzlöffel in die Hand. Nun bewegt er/sie sich krabbelnd vorwärts und schlägt immer mit dem Kochlöffel auf den Boden, auf der Suche nach dem Kochtopf. Die anderen dürfen mit „eiskalt / kalt / warm / heiß / ganz heiß“ Tipps zur Kochtopfentfernung geben. Ertönt das dumpfe Klingen des Holzlöffels auf dem Kochtopf, darf der/die Suchende die Augenbinde abnehmen, den nächsten Suchenden bestimmen und die Süßigkeit behalten.

Tipp: Man kann auch bei allen Teilnehmenden die Zeit stoppen, die für die Suche gebraucht wird und am Ende den Gesamtsieger ermitteln.

Brezel schnappen

Spielvorbereitung: Immer zehn kleine Mini-Salzbrezeln auf einer langen Schnur auffädeln. Die Anzahl der Brezelschnüre orientiert sich an der Anzahl der Teilnehmenden.

Die Brezelschnur wird entweder aufgehängt oder die beiden Enden von zwei Freiwilligen gehalten. Die Schnur sollte sich etwa in Nasen- bis Augenhöhe der Teilnehmenden befinden. Die Brezeln werden nun so angeordnet, dass nicht alle Brezeln in der Kuhle der Schnur durch- und aufeinanderhängen, sondern dass die Schnur straff gespannt ist und die Brezeln mit einem gewissen Abstand voneinander getrennt sind. Auf den Startpfiff hin muss der Spieler nun immer wieder hochhüpfen und versuchen die Brezeln mit dem Mund zu schnappen, abzubeißen und zu essen. Die Hände dürfen dabei nicht zu Hilfe genommen werden und es sollte möglichst wenig auf den Boden fallen. Am witzigsten ist es, wenn immer zwei oder drei Jugendliche parallel gegeneinander antreten und geschaut wird, wer der/die schnellste Brezelschnapper/in ist. Möglich ist auch, die Zeit zu stoppen und alle Brezelschnappenden am Ende zu vergleichen.

Schokokusswettessen

Alle setzen sich an eine lange Tafel, vor jedem steht ein Teller mit einem Schokokuss. Die Hände werden auf dem Rücken verschränkt und nach dem Startschuss versuchen alle, so schnell wie möglich den gesamten Schokokuss vom Teller zu essen, ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen. Wer zuerst den ganzen Schokokuss aufgegessen hat, gewinnt. (Super Fotomotive!)

Murmeln schätzen

Spielvorbereitung: Im Vorfeld 50 Murmeln in eine Glasvase abfüllen.

Die Glasvase mit den Murmeln wird gezeigt. Jede/r darf auf einem Zettel seinen Namen und seine Schätzung aufschreiben, wie viele Murmeln sich in dieser Vase befinden. Die Auflösung „50“ wird bekanntgegeben und derjenige, der am nächsten dran ist, bekommt wieder eine kleine Süßigkeit.

Schokolade auspacken

Spielvorbereitung: Eine Tafel Schokolade mit einem zusammengelegten Zeitungsbogen einpacken, mit Paketschnur zubinden, evtl. mit Klebeband sichern. Dann die nächste Schicht Zeitungspapier, usw. Das Zeitungspäckchen sollte mindestens 5–6 Schichten haben.

Alle Spieler sitzen um einen Tisch, in der Mitte liegen das Zeitungs-Schokoladenpäckchen, Messer und Gabel, Wollmütze, Handschuhe, Schal und Sonnenbrille. Nun wird reihum gewürfelt. Sobald jemand eine 6 würfelt, darf dieser ans Auspacken gehen: Zuerst Handschuhe, Mütze und Schal anziehen und die Sonnenbrille aufsetzen. Dann Messer und Gabel zur Hand nehmen und beginnen, das Zeitungspäckchen und die Schnüre aufzuschneiden, um zur Schokolade zu gelangen. Ist man bei der Schokolade angekommen, darf ein Stück abgeschnitten und gegessen werden. In der Zwischenzeit allerdings kreist der Würfel weiter reihum, und sobald ein anderer Spieler eine 6 hat, muss der “Schokoladenauspackende” aufhören zu schneiden, seine Verkleidung ausziehen, die der nächste so schnell wie möglich anzieht.

Tipp: Bei größeren Gruppen bietet es sich an, in mehreren Kleingruppen an separaten Tischen zu spielen. Achtung: dann wird nicht nur die Schokolade, sondern auch die restliche Ausrüstung mehrfach benötigt.

Feuer-Wasser-Erde-Luft – Version 1

Musik wird abgespielt, zu der sich alle frei durch den Raum bewegen. Sobald die Musik gestoppt wird, ruft der/die Mitarbeitende verschiedene Kommandos:„Feuer“, „Wasser“, „Erde“ „Luft“.

Feuer = alle rennen sofort zu einem brennbaren Gegenstand und berühren diesen.

Wasser = Der Boden darf nicht mehr berührt werden, man muss irgendwo hochsteigen (Achtung, da wird auch vor schön dekorierten Tischen nicht Halt gemacht!).

Erde = so schnell wie möglich in die Hocke gehen und den Fußboden berühren.

Luft = eine Wand berühren, weil selbst Wände die Luft nicht einschließen können.

Der/die letzte, der/die sich den entsprechenden Zufluchtsplatz sichert, wird als langsamster Spieler ausgerufen – bei harten Regeln scheidet er hiermit dann auch aus, bei softeren Regeln bekommt man immer wieder eine neue Chance, nicht zu den Verlierenden zu gehören. Sobald die Musik wieder einsetzt, bewegen sich alle erneut durch den Raum bis zum nächsten Musikstopp.

Impuls

Das Spiel “Feuer-Wasser-Erde-Luft” ist ein sehr altes Spiel, das viele sicher noch aus Grundschulzeiten kennen. Eben wurde es gespielt, wahrscheinlich mit so viel Spaß und Feuereifer, wie auch die anderen typischen Kindergeburtstagsspiele. Diese vier Elemente sind eigentlich sehr unterschiedlich und passen nicht zusammen. Nicht umsonst sagt man manchmal „die beiden sind wie Feuer und Wasser“. Entweder das Feuer ist so stark, dass das Wasser verdunstet, oder es hat so viel Wasser, dass das Feuer gelöscht wird. Beides sind gewaltige Elemente. Auch Erde und Luft sind besonders – Erde ist materiell, man kann sie anfassen und spüren – Luft ist grenzenlos, nicht zu fassen, nicht richtig sichtbar.

Schon die Naturphilosophen Griechenlands, vor allem aber die großen Philosophen Platon und Aristoteles haben ihre Aufmerksamkeit den vier Elementen gewidmet. Sie haben in Feuer, Wasser, Erde und Luft die Grundbestandteile allen Seins erkannt. Sie haben sie ganz klar voneinander unterschieden und auch Göttern zugeordnet, weil sie dachten, dass dies vier zentrale Mächte sind. Aristoteles hat den vier Elementen, die er als veränderlich einordnete, dann noch ein weiteres fünftes gegenübergestellt: den himmlischen Äther jenseits des Mondes, unwandelbar und zeitlos.

Der christliche Glaube hat viel Nähe zur griechischen Philosophie, jedoch hat er diese Lehre von den vier Elementen nie zu einem zentralen Bestandteil seiner Schöpfungslehre gemacht – auch wenn Augustinus, der Kirchenlehrer der Antike, und andere die Theorien zu den vier Elementen kannten.

Vielleicht liegt die Distanz zu dieser Lehre in dem begründet, was wir heute gemacht haben: wir haben Geburtstag gefeiert. Und nicht nur irgendeinen Geburtstag, sondern eigentlich den Geburtstag, der diese vier Elemente nicht trennt, sondern zusammenbringt: den Geburtstag der Kirche. Pfingsten! Gottes Geist trennt die Elemente nicht, er führt sie zusammen.

Lies Apostelgeschichte 2,1–11 vor.

Tipp: Vorher den Text einmal üben, da die Namen der Regionen nicht einfach zu lesen sind.

Vom Himmel her kam ein Brausen – die Luft, und zugleich sieht man etwas wie züngelndes Feuer über den Köpfen der Menschen. So kommt der heilige Geist auf die Erde, zu den Menschen, die Gott geschaffen hat. Und er wird den Menschen weitergegeben im Wasser der Taufe. Pfingsten ist ein Fest der Elemente, und nicht in ihrer großen Unterschiedlichkeit, sondern in ihrer Einheit in der Schöpfung.

Bis zu diesem Zeitpunkt war die gute Nachricht von Jesus, von seinem Handeln und Wirken auf der Erde, von seinen Erklärungen und Gleichnissen, von seinem Tod und seiner Auferstehung, örtlich sehr eingegrenzt. Wenn man es global betrachtet, hat nur ein winzig kleiner Teil der Menschheit überhaupt von ihm Notiz genommen. Und weltweit betrachtet war es auch nur ein winzig kleiner Fleck, an dem er sich aufgehalten hat. Doch nun, an Pfingsten, ändert sich das. Gott möchte nicht nur für sein Volk Israel der väterliche Gott sein, dessen Name „Ich bin für dich da“ ist. Er verleiht den Menschen seinen Heiligen Geist, damit sie begreifen und verstehen, damit sie sprühen und Feuer fangen, damit sie motiviert sind, anderen von der frohen Botschaft weiterzuerzählen. Und dieser heilige Geist befähigt sie nicht nur rhetorisch, sondern schenkt auch die Gabe, in allen möglichen Sprachen zu reden, damit die Botschaft weltweit zu allen Völkern gelangt – so wie Jesus es in Matthäus 28,19 als Auftrag gegeben hat: Geht in alle Welt und erzählt von mir, lebt es ihnen vor, tauft die Menschen, damit auch sie den heiligen Geist bekommen. Dadurch wurde Pfingsten zu einem wichtigen Fest, das oft nicht den Stellenwert bekommt, den es verdient hätte. Das war der Geburtstag der christlichen Kirche, die sich weltweit verbreitet hat.

Der Name „Pfingsten“ hängt auch mit einem weiteren Spiel von vorhin zusammen – mit dem Murmeln schätzen. Denn Pfingsten heißt im Altgriechischen „fünfzigster Tag“. Seit Ostersonntag der Auferstehung sind 49 Tage vergangen, und nun, am fünfzigsten Tag, sendet Gott, nach seinem Sohn, jetzt seinen Heiligen Geist zu dem Menschen. Zum Geburtstag der Kirche. Was für ein Fest muss das damals gewesen sein!

Heute haben wir auch Geburtstag gefeiert. Eher einen Kindergeburtstag – das passt vielleicht nicht ganz für die Kirche, da die schon ganz schön in die Jahre gekommen ist. Rund 2000 Jahre alt. Sollte man da vielleicht eher einen Grufti-Geburtstag feiern? Aber es liegt an uns, dass diese Kirche jung bleibt. Nicht nur durch Kindergeburtstagsspiele – vor allem durch unseren Einsatz, unsere Meinungsäußerungen, unser Mitwirken bei verschiedensten Möglichkeiten, können wir diese Kirche weiterhin jung erhalten. Denn die Botschaft ist keine Grufti-Botschaft, sie ist nicht veraltet und wird es nie sein. Auch heute ist es noch genauso aktuell wie damals, dass Gott Mensch geworden ist, dass er uns unendlich liebt, und dass wir dies weitergeben sollen. Dabei helfen uns das Brausen und das Feuer des Heiligen Geistes, der auch nicht in die Jahre gekommen ist, sondern uns immer wieder neuen Schwung schenkt.

Pfingsten – Kindergeburtstag oder Kirchenfest? Beides. Der Geburtstag einer Kirche, die mit dem Kind in der Krippe begann und mit dem Tod von Jesus nicht zu Ende war. Der Geburtstag einer Kirche, die die Auferstehung von Jesus an Ostern feiert, und die an Pfingsten, dem fünfzigsten Tag, feiert, wie der heilige Geist uns offene Ohren und Herzen schenkt, und uns Feuer für unser Leben als Christen hier auf der Erde gibt.

Pfingsten ist also ein Geburtstagsfest, bei dem wir in den Himmel schauen und uns daran freuen dürfen, dass Gott nicht weit weg im Himmel geblieben ist, sondern auf unsere Erde kam.

Pfingsten ist ein Fest, bei dem wir nicht als Einzelne dastehen, sondern in der Gemeinschaft der Christen – hier in dieser Gruppe, aber auch in der Gemeinschaft der Christen an unserem Ort, in unserem Land und weltweit.

Pfingsten ist das Fest, an dem wir feiern, dass wir alle wie ein gemeinsamer Leib / gemeinsamer Körper sind, obwohl jede/r Einzelne doch so unterschiedlich ist. Aber genau das macht es ja aus, wie bei einem Körper jedes Körperteil und jedes Organ seine wichtige Funktion fürs Ganze hat (1. Kor. 12,12 ff.).

Deshalb soll nun noch einmal Feuer-Erde-Wasser-Luft gespielt werden, aber mit neuen Elementen.

Feuer-Wasser-Erde-Luft Version 2

Gleiches Prinzip wie Version 1, aber mit zusätzlichen „Elementen“, bei denen jedoch kein Mitspielender ausscheiden sollte:

– Himmel = auf den Rücken legen und nach oben schauen

– Gemeinschaft = alle treffen sich im Kreis und halten sich an den Händen

– Kirche viele Glieder, ein Leib = alle legen sich auf den Boden und versuchen, mit ihren Körpern gemeinsam so schnell wie möglich einen Menschen mit Kopf, Bauch, Armen, Beinen zu formen.

Mit einem dieser verbindenden neuen Elemente am besten dann das Spiel aufhören.

Geburtstagskuchen

Trotz der Süßigkeiten zwischendurch darf natürlich auch ein Geburtstagskuchen nicht fehlen. Die Kerze wird entzündet und mit “Happy Birthday” oder “Viel Glück und viel Segen” ein Ständchen für das Geburtstagskind geschmettert, bevor der Kuchen angeschnitten wird.

Geburtstagstütchen

Vorbereitung: Tütchen mit Süßigkeiten füllen und den weiteren Inhalt besorgen / kopieren.

Bei den meisten Kindergeburtstagen bleibt es nicht nur bei den schönen Spielen, sondern die Kinder bekommen am Ende des Geburtstages als Erinnerung noch etwas geschenkt. In bunt bedruckte Tütchen werden diverse kleine Süßigkeiten gesteckt, und beim Geburtstag der Kirche darf es auch etwas mehr sein – vielleicht das Programm des Jugendkreises, der Hinweis auf den nächsten Jugendgottesdienst, die Verabredung, als Jugendgruppe gemeinsam den nächsten Gemeindegottesdienst zu besuchen, ein Bibelvers zu Pfingsten oder ein Segensvers für die Jugendlichen. Das Überreichen dieses Give-aways bildet den Abschluss dieser festlichen Gruppenstunde.

Schokolade … Schwarzes Gold! Oder wie manch einer behauptet: Essbares Glück! Ja, Schokolade kann ein bisschen glücklicher machen, zumindest jedoch versüßt sie einem so manchen tristen, kalten Tag auf der Couch und ist der ideale Begleiter für den süßen Hunger um die Mittagszeit!

Umso schöner, wenn die Schokolade dann nicht nur gut schmeckt, sondern auch noch aussieht wie ein echtes Kunstwerk! Aus diesem Gedanken heraus wurde möglicherweise die Idee zur Praline geboren. Schokolade in allen Variationen und immer wieder neu geformt, verziert und hübsch aufbereitet! Manchmal fast zu schade zum Essen. Aber nur fast!

Es müssen ja nicht immer die teuren Pralinen vom Konditor sein. Vieles, was gut schmeckt und auch gut aussieht, kann man ganz leicht selbst herstellen! Vorhang auf für vier leckere Pralinenrezepte, die euch die kalte Jahreszeit versüßen und die ihr prima mit wenig Aufwand in der nächsten Gruppenstunde gemeinsam mit den Mädels machen könnt. Alle Pralinen sind nach der Herstellung etwa eine Woche lang im Kühlschrank haltbar!

Oreo-Pralinen

Zutaten für 15–20 Stück:

  • 2,5 Packungen Oreo-Kekse
  • 100 g Frischkäse
  • 100 g Quark
  • 300 Gramm Kuvertüre
  • optional: Deko und Verzierungen

Material: 

  • Tropfgitter oder Kuchengitter, Gabel, Mixer oder Gefrierbeutel mit Nudelholz

Zerkleinert die Oreo-Kekse zu feinem Keksmehl. Das geht entweder in einem Gefrierbeutel mit Nudelholz oder professionell in einem Mixer. Dann verrührt ihr Frischkäse und Quark miteinander und hebt anschließend die Kekskrümel unter. Die Masse ist nun recht klebrig und kann zu kleinen Kugeln gerollt werden. In der Zwischenzeit könnt ihr bereits die weiße Kuvertüre im Wasserbad schmelzen (Tipp!). Wenn die Kugeln etwas angetrocknet sind, könnt ihr sie mit einer Gabel in die geschmolzene Schokolade tunken und dann auf dem Tropfgitter/Kuchengitter aushärten lassen! Wer die Pralinen noch verzieren möchte, kann dies nun tun!


Cornflakes-Kracher: Der Klassiker! 

Zutaten für 40 Stück:

  • 500 g Schokolade
  • 225 g Cornflakes
  • 2 EL Butter
  • 1 Packung Vanillezucker

Material:

  • Löffel, Backblech mit Backpapier

Schmelzt die Schokolade im Wasserbad und rührt die Butter ein, wenn die Masse flüssig ist! Anschließend müsst ihr nur noch die Cornflakes mit einem Löffel in die Schokolade tauchen und auf einem ausgelegten Backblech zu kleinen Haufen formen, die ihr austrocknen lasst. Fertig!


Schokokugeln

Achtung: Kühlzeit der Pralinenmasse 30 Min.!

Zutaten für 40 Stück:

  • 100 g Zartbitterschokolade
  • 100 g Vollmilchschokolade
  • 200 ml Sahne
  • 100 g Kokosfett
  • 200 g Nuss-Nugat-Creme
  • optional: Deko und Verzierungen

Material:

  • Mixer

Schmelzt die Schokolade gemeinsam mit der Sahne und dem Kokosfett im Wasserbad. Lasst die Masse einmal aufkochen und gebt sie danach in eine Schüssel. Nun kommt die Nuss-Nugat-Creme hinzu. Gut rühren, damit sich alles verbindet. Eine halbe Stunde im Kühlschrank abkühlen lassen! Die kalte Masse danach mit dem Mixer aufschlagen und dann zu Kugeln formen. Danach könnt ihr die Pralinen verzieren.

Tipp: Wer diese Praline noch weihnachtlicher haben möchte, gibt den Abrieb einer Tonkabohne dazu! Für einen exotischen Touch könnt ihr die Praline auch in Kokosflocken wälzen! 

Oder habt ihr noch andere Ideen? Die Schokokugeln sind ein Allrounder und können beliebig variiert werden!


Wieder ein Klassiker: Frucht in Schokohülle

Kühlzeit der Pralinen: 30 Min.

Zutaten für 20 Stück:

  • Früchte (Himbeeren passen besonders gut!)
  • Etwas Zucker zum Süßen der Früchte
  • 200 g Quark oder Joghurt
  • 200 g weiße Kuvertüre
  • optional: Deko und Verzierung

Material: 

  • Tropfgitter oder Kuchengitter, Pürierstab, Eiswürfelformen 

Püriert die Früchte mit etwas Zucker und hebt anschließend den Joghurt/Quark unter die Masse. Rührt alles gut um! Anschließend könnt ihr die Masse in die Eiswürfelformen füllen und die Pralinen im Gefrierfach eine halbe Stunde lang fest werden lassen. Schmelzt nun im Wasserbad die Kuvertüre (Tipp!). Die tiefgekühlten Pralinen lassen sich anschließend gut aus der Form lösen und müssen sofort im Anschluss in der geschmolzenen Kuvertüre gewälzt werden, damit sie ihre Form behalten. Im Anschluss könnt ihr die Pralinen auch noch verzieren!

Tipp: Transport!

Damit die Schokoladen-Kunstwerke heil und die Autopolster der abholenden Eltern unbeschmiert nach Hause kommen, könnt ihr die Pralinen der Mädels jeweils in kleine Organza-Säckchen füllen. Das sieht nicht nur super schön aus, sondern macht auch den Transport viel einfacher!

Tipp: Kuvertüre im Wasserbad schmelzen!

Damit die geschmolzene Kuvertüre später beim Aushärten keinen weißen »Schlier« bekommt, muss man sie schon im Wasserbad »temperieren«. Das bedeutet, dass man zunächst nur zwei Drittel der benötigten Menge im Wasserbad schmelzen lässt und die Schokolade dann vom Wasserbad herunter nimmt. Dann wird das letzte Drittel der Menge zur geschmolzenen Kuvertüre dazu gegeben und eingerührt. Sie schmilzt durch deren Wärme ganz von selbst und die Kuvertüre geht insgesamt in der Temperatur etwas herunter. Nun kann sie ganz normal verarbeitet werden. Das Ergebnis ist glänzende Kuvertüre auf euren Pralinen!

Was ist denn wirklich kostbar? Was gibt Dingen ihren Wert? In der Bibel gibt es viele Beispiele, dass Wertvorstellungen völlig auf den Kopf gestellt werden: die Witwe, die einen scheinbar mickrigen Betrag in die Spendendose wirft, damit aber ihr Kostbarstes hergibt und von Jesus als Vorbild herausgehoben wird; der reiche Kornbauer, der sich auf seinen Reichtum verlässt, der letzten Endes jedoch wertlos ist; das einzelne, verlorene Schaf, das dem Hirten mindestens so kostbar ist wie die 99 anderen zusammen, und viele mehr. Letztendlich geht es auch um unseren eigenen Wert und wie kostbar wir in den Augen dessen sind, der uns erschaffen hat – egal, wie andere uns bewerten.

Wir wünschen euch mit diesem Thema wertvolle Ideen für eure Arbeit, kostbare Momente mit euren Teilnehmerinnen, in denen ihr gemeinsam die ganze Fülle von Gottes Reichtum entdeckt, den er für uns am Start hat.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Ein geschüttelter Mix aus Flaschenheben und Flaschenrennen

Dieser Entwurf stellt viele ganz unterschiedliche Spiele und Aktionen mit Flaschen zusammen, den man entweder komplett so umsetzen oder einzelne Spiele daraus auswählen kann. Von Gedächtnisleistung über Schätzfähigkeit, Geschmackskreativität, Musikalität und vieles mehr wird alles abgefordert, sodass für jeden etwas dabei sein dürfte. Pro gewonnenem Spiel erhält man Flüssigkeit für einen späteren Cocktailwettbewerb, was einen schönen und leckeren Ausklang der Gruppenstunde garantiert.

Spielmaterialherstellung

Zu erledigen VOR der Gruppenstunde! Da selbst entschieden werden kann, ob man ein oder mehrere der Spiele spielt, sollte man entscheiden, welche Spiele gemacht werden und findet dann die nötige Vorbereitung vor jeder jeweiligen Spielbeschreibung.

Hinweis: Vier Gruppen spielen gegeneinander, die Anzahl der Teilnehmenden pro Gruppe ist variabel. Ebenso variabel ist, wie viele Spiele man aus diesem Vorschlag durchführt und wie oft man die jeweiligen Spiele wiederholt. Dadurch erreicht man eine große Flexibilität bezüglich der Dauer.

1. Spiel: Gruppeneinteilung

Vorbereitung: Es werden vier Gruppen-Mineralwasserflaschen gebraucht. Die Flaschen haben statt des normalen Etiketts ein farbiges Etikett (rot, blau, grün, gelb), das aus dem farbigen Papier ausgeschnitten und aufgeklebt wird.

Die Gruppeneinteilung in vier Gruppen erfolgt über Zettel mit Mineralwassersorten, die die Teilnehmenden ziehen. Das bedeutet, dass man die geschätzte Anzahl der Teilnehmenden durch 4 teilt und entsprechend viele Zettel pro Mineralwassersorte schreibt. Diese Zettel werden gefaltet und in einem Korb bereitgestellt.

Spiel:  Jeder Teilnehmende zieht einen Zettel und liest die Mineralwassersorte. Auf das Startsignal hin rufen alle laut ihre Mineralwassersorte und so finden sich die vier Gruppen. Die Gruppe, die sich zuerst gefunden hat, darf aus den vier Farben rot, blau, gelb und grün die Gruppenfarbe auswählen. Als nächstes hat die zweitschnellste Gruppe die Wahl, dann die drittschnellste, und die langsamste Gruppe nimmt die Farbe, die übriggeblieben ist.

Außerdem erfahren die Teilnehmenden, dass in den folgenden Spielen zum Teil nur die Gewinner, zum Teil auch die Zweitplatzierten, „Flüssigkeit nach Wunsch“ erspielen können. Die Auswahl der Getränkeflaschen ist gut sichtbar aufgebaut. So können auch während der einzelnen Spiele schon die Überlegungen laufen, ob man wahllos verschiedene Säfte wählt, oder ob man gezielt später auf ein bestimmtes Rezept setzt und z. B. nur zwei oder drei Sorten kombiniert.

2. Spiel: Füllstand schätzen

Vorbereitung: Eine leere Gruppen-Mineralwasserflasche wiegen und das Gewicht notieren.

Spiel: Jede Gruppe bekommt eine leere Mineralwasserflasche mit dem Etikett in ihrer Gruppenfarbe, einen Trichter und eine 1-Liter-Flasche gefüllt mit Wasser.

Als Nächstes wird die erste Zielvorgabe genannt, z. B. 190 ml. Jede Gruppe versucht nun, möglichst genau 190 ml aus der 1-Liter-Flasche in die Mineralwasserflasche umzufüllen. Jede Gruppenflasche wird gewogen (und natürlich das Gewicht der Flasche abgezogen) und die Siegergruppe notiert. Jedes Mal wird das Wasser wieder in die 1 Liter-Flasche zurückgeleert, bevor die neue Zielvorgabe genannt wird. Weitere mögliche Aufgaben könnten sein: 480 ml, 20 ml, 690 ml, 50 ml, 110 ml.

Am Ende der Runde wird geschaut, wer die meisten Siege ergattern konnte. Der Gesamtsieger des Spiels erhält 200 ml einer Flüssigkeit nach Wahl. Die zweitplatzierte Gruppe erhält 100 ml nach Wahl.

3. Spiel: Flaschengewichtheben

Vorbereitung: Material besorgen

Spiel: Pro Gruppe benötigt man eine freiwillige Person. Alle stellen sich in eine Reihe und müssen auf das Startsignal hin mit dem waagrecht ausgestreckten Arm die gefüllte 1-Liter-Flasche am Flaschenhals halten. Gewonnen hat die Person, die als Letzte den Arm sinken lässt.

Entweder dieses Spiel nur einmal spielen und den Sieger dieser Spielrunde festlegen oder den Sieg notieren und es folgen weitere Runden mit neuen Freiwilligen. Wer als Gruppe nach mehreren Durchgängen die meisten Siegpunkte hat, hat dieses Spiel gewonnen.

Die Siegergruppe bekommt 100 ml einer Flüssigkeit nach Wahl in seine farblich markierte Gruppenflasche.

4. Spiel: Flaschenrennen

Vorbereitung: Herstellung von Karten, sowie Material besorgen. Für die Spielfeldkarten 12 Motive (in zweifacher Ausführung) kopieren (Motive s. u.), ausdrucken (passende Bilder im Internet suchen) oder malen. Z. B. die Papierkreise aus dem Moderationskoffer bemalen oder mit dem ausgedruckten Motiv bekleben oder die Motive auf Papier/Karton kleben. – Empfehlenswert wäre dann ein Motiv pro A6-Papier. Fertig sind 24 Spielfeldkarten.

Motive: Sprudelflasche mit kohlensäurehaltigem Wasser, Wasserflasche stilles Wasser, Wasserhahn, Trinkglas, Tropfen, Bach, Wasserfall, Hydrant, Welle, Weinglas, Gießkanne, Brunnen.

Zusätzlich werden 12 Motivplättchen mit denselben Motiven benötigt. Diese sollten eine andere Form, andere Farbe oder andere Größe haben als die Spielfeldkarten, damit man sie voneinander unterscheiden kann. Z. B. runde Spielfeldkarten und quadratische Motivkarten oder die Spielfeldkarten in gelb und die Motivkarten in blau. Wichtig ist hier, mindestens 120 g-Papier oder Karton verwenden, damit das Motiv auf dem Kärtchen in umgedrehtem Zustand nicht durchscheint und man die Karten gut aufnehmen kann (ähnlich wie Memorykärtchen).

Außerdem benötigt man wieder die farbig etikettierten Gruppenflaschen. Zusätzlich gibt es in diesem Spiel noch vier schmale Etiketten in der jeweiligen Gruppenfarbe für den oberen Bereich der Flasche. Dieser schmale Etikettstreifen entweder mit Tesa oder mit doppelseitigem Klebeband jeweils bei der farblich passenden Flasche oben am Flaschenhals anbringen. Wichtig ist, dass dieses Etikett abgelöst und wieder angebracht werden kann.

Aufbau: Auf der Tischmitte oder dem Boden die 12 Motiv-Plättchen verdeckt und durcheinander auslegen (nicht ordentlich in Reihen). Außen herum die Spielfeldkarten mit dem Motiv sichtbar nach oben in einem Kreis anordnen.

Da es bei diesem Spielfeld keine klassischen Start- oder Zielfelder gibt, sondern das Spielfeld ein geschlossener Kreis ist, werden die Gruppenflaschen so aufgestellt, dass zwischen allen der gleiche Abstand besteht (bei vier Flaschen sind also immer 5 Spielfeldkarten dazwischen).

Spielregeln: Die Flaschen werden im Uhrzeigersinn auf den Spielfeldkarten weiterbewegt. Es beginnt die Gruppe, die als erstes einen Werbespruch für Mineralwasser aufsagen kann – frei erfunden oder ein aus der Werbung bekannter Spruch.

Vorwärtslaufen: Die Gruppe zieht eines der verdeckten Motivplättchen. Das Motiv wird allen Mitspielern gezeigt und dann wieder verdeckt an seinen ursprünglichen Platz zurückgelegt. Hat die Spielfeldkarte, die direkt neben der Flasche – im Uhrzeigersinn – liegt, das gleiche Motiv, darf die Flasche nun auf diese nächste Spielfeldkarte weitergerückt werden. Die Gruppe darf so lange Karten umdrehen und weiterziehen, wie das Motiv mit der direkt nächsten Spielfeldkarte übereinstimmt. Stimmt es nicht mehr überein, ist der Zug beendet und die nächste Gruppe kommt dran.

Überholen: Kommt eine Flasche direkt hinter einer anderen Flasche an, darf sie zum Überholen ansetzen. Das heißt, als nächstes muss nicht das Motiv gesucht werden, auf dem die gegnerische Flasche draufsteht (die das Motiv zudeckt), sondern das Motiv des nächsten freien Feldes hinter der zu überholenden Flasche. Wird das richtige Motiv aufgedeckt, darf zum einen die Flasche überholt werden, SOWIE der farbige schmale Etikettstreifen dieser Flasche abgelöst und an die eigene Flasche angebracht werden. Überholt man eine Flasche, die schon zwei oder drei Etikettstreifen besitzt, dürfen SÄMTLICHE Etikettstreifen an den eigenen Flaschenhals geklebt werden. Wird die Flasche mit den „geklauten“ Etiketten dann wieder überholt, darf natürlich wieder zurückerobert werden, die Etikettstreifen werden also vermutlich mehrfach die Flasche wechseln.

Stehen mehrere Flaschen direkt hintereinander im Weg, dürfen alle auf einmal überholt werden.

Spielende: Das Spiel ist in dem Moment zu Ende, in dem eine Gruppe mit ihrer Flasche alle vier verfügbaren Etiketten ergattern konnte. Siegerpunkte: Die Flasche dieser Gruppe erhält 200 ml einer Flüssigkeit nach Wahl als Siegespreis.

5. Spiel: Klingende Flaschen mit Wassermusik

Vorbereitung: Material besorgen

Spiel: Jede Gruppe erhält eine mit Wasser gefüllte 1-Liter-Flasche, einen Trichter, acht leere Glas-Mineralwasserflaschen und einen Löffel, ein Messer, eine Gabel. Jede Gruppe soll eine kleine Melodie mit Hilfe der Flaschen spielen, Dauer: 30 Sekunden.

Es ist den Gruppen völlig freigestellt,

– wie viele Flaschen sie verwenden.

– wie viel Wasser sie in die jeweiligen Flaschen abfüllen, um unterschiedliche Tonhöhen zu erzeugen (es darf auch weiteres Wasser nachgeholt werden, sollte die 1-Liter-Flasche geleert worden sein).

– ob sie eine Melodie selbst komponieren oder eine bekannte nachspielen.

– ob sie mit dem sämtlichen Besteck die Flaschen zum Klingen bringen oder mit einem Teil.

– wo sie die Flaschen anschlagen, um Töne zu erzeugen.

Zeit zum Präparieren der Flaschen und zum Einüben der Melodie: 4–5 Minuten.

Nach dem Vorspielen aller vier Wassermusiken bewertet jede Gruppe die gegnerischen Gruppen. Jede Gruppe muss entscheiden, welcher der anderen Gruppen sie drei / zwei / einen Punkt geben. Auch die Spielleiter vergeben Punkte, nämlich 4/3/2/1. Die Punkte werden pro Gruppe zusammengezählt, und die Siegergruppe bekommt 100 ml einer Flüssigkeit nach Wunsch, der Zweitplatzierte 50 ml.

Tipp: Die Punktevergabe kann anonym per Zettel erfolgen, sodass es keinen Streit gibt.

6. Spiel: Mineralwasser-Check

Vorbereitung: Mit einem Marker werden die drei Sprudelflaschen mit unterschiedlichem Natriumgehalt mit den Zahlen 1, 2 und 3 beschriftet. Ebenso werden mit Hilfe von Tesakrepp drei Gläser auch mit 1/2/3 pro Gruppe beschriftet.

Spiel: Pro Gruppe benötigt man ein oder zwei Freiwillige. Pro Gruppe drei Gläser vorbereiten und die drei Mineralwasser mit unterschiedlichem Natriumgehalt einschenken, jeweils natürlich passend zur Nummerierung. Es soll herausgeschmeckt werden, welcher Sprudel den niedrigsten / den höchsten Natriumgehalt hat.

Die Spielleiter entscheiden aufgrund des Wissensstands ihrer Gruppe, ob sie die folgende Info VOR oder NACH dem Spiel weitergeben: Die Höhe der Konzentration von Natrium im Wasser verändert den Geschmack. So schmeckt natriumreiches Wasser salziger, natriumarmes dagegen milder.

Alle Gruppen, die mit allen drei Zuordnungen richtig liegen, erhalten 100 ml ihrer Wunschflüssigkeit in ihre Gruppenflasche. Wer eine Zuordnung richtig hat, erhält 50 ml.

7. Spiel: Cocktails mixen

Vorbereitung: Material besorgen

Spiel: Jede Gruppe hat bis zum jetzigen Zeitpunkt schon mehr oder weniger „Flüssigkeit“ in ihren Flaschen gesammelt, dies ist das erste „Cocktailmaterial“. Als zweites Cocktailmaterial erhält jede Gruppe nun eine Flasche Mineralwasser, einen Krug Wasser und 300 ml Flüssigkeit nach Wahl. Gegebenenfalls auch einen Spritzer Sirup. Diese Möglichkeiten kann die Gruppe nutzen, muss es aber nicht – sie kann es auch bei der „erspielten Mischung“ belassen. Jede Gruppe erhält einen leeren Krug, in dem sie ihren Cocktail zusammenstellen und dann später servieren. Die Jury entscheidet, welches der beste Cocktail ist. Die Siegergruppe darf sich als erstes ihren Wunschcocktail aus einem der Krüge einschenken, die anderen danach.

8. Spiel: Flaschendrehen

Hier kann, ohne Wettbewerb unter den Gruppen, einfach noch eine Runde Flaschendrehen gespielt werden. Dazu setzen sich alle in einen Kreis auf den Boden, in der Mitte des Kreises liegt eine Flasche. Dann dreht ein Spieler die Flasche, bis der Kopf der Flasche auf einen anderen Spieler zeigt. Dieser hat nun die Wahl zwischen „Wahrheit“ oder „Pflicht“.

Wahrheit: Dem Spieler wird eine Frage gestellt, die er wirklich wahrheitsgemäß beantworten muss. Mögliche Fragen: Hast du Angst vorm Zahnarzt? Warst du schon mal verliebt? … Pflicht: Der Spieler bekommt eine (humane) Aufgabe, die er durchführen muss, z. B. 10 Liegestützen, dem Nebensitzer ein Kompliment machen, einen Cocktail austrinken, der geschmacklich nicht ganz so toll geworden ist …

Mögliche Andacht:

Zur Jahreslosung 2018: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Offenbarung 21,6

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