Was bringt’s mit Jesus zu leben?

Eine Annäherung an das Gleichnis „Die Arbeiter im Weinberg“ mit selbst durchlebter Erfahrung und Erzählpantomime

Besondere Hinweise: Ergebnisse dieser Gruppenstunde können in einem Gottesdienst weiterverwendet werden. Weitere Methoden können aus dem zugehörigen Baustein entnommen werden.

Erzählpantomime

Material: große verstellbare Uhr, Geldsäckchen mit Münzen (z. B. Schokogeld), kleine Glocke oder Holzhammer/Fleischklopfer, Tisch, Stab mit Mund, Papier und Stifte, Fotokamera oder Handykamera

Erklärung zur Erzählpantomime:

Der Gruppenleiter liest den Text vor und die Teilnehmenden spielen pantomimisch ihre Rolle.

  • Variante 1: Immer, wenn der Erzähler einen Satz in direkter Rede vorliest und einen Stab hochhält, auf dem an der Spitze ein großer Mund aus Pappe angebracht ist, dann wiederholt die entsprechende Person / Personengruppe diesen Satz.
  • Variante 2: Immer, wenn der Erzähler in der Geschichte innehält und mit einer Handbewegung auf eine einzelne Person oder die gesamte Szene zeigt, dürfen diese frei improvisieren und das sagen / so agieren, wie sie es von diesen Personen vermuten. Hand des Erzählers ausgestreckt nach oben bedeutet: wieder stumm werden …

Der folgende Erzählvorschlag ist gekennzeichnet mit den Momenten, in denen der Stab hochgehalten wird. Entscheidet man sich für die freie Rede, könnten genau auch diese Stellen die Möglichkeit zum freien Spiel sein.

Ablauf:

Für die Erzählpantomime müssen zuerst die Rollen vergeben werden. Dies kann per Losverfahren geschehen, oder man nennt die Rollen und die Teilnehmenden melden sich dafür.

Es gibt – je nach Anzahl der Gruppengröße – die Möglichkeit, dass nur ein Teil der Teilnehmenden spielt und die anderen als Zuschauer fungieren. Bei vielen Teilnehmern können die „Arbeitergruppen“ entsprechend viele Teilnehmenden zugewiesen bekommen, oder aus dem „Chef“ wird eine „Chefetage“ mit 2-3 Personen, die Gewerkschaft kann auch durch mehrere vertreten werden, usw.

Rollen:

  • Arbeitergruppe 1 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 2 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 3 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 4 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 5 (2-X Personen)
  • Chefetage (1-3 Personen)
  • Gewerkschaft (1-X Personen)
  • Richter (1-2 Personen)
  • Anwalt (2-4 Personen)

Tipp:

Wer möchte, kann parallel zu der Erzählpantomime Fotos machen, die z. B. in einem Gottesdienst verwendet werden können. Entweder, um das Gleichnis als Schriftlesung mit passenden Begleitfotos zu lesen, oder auch, um während der Predigt passende Bilder zu zeigen.

Erzählvorschlag für Erzählpantomime

Uhr auf 6 stellen, die Person/en der Chefetage setzen sich hinter den Tisch, das Geldsäckchen liegt auf dem Tisch

Es ist 6 Uhr. Die Chefetage sitzt am Tisch. Heute ist gute Arbeit im Angebot. Die Arbeitergruppe 1 kommt zur Chefetage und stellt sich vor dem Tisch auf. Die Lohnverhandlungen beginnen. Eine Münze für einen Tag bietet die Chefetage an. Das ist ein faires Angebot. Die Chefetage sagt: „Eine Münze für einen Tag!“ (Mund hochhalten und wiederholen lassen) Die Arbeiter schauen sich an, sind sehr zufrieden mit dem Angebot. Sie nicken und bestätigen: „Eine Münze für einen Tag!“ (Mund hochhalten und wiederholen lassen) Die Arbeiter ziehen los zu ihrem Arbeitsplatz, die Chefetage schaut zufrieden hinterher.

Uhr auf 9 stellen

Es ist 9 Uhr. Schon drei Stunden sind vergangen, die Arbeiter, die morgens eingestellt wurden, arbeiten fleißig. Aber die Chefetage hat festgestellt, dass sie noch mehr Arbeiter brauchen könnte. Sie ruft wieder auf, dass Arbeitssuchende sich gern noch bei ihnen melden können. Die Arbeitergruppe 2 kommt zur Chefetage. Die Lohnverhandlungen beginnen, die Chefetage verspricht einen gerechten und angemessenen Lohn. („Wir versprechen euch einen angemessenen Lohn!“ – Mund hochhalten) Die Arbeiter sind mit dieser Zusage einverstanden. („Ja, wir nehmen die Arbeit an. Für einen gerechten, angemessenen Lohn!“) Die Arbeitergruppe 2 macht sich auf den Weg zur Arbeit – alle sind froh, dass auch sie trotz der fortgeschrittenen Zeit doch noch einen Arbeitsplatz bekommen haben.

Uhr auf 12 stellen

Es ist 12 Uhr. Immer noch scheinen Arbeiter zu fehlen, immer noch gibt es Menschen ohne Arbeit. Die Chefetage begrüßt die Arbeitergruppe 3. Es ist nun schon Mittag. Die erste Gruppe hat schon 6 Stunden Arbeit hinter sich, die zweite Gruppe arbeitet auch schon 3 Stunden. Sie freuen sich auf ihren gerechten Lohn. (Mund hochhalten) Die Arbeitergruppe 3 kommt zum Tisch der Chefetage. Nur noch ein halber Tag liegt vor ihnen, sie schauen die Chefetage fragend an. Doch die Chefetage nickt freundlich. Auch für sie gibt es noch Arbeit. Auch für sie soll es einen angemessenen und gerechten Lohn geben. (siehe Wdh. der Sätze von 9 Uhr mit Mund hochhalten)

Uhr auf 15 stellen

Es ist 15 Uhr. Gerade noch 3 Stunden bis zum Ende des Arbeitstages. Und immer noch stellt die Chefetage neue Leute ein. Die Arbeitergruppe 4 kommt zur Chefetage und ist sichtlich erleichtert, dass auch sie noch eingestellt wird. Für einen angemessenen Lohn. Sie denken: „Besser wenig als gar nichts …“ (Mund hochhalten)

Uhr auf 17 stellen

Es ist 17 Uhr. Der Tag neigt sich dem Ende zu. Alle Arbeiter, die heute eingestellt wurden, haben hart gearbeitet, um sich ihren Lohn zu verdienen. Am meisten die, die morgens um 6 Uhr angefangen haben. Aber auch die anderen. Nur noch eine Stunde ist zu arbeiten, dann trifft man sich bei der Chefetage und der Tageslohn wird ausgezahlt. Aber halt! Da sind ja immer noch welche! Die Arbeitergruppe 5 steht noch da. Die sehen aber auch nicht grade so aus, als ob sie vor Kraft strotzen. Relativ verständlich, dass die keine Arbeit bekommen haben. – Und was passiert? Die Chefetage geht zu denen hin??! Und bietet ihnen auch noch Arbeit an? Zu einem angemessenen Lohn. Nun ja, viel kann das wohl nicht mehr sein. Für eine einzige Stunde Arbeit. Aber sie nehmen das Angebot dankbar an. (Mund hochhalten)

Uhr auf 18 stellen

Geschafft! 18 Uhr. Der Arbeitstag ist zu Ende. Die Arbeitsgruppen stellen sich im Halbkreis auf – um den Tisch der Chefetage. Sie erwarten ihren Lohn. Das Geldsäckchen liegt auf dem Tisch. Die Chefetage ruft aus: „Willkommen zur Lohnauszahlung des heutigen Tages!“ (Mund hochhalten) Alle schauen erwartungsvoll zur Chefetage. „Wir beginnen mit denen, die als letztes zu uns gestoßen sind. Mit denen, die eine Stunde gearbeitet haben! Arbeitsgruppe 5, bitte vortreten!“ Die Chefetage greift zum Geldsack und gibt jedem Arbeiter eine Münze. Dann bekommen die, die um 15 Uhr angefangen haben auch eine Münze. Und jeder, der um 12 Uhr angefangen hat, auch eine Münze. Und die, die um 9 Uhr angefangen haben, auch eine Münze. Und zuletzt die, die morgens um 6 Uhr begonnen haben, bekommen eine Münze.

Hier endet der Erzähler. Reaktionen abwarten oder noch den Satz nachschieben:

„Wir hören, was in den einzelnen Gruppen getuschelt wird …“

Am besten gruppenweise den Arbeitern Gehör geben. Entweder die Gespräche frei improvisieren lassen, oder bei zurückhaltenderen Gruppen pro Gruppe ein Statement schreiben und dann verlesen lassen.

Nun kommen noch die Anwälte und die Gewerkschaft ins Spiel. Der Unmut ist groß, die Chefetage räumt ihren Platz, nimmt das Geldsäckchen mit und der Richter (evtl. mit Beisitzern) setzt sich hinter den Tisch. Er bekommt eine kleine Glocke oder einen Holzhammer auf den Tisch, um seine richterliche Ansprache mit Klingeln/Klopfen zu eröffnen oder auch, um damit gegebenenfalls für Ruhe zu sorgen.

Es spricht der Anwalt der Arbeitergruppen 1-4. Es spricht die Gewerkschaft. Die Arbeitergruppe 5 hält sich eingeschüchtert zurück, oder man gibt auch ihnen einen Anwalt.

Ebenso spricht der Anwalt der Chefetage. Welche Argumente finden sie?!

Mit den Statements der Anwälte kann das Ganze beendet werden – oder man lässt den Richter noch einen Richterspruch fällen, ganz frei nach seinem Gerechtigkeitsempfinden (evtl. auch ermutigen, falls der Bibeltext bekannt ist, selbst zu entscheiden, was man für fair hält).

Gespräch

Mit den Teilnehmenden die verschiedenen Reaktionen/Statements besprechen. Gemeinsam den möglichen erwartbaren Ausgang dieser Geschichte überlegen. Dann den tatsächlichen Ausgang der Geschichte erzählen oder direkt den Bibeltext Matthäus 20 vorlesen.

Warum handelt „die Chefetage“ / der Weinbergbesitzer so?

Gedanken sammeln.

Was geschah eigentlich, bevor Jesus dieses Gleichnis erzählt hat?

  • Erzählung von Petrus, der nach gerechtem Lohn für die Nachfolge fragt. Wie wird es entlohnt werden, dass sie alle ihre Familien verlassen haben, ihren Arbeitsplatz? Dass sie Jesus nachfolgen, mit ihm gegangen sind, täglich bei ihm sind? Petrus fragt: Was haben wir davon?!
  • Jesus erklärt: Es wird sich für euch lohnen. Auf jeden Fall! Und er sagt den Satz: Die Letzten werden die Ersten sein, und die Ersten werden die Letzten sein. (Mt 19,30)

Wenn das die Frage war – der Lohn der Nachfolge, die Belohnung, wenn man an Jesus glaubt, was es bringt – was will Jesus dann mit dem Gleichnis sagen?

  • Diskussionsrunde

Deine Meinung

Immer zu zweit notieren die Teilnehmenden ihre Meinung zu dem Gleichnis. Das, was sie beschäftigt, was sie ärgert, was sie überzeugt, was sie überlegen … Sie notieren ihre Gedanken in zwei Kommentaren:

  • Erster Kommentar: Was will Jesus damit sagen, wenn er dieses Gleichnis / diese Rätselgeschichte erzählt?
  • Zweiter Kommentar: Noch mal zugespitzt, nicht nur das Thema Neid und Zufriedenheit sehen im „normalen Leben“. Nochmal an Petrus denken, der Jesus gefragt hat, was es ihm denn nun bringt, dass er schon so lange mit Jesus unterwegs ist. Überlegen, was man dazu sagen würde, wenn Gott auf dem Platz des Weinbergbesitzers sitzt und „den Lohn“ ausgibt. Und die einen beschweren sich, dass sie schon 80 Jahre an Gott glauben, sich für ihn einsetzen, kirchliche Gruppen geleitet haben – das muss doch mehr wert sein als bei denen, die gerade erst neu zum Glauben gekommen sind. Oder als bei denen, die zwar glauben, aber sich nirgendwo ehrenamtlich für Gott einsetzen. Oder als bei denen, die sich erst 5 Minuten bevor sie gestorben sind entschieden haben an Gott zu glauben.

Diese Statements können vorgelesen werden und damit einen Abschluss bilden. Oder sie können weiterverwendet werden, z. B. in einem Gottesdienst als Teil der Predigt.

Einige Beispiele von Jugendlichen, die sich Gedanken zum Gleichnis „Arbeiter im Weinberg“ gemacht haben

Diese Beispielsätze von „real existierenden Jugendlichen“ können auch ausgedruckt und als Diskussionsgrundlage verwendet werden. Dies ist vor allem geeignet für die Gruppen, die etwas „stiller“ sind und sich noch nicht so stark trauen, die eigene Meinung zu sagen.

  • Jesus sorgt für das Recht, das Gott für richtig hält.
  • Wir finden schon, dass die, die länger glauben, mehr belohnt werden sollten.
  • Vor Gott steht jeder gleich da, egal was er getan hat, man sollte nur sein ganzes Vertrauen auf ihn setzen. Und vor Gott ist jeder gleichberechtigt.
  • Gott findet es nicht schlimm, wenn man erst 5 Minuten glaubt oder 50 Jahre. Ihm ist es nur wichtig, dass man auf ihn sein Vertrauen setzt und man sollte seine Sünden bereuen.
  • Die Geschichte ist unfair, da die, die mehr und länger gearbeitet haben, auch mehr bekommen sollten. Man soll mit Jesus mitgehen, da man dort lernt, dass man zufrieden sein soll mit dem, was man hat (egal ob wenig oder viel).
  • Wir finden es sinnvoll und gut, da Gott ja auch alle Menschen liebt, egal, welche Leistung sie bringen.
  • Es werden irgendwann alle belohnt. Es ist egal, wie spät. Alle werden irgendwann belohnt und alle gleich. Jeder kommt mal als Erster dran, jeder bekommt das, was man versprochen bekommt.
  • Es ist ein Unterschied, wenn man als Christ glaubt oder einfach nur so sagt, dass man nur glaubt.
  • Gott sorgt für Chancengleichheit!
  • Einmal Christ, immer Christ.
  • Das Leben ist manchmal nicht gerecht.
  • Gott unterscheidet nicht, wie lange und wie stark jemand glaubt, sondern es ist nur wichtig, dass man glaubt.
  • Für uns ist es erstmal unfair. Aber alle haben das bekommen, was ihnen versprochen wurde. Gott hilft einem und liebt einen, egal was man leisten. Auch wenn man nicht materiell oder mit Geld belohnt wird, ist man immer um eine Erfahrung reicher.
  • Wir finden es sinnvoll, denn alle sollen gleich behandelt werden. Niemand darf ausgeschlossen werden, egal welche Leistung er bringt.
  • Es ist unfair. – Jesus erzählt die Geschichte, weil er will, dass jeder seine Familie ernähren kann.
  • Gott hat IMMER recht und zeigt uns den richtigen Weg?
  • Ein Pfarrer, der richtig krass ist und voll krass an Gott glaubt, bekommt bei Gott genauso viel wie ein “normaler“ Christ.
  • Ja, es ist richtig, wenn alle bei Gott gleich behandelt werden, weil Gott alle liebt und keine Unterschiede macht, auch nicht in der Länge oder der Art des Glaubens.
  • Du sollst dich nicht beschweren, was andere bekommen und wie viel, sondern du sollst glücklich darüber sein, was du bekommst, und auch froh sein, dass du überhaupt etwas bekommst. Das meinte Jesus mit der Geschichte.
  • Gottes Gerechtigkeit ist: jeder, der wirklich an ihn glaubt, wird „aufgenommen“, es ist unabhängig davon wie lange man schon glaubt und zu Gott gehört.

Diese Themenreihe enthält Gruppenstundenentwürfe für Jungscharen zur 2.Missionsreise von Paulus. Dabei werden Ereignisse bearbeitet, die in den Städten Philippi, Thessalonich, Athen und Korinth stattgefunden haben.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst.

Apostelgeschichte 17,1-9

Das Ziel

Starter

Im Zusammenleben mit Gott geht man durch Höhen und Tiefen. Aber man kann gewiss sein, dass er mit einem geht.

Checker

Leute, die einen schlechtreden wollen, haben oft falsche Absichten, die sie nicht preisgeben.

Der Text an sich

Obwohl Paulus und Silas in Philippi auf heftige Maßnahmen gegen sie gestoßen sind, kommen sie nicht entmutigt nach Thessalonich, um dort in der Synagoge die Gute Botschaft zu verkünden. Am Sabbat versammelten sich dort die Juden zu Textlesungen. Paulus will die Juden aus Thessalonich nun anhand ihrer Schriften überzeugen, dass Jesus der verheißene Retter ist. Im Gegensatz zu den Christen glauben die Juden, dass der Messias noch kommen wird und wenige ließen sich von Paulus überzeugen.
Die im Text erwähnten Gottesfürchtigen Griechen waren Griechische Nichtjuden, die aber zu der jüdischen Gemeinde hielten und teilweise jüdische Gesetze verfolgten. Viele von ihnen glaubten das, was Paulus sagte.
Daraufhin wurden die Juden aus Thessalonich von Eifersucht gepackt, da wichtige Personen diesen Kreis verließen. Aus diesem Eifer heraus verursachten sie eine Unruhe.
Als die aufgebrachte Menschenmenge mit Jason vor die Stadtobersten treten, behaupten die Juden, dass die Christen die Welt durcheinander bringen, die Gesetze des Kaisers missachten und Jesus als König bezeichnen. Jesus wird teilweise als König der Juden bezeichnet und die Christen folgten einem höheren Gesetz den dem des Kaisers, nämlich folgten sie den Lehren von Jesus Christus.
Aber im Text erfahren wir, dass dies nicht die Gründe sind, warum die Juden aufgebracht sind – die Juden sind eifersüchtig, dass sich einflussreiche Griechen aus ihrer Gemeinde den Christen anschließen.
Paulus und Silas verlassen nach den Anschuldigungen die Stadt, weil sie dort nicht mehr willkommen sind.

Der Text für mich

Manchmal kann die christliche Kinderarbeit frustrierend sein: man investiert all seine Zeit und Motivation in die Arbeit, doch am Ende kommen doch nicht so viele Kinder, wie man es sich erhofft oder Dinge laufen nicht wie geplant. Man stößt auch auf Hindernisse wie Paulus damals. Aber wir sollen uns nicht entmutigen lassen. Wir tun diese Arbeit nicht für uns oder um anderen Menschen zu gefallen. Wir machen es aus der Gewissheit der Guten Nachricht heraus und um Gott zu dienen. Und auch, wenn unsere Mühen erfolglos scheinen, ist es wichtig, nicht aufzugeben. Paulus wurde immer wieder abgewiesen und vertrieben, doch ließ sich nicht entmutigen. Seine Arbeit war nicht erfolglos. Aus denen, die Paulus in Thessalonich bekehren konnte, ist in einigen Jahren eine frohe Gemeinde entstanden, die ein Vorbild für die Gläubigen der Region war. Ihr könnt gewiss sein, dass ihr euren Teil der Arbeit erledigt und Gott sich um den Rest kümmert.

Der Text für dich

Starter

Manchmal laufen die Dinge nicht so wie geplant: ein Lehrer fragt in einem Test eine Frage, auf die man nicht vorbereit ist, man verletzt sich vor einem wichtigen Fußballspiel oder jemand aus der Familie wird krank. Solche Zeiten können sehr schwierig sein und man fragt sich, ob das überhaupt Gottes Plan sein kann und er noch bei einem ist.
Bei Paulus läuft nichts so wie geplant: Er muss aus Philippi gehen und kommt dann ungeplant nach Thessalonich, wo er von den Leuten angezeigt wird und auch hastig weiterziehen muss. Aber seine Motivation schwand nicht, weil er wusste: Gott geht mit mir und er hat einen Plan für mich, auch wenn ich mich dabei nicht immer gut fühle. Und auch aus dieser schwierigen Situation hat sich etwas Gutes entwickelt: Eine starke Gemeinde hat sich in Thessalonich gebildet.
Wir können uns also hundertprozentig darauf verlassen, dass Gott einen Plan für uns hat und die Dinge im Positiven enden können, auch wenn sie in dem Moment schlecht erscheinen.

Checker

Wenn man als Kind besondere Auffälligkeiten hat, werten diese oft von Gleichaltrigen genutzt, um sich über den anderen lustig zu machen: Sommersprossen, eine lange Nase, große Füße, usw. Wenn man an Jesus glaubt, dann kann das oft passieren, dass andere Kinder beleidigende Sachen darüber sagen. Da kann man als Kind leicht ins Zweifeln kommen, wenn alle Klassenkameraden es komisch finden, dass man an einen Gott glaubt. Dabei sind die Ursachen der Beleidigungen bei den Kindern oft nicht ersichtlich.
Die Gemeindemitglieder brachten die Christen Paulus, Silas und Jason vor die Stadtältesten, weil sie meinten, dass diese die Gesetze nicht befolgten und einen anderen König neben dem Kaiser hätten. Dabei war der eigentliche Grund der Juden aus Thessalonich ihre Eifersucht.
Man sollte sich also immer bewusst sein, dass Leute, die einen beleidigen, oft andere Absichten haben, als dass man ihnen nicht gefällt.  

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Blindenparcours

Bei dieser Idee muss von einem Mitarbeiter ein Parcours aufgebaut werden, durch den ein Kind mit Augenbinde durchgeführt werden soll. Die Schwierigkeit kann je nach Alter der Kinder angepasst werden. Am besten sollte der Parcours in einem Raum sein, in dem die Kinderstunde/Jungschar nicht stattfindet, damit die Kinder den Parcours im vorher nicht sehen können. Der Mitarbeiter fragt die Kinder am Beginn der Stunde, ob sich eine Person von ihnen freiwillig meldet, um mit verbundenen Augen von dem Mitarbeiter oder einem anderen Kind durch einen Parcours geführt zu werden. Dem Kind, das sich gemeldet hat, werden die Augen verbunden und es wird in den Raum mit dem Parcours geführt. Das Kind wird am festgelegten Start platziert. Daraufhin stellt sich die Person, die das Kind leitet, an den Seitenrand des Parcours und beginnt, das Kind mit seiner Stimme bis an die Ziellinie zu führen. Die Aufgabe ist es, dass das Kind dabei kein Hindernis berührt. Wenn das Kind die Ziellinie erreicht, kann es die Augenbinde abnehmen und beschreiben, wie es sich bei der Aufgabe gefühlt hat. Bei Bedarf kann man das Spiel wiederholen und den Parcours etwas verändern.

Idee 2: Optische Täuschungen

Man zeigt den Kindern einige optische Täuschungen und fragt sie, was sie darauf erkennen können. Bei optischen Illusionen wird der Sehsinn getäuscht, also werden die Bilder anders wahrgenommen, als sie eigentlich aussehen. Nachdem die Kinder also beschrieben haben, was sie erkennen können, wird aufgelöst, dass es sich um eine Täuschung handelt. Bei manchen Bildern kann man auch fragen, ob sie erkennen, wie es zu der Täuschung kommen könnte. Manchmal sind die Dinge nicht so, wie sie scheinen, aber das kann man erst bei genauerem Hinsehen erkennen.

Verkündigung

Sketchboard

Bei der Methode vom Sketchboard wird während des Erzählens der Geschichte ein Bild gemalt. Am Beginn sind nur einige Striche zu sehen und der Rest wird Schritt für Schritt hinzugefügt. Dafür sind keine künstlerischen Fähigkeiten nötig. Bevor man die Geschichte vor den Kindern erzählt, muss man die Szene vormalen. Beim Malen kann man sich Zeit lassen, denn für die meisten Kinder ist es sehr spannend zu sehen, wie das Bild entsteht.  Am besten benutzt man ein großes Blatt Papier, beispielsweise A1, sodass alle Kinder das Gemalte gut sehen können. Anstatt auf Papier, kann man aber auch auf einer Tafel malen.
Vor der Jungscharstunde probiert man das Malen am besten einmal aus, damit man sich merkt, wann was gemalt wird.

Heute geht es um einen Mann, der eine besondere Aufgabe hatte. Wer könnte das wohl sein? Ich schreibe euch mal seinen Namen auf. Aber passt gut auf, ich schreibe es in einer Art Geheimschrift, die ist nicht so einfach zu lesen. Den Namen Paulus schreiben. Sein Name war Paulus. Und seine Aufgabe war es, durch die Welt zu reisen und Leuten von Jesus zu erzählen. Jesus in Sprechblase schreiben. Und so hat sich Paulus auf den Weg gemacht. Pfeil malen. Und eines Tages kam er in eine große Stadt. Tür und Fenster in Häuser malen. Und diese Stadt hieß Thessalonich schreiben Thessalonich. In dieser Stadt gab es eine jüdische Gemeinde. Grünen Männchen Köpfe malen. Juden sind Leute, die an den gleichen Gott glauben wie Christen, aber sie glauben nicht an Jesus. Paulus ist in die Gemeinde der Juden in Thessalonich gegangen und hat dort vor den Leuten gesprochen. Rednerpult malen. Er hat ihnen von Jesus erzählt, und gesagt, dass er am Kreuz für die Menschen gestorben ist. Kreuz malen. Fast alle Mitglieder der Gemeinde glaubten ihm nicht. Kreuze machen. Aber in der Gemeinde waren auch einige andere Leute aus der Stadt. Blauen Männchen Köpfe malen. Viele von ihnen glaubten Paulus und wollten sich ihm anschließen. Klammer um blaue Männchen malen. Unter ihnen waren auch reiche Leute, die in der Stadt etwas zu sagen hatten. Das sind die Leute mit den Ketten um den Hals. Ketten malen. Da wurden die Leute aus der Gemeinde ziemlich eifersüchtig. Blitz malen. Sie dachten sich: „Wegen Paulus wenden sich die Leute von uns ab! Aber wir wollen, dass sie in unserer Gemeinde bleiben!“ Deswegen verursachten sie einen Aufstand. Schilder malen. Sie wollten, dass Paulus aus der Stadt geht. So gingen sie gemeinsam zu dem Haus, wo Paulus während seiner Zeit in Thessalonich schlief. Pfeil und Haus malen. Während dem Weg schlossen sich auch andere Leute der Menge an. Schwarze Männchen malen. Aber als sie dort ankamen merkten sie, dass Paulus gar nicht da war. Die einzige Person in dem Haus war Jason. Jason schreiben. Er war der Mann, dem das Haus gehörte. Die Menge nahm Jason mit. Pfeil malen. Sie gingen mit ihm vor das Gericht. Waage malen. Zu dem Gericht geht man, wenn jemand etwas Böses gemacht hat und die Leute dort entscheiden über die Strafe. Die Juden aus Thessalonich sagten: „Die Christen, die in unsere Stadt gekommen sind bringen alles durcheinander! Wie ein Wirbelsturm! Wirbelsturm malen. Und sie folgen nicht unserem König! Krone malen und durchstreichen. Die Christen haben ihren eigenen König, Jesus!“ Das war damals ein Verbrechen, und deswegen musste Jason Geld bezahlen, damit er wieder gehen durfte. Geldbeutel malen. Aber kommen wir jetzt zurück zu Paulus. Pfeil malen. Paulus musste auch aus der Stadt, weil die meisten Leute gegen ihn waren. Aber, Paulus zog weiter! Pfeil malen. Paulus gab nicht auf. Er wollte weiter Leuten von Jesus erzählen! Und wisst ihr, warum Paulus so mutig war, und immer weiterzog und seine Motivation nicht verlor? Er wusste eins: Gott geht mit mir schreiben . Gott geht mit mir! Er wusste, dass er nicht alleine ging sondern Gott immer bei ihm war und auch in schlechten Zeiten mit ihm geht.

Die andere Idee

Zwei Personen unterhalten sich über den Besuch von Paulus: eine Person der Gemeinde, die Paulus geglaubt hat und Christ geworden ist und eine Person, die nicht überzeugt wurde und mit an dem Aufstand beteiligt war. Während des Gespräches soll die Situation geschildert werden und geklärt werden, warum Paulus aus der Stadt gehen musste. Später soll auch von der zweiten Person zugegeben werden, dass sie eigentlich nur eifersüchtig war.

Der Text gelebt

Wiederholung

Hierbei kann man Gegenstände, die als Zeichnungen der Geschichte vorkommen, in echt mitbringen und die Kinder fragen, wie die Gegenstände in der Geschichte vorkamen und was dann geschehen ist. Gut dafür geeignet sind: eine Bibel für Paulus, der herumreist und Leuten von Jesus erzählt; eine Goldkette für die einflussreichen Griechen, die Paulus geglaubt haben; Protestschilder für die aufgebrachten Gemeindemitglieder; eine Waage für das Gericht, vor dem die Christen angeklagt wurden; ein Geldbeutel für das Geld, dass Jason bezahlen musste und ein Pappstraßenschild dafür, dass Paulus weiterzog.

Gespräch

Hier bekommt jedes Kind einen Zettel. Dann fragt der Mitarbeiter die Kinder, ob jemand anderes schonmal etwas Gemeines über sie gesagt hat. Die Kinder können dies dann in der Runde ansprechen oder auch leise auf ihre Zettel schreiben.
Wenn jedes Kind damit fertig ist, wird gefragt, was denn die Juden aus Thessalonich über die Christen gesagt haben. Dann kann gefragt werden, ob sie das denn so gemeint haben. Am Ende erklärt der Mitarbeiter, dass die Leute es nur gesagt haben, weil sie neidisch auf Paulus waren.
Genauso stimmen oft die Sachen, die über die Kinder gesagt werden überhaupt nicht. Dann können die Kinder die Zettel, mit den schlechten Sachen, die über sie gesagt wurden, zerreißen.

Merkvers

Wenn ich mitten durch Gefahr gehen muss, erhältst du mich am Leben. Du nimmst mich in Schutz vor der Wut meiner Feinde, deine mächtige Hand wird mir helfen. Psalm 138, 7; Gute Nachricht

Anhand des Textes kann man sich mit den Kindern Bewegungen für jeden Teilsatz überlegen, die man ausführt, während man den Vers spricht. So können sich die Kinder den Text viel einfacher merken.

Gebet

Hier findet ein Laufgebet statt. Zuerst kann man sich gemeinsam Situationen überlegen, in denen man dankbar ist, dass Gott bei einem ist. Beispielsweise beim Zahnarzt oder während eines Mathetests. Dann verteilen sich die Kinder im Raum. Ein Mitarbeiter fängt nun an, ein Dankgebet zu sprechen. Dies kann so aussehen: „Lieber Gott, danke, dass du immer mit mir gehst.“ Dann geht der Mitarbeiter zu irgendeiner Person im Raum und tippt sie an. Dann setzt der Mitarbeiter sich dort auf den Boden. Die Person, die angetippt wurde, sagt nun auch eine Situation, in der sie dankbar ist, dass Gott bei ihr ist, und läuft dann zu der nächsten stehenden Person, tippt sie an, und setzt sich auf den Boden. Das geht so lange weiter, bis alle Kinder auf dem Boden sitzen. Dann kann von einem Mitarbeiter noch kurz das Gebet beendet werden.  

Kreatives

Mit Fingerfarben können die Kinder aus ihren Fingerabdrücken auf ein Blatt Papier eine Spur malen wie Fußabdrücke im Sand. Also so, als ob die Finger über das Blatt gelaufen wären. Daneben macht man eine weitere Spur in einer anderen Farbe, diese soll Jesus darstellen. Auf das Blatt kann man noch den Satz: „Gott geht mit mir!“ schreiben.

Spielerisches

Bei diesem Spiel werden Gruppen aus jeweils zwei Kindern gebildet. Ist es eine ungerade Anzahl an Kindern, spielt ein Mitarbeiter mit. Eines der Kinder muss nun die Augen schließen und das andere Kind stellt sich dahinter und legt die Hände auf die Schultern des nun sichtlosen Kindes. Alle Kinder werden in einen markierten Bereich platziert und müssen nun dort hindurchnavigieren. Dabei steuert das hintere Kind das vordere, das nichts sehen kann. Dies geschieht ohne Worte und wird mit Tippen auf die Schultern signalisiert: Wird auf die linke Schulter getippt, soll das vordere Kind nach links laufen, wird auf die rechte Schulter getippt, dann nach rechts und wird auf beide Schultern gleichzeitig getippt, bedeutet das stoppen oder weiterlaufen. Nun ist es die Aufgabe der Teams, sich in dem markierten Bereich zu bewegen, ohne gegen eine andere Person zu laufen. Wenn das aber passiert, scheiden die Teams, die ineinandergelaufen sind, aus. Wenn mehrere Teams ausgeschieden sind, kann das Feld verkleinert werden. Es wird so lange gespielt, bis nur noch zwei Teams übrigbleiben. Danach kann man noch eine Runde spielen, in der die Rollen der vorderen und hinteren Person getauscht werden.

Rätselhaftes

In der Geschichte selbst passiert etwas Rätselhaftes: als die aufgebrachte Volksmenge bei Paulus‘ Unterkunft ankamen, war er überhaupt nicht da! In dem Text wird nicht erwähnt, wo Paulus sich zu diesem Zeitpunkt aufgehalten hat und warum er nicht dort war. Gemeinsam mit den Kindern kann man überlegen, warum Paulus nicht in seiner Unterkunft war. Vielleicht hat Gott ihn ja woanders hingebracht, weil er Paulus vor der Menschenmenge beschützen wollte…

(T)Extras

Lieder

So einen Käse (lass ich nicht in meinen Kopf rein)

Spar‘ dir deine Sorgen

Immer und überall

Spiele

Paulus war auf einer Reise, durch die er nach Thessalonich kam. Mit den Kindern kann man sich auch auf eine Reise begeben. Es ist möglich, eine Art Schnitzeljagd zu machen, in der die Kinder an verschiedene Stationen kommen, die Orte, in denen Paulus unterwegs war, repräsentieren. An diesen Stationen müssen dann kleine Aufgaben erledigt werden (Eierlauf, eine kleine Wasserflasche in weniger als einer Minute leertrinken, usw.). Wenn die Kinder die Aufgabe erledigt haben, bekommen sie einen Stempel oder eine Unterschrift. Das Kind oder die Gruppe, die zuerst alle Stationen abgeschlossen hat, bekommt einen kleinen Preis.

Aktionen

Die Mitarbeiter können für die Kinder etwas Kleines vorbereiten, dass die Kinder immer daran erinnert, dass Gott bei ihnen ist. Dies kann ein selbstgemachtes Armband sein, ein Schlüsselanhänger mit Vers darauf oder ein bemalter Stein. Am Ende der Jungschar erhält jedes Kind das kleine Geschenk.

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