Ester

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 2/2022. Es geht in fünf Lektionen um Geschichten von Ester:

Lektion 5: Ester 1,1-2,18 Ester wird Königin

Lektion 6: Ester 2,19-23 Lebensretter

Lektion 7: Ester 3,1-15 Ein böser Plan

Lektion 8: Ester 4,1-5,17 Eine mutige Entscheidung

Lektion 9: Ester 6-9 Gott macht’s gut

Zusatz: Das Purimfest feiern – Gott schenkt Rettung und Sieg

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Mit Gott ist man Situationen, die Angst machen, nicht hilflos ausgeliefert. Er schenkt Mut und Kraft. Siege dürfen auch ausgelassen gefeiert werden.

Checker

An allem, was wir sind, tun und erleben, ist Gott beteiligt. Er ist da in der Not, aber auch beim Feiern.

Der Text an sich

Kapitel 3-5

Lange konnten die Israeliten relativ gut in der Verbannung in Persien leben. Bis ein Mann namens Haman ins Spiel kommt. Aus gekränkter Eitelkeit heraus beschließt dieser Haman, ein ganzes Volk zu vernichten. (3,1-6) Mit einer großen Geldsumme besticht er den König. Der gibt ihm seinen Siegelring. So kann er in des Königs Namen ein Rundschreiben verfassen, dass alle Juden im gesamten Herrschaftsbereich Persiens, also ALLE Juden vernichtet werden sollten. Da er diesen Brief mit des Königs Ring versiegelt hat, kann dieser Befehl niemals widerrufen werden. (8,8)

Um herauszufinden, wann dieser Tag der totalen Vernichtung sein soll, wird das „Pur“, also das „Los“ geworfen. Dieses Los fällt auf den 13.12. (Dieser 12. Monat im jüdischen Kalender heißt Adar). Das liegt in unserem Kalender um Februar/März.

Kapitel 6

Ab Kapitel 6 beginnt sich das Blatt zu wenden. In seinem Hochmut bemerkt Haman nicht, dass sich die Stimmung des Königs gegen ihn wendet, sein Privatfeind Mordechai aber zu Ehren kommt. Für Haman muss das eine sehr große Demütigung gewesen sein.

Kapitel 7

In seinem Gespräch mit dem König in 3,8f durchschaut dieser die Pläne des Haman nicht. Als Xerxes in 7,7ff versteht, wen Haman gemeint hat, ist er sehr zornig darüber. Er nimmt erst da wahr, zu was ihn Haman überredet hat. In seinem Zorn deutet er noch dazu eine Situation falsch (Vers 8). Daraufhin wird Haman an dem Galgen erhängt, den der zuvor für Mordechai aufrichten ließ.

Kapitel 8

Mit dem Tod des Haman ist die Gefahr für die Juden jedoch noch nicht gebannt. Deshalb bittet Ester den König darum, den Befehl zur Vernichtung der Juden zu widerrufen. Das kann er jedoch nicht. (Vers 8) Er hat nur die Möglichkeit, den Juden zu erlauben, sich zu verteidigen. (Vers 11). Normalerweise war es ihnen nicht erlaubt, eine Waffe zu tragen. Erst recht nicht, diese gegen die Soldaten des Königs einzusetzen. Nun erhalten sie die Erlaubnis, sich gegen die angreifenden Feinde zu verteidigen, sie zu töten, sogar deren Frauen und Kinder, dazu dürfen sie noch deren Häuser plündern.

Diese Nachricht sorgt für helle Freude bei den Bewohnern von Susa, besonders aber bei den Juden im ganzen Reich. Aus Angst vor diesen nun so mächtig gewordenen Juden geben sich viele als Juden aus, um nicht als ihre Feinde dazustehen.

Kapitel 9

An dem durch das „Pur“ festgelegten Tag (3,7) gelingt es den bewaffneten Juden, ihre Feinde zu überwinden. Sie töten zwar die Angreifer, töten aber keine Frauen und Kinder. Das wird auf jeden Fall nicht erwähnt. Auch plündern sie nicht. Am 13. Adar war die große Verteidigungsschlacht. Am 14. Adar ruhen alle aus. In der Festung Susa kehrt jedoch erst am 15. Ruhe ein. Deshalb erklärt Mordechai beide Tage, den 14. und den 15. Adar zum nationalen Feiertag. Dieses Fest wird bis heute gefeiert.

Nach unserem Kalender begann das Purimfest 2022 am Abend vor dem 16. März und endete am Abend vor dem 17. März. Traditionell ist es ein fröhlicher Tag. Er wird auch „die jüdische Fasnacht“ genannt. Es gibt einen fröhlichen Gottesdienst, ein Festessen mit traditionellen Speisen, man beschenkt sich gegenseitig und vergisst auch die Armen nicht.

„Purim ist ein fröhliches Fest, an dem die Erhaltung des Lebens im Mittelpunkt steht. Aus Freude darüber, dass das Volk Israel damals gerettet wurde, ziehen die Menschen in Kostümen durch die Straßen, veranstalten festlich-bunte Umzüge. Bei aller Freude soll man aber die Armen nicht vergessen. Deshalb soll jeder mindestens zwei bedürftige Menschen an diesem Tag unterstützen. Denn wirkliche Freude kann nur entstehen, wenn man auch die anderen nicht vergisst.“ (https://www.hanisauland.de/node/1224)

Der Text für mich

Obwohl im gesamten Buch Ester Gott kein einziges Mal erwähnt wird, ist Gott doch in und mit allem verwoben. Es gibt keine Geschichte ohne Gott. Die Ereignisse um und mit Ester ist eine Geschichte darüber, wie Gott sein Volk rettet, vom Untergang, vor der Ausrottung, einem Pogrom, einem Genozid bewahrt. Die Geschichte Gottes mit seinem Volk ist eine ganz besondere. Das Zitat aus Sacharia 2,12: „Denn so spricht der HERR Zebaoth: Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an“, bekommt hier seine Bestätigung. Gott selbst straft sein Volk so wie er es richtig findet. Dazu setzt er auch Völker wie damals die Perser ein. Aber wehe dem, der sich eigenmächtig an Gottes Volk vergreift. Das sollte jedem Volk der Erde, jedem Antisemiten oder auch Christenverfolger bis heute zu denken geben. Interessant ist auch die Feststellung, dass die Juden nicht selbst angreifen, sondern sich verteidigen. Auch schöpfen sie die Befugnisse des Königs nicht aus, töten weder Frauen und Kinder der Feinde, noch vergreifen sie sich an deren Besitz.

Der Text für dich

Starter

Kinder feiern gerne Feste. Die besondere Atmosphäre an solchen Tagen und die Aussicht auf Besuch, Geschenke oder Verkleidung sorgen oft schon im Voraus für Aufregung und Vorfreude. Am Ende der Geschichte des Esther-Buches wird das „Purimfest“ eingesetzt. Es ist ein fröhliches Fest. (9,17) Es ist ein Fest, in dem damals wie heute klar wird, wie aus Trauer Freude und aus Klagen Festtage werden. (9,22) Die Rituale und der Ablauf des Festes bieten einen guten Anknüpfungspunkt, um mit den Kindern die Geschichte nachzuerleben.

Außerdem zeigt diese Geschichte mit Haman einen Menschen, der hochmütig geworden ist und sich in seiner Selbstsucht auf Augenhöhe mit dem König stellt. Nur uns selber im Blick zu haben macht blind und verletzt andere. Sicher haben schon einige Kinder erlebt, wie es sein kann, wenn andere keine Rücksicht auf sie nehmen und nur sich selbst im Blick haben. Dagegen können Mordechai und Ester zu Vorbildern für die Kinder werden, die aus selbstloser Liebe zu ihrem Volk handeln.

Checker

Diese Geschichte könnte auch in einem Disney-Abenteuerbuch stehen: Ein schönes Mädchen wird Königin und dann Retterin für ihr ganzes Volk. Die Kinder können sich diese Geschichte sicher gut vorstellen. Allerdings handelt es sich hier nicht um ein Märchen, sondern das Leben mit Gott und sein Handeln spielt in wirklichen Geschichten des Lebens. Er lässt Dinge, die ihm widerstreben, scheitern und das, was in seinem Sinn ist, gelingen. Auch ohne spezielle Erwähnung seines Namens ist Gott der Regisseur der Geschichte.

Haman ist ein Beispiel für Menschen, die sich selbst für die Klügsten halten und Macht für sich und ihre Gelüste und Träume einsetzen und ausnützen. Mordechai und Ester stellen Menschen dar, die sich und ihr Leben für das Gute anderer einsetzen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Aufgaben werden verteilt und ausgeführt:

Tischdecken für das Festessen.

Stühle stellen für den „Gottesdienst“.

Essensvorbereitung für das Festessen.

Einüben des Wechselgesanges. (siehe Verkündigung)

Einige Kinder lesen sich ihren Part für die „Büttenrede“ durch.

Alle verkleiden sich, ggf. mit den Faschingskostümen vom vergangenen Karneval, mit bunten Tüchern usw.

Idee 2

Ein Video wird in Ausschnitten eingespielt, um die Gruppe auf das Purimfest einzustimmen.

https://www.youtube.com/watch?v=q8xMEbdaB-g oder https://www.youtube.com/watch?v=v53LOCBzqaE

Verkündigung

Verkündigungsart: Lesung auf der Bühne

Bei jedem Gottesdienst anlässlich des Purimfestes wird jedes Jahr die gesamte Geschichte der Ester vorgelesen. Hier wird ein solcher Gottesdienst anlässlich des Purimfestes nachempfunden. Dabei kommen auch die Lieder aus den (T)EXTRAS zum Einsatz.

Sechs Kinder stehen auf der Bühne, ergreifen jeweils das Mikrofon und lesen ihren Teil der „Büttenrede“. Beim Namen „Haman“ wird mit Ratschen, Rasseln, Tuten oder Sonstigem Lärm gemacht.

Nach jedem Abschnitt wird der Refrain gesungen:

Holladihi Holladiho, … (https://www.youtube.com/watch?v=N1dVwrm1Uyk)

Rede:

1. Im Jahre 483 vor unserer Zeitrechnung lud der König Xerxes von Persien seine hohen Beamten und Diener, die Heerführer und Verwalter seines riesigen Reiches zu einem Festessen ein. 180 Tage lang feierten sie ausgelassen.

Gesang: Holladihi Holladiho

2. Dann gab Xerxes auch noch ein Fest für die Bewohner der Festung Susa. Als sie schon eine Woche lang gefeiert hatten, wollte er ihnen seine schöne Frau Waschti vorführen. Aber die wollte nicht. Das war völlig unmöglich, absolut nicht erlaubt. Der König Xerxes war stocksauer. Er hatte noch dazu Angst, dass er von allen Männern ausgelacht werden würde, weil seine Frau ihm nicht gehorchte. Deshalb schickte er sie fort, weg aus dem Palast.

Gesang: Holladihi, Holladiho

3. Jetzt brauchte der König aber eine neue Frau. Er ließ die schönsten jungen Frauen in seinen Palast holen. Ein Mann mit Namen Mordechai hörte davon. Der war übrigens ein Jude. Einer von dem Volk, das vor vielen Jahren als Kriegsgefangene aus Israel weggeführt und nach Persien gebracht worden waren. Sie hatten sich ganz gut eingelebt und lebten in Frieden im Land. Dieser Mordechai hatte eine junge Cousine, die Ester hieß. Er brachte sie in den Königspalast. Dort bekamen alle das beste Essen, wurden gepflegt, damit sie wunderschön aussehen. Nach und nach mussten alle Frauen vor dem König erscheinen. Und am Ende entschied sich der König für Ester. So wurde Ester die neue Königin.

Gesang: Holladihi, Holladiho

4. Da war aber auch ein Mann, der hieß Haman. Er war ein hoher Beamter des Königs. Der König hatte befohlen, dass sich alle vor ihm niederwerfen müssen. Darauf war Haman auch sehr stolz. Aber der Jude Mordechai kniete sich nicht vor Haman nieder. Das ärgerte den so dermaßen, dass er auf Rache schwor. Seine Wut über Mordechai war grenzenlos. Er wollte nicht nur Mordechai, sondern alle Juden vernichten. Listig brachte er den König dazu, dass der ihm erlaubte, alle zu töten, die nicht die Gesetze einhielten. Der König dachte sich nichts Böses dabei und übergab Haman den Siegelring, mit dem diese Vollmacht beglaubigt wurde.

Gesang: Holladihi, Holladiho

5. Haman warf nun ein Los, das „Pur“. Damit legte er den Tag fest, an dem die große Judenvernichtung sein sollte. Dann schickte er einen Brief ins Land, den er mit dem Siegel des Königs versehen hatte. Darin stand, dass an dem festgelegten Tag alle Juden ausgerottet werden sollten und alles, was sie besaßen, geplündert werden durfte.

Gesang: Holladihi, Holladiho

6. Aber als Mordechai davon erfuhr, überredete er Ester, mit ihrem Mann, dem König zu reden. Das war aber nicht so einfach. Wer einfach so ohne Erlaubnis zu König ging, konnte sogar getötet werden. Aber Ester setzte alles auf eine Karte. Sie wusste, dass sie es wagen musste, wenn ihr Volk der Juden eine Überlebenschance haben sollte. Deshalb trat sie vor den König und er war ihr gnädig und hörte ihr zu. Sie lud ihn und Haman zu einem schönen Essen ein. Der eingebildete Haman war stolz. Aber als er hörte, was dann kam, verging ihm der Spaß. Ester sagte dem König nämlich, dass Haman alle Juden töten lassen wollte. Jetzt erkannte der König, dass er von Haman überlistet worden war und ließ ihn hinrichten.

Gesang: Holladihi, Holladiho

7. Aber was half das den Juden? Der Befehl zu ihrer Vernichtung war gegeben. Und was mit dem königlichen Siegel versehen war, durfte nicht geändert werden. Also gab der König den Juden die Erlaubnis, dass sie Waffen tragen, sich wehren und verteidigen durften. Das durften Kriegsgefangene eigentlich niemals. Aber jetzt erlaubte es der König ausdrücklich. Und als dann der große Tag der geplanten Vernichtung kam, waren die Juden so stark und die Feinde so verängstigt, dass die Juden den Sieg davontrugen. Aus lauter Freude darüber setzten Mordechai und Ester einen nationalen Feiertag ein. Das Purimfest. Alle Juden sollte ab sofort jedes Jahr feiern, dass aus dem Klagen Freude geworden ist und aus Not und Leid ein Fest.Und dies feiern die Juden bis auf den heutigen Tag.

Gesang: Holladihi, Holladiho

Die andere Idee:

Die Kinder tragen zusammen, was sie aus den vergangenen Lektionen von der Geschichte von Xerxes, Mordechai, Ester und Haman noch wissen.

Das Ende der Geschichte wird nun erzählt:

„Am nächsten Tag beim Abendessen betrachtete der König voller Glück und Freude seine schöne Königin. ‚Ich möchte dir einen Wunsch erfüllen‘, sagte er zu ihr, ‚egal, was es ist. Du brauchst es nur zu sagen.‘ ‚Ich und mein ganzes Volk sollen getötet werden‘, antwortete Ester. ‚Ich bitte um mein Leben und das meines Volkes!‘

Der König wurde blass. ‚Wer will euch denn töten lassen?‘ fragte er. ,Haman‘, antwortete sie. ‚Er hat einen Galgen errichten lassen, an dem er Mordechai erhängen will‘, fügte einer der Diener hinzu. ‚Dann hängt ihn selbst an seinen Galgen!‘ befahl der König. Und genau das geschah. In jener Nacht hatte Ester das Leben ihres ganzen Volkes gerettet.“

(Erzählung zitiert aus Taylor, Kenneth N.: Die kleine Kinderbibel, 2003)

Der Text gelebt

Gespräch

Dieses Purimfest wird bei den Juden in der ganzen Welt gefeiert. Es ist ein fröhliches, ausgelassenes Fest mit viel Musik, gutem Essen und viel zu trinken.

Impuls: Versetzt euch in die Lage heutiger Juden. Welche Gedanken kommen ihnen wohl heute am Purimfest?

Das Fest soll daran erinnern, wie das Volk Israel vom totalen Untergang bewahrt wurde. Noch so böse Menschen, die meinen, durch ganz besonders schlaue und hinterhältige Pläne das Volk Gottes ausrotten zu können, scheitern. Und das bis heute! Das Volk Israel besteht heute noch. (siehe dazu die Ausführungen unter „Der Text für mich“) Lies Sacharia 2,12b:

Gott sagt zu euch: „Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.“

Impuls: Feiern ohne den Gastgeber zu beachten. Der Grund und der Ausrichter des Festes werden vergessen. (Siehe Psalm 103,1) Allzu oft bleibt im Brauchtum nur noch das ausgelassene Feiern übrig. Der Anlass, das Negative, das Fasten und Klagen wird vergessen, ausgelassen, verdrängt.

Impuls: Gott unterstützt die, die in seinem Namen handeln.

Er lässt manche angstvolle Situationen zu. Aber er gibt Mut und Kraft, da hindurchzukommen. Schenkt manchmal auch überraschende Hilfe, gibt Klugheit, Weisheit, …

Wer sich für Gottes Sache einsetzt, kann auch fest auf seine Hilfe bauen. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, wie oft man ihn erwähnt, wie oft man über ihn redet. Wir sind mit ihm verwoben, unser ganzes Dasein ist mit ihm verknüpft. Er umgibt uns, ist in uns und wir in ihm.  

Merkvers

„Ich sage dir noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Hab keine Angst und lass dich durch nichts erschrecken; denn ich, der HERR, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!“ Josua 1,9 (Gute Nachricht)

Dieser Vers aus der Bibel wird im Lied „Sei mutig und stark“ von Mike Müllerbauer aufgegriffen. Der Refrain dieses Liedes kann mit ausdrucksstarken Bewegungen gesungen werden.

Gebet

Danke, Vater im Himmel, dass wir dir wichtig sind und du uns als deine Kinder behütest wie deinen Augapfel. Danke, dass du in unserem Leben immer dabei bist. Was wir tun, was wir erleben, du bist immer mit in das Geschehen verwoben. Mit dir dürfen wir Siege feiern, weil du die Kraft, den Mut dazu gegeben hast und die Geschichte gelenkt hast. Danke, dass wir fröhlich sein dürfen und du dich mit uns freust. Wir wollen dir unsere Dankbarkeit zeigen, indem wir für dich tanzen. Wir wollen dir unsere Freude zeigen, indem wir das leckere Essen genießen …

(Die Gruppe fügt selbst Dinge an, in denen die Gegenwart Gottes bejubelt wird.)

Kreatives

Backen von Hamantaschen:

Hamantaschen sind ein Gebäck aus der jüdischen Küche. Dort wird es speziell zum Purimfest zubereitet und serviert. Traditionell werden die dreieckigen Taschen aus Hefeteig mit Pflaumenmus und Mohn gefüllt. Sie können aber auch aus Blätterteig oder Mürbeteig hergestellt werden. Hier ein Rezept für einen speziellen Teig:

  • 500g    Dinkelmehl mit
  • 1Tl       Vanillezucker und
  • 2 TL     Backpulver gut mischen.
  • 100g    Zucker,
  • 100g    Honig und
  • 50g      Butter mit einem Handrührgerät schaumig rühren.

Diese Masse und das Mehlgemisch und

  • 2          Eigelbe mit dem Knethaken gut unterkneten.
  • Diesen Teig für ca. 1 Stunde kühl stellen.
  • Den Teig nun auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen, mit einer Ausstechform oder einem großen Glas runde Formen ausstechen.
  • Die Teigkreise mit
  • Ca. 10 EL         Pflaumenmus bestreichen.

Nun werden 3 Seiten der Kreise nach innen geklappt, dass ein Dreieck entsteht. Aufpassen: die Dreiecke gut zusammendrücken. Sonst läuft die Marmelade beim Backen raus.

Die Dreiecke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180 Grad backen.

Diese Hamantaschen schmecken am besten lauwarm, schmecken aber auch kalt.

Spielerisches

Der Raum wird in eine Art Festzelt verwandelt.

Musik zum Tanzen wird eingespielt. Das Licht gedimmt. Bunte Strahler geben eine festliche Atmosphäre. Hamantaschen, anderes Gebäck und Getränke werden bereitgestellt.

Dazwischen darf immer wieder mal ein Kind das Mikrofon ergreifen und einen guten Witz oder eine witzige Geschichte erzählen. Ab und zu wird eine einfache Polonaise gestartet.

(T)Extras

Lieder

Halleluja! Gott ist allmächtig (Gertrud Schmalenbach, Hella Heizmann)

Groß ist unser Gott, Herr der Ewigkeit (Lothar Kosse)

Sei mutig und stark (Mike Müllerbauer, Ralf Conrad)

Nur deine Liebe, Herr (William R. Batstone; Fabian Vogt)

Halleluja, der Herr regiert (Terry Butler; Stephanie Heinen und Marcus Ehrich)

Aktionen

Anlässlich des Purimfestes soll jeder Jude zwei „Bedürftige“ beschenken. Im Vorfeld werden Menschen aus der Gemeinde oder auch darüber hinaus aufgelistet, Namen gezogen, denen soll ein kleines „Wichtelgeschenk“ mit freundlichem Segensgruß in den Briefkasten geworfen werden. (Geschenksäckchen basteln, einzelne selbst gebackene Plätzchen hineinlegen)

Kreatives

Nunts backen

Nunt ist eine Süßigkeit aus der jüdischen Küche. Sie wird besonders am Purimfest gebacken, bei der es Sitte ist, Nachbarn mit selbst gebackenen Plätzchen zu beschenken. Eigentlich ist es eine Süßigkeit, die aus Waldhonig, Zucker und Walnüssen gekocht wird.

Mangels Originalrezept probieren wir eine andere süße Nascherei:

Nutella Plätzchen:

  • 180g Nutella (oder andere Nuss-Nougat-Creme), 1 Ei, 150g Mehl, 1TL Backpulver in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verarbeiten.
  • Mit Teelöffeln oder mit den Händen aus dem Teig Kugeln in Walnussgröße formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  • Im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen 8-10 Minuten backen. Nicht länger! Sonst werden die Plätzchen hart.
  • Die ausgekühlten Plätzchen mit Zuckerdeko gestalten oder mit Puderzucker bestreuen.

Geschenksäckchen

Aus bunten Servietten Kreise schneiden (4 Kreise aus 1 Serviette)

Die Nunts in die Mitte legen,

den Serviettenkreis oben zusammenfassen, mit Geschenkband zusammenbinden

Das Kleingruppen-Material beinhaltet: Hintergrundinfos zum Text, einen Bezug zur Zielgruppe und Ideen zur Gestaltung der Kleingruppenzeit.

Die Kleingruppen laufen nach einem Rotationsprinzip. Jeder Kleingruppe wird von mind. einem Mitarbeitenden begleitet und läuft von Station zu Station. Durch ein Signal vom Zeitwächter wird den Gruppen signalisiert, dass sie zur nächsten Station aufbrechen. Je ein weiterer Mitarbeitender ist bei einer der 5 Stationen die je 7 Minuten dauern:

  • Gespräch inkl. Fragen
  • Spiel
  • Kreatives
  • Bibellesen und Gebet
  • Extra/Spezial

Gedanken und Hintergrundinformationen zum Text

In dem Kapitel zuvor hat Jona in Ninive die Botschaft von Gott übermittelt, dass er die Stadt in 40 Tage vernichten wird, wenn sie nicht zu Gott kommen.

Hier gibt Gott der Stadt Ninive eine zweite Chance, sich zu bessern, denn die Bewohner von Ninive beten Götzen an und verhalten sich nicht im Sinne von Gott. Und zu Jonas Erstaunen bekennen die Bewohner ihre Fehler und tun Buße. Gott freut sich darüber und verschont die Stadt vom Unheil.

Jona gönnt den Menschen die Gnade Gottes überhaupt nicht. Sie haben es in seinen Augen überhaupt nicht verdient. Er geht grimmig auf einen Hügel, um zu beobachten was mit der Stadt passiert.

Dort schenkt Gott Jona einen Baum (einen Rizinus). Der Baum soll Jona als ein bildlicher Vergleich dienen. Dabei steht der Baum für die Stadt Ninive. Gott freut sich über die Stadt Ninive, als sie zu ihm zurückgekommen sind, so wie sich Jona über den Baum (Rizinus) gefreut hat. Aber ohne die Gnade Gottes wäre die Stadt zerstört, so wie der Rizinus für Jona nicht mehr da ist. Dies soll Jona zeigen, der nicht wirklich gnädig zu den Mensch in der Stadt ist, wie toll Gottes Gnade doch ist.

Ob Jona etwas aus der Geschichte gelernt hat, steht nicht in der Bibel.

Zielgedanke: Gott schenkt Gnade, er gibt jedem eine 2. Chance

Bezug zur Altersgruppe

Für die Kinder wird der Fokus auf die Gnade als Geschenk und auf die Zweite Chance gelegt, die die Stadt Ninive erfährt. Es soll klar werden, dass Gnade ein Geschenk ist, welches sich die Bewohner nicht verdienen können, sondern geschenkt bekommen. Zusätzlich kann man daraus lernen, dass Gott sich wünscht, dass wir zu anderen gnädig sind und ihnen auch die Gnade Gottes gönnen.

Kleingruppen Übersicht

  • Station 1: Kreatives
  • Station 2: Spezial
  • Station 3: Bibellesen und Gebet
  • Station 4: Spiel
  • Station 5: Gespräch

Hinweis: Die Kleingruppen laufen nach dem Rotationsprinzip. Jeder Kleingruppe wird von einem Mitarbeitenden begleitet und läuft von Station zu Station. Gruppe 1 – startet bei Station 1, Gruppe 2 – bei Station 2 usw. Durch ein Signal vom Zeitwächter (einem Mitarbeitenden) wird den Gruppen nach 7 Minuten signalisiert, dass sie zur nächsten Station aufbrechen.

Station 1: Kreatives „Geschenkbox aus Streichholzschachteln“

  • Die Kinder erhalten jeweils eine Streichholzschachtel, die sie verzieren können. Sie haben die Möglichkeit diese mit Stickern zu bekleben, mit bunten Papier zu umhüllen oder bei weißen Schachteln, diese anzumalen.

Dazu muss das bunte Papier auf die passende Größe geschnitten werden. Die Sticker können auf dem Tisch verteilt werden, damit man sie gut einsehen kann.

Am Ende sollen sie auf den Boden der Innenschachtel das Wort Gnade schreiben oder ein Herz malen. Die Schachtel wird geschlossen und mit einem Geschenkband umwickelt und damit verschlossen.

Tipp für kleinere Kinder: Kleinere Kinder werden wahrscheinlich Hilfe beim Zubinden der Schachteln brauchen. Damit die Zeit besser genutzt werden kann, sollte man das bunte Papier schon vorher in der Vorbereitung auf die passende Größe schneiden, wie auch das Geschenkband. Vor allem den Kindern der 1./2. Klasse hilft die Vorbereitung zu einem tollen Ergebnis.

Material:

  • Streichholzschachteln (bevorzugte Größe: normal kleine)
  • Buntes Papier (evtl. passend zu geschnitten) für die Grundfarbe der Schachteln
  • Klebestifte (um das Papier auf der Schachtel zu befestigen)
  • Scheren (zum zurecht schneiden des bunten Papiers)
  • Bunte Stifte (zum Schreiben und Malen auf der Innenschachtel oder auch zum verzieren)
  • Sticker (zum zusätzlichen gestalten)
  • schmales Geschenkband (zum Verschließen der Schachtel)

Station 2: Spezial „Der Fleck muss weg!“

Anhand eines schmutzigen Stück Stoffs wird den Kindern gezeigt, dass Gnade ein Geschenk Gottes ist und diese nicht verdient werden kann. Mit Gallseife wird der Fleck entfernt und damit Gottes Gnade verdeutlicht.

Vorbereitung: Tische stellen, Putzmittel auf den Tisch platzieren und Decke darüber platzieren, Kaffee auf das Stück weißen Stoff platzieren.

Durchführung: Die Kinder kommen herein und sollen sich um einen Tisch stellen, der sich in der Mitte des Raumes befindet. Der Mitarbeiter holt ein Stück weißen Stoff her, das einen Kaffeefleck hat, hervor. Seht Euch mal dieses Stück Stoff an! Was fällt euch auf? (Der Fleck)
Dieser Fleck steht für das, was wie die Stadt Ninive war. Wie war die Stadt bevor Jona kam?
(Böse)
Der Fleck ist all das Böse und Schlechte, das die Bewohner getan haben.
Was meinte Jona denn wie man wieder gut werden kann?
(Indem man sich anstrengt, Gutes tut und man sich Gottes Gnade verdient)
Also müssen wir uns anstrengen um das Schlechte zu entfernen.
Dazu sind hier verschiedene Mittel, die man nutzen könnte, um den Fleck sauber zu machen.

Jedes Kind darf sich ein Mittel aussuchen, das zuvor auf einen anderen Tisch unter einer Decke platziert war.  Auf dem Tisch steht: Buttermilch, Sonnenmilch, Öl, Rasierschaum, Zahnpasta, Schwamm. Die Kinder sollen hintereinander die einzelnen Möglichkeiten in einem kleinen Bereich des Stoffes ausprobieren. (Keine dieser Mittel werden den Fleck entfernen.)

Und funktioniert es? Wird es sauber?

Nachdem alle Kinder einmal ihr Mittel am Fleck ausprobiert haben geht es weiter:

Egal wie sehr wir uns anstrengen und bemühen der Fleck geht nicht weg! Aber was hat Gott zu Jona gesagt, warum die Bewohner von Ninive noch leben? (Gott hat den Bewohner Gnade geschenkt, sie mussten es nicht verdienen) Gott schenkt ihnen Gnade, da können sie sich und wir selber uns noch so anstrengen, den Fleck (das Schlechte) in uns zu entfernen. Das Einzige, das wir müssen, ist es das Geschenk einfach anzunehmen.

Eine Gallseife wird aus einer Geschenkbox geholt. Und wenn wir dieses Geschenk annehmen dann verschwindet auch der Fleck und auch das Schlechte und das Böse, das uns von Gott trennt.

Mitarbeiter feuchtet den Fleck mit Wasser an und rubbelt mit der Gallseife den Fleck weg und dieser wird sauber. (Experiment endet hier) Wichtiger Hinweis: Nicht zu viel Wasser verwenden!

Falls Zeit übrig ist können noch Fragen gestellt werden…

Material:

  • Ein Ort mit Malunterlagen oder eine Küche (es könnte nass und dreckig werden)
  • Stück weißer Stoff (auf dem wird der Kaffeefleck platziert)
  • gekochter Kaffee ohne Milch, egal ob er schon abgekühlt ist (Dieser wird mit einem Löffel auf das Stück Stoff platziert.)
  • ein Löffel (für den Kaffee zum dosieren)
  • Verschiedene Putzmittel wie: Buttermilch, Öl, Sonnenmilch, Rasierschaum, Zahnpasta, Schwamm (zum Ausprobieren für die Kinder)
  • Eine Decke (um die Putzmittel erstmal verdeckt zu halten, damit der Fokus auf die Mitte liegt und den Mitarbeiter)

Station 3: Bibellesen „Gummibärchen verdienen“

Vorbereitung:

  • Bibel mit Post-Its bearbeiten (dafür auf Bibelserver.com Suchbegriff ,,Gnade“ eingeben und von den Ergebnissen einige mit einem Marker und einem Post-It markieren in der Bibel markieren)
  • Die Stelle Römer 10, 6 mit einem herausstechenden Post-It markieren
  • Packe die markierte Bibel und pro Kind eine Gummibärchenpackung in ein Schuhkarton (soll ein Geschenk darstellen), mache eine Schleife drum und stelle es etwas verdeckt z.B. unter einen Stuhl.
  • Lege die übrigen Gummibärchenpackungen zurecht. Mache eine erste Tüte auf.

„Hallo Kinder, hier könnt ihr euch ein Gummibärchen verdienen. Ihr habt die Aufgabe, 5 Liegestütze zu machen.“ Nachdem die Kinder die Aufgabe erfüllt haben, erhalten sie ihren Lohn nach ihrer Leistung. Jedes Kind bekommt so viele Gummibärchen, wie es Liegestütze geschafft hat, max. 5.

Frage an die Kinder: „Ist das Gnade, das, was wir hier gerade gemacht haben?“ Die Kinder Antworten auf die Frage.

Danach erklärst du das Wort Gnade nochmal so, dass es alle verstehen können. „Das Wort Gnade kommt von „gratia“. Das bedeutet für uns sowas wie „Gratis“, also kostenlos, umsonst, geschenkt ohne irgendeine Leistung. Nicht einmal eine Liegestütze muss man leisten. Sonst wäre es ja nicht gratis.“

Jetzt holst du den Schuhkarton hervor machst es geheimnisvoll auf und schenkst jedem Kind eine Tüte Gummibärchen und sie dürfen, wenn sie wollen, diese sofort aufmachen und essen. Während die Kinder essen, holst du die Bibel aus dem Schuhkarton.

„Seht ihr diese Bibel? Die ist an super vielen Stelle markiert. Überall geht es um Gnade, um das was Gott uns schenkt. Gnade muss also etwas sehr Wichtiges sein.
In der Geschichte heute ging es um eine ganze Stadt, die Gnade von Gott bekommen hat. Wir lesen nochmal einen Vers aus der Bibel.“

Ließ aus der markierten Bibel den Vers Römer 10, 6 und bespreche ihn mit den Kindern.
„So ist Gott. Das finde ich toll, dass er die Stadt nicht einfach vernichtet hat. Gnade heißt, wenn du wirklich Mist gebaut hast, vergibt dir Gott trotzdem. Dafür musst du nichts leisten

Material:

  • Kleine Gummibärchenpackungen: für jedes Kind eins plus nochmal 2 Packungen je Kleingruppe.
  • Schuhkarton
  • Geschenkband
  • Marker
  • Post-Its
  • Bibel mit markierten Bibelstellen

Station 4: Spiel „Schnick Schnack Schnuck Wurm“

Die Kinder verteilen sich im Raum, sodass jeweils zwei Kinder sich gegenüberstehen. Der Mitarbeiter gibt ein Startzeichen, woraufhin die Kinder mit jeweils dem gegenüberstehenden Kind anfangen, Schnick, Schnack, Schnuck (Schere, Stein, Papier) zu spielen. Jedes einzelne Duell geht solange, bis jemand dreimal gewonnen hat. Das Kind, das dabei verliert, kriecht dem Gewinner-Kind unter den Beinen durch, schließt sich dem Gewinner-Kind an und hält sich an seiner Schulter fest. Ab sofort sind sie ein Wurm. Die Kinder, die nicht der Kopf des Wurmes sind (alle die nicht an erster Stelle stehen – sind der Kopf des Wurms) sollten dann die Person anfeuern die vorne Schnick Schnack Schnuck spielen… Der Gewinner sucht sich einen anderen Wurm aus, der frei ist und beginnt eine neue Runde Schnick Schnack Schnuck. Die Kinder, die Teil des Verlierer-Wurms waren, kriechen alle unter allen Kindern des Gewinner-Wurms durch und schließen sich diesem an. Die Kinder, die zu dem Wurm gehören, folgen ihm. Das Spiel endet, wenn nur noch zwei Gruppen gegenüberstehen und einer von ihnen gewinnt und es so nur noch einen Wurm gibt.

Am Ende des Spiels könnt ihr darauf hinweisen, dass Gnade auch bedeutet, sich mit den anderen mitzufreuen. So hat das Anfeuern und Mitjubeln noch eine ganz andere Bedeutung.

Tipp: Die Runde kann relativ schnell vorbei sein, deshalb kann man den Kindern eine zweite Chance geben und das Spiel noch einmal spielen. Vielleicht weist man nochmal konkret darauf hin, dass das Anfeuern und Mitjubeln auch eine Art der Gnade sein kann und man eine zweite Chance bekommt.

Station 5: Gespräch „Interview“

Bei dieser Station sollen die Kinder sich gegenseitig interviewen. Dafür setzten sich die Kinder in einen Kreis. Danach gibt der Mitarbeiter die Mikrofon Attrappe mit dem Fragezettel einem Kind, dieses stellt die erste Frage seinem linken Nachbarn (Uhrzeigersinn) und darf es somit Interviewen. Wenn das andere Kind fertig geantwortet hat gibt er das Mikrofon an die linke Person weiter, die daraufhin die nächste Frage an den nächsten stellt. So wird einmal rund herum jeder gefragt. Wenn noch Zeit da ist, wird eine zweite Runde gestartet.

Vorbereitung: Die Fragen auf einen Zettel schreiben

Fragen:

  •  „Was denkst du über Jona? Wie würdest du ihn beschreiben?“
  •  „Was denkst du über die Stadt Ninive? Haben sie eine zweite Chance verdient?“
  •  „Wie muss sich Jona gefühlt haben, als Gott den Baum zerstört hat?“
  •  „Was ist deine Meinung darüber, dass Gott den Baum zerstört hat?“
  •  „Was ist für dich ein Geschenk?“
  •  „Wann und wem hast du etwas Geschenkt?“
  •  „Wann hat dir jemand mal eine zweite Chance gegeben?“
  •  „Wann hast du jemandem eine zweite Chance gegeben?“

Variante für 1.und 2. Klasse:

Die Fragen werden vom Mitarbeiter gestellt. Die Kinder können sich melden und der Mitarbeiter nimmt die Kinder dran. Dabei darauf achten, dass jedes Kind eine Chance hat, dranzukommen.

Material:

  • Mikro (-Attrappe)
  • Zettel mit Fragen

Ein witziger Spieleentwurf rund um den Mann im roten Mantel und mit dem weißen Bart…

Wenn man mal genauer nachdenkt, so kann es gar nicht sein, dass nur ein einziger Weihnachtsmann das ganze Pensum an Besuchen schafft. Tatsächlich gibt es nämlich sehr viele Weihnachtsmänner, die immer unruhiger werden, je näher Weihnachten rückt. Die Unruhe entsteht jedoch nicht nur wegen der anstehenden Weihnachtsfeiertage, an denen sie Großeinsatz haben, sondern vor allem wegen der großen Weihnachtsmann-Olympiade, die kurz zuvor stattfindet. Jeder Weihnachtsmann misst sich mit seinen Kollegen in den unterschiedlichsten Wettkämpfen, hier gibt es sowohl Einzel- wie auch Teamdisziplinen. Am Ende werden dann die begehrten Weihnachtsmann-Medaillen verliehen, natürlich nur an die Besten der Besten… Es geht hier nicht nur um einen lapidaren Wettkampf, sondern darum, die Ehre und den Stolz der Weihnachtsmänner zu verteidigen!

Vorbereitungen

Wertungssystem

Die Punkte werden in einem Medaillenspiegel notiert, auf dem jeder Name eingetragen wird und die jeweilige Wertung pro Spiel. Wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, hat gewonnen. Es gibt sowohl Einzel- wie auch Gruppenspiele. Bei einem Einzelspiel bekommt nur der Gesamtsieger der Runde einen Punkt. Bei einem Gruppenspiel erhalten alle Jugendlichen der Siegergruppe einen Punkt im Medaillenspiegel vermerkt. Damit eine möglichst faire Punktevergabe erzielt werden kann, wird zu jedem neuen Gruppenspiel eine neue Gruppeneinteilung vorgenommen. Dazu gibt es von allen Teilnehmenden ein Namenskärtchen. Diese werden vor jedem neuen Spiel aus einem Sack gezogen und zu jeweils der benötigten Gruppenanzahl zuammengestellt. So ergeben sich ständig neue Konstellationen, was nicht nur jedes Mal die Siegchancen neu mischt, sondern auch die Gruppen besser durchmischt, als wenn sie den ganzen Abend in der gleichen Zusammensetzung spielen. Außerdem ist es so auch kein Problem, bei einem Spiel mit zwei, bei einem anderen Spiel mit drei Gruppen zu agieren.

Besonderer Hinweis

Der Spieleabend ist ein witziger Wettstreit der Weihnachtsmänner – damit der rote Faden erhalten bleibt, sollte vor jedem Spiel die Spielidee erzählt werden, weshalb sich die Weihnachtsmänner in der jeweiligen Disziplin messen. Das Besondere an diesem Abend ist, dass es sowohl Einzel- wie auch Gruppenaufgaben zu absolvieren gibt, und die Gruppen bei jedem Spiel neu zusammengesetzt werden. Punkte sammelt jede und jeder für sich alleine, auch in der Gruppendisziplin.

Einladung

Nicht zwingend notwendig, aber ein witziger Einstieg könnte es sein, wenn man im Vorfeld bewusst zu diesem Abend einlädt und die Jugendlichen bittet, eine Weihnachtsmann-Mütze aufzusetzen. Wer eine dabei hat, bekommt im Medaillenspiegel gleich einen Punkt bei seinem Namen vermerkt.

Wer möchte kann im Vorfeld auch eine witzige Nachricht versenden, in dem die Einladung zu dem Abend zu lesen ist. Es gibt z. B. verschiedene animierte Weihnachtsmänner, die Jingle Bells singen oder man macht einen Link auf einen passenden You Tube-Film, etc.

Die Disziplinen

Bauch anfuttern

Idee: Was wäre ein Weihnachtsmann ohne einen anständigen und „gemütlichen“ Bauch. Deshalb wird hier gegen den Trend der Gesellschaft nicht im Fitnessstudio etwas gegen, sondern für die zusätzlichen Pfunde getan. Allerdings sollte der Weihnachtsmann wegen der vielen anstrengenden Aufgaben trotzdem beweglich bleiben – deshalb wurde die folgende Disziplin extra dafürgeschaffen…

Umsetzung: Die Jugendlichen werden in zwei Gruppen aufgeteilt und absolvieren nun eine Art Essens-Stafellauf: Jeweils die oder der Erste rennt los, holt sich an einem Tisch ein Brötchen, schneidet es mit dem bereitliegenden Messer auf (Vorsicht: Verletzungsgefahr in der Hektik, bei der Messerauswahl bitte bedenken), rennt weiter mit dem aufgeschnittenen Brötchen in der Hand bis zum nächsten Tisch, dort fischt sie oder er ein warmes Würstchen aus dem Wasser (zur Not ein kaltes bereitliegendes Würstchen) und legt es in das aufgeklappte Brötchen, rennt mit dem Hot Dog in der Hand weiter zum nächsten Tisch, gibt wahlweise Ketchup oder Senf auf das Brötchen und läuft nun den Weg essend zurück – langsam! Der Hot Dog soll auf dem Rückweg vollständig verzehrt werden, abschlagen darf man erst, wenn der letzte Bissen im Mund ist. Wer schon früher bei den weiteren wartenden Weihnachtsmannkollegen ankommt und noch mehr als einen Bissen in der Hand hält, bekommt 60 Strafsekunden. Gewonnen hat das Team, das am schnellsten die Bauch-Anfutter-Staffel absolviert hat. Jede und jeder aus dem Siegerteam bekommt auf dem Medaillenpiegel den Sieg vermerkt.

Variante: Wenn die Hot Dogs zu aufwändig oder zu teuer sein sollten, können auch Spekulatiuskekse oder Ähnliches verwendet werden.

TIPP: Bei großen Gruppen könnte das Spiel zu lange dauern, wenn jede und jeder einzeln läuft. Dann lieber immer 2 bis 3 Weihnachtsmänner pro Gruppe gleichzeitig laufen lassen.

Bart-Extensions

Idee: Ein Weihnachtsmann ohne Bart sieht nicht wie ein richtiger Weihnachtsmann aus. Da viele Weihnachtsmänner es vorziehen, den Sommer über ohne Bart herumzulaufen, ist kurz vor Weihnachten das „Bärte-Tuning“ angesagt. Bestehende Bärte werden gekämmt und gepflegt, fehlende Bärte müssen durch Extensions „zum Wachsen“ gebracht werden. Wer hat den schönsten Bart?(>> Material 4

Umsetzung: Die Weihnachtsmänner spielen in zwei Gruppen. Jede Gruppe bekommt einen Knäuel weiße Wolle, eine Schere, ein Lineal (30 cm) und eine Rolle Klebeband. Alle haben nun 1 Minute lang Zeit, Extensions herzustellen – wie rationell mit dem wenigen Material gearbeitet wird, bespricht jede Gruppe für sich im Vorfeld. Für eine Extension müssen exakt 4 Haare = Wollfäden in der Länge von 30 Zentimetern abgeschnitten werden. An einem Ende werden sie nun mit Klebeband zusammengefasst.

Nach Ablauf der Minute wird einem freiwilligen Weihnachtsmann der Bart gerichtet und die Extensions – wiederum mit Klebeband – angeklebt. Hierfür haben die Weihnachtsmänner 30 Sekunden Zeit. Nach Ablauf dieser Zeit werden die Extensions gezählt, die am Weihnachtsmann als Bart kleben bleiben. Hilfsmittel wie Lippen oder Zähne sind nicht erlaubt. Außerdem werden noch Stichproben gemacht, ob tatsächlich immer vier Wollfäden verwendet wurden. Gewonnen hat die Gruppe mit den meisten angeklebten Bart-Extensions. Jede und jeder dieser Gruppe bekommt den Sieg im Medaillenspiegel vermerkt.

Geschenkpapier-Design entwerfen

Idee: Der Weihnachtsmann ist ja nicht nur für das Einpacken und Verteilen der Geschenke zuständig, sondern auch für das Geschenkpapier. Deshalb nimmt sich die Weihnachtsmann-Runde auch Zeit, jedes Jahr neue Geschenkpapier-Designs zu entickeln.

Umsetzung: Jede und jeder spielt für sich alleine und bekommt Papier und Stifte. Innerhalb einer Minute soll auf dem Papier ein neues Geschenkpapier-Design entworfen werden. Damit es keinen Streit gibt, wer die Entwürfe nun bewerten soll, wurde im Vorfeld ein Geschenkpapier entworfen (entweder von einem Mitarbeitenden oder von einem Kind). Derjenige, der dem geheimen Vorentwurf am nächsten liegt, bekommt einen Punkt im Medaillenspiegel vermerkt – bei ähnlichen Bildern können natürlich auch mehrere Punkte verteilt werden.

TIPP: Es ist sinnvoll im Vorfeld zu betonen, dass alles möglich ist – ob das ganze Papier mit Blümchen übersät, oder ein Wolf in der Mitte und rundum Herzchen, oder, oder… Wer weniger Aufwand betreiben will, lässt alles schwarz-weiß malen.

Schal stricken

Idee: Ein ganz typisches und beliebtes Geschenk der Weihnachtsmänner sind gestrickte Socken, gestrickte Handschuhe, gestrickte Mützen und gestrickte Schals. Da so viele Menschen mit diesen mehr oder weniger beliebten Handarbeiten beglückt werden sollen, ist Großproduktion und ein schnelles Nadelspiel angesagt.

Umsetzung: Die Weihnachtsmänner arbeiten in zwei Gruppen. Für jede Gruppe sind 15 Maschen angeschlagen und 5 Reihengestrickt. Nun bekommt jede Gruppe ihre Strickarbeit überreicht und 60 Sekunden Zeit für Strickeinweisungen. Bei dieser Strickeinweisung darf nicht mehr als eine weitere Reihe gestrickt werden (Kontrolle!). Die strickerfahrenen Weihnachtsmänner sollen den unerfahrenen im Schnellverfahren das Stricken beibringen (alles erlaubt, ob rechte oder linke Maschen, abwechselnd oder Freestyle…). Sollte sich keiner des Strickens mächtig fühlen, müssen sich die Weihnachtsmänner in den 60 Sekunden eben überlegen, wie sie am besten die Wolle durch die Schlaufen schieben, ohne dass sich die Strickarbeit auflöst statt zu wachsen…Nach den 60 Sekunden wird kurz geschaut, dass jedes Team komplett 6 Reihen gestrickt hat, um wieder eine gleiche Ausgangsbasis zu schaffen. Dann fällt der Startschuss, und jeder Weihnachtsmann muss 15 Sekunden stricken (Zeitspanne kann an Gruppengröße angepasst werden). Am Ende wird geschaut, wer den längsten Schal gestrickt hat. Die Weihnachtsmann-Jury sollte sich im Vorfeld überlegen, wie stark sie fehlerfreies Stricken wertet oder nur Zentimeter.

Geschenke einpacken

Idee: Natürlich sollten alle Geschenke, die die Weihnachtsmänner verteilen, auch eingepackt werden. Hier ist aber keine schlampige Fließbandarbeit gefragt, sondern zügiges aber trotzdem liebevolles Arbeiten.

Umsetzung: Jeweils ein Weihnachtsmann (bei einer großen Gruppe und meheren Mitarbeitenden kann auch parallel gearbeitet werden) steht am Startpunkt, rennt zum Materialtisch und nimmt sich eine kleine Mini-Schokolade, ein vorgeschnittenes Papier und ein vorgeschnittenes Geschenkband (um gleiche Ausgangsbedingungen zu gewährleisten) und rennt weiter zum Packtisch. Am Packtisch steht ein Klebebandabroller. Die Mini-Schokolade wird eingepackt, hierfür dürfen zwei Klebestreifen verwendet werden die nicht länger als 4 cm sind (längere Streifen geben jeweils 10 Strafsekunden). Nun soll das Geschenkband so um das Päckchen gebunden werden, dass es einmal längs und einmal quer über das Päckchen geht und in der Mitte dann eine Schleife gebunden wird. Sobald das Päckchen fertig eingepackt ist, hält es der Weihnachtsmann hoch und die benötigte Zeit wird notiert. Für schlampig eingepackte Päckchen gibt es auch 10 Strafsekunden. Sobald alle Päckchen gepackt (und in einem Sack verstaut worden) sind, werden die Zeiten ausgewertet und entsprechend für den oder die schnellsten Einpacker Punkte im Medaillenspiegel notiert.

TIPP: Vor der Runde eine richtig eingepackte Schokolade herzeigen, damit alle sehen, wie das gewünschte Objekt aussehen soll.

Schlitten beladen

Idee: Da unendlich viele Päckchen an Weihnachten verteilt werden sollen, muss der Schlitten taktisch klug beladen werden, sonst verliert der Weihachtsmann seine Päckchen.

Umsetzung: Zwei Gruppen einteilen. Falls Schlitten und Päckchen doppelt vorhanden sind, kann parallel gespielt werden, falls nicht, spielen die beiden Gruppen hintereinander und die zweite Gruppe darf der ersten Gruppe nicht beim Beladen zusehen, um keinen Vorteil zu haben. Die Gruppe hat genau 3 Minuten Zeit, um in Ruhe auszutüfteln, wie sie die Päckchen auf dem Schlitten stapelt und um dies dann auch umzusetzen. Nach den 3 Minuten wird der Schlitten mit einem starken Ruck an der Ziehleine ein Mal angezogen, dann wird gezählt, wie viele Päckchen noch auf dem Schlitten verbleiben. Es sind keine Hilfsmittel zur Befestigung erlaubt (auch nicht das Zugseil des Schlittens), falls es jedoch ein Schlitten mit einzelnen Latten ist, dürfen die Zwischenräume genutzt werden, um etwas einzuklemmen. Wird jedoch ein Päckchen oder eine Schachtel in irgendeiner Weise verbogen oder beschädigt, werden 3 Schachteln abgezogen. Die Gruppe mit den meisten auf dem Schlitten verbleibenden Päckchen hat gewonnen, die Jugendlichen dieser Gruppe kassieren Punkte auf dem Medaillenspiegel.

Weihnachtsmanns Tiere

Idee: Ein Weihnachtsmann kann es nicht schaffen, alle Päckchen alleine zu schleppen und dann auch noch schnell vorwärts zu kommen. Deshalb hat er verschiedene Tiere, die er einsetzt, die er hegt und pflegt und ganz genau kennt. Sogar im Schlaf kann er seine Tiere malen.

Umsetzung: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält ein Blatt Papier und einen Stift. Nach dem Startsignal soll nun jeder die Tiere aufmalen, die bekannterweise dem Weihnachtsmann hilfreich sind. Hierfür haben die Teilnehmer 3 Minuten Zeit. Nach den 3 Minuten werden die Blätter eingesammelt und die Jury prüft, welche Tiere sie erkennt. Bewertet werden nur die Tiere, die auf der geheimen Liste der Jury stehen. Nämlich: Elch, Esel, Rentier, Hirsch. Wer alle Tiere einigermaßen erkennbar gezeichnet hat, bekommt einen Punkt auf dem Medaillenspiegel.

Säcke flicken

Idee: Was kann einem Weihnachtsmann Schlimmeres passieren, als dass er ein Loch in seinem Sack hat und Geschenke verliert? Sobald er ein Loch bemerkt, flickt er dieses natürlich sofort fachgerecht.

Umsetzung: Jeder Weihnachtsmann näht einen 10 x 10cm großen Stoffflicken auf einen Jutesack, und die Zeit wird gestoppt. Wer näht am schnellsten? – Damit nicht gemogelt wird, müssen folgende Punkte beachtet werden: Alle nähen mindestens 10 Stiche (Art der Stiche ist egal), Fadenanfang und -ende müssen jeweils verknotet und abgeschnitten sein. Wenn man den Sack mit dem Flicken nach unten hält, muss der Flicken halten. Je nach Anzahl der Jugendlichen kann hintereinander genäht werden oder es nähen immer mehrere Personen parallel. Natürlich bekommt der Sieger einen Punkt im Medaillenspiegel vermerkt.

Anregungen für weitere Disziplinen (auch angeregt durch verschiedene Weihnachtsmann-Bräuche) könnten sein:
• Socken aufhängen
• Kamin-Climbing
• Colasorten erschmecken als Cola-Weihnachtsmann
• Weihnachtsmann-Theaterstück
• Weihnachtsmann-Kurzgeschichte erfinden
• Weihnachtsmann-Gedicht erfinden oder schön rezitieren
• Weihnachtslied singen
• Weihnachtsbaumgirlande basteln,…

Medaillenspiegel – Beispiel

Zielgedanke

Die Kinder sollen verstehen, dass es wichtig ist, eine Begegnung mit dem auferstanden Jesus zu haben.

Merkvers

Ihr werdet Jesus sehen, genau wie er es euch gesagt hat. Markus 16,7b; GNB

Situation der Jungscharler

Das Thema Auferstehung wird von den Jungscharlern unterschiedlich aufgenommen. Für einige ist das ganz klar: Jesus ist auferstanden. Das haben sie schon von klein auf so gelernt und nie infrage gestellt. Andere haben sicherlich Zweifel, ob es wahr ist, dass der Stein weggerollt und das Grab leer war. Diese Zweifel muss man zulassen, denn gerade dieser Abschnitt zeigt, dass die Frauen, die das leere Grab mit eigenen Augen gesehen haben, sich auch nicht sicher über die Tatsache der Auferstehung waren. Viele Jungscharler kennen die Ostergeschichte und wissen Bescheid. Das Wissen allein reicht aber nicht, denn zum Wissen muss die Begegnung mit dem Auferstanden dazukommen. Deshalb sollten wir in dieser Ostergruppenstunde nicht den Schwerpunkt auf die Wissensvermittlung legen, sondern die Jungscharler liebevoll auf persönliche Begegnungen mit dem auferstandenen Jesus vorbereiten.

Erklärungen zum Text

In den Kapiteln zuvor wird die Passionsgeschichte erzählt. Sie endet damit, dass Jesus am Kreuz stirbt und der Tote in das Grab gelegt wird. Eigentlich ist klar, dass damit alles zu Ende ist, aber das ist nicht der Fall, denn es geht weiter. Damit hatten alle Beteiligten nicht gerechnet. Das unvorstellbare Wunder ist eingetreten: Jesus ist auferstanden.

Verse 1-4: Drei Frauen werden genannt, die sich am Morgen auf den Weg zum Grab machen. Diese Frauen wollen dem Toten den üblichen Liebesdienst tun und ihn salben. Wegen der provisorischen Bestattung kurz vor Beginn des Sabbats, sollte die Salbung etwas verspätet erfolgen. Es ist die übliche Routine. Sie rechnen mit keinem besonderen Ereignis. Ihr Gespräch auf dem Weg dreht sich um die praktische Frage, wie sie den Stein von der Graböffnung wegbekommen. Dann sehen sie etwas Merkwürdiges. Der große Stein vom Grab ist weggerollt. Die Auferstehung von Jesus wird im Text mit keinem Wort beschrieben. Nur die Auswirkungen sind deutlich sichtbar: Das Grab steht offen.

Verse 5-8: Im Grab treffen sie auf eine Person, die hier als Jüngling bezeichnet wird. Die ersten Worte des Mannes sollen den Frauen die Angst nehmen. Das ist oft so, bei einer Begegnung mit Gott oder Jesus, denn häufig steht an solchen Stellen in der Bibel: „Fürchte dich nicht!“ Die Frauen brauchen in dieser besonderen Situation diese mutmachende Aufforderung. Weiter sagt der Mann im weißen Gewand, dass ihr Suchen zwecklos ist. Das Suchen ist typisch menschlich, aber angesichts des Handelns Gottes kommt das Suchen zu spät. Gott war schneller und er hat Jesus auferweckt. Das Grab ist leer und die Frauen können es mit eigenen Augen sehen. Doch das leere Grab allein reicht nicht aus. Es muss noch die Begegnung mit dem lebendigen Jesus Christus hinzukommen. Deshalb sollen die Frauen den Jüngern von diesem Erlebnis erzählen. Petrus wird hier besonders erwähnt. Wahrscheinlich ist das ein Hinweis darauf, dass Petrus in der Passionsgeschichte ebenfalls besonders erwähnt wird, weil er es war, der Jesus verleugnet hat (vgl. Markus 14,66-72). Petrus gehört genauso wie die anderen Jünger zu denen, die Jesus in seiner schwersten Stunde verlassen haben. Sie werden hier neu gerufen und eingeladen. Die Frauen sollen den Jüngern die konkrete Anweisung geben, nach Galiläa zu gehen, denn dort wird die Begegnung mit dem Auferstandenen stattfinden. Die Reaktion der Frauen ist nicht Jubel und Freude, sondern Furcht. Sie erkennen in dem Moment noch nicht, das wunderbare Handeln Gottes. Sie brauchen also auch weiterhin die Aufforderung: „Fürchte dich nicht!“

Zusammenfassung: Die Frauen sehen und erleben, dass das Grab, in das Jesus hineingelegt wurde, leer ist. Es wird aber deutlich, dass das leere Grab allein noch keinen Glauben bewirkt. Erst durch die Begegnung mit dem Auferstanden entsteht wirklicher Glaube. Einiger dieser Begegnungen werden in den folgenden Versen geschildert.

Treffpunkt  

Bei den Spielen geht es immer darum, etwas gemeinsam zu machen. Dadurch kommt es zu Begegnungen zwischen den Kindern.

Spiele

Gemeinsamer Müllsacklauf
Zwei Teams spielen gegeneinander. Sie stehen an einer Startlinie hintereinander. Zwei Startspieler stehen nebeneinander. Sie erhalten zusammen einen Müllsack mit zwei Löchern. Sie steigen in den Müllsack und stecken jeder ein Bein durch eines der Löcher heraus. So müssen die beiden eine bestimmte Strecke durchlaufen. Danach sind die nächsten beiden Spieler der Mannschaft an der Reihe. Wer zuerst in dieser Art und Weise die Strecke durchlaufen hat, ist der Gewinner.

Dachrinne
Zwei Teams spielen gegeneinander. Sie erhalten mehrere Müllsäcke. Die Aufgabe ist es, die Müllsäcke so aneinanderzulegen bzw. aneinanderzuhalten, dass daraus eine durchgängige Rinne entsteht. Dabei dürfen die Müllsäcke auch aufgeschnitten werden, bzw. es dürfen Löcher hineingeschnitten werden. Nachdem die Teams ihre Rinne fertig gestellt haben, wird sie natürlich auch ausprobiert. In den Anfang der Rinne wird Wasser hinein geschüttet, welches am Ende wieder aufgefangen wird. Bei welcher Gruppe das meiste Wasser am Ende der Rinne ankommt, hat gewonnen.

Deckensegel
Zwei Teams von je zwei Personen spielen gegeneinander.  Die beiden Spieler eines Teams halten eine Decke zwischen sich. Vor die Decke wird ein Luftballon gehalten. Beim Start wird der Luftballon losgelassen und die beiden Spieler laufen mit der Decke los. Sie wird als Segel mitgenommen und muss den Luftballon am Schweben halten. Es geht hier in erster Linie nicht um Schnelligkeit, sondern darum, dass der Luftballon mitgenommen wird. Wer als erstes mit dem Ballon ins Ziel kommt, hat gewonnen.

Deckenrennen
Zwei Teams treten zu einem Wettlauf gegeneinander an. Die Teams bestehen aus vier Personen und sie stehen an der Startlinie auf einer Decke. Diese Decke dürfen sie auch während des gesamten Wettlaufes nicht verlassen. Auf der Decke müssen sie eine bestimmte Strecke überwinden und welches Team das am schnellsten schafft ist das Gewinnerteam.

Basteln

Osterbegegnungsgeschenk
Wir basteln ein Miniostergeschenk, was man einem anderen Menschen (bei einer Begegnung) schenken kann.
Dazu benötigt man Einwegholzlöffel. Auf den Stil des Löffels schreibt jeder einen kurzen Gruß, zum Beispiel „Gesegnete Ostern“ oder „Jesus lebt“. Nun können noch auf den Löffel ausgestanzte Blumen geklebt werden oder man bindet etwas Geschenkband darum. Hier besteht die Möglichkeit viele Varianten auszuprobieren. Am Schluss wird noch ein (eingewickeltes) Schokoladenei mit doppelseitigen Klebeband auf den Löffel geklebt.

Knackpunkt

Der Knackpunkt beginnt mit einer Aktion, bei der verschiedene Arten von Begegnungen dargestellt werden. Dazu gehen alle Teilnehmer langsam im Raum umher. Der Leiter gibt nun immer Anweisungen, wie sie sich jeder gegenüber den anderen Teilnehmern verhalten soll. Die einzelnen Begegnungsformen müssen etwas durchgehalten werden, bis die nächste Aufforderung kommt.

  • Alle schauen auf den Boden und haben keinen Kontakt zueinander.
  • Man schaut den anderen an, aber sofort wieder weg.
  • Immer zwei Teilnehmer suchen den Augenkontakt und halten ihn, auch wenn sie im Raum weit voneinander entfernt sind.
  • Wen sich zwei begegnen geben sie sich die Hand.
  • Wenn sich zwei begegnen umarmen sie sich.

Es schließt sich eine kurze Reflexionsrunde an.

  • Welche Begegnungen waren für euch angenehm und welche nicht?
  • Warum war das so?
  • Welche Art der Begegnung ist euch besonders schwergefallen?
  • Wo finden bei euch im Alltag Begegnungen statt und welche Formen verwendet ihr dabei?

Nun wird die Geschichte gespielt. Die drei Frauen werden als einfache Figuren dargestellt. Dazu reicht es, wenn die Umrisse aus Pappe ausgeschnitten werden. Sie sollten lebensgroß sein. Im ersten Teil der Erzählung gehen sie zum Grab, dass heiß, sie werden beim Erzählen weiter nach vorn gerückt. Das Grab wird am einfachsten mit einer offenen Tür dargestellt. In dem Moment, wo die Frauen direkt am Grab sind, wird im Raum hinter der Tür eine helle Lampe angezündet.

1.Szene: Die Frauen auf dem Weg zum Grab
Diese drei Frauen sind auf dem Weg. Am Ende des Weges steht eine Begegnung. Es ist aber keine schöne Begegnung. Es ist eine Begegnung mit einem Toten. Es ist noch früh am Morgen und sie wollen diese Begegnung möglichst schnell hinter sich bringen. Was sie geplant haben ist aber notwendig und sie wollen nicht darauf verzichten. Eigentlich sollte das alles schon viel früher geschehen, aber dann war alles so hektisch. Gestorben ist der Mann schon vorgestern. Der Tote ist übrigens Jesus. Er wurde gekreuzigt und nachdem offiziell sein Tod festgestellt wurde, ist er noch schnell ins Grab gelegt worden. Das musste noch vor Sonnenuntergang geschehen, denn ab diesem Zeitpunkt war Sabbat. Das ist der heilige Tag in der Woche und da darf kein Toter beerdigt werden. Da blieb dann auch keine Zeit mehr den Toten mit wertvollen Salben einzucremen und ihm damit die letzte Ehre zu erweisen. Das konnte nun erst nachgeholt werden.
Drei Frauen sind auf dem Weg. Ihre Gedanken drehen sich um den Toten und die Aufgabe, die sie zu erledigen haben. „Die Salben haben wir“, sagt eine, „nun bleibt nur noch die Frage, ob wir sie auch anwenden können.“ „Daran habe ich noch gar nicht gedacht“,  stimmte ihr die Zweite zu. „Das Grab ist doch mit dem schweren Stein verschlossen. Den haben kräftige Männer dahin gerollt! Wie sollen wir schwachen Frauen den Stein wegbekommen?“ Die Dritte ist etwas zuversichtlicher und macht den anderen Mut. „Wir schaffen das schon irgendwie!“ sagt sie, aber so richtig daran glauben kann sie auch nicht. „Lasst uns doch erstmal hingehen, dann werden wir weitersehen.“ Mit diesen nächsten Worten und schiebt sie das Problem aber noch etwas vor sich her. „Da vorn ist es schon!“, sagt jetzt die, die zuerst auf dem schmalen Pfad zum Grab läuft. „Schaut es euch an!“, ruft die Zweite aufgeregt. „Unser Problem hat sich gelöst. Der Stein ist gar nicht mehr vor dem Grab!“
„Aber wie ist das möglich? Wer hat das gemacht? Ist schon jemand vor uns am Grab? Aber wer?“ Die Fragen der Frauen nehmen kein Ende. Antworten auf diese Fragen können sie aber nur erhalten, wenn sie sich das Grab näher anschauen und so treten sie vorsichtig an das offene Grab heran.

2.Szene: Am Grab
Das Licht wird angeschaltet.
Sie sehen in das Grab und was sie sehen, das ist nicht zu glauben. Das Grab ist leer. Wenigstens fast leer. Der Tote ist nicht darin. Es sitzt ein junger Mann in hellen Kleidern im Grab und er sagt: „Habt keine Angst! Ihr sucht den toten Jesus. Der ist nicht hier, denn Gott selbst hat ihn auferweckt. Seht es euch an. Das ist Stelle wo der Tote gelegen hat. Sie ist leer.“ Die Frauen sind wie gelähmt. Das was sie sehen, können sie nicht glauben. Jesus ist auferstanden. Das kann doch nicht sein! Aber noch bevor sie nachfragen können redet der Mann weiter: „Geht zu Petrus und den anderen Jüngern. Sagt ihnen, sie sollen nach Galiläa gehen. Jesus ist auch in dieser Gegend und dort werdet ihr ihn begegnen.“
Die Frauen sind vor Schreck ganz blass. Sie verlassen schnell das Grab und laufe weg. Das leere Grab hatten sie gesehen, aber glauben, was sie gesehen haben, können sie noch nicht. Sie haben Angst und hoffen auf eine Begegnung mit dem auferstandenen Jesus.
Die Figuren werden schnell zurück zum Ausgangspunkt gestellt.

Doppelpunkt

Die Kinder bekommen kleine Zettel auf denen folgender Satzanfang steht: „Begegnung ist für mich wie…“ Sie haben nun die Aufgabe diesen Satz zu vervollständigen. Dabei dürfen sie Bilder und Vergleiche aufschreiben, die ihnen in den Kopf kommen. Nachdem die Kinder etwas Zeit zum Überlegen haben werden die Sätze vorgelesen und evtl. noch erklärt bzw. kommentiert. Am Ende dieser Einstiegsrunde haben wir einige unterschiedliche Bilder für Begegnungen gehört.

In einer zweiten Gesprächsrunde geht es um die eigenen Begegnungen. Dazu bekommt jeder eine Figur. Es können zum Beispiel ganz unterschiedliche Lego-Figuren beriet liegen und jeder sucht sich eine aus, die zu ihm passt. Es können aber auch nur einfache Figuren aus Holz (Spielfiguren) oder Knete verwendet werden. Jeder stellt seine Figur auf ein Blatt Papier und schreibt Personen auf, mit denen er heute eine Begegnung hatte. Außerdem schreibt er noch zu jeder Person ein Stichwort, welches ausdrückt, wie die Begegnung war (z.B. Mama – Stress gehabt; Mathelehrerin Frau Köhler – anstrengend).

In einem dritten Schritt schauen wir in den Bibeltext. In die Mitte stellen wir auf ein großes Blatt Papier drei Figuren, die drei Frauen aus der biblischen Geschichte. Welche Begegnungen hatten sie? Auch hier schreiben wir auf, welche Begegnungen sie hatten und wie diese Erlebnisse verlaufen sind. Auf den ersten Blick sind das gar nicht so viele Begegnungen, aber am Ende der Geschichte ist noch davon die Rede, dass es zu weiteren Begegnungen kommen wird, nämlich zum Zusammentreffen mit dem auferstandenen Jesus. Deshalb wird nun auch noch auf das Blatt mit der eigenen Figur Jesus geschrieben. Ein Mitarbeiter erzählt von einer Begegnung, die er mit Jesus hatte. Nun darf jeder noch ein Stichwort aufschreiben, was eine persönliche Begegnung mit Jesus ausdrückt. Wer will, darf das auch laut sagen.
Zum Abschluss spricht der Mitarbeiter ein Gebet um bittet um gute Begegnungen.


Schlusspunkt

Die Begegnungsaktion vom Anfang des Doppelpunktes wird wiederholt. Als zusätzliche Aufforderung wird noch hinzugefügt: Stell dir vor der andere ist Jesus. Wie würdest du reagieren?
Zusammenfassung: Unsere Reaktionen sehen unterschiedlich aus. Es ist aber wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, was wäre, wenn Jesus wirklich vor mir stehen würde. Hätte ich Angst? Wäre ich geschockt oder würde ich ihn freudig umarmen? Egal wie meine Reaktion aussieht, es ist wichtig, Jesus zu begegnen.

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach Spitze
Nr. 51: Jesus, wir heißen dich willkommen
Nr. 136: es ist niemand zu großNr. 148: Jesus, hier ist mein Herz

Zielgedanke

Gott ist der eine Herr – nicht einer unter vielen.

Merkvers

Ich bin der Herr, dein Gott! Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 2. Mose 20,2.3

Situation der Jungscharler

Für viele Jungscharler steht es außer Frage, dass es nur einen Gott gibt. Heute wird sonst nichts und niemand ernsthaft mit „Gott“ bezeichnet. Die Aussprüche „Fußballgott“ oder „Regengott“ haben keinen Einfluss auf ihr Leben. Das sind nur Sprüche. Die Frage, ob es andere Götter gibt stellt sich ihnen manchmal im Umgang mit anderen Religionen. Warum gibt es da viele Götter und ist der Gott des Islam der gleiche Gott wie der Gott der Christen? Die Tatsache, dass etwas zum Gott, zu einer lebensbestimmenden Instanz erhoben wird, erschließt sich ihnen erst auf den zweiten Blick. So ist es z. B. gesellschaftlich fast selbstverständlich, dass Sternzeichen das Leben bestimmen. Oder es wird der Bildung, der Teilnahme an Sport- und anderen Erlebnisangeboten alles untergeordnet. Es wird so viel Zeit investiert, dass für Gott, den Herrn keine Zeit mehr bleibt.

Erklärungen zum Text

V.1: Hier wird zunächst das neutrale Wort „Gott“ benutzt. Als „Gott“ werden viele bezeichnet. In der Antike hat jeder seinen Gott. Es gibt unzählige Gottheiten. Es sind entweder stumme Statuen oder menschliche Herrscher, die diesen Titel beanspruchen oder denen man diesen Status zuspricht. Sie reden zu ihren Untertanen, geben Befehle weiter und fordern Gehorsam ein. All diese Götter sind zeitlich und räumlich in ihrer Macht begrenzt.

V.2: Dieser Gott hebt sich von all diesen Gottheiten ab. Er sagt: „Ich bin der, den du als der ‚Ich bin, der ich bin‘ – ‚Ich werde sein, der ich sein werde‘ kennst“ (2. Mose 3,14).

Hier können die Jungscharler alle ihre grammatikalischen Kenntnisse einbringen und diesen Satz durchdeklinieren: Infinitiv: sein – ich bin – ich war – ich werde sein – du warst – du bist – du wirst sein … Es ist spannend, in verschiedenen Bibelübersetzungen nachzuschlagen, wie die jeweiligen Übersetzer diesen Namen übersetzt haben. Manche haben eine andere grammatikalische Form gewählt, aber alle drücken das gleich aus.

Dieser Namen drückt aus, dass Gott absolut zuverlässig, treu, beständig ist. Nicht davon abhängig, ob Menschen ihn würdigen oder in die Ecke stellen, abwählen. „Ich bin immer noch, auch wenn die Generationen wechseln, die Völker entstehen und wieder vergehen …“

Dieser Gottesnamen wird mit „JHWH“ wiedergegeben. Manche Bibelübersetzungen, z. B. die Lutherbibel und die Gute Nachricht Bibel kennzeichnen diesen Gottesnamen mit dem durchweg groß geschriebenen HERR.

Exkurs: Auch Jesus nimmt diesen Namen für sich in Anspruch, wenn er im Johannesevangelium von sich sagt: „Ich bin das Brot, ich bin das Licht der Welt … (Joh 6,35; 8,12; 10,9; 10,11; 11,25; 14,6; 15,1)

Dieser große, ewige, allgegenwärtige HERR bietet sich selbst dem Volk an. Er sagt: „Ich bin der HERR, dein Gott.“ Er bietet eine Beziehung an. Er wendet sich den Menschen zu. Er möchte Gemeinschaft mit ihnen, wofür er sie ja ursprünglich geschaffen hat. Er sucht die Zusammengehörigkeit.

Gott hat sein Volk Schritt für Schritt in die Freiheit geführt: Zuerst die Befreiung aus der Sklaverei. Das war nun mit dem Erreichen des Sinai erreicht. Nun will Gott sein Volk weiter führen. In eine andere Form der Freiheit: Oft werden die Zehn Gebote als Katalog von Regeln missverstanden, der die Menschen einschränkt. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Nachdem Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat, gibt er ihnen nun einen zehn-Punkte-Plan, der eine Lebensgestaltung (Ethik) zeigt, die vor einer neuen Sklaverei schützt.

Definition Ethik: „Ethik ist die Lehre bzw. Theorie vom Handeln gemäß der Unterscheidung von Gut und Böse.“ (Gabler Wirtschaftslexikon)

Durch das Essen der Frucht des Baumes im Garten Eden (1. Mose 2,9 und 3,1 ff.) bürden sich die Menschen die Aufgabe auf, selbst zwischen Gut und Böse unterscheiden zu müssen. Die Zehn Gebote helfen dem Menschen bei dieser schweren Aufgabe.

V.3: Dies ist für Gott der erste, der grundsätzliche Punkt, auf das alles Weitere basiert. Die Menschen sollen ihn als Gott, als allein maßgebende Instanz annehmen. Er soll das und der Allerwichtigste in ihrem Leben sein.

Treffpunkt

Die Zehn Gebote sind so etwas wie die Spielregeln für ein gelingendes Miteinander in allen Bereichen des Zusammenlebens. Deshalb können hier viele Spiele gespielt werden, bei denen man sich an Spielregeln halten muss. Das kann Fußball, Mensch-ärgere-dich-nicht oder alle anderen Spiele sein, bei denen Regeln angewendet werden.

Spiele

Das Kommandospiel

Alle sitzen um einen Tisch. Auf „Kommando“ führen sie das vom Spielleiter Angeordnete aus:

  • Kommando Pimperle: Mit beiden Zeigefingern schnell auf den Tisch klopfen.
  • Kommando Flach: Mit beiden Händen auf den Tisch schlagen.
  • Kommando Doppelflach: Beide Hände übereinander legen und auf den Tisch schlagen.
  • Kommando Bock: Mit allen Fingerspitzen auf den Tisch klopfen.
  • Kommando Doppelbock: Die beiden „Böcke“ klopfen übereinander gestapelt auf den Tisch
  • Kommando Faust: Mit beiden Fäusten auf den Tisch klopfen.
  • Kommando Doppelfaust: Beide Fäuste übereinander stapeln und damit auf den Tisch klopfen.

Alle Anordnungen müssen ausgeführt werden, wenn der Spielleiter seinen Befehl mit „Kommando“ beginnt. Tut er das nicht, macht man die vorherige Bewegung weiter. Wer doch die Neue ausführt, scheidet entweder aus oder übernimmt nun die Spielleitung.

Zählen kann jeder

Alle Kinder sitzen im Kreis. Nun wird durchgezählt. Die Zahlen, die eine 7 enthalten oder ein Vielfaches von 7 sind, dürfen nicht genannt werden. Anstatt dessen hat man entweder die Möglichkeit „go“ zu sagen. Dann geht es einfach beim Nachbarn weiter. Oder man sagt „back“. Dann ändert sich die Richtung.

Wer einen Fehler macht, also eine 7er-Zahl ausspricht oder etwas sagt, ohne dran zu sein, oder nichts sagt, wenn er dran wäre, wird zunächst zur Kuh, und macht dann, wenn er dran ist „muh“. Beim nächsten Fehler wird er zum Schaf und macht „böh“, beim dritten Fehler wird er zum „Nichts“ und winkt nur weiter. Tiefer kann man nicht mehr sinken. Das Zählen läuft immer weiter. Auch die, die zum Tier oder zum Nichts geworden sind gelten als Zahl. Wenn jemand einen Fehler gemacht hat und seinen Status wechselt, beginnt der wieder mit 1.

Dirigent

Ein Freiwilliger verlässt den Raum. Alle anderen einigen sich auf ein einfaches Lied. Jeder Mitspieler bekommt ein Wort zugeteilt. Bei wenigen Mitspielern bekommt man größere Textpassagen zugeteilt. Alle stellen sich in ungeordneter Reihenfolge nebeneinander und strecken eine Hand aus. Der Freiwillige wird herein geholt. Er erhält eine zusammengerollte Zeitung als Taktstock. Seine Aufgabe ist es, herauszufinden, welches Lied gespielt wird und die Musiker in die richtige Reihenfolge zu stellen. Dazu muss er mit dem Taktstock die ausgestreckte Hand eines Mitspielers (die Taste) berühren. Dieser Mitspieler singt sein Wort. Durch Probieren auf anderen „Tasten“ und Wiederholen sucht sich der Dirigent das Lied zusammen. Fertig ist das Spiel, wenn der Dirigent das Lied richtig „spielen“ kann.

Basteln

Sammelmappe

Für die folgenden Lektionen über die Zehn Gebote bietet es sich an, eine Sammelmappe anzulegen, in die dann das jeweilige Gebot, das in irgendeiner Form ausgestaltet wird, abgeheftet oder eingelegt werden kann.

Als Material benötigt man pro Kind: 2 x starke Graupappe DIN-A4, Geschenkband Länge: 2×60 cm, Breite 2-4cm, 4 Perlen, bunte Papiere, Scheren, Kleber, Filzstifte.

Wie auf der Zeichnung verdeutlicht, werden die Schlitze markiert und mit einem Cutter ausgeschnitten. Nun werden die Pappen mit den bunten Papieren als Buchdeckel dekoriert und beschriftet. Dann werden die Bänder hindurch gefädelt. An die Enden der Bänder wird nun je eine Perle gebunden.

Knackpunkt

Was ist das Wichtigste im Leben?

Als Material benötigt man viele Zeitschriften und Werbeprospekte mit einem breiten Themen- und Sachangebot (Schule, Freizeit, Feuerwehr, Familie, Computer, Spiele, Kleidung, Vereinsleben, Sport usw.). Außerdem braucht man noch Scheren, Kleber, Filzstifte und Papier.

Die Jungscharler suchen sich aus den Zeitschriften und Prospekten Dinge aus, die für sie wichtig sind. Die schneiden sie grob aus und sammeln sie. Wenn es von einer Sache kein Bild gibt, dann können die entsprechenden Dinge auch aufgeschrieben oder gemalt werden.

Nun beginnt ein Gespräch über das, was wichtig im und für das Leben ist.

Die Jungscharler stellen ihre Sammlung vor, indem sie ihre ausgeschnittenen oder gemalten oder beschrifteten Papiere für alle sichtbar vor sich auf dem Boden auslegen.

Die Jungscharler haben nun die Aufgabe, ihre Papiere nach Wichtigkeit zu sortieren. Das Wichtigste oben, das Unwichtigste unten. Dabei sollen sie sich überlegen, wieviel Zeit sie jeweils dafür einsetzen und was sie tun bzw. nicht tun, um dieses Wichtige zu haben oder sich damit zu beschäftigen.

Jeder erhält nun ein Blatt mit der Aufschrift „GOTT“. Das soll jetzt in die Reihe der wichtigen Sachen eingeordnet werden. Ist er eine Sache unter vielen? Eine der Freizeitbeschäftigungen?

All das wird von den Mitarbeitern nicht bewertet.

Jetzt wird folgender Satz gesagt: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Was halten die Jungscharler von diesem Satz? Erst im Verlauf des Gespräches wird gesagt, dass das ein Bibelwort ist (Matthäus 6,21). Jesus selbst sagt es in der Bergpredigt. Wenn etwas für mich so wichtig ist, dass ich mein Herz dran hänge, bestimmt es mein Leben. Alles andere wird dem untergeordnet.

In der Bergpredigt erzählt Jesus, wie das Leben richtig gestaltet werden soll. Er nimmt die Zehn Gebote als Grundlage, die Gott dem Volk Israel gegeben hat. Auch das waren und sind heute noch die Grundlagen des Lebens, wie Gott es will. Das erste Gebot lautet: „Ich bin der Herr, dein Gott! Ich habe dich aus Ägypten herausgeführt, ich habe dich aus der Sklaverei befreit. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ Als „Götter“ kann man das bezeichnen, was einem so wichtig ist, dass es unser Leben bestimmt.

Gott will nicht, dass jetzt alles weg muss, was wir aufgezählt haben.  Er will nicht, dass man nichts haben und tun darf, was einem gefällt. Aber es darf nicht das Wichtigste im Leben sein. Es darf einen nicht so ausfüllen und in Beschlag nehmen, dass für ihn, den großen Gott, kein Platz mehr bleibt. Es darf auch nicht so sein, dass Gott einfach eine unserer Freizeitbeschäftigungen ist, mit dem wir uns beschäftigen, wenn wir Zeit haben. Es soll so sein, dass Gott alle Dinge untergeordnet sind und dass er in allen Dingen ist. All das, was wir haben und sind, haben wir nämlich ihm zu verdanken. So wie Gott sein Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten befreit und ihnen ein Leben in Freiheit und Eigenständigkeit geschenkt hat, so hat er auch die Voraussetzungen für unser Leben geschaffen. Er hat uns geschaffen, damit wir in Beziehung mit ihm leben (Psalm 100,3). Nur weil er unser Herr ist, der immer für uns da ist (2. Mose 3,14), gibt es all das Schöne für uns. Und deshalb will Gott z. B. in der Schule dabei sein, beim Fußball, beim Schwimmen, beim Computer spielen usw. Alle diese Dinge hat er uns geschenkt und will sie mit uns zusammen erleben.

Die Papiere werden neu angeordnet: „GOTT“ wird in die Mitte gelegt und alles andere wird darum herum angeordnet. Das zeigt: Alles ist ihm zu- bzw. untergeordnet.

Doppelpunkt

Die Jungscharler haben nun Gelegenheit, ihre im Knackpunkt ausgeschnittenen Papiere für sich ganz bewusst so anzuordnen, wie sie es selbst sehen und welche Rolle sie Gott einräumen wollen.

Diese Papiere werden in einen Briefumschlag gesteckt. Der ist das erste Sammelobjekt für die Sammelmappe.

Briefumschlag basteln

Als Material benötigt man Geschenkpapier, Schere und Klebstoff. Man nimmt einen leeren, handelsüblichen Briefumschlag und faltet ihn auseinander. So hat man eine Schablone, die man auf das Geschenkpapier legt. Diese Vorlage wird ausgeschnitten und zu einem Briefumschlag gefaltet. Andere Schablonen und Vorlagen zum Selberbasteln von Briefumschlägen findet man im Internet.

Auf die Vorderseite wird 1. Gebot geschrieben, bzw. der gesamte Text des Gebotes.

Lernvers lernen

Da die Zehn Gebote grundlegend für das Leben sind, lohnt es sich, sie auswendig zu kennen.

Hier wird nun das erste Gebot auswendig gelernt: Mit einem Lernverskarussell. Alle stellen sich im Kreis auf. Angeleitet durch den Mitarbeiter sprechen alle den Lernvers einige Male gemeinsam. Dabei klatschen alle in einem zunächst langsamen Takt. Nun sagt der Mitarbeiter im Takt das erste Wort, der linke Nachbar das zweite, der Nächste das dritte usw. So geht es reihum. Ist der Vers zu Ende, beginnt man wieder von vorne. Bei jeder Runde wird das Tempo erhöht.

Schlusspunkt

Die Gebote Gottes sind keine Liste von Regeln, die man einhalten muss, um Gott zufriedenzustellen. Gott hat sie als Lebensregeln aufgestellt, damit das Leben, das Miteinander gelingen kann. Dieses erste Gebot ist sozusagen die Überschrift. Man könnte es auch so ausdrücken: Weil ich der Herr, dein Gott bin und ich dich aus Ägypten aus der Sklaverei befreit habe, wirst du doch bestimmt keine anderen Götter neben mir haben. Und weil ich der Herr, dein Gott bin, wirst du doch bestimmt …

Und dann zählt Gott all die Dinge auf, die wir mit ihm an unsere Seite bestimmt nicht tun wollen.

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach spitze

  • Nr. 98 Wenn man tut, was Gott gefällt
  • Nr. 108 Bärenstark
  • Nr. 111 Du bist meine Nummer eins
  • Nr. 123 Mein ganzes Herz
  • Nr. 129 Mein Gott ist spitze

Folgendes Lied eignet sich dafür, in jeder Lektion über die Gebote jeweils die passende Strophe zu hören, zu singen und zu lernen:

  • Die 10 Lebensangebote Gottes (Text: Jürgen Werth, vertont in „Hoffnungsland“ von Johannes Nitsch und Hans-Werner Scharnowski).

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zum Thema Passion und Ostern aus JUMAT 1/16. Grundlage sind Bibeltexte aus dem Markusevangelium. Der Schwerpunkt sind Texte aus Markus 14, angefangen von der Salbung Jesu in Bethanien bis zur Gefangennahme. Den Abschluss bildet der Bericht über die Auferstehung von Jesus.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Ein Spieleabend mit Weihnachtsbegriffen und weihnachtlichen Utensilien

Die Spiele werden in zwei Gruppen gespielt. Je nach zur Verfügung stehender Zeit werden entsprechende Spiele ausgesucht.

1. Weihnachts-ABC

Jede Gruppe erhält eine ABC-Liste (Alphabet von oben nach unten eingetragen). Hinter jeden Buchstaben muss ein Weihnachtsbegriff mit dem entsprechenden Anfangsbuchstaben eingetragen werden.

Die Gruppen bekommen 5 Minuten Zeit; wenn eine Gruppe vorher fertig ist, endet das Spiel auch für die Andere.

2. Kerzen ausschießen

Drei Kerzen müssen mit einer Wasserpistole gelöscht werden. Jeder Spieler schießt so lange, bis alle drei Kerzen gelöscht sind; dann ist der nächste dran. Welche Gruppe ist zuerst fertig?

3. Kerzen balancieren

Jeder Spieler balanciert eine Kerze auf der Zeigefingerspitze über eine markierte Strecke und gibt die Kerze dann an den nächsten Spieler ab. Welche Gruppe ist zuerst durch?

4. Weihnachtsutensilien ertasten

Die Weihnachtsutensilien müssen in einem Säckchen ertastet und aufgeschrieben werden (z. B. Walnuss, Haselnuss, Glaskugel (Vorsicht!), Tannenzweig, Kerzenhalter, Kerze, Ausstecherform, Nussknacker, Tannenzapfen, kleiner Strohstern, Nikolausfigur bzw. Engelfigur aus Holz, Krippenfigur Ochs und/oder Esel usw.).

5. Weihnachtslieder raten

Der Spielleiter gibt eine Zeile aus einem Weihnachtslied vor; die Gruppen müssen das Lied abwechselnd erraten; errät eine Gruppe das Lied nach ca. 10 Sekunden nicht, darf die andere Gruppe antworten – wer hat die meisten Treffer?

6. Weihnachtsbegriffe raten

Es werden je 5 Begriffe zu folgenden 6 Themen auf eine Karte geschrieben:

1 – Weihnachtsbaum; 2 – Winter; 3 – Backen; 4 – Weihnachtsgeschichte; 5 – Nikolaus; 6 – Weihnachtsbräuche
(z.B. Thema 2 – Winter: Schneeflocke, Schneemann, Eisblume, Schlittenfahren, Zipfelmütze)

Die Begriffskarten werden mit der Themennummer versehen und jeweils auf einen Stapel gelegt.

Auf drei Karten wird festgehalten, wie die Begriffe erklärt werden sollen:

– Pantomime

– Erklären ohne das Wort zu benutzen (Tabu)

– Zeichnen

Spiel: Der erste Spieler der ersten Gruppe würfelt. Je nach Augenzahl wird die oberste Karte des entsprechenden Stapels gezogen. Dann zieht er vom Spielleiter eine der drei Erklärungskarten (verdeckt) und erklärt den Begriff entsprechend. Als Maximalzeit pro Begriff sind 2 Minuten angedacht.

Die Begriffskarte wird beiseite gelegt. Dann agieren die Gruppen abwechselnd. Ist ein Stapel leer, wird nochmals gewürfelt.

Welche Gruppe errät die meisten Begriffe?

7. Weihachtsdüfte

Mit verbundenen Augen erschnuppern die Spieler den Weihnachtsduft:

Beispiele: Lebkuchen, Zimt, Anis, Tannennadeln, Zitronat/Orangeat, (Bienen-)Wachs, Mandarine/Orange, div. geknackte Nüsse, Vanilleschote/-aroma, -zucker, Bittermandelaroma, Weihnachtsschokolade, Apfelschnitz, Kardamom/Gewürz, frisches Tannenholz, Rosinen, Kakao usw.

Welche Gruppe errät die meisten Düfte?

8. Geschenke verpacken

Jeder Spieler bringt ein kleines „Geschenk“ mit (beim Gruppenabend vorher ankündigen!). Das legt er nun einem Spieler der anderen Gruppe auf den Tisch. Der muss mit Zeitungspapier, Klebestreifen und Geschenkband das Geschenk so schnell wie möglich einpacken. Die Zeit wird gestoppt. Zum Schluss werden die Zeiten zusammengezählt. Welche Gruppe hat ihre Geschenke am schnellsten verpackt?

Die Spielidee und Einführung

Im Vorfeld sollten Schuhkartons gesammelt werden für das Spiel „Rentier beschlagen“. Nette Mitarbeitende aus dem Schuhgeschäft geben auf Nachfrage gerne Kartons heraus. Für die Party am Ende braucht ihr Plätzchen und Punsch.

Bei diesem Spielabend geht es darum, dass Weihnachten in diesem Jahr leider ausfallen muss. Alle Engel sind plötzlich krank geworden und liegen im Bett. Das Christkind kann die ganze Arbeit unmöglich alleine bewältigen. Damit alle Kinder auf der Erde beschenkt werden können, braucht es die Hilfe der Jungscharkinder! Damit das auch „echt“ wirkt, verkleidet sich ein Mitarbeitender als Christkind und führt durch den ganzen Abend. Das bedeutet, das Christkind erklärt alle Spiele und moderiert jeweils die Überleitungen von Spiel zu Spiel.

Das Christkind kommt sehr verzweifelt herein und erzählt, dass es nur noch wenige Tage bis Weihnachten sind, das in diesem Jahr jedoch ausfallen muss. Bestimmt wollen die Kinder nun wissen, weshalb Weihnachten ausfallen muss. Daraufhin erzählt das Christkind, dass alle seine Engel, sprich seine Helfer, einen ansteckenden Virus bekommen haben und die nächsten Wochen im Bett bleiben müssen. Und das ausgerechnet vor Weihnachten, wo doch die Zeit immer knapp ist und jede helfende Hand benötigt wird. Das Christkind weiß nun nicht was es machen soll, denn schließlich freuen sich die Menschen auf der Erde schon so sehr auf Weihnachten. Aber es ist nicht zu ändern, am nächsten Tag wird eine Presseerklärung herausgegeben, dass Weihnachten leider ausfallen muss. Denn wo soll auf die Schnelle qualifiziertes Personal herkommen? (Dabei schaut das Christkind die Kinder an und fragt, ob ihnen denn eine Lösung einfällt. Wenn die Kinder den Vorschlag machen, dass sie helfen könnten ist es prima, ansonsten bringt man sie mit weiterem Jammern dahin.)

Christkind: „Ja meint ihr wirklich, dass ihr mir helfen könnt? Wisst ihr eigentlich, was alles vor Weihnachten gemacht werden muss? Aber naja, ein Versuch ist es wert, besser als nichts. Bevor wir jedoch loslegen können, muss ich noch im Spielwarengeschäft die letzte Bestellung durchgeben.“

Das Christkind wählt die Nummer des Geschäftes und dort meldet sich die Verkäuferin (dargestellt von einem weiteren Mitarbeitenden). Das Christkind legt gleich los und sagt, dass es noch 141 Babypuppen, 311 Kaufläden, 286 Rennbahnen, 573 Kuscheltiere, usw. braucht. Lasst euch hier einfach etwas einfallen. Die Verkäuferin unterbricht das Christkind irgendwann und meint, dass sie ausverkauft seien und auch vor Weihnachten keine Ware mehr bekommen würden. Beide legen auf, das Christkind sichtlich verzweifelt. Nicht auch noch das, wo soll es jetzt die ganzen Geschenke für die Kinder herbekommen? Da bleibt ihnen wohl nichts anderes übrig, als die Spielsachen selbst herzustellen.

Die Kinder werden für die Umsetzung der Spiele in Gruppen eingeteilt. Der Wettkampf beginnt.

Spiele

  • Spielzeug herstellen

Auf dem Boden liegen verschiedene Materialien. Egal ob Klorollen, Schachteln, Dosen, Stoffreste, buntes Papier, Buntstifte, usw. Jede Gruppe bekommt Scheren und Klebstoff und hat nun die Aufgabe, ein Spielzeug herzustellen. Egal was, der Kreativität und Fantasie der Kinder sind keine Grenzen gesetzt. Sieger ist die Gruppe mit dem besten Spielzeug.

  • Geschenke einpacken

Nachdem nun alle Geschenke hergestellt sind, müssen sie natürlich eingepackt werden. Dazu bekommen die Kinder Geschenkpapier, Tesafilm und Geschenkbänder. Auf das Startsignal hin müssen sie ihr Geschenk schnell und schön einpacken. Welche Gruppe schafft das am besten? 

  • Weihnachts-Atmosphäre gestört

Das Christkind hat plötzlich das Gefühl, dass irgendetwas im Himmel nicht stimmt. Es stört was! Genau: irgendetwas hier stört seine Weihnachts-Aura. Etwas, was nicht hierhergehört. Aber was könnte das sein? So kann das Christkind auf keinen Fall weiterarbeiten. Der „Störfaktor“ muss gefunden und entfernt werden. Deshalb machen sich alle auf die Suche nach dem Unbekannten. Wer findet es?

Vor der Jungschar einen Schoko-Osterhasen oder einen anderen Hasen (z. B. aus Stoff) verstecken. Den Kindern keinen Tipp geben, wonach sie suchen sollen. Wurde der Übeltäter gefunden, ist das Christkind sehr beruhigt und kann endlich wieder weiterarbeiten. 

  • Schneegestöber

O nein, jetzt schneit es auch noch. Frau Holle meint es heute mehr als gut mit den Kindern auf der Erde. Aber für das Christkind und die Engel ist das gar nicht so gut, denn sie kommen schon nicht mehr zur Türe raus. Was nun? Ganz einfach, der Schnee muss weg! Jede Gruppe bekommt eine Schüssel und jedes Kind einen Strohhalm. Auf „Los“ müssen die Kinder die „Schneeflocken“ vom Boden ansaugen, die die Mitarbeitenden aus einem Kissenbezug auf den Boden rieseln lassen und in ihre Schüssel legen. Die Gruppe mit den meisten Schneeflocken gewinnt.

  • Rentiere beschlagen

Bevor die Reise auf die Erde zu den Kindern losgehen kann, müssen natürlich die Hufe der Rentiere beschlagen werden. Hierzu wird pro Gruppe ein Stuhl (das Rentier) in die Mitte gestellt und diesem ein Kind aus der Gruppe zugeteilt. Die Kinder am Stuhl bekommen die Augen verbunden. Im Raum liegen überall Schuhschachteln. Auf das Startsignal hin müssen die Kinder loskrabbeln, einen Schuhkarton suchen und dann wieder zurück zu ihrem „Rentier“ gehen, um den Karton unter einen der Stuhlfüße zu stellen. Gewonnen hat das Kind, dessen Rentier zuerst beschlagen ist.

Wichtig: Die restlichen Kinder stehen außen herum und passen auf, dass sich keines der Kinder verletzt.

  • Engelflügel reißen

Ach du großer Schreck, ein Engel hat einen Flügel verloren. Was nun? Da hat jemand die rettende Idee, ihm einen aus Zeitungspapier zu machen. Das geht am schnellsten und ist günstig.

Jede Gruppe erhält eine Zeitungsseite. Aus dieser muss nun ein Engelflügel gerissen werden. Welche Gruppe hat am Ende den schönsten Flügel gerissen? 

  • Geschenke verteilen

Nun ist es endlich soweit und die Geschenke können zu den Kindern auf die Erde gebracht werden.

Es spielen immer zwei Gruppen gegeneinander. Sie stellen sich hinter der Linie auf und bekommen einen Teppich. Auf den Teppich werden ein paar „Geschenke“ gelegt (hier eignen sich die Schuhschachteln vom Spiel „Rentiere beschlagen“). Wenn das Startsignal ertönt startet das erste Kind und muss den Teppich eine festgelegte Strecke hinter sich herziehen. Dabei dürfen die Geschenke nicht herunterfallen. Wieder bei der Gruppe angekommen ist das nächste Kind an der Reihe. Welche Gruppe ist als erste einmal komplett durch? 

  • Himmels-Danke-Party

Geschafft! Weihnachten ist vorbei und alle Kinder haben, dank der großartigen Hilfe der Jungscharkinder, ihre Geschenke pünktlich erhalten. Das ist eine Feier wert! Aus diesem Grund lädt das Christkind alle Helfer zur „Himmels-Danke-Party“ ein. Hier kann es ein paar Plätzchen oder Lebkuchen und Punsch inklusive Weihnachtsgeschichte geben.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu den Zehn Geboten aus JUMAT 1/17 und 2/17. Die Reihe beginnt mit der Geschichte, in der Mose die 10 Gebote von Gott erhält. Daran schließen sich 10 Einheiten zu den einzelnen Geboten an.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält die Reihe noch Kreativangebote, mit denen die einzelnen Gebote von den Kindern auf kreative Art und Weise umgesetzt werden können.

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