Spielerallye

Man muss nicht immer selbst neue Spiele entwickeln. Man kann auch auf schon vorhandene Karten- und Gesellschaftsspiele zurückgreifen. Wenn man diese gut miteinander kombiniert, kann man schnell ein ansprechendes Programm entwickeln. So wie bei dieser Spielerallye.

Detaillierter Ablauf:

Man benötigt eine lange Tischreihe, auf beiden Seiten bestuhlt, und wenn eine ungerade Spieleranzahl da ist, auch einen Stuhl an einer Stirnseite. Dann benötigt man Spiele, die man zu zweit, zu viert oder zu sechst spielen kann und bei denen es schnell geht, bis jemand punktet. Immer die 2 (bzw. 4) Personen, die sich gegenübersitzen, spielen für eine gewisse Zeit gegeneinander das Spiel, an dem sie gerade sitzen, und können für sich selbst Punkte sammeln. Nach der vorgegebenen Zeit (90–120 Sekunden), ist Spielstopp und jeder rutscht einen Platz weiter und spielt dann das Spiel, bei dem er/sie jetzt sitzt.

Bei 12 Mitspielern könnte das z. B. so aussehen.

Zu Beginn werden für alle Teilnehmer alle Spiele erklärt. Man kann auch bei dem einen oder anderen Spiel eine kurze Proberunde spielen, damit es wirklich jeder verstanden hat. Dann setzen sich die Teilnehmer auf einen Stuhl und der Spielleiter schreibt die Namen der Teilnehmer untereinander auf eine Flipchart o.Ä.

Der Spielleiter benötigt eine Stoppuhr, startet diese, und die Teilnehmer spielen das Spiel, bei dem sie gerade sitzen, für 90 oder 120 Sekunden (kürzer ist zu kurz und wenn die Zeit länger ist, wird der ganzen Rallye die Dynamik genommen).

Wenn ein Spieler bei seinem Spiel punktet, meldet er sich und der Spielleiter vermerkt das auf der Flipchart. Ein Spieler kann mehrmals pro Spielrunde punkten, aber es kann auch Spiele geben, bei denen es wahrscheinlich ist, dass nur ein Spieler in der Spielrunde einmal punktet. Nach Ablauf der Zeit ruft der Spielleiter „Stop“, die Spiele, die für eine neue Runde aufgeräumt werden müssen, werden von den aktuell dort sitzenden Spielern aufgeräumt und dann rutscht jeder einen Platz im Uhrzeigersinn weiter. Die, die am Tischende sitzen, gehen dementsprechend auf die gegenüberliegende Seite und spielen das Spiel, das sie eben gespielt haben, noch mal; jetzt aber gegen einen neuen Gegner.

Der Spielleiter stoppt wieder die Zeit, die Teilnehmer spielen, melden sich, wenn sie einen Punkt gemacht haben, usw.

Wichtig ist, dass man beim Platzwechsel nicht mit seiner Farbe weiterspielt, mit der man gerade gespielt hat, sondern mit der Farbe, die zu diesem Platz gehört. Also wenn mein Sitznachbar, auf dessen Platz ich jetzt sitze, mit der gelben Figur gespielt hat, spiele ich jetzt mit der gelben Figur und übernehme z.B. auch seine Karten. (v.a. wichtig bei Spielen wie „Das verrückte Labyrinth“)

Mögliche Spiele

Folgende Spiele haben sich als sehr gut geeignet herausgestellt, weil sie oft schon in einer Gemeinde oder bei Gemeindegliedern schnell zu besorgen oder nicht teuer sind. Dazu kommt, dass bei diesen Spielen in den 90/120 Sekunden Spielzeit auf jeden Fall gepunktet werden kann. Die Spiele, die man selbst als Spielleiter nicht kennt, unbedingt vorher mit Freunden oder im Mitarbeiterteam ausprobieren.

Memory (2, 3 oder 4 Spieler) – Ein Spieleklassiker, den jeder kennt. Einen Punkt gibt’s dann, wenn man ein Pärchen gefunden hat. Hier ist es möglich, dass man mehrere Punkte pro Runde machen kann.

Das verrückte Labyrinth (2, 3 oder 4 Spieler) – Ein weiterer Spieleklassiker mit beweglichen Spielplanfeldern, die man verschieben muss, um zu Schätzen zu gelangen. Einen Punkt bekommt man dann, wenn man einen Schatz gefunden hat. Hier ist es möglich, dass man mehrere Punkte pro Runde machen kann.

Speed von Adlung Spiele (2 Spieler) – ein schnelles Kartenspiel, bei dem die Spieler ihre Karten schneller als der Gegner ablegen müssen. Fördert Konzentration, Koordination und Schnelligkeit. Ein Punkt ist erzielt, wenn ein Spieler seine Karten losgeworden ist. Danach kann man das Spiel wieder neu aufbauen und die Spielzeit ist wahrscheinlich dann schon vorbei.

Halli Galli (2 Spieler) – Abwechselnd decken die Spieler Obstkarten auf. Wenn genau 5 gleiche Karten zu sehen sind, schlägt man so schnell wie möglich auf die Glocke in der Mitte. Weil das so schnell gehen kann, bekommt man hier einen Punkt, wenn man ein Best-of-three gewonnen hat. Also der Spieler, der zuerst 2-mal richtig die Glocke betätigt hat, bekommt einen Punkt, und dann beginnt ein neues Best-of-three, sodass man auch hier mehrmals pro Runde punkten kann.

4 gewinnt (2 Spieler) – Kennt auch fast jeder. Wichtig dabei ist, dass die Steine schnell ins „Spielfeld“ gebracht werden, damit man auch in der Rundenzeit einen Sieger hat.

Lucky Lachs (4–6 Spieler) – Dafür braucht man einen Extratisch, der etwas Abstand zur großen Tischreihe hat, weil man auch mal um den Tisch herumlaufen muss. Ein hektisches, schnelles und lautes Spiel, bei dem man seinen Kartenstapel schneller als die anderen loswerden muss. Macht richtig viel Spaß. Gepunktet hat der Spieler, der zuerst seine Karten los ist. Danach sortiert man die Karten wieder und die 90/120 Sekunden sind dann schon vorbei.

DoDeLiDo (4–6 Spieler) – Schnell die Situation erfassen (was liegt auf dem Tisch) und dann das Passende sagen (nix, Dodelido, ein Tier oder eine Farbe). Das ist DoDeLiDo. Es ist eigentlich nicht schwer, aber das Gehirn spielt einem immer wieder einen Streich und man sagt doch das Falsche. Hier gewinnt auch der Spieler, der zuerst keine Karten mehr hat. Da das aber wahrscheinlich in 90/120 Sekunden nicht passieren wird, gewinnt der Spieler, der am wenigsten Karten nach Ablauf der Spielzeit hat.

Wichtiger Hinweis:

Es gibt sicherlich noch weitere geeignete Spiele, die man für die Spielerallye nehmen kann. Einfach ausprobieren, aber vorher abklären, ob man in 90/120 Sekunden punkten kann. Viel Spaß.

Das Ziel

Starter

Gott ruhte am siebten Tag mit gutem Gewissen aus. So entspannt dürfen auch wir sein.

Checker

Der Tag der Ruhe hat für Gott einen solchen Stellenwert, dass er ihn heiligt und aus dem arbeitsamen Alltag heraushebt.

Der Text an sich

Nach Kapitel 1,31 scheint die Schöpfung abgeschlossen zu sein. Alles ist erschaffen. Und es war sehr gut. Alles läuft rund. Einer guten Weiterentwicklung scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Gott lehnt sich zurück, schaut voller Wohlwollen auf sein Werk und ruht.

Das spricht von einer großen Souveränität Gottes. Er sieht sein Werk an und es ist sehr gut. Dann kann er ruhen. Er muss nicht hektisch ausbessern, nachbessern oder verbessern.

Nun erstaunt es, dass Gott einen zusätzlichen Tag ins Leben ruft. Der Tag, an dem er geruht hat, wird eingereiht in die Abfolge der Schöpfungstage. Dieser Tag bekommt sogar einen ganz besonderen Stellenwert. Er wird gesegnet und geheiligt: In Kapitel 1,28 ist auch von Segen die Rede. Dort gilt er dem Geschöpf, dem Menschen. Hier gilt der Segen dem Tag.

Der Segen ist die Zuwendung Gottes. Wem sich Gott zuwendet, dem kommt Gottes Güte zu. Das drückt zum Beispiel ganz deutlich der Aaronitische Segen in 4. Mose 6,25.26 aus. Gott hat also ein besonderes Augenmerk auf diesen Tag.

Dazu wird dieser Tag von Gott geheiligt. „Heilig“ bedeutet kurz gefasst „(zu) Gott gehörend“ im Gegensatz zu „profan“, das „weltlich, alltäglich“ bedeutet. Dass der Tag von Gott als heilig erklärt wird, hebt ihn heraus aus allen Tagen, aus allen profanen Abläufen. Er gehört ihm, er hat eine ganz besondere Verfügungsgewalt über ihn.

Mit diesem besonderen Tag der Ruhe wird die Zahl sieben vollendet. Sie hat eine wichtige Bedeutung in der Bibel: Sie steht für die Vollkommenheit und Harmonie in Gottes Plänen und Taten. So wie es sieben Tage der Woche sind (1. Mose 2,2), so gibt es sieben Lampen am Leuchter in der Stiftshütte (2. Mose 25,37), die sieben Feste des jüdischen Jahres haben immer wieder etwas mit sieben zu tun (3. Mose 23), z. B. sind es sieben Wochen von Ostern bis Pfingsten. Fünfzigmal spielt in der Offenbarung die Zahl sieben eine Rolle.

Dieser siebte Tag mit seiner besonderen Bedeutung macht also das Schöpfungswerk Gottes vollkommen. „Beenden und Ruhen charakterisieren den siebten Tag für den Schöpfer als ein Stadium triumphaler Vollendung.“ (Brockhaus Kommentar zur Bibel)

Für die Juden ist dieser siebte Tag, der Sabbat, der letzte Tag der Woche.

Seit der Auferstehung Jesu am Ostertag, also dem ersten Tag der Woche (Mt 28,1), feiern Christen diesen Tag, den Sonntag, als den Tag der Ruhe. Inzwischen hat sich bei uns leider der Begriff „Wochenende“ eingebürgert, mit dem Sonntag als letztem Tag der Woche.

Der Text für mich

Es ist für uns kaum vorstellbar, dass Gott ruht. Ist Gott müde? Außerdem ist er doch permanent ansprechbar, immer bei uns, für uns da. Er regiert doch die Welt. In Psalm 121,3.4 steht doch, dass Gott nicht schläft und schlummert. Hier jedoch ruht Gott. Also ist diese Ruhe kein Schlafen, kein sich Ausklinken, kein sich Abwenden. Er bleibt seinem Werk segnend zugewandt und macht es sich zu eigen, er heiligt es. Also ist mit Ruhen nicht allein Nichtstun gemeint, sondern es drückt eine Gelassenheit aus, ein Genießen. Ein Künstler tritt, wenn er sein Bild fertig gemalt hat, einen Schritt zurück, betrachtet sein Bild und dann signiert er es. Das ist nun kein Schaffen mehr. Das ist ein Moment der konzentrierten Ruhe.

Gott hat die Souveränität, zu ruhen. Nichts und niemand kann ihn antreiben. Ruhe ist also für Gott keine Faulheit, sondern wertvolle Zeit. Er hat sie geheiligt. Deshalb ist sie, ihm zugewandt verbracht, kostbar.

Der Text für dich

Starter

„Langeweile ist Atemholen der Seele.“ Diese Redensart aus der Pädagogik sagt aus, dass es gut und gesund ist, zur Ruhe zu kommen. Nicht jede Sekunde des Tages oder der Woche muss mit Aktivitäten, mit Musik, Spielen oder Filmen ausgefüllt sein. Diese Dinge zehren an den Kräften und können krank machen. Wir erleben das Kinder schnell hektisch, nervös, unkonzentriert und aggressiv werden. Gott gönnt sich und damit auch den Kindern und uns Zeiten der Ruhe, in denen wir einfach nichts tun, einfach nur mit ihm zusammen sind. Daraus erwächst innere und äußere Kraft. Wir werden gelassen, friedfertig, konzentrationsfähig und können mit Elan die nächste Herausforderung angehen.

Checker

Gott hat es uns vorgemacht: Nach getaner Arbeit darf man sich eine Pause gönnen. Man darf sich an dem, was man geschafft hat, auch freuen. Wenn man eine Woche lang fleißig gearbeitet, gelernt, die Hausaufgaben gemacht und für die Klassenarbeit gelernt hat, darf man am Sonntag einfach auch mal nichts tun. Gott nimmt sich die Zeit, zu ruhen. Diese Zeit schenkt er uns auch. Er ist kein Sklaventreiber, der seine Untertanen ständig ermahnt, keine Zeit zu verlieren und Höchstleistungen zu vollbringen. Mehr als wir in 6 Tagen schaffen, müssen wir überhaupt nicht. Keiner ist deshalb schlecht in der Schule, weil er am Sonntag ausruht. Im Gegenteil. Aus der Ruhe wächst die Kraft. Indem wir ruhen zeigen wir Gott unser Vertrauen. Nicht wir halten mit andauernder Arbeit die Dinge am Laufen, sondern er.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: 5-Minuten-Check

Um den Gegensatz zwischen Hektik und Ruhe darzustellen, steht den Jungscharlern ein Parcours offen, in dem sich Aktionen der Anspannung und der Ruhe abwechseln.

Was schaffe ich alles in fünf Minuten? Keine Pause! Weiter, weiter!

Im Raum wird ein Parcours aufgebaut. Jeder bekommt einen Laufzettel und einen Stift.

Auf ein Kommando verteilen sich alle Kinder frei auf die Stationen, wo sie sich dann jeweils fünf Minuten lang aufhalten werden, um Punkte zu erringen. Nach zwei Minuten ertönt ein Gong, alle tragen ihre Punkte ein und wechseln schnell im Uhrzeigersinn zur nächsten Station. Denn sofort geht es mit der nächsten Aktion weiter. Nur keine Zeit verlieren! Am Ende sollen alle Kinder alle Stationen durchlaufen haben.

Möglichkeiten für Stationen:

  • Situps, Liegestützen, Kniebeuge, Hanteln stemmen
  • Verben aufschreiben
  • Bereitliegende Rechenaufgaben lösen
  • Worte aus Buchstabenrätsel herausfinden
  • Zeitungspapier in eine Spirale schneiden
  • Nägel in einen Holzklotz schlagen.

Danach darf sich jeder das „Chillout-Programm“ gönnen.

Es stehen, Bücher, Webrahmen, Strickliesel, Bastelangebote, Puzzles und Mandalas zum Ausmalen zur Verfügung. Es darf aber auch auf Matratzen oder Stühlen einfach nichts gemacht und ausgeruht werden.

Idee 2: Spielmarathon

Auf eine lange Tischreihe mit genau so vielen Sitzplätzen wie anwesende Jungscharler werden viele bekannte Tischspiele gelegt, z. B. Mensch-ärgere-dich-nicht, UNO, Memory, schwarzer Peter, Elfer-raus, Auto-Kartenspiel, Jenga, oder andere.

Es spielen immer vier Kinder an einem Spiel, jeweils zwei sitzen sich gegenüber. Auf ein Kommando beginnen alle mit ihrem Spiel. Nach einigen Minuten erklingt ein Zeichen. Alle legen ihre Karten, Würfel o. Ä. ab und rutschen einen Platz  nach rechts weiter. Jetzt übernehmen sie das Spiel ihres Vorgängers, bis nach fünf Minuten wieder das Zeichen ertönt.

Eine zum Thema passende Variante ist: Nach vier Stühlen ist auf jeder Tischseite ein „Ruhestuhl“. Wer auf diesem Stuhl sitzt, macht Pause.

Verkündigung

Andacht mit Schaubild

Gott hat die Welt geschaffen. Er hat alles so geschaffen, dass es eines in das andere greift, eines auf das andere aufbaut, eines fügt sich in das andere. Es ist wie ein riesengroßer Apparat, eine überdimensionale Maschine. Das lässt sich an einem Beispiel gut erklären. Gehen wir der Frage nach: Wie entsteht Regen?

An einer großen Wandzeitung oder einem großen Blatt auf dem Fußboden der Kreismitte wird das Schema von Wasser-Wärme-Verdunstung-Abkühlung-Wolkenbildung-Regen aufgemalt.

(Hierzu eignet sich das Buch „Was ist was“ vom Tessloff Verlag zum Thema Wetter oder ein „Erklär-Video“ auf YouTube.)

Mit diesem Ablauf sind noch viele andere Vorgänge und Zusammenhänge im Ablauf des Lebens auf der Erde verbunden. Diese Zusammenhänge werden stichwortartig oder mit Pfeilen verbunden in das Schema eingetragen.

Das alles hat Gott ins Leben gerufen. Er hat das alles sozusagen angestoßen, gestartet. Damit wäre eigentlich alles fertig. Die „Maschine“ läuft. Alles wäre eigentlich fertig.

Aber für Gott ist es noch nicht vollkommen. Er fügt sofort einen zusätzlichen Tag hinzu. Einen Tag der Ruhe. Ruhe macht die Arbeit vollkommen.

An diesem Tag damals lehnte sich Gott zurück und ruhte einen ganzen Tag lang.

Dieser Ruhetag ist genauso wichtig wie alle anderen Tage vorher auch. Gott hebt diesen Tag sogar noch hervor, indem er ihn segnet und heiligt. Also gehört zum Ablauf des ganzen Weltgeschehens, des ganzen Lebens auch die Ruhe. Damit ist nicht schlafen gemeint. Gott ist beim Ruhen hellwach. Er segnet den Tag. Das heißt, er ist mit all seinen Sinnen seiner Erde zugewendet, mit seiner ganzen Aufmerksamkeit. Er füllt den Tag mit seiner Gegenwart. Er ist nicht am Schaffen, am Ausbessern, Nachbessern, vergessenes Nachholen. Er betrachtet sein Werk voller Ruhe, er genießt es. Er ist ruhig, weil er weiß, es ist gut so.

Ein Künstler, der ein großes Werk geschaffen hat, tritt nach dem letzten Pinselstrich zurück von der Leinwand und betrachtet sein Werk in aller Ruhe. Dann setzt er seinen Namen darunter. Er signiert es. Damit sagt er aus: Das ist mein Werk. So könnte man es vergleichen, dass Gott den Tag heiligt. Dieser Tag ist die Signatur des ganzen Schöpfungswerkes.

Es zeugt von der Größe Gottes, dass er im Angesicht der Größe und Vielfältigkeit seines geschaffenen Werkes nicht in Hektik verfällt, sondern gelassen ruht.

Er fordert uns dadurch auf, nach getaner Arbeit an sechs Wochentagen auch gelassen zu sein. Er lädt uns ein, an diesem Tag die Arbeit liegen zu lassen und uns bewusst ihm zuzuwenden.

Die andere Idee

Hörbuch

Gemeinsam stellen wir die Schöpfung dar. Dazu können die Kinder Bilder zu den Schöpfungstagen malen oder Tiere aus Knete formen. Wenn das Geschehen ist suchen sich alle einen bequemen Platz und der gesamte Text der Schöpfungsgeschichte (1. Mose 1,1 -2,4) aus einem Hörbuch angehört.

Der Text gelebt

Wiederholung

Jedes Kind überlegt sich einen Satz, mit dem es das bisher Gehörte zusammenfasst. Dann sagen alle reihum diesen Satz. Zwischen jedem Satz soll aber eine Pause von ca. 15 Sekunden entstehen. Das kann bei manchen Gruppen sehr schwer sein, diese Zeit der Stille auszuhalten, es lohnt sich aber, diese Zeit der Ruhe gemeinsam zu erleben.

Gespräch

Oft sagen oder hören wir den Satz: „Die Woche hat einfach zu wenig Tage, um alles zu schaffen.“ Die Gruppe tauscht sich darüber aus.

Nun wird folgende Frage in den Raum geworfen: „Wenn du jede Woche einen Tag zusätzlich geschenkt bekommen würdest, was würdest du an diesem Tag tun?“ Es wird sich herausstellen, dass auch dieser Tag ausgefüllt sein wird mit Aktivitäten. Ob überhaupt ein Kind sagen wird, dass es sich an diesem Tag ausruhen würde?

Nun wird erzählt, dass Gott genau das getan hat: Eigentlich hätten sechs Tage ausgereicht. Alle Arbeit war erledigt. Gott selbst hat sechs Tage lang gearbeitet. Aber dann hat er sich und allen seinen Geschöpfen einen Tag zusätzlich geschenkt. Diesen Tag hat er aber nicht mit noch neuen Arbeiten und Aktivitäten gefüllt, sondern er hat geruht. Das bietet er auch uns an.

Der Tag der Ruhe unterliegt nicht unserer Willkür (2. Mose 31,13-16). An diesem Tag sollen wir eben nicht gedankenlos unserer alltäglichen Arbeit nachgehen. Es geht jedoch auch nicht um das sture Nichts-Arbeiten. Lies dazu die Texte in Matthäus 12,1-12; Markus 2,23-28; Lukas 6,6-9; 13,10-16. Jesus hat die Bedeutung des Tages nicht aufgehoben, ihm aber wieder seine ursprüngliche Bedeutung zurückgegeben. Es geht an diesem Tag um die bewusste Ausrichtung auf Gott. Das bedeutet, Leben zu erhalten. Dieser Tag ist heilig, er gehört also Gott. Er darf bestimmen, was wir tun und was wir lassen sollen.

Merkvers

Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Tätigkeiten verrichten; aber der siebte Tag ist der Ruhetag des Herrn, deines Gottes. 2.Mose 20,9 + 10a

Es werden sieben Blätter auf den Boden gelegt und mit den Wochentagen beschriftet. Der erste stellt sich zum Montag, sagt den ersten Teil des Merkverses, springt dann zum Sonntag und sagt den zweiten Teil des Verses. Das nächste Kind beginnt am Dienstag. Das geht solange, bis jeder Jungscharler einmal den Vers gesagt hat.

Gebet

Der Ruhetag ist der Tag, an dem wir einfach vor Gott sein können. Fröhlich, dankbar für den geschenkten Tag. Jeder, der will, darf ein Dankgebet sprechen.

Kreatives

Wir basteln einen Stempel. Folgendes Material wird benötigt: Dickes Moosgummi, Schablone für die Buchstaben , Schere, flüssiger Bastelkleber, Holzscheiben, Wasser- oder Acrylfarben oder ein entsprechend großes Stempelkissen.

Aus Moosgummi werden die Buchstaben GOTT oder JHWH (der Name Gottes auf Hebräisch) in Spiegelschrift ausgeschnitten. Diese werden auf die Holzscheibe geklebt.

Dieser Stempel kann eine Erinnerung daran sein, dass alles, aber besonders der 7. Tag der Woche Gott gehört. Bei uns ist das der Sonntag. Die Jungscharler können mit ihrem Stempel in ihrem Hausaufgabenheft den Sonntag signieren.

Spielerisches

Um das Thema Ruhe zu verdeutlichen wird Besteckmikado gespielt, ein Spiel, bei dem man eine ruhige Hand braucht. Viele Besteckteile werden in die Mitte geworfen. Ein Mitspieler nimmt ein Teil weg, dabei dürfen sich aber keine anderen Teile bewegen. Er darf solange Besteckteile nehmen, bis etwas wackelt, damit der nächste an der Reihe. Gewonnen hat der Spieler der am Ende die meisten Besteckteile gesammelt hat.

Rätselhaftes

Die Jungscharler haben die Aufgabe, die durcheinandergewirbelten Buchstaben von Wörter in die richtige Reihenfolge zu bringen. Es handelt sich bei allen Wörtern um Dinge, die mit dem Ruhetag zu tun haben. Hier einige Beispiele:

DEEGINOSSTTT – GOTTESDIENST

EEGNS – SEGEN

EHRU – RUHE

AGNNOST – SONNTAG

AACHELNSSTU – AUSSCHALTEN

EGHIL – HEILIG

BEEINS – SIEBEN

TOGT – GOTT

(T)Extras

Lieder

  • Gottes große Liebe
  • Vielen Dank (mit Zusatzstrophe: … für den Sonntag, … für die Sonntagsruhe, … für die Sonntagsruhepause)
  • Sei ein lebendger Fisch
  • Der Himmel erfüllt mein Herz
  • Du bist der Herr
  • Groß ist unser Gott

Bastelangebote

Diese Angebote können auch im Chillout-Programm angeboten werden.

Uhu

Material: Tonkarton und Wellpappe in Brauntönen, schwarzer Tonkartonrest für den Schnabel, gelber Tonkartonrest für die Augen, blühende Gräser, Schablone für Kopf und Füße Schere, Kleber

Anleitung: Aus der Wellpappe werden sechs Zentimeter breite Streifen geschnitten. Die Streifen werden zu einer Hexentreppe verarbeitet, die etwa 9 bis 10 Zentimeter hoch sein sollte. Anhand der Schablone werden Kopf und Füße aufgemalt und ausgeschnitten. Die Füße werden etwas schräg nach außen zeigend unten an der Hexentreppe festgeklebt, der Kopf wird vorne an die Hexentreppe geklebt. Darauf werden die Augen und der Schnabel, aus dem schwarzen Karton zugeschnitten, aufgeklebt. Als Flügel werden ein Büschel Gräser seitlich in die Hexentreppe eingesteckt und geklebt.

Webrahmen aus Naturmaterialien

Material: 4 Holzstöcke (am besten eignet sich Haselnuss) ca 15-20cm Länge, Paketschnur, lange Gräser und dünne Zweige aller Art

Anleitung: Die Hölzer werden an ihren Enden mit Paketschnur zu einem Quadrat, zum Webrahmen zusammen gebunden. Mit der Paketschnur wird dieser Webrahmen bespannt. Die Schnüre sollten einen Abstand von 2cm haben. Die Gräser und Zweige werden nun grob eingewebt. Sie dürfen gern seitlich weit über den Rand hinaus ragen.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu den Themen Schöpfung und Urgeschichte aus JUMAT 4/17 und 1/18. Es werden Texte aus 1.Mose 1-11 bearbeitet. Die Reihe beginnt mit dem Schöpfungsbericht und dem Sündenfall. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sintfluterzählung. Den Abschluss bildet der Bericht über dne Turmbau von Babel.

Sie beginnt mit der Berufung und endet mit drei Einheiten aus der Passionsgeschichte. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen Familienimpuls zum Thema Schöpfung, damit die Kinder auch zu Hause in ihrer Familie über das Thema ins Gespräch kommen können.

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