Gott kann!!

1. Erklärungen zum Text

V.1-3: Jeder Offizier in der Israelischen Armee, so auch Jonatan als der Sohn von König Saul, hatte einen Assistenten: den Waffenträger. Der Waffenträger war loyal und mutig, er war dafür zuständig, dem Offizier beim Kämpfen und bei organisatorischen Dingen zu helfen und dessen Leben zu beschützen.

Die Israeliten waren im militärischen Konflikt mit den Philistern. Aus rein menschlicher Sicht war es nicht möglich, diesen Kampf zu gewinnen. In Zahl und Waffentechnologie waren ihnen die Philister weit überlegen. Trotzdem geht Jonatan zu den Wachen der Philister, um zu sehen, was Gott wohl tun wird.

Saul sitzt unterdessen unter einem Granatapfelbaum. Was für ein Kontrast: Der König sitzt, während sein Sohn heimlich zu den Philistern geht und aktiv wird. Saul und der Priester sitzen herum, während Jonatan Gott vertraut und handelt. Niemand wusste, dass Jonatan weggegangen war. Er ging nicht zu den Philistern, um von anderen dafür Anerkennung zu bekommen.

V.4.5: Auf dem Weg zu den Wachen sieht Jonatan eine militärisch strategische Position: Ein enger Durchgang zwischen großen und scharfen Felsen. Solch ein Platz bedeutete ein Vorteil gegen die gegnerischen Philister. Wenn Jonatan nicht so mutig gewesen wäre, einfach loszugehen, hätte er diesen Durchgang nicht gefunden.

V.6-10: Jonatan wusste, dass Israel verzweifelt war – inzwischen hoffnungslos in der Unterzahl und zermürbt. Aber Jonatan wollte sehen, was Gott durch zwei Männer tun kann, die auf Gott vertrauen. Er hatte vielleicht nicht so ein großes Selbstvertrauen, aber ein großes Vertrauen in Gott! Sein Waffenträger ermutigt Jonatan und sagt: „Siehe, ich bin mit dir“. So eine Ermutigung macht manchmal den Unterschied! Gott ließ Jonatan nicht allein, sondern sein Waffenträger unterstützte ihn auch dieses Mal.

Jetzt fordert Jonatan Gott zum Test heraus. Er will wissen, ob Gott ihn wirklich leitet. „Steht still“ oder „Kommt“, das ist die Frage. Jonatan möchte eine Bestätigung, ob Gott wirklich will, dass er die Wachen angreift. Er weiß nicht schon vorher, wie der Kampf ausgehen wird. Aber er weiß, dass er Glaubensschritte gehen muss, um zu sehen, was Gott als nächstes tut.

V.11-15: Als die Philister die beiden sehen, wissen sie nicht, ob das Feinde sind oder Israeliten, die zum Feind übertreten wollen. So werden die beiden tatsächlich hergerufen von den Wachen – was für eine klare Bestätigung für Jonatan: Gott hat ihnen die Philister in die Hand gegeben. Und so ziehen sie in den Kampf und besiegen die Wachen. Dass es nun zu solch einer Panik im Philister-Lager kommt, ist verständlich. Niemand sah eine Armee kommen und angreifen. Die beiden konnten schnell wieder verschwinden und die Philister wussten nicht, ob nun der Feind aus den eigenen Reihen kam. Gott schenkte den beiden Männern einen großen Sieg!

2. Bedeutung für heute

Gott ist größer als deine Umstände

Wann sehen deine Umstände so groß aus wie eine Übermacht, gegen die du keine Chance hast? Im Leben passieren Situationen, die uns fast lahmlegen und handlungsunfähig machen. Du denkst, du schaffst es nie, diese Prüfung zu schreiben, mit diesem Kollegen umzugehen oder diese Schwierigkeit und Herausforderung zu meistern. Hier in diesem Text steckt eine riesige Ermutigung: Auch wenn die Umstände komplett anders aussehen und für dich unüberwindbar scheinen, kann durch Gottes Eingreifen Veränderung passieren.

Gott fordert uns heraus, aktiv zu werden

Jonatan versteckte sich nicht und blieb tatenlos in seinem Lager zurück. Er suchte sich Verbündete und wurde aktiv. Er wusste: Gott hat uns dieses Land versprochen, nicht den Philistern. Gott kann es uns jederzeit geben. Warum nicht heute und warum nicht durch mich? Er ließ sich gebrauchen, obwohl er nicht wusste, wie die Situation enden wird. Manchmal scheint es uns unmöglich, dass Gott gerade durch uns den Unterschied machen kann. Oft ist es so viel einfacher, gemütlich im Sessel sitzenzubleiben. Hier bist du herausgefordert, einfach mal loszulegen und aktiv zu werden. Auch wenn du es nicht siehst, kann Gott genau dich dazu gebrauchen, um Menschen zu ermutigen, um mutig Konflikte anzugehen, um mit dem schwierigen Vorgesetzten zu sprechen oder um anderen Hoffnung ins Herz zu säen. Denke wie Jonatan: Warum nicht jetzt? Warum nicht durch mich?

Gott lässt dich nicht allein

Jonatan wurde aktiv, aber er suchte sich auch Unterstützung. Sein treuer Waffenträger ging mit ihm los in die Begegnung zwischen Leben und Tod. Jonatan war kein Einzelkämpfer, sondern er suchte sich Mitstreiter. Ich glaube, dass die Ermutigung seines Waffenträgers sehr wichtig war. Es gibt eine „extra Portion Mut“, um sich tatsächlich auch aufzumachen. Auch im Alltag lässt dich Gott nicht allein. Suche dir Menschen, die mittragen, was auf deinem Herzen ist, die sich mitsorgen und die mitbeten, wenn du vor einer schwierigen Situation stehst.

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Spielerische Herausforderung

Um die Gruppenteilnehmenden mit ins Thema hineinzunehmen, müssen sie als Gruppe oder als Teams gegeneinander erst einmal eine Herausforderung zusammen meistern und angehen.

Möglichkeit 1

Teilt die Gruppe in ca. 8er Teams ein. Die Aufgabe ist folgende: Als Team müssen sie versuchen, zusammen mindestens für 5 Sekunden gemeinsam auf einer umgedrehten Sprudelkiste zu stehen, ohne mit einem Bein den Boden zu berühren. Dieses Spiel geht nur mit Hilfe der anderen.

Möglichkeit 2

Teilt die Gruppe in 6er bis 10er Teams ein. Ihr braucht pro Team eine Decke und einen kleinen Ball (Golfball, Kicker-Ball, Tischtennisball). Jedes Team hält die Decke mit dem Ball in der Mitte. Alle Teammitglieder müssen stramm an der Decke ziehen. Es darf keine Mulde entstehen, sondern der Ball muss rollen können. Nun müssen sie versuchen, den Ball in eine leere Dose zu kippen. Falls es mit einer Decke zu einfach ist, benutzt einen härteren Gegenstand, z. B. ein umgedrehtes Tablett oder Schneidebrett.

3.2 Bibeltext

Lest gemeinsam den Bibeltext und kommt darüber ins Gespräch, z. B. mit folgenden allgemeinen Fragen:

  • Was spricht dich im Text spontan an?
  • Gibt es etwas, dass du im Text nicht verstehst?
  • Welcher Person fühlst du dich am nächsten? Warum?
  • Welches Verhalten kannst du gar nicht nachvollziehen? Warum nicht?

3.3 Gespräch und Fragen

Gern darf es hier persönlich werden. Jeder Mensch ist in verschiedenen Umständen und Herausforderungen. Das Leben ist nicht immer nur einfach und smooth. Wie genial, dass ihr in dieser Gruppe ehrlich miteinander teilen könnt, was gerade bei euch los ist. Nutzt das und teilt euch mit, was euch gerade bewegt. Diese Fragen können helfen, in die Tiefe zu gehen:

  • Welche Herausforderung hast du in deiner Vergangenheit mit Gottes Hilfe gemeistert?
  • Vor welcher Herausforderung stehst du ganz aktuell?
  • Wer sind die Menschen an deiner Seite, die dich unterstützen?
  • Wo kannst du momentan anderen zur Seite stehen und sie ermutigen?
  • Wie kannst du in deinem Glauben aktiv werden und losgehen? Was kann so ein nächster Glaubensschritt konkret sein?
  • Wo brauchst du momentan in deinen Umständen einen „Sieg“ und Gottes WUNDERbares Eingreifen?

3.4 Praktische Ermutigung: Gebet für einander

Nachdem ihr nun von euren Herausforderungen und Umständen gehört habt, werdet doch ganz praktisch und betet füreinander in der Gruppe.

Ideen dazu

Bei einer kleinen Gruppe könnt ihr immer für den rechten Nachbarn beten! Damit das Gebet auch während der Woche weitergeht, bekommt der Beter einen Zettel mit dem Namen des rechten Nachbarn, um auch während der Woche für dieses Anliegen zu beten.

Wenn es eine große Gruppe ist, dann könnt ihre euch immer zu zweit oder dritt zusammentun, um so persönlicher füreinander zu beten. Auch da ermutigt euch gegenseitig, auch während der Woche füreinander zu beten.

Fragt bei eurem nächsten Treffen, was aus den Umständen und Herausforderungen geworden ist. Teilt euch gegenseitig mit, wenn Gott schon WUNDERbar eingegriffen hat. So wird dies auch zu einer Ermutigung für alle, die noch keine Änderung erlebt haben. Erinnert euch gegenseitig, dass Gott kann!!

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