Auf dem Wasser gehen für Anfänger

Eine erlebnisorientierte Andacht am Meer, Badesee oder im Freibad

Der Artikel ist zweigeteilt. Nach einer kurzen Einleitung findet die Aktion statt. Direkt anschließend oder bei Freizeiten am Meer auch erst abends, folgt der zweite Teil des Impulses.

Impuls Part I

Heute sind wir am Meer/Baggersee/Freibad/… Wasser in einer so großen Menge fasziniert mich immer total. Schiffe können darauf fahren, wir können darin schwimmen, tauchen … aber nicht darauf gehen. Das einzige Lebewesen, das wirklich auf dem Wasser gehen kann ist der Wasserläufer, der geschickt die Oberflächenspannung des Wassers ausnutzt.

In der Bibel gibt es eine Geschichte, die erzählt, dass Jesus auf dem Wasser gehen kann. Sie steht im Matthäusevangelium Kapitel 14,22–32.

TIPP: Bibeltext gemeinsam lesen oder vorlesen in einer Übersetzung der eigenen Wahl.

Einmal auf dem Wasser gehen. Petrus hat die Gelegenheit beim Schopf gepackt und hat es gewagt. Raus aus dem Boot und rauf aufs Wasser. Ohne nachzudenken. Einfach aus dem Bauch raus hat er sich gesagt: „Ja, ich wag es!“ Er hat sich keine Gedanken darüber gemacht, dass Menschen eigentlich nicht auf dem Wasser laufen können. Er hat ganz und gar Jesus vertraut. So beschreibt es die Geschichte. Und es hat funktioniert! Er konnte auf dem Wasser gehen. Aber dann. Dann kamen die Zweifel. Er fragte sich vielleicht: „Äh, stopp. Was mach ich hier eigentlich? Ich bin doch kein Wasserläufer, sondern ein Mensch. Ich gehöre, wenn ich so weit vom Ufer weg bin, ins Boot und nicht aufs Wasser. Was ist, wenn ich jetzt untergehe? Ich kann ja gar nicht schwimmen!“. Mehr und mehr verlor er das Vertrauen in sich selber und das was er tat und die Zusage, die ihm Jesus gegeben hatte: „Komm zu mir. Vertraue mir“. Zuerst sinkt sein Vertrauen auf Jesus, dann das in sich selber und schließlich geht er unter. Jesus ist zur Stelle und rettet ihn.

Vertrauen zu haben und zu fassen ist manchmal gar nicht so einfach. Man braucht jemanden der sagt: „Komm, das packst du!“. Man braucht einen Anschubser, sonst traut man sich nicht, was Neues auszuprobieren.

Bei der folgenden Aktion rufen wir dir als Gruppe persönlich zu: „Komm, das schaffst du!“. Und du wirst sehen, dass du wirklich auf dem Wasser gehen kannst. Du musst dir vertrauen, der Gruppe und du darfst dein Ziel nie aus den Augen lassen und zielstrebig darauf zugehen, ohne zu zögern. Und dann, dann kannst du heute auf dem Wasser gehen.

Nicht ganz so, wie die biblische Geschichte erzählt. Aber mit der Hilfe einer Plane und mit der Hilfe der Gruppe kann es jeder probieren.

Vertraue dir, bleib nicht stehen, wenn du auf der Plane bist und denke nach, sonst wirst du sinken, sondern gehe zielstrebig und schnell über das Wasser auf der Plane.

Bitte springe am Ende vor Freude nicht mit dem Kopf voraus ins Wasser.

Keiner muss über das Wasser gehen! Es ist freiwillig. Aber es ist die Chance, Neues zu wagen und Vertrauen zu üben. Wag es!

Auf dem Wasser gehen – just do it!

Auf dem Wasser gehen – Knowhow

Anleitung für die Mitarbeitenden

Damit wir auf dem Wasser gehen können brauchen wir eine Gewebeplane und andere Menschen. Die Gewebeplane wird der Länge nach einmal in der Mitte gefaltet, so dass die Plane doppelt liegt und dadurch tragfähiger wird. Nun ist sie ca. 1,5 m breit. Bei breiteren Planen diese einfach so oft zusammenlegen, bis am Ende 1,5 m Breite übrig bleiben. Die Länge variiert nach der Gruppengröße. Die Teilnehmenden stehen Schulter an Schulter rechts und links der Plane und markieren so die Länge. Die Plane dann entsprechend umschlagen.

Im hüfttiefen Wasser stehen sich die Teilnehmenden gegenüber und halten die Plane (diese liegt bzw. schwimmt auf der Wasseroberfläche) gespannt.

Im natürlichen Gewässer empfiehlt es sich, die Beine schräg unter die Plane auf den Grund des Gewässers zu drücken. Nun versucht ein Jugendlicher nach dem anderen über das Wasser zu gehen. Evtl. brauchen die Teilnehmenden beim Aufsteigen auf die Plane Hilfestellung. Sie sollten, sobald sie auf der Plane stehen, zügig loslaufen und nicht lange an einer Stelle ausharren, da sonst die Gruppe evtl. das Gewicht nicht tragen kann. Dann beginnt die Person zu sinken. Sollte sich zu Beginn niemand freiwillig melden, wäre sinnvoll, dass einer der Mitarbeitenden mit gutem Beispiel vorangeht. In der Regel halten das sowohl die Plane, als auch die Gruppe aus!

Sicherheitshinweise: Bitte nur in ausreichend tiefem Wasser durchführen. Vorher Umgebung nach möglichen Gefahrenquellen absuchen. Ein Mitarbeitender sollte die oder den Freiwilligen am Ende der Plane in Empfang nehmen und ihm helfen, von der Plane zu steigen. Auf keinen Fall zulassen und vorher darauf hinweisen, dass jemand einen Kopfsprung oder Ähnliches von der Plane macht! (Verletzungsgefahr!!!!!!)

HINWEIS: Für manche Gruppen ist es auch angenehmer in etwas tieferes Wasser zu gehen.

TIPP: Wenn die Gruppe die Folie etwas unter der Wasseroberkante spannt, sieht man die Plane auf Fotos im natürlichen Gewässer nicht unbedingt.

Impuls Part II

Folgende Fragen dienen zur persönlichen Vertiefung und Reflexion. Sie können in der Großgruppe oder in Kleingruppen besprochen werden oder als rhetorische Fragen jedem persönlich mitgegeben mit einer anschließenden Zeit der Stille.

– Wie erging es euch heute, als ihr auf dem Wasser gegangen seid?

– War es einfach, es zu wagen und uns und der Plane zu vertrauen?

– Hast du geglaubt, dass man auf dem Wasser gehen kann?

– Was nimmst du aus dieser Übung für dich und dein Leben mit?

– Wo wünschst du dir manchmal mehr Vertrauen in etwas und jemanden der ruft: „Komm! Wag es!“?

Nach der Reflexion / Zeit der Stille / den Kleingruppen können einige Lieder gesungen werden. Beendet wird der Impuls z. B. mit folgenden Worten:

Mach‘s gut ruft Jesus dir zu und traut dir zu, dass du es gut machst.

Du kannst gute Gaben einsetzen,

gute Worte weitersagen,

gute Ideen zur Tat werden lassen.

Meine Kraft ist in dir, meine Liebe ist bei dir, meinen Segen hast du.

Mach´s gut ruft Jesus dir zu,

mach´s gut mit mir.

Gottfried Heinzmann

Ideen für Lieder:

– Jesus ich vertraue dir (Feiert Jesus! 3, Nr. 101)

– Meer / Oceans

– Zum Hören: Nasse Füße (Johannes Falk und Samuel Harfst)

 

HINWEIS: Dieser Impuls kann sich direkt an die Aktion anschließen. Wenn es im Freibad/Badesee/Strand zu unruhig ist, bietet sich dieser Part auch als Abendimpuls an (z. B. auf Freizeiten).

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