Die 2. Missionsreise von Paulus

Diese Themenreihe enthält Gruppenstundenentwürfe für Jungscharen zur 2.Missionsreise von Paulus. Dabei werden Ereignisse bearbeitet, die in den Städten Philippi, Thessalonich, Athen und Korinth stattgefunden haben.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst.

Apostelgeschichte 17, 16-34

Das Ziel

Starter

Gott ist groß. Er will dich kennenlernen.

Checker

Gott ist größer, als wir uns vorstellen können.

Der Text an sich

Paulus, der zuvor mit Silas und Timotheus unterwegs war, kommt nicht ganz freiwillig und getrennt von seinen Begleitern nach Athen. In Beröa werden die Menschen, die aufgeschlossen gegenüber dem Evangelium sind, von Juden aus Tessalonich gegen Paulus aufgehetzt, worauf dieser fliehen muss. Nun steht Paulus in Athen und was er dort sieht, macht ihn zornig: Athen, ist voll mit Götzenbildern und Tempeln, religiösen und philosophischen Weltanschauungen, darunter auch Epikureer und Stoiker.

Epikureer– versuchten durch Abwägen von Lust und Übel, ein glückliches Leben zu führen. Dabei glaubten sie, dass alles dem Zufall unterstellt sei und es kein Ziel oder Zweck gäbe.

Stoiker– hingegen waren der Ansicht, dass alles vom Schicksal vorherbestimmt sei. Der Mensch könne durch die Vernunft frei sein von Emotionen, die ihn bestimmen, um dadurch glücklich zu werden.

Obwohl den Athenern Religion und Philosophie (Philosophie – Liebe zur Weisheit) scheinbar sehr wichtig sind, sind sie unwissend bzw. ungewiss. Sie verehren einen Gott, den sie gar nicht kennen, nach dem Motto: „Viel, hilft viel“ oder „Hilft es nicht, dann schadet es auch nicht“. Paulus nutzt seine „Wartezeit“, um mit den Menschen in diesem „Glaubenswirrwarr“ zu diskutieren und ihnen das Evangelium zu verkünden. Dabei trifft Paulus auf die Neugier der Menschen. Fraglich, ob diese Neugier eher Wissensdurst oder Sensationslust über eine neue und unbekannte Lehre entspricht. Paulus nimmt die Herausforderung „Gott oder Götze“ an. Er stellt klar: Gott ist ein Gott, der sich nicht auf menschliche Vorstellungen und Bilder begrenzen lässt. Gott ist Schöpfer und hat Macht. Er ist nicht auf den Menschen angewiesen, auf dessen Opfer oder Verehrung. Vielmehr lebt der Mensch durch Gott. Die Athener verehren Menschengemachtes und vergessen dabei, dass sie als Menschen von Gott gemacht sind. Gott möchte „entdeckt“ werden und in Beziehung zu den Menschen leben. Paulus ruft die Menschen auf, ihr Leben zu ändern.

 Die Reaktionen der Zuschauer auf Paulus‘ Areopag-Rede (Areopag – kleinerer felsiger Hügel in Athen) sind ganz unterschiedlich: Spott, Interesse und Umkehr.

Der Text für mich

 „Gott hat sich, in der Zeit als ich studiert habe nicht verändert, sondern mein Bild von Gott.“ Wer ist dieser Gott, den die Athener verehren, ohne ihn zu kennen? Paulus verkündigt einen Gott, der sich nicht reduzieren lässt auf Bilder, einsperren lässt in Tempel oder sich nicht durch meine Vorstellungskraft beschränken lässt. Gott, der so viel mehr ist, als wir uns vorstellen können, fordert auf, ihn zu entdecken. Wie ist mein Bild von Gott? Bin ich in meinen Vorstellungen von Gott schon so festgelegt, dass ich mich nicht mehr von Gott überraschen lassen kann?

Beim Schreiben des Artikels habe ich mich kurz fünf Minuten hingesetzt und mir die Fragen gestellt: Wer ist Gott? Wie ist er? Was habe ich erlebt? Diese Fragen möchte ich auch dir zur Vorbereitung mitgeben. Lassen wir uns von Gott überraschen!

Der Text für dich                         

Starter

Wer ist Gott? Genau, wie die Athener eine Ahnung von Gott bekommen haben, sollen auch die Starter erfahren, wer Gott ist. Paulus erklärt, dass Gott viel größer als jedes Gebäude ist, mehr als jede Figur. Auch wenn man Gott nicht abmalen kann, irgendwie muss man ihn sich vorstellen können. Die Bilder, die die Bibel benutzt, brauchen wir, um Gott zu beschreiben. Also, wer ist dieser Gott, der so viel größer ist, dass wir ihn nicht fassen können? Der viel mehr Möglichkeiten hat, als sich je ein Mensch vorstellen kann. Er lädt uns ein, ihn zu entdecken. Er ist da. Lasst uns gemeinsam auf die Suche gehen!

Checker

Auch wenn die Checker schon so einiges über Gott wissen, kann es hilfreich sein, sich noch mal klar zu machen, wer Gott eigentlich ist. Hier können sie all das zusammentragen, was sie von Gott gehört und was sie mit ihm schon erlebt haben. Davon können nicht nur die Starter, sondern auch die Mitarbeiter profitieren. Außerdem können die Checker überprüfen, ob sie Gott schon so erlebt haben, wie es in der Jungschar erzählt wird?

Paulus macht klar, dass Gott größer ist als unsere Gedanken und Vorstellungen. Auch wenn man schon viel von Gott weiß, Gott bleibt erfahrbar. Wir dürfen davon profitieren, wie wir Gott schon erlebt haben und uns aber auch von ihm überraschen lassen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Experiment „Schwarzer Filzstift“

Der Mitarbeiter fragt, welche Farbe der Stift hat. Das Taschentuch wird aufgefaltet und mit Filzstift ein Kreis (möglichst dicker Rand) mitten auf das Taschentuch gemalt. Dann das Taschentuch in der Mitte zusammennehmen, sodass eine Art Tüte entsteht. Die Spitze der „Tüte“ in ein Glas mit Wasser (ungefähr zwei Finger breit gefüllt) senkrecht stellen. Nun kann man beobachten, wie die schwarze bzw. braune Farbe verläuft. Der Mitarbeiter fragt, welche Farben jetzt noch sichtbar werden. Am besten man probiert das Experiment schon zu Hause aus, da sich manche Stifte besser eignen als andere.

Das Experiment soll deutliche machen Gott ist mehr, als wir vielleicht auf den ersten Blick sehen oder erkennen können.

Idee 2: Wer ist Gott? („Mindmap“)

Auf einem großen Plakat ist ein Altar gemalt. Auf dem Altar steht: „Für einen unbekannten Gott.“ Die Kinder malen bzw. schreiben, was sie über Gott denken: Wer ist Gott? Wie ist er? Hier können Lieder oder biblische Geschichten eine Hilfe sein, die die Kinder kennen. Sie können überlegen, wie Gott dort gehandelt hat bzw. wie er beschrieben wird.

Verkündigung

Sketchboard

Bei der Sketchboard-Methode wird während des Erzählens ein Bild vervollständigt. Diese Methode sollte im Vorfeld schon einmal getestet werden, damit man die Geschichte später gut erzählen kann. Schön ist es, die Kinder mit einzubeziehen.

Heute geht es um einen Mann, der  Missionar gewesen ist. Das heißt, er ist durch verschiedene Gegenden gereist und hat den Menschen von Jesus erzählt. Wer könnte das sein? – Paulus.

Paulus ist nicht alleine unterwegs, sondern Silas und Timotheus begleiten ihn. In dem letzten Ort, wo die drei gewesen sind, wurden die Menschen gegen Paulus aufgehetzt und er musste ohne die anderen fliehen.

Nun steht er alleine in Athen. Jetzt gleich seht ihr, wie es Paulus geht (Smiley: wütendes Gesicht malen). Wie geht es Paulus und warum? –Paulus ist zornig, auf das, was er in der Stadt sieht: (Tempel, Bild, Altar (noch ohne Essen) vervollständigen). Die ganze Stadt ist voll von Tempeln, Altären, Bildern und Skulpturen von anderen Göttern. Die Menschen in Athen bauen sich aus Gold und Silber Götter und verehren sie. Paulus nutzt seine Zeit, in der er auf die anderen beiden warten muss (Smiley: fragender Blick malen). Was könnte Paulus vorhaben? – Er geht in die Synagoge und ist jeden Tag auf dem Marktplatz: Er hört den Menschen zu (Ohr an den Smiley malen) und erzählt ihnen von Jesus (Smiley: Unterlippe und Sprechzeichen malen). Manche regen sich über Paulus auf: „Was will dieser Angeber eigentlich!“, andere sind Neugierig geworden (Fragezeichen vervollständigen). Sie fragen Paulus: Was ist das für ein Gott, von dem du da erzählst. Wir haben noch nie etwas von ihm gehört? Erzähl uns davon!

Und Paulus erzählt (oben: „GOTT IST“ schreiben; die Kinder vorlesen lassen), wer Gott ist:

 Ich bin durch eure Stadt gegangen und habe einen Altar gesehen, auf dem geschrieben stand „Für einen unbekannten Gott“. Diesen Gott, den ihr da verehrt und nicht kennt, den kenne ich: Gott hat die ganze Welt erschaffen (Kreis um die Kontinente malen), den Himmel und die Erde. Gott wohnt nicht in einem Tempel (Tempel durchstreichen). Gott ist viel größer. Ihr Menschen in Athen glaubt an Götter, die ihr selbst gemalt oder gebaut habt. Aber der Gott, den ich kenne, hat die Menschen gemacht (Menschengruppe malen). Wie kann man Gott selbst erschaffen, wenn er uns doch alle erschaffen hat? Gott ist mehr, als wir auf Bildern malen können (um das Bild vier Pfeile in unterschiedliche Richtungen malen). Ihr in Athen opfert euren Göttern Essen. Gott ist nicht darauf angewiesen, dass er von den Menschen versorgt wird, denn Gott will uns das geben, was wir brauchen (Trinken und Brot auf dem Tisch vervollständigen). Obwohl Gott so groß ist, ist er bei uns. Er möchte, dass wir ihn entdecken (Lupe malen) und sehen (Auge malen), wer er ist. Gott möchte, dass wir uns entscheiden, ob wir mit („JA“ schreiben) oder ohne ihn („NEIN“ schreiben) leben wollen. Er möchte, dass wir unser Leben ändern (bei „JA“ ein Häkchen setzen und das Ausrufezeichen vervollständigen).

Was meint ihr: Wie reagieren die Menschen auf das, was Paulus ihnen erzählt?  – Einige lachen Paulus aus, andere sind interessiert und sagen: „Paulus erzähl uns ein anderes Mal mehr davon.“ Ein paar Menschen entscheiden sich auch für Gott und glauben das, was Paulus erzählt hat.

Paulus ist wichtig: Gott ist groß. Er wohnt nicht in Tempeln, ihn kann man auch nicht malen, weil er viel größer ist, als wir uns vorstellen können (unten: Gedankenblase vervollständigen). („MEHR“ schreiben; die Kinder vorlesen lassen) Gott ist mehr! In der Bibel steht: „Groß ist unser Herr, gewaltig ist seine Macht. Und seine Weisheit ist unermesslich.“ (Psalm 147,5)

Die andere Idee: Geschichte mit Bildern erzählen

Natur
Brot
Beziehung
leerer Bilderrahmen

Am Anfang wird erzählt, wie Paulus nach Athen kommt, warum er so zornig ist und das er in den Synagogen und auf dem Marktplatz von Jesus erzählt.

Paulus auf dem Areopag: Hier können die Bilder eingesetzt und gegenübergestellt werden. Was glauben die Menschen in Athen? Was erzählt Paulus von Gott? Die Kinder sollen bei den Bildern, die Gott beschreiben, mit einbezogen werden: Was sagen die Bilder über Gott aus?

Tempel: Die Menschen in Athen haben Tempel gebaut, in denen sie das Götzenbild aufgestellt und verehrt haben. Sie glaubten, dass die Götter in den Tempeln wohnen. Natur: Gott ist Schöpfer. Er hat Himmel und Erde gemacht und uns Menschen. Gott wohnt nicht in einem Tempel. Er ist viel größer. Gott ist überall.

Altar: Die Athener opfern den Göttern bestimmte Gaben (z.B. Essen). Brot: Gott braucht nicht von uns versorgt werden, sondern Gott gibt uns das, was wir zum Leben brauchen.

Bilderrahmen: Die Menschen stellen Figuren aus Gold oder Silber her und beten sie an.  Leerer Bilderrahmen: Gott kann man sich nicht einfach selber „herstellen“ (in einer Figur oder in Gedanken). Gott ist mehr als wir uns vorstellen können. (siehe Merkvers).

Beziehung: Obwohl Gott so groß ist, möchte er das wir ihn immer besser kennenlernen. Er ist bei uns.

Bei großen Gruppen kann der Anfang auch zusammen erzählt und bei den Bildern die Gruppe getrennt werden.

Der Text gelebt

Wiederholung

Es werden Bilder von einem Tempel, einem Altar, und einem Bildrahmen vor den Kindern ausgelegt. Was haben die Menschen in Athen geglaubt? Was sagt Paulus dazu? Wie ist das mit Gott? (z.B. Tempel: Die Menschen glaubten, dass die Götter in dem Tempel wohnen. Gott hat die Erde gemacht, er wohnt nicht in einem Tempel.)

Gespräch

Hier sind ein paar Rekorde aufgelistet: Im November 2017 schaffte ein Italiener 23 Klimmzüge mit nur seinen zwei kleinen Fingern. Die längste Seifenblase der Welt ist 47,5m lang. 1995 schaffte es ein Engländer 10s lang, 91 Milchkästen auf dem Kopf zu balancieren. Das größte lebendige Tier, der Blauwal, kann bis zu 33m lang werden und bis zu 200 Tonnen schwer (ca. 142 PKWs schwer). Der Weltrekord im Gewichtheben (Stoßen) liegt bei 220kg.

Spannend ist es auch, im „Guinnessbuch der Rekorde“ zusammen mit den Kindern nachzuschauen. Vergleicht die Größen z.B. mit einem Zollstock oder der Größe des Gemeindehauses, damit die Kinder eine Vorstellung bekommen, wie groß die Dinge sind. Staunt zusammen über Rekorde, die Menschen aufgestellt haben.

Als Paulus in Athen war, hat er den Menschen erzählt, dass Gott groß ist. Was bedeutet das (auch im Bezug auf die Rekorde)? Wie würdet ihr Gott beschreiben? Kann man Gott malen? Wie kann man Gott entdecken?

Merkvers

Groß ist unser Herr, gewaltig ist seine Macht. Und seine Weisheit ist unermesslich. Psalm 147, 5 (Basisbibel)

Der Vers wird einmal vorgelesen oder mit den Kindern in der Bibel (Basisbibel) nachgeschlagen. Die Teilnehmer sollen sich Bewegungen zu den einzelnen Satzteilen ausdenken (z.B. „Groß ist unser Herr“ –Arme nach oben strecken). Haben sie sich auf Bewegungen geeinigt, wird der Satz noch einmal mit Bewegungen aufgesagt.

Gebet

Raketengebet

Alle stehen in einem Kreis. Es wird nacheinander laut oder leise gebetet und mit einem lauten „Amen“ abgeschlossen. Wenn der erste fertig ist, streckt er seine Hand mit Daumen nach oben zur Mitte. Der zweite umklammert nach Beendigung seines Gebets mit seiner Hand den Daumen des Ersten und streckt seinen Daumen auch nach oben. Die Rakete kann dann gestartet werden, wenn jeder mindestens eine Hand in der Mitte hat. Die Rakete wird auf „3, 2, 1, Los!“, weggeschickt.

Kreatives

Hier können die Teilnehmer das Experiment vom Anfang selbst durchführen (siehe Hinführung Idee 2): Am besten eignen sich hierfür Rundfilter. In der Mitte wird ein kleines Loch in den Filter geschnitten und ein anderer Filter wird zusammengerollt durch das Loch gesteckt. Um das Loch können die Teilnehmer unterschiedliche Muster mit verschiedenen Farben malen. Der zusammengerollte Filter muss jetzt nur noch in ein Glas mit Wasser gesteckt werden. Die Farben verlaufen und „neue“ Farben kommen zum Vorschein. Wenn der Filter wieder trocken ist, können die Kinder den Merkvers auf das Papier schreiben.

Spielerisches

Heißer Stuhl

Paulus muss auf dem Marktplatz und im Areopag Rede und Antwort stehen. Es wird im Raum ein Stuhlkreis gestellt. Die Stühle sollten möglichst dicht zusammen stehen. Ein Stuhl wird mit den Kindern als „heißer Stuhl“ festgelegt. Nun rücken die Kinder und Mitarbeiter von Stuhl zu Stuhl. Wenn die Musik gestoppt wird oder ein zufälliges Signal ertönt, muss derjenige, der in dem Moment auf dem „heißen Stuhl“ sitzt, eine Frage der anderen beantworten. Die Fragen können ganz unterschiedlich sein:  Fragen über Gott (z.B. Ist Jesus eigentlich Gott?), oder etwas, was man schon immer mal von der anderen Person wissen wollte. Vielleicht können im Vorfeld auch schon Fragen gemeinsam mit den Kindern gesammelt werden. Wenn ein Kind keine Antwort weiß, können andere Kinder bzw. die Mitarbeiter helfen.

Rätselhaftes

In dem Rätselgitter sind sechs verschieden Begriffe versteckt (senkrecht, waagerecht, diagonal), wie Gott in der Bibel beschrieben wird. Einen siebten Begriff kann man in dem Rätsel auch entdecken. Es ist das Wort „MEHR“. Die Bilder, die in der Bibel für Gott verwendet werden, brauchen wir, um in gewisser Weise von Gott reden können. Dennoch beschreiben sie Gott nicht vollständig. Gott ist MEHR.

(T)Extras

Lieder

  • Das alles bist du
  • Mein Gott ist groß
  • Ich streck mich aus
  • Mein Gott ist höher als die Berge
  • Alles, aber wirklich auch alles

Spiele

„Mein Partner kann …“

Die Gruppe teilt sich in Paare auf. Spannender ist es, wenn die Personen ein Paar bilden, die sich noch nicht so gut kennen. Jedes Paar hat ein „Startkapital“ aus ca. 30 Bonbons (noch nicht essen!). Ein Partner (Spieler A) pro Team tritt immer gegen die anderen Partner in verschiedenen Kategorien an. Der andere Partner (Spieler B) muss unabhängig von Spieler A einschätzen, wie gut  sein Teamkamerad die Kategorie meistert. Wichtig ist: Es darf sich nicht abgesprochen werde! Die Kategorie wird zuvor vom Spielleiter erklärt: Beispiel Liegestützen.

Um Mitspielen zu können muss jedes Team einen Grundeinsatz (2-3 Bonbons) legen. Nun wird die Kategorie erklärt: „Mache so viele Liegestütze wie möglich.“ Der erste Spieler beginnt für seinen Partner einzuschätzen, wie viele Liegestützen dieser schafft. Pro gebotene Liegestütz, muss er ein Bonbon in die Mitte legen. Nun ist der zweite Spieler an der Reihe. Auch er überlegt, wie viele Liegestütze sein Partner schaffen könnte. Denkt dieser, sein Partner schafft weniger als das erste Team geboten hat, ist er für diese Runde raus. Denkt er sein Partner schafft mehr Liegestütze, legt er die entsprechenden Bonbonanzahl in die Mitte. Nun ist das nächste Team an der Reihe. Es wird so lange Geboten, bis keiner mehr das letzte Höchstgebot überbietet. Nun muss der Partner des Höchstbietenden so viele Liegestütze machen, wie sein Partner geboten hat. Schafft er die angegebene Anzahl, bekommt das Team alle Bonbons aus der Mitte (ohne das die anderen Teams antreten). Schafft er die Herausforderung nicht, ist der Partner des Nächstbietenden an der Reihe und darf sich „seiner“ Herausforderung stellen. Wenn die Kategorie beendet ist, ist Spieler A an der Reihe Spieler B in einer anderen Kategorie einzuschätzen.


Diese Themenreihe enthält 6 Einheiten über den Propheten Elisa. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott greift ein und wir können uns auf ihn verlassen.

Checker

Wunder sind nicht zum Selbstzweck da, sondern um den anderen zu helfen. Ich darf dabei mithelfen.

Der Text an sich

Der Textabschnitt umfasst zwei unterschiedliche Wundergeschichten. Sie sind dadurch verbunden, dass es jeweils um das Thema Essen geht und dass zu der Zeit eine Hungersnot war, wodurch das Essen eine besondere Bedeutung hatte.

In der ersten Wundergeschichte ordnet Elisa an, dass sein Knecht eine Gemüsesuppe kochen soll. Wegen der Hungersnot gab es keine Reserven und so mussten die Früchte für die Suppe erst geholt werden. Unter den gesammelten Pflanzen befanden sich auch giftige Früchte. Man geht davon aus, dass es sich bei den Früchten um Koloquinten handelt. Dabei handelt es sich um eine kürbisartige Frucht in der Größe von Äpfeln. Es ist ein Rankengewächs und dadurch könnte es mit anderen Rankengewächsen (Gurken, Kürbis) verwechselt worden sein. Koloquinten sind giftig und können verschieden Krankheiten wie Nierenschäden und Reizungen der Schleimhaut verursachen. Als die Suppe gegessen werden soll, merken die Prophetenjünger, dass sie vergiftet ist. Durch die giftigen Pflanzen ist die ganze Suppe verdorben und man kann auch nicht einfach die giftigen Stücke herausnehmen. Was ist zu tun? Elisa greift ein. Er rührt Mehl in den Topf, das Wunder geschieht, die Suppe wird genießbar. Das Mehl hat nicht den natürlichen Effekt, eine Suppe zu entgiften. Vielleicht hat es eine symbolische Bedeutung, weil Mehl zu den Opfergaben des Speiseopfers gehörte (siehe 3.Mose 2).

Der zweite Abschnitt beschreibt ein Wunder der Brotvermehrung. Ein Mann bringt Elisa Erstlingsbrote und Getreide. Der Mann hält sich ans Gesetz (4.Mose 15,17-21), indem er den ersten Teil des geernteten Getreides und des gebackenen Brotes zum Herrn bringt. Interessant ist, dass er es nicht zu den Priestern bringt, sondern zu Elisa. Damit erkennt er an, dass der Prophet im Auftrag Gottes handelt. Elisa gibt die Brote weiter. Auf den Einwand des Dieners, dass die Brote nicht reichen, gibt Elisa die Zusage, dass es reichen wird und sogar noch Brot übrig bleibt. So geschieht es dann auch und macht deutlich, dass Gott überreich beschenkt.  Dieses Wunder erinnert stark an die Brotverteilungswunder von Jesus (z. B. Markus 6,30-44) wo auch deutlich wird, dass der Schöpfer aus wenigem ganz viel machen kann.

Beide Wundererzählungen zeigen, dass Elisa ungewöhnliche Dinge tun kann, wenn er das tut, was Gott sagt. Die Wunder, die geschehen, helfen anderen Menschen und machen somit auch für die Prophetenjünger deutlich, wie groß und wunderbar Gott ist.

Der Text für mich

Es geschehen Wunder. Das kommt in der Bibel relativ häufig vor und dennoch sind das hier ganz besondere Zeichenhandlungen. Die Wunder, die geschehen, zeigen etwas von der Größe Gottes, die auch in schwierigen Situationen deutlich sichtbar wird. Die beiden Wunder haben aber auch gemeinsam, dass sie stattfinden, um anderen Menschen zu helfen. Gott tut diese Wunder nicht, um sich selbst herauszustellen. Elisa tut diese Wunder nicht, um sich in den Mittelpunkt zu stellen, sondern der Blick ist immer darauf gerichtet, dass anderen Menschen geholfen wird in der Geschichte, dass Menschen vom Tod errettet werden und in einer Zeit der Hungersnot genügend zu essen haben. Gerade das zweite Wunder zeigt, dass Gott sogar mehr als das Notwendigste gibt, denn er beschenkt reichlich.

Ich lebe in einer anderen Zeit und auch solche Wunder, wie beschrieben, habe ich noch nie erlebt. Ich will aber ebenso darauf vertrauen, dass Gott heute eingreift, manchmal anders als ich es erwartet habe. Ich will davon lernen, den anderen in den Blick zu nehmen und vielleicht auch für andere in schwierigen Situationen ein kleines Wunder zu sein oder zumindest etwas dazu beizutragen, dass andere Wunder erleben können.

Der Text für dich

Starter

Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist fremd für die Kinder. Prophetenjünger, Erstlingsbrote und giftiges Gemüse kommen in der Lebenswelt der Kinder nicht vor und auch solche krassen Wunder finden in ihrem Alltag nicht statt. Trotzdem können sie entdecken, dass Gott es ist, der handelt und eingreift. Das geschieht heute in anderen Situationen, aber Gott handelt immer noch und will das Beste für die Menschen. Er hilft und beschenkt. In der Jungschar können wir den Kindern vermitteln, dass er es gut mit ihnen meint.

Checker

Diese Wundererzählungen gehören zu den unbekannten Geschichten der Bibel und auch viele Bibelchecker haben sie noch nie gehört. Das ist eine Chance, einen Bibeltext zu behandeln, bei dem nicht alle sagen: „Das kenn ich schon!“ Der Kern des Textes sollte nicht zu schnell auf „Da tut Gott mal wieder ein Wunder“ reduziert werden, sondern es geht vor allem darum, wie dieses Wunder sich auswirkt. Die Wunder, die Gott tut und an denen Elisa beteiligt ist, haben immer den anderen im Blick. So können wir mit dieser Geschichte den Blick auf Gott und zugleich auf den Nächsten richten.

Der Text erlebt

Material: Teppichfliesen oder Stoffreste; Tisch, Bretter und Messer, Herd oder Gaskocher; Topf, Gemüse, Mehl; Brote aus Pappe; Zettel, Bilder von Gemüse; Glas Wasser, Büroklammer, Löschpapier; belegte Brote

Hinführung

Idee 1: Giftiger Suppentopf

Stellt euch vor, wir sitzen vor einem riesigen Suppentopf, der vergiftet ist. Unsere Aufgabe ist es, auf die andere Seite zu kommen, weil es dort ungiftiges Essen für uns gibt. Die giftige Suppe dürfen wir auf keinen Fall berühren. Deswegen gibt es Brotstücke, die in der Suppe schwimmen. Diese Stücke dürfen wir betreten. Es passen aber immer nur zwei Personen auf ein Brotstück.

Um diese Aktion durchzuführen markiert man zwei Linien, die Start- und die Ziellinie, im Abstand von mindestens 10 Metern voneinander. Dazwischen ist die giftige Suppe. Die Brotstücke können Teppichfliesen, Stoffreste oder Baumwolltaschen sein. Die Teilnehmer müssen nun mithilfe der „Brotstücke“ einen Weg bilden, dürfen aber nicht in der Lage sein, die andere Seite der Suppe innerhalb eines Weges zu erreichen. Das bedeutet, dass man nicht zu viele Brotstücke verwenden darf. Wie die Aufgabe gelöst wird, ist der Kreativität der Teilnehmer überlassen.

Idee 2: Brote suchen

Es werden 20 Brote im Haus oder Gelände versteckt. Dabei handelt es sich nicht um echte Brote, sondern um Brote, die aus Pappe ausgeschnitten werden. Die Kinder haben die Aufgabe, diese Brote zu suchen.

Überleitung: Diese Brote werden heute in der Geschichte eine Rolle spielen. Seid gespannt auf eine Geschichte, in der 20 Brote vorkommen.

Verkündigung

Mitmachgeschichte

Vorbemerkung

Im Bibeltext sind zwei Wundergeschichten zusammengefasst. Es besteht die Möglichkeit nur eine Geschichte in den Blick zu nehmen. Dazu kann man einen der beiden Verkündigungsvorschläge verwenden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, beide Geschichten zu erzählen, dazu werden die beiden Vorschläge nacheinander durchgeführt. Als Alternative bietet sich an, die Geschichte der Brotvermehrung in der Zeit zu erzählen, wenn die Suppe kocht.

Mitmachgeschichte

Die Geschichte wird erzählt und die Kinder dürfen dabei aktiv mitmachen. Gemeinsam wird eine Suppe gekocht und dabei die Geschichte erzählt. Entweder wird die Erzählung in der Küche durchgeführt oder man nimmt einen Gaskocher und stellt ihn in die Mitte. Natürlich kann man die Suppe auch in einem Kessel über dem Lagerfeuer machen. Es braucht noch einen Tisch, sowie Bretter und Messer, damit das Gemüse kleingeschnitten werden kann.

Es sind noch weitere Vorbereitungen notwendig. Im Raum liegt unterschiedliches Gemüse verteilt, zum Beispiel Kartoffeln, Lauch, Erbsen, Möhren, Kohlrabi usw.

Außerhalb des Raumes muss man eine ungewöhnliche Gemüsesorte bereitlegen. Das kann ein exotisches Gemüse sein, welches den meisten Kindern unbekannt ist. Man kann aber auch Gemüse präparieren, indem man zum Beispiel Mairübchen mit Eierfarbe kocht, so sehen sie dann bunt aus und können von den Kindern nicht richtig identifiziert werden. Durch das Färben wird das Gemüse auch schon vorgekocht, sodass man es noch später zur Suppe hinzutun kann und es trotzdem eine ähnliche Festigkeit hat, wie das andere Gemüse.

Die Teilnehmer sitzen im Kreis und ein Mitarbeiter kommt dazu und erzählt:

Schön, dass ihr wieder hier seid. Ihr habt sicherlich schon lange auf mich gewartet. Tut mir leid, dass ich mich verspätet habe, aber ich hatte noch so viel zu erledigen. Ich hoffe, ihr habt die Zeit gut gefüllt. Ich vermute, ihr habe euch Gedanken über Gott gemacht und ihr habt vielleicht auch große Dinge mit Gott erlebt. Wie geht es euch in dieser schlechten Zeit? Ich bin auch auf meinem Weg langsamer vorangekommen. Durch die Hungersnot hatte ich nicht mehr so viel zu essen und hatte weniger Energie zum Laufen. Aber jetzt bin ich wieder hier bei euch, bei euch Prophetenjüngern. Ich, der Prophet Elisa, will euch wieder erzählen, wie Gott ist. Aber zuvor wollen wir essen. Ich hoffe, ihr habt noch etwas zu essen. Einer von euch muss sofort einen Topf mit Wasser aufsetzen, damit wir eine Suppe kochen können.

Nun wird der Topf mit Wasser auf den Herd gesetzt und etwas Gemüsebrühe hineingegeben.

Nun brauchen wir noch Gemüse. Holt doch mal alles Gemüse, das ihr findet, und dann werden wir gemeinsam eine Suppe kochen.

Die Teilnehmer holen das Gemüse, das sich im Raum befindet, schneiden es klein und geben es zur Suppe dazu. Es arbeiten alle mit.

Nun müssen wir noch etwas warten, bis alles fertig ist. In dieser Zeit spielen wir ein Spiel.

Gemüsesuppe

Alle sitzen im Kreis und ein Spieler steht in der Mitte. Jeder Teilnehmer bekommt eine Gemüsesorte genannt. Je größer die Teilnehmerzahl ist, desto mehr Gemüsesorten können verwendet werden. Es sollten aber immer mindestens drei Kinder ein gleiches Gemüse genannt bekommen. Der Spieler in der Mitte sagt nun eine Gemüsesorte und die Kinder mit diesem Gemüse müssen ihre Plätze tauschen. Der Spieler in der Mitte muss versuchen einen Platz zu bekommen. Ein Spieler bleibt übrig, der nun in der Mitte steht und eine neue Gemüsesorte sagen muss. Als Alternative kann der Spieler in der Mitte auch „Gemüsesuppe“ sagen. Dann müssen alle ihren Platz tauschen.

Nach dem Spiel schauen alle, wie weit die Suppe ist.

Erzähler: Es riecht schon gut. Ich vermute aber, dass die Suppe nicht reicht. Könntet ihr noch einmal schauen (vor dem Raum) ob ihr noch mehr Gemüse findet. Die Kids holen das präparierte Gemüse. Es wird skeptisch betrachtet und dann doch in die Suppe geschnitten.

Da das Ganze noch etwas kochen muss, wird in der Zwischenzeit die Mahlzeit weiter vorbereitet, der Tisch wird gedeckt, Servietten werden gefaltet usw.

Wenn das fertig ist, meldet sich ein Mitarbeiter zu Wort und will die Suppe kosten. Er tut das und ruft: „Das ist ungenießbar! Das können wir nicht essen! Wir werden davon sterben!“ – „Das liegt bestimmt an dem Gemüse, das wir später hineingeschnitten haben.“

Erzähler: Ich weiß auch nicht genau, was das für ein Gemüse ist. Vermutlich ist es giftig. Ich kann euch aber sagen: Ihr werdet davon nicht sterben. Ich nehme Mehl und rühre es in die Suppe. (Er tut es) So, jetzt ist alles in Ordnung.

Der Mitarbeiter kostet die Suppe noch einmal: „Jetzt schmeckt es richtig gut. Ihr könnt alle davon essen.“

Sie setzen sich und essen. Dabei erfolgt eine kurze Zusammenfassung: Das, was wir gerade erlebt haben, hat der Prophet Elisa auch einmal erlebt. Als er mit seinen Prophetenjüngern zusammensaß, war das Essen vergiftet und er hat das Wunder erlebt, dass Gott eingreift.

Die andere Idee

Erzählung mit dem Symbol Brot

Es müssen „Leporellobrote“ vorbereitet werden. Die Brote auf der Vorlage werden zusammenhängend ausgeschnitten und ziehharmonikaförmig hintereinander gefaltet, sodass nur ein Brot zu sehen ist. Wenn man nur das vordere Brot anfasst und hochhält, klappen die anderen Brote daraus hervor.

Alle Teilnehmer sitzen im Kreis. Der Mitarbeiter stellt die Frage: Was sind Prophetenjünger? Nachdem die Frage geklärt ist, kommt ein Mitarbeiter herein. Er hat eine Tasche, in der 20 Brote (symbolisch Leporellobrote aus Karton) sind. Er sagt: „Ich habe euch Brot mitgebracht. Es sind besondere Brote, denn es sind meine Erstlingsbrote. Ich habe das Mehl vom ersten Getreide gemahlen, das ich geerntet habe, und das sind die Brote, die von diesem besonderen Mehl gebacken sind. Gott hat gewollt, dass diese ersten Brote ihm gehören sollen. So steht es seit vielem Jahren im Gesetz. Ich bringe sie zum Propheten Elisa.“

Ein Mitarbeiter nimmt sie in Empfang. Dabei werden die Brote deutlich abgezählt. Ein anderer sagt: „Das reicht nie für alle Prophetenjünger!“ Der, der die Brote in Empfang genommen hat (Elisa) sagt: „Wir verteilen sie an alle. Gott hat mir versprochen, dass die Brote für alle reichen und dass davon sogar noch etwas übrig bleiben wird.“ Dann nimmt er die Brote hoch und dabei entfalten sich die vorbereiteten Brote. Das Brot vermehrt sich also. So jetzt ist genug für alle da. Gott hat ein Wunder getan. Auf ihn kann man sich verlassen. Er hilft uns allen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder schreiben auf kleine Zettel, was sie noch von den Geschichten wissen. Sie versuchen, diese Zettel in die richtige Reihenfolge zu bringen. Dann wird der Text aus der Bibel vorgelesen und dabei verglichen, was sich die Kinder gemerkt haben.

Gespräch

Verschiedene Bilder von Gemüse liegen bereit. Alternativ können auch Brote aus Papier bereitliegen (je nachdem, welche Art der Erzählung man gewählt hat). Auf die Rückseite werden jeweils Fragen geschrieben. Ein Jungscharler nimmt sich ein Gemüse oder Brotsymbol, liest die Frage vor und versucht sie zu beantworten. Natürlich können die Fragen auch gemeinsam beantwortet werden

Folgende Fragen sind möglich:

Welche Wunder haben die Menschen in der Geschichte erlebt.

Wie haben Menschen an den Wundern mitgewirkt?

Für wen waren die Wunder bestimmt?

Gibt es heute noch Wunder?

Was ist ein Wunder?

Hast du schon mal Wunder erlebt?

Für wen geschehen heute Wunder?

Hast du schon einmal bei einem Wunder mitgewirkt, indem du etwas getan hast, was anderen geholfen hat?

Merkvers

Jesus sprach: Gebt ihr ihnen zu essen!

Markus 6,32a

Der Vers wird auf Brote aus Papier geschrieben. Jeder Teilnehmer bekommt ein solches Brot, gibt es an einen anderen Teilnehmer weiter und sagt dabei den Vers. Dabei wird deutlich, dass wir an den Wundern beteiligt sind und dass durch die Wunder anderen geholfen werden kann.

Gebet

Wir nennen Personen und Situationen, für die wir uns ein Wunder wünschen. Dann beten wir für diese Situationen und Personen. Nach dem Amen fragen wir uns aber noch, was ich dazu beitragen kann, dass das Wunder geschieht.

Kreatives

Wundersames Experiment

Es wird ein Glas mit Wasser, eine Büroklammer und ein briefmarkengroßes Stück Löschpapier benötigt. Die Büroklammer wird auf das Wasser gelegt und sinkt. Es ist aber trotzdem möglich, dass die Büroklammer auf dem Wasser schwimmen bleibt. Dazu wird sie auf das Stück Löschpapier gelegt. Das Papier löst sich auf und die Büroklammer versinkt nicht. Ist das ein Wunder? Nein, das ist Physik und liegt an er Oberflächenspannung des Wassers.

Auch wenn das Experiment kein Wunder ist, kann es helfen, um über das Thema Wunder ins Gespräch zu kommen.

Spielerisches

Gemüsesorten kosten

Es wird unterschiedliches Obst und Gemüse in kleine Stücke geschnitten. Ein Jungscharler bekommt die Augen verbunden, muss ein Stück essen und dabei herausfinden, um welche Sorte es sich handelt.

Rätselhaftes

Suchbild

Die Kinder erhalten ein Bild, auf dem sie zählen müssen, wie viel verschiedene Gemüsesorten auf dem Bild zu sehen sind und wie viel von jeder Sorte vorhanden sind.

Bausteine

Lieder

Trau dich ran

Wunder werden wahr

Groß ist unser Gott

Brote essen

Wenn in der Gruppenstunde keine Suppe gekocht und gegessen wird, dann kann man auch besondere belegte Brote machen. Dazu wird ein Brot längs aufgeschnitten, sodass man sehr lange Brotscheiben erhält. Jede Scheibe wird nun ganz unterschiedlich belegt, zum Beispiel mit Butter und Kräutern, verschiedenen Käsesorten usw. So erhält man bunte Brote, die individuell zubereitet sind. Diese Brote kann man vorbereiten oder mit den Jungscharlern belegen.

Es ist mitten in der Nacht. Ich stehe direkt hinter einem Baum. Die Mauer aus Schuhkartons befindet sich ca. zehn Meter von mir entfernt auf einer Wiese. Acht Kinder umringen in gleichmäßigem Abstand die Mauer, fest entschlossen, niemanden an die Bausteine heranzulassen.
Plötzlich höre ich eine Stimme: „Da, hinter dem Baum. Da ist jemand!” Eine weitere Stimme: „Sicher?” Die erste Stimme: „Ganz sicher!” Noch ehe ich weiß wie mir geschieht, stürmen zwei Kinder auf „meinen” Baum zu, die anderen bleiben auf ihrem Platz vor der Mauer. Nur mit Mühe gelingt es mir, die Kleinen abzuwehren.
In den folgenden nächtlichen Stunden entwickeln wir, das Überfallteam, eine neue Strategie, um die „Nehemia-Mauer” zu zerstören. Anstatt uns anzuschleichen, laufen wir direkt auf die Mauer zu nach dem Motto: „Angriff ist die beste Verteidigung”.
Wer nun denkt, die Kinder flüchten, der täuscht sich. Sie sind Schauspieler des biblischen Nehemia-Anspiels, Bürger Jerusalems und Kinder Gottes. Als solche blockieren sie die Mauer und lassen nur wenig Zerstörung zu. Die Kinder verteidigen die Mauer gegen Erwachsene – eigentlich übermächtige Gegner. Der Zusammenhalt der Kinder berührt mich. Sie zeigen es deutlich: Gemeinsam mit Gott ist alles zu schaffen.
Diese Ausgabe des Jungscharleiters handelt von Nehemia, einem Mann, der andere motiviert hat, mit Gott gegen alle Schwierigkeiten des Alltags anzukämpfen. Die Ideen und Vorschläge in diesem Thema weisen auf Nehemia hin und zeigen, was Mitarbeitende und Jungscharler von ihm lernen können: Mit Gott ist alles zu schaffen!

Das Ziel

Starter

Auch wenn ich mich im Stich gelassen fühle, Gott hört mich und ist bei mir.

Checker

Meine Klage ist ein steiniger Weg, welcher aber voller Hoffnung ist, dass Gott mein Leid sieht, hört und für mich da ist.

Der Text an sich

Psalm 22 ist vor allen anderen der Kreuzespsalm, weil er viele Parallelen zur Kreuzigung Jesu aufweist. Jesus hat diesen Psalm am Kreuze gesprochen. Das kann man sowohl im Kreuzigungsbericht des Matthäusevangeliums als auch des Markusevangeliums nachlesen. Jesus schrie am Kreuz „Eli, eli, lema sabachtani“, das bedeutet „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Matth 27,46 und Mk 15,34, GNB).

Der Psalm in seiner Gesamtheit ist zum einen der Gattung Klage des Einzelnen (V.2-22) und zum anderen der Gattung Danklied des Einzelnen (V.23-32) mit hymnischen Ausklang zugeordnet. Thematisch geht es somit um die Gottverlassenheit, das höchst klägliche Geschrei um Hilfe und die Heilsgewissheit, ein köstlicher Vorgeschmack der Errettung. Unser Schwerpunkt für die Lektion ist die Gottverlassenheit des Beters und die innere sowie äußere Beziehung zur Passionsgeschichte.

Hier ein kurzer Überblick wie man den Psalm der Passionsgeschichte zuordnen könnte:

V.1: Überschrift: Von der Hirschkuh, die frühe gejagt wird → der verfolgte Messias.

V.2.3: Angstrufe und unerhörte Gebete

V.4-6: Gottes Treue in der Vergangenheit, soll nun auch in der Gegenwart gelten.

V.7-19: Die Leiden des Beters deuten auf das Leiden des Herrn.

Soziale Verachtung; Spottworte; die seelischen, körperlichen Qualen → die Soldaten die Jesus verspotteten.

Die würgende Not in drastischen Bildern dargestellt: Stiere die umkreisen, Löwen die brüllen, Hunde die zerfetzen, Rippen, Kleiderverteilung … → Pharisäer, Schriftgelehrte, die Jesus verspotteten und provozierten, Nägel die ihn ans Kreuz nageln, Nacktheit …

V.20-22: Gott bleibt bis zum Schluss der Zufluchtsort des Gemarterten.

Der Psalm erlebt immer wieder Gattungsbrüche. Die Verse 5.6 und 10.11 sprechen von großem Vertrauen, welches aus den eigens gemachten Erfahrungen, aber auch aus den der Vorväter entstanden ist. Unterbrochen wird das Klagen auch von wiederkehrenden Bitten an Gott nicht fern zu bleiben, sondern ihm in seiner tiefsten Not zu helfen (V.12.20-22). Es ist ein Bitten, welches das Elend konzentriert und letztendlich in ein tragendes Vertrauen übergeht.

Jesus tritt mit seinem Leiden in das Urleiden der Gottverlassenheit (Gottverborgenheit), das von den Betern des Alten Testaments erfahren wurde. Und doch dürfen wir in all dem Klagen das letzte, aber die unerwartete positive Wendung in diesem Psalm nicht übersehen. „Herr du hast mich erhört!“ Einer der tiefsten Verheißungen des Alten Testaments gipfelt in den Worten Jesu: „Es ist vollbracht!“

Der Text für mich

Verlassen sein … Ich kenne das Gefühl zu gut. Es ist ein Gefühl der Ohnmacht, der Hilf- und Machtlosigkeit. Es macht verwund- und angreifbar. Und keiner scheint da zu sein, um mich wiederaufzurichten. Keiner, auch nicht Gott. Du stehst allein vor dem, was dir Angst macht und es wird, sinnbildlich, noch mal zu getreten, obwohl du bereits am Boden liegst.

Am Ende bleibt die Frage „Wo ist Gott?“ „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Warum bist du nicht da, wenn ich nicht weiterweiß, wenn andere mich schlecht behandeln oder es mir nicht gut geht? Diese Gottverlassenheit könnte mich dazu bringen, mich von Gott abzuwenden, so wie er sich scheinbar von mir abwendet. Doch ich rufe weiter nach ihm. Ich bitte weiter um seine Kraft, sein hilfreiches Einschreiten, weil ich daran glaube. Es ist ein langer und schmerzvoller Weg. Doch ihm mein Leid zu klagen, lässt mich glauben – an ihn glauben. Ich glaube daran, dass er da ist und mich hört. Ich glaube daran, dass er da ist und handeln wird.

Der Text für dich

Starter

Jedes Kind hat bestimmt schon mal das Gefühl des Verlassenseins erlebt, z.B. verschwundene Eltern im Supermarkt. Die Kinder verbinden das Gefühl des Verlassenseins vor allem mit der nicht körperlichen Anwesenheit einer Person. Gott ist für sie noch nicht so real, weil er nicht fassbar ist und kaum bzw. noch keine Rolle bei ihnen spielt und somit auch noch nicht so schnell vermisst werden kann. Für sie sind es die Eltern, denen sie vertrauen, denen sie zeigen, wenn sie traurig, wütend oder glücklich sind, denen sie alles sagen können. Das dies auch der mit bloßem Auge nicht sichtbare Gott für sie sein kann, gerade wenn die Eltern nicht da sind, müssen die Kinder erst noch erfahren. Hier bietet sich die Möglichkeit mit dem anzufangen, was am schwierigsten ist – der Weg des Leids, der Klage.

Checker

Kinder, die schon länger mit Jesus unterwegs sind, werden einige Parallelen zur Kreuzigungsgeschichte feststellen, welches den Starterkids nicht gelingen wird. Auch die Checker kennen die Art des Verlassenseins, wie bei den Startern beschrieben. Doch sie finden eher eine Verknüpfung, an welcher Stelle sie sich vielleicht auch mal von Gott verlassen fühlten oder haben erlebt, wie ein anderer auf Gott sauer war, weil er sich verlassen fühlte. Sie können beschreiben, was sie fühlen, wie sie auf die Verlassenheit reagieren und was sie in diesen Situationen tun.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Zuzwinkern

Die Kinder bilden Paare und stellen sich so im Kreis auf, dass immer zwei Kinder hintereinanderstehen. Ein Kind bleibt allein. Einen Partner muss es sich erst durch zuzwinkern suchen. Dafür zwinkert es einem vorderen Kind zu, das so schnell wie möglich auf ihn zulaufen muss. Das hintere Kind hat die Arme auf dem Rücken verschränkt, versucht aber das vordere Kind festzuhalten, sobald es weglaufen will. Gelingt ihm das, bleiben beide zusammen. Läuft das vordere Kind weg, muss das eigentlich hintere Kind sich ein neues Partnerkind zuzwinkern. Das weggelaufene Kind steht nun hinter seinem neuen Partner.

Idee 2: Last (Steine) ablegen

Die Kinder sitzen im Kreis. In der Mitte liegt ein Schild mit den Worten „Verlassensein“. Am Rand liegen verschiedene Steine (runde, eckige, große, kleine). Die Kinder sollen überlegen, was sie mit dem „Verlassensein“ verbinden. Je nachdem wie frei sich die Kinder fühlen, kann es laut gesagt werden oder auf dem Stein, welches das Kind sich such, aufgeschrieben werden. Diese Steine werden dann von den Kindern festgehalten, bis niemandem mehr etwas einfällt.

Das Schild wird umgedreht und es steht nun „Du bist erhört!“ Die Kinder können nun ihre Steine in die Mitte legen. Noch besser wäre es, diesen Schritt erst nach der Verkündigung zu vollziehen, um dieser nicht schon etwas vorwegzunehmen.

Verkündigung

Pantomime

Der Psalm wird vorgelesen und vor den Kindern werden die Verse anschaulich und pantomimisch von einer weiteren Person dargestellt. Der Psalm wird dabei langsam Vers für Vers vorgelesen, sodass eine gute Darstellung möglich ist, aber auch das etwas längere Verweilen in einer Position und Situation.

Bei den ersten beiden Versen tritt der Schauspieler (Beter) auf und geht dabei in eine betende, klagende und fragende Haltung. In Vers 3 wird der Raum verdunkelt, sodass man nur noch Schatten sieht. Eine Kerze wird in Vers 4 angezündet und im Hintergrund läuft leise Musik aus Israel. Durch eine Schriftrolle oder eine alte Bibel soll auf die Vergangenheit aufmerksam gemacht werden (V.5.6). In den Versen 7-9 kommen weitere Personen hinzu, die um den gekrümmten Beter herumlaufen. Sind zu wenig Mitwirkende anwesend, können auch auf ihn zeigende Pappfinger um den Beter gelegt werden. In den Versen 10 und 11 wird das Wiegen eines Kindes und die Hingabe zu Gott dargestellt, die sich in Vers 12 wieder zu einer bittenden und angsterfüllten Haltung verwandelt. Zu den zeigenden Fingern kommen nun Bilder von Stieren und Löwen. Eventuell kann je nach Gruppe auch Musik oder Tiergeräusche, die Gefahr symbolisieren, dargestellt werden. In den Versen 15 und 16 wird Wasser verschüttet und Wachs von der Kerze, ein alter Krug zerbrochen und trockener dunkler Sand rieselt durch die Hände des Beters. Durch Vers 17 kommen nun die Hunde dazu, die aber dichter zum Beter gelegt werden, als die bisherigen Symbole. In Vers 18 und 19 sind es wieder die zeigenden Finger die näher rücken und sich um den Umhang des Beters streiten. In den letzten Versen rücken alle Tierbilder näher an den Beter, welcher immer ängstlicher zu Gott fleht. Zum Schluss wird es wieder hell im Raum und man sieht Erleichterung im Gesicht des Beters.

Dass ganze wird noch einmal wiederholt, aber aus der Position von Jesus. Um diese Sichtweise darzustellen können auch die Bilder zur Passionsgeschichte verwendet verwenden.

Die Verse 1 – 6: Jesus am Ölberg.

Verse 7 – 9: Jesus trägt sein Kreuz durch die spottende Menschenmenge.

Versen 10 – 11: Maria mit Jesus als Baby und wie sie um ihn weint.

 Vers 12: Petrus, der Jesus verleugnet.

Verse 13-17: Jesus am Kreuz

Verse 18 – 19: Die Soldaten, wie sie um den Mantel von Jesus würfeln.

Verse 20-22: Jesus mit dem flehenden Blick zum Himmel.

Zu diesen Versen gehört auch das letzte Bild mit den Worten „Es ist vollbracht!“.

Dieses Bild wird gezeigt, wenn die Worte „Du hast mich erhört!“ gelesen werden.

Tipp: Für Starterkids bietet sich an, eher die Kreuzigungsgeschichte Jesu zu lesen und dazu die Bilder zu zeigen.

Die andere Idee

Gefühle kreativ zum Ausdruck bringen

Da die Psalter eine sehr bildhafte Sprache haben bietet es sich an, dies kreativ umzusetzen. Zuallererst sollen die Kinder die Verse nur hören. Sie können sich dabei hinlegen und die Augen schließen, welches das Zuhören erleichtert. Er wird langsam Vers für Vers vorgelesen. Nach dem ersten Durchgang wird er noch mal vorgelesen. Die Kinder sollen sich nun darauf konzentrieren, welcher Vers bei ihnen hängen bleibt bzw. etwas in ihnen auslöst. Diesen Vers können sie nun kreativ umsetzen mit Knete, Stiften, Farben, Naturmaterialien …

Nach der Umsetzungsphase stellen die Kinder ihre Kunstwerke vor und können bei Bedarf erzählen, warum der Vers ihnen wichtig ist. Nach der Präsentation kann der Psalm noch mal gelesen werden, eventuell können die Verse auch von den Kindern gelesen werden, die ihn kreativ gestaltet haben.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder werden in zwei Gruppen geteilt, Beter- und Jesusgruppe. Jeder Vers wird auf ein A4-Blatt untereinander auf den Boden gelegt. Die Betergruppe legt auf der einen Seite die Symbole und die Jesusgruppe auf der anderen Seite die Bilder hin. Bei der Betergruppe können die Kinder auch Positionen einnehmen oder das gesehene auf einem Blatt Papier malen bzw. schreiben. Es wirkt wie ein Weg, der gegangen wird.

Gespräch

Hier ist die Möglichkeit, den Anfang mit den Steinen wiederaufzunehmen. Sie können sich noch mal ihre Steine und das, was draufsteht betrachten. Ebenso haben sie die Gelegenheit, noch mal über das gerade Gehörte und Gesehene nachzudenken. Dann können sie die Steine um das nun umgedrehte Schild „Du bist erhört“ legen und bei Bedarf erzählen, wie sie sich vor der Verkündigung fühlten und wie sie sich jetzt fühlen. Dazu kann man überlegen, was die Aussage „Du bist gehört“ aber auch „Du hast mich erhört“ aus Vers 22 bedeuten könnte.

Merkvers

Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

1. Petrus 5,7 Luther2017

Am besten man hat eine große freie Fläche. Davor befindet sich eine Tafel mit dem Merkvers und ein Haufen mit Steinen. Auf jedem Stein steht der Merkvers. Die Kinder dürfen jeden Stein so weit von sich wegwerfen, wie sie es schaffen. Vor jedem Wurf müssen sie den Merkverslesen oder sagen. Die Steine sollten liegengelassen werden, vielleicht findet sie jemand und tut genau das Gleiche.

Gebet

Auch hier können die Steine verwendet werden. Jeder, der seinen Stein in die Mitte legt, darf ein kurzes Fürbittengebet sprechen. Am Ende oder nach jedem Bittgebet könnten sie gemeinsam rufen „Herr erhöre uns!“ Um dem Verlassungscharakter entgegenzuwirken, kann auch die Bitte gesprochen werden „Herr, sei du bei uns!“

Kreatives

Die Kinder stellen je nach Gruppengröße gemeinsam oder in einer Kleingruppe eine Collage zusammen. Ein Vers aus dem Psalm 22 wird in die Mitte geschrieben und drum herum passende Bilder aus Zeitschriften, Katalogen und Werbeprospekten geklebt. Anschließend werden Mut machende Verse aus den Psalmen gesucht, auf kleinen Kärtchen unter die Worte „Du hast mich erhört“ geschrieben, und zwischen den Bildern geklebt.

Spielerisches

Die Mauer durchbrechen

Die Kinder stellen sich im Kreis und haken sich ineinander. Sie bilden eine Mauer und dürfen niemanden herein- oder herauslassen. Ein ausgewähltes Kind muss versuchen, aus dem Kreis auszubrechen. Möglich ist auch, in den Kreis einzubrechen. Das Kind soll es solange versuchen, bis es die Mauer durchbrochen hat.

Rätselhaftes

Es gibt zwei verschiedene Rätselmöglichkeiten. In der Buchstaben-Psalmen-Suppe ist der Anfangssatz von Vers 1 und der letzte Satz von Vers 22 aus Psalm 22. Die beiden Sätze sollen symbolisieren, dass die Klage oft einen langen Weg geht aber auch ein Weg der Hoffnung und des Lebens.

Das zweite Rätsel ist ein Gitterrätsel, indem sich aus jedem Vers des Psalms ein Wort befindet, welches zu suchen gilt. Die Worte sind vorgegeben und nach alphabetische Reihenfolge sortiert. Dadurch wäre auch ein Wettbewerb möglich, indem die Kinder in Gruppen eingeteilt werden und sie die Reihenfolge herausfinden, wenn diese nach Versen sortiert werden.

(T)Extras

Lieder

Ich möcht, dass einer mit mir geht

Bewahre uns, Gott

Gott hört dein Gebet

Jesus gibt mir Mut

Er hört mir zu

Spiele

Countdown

Die Kinder schließen die Augen. Das Ziel ist, von 0 bis 20 zu zählen, ohne dass dabei zwei Kinder gleichzeitig sprechen. Irgendein Kind beginnt mit der „Null“. Nun muss ein anderes Kind die nächste Zahl sagen. Sobald allerdings zwei gleichzeitig sprechen, muss die Gruppe wieder von neuem, also bei „Null“, beginnen. Je nach Alter und Gruppengröße kann man es vereinfachen und z. B. nur bis 10 zählen oder erschweren, indem rückwärts gezählt wird. Es kann lange dauern und für Frustration sorgen, vor allem, weil sie das Gefühl bekommen könnten, nicht voranzukommen.

Aktionen

Gottesdienstgestaltung

Mit schwarzen Tüchern soll ein Weg vom Eingang bis zum Kreuz gelegt werden. An den Wegen soll jeder Vers vom Eingang Vers 1 bis zum Kreuz Vers 22 auf einem Extrablatt gelegt werden. Dazu könnten Bilder der Jesusgeschichte gelegt werden. Während des Gottesdienstes (Predigt oder Kreativteil) sind die Besucher aufgefordert, ihr Leid/Verlassen sein mit einem einzigen Wort/Namen zu definieren, auf einen Stein zu schreiben und diesen an einer für sie passenden Stelle am Weg abzulegen. Am Ende des Gottesdienstes oder einem Part bei den Fürbitten, kann man zu den Steinen eine Kerze stellen. Jetzt bleibt ein langer Weg der Klage, der Verlassenheit, aber auch ein Weg der Hoffnung. Die Kinder aus der Jungschar könnten diesen Gottesdienst mitgestalten und z. B. den Psalm als Theaterstück in ähnlicher Form wie im „Text erlebt“-Teil darstellen.

Diese Themenreihe enthält Gruppenstunden zu Texten aus den Psalmen, die in verschiedenen JUMAT-Heften der Jahre 2018 und 2019 veröffentlicht wurden. 4 Einheiten beschäftigen sich dabei mit Psalmen, die in einem engen Zusammenhang mit dem Passions- und Ostergeschehen stehen.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Ein Allround-Paket zum Thema Geld

Idee

Wie konnte es zu dieser weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise kommen? Was haben die Banken falsch gemacht? Das Thema „Geld“ ist zur Zeit in aller Munde. Banken und Versicherungs-konzerne müssen mit Milliarden Euro gestützt werden, damit sie nicht zusammenbrechen und einen Lawineneffekt auslösen.
Es ist schwierig, sämtliche Zusammenhänge deutlich zu machen, die zu den Ursachen der Krise zählen. Etwa die Absicherung und der Verkauf (Verbriefung) von Kreditausfallsrisiken. In diesem Beitrag werden einige zentrale Begriffe erklärt (z. B. Devisen, Investmentfonds…), damit die Jugendlichen motiviert werden, sich intensiver mit der Materie auseinander zu setzen und regelmäßig im Wirtschaftsteil der Zeitung zu lesen.

Vorschlag zur Durchführung

Ich würde die Gesamtgruppe durch Auslosen in zwei oder mehr Kleingruppen aufteilen (je Gruppe maximal sieben Personen).

Bei jedem Spiel erhält die Siegermannschaft die Note 1, die zweite Mannschaft die Note 2 und das evtl. vorhandene dritte Team die Note Die Ergebnisse werden ganz einfach auf einem großen Blatt Papier notiert. Am Schluss ist die Gruppe Gesamtsieger (und erhält einen Preis!), die die niedrigste Punktzahl (bedeutet beste Gesamtnote!) besitzt.
Die Spiele müssen nicht als Mannschaftsspiele durchgeführt werden (es können auch alle mit-einander spielen), jedoch liefert der Gruppenmodus zusätzliche Spannung.

Spiel 1: Wurf in die Opferbüchse

Team 1 beginnt. Zwei Jugendliche stehen sich auf am Boden markierten Stellen (Tesakrepp) gegenüber (Abstand etwa zwei Meter). Es wird ein 50-Cent-Stück so geworfen, dass der Partner bzw. die Partnerin die Münze mit einer Blechbüchse auffangen kann. Gelingt dies, hat Mannschaft 1 einen Punkt erzielt. Dann ist die zweite Mannschaft an der Reihe.
Falls das Auffangen gelingt, erhält sie ebenfalls einen Punkt, im anderen Fall nicht. Danach kommt aus der ersten Gruppe das zweite Paar dran. Gewonnen hat natürlich dasjenige Team, das hier die meisten Punkte erzielt hat. Es bekommt die Note 1.

Variationen:
a) Es gibt zwei Jugendliche, die jeweils mit einer Büchse fangen. Der Werfer bzw. die Werferin wirft mit zwei Münzen, eine mit der rechten Hand, die andere mit der linken.

b) Statt mit einer Büchse kann auch mit einer Leinentasche gefangen werden. Das wäre dann der Wurf in den Klingelbeutel.

c) Es können die Abstände verändert werden oder es kann zwei Werfende geben.

Spiel 2: Münzen im Zehnersystem

Am Boden werden mit Kreide vier Querstriche gezeichnet, so dass drei Felder entstehen.
Ein Mitglied von Mannschaft 1 lässt eine Münze so über den Boden gleiten, dass sie nach Möglichkeit in dem Feld landet, das 100 Punkte bringt. Die erreichte Punktzahl wird notiert. Entweder spielen drei Jugendliche einer Mannschaft hintereinander und erzielen so eine Zahl
(z. B. 21 oder 101 oder 12 oder 2 usw.) oder nach dem Mitglied von Mannschaft 1 kommt eine Spielerin bzw. ein Spieler der anderen Mannschaft.

Tipp: Das 100er-Feld nicht an der Wand enden lassen, da die Münze dort anstoßen könnte und dann z. B. im 100er-Feld landen würde.

Variation:
Man könnte als Variante grundsätzlich mit Stoß gegen die Wand und Platzierung in einem Feld spielen.

Spiel 3: Lang ist der Weg ins Tor

Von einer Markierung aus rollt eine Münze auf der Kante eine etwa vier Meter lange Strecke und landet in einem Tor. Das könnte etwa ein Stuhl sein oder zwei Bücher. Die Mannschaften spielen nacheinander und es werden die „Treffer“ gezählt.

Variation:
Drei Stühle stehen nebeneinander und ergeben die Punktzahlen 1 bzw. 2 bzw. 3.

Informationsblock I

• Als es noch kein Geld gab, wurde getauscht, z. B. mit Vieh, Fellen, Platten aus gepresstem Tee oder mit Lebensmitteln.
• Die ersten Münzen wurden etwa 650 v. Chr. in Lydien (heutige Türkei) aus dem Metall Elektron (in der Natur vorkommende Mischung aus Gold und Silber) hergestellt.
• Die „Alexandermünze“ war die erste „Weltwährung“ und wurde nach Alexander dem Großen benannt, dessen Reich sich von Griechenland, Kleinasien, Ägypten, Persien bis nach Indien erstreckte.
• Der Begriff „Moneten“ kommt von der römischen Göttin Juno, die den Beinamen „Moneta“ (Mahnerin) besaß. Die römische Münzstätte befand sich im Tempel der Göttin Juno.
• Der „Gulden“ (Name kommt von „golden“) ist die deutsche Bezeichnung einer Goldmünze, die 1252 in Florenz geprägt wurde und nach der Stadt den Namen „Florenus“ erhielt.
• Der „Dukat“ ist der deutsche Name für eine Goldmünze, die in Venedig geprägt wurde.
• Der „Heller“ wurde in der Salzstadt Hall am Kocher (heute Schwäbisch Hall) geprägt. Sein Wert im 13. Jahrhundert erkennt man daran, dass man für einen Heller einen Liter Wein oder 10 Eier erhielt.
• Aus Joachimstal in Böhmen kommt der „Taler“. Dort gab es große Silbervorkommen. Der „Dollar“ hat seinen Namen vom „Taler“.
• Die am häufigsten geprägte Silbermünze ist der nach der österreichischen Kaiserin benannte „Maria-Theresien-Taler“. Etwa 400 Millionen Exemplare wurden geprägt.

Spiel 4: Der Querschuss

Ein Mitglied von Mannschaft 1 kniet am Boden und lässt eine Münze über eine Strecke von etwa
vier Metern gleiten. Im Abstand von etwa zwei und drei Metern von der Abschussmarke knien
zwei Mitglieder von Mannschaft 2 und versuchen, die gleitende Münze „abzuschießen“
(ebenfalls mit Münzen).
Es wird abgesprochen, dass die gleitende Münze keine zu hohe Geschwindigkeit haben darf, da sie sonst beinahe nicht getroffen werden kann. Ein mögliches Kriterium ist, dass eine nicht getroffene Münze die dem Startpunkt gegenüberliegende Wand nicht erreichen darf (sonst wäre sie zu schnell!).
Bei einem „Treffer“ bekommt die Mannschaft, die mit dem „Querschießen“ dran ist, einen
Punkt. Dann muss Mannschaft 2 die Münze am Boden werfen und Mannschaft 1 versucht, die
gleitende Münze zu treffen. Bei drei Mannschaften muss entsprechend abgewechselt werden.
Gewonnen hat am Schluss dasjenige Team, das die meisten „Treffer“ erzielt hat. Sie bekommt
bei diesem Spiel die Note 1.

Spiel 5: Die rotierenden Geldstücke

Bei einem Spielabend zum Thema Geld muss dieses Spiel dabei sein. Die Jugendlichen spielen es mit Begeisterung!
Es müssen genügend gleiche Geldstücke für alle Spielerinnen und Spieler vorrätig sein (z. B. 50-Cent Stücke oder 1-Euro Münzen).

Variation 1
Alle knien am Boden. Zuerst dürfen alle trainieren. Wie wird aus der Münze ein Kreisel? Die meisten nehmen die Münze hochkant zwischen Daumen und Mittelfinger und setzen sie durch Drehen der Finger und des Handgelenks in Rotation. Manche setzen den Zeigefinger der linken Hand oben auf die stehende Münze und stoßen mit dem Zeigefinger der anderen Hand gegen den Rand der Münze, so dass sie in Rotation gerät.
Auf „Los“ setzen alle ihre Münze in Drehung. Einen Punkt hat diejenige Mannschaft erzielt, die den Spieler in ihren Reihen hat, dessen Münze sich am längsten dreht. Es müssen mindestens fünf Durchgänge gespielt werden.

Variation 2
Alle Mitglieder einer Mannschaft spielen jetzt nacheinander. Das bedeutet, dass Spielerinnen bzw. Spieler aller Mannschaften ihre bzw. seine Münzen zum Drehen bringen. Wenn ein Geldstück umfällt und liegen bleibt, dann kommt das nächste Mitglied an die Reihe. Gewonnen hat diejenige Gruppe, bei der sich am Schluss, nachdem alle an der Reihe waren, die Münze am längsten dreht.
Falls die Teams nicht gleich viele Mitglieder zählen, kommt eine Spielerin bzw. ein Spieler ein zweites Mal dran.


Spiel 6: Münzen landen im Teller

Direkt an der Wand steht ein Teller. Von einer Markierung aus wird eine Münze so geworfen, dass sie im Teller liegen bleibt. Die Münze darf vorher an die Wand stoßen und dann im Teller landen oder sie wird direkt in den Teller geworfen.
Das Spiel ist nicht einfach, da die Münzen in der Regel wieder aus dem Teller herausspringen.
Am geeignetsten spielen die Mannschaften nacheinander, d. h. eine Spielerin bzw. ein Spieler der ersten Mannschaft, dann die erste Vertreterin bzw. der erste Vertreter der zweiten Mannschaft
und so weiter.
Gezählt werden die im Teller liegenden Münzen jeder einzelnen Mannschaft.

Informationsblock II

• Unter einer „Aktie“ versteht man sowohl die Mitgliedschaftsrechte (Beteiligung an einer Aktiengesellschaft) als auch das Wertpapier, das diese Rechte verkörpert. Der „Aktionär“ ist Teilhaber am Vermögen einer Aktiengesellschaft.
• Unter der „Dividende“ versteht man den Anspruch eines Aktionärs auf einen Anteil des ausgeschütteten Jahresgewinns einer Aktiengesellschaft.
• Rendite: Der Ertrag einer Kapitalanlage. Sie wird in Prozent ausgedrückt und bezieht sich auf die Laufzeit eines Jahres.
• Investmentfonds: eine Form der Geldanlage (z. B. in Aktien, fest verzinsliche Wertpapiere oder in Immobilien). Die Investmentgesellschaft muss das Fondsvermögen in Form eines „Sondervermögens“ verwalten, d. h. das Fondsvermögen muss vom Vermögen der Gesellschaft
getrennt werden.
• Devisen: Forderungen auf ausländische Währungen. Sie können aus Guthaben oder Schecks auf ausländische Währungen bestehen.
• Wertpapier: Ein Vermögensrecht, das in Form einer Urkunde verbrieft wird. Zu den Wert-papieren zählen unter anderem Aktien, Anleihen und Investmentanteile.
• 77 % der 15- bis 17-Jährigen geben Geld für das Weggehen aus. 64 % für Fast Food, 52 % für das Handy und nur 24 % für Bücher und Zeitschriften (nach einer Umfrage „Jugend und Geld 2005“).
• Die „Deutsche Mark“ gab es von 1871 bis 2001. Der Euro wurde am 1.1.2002 offiziell eingeführt.
• Vor der ersten Währungsreform 1923 gab es in Deutschland eine schreckliche Inflation. Es gab Geldscheine im Wert von 500 000 Mark. Das Porto für einen Brief von Hamburg nach München kostete 100 Milliarden Mark!
• 1948 gab es in Deutschland die zweite Währungsreform. Jeder deutsche Bürger bekam 40 Mark, „Kopfgeld“ genannt. Die von 1951 bis 1974 geprägten Fünfmarkstücke (vielleicht haben die
Großeltern noch so eine Münze) hatten einen Silberanteil von 62,5 %.

Spiel 7: Münzen fangen

Variation 1
Daumen und Zeigefinger werden an den Fingerkuppen zusammengepresst. Auf diese Verbindung von Daumen und Zeigefinger werden vier 50-Cent Stücke gelegt. Nun wird die Hand ruckartig nach oben beschleunigt. Die Münzen sind kurzzeitig in der Luft. Dann werden sie nochmals mit dem Handrücken nach oben befördert und dann mit der Hand gefangen. Gezählt werden die pro Spielerin bzw. pro Spieler gefangenen Münzen. (Wenn der Vorgang zu schwierig ist, dann können die Münzen nach dem ersten Hochschleudern gefangen werden).

Variation 2
Der Unterarm wird gegen den Oberarm gebeugt, so weit es geht. Die Hand zeigt nach hinten. Der Unterarm liegt jetzt beinahe waagrecht. Auf das Ellbogengelenk werden vier Münzen gelegt. Wenn man nun mit Ellbogen und Hand ruckartig nach unten schlägt, kann man die sich im Flug befindlichen Münzen fangen. Gezählt werden wiederum die gefangenen Münzen.

Spiel 8: Der richtige Impuls macht’s

Das Spiel wird auf einer längeren Tischfläche gespielt (zwei längere Tische hintereinander stellen und für gleiche Höhe sorgen). Notfalls kann auch am Boden gespielt werden. Fünf 50-Cent Münzen werden in einer Reihe nebeneinander gelegt (Abstand zwischen den Münzen etwa 1 cm). Diese Münzenreihe hat einen Abstand zur Tischkante von etwa 40 cm. Eine 1-Euro Münze wird gefühlvoll angestoßen, prallt auf eine Münze in der Reihe und stößt diese möglichst nahe an die Tischkante. Fällt die angestoßene Münze zu Boden, gibt es keinen Punkt. Gemessen wird der Abstand zur Tischkante. Je kürzer, desto besser. Dann wird der Ausgangszustand wieder her-gestellt und es kommt die zweite Mannschaft dran. Nachdem alle Spielerinnen bzw. Spieler an der Reihe waren, bekommt diejenige Mannschaft die Note 1, die den kürzesten Abstand erzielt hat.

Spiel 9: Quiz

Am einfachsten geht es so: Die Mannschaften sitzen an getrennten Tischen. Die Fragen werden vorgelesen. Jede Mannschaft schreibt eine Antwort auf. Am Ende werden die Lösungen vor-gelesen und jedes Team notiert ehrlich die Zahl der richtigen Antworten.
Gewonnen hat das Team mit den meisten richtigen Antworten.
Vorschlag zur Wertung: Dieses Spiel kann so gewertet werden, dass das Siegerteam zwei Mal die Note 1 bekommt, die zweite Mannschaft zwei Mal die Note 2 usw.

Spiel 10: Möglichst nahe an die Wand

Jede Mannschaft hat eine eigene Münzsorte (z. B. 50-Cent Stücke bzw. 20-Cent Stücke).
Von einer Marke aus wird eine Münze geworfen. Ziel ist es, dass die Münze möglichst nahe an der Wand landet. Nachdem alle geworfen haben, lässt sich an der Münzsorte feststellen, welches Team diesen Punkt erzielt hat. Es müssen mehrere Durchgänge gespielt werden.

Spiel 11: Münze trifft Münze

Von jeder Mannschaft knien zwei Jugendliche im Abstand von etwa drei Metern voneinander am Boden. Auf „Start“ schicken beide ihre Münzen los. Ziel ist es, dass die beiden Münzen auf ihrem Weg zusammenstoßen. Jeder geglückte Zusammenstoß bringt einen Punkt.

Weitere Spiele

Geld-Kim

Auf einem Tablett liegen z. B. drei 1-Euro Münzen, vier 50-Cent Stücke, drei 10-Cent Stücke, fünf 2-Cent Stücke und elf 1-Cent Stücke. Über das Tablett ist ein Tuch gelegt. Das Tuch wird kurz weggenommen, alle Mannschaften bestimmen die Geldsumme und geben danach ihr Ergebnis bekannt.

Bei wem läuft das Glas über

In ein randvoll gefülltes Glas werden Münzen geworfen. Bei welcher Mannschaft läuft zuerst das Wasser über? (Glas auf Papier stellen, dann sieht man das Überlaufen besser. Wenn drei Mann-schaften mitmachen, erhält die Mannschaft mit dem Überlaufen die Note 3, die vorletzte Mannschaft die Note 2 und die vorvorletzte Mannschaft die Note 1.

Türme abschießen

Vor der Wand steht eine Reihe mit kleinen Türmen (Spielfiguren oder Hütchen oder Mühlesteine). Von einer Marke aus lässt man Münzen über den Boden gleiten. Ziel ist es, einen Turm zu treffen.

Münzen vorsetzen

Zwei Tische stehen hintereinander. Münzen gleiten so über die lange Tischfläche, dass sie möglichst nahe an der Tischkante zum Liegen kommen. Jede Mannschaft spielt mit einer eigenen
Münzsorte. Es dürfen gegnerische Münzen „abgeschossen“ werden.

Münzen-Basketball

Auf einem Tisch steht ein Stuhl und auf diesem steht ein Eimer. Vom Sitzen aus wird eine Münze
so geworfen, dass die Münze im Eimer landet.

Wer findet als erster die Münze

Im Gruppenraum ist ein 1-Euro Stück versteckt (z. B. auf einem Fenstersims). Den Mitspielenden wird erklärt, dass die Münze gut sichtbar ist, d. h. niemand muss auf Stühle klettern. Welche Mannschaft findet als erste die Münze?

Vorleseandacht

Jesus hat seine Jünger vor dem Geld gewarnt. „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ (Mt 6, 24), hat er gesagt. In seinem Gleichnis vom Sämann erklärt er, dass der Betrug des Reich-tums das Wort, das den ausgestreuten Samen bedeutet, erstickt. Er hat dringend davor gewarnt, sich Schätze auf Erden zu sammeln. Warum ist Jesus hier so kompromisslos?
Vielleicht kann folgende Geschichte weiterhelfen. In London hatte ein Lord mit seinen Freunden gewettet, dass er nur wenige Goldstücke verkaufen werde, wenn er sie zu einem Preis von einem
Pfund anbietet. Er stellte sich auf einen öffentlichen Platz und rief: „Ein Goldstück für ein Pfund.“ Niemand nahm ihn ernst. Die Leute liefen achtlos vorbei. Dabei betrug der Wert eines Goldstücks das Fünfzigfache des Kaufpreises. Die Menschen nahmen an, dass es keine echten Goldmünzen waren. Nur ein Mann kaufte aus Mitleid eine Goldmünze. Als er auf dem Heimweg die Münze einem Juwelier zeigte, bestätigte der, dass es sich um echtes Gold handelte. Als der Mann zu dem öffentlichen Platz zurücklief, war der Goldverkäufer längst verschwunden. Er hatte seine Wette gewonnen. Die Menschen, die den Goldverkäufer nicht ernst nahmen, handelten doch klug. Oder nicht? Sie verließen sich auf ihre Erfahrung. Man bekommt nichts geschenkt. Ein Goldstück im Wert von 50 Euro kann man nicht zu einem Preis von etwa einem Euro bekommen. Problematisch wird es nur, wenn wir alles in unserem Leben nach dem Prinzip von Wert und Gegenwert messen. Wo bleibt da die Freundschaft? Wo bleibt die Liebe zwischen zwei Menschen?

„Das Wichtigste im Leben bekommt man geschenkt“. Dieser Satz stimmt. Die Liebe unserer Eltern haben wir geschenkt bekommen. Wir konnten als Kinder nichts dafür bezahlen. Schon der Ge-danke ist absurd.

Jesus warnt vor dem Reichtum. Denn er vermittelt uns das Gefühl der Sicherheit. Meine Zukunft ist sicher. Ich kann alles kaufen. Doch das ist ein Irrtum. Jesus sagt, dass der Mensch zuerst nach
dem Wichtigsten schauen soll: nach Gott und nach seinem Reich. „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes“. Die Zuwendung Gottes zu uns Menschen kann man sich nicht verdienen.

„Wo euer Schatz ist, da ist euer Herz“ stellt Jesus realistisch fest. Wenn unser Herz bei unserem Geld ist, bei den Aktien, bei den Dividenden und unserem Sparvermögen, dann steht das Reich
Gottes nicht auf Platz 1. Jesus dreht die Blickrichtung um: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere zufallen.“ So stimmt die Richtung.

Spielend durch das Buch Nehemia

Wir befinden uns auf einem Familienfest der Nachkommen Nehemias. Josh erzählt seiner weit verstreut lebenden Großfamilie von den spannenden Erlebnissen seines Ur- Ur-Urgroßvaters Nehemia. Interviewt wird er dazu von der bekannten Moderatorin Gunda Großohr. Die Großfamilie erlebt die Geschehnisse ihres berühmten Vorfahren natürlich hautnah mit.
Im Raum stehen vorne zwei gemütliche Sessel und ein Tischchen mit zwei Wassergläsern für Josh und Gunda Großohr.
Für die Großfamilie liegen Sitzkissen (oder stehen Stühle) in Sechsergruppen bereit.

Ankunft beim Familienfest

Vor Beginn des Abends erhält jedes Kind ein Puzzleteil, das es als Mitglied der Großfamilie Nehemia auszeichnet. So erhält es Zutritt in den Festsaal und findet seinen Platz. Die einzelnen Familien sitzen nach ihren Wohnorten zusammen. Je sechs Puzzleteile ergeben richtig zusammen-gesetzt einen Ort in Israel. Die erste Aufgabe ist es also, alle Kinder mit den passenden Puzzle-teilen zu finden und so die Spielgruppen zu bilden.
Sitzen alle Kinder, werden sie von Gunda Großohr begrüßt. Auch Josh wird gebührend will-kommen geheißen.

Der Mundschenk Nehemia

Gunda Großohr befragt Josh nach der Herkunft Nehemias. Er berichtet von der verantwortungs-vollen Position des Mundschenks.

Wassertransport: Jeweils zwei Kinder einer Gruppe transportieren einen an Schnüren befestigten Bierdeckel, auf dem ein Wasserbecher steht. Am Ende der Strecke übernehmen die nächsten beiden Kinder die Schnüre. Schafft es eine Gruppe ohne Wasserverlust?

Nehemia bekommt eine Nachricht

Josh erzählt von der bestürzenden Nachricht, die Nehemia aus Jerusalem bekam.

Diktierspiel: Von beiden Gruppen steht je ein Kind in einer Ecke des Raumes. Beide erhalten einen anderen kurzen Text. Diesen diktieren die Kinder parallel ihrer Gruppe, die in der gegen-überliegenden Ecke des Raumes steht und den Text aufschreiben muss. Wer versteht den Text richtig?

Auf dem Weg nach Jerusalem

Gunda Großohr fragt Josh nach der beschwerlichen und langen Reise zurück aus dem Exil in Persien nach Jerusalem.

Reise nach Jerusalem – einmal anders: Alle Gruppen spielen gemeinsam. Die Stühle werden im Kreis, Sitzfläche nach außen, aufgestellt. Ein Stuhl weniger als Teilnehmende. Diese bilden außen um den Stuhlkreis herum einen Kreis. Sobald die Musik ertönt, gehen alle im Kreis um die Stühle herum. Der Spielleiter stoppt die Musik zu einem willkürlichen Zeitpunkt. Jeder versucht nun, sich möglichst schnell auf einen freien Stuhl zu setzen. Nach jeder Runde kommt ein Stuhl weg. Bei dieser Variante scheidet kein Kind aus, die Frage ist vielmehr auf wie wenige Stühle die ganze Gruppe passt?

Nehemia erkundet die Stadt

Josh erzählt, wie Nehemia bei Dunkelheit mit nur wenigen Vertrauten die Stadt besichtigte.

Einander finden: Je zwei Kinder einer Gruppe bekommen das gleiche Instrument. Dann werden den Kindern die Augen verbunden. Alle mitspielenden Paare verteilen sich getrennt voneinander
im Raum. Durch das Spielen des Instrumentes und das Hören auf das gleiche Instrument sollen sie sich finden.

Der Bau beginnt

Gunda Großohr kann kaum glauben, dass Nehemia alle Bewohner Jerusalems zur Mitarbeit motivieren konnte.

Der höchste Turm: Innerhalb einer bestimmten Zeit versuchen die Gruppen jeweils einen möglichst stabilen Turm aus Streichhölzern auf einen Flaschenhals zu bauen.

Pause muss sein

Zur Erfrischung, aber auch um Zeit zu sparen, bekommen alle Bauarbeiter einen Trinkhalm, mit dem sie aus der Flasche ihrer Gruppe trinken. Welche Flasche ist zuerst geleert?

Von Feinden bedroht

Gunda Großohr fragt nach, ob tatsächlich niemand ein Problem hatte, dass die Stadtmauer Jerusalems wieder aufgebaut wurde. Josh erzählt von den unfairen Machenschaften der Nachbarn.

Richtig oder falsch? Jede Gruppe bekommt eine rote und eine grüne Karte. Josh nennt falsche und richtige Aussagen über Nehemia. Der Mitarbeitende zählt bis drei, dann hält jede Gruppe die rote (= falsch) oder die grüne (= richtig) Karte hoch.
Stimmt die Karte, gibt es einen Punkt. Wer hat die meisten richtigen Antworten? Beispiele für mögliche Aussagen:

  • Nehemia hat im Palast in Babylon gearbeitet = rot (Susa);
  • Nehemia betete vier Monate, bis Gott antwortete = grün;
  • Nehemia übernachtete zu seinem Schutz im Tempel = rot (er wusste, dass das gegen Gottes Gebot verstößt).

Bauen in Gefahr

Josh erzählt von den Maßnahmen, die Nehemia zum Schutz der Menschen und der Stadt einleitete. In der einen Hand hielten die Bauarbeiter eine Waffe, mit der anderen Hand bauten
sie. So waren sie immer bereit, gegen mögliche Feinde zu kämpfen.

Staffel: Die Gruppen stellen sich jeweils in einer Reihe parallel zu den anderen Gruppen auf. Jede Gruppe bekommt einen Stock (Waffe). Die Bausteine liegen auf einem Haufen ca. drei bis vier Meter entfernt in gleichem Abstand zu allen Gruppen. In der einen Hand den Stock, in der anderen Hand den Baustein (Eier- oder Schuhkarton): so wird gebaut. Das erste Kind der Gruppe setzt einen Stein in die Stadtmauer und gibt anschließend den Stock an das zweite Kind. Dieses holt sich einen Baustein, baut mit seinem Stein weiter und gibt den Stock an das dritte Kind usw. Waren alle Kinder dran, geht es wieder von vorne los. Wir hoch wird die Stadtmauer in drei Minuten?

Das Volk schwächt sich gegenseitig

Gunda Großohr fragt nach, ob das Volk immer so gut zusammenhielt. Josh berichtet ehrlich auch von den traurigen Ereignissen.

Wäscheklammer-Fangen: Alle spielen gemeinsam. Jedes Kind bekommt eine Wäscheklammer, die es sich gut sichtbar an ein Kleidungsstück klemmt. Während die Kinder herumrennen, versuchen sie sich gegenseitig die Klammern wegzunehmen. Hat ein Kind seine Klammer verloren, muss es in die Hocke sitzen, darf aber vorbeilaufenden Kindern die Klammer abnehmen. Wer behält seine Klammer bis zum Schluss?

Zusammenarbeit war gefragt

Gunda Großohr: „Bei diesem großen Bauvorhaben war es wichtig, gut zusammenzuarbeiten, nicht wahr?” Nehemia nickt.

Baumeister: In der Mitte des Raumes wird eine Decke oder ein Leintuch als Sichtschutz gespannt. Auf jeder Seite davon befindet sich jeweils die Hälfte der Gruppenmitglieder. Die Kinder auf der einen Seite bekommen ein Bauwerk, das aus Süßigkeiten besteht, die mit Schaschlik-Spießen oder Zahnstochern zusammen gebaut wurden. Die Kinder auf der anderen Seite bekommen nur die Materialien. Nun müssen die Kinder, die das fertige Bauwerk auf ihrer Seite haben, es der anderen Hälfte ihrer Gruppe so beschreiben, dass diese es nachbauen können. Welche Gruppe schafft es (zuerst), das Bauwerk identisch nachzubauen?

Das Fest beginnt

Josh erzählt begeistert, wie die Stadtmauer eingeweiht wurde.

Lieder raten: Pro Gruppe „gurgelt” ein Kind ein Lied, die anderen raten. Wer errät die meisten Lieder?

Abschluss

Gunda Großohr bedankt sich herzlich bei Josh für den interessanten Abend. Sie weist daraufhin, wie wichtig es ist, einander zu vertrauen, füreinander zu sorgen und gut zusammenzuarbeiten.

Geschichte: Während die Kinder ihre Bauwerke zerlegen und aufessen, kann eine Geschichte vorgelesen werden, in der es um Zusammenhalt geht (z. B. „Das Mädchen, das nicht vergessen
konnte” aus dem Buch: „So groß ist Gott” von Patricia St. John).
Als Abschluss bietet sich das Lied: „Vom Anfang bis zum Ende” an (Liederbuch „Einfach spitze”, Nr. 14).

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