Ester

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 2/2022. Es geht in fünf Lektionen um Geschichten von Ester:

Lektion 5: Ester 1,1-2,18 Ester wird Königin

Lektion 6: Ester 2,19-23 Lebensretter

Lektion 7: Ester 3,1-15 Ein böser Plan

Lektion 8: Ester 4,1-5,17 Eine mutige Entscheidung

Lektion 9: Ester 6-9 Gott macht’s gut

Zusatz: Das Purimfest feiern – Gott schenkt Rettung und Sieg

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Die Kinder sollen erfahren, dass Gott einen Plan für jedes von ihnen hat und jedes Kind an den richtigen Platz stellt und sie dort gebrauchen will.

Checker

Die Kinder sollen lernen, dass Gott uns für seine Aufgaben gut ausrüstet, auch wenn sie Angst davor haben und dass Gebete sie in der Vorbereitung stark machen.

Der Text an sich

Im ersten Teil des Textes geht es um die Trauer Mordechais. Er drückt sein Entsetzen und seine Not dadurch aus, dass er sich mit einem Sack kleidet und Asche auf seinen Kopf streut. In dieser Kleidung konnte er den Königshof jedoch nicht mehr betreten und schon gar nicht mit Ester als Königin persönlich sprechen. Deshalb möchte Ester, die von allem noch nichts weiß, dass er sich wieder ordentlich kleidet. Mordechai lehnt das jedoch ab, da ihn der Erlass, den Haman im Namen des Königs verfasst hat, so sehr betrübt. Durch einen Diener wird Ester von diesem Erlass berichtet. In ihrer Position als Königin hat sie Einfluss auf den König und kann ihn um sein Eingreifen bitten.  

Doch Ester hat Angst zum König zu gehen. Jeder, der vor den König tritt, ohne dass er von ihm gerufen wird, muss sterben, es sei denn, der König streckt ihm sein goldenes Zepter entgegen. Diese Aufgabe kann Ester also das Leben kosten. Doch Mordechai macht deutlich, dass Gott sie vielleicht gerade deshalb zur Königin gemacht hat, um ihr Volk in dieser Situation zu retten. Ester bittet Mordechai und das Volk, sie mit Gebet und Fasten in der Vorbereitung zu unterstützen. Diese intensive Vorbereitung macht den Ernst der Lage deutlich und zeigt, dass nur Gottes Eingreifen in dieser Situation retten kann. Nach der Zeit des Betens und Fastens wagt es Ester zum König zu gehen. Der König zeigt sich gnädig und Ester darf ihren Wunsch äußern. Doch anstatt ihre Bitte direkt zu äußern, lädt sie Haman und den König zum Abendessen ein. Wieder will der König den Wunsch von Ester wissen und erneut lädt sie die beiden zum Essen ein. Durch dieses Vorgehen erhöht sie die Chance, dass der König ihr diese riskante Bitte gewährt.

Als Haman das Essen verlässt ist er stolz darauf, dass er alleine mit dem König bei der Königin zu Gast sein durfte und sogar erneut eingeladen wurde. Doch Mordechai ärgert ihn, da er Haman immer noch nicht die Ehre erweist, die ihm seiner Meinung nach zusteht. So beschließt er mit seinen Freunden und seiner Ehefrau einen Galgen für Mordechai zu bauen und den König darum zu bitten, Mordechai aus dem Weg zu schaffen. Mit diesem Vorhaben schaut er dem zweiten Abend bei der Königin mit Ruhe und Freude entgegen.

Der Text für mich

Als ich den Text las, ist mir sehr deutlich geworden, dass Gott uns an den Platz stellt, an dem er uns gebrauchen möchte. Er plant in weiser Voraussicht, bis er uns eine direkte Aufgabe gibt. Diese Aufgabe müssen wir nicht alleine meistern, denn Gott stellt uns Freunde und Gemeinde an die Seite, die uns unterstützen. Zudem ist hier das Gebet eine tragende Säule zur Erfüllung der Aufgabe. Das Gebet gibt uns Kraft und trägt uns durch. Ester war schon lange nicht mehr beim König und trotzdem wagt sie es. Ihr Vorbild macht Mut, dass wir auch die herausfordernden Aufgaben mit Gottes Hilfe bewältigen können.

Der Text für dich

Starter

Kinder erleben in ihrem Alltag immer wieder, dass sie von anderen als störend wahrgenommen werden oder nicht gebraucht werden. In dieser Geschichte geht es um Ester, der Gott eine wichtige Aufgabe gibt und sie ganz bewusst an diesen Platz gestellt hat, um genau diese Aufgabe auszuführen. Gott möchte jeden gebrauchen, auch die Kinder. Sie sollen sehen, dass jeder gebraucht wird und dass sie mit Gott auch mutige Dinge wagen können.

Checker

Manchmal stehen Kinder vor Aufgaben, die sie aus ihrer Sicht nicht bewältigen können oder die sie überfordern, z. B. eine Schularbeit in einem Fach, das ihnen überhaupt nicht liegt. Esther geht mit ihrer Angst und ihren Zweifeln ins Gebet und erlebt, dass Gott sie mutig macht und durchträgt. Die Kinder sollen erleben, dass Gott ihnen hilft und sie vorbereitet, aber sie mit Gott an ihrer Seite auch mutig sein dürfen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1:

Ein goldenes Zepter spielt heute eine sehr wichtige Rolle. Das Zepter ist das Zeichen für die lebensrettende Entscheidung des Königs.

Mit den Kindern soll so ein goldenes Zepter gebastelt werden. Dafür eigenen sich z.B. die leeren Rollen von Küchenpapier. Die Rollen können bunt bemalt und anschließend mit Glitzersteinen oder Ähnlichem verziert werden.

Idee 2:

Stellt euch vor, ihr seid bei einem König oder einer Königin persönlich zum Essen eingeladen. Lasst die Kinder erzählen, wie sie sich alles vorstellen. Wie sieht der Raum aus? Was gibt es zu essen? Wie sehen die Königin oder der König wohl aus?

Wer möchte kann das Festessen aus der Geschichte nachspielen und mit den Kindern das Essen vorbereiten, den Tisch decken und gemeinsam den Raum schmücken. Dabei können die Vorstellungen der Kinder mit eingebaut werden.

Verkündigung

Erzählt die Geschichte mit Gegenständen oder Bildern:

Folgende Gegenstände oder Bilder werden benötigt: Sack und Asche, Schürze, männliche Figur, Schriftrolle, Fragezeichen, Gebetswürfel, Goldenes Zepter, Einladung, wütender Smiley

Sack und Asche: Die ganze Stadt ist in Aufruhr. Ein neues Gesetz des Königs wurde in alle Enden des persischen Reiches geschickt. Als Mordechai hörte, was geschehen war, zerriss er vor Entsetzen seine Kleider und fing laut an zu weinen. Alle Juden sollten getötet werden. Jeder Mann und jede Frau im ganzen Königreich. Als Zeichen dafür wie groß seine Not und Trauer war, kleidete er sich mit einem Sack und streute Asche auf seinen Kopf. Laut weinend machte er sich auf den Weg zum Palast, doch in dieser Trauerkleidung durfte er den Königshof nicht betreten.

Schürze (als Zeichen für die Dienerinnen): Esters Dienerinnen sahen Mordechai, wie er in seiner Trauerkleidung weinen vor dem Palast auf und ab ging und berichteten Ester davon. Ester schicke ihre Dienerinnen zurück zu Mordechai und ließ ihm neue Kleider bringen, damit er den Palast betreten konnte. Doch Mordechai weigerte sich seine Trauerkleidung abzulegen. Wieder überbrachten die Dienerinnen Ester die Nachricht.

Männliche Figur: So konnte Ester nicht mit Mordechai persönlich reden. Sie musste einen anderen Weg finden. Deshalb rief Ester Hatach ihren persönlichen Diener zu sich. Ihm konnte sie vertrauen. Sie gab ihm den Auftrag herauszufinden, was mit Mordechai passiert war.

Schriftrolle: So machte sich Hatach auf den Weg zu Mordechai und Mordechai berichtete ihm alles was geschehen war. Er erzählte von dem bösen Plan Hamans und dem Gesetz, das er im Namen des Königs verfasst hatte und deshalb alle Juden im ganzen Königreich sterben sollten. Mordechai gab Hatach eine Schriftrolle, in der dieses Gesetz des Königs aufgeschrieben war. Ester sollte selbst lesen, wie schlimm es um das ganze Volk der Juden stand. Bevor Hatach zu Ester zurückkehrte, gab Mordechai ihm eine weitere Botschaft mit. Ester muss zum König gehen und sich für ihr Volk einsetzen.

Ein Fragezeichen: Als Ester diese Nachricht hörte, war sie entsetzt. Alle Juden sollen sterben, das war unfassbar. Aber was sollte sie jetzt tun? Sie konnte nicht einfach zum König gehen. Zum König durfte man nur gehen, wenn man zu ihm gerufen wurde. Wer einfach so vor dem König erscheint muss sterben, es sei denn, der König streckt sein goldenes Zepter aus. Ester war verzweifelt. Was stellte Mordechai sich da vor, sie konnte nicht einfach zum König gehen und er hatte sie auch schon lange nicht mehr zu sich gerufen. Mit dieser Nachricht schickte sie Hatach wieder zu Mordechai.

Gebetswürfel: Doch Modechai antwortete Ester: Du bist die Einzige die zum König gehen kann und vielleicht hat Gott dich gerade deshalb zur Königin gemacht, damit du dein Volk retten kannst. Als Ester diese Nachricht hörte, traf sie eine Entscheidung. Mordechai und alle Juden in der Stadt Susa sollten mit Ester drei Tage lang fasten und zu Gott beten und so um Gottes Beistand bitten. Auch ihre Dienerinnen sollen dabei mitmachen. Danach würde Ester zum König gehen – egal ob sie sterben muss oder nicht. Wenn einer sie vor dem Tod retten konnte, dann war es Gott und er würde ihr auch die Kraft und den Mut für diese Aufgabe geben.

Goldenes Zepter (aus der Hinführung): Nach diesen drei Tagen nahm Ester allen Mut zusammen und machte sich auf den Weg zum König. Aufgeregt betrat sie den Thronsaal, doch als der König sie erblickte, streckte er ihr sein Zepter entgegen. Sie war gerettet. Der König war gnädig mit ihr und fragte nach ihrem Wunsch.

Einladung: Doch anstatt ihm ihren Wunsch zu sagen, lud Ester den König und Hamann zum Abendessen ein. Dort beim Abendessen fragte der König Ester wieder nach ihrem Wunsch. Denn sie war ja nicht ohne Grund bei ihm erschienen. Doch Ester wollte noch immer nicht sagen, was sie vom König wollte und bat den König und Haman am nächsten Tag noch einmal zu ihr zum Essen zu kommen, dann würde sie ihm ihren Wunsch sagen.

Wütender Smiley: Nach dem guten Essen und voller Stolz, dass er zu Gast bei der Königin gewesen war, ging Haman nach Hause. Auf dem Heimweg begegnete er Mordechai. Das machte Haman wütend, denn noch immer weigerte sich Mordechai sich vor ihm zu verbeugen. Sobald er zu Hause ankam, begann er mit seiner Frau und seinen Dienern einen Racheplan gegen Mordechai zu schmieden. Beim Essen mit der Königin am nächsten Tag würde er den König um die Erlaubnis bitten Mordechai zu töten, sodass er ihn nie wieder sehen musste. So zornig war Haman.

Die andere Idee

Die Geschichte wird aus der Sicht der Königin Ester erzählt, die während der Erzählung die letzten Tage Revue passieren lässt und sie in ihrem Tagebuch aufschreibt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Jedes Kind darf sich einen Gegenstand aus der Geschichte aussuchen. Dann kann jeder den Teil seines Gegenstandes aus der Geschichte nacherzählen. So kann jedes Kind einen Teil der Geschichte beitragen.

Gespräch

Ester hatte eine spezielle Aufgabe, die in dieser Situation nur sie erledigen konnte:

  • Wo begegnen uns im Alltag besondere Aufgaben?
  • (z. B. mit dem Außenseiter in der Schule spielen oder ihn einladen, im Haushalt helfen wenn z. B. die Eltern krank sind …)

Esther war mutig und ist zum König gegangen:

  • Wo musstest du schon einmal mutig sein?

Gott hat Ester geholfen, dass der König gnädig mit er war:

  • Wo habt ihr schon einmal Gottes Hilfe erfahren?

Merkvers

Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Psalm 121,2

Die Worte des Bibelverses werden auf einzelne Blätter geschrieben und mit etwas Abstand durcheinander auf dem Boden festgeklebt. Wie bei einem Hüpfspiel müssen die Kinder dann in der richtigen Reihenfolge von Wort zu Wort den Bibelvers entlang hüpfen.

Gebet

Aus der Gesprächszeit können die Erlebnisse, wo die Kinder Gott erfahren haben, mit in ein Dankesgebet aufgenommen werden. Außerdem können die Kinder füreinander beten, wenn gerade „unlösbare“ oder schwierige Aufgaben vor ihnen stehen. Gott kennt jedes Kind und möchte ihm helfen. Darum können wir ihn bitten.

Kreatives

Passend zum Festessen wird gemeinsam etwas gebacken und dann gemeinsam gegessen:

Alternativ können vor der Verkündigung auch Muffins gebacken werden, die mit Kronen-/Königsdeko verziert und am Ende gemeinsam gegessen werden.

Spielerisches

Der König sagt: Dieses Spiel geht so wie „Simon says“. Alles was der König sagt muss gemacht werden, z. B. „Der König sagt: rechten Arm nach oben“. Dann müssen alle den rechten Arm nach oben nehmen. Wird der gleiche Satz gesagt, ohne dass der Satzteil „Der König sagt“ davor ist, darf keiner den Arm hochnehmen. Wer es doch macht, scheidet aus.

König für ein paar Minuten: Zu Beginn des Spiels wird ein König gewählt, dieser bekommt eine Krone aufgesetzt und darf sich auf einen Thron oder einen Berg aus Kissen setzen. Er darf nun Befehle geben, die ausgeführt werden müssen, z. B. gebt mir eine Massage, holt mir etwas zu trinken. Es darf sich kein Befehl wiederholen. Fallen dem König keine Befehle mehr ein, wird er abgesetzt und ein neuer König gewählt. Es gewinnt der König, der die meisten Befehle geben kann.

Rätselhaftes

Aus der Geschichte werden wahre und falsche Aussagen ausgesucht. Es gibt einen JA- und einen NEIN-Stuhl oder eine JA- und eine NEIN-Seite. Es wird eine Aussage vorgelesen und die Kinder müssen entscheiden, ob diese Aussage richtig oder falsch ist.

Mögliche Aussagen:

  1. Ester ist Königin
  2. Ester war in der letzten Zeit jeden Tag beim König
  3. Ester lädt den König und Hatach zum Essen ein
  4. Mordechai läuft in Trauerkleidung vor dem Königshof umher
  5. Mordechai bittet Ester um Hilfe
  6. Es soll einen Tag gefastet und gebetet werden
  7. Haman mag Mordechai
  8. Das goldene Zepter ist ein gutes Zeichen
  9. Man darf immer zum König gehen wann man will
  10. Ester erzählt direkt beim Essen, was sie vom König möchte

(T)Extras

Lieder

Meinem Gott vertraue ich gerne (Absoluto guto)

Ich will nicht mehr sagen ich kann das nicht

Gott braucht nicht nur große Leute

Sei mutig und stark

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Petrus aus JUMAT 1/20. Sie beginnt mit der Berufung und endet mit drei Einheiten aus der Passionsgeschichte. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst.

Das Ziel

Starter

Jesus war nicht nur irgendein wichtiger Mensch. Christen bekennen ihn als den Retter und Herrn, den Gott zu uns gesandt hat.

Checker

Lass dich nicht von den vielen Meinungen über Jesus durcheinanderbringen. Bekenne ihn fröhlich als deinen Herrn und Retter.

Der Text an sich

Jesus sucht die Einsamkeit. Deshalb geht er aus Galiläa ca. 30 km in den Norden in die Gegend von Cäserea Philippi. Schon lange steht die Frage im Raum: „Wer ist Jesus?“ (Mk 4,41). Er lehrt in Vollmacht (Mk 1,27). Er vergibt Sünden, als sei er Gott (Mk 2,6-10). Er isst mit Zöllnern, wie ein Ungläubiger (Mk 2,16). Seine Familie hält ihn für verrückt (Mk 3,21). Die Schriftgelehrten sagen, er sei mit dem Teufel im Bund (Mk 3,22).

Jesus fragt seine Jünger, für wen ihn die Leute halten. Sie nennen nur freundliche Antworten. 1. Johannes den Täufer. Der war vor Kurzem von Herodes getötet worden. Doch manche Menschen glaubten, er sei auferstanden. Ähnlich wie der Täufer sagte Jesus (Mt 3,2 + 4,17): „Gottes Herrschaft ist nahe. Deshalb richtet euer  Leben auf Gott aus.“ 2. Elia. Dieser Prophet hatte vor über 800 Jahren gelebt, Wunder getan und Israel zum Vertrauen auf Gott gerufen. Er sollte vor dem großen Gerichtstag Gottes wiederkommen (Mal 3,23). 3. Einer der Propheten. Die Leute sind sich einig: Jesus ist ein großer Toter. Gott hat ihn gesandt. Er war in der Vergangenheit wichtig.

Mehr war Jesus in den Augen vieler Menschen nicht. Den Messias (griechisch: „Christus“) stellten sie sich als politischen König vor: Wie König David würde er die Feinde Israels besiegen, die Römer aus dem Land werfen, die Grenzen sicher machen und Israel zu Ehren in der Welt bringen.

Jesus wird persönlich: „Für wen haltet ihr mich?“ Im Namen aller Jünger antwortet Petrus. Damit sagt er auch: „Du bist der, auf den wir gewartet haben. Mit dir bricht Gottes Zukunft an. Du bist der Retter, den Gott uns versprochen hat.“ Diese Erkenntnis hat Petrus von Gott bekommen (Mt 16,17!). Ohne den Heiligen Geist kann kein Mensch Jesus als seinen Retter erkennen und annehmen (1. Kor 12,3).

Die Jünger haben mit „Christus“ wohl auch einen politischen König verbunden. Denn als Jesus sein Leiden und Sterben ankündigt, will Petrus ihn davon abhalten (Mk 8,31ff.) Jesus aber macht deutlich: der Christus muss nach Gottes Willen leiden und sterben, um alle Menschen mit Gott zu versöhnen (Lk 24,26f.)

Deshalb verbietet er seinen Jüngern zunächst, ihn öffentlich als Christus zu bekennen. Er wollte erst durch Leiden und Sterben zur Auferstehung gelangen. Dann sollten sie verkündigen, dass der Christus nicht der König eines Landes sein will, sondern König und Herr im Leben eines jeden Menschen.

Der Text für mich

Bis heute gibt es viele Meinungen über Jesus (bedeutende Person der Weltgeschichte, Sozialrevolutionär, Spinner). Etliche Menschen stellen infrage, dass er überhaupt gelebt hat (was wissenschaftlicher Prüfung nicht standhält). In der Regel erscheint Jesus nicht relevant. Deshalb beschäftigt man sich nicht mit ihm.

Ich möchte mich durch die Vielzahl der Stimmen nicht von meiner Beziehung zu Jesus abbringen lassen. Dankbar bin ich für das Geschenk, Jesus als meinen Herrn und Retter zu kennen. Ihn möchte ich als solchen bekennen – auch vor den Kindern meiner Gruppe. Er ist keine verstaubte Person aus der Vergangenheit, sondern der lebendige Herr, der mich heute leitet und trägt, der wiederkommt und mir Leben schenkt in seiner neuen Welt. Ich möchte die Kinder einladen, Jesus selber kennenzulernen. Ich bete, dass Gott an ihnen wirkt, dass sie Jesus als ihren Retter entdecken und ihm folgen.

Der Text für dich

Starter

Die Kinder erleben täglich, wie unterschiedliche Menschen ganz verschieden über ein Thema oder eine Person denken. Das kann zu Gleichgültigkeit führen, aber auch zu klarer Ablehnung oder Faszination einer Sache oder Person. Die „Meinungsumfrage“ von Jesus knüpft an diese Erfahrung der Kinder an. Die Frage von Jesus „Was meint ihr?“ fordert die Kinder heraus, nicht nur Meinungen über Jesus anzuhören, sondern sich mit ihm zu beschäftigen und eine eigene Position zu finden. Das Bekenntnis des Petrus und des Mitarbeiters helfen den Kindern zu verstehen, dass Jesus heute eine Bedeutung für ihr Leben hat. Durch das Wirken des Heiligen Geistes kann daraus ein eigenes Bekenntnis zu Jesus werden.

Checker

Kinder aus christlichen Familien brauchen immer neu Gewissheit, dass Jesus der von Gott versprochene König und ihr Retter, Halt, Tröster und Grund zur Freude ist. Denn die vielen Meinungen, denen sie ausgesetzt sind, können sie verwirren. Dazu helfen die Auslegung des Petrusbekenntnisses und das Zeugnis des Mitarbeiters. Die Kinder werden ermutigt, in der Gruppe, in der Schule und in der Freizeit zu sagen, was Jesus für sie bedeutet. Nicht nur die Meinungen anderer zählen, sondern auch ihr Bekenntnis. Dadurch können Mitschüler und Freunde aufmerksam auf Jesus und seine Bedeutung für ihr Leben werden.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Wer bin ich?

Die Kinder werden in mehrere Gruppen eingeteilt. Der Mitarbeiter oder ein Kind denkt sich eine bekannte Person aus, die er ins Spiel bringt. Die erste Gruppe beginnt ihm Fragen zu stellen, die er nur mit Ja oder Nein beantworten kann. Solange er „Ja“ sagt, kann die Gruppe eine weitere Frage stellen. Sagt er „Nein“, ist die nächste Gruppe mit Fragen dran. Welche Gruppe hat zuerst erraten, um welche Person es sich handelt?

Idee 2: Umfrage

a) Die Kinder bekommen eine Woche vor dieser Gruppenstunde ein Blatt mit folgender Aufgabe: „Umfrage! Frage deine Eltern, Großeltern, Mitschüler und andere Personen: Was denkst du, wer Jesus Christus ist? Schreibe die Antworten hier auf!“ – Jetzt tauschen wir uns über die Ergebnisse aus.

b) Mitarbeiter und Kinder bewaffnen sich mit Zettel und Stift oder Smartphone/ Diktiergeräten, gehen auf die Straße/den Markt und starten eine spontane Straßenumfrage: „Was denken Sie: Wer ist Jesus Christus?“ Oder: „Was bedeutet Jesus Christus für Sie?“ Anschließend erfolgt die Auswertung im Gruppenraum.

Verkündigung

Erzählung im Stil eines YouTube-Videos

Der Mitarbeiter ist der Moderator. Die Interviewpartner sind weitere Mitarbeiter oder einzelne Kinder. Sie erhalten vorher den Text für ihre Rolle.

M: Hey, herzlich willkommen auf meinen Kanal! Ich hoffe, ihr habt heute viel Spaß. Es gibt echt coole Nachrichten und interessante Leute, mit denen ich spreche. Meine Heimat ist ja Galiläa in Israel. Stellt euch vor: Vor einiger Zeit ist der Wunderheiler Jesus aus meiner Stadt Kapernaum verschwunden. Ich habe herausgefunden: Er hatte sich mit seinen Jüngern in die Gegend von Cäseräa Philippi zurückgezogen. Das ist ca. 30 km weiter nördlich. Mehrere Leute erzählten mir: Jesus hat seinen Jüngern auf dem Weg eine interessante Frage gestellt: „Was sagen, die Leute, wer ich bin?“ Deshalb habe ich eine Meinungsumfrage gestartet. Hier seht ihr meine Interviews. – Hallo Salomon. Was denkst du, wer Jesus ist?

S: Er ist der Prophet Elia.

M: Wie kommst du darauf?

S: In unseren Schriften steht, dass der Prophet Elia noch einmal kommen wird. Er soll uns alle auf das Kommen Gottes und sein letztes Gericht vorbereiten.

M: Aber der Elia hat vor über 800 Jahren gelebt …

S: Ja. Dann hat Gott ihn zu sich genommen. Deshalb kann er ihn auch noch einmal zu uns schicken.

M: Okay. Gibt es noch einen Grund, warum Jesus der Prophet Elia ist?

S: Elia wollte, dass wir Gott allein die Ehre geben, dass wir Gott allein vertrauen. Wir sollen nicht von anderen Göttern oder Dingen Hilfe und Glück erwarten. Das sagt Jesus auch. Er sagt: „Vertraut darauf, dass euch euer Vater im Himmel versorgen wird.“ Neulich hat er über 5000 Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen satt gemacht. Das war ein Wunder wie beim Propheten Elia!

M: Vielen Dank, Salomon! – Als Nächstes spreche ich mit Josua. Hallo Josua! Für wen hältst du Jesus aus Nazareth?

J: Er ist Johannes der Täufer!

M: Johannes der Täufer? Wurde der nicht vor Kurzem von König Herodes getötet!?

J: Ja. Aber Gott kann die Toten zu einem neuen Leben auferstehen lassen. Das glauben viele Menschen und ich auch. Bei Johannes dem Täufer hat Gott ziemlich schnell gehandelt. Wahrscheinlich war der Auftrag des Propheten noch nicht zu Ende.

M: Wie kommst du darauf?

J: Johannes der Täufer hat allen Menschen gesagt: „Gottes Herrschaft ist nahe. Deshalb ändert euer Leben!“ Dasselbe sagt Jesus auch.

M: Vielleicht hat Jesus nur die gleiche Meinung wie Johannes der Täufer …

J: Johannes hat gesagt, wir müssen rein sein, frei von Schuld, sonst können wir nicht vor Gott bestehen. Jesus sagt das auch. Neulich haben sie einen Gelähmten zu Jesus gebracht. Aber anstatt ihn zu heilen, hat Jesus zuerst zu ihm gesagt: „Deine Sünden sind dir vergeben!“ Damit hat er eindeutig gezeigt: Es ist am Wichtigsten, dass wir unsere Schuld vor Gott los sind. Er hat den Mann auch noch geheilt. Daran sehen wir, dass Gott ihm die Macht gegeben hat, Sünden zu vergeben.

M: Dazu passt folgende Meldung: König Herodes hat vor Kurzem auf einer Pressekonferenz gesagt, er glaube, dass Johannes der Täufer von den Toten auferstanden ist … So. Und jetzt weitere Meinungen kurz und bündig:

(im Folgenden treten kurz hintereinander mehrere Personen auf = P)

P1: Jesus? Das ist einer von den Propheten.

P2: Irgendein Prophet.

P3: Ich denke, ein Prophet.

P4: Ja, so ein von Gott gesandter Mensch, der uns aufruft, auf Gott zu vertrauen.

P5: Ein Prophet, weil er sagt: „Ändert euer Leben. Vertraut auf Gott!“

P6: So’n Prophet halt …

M: Jesus ist ein Prophet. Das sagen alle Leute, die wir befragt haben. Damit ist Jesus ein besonderer Mensch, einer aus der Vergangenheit, ein großer Toter. Propheten kommen und gehen wie andere Trends. Na ja. Eine Bedeutung für die Zukunft wird er nicht haben, denken unsere Gesprächspartner. – Ich habe für euch aber noch etwas herausgefunden: Jesus hat seine Schüler, die Jünger gefragt: „Was denkt ihr, wer ich bin?“ Ich habe Petrus, den Sprecher der Gruppe getroffen: Guten Tag, Petrus!

Pe: Guten Tag.

M: Was hast du auf diese persönliche Frage geantwortet?

Pe: Du bist der Christus!

M: Erkläre das mal!

Pe: Wir glauben, dass Jesus der Christus ist, der Retter, den Gott senden wollte. Gott hat das durch die Propheten vor langer Zeit versprochen. Er wird einen Mann senden, der König über Israel wird und uns von allen Feinden befreit.

M: Du denkst, Jesus wird die römische Besatzungsmacht aus dem Land werfen und für Recht und Ordnung in Israel sorgen?

Pe: Das haben wir gedacht, ja.

M: Das habt ihr gedacht? Habt ihr eure Meinung schon geändert?

Pe: Seitdem sind ja ein paar Wochen vergangen. Jesus hat uns klargemacht: Er ist der von Gott versprochene Retter. Aber er rettet uns nicht mit Soldaten, Waffen und Gewalt von den Römern. Er rettet uns, indem er für uns leidet und stirbt. Er rettet uns von unserem Unglauben, sodass wir ihm und Gott vertrauen. Er rettet uns von dem Bösen, das in uns steckt, sodass wir fähig werden, wirklich Gutes zu sagen und zu tun. Er macht uns rein von aller Schuld, sodass wir zu Gott kommen und mit ihm leben können.

M: Will er gar nicht König von Israel werden?

Pe: Nein. Jesus will der König unserer Herzen sein. Er will uns durch unser Leben leiten. Er will uns mit Gutem ausfüllen, sodass wir Gutes sagen und tun. Er ist bei uns an jedem Tag – ob es uns gut geht oder schlecht. Er hält uns fest.

M: Er will der König unserer Herzen sein. Wie soll das gehen?

Pe: Du lässt dich auf ihn ein, lernst ihn kennen, fängst an mit ihm zu reden. Du gehst dorthin, wo du mehr von ihm erfährst. Wenn dir klar wird, dass du Gott vergessen oder Böses gesagt und getan hast, gibst du es zu, sagst es ihm, bittest ihn um Vergebung. Er vergibt dir und er verändert dich. Das ist krass.

M: Ich habe gehört, dass Jesus euch verboten hat, davon zu reden, dass er der Christus ist, der Erlöser?

Pe: Ja, vorrübergehend. Er wollte erst leiden, sterben und auferstehen. Damit keiner denkt, Jesus will Ministerpräsident von Israel werden. Aber jetzt reden wir von Jesus. Denn er will ja der König unserer Herzen werden. Er will uns heil und froh machen.

M: Vielen Dank, Petrus. – Zum Schluss habe ich noch eine spannende Frage an euch: Wer ist Jesus für euch, für dich? Schreibt es unten in die Kommentare! Sagt mir, ob es euch gefallen hat. Tschüss bis zum nächsten Mal!

Der Mitarbeiter schlüpft aus seiner Rolle. Er knüpft an mit der Frage: Wer ist Jesus für dich? Dann sagt er mit eigenen Worten, was Jesus ihm bedeutet.

Die andere Idee

Darstellung der Geschichte mit Lego

Der Mitarbeiter überlegt mit den Kindern, wie man die Geschichte mit Lego nachstellen könnte. Welche Szenen brauchen wir? Was könnte man dazu sagen?

Eventuell teilt man die Kinder dazu in mehreren Gruppen auf (Gr. 1: Vers 27; Gr. 2: Vers 28; Gr. 3: Vers 29-30) Dann werden die Szenen gestellt und fotografiert. Zum Schluss schauen wir uns alle Szenen live oder über Beamer an.

Anhaltspunkte für die Szenen:

  1. Jesus auf dem Weg mit seinen Jüngern, im Hintergrund ein paar Häuser
  2. Jesus fragt seine Jünger: „Was sagen die Leute, wer ich bin?“
  3. Johannes der Täufer als Figur hinstellen und Blatt dazu: „Vertraut auf Gott!“
  4. Elia als Figur hinstellen und Blatt dazu: „Gott allein die Ehre!“
  5. Weitere Figur für „einer der Propheten“: Männer, die von Gott gesandt waren und von ihm redeten.
  6. Jesus fragt: Was denkt ihr, wer ich bin?
  7. Petrus antwortet: Du bist der Christus!
  8. Jesus sagt: „Ja das stimmt! Ich bin der von Gott versprochene König und Retter. Aber …“
  9. König mit Schwert: „Ich bin nicht König über ein Land. Ich kämpfe nicht gegen die römische Besatzung. Ich erobere keine feindlichen Gebiete.“
  10. Kreuz (und Jesus davor am Boden liegend): „Ich muss viel leiden. Ich werde von den Priestern und Verantwortlichen des Volkes abgelehnt und getötet werden. Aber am dritten Tag werde ich auferstehen.“
  11. Jesus und davor kniende Menschen: „So werde ich zum König und Retter für alle Menschen, die mir vertrauen und mir nachfolgen.“
  12. Jesus und die Jünger: „Erzählt noch nicht, dass ich der Christus bin, der Retter und König. Aber wenn ich auferstanden bin, sagt es allen Menschen.“

Der Text gelebt

Wiederholung

Mit Legofiguren wird die Geschichte gemeinsam kurz nachgespielt.

Gespräch

Gemeinsam kommt man über folgende Fragen ins Gespräch

  • Was denkst du über Jesus? Wer ist Jesus für dich? Warum?
  • Wie ist das, wenn du weißt: Jesus ist mein Retter. Er ist immer bei mir. Er kümmert sich um mich. Ihm kann ich alles sagen.
  • Wer weiß in deiner Klasse oder im Verein, dass du Jesus vertraust? Wie haben sie es erfahren? Wie haben sie darauf reagiert?
  • Hast du schon mal erlebt, dass Jesus dir geholfen oder ein Gebet erhört hat? Erzähl mal!

Impuls: Erzähle anderen, wer Jesus für dich ist, wie er dir hilft, dir Kraft und Mut gibt oder wo er ein Gebet erhört hat. Deine Mitschüler brauchen Jesus. Nur er nimmt uns unsere Schuld. Nur er gibt uns Hoffnung. Nur er ist immer da: Beim größten Spaß und schlimmsten Frust, im Leben und im Tod.

Merkvers

Da sagte Simon Petrus: „Du bist Christus, der versprochene Retter, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Matthäus 16,16, GNB

Wir üben den Vers mit Bewegungen: „Du bist Christus “ (wir halten unsere Hände wie eine Krone an den Kopf) „der versprochene Retter“ (mit den Zeigefingern beider Hände formen wir ein Kreuz), „der Sohn des lebendigen Gottes“ (mit Finger nach oben zeigen).

Gebet

Eine Krone wird in den Sitzkreis gelegt. Gespräch: Was kann man einem König sagen und worum kann man ihn bitten? Was ist der Unterschied zu Jesus? – Die Kinder werden eingeladen, alles im Gebet Jesus zu sagen.

Die Kinder schreiben Bitten und Dank auf kleine Zettel. Dann stellen oder setzen wir uns alle um die Krone. Jeder, der möchte, liest vor, was er aufgeschrieben hat. Dann legt er seinen Zettel zur Krone. Wer nicht vorlesen möchte, legt ihn einfach ab, wenn er dran ist.

Kreatives

Wir basteln kleine Kronen, auf die wir schreiben: „Jesus ist mein König.“ Diese Kronen können mit Glitzersteinchen und/oder einem Kreuz verziert werden. Damit klar wird: Jesus ist ein besonderer König: Er hat für uns gelitten und  ist für uns gestorben. Die Kinder können auch einige Kennzeichen von Jesus aufschreiben: Er rettet. Er hört mich.

Spielerisches

Wir besorgen Kostüme und spielen die Geschichte nach. Wir benötigen: Jesus und ein paar Jünger, Johannes, den Täufer; Elia, einen Propheten.

Rätselhaftes

Das Thema wird mithilfe eines Arbeitsblattes vertieft.

 (T) Extras

Lieder

  • Je-Je-Jesus ist größer
  • Freude; Freude
  • So bin ich; Jesus, ohne dich
  • Hey, hey, wer ist Jesus
  • Runtergekommen
  • Dip dip di di dip
  • Jesus kam für dich
  • Jesus, hier ist mein Herz

Spiele

Hänschen piep einmal!

Alle sitzen im Kreis. Ein Freiwilliger steht in der Mitte und wird mit verbundenen Augen gedreht. Alle anderen tauschen die Plätze. Dann setzt sich der „Blinde“ auf den Schoß eines beliebigen Mitspielers und sagt: „Hänschen piep einmal!“ Der Mitspieler gibt einen Piep-Ton von sich. Der Blinde hat drei Versuche zu erraten, um wen es sich handelt. Rät er richtig, setzt er sich auf den Platz des Spielers, dessen Namen er erraten hat, und dieser ist der „Blinde“. Rät er falsch, setzt er sich auf einen anderen Mitspieler und bittet ihn zu piepsen. Oder ein anderes Kind macht freiwillig weiter.

Aktionen

Leiter und Kinder überlegen, wie sie Mitschüler oder Freunde auf Jesus hinweisen können. Idee: Ein Fest organisieren, zu dem die Kinder ihre Freunde einladen. Inhalt: Coole Spiele, gut präsentierte Geschichte, wenn möglich erzählen Mitarbeiter und einige Kinder, was Jesus ihnen bedeutet oder ein Erlebnis mit Jesus.

Kreatives

Die Kinder gestalten ein Plakat mit Bildern und Sätzen, in denen zum Ausdruck kommt, was Jesus ihnen bedeutet.

Wer ist Jesus für uns?

Eine spannende Frage, der wir mit Spielideen zu den unterschiedlichen Jesus-Bildern, die wir so haben, auf den Grund gehen wollen.

Entweder sagt man am Anfang selbst etwas zu dem jeweiligen Jesus-Bild oder fragt die Kinder, wer und warum man dieses Jesus-Bild haben könnte.

Am Ende überlegen sich die Kinder, welches Bild von Jesus ihnen am besten gefällt bzw. wie sie den Satz „Jesus ist …“ ergänzen würden.

Die Spiele können nach Alter und Gruppengröße angepasst werden.

Jesus ist …

… ein Wegbegleiter

Für die Emmaus-Jünger war Jesus ein Wegbegleiter, der mit ihnen ein Stück ging und sie haben ihn in diesem Moment nicht erkannt. Sie schienen blind zu sein.

Die Kinder gehen zu zweit zusammen und führen sich gegenseitig blind auf verschiedene Arten: mit Reden, durch Flüstern des Namens, durch Klatschen und andere Geräusche, dann nur mit Körperkontakt ohne Reden, erst mit der Hand, dann nur mit dem kleinen Finger, durch Berührungen an der Schulter.

… ein Tröster und Menschenversteher

Jesus konnte Menschen, denen es schlecht ging, wieder Mut geben und sie trösten.

Die Kinder sammeln auf einem Blatt fünf verschiedene Arten, wie man Menschen trösten kann oder fünf verschiedene Sätze, mit denen man jemand Mut zusprechen kann.

… ein König

Für manche ist Jesus ein König, der die Welt verändern und sie weise regieren soll.

Königen sieht man es von ihrer Erscheinung schon an, dass sie Könige sind. Dazu gehört auch die Krone. Aufgabe ist es, mit dem bereitgestellten Material eine besondere Krone zu basteln.

… ein Lehrer

Für manche war Jesus ein Lehrer oder auch Gelehrter. Er wusste viel und man konnte viel von ihm lernen.

Lehrer wissen viel, vor allem auch viele schwierige Worte.

Ihr bekommt fünf Fremdwörter genannt und müsst erraten, welches die richtige Bedeutung ist.

Oder ihr bekommt ein Fremdwort. Jede Gruppe gibt schriftlich einen Tipp ab, was das sein könnte. Dann werden alle Tipps vorgelesen und die Gruppen müssen raten, welcher der Begriffe die richtige Bedeutung hat.

Mögliche Begriffe:

Balliste (Wurfgeschütz aus dem Altertum), Zyane (Kornblume), Samum (trocken-heißer Wüstenwind), Aktinometrie (Messung der Sonnenstrahlen), Schirting (grobes Baumwollgewebe)

… ein Spinner

Für viele war Jesus ein Spinner. Ein Verrückter, der Sachen behauptete, die nicht stimmten. Einen, den man lieber nicht ernst nehmen sollte.

Die nächste Aufgabe ist etwas verrückt, unsinnig und unlogisch.

Ein Mitarbeitender hat in jeder Hand ein Kartenspiel. Auf jeder Seite von ihm steht ein Kind. Er lässt die Kartenspiele einfach fallen und die Kinder heben jeweils ein Kartenspiel schnellstmöglich auf. Welches Kind schafft es zuerst, alle Karten aufzuheben? Möglich ist natürlich auch, dass mehrere Kinder pro Seite antreten.

… ein Heiler oder Arzt

Jesus hat Menschen geheilt. Und er selbst hat gesagt, dass er nicht für die Gesunden gekommen ist, sondern für die Kranken.

Auf einem großen Spielfeld werden die Kinder verteilt. Sie haben unterschiedliche Krankheiten. In der Mitte liegt eine Decke, auf die alle kommen können, um wieder gesund zu werden. Es gibt:

– Blinde: die Kinder können nichts sehen

– Lahme: die Kinder können nicht laufen

– Kinder mit gebrochenem Arm: nur einen Arm benutzen

Nur gemeinsam können alle es schaffen.

… ein Retter

Für manche ist Jesus ein Retter, ein Lebensretter, der in großer Not geholfen hat.

Für jüngere Kinder kann man hier ein „Rettungsring“-Werfen machen. Das heißt, man hat eine Art Rettungsring (z. B. Tauchring) und wirft diesen über verschiedene Dinge („fertiges“ Ringwurfspiel unter www.checklife.de).

Die Älteren bekommen folgende Aufgabe:

Auf einem großen See treibt ein Boot. Leider ist die Person bewusstlos, so dass sie nichts mehr mitbekommt.

Mit einem Seil wird ein großer Kreis gelegt (knapp 5 m Durchmesser) und in der Mitte steht ein Eimer. Die Gruppe bekommt 3 Seile (mind. 15 m lang) und versucht nun, den Eimer (alias das Boot) aus dem See (dem Kreis) herauszubekommen, ohne dass der Eimer umgeworfen wird. Allerdings darf man wegen der Tiefe nicht in den See.

… ein Augenöffner

Jesus hat vielen Menschen die Augen geöffnet. Er hat Blinde geheilt, aber auch Menschen einen Lebensweg aufgezeigt und ihnen so den Blick auf ein anderes Leben geöffnet.

Die Kinder gehen je zu zweit zusammen. Einer ist blind und der andere führt ihn zu drei verschiedenen Dingen, die der Blinde erfühlen und sich merken muss. Er wird wieder zum Ausgangspunkt geführt und geht dann sehend die Route wieder ab und zeigt auf die entsprechenden, vorher berührten Dinge. Gut dazu eignen sich auch draußen verschiedene Bäume.

… ein Freund

Für manche ist Jesus wie ein guter Freund, vielleicht sogar der beste Freund, weil sie ihm ihre Probleme anvertrauen können und wissen, dass Jesus sie versteht.

Man sagt: „Freunde verstehen sich auch ohne Worte“. Bei diesem Spiel werden Worte erklärt, allerdings mit möglichst wenig Worten. Das bedeutet, man muss mit Assoziationen arbeiten und sollte keine Sätze bilden.

Ein Kind hat eine Minute Zeit, der Gruppe verschiedene Wörter zu erklären, allerdings mit möglichst wenigen Worten.

Mögliche Begriffe: Baum, Tourist, Zunge, Kartoffel, Krokodil, Stiefel, Pinsel, Gurke, Italien, Braut, Kino, Flugzeug, Nudel, Bruder, Schnee, Wolke, Keller.

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