Farbenflut

Eine »Farbenflut« von Ideen findet ihr zu unserem aktuellen Sommer-Thema für eure Mädchengruppe: Kreatives, Bibelarbeiten und Stundenentwürfe, in denen Farben eine besondere Rolle spielen. Vieles davon lässt sich auch mit den geltenden Corona-Bestimmungen durchführen. In einem Artikel speziell für Mitarbeiter bekommst du Tipps, wie ihr zu einem wirklich guten Mitarbeiterteam werdet und auch mit Herausforderungen und Konflikten umgeht.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Kennst du auch die Legende vom Regenbogen, bei der unter dem Ende des Regenbogens ein Kobold mit einem Schatz aus Gold wartet? Ich kann dir nicht sagen, ob an dieser Legende etwas dran ist oder unter welchem Ende des Regenbogens der Kobold warten soll – aber dafür weiß ich, dass der Regenbogen an sich schon einen Schatz darstellt und er ein farbenfrohes Zeichen der Hoffnung ist. Aber denk dran: Es gibt keinen Regenbogen ohne Regen – und ohne Sonne! Diese Bibelarbeit nimmt dich mit auf eine gegensätzliche Reise, die uns zeigt, dass es auch in persönlichen Not-Zeiten immer ein »Morgen« geben wird.

Material 

Bibeln, zerschnittene Bögen aus Papier in den jeweiligen Farben des Regenbogens, große Sonne aus gelbem Papier mit der Beschriftung »Gott«, blaues Papier in Regentropfenform, Eddings, Klebeband, Postkarten

Plakate mit Texten:

  • »Nach dem Regen scheint die Sonne besonders hell.« (deutsches Sprichwort)
  • »Auch nach dem größten Regen trocknen die Sonnenscheine« (Walter Ludin)
  • »Bedenke: auch der Regen hat seine gute Seite – er schenkt uns das Leben« (unbekannt)
  • »Die Kunst des Lebens besteht darin, zu lernen im Regen zu tanzen, statt auf die Sonne zu warten« (unbekannt)
  • »Durch Sturm bekommen Bäume tiefere Wurzeln« (unbekannt)

Wesentliches zum 1. Buch Mose

In den fünf Büchern Mose wird, ausgehend von der Schöpfung der Welt, die Geschichte des Volkes Israel erzählt: von den Erzväter-Überlieferungen bis zum Tod von Mose.

Im ersten Buch Mose (Genesis, d. h. Schöpfung) reicht die Geschichte von den Urgeschichten (u. a. Schöpfung der Welt, Vertreibung aus dem Garten Eden, Sintflut) hin bis zu Josef, der von seinen Brüdern als Sklave nach Ägypten verkauft wird und dort dank Gottes Hilfe zum Stellvertreter des Pharaos aufsteigt – und später seine Familie nach Ägypten kommen lässt, um sie vor einer großen Hungersnot zu retten.

Unser Text bildet den Anfang der Geschichte Gottes mit dem Volk Israel und allen Menschen, als Gott ihnen in seinem Bund fest verspricht, sie auf ewig vor einer (erneuten) Vernichtung zu schützen.

Die Auslegung

Noah und seine Familie haben wirklich schlimme Zeiten hinter sich gebracht. Zuerst waren sie in einem Umfeld, in dem die Menschen völlig gottlos lebten und Bösartigkeiten an der Tagesordnung waren. Die Bibel lässt sich an dieser Stelle nicht weiter darüber aus, aber wir brauchen nicht viel Phantasie, um uns eine eigene Vorstellung davon zu verschaffen, was damals alles passiert sein könnte. Ein Blick in unsere Nachrichten heute zeigt ja sehr deutlich, wozu Menschen fähig sind.

Als Gott beschließt, diesem widerwärtigen Treiben durch die Sintflut ein Ende zu setzen, sind Noah und seine Familie die einzigen Menschen, die diese Flut überleben sollen – sicher untergebracht in der Arche, zusammen mit allen Tieren dieser Welt.

Auch diese Zeit dürfte ziemlich »harte Kost« gewesen sein: Die Szenen, die sich abgespielt haben könnten, als andere Menschen versuchten, sich auf die Arche zu retten, die Schreie und Verzweiflung der Menschen, die nun ihrem Ende entgegen sahen, die zum Scheitern verurteilten Versuche, den Fluten zu entkommen… Man liest darüber zwar nichts in der Bibel – aber »einfach so« wird das sicher nicht verlaufen sein und ich bezweifle, dass die Menschen in der Arche nichts davon mitbekommen haben.

Die lange, eingeschlossene Zeit in der Arche, den Fluten ausgeliefert und wie die Tiere eingepfercht, dürfte ebenfalls schwer auszuhalten gewesen sein. Aber: Noah und seine Familie haben all das überstanden. Als sie endlich ihr »rettendes Schiff« verlassen konnten, machten sie das aus ihrer Sicht einzig Richtige: Sie bauten einen Altar, um Gott für die Bewahrung in diesen schlimmen Zeiten zu danken – und Gott segnete sie!

Der Segen Gottes ist viel mehr, als das Versprechen zu einem ab sofort sorgenfreien Leben ohne Probleme und Herausforderungen. Dieser Segen verspricht ein Leben in seiner Gegenwart, gerade und auch in allem Schweren, dem wir in unserem Leben immer wieder begegnen. Gerade in den schlechten Zeiten lässt sich die Gegenwart und Kraft Gottes ganz besonders erfahren: Wenn wir genau wissen, dass wir nichts mehr dazu beitragen können, um eine Situation zu retten, erkennen wir deutlich Gottes Handeln in den positiven Wendungen. In den guten Zeiten sind wir viel zu schnell davon überzeugt, selbst für all das Gute in unserem Leben verantwortlich zu sein und erkennen Gott als Geber der guten Gaben gar nicht mehr (an).

Gott segnet Noahs Familie nicht nur, er bindet sich auch an ihr Schicksal: Sie, und alle Menschen dieser Welt, sollen ab sofort und auf ewig von so einer todbringenden Flut verschont bleiben – nichts wird Gott mehr unternehmen, um das Leben auf dieser Welt zu vernichten. Und weil »auf ewig« ein wirklich sehr langer Zeitraum ist, setzt Gott sich selbst und allen Menschen als Erinnerung ein Zeichen: Der Regenbogen soll bei künftigen Unwettern dafür stehen, dass diese Zeit vorbei gehen wird, dass Gott zu seinem Wort steht und bald wieder die Sonne scheinen wird – als Bild dafür, dass die Zeiten wieder besser werden.

Ablauf:

Einstieg

  • gemeinsam singen und beten
  • leg die Plakate aus und gib den Mädchen Zeit, sich das Plakat auszusuchen, bei dem sie vom Text besonders angesprochen werden – oder dem sie gern widersprechen würden
  • tauscht euch über eure Auswahl aus

Hauptteil

  • lest miteinander den Bibeltext
  • klärt mögliche Verständnisfragen
  • nehmt euch Zeit und beschriftet miteinander in einer ersten Runde sowohl Regentropfen als auch Fragmente des Regenbogens zu folgenden Fragestellungen:
    • »Wenn du ein Mitglied von Noahs Familie wärst: worüber wärst du jetzt froh / wofür wärst du jetzt dankbar?« (auf Regenbogen-Teile schreiben)
    • »Als Mitglied von Noahs Familie: was für schwere Dinge hast du erlebt / liegen dir noch auf dem Herzen?« (auf Regentropfen schreiben)
    • in einer zweiten Phase nimmt sich jeder für sich Zeit und kann sowohl Regenbogen-Teile als auch Regentropfen mit all dem beschriften, was aktuell im Leben an guten und schweren Dingen passiert

Schluss

  • Auslegung
  • kreative Gebetsrunde:  Zuerst werden die Regentropfen an die Wand/Tür/o.ä. geklebt und dabei werden Gott diese Klagen zugemutet – in dem Vertrauen darauf, dass Gott es aushält, wenn wir ihm unseren Kummer »vor die Füße kippen«. Danach, während aus den einzelnen Fragmenten der Regenbogen zusammengeklebt wird, danken wir Gott und loben ihm für all das Schöne und Gute, was in unserem Leben geschieht.
  • zum Abschied kannst du den Mädchen noch eine Postkarte mitgeben (siehe Anhang), die an diese Bibelarbeit und die Zusage Gottes erinnern soll. Einen Vorschlag findest du hier, alternativ kannst du auch im Internet suchen oder selbst ein schönes Foto von einem Regenbogen machen!

In dieser Themenreihe geht es um Gefühle, die wir haben, die Jesus evtl. hatte und um das was wir mit unseren Gefühlen so machen. Was können wir Opfern, was müssen wir unserer Gefühlswelt entgegenstellen und wie können wir unseren Gefühlen freien lauf lassen.

woman on park

1. Vorbemerkungen

Die Suche nach dem Sinn des Lebens, nach Wahrheiten, die halten, was sie versprechen, ist für alle Menschen ein Thema. Woher komme, wohin gehe ich und wozu lebe ich, sind ganz entscheidende Fragen. Insbesondere im Teeniealter tauchen diese Fragen vermehrt auf. Erst wenn ich meinem Leben eine Zielsetzung gebe, kann ich beurteilen, ob ich auf dem richtigen Weg bin oder nicht. Außerdem geben Ziele Halt und Orientierung in Zeiten der Unsicherheit.

2. Zielgedanke

Mit dieser Einheit sollen Jugendliche motiviert werden, über ihre Lebensziele und ihren Lebenssinn nachzudenken. Dabei sollen sie entdecken, dass sie Gottes Ebenbild sind. Weil Gott uns nach seinem Bild erschaffen hat, steckt in unseren Herzen die Sehnsucht, unseren Schöpfer kennenzulernen. Aus dieser Beziehung heraus bekommt alles andere seinen angemessenen Stellenwert.

3. Einführung

Welche der Dinge, die deinem Leben Sinn geben, haben wirklich bleibenden Charakter? Welche sind zeitlich begrenzt? Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist die Haltbarkeitsdauer von Dingen, die uns Sinn versprechen, ziemlich begrenzt.
In 1. Mose 1,26-28 heißt es mehrfach, dass der Mensch zum Ebenbild Gottes erschaffen ist. Dabei geht es nicht um das Aussehen oder andere körperliche Aspekte, sondern darum, dass wir Menschen als Gegenüber Gottes geschaffen sind. Wir sind für ihn ansprechbar und haben die Möglichkeit, ihn anzusprechen. Der grundlegende Sinn jedes Menschen steckt genau darin. Wir sind von Gott dazu erschaffen, in Beziehung mit ihm zu leben. Daraus ergeben sich sämtliche Aufträge, die Gott den Menschen in der Schöpfungsgeschichte gibt. Aus dem Sinn folgt also der Auftrag, die Aufgabe, der Platz in der Welt. Die Grundlage aller Sinnfindung ist also nichts anderes als die Beziehung zu Gott, denn dazu sind wir erschaffen und bestimmt.

4. Methodik für die Gruppe

4.1 Einstieg

Variante A: Zitat

Material:

  • Großes Plakat mit Zitat

=> Folgendes Zitat wird gut sichtbar auf einen großen Bogen Papier geschrieben:
„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“ (Cicely Saunders).

Austausch:

Was denkt ihr über diesen Spruch?

Welche Gedanken und Erfahrungen weckt der Spruch bei dir?

Welches Thema verbirgt sich hinter diesem Zitat?

Variante B: Vier-Ecken-Spiel

Material:

  • Vier Schilder (A, B, C, D) für vier Ecken

=> Im Raum werden vier Ecken markiert. Jede Ecke steht für eine Aussage, denen sich die Teilnehmenden zuordnen sollen. Wenn sich alle zugeordnet haben, kommen die Personen, die gemeinsam in einer Ecke stehen, miteinander ins Gespräch. Alternativ oder ergänzend werden ein paar Jugendliche zu ihrer Entscheidung interviewt. Die Aussagen sollen nicht bewertet werden und unkommentiert bleiben.

Runde 1:

A: Sinn im Leben finde ich durch Freunde und Familie.

B: Sinn im Leben finde ich durch gute Abschlüsse und Erfolg.

C: Sinn im Leben finde ich durch Glaube und Religion.

D: Sinn im Leben? Den gibt es doch gar nicht!

Runde 2:

A: Sinnfragen stelle ich mir nie.

B: Über den Sinn des Lebens grüble ich schon lange.

C: Wozu Sinn? Hauptsache ich habe Spaß!

D: Ohne Sinn ist alles, was ich tue, sinnlos.

Runde 3:

Mein Lebensmotto lautet:

A: Ich lebe, um von anderen geliebt zu werden und für andere da zu sein.

B: Ich bin ich und das ist gut so.

C: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

D: Shit happens – mal bist du Taube und mal Denkmal.

Es können gerne noch weitere Fragerunden zu Lebenssinn und Lebenseinstellung folgen.

4.2 Hauptteil

4.2.1 Kleingruppen mit vier Schwerpunkten

Material:

  • Bibeln für alle
  • DIN-A4-Papier
  • großer Bogen Papier mit Bibeltext
  • Notizzettel
  • Stifte
  • Bild mit einem Körperumriss

Arbeitsblätter für alle Gruppenleiter ausdrucken (à Download Arbeitsblatt „Vier Schwerpunkte“)

Teilt die Gruppe nach Möglichkeit in vier Kleingruppen ein. Es ist auch in Ordnung, wenn diese Kleingruppen nur aus wenigen Personen bestehen. Solltet ihr keine vier Kleingruppen zusammenbekommen, ist es sinnvoll, wenn ihr die Aspekte der nicht bearbeiteten Bibelstelle(n) später im Plenum einbringt.
Für jede Gruppe sollte eine moderierende Person zur Verfügung stehen. Falls das nicht möglich ist, müssen klare Aufgabenbeschreibungen erstellt werden.

Wichtig ist, dass für die Bibeltexte eine einfache Übersetzung/Übertragung gewählt wird. Es bieten sich die „BasisBibel“ oder auch die „Gute Nachricht“ an.

Jede Kleingruppe befasst sich mit einem von vier biblischen Schwerpunkten.

Gruppe 1:

Lest gemeinsam 1. Mose 1,26-28. Verteilt Zettel, auf die die Jugendlichen je eine Aussage schreiben sollen, die der Text über den Menschen macht (erschaffen als Gottes Ebenbild; sollen über die Erde herrschen …). Lest euch die Zettel durch und sprecht darüber, wie die Jugendlichen die Begriffe verstehen. Fragt sie, welcher Begriff ihrer Meinung nach der zentrale in der Bibelstelle ist.

Gruppe 2:

Den Bibeltext einmal groß ausdrucken und auf einen großen Papierbogen kleben.

Lest gemeinsam Prediger 3,1-15. Anschließend erkunden die Jugendlichen den Text für sich, indem sie ihre Gedanken, Fragen und Erfahrungen auf den Papierbogen schreiben. Sie können gerne die entsprechenden Textstellen markieren und kommentieren. Folgende Fragen können sie dabei leiten:

  • Was spricht dich an und berührt dich?
  • Was verstehst du nicht?
  • Welche neue Entdeckung machst du?
  • Was wird hier über den Sinn des Lebens gesagt?

Sammelt anschließend eure Eindrücke und Fragen und kommt miteinander ins Gespräch.

Gruppe 3:

Sprecht nochmal darüber, welche Dinge oder Menschen den Jugendlichen Sinn geben. Hier werden mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit Begriffe vorkommen, die Aufgaben beschreiben. Denn oft definieren wir unseren Sinn darüber, welche Aufgaben wir ausfüllen (z. B. in der Familie, Gesellschaft, Studium, Freundeskreis usw.). Wie sehen die Jugendlichen den Zusammenhang von Sinn und Aufgabe?
Lest nun gemeinsam Römer 12, 4-8. Sammelt auf einem Zettel schwer verständliche Begriffe und Bilder. Diskutiert über diese.
Paulus vergleicht hier Gemeinde mit einem Körper. In einem Körper hat jedes Organ eine bestimmte Funktion.
Hier wäre es gut, wenn ihr ein möglichst großes Bild von einem Körper zur Hand habt. Lasst die Jugendlichen überlegen, was sie gut können und welchem Teil eines Körpers ihre Fähigkeiten am meisten entsprechen. Lasst sie diese Stelle auf dem Bild markieren. Wenn Jugendliche der Meinung sind, sie würden nichts können, dann fragt nach und ermutigt sie.

Austausch:

Was machst du wirklich gerne? Was geht dir schnell von der Hand, ohne viel Kraft und Überwindung? Was würden deine Freunde sagen, worin du wirklich gut bist?… Tauscht euch dann darüber aus, welchen konkreten Aufgaben in einer Gemeinde das entsprechen könnte.

Gruppe 4:

Fragt die Jugendlichen, ob es Erlebnisse gibt, die jemanden am Sinn des Lebens zweifeln lassen können. Hier gilt: Gut zuhören und nicht kommentieren. Gerade wenn hier persönliche Erlebnisse kommen sollten, ist es wichtig, diese ernst zu nehmen.
Befasst euch anschließend gemeinsam mit einer biblischen Person, die ein ziemlich bewegtes Leben mit einigen Höhen und vielen Tiefen hatte: Josef. Erstellt gemeinsam anhand folgender Bibelstellen eine Kurzbiografie von Josef:
1. Mose 37,3-10 (Josef, der verwöhnte Papasohn, der hochnäsig gegenüber seinen Brüdern ist),
1. Mose 37,18-28 (Josef, der für seine Hochnäsigkeit bitter bezahlt),
1. Mose 39,11-23 (Josef, der in den Knast kommt, obwohl er nichts falsch gemacht hat),
1. Mose 41,37-40 (der steile Aufstieg vom Knasti zum zweiten Mann in Ägypten),
1. Mose 45,4-7; 50,20 (das scheinbar Sinnlose bekommt Sinn).

Austausch:

Diskutiert gemeinsam über einen möglichen Titel für die Biografie. Welche Gedankenanstöße bekommt ihr im Blick auf eure Sinnsuche? Was war der Sinn des Lebens von Josef? Bedeutet sinn-volles Leben immer gleich leid-freies Leben?

4.2.2 Kreative Umsetzung der vier Schwerpunkte

Material:

  • alte Zeitschriften
  • Verkleidungskoffer o. Ä.
  • Papierbögen
  • Stifte
  • Moderationspapier (+ ggf. Flipchart)

Die Gruppen sollen nun ihre Ergebnisse bündeln, um sie im Plenum zu präsentieren. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Gruppen können Collagen erstellen (achtet darauf, dass das notwendige Material vorhanden ist), ein kurzes Theaterstück zum Thema entwerfen und vorspielen, ein Gedicht im Stil eines Poetry Slams schreiben und vortragen, eine Nachrichtensendung / Dokumentation erstellen o. Ä.

Lasst die Gruppen in der oben aufgeführten Reihenfolge ihre Ergebnisse präsentieren. Erstellt gemeinsam eine Übersicht über die Themen (bspw. auf Flipchart-Papier) und überlegt, wie die unterschiedlichen Themen zusammenhängen und aufeinander bezogen sind.

4.2.3 Input

Variante A: Lebensbericht live

Vielleicht kennt ihr jemanden, der durch schwere Ereignisse, Umstände oder eigenes Versagen am Sinn des Lebens gezweifelt hat. Das kann jemand aus dem Mitarbeiterteam oder jemand von außen sein. Wichtig ist nur, dass die Person diese Lebensphase reflektiert hat und über ihre Erlebnisse sprachfähig ist.
Lasst diese Person von ihren Erfahrungen und Kämpfen auf der eigenen Sinnsuche berichten und erzählen, was ihrem Leben (wieder) Sinn gab.

Variante B: Videoclip über Nick Vujicic

Material:

  • YouTube-Kanal „Finde den Sinn deines Lebens“ – Titel „Nick Vujicic DEUTSCH“

Schaut gemeinsam den Kurzbericht über Nick Vujcic an. Der Motivationstrainer Nick Vujicic ist ohne Arme und Beine geboren und war als Kind höchst suizidgefährdet. Nachdem er Christ wurde, konnte er Schritt für Schritt seine Behinderung annehmen. Mittlerweile berichtet er in beeindruckender Weise, dass Lebensmut und Glück keine Frage von glücklichen Umständen ist, sondern eine Frage der Einstellung. Er berichtet davon, dass er trotz seiner körperlichen Begrenzungen seinen Lebenssinn bei Gott gefunden und dadurch gelernt hat, seine Potenziale zu entfalten.

4.3 Abschluss

4.3.1 Ziele formulieren

Material:

  • Notizzettel für alle Teilnehmenden
  • Stifte

Ladet die Jugendlichen ein, ein bis drei Ziele für ihre persönliche Sinnreise zu formulieren. Diese Ziele sollten möglichst konkret und realistisch sein: „Schreibt eure Ziele auf einen Zettel und legt ihn zu Hause an eine markante Stelle, sodass ihr ihn immer wieder wahrnehmt.“

4.3.2 Ziele festmachen

–> Bietet den Jugendlichen an, dass sie die gefassten Ziele jemandem aus dem Mitarbeiterteam mitteilen können, damit diese dann nach einiger Zeit nachfragen können, was aus den Zielen geworden ist.
Es kann auch das Angebot geschaffen werden, für die Jugendlichen und ihre Ziele zu beten.

4.3.3 Additiv: Sinn-volle Aktion

Das Leben bekommt Sinn durch die Beziehung zu Gott! Und Gott hat uns als „Verwalter“ seiner Welt eingesetzt (vgl. Gen 1,26-28).

Überlegt euch eine Idee / ein Projekt, wie ihr gemeinsam etwas Sinnvolles auf die Beine stellen könnt.

  • mithelfen bei der Tafel oder anderen sozialen Einrichtungen
  • Kuchen backen und an Bedürftige verteilen
  • Flüchtlingskinder besuchen und mit ihnen spielen
  • einen Gottesdienst zum Thema „Sinn“ gestalten und durchführen
  • Zeit für (ältere) Menschen und ihre Geschichten haben und sie ermutigen

Nutzt euer kreatives Potenzial und fangt an, eine sinnvolle Aktion zu planen, mit der ihr euch und anderen dient. 

Eine Bibelarbeitsreihe für Teenager zum Philipperbrief:

  • Philipper 1, 12-29 – Gott folgen, auch wenn mir das Wasser bis zum Hals steht?!
  • Philipper 2, 1-11 – Ein Traum von Gemeinschaft
  • Philipper 2, 12-18 – Seid ein helles Licht in der Welt
  • Philipper 2, 19-30 – Bros und andere (geistliche) Freundschaften
  • Philipper 3, 1-11 – Mit der Jesusbrille sieht man besser!
  • Philipper 3, 12-20 – Das Ziel befindet sich vorne!
  • Philipper 4, 1-9 – Göttlicher Friede im Alltag
  • Philipper 4, 10-20 – Shit happens… oder wie man Zufriedenheit lernen kann.

1. Vorbemerkungen

Ich hatte, als ich gerade konfirmiert war und nun frisch in die Mitarbeit in der Gemeinde eingestiegen war, ein wenig das Problem, dass ich gefühlt auf zwei Gleisen gefahren bin. Da gab es die Gemeinde, in der ich mein Glaubensleben voll ausleben konnte, und dann gab es die Schule, den Fußballverein und andere Orte, wo mir diese Sache mit dem Glauben irgendwie unangenehm war. Ich wusste nicht so recht wie ich mit dieser Spannung umgehen sollte. Vielleicht hätte ich den Text aus Philipper 2,12-18 gebrauchen können. Paulus ruft dazu auf, seinen Glauben nicht zu verstecken, sondern ihn ganz klar und sichtbar zu leben, und das nicht nur, um einfach für sich authentisch zu sein, sondern weil es genau das ist, was orientierungslose Menschen brauchen.

Ich glaube für Teenager ist es heute wichtig herausgefordert zu werden, ihren Glauben sichtbar zu machen. Gerade in Zeiten, in denen es keine klaren Leitbilder mehr gibt, in denen irgendwie alles okay ist, geben sie damit anderen Teenagern Orientierung, indem sie ein Leben führen, in dem Gottes Liebe sichtbar wird.

2. Zielgedanke

Du bist dazu berufen, mit deinem Leben Gottes Liebe sichtbar zu machen! So bist du in einer dunklen Welt ein helles Licht.

3. Einführung

Paulus schreibt im Brief an die von ihm gegründete Gemeinde in Philippi. Der Anlass des Briefes ist vordergründig der Dank für ein Geldgeschenk, welches er von der Gemeinde empfangen hat. Dass er dieses Geschenk überhaupt annimmt, bezeugt die Vertrautheit, welche zwischen Paulus und der Gemeinde besteht. Der Brief zeigt grundsätzlich eine sehr herzliche Beziehung zwischen Paulus und den Philippern auf. Paulus nennt sie  „seine Freude und seinen Siegeskranz“ (4,1) und gibt auch Einblick in seine eigene Situation. Er befindet sich nämlich zu diesem Zeitpunkt in Gefangenschaft.

Im zugrunde liegenden Bibeltext (Philliper 2,12-18) wird das auch deutlich. So schreibt Paulus in den Versen 17 und 18, dass selbst wenn sein Leben im Einsatz für den Glauben geopfert würde, er sich darüber freuen würde.

Aus einer extremen Situation, in der Paulus aufgrund seines kompromisslosen Glaubens steckt, ruft er nun klipp und klar dazu auf, ein Leben zu leben, das Gott gefällt (V.13). Gerade weil er so eine Verbundenheit zu seinen Adressaten hat, scheint er sie motivieren und ermahnen zu wollen, ihr Leben wirklich zu verändern und Gottes Liebe sichtbar zu machen. Doch es bleibt nicht allein bei diesem Anspruch. Gott selbst, so spricht es Paulus den Philippern zu, arbeite an ihnen, indem er in ihnen sowohl den Wunsch für das rechte Tun bewirkt, als auch die Kraft gibt, dieses zu tun. Gott benutzt die Menschen also nicht, um seine Pläne zu verfolgen, als wären sie willenlose Objekte, sondern in der Beziehung zwischen Mensch und Gott verändert sich das Herz des Menschen, sodass seine Sehnsucht größer wird, Gott mit seinem Leben zu ehren. Allerdings ist der Mensch mit dieser Aufgabe auch nicht auf sich allein gestellt. Denn aus eigener Kraft kann er nicht hell strahlen. Es ist, als würde er einem Zug hinterherlaufen, in welchem er aber niemals mitfahren kann. Gott wirkt in und durch das Leben des Menschen und befähigt ihn, ein Licht zu sein.

Der Kern der Botschaft des vorliegenden Abschnitts liegt in Vers 15. Paulus schreibt: „Als Kinder Gottes sollt ihr ein reines, vorbildliches Leben führen in einer dunklen Welt voller verdorbener und verirrter Menschen, unter denen euer Leben wie ein helles Licht leuchtet.“ Paulus ruft dazu auf als Kinder Gottes ein reines und vorbildliches Leben zu führen. Aus der Identität als Kind Gottes ist das möglich. Außerdem zeigt er auf, dass die Menschen in Philippi ein Licht brauchen, welches ihnen Orientierung gibt und sie aufrüttelt. Wichtig ist, dass das Licht unter den Menschen leuchtet. Die Philipper sind dazu berufen, unter den Menschen ein Leben zu führen, welches Gott gefällt. Sie sollen sich dabei nicht über sie erheben oder sich von ihnen ablösen, sondern in Beziehung zu ihnen stehen.

4. Methodik für die Gruppe

In der Gruppenstunde können die Teilnehmer Erfahrungen mit Licht und Dunkelheit machen. Um sich so mit der Frage auseinanderzusetzen, wo es in ihrem Umfeld Menschen gibt, die im übertragenen Sinne in Dunkelheit leben und wie sie diesen ein Licht sein können. Hierzu gibt es verschiedene Spielideen und kreative Angebote. Idealerweise sollte die Gruppenstunde stattfinden, wenn es draußen schon dunkel ist oder man zumindest den Gruppenraum gut abdunkeln kann.

4.1 Einstieg

Um miteinander warm zu werden und ins Thema einzusteigen, spielt die Gruppe zu Anfang eine Runde „Sardinenverstecken“ im Dunkeln. Bei dieser besonderen Variante vom bekannten „Versteckspiel“ versteckt sich nur ein Teilnehmer und alle anderen strömen aus, um ihn zu suchen. Sobald man als Sucher die versteckte Person gefunden hat, ist das Spiel aber nicht vorbei, sondern man gesellt sich einfach still und heimlich dazu. Das geht so lange, bis die letzte Person die versteckte Gruppe gefunden hat.

(Alternative, falls es noch nicht dunkel ist: Einen Hindernisparcours im Gruppenraum aufbauen. Einem Teilnehmer werden die Augen verbunden. Ein anderer leitet ihn nur mit seiner Stimme hindurch)

Nach diesem Spiel kann nun in einem Gruppengespräch besprochen werden, wie sich die einzelnen Teilnehmer gefühlt haben. Fragen, die das Gespräch anregen, könnten sein:

  • Wie habt ihr euch im Dunkeln gefühlt?
  • Konntet ihr euch trotz der Dunkelheit noch orientieren?
  • Wie war es zuerst, nicht gefunden zu werden?

Als Moderator ist es wichtig darauf zu achten, dass jeder, der etwas sagen möchte, auch zu Wort kommt und dass immer nur einer redet. Bei einer eher unruhigen Gruppe bietet es sich an, einfach eine Runde zu machen, sodass jeder die Chance hat, sich zu äußern.

4.2 Hauptteil

Im Hauptteil geht es nun darum, den biblischen Text zu entdecken. Da es sich beim Text um einen Brief handelt, bietet es sich an, den Bibeltext tatsächlich als einen Brief zu haben. Ein Mitarbeiter könnte als Postbote in den Gruppenraum kommen und den Brief an die Gruppe überreichen. Das steigert die Spannung, was nun im Text steht.

Ein Teilnehmer wird ausgewählt und darf den Brief öffnen und laut vorlesen. Im Brief steht der Bibeltext.

Nur dort, wo eigentlich Vers 15 stehen müsste, ist eine Lücke. Unter dem Bibeltext steht noch: „Liebe Grüße euer Paulus … P.S.: Ein Licht in der Dunkelheit! Das ist sehr wichtig!“ Diese Anmerkung weist darauf hin, dass noch etwas in der Lücke zu lesen ist, das erst mal nicht erkennbar ist. Der Vers 15 wurde zuvor mit einem unsichtbar schreibenden Stift in die Lücke geschrieben. Das Geschriebene ist nur mit einer UV-Lampe lesbar, welche sich auch im Briefumschlag befunden hat. Die Teilnehmer sollen das Rätsel miteinander lösen, indem sie das Licht im Raum ausmachen und die Lücke im Brief mit der Lampe anstrahlen. Dort steht nun:

Als
Kinder Gottes sollt ihr ein reines, vorbildliches Leben führen in einer dunklen
Welt voller verdorbener und verirrter Menschen, unter denen euer Leben wie ein
helles Licht leuchtet.

Über diesen Schlüsselvers des Bibeltextes können sich die Teilnehmer nun in Kleingruppen (3–5 Teilnehmer) austauschen. In jeder Kleingruppe sollte der Bibeltext vorhanden sein, damit die Verse noch einmal nachgelesen werden können. Je nachdem, wie viele Mitarbeiter da sind, ist pro Kleingruppe ein Mitarbeiter dabei. Auf einem großen Papierbogen soll hier nun zusammengetragen werden, wo, für wen und wie die Teilnehmer in ihrem Umfeld ein Licht sein können: In der Schule? Für einen unbeliebten Schüler in der Klasse? In der Familie? Für den Papa, der gestresst von der Arbeit kommt?

Im Plenum sollte jetzt unbedingt noch durch einen kurzen Input der Bogen zu Vers 13 gespannt werden: „Denn Gott bewirkt in euch den Wunsch, ihm zu gehorchen, und er gibt euch auch die Kraft zu tun, was ihm Freude macht.“

Den Teilnehmern soll deutlich gemacht werden, dass Paulus zwar dazu motivieren will, dass wir etwas an unserem Leben verändern und Gottes Liebe sichtbar machen. Gleichzeitig sagt er aber auch, dass wir mit dieser Aufgabe nicht allein sind. In der Freundschaft mit Gott wandelt sich unser Herz zu einem Herzen, welches sich danach sehnt, Gott zu ehren. Das folgt daraus, dass wir Gott immer besser kennenlernen und so mehr und mehr verstehen, dass er es wert ist, verehrt zu werden. Außerdem hilft uns Gott, der Allmächtige, ein Leben zu leben, welches für andere Licht in die Dunkelheit bringt.

Diese Aussage ließe sich ganz einfach damit verdeutlichen, indem eine Kerze an einer anderen Kerze entzündet wird. So wird klar, dass das Licht, um das es geht, nicht aus uns selbst kommt, sondern von Gott. 

4.3 Abschluss

Zum Abschluss der Stunde könnte man das Thema nun noch kreativ aufarbeiten. Zum Beispiel könnte man das sogenannte „Lightpainting“ machen. Beim „Lightpainting“ malt man mittels der Langzeitbelichtung einer digitalen Spiegelreflex- oder Systemkamera Licht in der Dunkelheit. Während einer 30-sekündigen Belichtungszeit, zeichnet man in einem dunkeln Raum mit schwachen Lichtquellen wie Wunderkerzen, Taschenlampen oder Knicklichtern. Man könnte beispielsweise das Wort „Licht“ schreiben oder jeder Teilnehmer zeichnet sein eigenes Bild. Diese Bilder können entweder per WhatsApp an die Teilnehmer verschickt oder ausgedruckt und beim nächsten Mal an die Teilnehmer verteilt werden.

Eine andere Option wäre auch das Malen mit Schwarzlichtfarbe. Die Teilnehmer können hierbei am besten auf schwarzem Karton das aufmalen, was ihnen wichtig geworden ist. Unter Schwarzlicht sieht das Bild nun besonders schön aus.

Schön ist es nun ein paar Lieder zu singen, die das Thema aufgreifen. Es eigenen sich die Lieder: Jesaja 61 (FJ5,243), My Lighthouse (FJ5,202) oder Light of the world (FJ4,145).

Am Ende kann nun füreinander gebetet werden. Es können vor allem für die Personen und Orte gebetet werden, die auf den Papierbögen aufgeschrieben wurden.

Das Ziel

Starter

Die Kinder erfahren, dass Menschen, die „Ja“ zu Gottes Plan für sich sagen, manchmal einfach übersprudeln vor Begeisterung über ihren Gott.

Checker

Marias begeisterte Aussagen über Gott können die Kinder zum Forschen anregen: Wo in der Bibel und im Leben gibt es zu ihnen konkrete Beispiele?

Der Text an sich

Der Text ist, bis auf den Abschlusssatz, in wörtlicher Rede geschrieben. Dadurch wirken die Aussagen sehr echt und nah.

Es ist ein emotionaler Text. Das entsprechende Vorzeichen hierfür bilden die ersten beiden Verse. Die Verben hier sind „preisen“ und „vor Freude jubeln“. Die Akteure sind „Marias Herz“ und „alles in ihr“ (nach der Guten Nachricht Bibel). Maria selbst erscheint geradezu passiv. Diese Freude an Gott ist nichts, was sich menschlich produzieren lässt. Der Adressat und gleichzeitig der Grund der Freude und des Jubels in Marias Innerstem ist Gott.

In den Versen 48 und 49 wird Marias Staunen darüber in Worte gefasst, dass der heilige und mächtige Gott sich gerade ihr, einem ganz normalen einfachen Mädchen, zuwendet und dass er ihr sogar eine überaus wichtige Aufgabe zukommen lässt, nämlich seinen Sohn auszutragen, zur Welt zu bringen und aufzuziehen. Allerdings wird dies fast schüchtern auch wieder in der passiven Form ausgedrückt: „Gott hat Großes an mir getan“. In der Mitte dieses Sinnabschnittes steht die Aussage, dass Menschen aller zukünftigen Generationen sie genau deswegen glücklich preisen werden. Maria ist erstaunlich bewusst, welch ungeheures Vorrecht es ist, Gott so nah zu sein, sogar physisch mit ihm verwachsen zu sein.

Die beiden ersten Sinnabschnitte enden jeweils mit einer Aussage über Gott. In Vers 47 ist es „Gott, ihr Retter“ und in Vers 49 „Gott, der mächtig und heilig ist“. Das macht deutlich, es geht Maria um ihn, nicht um sich selbst.

In den Versen 50-53 besingt Maria, was Gott tut. Das Wichtigste steht in diesem Sinnabschnitt am Anfang: Gott hat unendliches und generationsübergreifendes Erbarmen für die Menschen, die ihn ehren.

Er kümmert sich um Unterdrückte und Arme. Es werden aber auch Menschen aufgezählt, gegen die Gott sich wendet, nämlich die Stolzen, die unabhängig von Gott ihre Pläne machen und durchdrücken, die Mächtigen und die Reichen. Man könnte sagen: Gott sorgt für Gerechtigkeit, ganz grundsätzlich.

In den Versen 54 und 55 wird deutlich gemacht, dass das, was jetzt passiert, Gottes Versprechen aufgreift, sich seinem Volk Israel erneut in Liebe zuzuwenden.

Und so überschwänglich und begeisternd Marias Lied auch war, es fand im Alltag statt. Dies macht deutlich, dass Vers 56 eine ganz banale Aussage dazu macht, wie lange Maria noch bei Elisabeth blieb, bevor sie nach Hause ging. So nah sollen Alltag und Glaube zusammen sein.

Der Text für mich

Mich spricht dieser Text und die übersprudelnden Gefühle der Maria sehr an. Die Liebe Gottes, die mich überwältigt und staunend vor ihm stehen lässt, erlebe ich beispielsweise in Lobpreis- und Anbetungszeiten im Gottesdienst. Auch beim Nachdenken über einen Bibeltext, in der Stille vor Gott und im Gebet schenkt Gott gern diese Freude. Sie nimmt meinen Sorgen ihre niederdrückende Schwere. Herausforderungen und Aufgaben stehen nicht mehr wie unüberwindbare Berge vor mir. Weil Gott groß, gut und vertrauenswürdig ist, fasse ich Mut für die Aufgaben, die er mir gibt. In diesen „heiligen Momenten“ erinnert der Heilige Geist gern daran, wie Gott ist. So war es auch bei Maria. Es tut gut, durch sie daran erinnert zu werden, dass Gottes Erbarmen auch mir gilt, dass ich durch Jesus Teil seines Volkes geworden bin, und dass er all der Ungerechtigkeit ein Ende machen wird. Das ist gerade dann ein Trost, wenn die Ungerechtigkeit im täglichen Arbeiten mit den Kindern überdeutlich ist.

Der Text für dich

Starter

Für einige Kinder mag der Text recht befremdlich sein. Gott ist vielleicht für sie eine schwer vorstellbare unsichtbare Macht. Vielleicht auch ein alter Opa auf einer Wolke? Dann „lobt da ein Herz“ diesen Gott. Und das Innerste freut sich an ihm? Einfach nur seltsam mögen diese Worte sein, für das eine oder andere Kind. Übersprudelnde Freude kennen die Kinder aber gut. Gründe dafür gibt es viele, z. B. ein gewonnenes Fußballspiel, Weihnachten oder wenn ein lang ersehnter Wunsch wahr wird! Dass Gott so real und persönlich da ist, dass man sich an ihm genauso freuen kann, hören die Kinder vielleicht zum ersten Mal. Eine Sehnsucht danach, angenommen zu sein, auch wenn man etwas falsch gemacht hat (Erbarmen), kennen Kinder ebenfalls, auch wenn sie es so oft noch nicht ausdrücken können. Und einen Sinn für Gerechtigkeit, haben sie definitiv.

Checker

Gott zu loben, wird vielen Kindern aus Liedern im Gottesdienst und in der Jungschar vertraut sein. Kommt es aber in ihrem Alltag vor? Die Kinder können dazu ermutigt werden, ihren Alltag mit Gott in Verbindung zu bringen und persönliche Freu-Zeiten mit Gott zu suchen.

„Gottes Erbarmen“, ist sicher für viele ein vertrautes Wort. Hier sind Mitarbeiter herausgefordert, den Kindern neu zu verdeutlichen, wie besonders die Zuwendung Gottes ist. Schließlich können die Verheißungen (V.50-53) genauer unter die Lupe genommen werden. Die Kinder finden sicher in der Bibel und im Leben von Christen Beispiele, hören aber genauso von der Erfüllung am Ende der Zeiten.

Mit den Versen 54 und 55 kann ihnen verdeutlicht werden, wie die Geschichte von Weihnachten in die ganze Geschichte Gottes mit seinem Volk passt.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Freu-Pantomime

Die Kinder bekommen gruppenweise die Aufgabe, kleine Szenen zu spielen, in denen sich jemand freut. Die Anderen müssen herausfinden, warum sich die Person(en) freuen. Folgende Szenen können gespielt werden:

  • ein Spiel wird gewonnen
  • ein Kind hat Geburtstag
  • ein Kind besucht einen Freizeitpark
  • ein Kind schreibt eine gute Note
  • ein(e) Freund(in) kommt zum Übernachten
  • ein Auftritt wird zum vollen Erfolg
  • die Lieblingsmannschaft gewinnt

Idee 2: Hüpfendes Herz

Der Mitarbeiter hat einen Herzluftballon und lässt ihr „hüpfen“. Er erzählt, wann sein Herz hüpft, also wann er sich besonders freut. Dann gibt er das hüpfende Herz weiter.

Verkündigung

Erzählen mit Symbolen

Es gibt viele Situationen, in den wir uns freuen. Um jemanden, der sich richtig gefreut hat, geht es auch heute. Es ist Maria.

Von Maria haben wir in den letzten beiden Stunden schon gehört.

Sie erwartet ein Baby. Dieses Baby ist Gottes Sohn, das hat der Engel ihr gesagt. Nun ist Maria bei ihrer Verwandten, bei Elisabeth. Elisabeth hat sich sehr gefreut, als Maria zu Besuch kam. Auch sie ist schwanger. Auch ihr Kind wurde von einem Engel angekündigt. Und auch ihr Kind hat von Gott eine besondere Aufgabe bekommen, die es erfüllen wird, wenn es groß ist. Als Maria und Elisabeth sich begrüßen passiert etwas Besonderes. Jetzt können die Kinder erzählen was sie noch wissen.

Erzählen Hinlegen
Baby Johannes hat sich gefreut und Maria auch. Sie hat sich so gefreut, dass sie richtig strahlte und ganz glücklich sagte: In die Mitte einen großen Smiley von ca. 50cm Durchmesser legen.    
Um den Smiley werden fünf Symbole gelegt
„Mein Herz preist den Herrn …Herzluftballon hinlegen.
… alles in mir jubelt vor Freude über Gott, meinen Retter!“ Bild von jubelnden Menschen und neben den Ballon legen.
Ich bin nur ein ganz normales Mädchen, das Gott dient, und doch interessiert er sich für mich.   Spiegel herumreichen, dabei den Vers angepasst nach Junge und Mädchen wiederholen. Den Spiegel neben das „Jubelbild“ legen.
Gott ist mächtig und heilig, sagte Maria. Brennende Kerze hinstellen
Weil Gott mich für eine so besondere Aufgabe ausgesucht hat, werden die Menschen auch in vielen, vielen Jahren noch sagen: „Maria hatte es so gut!“ Eine Krippenfigur Maria dazustellen. Sie schließt den Kreis um den Smiley ab.
Jetzt, ganz plötzlich, kommen der Maria ganz viele Gedanken in den Kopf. Es sind Gedanken darüber, wie Gott ist. Diese Gedanken hat Gott ihr geschickt. Deshalb sind sie sehr wertvoll: Einen Kreis aus goldener Rettungsfolie um die Symbole legen.
Auf die Folie werden vier Dinge gelegt  
Gott interessiert sich für die Menschen. Selbst wenn sie etwas falsch gemacht haben, lässt er die Menschen nie im Stich, die ihm vertrauen. Bild von zwei Händen, die einander anfassen
Gott richtet sich gegen die, die ohne ihn Pläne machen und sagen: „Von Gott will ich nichts wissen!“ Blatt mit der Aufschrift: Gott richtet sich gegen die, die ohne ihn Pläne machen und sagen: „Von Gott will ich nichts wissen!“.
Gott hilft den Unterdrückten. Schlechten Machthabern nimmt er die Macht. Blatt mit der Aufschrift: „Gott hilft den Unterdrückten. Schlechten Machthabern nimmt er die Macht.
Den Hungernden gibt er reichlich zu essen und schickt die Reichen mit leeren Händen fort. Brötchen oder Brot
Maria hat verstanden, dass Gott für Gerechtigkeit sorgen wird, und dass er sich vor allem um die Menschen kümmern möchte, die arm sind und nichts zu sagen haben, weil immer die anderen bestimmen. Maria hat aber noch etwas anderes verstanden: Gott kümmert sich weiter um sein Volk, also um das Volk zu dem Abraham, Isaak, Jakob, und Mose gehört haben. Um dieses Volk kümmert er sich auch nach Hunderten von Jahren weiter. Zu diesem Volk gehört Maria nämlich auch. Manche hatten die Hoffnung fast schon aufgegeben, dass Gott sich um sein Volk kümmert.

Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabeth und kehrte dann wieder nach Hause zurück.

Die andere Idee

Textpuzzle

Der gesamte Bibeltext wird kopiert und in Abschnitte zerteilt. Man kann dazu eine moderne Übersetzung verwenden, zum Beispiel den Text der Volxbibel.  Nun haben die Kinder die Aufgabe, den Text in der richtigen Reihenfolge zusammenzulegen. Bei großen Gruppen muss man die Kinder in Gruppen zu ca. 5 Kindern aufteilen. Jede Gruppe soll von einem Mitarbeiter begleitet werden, der den Kindern Hilfestellung gibt und schon Fragen zum Text stellt, zum Beispiel: „Warum denkt ihr, dass der Satz gerade an diese Stelle kommt?“ Ist die Aufgabe gelöst bekommt jedes Kind einen Teil des Textes und liest ihn vor.

Der Text gelebt

Wiederholung

Da es sich eher weniger um eine Geschichte handelt, als um ein begeistertes Aussprechen von Wahrheiten über Gott, ist eine Wiederholung, im Sinne einer Zusammenfassung oder Nacherzählung ungeeignet. Möglich ist jedoch zum Beispiel, einen Klatschrapp mit den Kindern zu entwickeln, der die wichtigsten Aussagen enthält.

Gemeinsam wird in der Bibel geschaut, was über Gott gesagt wird.

Im Klatschrhythmus, Patschen (auf die Knie) – Klatschen – Schnipsen rechts – Schnipsen links, werden Aussagen notiert und anschließend natürlich gerappt.

Gespräch

Eine Frage um ins Gespräch zu kommen ist die Frage, welcher Satz den Kindern am Besten gefällt. Vielleicht können sie auch benennen, was ihnen daran gefällt.

Folgende Fragen können zu den nachfolgenden Aussagen besprochen werden:

  1. In welchen Bibelgeschichten kommt so etwas vor?
  2. Kennst du Beispiele aus dem Leben heute?
  3. Menschen loben und preisen Gott.
  4. Gott interessiert sich für die Menschen. Selbst wenn sie etwas falsch gemacht haben, lässt er die Menschen nie im Stich, die ihm vertrauen.
  5. Gott richtet sich gegen die, die ohne ihn Pläne machen und sagen: „Von Gott will ich nichts wissen!
  6. Gott hilft den Unterdrückten. Schlechten Machthabern nimmt er die Macht.
  7. Den Hungernden gibt er reichlich zu essen und schickt die Reichen mit leeren Händen fort.

Merkvers

Alles in mir jubelt vor Freude über Gott, meinen Retter. Lukas 1,47, GNB

Der Vers steht auf einem Blatt Papier in der Kreismitte, gut sichtbar für alle. Er wird zunächst mehrmals gemeinsam gesprochen. Wichtig dabei ist, dass ihr immer den gleichen Sprechrhythmus gebraucht. Dann bekommt Jeder eine Partytröte. Nun werden die ersten beiden Sprechsilben durch 2 x tröten ersetzt. Der restliche Text wird im gewohnten Rhythmus gesprochen. Anschließend die nächsten beiden Silben … usw. Zum Schluss wird der gesamte Text getrötet.

Gebet

Auf ausgeschnittene Herzen schreiben die Kinder, worüber ihr Herz jubelt. Anschließend wird Gott für diese Sachen gedankt.

Kreatives

Benötigt werden Streichholzschachteln, Papierstreifen von ca. 15 cm Länge und 1 cm Breite und roter Tonkarton.

Aus zwei Papierstreifen wird eine sogenannte Hexentreppe gefaltet. Dazu legt man die unteren Streifenenden im rechten Winkel übereinander. Nun knickt man abwechselnd beide Streifen gerade um. So verbinden sie sich zu einem symmetrischen Gebilde. An das Ende wird ein ausgeschnittenes Herz geklebt, welches etwas kleiner als die Streichholzschachtel sein muss. Unten wird es am Boden der Streichholzschachtel festgeklebt. Auf die Hülse, die ebenfalls beklebt werden kann, kann der Merkvers notiert werden. Ist der Kleber getrocknet wird die Schachtel vorsichtig in die Hülse gesteckt, wobei das Herz heruntergedrückt werden muss. Öffnet man sie, sieht man das Herz hüpfen.

Spielerisches

Hüpfende Herzen

Ablauf: Es gibt zwei Teams, die roten und die blauen Herzen (diese können auf den Handrücken aufgemalt werden). Die Kinder stellen sich jeweils hintereinander an der Startlinie auf. An der gegenüberliegenden Wand sind die Papierbögen befestigt. Die Stifte liegen griffbereit daneben.

Nun treten die ersten beiden Spieler gegeneinander an. Sie müssen mit ihrem Sack zum Papierbogen hüpfen, dort Dinge aufschreiben, wofür sie Gott danken und anschließend zurückhüpfen. Dann ist der Nächste an der Reihe. Gewonnen hat das Team, welches zuerst fertig ist, aber auch die meisten Dinge zum Danken gefunden hat. Antworten, die beide Teams gleich haben, gelten nicht.

Rätselhaftes

Was ist denn das für ein Durcheinander? Bilde aus diesen Silben sinnvolle Wörter! Sie haben alle mit der Freude zu tun.

CHEN – RUNG – ERN – JUB – TEN – FREU – TE – NEN – ELN – LA – ZÜK – AUS – BE – GEIS – ENT – KEN – DEN – TRÄ – RAS – FEI

Lösung: Begeisterung, Entzücken, Jubeln, Freudentanz, Lachen, Ausrasten, Feiern

(T)Extras

Spiele

Herzschlag

Die Teilnehmer stehen hintereinander in einer Reihe. Der Hinterste beginnt und klopft seinem Vordermann einen kurzen Rhythmus auf den Rücken (z. B. lang – lang – kurz – kurz), Dieser gibt ihn weiter. Wenn der Rhythmus beim Mitspieler ganz vorn angelangt ist, klopft dieser ihn auf einer Trommel, Kochtopf, usw. Ob der Rhythmus auch so losgeschickt wurde? Nun geht der hinterste Spieler ganz nach vorn und das Spiel beginnt von vorn. Es macht Sinn, mit sehr einfachen Rhythmen zu beginnen und sich langsam zu steigern.

Tierische Gesellschaft

Es findet ein Galaabend statt. Alle geladenen Gäste haben tierische Familiennamen. Mit Memorykarten wird festgelegt, welche Familien es gibt. Nun beginnt das Fest. Wer mag, kann dazu eine ruhige klassische Musik laufen lassen. Die Herrschaften gehen durch den Raum und stellen sich höflichst mit Handschlag oder Diener und Knicks vor, wenn sie sich begegnen: „Guten Abend, Frau Fuchs ist mein Name.“ Ziel des Spiels ist es möglichst schnell sein Familienmitglied zu finden. Paare die sich gefunden haben, stellen sich gemeinsam an den Rand des Spielfeldes.

Aktion

Gerecht geteilt?

Die Kinder haben verschiedene Alltagsmaterialien zur Verfügung. Denkbar wären: Sand, Knöpfe, Wolle, Watte, Papierkugeln, Tannenzweige, Pappstückchen und vieles mehr. Ihre Aufgabe besteht darin, möglichst zwei gleich große Portionen aufzuteilen. Anschließend wird mit einer Waage geprüft. Das Ergebnis wird auf einer Liste notiert. Welches Kind schafft es, am gerechtesten zu teilen?

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zum Thema Gemeinde aus JUMAT 2/16. Die Grundlage bilden texte aus dem 1. Korintherbrief. In der ersten Einheit geht es um das Thema Streit in der Gemeinde. Die nächsten Einheiten beschäftigen sich mit Bildern, die für Gemeinde verwendet werden. Die abschließende Einheit dreht sich um das Hohelied der Liebe aus 1.Korinther 13.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Ein Stadtspiel für Gruppen

Im Mittelpunkt einer jeden Sommer-(ferien)-Trophy steht eine historische Person, die in ihrer Kindheit und Jugend wesentlich geprägt wurde und deren Wirken sich bis heute nachhaltig auswirkt. Alle Spiele und Aufgaben haben einen in haltlichen Bezug zum Leben und Werk dieser Person. Im Laufe der Trophy werden immer mehr Informationen zu Mr. oder Mrs. X bekannt. Errät jemand, um we che Person es sich handelt? Im Rahmen des Abschlussprogramms wird diese Person dann kurz vorgestellt und auf jugendgemäße Weise ein Gedanke weitergegeben, was wir von ihr lernen können.

Die verschiedenen Spielformen und Aufgaben fördern unterschiedliche Begabungen (Kreativität, Geschicklichkeit, kognitive Fähigkeiten, Beweglichkeit…) so wie gruppendynamische Prozesse.
Die Sommer(ferien)-Trophy wurde entwickelt als eine Programmstruktur, die dauerhaft lebbar ist (immer die gleiche Grundstruktur, aber immer mit anderen Inhalten und Spielen). Die feste Programmstruktur ermöglicht eine wiederholte Durchführung mit jeweils einer anderen Person als Mr./Mrs. X, beispielsweise als Programmpunkt im jährlichen Sommerferienprogramm oder auch auf Freizeiten.
Vorteile im Falle einer regelmäßigen Durchführung sind: Die Abwechslung vonVertrautem und Überraschendem erleichtert in den Folgejahren die Durchführung. Der Vorbereitungsaufwand wird in den Folgejahren geringer, was einen schonenden Umgang mit den Ressourcen ehrenamtlicher Mitarbeitender fördert.

Ablauf

Hinweise zur Durchführung

Wichtig ist, dass das Spiel zügig in Gang kommt. Falls die Teilnehmenden bebeits vor Beginn der Trophy bekannt sind, sollten die Gruppen bereits vorher eingeteilt werden. Ansonsten sollten die Gruppen möglichst bei der Anmeldung der Teilnehmenden sofort nach deren Eintreffen sukzessive gebildet werden.

Die einzelnen Stationen sollten so im Spielgebiet verteilt werden, dass sich die Gruppen gezielt Gedanken machen müssen, in welcher Reihenfolge sie Stationen anlaufen und sonstige Aufgaben lösen. Ein wesentliches Erfolgskriterium ist es, inwieweit es den Gruppen gelingt, ihre Zeit geschickt einzuteilen und eine zu ihrem individuellen Zeitplan (Fixtermine bei den festen Spielstationen) pasende Strecke zu wählen.

Wertung

Gesamtsieger der Sommer-Trophy kann nur werden, wer mit der eigenen Gruppe in der Spielphase II gewinnt.

Da das Abschlussspiel nur mit einer Gruppe gespielt werden kann, muss darauf geachtet werden, dass nach der Spielphase II ein eindeutiger Sieger feststeht. Wenn zwischen zwei Gruppen nach der Spielphase II ein Gleichstand besteht, muss gegebenenfalls ein Stichentscheid herbeigeführt werden (z.B. eine Quizfrage mit Antwort zum Schätzen – wer näher an der Lösung dran ist, hat gewonnen!).
Der Sieger des Abschlussspiels gewinnt das gelbe Trikot.
Möglich ist, dass (in Anlehnung an die Tour de France) weitere Trikots vergeben werden:
• ein weißes Trikot (für den kleinsten/jüngsten Teilnehmenden der Siegergruppe)
• grüne Trikots (für die übrigen Teilnehmenden der Siegergruppe)
• ein rotes Trikot (für denjenigen, der als erster beim Abschlussimpuls den Mr. X bzw. die Mrs. X errät bzw. eine bestimmte Frage zu Mr./Mrs. X beantwortet)

Ideen für Spiele und Inhalte am Beispiel Mr. X alias Wilhelm Maybach

Es geht immer um Mr. X und sein Leben. Der tatsächliche Name von Mr. X (Wilhelm Maybach) wird erst beim Abschlussfestival genannt. Bekanntgegeben wird den Teilnehmenden nur, dass es bei der gesamten Sommer-Trophy um das Thema Automobile geht – und dass Mr. X in Bezug auf das Thema der Trophy eine ganz entscheidende Rolle spielte.

Eröffnungsspiel – am Start

Story: Wie kaum eine andere Erfindung hat das Automobil das letzte Jahrhundert geprägt. Entscheidend für den Erfolg der Automobilentwickler war schon immer, wer als erstes die richtigen Antworten auf die sich aktuell stellenden Fragen fand. Aktuell ist die Automobilindustrie herausgefordert durch die Entwicklung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb. Mr. X war ein Mann, der für viele Teile des Automobils als erster eine passende Antwort fand…

Aufbau: Auf der Spielfläche wird in der Mitte ein Kreis mit einem Durchmesser von etwa 3 m aufgezeichnet. Im Kreis steht von jedem Team ein Spieler und hält einen Wasserball. Am Spielfeldrand stehen vier Körbe beschriftet mit den Buchstaben A, B, C und D. Die restlichen Spieler verteilen sich auf dem Spielfeld.

Spiel: Die Spielleitung liest eine Frage vor und vier mögliche Antworten. Jede mögliche Antwort passt zu einem Korb. Gewonnen hat das Team, dessen Wasserball als erstes den richtigen Korb erreicht. Beim Werfen, Fangen oder Aufheben des Balles darf sich der Spieler nicht von der Stelle bewegen. Wenn der Ball von keinem Spieler des Teams gefangen werden konnte oder nicht aus dem Stand aufgehoben werden kann, darf der Spieler aus dem Mittelkreis den Ball holen und vom Mittelkreis aus wieder ins Spiel bringen. Die Siegergruppe verlässt das Spielfeld, bekommt ihr Logbuch und beginnt mit der Trophy. Die anderen Teams spielen eine weitere Runde. Entsprechend werden weitere Runden gespielt bis nur ein Team übrigbleibt.

Beispiele für Fragen und Antworten:
a) Wie hieß die erste bedeutende „Auto-Frau“?
A: Paula Porsche/B: Daniela Daimler/C: Bertha Benz/D: Aurelia Audi

b) Den Heinkel Kabinenroller nannte man auch
A: Kugelrutscher/B: Benzin-Birne/C: Rotkäppchensarg/D: Knutschkugel

c) Welche Automobilfirma ist bekannt für ihre Feuerwerkfahrzeuge?
A: VW/B: Metz/C: Sony/D: Loewe

d) Der Rotationskolbenmotor geht zurück auf
A: Sigismund Schleuder/B: Fridolin Kuppler/C: Felix Wankel/D: Nikolaus Otto

e) Wie lautet beim Auto der Begriff für „Luftsack“?
A: Airbag/B: Airsack/C: Windbeutel/D: Windblower

f) Mercedes ist ein
A: Blumenname/B: Mädchenname/C: Fantasiename/ D: meteorologischer Begriff

Aufgabe 1 – Viertaktmotor (erste feste/bemannte Spielstation auf dem Weg vom Start zum Ziel)

Story: Mr. X war maßgeblich an der Weiterentwicklung des ersten Viertaktmotors, dem sogenannten „Otto-Motor“ beteiligt. Für die Sommer-Trophy haben wir ein Fahrzeug entwickelt und ihr seid der Viertakt-Motor. Könnt Ihr getaktet und koordiniert ziehen?

Aufbau: Auf einem Rollbrett für Möbel wird eine große Bananenkiste befestigt, in der sich einer als Fahrer ausgerüstet mit Fahrradhelm und Handschuhen setzt. Am Rollbrett ist an jeder Ecke ein Seil befestigt. Es wird mit Hütchen oder Kreide ein Rundparcours gesteckt.

Spiel: Innerhalb der fest vorgegebenen Spielzeit müssen mögichst viele Runden gedreht werden. Der Fahrer darf während der Runde das Fahrzeug nicht verlassen. Vier andere Spieler, die alle den Parcours nicht betreten dürfen, müssen das Fahrzeug mittels der Seile durch den Parcours ziehen. Nach jeder Runde wird der Fahrer ausgewechselt.

Aufgabe 2 – Kontruktionsbüro (zweite feste/bemannte Spielstation auf dem Weg vom Start zum Ziel)

Story: Mr. X machte eine Ausbildung zum Technischen Zeichner. Ein Schlüssel zum Erfolg war für ihn, genau und übersichtlich zeichnen zu können.

Aufbau: An einer Wand wird ein großes weißes Plakat befestigt (idealerweise Zeitungspapier von einer Rolle). Zur leichteren Orientierung wird die Unterkante der Karosserie mit einem waageechten, 110 cm langen Strich eingezeichnet.

Spiel: Innerhalb der fest vorgegebenen Spielzeit muss die im Logbuch abgebildete Zeichnung im Maßstab 1:10 möglichst genau gezeichnet werden. Als Hilfsmittel stehen Meterstab, lange Lineale, Latten, Stifte und Schnüre zur Verfügung.

Aufgabe 3 – Automarken (Mitbringaufgabe – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Nach Mr. X ist eine noble Automarke benannt.

Aufgabe: Sucht zehn möglichst seltene Automarken und macht von einem Auto jeder Marke ein Foto. Marken, die nur ihr entdeckt habt, zählen besonders. Marken, die alle im Team entdeckt haben, werden nicht gezählt. Tragt vor Spielende nachfolgend zehn Automarken ein und zeigt der Jury jeweils ein Bild eines Autos dieser Marken (Marke muss auf dem Foto gut sichtbar sein!)

Aufgabe 4 – Wirkungsstätten (Quiz – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Mr. X war in seiem Leben an verschiedenen Orten aktiv.

Aufbau: An den im Stadtplan markierten Stellen wird jeweils eine Quizfrage aufgehängt, bei der es um Mr. X und diesen Ort geht.

Spiel: Ohne die Frage zu kennen, kann nur eine Antwort erraten werden. Deshalb lohnt es sich, möglichst viele „Orte“ aufzusuchen, um dann sich sicherer für die richtige Antwort entscheidenzu können.

Aufgabe 5 – Autodesign (Mitbringaufgabe – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Mr. X wird auch als „König der Konstrukteure“ bezeichnet.

Spiel: Das im Logbuch begonnene Bild soll so ergänzt werden, dass ein möglichst pfiffiges Auto entsteht.

Aufgaben 6 und 7 – Bonusaufgaben I und II (Knobelaufgaben – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Mr. X hatte bei seiner Arbeit laufend knifflige Aufgaben zu lösen.

Aufgabe(n): siehe Logbuch (Anlage), ggf. selbst passende Aufgaben in die Vorlage kopieren.

Abschlussspiel – am Ziel

Story: Mr. X konstruierte viele Teile für Fahrzeuge. Viele Einzelteile ergeben ein Fahrzeug. Und nur ein komplettes Fahrzeug fährt!

Aufbau: Auf der Bühne wird auf einem kleinen Tisch eine Kiste mit DUPLO-Bausteinen aufgestellt. Die Teilnehmenden der Siegergruppe stellen sich um den Tisch.

Aufgabe: Aus vier bis fünf DUPLO-Bausteinen wird ein einfaches Fahrzeug als Modell (Prototyp) zusammengesetzt und den Teilnehmenden gezeigt. In einer Kiste befinden sich viele DUPLO-Bausteine. Die Spieler müssen nun versuchen, mit verbundenen Augen in der Kiste die benötigten Bausteine zu finden und mit diesen möglichst schnell den Prototypen nachzubauen. Wer als erster sein Fahrzeug korrekt zusammengesetzt zeigen kann, hat gewonnen – und ist Sieger der Sommer-Trophy!

Ideen zur Verkündigung

Im Jahr 1856 erschien in der Zeitung in Stuttgart folgende Annonce: „Bitte an edle Menschenfreunde für 5 vater- und mutterlose Knaben von 12 bis 4 Jahren.
Die Mutter dieser 5 Waisen starb vor 3 Jahren, und der Vater fand kürzlich seinen Tod in einem See in Böblingen; da sie nun gar keine Mittel zu ihrer Erhaltung haben, auch an Kleider und Weißzeug sehr entblößt sind, so ergeht daher die herzliche Bitte an wohlthätige Menschen, sich der armen Kinder durch Liebesgaben annehmen zu wollen, auch die kleinste Gabe ist willkomen. Beiträge übernehmen und werden zu seiner Zeit Rechenschaft ablegen: Louise Kauffmann, verlängerte Hauptstätterstraße Nr. 77, 3. Tr. Catharine Loit, im Mangold’schen Handschuhladen, Königsstraße Nr. 45″.

Gustav Werner las diese Anzeige und nahm Wilhelm Maybach bei sich im Bruderhaus in Reutlingen auf. Von 1856 bis 1869 lebte Wilhelm Maybach in dieser von Gustav Werner gegründeten diakonischen Einrichtung. Die Maschinenfabrik des Bruderhauses in Reutlingen kann insbesondere in den 1860er Jahren als Talentschmiede erfolgreicher schwäbischer Unternehmer bezeichnet werden. Der erfolgreichste Zögling des Bruderhauses war ohne Zweifel Wilhelm Maybach. Im Bruderhaus wurde die Grundlage für eine der erstaunlichsten Karrieren in der deutschen Industriegeschichte gelegt.

1873 folgte Wilhelm Maybach Gottlieb Daimler, den er im Bruderhaus in Reutlingen kennengelernt hat, nach Köln und leitete dort das Konstruktionsbüro der Gasmotorenfabrik Deutz AG. Später entwickelte Wilhelm Maybach zusammen mit Gottlieb Daimler im Gewächshaus von Daimlers Cannstatter Villa einen Wagen mit niedrigem Schwerpunkt und einem leistungsfähigen Antrieb und legte damit die Grundlage für das schnelle und sichere Auto. Wilhelm Maybach wird bis heute als „König der Konstrukteure“ bezeichnet.

Das Miteinander im Bruderhaus war geprägt durch den Gemeinschaftsgeist und die religiösen Grundsätze des schwäbischen Pietismus. Wilhelm Maybach schrieb 1921 rückblickend auf diese ihn prägende Lebensphase: „Mit Gustav Werner und dem Bruderhaus blieb ich stets in dankbarer Fühlung.“ Über Wilhelm Maybachs Glaubensleben ist wenig bekannt. Was ist von dem Erleben des Glaubenslebens von Gustav Werner „hängengeblieben“? Was nehmen wir in der Jugendarbeit mit?

Ein Grundsatz von Gustav Werner war: „Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert!“ Er wollte nicht nur Missstände beklagen, sondern etwas gegen Missstände unternehmen.

„Wahrer Glaube wird tätig!“ Was wäre, wenn Gustav Werner auf die Zeitungsannonce nicht reagiert hätte? Wenn er nicht in den Waisenjungen Wilhelm Maybach investiert hätte? Was wäre, wenn er seinen Beruf als Pfarrer nicht aufgegeben hätte und mit Waisenkindern und Helferinnen nach Reutlingen gezogen wäre? Wo fordert uns Gott heute heraus? Was können wir gegen Missstände in unserer Gesellschaft unternehmen?

TIPP zum Logbuch: Entsprechend der Anlage herstellen; jede Gruppe erhält ein Logbuch, auf dem die Teammitglieder und die fixen Spielzeiten an den bemannten Stationen vermerkt sind. Zunächst das Deckblatt nicht festtackern; in den Logbüchern die fixen Zeiten von Hand eintragen und diese nach der Startreihenfolge sortieren; zuletzt jeweils das Deckblatt der die Spielphase I verlassenden Gruppe festtackern.

Zielgedanke

Jeder ist ein wichtiger Teil der Gemeinde. Die Kinder dürfen entdecken, was ihre Aufgabe in der Gemeinde ist.

Merkvers

Ihr alle seid der eine Leib Christi, und jeder Einzelne von euch gehört als ein Teil dazu.
1. Korinther 12,27; HfA

Situation der Jungscharler

Die Vorstellung von persönlichen Gaben, ist für Kinder noch recht abstrakt. Manche lernen ein Instrument oder sind in einem Sportverein aktiv – ihnen sind diese Gaben sicher bewusst. Es gibt aber viele andere Möglichkeiten, sich in die Gemeinde einzubringen. Einige Kinder haben noch gar keine Vorstellung davon, was sie gut können. Die Jungscharler brauchen deshalb eine altersgerechte Begleitung, um ihre Gaben zu entdecken.
Der Wunsch, etwas leisten und beitragen zu können, ist in diesem Alter sehr groß. Darum ist es wichtig zu vermitteln, dass sie ein wesentlicher Teil der Gemeinde sind und mitmachen dürfen. Gerade Kindern, die mit Misserfolgen zu kämpfen haben, kann Gemeinde ein Ort werden, an dem sie ihren Platz und Wert finden.
Das Bild vom Körper mit seinen verschiedenen Aufgaben ist dabei sehr anschaulich und verständlich.

Erklärungen zum Text

V.12.13: Der Einheitsgedanke der vorangegangenen Verse wird hier weitergedacht. Paulus beschreibt eine Einheit, die von aller Unterschiedlichkeit nicht zerstört, sondern nur bereichert werden kann. Eine Einheit innerhalb der Gemeinde in und mit Christus.

V.14-26: In anschaulichen Beispielen weist Paulus darauf hin, dass jedes unterschiedliche Glied am Leib (Christi) seinen gottgewollten Platz hat. Wir können uns nicht selbst aus der Verantwortung ziehen (V.15.16) und genauso wenig anderen Mitchristen ihre Bedeutung absprechen (V.21), egal wie unbedeutend oder schwach sie nach außen hin wirken (V.22-24). Mit unseren Begabungen dienen wir nicht nur dem Reich Gottes als großen Ganzen, sondern haben auch im Kleinen den Auftrag, füreinander da zu sein (V.25.26).

V.27: Hier findet sich der Zentralgedanke des Textes: Wir sind der Leib Christi und müssen es nicht erst mühsam erlernen. Ich gehöre dazu und jeder andere neben mir ist ebenso ein Teil davon.

V.28-31: Gott selbst setzt die Menschen in ihren unterschiedlichen Dienst ein und rüstet sie dazu aus. Nicht jeder kann oder soll alles tun. Aber wir dürfen um Gottes Gaben bitten und sie von ihm empfangen. Paulus weist bereits hier auf das 13. Kapitel hin, in dem er erläutert, dass all diese Gaben nutzlos sind, wenn sie nicht in Liebe gebraucht werden.

Personen
Paulus: Er ist der Gründer der Gemeinde und Autor dieses Briefes. Auch während seiner Abwesenheit betreut er die Gemeinde von ferne.
Gemeinde in Korinth: Die Gemeinde der Weltstadt Korinth ist sehr bunt und von unterschiedlichen Meinungen und Konflikten geprägt. Sie wendet sich mit verschiedenen Fragen an Paulus, die er in diesem Brief beantwortet.

Treffpunkt  

Körperstationen
Der Treffpunkt besteht aus verschiedenen Stationen rund ums Thema Körper. An jeder Station wird ein bestimmter Körperteil besonders gebraucht. Dafür können Schilder mit dem entsprechenden Symbol aufgehangen werden, um den Kindern bereits hier den Hinweis auf das Thema zu geben.

Ganzer Körper: Umriss malen
Die Kinder legen sich auf den Boden und werden von einem Mitarbeiter oder einem anderen Kind ummalt. Im Freien eignet sich dazu Straßenmalkreide, drinnen kann z. B. eine Papiertischdecke dafür genutzt werden.

Hände: Körperteile malen
Die Kinder sollen auf ein A4-Blatt ein Körperteil malen, was ihrer Meinung nach wichtig oder auch besonders schön ist. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wichtig: Diese Bilder werden später fürs Plenum benötigt.

Arme: Armdrücken
Immer zwei Kinder treten gegeneinander an. Wer ist der Stärkste?
Alternativ: Wer schafft es, einen Mitarbeiter zu besiegen?

Beine: Seilspringen
Wer schafft die meisten Sprünge in 60 Sekunden?

Füße: Ball jonglieren
Die Kinder bekommen einen Fußball zum Jonglieren. Wie viele Ballberührungen werden geschafft, ohne dass er auf den Boden fällt?

Augen I: Sehtest
Die Kinder stehen möglichst weit vom Mitarbeiter entfernt. Der hält einen Buchstaben hoch. Solange sie den Buchstaben nicht erkennen können, müssen sie immer einen Schritt nach vorn gehen. Wer kann ihn als Erster lesen?

Augen II: Rätselbilder
Die Kinder dürfen verschiedene Rätsel lösen, bei denen man genau hinsehen muss. Ein Beispiel dafür sind Suchbilder, in denen man alle Fehler finden muss.

Nase: Riechmemory
Kleine verschließbare Gefäße (z. B. Ü-Eier oder Eierbecher mit Folie darauf) werden mit kleinen Löchern präpariert und mit Gerüchen gefüllt. Dafür eignen sich viele Gewürze oder Watte, die in Haarspray, Saft, Essig, usw. getränkt wird. Jeden Geruch gibt es zweimal. Das Kind muss nun versuchen, nur durch Riechen Paare zu finden. Es können auch mehrere Kinder wie beim normalen Memory gegeneinander spielen.
Alternativ: Die Kinder müssen die Gerüche erraten.

Mund I: Wattebällchen pusten
In der Mitte des Tisches liegt ein Wattebällchen. Zwei Kinder sitzen sich gegenüber und haben jeder einen Strohhalm im Mund. Mit dessen Hilfe versuchen sie nun, das Wattebällchen über den Tischrand des Gegners zu pusten.

Mund II: Apfeltauchen
In einer Schüssel Wasser liegt ein (Stück) Apfel. Die Kinder müssen diesen mit dem Mund aus der Schüssel herausfischen und dürfen ihn anschließend aufessen.

Ohren: Geräusche raten
Es werden verschiedene Geräusche abgespielt, die Kinder müssen erraten, was sie hören. Wenn nicht mehrere Kinder gleichzeitig spielen, können Kopfhörer benutzt werden.

Knackpunkt

Einstieg
Wer von euch hat vorhin im Treffpunkt auch ein Körperteil gemalt? Zeigt mal eure Bilder hoch! Das sieht schon richtig toll aus. Wir wollen aus den verschiedenen Teilen jetzt einen ganzen Körper zusammenpuzzeln. Bringt eure Bilder mal zu mir nach vorn.
Auf der Bühne werden die Bilder zu einem Körper zusammengefügt, am besten auf einem Laken o. Ä. aufgehangen. Diesem Körper wird einiges fehlen und einiges zu viel sein. Das ist in Ordnung so, alles wird aufgehangen. Übrigens: Es ist möglich, dass ein Kind einen gemalten Penis nach vorn bringt. In diesem Fall: Bleibt entspannt, hängt ihn auf, macht vielleicht einen lockeren Kommentar. So habt ihr die Kids auf eurer Seite und sie lernen, dass auch dieser Teil zum Körper dazugehören darf.
Das ist aber ein lustiger Körper geworden! (Je nach Körper aufzählen:) Der hat ja fünf Köpfe! Und gar keinen Oberkörper! Und wo ist denn der Hals?
Fragen an Kinder:

  • Was entdeckt ihr noch? Was fehlt unserem Menschen hier?
  • Was kann er alles?
  • Was kann er nicht?

So ein verrückter Körper kann gar nicht richtig funktionieren. Ein Mensch mit fünf Köpfen würde sich wahrscheinlich ständig mit sich selbst streiten. Und mit nur einem Fuß kann man zwar hüpfen, aber nicht laufen.
Gott hat sich wunderbar ausgedacht, wie unser Körper funktioniert. Jeder Körperteil hat seine Aufgabe und nur alle zusammen bilden einen vollständigen Menschen.

Bibeltext
Es wird ein zweiter Körper aufgehangen, diesmal ein leerer Umriss.
In der Bibel erzählt Paulus auch von einem Körper mit ganz verrückten Körperteilen. Da war z. B. der Fuß (Bild von einem Fuß zeigen). Streckt mal alle einen Fuß in die Luft. Jetzt schaut ihn genau an: Hängt er fest an eurem Körper dran? Gehört er zu eurem Körper dazu? Ja, klar. Aber! Was wäre denn, wenn euer Fuß euch jetzt erzählt (mit verstellter Fuß-Stimme) „Moment mal! Hier stimmt doch was nicht. Ich habe ja gar nicht so lange Finger wie die beiden Hände da oben! Und ich bin auch viel größer! Und überhaupt, ich sehe ja völlig anders aus! Ich bin ja gar keine Hand! Na dann gehöre ich ja auch gar nicht zu dem Körper hier dazu!“
Was glaubt ihr, wenn euer Fuß euch das erzählt, dass er keine Hand ist und deshalb nicht zum Körper gehört – Gehört er dann trotzdem noch zu eurem Körper oder nicht?
Na klar gehört er dazu! Er ist doch wichtig, er ist doch euer Fuß! Dort unten brauchen wir ja keine Hände. Da brauchen wir starke Füße zum Laufen. Ganz klar: Der Fuß gehört dazu (Bild vom Fuß an den Körperumriss heften)!
Und dann war da noch das Ohr (Bild vom Ohr zeigen). Greift euch alle an eure Ohren, zieht mal dran, sind die fest an eurem Körper? Ja, sehr gut. Das Ohr erzählt (mit verstellter Ohr-Stimme) „Ich bin so traurig. Ich sitze hier immer allein an der Seite vom Kopf. Hier braucht mich gar keiner, ich habe hier keine Freunde. Manchmal verstecke ich mich einfach unter den Haaren, dann sieht mich auch keiner. Ein Auge müsste man sein! Die Augen sitzen mitten im Gesicht und jeder schaut sie gern an. Und sie sind so schön und funkeln und sie können sehen! Sie sehen was von der Welt da draußen! Ich nicht, ich kann nur hören, gar nichts sehen. Ich bin nicht so wichtig wie die Augen, ich gehöre nicht zum Körper …“.
Was denkt ihr, das traurige kleine Ohr, gehört es trotzdem zum Körper? Auch wenn es kein Auge ist? Ja, es gehört dazu, natürlich! Wir brauchen unsere Ohren. Zum Hören, zum Brille aufsetzen, zum Haare dahinter streichen und zu vielem mehr! Unser Kopf sähe auch ganz schön lustig aus, so ganz ohne Ohren. Das Ohr (Bild an Umriss heften) gehört dazu!
Stellt euch doch mal vor, unser Körper wäre nur ein einziges riesiges Auge! Können wir dann noch hören? Nein! Dafür brauchen wir die Ohren (zweites Ohr an Umriss heften). Aber genauso: Stellt euch vor, unser Körper wäre nur ein einziges riesiges Ohr! Könnten wir dann riechen? Nein! Dafür brauchen wir unsere Nase (Nase anheften).
Und was auch wichtig ist: Das Auge kann auch nicht einfach zur Hand sagen: „Du bist doof, dich brauch ich nicht.“ Und der Kopf darf auch nicht sagen: „Ach du Fuß, du bist so weit unten am Körper. Dich brauch ich nicht.“ (dabei wieder Bilder zeigen und dazuheften).
Gott hat jedem Teil einen Platz am Körper zugewiesen (weitere fehlende Körperteile am Umriss ergänzen), er hat sich das so ausgedacht, dass unser Körper funktioniert. Dass wir laufen, essen, hören, fühlen, lachen, spielen, schlafen können! Jedes einzelne Teil ist wichtig und gehört zum Körper dazu.

Jetzt kommt der Clou. In der Bibel steht, wir sind so ein Körper. Also wir alle zusammen, ich, du, du, du, du … jeder, der hier sitzt – wir zusammen sind ein gemeinsamer Körper, so ein Körper, wo jeder wichtig ist, wo jeder gebraucht wird, wo jeder dazu gehört. Das heißt: Du gehörst dazu. Und was ist das für ein Körper? Das ist nicht irgendeiner. Das ist der Körper von Jesus. Sein Leib kann man auch sagen. Wir sind der Körper von Jesus Christus. Und du gehörst dazu!
Wir Christen nennen das auch Gemeinde. Die Gemeinde ist der Leib, der Körper von Jesus Christus.
Was fällt euch ein, wer gehört alles zu einer Gemeinde? (Die Kinder antworten.)
Richtig, die gehören alle zu unserem Gemeindekörper, da ist jeder wichtig und jeder hat eine Aufgabe und Gott freut sich über jeden, der dabei sein will. Gott hat sich das so ausgedacht, dass jeder einen Platz in der Gemeinde hat. Und der Gemeindekörper ist vollständig und funktioniert gut, weil du dazugehörst.

Doppelpunkt

Wir gehören alle hier zu diesem tollen Gemeindekörper. Das bedeutet auch, dass jeder eine Aufgabe hat, jeder von uns kann sich hier einbringen – also nicht nur die Erwachsenen, schon die kleinen Babys und erst recht ihr.
Das fängt schon damit an, regelmäßig zu kommen. Immer, wenn ihr da seid – in der Jungschar oder auch sonntags im Gottesdienst – helft ihr so unserem Gemeindekörper, dass es ihm gut geht.
Und da geht noch so vieles mehr! Ich glaube, nein, ich weiß sogar, dass jedes Kind hier, etwas kann oder Ideen hat, was wir alles zusammen in der Gemeinde machen können. Dafür habe ich euch zwei Fragen mitgebracht (ausgedruckt in die Mitte legen):

  • Was können wir als Gruppe für die Gemeinde tun?
  • Was kann ich selbst einbringen?

Das sind zwei ganz schön schwere Fragen, oder? Ich habe euch eine Hilfe dafür mitgebracht. (Arbeitsblatt als Anlage) Wenn man herausfinden möchte, was man selbst tun kann, dann hilft es, sich diese Fragen zu stellen:

  • Was kann ich gut?
  • Was macht mir Spaß?
  • Was mache ich oft?
  • Was wollte ich schon immer mal ausprobieren?

Schreibt in den Körper einmal alles hinein, was euch dazu einfällt.
Anschließend wird mit den Kindern ausgewertet, was sie sich überlegt haben. Schritt 2 ist, mit diesen und neuen Ideen zu überlegen, was sie als Jungschargruppe in nächster Zeit in der Gemeinde tun wollen. Auch dazu kann ein größerer Körperumriss aufgehangen und Ideen darin gesammelt werden.

Wichtig ist, die Kids zuerst selbst überlegen zu lassen. Mögliche Anregungen können darüber hinaus sein:

  • Lied im Gottesdienst vorsingen
  • Musikstück vorspielen
  • Alte Menschen besuchen, ihnen etwas Gebasteltes mitbringen oder Lieder mit ihnen singen, einen Psalm vorlesen
  • Schulfreunden von Jesus erzählen, sie in die Jungschar einladen
  • für andere beten
  • ein Fußball- oder Kickerturnier planen und dazu Freunde einladen
  • Kekse backen und in der Nachbarschaft verschenken
  • Menschen im Gottesdienst fröhlich begrüßen

Zum Schluss sollte eine Aktion konkret geplant werden. Dafür können die Kinder abstimmen, welche Idee sie als Erstes (Zweites,…) als Gruppe umsetzen wollen.
Auch was die Kinder als Einzelne tun wollen, können sie sich konkret vornehmen und in ihrem Körperarbeitsblatt besonders hervorheben.
Die geplanten Aktionen sollten möglichst innerhalb eines Monats anlaufen und auf jeden Fall in den nächsten Jungscharstunden thematisiert werden. Die Kinder dürfen möglichst viel selbst beitragen und werden von den Mitarbeitern dabei begleitet.

Schlusspunkt

Ich bin schon gespannt, was in den nächsten Wochen alles in unserer Gemeinde passieren wird und was ihr euch so ausgedacht habt. Das möchten wir uns jetzt gemeinsam anschauen.
Die Körperumrisse voller Ideen werden aufgehangen und präsentiert. Jedes Plakat wird von einem Sprecher der Kleingruppe vorgestellt.
Ich freu mich über eure tollen Ideen und ich bin sicher, Jesus freut sich noch mehr darüber, was ihr alles in seinem Gemeindekörper tun wollt. Darum möchte ich ihm jetzt danken und um seinen Segen dafür bitten.

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach Spitze
Nr. 2 Hier bist du richtig
Nr. 23 Jedes Kind ist anders
Nr. 55 In Gottes Haus
Nr. 60 Hallo
Nr. 74 Wir sind Gottes Familie kunterbunt
Nr. 145 Jedes Kind ist anders

Briefaktion

Wenn ihr die Kinder gut kennt: Schreibt im Vorfeld jedem einen kleinen Brief, was ihr in ihnen seht, wovon ihr glaubt, dass Gott sie damit begabt hat. Das wird nicht öffentlich ausgewertet, sondern jedes Kind bekommt es persönlich mit nach Hause

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