Die Bibel verstehen

Die Bibel als Gesamtwerk verstehen lernen. Wo fühle ich mich selbst fremd beim Lesen meiner eigenen Bibel? Gottes Wort in Menschenwort im Unterschied zur wörtlichen Inspirationslehre.

1. Vorbemerkungen

Die Frage, wie wir die Bibel verstehen, ist extrem wichtig. Wenn wir mit ihr leben und arbeiten, sollten wir wissen, was wir tun! Es ist aber auch anstrengend, sich mit den Grundlagen des Glaubens zu beschäftigen: es verlangt eine Menge Gehirnschmalz und stellt vielleicht alte Glaubensüberzeugungen in Frage. Überlegt euch also gut, wann ihr euren Teilnehmern dieses wichtige Thema „zumuten“ möchtet! Sie sollten dann geistig einigermaßen frisch sein – und ihr solltet im Anschluss noch etwas Zeit für Gespräche und Fragen haben.

2. Zielgedanke

Die Bibel ist ein Werkzeug Gottes, aber keine „Komplett-Anleitung“ für Leben und Glauben.

3. Einführung

Die Bibel ist die wichtigste Urkunde unseres christlichen Glaubens. Was wir über Gott wissen, wissen wir durch sie. Und immer wieder erleben Christen, dass Gott durch Bibeltexte genau in ihre Lebenssituation hinein spricht.

  • Das verleiht der Bibel eine große Autorität.
  • Es gibt aber auch sehr problematische oder unverständliche Bibelstellen.
  • Das stellt die Autorität der Bibel wieder in Frage.

Die Herausforderung ist, die beiden Beobachtungen über die Bibel zusammenzubringen. Darum geht es in dieser Einheit.

4. Einstieg

Sammle im Vorfeld Geschichten von Menschen, die erlebt haben, wie Gott durch Bibeltexte zu ihnen geredet hat (z. B. aus der Gemeinde, deinem Freundeskreis, eigene Erlebnisse oder aus Büchern). Schreibe jede Geschichte auf ein eigenes Blatt Papier. Klebe auf die Rückseite der Geschichten jeweils eine „herausfordernde“ Bibelstelle (im Anhang findest du ein paar Vorschläge, die du gerne ergänzen kannst).

Hänge diese Blätter vor eurem Treffen an die Wände in eurem Gruppenraum, sodass die Geschichten sichtbar und die Bibelstellen verdeckt sind.

Jeder soll sich am Anfang zu der Geschichte stellen, die ihn am meisten anspricht.

Die Teilnehmer stellen sich nun zu dritt zusammen und berichten einander kurz, was sie an „ihrer“ Geschichte anspricht. Überlegt dann in der großen Runde, was die Geschichten verbindet und formuliert einen Satz, den ihr auf einem großen Blatt festhaltet.

Dreht nun die Zettel um und lest reihum die Bibelstellen vor. Überlegt wieder, was die vorgelesenen Stellen verbindet und formuliert einen Satz, den ihr unter den ersten Satz schreibt.

5. Hauptteil

Stelle kurz fest, dass beides zur Bibel gehört: Einerseits redet Gott durch die Bibel, andererseits gibt es Bibelstellen, die unverständlich, problematisch oder widersprüchlich sind. Heute wollt ihr überlegen, wie ihr mit diesen beiden Seiten der Bibel umgehen könnt.

Hier ein paar mögliche Impulse für euer Gespräch (oder als Input von dir): [Bringe als Symbol einen Hammer mit].

5.1 Gott und die Bibel sind nicht dasselbe!

Wir glauben an den lebendigen und redenden Gott. Nicht an ein Buch! Ohne Gott wäre die Bibel wertlos. Aber Gott gab es schon, bevor es die Bibel gab. Und er kann auch an der Bibel vorbei zu uns Menschen reden.

Ein Hammer zum Beispiel wird auch nicht zum Handwerker, bloß weil ein Handwerker mit ihm einen Nagel in die Wand schlägt. Er bleibt ein Hammer, der ohne den Handwerker nichts tun kann.

5.2 Hat die Bibel dann überhaupt eine Bedeutung?

Gott benutzt die Bibel. Er gibt ihr eine Bedeutung, eine Autorität. Sie hat ihre Autorität nicht aus sich selbst. Es gibt Widersprüche (z. B. die Frage wann Paulus nach seiner Bekehrung nach Jerusalem gekommen ist. Nach Apostelgeschichte 9,26-31 sofort, nach Galater 1,11-19 erst drei Jahre später), manche Texte sind holprig geschrieben oder widersprechen wissenschaftlichen Erkenntnissen (Damit meine ich keine Wundergeschichten und schon gar nicht die Auferstehung! Dass Gott als Schöpfer der Naturgesetze diese punktuell außer Kraft setzen kann, ist logisch, sonst wäre er nicht Gott. Bei anderen Bibelstellen wird aber deutlich, dass die Bibel eben nicht immer recht hat: Hasen sind z. B. keine Wiederkäuer (3. Mose 11,6) und die Schöpfung in sechs Tagen ist zumindest sehr umstritten. Das findet Gott aber offensichtlich nicht schlimm. Er redet trotzdem durch sie. Er benutzt sie sozusagen so, wie wir einen Hammer benutzen, auch wenn er vielleicht ein paar Kratzer hat oder der Stiel nicht ganz gerade ist.

5.3 So wie wir die Bibel haben, wollte Gott, dass wir sie haben

An der Bibel macht Gott deutlich: Außer ihm muss nichts und niemand vollkommen sein. Er kann damit arbeiten, dass die Bibel unvollkommen ist. Dasselbe kann ich auch für mich in Anspruch nehmen: er kann damit arbeiten, dass ich unvollkommen bin. Er ist vollkommen. Das reicht. Was für eine Entlastung!

Außerdem traut uns Gott damit eine Menge zu: Er ist der Meinung, dass wir eine „Bedienungsanleitung“, die für jede Lebenslage eine Antwort bietet, nicht benötigen. Was wir wissen müssen, teilt er uns mit – durch die Bibel und auf anderen Wegen. Und ansonsten können wir uns mit Herz und Verstand und mit seinem Segen auf die Suche nach eigenen Antworten auf unsere (Lebens-)Fragen machen!

6. Abschluss

Jeder kann einen der ausgehängten Blätter mitnehmen. Die problematische Bibelstelle darauf erinnert daran, dass die Bibel nicht vollkommen ist und die Geschichte erinnert daran, dass Gott die Bibel dennoch benutzt. Wer mag, kann sich ein wenig mit „seiner“ Bibelstelle beschäftigen und überlegen, wie wir mit dieser Stelle umgehen können (eine mögliche Hilfe dafür findest du im Anhang). Alternativ können die Jugendlichen zur nächsten Stunde eigene Erlebnisse mit der Bibel mitbringen und einander erzählen, was Gott ihnen durch die Bibel schon einmal deutlich gemacht hat.

Erinnere die Jugendlichen an das Bild mit dem Hammer. Jedes Mal, wenn sie einen Hammer sehen, können sie daran denken, was Gott Großartiges durch die Bibel bewirken kann.

Einstieg

Stelle eine offene Frage in die Runde: „Hey, wo kommst du eigentlich her? Wo kommen deine Eltern her? Deine Vorfahren?“

Mit dieser Frage bekommt man locker bereits eine Zeit mit Gesprächen voll. Diese Frage soll auch der Leitfaden für das Thema sein. Welche Gedanken bzw. Antworten kreisen im Kopf herum? Jeder von uns hat eine Geschichte.

Ich persönlich habe bereits viele Wohnorte und Bekanntschaften hinter mir. Und mit jedem neuen Wohnort kann ich sagen: „Es war ein Lebensabschnitt von mir, ich werde immer erwähnen, dass ich auch mal an diesem Ort haltgemacht habe.“

Aber wo komme ich denn nun wirklich her? Aus Nordrhein-Westfalen, wo ich aufgewachsen bin? Oder aus Vietnam? Denn auf den ersten Blick kann man mir ansehen, dass ich keine Deutsche bin. Also stelle ich vorerst die Frage zurück: „Was meinst du, wo meine Eltern herkommen oder wo ich vorher gewohnt habe?“

Mein Paps hat mich immer als „Bananen“-Kind bezeichnet. Außen „Gelb“ wegen der asiatischen Hautfarbe, und innen „Weiß“, weil ich wie eine Deutsche denke und handle. Was bin ich jetzt? Eine Vietnamesin, also eine Ausländerin, oder eine Deutsche? So ergeht es nicht nur mir, sondern ganz vielen anderen in Deutschland, die einen Migrationshintergrund haben.

„Hey, wo kommst du her?“ Oftmals werden wir gefragt, wie es ist, in einem „fremden“ Land zu leben. Dabei frage ich mich: „Wieso fremd?“ Ich bin doch hier nicht „fremd“, sondern fühle mich heimisch. Ich sehe mich als Deutsche.

Schon mal aufgezählt, wie viele Nationen in Deutschland wohnen? Dann macht das mal. Eure Gedanken werden sich überpurzeln, so „international“ ist Deutschland.

Hauptteil

„Hey, wo kommst du her?“ Eine einfache Frage, die eine große Auswirkung hat. Es ist bekannt, dass die Teenie-Zeit eine wichtige Identifikationszeit ist, in der man mit sich selbst beschäftigt ist, viel austestet und probiert. Als deutscher Jugendlicher tut man sich schon schwer genug damit, ist mit vielen Themen konfrontiert.

Macht doch einfach mal ein Brainstorming mit den Themen eines Teenie-Alltags und anschließend eine zweite Liste, um was sich „Ausländer-Teenies“ Gedanken machen. Es kann auch sein, dass es Ausländer in der Gruppe gibt. Umso besser. Sprecht über deren Erfahrung, was sie noch zusätzlich alles beachten müssen.

Zwischen der bekannten, der deutschen Kultur und der Kultur von „zu Hause“ einen Spagat zu machen, ist die große Kunst. Wenn die Eltern von einem erwarten, die Heimatsprache zu sprechen, auf die Familie zu achten, sich um Geschwister zu kümmern und den Ruf der Familie nicht zu beschmutzen, steht dies mit der deutschen Haltung „Ich lebe mein eigenes Leben“ in starkem Kontrast.

Welche Unterschiede sind euch denn in der Gruppe aufgefallen? Vielleicht bekommt ihr ein Gespür, wie schwer es für eure ausländischen Freunde ist.

„Hey, wo kommst du her?“ Mir hat es damals geholfen, dass meine Freunde und Jugendleiter mich und meine Eltern kannten. Sie wussten, wie diese ticken, warum ich zum Beispiel nicht so schnell weggehen durfte. Sie haben das Verständnis bzw. den Blick dafür bekommen, dass ich so bin, wie ich bin. Ich kann doch nichts dafür. Oder doch?

„Hey, wo kommst du her?“ Die Bibel ist wahrlich ein Buch, das alle Kulturen umfasst. Wenn man es aufschlägt, könnte man meinen, vor lauter „Ausländern“ nicht mehr die Menschen aus Israel sehen zu können. Um ein paar aufzuzählen: Rut eine Moabiterin und Vorfahrin des Königs Davids, die Königin Esther, die persische Königin mit jüdischen Wurzeln, Jona, der in einer heidnischen Stadt die Botschaft verkündete, Jesus, der eine heidnische, blutflüssige Frau wegen ihres großen Glaubens heilte. Menschen, mit denen Gott Geschichte schreibt. Wenn die das können, können wir das auch? Schreiben wir auch Geschichte?

Vertiefung für die kommende Woche bzw. als nächste Wochenstunde

„Hey, wo kommst du her?“ Wie wäre es mal mit einem Spaziergang durch die Stadt? Einfach so, um die Menschen zu beobachten? Was fällt mir da auf? Menschen, die gehetzt sind? Verliebte Pärchen? Ein Kind, das unbedingt ein Spielzeug haben möchte und dies auch lautstark äußert? Oder fallen mir mehr die Menschen auf, die „anders“ aussehen? Vielleicht aus einem anderen Land kommen? Aus den arabischen Ländern? Aus Asien oder Afrika? Mit dunklen Hauttönen?

Sich fremd fühlen, das passiert nicht nur „typischen Ausländern“. Auch Deutsche können innerhalb Deutschlands einen Kulturschock erleben oder einen Übersetzer brauchen, zum Beispiel, wenn der andere gar kein Hochdeutsch kann. Kontakt mit anderen Menschen. Ein Experiment, das sich lohnt.

Gemeinsamer Schluss

In den meisten Kulturen ist das Essen sehr angesehen. Plant einen gemeinsamen Abend, evtl. einen Themenabend wie „Afrika“, „Asien“, usw.

Ihr könnt euch auch in Gruppen aufteilen, eine Gruppe kümmert sich um das Essen, eine andere um die Deko, eine Gruppe um Länderinformation, vielleicht eine Gruppe um Gebet für das Land, eine Gruppe für die Organisation und zum Bildermachen.

Lasst das Internet und sammelt Infos und fragt Ausländer aus eurer Umgebung, was sie für „Sachen“ kennen.

Dabei kann man auch Menschen ansprechen, die man nicht kennt.

Und gerade die sind diejenigen, die dann ziemlich offen und nett sind. Ergreift die Chance. Viel Spaß dabei.

Ein Hinweis zum Schluss

In Deutschland gibt es inzwischen eine immer größer werdende Anzahl von sog. Migrationsgemeinden. Also Gemeinden, in denen sich Menschen mit Migrationshintergrund versammeln und meistens auch in ihrer „Muttersprache“ Gottesdienst feiern. Diese Gemeinden sind teilweise sogar recht groß, aber trotzdem bekommen wir meistens nichts oder nur wenig voneinander mit. Leider gibt es noch nicht viele Berührungspunkte zwischen Einheimischen- und Migrationsgemeinden. Vor einigen Jahren fand deshalb zum ersten Mal ein gemeinsamer Kongress von christlichen Gemeinden und Werken mit unterschiedlicher Ethnizität statt: jesus unites. Inzwischen laufen die Vorbereitungen für einen nächsten Kongress. Vielleicht wäre es spannend, den Kongress gemeinsam zu besuchen und mehr über die Vielfalt christlicher Gemeinden in Deutschland zu erleben und zu erfahren. Infos dazu findet ihr unter www.jesus-unites.org.

1. Zielgedanke

Die Teilnehmenden sollen wie Luther damals erfahren, dass Gottes Gnade nichts mit einer eigenen Leistung zu tun hat. Niemand kann sich die Gnade verdienen oder dafür zahlen. Ganz im Gegenteil. Jeder, auch dem, den du nicht leiden kannst, gilt die gleiche Gnade. Denn auch ihm macht Gott das gleiche Angebot wie dir: Wer an Jesus glaubt, bekommt seine Gnade ohne jede Vorbedingung.

2. Einführung inkl. Exegese

Der Zustand der Menschen ohne Gott ist wie der Tod. Der Mensch ist fern von Gott, dabei ist Gott die Quelle des Lebens. Wir Menschen entfernen uns immer wieder von Gott und seinem Plan für unser Leben. Wir gehorchen Gott nicht so, wie es sein sollte.

Wir lassen uns von unseren Sehnsüchten, Begierden, empfindlichen Stellen und ganz menschlichen Motiven leiten und damit auch schon mal verleiten. Manchmal wissen wir es einfach auch nicht besser und denken, es wäre angebracht und im Sinne Gottes, doch das Gegenteil ist der Fall. Am Ende bleibt die im ersten Moment frustrierende Erkenntnis: Wir können nicht aus eigener Kraft gerecht sein. Wir alle sind und bleiben bedürftig.

Es ist ein Geschenk, nichts anders. Wir haben es Gottes unendlicher Liebe und Barmherzigkeit zu verdanken, mit Jesus in einer ganz besonderen Gemeinschaft zu leben, die uns ein neues Leben gibt. Uns quasi vom Tod auferweckt und erst zum eigentlichen Leben bringt. Das passiert, wenn wir an Jesus Christus glauben, ihm unser Leben anvertrauen.

Wir können es uns nicht verdienen und das ist gut so. Sonst könnten wir stolz auf unsere eigene Leistung sein und würden die Beziehung zu Jesus vermutlich ganz anders leben. Dann wäre es an eine Leistung gebunden, die jeder vollbringen müsste. Aber wir Menschen bekommen das Geschenk der Gnade dadurch, dass wir an ihn glauben, mit ihm in Beziehung leben und ihm vertrauen, und nicht durch irgendetwas, das wir uns verdienen könnten.

Das Schöne ist, dass aus dieser Beziehung ganz viel Gutes entstehen kann, denn Gott wirkt durch uns.

Erklärung des Begriffes „Gnade“

Gott schafft die Menschen, damit sie mit ihm in Gemeinschaft leben. Doch die Menschen fragen nicht nach Gott und leben ohne ihn. Eigentlich hätten sie dafür Gottes Strafe verdient. Aber weil Gott die Menschen so sehr liebt, ist er gnädig. Er erlässt den Menschen ihre Strafe. Gottes Sohn Jesus nimmt die Strafe auf sich und stirbt am Kreuz. Weil Gott gnädig ist, wendet er sich den Menschen immer wieder neu und liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. Gnade bedeutet kurz und knapp etwas zu erhalten, das man nicht verdient hat. Damit ist Gottes Gnade nicht im gesellschaftlichen Sinne gerecht, sondern eher mit einem Geschenk zu vergleichen.

Historischer Bezug zu Luther

Luther ist in einer Welt mit der Gnade Gottes in Berührung gekommen, in der nicht alle Menschen wussten, was wirklich in der Bibel steht, denn sie konnten sie nicht lesen. Die meisten Menschen waren angewiesen auf die Aussagen derer, die die Bibel lesen konnten. So kam es, dass diese Verantwortung ausgenutzt wurde und Menschen dazu gebracht wurden, sich ihre Gnade zu erkaufen und dadurch Wiedergutmachung zu leisten. Doch Luther hat die wahre Bedeutung bei Paulus in der Bibel für sich entdeckt. Die Gnade ist ein Geschenk, man kann und muss sie sich nicht verdienen, sie gilt allen, die an Jesus glauben.

3. Einstieg

Als Erstes spielt ihr eine Runde „Wer bin ich?“ mit besonderen Begriffen. „Wer bin ich?“ ist ein Ratespiel, bei dem die Mitspieler eine bestimmte Person, ein Tier oder einen Gegenstand verkörpern und durch geschicktes, eingrenzendes Fragen herauszufinden suchen, wen oder was sie darstellen.

Vorbereitung

Benötigt werden Stifte, Zettel und Klebeband (gute Post-it). Die Teilnehmerzahl, obwohl eigentlich nicht begrenzt, sollte aus Gründen des Spielspaßes höchstens 8 bis 10 betragen, da ansonsten die Kommunikation leidet. Bei größeren Gruppenzahlen kann man dann in zwei Gruppen und Räumen spielen. Normal schreibt jeder Spieler einen Zettel mit einem bekannten Namen (z. B. „Mario Götze“, „Angela Merkel“ oder „Rihanna“) auf und befestigt diesen auf der Stirn eines Mitspielers, ohne dass dieser die Information erfährt.

Für diese Gruppenstunde wird das Spiel insofern abgewandelt, dass ihr die Zettel und damit auch die Personen, Gegenstände und Tiere, die gesucht werden, vorbereitet. Wenn alle einen Zettel haben, beginnt das Spiel.

Vorschläge

  • Eine Person, die die meisten nicht leiden können (also jemand, dem man Gnade vermutlich nicht wünscht)
  • Eine anwesende Person aus der Runde
  • Martin Luther
  • Ein Gegenstand, wie eine Kette oder ein Schloss
  • Eine Person, wie z. B. Adolf Hitler, Osama bin Laden, Josef Stalin (als jemand, dem man Gnade vermutlich nicht wünscht)
  • Ein Vorbild, wie z. B. Sportler, Sänger, Schauspieler, Politiker, Mutter oder Vater eines Anwesenden (aber nicht Jesus)
  • Eine Person, wie z. B. William Shakespeare, Walt Disney oder Steve Jobs (Menschen, die Großes geleistet haben)
  • Weitere Personen wie z. B. Angela Merkel, Barack Obama oder Helmut Kohl, Stefan Raab, Thomas Gottschalk, Günther Jauch oder Cindy aus Marzahn, Rihanna, Mario Götze, Justin Bieber, Helene Fischer
  • Ihr seid diejenigen, die eure Gruppe am besten einschätzen könnt, wählt also bitte für eure Gruppe passende Personen aus.

Ablauf

Ein Spieler beginnt nun, den anderen Fragen über sich zu stellen, die diese mit Ja oder Nein beantworten können. Das Spiel beinhaltet häufig Fragen wie zum Beispiel: „Bin ich ein Mensch?“, „Bin ich weiblich/männlich?“, „Bin ich Sportler/Moderator/Schauspieler/Sänger/u. a.?“, „Lebe ich noch?“ und „Lebe ich in Deutschland/in den USA/u. a.?“

Ziel ist es, möglichst schnell die eigene Identität durch deduktive Fragen zu erraten. Wird eine Frage mit Nein beantwortet, ist der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe.

Das Spielende ist entweder dann erreicht, wenn alle erraten haben, wer sie sind, oder, wenn die Gruppe zu groß ist, die ersten drei/fünf erraten haben, wer sie sind. Da es mehrere Varianten dieses Spieles gibt, solltet ihr der Gruppe vorher die zu spielende Variante mitteilen.

4. Hauptteil

Personen XY

Die Mitarbeitenden haben viele zusätzliche Zettel (Post-it vom Spiel) in der Hand und schreiben Namen auf, die die Teilnehmenden sagen und legen diese dann in die Mitte auf den Boden. Dabei geht die Gruppe verschiedene Rubriken entlang, die die Mitarbeitenden anmoderieren. Wichtig ist, dass für diesen Teil der Gruppenstunde eine ehrliche und wertschätzende Atmosphäre herrscht, damit die Teilnehmenden ehrlich sein können. Dies kann man auch mit einem einleitenden Satz verstärken.

  • Nenne Menschen, die du magst oder liebst!
  • Nenne Vorbilder, die du hast oder Menschen, die dich beeindrucken!
  • Nenne schlechte bzw. böse Menschen oder Menschen, die du überhaupt nicht magst!
  • Als Abschluss geht der Stapel mit den Zetteln und dem Stift einmal rum und jeder schreibt seinen Namen darauf und legt seinen Zettel ebenfalls in die Mitte.

Bibeltext

Vor dem Impuls sollte der Bibeltext einmal intensiv gelesen werden, am besten ist es, wenn jeder in der Bibel mitlesen kann. Der Text kann auf folgende Art miteinander gelesen werden:

  1. Lies den Text laut vor.
  2. Danach liest jede/r den Text für sich selbst und überlegt sich: An welchem Vers bleibe ich hängen bzw. welcher Vers spricht mich besonders an?
  3. Bevor du den Text jetzt ein zweites Mal laut vorliest, bitte jeden den Vers, den er sich ausgesucht hat, laut mitzulesen, wenn dieser beim Vorlesen drankommt.

5. Abschluss

Impuls

Nun folgt ein Impuls. Für die Vorbereitung können euch die Punkte 4. und 5., sowie die folgende Orientierung helfen:

In einem ersten Teil sollte es darum gehen, dass alle Menschen, die wir nicht mögen – ich nenne sie mal Hitler und Co –, aber auch die, die wir mögen und wir selbst, bedürftig sind. Wir können keine Punkte im Himmel sammeln und uns durch gute Leistungen als Musterschüler durchmogeln. Am Ende sind wir trotzdem auf Gottes Gnade angewiesen.

Darüber hinaus ist es ganz einprägsam, wenn man an dieser Stelle der Andacht die Gegenstände Kette und/oder Schloss auf die ganzen Namen in der Mitte legt. Anhand dieses Bildes wird deutlich, dass jeder, wirklich jeder bedürftig ist.

Wir leben nicht immer so, wie Gott sich das vorstellt, wir entfernen uns von ihm und brauchen Jesus unseren Sündenbock.

Deutlich rauskommen sollte, dass Gottes Gnade nichts mit einer eigenen Leistung zu tun hat. Niemand kann sich die Gnade verdienen oder dafür zahlen. Ganz im Gegenteil, jedem macht Gott das gleiche Angebot wie dir: Wer an Jesus glaubt, bekommt seine Gnade.

Im Idealfall erzählt ihr ein Erlebnis aus eurem Leben, wo euch klar geworden ist, dass euch diese Gnade zuteil wird.

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