Nachtschicht (KON 2.2020)

Die Osternacht fordert zu einer besonderen »Nachtschicht« heraus und hat die KON-Redaktion zu diesem Thema inspiriert. Stundenentwürfe für eine Gethsemane-Nacht und die Osternacht, für eine Pyjamaparty und Nachtgeländespiele gehören ebenso zu diesem Paket wie der Hintergrundartikel über »Eulen« und »Lerchen« (die Schlaftypen), Bibelarbeiten über nächtliche Geschichten von Nikodemus und Petrus auf dem Meer und den Todesengel in der Nacht vor dem Auszug des Volkes Israel. Zwei Kreativangebote für selbstgemachte Fackeln und einen beruhigenden Tee beenden die »Nachtschicht«.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Ein Konzept, wie man einen Spätgottesdienst zu Ostern feiern kann: mit vielen Liedern, dem Aushalten der Dunkelheit und einem gemeinsamen Agape-Mahl am Ende.

Um diesen Gottesdienst zu feiern, brauchst du ein Team, das dir bei der Durchführung hilft und musikalische Unterstützung. Der Rest geht dann ganz einfach. Wenn du diesen Ablauf ohne Veränderungen durchführen möchtest, reicht dir ein Vorbereitungstreffen mit dem Team, um alle Aufgaben zu verteilen und den Ablauf zu besprechen. Und dann kann es auch schon losgehen!

Hinweis für die musikalische Begleitung: Während der ersten Hälfte des Gottesdienstes ist es in der Kirche dunkel. Darum sollte auch bei den Liedern möglichst wenig Licht im Einsatz sein! Die Lieder sind Vorschläge und können den vor Ort bekannten Liedern angepasst werden.

Den Ablauf, wie du ihn hier findest, haben wir oft zusammen gefeiert – er hat sich, mit immer mal kleinen Veränderungen, im Laufe der Jahre bewährt. Das Besondere an diesem Konzept: Es gibt immer wieder kurze Phasen von Dunkelheit und Stille, in der die Gemeinde über das Gehörte nachsinnen kann. Diese Phasen werden in der Regel als sehr eindrücklich und bewegend wahrgenommen.

Ablauf des Gottesdienstes

»Bleibet hier und wachet mit mir …«

Wir treffen  uns vor der Kirche am Feuerkorb und stimmen uns auf den Gottesdienst ein. Dann wird, quasi als Startsignal, dieses Lied angestimmt.

Einzug in die Kirche

Wir ziehen gemeinsam in die dunkle Kirche ein. Dabei haben nur die Mitarbeiter mit Taschenlampen etwas Licht, der Rest der Kirche liegt im Dunkeln. An der Kirchentür bekommen die Gottesdienstbesucher alle einen Stein, den sie festhalten sollten.

Dunkelheit und Stille:

Wir geben den Besuchern Zeit, im Raum anzukommen

Begrüßung

Es erfolgt eine kurze Begrüßung von vorne (nur minimales Licht mit einer Pultlampe o.ä.), um die Gemeinde kurz mit dem folgenden Ablauf vertraut zu machen.

Weiterer Ablauf
  • Dunkelheit und Stille
  • Schriftlesung 1 aus Lukas 1,1–8: Ein Sprecher liest die Verse von vorne, nach einer kurzen Pause antwortet die Gemeinde mit dem Taize-Lied »Bleib mit deiner Gnade«, das 3x gesungen wird
  • Dunkelheit und Stille
  • Schriftlesung 2 aus Johannes 13, 1–9: Ein Sprecher liest die Verse von vorne nach einer kurzen Pause antwortet die Gemeinde mit dem Taize-Lied »Bleib mit deiner Gnade«, das 3x gesungen wird
  • Dunkelheit und Stille
  • Schriftlesung 3 aus Johannes 13, 36–38 und Johannes 18, 1–11: Ein Sprecher liest die Verse von vorne. Nach einer kurzen Pause antwortet die Gemeinde mit dem Lied: »Jesus, remember me«, das 3x gesungen wird
  • Dunkelheit und Stille
  • Schriftlesung 4 aus Lukas 22, 54–62: Ein Sprecher liest die Verse von vorne, nach einer kurzen Pause antwortet die Gemeinde mit dem Lied: »Jesus, remember me«, das 3x gesungen wird
  • Dunkelheit und Stille
  • Schriftlesung 5 aus Lukas 23, 32–43 und Markus 15, 33+34+37: Ein Sprecher liest die Verse von vorne, nach einer kurzen Pause antwortet die Gemeinde mit dem Taize-Lied: »Lamm Gottes«, das 3x gesungen wird
  • Dunkelheit und Stille
  • Begegnung mit Gott / Last abgeben – mit Steinen: Wir laden die Gemeinde ein, nach vorne an das Kreuz zu kommen und ihre Steine als Sinnbild für ihre Schuld und Last abzulegen, die Jesus am Kreuz auf sich genommen hat. In dieser Zeit werden drei Lieder gesungen, die per Beamer projiziert werden: Above all / Lege deine Sorgen nieder / In Christ alone
  • Dunkelheit und Stille
  • Schriftlesung 6 aus Psalm 22, 2–7+20: Ein Sprecher liest die Verse von vorne, nach einer kurzen Pause antwortet die Gemeinde mit dem Lied: »Oh Lord, hear my prayer«, das 3x gesungen wird
  • Dunkelheit und Stille
  • Osterkerze: Nun wird von hinten die Osterkerze nach vorne ans Kreuz gebracht, dazu singt die Gemeinde das Lied: »Morgenstern«
  • Schriftlesung 7 aus Johannes 21,1–18: Ein Sprecher liest die Verse von vorne und die Gemeinde antwortet mit dem Refrain des Liedes »Morgenstern«, der 2x gesungen wird
Impuls:
  • Es gibt einen kurzen, knackigen Impuls zu dem Thema »Jesus schenkt dir einen Neuanfang und bringt Licht in dein Leben«
Begegnung mit Gott:
  • Jetzt bekommt die Gemeinde die Gelegenheit, erneut ans Kreuz zu gehen und dort beschenkt zu werden mit einem großen Teelicht, das zu Hause an Jesus als Licht der Welt erinnern soll. In dieser Zeit gibt es einen Lobpreis mit drei Liedern: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt / Tell the world / Alles neu
Agape-Mahl

Wir feiern miteinander ein Agape-Mahl mit Weintrauben und Fladenbrot, um niemanden auszuschließen. Während der Vorbereitung singt die Gemeinde »Wunderbarer Hirt«.

Fürbitten

für uns und die Welt

Segen
Instrumentalmusik

Vorbemerkungen

Jesus ist für dich gestorben und auferstanden! Das glauben wir und davon werden wir an Ostern wieder ganz viel hören. Irgendwie stelle ich bei mir immer wieder fest, dass ich im Laufe der Zeit etwas abgestumpft bin. Ja, ich glaube, dass Jesus für mich als Sohn Gottes und doch ganzer Mensch auf diese Erde gekommen ist. Mitten in die Realität auch meines Alltages. Das ist in meinem Kopf. Besonders, wenn ich es oft höre oder selber weitersage. Aber manchmal tut es gut, wenn es mal wieder etwas tiefer geht. Wenn aus dem theoretischen Wissen eine handfeste Erfahrung wird. Wenn Glaube nicht beim Hören und Lesen stehen bleibt, sondern dieser in die Welt gekommene Jesus ein Teil meines praktischen Lebens wird. Mir persönlich helfen dabei oft Aktionen, die das, was ich im Kopf habe, unterstreichen und bewusster werden lassen. Vielleicht motivieren dich die folgenden Stationen.

Ablauf

Station 1: Markus 15,20b-27

Text vom Erzähler

„Auf dem Weg zum Kreuz. Ein Ort, an dem alles zu Ende scheint. Ein Ort, an dem Jesus geht. Er stirbt. Ein Ort, zu dem man sich nicht gern auf den Weg macht. Auf diesen Weg haben wir uns heute gemacht.

Drei unterschiedliche Personen oder Personengruppen begegnen diesem Kreuz. Auf ganz unterschiedliche Art und Weise kommen sie mit ihm in Berührung.

Tipp: Die verschiedenen Personen können verkleidete Mitarbeiter sein und am Weg stehen.

Der erste ist Simon von Kyrene. Zuerst war er nur Zeuge vom Kreuzweg Jesu. Doch dann zwangen ihn die Soldaten plötzlich, er solle Jesus helfen und sein Kreuz ein Stück tragen, denn Jesus war zu schwach.

Simon kommt diesem Kreuz gezwungenermaßen so nah, wie kein anderer, außer Jesus. Simon spürt die Last dieses Holzes. Es liegt schwer auf seinen Schultern. Einzelne Holzsplitter bohren sich in sein Genick. Simon wird durch seine Tat zum Kreuzesnachfolger. Er nimmt die Last Jesu auch auf seine Schultern.

Er spürt die Schwere dieses Kreuzes. Das Kreuz ist also Lastenträger. Jesus wird zum Lastenträger am Kreuz. Er trägt nicht nur diesen Querbalken. Jesus trägt mit seinem Leben die Last dieser Welt. Er trägt meine, deine Schuld.

Praktische Aktion für die Teilnehmer

Klagemauer mit Zetteln und Stiften.

Hier kannst du aufschreiben, welches Kreuz du momentan mit dir herumschleppst. Welche Schuld zwingt dich in die Knie? Was macht dir zu schaffen? Welche Situation belastet deine Gedanken oder welchen Menschen legst du vielleicht selbst ein Kreuz auf die Schulter?

Zeit zum Notieren und in die Mauer zu stecken.

Station 2: Markus 15, 29-32

Text vom Erzähler

Eine andere Personengruppe sind die Soldaten. Sie stellen das Kreuz auf. Sie schlagen die Nägel durch Hände und Füße. Sie wollen Jesus lieber tot als lebendig sehen. Warum? Weil es sich so gehört. Sie sind im Recht. Sie führen die Befehle aus.

Sie verspotten ihn und hängen das Schild „König der Juden“ über seinen Kopf. Viele Juden unter dem Kreuz haben vom Messias etwas anderes erwartet. Er sollte die Römer vertreiben und sie wieder groß machen. Das kann nicht der Messias sein!

Praktische Aktion für die Teilnehmer

Wie oft verstehe ich Jesus nicht und glaube, dass ich im Recht bin? Wie oft verleugne ich ihn? Lasse ich ihm dadurch keine Chance, ein Teil meines Lebens zu sein. Er ist dann eher tot als lebendig für mich.

Dicke Nägel können von den Teilnehmern in einen dicken Balken geschlagen werden.

Station 3: Markus 15,33-39

Text vom Erzähler

Der Dritte, der unter dem Kreuz steht, war der Befehlshaber dieser Kreuzigung. Er hatte Aufsicht. Er ist nah dabei, als Jesus noch einmal aufschreit und stirbt. Ein Augenblick, in dem es auf der Welt dunkel wird. Mit dem Tod Jesu zerreißt der Vorhang im Tempel. Der Zugang ist frei, alle können unmittelbar vor Gott treten. Am Kreuz, an diesem Ort des angeblichen Scheiterns Jesu, enthüllt sich Gott seinen Menschen. Er zeigt, wer er ist. Er macht sich sichtbar, für alle. Auch für die Heiden. Denn das war dieser Hauptmann unter dem Kreuz. Ein Gottesferner, dessen Unglaube durch Jesu Tod überwunden wird.

„Wahrlich – dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen.“ Es klingt wie ein Widerspruch in sich selbst. Dieser Mensch war Gottes Sohn. Ein Mensch wie du und ich. Und doch göttlich. Und doch der Höchste. Der Höchste am Kreuz? Das haben die wenigsten erkannt. Denn ein Gott hängt nicht an einem Kreuz. Ein Gott lässt sich nicht von anderen verspotten. Ein Gott kann sich selber helfen. Dieser Gott ist anders. Er handelt nicht nach der menschlichen Logik. Er handelt nach seiner. Und er dreht den Spieß um. Die Menschen kommen nicht zu ihm. Darum, kommt er zu den Menschen. Im Philipperbrief, Kapitel 2, wird das noch einmal deutlich.

Obwohl er in göttlicher Gestalt war, hielt er nicht selbstsüchtig daran fest, Gott gleich zu sein.

Nein, er verzichtete darauf und wurde einem Sklaven gleich: ER nahm menschliche Gestalt an und wurde wie jeder andere Mensch geboren.

Er erniedrigte sich selbst und war Gott gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum schändlichen Tod am Kreuz.

Darum hat ihn Gott erhöht und ihm den Namen gegeben, der über allen Namen steht. Vor Jesus werden einmal alle auf die Knie fallen: alle im Himmel, auf der Erde und im Totenreich. Und jeder ohne Ausnahme soll zur Ehre Gottes des Vaters bekennen: Jesus Christus ist der Herr.

Das Kreuz, also auch der Ort, an dem der Zugang zu Gott frei wird. Gott ist kein Gott für Auserwählte. Jeder kann zu diesem Gott kommen. Weil er Mensch wurde, weil er sich erniedrigt hat. Weil er sich hingegeben hat.

Das Kreuz, der Ort, an dem meine Last getragen wird – Jesu Tod ist nicht umsonst.

Das Kreuz, der Ort, an dem Verspottung und Hohn der Menschen deutlich wird.

Das Kreuz, der Ort, an dem Jesus den Zugang zu Gott durch sich selbst frei macht.

Praktische Aktion für die Teilnehmer

Das eigentliche Wunder für mich ist die Tatsache, dass der für uns schwächste Moment Gottes der Größte ist. Jesus ist für dich, für deine Schuld gestorben. Der Hauptmann hat es erkannt. Du darfst es erkennen und benennen. Was hilft dabei? Für mich ist es die Dankbarkeit Gott gegenüber, dass er mir diese Chance gibt, zu ihm zu kommen. Schuld loszuwerden. Mein Kreuz bei ihm abzuladen. Dankbarkeit für die vielen kleinen und großen Momente im Leben, in denen ich seine Gegenwart erlebe.

Dankesrunde in kleinen Gruppen. Dankgebet und ein Dankeslied in der großen Gruppe.

Abschluss mit verschiedenen Liedern zum Thema:

Aus: Feiert Jesus! 3

  • Nr. 11Was für ein Mensch

Aus: Feiert Jesus! 2

  • Nr. 146 I see the cross
  • Nr. 156 Ich darf ehrlich sein vor dir
  • Nr. 176 Tief in mir
  • Nr. 229 Jesus Christ, I think upon your sacrifice
  • Nr. 91 Ich verdanke dir so viel mein Gott

Aus: Feiert Jesus! 1

  • Nr. 111 You laid aside your majesty
  • Nr. 36 We want to see Jesus lifte high

Die Frau aus Syrophönizien

Zielgedanke

Wir dürfen Jesus um Hilfe bitten – für uns und für andere.

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Die Geschichte wird uns in zwei Evangelien erzählt. Beide haben unterschiedliche Schwerpunkte, erzählen aber vom gleichen Ereignis. Für die Erzählung nehme ich die beiden Varianten als Grundlage und erzähle quasi eine dritte Variante.
Jesus war von Gott zunächst nur zu seinem auserwählten Volk Israel und nicht zu den Nicht-Juden gesandt. Das ist für uns nach so vielen Jahrhunderten Christentum nur schwer nachzuvollziehen. Deshalb wird es in der Erzählung erklärt.
Die Frau ist Griechin. Daher ist es außergewöhnlich, dass sie Jesus, einen Mann anderen Glaubens, um Hilfe bittet. Sie wohnt in „Syrophönizien”. Gemeint ist die Gegend um die Städte Tyrus und Sidon (das Land Phönizien). Politisch war das Land nicht selbstständig und gehörte zur römischen Provinz Syrien.
Die Tochter der bittenden Frau wurde von einem „bösen Geist” gequält. Diese Vorstellung ist uns heute fremd. Damals war das Wirken von bösen und guten Geistern selbstverständliche Realität
für die Menschen. Geister waren Kräfte, die die Menschen mit Übernatürlichem, mit Göttlichem und mit Bösem in Verbindung brachten. Krankheiten, deren Ursache man nicht erklären konnte, wurden auf das Wirken böser Geister zurückgeführt.
Die Aufmerksamkeit der Kinder sollte nicht auf das Gebiet von Geistern und Unerklärbarem gelenkt werden. Der Fokus der Geschichte liegt auf der Frau und ihrer kranken Tochter. Wichtig
ist außerdem, den Kindern zu vermitteln, dass nicht „automatisch” jede Bitte von Gott erfüllt wird.

Erlebniswelt der Kinder

Kinder machen die Erfahrung, dass sie „die Großen” um etwas bitten müssen und dass sie von ihnen abhängig sind. Sie kennen die Situation, dass ihre Bitte abgewiesen wird. Aber die Kinder erleben auch, dass man mit guten Argumenten überzeugen kann und am Ende doch bekommt, was zuerst abgelehnt wurde.
Die syrophönizische Frau argumentiert geschickt und überzeugt Jesus, ihr zu helfen. Sie ist Kindern und Erwachsenen ein Vorbild, nicht nach der ersten Bitte aufzugeben. Sie hält daran
fest, dass Jesus ihr Helfer ist.

Einstieg

Bilder von Händen werden in die Mitte gelegt. Gemeinsam wird überlegt, was diese Hände wohl tun, und wie man sich dabei fühlt oder was man empfindet, wenn eine Bitte erhört oder abgelehnt wird.

Erzählung

HINWEIS
Während der Erzählung die entsprechenden Gesten, die genannt werden, mit den Händen zeigen. Evtl. auch genannte Gefühle der Kinder in die Geschichte einbauen.

Wer möchte, kann sich für die Erzählung verkleiden.

Gebet

Herr Jesus Christus,
wir danken dir, dass du der Frau geholfen
und ihre Tochter wieder gesund gemacht hast.
Wir danken dir auch,
dass du uns Menschen helfen willst,
und dass wir zu dir kommen dürfen
mit allen unseren Bitten.
Amen.

Ideen zur Vertiefung

Aktionen

Bitten
Alles, was uns beschäftigt, können wir Jesus sagen. Jedes Kind kann nun überlegen, für wen oder wofür es gerne bitten möchte, und schreibt es auf die Hand.
Anschließend beten wir gemeinsam und sagen dabei Jesus alle diese Bitten. Als äußeres Zeichen legen wir symbolisch die gestalteten Hände mit den Bitten unter das Kreuz.

Dank
Wir sprechen miteinander darüber, wie es ist, wenn eine Bitte erhört wird.
Wenn eine Bitte erhört wird, hat man Grund zu danken. Als Zeichen des Dankes beten wir miteinander, danken dafür und legen symbolisch jeweils eine Blume ans Kreuz.

Spiele

„Kommando Bimberle”
Alle sitzen um einen Tisch. Der Kommandogeber sagt „Kommando Bimberle”, und alle klopfen mit ihren Zeigefingern auf den Tisch. Nun folgen verschiedene Kommandos, auf die die Spieler richtig reagieren müssen. Wer einen Fehler macht, scheidet aus oder gibt ein Pfand ab.

Wichtig: Wenn der Kommandogeber das Wort „Kommando” sagt, dann müssen alle reagieren. Lässt er dieses Wort weg und sagt nur eine „Figur”, darf nicht reagiert werden.
Also: genau hinhören!

Mögliche Kommandos:

  • Kommando Bitte: Hände zu einer Schale formen.
  • Kommando Ruf: Hände wie zu einem lauten Ruf vor den Mund legen.
  • Kommando weg: Hände von sich wegstrecken, als würde man jemand abweisen.
  • Kommando suchen: Hände vor die Stirn legen, als würde man jemanden suchen.

    Natürlich kann auch mit den herkömmlichen Kommandos gespielt werden.
    Zur Erinnerung:
  • Kommando Bock: Hände auf die Fingerspitzen stellen
  • Kommando flach: Hände flach auf den Tisch legen usw.

Hände drücken
Alle Spieler stehen im Kreis und fassen sich an den Händen. Ein Freiwilliger stellt sich in die Mitte des Kreises. Der Spielleiter drückt irgendwann die Hand seines Nebenmanns, dieses Signal geht weiter, bis es wieder beim Spielleiter angekommen ist. Die Aufgabe des Freiwilligen besteht
darin, die Person zu sehen, die gerade die Hand des Nachbarn drückt. Wer erwischt wird, muss in die Mitte.

Liedvorschläge

  • Wer bittet, dem wird gegeben, Einfach spitze Nr. 120
  • Wir dürfen mit Gott reden, Einfach spitze Nr. 78
  • Danke, Herr Jesus, hab Dank, Herr, Jungscharliederbuch Nr. 27
  • Wenn die Last der Welt …, Feiert Jesus 1 Nr. 92

Hast du in letzter Zeit etwas gesucht? Vielleicht deinen Lieblingspulli? Oder den Hausschlüssel? Eine alte Datei auf dem Computer? Ich bin oft auf der Suche nach irgendwelchen Dingen. Schnell habe ich gedankenlos etwas weggelegt und finde es erst Tage oder Wochen später wieder. Die Freude ist dann groß, wenn ich den vermissten Gegenstand gefunden habe.

Als Kind ging ich einmal meinen Eltern im Urlaub verloren. Sie waren verzweifelt auf der Suche nach mir. Ich war verzweifelt auf der Suche nach ihnen. Dank verschiedener Beobachter des Geschehens ging dieses Ereignis gut aus. Die Freude war groß, als wir uns auf dem österreichischen Polizeirevier wieder trafen …

Menschen sind auf der Suche – manchmal nach Dingen, manchmal nach Personen. Im Redaktionsteam ist uns aufgefallen, dass das bei den weihnachtlichen Zeitzeugen auch so war: Kaiser Augustus „suchte” die korrekte Anzahl seiner Steuerzahler, Maria und Josef suchten eine Unterkunft, die Sterndeuter suchten mit Hilfe eines Sterns das verheißene neugeborene Kind, die Hirten machten sich auf den Weg nach Bethlehem und suchten dort das von den Engeln angekündigte Zeichen.

Weihnachten ist die Geschichte des Suchens und Findens, aber auch des Gesucht- und Gefunden-Werdens. Menschen suchen Gott und Gott (be-)sucht die Menschen. Dort, wo Gott und Menschen sich finden, herrscht eine große Freude, da ist Weihnachten.

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