Errettung

Das Ziel

Starter

Gott lässt seine Leute nicht hängen, auch wenn es zunächst anders aussieht.

Checker

Am Vorbild von Hiskija können die Kinder lernen, wie sie vorgehen können, wenn ihr Glaube infrage gestellt wird.

Der Text an sich

König Sanherib von Assyrien möchte Juda in die Knie zwingen und fordert sie auf, sich zu ergeben. Mehrmals fordert er die Menschen durch seinen Obermundschenk auf, bloß nicht auf Gott zu hoffen.
Als Reaktion darauf tut Hiskija genau das Richtige, er geht in den Tempel und schickt gleichzeitig eine Abordnung zu Jesaja. Das vorherige Zerreißen seiner Kleider und das Tragen des Sackes ist ein Ausdruck tiefster Trauer. Die Botschaft an Jesaja: „Wir sind am Ende!“ Er ordnet diese Situation als „Strafe Gottes“ ein, was nicht ungewöhnlich ist, denn das Reich Israel erlebte zuvor genau dieses: die Eroberung und Wegführung als Strafe Gottes für die Untreue seines Volkes und seiner geistlichen und politischen Führung. Hiskijas letzte Hoffnung ist also Jesaja, welchen er um Gebet für Jerusalem bittet. Jesaja war bekannt als Prophet, der dem Volk den Willen Gottes und seine Gedanken mitteilte.
Jesaja hat gute Nachrichten von Gott. Zunächst das Wichtigste: „Habt keine Angst!“ Dies ist eine häufige Aussage Gottes. Sie lädt die Menschen ein, Gott zu vertrauen, egal wie schlimm die Situation aussieht. Des Weiteren wird zugesagt, dass Sanherib seine Pläne nicht umsetzen wird, sondern zurückkehren muss und schließlich zu Hause getötet werde. Dafür würde Gott, sorgen.
Doch dies geschieht nicht sofort, wie Hiskija feststellen muss.
Erneut wird ihm eine Botschaft von Sanherib gebracht, in welcher Gott als hilflos und ohnmächtig verspottet wird. Bevor Sanherib in eine andere Schlacht ziehen muss, wollte er Hiskija diese Botschaft senden.
Hiskijas Reaktion erfolgt unmittelbar. Er geht in den Tempel und legt Gott dieses Schreiben vor! Dieses „Gott etwas vor die Füße werfen“ wird den Christen im Neuen Testament auch empfohlen (siehe 1. Petrus 5,7). Über Jesaja als „Sprecher“ meldet sich Gott selbst mit einem Spottlied auf Sanherib zu Wort. Darin wird deutlich, dass Sanherib nur das ausführen kann, was Gott bestimmt. Außerdem bekommt Hiskija drei Versprechen.
1. Die Versorgung mit Nahrung wird in drei Etappen zugesagt.
2. Das Volk soll gestärkt und vermehrt werden.
3. Sanherib und seine Armee werden Jerusalem nicht angreifen.
Schließlich erfüllen sich Gottes Zusagen, indem der König, verängstigt durch ein Massensterben in seinem Heer, von Juda ablässt und später selbst getötet wird.
Dieses Massensterben geschah durch einen Engel Gottes. Dieses drastische Eingreifen Gottes zeigt, wie ernst Gott es nimmt, wenn seine Ehre angegriffen wird und Menschen zur Abkehr von Gott aufgefordert werden sollen.

Der Text für mich

Mich berührt an diesem Text, wie unbeirrt Hiskija auf die Lästerungen seines Kontrahenten gegen Gott reagiert. Beide Male sucht er sofort Gottes Gegenwart. Außerdem holt er sich geistliche Unterstützung durch Jesaja. Er hält keine langen Monologe über sein Unglück und die Bosheit von Sanherib. Er steckt nicht den Kopf in den Sand, als nach Gottes erster Hilfezusage plötzlich ein zweites Lästerschreiben von Sanherib kommt. Davon möchte ich bei den Dingen lernen, die in meinem Leben Fragen und Zweifel auslösen. Innere Anfragen an Gott können genauso quälend und beängstigend sein wie Anfragen an meinen Gott von außen. Doch meine Reaktion darf die gleiche sein: Gottes Gegenwart suchen und den geistlichen Beistand bei anderen Christen suchen und annehmen, auch wenn zunächst scheinbar nichts passiert was die Situation ändert. Gottes Hilfe kommt: durch Zusagen Gottes, indem Gott uns einen Blick gibt für seine Perspektive oder durch sein direktes Eingreifen in die Situation.

Der Text für dich

Starter

Provoziert zu werden kennen wohl die meisten Kinder. Die Reaktionen sind dann, sich mit anderen zu beraten, Pläne zu schmieden und sich zu rächen oder etwas ganz anderes zu machen, um die Provokationen verpuffen zu lassen. Diese Reaktionen sind gesund und sinnvoll. Der Gedanke an Gott und Gebet in diesem Zusammenhang ist für viele Kinder ungewohnt. Beim Kennenlernen dieser Geschichte haben sie die Möglichkeit von einem Gott zu hören, der sich für die Belange seiner Leute interessiert und der ein Teil ihrer persönlichen Geschichte ist.

Checker

Kinder, die regelmäßig zur Jungschar oder in die Gemeinde gehen, sind meist mit der Idee, seine persönlichen Sorgen Gott zu sagen, vertraut. Doch was, wenn das Vertrauen in Gott von Mitschülern infrage gestellt wird? Was, wenn durch schwere Dinge im Leben des Kindes die Frage im Raum steht: „Meinst du es denn wirklich gut Gott? Kannst du wirklich helfen?“ Voreilige Antworten sind hier fehl am Platz, wenn ehrlicher Glaube wachsen soll. An unserer Geschichte können die Kinder lernen, dass es neben dem persönlichen Gebet auch gut ist, sich Menschen zu suchen, die einen in schweren Zeiten im Glauben unterstützen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Spielaktion „Echt jetzt???“
Bei dieser Aktion gibt es vier Gruppen. Jede Gruppe stellt ein bis zwei Kandidaten. Nun gibt es eine „Echt-jetzt-Herausforderung“ für den jeweiligen Kandidaten. Die Gruppen müssen vorher tippen, ob er die Herausforderung meistert oder nicht. Punkte bekommt die Gruppe, die richtig geraten hat und die Gruppe, aus der der Kandidat kommt.
„Echt jetzt – Herausforderungen“

Natürlich sind auch viele andere Herausforderungen möglich, je nach Alter, Interessen und Fähigkeiten der Kinder.

Idee 2: Dreiecksfangen
Es werden Gruppen von vier Kindern gebildet. Drei von ihnen bilden ein Dreieck, indem sie sich anfassen. Nun muss auf ein Startsignal hin das vierte Kind versuchen, das vorher festgelegte Kind zu fangen. Seine Mitspieler müssen es schützen.
Anschließend werden die Rollen getauscht.

Verkündigung

Ein-Mann-Theater
Ich bin Hiskija, der König von Juda. Ich bin ganz ungeduldig, denn ich habe meine Boten ausgesandt um zu schauen, wie es mit den Assyrern aussieht. Die wollen ja Jerusalem erobern …
Ah, da kommen sie ja. Mal sehen was sie zu sagen haben. – Gut dass ihr da seid, wie ist denn die Lage bei den Assyrern? (Er hört zu. Sein Gesicht wird immer düsterer. Er runzelt immer wieder die Stirn.)
Habt ihr das gehört? Die Assyrer haben gesagt, wir sollen uns ergeben. Unser Gott könne uns nicht helfen. Plattmachen wollen sie uns! Oh Mann, das beunruhigt mich jetzt schon.
(Geht unruhig auf und ab.)
Die Assyrer haben schon das Reich Israel besiegt und die Leute weggeführt nach Assyrien. Wenn sie das jetzt auch mit uns machen! Ich weiß nur eins, was jetzt helfen kann. Ich gehe in den Tempel und sage Gott das alles.
(Er geht ein paar Schritte weiter in den „Tempel“, kniet sich hin und betet. Dann geht er auf seinen Thron zurück.) „Boten, kommt mal zu mir! Bitte geht zu Jesaja, dem Propheten Gottes. Sagt ihm, es ist fast aussichtslos mit uns! Wahrscheinlich will Gott unser Volk bestrafen, weil wir so viele Jahre nichts von ihm hören wollten! Er soll für unser Volk zu Gott beten. Und beeilt euch! Bis später!“
So, jetzt habe ich getan was ich konnte, mal sehen, was Jesaja zu der Sache sagt. Er ist ein Prophet und manchmal redet Gott zu ihm. Vielleicht hat Gott uns in dieser Situation auch etwas zu sagen. Wie gut, dass wir den Jesaja haben, der Gott so gut kennt. Ah, da kommt der ja schon. „Hallo Jesaja!“ (Er hört zu.)
Jesaja hat tatsächlich eine Botschaft von Gott für uns bekommen. Ich sage euch mal was Gott uns sagen lässt:
Wir sollen keine Angst haben. Der König der Assyrer wird bald in sein Land zurückkehren müssen. Und außerdem hat er gesagt, dass der König der Assyrer dann in seinem Land getötet wird.
Das hört sich ja schon mal gut an.
Danke Jesaja, dass du uns diese Nachricht überbracht hast.
Aber wer ist denn das? Dahinten kommt jemand. Ist das nicht schon wieder dieser Bote vom König von Assyrien? Der hat mir gerade noch gefehlt. Er hat einen Brief für mich. Ich lese ihn mal vor:
(2.Könige 19,11-13 wird vorgelesen)
Oh nein, diesen Brief will ich vor Gott bringen. Ich will ihm all das Böse und Gemeine zeigen, was seine Feinde sagen.
(Er geht mit dem Brief in den „Tempel“, legt den Brief vor sich und betet. Dann steht er auf und sieht Jesaja.)
Ah Jesaja, du siehst aus, als wolltest du uns etwas sagen. Was ist es?
Du hast aufgeschrieben was Gott uns zu sagen hat. (2.Könige 19, 20-34 wird vorgelesen.)
Habt ihr das gehört?
König Sanherib kann nur das machen, was Gott bestimmt. Also wird uns nichts passieren! Und drei Versprechen hat uns Gott gegeben.
1. Er wird uns die nächsten Jahre mit Essen versorgen.
2. Unser Volk soll wieder stärker werden.
3. Sanherib und seine Armee wird Jerusalem nicht angreifen.
Ich bin gespannt, wie Gott sein Versprechen einhält. Aber jetzt bin ich müde uns lege mich erst mal schlafen.
(Er wacht wieder auf.) Habe ich gut geschlafen! (Er streckt sich.) Ah, da kommt ja einer meiner Boten. Guten Morgen! Was gibt es? (Ein breites Lächeln erscheint auf seinem Gesicht.)
Soll ich euch mal verraten, was der Bote mir gerade gesagt hat? Er hat mir verraten, dass König Sanherib und seine Soldaten alle unser Land verlassen haben. In der Nacht sind nämlich plötzlich fast 200 000 seiner Soldaten gestorben und da hat er solche Angst bekommen, dass er so schnell es ging weggelaufen ist. Gott hat sein Versprechen gehalten. Jerusalem ist nichts passiert!

Die andere Idee

Luftballongeschichte

Die Geschichte wird mit zwei Luftballons erzählt werden (Sanherib rot mit bösem Gesicht, Hiskija blau mit freundlichem Gesicht).
Zunächst sind beide Ballons aufgeblasen, als Hiskija die Lästerungen von Sanherib hört, verliert er fast seine ganze Luft. Nach seinem Gebet und dem Losschicken der Boten bekommt er etwas neue Luft. Nachdem Jesaja ihm Gottes Zusagen weitergegeben hat, wird er noch mehr gefüllt. Als erneut die Boten von Sanherib kommen, verliert er wieder etwas Luft, doch nach der Zusage Jesajas wird er aufgefüllt. Nach der Botschaft, dass Sanherib mit seinem Heer abziehen musste, wird der rote Ballon komplett entleert und weggeschnippt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Szenen aus Salzteig modellieren
Die Kinder überlegen sich, welche Szene aus der Geschichte sie besonders in Erinnerung haben und modellieren diese. Dabei kommt es weniger aufs Ergebnis an, sondern auf den Prozess.

Gespräch

Die Fragen können sofort besprochen werden. Die Alternative ist, dass jedes Kind für sich die Antworten auf Zettel schreibt, die zu den Sätzen in der Mitte gelegt werden. Danach wird über die geschriebenen Antworten gesprochen, dadurch werden Kinder ins Gespräch einbezogen, die nicht so viel reden.
Hiskijas Feinde sagen: „Gott hilft dir doch eh nicht!“ (Dieser Satz wird auf ein großes rotes Blatt geschrieben.)

Hiskija ist sofort in den Tempel gegangen und hat gebetet (Dieser Satz wird auf ein großes blaues Blatt geschrieben.)

Er hat seine Boten zu Jesaja geschickt um ihn zu bitten, dass er Gott um Hilfe bittet. (Dieser Satz wird auf ein großes grünes Blatt geschrieben.)

Merkvers

Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.

1.Petrus 5,7 Luther 17

Die Kinder werfen sich im Kreis einen Ball gegenseitig zu. Nun nennt der Mitarbeiter den Vers und legt ein Blatt mit ihm in die Mitte. Im weiteren Verlauf werden immer, wenn man den Ball wirft, die Worte des Verses gesagt – zunächst eins, dann zwei, und zum Schluss drei. Spannend wird es, wenn das Tempo schneller wird.

Gebet

Bezugnehmend auf den Merkvers sind die Kinder eingeladen, ihre Sorgen und Anliegen auf jeweils einen Zettel zu schreiben. Die einzelnen Zettel werden dann von ihnen in Zeitungspapier zu Bällen geformt.
Nachdem der Mitarbeiter das Gebet begonnen hat mit dem Dank dafür, dass wir Gott all unsere Sorgen geben dürfen, können die Kinder ihren Ball in einen großen Papierkorb werfen.
Anschließend beendet der Mitarbeiter das Gebet.

Kreatives

Knautschbälle herstellen
Als Erinnerung daran, seine Sorgen auszudrücken und dann an Gott anzugeben, können Knautschbälle gemacht werden.
Material: zwei Ballons pro Kind, ein kleines Glas voll Milchreis (runde Reiskörner) pro Kind, PET Flaschen und Trichter zum Befüllen
Mit einem Trichter wird der Reis in eine Flasche gefüllt. Als Nächstes wird der Luftballon aufgeblasen und über die Flasche gestülpt. Die Flasche wird umgedreht und der Reis fällt in den Ballon. Der Ballon wird verknotet und zur Sicherheit wird ein zweiter Luftballon über den gefüllten ersten Ballon gestülpt.

Spielerisches

Feuer – Wasser – Sturm
In dem Spiel „Feuer – Wasser – Sturm“, geht es darum, sich vor Bedrohung zu schützen! Es kann uns aber auch daran erinnern, wie wir damit umgehen können, wenn andere etwas gegen unseren Glauben sagen!
Bei „Sturm!“ machen wir das, was Hiskija auch gemacht hat, wir legen uns auf den Boden. Das zeigt: Ich kann nicht mehr, Gott! Ich liege am Boden. Aber du kannst helfen!
Bei „Wasser!“ zeigen wir, dass bei Gott – oben – Hilfe zu finden ist und steigen irgendwo hoch! Bei „Feuer!“ machen wir das, was Hiskija auch gemacht hat, wir suchen uns einen Partner. Hiskija hat Hilfe bei Jesaja gesucht.

Rätselhaftes

Die Kinder erhalten ein Arbeitsblatt mit einem Rätsel und haben die Aufgabe es zu lösen.
Lösung: Gott hört dir zu und hilft.

(T)extras

Lieder

Ich will nicht mehr sagen ich kann das nicht
So ein Käse lass ich nicht
Alle meine Sorgen

Spiele

Staffelspiele mit Bällen
Die Kinder werden in zwei Teams eingeteilt, die gegeneinander antreten. Eine genau festgelegte Strecke müssen sie auf verschiedene Weise mit einem oder mehreren Bällen bewältigen.

Das Kleingruppen-Material beinhaltet:

Hintergrundinfos zum Text, einen Bezug zur Zielgruppe und Ideen zur Gestaltung der Kleingruppenzeit. Die Kleingruppen laufen nach einem Rotationsprinzip. JedeKleingruppe wird von mind. einem Mitarbeitenden begleitet und läuft von Station zu Station. Durch ein Signal vom Zeitwächter wird den Gruppen signalisiert, dass sie zur nächsten Station aufbrechen. Je ein weiterer Mitarbeitender ist bei einer der 5 Stationen, die je 7 Minuten dauern:

•Gespräch inkl. Fragen

•Spiel

•Kreatives

•Bibellesen und Gebet

•Extra/Spezial

Gedanken und Hintergrundinformationen zum Text

In der Bibelgeschichte geraten die Jünger in ihrem Boot, in dem auchJesus ist, in einen heftigen Sturm. Sie haben große Angst und sind verzweifelt, weil sie alleine nichts mehr tun können. Sie gehen mit ihren Ängsten zu Jesus und geben bei ihm zu, dass sie alleine nicht mehr weiter kommen.Ziel ist der Übertrag dieser Geschichte in das Leben der Kids, also dass der Vergleich deutlich wird, dass das Boot das eigene Leben darstellt und der Sturm Probleme und schwierige Zeiten. Sie sollen sich mit den Jüngern identifizieren können und merken, dass sie in ihrem Leben genauso Stürme erleben, wie die Jünger mit ihrem Boot in einen Sturm gekommen sind. In der Bibelgeschichte ist Jesus mit den Jüngern im Boot und die Jünger sind zu Jesus gegangen und haben gesagt, dass siees nicht mehr alleine schaffen. Die Kids sollen erkennen, dass Jesus auch in ihrem „Lebensboot“ist und es einWeg sein kann, auf Jesus zuzugehen, um mit solchen Stürmen/schwierigen Situationen umzugehen. Jesus wartet darauf, dass wir auf ihmzugehen. Damit wir das tun, müssen wir ihm vertrauen und wenn wir mit unseren Ängsten oder in schwierigen Zeiten auf ihn zugehen, wirder uns helfen und uns begleiten. Wichtig ist es, deutlich zu machen, dass Jesus nicht alle Probleme wegschafft und alles wieder gut wird, aber er ist für dich da und hilft dir, mit deinen Ängsten oder schwierigen Situationen umzugehen.

Zielgedanke: Jesus ist in deinem Leben, er wartet darauf, dass du auf ihn zugehst.

Bezug zur Altersgruppe

Im übertragenen Sinne gibt es im Leben eines jeden Menschen Stürme. Stürme im Leben der Kids sind ganz verschieden. Sie reichen von eher kleineren Krisen bis hin zu ganz großen Problemen. Der Abstieg des Lieblingsfußballvereins, der Umzug des besten Freundes oder der besten Freundin, die Trennung der Eltern, der Tod eines Verwandten, eine schlechte Note in der Schuleund noch viele andere Sachen können Stürme, Krisen und Ängste bei Kindern auslösen. Den Kidsfehlt in solchen Situationen meist jemand, der ihnen Halt gibt und an dem sie sich festhalten können. Wichtig ist es, die Ängste der Kinder wahrzunehmenund sie nicht einfach herunterzuspielen, auch wenn ihre Ängste eher klein zu sein scheinen. Ängste sind für sie real existierend und damit Bestandteil von ihnen.

Station 1: Kreatives„Papierboot“

Vorbereitung: Schneidet für alle Kinder die einzelnen Bestanteile vor.

1.Nehmt euch ein Boot und ein Segel.

2.Macht Kleber auf ein Stück vom Holzeisstiel, sodass ihr diesen in die Mitte des Segels kleben könnt (Mast vom Segel).

3.Legt das Segel so auf den Tisch, dass der ganze Holzeisstiel zu sehen ist. Nun macht ihr Kleber auf den unteren Teil des Holzeisstiels und klebt das Boot darauf. Zwischen Segel und Boot sollte eine kleine Lücke sein.

4.Dreht das ganze wieder um, sodass der Holzstiel auf dem Boot zu sehen ist. Klebt nun auf das Stück des Holzeisstiels, welches auf dem Boot klebt, einen weiteren Holzeisstiel, der als Verlängerung dient.

5.Nehmt euch zwei verschiedene Wellen. Klebt Stück 1 (in der PDF-Datei beschriftet) mit einem Klebestift auf einen A4-Tonkarton. Nehmt nun die zweite Welle und knickt links und rechts ca. 1-2cm um und klebt sie an den umgeknickten Streifen auf die bereits festgeklebte Welle fest.

6.Steckt den Holzeisstiel in die entstandene Tasche zwischen den Wellen, sodass ihr das Boot hin und her bewegen könnt.

7.Schreibt auf den A4-Tonkarton über das Boot

-1.-2. Klasse: Jesus wartet!

-3.-4. Klasse: Jesus wartet auf dich!

-5.-6. Klasse: Jesus wartet auf dich und möchte für dich da sein!

Wenn noch Zeit ist, könnt ihr die Kinder noch fragen, was das überhaupt heißt, was sie gerade aufgeschrieben haben. Und wenn ihr mögt, könnt ihr ihnen erzählen, was das für euch bedeutet.

Material: Pappe in verschiedenen Farben(muss nicht wie im Beispiel sein, bis auf das Wasser); Holzeisstiele(pro Bild 2 Stück); Flüssigkleber, Klebestift-Tesafilm; Schere; Vorlagefür die Vorarbeit bei den Wellen.

Station 2: Spezial„Wellenquiz“

In der Geschichte gab es einen schweren Sturm, dieser wird auf einem Whiteboard aufgemalt. Die Aufgabe ist es, Fragen zur Wiederholung der Geschichte zu beantworten. Den Kindern werden also Fragen gestellt und für jede richtig beantwortete Frage, wird ein Element (eine Welle/eine Wolke, etc.) weggewischt, sodass im Idealfall am Ende der Sturm gestillt ist. Das heißt, auf das Whiteboard dürfen insgesamt nur 10 Elemente, zur Darstellung des Sturms gemalt werden (siehe Beispielbild).

Wenn am Ende noch Zeit ist, können die Kinder das „Bild“ mit den 10 Elementen schon für die nächste Gruppe auf das Whiteboard malen.

Fragen:

1.Wohin wollte Jesus mit seinen Jüngern fahren? (zum anderen Ufer)

2.Am Ufer standen _____ Menschen und hörten Jesus zu. (viele)

3.Was fehlte den Jüngern? (Glauben/Vertrauen)

4.An welchem See hat sich die Geschichte ereignet? (Genezareth)

5.Als Jesus den Wind und die Wellen bedrohte, wurde es ganz_____?(still)

6.Wie nannten die Jünger Jesus noch? (Lehrer)

7.Die Jünger hatten _____ als sie Jesus weckten. (Angst)

8.Welches Wetter entwickelte sich auf dem See? (Sturm)

9.Was waren viele Jünger von Beruf? (Fischer)

10.Was machte Jesus zu Beginnder Geschichte hinten im Boot? (schlafen)

Material: Vorlage mit den Fragen zur Wiederholung der Geschichte; Taschentücher, um das Whiteboard zu wischen

Station 3: Bibellesen und Gebet „Lückentext“

Bibellese: Die gehörte Geschichte ist auch in der Bibel zu finden. In diesem Bibeltext sind Lücken mit Bildern eingebaut, die Hinweise darauf geben, welches Wort an der Stelle gesucht wird. Die Kinder lesen je nach Alter selbstständig oder mit Hilfe des Mitarbeiters den Text und füllen die Lücken an Hand der Bilder. Bei den Lücken gibt es etwas Spielraum, da muss man schauen, was alles Sinn ergibt. Ansonsten kann man dort auf einige Punkte noch eingehen und kurz mit den Kindern darüber sprechen.

für 1.+2. Klasse: Lückentext wird vom Mitarbeiter vorgelesen und die Kids sollen die Lücken an Hand der Bilder „mündlich“ füllen (Vorlagen zum Vorlesen und Zeigen werden mitgebracht)

für 3.-6. Klasse: Die Kids lesen den Lückentext selbstständig und füllen die Lücken mit Hilfe der Bilder aus. Anschließend kann man den Text noch von den Kids vorlesen lassen.

Material vom Einsatzort zu stellen: -Lückentext für jedes Kind (3.-6. Klasse) ausgedruckt.

Gebet: Diese Methode soll zeigen, wie einfach Beten sein kann. Wir brauchen keine besonderen Worte, um mit Gott zu reden, sondern wir können so mit ihm reden, wie wir es auch mit Freunden tun.

1.Setz dich mit deiner Gruppe gemütlich zusammen.

2.Frage die Kinder, was sie gerade beschäftigt, was sie freut, was ihnen Angst macht (Bezug zur Verkündigung) und was sie gerne Gott erzählen wollen.

3.Nimm dir ein bisschen Zeit dafür und frage nach –auch nach dem, was die Kinder in den bestimmten Situationen von Gott erwarten und was sie sich wünschen.

4.Wenn jeder an der Reihe war, sage „Amen“ und erkläre, dass Gott alles gehört hat, was gerade gesagt wurde.

Station 4: Spiel

Variante für Jüngere: „Wattepusten“

Das Wattepusten soll den Sturm aus der Geschichte nochmals darstellen. Auf einem Tisch werden mit Kreppband Start-, Ziel-und eine Mittellinie (für zwei Bahnen) markiert. Dazwischen könnte man z.B. je nach Schwierigkeit auch noch zwei Punkte einbauen, die einen Slalomparcours darstellen. Am Ziel wird an jeder Bahn hinten am Tisch jeweils eine Pringels-Dose angeklebt, in die die Watte gepustet werden soll. Ist diese in der Pringels-Dose, ist das „Rennen“ vorbei.Es treten immer zwei Kinder gegeneinander an, jedes bekommt einen kleinen Wattebausch und muss diesen von der Startlinie bis in das Ziel pusten. Wenn der Wattebausch auf dem Weg vom Tisch fällt, muss man ihn aufheben und neu bei der Startlinie beginnen.Den Wattebausch von seinem „Gegner“ darf man nicht wegpusten/wegschnipsen.

Material: Kreppband ;Edding; Watte

Variante für Ältere: „Bombe“

Es werden zwei Gruppen gebildet oder die Gruppe spielt gegen den Mitarbeiter. Während des Spiels muss ein Timer laufen, der immer auf 90 Sekunden gestellt wird. Den Teams wird eine Frage gestellt, auf die sie nun in den kommenden 90 Sekunden immer abwechselnd antworten sollen. Es wäre sinnvoll auch in den Teams eine Reihenfolge festzulegen, damit jeder die Chance hat etwas zu sagen -natürlich kann man sich aber auch gegenseitig helfen. Mehrfachnennungen zählen nicht, dann muss das Team noch etwas sagen, bevor das andere dran ist. Sind 90 Sekunden abgelaufen, wird die nächste Frage gestellt und der Timer beginnt von vorne.

Fragen:

-Was kann man machen,wenn man mal eine Pause braucht?

-Wovor kann man Angst haben?

-Worauf musstest du schon mal warten?

-In der Geschichte fragen sich die Jünger am Ende: „Wer ist bloß dieser Jesus?“.

-Was hat Jesus in der Geschichte für Eigenschaften?

-Was denkst du, hat Jesus allgemein für Eigenschaften?

Material: -Timer (Handy)

Station 5: Gespräch„Angst“ (Anhang)

Es werden Bilder ( in Form von Karten benötigt) von Dingen/Situationen, vor/in denen Kinder Angst haben könnten, in die Mitte gelegt. Die Jünger in der Geschichte hatten Angst, weil sie mit dem Boot auf dem See in einen schweren Sturm gekommen sind. Jedes Kind soll sich ein Bild aussuchen, wovor es Angst hat. Am besten nimmt sich der Mitarbeiter auch ein Bild und erzählt als erstes kurz, warum er das genommen hat, um die Hemmschwelle zu senken. Dann kann jeder sagen (niemand MUSS, aber ruhig dazu ermutigen), warum er das Bild genommen hat.

-Wie ist das, wenn man Angst hat: Wie fühlst du dich in solchen Situationen? Was hilft dir, wenn du Angst hast?

-Was könnte helfen in Situationen, in denen man Angst hat, an Gott zu denken?

-Je nach Zeit können Mitarbeitende hier ein kurzes persönliches Beispiel erzählen. Der Abschlussgedanke sollte aber unbedingt gesagt werden!

Abschlussgedanke: Gott hat, als er die Kinder gemacht hat, jedes Kind an den Bauch gestupst und dabei gesagt: „Du bist mein Kind, ich habe dich lieb und möchte immerfür dich da sein (wenn du das willst).“ Also schau mal, ob du da etwas an deinem Bauch hast. Wenn du mal Angst hast, dann denk dran, du hast am Bauch eine Delle und wenn du schaust und sie noch da ist, dann weißt du, Gott hat dich lieb, du bist nicht alleine und du kannst Jesus um Hilfe bitten, er wartet schon auf dich.

Diese Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zu Hiskia aus JUMAT 4/19. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

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