Die Bibliathlon-Herausforderung

Ein Stationenlauf für Gruppen

Bibliathlon verbindet einen Rundstreckenlauf mit Spielstationen, die einen biblischen Gedanken spielerisch aufgreifen und bei denen immer zwei Jugendliche gegeneinander antreten. Jede Spielstation ist mit einer biblischen Aussage überschrieben. Der zugeordnete Leitvers schafft einen direkten Bezug zur Bibel und kann im Rahmenprogramm zur Vertiefung aufgegriffen werden. Entsprechend dem Biathlon kommt es zum einen darauf an, möglichst schnell zu laufen, zum anderen ist es wichtig, an den Stationen nur möglichst kurz aufgehalten zu sein.

Bibliathlon wurde im Zusammenhang mit der Aktion „CVJM bewegt 2011“ des CVJM-Gesamtverbands in Deutschland e.V. entwickelt und durchgeführt.

Der Ablauf

Entlang der ausgewählten Rundstrecke sind in etwa gleichen Abständen Spielstationen aufgebaut (siehe: „Anregungen zu den Spielstationen“). Jeder Teilnehmer startet für ein Team, läuft und spielt an den Stationen aber einzeln.

Alle Jugendlichen werden in mehrere Teams aufgeteilt. Jedem Teilnehmer wird eine Spielstation als Startpunkt zugeteilt, wobei die Jugendlichen eines Teams möglichst gleichmäßig verteilt an verschiedenen Stationen starten. Zu einem festgelegten Zeitpunkt starten alle gemeinsam und laufen zur nächsten Spielstation. Wer an einer Spielstation eintrifft, stellt sich in der Reihe der Wartenden hinten an. Der erste und der zweite Teilnehmer treten gegeneinander an der Spielstation an. Der Gewinner darf weiterlaufen. Der Verlierer tritt nun gegen den nächsten Wartenden an. Wer dreimal an einer Station verloren hat, darf ebenfalls weiterlaufen. In diesem Fall treten dann die beiden nächsten Wartenden gegeneinander an.

Mögliche Sonderregel: Wenn zwei Jugendliche aus einem Team an einer Spielstation gegeneinander antreten müssten, können diese gemeinschaftlich bestimmen, dass einer von ihnen ohne Spiel weiterlaufen darf. Der andere tritt dann an der Spielstation gegen den nächsten Wartenden an.

Ziel ist es, möglichst viele Runden zu laufen, wobei auch Teile von Runden zählen. Es werden nur korrekt gelaufene Runden gezählt. Es dürfen keine Stationen übersprungen werden. Das Spiel endet zu einem zu Beginn festgelegten Zeitpunkt. Das zu diesem Zeitpunkt an einer Station laufende Spiel wird noch fertig gespielt.

Hinweise zur konkreten Planung und Vorbereitung

Bei der konkreten Planung des Bibliathlon ist neben der Auswahl einer geeigneten Laufstrecke vor allem darauf zu achten, dass es an den Spielstationen nicht zu übermäßig langen Wartezeiten kommt.

„Nadelöhr“ sind die Spielstationen. Die einzelnen Spiele sind so konzipiert, dass pro Runde etwa 30 Sekunden ausreichen. Durch eine flexible Anpassung der Spielbedingungen (z. B. Variation von Entfernungen) können und sollen die Mitarbeitenden steuernd eingreifen, Wartezeiten minimieren und den Spielfluss im Ganzen fördern. Die Laufstrecke sollte so bemessen sein, dass in der Regel ein bis zwei Jugendliche an einer Station warten, d. h. zusammen mit den beiden Spielenden sich drei bis vier Jugendliche an einer Spielstation aufhalten.

Bei der Planung der Rundstrecke sind die örtlichen Begebenheiten zu berücksichtigen. Bei einem Abstand von etwa 200 m bis 400 m zwischen den Stationen wird eine gute Laufleistung besser berücksichtigt. Bei fünf Stationen wird eine Rundstrecke von etwa 1 bis 2 km benötigt. Umso mehr der Abstand zwischen den Stationen verkürzt wird, desto mehr wandelt sich der Charakter von einem sportlich geprägten Lauf mit Spieleinlagen hin zu einem eher klassischen Stationenspiel – die Spielidee lässt sich in jedem konkreten Einzelfall entsprechend den jeweiligen Wünschen und Anforderungen optimal anpassen.

Bei einer Durchführung mit mehr als 50 Teilnehmenden sollte entweder die Anzahl der Stationen erhöht werden oder sollten die Spielstationen doppelt besetzt sein (d.h. an jeder Station wird dasselbe Spiel doppelt aufgebaut und es spielen immer zwei Spielerpaare parallel).

Wertung

Für jede abgeschlossene Etappe (Lauf von einer Station zur nächsten und Sieg beim Stationsspiel bzw. dreimaliges Verlieren beim Stationsspiel) gibt es einen Punkt. Gewonnen hat das Team mit der höchsten Durchschnittspunktzahl. Alternativ können pro Team auch nur eine bestimmte Anzahl der besten Einzelergebnisse gewertet werden.

Anregungen zur Verkündigung

Möglichkeit Nr. 1 Menschen und Gott in Bewegung

Menschen aus allen Kontinenten sind in Bewegung. Wie kein anderes Symbol greifen die Olympischen Ringe diesen Gedanken auf. Citius, altius, fortius (lateinisch, zu deutsch: schneller, höher, stärker), das heutige Motto der Olympischen Spiele, beschreibt das menschliche Streben nach immer extremerer Bewegung weit über den Sport hinaus knapp und zutreffend. Immer mehr. Immer besser. Immer toller. Ist eigentlich alles zu toppen?

Eine der bekanntesten Bewegungsaktionen der Antike war der Lauf eines jungen Mannes, der nach der Legende nach dem Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon die etwa 40 km lange Strecke nach Hause rannte. In Athen angekommen verkündete er „Wir haben gesiegt!“ und brach tot zusammen. Der Marathonlauf ist nach wie vor eine der olympischen „Königsdisziplinen“. Und weil Vielen „ein“ Marathon zu wenig ist, lassen sich heute nicht wenige von zahlreichen Ultramarathonläufen herausfordern: Beispielsweise beim Badwater Ultramarathon von Badwater im Death Valley auf den Mount Whitney in Kalifornien oder beim Transeuropalauf über vier- bis fünftausend Kilometer quer durch ganz Europa.

Im Mittelalter begannen Menschen im 16. Jahrhundert mit Weltumsegelungen. Sich einmal rund um den Globus bewegen ist vor allem in den letzten Jahrzehnten der Traum vieler geworden: Die Zahl der Weltumsegler hat zugenommen. Ein 14-jähriges Mädchen, das mit ihrer Jolle alleine die Welt umsegeln möchte, macht in den Medien Schlagzeilen. Andere machen es mit dem Flugzeug, einem Heißluftballon oder auf dem Fahrrad. Auch Weltreisen boomen.

In der Neuzeit gelang es den Menschen erstmals, sich in den Weltraum zubewegen. Beim „Wettlauf ins All“ während des Kalten Krieges in den 50er- und 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts versuchten die USA und die Sowjetunion, sich möglichst weit in das Weltall zu bewegen. 1961 bewegte sich an Bord des sowjetischen Raumschiffes Wostok 1 Juri Gagarin als erster Mensch im Weltall. 1969 betritt der Amerikaner Neil Armstrong als erster Mensch den Erdtrabanten – vor den Augen von mehr als einer halben Milliarde Fernsehzuschauern. Vielleicht erlebt einer von uns, dass der erste Mensch den Mars betritt!

Und wie bewegt sich Gott?

Er ist der Allerschnellste

BIBELTEXT: Psalm 147,15

„Er sendet sein Gebot auf die Erde, sein Wort läuft schnell.“ Es ist genial, wie sich die gute Nachricht von Jesus Christus in den letzten zwei Jahrtausenden rund um den Globus ausgebreitet hat und wie Gott zu jeder Zeit an jedem Ort bei jedem Menschen ist.

Er ist der Allerhöchste

BIBELTEXT: Jesaja 55,9

„So viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ Es ist immer wieder überraschend, in der Bibel neue Gedanken zu eröffnen, die viel größer und höher sind als die Schwierigkeiten und Probleme, die vor uns liegen.

Und er ist der Allerstärkste

BIBELTEXT: Psalm 24,8

„Wer ist der König der Ehre? Es ist der HERR, stark und mächtig, der HERR mächtig im Streit.“ Und er ist und bleibt der König aller Könige. Er hatte die Kraft und die Macht, unsere Erde und uns zu schaffen und sein Arm ist auch nicht zu kurz, um uns jeden Tag in unserem Leben kraftvoll zu begleiten.

Noch mehr bewegt mich aber, dass Gott das Motto dieser Welt „citius, altius, fortius – schneller, höher, weiter“ auf den Kopf stellt und sich mir auch ganz anders zeigt:

Er ist der Allerlangsamste

BIBELTEXT: 2. Mose 2,2

„Und Gott ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.“ Er erinnert uns daran, dass zu einem bewegten und einem bewegenden Leben auch regelmäßige Ruhezeiten gehören. Gott macht uns vor, wie wichtig auch für ihn Ruhe ist. Und auch in den Berichten über das Leben von Jesus hören wir, wie sehr er immer wieder Stille suchte und aus der Ruhe heraus wirkte.

Er ist der Allertiefste

BIBELTEXT: Römer 11,33; vgl. auch Psalm 139

„O, welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!“ Es gibt keinen, der nicht jeden Tag noch etwas Neues von Gott erkennen könnte. Die Bibel ist wie ein Bergwerk mit Bodenschätzen, die nie vollständig abgebaut werden können. Je mehr und je tiefer ich mich auf Gott einlasse, umso mehr entdecke ich, wie wenig ich von ihm bisher erst entdeckt habe. Wenn ich mich einsam und tief verlassen fühle, kann ich spüren und erfahren, dass Gott genau dort schon längst auf mich wartet.

Und er ist der Allerschwächste

BIBELTEXT: Jesaja 53,3

„Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit.“ Es bewegt mich immer wieder neu, wenn ich irgendwo ein Kreuz oder ein Kruzifix sehe, wie Jesus, der alle Kraft und Macht gehabt hätte, sich selbst zu helfen und vom Kreuz herabzusteigen, seinen Weg in den Tod weiterging. Wie er sich verspotten und bestrafen ließ, obwohl er unschuldig war. Und wie er in aller Schwachheit und Verachtung als Gottes Sohn für uns Menschen den Weg zu seinem und unserem Vater im Himmel frei gemacht hat.

Gott hat Bewegung erschaffen. Und Gott liebt Bewegung. Gott möchte uns ganz bewegen –mit Leib, Seele und Geist.

Er gibt mir Ausdauer für meinen Tageslauf und schenkt mir Ruhe.

Er gibt mir Gedanken, die höher sind als meine, und er wartet bereits im tiefsten Punkt meines Herzens auf mich.

Er gibt mir Kraft in meinen Herausforderungen und er hat sich schwach gemacht für mich, damit ich ewig leben kann.

Gott bewegt! Und Gottes Bewegung bewegt mich!

Möglichkeit Nr. 2

Die Abschlussrunde
Eine weitere Möglichkeit, die biblischen Inhalte des Bibliathlon aufzugreifen, ist, in einer Abschlussrunde (z. B. vor oder nach der Siegerehrung) die einzelnen Stationen nochmals in Gedanken durchzugehen, das Erlebte aufzugreifen und kurz jeweils einen Gedanken zum Leitvers oder zu einem ausgewählten Leitvers anschaulich und auf das Erlebte bezogen weiterzugeben.

Anregungen für Spielstationen

Station 1 In der Bibel kannst du Jesus treffen!

Spiel: Große Tafel mit allen Büchern der Bibel und einem Feld „Jesus“. Dieses Feld muss mit dem Ball getroffen werden! (vgl. Anlage 3) Die beiden Jugendlichen werfen abwechselnd. Wenn beide treffen oder beide nicht treffen, wird nochmals geworfen. Nach drei Runden dürfen beide weiter. Idealerweise werden mehrere Bälle bereitgehalten; das beschleunigt den Spielablauf.

Alternative (bei Stau an der Station): Wenn ein Spieler getroffen hat, darf er weiter. Wenn ein Spieler nicht trifft, wirft zunächst der nächste wartende Spieler. Anschließend hat der andere Spieler seinen nächsten Versuch.

Leitvers: „Lasst das Wort Gottes reichlich unter euch wohnen.“ (Kolosser 3, 16a)

Station 2 Gott hält die ganze Welt in seiner Hand!

Spiel: Große aufblasbare Weltkugel (Durch messer ca. 1 m) möglichst lange mit ausgestrecktem Arm balancieren. Alternative (vor allem falls große Weltkugelbälle nicht vorhanden sind): das Spiel mit vier Weltkugel-Wasserbällen spielen. Jeder der beiden Jugendlichen muss sich („auf einer Erdumlaufbahn“) bewegen und balanciert auf jeder Handfläche (bei ausgestrecktem Arm) je einen Ball.

Leitvers: „Denn der Welt Grundfesten sind des Herrn, und er hat die Erde darauf gesetzt.“ (1. Samuel 2,8b)

Station 3 Gottes Geist führt dich!

Spiel: Auf einer Tischplatte werden parallel mit Latten und Holzklötzchen zwei (baugleiche) Parcours gelegt, durch die mit einem Trinkhalm ein Tischtennisball bewegt werden muss. Tipp: Falls knickbare Trinkhalme verwendet werden, am besten in das kurze Ende blasen lassen und das lange Ende mit der Hand führen. Alternative (bei Stau an der Station): mehrere mögliche Startpunkte festlegen und damit je nach Andrang eine variable Länge des Parcours auswählen. Für „Exklusiv-Version“: Latten und Holzklötze auf einer Holzplatte festleimen, ggf. Startpunkte mit einem Ring markieren und am Zielpunkt eine Vertiefung in die Holzplatte fräsen bzw. ein Loch in die Holzplatte bohren.

Leitvers: „Der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes 14,26)

Station 4 Alle die Fülle ist in dir!

Spiel: Aus einer großen Wanne (oder falls vor Ort möglich: aus einem Brunnentrog, Bach, See…) mit einem Becher in 20 Sekunden möglichst viel Wasser schöpfen.

Leitvers: „Vor dir ist Freude die Fülle.“ (Psalm 16,11)

Station 5 Gottes Regeln sind gut!

Spiel: In einem Spielfeld werden verschiedene Verkehrsschilder aufgestellt. Die Spielleitung nennt ein Verkehrsschild (z.B. „Radweg“). Jetzt müssen die beiden Jugendlichen möglichst schnell zu dem Verkehrsschild laufen. Wer das Schild als erster berührt, hat gewonnen.

Bauanleitung: Einzelne Zeichen jeweils auf DIN A 3-Format vergrößert kopieren (oder alternativ: selbst möglichst in Originalgröße zeichnen oder optimaler Weise: vom Bauhof der Gemeinde ausleihen!)

Leitvers: „Halte meine Gebote, so wirst du leben (Sprüche 4,4)

Station 6 Gott ist dein Schild! – Gott beschützt dich!

Spiel: Ein Golfball, der aus einem Rohr auf den Spieler zufliegt, muss mit einem Schild abgewehrt (getroffen) werden. Die Spielleitung lässt den Golfball für den Jugendlichen nicht sichtbar aus einem der beiden Rohre fallen. Die beiden Spielenden versuchen abwechselnd, den Golfball mit dem Schild zu treffen. Wenn beide treffen oder beide nicht treffen, wird nochmals für jeden ein Golfball durch eines der Rohre geworfen. Nach drei Runden dürfen beide weiter. Idealerweise werden mehrere Golfbälle und Schilder bereitgehalten; das beschleunigt den Spielablauf. Alternative (bei Stau an der Station): Wenn eine Person getroffen hat, darf sie weiter. Wenn eine Person nicht trifft, versucht zunächst der nächste wartende Spieler den nächsten Ball abzuwehren. Anschließend hat der andere Spieler seinen nächsten Versuch.

Bauanleitung: An zwei senkrechten Pfosten werden parallel die beiden Abwasserrohre befestigt. Das untere Ende sollte sich etwa 1 m über dem Boden befinden. Am unteren Ende wird jeweils ein Winkelstück aufgesteckt. Das Rohr selbst sollte etwa eine Neigung von 45° haben. Die beiden Winkelstücke werden so gedreht, dass der Ball aus dem einen Rohr nach links und aus dem anderen Rohr nach rechts fliegt.

Leitvers: „Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.“ (Epheser 6,16+17: „Geistliche Waffenrüstung“)

Wichtig: Bei dieser Station ist es besonders wichtig, dass die Anlage vor dem Spielbeginn passend auf die Gruppe einjustiert wird. Die Schwierigkeit kann durch den Standpunkt des Spielers (Entfernung zum Rohrende) sowie durch die Größe des Schildes beeinflusst werden.

Station 7 Jesus liebt dich wie du bist!

Spiel: Mit Wasserdampf bzw. Glasreinigungsmittel besprühte Spiegel mit Autoeiskratzer säubern.

Leitvers: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ (1. Joh. 1,9)

Station 8 Gott sagt „Ja!“ zu dir!

Spiel: Quiz: Beide Jugendlichen stehen im Abstand von 5m bis 6m voneinander entfernt. Zwischen ihnen steht ein Stuhl. Die Spielleitung liest eine Frage vor. Man darf sich nur bewegen, wenn die Antwort „ja“ ist. Gewonnen hat, wer als erster auf dem Stuhl in der Mitte sitzt.

Leitvers: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.“ (Psalm 139,14)

Bauanleitung für eine Hängematte in 6 Schritten

Für die Herstellung einer Hängematte braucht es etwas Geduld, aber die zahlt sich nachher auch aus.

So wird´s gemacht

Vorbereitung

Vierkanthölzer vorbereiten:
Zunächst werden in die Vierkanthölzer 16 Löcher gebohrt, die alle etwa den gleichen Abstand zueinander haben sollten. Die äußeren zwei Löcher sollten etwas größer sein (8 mm) als die inneren Löcher (6 mm). Durch die äußeren Löcher werden später vier Schnüre, durch die inneren lediglich zwei Schnüre durchgezogen.

Schnüre vorbereiten:
Aus der Schnur werden
• 32 Schnüre mit einer Länge von 6,50 m
• 4 Schnüre mit einer Länge von 4,50 m zugeschnitten.
Am Ende der Schnur sollte ein Knoten gemacht werden, damit sich die Schnur nicht aufdreht. Die Enden synthetischer Schnüre können auch in eine Flamme gehalten werden, damit die Endfasern miteinander verschmelzen.

Herstellung

Schritt 1:
Durch die äußeren Löcher werden je zwei Schnüre mit 4,50 m und zwei Schnüre mit 6,50 m gezogen. Nach 80 cm werden die Schnüre miteinander verknotet. Diese 80 cm sind zur späteren Befestigung am Baum vorgesehen.
Durch die inneren Löcher werden nun je zwei Schnüre mit 6,50 m gezogen und ebenfalls nach 80 cm verknotet. Auch diese 80 cm dienen später als Aufhängung.
Nun werden auch auf der anderen Seite der Löcher die Schnüre durch Knoten am Durchrutschen gehindert. Siehe Skizze

Schritt 2:
Damit die Aufhängung stabiler wird, werden die Schnüre (auf der Seite, auf der sie 80 cm lang sind) miteinander verknotet. Siehe Skizze

Schritt 3:
Aus den innen liegenden Fäden (6,50 m) wird anschließend ein Netz geknüpft. Dazu werden die Schnüre 6 cm gespannt und mit den beiden Schnüren des nebenstehenden Loches durch Schifferknoten verbunden. Siehe Skizze (Schritt 3).
Damit der Abstand der Knoten gleichmäßiger wird, empfehle ich, die Holzlatte (1 x 5 cm) als Abstandhalter zwischen die vorherige und die zu knüpfende Knotenreihe zu legen. Wenn die Reihe fertig geknotet ist, wird die Latte wieder herausgezogen und das Spiel beginnt von vorne.
Die äußeren Schnüre (4,50 m) werden beim Knüpfen ausgelassen. Nach diesem Schema wird alle 6 cm 1 Schifferknoten geknüpft, sodass ein etwa 2,20 m langes Netz entsteht.

Schritt 4:
Die äußeren Schnüre von 4,50 m Länge werden beidseitig jeweils um den in jeder zweiten Reihe geknüpften Faden geschlungen.

Schritt 5:
Vor dem zweiten Vierkantholz werden die Schnüre erneut verknotet, durch die entsprechenden Löcher gefädelt und ebenfalls durch Knoten am Durchrutschen gehindert. Siehe Skizze (Schritt 1). An dieser Stelle ist darauf zu achten, dass das Netz gut und gleichmäßig gespannt ist. Ebenfalls die Knoten für die Aufhängung anbringen. Siehe Skizze (Schritt 2).

Schritt 6:
An den Schnurenden hinter den Holzstäben (Aufhängung) werden nun noch die Ringe gut festgeknotet.

Tipp:

Wer keine Hängematte möchte die durchhängt, sollte darauf achten, dass der Abstand der einzelnen Knoten max. 6 cm ist. Auf jeden Fall sollte man beachten, dass der Abstand der Knoten gleichmäßig ist und dass die Knoten in einer Reihe auf einer Höhe sind.


Spiele mit Wasserpistolen, die besonders gut zu einem Sommerlager passen.

Spiele mit Wasserpistolen kommen immer gut an. Bei einem Sommerlager wäre ein Wettbewerb zwischen zwei oder drei Mannschaften, die nach Möglichkeit parallel spielen, eine besondere Attraktion. Selbstverständlich können diese Spiele im Frühsommer oder im Herbst im Freien gespielt werden. Unsere Jugendgruppen haben solche Spiele erfolgreich bei einer Veranstaltung zum Schülerferienprogramm der Kommune eingesetzt.

Spiel 1: Kerzen auslöschen

Auf zwei getrennten Tischen (z.B. Biertische) stehen auf einer Papierunterlage jeweils fünf brennende Kerzen. Der Abstand zwischen den einzelnen Kerzen beträgt etwa drei bis vier Zentimeter. Die Spielpersonen stehen in einer Entfernung von etwa zwei Metern zum Tisch hinter einer Stuhlreihe. Auf „Los“ versuchen die ersten Spielpersonen der beiden Mannschaften, eine brennende Kerze mit dem gespritzten Wasser auszulöschen. Dann kommt die nächste Person dran. Gewonnen hat die Mannschaft, bei der zuerst alle Kerzen ausgelöscht sind.

Spiel 2: Die Türme fallen –mit der richtigen Taktik

Hinweis: Dieses Spiel muss vorher ausprobiert werden: Fallen die „Türme“ auch ganz bestimmt um? Welche Entfernung ist richtig?
Auf zwei Tischen stehen in gleichen Abständen jeweils fünf „Türme“. Bei welcher Mannschaft sind zuerst alle Türme durch Anspritzen umgefallen?

Variante: Beide Mannschaften überlegen, ob es geschickter ist, dass die Spielpersonen nacheinander auf die Türme spritzen oder ob zwei oder drei Spielpersonen miteinander auf einen Turm zielen. Dies darf nicht vorher getestet werden!

Spiel 3: Wer trifft die Glocke?

Für jede Mannschaft hängt in etwa drei Meter Entfernung von einer „Standlinie“ (z.B. Stuhlreihe) an einer Querstange eine Glocke. In unserer Jugendgruppe hatten wir kleine Glocken aus Porzellan besorgt. Alternativ geht auch eine Blechdose, bei der am Boden ein Loch hindurch gebohrt wurde. Ein Bindfaden wird durch das Loch gesteckt und dann wird ein Knoten gemacht, so dass die Schnur nicht rückwärts wieder rausrutschen kann. Auf „Los“ zielen die ersten Spielpersonen jeder Mannschaft auf die Glocke. Wenn diese Glocke vom Wasserstrahl getroffen wird, kommt die nächste Person dran. Bei welcher Mannschaft haben alle Personen die Glocke getroffen und zwar in der kürzesten Zeit?

Variante: „Wilhelm-Tell-Gedächtnis-Schuss“. Eine Spielperson steht in Badehose bzw. Badeanzug mit dem Rücken zu den anderen Jugendlichen. Diese Spielperson hat einen Apfel auf dem Kopf. Welche Mannschaft schießt den Apfel zuerst vom Kopf?
Hinweise: Ausprobieren! Falls der Apfel zu schwer ist, wird ein kleiner Softball (Durchmesser etwa sechs Zentimeter) verwendet. Damit der „Apfelträger“ nicht durch Kopfwackeln den Apfel zum Fallen bringt, könnte man die „Apfelträger“ wechseln; d.h. die Spielperson mit Apfel von Mannschaft A steht als Ziel bei Mannschaft B.

Spiel 4: Gegeneinander ist auch ganz nett

Die beiden Tische sind so zusammengestellt, dass sie eine langgezogene Fläche bilden. Die ersten beiden Spielpersonen stehen sich an den Tischenden gegenüber. Genau in der Mitte liegen zwei Tischtennisbälle. Die Aufgabe besteht darin, die Tischtennisbälle durch Anspritzen zum Gegner zu treiben. Wenn eine Pistole leer ist, wird das Spiel unterbrochen und die beiden nachfolgenden Spielpersonen nehmen wieder eine volle Pistole in die Hand. Sieger ist diejenige Mannschaft, die nach einer vereinbarten Zeitspanne (etwa drei Minuten) mehr Bälle auf der gegnerischen Tischseite hat. Dann kann eine zweite Runde beginnen. Damit die Bälle nicht seitwärts vom Tisch rollen, werden die beiden Längsseiten der Tische mit Holzlatten versehen; es darf natürlich über die Bande gespielt werden!

Spiel 5: Werfen und treffen

Zwei Mannschaften spielen nach Möglichkeit wieder parallel. Eine Spielperson steht in ca. drei Meter Entfernung von einer „Standlinie“ (z.B. Stuhlreihe). Diese Person wirft einen kleineren Softball (Durchmesser etwa 6 Zentimeter) oder (schwieriger!) einen Tischtennisball senkrecht nach oben. Jetzt muss die erste Spielperson pro Mannschaft versuchen, den fliegenden Ball zu treffen. Wenn dies gelungen ist, kommt der nächste „Schütze“ dran.

Wertung: Welche Mannschaft erzielt in drei Minuten die meisten Treffer?

Spiel 6: Auf die Zone kommt es an!

Jeder Tisch wird so vorbereitet, dass am Ende drei Zonen angebracht werden durch Aufkleben von Klebestreifen quer zur Längsseite. Die drei Zonen zählen 30 Punkte bzw. 20 Punkte bzw. 10 Punkte. Von einer Markierung aus muss ein Tischtennisball durch Anspritzen mit Wasser in eine der drei Zonen befördert werden. Wenn eine Pistole leer ist, kommt die nächste Spielperson dran. Wenn ein Ball in einer Zone liegt und die Person abbrechen möchte, wird die Punktzahl notiert und der Ball wieder auf den Startpunkt gelegt. Welche Mannschaft erzielt in drei Minuten die meisten Punkte?

Achtung: An die Längsseiten der Tische werden Holzlatten gelegt, das Ende des Tisches ist offen. Fällt ein Ball vom Tisch, so werden keine Punkte gezählt!

Spiel 7: TT-Ball von Flasche schießen

Am Ende jedes Spieltisches steht eine leere Flasche. Oben auf der Öffnung liegt ein Tischtennisball. Vom anderen Ende des Tisches aus wird mit der Wasserpistole auf den Ball geschossen. Sobald der Ball herunterfällt, wird ein Punkt gezählt und der Ball wird wieder auf die Flasche gelegt. Die nächste Spielperson ist an der Reihe, wenn der Ball gefallen ist oder wenn eine Pistole leer ist.

Wertung: Welche Mannschaft hat in vier Minuten die meisten Bälle von der Flasche geschossen?

Spiel 8: Auto mit Wasserkraft

Auf jedem Spieltisch steht ein leichtes Spielzeugauto. An den Längsseiten der Tische verhindern Holzlatten das Abstürzen der Autos. Diese werden von einem Startpunkt aus mit Wasser angespritzt und über die Tischfläche hinweg bis zum Ende des Tisches gespritzt. Wenn sie vom Tisch fallen, werden sie aufgefangen und wieder auf den Startpunkt gestellt.

Wertung: Welche Mannschaft bringt innerhalb von fünf Minuten die meisten Autos über die Fahrtstrecke?

Spiel 9: Boccia

Am Ende des Tisches steht eine Flasche. Ein Tischtennisball liegt auf einem Startpunkt. Die Aufgabe besteht darin, den Tischtennisball durch Anspritzen bis auf fünf Zentimeter an die Flasche heranzubringen. Holzlatten verhindern das Abstürzen an den Längsseiten. Wenn der Ball bis auf fünf Zentimeter bei der Flasche angelangt ist oder die Flasche trifft, wird ein Punkt gezählt und der Ball geht auf den Startpunkt zurück.

Wertung: Wie viele Punkte werden innerhalb einer Zeitspanne von fünf Minuten erzielt?

Spiele und Ideen mit Trinkgläsern

Vorbemerkung:
Günstig wäre es, wenn Gläser verwendet würden, die nicht mehr gebraucht werden. Sauber müssen sie jedoch sein. In der Regel dürfte kein Glas kaputt gehen. Die Spiele können in der Regel prolemlos bei einer Teamwertung eingesetzt werden. Bei jedem einzelen Spiel bekommt die beste Mannschaft zwei Gesamtpunkte, die zweitbeste einen Punkt und die schlechteste Truppe bekommt keinen Punkt. Das Team, das am Schluss die meisten Punkte erreicht hat, hat gewonnen und bekommt einen Preis.

Spiel 1: Tischtennisball in ein Glas werfen

Drei leere Gläser stehen am Ende eines Tisches nebeneinander. Die spielende Person steht an der Tischkante, wirft einen Tischtennisball so, dass dieser in einem Glas landet. Für einen Treffer im Glas in der Mitte gibt es z. B. einen Punkt. Landet der Ball in einem der beiden äußeren Gläser, dann gibt es zwei Punkte.

Variation 1: Der Ball muss so geworfen werden, dass er zuerst auf der Tischfläche aufspringt und danach im Glas landet.
Variation 2: Der Tisch steht etwa 40 cm von einer Wand entfernt. Jetzt muss der Tischtennisball so geworfen werden, dass er zuerst gegen die Wand prallt und danach in einem Glas landet.

Spiel 2: Das vollere Glas gewinnt

Jede Mannschaft hat eine 1 Literflasche Leitungswasser. Es wird verabredet, dass 10 Durchgänge gespielt werden. Jede Mannschaft füllt ihr Glas bis zu einer bestimmten Höhe. Dann wird das Glas mit einer Papierserviette oder einem Geschirrtuchabgedeckt und auf einem Tisch abgestellt.
Einen Punkt gewonnen hat diejenige Mannschaft, deren Glas voller ist. Es ist eine taktische Leistung, das Volumen von einem Liter so auf 10 Gläser aufzuteilen, dass man möglichst oft das Glas voller hat als die gegnerische Gruppe.

Spiel 3: Kreisel tanzt auf Flaschenboden

Es treten am besten immer aus jeder Mannschaft eine Spielperson gegeneinander an. Die Gläser stehen „auf dem Kopf“, d. h. die Glasöffnung liegt auf der Tischfläche und der Glasboden zeigt nach oben. Auf „Los“ setzt jede der Spielpersonen ihren Kreisel auf dem Glasboden in Rotation. Diejenige Mannschaft erhält einen Punkt, deren Kreisel am längsten rotiert.

Spiel 4: Das Saloon-Spiel

In Wildwestfilmen sieht man manchmal, wie ein Barkeeper oder ein Cowboy ein Whiskey-Glas mit Schwung über den Tresen gleiten lässt.
Auf den beiden Längsseiten und auf der Schlussseite des Tisches liegen Dachlatten, sodass die Gläser bei zu viel Schwung auf keinen Fall vom Tisch herabfallen können. Die Holzlatten können evtl. noch etwas beschwert werden (z. B. mit Büchern). Von jeder Mannschaft tritt eine Person an. Sie steht am Kopfende des Tisches und stößt ihr Glas so an, dass es über die Tischfläche gleitet. Das Glas sollte möglichst nahe bei der Holzlatte am Tischende zu stehen kommen. Falls das Glas irgendeine der drei Holzlatten berührt, wird es sofort weggenommen (es ist quasi „vom Tisch gefallen“). Dann kommt die zweite Mannschaft dran. Erlaubt ist es, dass die Gläser aneinander stoßen. Falls ein angestoßenes Glas gegen eine der Holzlatten stößt, wird es ebenfalls weggenommen. Sieger ist diejenige Gruppe, deren Glas am nächsten zum Tischende gelandet ist.

Spiel 5: Mit einem Trinkhalm ein Glas leer trinken

Für jede Mannschaft steht eine Literflasche mit Mineralwasser zur Verfügung. Jede Mannschaft füllt ihr Glas. Alle Mannschaften spielen gleichzeitig. Auf „Los“ versucht jede Spielperson, ihr Glas mit einem Trinkhalm möglichst rasch leer zu trinken. Dann wird das Glas wieder gefüllt und eine zweite Person ist dran. Welche Mannschaft hat ihren Liter Wasser zuerst getrunken?

Spiel 6: Bei wem läuft dasGlas über?

In der Tischmitte steht ein Glas, das bis ganz oben mit Wasser gefüllt ist (evtl. aus einem zweiten Glas nachleeren oder aus einer Teekanne). Auf dem Tisch liegen viele einzelne Münzen (z.B. viele Münzen mit den Werten 1 Cent, 2 Cent, 5 Cent, 10 Cent). Eine Spielperson der ersten Mannschaft beginnt und wirft eine Münze in das volle Glas. Wegen der Oberflächenspannung des Wassers (Wasser bildet so etwas wie eine „Haut“) wird noch kein Wasser überlaufen. Dann kommt eine Person der nächsten Mannschaft dran. Am besten ist es, die Münze senkrecht in das Wasser einzuauchen und dann loszulassen. Wenn das Glas auf einer saugfähigen Papierserviette steht, dann kann man am besten feststellen, bei welcher Gruppe das Glas übergelaufen ist. Wenn man dieses Spiel in die Mannschaftswertung aufnehmen möchte, dann müssten die jenigen Gruppen, bei denen das Wasser nicht übergelaufen ist, drei Punkte bekommen (das Spiel läuft erfahrungsgemäß lange, deshalb mehr Punkte).

Spiel 7: Im Einmachglas gefangen

Ein Tischtennisball befindet sich in einem Einmachglas (Weckglas bzw. Rillenglas mit dem Volumen ein Liter). Die Öffnung des Glases zeigt nach unten und liegt auf der Tischfläche auf. Wenn man jetzt das Glas aus dem Handgelenk heraus in Rotation versetzt, läuft der Tischtennisball innen am Glas entlang und das Glas kann vom Tisch abgehoben werden. Man kann sogar hin- und herlaufen. Allerdings muss die Hand immer das Glas in Rotation halten.
Ein Wettbewerb könnte so aussehen: Alle Mannschaften spielen gleichzeitig. Jede Spielperson versucht, das Glas vom Tisch abzuheben, ohne dass der Tischtennisball herausfällt. Mit einer Stoppuhr (geht auch mit einer Armbanduhr) wird pro Mannschaft die Zeit gemessen, in der der Ball im Glas rotiert und das Glas vom Tisch weg ist. Fällt der Ball herunter, kommt die zweite Person dieser Mannschaft dran. Gestoppt wird dann wieder die Zeit, in der sich der Ball im Glas dreht und das Glas keinen Kontakt mit dem Tisch hat.

Spiel 8: Tischtennisball mit dem Glas einfangen

Dieses Spiel wird in unserer Gruppe immer wieder gern gespielt. Pro Mannschaft werden pro Durchgang zwei Personen benötigt. Der erste Spieler steht an der Kante eines Tisches, der an eine Wand anstößt. Er wirft einen Tischtennisball auf den Tisch.
Der Ball springt vom Tisch an die Wand, fällt auf den Tisch zurück, springt wieder hoch und sollte jetzt vom zweiten Spieler mit einem Trinkglas eingefangen werden. Gelingt dies, dann erhält diese Mannschaft einen Punkt. Dann komen zwei Mitglieder einer anderen Mannschaft dran.

Spiel 9: Papier hält Wasser auf

Ein Trinkglas wird randvoll mit Wasser gefüllt. Glas auf Papierservietten oder Zeitungspapier stellen. Aus einem zweiten Glas nachschütten. Deckt man die Glasöffnung mit einem Stück Papier ab, das etwas größer als die Öffnung des Glases ist und dreht dann das Glas um 180 Grad herum, dann müsste das Papier das Auslaufen des Wassers verhindern. Wichtig ist, dass zwischen Papier und Wasseroberfläche keine Luftblase entstanden ist. Die Erklärung dieses Phänomens ist der Luftdruck, der gegen das Blatt drückt und größer als der Wasserdruck ist, den die vielleicht 10 Zentimeter hohe Wassersäule erzeugt.

Spiel 10: Jaja, die Trägheit

Ein leeres oder volles Glas steht auf einem Tisch in der Nähe der Tischkante. Unter dem Glas liegt ein DIN A4-Blatt Papier. Wenn man jetzt das Papier ruckartig unter dem Glas wegzieht, dann bleibt das Glas stehen und fällt nicht vom Tisch. Gründe für diese Erscheinung diskutieren lassen. Es spielen viele Faktoren eine Rolle. Entscheidend ist, dass die physikalische Trägheit des Glases dafür sorgt, dass das Glas stehen bleibt.

Ein Stadtspiel für Gruppen

Im Mittelpunkt einer jeden Sommer-(ferien)-Trophy steht eine historische Person, die in ihrer Kindheit und Jugend wesentlich geprägt wurde und deren Wirken sich bis heute nachhaltig auswirkt. Alle Spiele und Aufgaben haben einen in haltlichen Bezug zum Leben und Werk dieser Person. Im Laufe der Trophy werden immer mehr Informationen zu Mr. oder Mrs. X bekannt. Errät jemand, um we che Person es sich handelt? Im Rahmen des Abschlussprogramms wird diese Person dann kurz vorgestellt und auf jugendgemäße Weise ein Gedanke weitergegeben, was wir von ihr lernen können.

Die verschiedenen Spielformen und Aufgaben fördern unterschiedliche Begabungen (Kreativität, Geschicklichkeit, kognitive Fähigkeiten, Beweglichkeit…) so wie gruppendynamische Prozesse.
Die Sommer(ferien)-Trophy wurde entwickelt als eine Programmstruktur, die dauerhaft lebbar ist (immer die gleiche Grundstruktur, aber immer mit anderen Inhalten und Spielen). Die feste Programmstruktur ermöglicht eine wiederholte Durchführung mit jeweils einer anderen Person als Mr./Mrs. X, beispielsweise als Programmpunkt im jährlichen Sommerferienprogramm oder auch auf Freizeiten.
Vorteile im Falle einer regelmäßigen Durchführung sind: Die Abwechslung vonVertrautem und Überraschendem erleichtert in den Folgejahren die Durchführung. Der Vorbereitungsaufwand wird in den Folgejahren geringer, was einen schonenden Umgang mit den Ressourcen ehrenamtlicher Mitarbeitender fördert.

Ablauf

Hinweise zur Durchführung

Wichtig ist, dass das Spiel zügig in Gang kommt. Falls die Teilnehmenden bebeits vor Beginn der Trophy bekannt sind, sollten die Gruppen bereits vorher eingeteilt werden. Ansonsten sollten die Gruppen möglichst bei der Anmeldung der Teilnehmenden sofort nach deren Eintreffen sukzessive gebildet werden.

Die einzelnen Stationen sollten so im Spielgebiet verteilt werden, dass sich die Gruppen gezielt Gedanken machen müssen, in welcher Reihenfolge sie Stationen anlaufen und sonstige Aufgaben lösen. Ein wesentliches Erfolgskriterium ist es, inwieweit es den Gruppen gelingt, ihre Zeit geschickt einzuteilen und eine zu ihrem individuellen Zeitplan (Fixtermine bei den festen Spielstationen) pasende Strecke zu wählen.

Wertung

Gesamtsieger der Sommer-Trophy kann nur werden, wer mit der eigenen Gruppe in der Spielphase II gewinnt.

Da das Abschlussspiel nur mit einer Gruppe gespielt werden kann, muss darauf geachtet werden, dass nach der Spielphase II ein eindeutiger Sieger feststeht. Wenn zwischen zwei Gruppen nach der Spielphase II ein Gleichstand besteht, muss gegebenenfalls ein Stichentscheid herbeigeführt werden (z.B. eine Quizfrage mit Antwort zum Schätzen – wer näher an der Lösung dran ist, hat gewonnen!).
Der Sieger des Abschlussspiels gewinnt das gelbe Trikot.
Möglich ist, dass (in Anlehnung an die Tour de France) weitere Trikots vergeben werden:
• ein weißes Trikot (für den kleinsten/jüngsten Teilnehmenden der Siegergruppe)
• grüne Trikots (für die übrigen Teilnehmenden der Siegergruppe)
• ein rotes Trikot (für denjenigen, der als erster beim Abschlussimpuls den Mr. X bzw. die Mrs. X errät bzw. eine bestimmte Frage zu Mr./Mrs. X beantwortet)

Ideen für Spiele und Inhalte am Beispiel Mr. X alias Wilhelm Maybach

Es geht immer um Mr. X und sein Leben. Der tatsächliche Name von Mr. X (Wilhelm Maybach) wird erst beim Abschlussfestival genannt. Bekanntgegeben wird den Teilnehmenden nur, dass es bei der gesamten Sommer-Trophy um das Thema Automobile geht – und dass Mr. X in Bezug auf das Thema der Trophy eine ganz entscheidende Rolle spielte.

Eröffnungsspiel – am Start

Story: Wie kaum eine andere Erfindung hat das Automobil das letzte Jahrhundert geprägt. Entscheidend für den Erfolg der Automobilentwickler war schon immer, wer als erstes die richtigen Antworten auf die sich aktuell stellenden Fragen fand. Aktuell ist die Automobilindustrie herausgefordert durch die Entwicklung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb. Mr. X war ein Mann, der für viele Teile des Automobils als erster eine passende Antwort fand…

Aufbau: Auf der Spielfläche wird in der Mitte ein Kreis mit einem Durchmesser von etwa 3 m aufgezeichnet. Im Kreis steht von jedem Team ein Spieler und hält einen Wasserball. Am Spielfeldrand stehen vier Körbe beschriftet mit den Buchstaben A, B, C und D. Die restlichen Spieler verteilen sich auf dem Spielfeld.

Spiel: Die Spielleitung liest eine Frage vor und vier mögliche Antworten. Jede mögliche Antwort passt zu einem Korb. Gewonnen hat das Team, dessen Wasserball als erstes den richtigen Korb erreicht. Beim Werfen, Fangen oder Aufheben des Balles darf sich der Spieler nicht von der Stelle bewegen. Wenn der Ball von keinem Spieler des Teams gefangen werden konnte oder nicht aus dem Stand aufgehoben werden kann, darf der Spieler aus dem Mittelkreis den Ball holen und vom Mittelkreis aus wieder ins Spiel bringen. Die Siegergruppe verlässt das Spielfeld, bekommt ihr Logbuch und beginnt mit der Trophy. Die anderen Teams spielen eine weitere Runde. Entsprechend werden weitere Runden gespielt bis nur ein Team übrigbleibt.

Beispiele für Fragen und Antworten:
a) Wie hieß die erste bedeutende „Auto-Frau“?
A: Paula Porsche/B: Daniela Daimler/C: Bertha Benz/D: Aurelia Audi

b) Den Heinkel Kabinenroller nannte man auch
A: Kugelrutscher/B: Benzin-Birne/C: Rotkäppchensarg/D: Knutschkugel

c) Welche Automobilfirma ist bekannt für ihre Feuerwerkfahrzeuge?
A: VW/B: Metz/C: Sony/D: Loewe

d) Der Rotationskolbenmotor geht zurück auf
A: Sigismund Schleuder/B: Fridolin Kuppler/C: Felix Wankel/D: Nikolaus Otto

e) Wie lautet beim Auto der Begriff für „Luftsack“?
A: Airbag/B: Airsack/C: Windbeutel/D: Windblower

f) Mercedes ist ein
A: Blumenname/B: Mädchenname/C: Fantasiename/ D: meteorologischer Begriff

Aufgabe 1 – Viertaktmotor (erste feste/bemannte Spielstation auf dem Weg vom Start zum Ziel)

Story: Mr. X war maßgeblich an der Weiterentwicklung des ersten Viertaktmotors, dem sogenannten „Otto-Motor“ beteiligt. Für die Sommer-Trophy haben wir ein Fahrzeug entwickelt und ihr seid der Viertakt-Motor. Könnt Ihr getaktet und koordiniert ziehen?

Aufbau: Auf einem Rollbrett für Möbel wird eine große Bananenkiste befestigt, in der sich einer als Fahrer ausgerüstet mit Fahrradhelm und Handschuhen setzt. Am Rollbrett ist an jeder Ecke ein Seil befestigt. Es wird mit Hütchen oder Kreide ein Rundparcours gesteckt.

Spiel: Innerhalb der fest vorgegebenen Spielzeit müssen mögichst viele Runden gedreht werden. Der Fahrer darf während der Runde das Fahrzeug nicht verlassen. Vier andere Spieler, die alle den Parcours nicht betreten dürfen, müssen das Fahrzeug mittels der Seile durch den Parcours ziehen. Nach jeder Runde wird der Fahrer ausgewechselt.

Aufgabe 2 – Kontruktionsbüro (zweite feste/bemannte Spielstation auf dem Weg vom Start zum Ziel)

Story: Mr. X machte eine Ausbildung zum Technischen Zeichner. Ein Schlüssel zum Erfolg war für ihn, genau und übersichtlich zeichnen zu können.

Aufbau: An einer Wand wird ein großes weißes Plakat befestigt (idealerweise Zeitungspapier von einer Rolle). Zur leichteren Orientierung wird die Unterkante der Karosserie mit einem waageechten, 110 cm langen Strich eingezeichnet.

Spiel: Innerhalb der fest vorgegebenen Spielzeit muss die im Logbuch abgebildete Zeichnung im Maßstab 1:10 möglichst genau gezeichnet werden. Als Hilfsmittel stehen Meterstab, lange Lineale, Latten, Stifte und Schnüre zur Verfügung.

Aufgabe 3 – Automarken (Mitbringaufgabe – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Nach Mr. X ist eine noble Automarke benannt.

Aufgabe: Sucht zehn möglichst seltene Automarken und macht von einem Auto jeder Marke ein Foto. Marken, die nur ihr entdeckt habt, zählen besonders. Marken, die alle im Team entdeckt haben, werden nicht gezählt. Tragt vor Spielende nachfolgend zehn Automarken ein und zeigt der Jury jeweils ein Bild eines Autos dieser Marken (Marke muss auf dem Foto gut sichtbar sein!)

Aufgabe 4 – Wirkungsstätten (Quiz – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Mr. X war in seiem Leben an verschiedenen Orten aktiv.

Aufbau: An den im Stadtplan markierten Stellen wird jeweils eine Quizfrage aufgehängt, bei der es um Mr. X und diesen Ort geht.

Spiel: Ohne die Frage zu kennen, kann nur eine Antwort erraten werden. Deshalb lohnt es sich, möglichst viele „Orte“ aufzusuchen, um dann sich sicherer für die richtige Antwort entscheidenzu können.

Aufgabe 5 – Autodesign (Mitbringaufgabe – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Mr. X wird auch als „König der Konstrukteure“ bezeichnet.

Spiel: Das im Logbuch begonnene Bild soll so ergänzt werden, dass ein möglichst pfiffiges Auto entsteht.

Aufgaben 6 und 7 – Bonusaufgaben I und II (Knobelaufgaben – während der gesamten Spielphase II im gesamten Spielgebiet zu lösen)

Story: Mr. X hatte bei seiner Arbeit laufend knifflige Aufgaben zu lösen.

Aufgabe(n): siehe Logbuch (Anlage), ggf. selbst passende Aufgaben in die Vorlage kopieren.

Abschlussspiel – am Ziel

Story: Mr. X konstruierte viele Teile für Fahrzeuge. Viele Einzelteile ergeben ein Fahrzeug. Und nur ein komplettes Fahrzeug fährt!

Aufbau: Auf der Bühne wird auf einem kleinen Tisch eine Kiste mit DUPLO-Bausteinen aufgestellt. Die Teilnehmenden der Siegergruppe stellen sich um den Tisch.

Aufgabe: Aus vier bis fünf DUPLO-Bausteinen wird ein einfaches Fahrzeug als Modell (Prototyp) zusammengesetzt und den Teilnehmenden gezeigt. In einer Kiste befinden sich viele DUPLO-Bausteine. Die Spieler müssen nun versuchen, mit verbundenen Augen in der Kiste die benötigten Bausteine zu finden und mit diesen möglichst schnell den Prototypen nachzubauen. Wer als erster sein Fahrzeug korrekt zusammengesetzt zeigen kann, hat gewonnen – und ist Sieger der Sommer-Trophy!

Ideen zur Verkündigung

Im Jahr 1856 erschien in der Zeitung in Stuttgart folgende Annonce: „Bitte an edle Menschenfreunde für 5 vater- und mutterlose Knaben von 12 bis 4 Jahren.
Die Mutter dieser 5 Waisen starb vor 3 Jahren, und der Vater fand kürzlich seinen Tod in einem See in Böblingen; da sie nun gar keine Mittel zu ihrer Erhaltung haben, auch an Kleider und Weißzeug sehr entblößt sind, so ergeht daher die herzliche Bitte an wohlthätige Menschen, sich der armen Kinder durch Liebesgaben annehmen zu wollen, auch die kleinste Gabe ist willkomen. Beiträge übernehmen und werden zu seiner Zeit Rechenschaft ablegen: Louise Kauffmann, verlängerte Hauptstätterstraße Nr. 77, 3. Tr. Catharine Loit, im Mangold’schen Handschuhladen, Königsstraße Nr. 45″.

Gustav Werner las diese Anzeige und nahm Wilhelm Maybach bei sich im Bruderhaus in Reutlingen auf. Von 1856 bis 1869 lebte Wilhelm Maybach in dieser von Gustav Werner gegründeten diakonischen Einrichtung. Die Maschinenfabrik des Bruderhauses in Reutlingen kann insbesondere in den 1860er Jahren als Talentschmiede erfolgreicher schwäbischer Unternehmer bezeichnet werden. Der erfolgreichste Zögling des Bruderhauses war ohne Zweifel Wilhelm Maybach. Im Bruderhaus wurde die Grundlage für eine der erstaunlichsten Karrieren in der deutschen Industriegeschichte gelegt.

1873 folgte Wilhelm Maybach Gottlieb Daimler, den er im Bruderhaus in Reutlingen kennengelernt hat, nach Köln und leitete dort das Konstruktionsbüro der Gasmotorenfabrik Deutz AG. Später entwickelte Wilhelm Maybach zusammen mit Gottlieb Daimler im Gewächshaus von Daimlers Cannstatter Villa einen Wagen mit niedrigem Schwerpunkt und einem leistungsfähigen Antrieb und legte damit die Grundlage für das schnelle und sichere Auto. Wilhelm Maybach wird bis heute als „König der Konstrukteure“ bezeichnet.

Das Miteinander im Bruderhaus war geprägt durch den Gemeinschaftsgeist und die religiösen Grundsätze des schwäbischen Pietismus. Wilhelm Maybach schrieb 1921 rückblickend auf diese ihn prägende Lebensphase: „Mit Gustav Werner und dem Bruderhaus blieb ich stets in dankbarer Fühlung.“ Über Wilhelm Maybachs Glaubensleben ist wenig bekannt. Was ist von dem Erleben des Glaubenslebens von Gustav Werner „hängengeblieben“? Was nehmen wir in der Jugendarbeit mit?

Ein Grundsatz von Gustav Werner war: „Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert!“ Er wollte nicht nur Missstände beklagen, sondern etwas gegen Missstände unternehmen.

„Wahrer Glaube wird tätig!“ Was wäre, wenn Gustav Werner auf die Zeitungsannonce nicht reagiert hätte? Wenn er nicht in den Waisenjungen Wilhelm Maybach investiert hätte? Was wäre, wenn er seinen Beruf als Pfarrer nicht aufgegeben hätte und mit Waisenkindern und Helferinnen nach Reutlingen gezogen wäre? Wo fordert uns Gott heute heraus? Was können wir gegen Missstände in unserer Gesellschaft unternehmen?

TIPP zum Logbuch: Entsprechend der Anlage herstellen; jede Gruppe erhält ein Logbuch, auf dem die Teammitglieder und die fixen Spielzeiten an den bemannten Stationen vermerkt sind. Zunächst das Deckblatt nicht festtackern; in den Logbüchern die fixen Zeiten von Hand eintragen und diese nach der Startreihenfolge sortieren; zuletzt jeweils das Deckblatt der die Spielphase I verlassenden Gruppe festtackern.

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