Passion und Ostern im Markusevangelium

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 2/2022. Es geht in vier Lektionen um Sterben und Auferstehen Jesu im Markusevangelium:

Lektion 1: Markus 14,27-61;66-72 Voll versagt

Lektion 2: Markus 15 Befreit!

Lektion 3: Markus 16,1-8 Das Grab ist leer!

Lektion 4: Markus 16,9-20 Zweifeln erlaubt?!

Zusatz: Ein Ostergarten für Kinder und Familien

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Ich kann meine Schuld bei Jesus abgeben.

Checker

Es war ungerecht, dass Jesus am Kreuz sterben musste, doch er hat sich freiwillig dafür entschieden, um mir meine Schuld abzunehmen.

Der Text an sich

Die Gerichtsverhandlung vor dem Hohen Rat (dem jüdischen Gericht) hatte die ganze Nacht gedauert, bis schließlich am frühen Morgen das Todesurteil über Jesus gefällt wurde. Die römische Besatzungsmacht unter der die Juden zu dieser Zeit lebten, verbot es dem jüdischen Gericht jedoch, ein solches Todesurteil zu vollstrecken. Deshalb wird Jesus vor Pilatus, den zuständigen römischen Statthalter, gebracht, um den Fall vor einem römischen Gericht zu verhandeln.

Pilatus fragt Jesus, ob er der König der Juden sei. Während Pilatus dabei an einen politischen Herrscher denkt, der unter dem jüdischen Volk die Macht an sich reißen will, hat Jesus ein ganz anderes Verständnis für diesen Titel. Er beantwortet die Frage mit Ja, denn er ist nicht nur König der Juden, sondern der von Gott gesandte Retter für die ganze Welt. Trotzdem durchschaut Pilatus die Situation und erkennt, dass der Hohe Rat ihm Jesus nur aus Neid ausgeliefert hat. Doch obwohl er Jesus nicht unschuldig verurteilen will, will er sich auch den Hohen Rat zum Feind machen.

In dieser Situation kommt Pilatus der Brauch, anlässlich des Passafestes einen vom Volk gewählten Gefangenen freizulassen, ganz recht. So bietet er an Jesus, der unter dem Volk beliebt war, zu begnadigen. Doch der Hohe Rat hat die Volksmenge bereits so sehr gegen Jesus aufgehetzt, dass sie stattdessen die Freilassung eines Mörders fordern und für Jesus die Kreuzigung verlangen. Mit dieser Situation hat Pilatus nicht gerechnet, doch er wagt es nicht sich gegen das Volk zu stellen und bestätigt deshalb das Todesurteil über Jesus.

Das Kreuz war die härteste und qualvollste Todesstrafe der Römer und wurde nur für Schwerverbrecher angewendet. Auch für die Juden war klar: Wer am Kreuz hängt ist von Gott verlassen und verflucht (vgl. 5. Mose 21,22). Die Mischung aus Wein und Myrrhe diente als Betäubungsmittel gegen die Schmerzen, doch Jesus lehnt es ab.

Die Dunkelheit, die sich ausbreitet als Jesus am Kreuz hängt, macht deutlich, dass die ganze Schöpfung von diesem Ereignis betroffen ist und gleichzeitig ist sie ein Bild für die Schuld der Menschheit die in diesem Augenblick auf Jesus gelegt wird. Jesus nimmt unsere Schuld und unser getrennt sein von Gott auf sich. Als Jesus dann stirbt, zerreißt der Vorhang im Tempel von Jerusalem. Der Vorhang im Tempel trennt das Allerheiligste, den Ort an dem Gott wohnt und den niemand betreten durfte, von den Menschen. Doch Gott zerreißt diesen Vorhang und macht damit deutlich, dass durch den Tod von Jesus, Gemeinschaft mit Gott wieder möglich ist, denn Jesus hat alle Schuld beseitigt, die uns von Gott trennt.

Der Text für mich

Die Geschichte von Jesu Tod am Kreuz gehört zu denen, die ich schon so oft gehört habe, dass meine Gedanken beim Lesen abschweifen, weil ich meine schon alles zu wissen. Doch egal wie oft wir sie schon gehört haben, ist und bleibt sie so zentral für unser Leben und das Leben der Kinder. Sie zeigt, wie groß Gottes Liebe zu uns ist und wie weit er bereit war zu gehen. Nicht nur die Schmerzen und den Spott der Menschen nimmt er auf sich, sondern auch das vollkommene Verlassensein von Gott, wie es schlimmer nicht sein könnte. In dieser völligen Finsternis am Kreuz, wo kein Lichtstrahl mehr durchdringt, nimmt er unsere Schuld auf sich und geht förmlich durch die Hölle, um uns genau das zu ersparen und stattdessen Gemeinschaft zwischen uns und Gott wieder möglich zu machen.

Der Text für dich

Starter

Für die Starter ist es schwer verständlich, was der Tod von Jesus vor so vielen Jahren mit ihrem Leben heute zu tun haben soll. Auch der Begriff Sünde ist für sie nicht automatisch verständlich und muss erklärt werden. Egal ob es sich um einen Streit mit einem guten Freund, das Schummeln oder bei einer Klassenarbeit oder Lüge gegenüber den Eltern handelt. Viele der Kinder kennen Situationen, in denen sie sich nicht richtig verhalten haben und manche davon können für sie sehr belastend sein. Für diese Kinder ist es eine frohe und befreiende Botschaft zu hören, dass sie diese Dinge bei Jesus abgeben können.

Checker

Gerechtigkeit ist ein zentrales Thema im Leben der Kinder. Egal ob bei Spielen, in der Schule oder dem Verhalten der Eltern, Kinder wissen sofort welches Verhalten ihnen gegenüber gerecht ist und welches nicht. Gerade für die Kinder, die die Geschichte von Jesu Tod am Kreuz schon oft gehört haben und deshalb unter Umständen langweilig finden, ist es eine Chance, das Thema von dieser Seite zu beleuchten und deutlich zu machen, dass Jesus für unsere Schuld stirbt, obwohl er selber unschuldig ist. Er wird an unserer Stelle bestraft.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Das ungerechte Spiel

Die Regeln dieses Spiels sind bewusst ungerecht. Die Kinder sollen dadurch nachempfinden, wie es sich anfühlt ungerecht behandelt zu werden.

Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und sollen jeweils einen aufgebauten Parcours durchqueren. Jeweils eine Person aus den Gruppen beginnt. Sobald diese den Parcours erfolgreich durchquert hat, darf die nächste Person aus der Gruppe loslaufen. Gewonnen hat die Gruppe, bei der als Erste alle Personen den Parcours durchlaufen haben.

Da das Spiel bewusst ungerecht gestaltet sein soll, erhält eine Gruppe ein Handicap (auf einem Bein hüpfen, verbundene Augen, …) während die andere Gruppe ganz normal laufen darf. Der Gewinner soll einen Preis bekommen, damit das Gefühl von Ungerechtigkeit noch stärker hervortritt.

Idee 2: Sünde

Der Begriff Sünde wird auf ein Blatt Papier geschrieben. Dann werden die Kinder gefragt, ob sie wissen, was der Begriff Sünde bedeutet und dürfen erklären, was sie darunter verstehen. Anschließend sollen die Kinder verschiedene Dinge auf kleine Zettel schreiben, die sie mit Sünde in Verbindung bringen (Lügen, klauen, schlagen, …). Die Zettel werden auf dem Boden verteilt. Jetzt wird mit einem Klebeband oder einer Schnur ein großes V um die Zettel geklebt (siehe Skizze). 

Die Kinder bekommen die Aufgabe, über den Abstand zu springen. Sie sollen links, wo de Abstand ganz klein ist anfangen und immer weiter nach rechts gehen, bis sie es nicht mehr schaffen über den Abstand zu springen.

Mithilfe von diesem Bild soll deutlich werden, was Sünde ist. Folgendes kann erklärt werden: Sünde bedeutet, dass wir Menschen von Gott getrennt sind. Sie ist wie ein großer Graben zwischen uns und Gott. Gott ist auf der einen Seite und wir auf der anderen Seite. Und die Sünde macht, dass wir nicht bei Gott sein können. Vielleicht denken wir, es ist ja gar nicht so schlimm, wenn ich ein bisschen gelogen habe oder gemein war. Aber der Abstand zwischen uns und Gott ist nicht nur so klein wie hier am Anfang, wo wir noch locker drüberspringen können. Sondern der Abstand ist so groß wie auf der anderen Seite, wo wir keine Chance mehr haben zu Gott hinzukommen.

Verkündigung

Verkündigungsart: Erzählung mit Bildern

Material: Vorlagen aus dem Downloadbereich, Karten aus der Hinführung Idee 2, 6 Karten auf die mit rotem Stift die Begriffe Lüge, Hass, Neid, Ungerechtigkeit, Angst, Mord geschrieben sind

Die Geschichte wird mithilfe mehrere Bilder erzählt, die aneinandergereiht werden und einen Zeitstrahl ergeben. Während der Erzählung werden die vorbereiteten Karten mit Begriffen auf die Bilder gelegt.   

Bild 1: Jesus wurde im Garten Gethsemane gefangen genommen und vor das jüdische Gericht gebracht. Dort waren die wichtigsten und mächtigsten Juden versammelt, um darüber zu beraten, was mit Jesus passieren soll. Die ganze Nacht über wurde Jesus verhört. Sie stellten ihm Fragen und versuchten irgendetwas zu finden, das er falsch gemacht hat. ‚Egal was, Hauptsache wir finden einen Grund für den wir ihn bestrafen können‘, dachten sich die jüdischen Männer. Sie hatten sogar Leute dafür bezahlt, dass sie Lügen über Jesus erzählen. Sie waren so voller Hass und Neid auf Jesus, dass sie ihn unbedingt loswerden wollten. Sie hatten die ganze Nacht über beraten, bis sie am frühen Morgen eine Entscheidung trafen: Jesus soll sterben!

Bild 2: Es gab nur ein Problem. Das jüdische Gericht durfte so eine Entscheidung gar nicht alleine treffen. Es gab nämlich noch ein höheres und wichtigeres Gericht. Und das war das römische Gericht. Und so ließen die mächtigen jüdischen Männer Jesus fesseln und brachten ihn zu Pontius Pilatus. Pilatus war Statthalter von Jerusalem und nur er konnte so ein Gericht abhalten.

Dort angekommen fragte Pilatus: „Stimmt es, dass du der König der Juden bist?“ Und Jesus antwortete: „Es stimmt, du sagst es.“ Aber das war eigentlich noch kein Grund, um Jesus zu bestrafen. Pilatus hörte sich auch all die Anschuldigungen an, die die Männer aus dem jüdischen Gericht gegen Jesus vorzubringen hatten. Aber Pilatus durchschaute den Plan dieser Männer. Keine von diesen Anklangen gegen Jesus war richtig. Jesus war unschuldig. Und ihn zu bestrafen wäre ungerecht. Doch die mächtigen jüdischen Männer wollten Jesus unbedingt loswerden.

Jetzt hatte Pilatus ein Problem. Er wollte Jesus nicht unschuldig verurteilen, aber er hatte auch Angst, dass die mächtigen jüdischen Männer verärgert sind und ihm das Leben schwermachen. Pilatus saß in einer Zwickmühle.

Frage an die Kinder: Was hättet ihr in so einer Situation gemacht?

Bild 3: Pilatus hatte eine Idee. Es gab einen Brauch, dass einmal im Jahr ein Gefangener freigelassen wird. Er dachte sich: „Bestimmt will das Volk, dass Jesus freigelassen wird. Er war ja immer beliebt und hat viele Wunder getan.“ Und so fragte er das Volk, das sich vor dem Gerichtssaal versammelt hatte: „Soll ich Jesus, den König der Juden, für euch freilassen?“

Frage an die Kinder: Was denkt ihr, hat das Volk geantwortet?

Bild 4: Auf einmal wurde es laut in der Menschenmenge und das Volk fing an zu rufen: „Nein, wir wollen nicht Jesus, gib uns Barrabas frei!“ Pilatus erschrak. Damit hatte er nicht gerechnet, denn Barrabas war ein schlimmer Mörder. Die mächtigen jüdischen Männer hatten das Volk so sehr gegen Jesus aufhetzt, dass sie statt Jesus lieber einen Mörder freilassen wollten. Da fragte Pilatus: „Was soll ich dann mit Jesus machen?“ Und dass Volk rief noch lauter: „Jesus soll am Kreuz sterben!“

Bild 5: Pilatus wusste, dass das nicht richtig war. Es war ungerecht. Das Kreuz war die Strafe für die schlimmsten Verbrecher, aber Jesus war unschuldig. Aber Pilatus hatte Angst. Er wollte sich bei den Menschen nicht unbeliebt machen. Und so gab er den Befehl, dass Jesus abgeführt wird. Jesus wurde von den Soldaten mitgenommen und nach Golgatha gebracht. So hieß der Berg außerhalb der Stadt. Dort wurde Jesus wie ein Schwerverbrecher an ein Kreuz genagelt, obwohl er unschuldig (Begriff mit grünem Stift neben das Kreuz schreiben) war.

Doch als Jesus dort am Kreuz hing, passiert etwas Merkwürdiges. Es war mitten am Tag, aber auf einmal wurde es ganz dunkel. Die Menschen wussten überhaupt nicht, was auf einmal passiert. Im ganzen Land war die Sonne verschwunden und es war drei Stunden lang stockdunkel.

Jesus war unschuldig. Er war sogar der einzige Mensch, der nie etwas Falsches gemacht hat und der deshalb ganz nah bei Gott sein konnte. Aber in diesem Moment, wo es so dunkel war, da hat Jesus die Schuld von allen Menschen auf sich genommen. Jesus hat die Schuld von den mächtigen jüdischen Männern auf sich genommen. Den ganzen Hass und den Neid. (Kärtchen mit Hass, Neid, Lüge auf das Kreuz legen) Jesus hat auch die Schuld von Pilatus, seine Angst und Ungerechtigkeit auf sich genommen. (Kärtchen mit Angst, Ungerechtigkeit auf das Kreuz legen) Er hat sogar die Schuld von Barrabas dem Mörder auf sich genommen. (Kärtchen mit Mord auf das Kreuz legen)

Bild 6: (Die Kärtchen aus der Hinführung werden auf das Bild gelegt) Aber Jesus hat nicht nur die Schuld von den Menschen damals weggenommen, sondern er hat auch unsere Schuld weggenommen. Alle Dinge, die wir falsch gemacht haben.Wo wir gemein waren, wo wir anderen wehgetan haben oder gelogen haben. (Die Kärtchen auf das Kreuz legen)

Eigentlich wäre es gerecht gewesen, wenn wir für die Dinge bestraft werden, die wir falsch gemacht haben. Aber Jesus hat das alles für uns weggenommen, damit wir wieder zu Gott kommen können.

Als Jesus am Kreuz hing und es so dunkel war, war er unglaublich einsam. Jesus hat die Schuld von allen Menschen auf sich genommen und deshalb konnte er in diesem Moment nicht mehr bei Gott sein. Kurz bevor er gestorben ist hat er gerufen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“ Für Jesus war es das allerschlimmste von Gott getrennt zu sein, aber er hat sich freiwillig dafür entschieden. Er wusste, nur wenn er unsere Schuld wegnimmt, können wir wieder mit Gott zusammen leben.

Die andere Idee

Die Geschichte wird mit unterschiedlichen Gegenständen erzählt, die im Bibeltext vorkommen. Unterschiedliche Gegenstände (oder Bilder) können sein:

Seil (Fesseln), Richterstuhl, Krone, Figur (für Barrabas), Kreuz, Peitsche, Dornenkrone, Umhang, Würfel (Los), Tuch (Kleidung Jesu), Vorhang, … 

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder erhalten verschiedene Aussagen der Geschichte und sollen sie in die richtige Reihenfolge bringen:

  • Jesus wurde vor das jüdische Gericht gebracht.
  • Es wurden Leute dafür bezahlt, dass Lügen über Jesus erzählt wurden.
  • Jesus wurde zu Pontius Pilatus gebracht.
  • Jesus war unschuldig, aber Pilatus hatte Angst, dass die mächtigen jüdischen Männer verärgert sind und ihm das Leben schwermachen.
  • Das Volk will, dass Barrabas, der Mörder, freigelassen wird.
  • Das Volk ruft: „Jesus soll am Kreuz sterben.“
  • Mitten am Tag wurde es auf einmal ganz dunkel.
  • Jesus nimmt die Schuld der Menschen auf sich.
  • Jesus ruft: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“
  • Jesus stirbt am Kreuz.

Gespräch

Folgende Fragen können euch helfen mit den Kindern ins Gespräch zu kommen:

  • Wurdet ihr schon mal ungerecht behandelt? Wie fühlt man sich dann?
  • Wie reagiert ihr, wenn ihr z.B. von einem Lehrer oder euren Eltern ungerecht behandelt werdet?

In der Geschichte haben wir gehört, dass auch Jesus ziemlich ungerecht behandelt wurde:

  • Warum wurde Jesus bestraft, obwohl er unschuldig war?
  • Warum hat Jesus nicht versucht sich zu wehren?
  • Was hat der Tod von Jesus mit uns heute zu tun?

Merkvers

„Wenn wir aber unsere Schuld eingestehen, ist Gott treu und gerecht: Er vergibt uns die Schuld und reinigt uns von allem Unrecht, das wir begangen haben.“ 1. Johannes 1,9 (BasisBibel)

Der Ort an dem unsere Schuld vergeben wird ist das Kreuz. Deshalb wird der Bibelvers in Form eines Kreuzes auf ein Blatt Papier geschrieben und in einzelne Puzzleteile zerschnitten. Die Kinder sollen den Vers zusammenpuzzeln und erklären, was der Vers mit dem Kreuz zu tun hat. (Vorlage im Downloadbereich)

Gebet

Mit den Kindern werden verschiedene Dinge gesammelt, für die ihr Jesus Danke sagen könnt. Diese können aus der Geschichte oder aus dem Alltag der Kinder stammen. Dann wird gemeinsam eine Gebetsrunde gemacht, indem ihr Jesus für diese Dinge Danke sagt.

Kreatives

Material: Holzperlen, Wolle, Kleber, etl. Schlüsselringe

Als Erinnerung an die Kreuzigungsgeschichte kann mit den Kindern ein kleines Kreuz aus Perlen, das sich z.B. gut als Schlüsselanhänger eignet, gebastelt werden.

Eine Anleitung dafür findet man z.B. hier:

https://i.pinimg.com/originals/61/e5/0e/61e50e426c26032c0f2a6a50b2e7f468.jpg

Die Perlen werden wie auf dem Bild nacheinander aufgefädelt. Am Ende wird die weiße Perle mit etwas Klebstoff zwischen die blaue und rote Perle geklebt.

Spielerisches

Die Kinder bilden einen Kreis, schließen die Augen und strecken die Arme in die Mitte. Dann ergreifen sie mit jeder Hand eine freie Hand eines anderen Kindes. Anschließend öffnen alle die Augen. Der entstandene Knoten muss nun entwirrt werden ohne, dass eine Hand losgelassen wird.

Verknüpfung: Wir sind in die Sünde verstrickt wie in einen Knoten. Ohne Hilfe kommen wir da nicht heraus.

Rätselhaftes

Die Kinder erhalten die Aufgabe mit einem Schnitt ein Kreuz aus einem Blatt Papier herauszuschneiden. Sie dürfen das Blatt falten wie sie wollen, aber mit der Schere nur einen geraden Schnitt machen.

Gemeinsam kann gerätselt und ausprobiert werden. Eine Anleitung für die Lösung findet man z.B. hier: https://www.kreativekiste.de/barak-und-das-kreuz-mit-einem-schnitt

(T)Extras

Aktionen

Material: Toilette, Klopapier, Filzstifte

Die Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Schuld Jesus zu sagen und sie bei ihm abzugeben.

Auf den Toilettendeckel wird ein Blatt Papier auf dem ‚Jesus‘ steht geklebt. Die Kinder dürfen ihre Schuld – Dinge die sie falsch gemacht haben oder die sie belasten – auf Klopapier schreiben. Als Bild dafür, wie Jesus unsere Schuld wegnimmt, wird das Klopapier anschließend in die Toilette geworfen und weggespült. Wenn Filzstifte verwendet werden, löst sich die Schrift im Wasser auf.

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Pfingsten verändert alles und alle (Fall 15)

Schwerpunkte

  • Wer ist der Heilige Geist?
  • Wie bekamen die Jünger den Heiligen Geist?
  • Wie ist die Kirche entstanden?
  • Gottes Geist überwindet die Angst und setzt in Bewegung

Besonderheit

Eventuell kann man eine Fahrradtour zur nächsten Kirche oder die Spurensuche in einem größeren Radius um die eigene Gemeinde mit dem Fahrrad machen. Es sollte für jede Gruppe eine Begleitperson dabei sein.

Vorbereitung

  • Ankündigung bei den Eltern, dass die Aktion eventuell länger dauert und ein Fahrrad sowie Fahrradhelm benötigt wird.
  • Bei schulischer Veranstaltung: Schriftliche Ankündigung, dass das Schulgelände verlassen wird (siehe „Hinweise zu christlichen Kindergruppen an der Schule“).
  • Klären, ob die Kirche offen ist bzw. Verantwortliche informieren, dass eine Gruppe kommt.

Situation

In einigen Bundesländern gibt es Pfingstferien. Doch warum gibt es diese Ferien oder Feiertage in Deutschland eigentlich? Der Grund dafür ist nur wenigen Menschen bewusst. Dabei gäbe es ohne Pfingsten keine Kirche und für uns wäre Jesus vielleicht nur eine geschichtliche Person wie Julius Cäsar. Die Jünger jedenfalls wären nach Tod und Himmelfahrt Jesu ängstlich in ihren Häusern geblieben und hätten traurig an Jesus gedacht. Pfingsten veränderte sie völlig, machte sie mutig und kreativ, von dem weiterzusagen, was sie mit Jesus erlebt hatten. Sie bekamen etwas, das sie und auch uns in Bewegung setzt: sie wurden vom Heiligen Geist erfüllt. Dadurch konnte Jesus in ihnen wirken und sie konnten Dinge tun, zu denen sie normalerweise nicht fähig gewesen wären. Christen glauben, dass Gott uns auch heute mit seinem Geist erfüllen möchte und kann, sodass auch wir in Bewegung gesetzt werden. Doch wer oder was ist der Heilige Geist?

Wortbedeutung „Heiliger Geist“

  • Hebräisch: ruach
  • Griechisch: pneuma
  • Lateinisch: Spiritus = (wehender) Wind und Lebenshauch (Atem)

Eigenschaften und Aufgaben des Heiligen Geistes

  • Der Heilige Geist ist weder zeit- noch ortsgebunden (Joh 3,8).
  • Der Geist Gottes ist von Gottes schöpferischem, ordnendem Willen bestimmt. Er wirkt dem zerstörenden Chaos entgegen. Von ihm geht alles Leben in der Schöpfung aus (1. Mose 1,2; Psalm 104,29 f.).
  • Eine seiner Aufgaben ist es, den Nachfolgern Jesu in allen Situationen beizustehen. Der Heilige Geist vergibt, tröstet und mahnt die Nachfolger Jesu (Joh 14,16.17). Er leitet die Nachfolger Jesu (Joh 16,7.13). Er hilft beim Beten, wenn die Worte fehlen (Röm 8,26 f.).
  • Er bewirkt, dass der Mensch den Willen Gottes tun will und auch tut (Phil 2,13; Gegenteil von Röm 7,18).

Eigenschaften, die der Heilige Geist den Menschen gibt (Gal 5,22.23; Eph 5,9.2; Tim 1,7)

  • Kraft
  • Liebe
  • Freude
  • Frieden
  • Geduld
  • Güte
  • Großzügigkeit
  • Treue
  • Freundlichkeit
  • Selbstbeherrschung
  • Gerechtigkeit
  • Wahrheit

Fähigkeiten, die der Heilige Geist gibt (1. Kor 12)

  • Weisheit
  • Glaube bzw. die Erkenntnis, dass es einen Gott gibt
  • Fähigkeit, zu heilen und Wunder zu tun
  • Wissen, was passieren wird (Prophetie)
  • Gabe zu unterscheiden, was Gott sagt und was andere Stimmen sind
  • Gabe, Weisungen von Gott zu verkünden
  • das Reden in Sprachen, die man eigentlich nicht kennt
  • die Gabe, diese Sprache, die ein anderer spricht, auszulegen

Erlebniswelt der Kinder

Schon für Erwachsene ist die Vorstellung der Dreieinigkeit sehr schwierig. Eine Hilfe auf leckere Art und Weise „Vater – Sohn – Heiliger Geist“ zu erklären, kann das Einführungsspiel (s. u.) mit Eis sein. Es stellt dar, dass es das Wasser ebenso in drei verschiedenen sichtbaren Formen gibt wie die Dreieinigkeit Gottes.

Auch der Heilige Geist ist für Erwachsene nicht so leicht vorstellbar, Kinder haben es durch ihre Fantasie und Geschichten in den Medien da leichter. Durch Experimente mit dem Atem kann man darstellen, dass es Dinge gibt, die man selbst nicht sieht, sondern nur an ihren Auswirkungen erkennen kann.

Einstieg

Lied

„Hallelu, hallelu, hallelu, halleluja, preiset den Herrn!“ in möglichst vielen Sprachen singen.

Eis mitbringen oder selbst machen

Zutaten: gefrorene (!) Früchte (z. B.: Himbeeren; im Gefrierfach zwischenlagern, damit die Früchte wirklich hart sind), Mixer oder Pürierstab, Topf, Sahne, evtl. Zucker, Eiswaffeln

Gefrorene Früchte werden im Mixer stark zerkleinert. Sofort die Stücke mit etwas Sahne oder Fruchtsaft mischen, bis alles cremig ist. Eventuell mit etwas Zucker süßen. Gleich auf die Waffeln verteilen, fertig.

Gespräch (während das Eis gegessen wird)

  • Die Sahne und der Fruchtsaft haben sich gerade ganz schön verändert – sie waren flüssig, jetzt sind sie fest. Was ist da passiert? (Die Flüssigkeit ist gefroren und fest geworden.)
  • Was würde mit dem Fruchtsaft passieren, wenn ich ihn lange kochen würde? (Er würde verdampfen.)
  • Den Fruchtsaft gibt es also in drei verschiedenen Formen? (als Flüssigkeit, als Eis, als Dampf)

Hinweis: Man kann natürlich auch ohne Eis, nur mit Wasser, die Dreieinigkeit veranschaulichen.

Christen glauben, dass es Gott in drei verschiedenen Formen gibt: als Gott Vater, Jesus und Heiliger Geist. Gott, der alles umfasst. Jesus, durch den Gott auf der Erde sichtbar war. Heiliger Geist, durch den sich Gott/Jesus heute zeigt.

Stimmen erkennen

Auf dem Schulhof oder in der Fußgängerzone werden möglichst viele Stimmen in unterschiedlichen Sprachen (z. B. mit dem Smartphone) aufgenommen. Die Kinder müssen raten, um welche Sprachen es sich handelt, denn heute geht es um Menschen, die plötzlich andere Sprachen verstehen konnten.

Witz (für ältere Kinder)

Ein junger Soldat wird von seinem Offizier vor seinen Kameraden fertig gemacht: „Ich hab gesehen, dass Sie in die Kirche gehen! Sie glauben wohl an Gott?“ Der Soldat antwortet: „Jawohl, Herr Major!“ „Da habe ich eine Frage: Sehen Sie die Steine?“ „Jawohl!“ Der Offizier fährt fort: „Sehen Sie den Himmel?“ „Jawohl!“, antwortet der Soldat. „Sehen Sie Gott?“ „Nein!“ Da triumphiert der Offizier: „Sehen Sie, dann gibt es Gott auch nicht!“ Gelassen antwortet der Soldat: „Herr Major, darf ich meine Kameraden etwas fragen?“ „Sie dürfen!“ Der Soldat wendet sich an die Kameraden: „Seht ihr den Herrn Major?“ „Jawohl!“, rufen die Kameraden. Der Soldat fährt fort: „Seht ihr seinen Verstand?“

Chefdetektiv

„Heute geht es um Dinge, die es gibt, auch wenn man sie nicht sehen kann.“

Weitere Spiele

Material: Watte oder geknäultes Taschentuch, Luftballon oder Tischtennisball, Hindernisse, Zeitungen

1. Wattepusten: Die Kinder sitzen möglichst eng um einen Tisch und versuchen durch Pusten zu verhindern, dass der Wattebausch vom Tisch fällt.
2. Mit aufgeblasenem Luftballon einen Tischtennisball über einen Parcours treiben. Welche Gruppe ist schneller?
3. Einen aufgeblasenen Luftballon nur mit Hilfe des Luftzuges von Zeitungen auf die andere Seite des Raumes transportieren.

Gespräch

  • Wer oder was hat den Wattebausch, den Tischtennisball oder den Luftballon bewegt? (der Wind bzw. der Atem)
  • Kann man Wind sehen? (nein, nur die Auswirkungen)
  • Was kann man noch nicht sehen und gibt es doch? (Liebe, Strom, Musik, Radiowellen usw.)

Fazit: Es gibt Dinge, die kann man nicht mit den Augen sehen. Man weiß nur durch ihre Auswirkungen, dass es sie gibt. Heute geht es auch um etwas, was man nicht direkt sehen kann. Man kann seine Existenz nur an den Auswirkungen erkennen.

Aktion

Hinweise zur Durchführung

Der Detektivauftrag ist lang und es werden viele Themen behandelt, deshalb kann man ihn auch auf zwei Einheiten aufteilen:

  • 1. Einheit: Klärt ab, was der Heilige Geist ist!
  • Spurensuche Teil 1 auf dem Gelände.
  • Ablauf: Eis machen, Spurensuche Teil 1, anschließend kann man basteln (s. u.)
  • 2. Einheit: Sturm geortet
  • Spurensuche Teil 2, die erzählt, wie Jesus den Heiligen Geist schickt. Es geht dann zur Kirche. Ablauf: Witz oder Wattepusten als Einstieg, Spurensuche Teil 2 mit Ziel Kirche

Das Ziel der Spurensuche ist eine Kirche oder ein kirchlicher Raum. Die konfessionelle Ausrichtung der Kirche spielt keine Rolle. Es ist gut, den Verantwortlichen der Kirche über den Besuch zu informieren. Ebenso sollten die Kinder über angemessenes Verhalten aufgeklärt werden (z. B. nicht rennen, nicht laut reden). Beim Besuch der Kirche können noch weitere Aspekte der örtlichen Begebenheit in die Spurensuche eingefügt werden (z. B. besondere Personen oder Tiere auf Bildern finden).

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Jerusalem

Material pro Gruppe

  • Lageplan oder Foto mit Kennzeichnung, wo der erste Hinweis ist
  • Tasche
  • Toilettenpapier
  • Belohnung/Schatz
  • Detektivhinweise
  • Stift

Chefdetektiv

„Es sind jetzt 50 Tage seit dem Passahfest vergangen. Heute wird das Wochenfest, also das Erntedankfest, gefeiert. Die Stadt Jerusalem ist voller Menschen, die alle hier das Fest feiern möchten. Hier ist einiges los und deshalb gibt es für uns viel zu tun:

  1. Uns liegt eine Sturmmeldung in diesem Teil von Jerusalem vor. Schaut nach, ob etwas beschädigt ist und wie es den Menschen geht!
  2. Dort in der Nähe sollen auch Betrunkene sein. Klärt ab, ob sie eine Gefahr darstellen!
  3. Auf dem Weg zu dieser Stelle findet ihr Hinweise und Zeugenaussagen, die euch helfen, den Fall aufzuklären.

Den ersten Hinweis findet ihr an dieser Stelle im Gebäude.

Jede Gruppe bekommt einen Plan oder ein Foto vom Gebäude, auf dem jeweils ein anderer Ausgangsort markiert ist. Anschließend ist aber der Weg gleich.

Detektivhinweise

1.Wind …
a. kann man sehen. Den nächste Hinweis findet ihr …
b. kann man nur an den Auswirkungen erkennen. Den nächsten Hinweis findet ihr …

2. Was kann man nicht sehen und gibt es doch? Streicht durch, was nicht stimmt! Fügt die übrigen Buchstaben zu einem Wort zusammen. Dann wisst ihr, wo der nächste Hinweis ist.
Feen (   )
Atem (   )
Trolle (   )
Musik (   )
Vampire (   )
Liebe (   )
Zombies (   )
Wind (   )
Hobbits (   )
Strom (   )
Elben (   )
Radiowellen (   )
Vertrauen (   )

Sucht beim 

3. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Geist“ (hebräisch: ruach, griechisch: pneuma, lateinisch: Spiritus) ist …
a. (wehender) Wind oder „Lebenshauch“ (Atem). Geht zu …
b. Geruch oder Reifen. Geht zu …

4. Der „Heilige Geist“ der Bibel ist …
a. an einen Ort gebunden. Geht zu …
b. völlig frei. Geht zu …

5. Den Heiligen Geist kann man wie den Wind …
a. sehen. Geht zu …
b. an seinen Auswirkungen erkennen. Geht zu …

6. Die Aufgabe des Heiligen Geistes ist, …
a. mit den Nachfolgern Jesu zu schimpfen. Geht zu …
b. die Nachfolger Jesu zu ermahnen und ihnen zu helfen. Geht zu ..

7. Welche Eigenschaften gibt der Heilige Geist den Menschen? Markiert die richtigen Antworten!
Mutlosigkeit (   )
Kraft (   )
Liebe (   )
Hass (   )
Freude (   )
Traurigkeit (   )
Frieden (   )
Streit (   )
Geduld (   )
Ungeduld (   )
Güte (   )
Hartherzigkeit (   )
Großzügigkeit (   )
Geiz (   )
Treue (   )
Untreue (   )
Freundlichkeit (   )
Feindschaft (   )
Selbstbeherrschung (   )
Selbstsucht (   )
Gerechtigkeit (   )
Eifersucht (   )
Wahrheit (   )
Lüge (   )
Tragt die Buchstaben der richtigen Antworten ein, dann wisst ihr, wo es weitergeht.

8. Welche Fähigkeiten gibt der Heilige Geist? Unterstreicht, was stimmt, und tragt die Buchstaben der richtigen Antworten unten ein, dann wisst ihr, wo es weitergeht.
Weisheit (   )
Orientierungslosigkeit (   )
Glaube bzw. die Erkenntnis dass es einen Gott gibt (   )
Unglaube (   )
Fähigkeit zu heilen (   )
Zerstörungswut (   )
Wunder zu tun (   )
Viel Essen und Trinken können (   )
Wissen, was passieren wird oder was Gott tun will (Prophetie) (   )
Gabe zu unterscheiden, was Gott sagt und was andere Stimmen sind (   )
Reichtum (   )
Gabe, Weisungen von Gott zu weiterzugeben (   )
Verwirrung (   )
Das Reden in Sprachen, die man eigentlich nicht kennt (   )
Die Gabe, diese Sprache, die ein anderer spricht, auszulegen (   )
Geht zu 

9. Aussage eines Mannes von der Insel Kreta: „Habt ihr auch diesen Sturm gehört? Und jetzt, ich fass es nicht, höre ich diesen Mann in meiner Muttersprache reden! Das ist doch ein einfacher Fischer vom See Genezareth, wo hat der denn Griechisch sprechen gelernt?“

9.1 Was hört der Mann?
a. eine Explosion und lautes Gekreisch (   )
b. einen Sturm und Männer, die in Griechisch reden (   )

9.2 Wurde bei dem Sturm jemand verletzt?
a. Ja (   )
b. Nein (   )

9.3 Worüber wundert sich der Mann?
a. Dass der Fischer Petrus eine Rede hält (   )
b. Dass der Fischer Petrus eine Rede hält und er ihn auf Griechisch hört (   )

Geht 

10. Aussage eines Mannes aus Rom: „Seht nur, es sieht so aus, als ob auf den Köpfen der Männer Feuerflammen wären. Dazu höre ich auch die Männer in dem Haus in meiner Muttersprache reden, ich höre sie auf Lateinisch! Ich sehe, dass meine Freunde aus anderen Ländern diese Männer auch in ihrer Heimatsprache hören! Das geht doch gar nicht!“

10.1 Was sieht der Mann?
a. Feuerflammen im Haus (   )
b. Feuerflammen auf den Köpfen, ohne die Köpfe zu verbrennen (   )

10.2 Was hört der Mann, in welcher Sprache reden sie für ihn?
a. Lateinisch (   )
b. Griechisch (   )

10.3 Worüber wundert sich der Mann?
a. Dass er die Nachfolger Jesu in seiner Muttersprache Latein reden hört, sein Nachbar aber auf Griechisch (   )
b. Dass so viele Menschen plötzlich da sind (   )

Geht 

11. Aussage eines Mannes aus Jerusalem: „Was reden die denn, sind die besoffen?“

11.1 Was denkt der Mann, was passiert ist?
a. Die Männer haben zu viel Alkohol getrunken (   )
b. Die Männer sind verrückt (   )

11.2 Stellen die Männer eine Gefahr dar?
a. Ja (   )
b. Nein (   )

Geht 

12. Aussage eines Mannes: „Hört, was dieser Petrus sagt! Er erinnert uns an den Propheten Joel! Der hat gesagt, dass Gott in den letzten Tagen seinen Geist auf alte und junge, Männer und Frauen, Sklaven und Freie ausgießen wird. Will er damit sagen, dass dieser Sturm und die Sprachen, die die Männer da plötzlich reden, eine Folge von Gottes Geist sind?“

12.1 Was ist laut anderer Zeugen richtig?
a. Der Sturm und das Reden in anderen Sprachen sind nur Einbildung. (   )
b. Der Sturm und das Reden in anderen Sprachen sind Folgen des Geistes von Gott. (   )

12.2 Was sagt Petrus?
a. Gott hat schon vor langer Zeit versprochen, seinen Geist allen Menschen zu schicken. (   )
b. Gott hat vor langer Zeit versprochen, seinen Geist nur den Männern zu schicken. (   )

Geht 

13. Frage eines Mannes: „Kann jeder diesen Geist bekommen? Wieso soll das jetzt möglich sein? Hört, was Petrus sagt: ‚Ihr kennt alle Jesus, der am Kreuz gestorben ist. Ihn hat Gott wieder lebendig gemacht. Dieser Jesus hat mit seinem Tod am Kreuz alle Strafen getragen, die eigentlich die Menschen verdient haben. Jesus sitzt nun auf der rechten Seite Gottes und hat den Geist Gottes geschickt. Jeder, der seine Sünden bereut und sich auf den Namen von Jesus Christus taufen lässt, bekommt den Heiligen Geist.‘“

13.1 Wer hat den Heiligen Geist geschickt?
a. Mose (   )
b. Joel (   )
c. Jesus (   )

13.2 Wer kann den Heiligen Geist bekommen?
a. Nur der, der immer lieb ist. (   )
b. Jeder, der seine Schuld bereut und sich auf den Namen von Jesus Christus taufen lässt. (   )
c. Nur Männer können den Heiligen Geist bekommen. (   )

Geht 

14. In der Nähe ist ein Gebäude, das es ohne Menschen, die sich von Gottes Kraft in Bewegung setzen ließen, nicht geben würde. Geht hinein. Dort findet ihr den nächsten Hinweis _______________________

15. Ohne den Heiligen Geist hätten die Jünger Jesu nicht den Mut gehabt, von Jesus weiterzusagen und dabei ihr Leben zu riskieren. Ohne den Heiligen Geist gäbe es deshalb auch in Deutschland …

a. keine Kirche. Sucht bei der Kanzel den nächsten Hinweis.
b.keine Kinder. Sucht in der ersten Bankreihe nach einem Hinweis.

16. Das Fest, das wir wegen des Heiligen Geistes feiern, heißt …
a. Fest für den Heiligen Geist – weil es um den Geist Gottes geht. Sucht einen Hinweis in der letzten Bankreihe.
b. Pfingsten – weil es 50 Tag nach Ostern stattfindet. Sucht einen Hinweis in der dritten Bankreihe von hinten.

Dort finden die Kinder den letzten Hinweis, wo sie eine Belohnung / einen Schatz finden.

Vertiefung

Gespräch

Die Kinder setzen sich in die Kirchenbank und es wird die Geschichte aus der Apostelgeschichte vorgelesen. Die Kinder können Fragen stellen.

Gebet

Lieber Herr Jesus, danke, dass du uns nicht allein lässt. Vielen Dank, dass du uns durch deinen Heiligen Geist helfen möchtest, das Richtige zu tun. Öffne uns Augen, Herz und Ohren, dass wir deine Stimme wahrnehmen und danach handeln. Amen

Bastel- und Spielideen

Spiele

Im Lärm dieser Zeit ist es schwer, Gottes Stimme zu hören.
In einer Ecke des Raumes steht ein Kind und diktiert einem anderen Kind in der gegenüberliegenden Ecke Wörter. Die Kinder dazwischen versuchen so viel Lärm zu machen, dass dies nicht gelingt. Welches Team schafft die meisten Wörter innerhalb einer bestimmten Zeit?

Experimente zum Thema Luft

Anleitungen siehe z. B. www.hausderkleinenforscher.de

Glocke basteln

Material: kleine Tontöpfchen, Acrylfarbe, Pinsel, größere Holzperlen mit Loch, dickere Kordel (muss durch das Loch der Holzperlen gehen!), Schere

Diese Bastelidee bietet eine Ausweichmöglichkeit, wenn man keinen Detektivauftrag machen kann, der zu einer Kirche führt.
Die kleinen Tontöpfchen werden angemalt. Dann nimmt man eine Kordel, macht einen Knoten und fädelt eine Perle auf. Nun wird wieder ein Knoten gemacht, ca. 1-2 cm oberhalb der Perle, sodass die Perle fixiert ist, dabei aber Spielraum hat. Nun fädelt man die Kordel so in den Tontopf ein, dass die Perle an den Tonwänden anschlagen kann und hängt alles zusammen auf. Kordel und Tontopf werden mit Knoten fixiert, sodass der Topf nicht rutschen kann. Mehrere Glocken an unterschiedlich langen Kordeln sehen sehr attraktiv aus.

TIPP: Ist das Loch im Tontopf zu groß, um die Kordel mit Knoten zu fixieren, kann man einen kleinen Stab zur Hilfe nehmen. Die Kordel anknoten und den Stab im Innern des Topfes unter dem Loch befestigen.

Geburtstagskuchen backen oder verzieren

Tortenboden mit Marmelade bestreichen, mit Erdbeeren belegen und Tortenguss überziehen. Mit 12 Kerzen für die 12 Apostel bestücken.
Alternative: Papageienkuchen backen – er ist farblich so vielfältig wie die Gaben, die der Heilige Geist gibt.
Alternative: Kastenkuchen oder Muffins fertig mitbringen und mit den Kindern mit einem mit Lebensmittelfarbe angereicherten Zitronenguss und Schokolinsen/Gummibärchen verzieren. So bunt sind die Gaben, die der Heilige Geist uns gibt.

Im Matthäusevangelium lesen wir, wie Jesus nach seiner Taufe und der Versuchung in der Wüste (Kapitel 3; 4) sein Wirken beginnt: Er predigt den Menschen, dass sie Buße tun und zu Gott umkehren, also sich bekehren sollen. Jesus beruft Menschen in seine Nachfolge und er tut Wunder, sodass sich ihm einige anschließen, ohne recht zu wissen, mit wem sie es eigentlich zu tun haben. Jesus sieht seine Jünger und die Menschen, die ihm nachlaufen und er fängt an, ihnen zu predigen. Diese Predigt aus Matthäus 5–7 ist keine Werbeveranstaltung für das Evangelium oder eine emotionale Vorführung der großen und bewegenden Liebe Gottes, sondern eine provokative, herausfordernde und eigentlich unmögliche Predigt. Unmöglich deshalb, weil Jesus die Erfüllung des Gesetzes predigt. Wer sich vor dieser Predigt eingestand, dass es schwer ist, die Gebote Gottes zu halten, der hat nach diesen Worten das Gefühl, dass er an der Befolgung dieser Worte nur scheitern kann. Wie kann ein Mensch diese Gebote halten? Das ist unmöglich. Auch die Konsequenzen, die Jesus denen ankündigt, die sich nicht an die Regeln halten, sind radikal.

Wieso predigt Jesus den Menschen auf diese Art und Weise?

Schöner wäre doch diese Predigt: „Gottes Liebe zu euch ist so groß, dass er mich in die Welt geschickt hat, um euch zu suchen und zu retten. Wenn ihr euch entscheidet, mir zu folgen, dann wird sich euer Leben verändern. Er macht, dass ihr ihm immer ähnlicher werdet. Er vergibt, reinigt und heiligt euch.“

Oft reden wir davon, dass Jesus das Herz und das ganze Leben der Menschen verändern kann. Und das stimmt, Jesus verändert die Menschen, die ihm folgen. In der Bergpredigt und darüber hinaus erklärt Jesus den Leuten, was Nachfolge bedeutet. Mit einer Bekehrung und Berufung allein ist es nicht getan.

Nachfolge bedeutet nicht: Ich mache mit meiner Bekehrung einen Schritt auf die Rolltreppe und die bringt mich dann in die Nähe Gottes.

Was Nachfolge bedeutet, fasst Jesus am Ende der Bergpredigt in einem Gleichnis zusammen: „Wer diese meine Worte hört und tut sie, gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baut.“

Nicht wer viele kluge und fromme Worte macht, nicht wer sich bei jeder Evangelisation neu für Jesus entscheidet, nicht wer Jesus sagt, dass er „die Nummer 1“ sein soll, ist der kluge Mann, sondern der, der seine Worte hört und tut.

Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, ihm die erste Stelle in unserem Leben geben und ihm ähnlicher werden möchten, dann müssen wir anfangen, seine Worte zu hören und zu lesen. Auch wenn sie erstmal unmöglich klingen, sollen wir sie ernstnehmen und alles dran setzen, sie zu tun. Jesus selbst macht das vor. Nach seiner Predigt zieht er los und tut, wovon er geredet hat.

Wagen wir ein Experiment und beginnen wir in unserem Teenkreis, unser Haus auf Fels zu bauen: In etwa zehn Einheiten Teenkreis hören wir die Worte Jesu, auch die, die erstmal ziemlich unbequem und fremd klingen. Kleine Abschnitte der Bergpredigt werden für sich betrachtet und gemeinsam mit den Teens überlegen wir:

Wie können wir diesen Auftrag Jesu heute ernstnehmen, verstehen und tun? Welche der Zehn Gebote greift Jesus mit diesem Gebot (noch) auf und was beinhalten diese Gebote?

Was wollen wir in der nächsten Woche von den Worten, die wir gehört haben, umsetzen?

Dazu wird in jeder Stunde ein kleines Plakat angefertigt, auf dem die wichtigsten Punkte zum besseren Verständnis des Textes und die Aufgaben für die nächste Woche festgehalten werden. Der für das Thema zuständige Mitarbeiter bringt für das Plakat außerdem ein kleines Bild mit, das das Thema gut aufgreift und unterstreicht.

Zum Abschluss der einführenden Einheiten (siehe unten) und als Start in unser Bergpredigt-Experiment bekommt jeder ein Lederband mit sechs Holzperlen dran.

Dieses Band ist ausschließlich zur eigenen Erinnerung und Gedankenstütze für die kommende Woche gedacht:

Immer dann, wenn wir merken, dass wir es nicht geschafft haben, uns an die vereinbarten Aufgaben aus der Bergpredigt zu halten, geben wir für uns eine Perle ab (vielleicht schreiben wir am Ende des Tages sogar auf, warum wir eine Perle abgegeben haben). Die Perlen dürfen unter der Woche zu jedem Zeitpunkt wieder aufgefüllt werden.

Im nächsten Teenkreis werden, noch vor der nächsten Einheit, die Perlen-Erfahrungen und Entdeckungen der letzten Woche ausgetauscht. Versagen wir vielleicht immer in den gleichen Begegnungen? Gibt es Menschen, „an denen wir viele Perlen verlieren“? Wie gehen wir mit unseren Erfahrungen weiter um?

Hier ein Vorschlag zur Gliederung der Einheiten mit kleinen Gedankenanstößen:

  1. Einführung in das Thema Nachfolge und
  2. Einführung in die Bergpredigt (Mt. 4,17–5,20 und 7,24-29)

Wieso predigt Jesus?

Jesus will keine Fans, sondern Nachfolger.

Haus auf Fels

Salz und Licht

Für wen predigt er?

Den Bekehrten, den Berufenen und denen, die ihn interessant finden, weil er irgendwie anders ist.

Jesus sieht die Menschen, die ihm folgen und er sieht unter ihnen Arme, Leidende, Menschen, denen Unrecht getan wurde, Verfolgte, Sanftmütige und barmherzige Menschen, deren Dienst verkannt wurde … und er spricht sie selig (Mt. 5,3-12)! Ggf. auch Stellen wie Mt. 8,18-22; Lk. 9,57-60; Mt. 16,24-25 zum Thema „Was ist eigentlich Nachfolge?“ betrachten. Wer diese oder auch andere Texte zum Thema Nachfolge intensiver betrachten möchte, kann die Einführung auch in zwei Einheiten teilen:

Woche 1: Was ist Nachfolge? Wann ist man eigentlich Christ?

Woche 2: Einführung in die Bergpredigt

1. Vom Töten (Mt. 5,21-26.38-42)

Von der Macht des Zorns: Wann beginnen wir in Gedanken den anderen zu töten, ihn wegzuwünschen?

Wann schade ich meinem Nächsten, wo verletze ich/töte ich einen Teil seines Herzens?

Von der Versöhnung: Wie nachtragend sind wir eigentlich?

„Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“?!

2. Vom Ehebrechen (Mt. 5,27-32)

Die Macht der Gedanken.

Die Stellung der Ehe in der Bibel.

„Du sollst nicht begehren!“ Themen wie Eifersucht, Neid, Vergleichen, … , spielen nicht nur im Zusammenhang mit Partnerschaft eine Rolle …

3. Vom Schwören (Mt. 5,33-37)

Was ist Wahrheit?

Was bedeutet es, so glaubhaft und ehrlich zu leben, dass wir gar nicht erst gefragt sind, Versprechungen zu machen oder zu schwören?

Gott ist der Herr aller Dinge, wenn er etwas sagt, dann wird es auch passieren. Es ist anmaßend sicher zu sein, dass passiert, was wir meinen oder versprechen.

4. Vom Vergelten und vom Richten (Mt. 5,38-42; 7,1-6)

Verurteilen, Schubladendenken.

5. Von der Feindesliebe (Mt. 5,43-48)

Was stört mich eigentlich an „meinen Feinden“ oder was stört sie an mir?

Die bedingungslose Liebe und Annahme Gottes erfahren und weitergeben.

6.Vom Almosengeben, Beten und Fasten (Mt. 6,1-18)

Für wen lebe ich eigentlich meinen Glauben?

Bin ich „nur“ fromm, oder bin ich ein Nachfolger?

Was erwarte ich von meiner Beziehung zu Gott? Wie pflege ich diese Beziehung?

Gott beschenkt mich jeden Tag mit Gaben (Gütern und Talenten). Behalte ich das, was ich von Gott zur Verfügung gestellt bekomme, damit ich es verwalte, für mich oder teile ich es?

7. Vom Schätzesammeln und sorgen (Mt. 6,19-34; 7,7-11)

Danken, Vertrauen, Hingabe – fromme Worte und Lebensaufgabe.

Von Gott etwas erwarten.

8. Tun des göttlichen Willens (Mt. 7,12-23)

Auswertung der letzten Wochen: Welche Aufgabe war besonders schwer?

Wo will ich mich von Gott verändern lassen?

Wie wird ein Experiment zum Lebensstil: Jeden Tag Gottes Wort hören und tun: Tägliche Bibellese und daraus eine Aufgabe von Gott mit in den Tag nehmen!

Das Ziel

Starter

Gott kann mit dir sprechen.

Checker

Gott spricht schwer verständlich.

Der Text an sich

In 1. Samuel 2,11-36 wird die Situation von Elis Söhnen beschrieben. Diese halten sich nicht mehr an Gottes Gebote. Sie halten sich nicht an die Opfervorschriften, indem sie sich vor der Opferdarbringung die besten Fleischstücke herausschneiden und für sich beanspruchen, und nutzen den Dienst von Prostituierten.

Dies missfällt Gott, sodass er Eli einen Propheten schickt, der ihm prophezeit, dass seine Söhne sterben und seine Nachkommen nicht mehr als Priester im Tempel dienen werden.

Durch Samuel erhält Eli (1. Sam 3) nochmals die Prophezeiung und diese geht in Erfüllung.

1. Samuel 3 markiert den Beginn von Samuels Wirken als Prophet. Am Anfang dieses Kapitels dient er noch als Hilfskraft im Heiligtum in Silo, am Ende des Kapitels hört ganz Israel auf ihn.

Diese Berufung trifft in eine Zeit, in der die Menschen wenig von Gott hörten (V.1). Samuel jedoch ist in Gottes Nähe. Schon als kleines Kind wurde er an Gott übergeben und auch die Symbolik, mit der das dritte Kapitel beginnt, drückt die Nähe aus. Samuel schläft bei der Bundeslade, also bei dem Ort, wo Gott „wohnt“, und die Lampe brennt, was zeigt, dass Gottes Gegenwart noch nicht komplett „erloschen“ ist.

Gott ruft Samuel dann ganz persönlich bei seinem Namen. Er erwählt ihn also ganz konkret zu seinem Propheten, auch wenn Samuel dies zuerst nicht begreift. Gott gibt nicht auf, Samuel zu rufen. Insgesamt vier Mal wendet er sich Samuel zu – so lange, bis Samuel ihm antwortet. Gott wartet also darauf, dass er von seinem erwählten Menschen die volle Aufmerksamkeit erhält, bevor er seine Nachricht verkündet.

Samuels Worte „Sprich, Herr, dein Diener hört!“ sind sehr starke Worte. Sie signalisieren, dass Samuel sich ganz in den Dienst Gottes stellt. Er setzt sich selbst herab, sodass Gott die höchste Position erhält und verdeutlicht dadurch seine Ehrfurcht.

Für Samuel ist es der erste persönliche Kontakt mit Gott. Im Tempel hat er viel über Gott gelernt, aber nun wendet sich Gott Samuel direkt zu. Samuel erkennt Gott nicht allein, sondern kann ihm erst nahe kommen, als Eli, ein alter und erfahrener Mann, ihm hilft.

Der Text für mich

In unserer Rolle als Mitarbeiter können wir uns Eli zum Vorbild nehmen und das in zwei Aspekten:

1. Eli hilft Samuel, Gottes Wort zu verstehen. Das möchte auch ich immer wieder tun, wenn ich mit Kindern arbeite. Ich möchte ihnen helfen, darauf zu hören, was Gott ihnen mitteilt und ihr Leben für ihn zu leben. Das ist eine große Aufgabe. Aber das Gute ist, auch Eli, der schon immer im Tempel ist und somit eigentlich alles über Gott zu wissen scheint, braucht drei Anläufe, bis er erkennt, dass Gott zu Samuel spricht. Das nimmt mir den Druck, nicht perfekt sein zu müssen und mir und den Kindern Zeit lassen zu können, um zu verstehen, was Gott will.

2. Eli stellt sich unter Gottes Plan. Er akzeptiert, dass seine Kinder sterben müssen und will von Samuel die ganze Prophezeiung hören. Ich selbst erlebe immer wieder, wie schwer es mir fällt, Gott voll und ganz zu vertrauen, ohne mich selbst vor Schwierigkeiten schonen zu wollen. Da darf ich noch viel von Eli lernen.

Der Text für Dich

Starter

Die Kinder kennen die Situation nicht, dass Gott zu den Menschen spricht. Vielleicht haben sie schon erlebt, dass Menschen im Gebet zu Gott sprechen, aber dass Gott antwortet, ist noch nie passiert. Diesen Kindern ist es wichtig zu vermitteln, dass unser Gott ein lebendiger Gott ist, der auch heute noch mit uns kommunizieren will. Gott spricht Samuel ganz persönlich an. So will er auch mit jedem Kind auf ganz persönliche Weise reden. Es ist also auch wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass sie nicht auf eine Stimme warten müssen, die sie nachts weckt, sondern dass Gott mehr Wege kennt, zu antworten.

Checker

Die Kinder kennen die Geschichte vermutlich schon. Jedoch ist die Prophezeiung, die Samuel erhält, eher unbekannt, da sie schwer und brutal ist.

Die Kinder sollen lernen, auch mit den schweren Botschaften Gottes umzugehen. Gott kann uns auch Dinge mitteilen, die wir nicht nachvollziehen können. Jedoch können wir lernen, diese Dinge dennoch hinzunehmen, so wie Eli es getan hat und Gott zu vertrauen, dass er es richtig machen wird.

Auch versteht Samuel Gott erst nicht. Die Kinder wissen bereits, dass Gott zu ihnen sprechen will, aber sie haben es vielleicht noch nie erlebt. Hier ist es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass sie genau hinhören müssen und Gott erst weiterredet, als Samuel ihm antwortet, dass er bereit ist. So können auch die Kinder Gott mitteilen, dass sie ihm zuhören wollen.

Der Text erlebt

Material

stabile Pappe, Schaschlikspieße, Musterklammern, Scheren, Kleber, Vorlagen, evtl. Stifte; weißes Tuch, Lichtquelle; zwei Playmobilfiguren (Kind und Mann), Sprechblase

Hinführung

Idee 1: Schattenspielfiguren basteln

Wenn die Verkündigung mit Schattenspielfiguren durchgeführt wird, können die Kinder vorher solche Figuren basteln, um die Geschichte später nachspielen zu können. Hierzu übertragen die Kinder die Figuren auf Pappe (Achtung: genug Schablonen mitbringen, sodass mehrere Kinder gleichzeitig basteln können) und schneiden diese dann aus.

Nach dem Ausschneiden wird an jedem Einzelteil ein Schaschlikspieß befestigt, um die Figuren gut bewegen zu können. Damit Samuel sich hinlegen, aufsetzen und aufstehen kann, werden die beiden Teile des Körpers durch eine Musterklammer verbunden. Wenn die Kinder noch jünger sind, kann man die Sprechblase, in der „Samuel“ steht, weglassen, da das Ausschneiden der Innenteile etwas kompliziert ist.

Wenn genug Zeit ist, können die Kinder die Figuren noch bemalen und gestalten, um auch ohne den Schatteneffekt die Geschichte (z. B. zu Hause ihren Eltern) vorführen zu können.

Idee 2: Spiele zum Hören

Samuel versteht erst nach wiederholter Ansprache, dass Gott mit ihm spricht. So verstehen auch wir uns manchmal gegenseitig nicht. Dies kann man durch einige Spiele verständlich machen.

Stille Post

Die Kinder sitzen im Kreis. Nun darf ein Kind seinem Nachbarn ein Wort oder einen Satz zuflüstern. Dieser flüstert es dann seinem Nachbarn weiter, dieser seinem und so weiter bis die Nachricht den anderen Nachbarn des Startkindes erreicht hat.

Dieses darf dann laut sagen, was bei ihm angekommen ist und der Start- und der Endsatz können auf Gleichheit überprüft werden.

Alternative

Wenn die Kinder sich austoben müssen, kann man auch „Action Stille Post“ spielen. Hierfür teilt man die Kinder in zwei Gruppen, die sich jeweils hintereinander auf die gegenüberliegenden Seiten des Raums stellen.

Der Erste der einen Reihe bekommt nun den Satz und läuft durch den Raum so schnell wie möglich zum Ersten der zweiten Reihen und flüstert diesem den Satz zu. Dieser läuft dann zum Zweiten der ersten Reihe und flüstert den Satz weiter.

So geht es immer hin und her, bis alle Kinder gerannt sind. Dann können wieder der Start- und der Endsatz verglichen werden. Dieses Spiel lässt sich auch gut auf Zeit spielen.

In beide Spiele lässt sich auch der Merkvers einbinden.

Verkündigung

Schattentheater

Für das Schattentheater braucht man die Figuren, die man vorher vorbereitet hat (vgl. Hinführung und die Vorlage).

Nun spannt man ein weißes Tuch im Raum auf, z. B. ein Bettlaken, und stellt eine Lichtquelle dahinter, z. B. einen Overheadprojektor. Der Rest des Raums wird abgedunkelt.

Am einfachsten ist es, wenn ein Mitarbeiter der Erzähler ist und zwei weitere die Figuren bedienen, es geht aber auch beides gleichzeitig.

Erzähler: „Letzte Woche haben wir gehört, dass ein Junge namens Samuel geboren wurde. Dieser Junge wächst nun im Heiligtum des Volkes Israel auf und hilft dort bei allen Arbeiten. Samuel tritt auf.

Jeden Abend geht er wie immer in sein Bett und schläft ein. Samuel wird hingelegt.

Doch in dieser Nacht wird er geweckt, da ihn jemand ruft: „Samuel“. Sprechblase Samuel kommt ins Bild

Also steht Samuel auf und geht zum Priester Eli. Er ist der Mann, der sich um ihn kümmert. Samuel steht auf, Eli liegt.

„Hier bin ich, du hast mich gerufen“, sagt Samuel. Doch Eli antwortet: „Ich habe dich nicht gerufen, geh wieder schlafen.“ Also geht Samuel wieder schlafen. Samuel legt sich hin.

Doch wieder hört er: „Samuel“. Sprechblase Samuel. Er steht auf und geht zu Eli. Figuren wie eben.

Doch auch diesmal hat Eli Samuel nicht gerufen. Samuel legt sich hin.

Ein drittes Mal hört Samuel das Rufen: „Samuel“. Sprechblase Samuel und er geht zu Eli.

Da fällt Eli etwas ein. Er sagt: „Wenn du die Stimme noch mal hörst, dann antworte: Sprich, Herr, dein Diener hört.“ Samuel legt sich hin.

Die Stimme kommt wieder: „Samuel“. Sprechblase Samuel.

Samuel antwortet: „Sprich, Herr, dein Diener hört.“

Da spricht Gott: „Ich werde etwas tun, was keinem gefallen wird. Ich werde Elis Söhne töten, da sie nicht auf mich gehört haben. Das habe ich Eli schon lange angekündigt, nun werde ich es in die Tat umsetzen.“ Geschlossene Sprechblase.

Am nächsten Morgen fragt Eli: „Was hat Gott dir gesagt? Erzähle mir alles, egal wie schlimm es ist.“ Samuel erzählt Eli alles: „Gott wird seine Drohung wahrmachen und deine Söhne töten.“

„Er ist Gott, er wird das Richtige tun“. Eli und Samuel stehen.

Und Gott tat dann auch, was er gesagt hatte. In den Jahren danach sprach Gott immer wieder mit Samuel und Samuel gab die Informationen an die Menschen weiter und alles was Samuel sagte, passierte.

Die andere Idee

Erzählung mit Playmobilfiguren

Man kann die Geschichte auch mit Playmobilfiguren nachspielen. Hierzu braucht man ein Kind (Samuel), einen alten Mann (Eli) und eine Sprechblase für Gott. Da die Figuren allein stehen, kann man die Geschichte auch ohne Hilfe eines weiteren Mitarbeiters vortragen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Wenn die Kinder vorher Schattenfiguren gebastelt haben, können sie die Geschichte damit selbst nachspielen. Hierbei bietet es sich an, dass die Kinder zu dritt oder zu viert ein paar Minuten Zeit haben, um die Rollen zu verteilen und es dann den anderen Gruppen vorspielen.

Gespräch

Auf eine Seite des Raumes legt man einen Zettel mit „Ja“, auf die andere Seite einen mit „Nein“. Nun stellt der Mitarbeiter Fragen und die Kinder stellen sich zu ihrer Antwort.

  • Hat Gott schon mal mit dir gesprochen?
  • Hast du verstanden, was er sagt?
  • Hast du anderen das weitererzählt?
  • Hast du Gott schon mal bewusst zugehört?
  • Haben dir andere Menschen schon mal erzählt, was sie von Gott gehört haben?

Bei jeder Frage kann man die Kinder die Geschichte zu ihrer Antwort erzählen lassen, also einzelne Kinder genauer fragen: Was hat Gott gesagt? Wem hast du es erzählt? Wie hast du dich gefühlt? usw.

Merkvers

Sprich, Herr, dein Diener hört.

1. Samuel 3,9b GNB

Die Spiele, die in der Hinführung erklärt wurden, eignen sich gut, den Merkvers zu lernen bzw. ihn zu wiederholen.

Gebet

Da es darum geht, zuzuhören, werden die Kinder aufgefordert, auf Gott zu hören. Der Mitarbeiter spricht ein paar einleitende Sätze, indem er Gott bittet, den Kindern etwas mitzuteilen, und dann sagen alle Kinder gemeinsam den Merkvers.

Nun folgt eine Zeit der Stille, wo jedes Kind einfach nur hören darf. Das wird vermutlich einige der Kinder herausfordern, aber es kann dabei auch viel Gutes geschehen.

Der Mitarbeiter beendet das Gebet mit einem „Amen“.

Anschließend können die Kinder von ihren Erlebnissen und Gedanken berichten.

Kreatives

Man baut Bechertelefone. Hierzu benötigt man pro Kind zwei Plastikbecher, zwei große Perlen, etwas Faden und eine Schere. Nun sticht man jeweils unten ein Loch in die Becher und fädelt je ein Ende des Fadens durch einen Becher. Der Faden wird dann verknotet, dies geht einfacher, wenn man ihn durch eine Perle zieht und somit vor dem Rausrutschen sichert.

Wenn man den Faden spannt, kann man in den einen Becher hineinsprechen und am anderen Becher hören, was gesagt wurde.

Spielerisches

Der Spielleiter schlägt auf einer Trommel einen Rhythmus und die Kinder sollen passend dazu durch den Raum laufen. Der Spielleiter sollte hierbei immer mal wieder Geschwindigkeit, Lautstärke usw. verändern, und die Kinder sollen darauf passend reagieren, sie müssen also aufmerksam zuhören.

Rätselhaftes

19-16-18-9-3-8  8-5-18-18  4-5-9-14  4-9-5-14-5-18  8-15-5-18-20

Sprich Herr Dein Diener hoert

Die Zahlen entsprechen der Reinfolge der Buchstaben im Alphabet (1=A, 2=B, usw.)

Je nachdem, wie alt die Kinder sind, kann man ihnen erst mal nur die Zahlen geben und sie sollen selbst auf die Verschlüsselung kommen, ihnen sagen, dass die Buchstaben dem Alphabet entsprechen oder ihnen auf einem Blatt Buchstaben und Zahlen nebeneinanderschreiben.

(T)extras

Lieder

Auf die Melodie von Bruder Jakob lässt sich folgender Text singen:

Bruder Samuel, Bruder Samuel,

schläfst du noch, schläfst du noch

Hörst du Gottes Stimme, hörst du Gottes Stimme?:

„Samuel, Samuel“.

Man kann das Lied auch als Kanon singen.

Aktion

Eine Minute schweigen: Schafft es die ganze Gruppe, eine Minute lang zu schweigen? Der Mitarbeiter stoppt die Zeit. Man kann das Ganze auch als Wette aufziehen: Der Mitarbeiter wettet, dass die Kinder es nicht schaffen. Sollten sie es doch schaffen, erhalten sie eine Belohnung, z. B. Gummibärchen.

Spiel

Geräuschememory

Man benötigt mehrere kleine, gleich große, verschließbare Gefäße (zum Beispiel die gelben Hüllen aus Ü-Eiern oder Filmdosen). Nun befüllt man immer zwei mit dem gleichen Inhalt. Durch Schütteln und Hören sollen die Kinder erkennen, in welchen Gefäßen dasselbe ist.

Das Ganze wird wie Memory gespielt: Ein Kind nimmt zwei Gefäße und hört, ob sie gleich sind. Zum Überprüfen kann man die Gefäße öffnen. Ist der Inhalt gleich, darf das Kind das Paar behalten und ist noch mal dran, ist er verschieden, darf das nächste Kind nach einem Paar suchen.

Mögliches Füllmaterial: Maiskörner, Cornflakes, Nadeln, Büroklammern, Salz, Reis, Mehl, Perlen, Glöckchen, Flüssigkeit, …

Stimmenerkennung

Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und auf zwei Seiten eines undurchsichtigen Vorhangs (z. B. Laken) gesetzt. Nun wählt jede Gruppe ein Kind aus, das sich direkt vor den Vorhang setzt. Wenn sich beide Kinder gegenübersitzen, sagen sie nacheinander „Hallo“. Das jeweils andere Kind muss nun erraten, wer ihm gegenübersitzt. Wenn beide Kinder einen Tipp abgegeben haben, wird der Vorhang fallen gelassen, sodass sie sehen können, wer vor ihnen sitzt. Hat ein Kind richtig geraten, dann kommt das andere Kind mit auf seine Seite. Wenn beide richtig geraten haben, dann tauschen sie die Seiten, wenn beide falsch lagen, bleiben sie auf ihrer Seite. Die Seite, die zuerst alle Kinder zu sich holt, hat gewonnen.

Spielideen rund um die Ausbildung künftiger Pharaonen

Mose wird am Hof des Pharaos erzogen und erhält vermutlich gemeinsam mit den Söhnen hoher Beamter und den Pharao- nensöhnen eine gute, breitgefächerte Ausbildung. Wir dehnen die Ausbildung natürlich auf die Töchter aus. Hier einige Spiel-ideen, die sich sowohl für einen Stationenlauf auf einer Freizeit als auch für einen Spielabend in einer Jungscharstunde eignen.

An jeder Station gibt es für jede richtige Antwort oder gelöste Aufgabe eine oder mehrere Perlen. Am Ende muss aus diesen Perlen eine Pyramide geklebt werden.

Begrüßung an der Pharaonenschule

Ein königlich gekleideter Beamter tritt vor und stellt sich als Lei-ter der königlichen Pharaonenschule vor. Er begrüßt die neuen Schüler und liest von der Papyrusrolle einen Gruß des Pharao vor, der sie zu Fleiß und Disziplin ermahnt.

Die Schüler werden aufgefordert, sich zu erinnern, wie viele Nilüberschwemmungen sie erlebt haben (da der Nil jedes Frühjahr über die Ufer trat, entspricht das fast dem Alter der Kinder), und sich an dem Tisch mit der gleichen Zahl einzufinden.

An diesen Tischen werden sie vom zuständigen Lehrer aufge-fordert, ihren Namen in Hieroglyphen auf einen Papyrus zu schreiben. Wer dies schafft, ist als Schüler aufgenommen; der Papyrus dient als Ausweis.

Der Schulleiter stellt nun die Lerngruppen zusammen, indem er von jeder Tischgruppe einen Schüler auswählt und diese wiederum als Gruppe auf den Weg schickt (damit sind alle Gruppen altersmäßig gemischt)

Stationen

Prüfung in Statik

Der Turm aus Steinen wird wie folgt gebaut: drei Steine paral-lel legen, die nächste Schicht wird quer dazu auf die unterste Steinschicht gelegt. Ist der Turm gebaut, darf jeder Schüler reihum einen Stein aus dem Turm ziehen und anschließend oben wieder auflegen. Ausnahme: aus den obersten zwei Steinschichten dürfen keine Steine entnommen werden. Der Lehrende zählt die Steine, die die Lerngruppe herauszieht, be-vor der Turm einstürzt.

Für jeweils drei Steine gibt es eine Perle.

Transport von Baumaterial

Auch wenn früher die Sklaven dafür zuständig waren, müssen heute Schüler Baumaterial auf die Baustelle transportieren, vor allem große Steinblöcke. Diese werden transportiert, indem die Steinblöcke über die Holzstangen geschoben werden – die Holzstangen müssen von hinten immer wieder nach vorne getragen werden. Die Schulgruppe muss auf diese Weise fünf Ytongblöcke vom Steinbruch bis zur Baustelle transportieren.

Für jeden Ytongblock gibt es eine Perle.

Geometrie I

Die Schüler müssen folgende Aufgaben beantworten; sie dür-fen sich dabei Notizen bzw. Skizzen machen; eine Holzperle gibt es, wenn die Schüler wissen, wie sie es rechnen müssen, für die richtige Zahl eine weitere.

  1. Eine Seite der Cheopspyramide ist 230 m lang. Wie lange muss ein Seil sein, das rund um die Pyramide gelegt wird? (Umfang = 4 x 230 m = 920 m)
  2. Wenn ein Stein für die Bodenplatte 5 m x 5 m misst, wie viele Steine braucht man für die Bodenplatte? (für eine Länge braucht man 46 Platten, also benötigt man für die gesamte Bodenplatte 46 x 46 = 2116 Steine)
  3. Die Höhe der Cheopspyramide ist 146 m. Wie weit ist also der Weg über die Seitenfläche vom Boden bis zur Spitze? (man muss sich den Aufriss vorstellen: ein rechtwinkliges Dreieck, dessen Seitenlänge a = 0,5 x 230 = 115 m und b = 146 m beträgt. Um den kürzesten Weg c über die Seitenfläche zu erhalten, rechnen wir c^2 = 115 x 115 + 146 x 146 = 13.225 + 21.316 = 34.541c = 185,8520917 (für die Antwort „c = Wurzel aus 34.541“ gibt es schon Holzperlen).

Geometrie II

Den Lernenden werden verschiedene Netze von Körpern vor-gelegt. Sie müssen sagen, ob aus diesem Netz ein Körper ge-faltet werden kann (eine Holzperle für die richtige Antwort) und wie der fertige Körper heißt (eine weitere Holzperle). Sie dürfen dazu nicht angefasst werden! Erst zum Nachprüfen kann der Körper gefaltet werden.

Vorlage im Anhang

Sport

Pharaonenschüler müssen auch körperlich fit sein. Deshalb müssen alle folgendes machen:

  1. Staffellauf: Die Schüler müssen eine bestimmte Strecke nach-einander laufen. Als Ablösung geben sie den Stab weiter. Insgesamt haben sie drei Minuten Zeit. Für jede gelaufene Strecke gibt es eine Perle.
  2. Liegestütze: Jeder Schüler muss Liegestütze machen. Alle Liegestütze werden zusammengezählt. Für jeweils zehn gibt es eine Holzperle.
  3. Weitwurf: Ein Ball muss möglichst weit geschleudert wer-den. Jeder Ball, der eine Mindestgrenze überfliegt, ergibt eine Perle.

Mathematik

Bei den Ägyptern wurde der Körper als Maßeinheit benutzt. Eine Elle reicht von den Fingerspitzen bis zum Ellbogen und entspricht sieben Handbreiten. Eine Handbreit entspricht der Breite von vier Fingern. Für jede richtige Messung eine Holzperle.

  1. Wie lang ist dann der Tisch?
  2. Wie lang ist der vor euch liegende Stab?
  3. Wie hoch ist die Stuhllehne?

Pfeil und Bogen

55Mathematik Bei den Ägyptern wurde der Körper als Maßeinheit benutzt. Eine Elle reicht von den Fingerspitzen bis zum Ellbogen und entspricht sieben Handbreiten. Eine Handbreit entspricht der Breite von vier Fingern. Für jede richtige Messung eine Holz-perle.a) Wie lang ist dann der Tisch?b) Wie lang ist der vor euch liegende Stab? c) Wie hoch ist die Stuhllehne? Pfeil und Bogen Jeder Schüler muss sich hinter einer Startlinie aufstellen. Jeder hat drei Versuche, mit Pfeil und Bogen ins Schwarze zu treffen. Für jeden Treffer gibt es eine Holzperle.

Schiffbau

Die Schüler müssen gemeinsam ein möglichst stabiles Schiff aus dem vorhandenen Material bauen. Für jedes Schiff eine Holzperle. Der Lehrer kann die Kreativität je nach eigenem Ermessen mit weiteren Holzperlen belohnen.

Wagenrennen

Die Ägypter zogen bereits mit Pferdewagen in den Kampf. Auch das will gelernt sein. Also: zwei überkreuzen die Arme und bilden so den Kampfwagen. Auf die Arme setzt sich ein Wagenlenker. Vor den Kampfwagen stellen sich zwei Pferde, die jeweils ein Seil unter den Armen hindurchführen, und de-ren Ende der Wagenlenker in die Hand nimmt. Auf sein Zeichen hin rennen die Pferde los – der Wagen wird mit Wagen-lenker gezogen.

Für jeden Wagen, der die Ziellinie erreicht, gibt es eine Perle.

Politik

Die Schüler müssen die Fragen beantworten. Für jede richtige Antwort gibt es eine Holzperle.

  1. Wie heißt die wichtigste Person im Land? (Pharao)
  2. Nennt ein Merkmal, das den Pharao kennzeichnet? (Nemis-Kopftuch, zwei Kronen Spitzbart, Krummstab, Geißel)
  3. Wer war die zweitwichtigste Person im Land? (Wesir)
  4. Wer durfte Steuern eintreiben und die Steuerlisten führen? (Die Schreiber des Pharao.)
  5. Mit was wurden die Menschen bezahlt? (Nahrungsmittel)

Architektur

Die Schüler müssen nach den Bauplänen mit den Bauklötzen die Bauwerke nachbauen. Achtung: Dabei muss auch auf die Farbe der Bauklötze geachtet werden! Wer bei abgelaufener Sand- uhr sein Bauwerk richtig nachgebaut hat, bekommt eine Perle.

Landeskunde

Für jede richtige Antwort eine Holzperle.

  1. In welchem Kontinent liegt Ägypten? (Afrika)
  2. Wie heißt der berühmteste Fluss in Ägypten? (Nil)
  3. Wie lang ist der Nil? (6.671 km)
  4. Warum ist der Nil für die Ägypter so wichtig? (Der Nil überflutet in jedem Frühjahr das Land und hinter-lässt fruchtbaren Schlamm.)
  5. Wofür wurden die Pyramiden erbaut? (Als Grabstätten für die Pharaonen.)
  6. Wo stehen die berühmtesten Pyramiden? (In Gizeh)
  7. Wer bewacht die Pyramiden in Gizeh? (Die Sphinx)

Abschlussprüfung

Zum Schluss kommen alle Schüler zum Schulleiter zurück. Hier müssen sie aus den gesammelten Perlen eine Pyramide bauen. Da-für gibt es keine Anleitung, sondern die Pharaonenschüler müssen ihre eigene Kreativität bemühen. Als Hilfsmittel gibt es nur Zahnstocher bzw. Schaschlikspieße und Klebstoff bzw. Holzleim. Auf die Zahnstocher können die Perlen aufgereiht werden, so dass eine stabile Reihe entsteht. Aus mehreren solcher Reihen mit un-terschiedlicher Länge kann gut eine Pyramide geklebt werden. Gewonnen hat sowohl die Lerngruppe mit der größten als auch die mit der genauesten Pyramide. Wobei alle Schüler in die Ausbildung aufgenommenwerden. Das ist eigentlich Preis genug!

Diese Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zu Samuel und Saul aus JUMAT 4/18. Sie beginnt mit den Geschichten aus der Kindheit von Samuel und endet damit, dass Saul König wird und Samuel sein Amt niederlegt. Weitere Abschnitte, in denen Saul eine Rolle spielt, sind in der Themenreihe David enthalten.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Eine endlos weite Straße, ein total freier Weg – so hab’ ich das im Urlaub erlebt. Es war sensationell, aber auch etwas unheimlich. Der Weg geht schnurgerade bis an den Horizont, und ich fühle mich schon ziemlich verlassen und klein auf so einem Weg. Gott macht den Weg frei!

Aber gewiss nicht so. Mein Lebensweg ist genauso wenig ein überschaubarer, geradliniger Weg, wie der Lebensweg von Mose. Er hatte eine Vielzahl von Weg-Erfahrungen. Er ging durch das Meer, durch wirkliche Wüstenzeiten, und es gab viele Gipfelerlebnisse. Wie gut, dass er nicht alles in seinem Leben so klar vor sich sehen konnte. Deshalb war er auf Gottes Führung angewiesen. Es ging bildlich gesprochen immer nur bis zur nächsten Kurve, Mose musste sich ganz auf Gottes Führung verlassen.

Im alten Testament bieten die Fünf Bücher Mose eine Fülle tiefgehender Glaubensaussagen. Wo soll man beginnen, was lassen wir aus und wo enden wir?

Folgende Themenkreise könnten mit den Kindern durchgängig in Gesprächen nach den Anspielen aufgegriffen werden:

  • Gott ist mit mir auf meinem Weg. Ich kann mich darauf verlassen und darf mich auf dem Weg auch entwickeln.
  • Was wird aus mir werden? Ich falle nicht aus Gottes Hand!
  • Gott setzt Zeichen (z. B. Feuersäule), die man erkennen kann. Welches Zeichen hat Gott für mich?

Der Redaktionskreis hat eine Auswahl von Geschichten getroffen, die gerne erweitert werden kann. Weitere Entwürfe stellen wir in Anhängen zur Verfügung.

Möge Gott euch euren Weg zeigen, und euch die nötige Kraft geben, ihn beherzt zu gehen.

Kinder sind kreativ und erfinderisch – aber nur, wenn wir ihnen Freiräume bieten, in denen sie eigene Ideen entwickeln können. Beim Erfinden und Bauen von einfachen Fahrzeugen können Mädchen und Jungen zu kleinen Erfindern werden: Zunächst benötigt man eine große Auswahl an Materialien, die sich zum Bauen von Fahrzeugen eignen. Zum Beispiel kleine Pappschachteln, Kartonstücke verschiedener Größe, ausgespülte Tetra-Paks und Joghurtbecher, Streichholzschachteln, runde Bierdeckel, Schaschlikspieße, Knet, Trinkhalme, Korken, Flaschendeckel aus Plastik, kleine Perlen mit Loch (Durchmesser des Loches etwa wie die der Schaschlikspieße), Marmeladenglasdeckel, Zahnstocher, Blumendraht, Gummiringe usw. Ein Teil dieser Materialien kann auch über längere Zeit von den Kindern gesammelt werden.

Weitere Hilfsmittel für die „Baustunde“: Flüssigkleber, evtl. Heißkleber, Scheren, Kombizangen, Klebeband, Lineale, kleine Handbohrer, kleine Sägen oder Teppichmesser (Vorsicht!) für die Korken, verschiedene Malfarben (am besten Abtönfarben), Pinsel, Farbbehälter, Wasserbehälter, Zeitungspapier als Malunterlagen und evtl. „Malklamotten“.

So geht‘s

Zunächst gibt man den Kindern das Hauptziel vor: Baut mit dem vorhandenen Material ein kleines Fahrzeug, das fahren bzw. rollen kann! Es soll so leicht und so weit wie möglich rollen, wenn es angestoßen wird. Außerdem soll es „attraktiv“ sein, also so gut wie möglich aussehen.

Als Hilfe kann man gemeinsam mit den Kindern besprechen, dass ein Fahrzeug nur dann rollt, wenn …

  1.  … die Achsen fest bzw. unbeweglich sind und die Räder sich drehen, oder
  2.  … die Räder fest bzw. unbeweglich sind und die Achsen sich drehen.

Danach erfinden die Kinder ihr eigenes Fahrzeug. Außer mit Achsen und Rädern können die Autos mit Türen, Fenstern, Lichtern oder Sitzen usw. versehen werden. Schließlich macht es auch Spaß, das Fahrzeug mit verschiedenen Farben zu bemalen. In diesem Fall muss man eine längere Trockenzeit einplanen. Die fertigen Fahrzeuge werden vorgestellt und können in einem kleinen „Rollwettbewerb“ und in einem „Schönheits-wettbewerb“ (die Mehrheit entscheidet) gegeneinander antreten. Je nach Gruppenzusammensetzung ergibt es manchmal Sinn, auf diesen Konkurrenzkampf zu verzichten.

Im Folgenden wird beispielhaft eine kurze Bauanleitung für ein einfaches Räderfahrzeug (ohne zusätzliche Gestaltung von Türen o. Ä.) aufgeführt. So hat man als Mitarbeitender eine Vorstellung, wie ein Fahrzeug gebaut werden könnte und ist vielleicht besser in der Lage, den Kindern Tipps zu geben. Bei jüngeren Kindern wäre es auch möglich, statt einer freien Bauphase diese Anleitung vorzugeben.

Bauanleitung Bierdeckelfahrzeug

  1. Zwei Trinkhalme werden mit Klebeband an der Unterseite der Schachtel befestigt. Achtung: Der Abstand der Halme muss so groß sein, dass sich die Räder, die später an den Seiten angebracht werden, nicht berühren. Eventuell die Trinkhalme kürzen, damit sie nicht überstehen.
  2. Je einen Schaschlikspieß als „Achse“ durch die Trinkhalme schieben.
  3. Die beiden Spieße mit Hilfe einer Zange so zuschneiden, dass sie auf der rechten und linken Seite jeweils etwa 2 cm überstehen.
  4. Je eine kleine Holzperle über die vier Enden der Spieße bis zum Trinkhalm schieben. So wird verhindert, dass die Achse hin und her rutscht. Ist das Loch der Perlen zu klein, evtl. mit einem Handbohrer so vergrößern, dass sich die Perle gerade so über den Schaschlikspieß schieben lässt.
  5. Mit einem Handbohrer jeweils in der Mitte der Bierdeckel (die mit Hilfe eines Lineals ermittelt wurden) ein kleines Loch bohren.
  6. Die Bierdeckel auf die Enden der Schaschlikspieße stecken und bis zur Holzperle schieben.
  7. Nun wieder je eine Holzperle über die Spießenden schieben, so dass die „Räder“ zwischen den beiden Holzperlen fixiert werden.
  8. Das Fahrzeug nach Belieben bemalen.

Alternativ können die Räder auch mit Gummiringen statt mit Holzperlen fixiert werden.

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