Verschiedene Ideen und Impulse zu OSTERN

Hier findet ihr zusammengefasst eine kleine Sammlung an Einheiten und Bausteinen zum Thema Ostern, Kreuz, Tod, Auferstehung! Ihr seht an der Zielgruppenangabe oder am Textauszug, ob das etwas für euch sein könnte.

Jesus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

Raus aus der Wegwerfkultur!

1. Vorbemerkungen

Möbel aus Paletten bauen, alte verbrauchte Gegenstände mit Blumen bepflanzen, Lampen aus Küchenutensilien basteln, aus verstaubten alten Büchern neue Möbel kreieren. Aus Alt mach Neu, aus Alt mach anders, aus Alt mach schön.

Auf Pinterest finden wir so viele Do-it-yourself-Ideen, dass wir uns problemlos ein Jahr mit kreativem Handwerkern, Gärtnern und Basteln beschäftigen könnten. Upcycling ist hip! Doch es ist mehr als ein Trend, für viele wird es mehr und mehr zu einer Lebenseinstellung. Was ist dran an diesem alternativen Einrichtungs- und Lebensstil? Vielmehr noch die Frage: Was können wir davon lernen?

2. Zielgedanke

Schluss mit der Wegwerf-Kultur. Es ist unser Auftrag, die Schöpfung zu bewahren und nicht, diese zu zerstören. Aus diesem Anlass hat Gott den Menschen seinen Garten Eden als Lebensraum geschenkt. In 1. Mose 2,15 (Luther 2017) heißt es dazu: „Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.“ Es handelt sich um einen klaren Auftrag zum verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung. Und unsere Wirklichkeit? Die Schöpfung wird ausgebeutet und es wird versucht, entstandenen Schaden wiedergutzumachen. Hier bekommt unser Thema seinen aktuellen Bezug.

3. Einführung inkl. Exegese

„Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen. Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“

1.Mose 1,28 (Luther 2017)

„Herrschen“, „Untertan-machen“, das klingt im ersten Moment nach Unterdrückung, nach Ausbeutung. Doch um diesen Satz richtig zu verstehen, ist es wichtig, dass wir uns zunächst den Vers davor anschauen. Dort heißt es in Vers 27 (Luther, 2017) „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.“ Der Schöpfer steht im Verhältnis zu seinem Geschöpf. Er beschließt, den Menschen nach seinem Bild zu erschaffen.

Gott hat uns als Gegenüber vollendet, in der Absicht, mit uns in Beziehung zu leben. „Der Schöpfer schuf ein Geschöpf, das ihm entspricht, zu dem er reden kann und das ihn hört“ (Bräumer, 1983, S. 58). Bejahen wir dieses Beziehungsgeschehen, indem wir es mit Leben füllen, können wir die Herrlichkeit Gottes und seine Allmacht erfahren. Diese Herrlichkeit Gottes zeigt sich an keiner Stelle so deutlich wie in seiner Schöpfung. Wir bekommen eine Ahnung davon, wie Gott ist. Der Mensch ist Gott „darin ähnlich, da[ss] er frei ist gegenüber dem Rest der Schöpfung. […] [Doch für den Menschen] gibt [es] kein Herrschen ohne den Dienst an Gott“ (Bräumer, 1983, S. 57-58). Für unser Thema heißt das weiter, es gibt kein Herrschen, ohne den Dienst an Gottes Schöpfung.
Das ist eine wichtige Erkenntnis, da Vers 28 so eine völlig neue Bedeutung bekommt.

Gott hat uns seine Schöpfung anvertraut, und das, obwohl wir wissen, dass sie vergänglich ist. Damit stehen wir aber dennoch in der Verantwortung, diese nach Gottes Absicht zu bewahren und zu gestalten. Dazu kann jeder von uns seinen Beitrag leisten. Dass es sich dabei um einen großen Schatz handelt, zeigt Psalm 104, der überschrieben ist mit: Das Lob des Schöpfers. In Vers 24 (Luther 2017) lesen wir: „HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.“

Wir haben nur diese eine Erde, umso mehr sollten wir sie schützen und dafür sorgen, dass wir noch möglichst lange auf ihr leben können. Am Ende des Schöpfungsberichtes heißt es in 1. Mose 1,31 (Luther 2017): „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ Das heißt, dass sie sehr gut war, was ihre Bestimmung betraf, nämlich Lebensraum für seine Geschöpfe zu sein. Diese Erkenntnis unterstreicht noch einmal mehr den Wert der Schöpfung Gottes.

4. Einstieg

Der Einstieg benötigt Vorbereitungszeit und gestaltet sich ganz praktisch. Macht aus euren Räumlichkeiten eine „Do-it-yourself / Upcycling-Werkstatt“. Wenn genügend Mitarbeitende zur Verfügung stehen, können verschiedene Stationen vorbereitet werden. Gestaltet eure Räumlichkeiten neu:

Beispiele:
  • Station 1: Baut ein Paletten-Sofa.
  • Station 2: Entwerft eine neue Lampe.
  • Station 3: Bepflanzt verschiedene Gegenstände. Pflanzen machen euren Raum noch wohnlicher.

Checkliste zur Vorbereitung: Welche Baumaterialien müssen organisiert werden? Welches Werkzeug wird benötigt? Sollen die Materialien kreativ weitergestaltet werden? Was braucht es zur kreativen Umsetzung? (Z. B. Malerutensilien usw.)

5. Hauptteil

Die Einheit hat einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung zum Schwerpunkt (siehe Einführung). Es gilt diese zu bewahren. Dabei ist es die Aufgabe von jeder/jedem, das eigene Handeln / den eigenen Lebensstil zu überprüfen und zu reflektieren.
Zu Beginn des Hauptteiles schlage ich vor, ein Kontrastprogramm zum Einstieg und dem Thema selbst zu bieten: Ausbeutung der Natur, Zerstörung der Umwelt, Alltägliche Wegwerfkultur, das Streben nach dem Allerneuesten.

Hierzu können Zeitungsartikel, YouTube-Clips, Werbung und Fotos Einblicke geben. Wo erkennen die Jugendlichen sich wieder? Welche Situationen kennen sie aus ihrem Alltag? Was lösen die Bilder/Texte in ihnen aus?

Anschließend wird gemeinsam der Bibelvers (1. Mose 1,28) gelesen. Wie wird dieser Text verstanden und wahrgenommen? Es folgt eine Zeit der Auslegung (siehe Einstieg) und des Austausches darüber. Wie sieht Verantwortung praktisch aus?

6. Abschluss

Zum Abschluss bekommen die Jugendlichen den Auftrag, in der kommenden Woche ihre eigene „Wegwerf-Kultur“ zu beobachten. Wo können sie schöpfungsbewusster leben? Zum Beispiel: Müll einsparen, Einkaufstaschen bereits von zu Hause mitbringen, weniger Plastikverpackungen nutzen, Mülltrennung, das Auto stehen lassen und andere Möglichkeiten nutzen, Altes neu verwerten, anstatt Neues zu kaufen.

Anleitung

1. Die MDF-Platten mit weißem Acryllack deckend anmalen und zum Trocknen auslegen (ca. 20 Min.). Alternativ können auch einfache Holzbretter aus weicherem Holz verwendet werden, das spart den Anstrich und somit Zeit und Aufwand. Allerdings darauf achten, Bretter ohne auffällige Holzmaserung zu nehmen, da diese vom Gesamtergebnis ablenkt.

2. In großen Druckbuchstaben den Schriftzug oder auch ein einfaches Symbol (Herz, Kreuz, Fisch usw.) mit Bleistift leicht auf das Holz vormalen. Alternativ dazu vorab einzelne Wörter in verschieden dicken Schriftarten ausdrucken.

3. Die ausgedruckten Blätter auf das Brett legen und direkt an den Buchstabenrändern entlang durch das Papier nageln. Je enger die Nägel gesetzt werden, desto dichter wird nachher der Schriftzug. Es hängt aber auch entscheidend von der Ausdauer und der jeweiligen Hammerfertigkeit der Kinder ab. Die Nägel sollten etwa die gleiche Höhe haben.

4. Nachdem alle Nägel gesetzt sind, das Papier durch Wegreißen entfernen. Hier sind die kleinen Zangen hilfreich, um widerspenstige Stückchen restlos zu entfernen.

5. Nun Buchstabe für Buchstabe das Garn um die Nägel wickeln und die Buchstaben damit ausfüllen. Dabei kann man bei der Farbgestaltung seiner Phantasie freien Lauf lassen.

6. Jeder Buchstabe wird für sich gewickelt. Für ein gleichmäßiges Ergebnis empfiehlt es sich, am Ende die gewickelten Fäden vorsichtig Richtung Nagelkopf zusammenzuschieben.

7. Als Alternative ist es auch möglich, das Symbol oder das Wort frei zu lassen und den Hintergrund zu wickeln. Dazu sind allerdings mehr Nägel und auch erheblich mehr Zeitaufwand einzurechnen.

Dafür das Symbol oder das Wort ebenso wie oben beschrieben als Vorlage auf das Brett bringen. Dann drum herum rastermäßig die Nägel auf dem gesamten Brett verteilen. Ausgehend von einem Nagel werden so alle Nägel mit dem Garn verbunden, außer eben über die Buchstaben zu weben.

Eine endlos weite Straße, ein total freier Weg – so hab’ ich das im Urlaub erlebt. Es war sensationell, aber auch etwas unheimlich. Der Weg geht schnurgerade bis an den Horizont, und ich fühle mich schon ziemlich verlassen und klein auf so einem Weg. Gott macht den Weg frei!

Aber gewiss nicht so. Mein Lebensweg ist genauso wenig ein überschaubarer, geradliniger Weg, wie der Lebensweg von Mose. Er hatte eine Vielzahl von Weg-Erfahrungen. Er ging durch das Meer, durch wirkliche Wüstenzeiten, und es gab viele Gipfelerlebnisse. Wie gut, dass er nicht alles in seinem Leben so klar vor sich sehen konnte. Deshalb war er auf Gottes Führung angewiesen. Es ging bildlich gesprochen immer nur bis zur nächsten Kurve, Mose musste sich ganz auf Gottes Führung verlassen.

Im alten Testament bieten die Fünf Bücher Mose eine Fülle tiefgehender Glaubensaussagen. Wo soll man beginnen, was lassen wir aus und wo enden wir?

Folgende Themenkreise könnten mit den Kindern durchgängig in Gesprächen nach den Anspielen aufgegriffen werden:

  • Gott ist mit mir auf meinem Weg. Ich kann mich darauf verlassen und darf mich auf dem Weg auch entwickeln.
  • Was wird aus mir werden? Ich falle nicht aus Gottes Hand!
  • Gott setzt Zeichen (z. B. Feuersäule), die man erkennen kann. Welches Zeichen hat Gott für mich?

Der Redaktionskreis hat eine Auswahl von Geschichten getroffen, die gerne erweitert werden kann. Weitere Entwürfe stellen wir in Anhängen zur Verfügung.

Möge Gott euch euren Weg zeigen, und euch die nötige Kraft geben, ihn beherzt zu gehen.

Wie Kinder „up to date” bleiben

Zeitung lesen bildet! Und damit die Teilnehmenden eurer Freizeit immer mitbekommen, was gerade Wichtiges in der Welt passiert, sollte es eine Lagerzeitung geben.
Ich möchte euch hier mal einen Einblick geben, welche Ideen, Artikel und anderes wir schon mit unserer Zeitung hatten. Doch zuerst die Frage nach dem benötigten Material.
Ihr braucht:

  • Eine Holzplatte (ca. 1 m x 1,5 m) und zwei Pfosten, um die Holzplatte aufzuhängen,
  • einen Tacker oder Reisnägel, um eure Artikel an die Holzplatte zu heften,
  • und natürlich die Artikel selbst.

Artikel

In eure Artikel könnt ihr alles schreiben, was die Teilnehmenden interessant finden. Beschreibt in einem Bericht das Freizeitgelände, die Region oder das Zelt, in dem die Teilnehmenden wohnen. Schreibt selbst erfundene Legenden oder lasst eurer Kreativität freien Lauf.
Aktuelle Ereignisse können auch einen Platz in der Zeitung haben: für die einen aktuelle Fußballergebnisse und Tabellen, für die anderen neueste Entscheidungen der aktuellen Casting-
Shows usw.

Rubriken

Es ist eine gute Idee, die Zeitung in feste Rubriken einzuteilen. So kann man jeden Tag einen Artikel jeder Rubrik veröffentlichen.
Beispiele für Rubriken:

  • Mitarbeiterin/Mitarbeiter des Tages
    Beschreibt hier jeden Tag einen anderen Mitarbeitenden. Am besten füllt jeder Mitarbeitende vor der Freizeit einen Steckbrief aus. Dieser wird dann am entsprechenden Tag veröffentlicht.
  • Witz des Tages
    Wie der Name schon sagt: jeden Tag gibt es einen anderen Witz zu lesen.
    Doch bedenkt: diesen Witz werdet ihr von den Teilnehmenden mehrmals am Tag erzählt bekommen.
  • Wusstest du schon?
    Beschreibt hier unterschiedliche Phänomene oder auch einfach nur unnützes Wissen. In dieser Rubrik ist es wichtig, dass ihr eure Kreativität spielen lasst. Denkt euch selbst Sachen
  • aus, die die Teilnehmenden schon immer mal wissen wollten, oder eben auch nicht.

Noch zu beachten

Alle Artikel, Rätsel oder auch Witze sollten für die Kinder geschrieben sein. Schreibt die Artikel selbst und formuliert sie einfach und kindgerecht, so dass die Kinder eure Berichte verstehen.
Ein witziger Artikel kommt immer gut an.
Wählt den Standort eurer Zeitung mit Bedacht. Papier löst sich auf, wenn es nass wird. Die Zeitung kann durch den Wind zerreißen. Platziert die Zeitung so, dass mehrere Teilnehmende
gleichzeitig die Zeitung lesen können. Bereitet alle Artikel zu Hause vor, mit Ausnahme der Artikel, die sich auf aktuelle Lagerereignisse beziehen. Dies erspart euch viel Arbeit während der Freizeit.

Diese Themenreihe beschäftigt sich mit Beiträgen für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren rund um das Thema „Begeisterung“. Wer hin und weg ist, der ist überwältigt und begeistert. Sprich, der will das Erlebte erzählen. Von schönen Landschaften, tollen Erlebnissen oder auch von Gott.
Die ersten Christen sind hin und weg von ihren Erlebnissen mit Gott. Und davon erzählen sie weiter: zunächst in ihrer Heimatstadt Jerusalem, dann überregional bis hin in die Weltstadt Rom.

Christen sind „Weitersager”. Und das ist auch der Auftrag, den uns Jesus gegeben hat: „Ihr werdet meine Zeugen sein …” (Apg 1,8).

Gottes Rettung für Israel am Schilfmeer

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Endlich sind die Israeliten frei und auf dem Weg in das gelobte Land. Da stoßen sie auf das nächste Hindernis, ja, sie befinden sich sogar in einer Falle: vor ihnen das Meer, hinter ihnen die Ägypter, rechts und links die Berge. Ausweglos. Aber: Gott selbst – so erzählt es der Bibeltext – hat mit der Vorgabe der Reiseroute diese Falle geschaffen, um den Israeliten und den Ägyptern seine Macht zu zeigen. Diese Seite und die Tatsache, dass die Ägypter ertrinken, wirft Fragen auf: Warum ist Gott so brutal? Warum müssen alle Ägypter sterben? Hätte es nicht auch eine andere Lösung gegeben? Sinnvoll ist es, die Geschichte aus der Sicht der Israeliten, die sie erleben, und nichts von Gottes Absichten wissen, zu erzählen, um wenig Fragen zu provozieren. Dennoch muss den Mitarbeitenden klar sein, dass diese Geschichte Fragen mit sich bringen kann.

Erlebniswelt für Kinder

Wasser ist für uns in Mitteleuropa so selbstverständlich, dass wir uns meist wenig Gedanken darüber machen, woher es kommt. In vielen Teilen der Erde ist Wasser selten und deshalb umso kostbarer. Was die Kinder vielleicht schon erlebt haben oder aus den Nachrichten kennen, sind Überschwemmungen, die vieles zerstören. Diese beiden Seiten des Wassers können Kindern sehr gut vermittelt werden.

Die Situation der Israeliten, in einer ausweglosen Situation zu sein, kennen Kinder auch: Wenn sie von anderen Kindern in der Schule bedroht werden und nichts erzählen dürfen, wenn sie nur schwer Sachverhalte in der Schule lernen, wenn sie Aufgaben nicht allein schaffen. Hoffentlich gibt es Kinder, die sagen können, dass sie Gottes Hilfe erlebt haben, weil jemand ihnen zur Seite stand, weil die Klassenarbeit einfacher als gedacht war usw. Die Erfahrung, dass Gott in ausweglosen Situationen hilft, können wir nicht bewirken oder vermitteln. Wir können nur versuchen, den Kindern die Augen zu öffnen, auf welche Art und Weise Gott den Weg frei machen kann.

Einstieg

Mirjam geht suchend über die Bühne, seufzt; Aaron kommt dazu.

Aaron: „Mirjam, was suchst du denn? Was gibt es?“

Mirjam: „Ach Aaron, das Wasser wird knapp. Mein Krug ist fast leer, und ich suche eine Quelle, einen Tümpel; ohne Wasser geht einfach gar nichts …“

Aaron: „Ja, ohne Wasser geht nichts. Das merkt man erst hier in der Felswüste so richtig. Ohne Wasser ist alles schmutzig, man ist durstig. Wasser ist das Allerwichtigste!“

Mirjam entdeckt plötzlich ein kleines Wasserloch. Sie zeigt auf eine kleine Pfütze (Wasserschale), aus der Wasser sprudelt. Sie kniet hin, wäscht ihre Hände, trinkt, lässt das Wasser durch ihre Hände rinnen.

Mirjam: „Schau! Da! Wasser, frisches Wasser! Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich über so ein bisschen Wasser mal so freuen kann!“

Aaron: „Ja, sich über jeden Tropfen Wasser zu freuen, das hab auch ich erst hier in der Wüste gelernt. Wasser – schon unglaublich: ohne Wasser geht gar nichts – und wenn man zu viel Wasser hat, dann ist es lebensbedrohlich!“

Mirjam: „Denkst du auch gerade an den Tag, kurz nachdem wir endlich aus Ägypten gezogen waren?“

Andachtsimpuls

Aaron beginnt zu erzählen: „Ja, ein denkwürdiger Tag! Endlich, endlich waren wir unterwegs. Wochenlang hatten Mose und ich mit dem Pharao gerungen, bis er uns ziehen ließ. Jetzt waren wir unterwegs. Gott begleitete uns. Tagsüber zog er in einer Wolkensäule, nachts in einer Feuersäule vor uns her. An einem Abend sahen wir plötzlich hinter uns am Horizont eine riesige Staubwolke. „Die Ägypter kommen! Sie wollen uns zurückholen!“, schrien die Menschen. Alle waren aufgeregt, Angst, ja Panik machte sich breit. „Das ist das Ende! Hilfe, wir müssen sterben! „Mose, warum hast du uns aus Ägypten geführt, wenn wir hier in der Wüste sterben müssen? Wir können nicht mal fliehen! Da vorne ist das Meer – rechts und links sind Berge! Wir sind verloren!“ riefen alle durcheinander.

Ich frage mich heute noch, wie Mose es geschafft hat, dass die Menschen ruhig wurden und ihm zuhörten. Er rief: „Habt keine Angst! Gott ist auch jetzt mit uns! Vertraut ihm, und ihr werdet sehen, welche Macht er hat! Seid ganz ruhig – heute wird Gott für euch kämpfen!“

Alle warteten gespannt, was jetzt passieren würde. Mose hob die Hand und streckte den Stab über das Wasser. Da kam plötz- lich ein Wind, die Wassermassen teilten sich – ich sehe das noch
vor mir und kann es noch immer nicht glauben – das Wasser teilte sich. Es war, als würde es uns Platz machen. Rechts und links entstanden Mauern aus Wasser, in der Mitte ein Weg. Mose sagte: „Kommt mit! Gott ist mit uns!“ Zuerst noch zögernd, dann immer schneller liefen die Menschen los.

Endlich war ein Weg offen! Wir konnten vor den Ägyptern fliehen. Es bestand zumindest eine Chance zu entkommen. Alle gingen durch die Schlucht ans Wasser. Manch einer schaute sich ängstlich um, andere machten sich Mut: „Wenn Gott Wun- der tun kann, dann bringt er uns auch hindurch!“ Tatsächlich standen nach einer Weile alle Israeliten am anderen Ufer. Weit hinter uns sahen wir die Soldaten der Ägypter. Mit ihren Wagen kamen sie im Sand nur schlecht voran, manche blieben stecken.
Da streckte Mose wieder seinen Stab aus – der Wind hörte auf, die Wassermassen strömten zurück. Die Ägypter, die mit ihren Streitwagen schon in der Furt unterwegs waren, ertranken.“

Mirjam: „Ich konnte nicht anders, ich nahm meine Handtrommel aus dem Gepäck und begann einen Freudentanz für Gott. Er hatte seine Macht erwiesen. Nur ihm hatten wir die Rettung zu verdanken. Wir waren ein zweites Mal von den Ägyptern befreit worden. Begeistert begann ich zu singen: Gott ist groß und mächtig! Er kann große Wunder tun!“

Aaron: „Ja, da hast du genau das Richtige getan. So ist das mit dem Wasser. Wenn man keins hat, kann niemand leben, wenn es zu viel ist, dann kann es Leben zerstören.“

Mirjam: „Wie gut, dass ich jetzt diese kleine Quelle gefunden habe. Gott
macht uns den Weg frei – waren das nicht Moses Worte? Jeden Tag hoffe ich, dass er wieder zurück ins Lager zu uns kommt.“

Aaron: „Wenn du Gott vertrauen willst, dann vertrau ihm auch deinen
Bruder Mose an. Gott hat schon so viel Großes an uns getan!“

Gebet

Lieber guter Gott, danke, dass du die Israeliten vor den Ägyptern errettet hast. Danke, dass du ihnen einen Weg geöffnet hast, wo vorher keiner war. Schenk du uns das Vertrauen, dass du auch heute noch Wege für uns bereiten kannst, wo wir keine sehen. Dass du auch heute noch Macht über Wind, Wasser und unsere Ängste hast. Danke. Amen.

Spielvorschläge zum Thema Weg

Labyrinth

Variante 1: Aus den Kartons wird ein großes Labyrinth gebaut, durch das die Kinder einzeln durchkrabbeln müssen. Es werden an einigen Stellen veränderbare Wände eingezogen: Kartons werden so eingeschoben, dass sie den richtigen Weg versperren. Wenn ein Kind eine Weile gesucht hat, wird der Karton von außen entfernt, so dass der Weg frei wird. Ein solches Labyrinth kann natürlich auch aus Tischen, Stühlen und blickdichten Decken entstehen, wenn nicht genügend große Kartons aufgetrieben werden können.

Variante 2: Die Holzplatten als Quadrat mit 7 x 7 Karten aneinander legen. Eine Holzplatte bleibt übrig. Die Memory-Karten werden nach Paaren sortiert, jeweils eine Karte des Paares wird auf eine Holzplatte gelegt, die anderen Karten werden gemischt. Jede Gruppe erhält einen Kegel und setzt ihn auf ein beliebiges Feld. Eine Memory-Karte wird aufgedeckt, und jede Gruppe versucht nun, mit ihrem Kegel zuerst das Feld mit der Partnerkarte zu erreichen. Dafür darf immer zuerst geschoben und dann gezogen werden: Schieben bedeutet, die überzählige Holzplatte wird an eine Stelle hineingeschoben, so dass alle Karten dieser Reihe um einen Platz weitergeschoben werden. Es darf jede Reihe in jede Richtung geschoben werden. Einzige Ausnahme: die soeben geschobene Reihe darf nicht in die Gegenrichtung geschoben werden! (Der letzte Zug darf also nicht rückgängig gemacht werden.) Ziehen: Man darf beliebig weit und in jede beliebige Richtung ziehen – so lange einem keine Mauer den Weg versperrt! Die Gruppe, die als erstes die Partnerkarte der aufgedeckten Karte mit ihrem Kegel erreicht hat, bekommt beide Karten. Die nächste Karte wird aufgedeckt, und die Jagd beginnt von neuem. Wenn alle Paare erspielt wurden, ist das Spiel zu Ende. Gewonnen hat die Gruppe mit den meisten Paaren.

Für Bastler: Wer gern mit den Kindern bastelt, kann natürlich entweder ein großes Labyrinth mit allen Kindern, oder für jedes Kind ein kleines Spiel herstellen. Dann empfiehlt es sich, die Labyrinthkarten in der Größe 5 cm x 5 cm herzustellen.

Wasserbombenspiele

Spalier :Die Gruppe stellt sich in zwei Reihen gegenüber so auf, dass sich die beiden Reihen anschauen können. Jeder Spieler erhält mindestens zwei Wasserbomben. Einige Freiwillige laufen durch das Spalier. Die Außenstehenden versuchen, die Läufer mit den Wasserbomben zu treffen. Welcher Läufer schafft es, ohne nass zu werden? Es können auch nacheinander alle Kinder durch das Spalier laufen. Dafür laufen immer die „untersten“ los und stellen sich „oben“ wieder an.

Wasserbomben-Volleyball: Es werden Vierergruppen gebildet. Zwei Vierergruppen spielen gegeneinander. Jede erhält ein großes Badetuch, und jeder Spieler hält eine Ecke fest. Einer Gruppe wird eine Wasserbombe in das Badetuch gelegt. Sie müssen die Wasserbombe – nur mit Hilfe des Badetuchs – auf die andere Seite werfen. Die andere Mannschaft fängt die Wasserbombe mit dem Badetuch auf und wirft zurück. Lässt eine Mannschaft die Wasserbombe zu Boden fallen, erhält sie einen Minuspunkt. Es wird so lange gespielt, bis insgesamt drei Wasserbomben zerplatzt sind.

Wasserbomben-Völkerball: Zwei Gruppen werden gebildet. Jeder wird ein Feld zugewiesen. Ein Spieler jeder Gruppe begibt sich auf die Grundlinie des gegnerischen Feldes. Eine Wasserbombe wird geworfen. Ziel ist es, gegnerische Spieler abzuschießen. Wer abgeschossen wird, muss an die Außenlinie des gegnerischen Feldes. Wenn kein Spieler mehr im Feld ist, darf der erste Außenspieler ins Feld. Er hat drei Leben, d. h., die Mannschaft hat erst verloren, wenn er zum dritten Mal abgeschossen wird. Die Feldspieler dürfen selbstverständlich versuchen, die Wasserbomben zu fangen – wem sie allerdings entwischt, der gilt als abgeschossen, und muss ebenfalls das Feld verlassen.

Wasserbomben-Roulette: Alle Spieler stehen im Kreis mit etwas Abstand zwischen den Spielern. Zunächst wird einfach nur eine Wasserbombe im Kreis
zum nächsten Spieler weitergegeben. Dann kommen eine zwei- te und eine dritte ins Spiel, die ebenfalls einfach an den nächsten Spieler weitergegeben werden. Gelingt das gut, kommt der Ball ins Spiel: er wird kreuz und quer geworfen. Konzentration ist nun gefragt, auf
die Wasserbomben und auf den Ball zu achten, und jedes in die richtige Richtung zu werfen.

Liedvorschlag

  • Im Lande der Knechtschaft, Jungscharlieder, Nr. 58
  • Felsenfest und stark, Jungscharlieder 131.1
  • Herr der Herren, dir sei Lob und Ehre, Jungscharlieder Nr. 33
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