SEGEN

Segen. Gesegnet sein. Segen sein. Segen empfangen. Segen weitergeben.

Das wollen wir mit diesem Themenpaket. In Jugendgottesdienstentwürfen, Reisesegen, wunderschöne, irische Segensworte, Segensgottesdienstentwürfen für Mitarbeitende wollen wir von jugonet euch Materialien zum Thema Segen weitergeben. Segen ist nämlich einfach etwas Gutes. Darin erleben wir, dass sich Gott uns zuwendet und uns mit Gutem beschenkt. Das zu empfangen und an andere Menschen weiterzugeben, ist einfach… segensreich! Seid also gesegnet!

Einstieg

Quiz (o.Ä., u.U. mit anwesenden Handys mit Internetanschluss – in kleinen Gruppen)

  • Wann wurde das Sabbatgebot der Bibel nach eingeführt?
  • Wer hat sich zuerst daran gehalten? Gott (s.a.: „Wunder des Manna“)
  • Wann wurde der Sabbat auf den Sonntag verschoben – und warum?
  • Und ähnliche Fragen … was das Sabbat-bzw. Sonntagsgebot für den Einzelnen bedeutet.

Kurze Einführung in den Kontext der Zehn Gebote und dann gemeinsames Lesen des Sabbat-Gebotes (2. Mose 20,8-10).

Aufmerksam machen, dass es dabei um ein zweifaches Gebot geht.

  • Sechs Tage sollst du „arbeiten“ und
  • den Sabbat davon absetzen bzw. heiligen.

Seltsam ist doch, dass wir nur über den zweiten Teil nachdenken – und es das „Sabbatgebot“ nennen, oder? Dabei ist es ein „Ganze-Woche-Gebot“ – ein jeden Tag betreffendes Gebot.

Zum einen muss ich erst etwas Regelhaftes haben, bevor ich etwas davon heiligen kann, wie in diesem Fall den Sonntag – und abseits von diesem Ruhetagsgebot steht hier also: „Sechs Tage sollst du arbeiten!“ Wo also beginnt dein Glaube wirklich? Am ersten Tag der Woche – dem Montag? Und wie beginnt er? Bei der Arbeit!

Kurzgeschichte1

In meinem Büro sitzt ein junger Mann und klagt. Nein, nicht nur ganz allgemein, er klagt Gott an. „Wenn ich nicht bald Arbeit finde, dann mach ich Schluss mit Gott, er versorgt mich ja nicht mit Arbeit, wie man sieht. Ich will ja arbeiten, aber ich finde nichts.“ Nicht ganz ohne. Daraufhin habe ich ihn gefragt, was er denn gerade arbeite. Mehr oder weniger sauer reagierte er: „Aber genau das ist doch mein Problem, ich habe keine Arbeit.“ Ich bohrte nach: „Nein, meine Frage ist nicht, wo du arbeitest und wie du Geld verdienst, sondern was du gerade arbeitest?“ Mir gegenüber schwieg ein Fragezeichen. Als Pastor ging ich kurz auf das Gebot dieses Themas ein und betonte: „Sechs Tage sollst du arbeiten! Hier steht nicht (und ist auch nicht gemeint), sechs Tage sollst du Geld verdienen – wenn du eine Stelle findest.“ Als er verstand, machte ich ihm ein Angebot: „Nimm dir ein paar Tage Zeit. Schreib alle Tätigkeiten auf, die du tun könntest, die du auf dem Herzen hast und, die wichtig für deine Umgebung sind. Und dann komm zu mir zurück. Ich werde dich offiziell mit einigen davon beauftragen – als Heilsarmeeoffizier in diesem Fall. Auch wenn ich dir kein Geld anbieten kann, hast du dann Arbeit und wir werden über diesen Weg neben deiner „Gesetzeserfüllung“ auch einen neuen Weg für dich finden.“ Er war einverstanden, verließ mein Büro und überraschte mich dann damit, dass er 20 Minuten später wieder in meinem Büro war. Mit einer ganzen Seite voller Ideen. Daraufhin unterstrich ich einige der Aufgaben und er ging … und ward etwa ein Jahr nicht wiedergesehen. Arbeiten war (zumindest zu der Zeit) nicht wirklich sein Ding.

Sollten wir Christen nicht an dieser Stelle ein wenig näher an diesem Gebot sein – und das gerade in einer Gesellschaft, die uns sogar versorgt, wenn wir „keine Arbeit“ haben. Das heißt nicht, dass ich und wir damit alles gut heißen müssen, was auf diesem Gebiet in unserem Land noch schief liegt.

Kurzgeschichte 2

Während der 80er-Jahre wurde in Deutschland um die 40-Stunden-Woche und die 5-Tage-Woche gekämpft. Zu einer Talkshow war auch ein Pfarrer eingeladen und da entstand die Frage, wie er denn zu den Ausnahmegenehmigungen stehe, die in einigen Firmen auch für und über das Wochenende hinweg gemacht wurden. „Wie steht es dabei denn bezüglich des Sabbatgebotes?“ Er lachte und bat um Verständnis, dass er diese Frage für komisch halte, denn es sei schon seltsam, dass man die zweite Hälfte des Gebotes in Erinnerung habe, aber den ersten und längeren Teil dabei nicht beachte.

Was heißt das für nächste Woche?

1. Montag früh?

Mach deinen Job, deine Ausbildung, deine Pflichten, all das, was dir vor die Füße kommt, so gut, wie wenn es dabei um den Gewinn eines Hauptpreises ginge. Tue was du tust GUT!

  • so gut, dass die Engel auf dich aufmerksam werden, dass sie sich vom Balkon lehnen und sagen: „Hast du gesehn, wie der die Straße kehrt?“
  • so gut, wie Bach oder Beethoven komponiert haben.
  • so gut, wie Goethe, Schiller oder Shakespeare geschrieben haben.
  • so gut, wie Michelangelo gemalt hat.

Mit solch einer Intensität und Gründlichkeit!

2. Nächste „Woche“

Was gibt es Notwendiges, Wichtiges und womöglich nur von dir Erledigbares?

  • Was bist du bereit zu TUN?
  • Was könntest du TUN? (mit der Zeit, die du neben den normalen Verpflichtungen noch hast)
  • Was ist notwendig zu TUN?
  • Wer anderes als ihr in eurer Jugendgruppe und Gemeinde können das für euer Umfeld herausfinden? Wofür schlägt dein Herz – dem gehe nach!

Nimm ein Blatt Papier und schreib auf, was du kannst, magst, wozu du begabt bist, und was vor deinen Füßen liegt.

3. Nächstes „Jahr“?

Wir sagen: „Gott hat einen Plan für unser Leben, Gott will uns gebrauchen.“ Alles richtig, aber es gilt, das zu tun, was wir können und wissen. Es braucht Christen, die gute Sekretärinnen sind (im christlichen wie im säkularen Bereich). Es braucht Christen im Management, in der Geschäftswelt, in Kultur und Politik. Also, wenn es um die Zukunft geht, um deine Berufswahl, deine Berufung, dann sei dir im Klaren, dass Gott etwas mit dir im Sinn hat … und er braucht nicht nur den klassischen Missionar. Dann gilt es seinen Glauben zu leben, und ich bitte euch nicht zu vergessen:

  • Es geht um ganz praktische Dinge („Dinge“ ist dabei das Hauptwort)
  • nicht um die richtige Erkenntnis
  • nicht um die Länge eurer Gebete
  • nicht um frommen Schnickschnack

Praktisch

Malt doch mal eine „Landkarte des Bedarfs“ für euren Stadtteil, eure Straße oder eure Stadt: Wo sind

  • die Arbeitslosen?
  • die Ausländer?
  • die alten Menschen (die sich vielleicht nicht mehr auf die Straße trauen)?
  • die Alleinstehenden, die Alleinerziehenden?
  • die Analphabeten?
  • die AIDS-Kranken?

Und das waren jetzt nur die Gruppen, die mit A anfangen (da gibt es noch ein ganzes Alphabet von Leuten und Gruppen, die Taten brauchen (die Gottes Hände – euch brauchen). „Sechs Tage sollst du arbeiten“ – damit das mit dem „Siebten Tag“ auch wirklich ein Fest wird – ein geHEILIGter Tag.

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