Epheserbrief

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 2/2021. Es geht in fünf Lektionen um den Epheserbrief:

Lektion 4 Epheser 1,3-14 Erstmal: Gott Beifall klatschen

Lektion 5 Epheser 5,1-14 Licht leuchtet

Lektion 6 Epheser 5,15-20 Die Zeit nutzen

Lektion 7 Epheser 6,10-20 Gut ausgerüstet

Lektion 8 Epheser 4,1-6 Eins sein

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Beim Glauben geht es um mehr als nur mich, ich bin Teil einer großen Gemeindefamilie.

Checker

Wir haben als Gemeinschaft einen Auftrag, wie wir miteinander leben sollen und Gott selbst wird uns helfen, diesen zu erfüllen.

Der Text an sich

Um was könnte jemand bitten, der im Gefängnis sitzt? Es scheint etwas Wichtiges zu sein und das zeigt auch ein Blick in den Urtext. Dieses „bitten“ heißt im Original auch „ermahnen“, „anflehen“, „ermutigen“, „unterrichten“, „trösten“, „auffordern“. Es drückt aus, dass etwas wirklich Wichtiges kommt, in diesem Fall: Lebt eure Berufung. Was er danach schreibt, ist eine Konkretisierung dieses einen Anliegens: Lebt, wie es sich für jemanden gehört, der an Jesus Christus glaubt.

Warum? Weil Gott uns dazu berufen hat. Wir sind auserwählt zu diesem Lebensstil.

Wie kann das aussehen? Für den Einzelnen wie für die ganze Gemeinde? Das führt Paulus in den folgenden Versen (und im nachfolgenden Kapitel – vgl. Lektion 5 und 6) aus. Er spricht – um es „fromm“ zu sagen – von Demut, Sanftmut, Geduld und Liebe. Wir sollen uns nicht über andere erheben, sondern sie mit Gottes Augen sehen und ihnen mit der Liebe begegnen, wie Gott sie für uns hat. Das ist eine Liebe, die sich bedingungslos für den anderen einsetzt und alles für ihn gibt. Und zwar in einer Geduld, die warten kann, aber nicht aufgibt, sondern ausdauernd dranbleibt. Diese Liebe hält es aus, dass der andere Fehler macht und setzt sich wieder für Versöhnung und ein friedvolles Miteinander ein.

Wie soll das gehen? Das sind schließlich eher ungewöhnliche Eigenschaften und bei weitem nicht selbstverständlich. Paulus sagt, Gottes Geist wirkt es in uns, er stiftet die Einheit, lehrt uns, nach Gottes Willen zu leben und hilft uns dabei. Die Einheit wird begünstigt und verstärkt durch das, was uns grundlegend verbindet: Wir alle zusammen sind ein Leib, d. h. eine Gemeinde (vgl. 1. Kor 12), wir haben eine Hoffnung, ein Ziel, auf das wir hinarbeiten, wir haben einen Herrn (Jesus Christus – laut 1. Kor 12,3 können wir das nur durch den Geist so bekennen), wir glauben dasselbe, bekennen dasselbe, haben eine Taufe und wir haben einen – und nur einen – Gott.

Wozu das Ganze? Explizit steht es in dieser Stelle nicht drin, lässt sich aber aus anderen Stellen erschließen: So betet Jesus in Joh 17,21ff. über die Gläubigen: „Ich bete darum, dass sie alle eins sind […], damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und dass sie von dir geliebt sind.“ Die Einheit ist etwas so Übernatürliches, Göttliches, dass sie ein Hinweis auf Gott ist – und da wir in Gottes Familie berufen sind, sollen wir dieses Göttliche auf der Erde leben. Und uns als Gemeinde gegenseitig darin unterstützen, diese Berufung zu leben.

Der Text für mich

Freundlich, geduldig, liebevoll – Eigenschaften, die immer wieder benannt werden und „dazugehören“.

Aber Einheit? Einheit klingt konträr zu dem, was wir (er)leben an Unfrieden, Konflikten, Vorurteilen … Einheit scheint im Widerspruch zu stehen zu Einzigartigkeit, Diversität und Vielfalt. Dabei gehört in einer guten Einheit die Vielfalt absolut dazu, so wie ein Körper / Leib aus vielen unterschiedlichen Teilen besteht, und es für die Gesundheit des Körpers von existentieller Bedeutung ist, dass alle ihre individuellen Aufgaben erfüllen. Als Christen sollten wir eine solche Einheit leben – mit Blick auf Gott und im Frieden miteinander.

Das ist Zuspruch und Aufgabe zugleich: Wir sind keine Einzelkämpfer, wir sind GemEINde. Wir können Differenzen haben und trotzdem respektvoll und liebevoll miteinander arbeiten. Das können wir den Kindern mitgeben, ihnen vorleben und uns dafür einsetzen, dass mit ihnen eine Generation heranwächst, die Einheit lebt – untereinander und mit der ganzen Gemeinde.

Der Text für dich

Starter

Zurückzustecken, sich auf das Verbindende konzentrieren, Frieden zu leben – für viele Kinder ungewohnt und ungewöhnlich. Viele Kinder denken in „ich will“ und „ich zuerst“ und schauen, wie sie das erreichen können, nicht selten auch auf Kosten anderer. Dieses Verhalten scheint Menschen und vor allem Kindern so eigen zu sein, dass Pädagogen hellhörig werden, wenn Kinder nicht egoistisch sind.

Der christliche Glaube zeigt hier einen Gegenentwurf auf: Es geht um mehr als um mich. Ich bin Teil einer weltweiten, überzeitlichen Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die sich an Gottes Maßstäben orientiert und dementsprechend die Liebe und den Frieden zentral stellt.

Checker

Die grundsätzliche Haltung von Liebe, Demut und Frieden wird den Kindern schon bekannt sein. Doch auch sie werden damit konfrontiert, dass (selbst bei Christen) nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Die Kinder sollen ermutigt werden, sich trotz allem, was trennen könnte, auf das zu konzentrieren, was verbindet, und in Geduld und Liebe mit anderen umzugehen. Ihnen soll der Blick dafür geweitet werden, dass die christliche Gemeinde eine weltweite Gemeinschaft ist, die durch Gottes Geist mit ihm und miteinander verbunden ist, und dass diese Gemeinschaft zusammengehalten wird durch etwas, das viel größer ist als wir Menschen: Gott selbst, der Glaube an ihn, seine Liebe, sein Frieden und die Einheit, zu der er uns ruft, für die wir uns einsetzen sollen und zu der er uns hilft.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Nicht auf den Boden (Spiel)

Material: aufgeblasene Luftballons

Bei diesem Spiel geht es darum, dass die Kinder als Team an einem Ziel arbeiten. Spielfeld und Zeit können im Vorfeld durch einen Mitarbeiter begrenzt werden, muss aber nicht. Ziel des Spiels ist es, die Luftballons in der Luft zu halten, wobei ein Spieler möglichst nicht zweimal hintereinander am Ballon ist. Gestartet wird mit einem Ballon, den der Mitarbeiter in den Raum wirft. Nach und nach wirft er unangekündigt weitere Ballons ins Spiel. Die Kinder müssen die Ballons durch schlagen, treten etc. in der Luft halten, sodass sie nicht auf den Boden fallen. Ein herabgefallener Ballon kann je nach Gruppe bzw. vorheriger Absprache aus dem Spiel genommen oder wieder aufgehoben werden.

Idee 2

Gemeinsam stark (Gespräch)

1. Es gibt Dinge im Leben, die funktionieren gemeinsam einfach besser, z. B. Fußballspiele gewinnen. Was fällt euch noch ein, wo es besser oder wichtig ist, nicht allein zu sein? (den Kindern Zeit zum Antworten geben, entweder wird verbal gesammelt oder die Kinder können sich jeweils zu zweit zusammentun und drei bis vier Aktivitäten / Situationen überlegen, die sie pantomimisch vormachen (z. B. verschiedene Sportarten, Gruppenarbeit in der Schule, wenn sich jemand verletzt hat usw.)

2. Immer wieder arbeiten oder spielen wir in Teams. Was würdet ihr sagen, ist wichtig, damit das funktionieren kann? (Zeit zum Antworten geben, z. B. gemeinsames Ziel, zusammenarbeiten, einander ermutigen und anfeuern usw.)

Heute soll es um ein ganz besonderes Team gehen, die Gemeinde, und darum, wie sie sein soll.

Verkündigung

Verkündigungsart: Dialog zwischen Mia und ihrem Opa

Einleitung: Das ist Mia (kommt). Sie ist heute bei ihrem Opa (kommt). Die beiden arbeiten nun schon seit einer Stunde im Garten (beide tun so, z. B. kehren, gießen o. ä.).

Opa: Mia-Schatz, du bist so still. Ist alles in Ordnung?

Mia: Es ist wegen Nick. Er ist in der Schule oft gemein und dann haue ich ihn, aber Mama hat gesagt, wir dürfen nicht streiten, weil wir beide in den Kindergottesdienst gehen. Ich weiß, dass ich niemanden hauen soll. Aber warum ist es mit Nick nochmal wichtiger?

Opa: Glaubt Nick auch an Gott?

Mia: Ja.

Opa: Dann seid ihr sowas wie Familie.

Mia: Was?! Mit dem? Nein! Wieso?

Opa: Weil alle Menschen, die an Gott glauben, seine Gemeinde sind. Und da er unser Vater ist, sind wir Geschwister.

Mia: Meinst du wirklich alle Gläubigen?

Opa: Auf der ganzen Welt. Und zu jeder Zeit.

Mia: Wow. Das sind echt viele. Dass Gott da den Überblick behält! Stell dir mal vor, wie viele das sind, wenn die alle an einem Ort stehen würden. Und das Durcheinander an Sprachen.

Opa: Gut, dass Gott alle Sprachen spricht.

Mia: Das ist irgendwie witzig. Und total schön zu wissen, dass man so viele Verbündete hat.

Opa: Ja, das finde ich auch. Aber du weißt ja selbst, dass Familie nicht nur einfach ist.

Mia: Manchmal streitet man über die dümmsten Kleinigkeiten.

Opa: Richtig. Aber Gott möchte das nicht. Er möchte, dass sich seine Kinder so verhalten, wie er sich verhält. Schließlich hat er uns berufen, zu ihm zu gehören. Und Adel verpflichtet. Wir bekommen Privilegien, aber auch Verantwortung. Und den Auftrag, anderen ein gutes Beispiel darin zu sein, wie Gott ist und wie man leben sollte.

Mia: Ah, deshalb sollen wir freundlich sein, vergeben, uns wieder vertragen und all das … Aber das ist schwer.

Opa: Ich weiß. Aber du bist ja nicht alleine. Du hast deine große Glaubensfamilie. Und Gott selbst. Er hilft dir auch. Ohne ihn wäre das gar nicht möglich.

Mia: Aber werden die anderen in der Schule nicht total blöd gucken, wenn ich Nick nicht zurückhaue? Die werden denken, ich bin ein Schwächling.

Opa: Mia, du gehörst doch zu Gott. Leb so, wie es ihm gefällt. Ganz egal, was die anderen sagen.

Mia: Du hast Recht, Opa. Danke.

Opa: Gerne, mein Kind. Und du hast mir geholfen, der Garten ist wieder richtig schön. Da können wir uns doch zur Belohnung ein Stück Kuchen gönnen, was meinst du?

Mia: Das klingt gut.

Opa: Da fällt mir ein, Nick wohnt doch am Ende der Straße. Wenn du magst, kannst du ihn fragen, ob er auch ein Stück will.

Mia: Einfach so? Aber das wäre …

Opa: Ein Friedensangebot?

Mia: Hm … Eigentlich … Keine schlechte Idee. Weißt du was, Opa? Wenn du dabei bist, dann traue ich mich das. Und vielleicht ist Nick ja gar nicht so blöd und wir können am Morgen in der Schule zusammenleben, wie es Gott gefällt.

Opa lächelt, beide ab

Die andere Idee

Erzählen mit Symbolen (Der Mitarbeiter erzählt den Inhalt und malt die in Klammern angegebenen Symbole auf; diese können beliebig angeordnet werden.)

Material: Tafel / Flipchart oder großes Blatt Papier, passendes Schreibwerkzeug

Heute beschäftigen wir uns weiter mit dem Apostel Paulus und was er im Epheserbrief (Brief) geschrieben hat. Paulus betont am Anfang, dass er im Gefängnis sitzt, aber dass es etwas gibt, was ihm ganz wichtig ist: als Kinder Gottes zu leben (Krone). Er betont, dass jeder, der an Gott glaubt, von ihm berufen wurde, ein besonderes Leben zu führen (Sonnenstrahlen um die Krone). Er erklärt auch, was das heißt: wir sollen anderen Menschen mit Liebe begegnen, so, wie Gott uns liebt (Herz). Wir sollen freundlich zu allen Menschen sein (Smiley) und Geduld haben, wenn etwas oder jemand Zeit braucht (Uhr). Und vor allem sollen wir ein ganz besonderes Miteinander haben (mehrere Strichmännchen beieinander). Mit „wir“ meint er alle Menschen, die an ihn glauben. Egal wo auf der Welt, egal ob Kinder oder Opas. Wir sind wie eine große Familie. Wir sind eine Gemeinde. Und bei uns soll es keinen Streit geben (Blitz schräg über den Strichmännchen). Wir sollen als Einheit leben. Verbunden im Frieden (Kreis um Strichmännchen). Wir sind eine Gemeinde. Wir haben ein und denselben Glauben, eine Taufe, eine Hoffnung, einen Gott (große 1). Das verbindet uns. Gott selbst verbindet uns. Zusammen mit allen Christen weltweit und auch den ganzen Erwachsenen in unserer Gemeinde sind wir EINE Gemeinde – und so sollen wir uns auch verhalten. Gott wird uns dabei helfen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Schlagwortkärtchen

Material: Kärtchen, auf denen jeweils einer der folgenden Begriffe steht: Brief, Berufung, Demut, Freundlichkeit, Geduld, nachsichtig, liebevoll, Gemeinde, Einheit, Frieden, Zusammenhalt, Glaube, Gott, Kinder Gottes, Streit, Familie.

Der Mitarbeiter legt die Kärtchen verdeckt hin. Reihum zieht ein Kind ein Kärtchen und versucht, kurz das Wort zu erklären und was es mit dem Thema zu tun hat. Die anderen Kinder ergänzen ggf.

Gespräch

Folgende Fragen können besprochen werden:

  • Wie gut kennst du unsere Gemeinde?
  • Wie erlebt du Gemeinde?
  • Was würdest du dir von unserer Gemeinde wünschen?
  • Was würdest du gerne ändern?
  • Was findest du richtig gut an unserer Gemeinde?
  • Wen würdest du gerne besser kennenlernen?
  • Wen würdest du gerne zur Gemeinde einladen?

Merkvers

Setzt alles daran, / die Einheit zu bewahren, /die Gottes Geist / euch geschenkt hat; / sein Frieden / ist das Band, / das euch zusammenhält. / Epheser 4 / Vers 3

Die einzelnen Teile des Verses werden auf Papier geschrieben und nebeneinander auf den Boden gelegt. Die Kinder lesen den Vers gemeinsam zweimal laut vor. Dann nimmt der Mitarbeiter ein beliebiges Papier weg und die Kinder müssen beim Vorlesen die Lücke aus dem Gedächtnis füllen. Das wiederholt sich, bis kein Blatt mehr da liegt und die Kinder den Vers komplett aus dem Gedächtnis aufsagen.

Gebet

Händedruckkette

Die Kinder stehen im Kreis und nehmen sich an der Hand. Der Mitarbeiter eröffnet das Gebet und drückt dann leicht dem Kind rechts von ihm die Hand. Dieses kann nun laut oder leise beten und dann den Druck weitergeben. So geht es reihum, bis der Impuls wieder beim Mitarbeiter ankommt (braucht manchmal etwas Geduld). Der Mitarbeiter kann das Gebet z. B. wie folgt abschließen: „Danke, dass du all unsere Gebete, ob laut oder leise, hörst. Danke, dass du überall mit uns hingehst und uns hilfst. Bitte hilf uns, so zu leben, wie es dir gefällt. In Jesu Namen. Amen.“

Kreatives

Menschenkette

Material: Papier, Scheren, Stifte, ggf. Tesa

  • Das DinA4-Papier längs halbieren (oder dritteln), sodass schmale Streifen entstehen
  • Einen Papierstreifen nehmen und ziehharmonikaartig zusammenfalten, sodass vier (oder sechs) Flächen entstehen
  • Auf das zusammengefaltete Papier ein Männchen skizieren, das die Arme zur Seite streckt. Es ist wichtig, dass die Arme an die Faltkanten reichen.
  • Die Figur ausschneiden. Vorsicht an der Faltkante: Der Knick bei den Armen darf nicht geschnitten werden!
  • Auffalten. Wenn alles gut gegangen ist, ist es eine Kette mit sich an den Händen haltenden Menschen
  • Die Menschen bunt und individuell anmalen
  • Wer mag, kann mehrere Ketten aneinanderkleben

Spielerisches

Gordischer Knoten

Die Kinder stehen eng im Kreis. Sie strecken die Hände in die Mitte, schließen die Augen und versuchen auf Kommando, andere Kinder an die Hand zu nehmen (möglichst nicht zwei Hände, die sich gleich anfühlen und nicht die Personen neben sich). Wenn jede Hand eine andere hält (Mitarbeiter fragt), dürfen alle die Augen öffnen. Aufgabe ist es nun, das Knäuel zu entwirren, ohne dass jemand loslässt! Dafür müssen sich die Kinder absprechen und ausprobieren. Nach einiger Zeit haben sie sich entknotet und stehen händehaltend wieder im Kreis.

Rätselhaftes

Unsere Gemeinde

Vorbereitung: Ein Mitarbeiter sucht die Antworten auf die Fragen heraus und ergänzt die Fragen.

Die Kinder werden in Gruppen eingeteilt, ein Mitarbeiter stellt die Fragen. Die Gruppen beraten sich und schicken einen mit der Antwort zum Mitarbeiter, der beim Mitarbeiter abklatscht. Welche Gruppe zuerst mit der richtigen Antwort beim Mitarbeiter ist, bekommt einen Punkt. Bei den Zahlenfragen bekommt die Gruppe den Punkt, die näher dran ist.

  • Wie viele Mitglieder haben wir?
  • Wie viele Besucher?
  • Wie viele Kinder gibt es in unserer Gemeinde?
  • Wie viele Senioren?
  • Aus welchen Ländern kommen Menschen in unserer Gemeinde?
  • Wer ist zuständig für
  • die Predigt?
  • die Musik?
  • den Büchertisch?
  • das Kinderprogramm?
  • die Finanzen?
  • das Putzen?
  • die Technik
  • …?

(T)Extras

Lieder

  • Wir sind eins (Outbreakband)
  • Vater, mach uns eins (Jugend mit einer Mission)
  • Gut, dass wir einander haben (Manfred Siebald)

Spiele

Unsichtbarer Dirigent

Ein Kind geht vor die Tür, die anderen stehen im Kreis und wählen einen „Dirigenten“. Dann beginnt jedes Kind, irgendeine beliebige Bewegung zu machen und diese ständig zu wiederholen. Das Kind von draußen wird hereingerufen und begibt sich ins Kreisinnere. Der Dirigent beginnt nun mit einer anderen, ständig wiederholten Bewegung und die Kinder im Kreis machen ihm diese nach, sodass er dann eine neue Bewegung wählt usw. Das Kind in der Mitte versucht herauszufinden, wer der Dirigent ist. Wird er entdeckt, geht er vor die Tür und ein neuer Dirigent wird gewählt.

Seilfiguren

Material: Langes Seil

Die Kinder sollen jeweils ein Stück eines langen Seils festhalten und nicht loslassen. Der Mitarbeiter nennt nun einen Begriff wie Haus, Kreis, Dreieck, Katze o. ä. Die Kinder versuchen, sich so hinzustellen, dass sie mit dem Seil quasi den Begriff darstellen. Wenn sie denken, dass sie fertig sind, legen sie das Seil dort ab, wo sie stehen und können sich ihr Kunstwerk ansehen, bevor die nächste Aufgabe kommt.

Aktionen

Blick über den Tellerrand

Gibt es in der Gemeinde jemanden mit Migrationshintergrund? Er kann eingeladen oder besucht werden, um den Kindern zu erzählen, wie in seiner Kultur Gemeinde gelebt, Gottesdienste gestaltet und Feste gefeierte werden, welche Traditionen es gibt, was anders und was gleich ist zu der jetzigen Gemeinde.

Kreatives

Knüllbilder

Material: buntes Seiden- oder Krepppapier, bunter Pappkarton, Stifte, Kleber

Jedes Kind erhält ein Stück bunten Karton als Untergrund. Sie sollen sich ein Motiv überlegen, z. B. Blume, Schmetterling, Herz und von diesem den Umriss auf den Karton zeichnen. Dann reißen sie von dem Seiden- oder Krepppapier kleine Stücke ab, knüllen diese zusammen und kleben sie auf die Pappe. Mit der Zeit entsteht so aus vielen kleinen Teilen ein schönes Bild.

In der Bibel spielt Essen immer wieder eine Rolle. Mal wird zu einem Festessen eingeladen und keiner kommt. In einer anderen Geschichte wird ein Bruder mit einem Essen übers Ohr gehauen. Diese und weitere Geschichten finden sich hier in der Themenreihe. Dazu Spiele, Aktionen und ein Hintergrundartikel zum Thema „Was tun, wenn Kinder nicht mehr (in die Jungschar) kommen.

Höchste Zeit, mit den Kindern mal über Essen zu reden und vielleicht gemeinsam die eine oder andere Mahlzeiten zu genießen. Viel Spaß beim Umsetzen!

Idee

Selber Gastgeber sein, was heißt das? Wie bin ich ein guter Gastgeber? Über dieses Thema setzt ihr euch mit euren Kindern auseinander und übt es dann auch gleich ganz praktisch, indem ihr eine andere Jungschar, Kindergruppe, Gruppe aus dem Flüchtlingsheim,… einladet. Diesen gemeinsamen Abend bereitet ihr zusammen mit euren Kindern vor.

Gastgeber sein

Gastfreundschaft spielt in der Bibel immer wieder eine Rolle. Abraham war z.B. gastfreundlich zu den drei Männern, die ihn besucht haben. Im Neuen Testament gibt es immer wieder Aufforderungen gastfreundlich zu sein. Paulus hat von gastfreundlichen Menschen auf seinen Reisen gelebt. Erzählt den Jungscharlern von der Idee, eine andere Jungschar, Kindergruppe,… einzuladen und diesen gemeinsamen Abend als Gruppe zusammen vorzubereiten.

Teilt die Kinder in fünf Gruppen ein und gebt jeder Gruppe eine Bibel. Jede Gruppe sucht eine Stelle zum Thema Gastfreundschaft. Mögliche Bibelstellen sind: Matthäus 10, 40; Römer 12, 9-10 & 13; 1. Petrus 4, 9-10; 3. Johannes 5; Hebräer 13, 1-2; Jede Kleingruppe überlegt, was in ihrer Bibelstelle über Gastfreundschaft steht. Was zeichnet einen guten Gastgeber aus? Warum ist es Gott so wichtig, dass wir gute Gastgeber sind?

Dann tragt ihr die Ergebnisse der Kleingruppen zusammen. Aus diesen Gedanken heraus überlegt ihr, was ihr tun könnt, damit sich die anderen bei euch wohlfühlen – das hat mit der eigenen Haltung und mit der Gestaltung des Abends zu tun. Wichtig ist, von den Gästen her zu denken. Eine freundliche, zugewandte Haltung ist die Grundlage für einen fröhlichen gemeinsamen Abend.

Mögliche Abendgestaltung

Nun geht es darum, den Abend gemeinsam vorzubereiten. Praktisch und effektiv ist es, wenn ihr die Kinder in verschiedene Interessen-Gruppen aufteilt. Wenn möglich sollte jeweils ein Mitarbeitender dabei sein. Mögliche Gruppen:

Einladung und Willkommens-Plakat gestalten: Dafür könnt ihr eine große Einladung an die gesamte Gast-Jungschar schreiben und/ oder die einzelnen Kinder persönlich einladen.

Spiele: eine Gruppe kümmert sich um Spiele. Wenn zwei sich mehr oder weniger fremde Gruppen das erste Mal treffen, sind oft ein Kennenlern-Spiel und ein Eisbrecher-Spiel hilfreich. Ihr könnt auch einen ganzen Spiele-Block einbauen, z.B. mit Kooperations- oder Staffel-Spielen, mit einer Haus-Rallye o.ä. Ideen findet ihr weiter unten im Artikel. Überlegt mit den Kindern gemeinsam, was ihnen Spaß machen würde. Habt eigene Ideen in der Hinterhand, lasst euch aber auch auf (sinnvolle) Ideen der Kinder ein.

Überlegt euch eine biblische Geschichte, die gut zu diesem Abend passt und die sich als Anspiel umsetzen lässt (z.B. das Gleichnis vom großen Festmahl, die Hochzeit in Kana oder auch die vier Freunde und der Gelähmte). Erarbeitet und übt mit den Kindern dieser Kleingruppe ein Anspiel zu der entsprechenden Geschichte.

Vielleicht soll es etwas zu Knabbern oder Essen geben? Eine Gruppe kann dafür etwas vorbereiten. Ideen dazu siehe weiter unten.

Spiel-Ideen

Kennenlern-Spiel: Alt bekannt und doch etwas anders – das Wollknäuel-Spiel. Ihr werft einen Ball kreuz und quer durch den Kreis, jeder muss den Ball einmal bekommen. 1. Runde: derjenige, der fängt, nennt seinen Namen 2. Runde: ihr werft in derselben Reihenfolge, wie in der ersten Runde, nur nennt jetzt der Werfer den Namen dessen, dem er zu wirft 3. Runde läuft gleich ab, wie die erste Runde, nur wird jetzt die Zeit gestoppt Danach folgen so viele Runden, wir ihr Lust habt und jedesmal versucht ihr die vorherige Zeit zu toppen. Vorsicht: ein Spiel sollte man beenden, so lange es noch Spaß macht!

Eisbrecher: Die Stühle stehen in einer Reihe, alle stehen auf den Stühlen. Jetzt müssen sich die Spiel-Teilnehmer ohne Sprache auf den Stühlen sortieren ohne den Boden zu berühren: nach Größe, Geburtsmonat, Anfangsbuchstabe,… erschwert wird es, weil jeder einen gefüllten Wasserbecher in der Hand hält.

Halli-Galli: Ihr braucht viele bekannte Brettspiele, z.B. Memory, Mensch ärgere dich nicht, Jenga, Mikado, Domino,… So viele Tische, wie ihr Spiele habt, stehen im Kreis. Die Spiele sind auf den Tischen verteilt. An jedem Tisch sitzen zwei oder vier Kinder, innen im Kreis eure Jungscharler, außen die Gäste. Auf ein Startsignal spielen die Spielpartner an den Tischen ihr jeweiliges Spiel. Nach fünf bis sieben Minuten gebt ihr wieder ein Signal. Alle lassen ihr Spiel so liegen, wie es gerade stand. Dann wechseln die Spieler den Tisch: innen geht es in die eine Richtung, außen in die andere. So wechseln sowohl Spiel als auch Spielpartner. Jetzt spielen sie wieder 5-7 Min das nächste Spiel und zwar starten sie so, wie die Spieler davor es hinterlassen haben. Das spielt ihr entweder so lange, bis eine bestimmte Zeit vorbei ist oder bis jeder bei jedem Spiel war.

3-Bein-Rallye: Im Haus habt ihr mehrere Stationen. Jede Station symbolisiert eine andere deutsche Stadt oder einen anderen bekannten Ort eurer Stadt, … An der Station steht ein Korb mit Kärtchen auf denen diese Stadt, … steht. An der Basisstation steht ein Korb mit vielen Kärtchen sämtlicher Stationen. Immer zwei Kinder gehen zusammen (ein Gast und ein Gastgeber). Sie stellen sich nebeneinander und binden die beiden Beine, die beieinander stehen zusammen = sie sind aneinander gebunden und haben zusammen nur noch drei Beine. Jedes 2er Team bekommt einen Becher, den sie im Gruppenraum platzieren. Jetzt ziehen sie ein Kärtchen, suchen die Station mit dieser Stadt, nehmen sich dort ein Kärtchen mit, zeigen an der Basisstation ihre passenden Kärtchen vor und tauschen sie gegen zwei Bonbons, … , die sie in ihrem Becher sammeln. Dann ziehen sie ein neues Kärtchen und los geht die Suche. Dieses Spiel kann beliebig lange gespielt werden.

Rezepte

Hefekugeln: 500g Mehl, 1 Päckchen Trockenhefe, 1/8l lauwarme Milch, 100g Zucker, 5 Esslöffel Speise-Öl, 150g Quark, Füllung: Schokolade, kleingeschnittene Äpfel, evtl Hagelzucker Die Teigzutaten zu einem Hefeteig verarbeiten. Diesen vor der weiteren Verarbeitung gehen lassen oder nachher die Kugeln, je nach Zeit. Aus dem Teig 10-15 Kugeln formen. In jede Kugel ein Stück Schokolade oder kleingeschnittene Apfelstücke oder…. stecken und den Teig gut darum herum schließen. Die Teigkugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech mit etwas Abstand setzen, evtl mit Hagelzucker bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca 20 Min backen.

Käse-Gebäck: 200g Mehl, 50g geriebener Käse, 1/2 Teelöffel Backpulver, Kräutersalz, 1/2 Becher Kräuter Creme fraiche, 125g Margarine, evtl Wasser, zum Verzieren: Wasser, Mohn, Sesam, Sonnenblumenkerne,… Aus den Teigzutaten einen Mürbteig herstellen. Den Mürbteig mit der Teigrolle ausrollen und mit Ausstecherformen Kekse ausstechen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Kekse könnt ihr mit Milch oder Wasser bestreichen und mit Mohn, Sesam, Sonnenblumenkerne oder Paprikapulver bestreuen. Die Kekse werden im vorgeheizten Backofen bei 180°c ca 10 Min gebacken.

Süße Kekse: 250g Mehl, 80g Zucker, 2 Esslöffel Apfelsaft, 150g Margarine, für die Füllung: Schokocreme, Marmelade Aus den Teigzutaten einen Mürbteig herstellen. Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten diesen weiter zu verarbeiten: Schnecken – dazu den Teig in zwei gleich große Stücke teilen. Die Teigteile jeweils auf einer sauberen mit Mehl bestreuten Fläche ausrollen, auf ca 17cmx35cm. Dann den ausgerollten Teig mit Marmelade oder Schokocreme bestreichen. Nun wird der Teig von der langen Seite her aufgerollt. Mit einem scharfen Messer schneidet ihr Scheiben = Schnecken ab und legt diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Aus einer Rolle bekommt ihr ca 30 Schnecken-Kekse (insgesamt also ca 60 Schnecken-Kekse). Kugeln – Ihr könnt auch aus dem Teig Walnuss-große Kugeln formen. Diese legt ihr auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. In die Kugeln drückt ihr mit dem Stiel eines Teelöffels Löcher hinein (nicht bis zum Boden!) und füllt die Löcher mit Marmelade, Schokostückchen,… Beide Kekseformen werden im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 10-12 Min gebacken.

1. Vorbemerkungen

Christlich sozialisierte Teenager merken früh, dass christliche Mission im Gemeindekontext wichtig ist, aber in der Schule und öffentlichen Leben kritisch hinterfragt wird. Diese Einheit soll Teenagern Klarheit über mögliche Gründe der Ablehnung geben und wie sie damit umgehen können.

2. Zielgedanke

Die Teenager setzen sich mit dem Thema christliche Mission auseinander und lernen, 1., dass Mission Teil des christlichen Glaubens ist, 2. Christliche Mission aus verschiedenen Gründen angefochten war und ist und 3., welche Maßstäbe für heutige Mission wichtig sind. Ziel ist es, für christliche Mission zu begeistern und Kritik an Mission einzuordnen.

3. Einstieg

Fragen:

  • Wer kennt von euch eine Missionarin bzw. einen Missionar persönlich?
  • Hast du schon mal überlegt, den Beruf des Missionars zu erlernen? Warum oder warum nicht?
  • Hier kann eine erste Diskussion darüber stattfinden, was an dem Beruf Missionar attraktiv oder unattraktiv ist. Welches Bild haben die Teenager von Mission?

Mini-Missionslexikon

  • Missionar: Eine Person, die von einer Kirche in ein anderes Land geschickt wird, um dort die christliche Mission zu unterstützen. Normalerweise wird ein Missionar theologisch ausgebildet, damit er das Evangelium kultursensibel und relevant weitergeben kann.
  • Mission und Beruf: Mission kann in jedem Beruf ausgeübt werden. Nicht selten sind Ingenieure, Professoren, Ärzte, Lehrer oder Handwerker dabei.
  • Missionsgesellschaften: Eine Organisation, bei dem die Missionarin, bzw. der Missionar angestellt ist und die vor Ort die Arbeit organisiert.
  • Missionspartnerschaft: Heute findet Mission in alle Richtungen statt. Afrikaner kommen nach Deutschland, Deutsche gehen nach Asien und Asiaten gehen nach Amerika. So können alle voneinander lernen, denn Glaube wird in jeder Kultur noch mal anders erlebt.

Die Begriffe werden auf Kärtchen geschrieben und in die Mitte gelegt. Die Gruppe überlegt gemeinsam, was ihr dazu einfällt. Zum Schluss wird die Antwort vorgelesen. An dieser Stelle wäre es gut, den Begriff „christliche Mission“ noch einmal zu erklären, für die Teenager, die das vielleicht so noch nicht kennen. Mission ist das Weitergeben einer guten Botschaft, jemanden entsenden, losschicken, um diese weiterzugeben. Im christlichen Glauben geht es um das Weitergeben von der guten Nachricht von Jesus.

4. Hauptteil

Input und Diskussion

Christliche Mission ist so alt wie der christliche Glaube. Christlicher Glaube ist ohne christliche Mission undenkbar. Dennoch: Christliche Mission war immer angefochten. Welche Gründe kann es dafür geben?

Als Erstes können die Teilnehmer mögliche Gründe dafür angeben, warum christliche Mission oftmals abgelehnt wird. Anschließend können folgende Gründe auf einer Karte aufgeschrieben (noch ohne Bewertung) und erläutert werden, welche Gründe zur Ablehnung christlicher Mission berechtigt sind und welche nicht.

4.1 Mission mit Gewalt und Zwang (Mittelalter und Kolonialisierung)

Nach anfänglicher Verfolgung der Christen wurde das Christentum die Staatsreligion im Römischen Reich. Mit der Expansion des Reiches wurde auch der christliche Glaube weitergetragen. Nicht immer mit friedlichen Mitteln. Auch in der Kolonialzeit ging manchmal (nicht immer!!!) die kriegerische Eroberung anderer Kontinente (Nordamerika, Südamerika, Afrika …) und Missionierung bzw. Christianisierung mit Gewalt, Zwang, Intoleranz, Manipulation und Überlegenheitsgefühl einher.

4.2 Reis-Christen

Heutzutage spricht man von Reis-Christen als Folge von Mission. Es sind Menschen in Armut, die Christen werden, weil ihnen dafür etwas versprochen wurde, z. B., dass sie dann Reis bekommen (daher der Name Reis-Christen) oder Hilfe anderer Art erwarten können. So bekommen z. B. Leute, die in den Gottesdienst kommen Hilfe, die anderen aber verweigert wird. So versucht man die Anzahl der Gottesdienstteilnehmer oder bekehrter Christen zu erhöhen.

Ein Beispiel aus Kambodscha (2006): Christliche Missionare eröffnen in dem armen Land eine Gesundheitsstation. Weil aber so viele Menschen dort Hilfe bekommen wollen, machen sie eine Bedingung: Sie behandeln nur Christen. Das heißt, dass jeder, der Christ wird, hier Hilfe erfahren kann. Ein Mann hatte eine Augenkrankheit und musste einen Arzt aufsuchen. In der Gesundheitsstation wurde er nicht behandelt, weil er Buddhist war. So entschloss er sich schnell Christ zu werden (für den Aufenthalt in der Gesundheitsstation), dafür bekam er die Hilfe und ging (als Buddhist) wieder nach Hause.

Diskutiert das Beispiel: Warum ist das Missionsbeispiel problematisch? Ist es korrekt, wenn Menschen durch Lockmittel oder mit Zwang bzw. Manipulation für den Glauben geworben werden?

4.3 Christliche Mission hat das Verhalten der Leute und die Wirtschaftslage verändert

Beispiel: Apostelgeschichte 19,23-25

Welche Auswirkungen hatte christliche Mission auf die Gesellschaft und warum entstand dagegen Widerstand?

4.4 Machtpolitische Gründe (Phil 2,10-11; Apg 5,29)

Paulus spricht davon, dass Jesus König und Herr ist (Phil 2,10-11). Damit hinterfragt er natürlich den machtpolitischen Anspruch des Kaisers, der sich selbst als Gott anbeten ließ und absolute Macht beanspruchte. Dahinter war der Anspruch, dass der Mensch Gott mehr gehorchen sollte als den Menschen (Apg 5,29).

4.5 Christliche Mission entstammte aus christlicher Nächstenliebe

Es gab zu Zeiten des Römischen Reiches Epidemien, die einen Großteil der Bevölkerung ausrotteten. Christen setzten sich für die Kranken ein, mit dem Risiko, selbst angesteckt zu werden. Das führte dazu, dass viele Menschen den diakonischen Einsatz der Christen bewunderten und selbst Christen wurden. Das gefiel römischen Kaisern nicht, die den christlichen Einfluss eindämmen wollten.

4.6 Mission zerstört Kultur

(s. Anmerkung unter Mission Respekt)

  • Ist christliche Mission damit überflüssig geworden? Was denkt ihr?
    • Christliche Mission ist überflüssig, denn jeder soll seiner eigenen Religion folgen.
    • Mission ist wichtig, weil Gott alle Menschen geschaffen hat und alle liebt. Aber Mission muss auch christlich sein und darf keine Gewalt, Manipulation, oder Lockmittel einsetzen.
    • Mission ist wichtig, egal wie sie praktiziert wird. Hauptsache, Menschen werden Christen.
  • Diskussion: Welcher Bewertung schließen sich die Teilnehmer ein? Warum?

Missionsexperten haben sich zusammengesetzt und einige Kriterien erstellt, die für christliche Mission gelten sollen. Verkürzt und vereinfacht werden folgende drei Punkte genannt:

  1. Christliches Zeugnis ist wichtig. Jeder darf seinen Glauben bekennen und mit anderen teilen. Christliche Mission lebt den Glauben vor und lädt zum Glauben ein.
  2. Mission Respekt: Jeder Mensch verdient es, respektvoll behandelt zu werden und in Freiheit seine Kultur und Religion zu praktizieren. Christliche Mission muss das Recht beachten. Dennoch ist Kultur und Religion nicht nur gut: Die Benachteiligung bestimmter Menschengruppen (z. B. Kastenwesen, Frauen …) oder die Ausbeutung von Menschen in extremer Armut kann Teil einer Kultur werden.
  3. Christliche Mission vorbehaltlos und bedingungslos: Christliche Mission setzt sich wie Jesus unabhängig von Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Kaste oder sozialem Status für die Armen und Schwachen, sozial Benachteiligten und Ausgeschlossenen ein und zeigt ihnen, dass Gott sie nicht vergessen hat.

Diskutiert diese Punkte miteinander. Inwiefern würden diese Punkte berechtigte Kritik an christlicher Mission aufnehmen?

5. Abschluss

Jeder Teilnehmer vervollständigt die folgenden Sätze (evtl. auf einer Karte aufschreiben). Schreibt einen Punkt auf, den ihr für wichtig haltet.

  1. Christliche Mission ist wichtig, weil ____________________
  2. Dabei sollte christliche Mission darauf achten ____________________ (was sollte christliche Mission nicht tun?)

Ergänzende Aktion: Kennst du eine Missionarin/einen Missionar? Ladet sie oder ihn in eure Gruppe ein und löchert sie mit euren Fragen zum Beruf Missionar und wie sie bzw. er mit den Widerständen in der christlichen Mission umgeht. Welche positiven oder auch negative Gründe hat sie/er erlebt und wie geht sie bzw. er damit um.

Ablauf der längeren Version (ca. 130 Minuten)

Element 1 Abschalten, Bilder kommen lassen, Ankommen für das Bibliorama (ca. 8 Minuten)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchen sich eine gemütliche Ecke/eine bequeme Sitz- oder Liegeposition. Die Jugendlichen schließen die Augen und lassen die Bilder des vergangenen Tages/der vergangenen Woche vor ihrem inneren Auge Revue passieren. Währenddessen erklingt eine meditative Musik. Nach einigen Minuten werden sie von der Mitarbeiterin/vom Mitarbeiter aufgefordert, eines dieser inneren Bilder festzuhalten. Anschließend setzen sich immer zwei Jugendliche zusammen und erzählen sich von ihrem „Bild“ und von dem Erlebnis, welches hinter diesem Bild steht. Wenn die Zeit eher kurz bemessen ist, ist es auch möglich, das gegenseitige Erzählen wegzulassen.

Element 2 Text hören (ca. 5 Minuten)

Noch einmal machen es sich die Teilnehmenden bequem, schließen die Augen und hören auf den Bibeltext, der nun von der Mitarbeiterin/vom Mitarbeiter zweimal langsam vorgelesen wird. Vor dem inneren Auge soll der Text lebendig werden. Die Hörenden sollen sich ausmalen, wie die Personen des Textes ausgesehen haben: ihre Mimik, Körperhaltung, die Umgebung, Ablauf des Geschehens.

Element 3 Tagebucheintrag (ca. 5 Minuten)

Nun erhalten alle Teilnehmenden ein „Tagebuch“. In das Tagebuch sollen die Bilder eingetragen werden, die man sich besonders gut vorstellen konnte und was spontan und was den Betreffenden jetzt in diesem Moment zum Bibeltext einfällt. Keine Nacherzählung, sondern ein Meinungsbild zum Text sowie die Bilder, die hier und heute persönlich wichtig waren. Im Hintergrund läuft leise meditative Musik.

Element 4 Gehen im Raum mit Leitungsimpulsen (ca. 5 Minuten)

Die Jugendlichen bewegen sich zu etwas lebhafterer Musik (ohne Text) im Raum. Nun erfolgen Impulse durch die Mitarbeiterin/den Mitarbeiter: gehe „normal“ durch den Raum – drücke in deiner Gangart, Körperhaltung und Mimik Traurigkeit aus (aber jede/r ganz für sich) – nachdenklich stehen bleiben – losgehen und aufbrechen, zuerst langsam, dann schneller gehen, ein interessantes Ziel liegt vor dir – Erschrecken mit Körperhaltung und Mimik ausdrücken – zuerst erschrecken, dann schnell zu einem bestimmten Punkt laufen – beruhigend nach links und rechts schauen, beschwichtigend mit den Händen gestikulieren, dabei langsam weitergehen – eine bestimmte Person zuerst mit den Augen fixieren, dann schnell auf diese Person zugehen – vor der Person stehen bleiben, genau anschauen, dann wieder abwenden und zurückgehen – dies mehrmals hintereinander mit verschiedenen Personen machen… – zuletzt wieder eine bestimmte Person fixieren, auf sie zugehen, genau anschauen, dann umarmen – jubelnd und beschwingt weiterlaufen, hüpfen, freuen (langsam dann die Musik ausblenden)

Element 5 Text bearbeiten (ca. 5-7 Minuten)

Nun erhalten alle den Bibeltext (hochkopiert auf DIN A3-Größe) und viele verschiedene Farbstifte oder Wachsfarben. Jede/r kann nun den Bibeltext bunt bearbeiten: Fragezeichen oder Ausrufezeichen in den Text malen, bestimmte Worte oder Sätze hervorheben, Strichmännchen in oder neben den Text zeichnen, farblich jeweils die Stimungen des Textes/der Personen hervorheben, etc. Dadurch vertiefen sich die Jugendlichen in den Text und der Text wird zum „eigenen Text“.

Element 6 Handlungsworte heraussuchen (ca. 5-7 Minuten)

Mit einem Stift sollen nun alle Handlungsworte in dem Text umkreist werden und jede/r sucht sich für sich ein Handlungswort heraus, das sie/ihn jetzt im Moment am meisten anspricht.

Element 7 Wort gestalten (ca. 10 Minuten)

Auf einem DIN A3-Blatt (alternativ: Plakat) haben die Einzelnen nun die Möglichkeit, „ihr“ Handlungswort zu gestalten. Dazu werden Wachsmalfarben benutzt. Das Wort kann als Bild gestaltet werden, es ist aber auch möglich, das betreffende Wort in einer angemessenen Farbe, Schriftart oder in unterschiedlichen Größen zu schreiben (z.B. könnte „Angst“ ganz klein, zittrig und schwarz umrandet in eine Ecke geschrieben werden, „warm“ mit vielen warmen Farben und fließenden Formen…).

Element 8 Bibeltext auslegen (ca. 7-10 Minuten)

In der Raummitte wird viel Platz geschaffen, alle setzen sich mit ihrem gestalteten Wort um die noch leere Mitte im Kreis. Die Mitarbeiterin/derMitarbeiter liest noch einmal langsam den Bibeltext vor. Wenn das Wort, das gestaltet wurde, genannt wird, wird das gestaltete Blatt von der betreffenden Person in die Mitte gelegt. Bewusst einen Platz wählen, der zum Wort passt (z.B. eher an den Rand des Kreises, oder genau in die Mitte, oder neben ein anderes Wort, auf das es Bezug nimmt, erhöht auf einen Stuhl, o.ä.). Wichtig ist, dass die Worte nicht ausschließlich in der Reihenfolge abgelegt werden, sondern dass sie bewusst in Beziehung zu dem Platz und den anderen Worten gesetzt werden. So geschieht eine eindrückliche Textauslegung der besonderen Art…Danach Zeit lassen, damit alle sich die ausgelegten Wörter anschauen können.

Element 9 Worte finden sich (ca. 10 Minuten)

Immer 3-5 Personen (je nach Gesamtgruppengröße) bilden eine Kleingruppe. Die Kleingruppen finden sich dadurch, dass sich die Einzelnen mit denjenigen zusammenfinden, deren Bild besonders interessiert. Sinnvoll ist, wenn sich Personen mit unterschiedlichen Worten zusammenfinden. In der Kleingruppe berichten die Einzelnen nun, warum sie gerade dieses Wort angesprochen hat, was sie damit verbindet und warum sie es gerade so gestaltet haben. Die anderen können gerne nachfragen. Im Hintergrund läuft leise Musik, damit niemand das Gefühl hat, die anderen Gruppen hören der Erzählung in der eigenen Kleingruppe zu.

Element 10 Tagebuch (ca. 5 Minuten)

Der bearbeitete Bibeltext wird ins Tagebuch eingeklebt. Danach bekommen die Jugendlichen kurz Zeit, um mit wenigen Sätzen aufzuschreiben, warum gerade dieses Wort gewählt wurde. Das gestaltete Wort wird ebenfalls eingeklebt.

Element 11 Bewegungseinheit erarbeiten (ca. 10-12 Minuten)

Nun überlegen die Einzelnen, wie sie ihr Wort in einer kurzen Bewegung darstellen könnten. Anschließend stellen die Teilnehmenden ihre Bewegung in der Kleingruppe vor. Diese gibt Tipps, wie die Bewegung evtl. noch klarer darzustellen wäre. Nun werden die einzelnen Bewegungen der Kleingruppe zu einer Bewegungseinheit zusammengebaut: eine Bewegung geht in die nächste über, so, dass es einen fließenden Übergang gibt –auch vom Sinn passend (passt auf jeden Fall, schließlich sind alle „Handlungs-Bewegungen“ aus dem gleichen Bibeltext…). Alle Mitglieder einer Kleingruppe stellen sich in eine Reihe nebeneinander. Der/die erste Jugendliche beginnt mit der ersten Bewegung (z.B. suchend hin- und herschauen), dann wird diese Bewegung „eingefroren“, die zweite Person schließt ihre Bewegung an (z.B. etwas entdecken und aufspringen), diese wird wieder eingefroren, etc. Impuls an die Kleingruppen: überlegt euch, was ihr darstellen wollt – worauf kommt es euch an? Anschließend treffen sich die Kleingruppen im Plenum. Jede Kleinruppe führt den anderen ihre Bewegungseinheit vor und nennt die zugehörigen Handlungsworte aus dem Bibeltext. Gerade diese Phase ist sehr eindrücklich und hebt nochmals auf besondere Art und Weise die einzelnen Stellen des Bibeltextes auf ganz neue Weise hervor!

Element 12 Austausch über den Bibeltext (ca. 5 Minuten)

Anschließend wird der Bibeltext noch einmal vorgelesen. Danach wird im Plenum oder in den Kleingruppen noch einmal über den Bibeltext und die dargestellten Handlungsworte geredet. Was sagt mir der Text jetzt? Was ist mir in der näheren Auseinandersetzung mit dem Bibeltext aufgefallen? Welche Worte/Handlungen beschäftigen mich besonders?

Element 13 Tagebuch (ca. 5 Minuten)

Nun werden nochmals die Tagebücher gebraucht. Impulse für den Tagebucheintrag könnten sein (müssen nicht alle „bearbeitet“ werden, jede/r kann wählen, zu welchem Impuls sie/er etwas aufschreiben möchte):
Welche Handlungsworte aus dem Text sprechen mich besonders an?
Was ärgert mich an dem Text?
Was gefällt mir an dem Text?
Wo sehe ich Parallelen zu meinem Leben?
Was sagt mir der Text jetzt?

Element 14 Bemerkungen zum Text (ca. 5 Minuten)

Es folgen einige exegetische Anmerkungen zu dem Bibeltext, die von der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter vorgetragen werden. Wer möchte, kann sich Notizen im Tagebuch machen.

Geschehen vor 1.Sam. 16: Das Volk Israel hat manche Höhen und Tiefen erlebt. Sie wünschen sich einen König, weil auch alle Nachbarvölker einen solchen König haben. Saul wird von Gott ausgewählt und durch Samuel, der in Gottes Auftrag handelt, zum König über Israel gesalbt. Saul herrscht als König, doch mit der Zeit gehorcht er Gott nicht mehr. Samuel ist darüber traurig. Daran schließt der Text 1.Sam. 16 an.
Vers 1-3: Gott lenkt Samuels trauernden Blick in eine hoffnungsvolle Zukunft. Der neue Auftrag an Samuel eröffnet einen neuen Abschnitt in der Geschichte mit dem Volk Israel. Die Erwählung von David soll noch ein Geheimnis bleiben, seine offizielle Salbung vor dem Volk folgt erst viel später. Damit die Salbung verborgen bleibt – vor allem vor Saul – bildet ein Opferfest einen unverfänglichen Anlass.
Vers 4-5: Da die Propheten Israels oft Unheil vorherzusagen hatten, fragen die Ältesten ängstlich nach dem Grund seines Kommens.
Vers 6-7: Die Söhne Isais werden vorgeführt, bevor man sich zum Opfermahl setzt. Da Eliab sehr groß ist, erinnert er an Saul (vgl. 9,2; 10,23). Aber Gottes Wahl folgt einem anderen Maßstab. Das Herz ist die unsichtbare Mitte des Menschen, der Ort, wo er sich für oder gegen Gott entscheidet.
Vers 8-13: David ist gar nicht da. Einer, an den keiner gedacht hat, ist der Erwählte. Auch wenn Gott das Herz ansieht, muss es nicht heißen, dass seine auserwählten Menschen nicht auch optisch etwas hermachen – aber es ist für Gott nicht die Voraussetzung, er lässt sich dadurch nicht beeindrucken oder blenden, wie es bei uns Menschen oft geschieht. David wird als Gesalbter Gottes dauerhaft zum Träger des Geistes Gottes (vgl. 2.Sam. 23,2) – so, wie es dann noch im gesteigerten Sinne von dem Davidsnachkommen Jesus gesagt wird (Mk 1, 10;Lk 4, 1; 14, 18). Nachdem Samuel seinen Auftrag erfüllt hat, geht er wieder. Immer wieder geht es in diesem Text um das Sehen, um die Wahrnehmung. Samuel hat zuerst immer noch Saul vor Augen. Dann werden ihm die optisch vor Kraft strotzenden und schönen älteren Söhne Isais vorgeführt. Sie symbolisieren Macht und Stärke – das, was man sich von einem künftigen König wünscht. Samuel (und wir auch!) hätte bestimmt einen dieser Männer ausgewählt. Gott hat aber eine andere Wahrnehmung. Er macht uns vor, was wirklich zählt. Er kennt jeden Menschen. Sein Blick fällt auf einen einfachen Hirtenjungen. Wie schwierig ist oft die richtige Deutung dessen, was vor Augen ist. Und doch wäre manches zu erkennen, wenn wir genauer hinschauten und uns nicht nur vom Äußeren blenden ließen.

Element 15 Fragen- und Meinungskörbchen (ca. 5-10 Minuten)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen eine Karteikarte und notieren darauf eine Meinung oder eine Frage zum Bibeltext, die sie jetzt gerade bewegt. Je nach Gesamtgruppengröße werden alle Kärtchen der Reihe nach gezogen und Antworten gesucht oder Meinungen darüber ausgetauscht. Bei größeren Gruppen ist es sinnvoll an dieser Stelle wieder Kleingruppen zu bilden. Ähnliche Kärtchen werden zusammen genommen. Es ist eine sehr interessante Runde, sie sollte aber nicht extrem in die Länge gezogen werden. Wer möchte, kann sich wiederum Notizen im eigenen Tagebuch machen. Wichtig sollte aber das Gespräch und der Austausch sein, nicht ein stures Mitschreiben wie in der Schule…

Element 16 Die verschiedenen Rollen in mir selbst suchen (ca. 5-7 Minuten)

Der Bibeltext wird nochmals gelesen. Dabei wird besonders auf die Personen geachtet, die evtl. mit einer besonderen Farbe markiert werden. Anschließend suchen die Teilnehmenden die verschiedenen Rollen in sich selbst (evtl. Notizen im Tagebuch machen).

Als Anregung: Bei Samuel: wo habe ich um altes getrauert und Gott öffnete mir den Blick für neues? Bei der Auswahlszene: wann habe ich ein Auswählen erlebt (Schule/Beruf/Partnerschaft/Geschwister…)? In welcher Rolle war ich? Wie habe ich mich gefühlt, wenn ich nicht gewählt wurde, wie, als ich ausgewählt wurde? In welchen Situationen geht es auch mir so, dass ich nur das sehe, was „vor Augen ist“? Wann war es für mich wichtig, einen neuen Aufbruch gewagt zu haben? Und wann war es wichtig, ein „Eliab“ zu sein, der in der alten Umgebung bleibt und auch dort wirkt und wichtig ist? Wie kann ich merken, was jeweils für mich richtig ist? Was hilft mir dabei?

Diese Impulse sind auf Tageslichtprojektor oder Flip Chart nachzulesen. Jeder hat wieder sein Tagebuch zur Hand und macht sich Notizen zu seinen Gedanken. Wichtig: Genügend Zeit lassen!!

Element 17 Austauschrunde – was mich bewegt (ca. 10 Minuten)

Da es in dieser Phase sehr tief gehen kann, sollten nun die Kleingruppen selbst gewählt werden können. Nun wird sich über die letzte Phase ausgetauscht. Mögliche Fragestellungen: Was beschäftigt mich gerade besonders von den Impulsen? In welcher Rolle/welchen Rollen habe ich mich wiedergefunden, was hat mich am meisten bewegt? Was sagt mir der Bibeltext dazu?

Element 18 Brief an mich (ca. 7 Minuten):

Jede/r nimmt zum Abschluss noch einmal das Tagebuch und stellt sich vor, dass Gott selbst einen Brief an sie/ihn persönlich schreibt (so auch ins Tagebuch formulieren: Liebe/r XY, Dich bewegt im Moment …. Ich möchte Dir … Eine Hilfe ist, sich vorzustellen, was Gott mir im Moment zusprechen würde).

Element 19 Abschluss (ca. 2 Minuten)

Zum Abschluss treffen sich alle noch einmal im Plenum. Die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter spricht der Gruppe einen Segen zu und schenkt allen zur Erinnerung die Jahreslosung, die im neu erarbeiteten und sehr persönlich gewordenen Zusammenhang nun eine ganz neue Bedeutung und Tiefe gewonnen hat. Das Tagebuch dürfen alle als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Als Anregung für die Jugendlichen: Das Tagebuch zu Hause für sich alleine weiterführen (Bilder malen, Texte schreiben, aufschreiben, was bewegt,… Eine besondere Hilfe wäre es, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter bereits eine kleine Auswahl an Texten erstellt hat, welche dann von den Jugendlichen mitgenommen werden können.

Anmerkungen

Je nach Gruppengröße, Vertrautheit untereinander und Offenheit/Redelust der Jugendlichen, kann die Dauer der einzelnen Einheiten sehr unterschiedlich ausfallen. Die Zeitangaben sind daher nur Richtwerte und sind je nach Gruppe zu überprüfen. Um eine kleine Hilfe zu geben, stellen wir in Kurzform einen Vorschlag für einen kürzeren Abend vor (ca. 90 Minuten). Bibliodrama ist eine Form der intensiven persönlichen Bibelbegegnung. Ich befasse mich nicht nur kognitiv mit einem Bibeltext, sondern setze mich sehr persönlich damit auseinander und versuche, herauszufinden, wo ich mich selbst im Text wieder finde. Dies kann sehr in die Tiefe gehen und muss berücksichtigt werden.

Es ist sinnvoll, wenn nicht nur eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter diesen Abend gestaltet. Falls eine Teilnehmerin/ein Teilnehmer besonders berührt werden sollte, kann hier durch Gespräch und Begleitung vieles aufgefangen werden. Aber keine Angst, die einzelnen Formen sind so ausgewählt, dass man nicht psychologisch geschult sein muss… Nur Mut, was kann es schöneres geben, als dass Bibeltexte neu entdeckt und persönlich relevant werden!!

Ablauf kürzere Version (ca. 90 Minuten):

• Text hören

• Tagebuch

• Gehen im Raum mit Spielleiterimpulsen

• Handlungsworte heraussuchen

• Wort gestalten

• Bibeltext auslegen

• Worte finden sich

• Bewegungseinheit erarbeiten

• Tagebuch

• Austausch über den Bibeltext

• Bemerkungen zum Text

• Brief an mich

• Abschluss

Zielgedanke 

Jesus lebt uns vor, wie wir mit unseren Feinden umgehen sollen. Er tut allen Menschen Gutes.

Merkvers    

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Römer 12,21; Luther84

Situation der Jungscharler      

Jeder Jungscharler wird schon Streit erlebt haben, in der Schulklasse, zuhause oder in der Jungschar. Vielleicht gibt es sogar Kinder, die gemobbt werden und dadurch wirklich „Feinde“ haben. Andere fühlen sich in der Gruppe stark und ärgern jüngere oder schwächere Kinder.
Kinder im Jungscharalter können Ungerechtigkeit nicht akzeptieren. Sie erkennen, dass Jesus Unrecht getan wird und können nachvollziehen, dass der Jünger sein Schwert zieht und dem Knecht des Hohenpriesters ein Ohr abschlägt.
Am Beispiel von Jesus können wir sehen, dass er selbst in den schwersten Momenten seines Lebens sich um die kümmert, die ihm Böses antun wollen. Die Kinder werden sich kaum vorstellen können, dass das heute noch so möglich ist. Dafür brauchen sie Beispiele aus dem heutigen Leben!

Erklärungen zum Text   

Die Geschichte steht im Zusammenhang vom Leiden, Sterben und der Auferstehung von Jesus. Jesus und seine Jünger haben das Abendmahl zu sich genommen. Judas war bei den Hohenpriestern, um mit ihnen zu beraten, wie sie Jesus gefangen nehmen könnten. Inzwischen ist Jesus mit den verbliebenen Elf im Garten Gethsemane angekommen. Er hat seinen Vater im Himmel darum gebeten, „dass der Kelch an ihm vorübergehen soll“, ist aber bereit, den Weg zu gehen.
Alle vier Evangelien berichten mit leicht unterschiedlichen Schwerpunkten über die Geschichte: Lukas, der Arzt, erwähnt die Heilung des Knechts, Matthäus berichtet über ein kurzes Gespräch zwischen Jesus und Judas und Johannes erwähnt, dass es Petrus war, der dem Knecht Malchus das Ohr abhieb.
Anschließend wird Jesus abgeführt und zum Verhör vor den Hohen Rat gebracht.

V.43: Jesus spricht mit seinen Jüngern, als eine Gruppe von bewaffneten Hohenpriestern, Schriftgelehrten und Ältesten zu ihnen kommt.

V.44-47: Judas hatte vereinbart, dass sie den gefangen nehmen sollten, den er küsst. Das geschieht und die Soldaten nehmen Jesus gefangen. Einer der Jünger schlägt einem Knecht des Hohenpriesters mit seinem Schwert ein Ohr ab.

V.48.49: Jesus nutzt die Gelegenheit, um ein paar Worte an die Anwesenden zu richten. Voller Liebe stellt er die Frage, warum er nicht einfach im Tempel ergriffen worden ist, wo er öffentlich gelehrt hat, sondern in dieser Nacht-und-Nebel-Aktion?

V.50-52: Alle Jünger laufen weg. Allerdings gibt es einen jungen Mann, der versucht, Jesus zu folgen. Er wird aber bemerkt und kann sich noch in Sicherheit bringen.

Personen
Hohepriester, Schriftgelehrte, Älteste: Die drei Fraktionen des Hohenrates haben den Einfluss von Jesus nicht mehr ausgehalten und wollen ihn beseitigen. Auch wenn eigentlich die Römer die Machthaber im Land sind, sind die Einheimischen berechtigt, Verbrechen selbst zu verfolgen.
Judas: Er war für die Finanzen der Jünger zuständig, als sie im Land umherzogen. Seine Motive für den Verrat werden nicht genannt – aber die Reue, als er erkennt, welche Folgen es hatte, dass er Jesus ausgeliefert hat.
Der junge Mann: Seine fehlende Unterkleidung lässt darauf schließen, dass er in der Nähe geschlafen hat, durch den Lärm aufgeschreckt wurde und die Geschichte beobachtet hat. Aus irgendeinem Grund war er so beeindruckt, dass er Jesus nachlief.

Begriffe
Kuss zum Verrat: Die Verhaftung Jesu sollte kein Aufsehen erregen. Der Kuss war damals eine übliche Form der Begrüßung.

Treffpunkt  

Judas begrüßt Jesus
In verschiedenen Ländern gibt es unterschiedliche Begrüßungsrituale. Die Kinder müssen Kärtchen, auf denen das Ritual beschrieben ist, den jeweiligen Ländern zuordnen:

  • Handinnenflächen vor der Brust zusammenlegen und sich leicht verbeugen – Indien
  • Leichte Verbeugung – Japan
  • Köpfe zusammenhalten und sich beschnuppern – Neuseeland
  • Drei Küsse auf die linke, die rechte und wieder die linke Wange – Frankreich
  • Hände schütteln – Deutschland
  • Handkuss – Österreich
  • Hand zuerst auf das Herz und dann an den Kopf halten – Arabien

Jesus reagiert – Gefühle spiegeln
Die Kinder sind zu zweit an dieser Spielstation mit einem Mitarbeiter. Kind 1 schließt die Augen, Kind 2 sitzt dem Mitarbeiter gegenüber. Dieser zeigt pantomimisch ein Gefühl (Freude, Trauer, Schmerz, Wut, Enttäuschung, Überraschung, Liebe). Kind 1 darf die Augen öffnen und Kind 2 das Gefühl ebenfalls pantomimisch vorführen, das der Mitarbeiter gezeigt hat. Kind 2 rät, welches Gefühl dargestellt wurde.

Schrubberkampf
Ein Spielfeld wird abgesteckt. Die Kinder werden in gleich große Gruppen eingeteilt. Es wird 1 gegen 1 gespielt. Zwei Gruppen spielen gegeneinander. Bei mehr Gruppen kann man zwei oder mehr Spielfelder aufbauen. Stühle (oder Hockeytore) fungieren als Tore.
Für jedes Spielfeld werden zwei Besen oder Schrubber und ein Scheuerlappen benötigt. Jedes Spiel dauert zwei bis drei Minuten.
Zu Beginn wird der Lappen in die Feldmitte gelegt. Die Gegner stehen mit ihrem Schrubber vor ihrem Tor. Bei Anpfiff rennen sie mit dem Schrubber zum Lappen und versuchen, ihn durch Schieben ins gegnerische Tor zu befördern.
Alle Kinder aus Gruppe 1 spielen nacheinander gegen alle Kinder aus Gruppe 2. Bei mehreren Spielfeldern spielen am Ende die Gewinner das Finale (oder es gibt ein Finale Mitarbeiter gegen das beste Kind).
Das Spiel funktioniert auf Teppichböden nicht! Da könnte man die Kinder einzeln mit Hockeyschlägern und -bällen gegeneinander antreten lassen.

Es kommt zum Kampf 1
Zwei Personen spielen gegeneinander. Sie stehen sich gegenüber auf einem Bein und müssen sich aus dem Gleichgewicht bringen.

Es kommt zum Kampf 2
Zwei oder mehr Kinder spielen gegeneinander. Zwei Stühle stehen gegenüber. Mit Kinderschwertern (oder Kochlöffeln) muss ein Luftballon ins gegnerische Tor (unter den Stuhl) befördert werden.

Knackpunkt

Bevor die Geschichte losgeht, bekommen die Kinder die Aufgabe, in Gruppen Teile der Geschichte auf A3-Blätter zu zeichnen. Diese werden anschließend zur Illustration der Erzählung genutzt.
Gruppe 1: Zeichnet eine Szene, bei der Jesus mit seinen Jüngern (11 Personen) spricht. Im Hintergrund liegt ein schlafender junger Mann.
Gruppe 2: Zeichnet Judas und eine Gruppe von bewaffneten Soldaten.
Gruppe 3: Zeichnet Judas, der Jesus einen Kuss auf die Wange gibt.
Gruppe 4: Zeichnet einen Mann, der einem Soldaten ein Ohr abschlägt. (Für diese Szene kann auch das Bild im Anhang genutzt werden.
Gruppe 5: Zeichnet, wie der gefesselte Jesus mit den Soldaten spricht.
Gruppe 6: Zeichnet die flüchtenden Jünger.
Gruppe 7: Zeichnet die Gruppe Soldaten, die Jesus abführen, ihnen folgt im Abstand ein junger Mann.
Die Bilder werden eingesammelt, sortiert und dann der Reihe nach aufgehängt, während der Mitarbeiter die Geschichte aus der Perspektive des jungen Mannes erzählt.

Bild 1: Vor vielen Jahren habe ich etwas erlebt, was ich noch immer nicht ganz verstehe. Die Nacht war angenehm lau und ich hatte mir überlegt, im Garten Gethsemane zu übernachten. Ich legte mich dort unter einen Baum und war schon eingeschlafen, als plötzlich etwas Seltsames passierte. Eine Gruppe von Männern nähert sich meinem Schlafplatz. Einen davon erkenne ich sofort: Diesen Jesus hatte ich schon oft im Tempel predigen hören. Er erzählte immer so tolle Geschichten. Jetzt sind auch seine Freunde dabei. Da fängt Jesus an zu sprechen: „Meine Freunde, ich habe euch schon mehrmals gesagt, dass ich sterben werde. Wir müssen uns bereit machen. Der Verräter ist schon auf dem Weg hierher.“ Der Verräter? Wer sollte dieser Verräter sein? Und an wen würde er Jesus verraten?
Und wirklich, plötzlich nähert sich eine Gruppe von Männern. Ich war ganz froh, dass mich niemand beachtet hat.

Bild 2: Ich kauerte mich dichter an den Baum. Die ganze Situation wurde mir immer unheimlicher, denn ich sah, dass die Männer bewaffnet waren und Fackeln in der Hand hatten. Jesus hätte sicher die Möglichkeit gehabt abzuhauen und vermutlich hätten ihn die Soldaten nicht finden können, weil der Garten ziemlich unübersichtlich ist. Aber er bleibt ruhig stehen und wartet ab. Und seine Jünger stehen nur herum. Tut doch was! Seht ihr nicht, was hier passiert?

Bild 3: Nach einer Weile stehen sich beide Gruppen gegenüber. Und dann löst sich ein Mann aus der Gruppe der Soldaten. Ich hörte die Jünger flüstern: „Das ist ja Judas! Judas, was machst du denn hier?“ Und ich fragte mich auch: Was geht hier vor sich? Ich merkte, dass Judas Jesus kannte. Irgendwie schienen sie vertraut miteinander zu sein. Judas geht auf Jesus zu, sagt: „Meister, hier bist du“, umarmt ihn und küsst ihn auf die Wange. Das hat mich nicht gewundert, denn es ist bei uns eine ganz normale Begrüßung unter Männern. Und dann geht es so richtig los: Die Soldaten stürmen auf Jesus zu und nehmen ihn gefangen. Und wieder wehrt Jesus sich nicht. Hinterher habe ich erfahren, dass Judas den Soldaten vorher gesagt hatte: „Der, den ich begrüßen und küssen werde, das ist der, den ihr sucht.“ Das war das Erkennungszeichen.

Bild 4: Jesus schaut Judas ganz liebevoll an. Der hätte doch alle Macht gehabt, sich zu befreien und zu zeigen, wie stark er ist. Und wütend hätte er auf den Judas sein müssen. Aber nein.
Zum Glück reagierte einer der Jünger so, wie ich es mir vorgestellt habe. Er nahm sein Schwert und schlug einem der Soldaten ein Ohr ab. Das war doch nur gerecht, fand ich.
Doch Jesus lobt ihn nicht etwa, sondern heilt das Ohr des Mannes.

Bild 5: Dann stellt sich Jesus hin und spricht mit den Soldaten: „Warum nehmt ihr mich wie einen gewöhnlichen Verbrecher gefangen? Ich war doch täglich im Tempel und habe von Gott erzählt und ihr habt nichts getan. Aber so muss es sein. Jetzt wird das geschehen, was Gott schon seit Jahrhunderten geplant hat.“
Ich konnte es kaum glauben. Das war ja fast so, als ob Jesus freiwillig mitgehen würde, als wenn die Gefangennahme Teil von Gottes Plan war. Jetzt habe ich gar nichts mehr verstanden. Jesus, wie begegnest du deinen Feinden?

Bild 6: Und was machten die Jünger? Diese Feiglinge bekamen es mit der Angst zu tun und hauten ab. Alle! Was waren das eigentlich für Freunde? Ein Teil schläft ein, als sie für Jesus beten sollten, einer verrät ihn, einer tut so, als wenn er ihn nicht kennt und der Rest haut einfach ab.

Bild 7: Die Soldaten packen Jesus und führen ihn ab. In weitem Abstand bin ich hinterher gelaufen. Doch irgendwann bemerkten sie mich und wollten mich schnappen. Zum Glück haben sie nur mein Gewand erwischt und ich bin geflohen.
Es hat mich fasziniert, dass dieser Jesus immer anders reagiert hat, als ich es normal gefunden hätte. Er hat sich nicht verteidigt und für sein Recht gekämpft, obwohl er doch alle Macht dazu gehabt hätte.

Doppelpunkt

In der Kleingruppe soll es darum gehen, dass Jesus anders reagiert, als man es normalerweise erwarten würde.
Zunächst wird ein Experiment durchgeführt. In dem Experiment wird gezeigt, wie etwas anders reagiert, als man es erwartet. Es werden zwei Eier benötigt, an die ein Faden von ca. einem Meter Länge geklebt wird. Die Eier werden nebeneinander aufgehängt. Der Mitarbeiter fragt die Kinder, welche Reaktion sie erwarten, wenn man zwischen die beiden Eier pustet. Vermutlich denken alle, dass sie sich voneinander weg bewegen. Es ist aber nicht so. (Eine physikalische Erklärung für das was passiert findet man hier: http://www.chemieunterricht.de/dc2/grundsch/eier/ei_t20.htm)
Manchmal erwarten wir Reaktionen von Menschen und es kommt aber ganz anders. Wie hätte Jesus normalerweise reagieren müssen, als…
1. er die Gruppe von bewaffneten Männern sah? – wegrennen
2. Judas ihn verrät? – ihn verachten
3.d em Mann das Ohr abgehauen wird? – den Jünger loben
4. alle Jünger weglaufen? – enttäuscht sein
Doch wie reagiert Jesus? Er begegnet allen mit Liebe.
Seine Freunde stehen ihm nicht bei, als er Angst hat – und er nimmt sie trotzdem mit und traut ihnen nach der Auferstehung Aufgaben zu.
Petrus verleugnet ihn – und er lässt ihn weiter an seinem Reich bauen.
Dem Soldaten wird das Ohr abgehauen – und er lobt seinen Jünger nicht dafür, sondern heilt den Soldaten.
Jesus tut sowohl seinen Freunden als auch seinen Feinden Gutes.

Ist das heute noch möglich?
Habt ihr Feinde, also Menschen, die ihr nicht mögt? Wenn ja, warum? An dieser Stelle können die Kinder erzählen, wie sie mit ihren „Feinden“ umgehen. Hier ist sensibler Umgang mit den Kindern gefordert.
Wie würde Jesus reagieren?
Eigentlich wollen wir alle in einer friedlichen Welt leben und wir wissen, dass es meist schlimmer wird, wenn man zurück schlägt.
Wenn wir so sein wollen wie Jesus, dann lasst uns mal überlegen, wie man in bestimmten Situationen anders reagieren könnte.
1. Ein Mitschüler foult ständig beim Fußball. Normalerweise würde man zurücktreten. Was könnte man anders machen?
2. Ein Mädchen lästert die ganze Zeit über alle möglichen Leute? Normalerweise würde man mitmachen oder den Mund halten. Was könnte man anders machen?

Wichtig ist, dass wir nicht mit jedem Menschen befreundet sein müssen. Das geht gar nicht, aber Jesus will, dass wir mit allen Menschen gut auskommen oder ihnen zumindest aus dem Weg gehen.

Anschließend wird das Merkversrätsel gelöst: am Ende der Seite
Die Gruppe betet zum Abschluss gemeinsam.

Schlusspunkt       

Aus eigener Kraft können wir nicht für unsere Feinde dasein, so sehr wir uns auch bemühen. Wir sind nun einmal Menschen. Aber wir können Gott darum bitten, dass er die Menschen verändert, die uns wehtun und dass er uns verändert, nicht mehr mit Worten oder Taten zurückzuschlagen.
Der Merkvers wird gemeinsam auswendig gelernt. Dafür steht jedes Wort auf einem Zettel. Diese hängen an der Wand. Nach und nach werden die Zettel in folgender Reihenfolge entfernt (gleiche Worte werden gleichzeitig weggenommen): Gutem, Böse/n, nicht, sondern, lass, das, vom, mit, dich, überwinde/n.

Bausteine   

Lieder

Aus: Einfach spitze
Nr. 15 Gottes große Liebe
Nr. 34 Sei ein lebendger Fisch
Nr. 69 Was würde Jesus tun – WWJD

Aktion
Wir tun Menschen etwas Gutes – einfach so, ohne Grund. Dafür singen wir im Altenheim oder bei alten oder kranken Menschen in der Gemeinde.
Oder wir bekleben Ostereier mit einem schönen Bibelspruch und verteilen sie in der Einkaufsstraße oder bei den Nachbarn der Gemeinde.

Dekoration
Man könnte im ganzen Raum Schwerter, Schilde usw. aufhängen.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zum Thema Passion und Ostern aus JUMAT 1/16. Grundlage sind Bibeltexte aus dem Markusevangelium. Der Schwerpunkt sind Texte aus Markus 14, angefangen von der Salbung Jesu in Bethanien bis zur Gefangennahme. Den Abschluss bildet der Bericht über die Auferstehung von Jesus.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Vom Umgang mit Liebeskummer oder von Gefühlen, die schmerzlich sind.

Liebeskummer, was ist das eigentlich? Wikipedia sagt dazu: „Liebeskummer bezeichnet umgangssprachlich das Syndrom zurückgewiesener oder unerfüllbarer Liebe und umfasst sowohl körperliche als auch geistige Symptome.“

Ich gehe davon aus, dass jeder Mensch in seinem Leben einmal oder mehrmals diese Erfahrung macht.

Da ist ein jemand, den ich sehr, sehr gern mag. Ich muss an ihn denken, auf ihn ist meine ganze Aufmerksamkeit gerichtet. Das kann über eine kurze oder lange Zeit so sein. Und dann plötzlich – vielleicht durch ein klärendes Gespräch oder die Veränderung der Situation ist klar: Ich habe mich in diese Person verliebt, sie oder er aber nicht in mich. Oder ganz anders: Eine Beziehung geht zu Ende. Da haben sich zwei zusammen auf den Weg gemacht und dieser Weg ist nun aus Gründen, die nachvollziehbar sind oder nicht, zu Ende. Aus und vorbei.

Das kann sich schon mal anfühlen wie ein Schlag in die Magengegend. Und plötzlich wurde aus Liebe Kummer, aus fliegenden Schmetterlingen wurden Scherben, die zu Boden fallen. Ein Schmerz, der ganz schön wehtut. Ein „Zustand“, der den ganzen Menschen betrifft, d. h. es kann sein, dass jemand sich körperlich krank fühlt, schlapp und müde, kaputt, wie nach einer langen Wanderung. Die Seele leidet natürlich auch. Traurigkeit, Schmerz über den Verlust, Antriebslosigkeit und Hoffnungslosigkeit gehören dazu.

Teenager leben oft sehr stark auf der Gefühlsebene. Und wenn diese durcheinandergerät, ist das ganze Leben durcheinander. Heul-Attacken, Wutanfälle, maßlose Ess-Attacken oder nicht essen können gehören vielleicht ganz plötzlich zum Alltag. Liebeskummer kann, wenn er nicht gut beachtet und bearbeitet wird, krankhaft werden und sogar dahin führen, dass jemand sagt: „Ich kann und ich will nicht mehr weiterleben!“

Deshalb glaube ich, dass es sehr wichtig ist, dieses Thema in der Teenarbeit anzufassen und ernst zu nehmen. Für Teens bricht in so einer Situation die ganze Welt zusammen. Manchmal können sie wirklich nicht denken, wie es nun ohne diese Person weitergehen soll oder wie sie jemals wieder aus diesen Gefühlen rauskommen sollen. Ich will euch Mut machen, das Thema anzugehen, aber sehr behutsam. Überlegt als Mitarbeiter auch gut, wann und wie es passt oder nicht. Wenn Teens akut betroffen sind, halte ich persönliche Gespräche für viel hilfreicher als eine gestaltete Gruppenstunde.

An anderer Stelle kann eine Gruppenstunde helfen, gemeinsam mit anderen über dieses Thema zu reden und Entdeckungen zu machen z. B. „Ich bin nicht allein, andere mussten da auch schon mal durch, es gibt ein Leben NACH dem Kummer …“

Bei den methodischen Vorschlägen denke ich eher an Teen-Mädchen, was nicht heißt, dass Jungs keinen Liebeskummer haben, aber sie gehen anders damit um. Vielleicht macht es an dieser Stelle auch Sinn, die Gruppe geschlechterspezifisch zu teilen, denn oft spielen sich die „Beziehungsdramen“ auch in einer Gruppe ab.

Einstiegsideen

Einstieg mit einem Lied oder Clip

Beispiele: Beyonce Knowles: Broken hearted girl/ Goty: Somebody that I used to know/ Philipp Poisel – Eiserner Steg/ Adele: Make you feel my love

Fragen dazu:

  • Worum dreht sich dieses Lied?
  • Wie fühlt sich die Person, die es singt?
  • Hast du dich auch schon so gefühlt?

Möglich wäre auch ein Filmausschnitt aus einem Liebesfilm.

Liebeskummertalk

Bereite verschiedene Fragen auf Kärtchen vor. Die Gruppe würfelt reihum. Bei einer Drei und bei einer Sechs darf die Person sich ein Kärtchen ziehen und die Frage beantworten. Möchte sie die Frage nicht beantworten, darf sie sich einen Mitarbeiter aussuchen, der diese Frage beantwortet. Fragen:

  • Was ist Liebeskummer?
  • Wie fühlt sich Liebeskummer an?
  • Was könntest du für deine Freundin tun, die gerade total an Liebeskummer leidet?
  • Was denkst du, wie lange Liebeskummer andauern kann?
  • Ist es normal, sich richtig mies zu fühlen, so sehr, dass man nicht in die Schule gehen kann?
  • Was hilft dir bei Liebeskummer?
  • Glaubst du, dass jeder Mensch mal Liebeskummer hat?
  • Könnte man im Liebeskummer auch etwas GUTES sehen?

Stilles Talken

Auf dem Boden liegt ein Plakat, auf dem das Wort „Liebeskummer“ steht. Die Teens haben nun die Möglichkeit Assoziationen aufzuschreiben und sich gegenseitig zu kommentieren. Dabei wird nicht gesprochen.

Mitarbeiter erzählen aus dem Nähkästchen

Überlegt als Mitarbeiter, ob jemand von euch eine Geschichte zum Thema erzählen kann und möchte. Wie ist es dir ergangen? Was hat dir geholfen? Wie ist es weitergegangen? Das kann eine Ermutigung für die Teens sein.

10 Tipps, die bei Liebeskummer helfen könnten:

  1. Bleib nicht allein mit deinem Kummer – rede mit jemandem, dem du vertraust.
  2. Lass deine Wut, deine Enttäuschung raus z. B. durch Aufschreiben, Sport machen, rausgehen …
  3. Gehe unter Leute, die dir guttun, und verbringt gemeinsam Zeit.
  4. Schreibe jeden Abend eine Sache auf, für die du DANKBAR bist –, trotz allem. Das hilft, deinen Blick auch auf gute Dinge zu richten.
  5. Höre Musik, lies ein gutes Buch.
  6. Fange mit einem neuen Hobby an, das du schon lange mal ausprobieren wolltest.
  7. Backe einen Kuchen und lade deine Freunde ein.
  8. Mache mit deinen Freundinnen einen Mädelsabend – seht euch z. B. einen schönen Film an.
  9. Versuche zu vermeiden, der Person, um die es geht, ständig über den Weg zu laufen.
  10. Rede mit Gott über die ganze Sache. Sag ihm ehrlich deinen ganzen Schmerz und bitte ihn, dass er dein Herz wieder heil macht. Er versteht dich zu 100 % und will genau in dieser Situation für dich da sein. Bring ihm immer wieder deine Gedanken und bitte ihn, dich wieder fröhlich zu machen! ER KANN HELFEN!

Kurzinput Vorschläge

z. B. zum Thema:

  • Gott kennt und versteht mich und ist in jeder Situation für mich da! Psalm 139.
  • Gefühle rauslassen bei Gott in dem Wissen, dass es ihn interessiert wie es mir geht: Psalm 6, Tränen in der Nacht, Verse 7-10
    • Gefühls- und Emotionschaos
    • Nicht mehr weiterwissen
    • Gott im Gebet alles sagen
  • Bei Gott Ruhe finden z. B. Psalm 62.

Abschluss

Macht was Schönes, Gut-tuendes für die Teens – Beispiele:
Schokofondue mit Obst, Massageparty oder Schokoladenparty mit Film. Oder etwas rustikaler: Lagerfeuer, Stockbrot, …

Es macht Sinn, wenn ihr euch im Vorfeld überlegt, was euren Teens wohl guttun würde und an das Ende dieses Abends passen würde: sowohl stimmungsmäßig, als auch räumlich und zeitlich.

Kurzbeschreibung

Die folgende Aktion kann bei einem „normalen“ Abend in der Jugendgruppe durchgeführt werden, eignet sich aber auch für große Gruppen als Predigt mit Aktion in einem Gottesdienst, z.B. auf Freizeiten.

In Kleingruppen werden Standbilder zu Textstellen aus der Elia-Geschichte erarbeitet. Anschließend zeigt jede Gruppe der geschichtlichen Reihenfolge nach ihr Standbild und liest dazu den Bibeltext vor oder erzählt ihn kurz. Dabei wird jeweils ein Digitalbild gemacht. Nach einem Liedblock folgt die „Predigt“/Gedanken zum Bibeltext, parallel dazu werden die jeweils passenden Digitalbilder gezeigt. Dadurch wird die Predigt anschaulicher und alle sind direkt beteiligt und kommen persönlich in der Geschichte mit vor.

Technische Voraussetzungen

Man benötigt eine Digitalkamera, einen Beamer und einen Laptop. Damit die Bilder schnell zur Verfügung stehen und schon einige Minuten nach der Aufnahme für die Predigt eingesetzt werden können, ist es sinnvoll, die Technik schon vorher vorzubereiten. Beispielsweise kann bereits im Vorfeld eine Powerpoint-Präsentation erstellt werden, bei der dann lediglich die Bilder ausgetauscht werden müssen.
Besonders reizvoll ist es, wenn jedes Bild sogar noch einen passenden Untertitel bekommt, der zur Predigt passt und sich so noch besser einprägt.
Wer diese technischen Voraussetzungen nicht hat oder den Aufwand (der aber gar nicht so groß ist) scheut, kann den Abend natürlich trotzdem durchführen. Entweder zuerst die Standbilder zeigen und danach die Auslegung dazu, oder parallel die Standbilder stellen und parallel dazu die entsprechenden Gedanken äußern.

Ablauf

1. Die Jugendlichen werden in Kleingruppen eingeteilt. Es gibt 12 Szenen zu stellen. Bei großen Gruppen in 12 Kleingruppen einteilen, bei kleineren Gruppen kann jede Gruppe 2-3 Standbilder erarbeiten. Jede Kleingruppe erhält ihren Bibelext, liest ihn durch und erarbeitet ein Standbild zu der Szene.

2. Auf der „Bühne“ stellt nun eine Gruppe nach der anderen ihr Standbild und wird dabei fotografiert. Das Standbild wird jeweils gestellt und der Text dazu vorgelesen. So hören alle die Elia-Geschichte im Zusammenhang und haben somit nachher eine bessere „Grundlage“ für die Predigt. Damit die Standbilder besser wirken, ist es sinnvoll, wenn jede Gruppe, die die Bühne betritt, die entsprechende Verkleidung anlegt. Die Verkleidungsstücke liegen bereits in Kisten bereit. Es empfiehlt sich, für jede Person eine eigene Kiste anzulegen. Elia, Ahab und Isebel tragen immer die gleichen Verkleidungsstücke , damit sie später als ein und dieselbe Person erkannt werden, auch wenn sie durch unterschiedliche Jugendliche dargestellt werden. Schlichte biblische Gewänder genügen – Elia trägt ein einfaches Gewand, Isebel und Ahab etwas „königlicheres“, der Engel ein weißes Leintuch. Wenn andere Personen in der Szene vorkommen, tragen diese keine Gewänder (nur die „normale“ Kleidung) oder auch sehr schlichte. Außerdem liegen noch Tücher bereit, damit mit dem braunen Tuch ein Stier entstehen kann, mit dem grünen ein Ginsterstrauch, etc.

3. Nach der Standbildaktion ist ein Liedblock angesagt. Während dieser Zeit werden die Digitalbilder auf den Laptop überspielt und in die digitale Diashow eingebracht.

4. Nun folgt die Predigt zum Bibeltext. Parallel dazu werden jeweils die entsprechenden Digitalbilder mittels Beamer groß an die Wand projiziert.

Anmerkungen

Diese Aktion ist zum einen natürlich lustig, weil man sich verkleidet, weil man sich gemeinsam einigen muss, wer was darstellt, weil es vielleicht lustig aussieht, wenn eine Person beim Standbild einen Stier mimt, etc. Diese Aktion ermöglicht aber auch viel Tiefgang. Zum einen befassen sich die Jugendlichen sehr genau mit dem Biblischen und erleben so die ganze Geschichte im Zusammenhang. Zum anderen fasziniert vor allem danach auch der Predigtteil, dem man gerade deshalb sehr gut zuhören und folgen kann, da die Einzelne/der Einzelne selbst darin vorkommt bzw. einem die bereits gesehenen Standbilder noch vor Augen sind. Wer möchte, kann den Jugendlichen „ihre“ Standbildszenen ausdrucken und in der nächsten Gruppenstunde mitgeben. Die Bilder können aber auch für einen Gemeindegottesdienst verwendet werden.

Anregung

Dieser Vorschlag eignet sich aber auch für eine Bibelarbeit: Z.B.: für eine Bibelarbeit zum Thema: „Schattenparker, Warmduscher, Weichei oder Christ?“ Hier ist es sinnvoll, sich noch einige Spiele und Aktionen zum Thema zu überlegen. Wer eine besonders Interesse weckende Einladung zu dem Abend vorher verteilen will, verschenkt Duschgels, auf die Aufkleber mit einem lustigen Bild, Datum, Uhrzeit und Ort des Abends und natürlich das Motto: „Schattenparker, Warmduscher, Weichei oder Christ?“ zu lesen sind.

Durchführung

Die Seiten mit den weißen Kästchen werden kopiert. Die weißen Kästchen werden ausgeschnitten. Sie dienen den einzelnen Gruppen als Grundlage für ihre Vorbereitung. Die eingerahmten Texte dienen der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter als Vorlesetext zum oben genannten Bibeltext.

Ahab, der König von Israel, war an einem großen Unheil schuld. Er und seine Familie machten sich nichts mehr aus den Geboten des Herrn. Ahab tat, was der Herr verabscheute, noch schlimmer als seine Vorgänger. Nicht genug, dass er am Götzendienst festhielt; er ging noch weiter und heiratete Isebel, die Tochter eines fremden Königs mit fremden Göttern und Götzen. Und Ahab begann, ihren Götzen Baal zu verehren und ihn anzubeten. Er baute ihm in Samaria sogar einen Tempel mit einem Altar, ebenso für die Göttin Aschera. Mit allem, was er tat, schürte er den Zorn des Herrn, des Gottes Israel, so sehr wie kein anderer israelitischer König vor ihm. Da schickte Gott seinen Propheten Elia zu König Ahab und ließ ihm sagen: „Ich schwöre bei dem Herrn, dem Gott Israels, dem ich diene: Es wird in den nächsten Jahren weder Tau noch Regen geben, bis ich es sage.“ Wochen und Monate vergingen ohne Regen.

Nach einigen Wochen und Monaten ohne Regen ging Elia zu Ahab. Ahab begrüßte den Propheten mit den Worten: „So, da ist er ja, der Mann, der Israel ins Verderben gestürzt hat!“ Elia widersprach: „Nicht ich bin an dem Unheil schuld, sondern du und deine Familie! Ihr macht euch nichts mehr aus den Geboten des Herrn. Du, Ahab, verehrst lieber den Götzen Baal und seine Statuen als den Herrn. Aber jetzt fordere ich dich auf: Schick die 450 Propheten Baals alle zu mir auf den Berg Karmel! Auch die 400 Propheten der Aschera, die von Königin Isebel versorgt werden, sollen kommen. Sende Boten ins Land und lass alle Israeliten zu einer Volksversammlung auf den Karmel rufen. „Alle kamen auf den Karmel. Als alle versammelt waren, trat Elia vor die Menge und rief: „Wie lange noch wollt ihr auf zwei Hochzeiten tanzen? Wenn der Herr der wahre Gott ist, dann gehorcht ihm allein! Ist es aber Baal, dann dient nur ihm!“ Das Volk sagte kein Wort, und so fuhr Elia fort: „Ich stehe hier vor euch als einziger Prophet des Herrn, der noch übriggeblieben ist, und dort stehen 450 Propheten Baals. Und nun bringt uns zwei junge Opferstiere. Die Propheten Baals sollen sich einen aussuchen, ihn in Stücke schneiden und auf das Brennholz legen, ohne es anzuzünden. Den anderen Stier will ich als Opfer zubereiten und auch ich werde kein Feuer daran legen. Dann betet ihr, die Propheten Baals, euren Gott an, ich aber werde zum Herrn beten. Der Gott nun, der mit Feuer antwortet, der ist der wahre Gott. Die ganze Volksmenge rief: „Ja, das ist gut!“ Die Baalspriester fingen an, sie schlachteten ihren Stier und bereiteten ihn für das Opfer zu. Dann begannen sie zu beten. Vom Morgen bis zum Mittag riefen sie ununterbrochen: „Baal, Baal, antworte uns doch!“ Sie tanzten um den Altar, den man für das Opfer errichtet hatte. Aber nichts geschah, es blieb still. Als es Mittag wurde, begann Elia zu spotten: „Ihr müsst lauter rufen, wenn euer großer Gott es hören soll! Bestimmt ist er gerade in Gedanken versunken oder er musste mal austreten. Oder ist er etwa verreist? Vielleicht schläft er sogar noch, dann müsst ihr ihn eben aufwecken!“ Da schrien sie, so laut sie konnten und ritzten sich nach ihrem Brauch mit Messern und Speeren die Haut auf, bis das Blut an ihnen herunterlief. Am Nachmittag schließlich gerieten sie vollends in Ekstase. Dieser Zustand dauerte bis gegen Abend an. Aber nichts geschah, keine Antwort, kein Laut, nichts.

Dann forderte Elia das Volk auf: „Kommt jetzt zu mir herüber!“ Sie versammelten sich um ihn und er baute vor aller Augen den Altar des Herrn wieder auf, den man niedergerissen hatte. Rundherum zog er einen Graben. Dann schichtete er Brennholz auf den Altar und legte den Opferstier auf das Holz. Zuletzt befahl er: „Holt vier Eimer Wasser und gießt sie über das Opfer und das Holz!“ Dies genügte ihm aber noch nicht und so gab er den gleichen Befehl ein zweites und ein drittes Mal, bis das Wasser schließlich auf allen Seiten am Altar herunterlief und den Graben füllte.

Und Elia trat vor den Altar des Herrn und betete laut: „Herr, du Gott Abrahams, Isaaks und Israels! Heute sollen alle erkennen, dass du allein der Gott unseres Volkes bist und sie wieder dazu bringen willst, dir allein zu dienen.“ Da ließ der Herr Feuer vom Himmel fallen. Es verzehrte nicht nur das Opferfleisch und das Holz, sondern auch die Steine des Altars und den Erdboden darunter. Sogar das Wasser im Graben leckten die Flammen auf. Als die Israeliten das sahen, warfen sie sich zu Boden und riefen: „Der Herr allein ist Gott! Der Herr allein ist Gott!“

Elia war stolz geschwellt, er fühlte sich großartig. Jetzt hatte das Volk erkannt, wer der wahre Gott war. Er befahl: „Packt die Propheten Baals! Keiner soll entkommen!“ Sie wurden festgenommen und Elia ließ sie hinunter an den Fluss Kishon führen und dort hinrichten.

Selbstbewusst sagte Elia zu Ahab: „Geh und lass dir etwas zu essen und zu trinken bringen, denn gleich fängt es an zu regnen, ich höre es schon rauschen!“ Elia stieg zum Gipfel des Karmel hinauf, verbarg das Gesicht zwischen den Knien und betete. Nach einer Weile befahl er seinem Diener: „Steig auf den höchsten Punkt des Berges und blick über das Meer! Dann sag mir, ob du etwas besonderes siehst. „Der Diener ging, hielt Ausschau und meldete: „Kein Regen in Sicht!“ Doch Elia schickte ihn immer wieder und beim siebten Mal sah der Diener eine kleine Wolke am Horizont. Da befahl Elia: „Lauf schnell zu Ahab und sag ihm, er soll sofort anspannen und nach Hause fahren, sonst wird er vom Regen überascht!“

Kaum hatte Elia den Diener zu Ahab geschickt, da kam auch schon ein starker Wind auf und schwarze Wolken verfinsterten den Himmel. Es dauerte nicht mehr lange und ein heftiger Regen prasselte nieder. Ahab bestieg hastig seinen Wagen und fuhr in Richtung Jesreel. Da kam die Kraft des Herrn über Elia. Der Prophet band sein Gewand mit dem Gürtel hoch und lief vor Ahabs Wagen her bis Jesreel.

Ahab berichtete Isebel alles, was Elia getan hatte, vor allem, wie er die Propheten Baals mit dem Schwert getötet hatte. Da schickte Isebel einen Boten zu Elia, der ihm ausrichten sollte: „Die Götter sollen mich, Isebel, schwer bestrafen, wenn ich dir nicht heimzahle, was du den Baalspriestern angetan hast! Morgen um diese Zeit bist auch du ein toter Mann, das schwöre ich!“

Als Elia hörte, was Isebel mit ihm vorhatte, packte ihn große Angst. Er war gar nicht mehr stark und selbstsicher, sondern verzagt und voller Angst. Er rannte um sein Leben und floh bis nach Beerscheba ganz im Süden Judas. Ganz alleine wanderte er einen Tag lang weiter bis tief in die Wüste hinein.

Tief in der Wüste angekommen, ließ sich Elia unter einen Ginsterstrauch fallen und wünschte, tot zu sein. „Herr, ich kann nicht mehr!“ stöhne er. „Lass mich sterben! Irgendwann wird es mich sowieso treffen, wie meine Vorfahren – waum nicht jetzt?“ Er streckte sich unter dem Ginsterstrauch aus und schlief ein.

Elia lag unter dem Ginsterstrauch. Plötzlich wurde er wach gerüttelt. Ein Engel stand bei ihm und forderte ihn auf: „Elia, steh auf und iss!“ Als Elia sich umblickte, entdeckte er neben seinem Kopf einen Brotfladen und einen Krug Wasser. Er aß und trank und legte sich wieder schlafen. Doch der Engel des Herrn kam wieder und rüttelte ihn zum zweiten Mal wach. „Steh auf, Elia, und iss!“, befahl er ihm noch einmal. „Sonst schaffst du den langen Weg nicht, der vor dir liegt.“ Da stand Elia auf und aß und trank.

Elia hatte gegessen und getrunken. Die Speise gab ihm so viel Kraft, dass er vierzig Tage und Nächte hindurch wandern konnte, bis er zum Berg Gottes, dem Horeb kam.

Bei diesem letzten Teil nur Elia vor der Höhle als Standbild stellen, dames schwierig ist, Gott darzustellen. Dafür aber lesen alle anderen den Text, evtl. überlegen, ob ihr euch auf verschiedene Raumecken verteilt, um ihn zu lesen. Alle sind Sprecher und lesen den gesamten Text gemeinsam, auch das, was Elia sagt. Nur die wörtliche Rede von Gott wird von einer einzelnen Person gelesen, damit dies stärker wirkt.

Vorlesetext für alle

Alle: Elia war am Berg Gottes, dem Karmel, angekommen. Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten.
Sprecher/in: Plötzlich sprach der Herr zu ihm:
Gott: „Elia, was tust du hier?“
Alle: Elia antwortete:
Sprecher/in: „Ach Herr, du großer und allmächtiger Gott, mit welchem Eifer habe ich versucht, die Israeliten zu dir zurückzubringen! Denn sie haben den Bund mit dir gebrochen, deine Altäre niedergerissen und deine Propheten ermordet. Nur ich bin übriggeblieben, ich allein. Und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.“ Da antwortete ihm der Herr:
Gott: „Komm aus deiner Höhle heraus und tritt vor mich hin! Denn ich will an dir vorübergehen.“
Sprecher/in: Auf einmal zog ein heftiger Sturm herauf, riss ganze Felsbrocken aus den Bergen heraus und zerschmetterte sie. Doch der Herr war nicht in dem Sturm. Als nächstes bebte die Erde, aber auch im Erdbeben war der Herr nicht. Dann kam ein Feuer, doch der Herr war nicht darin. Danach hörte Elia ein leises Säuseln. Er verhüllte sein Gesicht mit dem Mantel, ging zum Eingang der Höhle zurück und blieb dort stehen. Und noch einmal wurde er gefragt.
Gott: „Elia, was tust du hier?“
Alle: Elia jammerte:
Sprecher/in: „Herr, ich habe mich immer für dich eingesetzt und für dich gekämpft und jetzt trachten sie auch mir nach dem Leben!“ Da gab ihm der Herr einen neuen Auftrag.

Predigt

Bild 1
Ahab, der Böse. Er tat alles, was Gott missfiel. Andere Götter führte er ein, baute ihnen Tempel, heiratete Isebel, die Tochter eines fremden Königs mit fremden Götzen. Gott will sich das nicht mehr länger mit anschauen und schickt Elia zu Ahab. Elia darf ausrichten: „Ich schwöre bei dem Herrn, dem Gott Israels, dem ich diene: Es wird in den nächsten Jahren weder Tau noch Regen geben, bis ich es sage.“ Wochen und Monate vergehen ohne Regen. Elia behält Recht. Elia wurde von Gott selbst beaufragt. Starker Elia. Es ist deutlich, Gott steht hinter ihm. Sehr viel zu befürchten hat er auch nicht, schließich ist er nur ein Bote, und als er es sagt, ist es auch nicht sicher, ob er überhaupt Recht hat. Elia auf der sicheren Seite. Elia, der starke Prophet. So stark fühle ich mich manchmal auch. Wenn alles so läuft, wie ich es mir vorstelle, wenn mir alles gelingt,wenn ich das Gefühl habe, Gott steht hinter mir.

Bild 2
Ahab wird kribbelig, ewig kein Regen. Und dann schon wieder dieser coole Elia, Prophet Gottes.
Jetzt stellt er auch noch Bedingungen. Es soll ausprobiert werden, wer stärker ist, Ahabs Götzen oder Elias einer Gott. Und alle Israeliten sollen zu einer Volksversammlung kommen. Wer ist denn Elia, dass er so vor einem König auftreten kann? Aber er fühlt sich immer noch stark. Nix mit Weichei oder Schattenparker. Dafür wirken die anderen ziemlich jämmerlich. Die Baalspriester haben hier eine Weichei-Funktion, man könnte dadurch auch ein neues Weichei-Wort prägen: Weichei, Schattenparker, Warmduscher und Götzenanbeter…Tja, da geht es mir auch gut. Wenn ich merke, andere sind auf dem falschen Dampfer, andere mit ihrer Esoterik-Welle, mit Horoskop oder Atheismusgerede. Da bin auch ich stark und lache über die anderen Weicheier, Götzenanbeter oder Gottverleugner.

Bild 3
Wow! Einmal so ein Glaubens- und Gotteserlebnis haben wie Elia! Aus dem Nichts, nein, eher sogar aus dem Unmöglichen (denn wo kann Feuer aus dem Nichts kommen und dann auch noch da, wo alles vor Wasser trieft…!) aus Gottes Gegenwart schöpfen! So ein Wahnsinns-Erlebnis wünsche ich mir auch. Vielleicht … (… – hier etwas einfügen, was zu den Personen der Zielgruppe passt)… , einmal so cool und stark sein wie Elia – wer wünscht sich das nicht im Geheimen! Ja, das wäre schon super. Aber wenn nicht? Ich muss mir immer wieder klar machen, dass Gott auf jeden Fall wirkt, und dass es reicht, wenn ich mein Bestes gebe, den Rest macht er, darauf darf ich vertrauen. Aber cool wäre es schon, so ein Erfolgs-Mitarbeiter zu sein wie Elia.

Bild 4
Na, jetzt wird’s fast schon blutrünstig. Elia macht keine halben Sachen. Er bringt nicht nur seine Israeliten wieder auf die richtige Seite zum einen, wahren Gott. Nein, er räumt auch die anderen Versuchungen aus dem Weg. Hier die Baals-Priester. Elia in vollem Einsatz für Gott. Setze ich mich auch so voll ein für Gott, oder gehe ich manche Sachen etwas halbherziger an?

Bild 5
Der Elia ist ja schon das Obervorbild. Nein, er wird nach so einem Erfolg nicht eingebildet und denkt, was er für ein toller Macker ist. Er vergisst bei all seinem Erfolg und seinen Hoch-Gefühlen Gott nicht. Er betet, wendet sich immer wieder Gott zu. Er vergisst nicht, dass alles aus Gottes Hand kommt. Wie sieht es da bei mir aus? Wenn bei mir alles prima läuft, bin ich sehr schnell versucht, mir selbst auf die Schulter zu klopfen und zu sagen: Wow, das hast du wieder gut gemacht. Da hast du aber … (… – hier etwas einfügen, was zu den Personen der Zielgruppe passt)… , da können sich die anderen echt was abschauen! Wem geht es nicht so? Aber Elia betet, wendet sich auch im größten Erfolg immer wieder Gott zu.

Bild 6
Na, aber der Elia ist wohl doch auch nur ein Mensch. Er rennt vor Ahabs Pferd her, als wäre das gar nichts. Er genießt es schon, vor dem König so eine Nummer abzuziehen. Elia kommt mir hier sehr menschlich vor, Erfolg genießen, das kenne ich auch.

Bild 7
Au weia, jetzt wird´s ernst. Wehe, wenn jemand in einer solchen Machtposition mal so stinkig ist und dann noch so eine, die anscheinend auch ihren Mann im Griff hat. Sie schwört Elia Rache – und den sicheren Tod.

Bild 8
Hoppla. Was jetzt? Was ist aus dem starken Elia geworden? Er hat Angst und rennt davon. Haut einfach ab. Nicht mehr stark und selbstsicher, voller Angst. Ein absolutes Weichei, ein Warmduscher, Schattenparker, vor-Frauendrohung-Wegrenner, ein Hosenpisser, Angsthaber, Nicht-auf-Gott-Vertrauer…

Bild 9
Da liegt er, das Weichei, der Schattenparker, der vor-Frauendrohung-Wegrenner, der Nicht-auf-Gott-Vertrauer, der Nur-noch-sterben-Woller.

Meine erste Reaktion ist: au Mann, Elia, jetzt hast du so viel erlebt, du solltest doch wissen, dass Gott bei dir ist! Aber dann schaue ich auf mich selbst und werde ehrlich: wie oft habe ich schon Gottes Begleitung und seinen Segen erlebt. Und wenn es dann plötzlich mal nicht so flutscht, dann bin ich doch keinen Deut anders als Elia. Wer von euch war nicht auch schon verzagt und mutlos? Wer von euch hat nicht auch schon das Weichei rausgehängt, obwohl wir doch wissen sollten, dass Gott dabei ist? Wo ist da plötzlich unser Glaube, dem wir uns vielleicht noch kurz vorher so sicher waren?

Bild 10
Gott lässt Elia nicht liegen. Er schickt ihm das, was er braucht. Jemanden, der da ist, nur für ihn. Jemanden, der ihn neu stärkt und ihm das Notwendigste bringt, was er gerade braucht.
Fallen dir auch Situationen ein, in denen du so am Boden warst? Wen hat Gott dir geschickt? Eine Person, die dir zugehört hat? Jemand, der dir einen guten Tipp gab? Oder jemanden, der dich rausgeholt hat aus deinem Selbstmitleid? Es kann sehr unterschiedlich sein, wen Gott schickt, oder wie er hilft.

Bild 11
Elia geht weiter, neu gestärkt. Er hat von Gott neue Kraft bekommen.
Und er weiß wieder genauer, wer hier der ganz Starke ist, auf den man sich verlassen kann: Gott. Nicht ich muss der große Macher, der immer und ewig Starke sein. Gott hat Elia nicht ausgelacht. Vor Gott muss ich mich nicht ständig beweisen. Vor Gott darf ich auch ein Weichei sein. Vor Gott darf ich auch mal verzagen. Gott hat Elia deshalb nicht aussortiert, als „untauglich“. Er will ihn weiter als Mitarbeiter. Er hilft ihm neu auf. Und für Elia war das Erlebnis auch ganz gut. Von Gott zu reden, wenn alles super läuft, ist nicht so schwer. Aber auch auf ihn zu vertrauen, wenn mal Gegenwind kommt, das ist nicht so leicht. Gott hilft mir dabei.

Bild 12
Elia nimmt sich Zeit. Er redet wieder mit Gott, sagt ihm, was ihn belastet. Und Gott zeigt sich. Aber gar nicht so, wie Elia es erwartet. Nicht groß und gewaltig, wie Elia das vielleicht gerade gerne sehen würde, um wieder zu Hochform aufzulaufen. Nein, Gott zeigt sich im sanften Säuseln. Im zarten Windhauch. Gott ist nicht nur gewaltig, wie bei dem Stieropfer, sondern auch zärtlich und liebevoll. Ganz langsam und behutsam richtet er Elia wieder auf. Und gibt ihm einen neuen Auftrag. Ich wünsche jedem einzelnen hier, dass er auch Gottes Gegenwart immer wieder erleben darf, wie Elia. In den Zeiten, in denen ihr voller Power durchstartet und andere mitreißt. Aber auch in den Zeiten, in denen ihr Gottes zarte Hand braucht. Von daher muss ich zum Abschluss sagen: unser Motto für den heutigen Abend stimmt doch nicht ganz. Klar, ein Christ ist eigentlich kein Schattenparker, Warmduscher oder Weichei. Auch wenn andere vielleicht öfters mit dem Finger auf uns zeigen und uns wegen unseres Glaubens als Weichei bezeichnen. Der Glaube macht uns nicht zum Weichei. Aber was nicht stimmt, ist, dass ich kein Weichei sein darf. Vor Gott darf ich stark UND schwach sein. Gott liebt die starken Typen und die Weicheier und er begleitet jeden auf seinem Weg.

Ich wünsche euch Gottes Begegung, wie Elia es erlebt hat. Elia begegnete Gott in der Stille. Nehmen wir uns noch Zeit und Stille, um bereit zu sein für Gottes sanft spürbare Gegenwart?

Deshalb: Gottes Segen für alle Elia-Nachahmer, für alle Baals-Bekehrer, Gott-Verkünder und Stark-im-Glauben-Mitarbeiter. Gottes Segen aber auch für alle Weicheier, Warmduscher, Schattenparker, Nicht-auf-Gott-Vertrauer, Zweifler, Angsthaber und Auszeit-Braucher! Um Gott auch jetzt zu begegnen, halten wir eine kurze Stille und stimmen dann mit ein in das Lied „In der Stille angekommen“.

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