Taschen-Psalm 23

Aus einer Streichholzschachtel könnt ihr euch diesen Taschen-Psalm 23 basteln. So habt ihr den Psalm immer dabei und könnt ihn jederzeit nachspielen und erleben, wie Gott ein Hirte für euch sein will. Ihr könnt den Taschen-Psalm entweder für euch als Familie zu Hause basteln und gestalten; er kann aber natürlich auch eine Station in der Aktiv-Zeit einer Kirche Kunterbunt sein.

Material für den Taschen-Psalm

Material für einen Taschen-Psalm

  • 10 Streichhölzer
  • Titelblatt „Taschen-Psalm“
  • grünes und blaues Papier (so groß, dass es in die Schachtel passt)
  • kleines braunes Stück Tonpapier (für den Hirtenstab)
  • kleine weiße Kärtchen für die Schafe
  • Taschen-Psalm (Psalm 23 so groß, dass er in die Schachtel passt)
  • Hirtengeschichte (ausgedruckt)
  • Klebestift
  • Schere

Beschreibung:
Nehmt euch eine Streichholzschachtel. Hier dürft ihr die Figuren und die Kulisse zu Psalm 23 selbst gestalten.

  1. Klebt auf die Oberseite der Streichholzschachtel das „Taschen-Psalm“ Papier und auf die Unterseite das grüne Papier.
  2. Legt das blaue Papier in die Innenschachtel.
  3. Nehmt euch jeder ein weißes Schaf-Kärtchen. Malt ein Schaf auf Vorder- und Rückseite. Knickt dann das Kärtchen, so dass es stehen kann.
  4. Schneidet aus dem braunem Tonkarton einen Hirtenstab, so dass er in die Streichholzschachtel passt.
  5. Nehmt die Streichhölzer und legt damit ein Schafgehege.
  6. Einer vor euch nimmt sich den Hirtenstab und den Text der Hirten-Geschichte.
  7. Sucht euch einen gemütlichen Ort und spielt gemeinsam die Geschichte nach.
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Taschen-Psalm 23

Hirten-Geschichte
Jeder nimmt sein Schaf in die Hand und bewegt es passend zur Erzählung. Beim Erzählen entsprechend Pausen machen, wenn die Schafe bewegt werden oder die Schachtel verschoben oder umgedreht werden muss. Der Erzähler übernimmt den Hirtenstab.
Es ist früh am Morgen. Die Schafe stehen im Schafgehege. Schafe leben nicht allein. Sie leben in einer Herde. Der Hirte schaut sich alle Schafe in Ruhe an, um zu erkennen, dass sich nicht eines über Nacht verletzt hat. Dann öffnet er das Schafgehege. (Streichholz zur Seite schieben). Hier, im Lager für die Nacht, gibt es kein saftiges Futter, kein frisches Gras.
Der Hirte führt die Schafe über die steinige Strecke bis zu einer grünen Wiese (alle Schafe laufen hinter den Hirtenstab her auf die grüne Schachtel). Dort können die Schafe in Ruhe fressen bis alle satt sind. Der Hirte passt die ganze Zeit über auf, dass kein Schaf verloren geht oder ein Feind sich den Tieren nähert.
Der Hirte leitet die Schafe zu frischem Wasser – einem Bach (Schafe an die blaue Innenschachtel stellen). Dort können sie trinken. Frisches Wasser brauchen die Schafe, kein schmutziges, abgestandenes Wasser. Davon werden sie krank.
Der Hirte geht mit den Schafen weiter. Er führt sie durch dunkle Täler sicher auf die andere Seite (alle Schafe laufen durch die Schachtel).
Am Abend sucht er für die Schafe einen neuen sicheren Platz zum Schlafen. Er bleibt bei den Schafen und passt auf (Schafe gehen ins Streichholz-Gehege zurück).

Gesprächsimpuls
Sprecht darüber, wie der Hirte sich um die Schafe kümmert und überall mit ihnen hingeht.
Welche Aufgaben hat ein Hirte? Was wurde in der Geschichte erwähnt? Wer ist für dich/euch wie ein Hirte? Auch Mamas und Papas brauchen einen „Hirten“. Sogar Könige brauchen einen Hirten. Das wusste auch David. David war Schafhirte bevor er König wurde, und hat diesen berühmten Psalm 23 über einen besonderen Hirten geschrieben – Gott. Lest gemeinsam den Psalm 23!

Jetzt könnt ihr alles in die Streichholzschachtel packen und mitnehmen. So habt ihr den Psalm 23 als Taschen-Psalm immer dabei!

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 2/2021. Es geht in fünf Lektionen um den Epheserbrief:

Lektion 4 Epheser 1,3-14 Erstmal: Gott Beifall klatschen

Lektion 5 Epheser 5,1-14 Licht leuchtet

Lektion 6 Epheser 5,15-20 Die Zeit nutzen

Lektion 7 Epheser 6,10-20 Gut ausgerüstet

Lektion 8 Epheser 4,1-6 Eins sein

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Beim Glauben geht es um mehr als nur mich, ich bin Teil einer großen Gemeindefamilie.

Checker

Wir haben als Gemeinschaft einen Auftrag, wie wir miteinander leben sollen und Gott selbst wird uns helfen, diesen zu erfüllen.

Der Text an sich

Um was könnte jemand bitten, der im Gefängnis sitzt? Es scheint etwas Wichtiges zu sein und das zeigt auch ein Blick in den Urtext. Dieses „bitten“ heißt im Original auch „ermahnen“, „anflehen“, „ermutigen“, „unterrichten“, „trösten“, „auffordern“. Es drückt aus, dass etwas wirklich Wichtiges kommt, in diesem Fall: Lebt eure Berufung. Was er danach schreibt, ist eine Konkretisierung dieses einen Anliegens: Lebt, wie es sich für jemanden gehört, der an Jesus Christus glaubt.

Warum? Weil Gott uns dazu berufen hat. Wir sind auserwählt zu diesem Lebensstil.

Wie kann das aussehen? Für den Einzelnen wie für die ganze Gemeinde? Das führt Paulus in den folgenden Versen (und im nachfolgenden Kapitel – vgl. Lektion 5 und 6) aus. Er spricht – um es „fromm“ zu sagen – von Demut, Sanftmut, Geduld und Liebe. Wir sollen uns nicht über andere erheben, sondern sie mit Gottes Augen sehen und ihnen mit der Liebe begegnen, wie Gott sie für uns hat. Das ist eine Liebe, die sich bedingungslos für den anderen einsetzt und alles für ihn gibt. Und zwar in einer Geduld, die warten kann, aber nicht aufgibt, sondern ausdauernd dranbleibt. Diese Liebe hält es aus, dass der andere Fehler macht und setzt sich wieder für Versöhnung und ein friedvolles Miteinander ein.

Wie soll das gehen? Das sind schließlich eher ungewöhnliche Eigenschaften und bei weitem nicht selbstverständlich. Paulus sagt, Gottes Geist wirkt es in uns, er stiftet die Einheit, lehrt uns, nach Gottes Willen zu leben und hilft uns dabei. Die Einheit wird begünstigt und verstärkt durch das, was uns grundlegend verbindet: Wir alle zusammen sind ein Leib, d. h. eine Gemeinde (vgl. 1. Kor 12), wir haben eine Hoffnung, ein Ziel, auf das wir hinarbeiten, wir haben einen Herrn (Jesus Christus – laut 1. Kor 12,3 können wir das nur durch den Geist so bekennen), wir glauben dasselbe, bekennen dasselbe, haben eine Taufe und wir haben einen – und nur einen – Gott.

Wozu das Ganze? Explizit steht es in dieser Stelle nicht drin, lässt sich aber aus anderen Stellen erschließen: So betet Jesus in Joh 17,21ff. über die Gläubigen: „Ich bete darum, dass sie alle eins sind […], damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und dass sie von dir geliebt sind.“ Die Einheit ist etwas so Übernatürliches, Göttliches, dass sie ein Hinweis auf Gott ist – und da wir in Gottes Familie berufen sind, sollen wir dieses Göttliche auf der Erde leben. Und uns als Gemeinde gegenseitig darin unterstützen, diese Berufung zu leben.

Der Text für mich

Freundlich, geduldig, liebevoll – Eigenschaften, die immer wieder benannt werden und „dazugehören“.

Aber Einheit? Einheit klingt konträr zu dem, was wir (er)leben an Unfrieden, Konflikten, Vorurteilen … Einheit scheint im Widerspruch zu stehen zu Einzigartigkeit, Diversität und Vielfalt. Dabei gehört in einer guten Einheit die Vielfalt absolut dazu, so wie ein Körper / Leib aus vielen unterschiedlichen Teilen besteht, und es für die Gesundheit des Körpers von existentieller Bedeutung ist, dass alle ihre individuellen Aufgaben erfüllen. Als Christen sollten wir eine solche Einheit leben – mit Blick auf Gott und im Frieden miteinander.

Das ist Zuspruch und Aufgabe zugleich: Wir sind keine Einzelkämpfer, wir sind GemEINde. Wir können Differenzen haben und trotzdem respektvoll und liebevoll miteinander arbeiten. Das können wir den Kindern mitgeben, ihnen vorleben und uns dafür einsetzen, dass mit ihnen eine Generation heranwächst, die Einheit lebt – untereinander und mit der ganzen Gemeinde.

Der Text für dich

Starter

Zurückzustecken, sich auf das Verbindende konzentrieren, Frieden zu leben – für viele Kinder ungewohnt und ungewöhnlich. Viele Kinder denken in „ich will“ und „ich zuerst“ und schauen, wie sie das erreichen können, nicht selten auch auf Kosten anderer. Dieses Verhalten scheint Menschen und vor allem Kindern so eigen zu sein, dass Pädagogen hellhörig werden, wenn Kinder nicht egoistisch sind.

Der christliche Glaube zeigt hier einen Gegenentwurf auf: Es geht um mehr als um mich. Ich bin Teil einer weltweiten, überzeitlichen Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die sich an Gottes Maßstäben orientiert und dementsprechend die Liebe und den Frieden zentral stellt.

Checker

Die grundsätzliche Haltung von Liebe, Demut und Frieden wird den Kindern schon bekannt sein. Doch auch sie werden damit konfrontiert, dass (selbst bei Christen) nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Die Kinder sollen ermutigt werden, sich trotz allem, was trennen könnte, auf das zu konzentrieren, was verbindet, und in Geduld und Liebe mit anderen umzugehen. Ihnen soll der Blick dafür geweitet werden, dass die christliche Gemeinde eine weltweite Gemeinschaft ist, die durch Gottes Geist mit ihm und miteinander verbunden ist, und dass diese Gemeinschaft zusammengehalten wird durch etwas, das viel größer ist als wir Menschen: Gott selbst, der Glaube an ihn, seine Liebe, sein Frieden und die Einheit, zu der er uns ruft, für die wir uns einsetzen sollen und zu der er uns hilft.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Nicht auf den Boden (Spiel)

Material: aufgeblasene Luftballons

Bei diesem Spiel geht es darum, dass die Kinder als Team an einem Ziel arbeiten. Spielfeld und Zeit können im Vorfeld durch einen Mitarbeiter begrenzt werden, muss aber nicht. Ziel des Spiels ist es, die Luftballons in der Luft zu halten, wobei ein Spieler möglichst nicht zweimal hintereinander am Ballon ist. Gestartet wird mit einem Ballon, den der Mitarbeiter in den Raum wirft. Nach und nach wirft er unangekündigt weitere Ballons ins Spiel. Die Kinder müssen die Ballons durch schlagen, treten etc. in der Luft halten, sodass sie nicht auf den Boden fallen. Ein herabgefallener Ballon kann je nach Gruppe bzw. vorheriger Absprache aus dem Spiel genommen oder wieder aufgehoben werden.

Idee 2

Gemeinsam stark (Gespräch)

1. Es gibt Dinge im Leben, die funktionieren gemeinsam einfach besser, z. B. Fußballspiele gewinnen. Was fällt euch noch ein, wo es besser oder wichtig ist, nicht allein zu sein? (den Kindern Zeit zum Antworten geben, entweder wird verbal gesammelt oder die Kinder können sich jeweils zu zweit zusammentun und drei bis vier Aktivitäten / Situationen überlegen, die sie pantomimisch vormachen (z. B. verschiedene Sportarten, Gruppenarbeit in der Schule, wenn sich jemand verletzt hat usw.)

2. Immer wieder arbeiten oder spielen wir in Teams. Was würdet ihr sagen, ist wichtig, damit das funktionieren kann? (Zeit zum Antworten geben, z. B. gemeinsames Ziel, zusammenarbeiten, einander ermutigen und anfeuern usw.)

Heute soll es um ein ganz besonderes Team gehen, die Gemeinde, und darum, wie sie sein soll.

Verkündigung

Verkündigungsart: Dialog zwischen Mia und ihrem Opa

Einleitung: Das ist Mia (kommt). Sie ist heute bei ihrem Opa (kommt). Die beiden arbeiten nun schon seit einer Stunde im Garten (beide tun so, z. B. kehren, gießen o. ä.).

Opa: Mia-Schatz, du bist so still. Ist alles in Ordnung?

Mia: Es ist wegen Nick. Er ist in der Schule oft gemein und dann haue ich ihn, aber Mama hat gesagt, wir dürfen nicht streiten, weil wir beide in den Kindergottesdienst gehen. Ich weiß, dass ich niemanden hauen soll. Aber warum ist es mit Nick nochmal wichtiger?

Opa: Glaubt Nick auch an Gott?

Mia: Ja.

Opa: Dann seid ihr sowas wie Familie.

Mia: Was?! Mit dem? Nein! Wieso?

Opa: Weil alle Menschen, die an Gott glauben, seine Gemeinde sind. Und da er unser Vater ist, sind wir Geschwister.

Mia: Meinst du wirklich alle Gläubigen?

Opa: Auf der ganzen Welt. Und zu jeder Zeit.

Mia: Wow. Das sind echt viele. Dass Gott da den Überblick behält! Stell dir mal vor, wie viele das sind, wenn die alle an einem Ort stehen würden. Und das Durcheinander an Sprachen.

Opa: Gut, dass Gott alle Sprachen spricht.

Mia: Das ist irgendwie witzig. Und total schön zu wissen, dass man so viele Verbündete hat.

Opa: Ja, das finde ich auch. Aber du weißt ja selbst, dass Familie nicht nur einfach ist.

Mia: Manchmal streitet man über die dümmsten Kleinigkeiten.

Opa: Richtig. Aber Gott möchte das nicht. Er möchte, dass sich seine Kinder so verhalten, wie er sich verhält. Schließlich hat er uns berufen, zu ihm zu gehören. Und Adel verpflichtet. Wir bekommen Privilegien, aber auch Verantwortung. Und den Auftrag, anderen ein gutes Beispiel darin zu sein, wie Gott ist und wie man leben sollte.

Mia: Ah, deshalb sollen wir freundlich sein, vergeben, uns wieder vertragen und all das … Aber das ist schwer.

Opa: Ich weiß. Aber du bist ja nicht alleine. Du hast deine große Glaubensfamilie. Und Gott selbst. Er hilft dir auch. Ohne ihn wäre das gar nicht möglich.

Mia: Aber werden die anderen in der Schule nicht total blöd gucken, wenn ich Nick nicht zurückhaue? Die werden denken, ich bin ein Schwächling.

Opa: Mia, du gehörst doch zu Gott. Leb so, wie es ihm gefällt. Ganz egal, was die anderen sagen.

Mia: Du hast Recht, Opa. Danke.

Opa: Gerne, mein Kind. Und du hast mir geholfen, der Garten ist wieder richtig schön. Da können wir uns doch zur Belohnung ein Stück Kuchen gönnen, was meinst du?

Mia: Das klingt gut.

Opa: Da fällt mir ein, Nick wohnt doch am Ende der Straße. Wenn du magst, kannst du ihn fragen, ob er auch ein Stück will.

Mia: Einfach so? Aber das wäre …

Opa: Ein Friedensangebot?

Mia: Hm … Eigentlich … Keine schlechte Idee. Weißt du was, Opa? Wenn du dabei bist, dann traue ich mich das. Und vielleicht ist Nick ja gar nicht so blöd und wir können am Morgen in der Schule zusammenleben, wie es Gott gefällt.

Opa lächelt, beide ab

Die andere Idee

Erzählen mit Symbolen (Der Mitarbeiter erzählt den Inhalt und malt die in Klammern angegebenen Symbole auf; diese können beliebig angeordnet werden.)

Material: Tafel / Flipchart oder großes Blatt Papier, passendes Schreibwerkzeug

Heute beschäftigen wir uns weiter mit dem Apostel Paulus und was er im Epheserbrief (Brief) geschrieben hat. Paulus betont am Anfang, dass er im Gefängnis sitzt, aber dass es etwas gibt, was ihm ganz wichtig ist: als Kinder Gottes zu leben (Krone). Er betont, dass jeder, der an Gott glaubt, von ihm berufen wurde, ein besonderes Leben zu führen (Sonnenstrahlen um die Krone). Er erklärt auch, was das heißt: wir sollen anderen Menschen mit Liebe begegnen, so, wie Gott uns liebt (Herz). Wir sollen freundlich zu allen Menschen sein (Smiley) und Geduld haben, wenn etwas oder jemand Zeit braucht (Uhr). Und vor allem sollen wir ein ganz besonderes Miteinander haben (mehrere Strichmännchen beieinander). Mit „wir“ meint er alle Menschen, die an ihn glauben. Egal wo auf der Welt, egal ob Kinder oder Opas. Wir sind wie eine große Familie. Wir sind eine Gemeinde. Und bei uns soll es keinen Streit geben (Blitz schräg über den Strichmännchen). Wir sollen als Einheit leben. Verbunden im Frieden (Kreis um Strichmännchen). Wir sind eine Gemeinde. Wir haben ein und denselben Glauben, eine Taufe, eine Hoffnung, einen Gott (große 1). Das verbindet uns. Gott selbst verbindet uns. Zusammen mit allen Christen weltweit und auch den ganzen Erwachsenen in unserer Gemeinde sind wir EINE Gemeinde – und so sollen wir uns auch verhalten. Gott wird uns dabei helfen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Schlagwortkärtchen

Material: Kärtchen, auf denen jeweils einer der folgenden Begriffe steht: Brief, Berufung, Demut, Freundlichkeit, Geduld, nachsichtig, liebevoll, Gemeinde, Einheit, Frieden, Zusammenhalt, Glaube, Gott, Kinder Gottes, Streit, Familie.

Der Mitarbeiter legt die Kärtchen verdeckt hin. Reihum zieht ein Kind ein Kärtchen und versucht, kurz das Wort zu erklären und was es mit dem Thema zu tun hat. Die anderen Kinder ergänzen ggf.

Gespräch

Folgende Fragen können besprochen werden:

  • Wie gut kennst du unsere Gemeinde?
  • Wie erlebt du Gemeinde?
  • Was würdest du dir von unserer Gemeinde wünschen?
  • Was würdest du gerne ändern?
  • Was findest du richtig gut an unserer Gemeinde?
  • Wen würdest du gerne besser kennenlernen?
  • Wen würdest du gerne zur Gemeinde einladen?

Merkvers

Setzt alles daran, / die Einheit zu bewahren, /die Gottes Geist / euch geschenkt hat; / sein Frieden / ist das Band, / das euch zusammenhält. / Epheser 4 / Vers 3

Die einzelnen Teile des Verses werden auf Papier geschrieben und nebeneinander auf den Boden gelegt. Die Kinder lesen den Vers gemeinsam zweimal laut vor. Dann nimmt der Mitarbeiter ein beliebiges Papier weg und die Kinder müssen beim Vorlesen die Lücke aus dem Gedächtnis füllen. Das wiederholt sich, bis kein Blatt mehr da liegt und die Kinder den Vers komplett aus dem Gedächtnis aufsagen.

Gebet

Händedruckkette

Die Kinder stehen im Kreis und nehmen sich an der Hand. Der Mitarbeiter eröffnet das Gebet und drückt dann leicht dem Kind rechts von ihm die Hand. Dieses kann nun laut oder leise beten und dann den Druck weitergeben. So geht es reihum, bis der Impuls wieder beim Mitarbeiter ankommt (braucht manchmal etwas Geduld). Der Mitarbeiter kann das Gebet z. B. wie folgt abschließen: „Danke, dass du all unsere Gebete, ob laut oder leise, hörst. Danke, dass du überall mit uns hingehst und uns hilfst. Bitte hilf uns, so zu leben, wie es dir gefällt. In Jesu Namen. Amen.“

Kreatives

Menschenkette

Material: Papier, Scheren, Stifte, ggf. Tesa

  • Das DinA4-Papier längs halbieren (oder dritteln), sodass schmale Streifen entstehen
  • Einen Papierstreifen nehmen und ziehharmonikaartig zusammenfalten, sodass vier (oder sechs) Flächen entstehen
  • Auf das zusammengefaltete Papier ein Männchen skizieren, das die Arme zur Seite streckt. Es ist wichtig, dass die Arme an die Faltkanten reichen.
  • Die Figur ausschneiden. Vorsicht an der Faltkante: Der Knick bei den Armen darf nicht geschnitten werden!
  • Auffalten. Wenn alles gut gegangen ist, ist es eine Kette mit sich an den Händen haltenden Menschen
  • Die Menschen bunt und individuell anmalen
  • Wer mag, kann mehrere Ketten aneinanderkleben

Spielerisches

Gordischer Knoten

Die Kinder stehen eng im Kreis. Sie strecken die Hände in die Mitte, schließen die Augen und versuchen auf Kommando, andere Kinder an die Hand zu nehmen (möglichst nicht zwei Hände, die sich gleich anfühlen und nicht die Personen neben sich). Wenn jede Hand eine andere hält (Mitarbeiter fragt), dürfen alle die Augen öffnen. Aufgabe ist es nun, das Knäuel zu entwirren, ohne dass jemand loslässt! Dafür müssen sich die Kinder absprechen und ausprobieren. Nach einiger Zeit haben sie sich entknotet und stehen händehaltend wieder im Kreis.

Rätselhaftes

Unsere Gemeinde

Vorbereitung: Ein Mitarbeiter sucht die Antworten auf die Fragen heraus und ergänzt die Fragen.

Die Kinder werden in Gruppen eingeteilt, ein Mitarbeiter stellt die Fragen. Die Gruppen beraten sich und schicken einen mit der Antwort zum Mitarbeiter, der beim Mitarbeiter abklatscht. Welche Gruppe zuerst mit der richtigen Antwort beim Mitarbeiter ist, bekommt einen Punkt. Bei den Zahlenfragen bekommt die Gruppe den Punkt, die näher dran ist.

  • Wie viele Mitglieder haben wir?
  • Wie viele Besucher?
  • Wie viele Kinder gibt es in unserer Gemeinde?
  • Wie viele Senioren?
  • Aus welchen Ländern kommen Menschen in unserer Gemeinde?
  • Wer ist zuständig für
  • die Predigt?
  • die Musik?
  • den Büchertisch?
  • das Kinderprogramm?
  • die Finanzen?
  • das Putzen?
  • die Technik
  • …?

(T)Extras

Lieder

  • Wir sind eins (Outbreakband)
  • Vater, mach uns eins (Jugend mit einer Mission)
  • Gut, dass wir einander haben (Manfred Siebald)

Spiele

Unsichtbarer Dirigent

Ein Kind geht vor die Tür, die anderen stehen im Kreis und wählen einen „Dirigenten“. Dann beginnt jedes Kind, irgendeine beliebige Bewegung zu machen und diese ständig zu wiederholen. Das Kind von draußen wird hereingerufen und begibt sich ins Kreisinnere. Der Dirigent beginnt nun mit einer anderen, ständig wiederholten Bewegung und die Kinder im Kreis machen ihm diese nach, sodass er dann eine neue Bewegung wählt usw. Das Kind in der Mitte versucht herauszufinden, wer der Dirigent ist. Wird er entdeckt, geht er vor die Tür und ein neuer Dirigent wird gewählt.

Seilfiguren

Material: Langes Seil

Die Kinder sollen jeweils ein Stück eines langen Seils festhalten und nicht loslassen. Der Mitarbeiter nennt nun einen Begriff wie Haus, Kreis, Dreieck, Katze o. ä. Die Kinder versuchen, sich so hinzustellen, dass sie mit dem Seil quasi den Begriff darstellen. Wenn sie denken, dass sie fertig sind, legen sie das Seil dort ab, wo sie stehen und können sich ihr Kunstwerk ansehen, bevor die nächste Aufgabe kommt.

Aktionen

Blick über den Tellerrand

Gibt es in der Gemeinde jemanden mit Migrationshintergrund? Er kann eingeladen oder besucht werden, um den Kindern zu erzählen, wie in seiner Kultur Gemeinde gelebt, Gottesdienste gestaltet und Feste gefeierte werden, welche Traditionen es gibt, was anders und was gleich ist zu der jetzigen Gemeinde.

Kreatives

Knüllbilder

Material: buntes Seiden- oder Krepppapier, bunter Pappkarton, Stifte, Kleber

Jedes Kind erhält ein Stück bunten Karton als Untergrund. Sie sollen sich ein Motiv überlegen, z. B. Blume, Schmetterling, Herz und von diesem den Umriss auf den Karton zeichnen. Dann reißen sie von dem Seiden- oder Krepppapier kleine Stücke ab, knüllen diese zusammen und kleben sie auf die Pappe. Mit der Zeit entsteht so aus vielen kleinen Teilen ein schönes Bild.

Das brauchst du:

  • alte Zeitungen oder alte Zeitschriften
  • Scheren
  • Klebestifte
  • Zahnstocher oder Schaschlikspieße
  • Faden
  • durchsichtigen Nagellack

Und so geht’s:

Als erstes werden aus den Zeitschriften Streifen ausgeschnitten. Jeder Papierstreifen ergibt nachher eine Perle. Beim Ausschneiden der Streifen gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder man schneidet die Streifen als lange Rechtecke aus oder als langgezogene Dreiecke. Bei den Dreiecken kann dann noch variiert werden ob die Spitze in der Mitte oder am Rand ist. Je nachdem was man beim Ausschneiden für eine Form wählt, werden die Perlen nachher unterschiedlich aussehen.

Danach werden die Papierstreifen um einen Zahnstocher geklebt und dann aufgewickelt. Wenn der Streifen ganz aufgewickelt ist, wird das lose Ende festgeklebt und die Perle ist fertig. Jetzt kann sie vom Zahnstocher weggeschoben werden. 

Damit die Perle in ihrer Form bleibt und ein bisschen vor Wasser und Dreck geschützt wird, kann man sie noch mit durchsichtigem Nagellack anmalen und dann anschließend trocknen lassen. Ja nachdem wie lange das Armband werden soll, desto mehr oder weniger Papierperlen braucht man.

Damit das Armband dann fertig ist, müssen die Perlen nur noch auf einen Faden aufgefädelt werden. Dabei eignet sich ein Nylonfaden oder gewachste Baumwolle am besten, damit nicht wie bei einem Wollknäuel ein Großteil des Fadens hängen bleibt. Dann ist das stylische Papierarmband auch schon fertig und ist ein absoluter Hingucker.

Das Kleingruppen-Material beinhaltet: Hintergrundinfos zum Text, einen Bezug zur Zielgruppe und Ideen zur Gestaltung der Kleingruppenzeit.

Die Kleingruppen laufen nach einem Rotationsprinzip. Jede Kleingruppe wird von mind. einem Mitarbeitenden begleitet und läuft von Station zu Station. Durch ein Signal vom Zeitwächter wird den Gruppen signalisiert, dass sie zur nächsten Station aufbrechen. Je ein weiterer Mitarbeitender ist bei einer der 5 Stationen die je 7 Minuten dauern:

  • Gespräch inkl. Fragen
  • Spiel
  • Kreatives
  • Bibellesen und Gebet
  • Extra/Spezial

Bei dieser Einheit gibt es nur 4 Stationen, da die normal erdachte Gesprächsstation nur direkt in Verbindung mit der Verkündigung von Team-EC funktioniert.

Gedanken und Hintergrundinformationen zum Text

Gott hat die ganze Welt und alle Lebewesen erschaffen. Doch die Menschen haben sich von Gott abgewandt und ihr ganzes Denken war böse. Deshalb wollte Gott die Menschen ausrotten, indem er die Welt überfluten wollte. Noah war der Einzige, der vor Gott bestehen konnte. Er gab ihm den Auftrag, eine Arche zu bauen, in die er und seine Familie und von allen Tierarten ein Paar gerettet werden sollen. Noah hinterfragte diesen Auftrag nicht, er vertraute darauf, dass alles stimmt was Gott gesagt hatte und baute die Arche. Bevor die Flut kam, ging Noah mit seiner Familie und den Tieren in die Arche. Es regnete einige Tage und die ganze Erde war von Wasser bedeckt. Nachdem das Wasser abgeflossen war, verließen alle die Arche. Gott gab darauf Noah und allen Menschen das Versprechen, dass er die Erde nie wieder überfluten wird. Als Zeichen dafür setzte er den Regenbogen in den Himmel um an das Versprechen zu erinnern. Wir dürfen heute auch noch auf ihn vertrauen, weil er dieses Versprechen hält.

Zielgedanke: Du kannst auf Gott vertrauen, weil er sein Versprechen hält!

Bezug zur Altersgruppe

Vertrauen ist ein wichtiges Thema. Die Kinder dürfen erfahren, dass sie auf Gott vertrauen können, genau wie Noah damals auf Gott vertraut hat, denn Gott hält sein Versprechen. Kinder kennen das, weil sie ihren Eltern vertrauen und die Oma ihr versprechen einhält oder jemand sein Versprechen bricht und sie darüber frustriert sind.

Kleingruppen

Station 1: Kreatives „Regenbogen basteln“

Bei der Station ist es wichtig, dass der Mitarbeiter die Zeit im Blick hat, um abschätzen zu können, wie viele Schritte die Kinder in der Zeit schaffen. (Schritt zwei und drei sind auch umkehrbar.)

Zuerst bemalen die Kinder den Kaffeefilter mit Wasserfarben als Regenbogen (von oben nach unten: rot, orange, gelb, grün, blau, dunkelblau und violett). Achte darauf, dass der leere, nicht bemalte Bereich, ca. zwei Finger breit, möglichst trocken und noch unbemalt ist.

Wenn nicht mehr viel Zeit ist, können die Kinder das untere leergelassene Stück nun doch noch anmalen.

Sollte noch Zeit sein:

Die Kinder schneiden aus weißer Pappe Wolken aus, die sie unten an den Filter kleben (mit doppelseitigem Klebeband).

Jedes Kind schneidet eine Sonne aus gelber Pappe aus. Diese wird mit Klebeband an der stumpfen Seite des Schaschlik-Spießes befestigt. An der Unterseite des Filters wird ein Loch mit dem Schaschlik-Spieß gestochen, sodass die Sonne im Filter versteckt ist, wenn der Spieß aus dem Filter unten herausschaut.

Material:

  • Einen weißen Kaffeefilter pro Kind
  • Wasserfarben
  • Ca. 10 Pinsel
  • Einen Schaschlik-Spieß pro Kind
  • Gelbe und weiße Pappe
  • Doppelseitiges Klebeband, Kleber, Scheren

Station 2: Spezial – Zuspruch

Die Kerngedanken aus den letzten Tagen werden erneut aufgegriffen und den Kindern persönlich zugesprochen. Die Tiere, die in den letzten Tagen in den Bibelgeschichten vorgekommen sind, liegen als Bilder vor den Kindern. Die Kinder dürfen ein Tier nach dem nächsten umdrehen und dann den entsprechenden Kerngedanken, der auf der Rückseite des Tieres steht, vorlesen. Dies wird mit allen Tieren gemacht.

Wenn die anderen Bibelstellen nicht oder nur teilweise behandelt werden kann der Kerngedanke auch einfach nur vorgelesen werden.

Die Kinder sollen in dieser Station einen persönlichen Zuspruch erhalten. Dazu darf sich jeder eine „Zusage“ (Kerngedanke) aussuchen. Zur Auswahl stehen die Zusprüche:

  • Gott sorgt für dich.
  • Gott schenkt dir Gnade, er gibt dir eine zweite Chance.
  • Jesus der König kommt zu dir.
  • Jesus ist und bleibt dein Freund.
  • Gott hält seine Versprechen.

Wenn die Kinder sich entschieden haben, dürfen sie sich eine Karte, als kleinere „Version“ des dazugehörigen Tieres nehmen. Diese liegen in fünf Stapeln in der Mitte. Mit diesem Zettel stellen sich die Kinder in eine Reihe und werden von dem Mitarbeiter mit dem ausgesuchten Zuspruch gesegnet (Bsp. „(Name des Kindes), Gott sorgt für dich!“). Der Mitarbeiter kann dem Kind zusätzlich symbolisch dazu mit Salböl ein Kreuz auf die Stirn zeichnet. Die „kleinere Version“ des Tieres ist zum einen dafür da, dass der Mitarbeiter den Zuspruch ablesen kann, zum anderen, dass die Kinder sich zu Hause an den Zuspruch erinnern.

Wichtig ist, dass der Mitarbeiter die Zeit im Blick hat. Es wäre gut, wenn noch ca. zwei Minuten für den Zuspruch übrig sind.

Material:

  • Kopiervorlage „Kleine Version der Tiere“ (ausdrucken und zuschneiden)
  • Salböl
  • Tiere mit Kerngedanken

Station 3: Bibellesen und Gebet „Geschichte nachspielen“

Die Kinder bekommen die Möglichkeit, die Geschichte die sie gerade gesehen und erlebt haben nachzuspielen. Hierfür wird eine Playmobil-Arche mit Tieren oder ähnliche Bausteine auf den Boden gestellt.

Lies den Kindern die Geschichte laut vor. Danach darf sich jedes Kind 2 Figuren (2 Tiere oder 2 Menschen oder 1 Tier und 1 Mensch) heraussuchen, die es spielt. Jetzt liest du den Kindern die Geschichte nochmal laut und ganz langsam vor. Währenddessen können die Kinder die Geschichte nachspielen. Der Mitarbeiter sollte dann an gewissen Stellen eine Pause machen, damit die Kinder auch die Möglichkeit haben, selbst mit ihren Tieren oder Personen zu sprechen. Somit können die Kinder nochmal verinnerlichen, was Noah und die Tiere damals eigentlich für ein Abenteuer erlebt haben.

Text zum Vorlesen:

Die Arche Noah 1. Mose 8, 1-22

Eines Tages sagte Gott zu Noah: „Es tut mir leid, dass ich die Menschen erschaffen habe. Sie streiten, schlagen und töten sich, deshalb will ich sie und die ganze Erde vernichten. Nur du, Noah, du bist anders. Deshalb baue dir ein ganz großes Schiff, auf dem du und deine Familie Platz haben. Du sollst auch von allen Tieren, die auf der Erde leben, jeweils ein Paar mit auf das Schiff nehmen. Zwei Elefanten, zwei Zebras, zwei Vögel usw.“

Noah gehorchte Gott und baute ein Schiff. Nachdem die Arche fertig war, brachte Noah von allen Tieren, die auf der Erde lebten, jeweils ein Paar an Bord. Löwen, Schafe, Kühe und noch viele mehr.

Am Anfang waren es nur ganz kleine Tropfen, doch der Regen wurde stärker und stärker. Bald waren alle Straßen, Häuser und Bäume im Wasser versunken. Ja selbst die größten Berge. Es gab nichts mehr auf der ganzen Erde, außer dem Wasser und Noahs Arche. Vierzig Tage und Nächte lang hat es geregnet.

Dann hörte der Regen auf. Das Wasser ging langsam zurück und einzelne Bergspitzen kamen zum Vorschein. Noah ließ einen Vogel aus dem Fenster fliegen, damit er irgendwo auf der Erde ein trockenes Stück Land, einen Baum oder eine Blume finden soll. Doch der Vogel kam ohne ein Blatt oder einen Zweig zurück. Auch dem anderen Vogel erging es nicht anders. Erst der dritte Vogel kam mit einem Zweig des Ölbaumes im Schnabel zurück.

Jetzt wusste Noah, dass auf der Erde wieder alles in Ordnung war. Er öffnete die Tür der Arche und alle Tiere, Katzen, Nashörner, Giraffen und noch viele mehr, verließen das Schiff. Auch Noah und seine Familie gingen an Land.

Dann schien auf einmal wieder die Sonne und ein großer Regenbogen leuchtete am Himmel. Mit diesem Regenbogen versprach Gott, dass die Erde nie mehr im Wasser versinken würde. Noah und seine Familie waren sehr froh darüber und dankten Gott.

Als das Wasser wieder weniger wurde, konnten sie mit den Tieren das Schiff verlassen und sich ein neues Zuhause aufbauen.

Material:

  • Playmobil Arche Noah oder andere Bausteine

Station 4: Spiel „Gefährliche Schifffahrt“

Bei diesem Spiel geht es darum, dass ein Spieler (das Schiff) einen anderen Spieler (den Leuchtturm) erreicht. Zuerst werden dafür die Rollen verteilt:

  • Ein Kind ist das Boot,
  • ein anderes der Leuchtturm
  • und die anderen sind Algen/Eisberge/Bojen.

Ablauf:

  1. Der Spieler, der sich bereit erklärt hat, das Schiff zu spielen, bekommt die Augen verbunden und wird im Raum platziert.
  2. Die Algen/Eisberge/Bojen verteilt sich im Raum.
  3. Daraufhin wird der Leuchtturm vom Mitarbeiter im Raum platziert, sodass der Spieler des Bootes eine realistische Chance hat, den Leuchtturm zu erreichen.
  4. Nun macht das Schiff sich auf den Weg zu dem Leuchtturm.
  • Dabei darf das Kind mit verbundenen Augen keine Hindernisse berühren.
    • Die Hindernisse versuchen, das Schiff zu berühren, um das Schiff bei sich zu halten. Dabei dürfen die Spieler, die das Seegras spielen, ihre Füße nicht mehr bewegen und nur ihre Arme benutzen. Damit das Schiff diese Hindernisse wahrnehmen kann, darf der Leuchtturm das Schiff mit Worten (links, rechts, los, stopp) zu sich leiten.
    • Berührt das Schiff dennoch das Seegras, welches ein Hindernis spielt, so muss das Schiff etwa 10 Sekunden warten, bis es weiterziehen darf, denn es hat sich im Seegras verfangen oder muss repariert werden.
    • Wenn das Schiff nicht mehr weiß, wo sich der Leuchtturm befindet, kann es ein Tuten von sich geben, woraufhin der Leuchtturm auch mit einem Tuten antwortet.

Das Spiel endet, wenn das Schiff am Leuchtturm angekommen ist. Das Spiel sollte am besten mehrmals durchgeführt werden, damit mehrere Kinder die Chance haben, einmal Schiff oder Leuchtturm zu sein.

Der Leuchtturm steht in dem Spiel für Gott, der den Menschen leitet. Das Schiff ist also der Mensch, der „blind“ auf Gott vertrauen kann.

Material:

  • Schal/Tuch zum Augenverbinden

1. Erklärungen zum Text

Paulus verfasste den 2. Korintherbrief wahrscheinlich im Herbst des Jahres 55 n. Chr. an einem nicht genau zu lokalisierenden Ort. Im Gegensatz zum 1. Korintherbrief richtet sich der Brief nicht ausschließlich an die Gemeinde in Korinth, sondern gleichfalls an die Christen in der Landschaft Achaia. In seinem Schreiben geht es Paulus darum, sich selbst als Apostel gegenüber der Gemeinde in Korinth zu behaupten, nachdem es zuvor zu einigen Konflikten gekommen war. Zudem scheinen Irrlehrer in der Gemeinde aktiv zu sein, mit denen sich Paulus ebenfalls auseinandersetzt. Das Ringen um die Einheit der Gemeinde ist ständig präsent. Der Abschnitt aus 2. Korinther 5,16-21 verdeutlicht dies. Paulus zeigt hier, worin die große Gemeinsamkeit zwischen ihm und der Gemeinde besteht – und zwar in der von Gott gestifteten Einheit. Bei dieser spielen vermeintlich vordergründige (fleischliche) Belange keine Rolle mehr (V.16).

Mit Gott versöhnte Menschen sind verwandelte Menschen, neue Kreaturen (V.17). Weil Gott in Jesus Christus die Menschheit mit sich selbst versöhnt hat, zählt das Alte nicht mehr. Hierin sind Paulus und die Gemeindeglieder in Korinth ebenso gleich wie in dem Auftrag zur Verkündigung dieser Botschaft (V.18). Dies gilt universal. Es gibt keinen Menschen auf dem Planeten, der nicht zu der Welt (im Griechischen „kosmos“) gehört, die Gott bereits mit sich versöhnt hat. Selbst menschliches Verhalten, was gegen den Willen Gottes geht (Sünden), konnte Gott nicht von diesem Plan abbringen (V.19). Vielmehr noch. Die Menschen der Welt, die Gott trotz ihrer Sünden mit sich versöhnte, sollen Botschafter des Höchsten sein. War Jesus bis zur Himmelfahrt der Repräsentant Gottes auf Erden, so sind dies nun die versöhnten Menschen, die von diesem Sohn Gottes erzählen.

Die Message für alle Welt ist klar: „Lasst euch versöhnen mit Gott!“ Das heißt: „Glaubt, dass genau das geschehen ist, dass Gott die Welt mit sich selbst versöhnte.“ Also: „Lasst euch mit dem versöhnen, der sich bereits mit euch versöhnt hat (V.20)!“ Abschließend betont Paulus die Tiefe dieser Botschaft. Jesus wurde vom Vater in die Trennung von Gott hineingegeben. Mitten in die Welt. Hinein in eine Menschheit, die ihr Recht vor Gott verwirkt hatte. Sie waren dem Tod geweiht. Denn die Folge der Trennung von Gott ist der Tod. In Jesu Tod und Auferstehung sehen die Menschen, dass Gott sich mit der Welt versöhnt. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Im Glauben daran erhalten die Menschen vor Gott wieder das Recht – das Recht zum (ewigen) Leben (V.21).

2. Bedeutung für heute

Alle sind gleich

„All animals are equal, but some animals are more equal than others.” Dieser Satz stammt aus dem Buch „Animal Farm“ von George Orwell, indem er das soziale Miteinander in einem kommunistischen System mithilfe einer Parabel beschrieb. Ohne dass es um Stalin, Lenin und Co. geht, fällt auf, dass Christen oft ähnlich ticken wie die Tiere in Orwells Buch – auf jeden Fall dann, wenn sie sich gegenüber den Menschen betrachten, die nicht an Gott glauben. „Alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher als andere.“ So ähnlich klingt das dann. Christen glauben, dass sie besser seien als Menschen, die nicht an Gott glauben. Das ist falsch. Vor Gott stehen alle auf derselben Stufe. Er hat sie in Jesus Christus alle mit sich versöhnt.

Wir können die Jungen Erwachsenen und Jugendlichen in unserer Gruppe damit herausfordern. Eine konkrete Aufgabe für die kommende Woche könnte für sie darin bestehen, jeden anderen Menschen, dem sie begegnen, mit „Hallo Versöhnter!“ anzureden (im Stillen für sich, oder sogar laut ausgesprochen). Unsere Jugendlichen sollen lernen, dass sie als Christen nicht zu einer „Elite“ dazugehören, die über anderen steht. Ein Kreuz um den Hals ist kein Statussymbol, sondern ein „Kein-Status-Symbol“. Alles hängt an dem, der für uns am Kreuz hing.

Alle sind unterschiedlich

Vor Gott sind alle gleich. So weit, so gut. Aber leider wissen dies nicht alle Menschen. An dieser Stelle gilt es, die Verschiedenheit der Kinder Gottes in den Blick zu nehmen. Die Menschen, die darum wissen, dass Gott sich mit ihnen versöhnt hat, haben den Auftrag, diese Botschaft denen weiterzusagen, die es noch nicht wissen. Alle, Mitarbeiter und Teilnehmer, die darum wissen, dass Gott sich mit ihnen versöhnt hat, sind Stellvertreter Christi auf Erden – ausgestattet mit dem Heiligen Geist. Sie haben die Autorität, in Gottes Namen jedem einzelnen weiterzusagen: „Lass dich versöhnen mit Gott!“ Hierbei müssen wir genau schauen, wen wir da vor uns haben. Jeder ist anders.

Es lohnt sich mit den Jungen Erwachsenen und Jugendlichen zu überlegen, welche Menschen es in ihrem direkten Umfeld gibt, die diese Botschaft noch nicht gehört haben. Dabei können wir versuchen genau zu beschreiben, wie diese Menschen „ticken“ und überlegen, wie wir ihnen als Botschafter so begegnen können, dass sie uns verstehen können.

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Slant

Dieses Spiel vom BORN-VERLAG eignet sich außerordentlich gut, gemeinsam anhand eines Bibeltextes zu entdecken, wie andere Menschen diesen Text wohl verstehen würden. Wir können dies zum Beispiel bewusst in der Bibelarbeit als Einstig nutzen, um schon einmal die Sinne dafür zu schärfen, wie Menschen in unserem konkreten Umfeld so „ticken“.

3.2 Gemeinsamkeiten finden

Bei diesem Spiel geht es darum, gegenseitig Gemeinsamkeiten zu finden.

Zwei gleichgroße Gruppen werden gebildet (zufällig). Beide werden in einem Raum möglichst so platziert, dass sie sich gegenseitig sehen, aber nicht hören können. Jede Gruppe erhält einen Stift und ein Blatt Papier. Jede Gruppe erhält fünf Minuten Zeit, sich die andere Gruppe genau anzuschauen. Dabei gilt es, Gemeinsamkeiten zwischen den anderen und der eigenen Gruppe zu finden und zu notieren. Es müssen Gemeinsamkeiten sein, die auf alle Gruppenmitglieder zutreffen (z. B. alle sind älter als 12 Jahre). Zudem müssen es positive Gemeinsamkeiten sein (also „Alle waren noch nicht in Bangladesch“ zählt nicht).

Nach fünf Minuten beginnt eine Gruppe und nennt eine erste Gemeinsamkeit, die sie notiert hat. Nur wenn dies etwas ist, was zutrifft, bekommen sie einen Punkt. Ist dies jedoch etwas, was die andere Gruppe ebenfalls notiert hat, bekommen sie diesen Punkt sofort wieder abgezogen! Das gilt auch bei großer Ähnlichkeit (z. B. Gruppe 1: „Alle sind älter als 12 Jahre“; Gruppe 2: „Alle sind älter als 13 Jahre“).

Jetzt ist die andere Mannschaft dran und nennt eine Gemeinsamkeit, die sie notiert hat. Hier wird ebenso geprüft und gepunktet. Das Ganze endet, sobald eine Mannschaft keine Gemeinsamkeiten mehr auf dem Zettel hat. Dann wird ausgewertet, wer die meisten Punkte hat.

3.3 Die neue Kreatur

Besorgt euch eine Schaufensterpuppe (kann man manchmal in Geschäften ausleihen). Ggf. könnt ihr auch einen Menschen aus Pappe lebensgroß ausschneiden und aufstellen. Zudem braucht ihr Kleidungsstücke, die ihr der Puppe anziehen könnt sowie diverse Accessoires. Stifte, Papier und Klebestreifen ebenfalls.

Nachdem ihr den Bibeltext mit der Gruppe gelesen habt, macht ihr euch gemeinsam besonders Gedanken über die Verse 16 und 17. Was bedeutet es, eine neue Kreatur zu sein? Was ist das Alte/ Neue? Eure Gedanken dazu versucht ihr gemeinsam mithilfe der Puppe zu bündeln. Diese gestaltet ihr als neue Kreatur und stattet sie dementsprechend aus. Dabei können die Kleidungsstücke und Accessoires bestimmte Eigenschaften symbolisieren. Sonstige Dinge können schriftlich auf Zetteln an der Puppe angebracht werden. Vielleicht werdet ihr mit eurer Gruppe auch merken, dass ihr diese neue Kreatur nicht gestaltet könnt oder sogar, dass sie eigentlich „nackt“ bleiben müsste.

Egal, wie dieser kreative Prozess in eurer Gruppe verläuft – ihr könnt ihn sicher wunderbar nutzen, um den Bibeltext näher zu beleuchten und Antworten auf folgende Fragen zu finden:

  • Was macht die mit Gott versöhnten Menschen gleich? Was nicht?
  • Was ist (wirklich) neu geworden mit Jesus? Was nicht?
  • Was war anders, bevor ich Christ geworden bin? Was nicht?

3.4 Film: „Animal Farm“

a) Schaut mit eurer Gruppe gemeinsam eine Verfilmung von George Orwells „Animal Farm“. Es gibt verschiedene Versionen, viele auch bei youtube.
b) Anschließend reflektiert gemeinsam mit eurer Gruppe den Film. Neben dem vordergründigen politischen Aspekt, über den man auch sehr gut diskutieren kann, lohnt es sich auf folgende Fragen einzugehen:

  • Was hat die einzelnen Tiere „gleich“ gemacht? Was macht uns als Menschen vor Gott „gleich“?
  • Warum war es auch schlecht, dass die Tiere „gleich“ waren? Wo gibt es so etwas unter Christen? (Bsp.: In manchen Gemeinden und Kreisen gibt es einen starken „Konformitäts-Druck“. Dabei geht es nicht mehr um den Menschen an sich als Christ, sondern vordergründig um sein Verhalten, dass er/ sie an den Tag zu legen hat.)

“Bible Art Journaling” (kurz BAJ) ist eine Form des Bibellesens: Was einem beim Lesen besonders wichtig geworden ist, wird kreativ gestalterisch umgesetzt. Dabei kann es ein Wort sein, das einen anspricht, ein Vers, der einen bewegt oder herausfordert. Diese Worte werden dann im Text hervorgehoben mit Farben, Stempeln, eingeklebten Symbolen, Geschenkpapier etc. Aber keine Angst: Man muss nicht besonders künstlerisch begabt sein und auch nicht zeichnen können. Es geht zuerst um den biblischen Text und was er uns heute sagt und weniger um die gestalterische Klasse.

Ist das überhaupt was für Kinder?

Gerade Kinder lieben es, zu malen, zu kleben und zu basteln. So bekommen sie einen ganz persönlichen Zugang zu Versen und Geschichten der Bibel. Inzwischen gibt es extra für Kinder eine Bibel, mit der sie BAJ betreiben können. Dabei handelt es sich um eine Kinderbibel NT (Eckart von Nieden) mit extra viel Rand neben den Texten und einem weißen Bibelcover, das die Kinder noch gestalten können. Dazu gibt es Gestaltungstipps und Stickerbögen.

Im Vorfeld

Zunächst einen Bibeltext aussuchen. Da die Kinder nicht alle eine BAJ-Bibel besitzen, den Bibeltext einfach für alle kopieren.

Materialien zur Gestaltung des Textes besorgen. Für jedes Kind einen Karton, auf den der Text geklebt wird. So drückt nichts durch das Papier durch. Vor der Gruppenstunde alles auf einem Tisch bereitlegen und das Material mit Zeitungspapier unterlegen. Wer zum ersten Mal mit den Kindern „journalt“, hält einige fertige Beispiele aus anderen Bibeltexten bereit, damit die Kinder sich die Sache besser vorstellen können.

Und so geht’s

  • Den Kindern erklären, worum es geht.
  • Beten, dass Gott durch den Text zu ihnen spricht.
  • Den Text austeilen.
  • Den Text laut vorlesen.
  • Den Kindern Zeit lassen, den Text selbst nochmal zu lesen.
  • Die Kinder fragen, welche Worte, Sätze ihnen wichtig sind und sich mit ihnen über den Text austauschen. Offene Fragen stellen (Wieso? Wo? Warum? …).
  • Die Kinder ermutigen, den Text zu gestalten, dass sie nicht vergessen, was ihnen heute wichtig wurde.
  • Den Kindern helfen, die sich etwas schwer tun.
  • Und nun einfach drauflos „journalen“. Keine Angst, sich zu vermalen. Manchmal entstehen so ungeplant die schönsten Seiten!
  • Am Ende gegenseitig die Ergebnisse zeigen.

 

Das Ziel

Starter

Die Jungscharler sollen erfahren, dass es sich lohnt, einen Neustart zu machen und sein Vertrauen auf Gott zu setzen.

Checker

Die Jungscharler sollen merken, wenn man Gott in allen Lebenssituationen vertraut, wirkt er im Leben des Einzelnen.

Der Text an sich

Zunächst finden wir im Text Anhaltspunkte zur Person Hiskijas. Er wurde sehr jung König, vielleicht erst nur Mitregent mit seinem Vater Hosea. Gerade einmal 25 Jahre war er, als er König von Juda wurde. Weiter verrät uns der Text, dass er eine lange Amtszeit hatte. Insgesamt 29 Jahre regierte Hiskija in Jerusalem. Die besondere Bedeutung der Person Hiskijas wird schnell deutlich. Er vertraute Gott und nicht seinen eigenen Fähigkeiten. Dieses Vertrauen auf Gott, ist ein Alleinstellungsmerkmal in Bezug auf Hiskija. Keiner seiner Vorgänger (außer König David) und auch kein König nach ihm hatte ein solch tiefes Gottvertrauen, wie er (V.5). Hiskija „klebte“ an Jahwe. Der Begriff „kleben“ soll verdeutlichen, wie innig dieses Verhältnis zu Gott war. In der religiösen Sprache Israels bedeutete „kleben“ dicht dran sein. Hiskija war dicht an Gott dran. Dies wird an seiner Grundhaltung, sowohl im eigenen Leben (Einhaltung der jüdischen Gebote), als auch in seinem politischen Handeln sichtbar (V.6-8). Während seiner Amtszeit macht er es sich zur Aufgabe, dem bestehenden Götzenkult die Stirn zu bieten. Er fängt neu an – alles auf Anfang. Er beendet die Höhenkulte. Hierbei handelte es sich um Opferstätten, die in den landschaftlichen Erhebungen Israels gebaut wurden. Sie dienten jedoch schon lange nicht mehr der Verehrung Jahwes. Weiter zerstört er die Kultsäulen, die dem Natur- und Fruchtbarkeitsgott Baal gewidmet sind, und auch die Kultstätten von Baals weiblichem Gegenüber Aschera werden von ihm zerstört. Im gleichen Vers wird hervorgehoben, dass sich Hiskija aber nicht nur der Zerstörung fremder Gottheiten und Opferstätten widmet, sondern auch an ein Heiligtum der Israeliten herangeht. Er zerschlägt die „eiserne Schlange“, die von Mose selbst angefertigt wurde, damit das Volk Gottes ein sichtbares Zeichen bekam, auf das es vertrauensvoll blicken konnte, um vor einer Schlangenplage gerettet zu werden (4. Mose 21,9). Was damals dem Volk Israel als sichtbares Zeichen gegeben wurde, um Gott zu vertrauen, wird zur Zeit Hiskijas selbst als Kultgegenstand verehrt. Hiskija will mit der Zerstörung der Schlange dafür sorgen, dass das Volk Israel keinen Gegenstand verehrt, sondern sein Vertrauen auf Gott setzt. Durch Hiskijas bedingungsloses Vertrauen Gott gegenüber wurde seine Regentschaft gesegnet. In den V. 9-12 wird noch einmal erwähnt, wie es zum Ende des Nordreichs im Jahre 722 kam. Das Volk Israel wurde nach Assyrien verschleppt und dort angesiedelt. Der Ungehorsam des Volkes Israel führte zu diesem Ereignis.

Der Text für mich

An der Person Hiskijas beeindruckt mich vor allem das tiefe Vertrauen, das er Gott gegenüber hat. Hiskija schafft es, Gott in allen Lebenslagen zu vertrauen. Sicherlich hat Hiskija in seinem Leben und vor allem in den 29 Jahren seiner Regentschaft viele Höhen und Tiefen des Alltags durchlebt. Der Text selbst hebt kein besonderes Ereignis hervor, in dem das Gottvertrauen besonders deutlich zum Vorschein kommt. Umso mehr bewundere ich, dass er Gott in seinem alltäglichen Leben vertraut. Gott hat Hiskija dort gesegnet, wo er ihn eingesetzt hat. Hiskija missbraucht sein Amt als König nicht, sondern bleibt Gott treu. Ich wünsche mir, dass mir das in meinem eigenen Alltag ebenso gelingt. Ich möchte Gott nicht nur ein bisschen vertrauen, sondern ganz dicht an ihn dran sein. Vor allem dann, wenn es in meinem Leben Zeiten gibt, wo es mir schwerfällt, Gott zu vertrauen. Dann möchte ich an Gott „kleben“. Dieses Bild finde ich sehr schön, denn es bedeutet, dass ich ganz eng mit Gott verbunden bin. Dies gilt für mich persönlich, ebenso wie in der Funktion als Mitarbeiter in der Jungschar.

Der Text für dich

Starter

Kinder beobachten ihr Umfeld sehr genau und bekommen mit, auf wen die Erwachsenen ihr Vertrauen setzen. Viele setzen ihr Vertrauen in sich selbst, in den Ehepartner oder einen guten Freund. Als Kind vertraut man vor allem seinen eigenen Eltern oder Erwachsenen aus dem persönlichen Umfeld (wie z.B. Großeltern, Lehrern, Trainern etc.). Kinder vertrauen auf das, was ihnen gesagt und vorgelebt wird, und solange dieses Vertrauen nicht missbraucht wird, halten sie an ihrem Vertrauen gegenüber ihren Bezugspersonen fest. Die Geschichte von Hiskija kann ihnen zeigen, dass es da noch jemanden gibt, dem sie vertrauen können. Gott hat für sie bisher keine große Bedeutung. Es wird jedoch deutlich, dass Hiskijas Leben gelang, weil er Gott vertraute. Dass Hiskija nicht irgendjemand, sondern sogar König war, der eine lange Zeit regierte, kann ihn für die Kinder besonders interessant machen.

Checker

Neben dem Vertrauen gegenüber ihren Bezugspersonen haben die Jungscharler vom Vertrauen auf Gott gehört. Sie wissen, dass Gott möchte, dass wir ihm vertrauen. Wie weit dieses Vertrauen geht, können wir ihnen in der Jungschar verdeutlichen. Jemandem in allen Lebenslagen, eben auch wenn es schwierig ist, zu vertrauen ist nicht immer leicht. Aber gerade dann ist es wichtig, sein Vertrauen auf Gott zu setzen. Die Person Hiskija ist den wenigsten Kindern bekannt. Dies eröffnet uns, als Mitarbeitern, die Chance, das Thema „Vertrauen“ noch einmal von einer anderen Seite zu beleuchten. Auf unspektakuläre Weise können wir am Leben und Handeln von König Hiskija verdeutlichen, dass es sich lohnt, Gott zu vertrauen bzw. einen Neustart mit Gott zu machen. Ihm ist es wichtig, sein Handeln von Gott bestimmen zu lassen. Dafür wird er von Gott belohnt, indem seine Amtszeit gesegnet wird.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Alte und neue Gegenstände
Die Jungscharler bekommen Bilder von Gegenständen gezeigt, die alt oder neu sind. Sie sollen die Gegenstände den Zetteln zuordnen. Liegen sie immer richtig?
Dieses Zuordnungsspiel kann auch als Wettkampfspiel gespielt werden. Hierfür müssen die Materialien jeweils zweimal vorbereitet werden. Dann können die Jungscharler in zwei Gruppen gegeneinander spielen.

Idee 2: Geschichte: Alles Neu
„Ihr seid soooo gemein! Immer denkt ihr nur an euch. Da mache ich nicht mit. Auf gar keinen Fall!“ Mia ist außer sich. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Eben war ihre Welt noch in Ordnung. Sie hatte einen schönen Nachmittag mit ihrer Freundin Lea im Schwimmbad verbracht und jetzt das. Eine Katastrophe! Mama und Papa haben ihr im Familienrat eröffnet, dass sie in den Sommerferien in eine neue Stadt ziehen würden. Nach Stuttgart. Mama hat dort eine neue Stelle gefunden und Papa kann sowieso von überall aus arbeiten. Aber Mia will nicht umziehen. Hier hat sie doch alles, was sie braucht. Ihre Schule, die nette Klassenlehrerin, ihre Freunde, den Sportverein, Poldi, den Hund von ihrer Nachbarin, mit dem sie immer spazieren gehen darf. Die wird sie doch nie wiedersehen. Stuttgart ist viel zu weit weg von Hamburg. Mia ist verzweifelt und jetzt rollen auch die ersten Tränen. Sie kann gar nicht mehr aufhören zu weinen, so weh tut ihr der Gedanke, all das aufgeben zu müssen. Nach einer Weile kommt Mama herein. Liebevoll streichelt sie Mia über den Kopf. „Ich weiß, es ist nicht schön, alles aufgeben zu müssen und woanders noch einmal neu zu beginnen. Papa und ich wissen, dass wir viel von dir verlangen. Wir trauen dir aber zu, dass du das schaffst. Und wir wollen dir dabei helfen, dich in Stuttgart gut einzuleben.“ Mias Schluchzer werden etwas leiser. „Wie denn? Wie könnt ihr mir denn schon helfen?“ Mama nimmt Mia in den Arm. „Wir werden uns viel Zeit für dich nehmen. In den Osterferien fahren wir für drei Tage nach Stuttgart, um uns die Stadt anzusehen und nach einer Wohnung zu suchen. Natürlich schauen wir uns dann auch schon mal eine Schule an. Ich bin sicher, dass du dort schnell neue Freunde finden wirst und einen neuen Sportverein finden wir auch. Außerdem haben Papa und ich uns überlegt, dass du nun alt genug bist, um einen eigenen kleinen Hund haben zu können.“ – „Ehrlich? Ich darf einen eigenen Hund haben?“ – „Ja.“ Mama nickt. „Versprochen.“ Mia freut sich. Ein eigener Hund. Das war schon immer ein großer Wunsch von ihr. Sie hat immer noch Bauchschmerzen, wenn sie an den bevorstehenden Umzug denkt. Oft flattert es in ihrer Magengegend. Ob sie dort wohl schnell Anschluss in der Schule findet? Hoffentlich findet sie dort schnell neue Freunde. Aber die Aussicht einen pelzigen kleinen Freund an ihrer Seite zu haben, macht den Umzug ein wenig leichter. Alles neu – ein komisches Gefühl.
Fragen:
Hat einer oder eine von euch selbst schon einmal einen Umzug in eine andere Stadt erlebt? Wie war das für euch? Hattet ihr ähnliche Ängste wie Mia? Wie war der Neustart in einer fremden Stadt für euch?

Verkündigung

Erzählung mit Aktionen
Im Alten Testament gibt es einen Mann, der ebenfalls neu anfangen musste. Sein Name war Hiskija und er wurde schon sehr jung König von Juda. Das war eine große Aufgabe für einen jungen Mann. Sicherlich hatte auch Hiskija so manches Mal Bauchschmerzen, wenn er an seine verantwortungsvolle Aufgabe dachte. Aber Hiskija hatte einen Trumpf im Ärmel: Gott. Hiskija vertraute Gott. Wie es ist, jemandem vertrauen zu müssen, könnt ihr selbst einmal ausprobieren:

Minenfeld
Im Jungscharraum wird ein Spielfeld eingegrenzt. In diesem Spielfeld werden Gegenstände (z.B. Becher) verteilt, die als Minen dienen. Nun bekommt ein Jungscharler die Augen verbunden und wird ins Minenfeld gestellt. Ein anderer Jungscharler bekommt die Aufgabe, ihn nur durch Anweisungen (nicht durch Berührungen) durch das Minenfeld zu lotsen. Dabei sollte es einen Startpunkt und ein Ziel geben. Wenn das Spielfeld entsprechend vergrößert wird, können auch mehrere Jungscharler gleichzeitig durchs Minenfeld gelotst werden.
Hiskija vertraute Gott in allen Dingen. Sein Vertrauen ging sogar so weit, dass er einen Neuanfang für sein Volk wagte. Unter den Königen vor ihm hatte sich das Volk Israel anderen Göttern zugewandt. Der Gott Israels geriet dabei in Vergessenheit. Das wollte Hiskija ändern. Er ging dabei recht radikal gegen die Götterverehrung seines Volkes vor. Er ließ die Opferstätten entfernen und zerbrach die steinernen Götzenstatuen, sodass das Volk keine Kultstätten mehr hatte. Hiskija ging sogar noch einen Schritt weiter. Er ließ auch ein Heiligtum aus der Zeit Moses vernichten. Dabei handelte es sich um eine Eisenschlange, die zur Zeit von Mose dazu dienen sollte, dem Volk Vertrauen zu Gott zu schenken. Das hielt Hiskija nicht mehr für notwendig.

Dosenwerfen
Die Dosen werden in Form einer Schlange auf einem Tisch aufgebaut. Die Jungscharler dürfen nacheinander die Schlange durch den Abwurf der Dosen „vernichten“.

Das war ganz schön mutig von Hiskija. Weil er von Gott überzeugt war und ihn liebte, wollte er, dass auch sein Volk Gott wieder vertraute. Hiskija blieb Gott treu, es heißt, dass er förmlich an Gott klebte. Das ist ein großartiger Gedanke!

Aktion
Nehmt zwei Blätter und klebt sie mit einem Klebestift zusammen. Versucht die Blätter nun vorsichtig auseinanderzuziehen. Dies ist nur schwer möglich.

Murmelspiel
Klebt an einem Ende eines Tisches ein doppelseitiges Klebeband auf die Tischfläche. Die Jungscharler stellen sich hintereinander ans andere Ende des Tisches auf. Ihre Aufgabe ist es, jeweils drei Murmeln so über den Tisch rollen zu lassen, dass sie auf dem Klebeband haften bleiben und nicht herunterfallen.

Gott freut sich über Hiskija. Deshalb segnet er ihn. Insgesamt 29 Jahre bleibt Hiskija König von Juda. Er ist ein großes Vorbild für sein Volk, er schafft einen Neuanfang für das Volk Israel mit ihrem Gott, er besiegt Feinde und gewinnt Kriege.

Die andere Idee

Experiment

Die Jungscharler bekommen die Aufgabe, die pulverförmigen Proben (Zucker, Backpulver, Speisestärke, Gips usw.) in je einen Plastikbecher zu füllen und dann ein wenig Wasser hinzuzugeben. Die Proben werden unterschiedlich „klebrig“. Sie werden feststellen, dass die Mischung von Speisestärke und Wasser die klebrigste Masse ergibt. Anschließend kann die Geschichte von Hiskija wie im ersten Verkündigungsteil erzählt werden (ohne die Aktionen dazwischen). Dabei sollte das besondere Vertrauensverhältnis von Hiskija gegenüber Gott hervorgehoben werden.

Der Text gelebt

Wiederholung

Bastelt mit den Jungscharlern kleine Kronen aus gelbem oder goldenem Tonkarton. Legt danach ein Blatt Tonkarton oder ein Stück Tapete in die Mitte. Sammelt zusammen mit den Kindern Situationen, in denen sie Gott schon einmal vertraut haben oder ihm ihr Vertrauen schenken möchten und schreibt diese auf.

Gespräch

Was haben die Jungscharler aufgeschrieben?
Welches Thema kommt besonders häufig vor?
Warum fällt es uns in manchen Alltagssituationen leichter Gott zu vertrauen und in anderen nicht?
In welchen Situationen fällt es uns besonders schwer, Gott zu vertrauen?
Mit wem reden wir in einer solchen Situation?
Wenn das Gespräch nicht so richtig in Gang kommen will, kann es helfen, wenn ein Jungscharmitarbeiter ein kurzes Beispiel aus dem eigenen Leben erzählt. Das macht den Jungscharlern Mut, selbst was zu erzählen.

Merkvers

Verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern setze dein Vertrauen ungeteilt auf den Herrn!

Sprüche 3,5 GNB

Auf Dosen werden immer kurze Abschnitte des Verses geschrieben. Die Dosen werden nebeneinander als Schlange aufgebaut. Nacheinander darf jeder mit einem Ball einmal auf die Dosen werfen. Kann der Satz immer noch gesagt werden, auch wenn nicht mehr alle Dosen in der Schlange stehen?

Gebet

Jeder Jungscharler darf etwas aufschreiben, worin er Gott vertrauen möchte (z.B. anstehende Klassenarbeit, Gespräch mit den Eltern). Legt anschließend einen Tonkarton in die Mitte, auf den bereits der Merkvers geschrieben ist. Greift in einem Gebet die aufgeschriebenen Alltagssituationen auf.

Kreatives

Dosen-Kronen basteln
Die Dose sollte auf einer Seite einen sauber abgetrennten Deckel haben und gut ausgewaschen sein. Danach wird das Papier so zugeschnitten, dass es genau um die Dose passt. Anschließend können die „Zacken“ der Krone mit dem Lineal und einem Stift auf das Papier aufgezeichnet und dann ausgeschnitten werden. Das Papier wird dann um die Dose gewickelt und mit einem Tesastreifen fixiert. Nun nehmt ihr einen wasserfesten Stift und malt die Zacken auf die Dose auf (hartnäckige Reste vom Stift kann man später mit Nagellackentferner abbekommen). Das Papier kann nun von der Dose genommen werden. Mit einer Schere werden die Kronenzacken geschnitten und abgerundet. Wer mag, kann die Zacken noch ein wenig nach außen biegen und mit Perlen oder Pomp Pomps bestücken. Wer es bunt mag, kann die Krone ein- bis zweimal mit Dispersionsfarbe (bekommt man im Baumarkt) anmalen und gut trocknen lassen. Danach kann sie, je nach Geschmack, weiter verziert werden. Die Kronen-Dosen eignen sich als Dekoration, um ein Glas mit einem Teelicht hineinzustellen oder um z.B. in einem Topf Kräuter zu ziehen und diesen in die Dose zu stellen.

Spielerisches

Auf nach Jerusalem!
Ein Bote muss dringend zum König, um ihm eine Botschaft zu überbringen. Aber Vorsicht! Es ist Nacht und er muss an den schlafenden Posten vorbei. Wird er es schaffen? Ein Jungscharler bekommt die Augen verbunden. Seine Aufgabe ist es, von einem Startpunkt zum Ziel zu gelangen, ohne dabei die schlafenden Posten zu berühren. Ein wenig Hilfe bekommt er von einer königlichen Wache, die ihn durch leise Geräusche um die Posten herumlenken darf. Die Posten dürfen sich nicht bewegen, können aber ab und zu ein leises (!) Schnarchgeräusch von sich geben. Berührt der Bote einen Posten, muss er wieder von vorne anfangen Wie lange braucht der Bote bis zum Ziel?

Rätselhaftes

Die Teilnehmer erhalten einen Lückentext, der die Geschichte von Hiskija noch einmal zusammenfasst. Sie haben die Aufgabe, den Lückentext mithilfe einer Bibel auszufüllen.

(T)extras

Lieder

Es ist supermegastark
Wieder neu
Vom Anfang bis zum Ende

Aktion

Heißer Stuhl
Ein Mitglied aus der Gemeinde oder ein bis zwei Eltern werden zum „Heißen Stuhl“ eingeladen. Es geht um das Oberthema „Vertrauen auf Gott“. Die Jungscharler dürfen sich im Vorfeld Fragen überlegen, die sie dem Gast stellen dürfen.

Hinweise und Erklärungen zur Kleingruppenarbeit

Das Kleingruppen-Material beinhaltet: Hintergrundinfos zum Text, einen Bezug zur Zielgruppe und Ideen zur Gestaltung der Kleingruppenzeit.

Die Kleingruppen laufen nach einem Rotationsprinzip. Jede Kleingruppe wird von mind. einem Mitarbeitenden begleitet und läuft von Station zu Station. Durch ein Signal vom Zeitwächter wird den Gruppen signalisiert, dass sie zur nächsten Station aufbrechen. Je ein weiterer Mitarbeitender ist bei einer der 5 Stationen, die je 7 Minuten dauern:

  • Gespräch inkl. Fragen
  • Spiel
  • Kreatives
  • Bibellesen und Gebet
  • Extra/Spezial

Zusammenfassung des Bibeltextes

Josef ist der Lieblingssohn unter den zwölf Söhnen Jakobs und hält sich zudem oft für etwas Besseres. Im Gegensatz dazu stehen seine zehn großen Brüder, die viel Unfug treiben und ihren Bruder wegen seiner Sonderstellung hassen. Eines Tages halten sie es nicht mehr aus und werfen Josef in den nächstgelegenen Brunnen. Da das keine dauerhafte Lösung ist mit der alle leben können, verkaufen sie ihn an Kaufleute nach Ägypten und erzählen ihrem Vater, dass Josef von einem Raubtier getötet wurde.

Die Zeit vergeht und Josef wird zum zweit mächtigsten Mann in Ägypten. Als schließlich eine Hungersnot ausbricht, hatte Josef für Ägypten vorgesorgt, da Gott ihn von der kommenden Katastrophe hat wissen lassen. Seine Familie im Land Kanaan erfährt, dass es in Ägypten noch Nahrungsvorräte gibt und macht sich auf den Weg dorthin. Daraufhin stehen sie vor einem der mächtigsten Männer Ägyptens um nach Essen zu fragen und erkennen in ihm letztendlich aber nicht ihren eigenen Bruder wieder. Anders aber Josef: Er erkennt seine Brüder sofort und ist von seinen Gefühlen hin und her gerissen, wie er ihnen – nach allem was passiert ist – begegnen soll. Doch nach längerer Probezeit hält er es schließlich nicht mehr aus und fällt seinen Geschwistern weinend um den Hals.

Zielgedanke: Gott möchte, dass wir anderen vergeben.

Bezug zur Altersgruppe

Nicht nur Erwachsene kennen das Gefühl hintergangen, belogen und verletzt worden zu sein. Auch Kinder erfahren Streitsituationen im Alltag. Wenn beispielsweise die beste Freundin ein Geheimnis weitererzählt oder die großen Geschwister einen nicht mitspielen lassen, tendieren viele Menschen dazu sich zu rächen oder mit den anderen nicht mehr zu sprechen. Dadurch können im Extremfall Beziehungen und Freundschaften zu Bruch gehen. Dabei wären viele Situationen mit einem ehrlichen „Es tut mir leid.“ zu lösen, wenn zusätzlich der jeweils andere bereit ist zu vergeben.

Station 1: Kreatives „Es tut mir leid“-Schachtel

Zuerst wird eine Streichholzschachtel silbern oder golden bemalt und in schwarz mit „Es tut mir leid…“ beschriftet. Danach wird jeweils ein Teddy aus braunem Fotokarton ausgestanzt und ein mit „Kannst du mir vergeben?“ beschriebenes rotes Papierherz ausgeschnitten (siehe Kopiervorlage). Das Herz wird vorne auf den Teddy geklebt, so dass es scheint, als würde es der Bär von hinten halten. Zum Schluss kann noch ein Gesicht aufgemalt werden und der fertige Teddy mit Herz wird in die Schachtel gelegt. Beim nächsten Streit können die Kinder dann z. B. ihrer Mutter die kleine Vergebungs-Schachtel schenken.

Material:

  • 1 x leere Streichholzschachtel pro Kind
  • Kleber (am besten Klebestift)
  • Scheren
  • braunes Fotokarton
  • rotes Papier mit aufgedruckten Herzen
  • Silberner oder Goldener dicker Edding
  • Schwarzer feiner permanent Marker/Edding
  • Teddybärstanzer

Station 2: Spezial „Schuld restlos verbrennen“

Die Kinder bekommen als Gruppe ein kleines Stück Magnesiumpapier auf das sie aufschreiben bzw. malen können, was andere ihnen angetan haben oder mit was sie andere verletzt haben. Danach nimmt der Mitarbeiter den Zettel und zündet ihn an. Die Kinder können nun sehen, wie die „Schuldzettel“ mit spektakulärer Flamme restlos verbrennt.

Hinweise: Station auf dem Flur oder in einem Extraraum, da diese Aktion viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Zudem sollte man sich nicht direkt unter einen Feuermelder stellen. Die Durchführung durch einen Teamer oder eine Einweisung durch einen solchen ist sinnvoll.

Material:

  • Stifte
  • Feuerzeug
  • Magnesiumpapier

Station 3: Bibellesen und Gebet „Mit Gegenständen nacherzählen und danken“

Die Bibelgeschichte wird an Hand von Gegenständen durch die Kinder noch einmal wiederholt. Die Kinder sitzen im Kreis und greifen der Reihe nach in einen Beutel, in dem sich Figuren und Motive befinden, die in der Geschichte vorkommen. Das Kind sagt dann in ein zwei Sätzen, um was für einen Gegenstand es sich handelt und welchen Bezug dieser zu der Erzählung hat. Danach legt es die Figur in die Mitte und gibt den Beutel weiter.

Gegenstände im Beutel:

  • T-Shirt (Geschenk an Jo von seinem Vater Jakob)
  • Pyramide (Ägypten)
  • Krone (Jo wird stellvertretender König),
  • Brunnen (Jo´s Brüder schmeißen ihn in einen Brunnen)
  • Kamel (Karawane)
  • Geld (Jo wird verkauft)
  • Schaf/Ziege (die Brüder hüten die Schafe und Ziegen der Familie)
  • böser Emoji (die Brüder sind wütend auf Jo/ Jo weiß nicht wie er seinen Brüdern begegnen soll)
  • Umarmung (am Schluss versöhnen sie sich wieder)

Überleitung: „Und Jo war Gott am Ende dankbar, dass er aus der schlechten Situation – in die ihn seine Brüder gebracht haben –  eine Gute wurde. Jeder, der möchte darf sich jetzt ein Knicklicht nehmen, Gott in einem kurzen Gebet sagen, wofür er dankbar ist und dann das Knicklicht aktivieren und als Erinnerung an den Arm machen.“

Material:

  • Knicklichter für alle
  • Beutel mit Gegenständen

Station 4: Spiel „Steckbrief“

Vor Spielbeginn versteckt der Leiter/in auf dem Gelände/Raum kleine Zettel auf denen Bibelstellen stehen (siehe Kopiervorlage). Zum Beispiel: „Name: 1. Mose 30 Vers 24“ (Joseph). Für den Sklavenmarkt will der Käufer ganz genau wissen, wen er da kauft. Die Kinder müssen dann, als Verkäufer die Zettel suchen und den entsprechenden Steckbrief ausfüllen (siehe Kopiervorlage).

Hinweis: Für diesen Steckbrief wurde die Lutherübersetzung verwendet

(Lösungen: Name: Josef; Alter:17; Herkunftsland: Kanaan, Vater: Jakob, Mutter: Rahel, Anzahl der Geschwister: 11; Oft bezeichnet als: Träumer)

Material:

  • jeweils 1 ausgedruckte Kopiervorlage pro Gruppe
  • Stifte
  • Lutherbibeln

Station 5: Gespräch

Jedes Kind darf sich der Reihe nach ein M&M aus dem Süßigkeitenspender lassen und je nach Farbe die dazugehörige Frage beantworten:

rot: Warum ist es so schwer anderen zu vergeben?

blau: Wie fühlt es sich an, wenn dir vergeben wird und der Streit dann vorbei ist?

orange: Wie ist das Gefühl, wenn der Streit zwischen dir und anderen steht?

grün: Wann haben dir andere schon vergeben?

braun: Was sollte man machen, wenn man sich gestritten hat?

gelb:  Wann hast du anderen schon vergeben? Was hast du ihnen vergeben?

Material:

  • M&M´s
  • Oder bei Nussallergie Smarties
  • Süßigkeitenspender

Hinter dem Spitznamen „Jo“ verbirgt sich in diesem Heft der Evangelist Johannes. Mit den starken 7 sind die Ich-bin-Worte gemeint, die wir nur in diesem Evangelium finden.


Sieben bildhafte Vergleiche und tiefe Botschaften hat Jesus damit in den Raum gestellt. Dies sind starke, manchmal schwer verständliche aber lebendige Worte, die wir für Kinder umzusetzen versuchen. Im Rahmen einer Freizeit oder auch in wöchentlichen Stunden ist das sicher ein spannendes Abenteuer. Vielleicht lässt sich eine Brücke schlagen zwischen den Ich-binWorten und der diesjährigen Losung, die ebenfalls im Johannesevangelium steht.


„Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ Johannes 14,19


Diese Worte sagt Jesus seinen Jüngern nicht nach der Auferstehung, sondern in der Zeit bevor er den schweren Kreuzweg auf sich nimmt. Da steckt so viel Vertrauen und Zuversicht in diesen Sätzen, dass es für mich und dich bis zum Jahr 2008 reicht. Belebend, Salz für die Erde, Würze im Alltag, Pfeffer in der Suppe der Gleichgültigkeit, so sollen Nachfolger Jesu sein.


Neun Frauen und Männer stehen als Redaktionskreis hinter dem Jungscharleiter. Jede und jeder von uns lebt auf seine Art, alle zusammen tanken wir Kraft und Leben von Gott. Dass dies im neuen Jahr auch in vielen Jungscharen gelingt wünschen wir euch.


In diesem Sinne mit Jesus Christus mutig voran!


Eure Beate Hofmann und das Redaktionsteam

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