The Chosen – Staffel 2 – Folge 3 – Matthäus 4,24

Die dritte Folge trägt den schlichten Titel eines Bibelverses: Matthäus 4.24: „Und sie brachten alle zu ihm, die irgendwelche Krankheiten oder Schmerzen hatten.  Darunter waren Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte. Jesus heilte sie alle.“
Jesus taucht erst ganz am Ende auf und die Episode dreht sich um das, was die Jünger währenddessen tun und sprechen.

Beginnt euren Jugendkreis wie ihr es immer tut. Begrüßt die Teilnehmenden und fragt sie, an was sie sich noch von letzter Woche erinnern. Da die Jünger einen großen Teil der Folge um das Lagerfeuer im Kreis sitzen, gibt es zu Beginn ein paar Kreisspiele.

KISSENJAGD

Die Gruppe sitzt im Kreis – ideal sind mindestens 10 Personen. Es sollte eine gerade Anzahl an Mitspielern sein. Die Gruppe wird in zwei Mannschaften eingeteilt, die jeweils abwechselnd im Kreis sitzen (A-B-A-B-…). Von jeder Mannschaft bekommt nun ein Spieler ein Kopfkissen in die Hand. Die Kopfkissen sollten gegenüber im Kreis verteilt sein. Auf ein Zeichen müssen nun die Mannschaften versuchen, das Kissen der anderen Mannschaft mit dem eigenen Kissen zu fangen. Dabei darf das andere Kissen nicht blockiert werden. Gejagt wird nur durch die Weitergabe des Kissens an den nächsten Mitspieler der eigenen Mannschaft. Das Kissen darf dabei nicht geworfen werden.

ESCAPE

Eine Person ist in der Mitte. Alle anderen bilden einen Kreis und halten sich an den Händen fest. Die Person in der Mitte versucht nun den Kreis zu durchbrechen. Wenn sie es schafft, ist die nächste dran. Variante: nach ein paar erfolglosen Versuchen zu entfliehen kann Verstärkung angefordert werden durch die Wahl einer weiteren Person.

WÜRDEST DU FÜR GELD?

Basierend auf dem Prinzip von Obstsalat könnt ihr ein Spiel mit der Frage „Würdest du für unbegrenztes Geld …?“ spielen. Eine Person steht in der Mitte und hat keinen Sitzplatz. Sie stellt eine Frage „Würdest du für Geld …?“ Wer diese Frage mit Ja beantwortet, muss aufstehen und sich einen neuen Platz suchen. Die Person in der Mitte kann dann auch einen Platz suchen. Wer keinen Platz findet, muss eine neue Frage stellen. Das greift die Frage von Andreas am Lagerfeuer auf.

Das Essen könnt ihr nun gemeinsam vorbereiten. Ein paar Jugendliche können den Dip vorbereiten, die anderen das Fladenbrot. Wenn es etwas dauert die Brote zu machen, haltet sie im Backofen warm.

Essen: Fladenbrot, Sultans Freude Dip

Kochrezept und Zutaten:

Fladenbrot
250 g Mehl
sieben 1 Teelöffel Salz
und 30 ml Olivenöl gut mischen,
120 ml warmes Wasser hinzufügen.
Den Teig gut kneten und in 4 gleiche Teile teilen.
Bei starker Hitze auf jeder Seite 2 Minuten braten.

Sultans Freude Dip
300 g     Doppelrahmfrischkäse
200 g     Feta-Käse
2 Handvoll  Datteln, ohne Stein, fein geschnitten
1 Schuss      Olivenöl, hochwertig
3 TL        Schwarzkümmel
1 EL, gehäuft     Currypulver, mild
2 EL        Milch, nach Belieben

Den Frischkäse in eine Schüssel geben. Den Feta zerbröckeln und dazugeben. Es soll keine sämige Masse werden, die Fetastücke dürfen ruhig noch sichtbar sein! Die fein geschnittenen Datteln, den Schwarzkümmel und das Currypulver dazugeben. Zum Schluss das Öl untermengen. Wenn der Dip zu fest ist, noch nach Belieben Milch dazugeben.

Entweder ihr esst dann am Tisch zusammen oder während des Schauens der dritten Folge.

Nachdem ihr die dritte Folge gemeinsam angeschaut habt, könnt ihr erst mal nach den allgemeinen Eindrücken fragen:

  • Was hat euch gut gefallen?
  • Welcher Satz klingt nach?
  • Was habt ihr nicht verstanden?

Um tiefer in das Gespräch einzusteigen, könntet ihr folgende Fragen stellen (Je nachdem wie viele ihr seid und wie vertraut eure Gruppe miteinander ist, könnt ihr auch Kleingruppen machen):

  • Wärst du gerne berühmt? Was bringt es für Vor- und Nachteile mit sich?
  • Thomas fragt Jakobus: Warum bittest du Jesus nicht? Gibt es Dinge, um die du Jesus auch nicht bittest? Warum nicht?
  • Was haltet ihr von Marias Aussage: „Ich denke nicht, dass er darauf wartet, dass wir heilig werden. Ich glaube, er ist hier, weil wir nicht ohne ihn heilig werden können.“
  • Findest du Petrus ungerecht gegenüber Matthäus? Jesus hat ihm schließlich vergeben und ihn berufen.

Andacht: Er braucht mich nicht (mehr).

Eine Szene hat mich in dieser Folge besonders berührt: Wie Maria davon erzählt, wie es für sie war, als Jesus geboren wurde. Sie spricht darüber, wie es war, als Jesus geboren wurde. Dass er sauber gemacht werden musste, dass er kalt war und schrie. Und dass er ihre Hilfe brauchte. Ein ganz normales Baby eben. Und das ließ sie anfangs fragen, ob das wirklich der Sohn Gottes ist? Aber irgendwie wusste sie, dass er es ist. Er wurde älter und brauchte sie immer weniger. Maria sagt einerseits, dass sie natürlich stolz ist und sich als Jüdin freut über das, was Jesus für die Leute tut. Aber anderseits ist sie manchmal traurig darüber, nicht mehr gebraucht zu werden.

Und dann gibt es die Schlussszene: Jesus kommt nach vielen Stunden zurück zu den anderen. Er ist völlig erschöpft, sagt nicht viel und möchte nur ins Bett. Maria sieht ihn, beugt sich hinunter und wäscht ihm die Füße. Sie wird gebraucht und kann Jesus dienen. Sie kann etwas für ihn tun.

Möglicherweise sind das ganz normale Prozesse zwischen einer Mutter und ihrem Kind. Aber für unsere Beziehung zu Jesus können wir etwas lernen. Jesus braucht uns nicht. Wir brauchen ihn. Aber manchmal kann es Situationen geben, in denen wir etwas für ihn tun können. Maria hat zu Jesus geschaut und gesehen, was er gebraucht hat. Sie hat nicht zugeschaut wie die anderen Jüngern, sondern hat gehandelt.

Meine Herausforderung für dich in der nächsten Woche ist, Jesus mal zu fragen, was du für ihn tun kannst. Wo er dich braucht oder gebrauchen will. Das müssen keine großen Dinge sein. Du könntest zum Beispiel dem Gedanken folgen, dem Busfahrer zu sagen, dass du ihm dankbar bist, dass er dich jeden Tag sicher zu deinem Ziel bringt. Was kannst du für Jesus tun?

In dieser Themenreihe beschreiben wir Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 2. Serienstaffel von „The Chosen“ zu vertiefen und gemeinsam aufzugreifen. Ideal um die Folgen gemeinsam zu schauen und danach als Gruppe zu erleben, besprechen und persönlich anzugehen.

Elemente in den Erarbeitungen sind: Spiel, Gespräch durch Fragen, eine Zeugnisandacht, der Blick in die Bibel, eine persönliche Challenge und etwas zum Essen.

Über The Chosen: „The Chosen“ ist die erste Serien-Verfilmung über das Leben von Jesus mit mehreren Staffeln, und zugleich das erfolgreichste durch Crowdfunding finanzierte Filmprojekt (über 16.000 Beteiligte) aller Zeiten. Die Serie hat sich binnen eines Jahres zu einer Weltsensation entwickelt, die zig Millionen Fans gefunden hat.

Diese Themenreihe enthält Gruppenstundenentwürfe für Jungscharen zur 2.Missionsreise von Paulus. Dabei werden Ereignisse bearbeitet, die in den Städten Philippi, Thessalonich, Athen und Korinth stattgefunden haben.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst.

Apostelgeschichte 18,7-17

Das Ziel

Starter

Ich verstehe, mit welcher Botschaft Paulus vor 2.000 Jahren unterwegs war. Ich verstehe, dass das dieselbe Botschaft der Christen heute ist.

Checker

Ich verstehe, dass die Botschaft von Jesus auf der ganzen Welt verbreitet wird. Vor 2.000 Jahren, heute, weltweit.

Der Text an sich

Paulus ist befindet sich in Griechenland. Kapitel 17 berichtet von seinem Aufenthalt in Athen. Apostelgeschichte 18,1 berichtet von seiner Weiterreise nach Korinth. Hier spielt unser Text.

Das antike Korinth liegt auf einer Landenge zwischen dem griechischen Festland und der Halbinsel Peloponnes. Es war ein Verkehrsknotenpunkt. Von Meer zu Meer sind es etwa 6 Kilometer. An dieser Meerenge gab es den Diolkos, eine Trasse, auf der man ganze Schiffe mittels Pferden und Sklaven über die Landenge gezogen hat, um nicht die ganze Halbinsel umrunden zu müssen. Schaut euch die Landenge mal auf einer Karte an, in eurer Bibel oder im Internet. Von den Ruinen des antiken Korinth könnt ihr auch viele Bilder im Internet finden.

Während Athen stark philosophisch geprägt war, ist Korinth eher ein sozialer Brennpunkt. Viele Sklaven leben hier.

Synagogen gab es überall im Römischen Reich. Hier trafen sich die vor Ort lebenden Juden zum Gottesdienst. Auch in Korinth gab es eine. Sie ist Paulus erste Anlaufstelle (Vers 4), denn hier findet er Leute, die an den Gott Israels glauben. Ihnen erzählt er von dem Retter Jesu (Vers 5).

Vers 7: Titius Justus, der Paulus aufnahm, war ein Gottesfürchtiger. So nannte man Griechen, die an den Gott Israels glaubten und die Synagogengottesdienste besuchten. Es wird nicht deutlich, ob er selbst zum Glauben an Jesus kam, oder der Botschaft von Jesus nur wohlwollend gegenüberstand. Doch Jesus sagt: Wer nicht gegen uns ist, ist für uns! Markus (9,40)

Vers 8: Trotz Widerstand kommen viele Menschen in Korinth zum Glauben an Jesus Christus! Sie bilden die Basis für die neue Christen-Gemeinde. An diese Gemeinde hat Paulus Jahre später die beiden Korintherbriefe geschrieben.

Vers 9: Was genau bei der nächtlichen Vision von Paulus geschehen ist, steht nicht da. Doch die Botschaft muss für Paulus so wichtig und ermutigend gewesen sein, dass er anderen davon erzählt hat. So hat auch Lukas davon erfahren und das Erlebnis mit in seine Apostelgeschichte aufgenommen.

Verse 8 und 17: Der Synagogenvorsteher hieß Krispus und kam auch zum Glauben an Jesus. Eineinhalb Jahre später wird Sosthenes Vorsteher der Synagoge genannt. Vermutlich wurde Krispus auf Grund seines Glaubens an Jesus abgelöst und durch Sosthenes ersetzt.

Vers 12: Höhepunkt des Widerstandes gegen Paulus in Korinth ist die Anklage vor dem römischen Statthalter Gallio. Doch da er die Anklage ablehnt wird das ganze zur Farce für Paulus Gegner.

Der Text für mich

Wenn ich mir Bilder des antiken Korinth im Internet anschaue bin ich beeindruckt: Hier lebten Menschen, die zu dem Jesus beteten, zu dem ich auch bete. Auf den großen Straßen rannten und spielten Kinder aus Familien, die meinen Glauben haben. Neben der Synagoge war ein Haus gläubiger Leute.

Paulus war lange in Korinth und viele Menschen kamen dort zum Glauben. Trotzdem erscheint Gott ihm in einer Vision um ihn zu ermutigen. Warum? Es lief doch alles rund!? Von außen betrachtet vielleicht. Aber Gott sieht tiefer. Und er hat gesehen: Mein Paulus braucht neue Kraft. Das ermutigt. Gott sieht auch bei mir tiefer. Vielleicht bemerken andere nicht, wie es mir wirklich geht. Gott schon – und er ermutigt zur richtigen Zeit.

Dann kommt die Verfolgung doch, auch wenn sie hier glimpflich ausgeht. Eigentlich nicht verwunderlich. „Wie sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen“ sagt Jesus (Joh 15,20). Bin ich dafür auch bereit? Erzähle ich nur dort von Jesus, wo ich sicher bin? Zum Beispiel im Gemeindehaus? Mache ich meinen Mund auch dort auf, wo ich bei anderen Widerspruch auslöse? Herr hilf mir doch, viel mutiger zu dir zu stehen!

Der Text für dich

Starter

Dem Starter stellen sich Fragen: Viele Menschen kommen zum Glauben. Woran denn? Was ist das für ein Glaube? Was ist der Inhalt dieses Glaubens? Hier bietet es sich gut an, in dieser Lektion das Evangelium zu erklären.

Wenn ein Kind heute zum Glauben kommt, kann es die Erfahrung machen, dass es deswegen Ablehnung erfährt, sogar in seiner Familie. Dass das nicht unnormal ist, macht unsere Geschichte ja auch deutlich. Die Geschichte zeigt aber auch, dass ein Gott ist, der sieht und spricht.

Je nachdem in welchem Umfeld Kinder leben, ist ihnen fremd, dass es Familien gibt, die mit Jesus leben. Da kann es interessant sein zu entdecken, dass es solche Familien sehr wohl gibt und wo die in meiner Stadt leben.

Checker

Zu wissen, dass ich nicht alleine Jesus nachfolge, kann für den ein oder anderen Checker horizonterweiternd sein. Ermutigend zu entdecken: Überall hat Gott Leute. In meiner Stadt sind es vielleicht mehr als ich wusste!

Der Text kann Checker auch herausfordern! Manche Checker leben ein Doppelleben: In der Jungschar gewinnt man das Bibelquiz, in der Schule weiß niemand, dass man Christ ist.

Die Angst in der Gruppe abgelehnt zu werden ist groß und sie ist verständlich. Doch zu Jesus zu stehen gehört zum Christsein dazu! Wie das praktisch geht? Das können wir heute lernen!

Ermutigend ist: Gott sieht seine Leute. Er weiß, wann wir Ermutigung brauchen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Reise nach Korinth

Dieses Spielt geht ähnlich wie „Reise nach Jerusalem“. Während die Musik spielt, läuft man um die Stühle. Doch wenn die Musik aus ist, geht es nicht darum, allein auf einen Stuhl zu sitzen, sondern darum, nicht mehr den Boden zu berühren. Man sitzt und zieht die Beine hoch, oder man steht auf einem Stuhl. Dabei können sich auf einem Stuhl auch mehrere Personen befinden. Zum Beispiel acht Personen auf vier Stühlen. Bei jeder Runde wird ein Stuhl weggenommen. Wer den Boden berührt fliegt raus. Die am Ende auf dem letzten Stuhl sind haben gewonnen.

Idee 2:  Paulus packt den Koffer

Das alte Spielprinzip „Koffer packen“ wird auf Paulus angewendet, denn er war viel unterwegs. Ein Mitspieler fängt an und sagt einen Gegenstand, den Paulus mit in seinen Koffer packt, zum Beispiel: „Paulus packt den Koffer und nimmt einen Apfel mit“. Danach ist der Spieler daneben an der Reihe. Er wiederholt den Satz und fügt einen weiteren Gegenstand hinzu, zum Beispiel: „Paulus packt den Koffer und nimmt einen Apfel und einen Schlafsack mit.“ Wer schafft es sich die meisten Dinge zu merken, die Paulus mit in seinen Koffer packt?

Verkündigung

Erzählung

Wir erzählen die Geschichte in sieben Abschnitten. Jedem Abschnitt ist ein Gegenstand zugeordnet. Von Anfang an liegen alle sieben Gegenstände sichtbar für alle vorne, bzw. in der Mitte. Das weckt Neugier, was es mit den Gegenständen auf sich hat. Vorteil für den Erzähler: Er hat seine Gliederung vor sich auf dem Boden liegen.

  1. Der Altar – (Gegenstand: Schuhkarton mit der Aufschrift „Unbekannt“)

Was fällt euch zu dieser Kiste ein? Es geht um die Geschichte von letzter Woche. An was erinnert ihr euch? An den Altar für den unbekannten Gott. Das war in Athen.An was erinnert ihr euch noch?

2. Wanderstöcke

Was ist das? Wer braucht das? Wart ihr schon mal wandern? Was haben die Stöcke mit unserer Geschichte zu tun? Richtig, Paulus ist weitergezogen.

Apostelgeschichte 18,1: „Danach verließ Paulus Athen und ging nach Korinth.“ (vorlesen oder ein Kind vorlesen lassen)

Das war eine schöne Strecke immer am Meer entlang. Paulus kam also nach Korinth.

3. Landkarte Griechenland, Bilder vom antiken Korinth

Korinth lag an einer Landenge (auf Landkarte zeigen). Um die gefährliche Fahrt um die Halbinsel herum abzukürzen hat man bei Korinth eine Trasse über die Landenge gebaut. Da hat man die Schiffe drübergezogen. Mit Sklaven und Pferden.

Hier seht ihr Bilder von Korinth. Was erkennt ihr?

In Korinth gab es auch eine Synagoge. Das ist das Haus, in dem Juden Gottesdienst feiern. Dorthin ging Paulus. Dort hat er die Bibel erklärt und mit Menschen über Jesus gesprochen.

Dann heißt es in der Bibel:

„Er verließ die Synagoge und sprach von nun an im Haus von Titius Justus, einem Griechen, der sich zur jüdischen Gemeinde hielt; das Haus lag direkt neben der Synagoge.“ (Apostelgeschichte 18,7)

Dann ist folgendes passiert: „Der Synagogenvorsteher Krispus kam zum Glauben an Jesus als den Herrn und mit ihm seine ganze Hausgemeinschaft. Viele in Korinth, die davon erfuhren, kamen ebenfalls zum Glauben und ließen sich taufen.“ (Apostelgeschichte 18,8)

Das begeistert mich! Hier, in dieser Stadt, heute nur noch Ruinen, kamen Menschen zum Glauben an Jesus. Auch Kinder. Auf diesen Straßen liefen Leute rum, die christliche Lieder gesungen haben, wie wir es auch tun. Und die zu dem Jesus gebetet haben, der heute auch hier bei uns ist. Stark!

4. THE FOUR (4 Symbole) – siehe www.thefour.com

Die vier Symbole werden gezeigt. Wer kennt diese Symbole?

Diese Symbole stehen für das, was Paulus den Menschen in Korinth erzählt hat.

Was bedeutet das Herz? Es steht für Liebe. Für Gottes Liebe zu den Korinthern.

Was bedeutet das Geteilt-Zeichen? Es steht für Trennung. Streit trennt uns Menschen. Auch wir hassen uns manchmal oder verachten uns. Das trennt uns. Damals war es genauso. Und genauso trennt es uns von Gott.

Das Kreuz steht für Jesus. Mit seiner Hilfe können wir uns untereinander wieder versöhnen und vergeben, die Korinther damals und wir heute. Wir können wieder mit Gott versöhnt sein.

Für was steht das Fragezeichen? Was mache ich mit meinem Wissen über Jesus?

Krispus hat gesagt: Mit diesem Jesus will ich leben! „Der Synagogenvorsteher Krispus kam zum Glauben an Jesus als den Herrn und mit ihm seine ganze Hausgemeinschaft.“

Das finde ich krass. Das, was Paulus vor 2.000 Jahren den Menschen in dieser antiken Stadt erzählt hat ist dasselbe, was wir heute in der Jungschar erzählen!

5. Kopfkissen und Taschenlampe

Warum ein Kissen?!? Eines Abends lag Paulus im Bett und konnte nicht schlafen. Er hat sich Sorgen gemacht. Was, wenn mich die Römer verhaften? Was, wenn die Juden mich hassen, weil jetzt Menschen ihre Synagoge verlassen? Denn viele sind ja zum Glauben an Jesus gekommen! Paulus hatte Angst. Dann ist plötzlich etwas passiert.

(Taschenlampe anknipsen und auf Kissen leuchten.)

Gott hat zu Paulus gesprochen! „Der Herr sagte in einer nächtlichen Vision zu Paulus: »Hab keine Angst, sondern verkünde unbeirrt die Gute Nachricht! Ich bin bei dir! Niemand kann dir etwas anhaben; denn mir gehört ein großes Volk in dieser Stadt.« (Apostelgeschichte 18,9-10)

Das bewegt mich. Gott hat gesehen, wie es Paulus ging. Er wusste genau, dass er Angst hatte und er hat ihn ermutigt.

6. Waage

Die Waage steht für Gerechtigkeit. Irgendwann haben Paulus jüdische Feinde ihn tatsächlich geschnappt und vor das römische Gericht gebracht. Doch der römische Statthalter hat gesagt: Das sind Glaubensdinge, die müsst ihr selbst klären.

7. Knüppel

Was ist das? Ein Knüppel. Weil ihr Anklage vor Gericht gescheitert ist, sind seine jüdischen Feinde so wütend geworden, dass sie sich im Gerichtssaal gegenseitig verprügelt haben. Aber Paulus blieb frei.

Die andere Idee

Unterwegs zu einem Christen

Wir besuchen eine Person aus der Gemeinde zuhause. Dort lesen wir den Bibeltext. Dann erzählt die Person, wie sie zum Glauben an Jesus kam und was der Glaube ihr heute bedeutet. Eine andere Möglichkeit ist, dass wir kurze Berichte von Personen aus anderen Ländern hören, die heute an diesen Jesus glauben, von dem Paulus vor 2.000 Jahren im antiken Korinth erzählt hat.

Der Text gelebt

Wiederholung

Wir gehen bei der Wiederholung an den Gegenständen entlang. Die Kinder erzählen, was sie sich zu den einzelnen Gegenständen gemerkt haben.

Gespräch mit Stadtplan

Wir brauchen eine Landkarte/einen Stadtplan von unserem Ort (evtl. ausgedruckt aus Internet) und überlegen, wo bei uns Christen leben. Diese Orte zeichnen wir auf der Karte ein?

  • Wo findet unsere Jungschar statt?
  • Wo treffen sich bei uns Christen? Wo finden Gottesdienste statt?
  • Wo lebt unser Pfarrer oder Pastor?
  • Wo leben wir? Wo kennen wir andere Christen?
  • Wie sieht Christsein heute aus?

Merkvers

Einleitung: Es gibt einen Vers in der Bibel, der die Botschaft der Bibel, und damit Paulus Botschaft und unsere Botschaft, sehr kompakt zusammenfasst

Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben. Johannes 3,16

Methode: Jeder kriegt den Vers auf einem Kärtchen. Und darf ihn für sich durchlesen. Wer meint, er könne ihn auswendig, legt das Kärtchen vor sich umgekehrt auf den Boden, meldet sich und sagt ihn auf.

Gebet

Wir nehmen uns den Stadtplan vor, auf dem unsere Wohnorte und die von Gemeindegliedern eingezeichnet sind (siehe „Gespräch mit Stadtplan“). Wir ergänzen Freunde oder Nachbarn, die Jesus nicht kennen. Wir beten anhand der Karte, dass Leute Jesus kennenlernen.

Kreatives

Wortloses Buch basteln.

Dazu brauchen wir farbiges Papier. Jede Seite besteht aus einer farbigen Fläche.

  • Gelb (Gold) steht für Gott, seine Liebe und Reinheit und Majestät.
  • Schwarz steht für den unreinen, hässlichen Zustand unseres Herzens.
  • Rot steht für das Blut, das Jesus vergossen hat als er an unserer Stelle bestraft wurde.
  • Weiß steht für das reine, sauber gewaschene Herz, das Jesus mir geben möchte wenn ihn darum bitte.
  • Grün steht für das Leben mit Jesus. Er möchte uns verändern.

Oder wir nutzen die Symbole von THE FOUR.

Herz – steht für die Liebe Gottes.

Geteilt-Zeichen – steht für Trennung. Ich bin getrennt von Gott, von anderen…

Kreuz – Jesus hat eine Möglichkeit zur Rettung geschaffen.

Fragezeichen – was ist meine Reaktion auf dieses Wissen?

Spielerisches

Diolkos-Rennen.
Anstatt Schiffe ziehen wir uns selbst. Zwei Teams. Einer sitzt auf einer Decke, zwei „Zugsklaven“ fassen die Decke und ziehen ihren Mann ins Ziel. Welches Team ist schneller?

Rätselhaftes

Landkartenrätsel

Die Teilnehmer werden in kleine Teams eingeteilt. Jedes bekommt eine Landkarte oder einen Atlas. Die Karten müssen nicht identisch sein, man sollte aber bei den Fragen darauf achten, dass es auf jeder Karte möglich ist, eine richtige Lösung zu finden. Nun werden Aufgaben gestellt. Hier einige Beispiele:

Suche eine Stadt mit 4 Buchstaben.

Suche eine Stadt, die an einer Flussmündung liegt.

Suche eine Stadt, die mindestens 100 km vom Heimatort entfernt ist.

….

(T)Extras

Spiel

Wer hat Angst vor Gallio?
Ein Kind (Gallio) steht auf der einen Seite des Raumes, alle anderen auf der anderen Seite. Gallio ruft: Wer hat Angst vor Gallio? Alle Kinder: Niemand! Gallio: Und wenn ich komme? Dann prügeln wir.
Gallio rennt los, den Kindern entgegen, diese versuchen die entgegengesetzte Wand zu erreichen. Wenn Gallio ein rennendes Kind abklatscht, ist es nun in seinem Team.

Paulus erlebt, wie in Korinth Menschen, Familien und Kinder zum Glauben an Jesus Christus kommen. Doch was glauben Christen eigentlich? Unter anderem darum geht es in diesem Entwurf zu Apostelgeschichte 18. Geeignet für Jungschar,

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Zachäus (Fall 7)

Schwerpunkte

  • Jesus sieht das Potenzial, das in Zachäus steckt, und nicht sein schlechtes Verhalten
  • Wiedergutmachung und Entschuldigung
  • Wir sind Gott nicht egal

Besonderheiten

  • Man braucht mindestens zwei Mitarbeitende
  • Ausnahmsweise gibt es hier keinen Chefdetektiv, sondern einen Zöllner, der den Auftrag an die Detektive ausspricht, da man sonst drei Mitarbeitende bräuchte

Situation

Die Begegnung von Jesus mit Zachäus wird nur von Lukas berichtet. Auf der Reise durch Jericho begegnet er auf ungewöhnliche Weise dem Oberzöllner Zachäus (der Name bedeutet „der Gerechte“), der wahrscheinlich der Generalpächter der Zölle von Jericho gewesen ist. (Aufgabe und Bedeutung eines Zöllners, siehe Begriffserklärung für die Kinder unten) Da Zachäus klein und bei der Bevölkerung unbeliebt ist, muss er auf einen Maulbeerbaum klettern, um Jesus zu sehen. Zachäus wird von Jesus als Sohn Abrahams bezeichnet und ist demzufolge ein Jude. Er muss sich wohl auch einmal mit den Gesetzen des Mose beschäftigt haben, da er das unrechtmäßig erhaltene Geld nach diesen Geboten zurückbezahlt. Er macht es sich bei der Rückerstattung nicht leicht. Es hätte auch Gesetze gegeben, laut denen ein geringerer Umfang der Rückzahlung möglich gewesen wäre. Zachäus hätte nur ein Fünftel als Strafe geben müssen (3. Mose 5,21). Nur bei Viehdiebstahl musste das Vierfache als Strafe bezahlt werden (2. Mose 21,37). Erstaunlich ist, dass Zachäus das Geld ohne Aufforderung oder Ermahnung von Jesus zurückzahlt. Jesus übt keinen Druck aus. Auch ist die Zurückzahlung keine Bedingung für den Besuch von Jesus bei Zachäus. Es wird deutlich, dass Zachäus das Ansehen bei Gott wichtiger ist als das Geld – anders als dem reichen Jüngling in der Begebenheit ein Kapitel vorher (Lk 18,18 ff.).

Zachäus meint es ernst. In diesem Detektivfall wird dem Gedanken nachgegangen, dass die Rückzahlung plus Wiedergutmachung einen Geldsegen bei den Betroffenen ausgelöst haben muss, der Aufsehen erregt haben kann.

Erlebniswelt der Kinder

Gott hat keine Vorurteile und legt uns durch unser Fehlverhalten nicht fest. Er sieht das Herz an (1. Sam 16) und sieht die Möglichkeiten, die unser Leben mit ihm hätte. Blaise Pascal (französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker) hat einmal gesagt: „Es ist nicht auszudenken, was Gott aus den Bruchstücken unseres Lebens machen kann, wenn wir sie ihm ganz überlassen.“

Kinder erleben, was es heißt, ausgegrenzt zu sein, nicht dazugehören zu dürfen – und sei es, weil sie zu klein sind. Sie kennen es vielleicht auch, dass man versucht, sich durch Besitz Anerkennung zu erkaufen. Angeber sind aber oft nicht beliebt und Menschen, die andere ausnutzen, erst recht nicht.

Auch Kinder erleben, wie belastend und trennend Schuld sein kann. Es ist für sie vielleicht neu, dass Gott jedem Menschen nachgeht und es ihm nicht egal ist, wenn jemand von der Gemeinschaft ausgeschlossen ist.

Eine wichtige Aussage ist, dass man zu seiner Schuld stehen und sie wiedergutmachen soll. In diesem Detektivfall wird dargestellt, was passieren kann, wenn jemand seine Schuld wieder in Ordnung bringt. Auch die Kinder werden eingeladen, sich zu entschuldigen. Erfahrungsgemäß wird der „Sorry-Zettel“ (siehe Vertiefung) gern angenommen und eingesetzt.

Da es inzwischen in Europa so gut wie keine Zollkontrollen mehr gibt, werden die meisten Kinder nicht wissen, was ein Zöllner ist. Auch werden sie nicht wissen, dass das Zollwesen zur Zeit der Römer anders war als heute. Ebenso werden sie nicht wissen, wie sich Pharisäer verhalten, deshalb werden diese Begriffe am Anfang geklärt.

Einstieg

Material: Tesafilm oder Reißzwecken, Zettel mit Erklärungen, Tafel und Zettel 1, 2, 3 für das Spiel, damit die Kinder sich bei der jeweiligen Antwort einordnen können, Zeitungsartikel, Worterklärungen

Die Worterklärungen werden an den Wänden des Zimmers befestigt.

Bibel-Blatt – Ausgabe 7

Streit um die Abgaben am Zoll! Der Beschwerdeführer behauptet: Die Zöllner bereichern sich! Die Zöllner erhöhen eigenmächtig die Zollabgaben! Vor allem die Bauern, die ihre Waren auf den Markt bringen, sind erbost!

Pharisäer: Ein Pharisäer ist ein Angehöriger einer jüdischen religiösen und politischen Partei. Der Name bedeutet „die Abgesonderten“ und bezeichnet eine Gruppe, die sich von fremden, nicht-jüdischen Einflüssen fernhält. Auf keinen Fall haben sie Gemeinschaft mit Nichtjuden oder Menschen, die mit diesen zu tun haben. Es ist ihnen wichtig, alle Gesetze zu halten.

Zöllner: Viele Länder verlangen für Waren, die in das Land kommen, eine Gebühr. Früher war es sogar so, dass zum Beispiel Bauern eine Gebühr bezahlen mussten, wenn sie in eine Stadt hinein wollten. Manche mussten auch bezahlen, wenn sie über eine Brücke wollten. Zur Zeit der Römer wurden Steuern und Zölle nicht direkt vom römischen Staat eingezogen, sondern man stellte Menschen an, die das Geld für die Römer bei den Menschen eines Landes einforderten. Wie diese angestellten Zöllner das Geld bekamen und wie viel die Menschen des Landes tatsächlich bezahlten, war den Römern egal. So verlangte ein Zöllner meistens mehr Geld, als er an die Römer abgeben musste. Zöllner waren in Israel sehr unbeliebt, weil sie zum einen mit den verhassten Römern zusammenarbeiteten und dabei viel Geld von den Menschen verlangten. So wurden sie selbst immer reicher. Zum anderen waren sie für die frommen Juden durch den Kontakt mit Nichtjuden „unrein“, sie wurden oft mit Räubern gleichgestellt. In Europa ist das heute nicht so. Da bekommen die Zöllner ein festes Gehalt und orientieren sich an den für alle gleichen Gesetzen über Zollabgaben.

Chefdetektiv bzw. Zöllner

„Liebe Detektive, heute geht es um eine besondere Situation, bei der ihr etwas Fachwissen braucht. Im Raum hängen an den Wänden Informationen, die euch helfen sollen, den Fall zu lösen. Lest die Informationen.

Anschließend spielen wir das Spiel 1, 2 oder 3. An der Wand/Tafel stehen nebeneinander die Zahlen 1, 2, 3. Diese Zahlen stehen für die Antwort 1, 2 oder 3. Es werden also die Fragen des Detektivauftrags (s. u.) zuerst vorgelesen. Dann stellt ihr euch zu der Zahl, die für die Antwort steht, die ihr für richtig haltet. Für jede richtige Antwort gibt es eine getrocknete Bohne. Wer hat die meisten richtigen Antworten?“

Spiel: 1, 2 oder 3

A. Zöllner sind Menschen, die …

  1. bei der Einreise in ein Land oder eine Stadt Zollgebühren einnehmen.
  2. Schulden haben.
  3. eine Krankheit haben.

B. Zöllner sind …

  1. beliebt.
  2. unbeliebt.
  3. hässlich.

C. Pharisäer sind Menschen, …

  1. die gern mit Nichtjuden zusammen sind.
  2. die sich an keine Gebote halten.
  3. denen Gebote sehr wichtig sind.

D. Pharisäer sind Menschen, die gern Gemeinschaft haben mit …

  1. Römern.
  2. Juden.
  3. Griechen.

E. Ein „Sohn Abrahams“ ist …

  1. nur Isaak, der Sohn von Abraham.
  2. ein Getränk.
  3. jeder Jude.

Aktion

Material

  • Verkleidung für Zöllner, Verkleidung für Bauer/Bäuerin (Mantel/Kopftuch, Korb und Rucksack)
  • Schild: „Zoll: Die Ware ist unaufgefordert dem kontrollierenden Zöllner zu zeigen!“
  • Tagebuch bzw. Heft mit eingeklebtem Eintrag (s. u.) und kleinem Auftragszettel
  • eventuell noch Matte und Kopfkissen, Tisch/Kiste und Tischtuch
  • kleine Tasche
  • Schatz
  • Brief von „Z“ im Rucksack
  • Liste mit Namen der möglichen Männer, die mit „Z“ anfangen
  • Türschilder: „Haus des Zebedäus“, „Haus des Zachäus“, „Haus des Zicero“
  • 2x Schild: „Leider Falsch! Probiert es woanders.“
  • Detektivaufträge
  • Stifte
  • Namensschild für Zachäus

Detektivauftrag 1 für das Detektivbüro in Jerusalem

Anspiel
Zöllner:(Zöllner denkt laut nach.) Mir fällt etwas auf! In letzter Zeit sind die Menschen hier wohlhabender geworden. Ich sehe immer weniger alte Esel. Viele haben einen neuen Mantel. Auch wenn ich welche durchsuche, haben sie mehr Geld bei sich als sonst. Ob da eine Verschwörung im Gange ist? Das will ich genauer wissen!
Zöllner:(Der Zöllner hält einen Mann bzw. eine Frau an.) He, stehen bleiben! Es fällt auf, dass Sie einen neuen Esel und einen neuen Mantel / ein neues Kopftuch haben. Haben Sie geerbt oder haben fremde Männer Ihnen Geld gegeben?
Bauer/
Bäuerin:
 
Nein, stellen Sie sich vor: Jemand, der mich betrogen hat, gab mir das Geld zurück.
Zöllner:Hat Ihnen dabei jemand geholfen, haben Sie Gewalt angewendet?
Bauer/
Bäuerin:
 
Nein, nein! Nicht so wie Sie denken! Das war ganz freiwillig!
Zöllner:Jemand, der freiwillig Geld zurückgibt? Das glaube ich nicht. Ich muss Sie durchsuchen.

Der Zöllner wendet sich an die Kinder.

Zöllner:Abstimmung! Wer von euch glaubt das, wer nicht? (Die Kinder stimmen ab.)
Wo soll ich bei dem/der Verdächtigen suchen?
(Die Kinder nennen Stellen, z. B. Korb.)

Der Zöllner sucht so lange, bis er ein Entschuldigungsschreiben findet. Er liest laut vor:

Liebe Lydia, lieber Joseph,

seit Jahren bringt ihr freitags eure Waren zum Markt. Mir ist bewusst geworden, dass ich bei euch immer zu viel Geld verlangt habe. Bitte verzeiht! Im Beutel findet ihr das zu viel bezahlte Geld mit Zinsen. Bitte erzählt es aber niemandem weiter, damit es keine Unruhe gibt.

Euer Z

Zöllner:Das kommt mir merkwürdig vor, ob das wohl stimmt? Doch wir Zöllner haben keine Zeit, dem nachzugehen, was da wirklich los ist. Vielleicht könnt ihr Detektive uns helfen? Er wendet sich den Kindern zu und fragt: Könnt ihr für uns Folgendes herausfinden?
  • Warum haben die Menschen rund um Jericho mehr Geld?
  • Welche Personen sind daran schuld?
  • Handelt es sich um eine Erpressung oder Verschwörung?
  • Wurde Gewalt angewendet?
Zöllner:Hier ist eine Liste mit Namen von Männern, die für diese Zahlung in Frage kommen. Wenn ihr den richtigen Namen herausfindet, dann geht zu ihm nach Hause und sucht nach Hinweisen. Bei den falschen Räumen steht ein Plakat: „Leider falsch! Probiert es woanders.“

Männer in Jericho, deren Name mit „Z“ anfängt

a. Kaufman Zebedäus: Geht in Raum …
b. Zöllner Zachäus: Geht in Raum …
c. Hauptmann Zicero: Geht in Raum …

Zöllner:Durchsucht das richtige Haus, ob ihr einen Hinweis findet, warum dieser Mann Geld zurückgegeben hat. Wer sich von euch zuerst für den richtigen Raum entschieden hat, darf zuerst rein – die anderen müssen davor warten!

Die Detektive überlegen sich, in welchem „Haus“ sie suchen wollen und gehen dort hin. Im Haus von Zachäus finden die Kinder bei einer Matte und einem kleinen Tisch (z. B. umgedrehte Kiste mit Tischtuch) ein Tagebuch.

Tagebucheintrag

Was für ein Tag ! Jesus war bei mir zu Besuch! Bei mir! Mein Leben ist völlig verändert! So kann ich nicht mehr weiterleben! Ich muss das Geld zurückzahlen!
„Findet Zachäus auf dem Gelände und klärt mit ihm die restlichen Fragen.“

Die Detektive müssen nun Zachäus suchen. Ein Mitarbeiter mit Namensschild hat sich in der Zwischenzeit auf dem abgesprochenen Gelände versteckt und erzählt auf Anfrage seine Geschichte! Er gibt ihnen Detektivauftrag 2.

TIPP: Zachäus sollte spätestens eine Viertelstunde vor Schluss gefunden sein. Sonst ist keine Zeit mehr für die Vertiefung!

Geschichte des Zachäus

„Diesen Tag werde ich nie vergessen! Jesus war bei mir zu Besuch! Bei mir! Die Pharisäer, die andauernd in die Synagoge rennen, haben ganz schön geschaut! Ich konnte es selbst nicht glauben. Besonders heute ist mir aufgefallen, wie unbeliebt ich bin. Ich hatte gehört, dass Jesus nach Jericho kommt und wollte ihn natürlich auch sehen! Da war es gut, dass ich Oberzöllner bin! So konnte ich den Zoll meinen Untergebenen überlassen und mich an eine Stelle an der Straße stellen, wo Jesus vorbeikommen sollte. Leider war das dann trotzdem nicht so einfach. Auf diese Idee waren schon viele andere gekommen. So eine Menschenmenge habe ich schon lange nicht gesehen. Ich versuchte mich durchzudrängeln, damit ich etwas sehen konnte, denn ich bin leider klein. Doch als die Menschen mich erkannten, ließen sie mich nicht durch. Verachtung für meinen Beruf sah ich in ihren Augen. Gott sei Dank kam ich auf die Idee, vorauszulaufen und auf einen Baum zu klettern. Erst im Nachhinein wird mir bewusst, wie auffällig das gewesen sein muss. Ein römischer Zolleinnehmer sitzt in einem Baum … Doch das war mir total egal. Ich wollte einfach nur wissen, was es mit diesem Jesus auf sich hat.

Da saß ich nun, als Jesus näher kam. Dann sah er mich. Unvorstellbar. Er sah mich an und keine Verachtung war in seinen Augen! Im Gegenteil! Er redete mich sogar an – normale, fromme Menschen würden versuchen, das zu vermeiden! Er sagte: „Zachäus, steig‘ schnell vom Baum runter, ich muss heute dein Gast sein!“ – Unglaublich. Er kannte mich mit Namen. Natürlich stieg ich vom Baum. Dabei musste ich immer wieder über seine Anrede nachdenken: Zachäus heiße ich, „Gerechter“ oder „Unschuldiger“. Jesus behandelte mich so, als ob dieser Name stimmen würde, als ob die Träume meiner Eltern, als sie mir den Namen gaben, wahr geworden wären. Ach, was würde ich dafür geben, wenn es so wäre! Aber ich bin klein und kleine Leute werden gern übersehen. Reiche kleine Leute sind angesehener. Mit Geld hat man Macht und kann sich schöne Dinge kaufen. Als Zöllner verdient man nicht besonders, aber da man kaum kontrolliert wird, kann man leicht viel dazuverdienen. Man muss nur einfach die Preise, also den Zoll, erhöhen. Die Leute schimpfen zwar, doch sie können nichts machen. Gerecht ist das jedenfalls nicht und unschuldig bin ich auch nicht. Was wohl Jesus dazu denkt? Ob der das weiß? Wie peinlich! Da fiel mir ein, was meine Eltern mir beigebracht hatten, wie man Diebstahl sühnt. Man gibt das Geld zurück, zusammen mit einer Strafsumme. Da kam es über mich. Wichtiger als mein Geld wurde mir mein Ansehen bei Jesus, der mich bis in die tiefsten Winkel meiner Gedanken und Gefühle zu verstehen scheint. Es wurde mir klar: weil Jesus mich ansieht, bin ich ein angesehener Mann – ich brauche das Geld nicht mehr. Das waren meine Gedanken. Doch dann bekam ich einen Schreck. Wir waren fast bei mir zu Hause angekommen, da hörte ich, wie die anderen aufgebracht darüber waren, dass Jesus ausgerechnet bei mir essen wollte. Ich hörte, wie sie über Jesus murrten: ‚Der wird Gast bei einem Mann, der ein Sünder ist!’ Ob wohl Jesus auf die anderen hört, ob ihm sein Ruf wichtiger ist? Da blieb ich stehen und sagte Jesus meine Pläne: ‚Siehe, Herr, die Hälfte meines Besitzes werde ich den Armen geben und wenn ich jemanden betrogen habe, dann gebe ich viermal so viel zurück!’ Jesus freute sich über diese Ankündigung. Er nahm das Eingeständnis meiner Schuld und meine Entschuldigung an. Er sagte, dass nun alles in meinem Haus heil geworden sei und erinnerte die Leute, dass ich auch von Abraham abstamme und deshalb auch zu ihnen gehöre. Dann wurde klar, weshalb er bei mir essen wollte. Gott war es nicht egal gewesen, dass ich vom rechten Weg abgewichen war und seine Gebote gebrochen hatte. Gott war mir durch Jesus nachgegangen, um mich zu ihm zurückzuführen. Was für ein Tag, was für ein Gott!“

Detektivauftrag 2: Klärt folgende Fragen!

Bitte streicht die richtige Antwort an. Wenn ihr den Buchstaben hinter der richtigen Antwort auf der Linie unten einfügt, wisst ihr, wo ihr den Schatz findet.

  1. Warum haben die Menschen rund um Jericho mehr Geld?

a. Weil sie im Lotto gewonnen haben. (   )
b. Weil ein Zöllner das Geld, das er zu viel verlangt hat, zurückgezahlt hat. (   )
c. Weil sie keinen Zoll mehr auf ihre Waren zahlen müssen. (   )

2. Wer könnte ihnen das Geld gegeben haben?

a. Zebedäus (   )
b. Zachäus (   )
c. Zizero (   )

3. Was ist der Beruf des Verdächtigen?

a. Zöllner (   )
b. Kaufmann (   )
c. Römischer Hauptmann (   )

4. Hatte der Verdächtige …

a. im Lotto gewonnen? (   )
b. Geldprobleme? (   )
c. ein schlechtes Gewissen? (   )

5. Wurde der Verdächtige …

a. erpresst? (   )
b. mit Gewalt bedroht? (   )
c. freundlich angesehen? (   )

6. Wer hat ihn zum Handeln veranlasst?

a. Pharisäer (   )
b. Römer (   )
c. Jesus (   )

7. Wo war der erste Treffpunkt mit Jesus?

a. Maulbeerbaum (   )
b. Zoll (   )
c. Haus des Zachäus (   )

8. Gab es für die Begegnung Zeugen?

a. Ja, Menschen auf der Straße. (   )
b. Nein. (   )
c. Ja, Pharisäer. (   )

9. War der Verdächtige nach der Begegnung …

a. traurig? (   )
b. ängstlich? (   )
c. glücklich? (   )

10. Es ist Gott …

a. egal, wie ich lebe. (   )
b. nicht egal, wie ich lebe. (   )
c. unwichtig, wie ich lebe. (   )

Sucht den Schatz bei

Vertiefung

Gespräch

  • Warum hat Zachäus das Geld zurückgegeben? Wurde er erpresst? Hat ihn Jesus gezwungen?
  • Zachäus war glücklich, als er seine Fehler wieder gut gemacht hat. Wie ist das bei dir? Wofür würdest du dich gern entschuldigen? Du bekommst jetzt „Sorry-Karten“. Wenn du magst, kannst du sie ausfüllen und jemandem geben, bei dem du dich entschuldigen möchtest.

Freudenfest

Material: kleiner Imbiss (z. B. Fertigkuchen, Kekse oder Muffins), Apfelsaft oder Wasser, Teller, Becher

TIPP: In die Muffins kleine Zettel mit Zusagen von Gott „verbacken“ (z. B. „Ich habe dich je und je geliebt“ – Jeremia 31,3).
Alternative: Falafel backen, siehe Fall 10

Zachäus feiert ein Fest mit euch, weil auch bei euch Frieden einkehren wird, wenn ihr nach den Geboten Gottes lebt.
Hinweis: Vor dem Imbiss ein Lied singen und ein Dankgebet sprechen. Das ist eine gute Möglichkeit für Gebet und Lied für „kindergottesdienst- oder religionsunterrichtsmüde“ Kinder.

Gebet

Vielleicht möchtet ihr Gott sagen, was ihr falsch gemacht habt. Ich bete und lasse euch eine Zeit der Stille für eigene Gebete:

Lieber Vater im Himmel, vielen Dank, dass du uns immer lieb hast. Danke, dass wir dir nicht egal sind, was wir auch tun. Es tut uns Leid, wo wir dich traurig machen. Bitte vergib uns unsere Schuld. Bitte vergib … (Stille für leise Gebete der Kinder) Danke, dass du uns unsere Schuld vergibst. Hilf uns, dass wir das nächste Mal anders reagieren. Amen

Alternative: Jedes Kind schreibt auf einen Zettel das, wofür es sich bei Gott entschuldigen möchte. Anschließend werden die Zettel in einer feuerfesten Schale verbrannt oder in einem Bach „entsorgt“.

Bastel- und Spielideen

„Sparbuch“ oder Schmugglerversteck basteln

Material: alte Bücher (eventuell in der Gemeinde/Schule fragen), Styroporstreifen, Kleber, evtl. Tesafilm, Cuttermesser, Lineal, Schneideunterlage, Besen für Styroporreste

Buchseiten mit Cuttermesser so abschneiden, dass nur die Buchdeckel mit Verbindung übrig bleiben. Einen Rand aus Styroporstreifen zurechtschneiden und innen auf den Rand der Buchrückseite kleben, trocknen lassen (muss deshalb am Anfang der Stunde stattfinden). Oben bleibt eine Öffnung , sodass man Gegenstände hinein legen kann.

Alternative: In die Buchseiten ein quadratisches „Loch“ mit Cutter schneiden. Anschließend die Seiten mit Kleber zusammenkleben bzw. mit Tesafilm fixieren.

Suchspiele

Material: 1-Cent-Stück

Gott macht sich auf die Suche nach uns! Zum Beispiel kann man die Kinder ein 1-Cent-Stück im Raum suchen lassen, siehe auch Spiele Fall 1 und Fall 9.

Schmugglerspiele

Zollstation

Material: Gegenstände, die sich als Schmugglerware eignen

An einer Zollstation spielt ein Kind den Zöllner, der schaut, ob die anderen Kinder etwas schmuggeln. Vorher muss festgelegt werden, was als Schmuggelware gilt. Sind die Schmuggler geschickter oder der Zöllner aufmerksamer?

Personen oder Gegenstände untersuchen

Material: Aktenkoffer, Geldscheine

In einem Aktenkoffer werden überall Geldscheine versteckt, die die Kinder finden müssen.

Metalldetektor

siehe Detektivspiele im Anhang

Tickende Bombe

Material: Eieruhr/Wecker

Eine Eieruhr oder ein Wecker wird im Raum versteckt und muss gefunden werden, bevor sie abgelaufen ist bzw. er klingelt (siehe Detektivspiele).

Wo ist der Ring?

Material: Ring/Geldstück

Alle sitzen am Tisch. Ein Ring oder Geldstück wird unter dem Tisch im Kreis weitergegeben. Ein Kind, das nicht am Tisch sitzt, gibt immer wieder Kommandos, um herauszufinden, wo der Ring ist:

  • Flache Hand – alle müssen die Hände auf den Tisch legen.
  • Telefon – mit den Händen wird pantomimisch ein Telefon dargestellt.
  • Turm – beide Hände werden zu Fäusten übereinander zu einem Turm gestellt.

Wer den Ring hat, muss natürlich besonders aufpassen. Die anderen können ihm aber helfen, indem sie sich besonders ungeschickt anstellen. Nach jedem Kommando darf der Aufpasser zweimal raten, wo der Ring ist. Wer „erwischt“ wurde, ist der nächste „Aufpasser“.

Weiterführende Spiele

siehe Detektivspiele und Fall 9

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