Lachen und weinen

Ein »Lächeln ins Gesicht zaubern« möchten wir euch mit unseren neuen Ideen zum Thema »Lachen und weinen«, die zum größten Teil auch »corona-tauglich« online durchgeführt werden können.

»Lachen und weinen« – beides begleitet uns durch unser Leben und kann manchmal ganz schön für ein Gefühlschaos sorgen. Auch die Frauen zur Zeit Jesu haben das erlebt – in unseren Bibelarbeitsentwürfen für die Passions- und Osterzeit. Weitere wertvolle Impulse, dieses sensible Thema mit eurer Mädchengruppe anzugehen, findet ihr zum Beispiel in dem Artikel vom Trösten. Eine Andacht zu einem Witz? – Das ist »kein Witz«! Mit unseren Grundsatzartikeln möchten wir euch Hintergrundwissen vermitteln für Themen, die bei Jugendlichen »dran« sind, wie zum Beispiel das meistgestreamte, aber nicht unumstrittene Musik-Genre Gangsta-Rap. Auch »Christsein in Beziehungen« stellt Jugendliche immer wieder vor besondere Herausforderungen: Neben sehr persönlichen Erfahrungsberichten gibt es dazu auch einen passenden Stundenentwurf für deine (Mädchen-)Gruppe, um sprachfähiger über den Glauben zu werden.

Maria Magdalena zwischen Weinen und Lachen

Bibelarbeit zu Johannes 20, 1–18

In dieser Bibelarbeit findet ihr zwei Vorschläge, wie ihr mit euren Teilnehmerinnen über das Ostergeschehen ins Gespräch kommen könnt – über den Spagat der Gefühle, den Maria Magdalena und die anderen Frauen, und schließlich auch die anderen Jünger, am Ostermorgen erlebt haben.

Die erste Variante ist eher ein bisschen locker-spielerisch, vielleicht auch für jüngere Teens im Konfi-Alter geeignet; die zweite erfordert, dass man sich persönlich auf den Text und die Fragen einlässt, die er an uns stellt, und ist daher eher für ältere oder »christlich sozialisierte« Jugendliche geeignet.

Variante A:

Druckt den Text „Ich war dabei“ für die Teilnehmenden aus (siehe PDF). Lest ihn gemeinsam. Meine Empfehlung dazu: NICHT reihum vorlesen, da das manchen wirklich schwer fällt und sie vor lauter Aufregung dann vom Inhalt nicht viel mitbekommen. Lieber von ein, zwei Teilnehmerinnen lesen lassen, die dies gerne tun. Dann bilden jeweils zwei Personen ein Team.

Aufgabe:

Lest euch den persönlichen Bericht von Maria noch einmal durch und markiert dabei farbig die verschiedenen Gefühle, die sie beschreibt – nutzt dabei gerne verschiedene Farben für die unterschiedlichen Emotionen. Manche werden vielleicht nicht ausdrücklich genannt, sondern ein bisschen versteckt.

Als nächstes versucht doch mal die Geschichte, wie Maria Magdalena sie erzählt, und mit den verschiedenen Gefühlen, die ihr entdeckt habt, mit Emojis nachzuerzählen. Tippt sie in euer Smartphone (und vielleicht malt ihr sie auch auf ein Plakat oder einzelne Karten). Stellt euch eure Emoji-Ostergeschichte gegenseitig vor. Wenn eure Gruppe digital zusammen ist (Zoom o. ä.), dann schickt euch die Geschichten z. B. gegenseitig über euren Messenger.

Mögliche Fragen fürs Gespräch:

  • Welchen der Emojis aus eurer Ostergeschichte verwendest du auch manchmal oder sogar öfter?
  • Kannst du Marias Gefühls-Achterbahn nachvollziehen?
  • Was würdest du ihr gerne sagen oder sie fragen?
  • Mit welchem Emoji würdest DU PERSÖNLICH die Ostergeschichte für dich zusammenfassen?

Variante B:

Lest gemeinsam den Bibeltext in Johannes 20, Vers 1–15 (die letzten drei Verse 16–18 noch nicht!) – oder alternativ die Erzählung aus Maria Magdalenas Sicht, wie sie es erlebt haben könnte (siehe weiter unten) bis „[…] dass es wehtut“ im vorletzten Abschnitt.

Zwei Fragen, mit denen Maria mitten in ihrem Gefühlschaos konfrontiert wird – und die ihr helfen, sich und ihre Gedanken zu sortieren und sie auszudrücken: „Warum weinst du?“ und: „Wen suchst du?“ Auch wenn wir nicht in Marias Schuhen stecken – solche Fragen können uns helfen, unseren eigenen Gefühlen von Traurigkeit oder von Sehnsucht auf die Spur zu kommen und ihnen Worte zu geben.

Schicke die Teilnehmenden mit zwei Fragen (vielleicht auf Kärtchen geschrieben) los in eine stille Phase oder auf einen Mini-Osterspaziergang:

Warum weinst du?

  • Wer/was macht dich traurig?
  • Welches Bild beschreibt für dich Traurigkeit?
  • Was tust du, wenn du traurig bist? Wie reagierst du?
  • Wer/was hilft dir bei Traurigkeit?
  • Wer/was hat dich schon mal getröstet?

Wen suchst du?

  • Wen/was suchst du?
  • Wen/was vermisst du?
  • Wer/was fehlt dir?
  • Wonach sehnst du dich?
  • Welches Bild beschreibt für dich Sehnsucht und Vermissen?

Tauscht euch über eure Gedanken aus – im Gespräch oder stumm auf einem Plakat, oder, wenn ihr digital zusammen seid (Zoom o. ä.), zum Beispiel im Chat oder auf einem Padlet (padlet.com).

Lest dann den Rest der Geschichte (im Bibeltext die Verse 16–18, oder in der Erzählung) und versucht herauszufinden, ob auch darin eine Frage an Maria und an uns versteckt ist – so wie die beiden vorigen Fragen unsere Traurigkeit und unsere Sehnsucht thematisiert haben.

Und schließlich: Was bedeutet es für Maria und für uns, dass das, was an Ostern passiert ist, nicht nur den Kopf sondern auch unsere ganze Gefühlswelt ernst nimmt und anspricht?

Wenn du – wie Maria und die anderen – weitererzählen wolltest, was Ostern bedeutet, was es für dich bedeutet – wie würdest du das ausdrücken? Wenn euch das eine Hilfe ist, schreibt es gerne in ein paar Sätzen für euch auf, oder tippt es mit einigen Sätzen und/oder Emojis in euren Messenger auf dem Smartphone. Und wenn ihr wollt: schickt diese gute Osterbotschaft an jemanden, der sie unbedingt hören sollte!


Ich war dabei

Ich war dabei. Die ganze Zeit. Ich gebe zu: manchmal hätte ich mich lieber irgendwo verkrochen oder das Weite gesucht, aber ich bin geblieben, die ganze Zeit.

Ich konnte doch auch gar nicht anders – ich war so froh damals, randvoll mit Dankbarkeit und Freude, ich hätte platzen können vor Glück! Mein ganzes Leben hatte sich komplett verändert, seit ich ihm begegnet war – ich war ein ganz neuer Mensch geworden. Frei gemacht hat er mich! Jesus, hat mich befreit von all den wirren Gedanken und dunklen Gefühlen, die mich im Griff hatten. »Die ist ja krank!« haben sie immer alle gesagt. – »Du sollst frei sein!« hat Jesus zu mir gesagt. Bei ihm konnte ich aufatmen, seine Nähe tat mir gut, für ihn war ich ein wertvoller und liebenswerter Mensch. Und so bin ich geblieben.

Ich war dabei, als er mit seinen Freunden und Anhängern durchs Land zog. Ich habe unglaubliche Dinge erlebt, wie Kranke gesund wurden, wie die Menschenmassen sich sammelten, um ihn reden zu hören. Ich habe die Hoffnung gespürt, die von ihm ausging, die Liebe zu jedem einzelnen Menschen, dem er begegnete. Und ich habe so viel gelernt – über mich selber, über das Leben, und über Gott, der mir bis dahin immer so fremd gewesen war. Also bin ich dabeigeblieben, weil ich wusste: bei Jesus, da gibt’s echtes Leben – für mich und alle anderen. Ja, auch als es schwierig wurde, bin ich geblieben.

Jesus hatte immer wieder davon gesprochen, dass er bald nicht mehr bei uns sein würde, dass er einen schweren Weg gehen würde und dass seine Zeit bald gekommen sei. Damals haben wir das alle nicht verstanden – ich glaube, wir wollten es auch nicht verstehen. Es sollte einfach so weitergehen wie bisher, wir wollten mit ihm zusammen sein und von ihm lernen – und erleben, wie immer mehr Menschen ihm folgten. Keiner konnte sich vorstellen, dass das alles sich plötzlich ändern könnte.

Und dann war auf einmal keiner mehr da. Es ging alles so schnell, als Jesus verhaftet wurde. Dann dieser furchtbare Prozess und der aufgebrachte Mob – das war wirklich beängstigend, und selbst seine treuesten Freunde bekamen Angst und versteckten sich, als in der ganzen Stadt »Kreuzigt ihn!« gegrölt wurde. Auch ich war verwirrt und verängstigt und fühlte mich einfach nur hilflos.

Ja, ich war dabei, als sie ihn schließlich draußen vor der Stadt hingerichtet haben. Ich habe mit angesehen, wie er gelitten hat. Ich habe gesehen, wie hilflos er dort war – er, der doch so vielen Menschen geholfen hatte. Er starb wie ein Verbrecher an diesem Kreuz – er, der doch so vielen anderen ein neues Leben ermöglicht hatte – auch mir. Wie hätte ich da weggehen können? Ich war dabei, die ganze Zeit.

Im Morgengrauen

Der nächste Tag war der Sabbat – eigentlich der Tag der Ruhe. Aber in mir war keine Ruhe, kein bisschen Ich war aufgewühlt und traurig, konnte nicht verstehen, was in den letzten Tagen passiert war. Ich fühlte mich einsam und leer. Alles war so schnell gegangen. Jetzt wollte ich gerne noch einmal zu dem Grab, in das wir Jesus noch kurz vor Anbruch des Sabbats gelegt hatten, um seinen Leichnam mit duftenden Salben und Ölen würdig herzurichten , wie es unser Brauch ist. Auf diese Weise wollte ich im Stillen auch noch einmal von ihm Abschied nehmen, um für mich selber Ruhe zu finden und besser zu begreifen, dass er nun nicht mehr da war.

Ungeduldig wartete ich, dass der Sabbat endlich vorbei war und die Sonne aufging, sodass ich zum Grab gehen konnte. Es war noch sehr früh, als ich mich auf den Weg machte – noch kein Vogelzwitschern, keine Menschen, nur in der Ferne konnte man die Morgendämmerung ahnen. Unterwegs versuchte ich, meine Gedanken zu sortieren, mich an das zu erinnern, was ich mit Jesus erlebt hatte, stellte mir sein Gesicht vor und seine Stimme.

Ich war noch ganz versunken, als ich am Grab ankam. Zunächst war ich nur irritiert – ich wusste: .etwas stimmt nicht, aber ich war so in Gedanken gewesen, dass ich einen Moment brauchte um zu merken, was es war. – Der Stein war weg! Die große runde Steinplatte, mit der das Grab verschlossen sein sollte, war weggerollt, und das Grab war offen. Fassungslos stand ich da und starrte die dunkle Grabhöhle an. Es lag nicht an dem fahlen Morgenlicht und auch nicht an meiner Müdigkeit – das Grab war tatsächlich geöffnet worden!

Im nächsten Moment lief ich, so schnell ich konnte, zurück in die Stadt. Petrus fiel mir als erster ein – wecken musste ich ihn nicht, nach dem Drunter und Drüber der letzten Tage hatte er sowieso kaum geschlafen. Das Grab offen – Zerstörungswut? Vandalismus? Raub? Petrus war genauso beunruhigt wie ich, und gemeinsam mit Johannes liefen wir zurück zur Grabstätte. Tatsächlich, der Leichnam war weg, nur die Tücher lagen noch dort, in die man Jesus eingewickelt hatte.

Petrus tat mir leid: Er machte sich sowieso schon Vorwürfe, weil er nicht so stark und mutig gewesen war, wie er es Jesus versprochen hatte. Er hatte ihn, genau wie alle anderen, im Stich gelassen. Und jetzt noch das! Er und Johannes sahen einfach nur traurig und ratlos aus, als sie sich schließlich auf den Heimweg machten.

»Maria!«

Ich blieb am Grab. Allein. Und dann kamen die Tränen – all die Traurigkeit, all die Verzweiflung, die Angst, einfach alles.

Und als ich dort stand und weinte und in dieses dunkle, leere Grab hineinschaute, da sah ich dort zwei Gestalten, hell gekleidet – ich denke inzwischen, es waren Engel – die sprachen zu mir und fragten, warum ich weinte. Warum??? Weil Jesus nicht mehr da war – weil der gestorben war, der von sich selbst sagte, er sei das Leben! Weil selbst das, was mir von ihm noch geblieben war, sein Leichnam, mir nun offensichtlich auch noch weggenommen worden war. Deshalb!

Wütend und traurig drehte ich mich weg. Da stand noch jemand. Vielleicht der Friedhofsgärtner? Auch er sprach mich an: »Warum weinst du? Wen suchst du?«- »Wen ich suche? Jesus! Meinen Herrn! Den, der mir alles bedeutet. Der mein Leben komplett auf den Kopf gestellt hat, der mir Wert und Würde geschenkt hat, der mich frei gemacht hat von allem, was mich fast verrückt gemacht hat. Den suche ich! Der fehlt mir so sehr, dass es weh tut.« All das schoss mir durch den Kopf.

Da hörte ich auf einmal eine sehr vertraute Stimme, die meinen Namen nannte: »Maria!« Und ich wusste: Der kennt nicht nur meinen Namen, der kennt mich durch und durch! Das war Jesus!

Jesus – anders als ich ihn kannte, aber lebendig; irgendwie fremd, aber doch vertraut. Er stand vor mir und sprach mit mir, und ich wusste: Jetzt fängt etwas Neues an! Das Leben hat gewonnen, und alles, was Jesus gesagt hatte, war absolut wahr, ja, es bekam jetzt überhaupt erst einen Sinn. Es war eben nicht alles vorbei, sondern alles neu!

Als ich diesmal zurück in die Stadt lief, da lief ich ganz anders. Diesmal hatte ich eine wirklich gute Nachricht – die beste, die die Welt jemals gehört hat. Und nicht nur Petrus und Johannes bekamen sie zu hören – auch all die anderen verängstigten und verzweifelten Jünger, und nach und nach hörten es alle in der Stadt und im ganzen Land: Jesus lebt!

Ich war dabei, die ganze Zeit …

Tanya Worth

1. Vorbemerkungen

In unserer Zeit ist es ganz schön leicht, sich zu verzetteln. Immer ist fast alles möglich, wir können mit nahezu allen Menschen, die wir kennen, unabhängig von Zeit und Ort Kontakt haben. Wir können innerhalb kürzester Zeit an Milliarden Informationen gelangen, können alles „googeln“ und sind immer „online“.

Dabei müssen wir in einem ganz anderen Ausmaß als vor zehn Jahren entscheiden, was uns wichtig ist und was nur unsere Zeit frisst.

2. Zielgedanke

Die Jugendlichen sollen sich bewusst werden, dass sie sich im Leben entscheiden müssen – jeden Tag für oder gegen viele Kleinigkeiten, aber auch für die „großen Dinge“ im Leben.

3. Einstieg

Jeder Teilnehmer bekommt eine Kopie der „Was-ich-gerne-möchte“-Aktivitäten. Mit einem Stift kringelt jeder für sich ein, was er gern (mal) machen möchte. Mit einer anderen Farbe können dann später die fünf wichtigsten Dinge eingekreist werden.

Es folgt eine Austauschrunde: Was ist alles in einem Leben möglich? Ist es euch schon mal passiert, dass ihr ein paar Sachen zu viel wolltet und nicht alles geklappt hat?

Anmerkung: Erfahrungen der Mitarbeitenden sollen hier einfließen.

Dann: Wenn ihr euch für fünf Aktionen entscheiden müsstet: Welche wären es? Oder fehlt etwas Wichtiges?

Wie habt ihr eure Entscheidung getroffen?

4. Hauptteil

Impuls: In unserem Leben müssen wir uns jeden Tag entscheiden. Was ziehe ich an? Was frühstücke ich? Mit dem Bus oder dem Rad zur Schule? Zuerst Hausaufgaben machen oder mich mit Freunden verabreden? Sportverein oder Klavier spielen? Wie viel soll ich für die nächste Mathearbeit lernen? Nebenjob oder Mitarbeit in einer Kindergruppe? Am Wochenende mit Caro shoppen oder Oma besuchen – oder mit den anderen bei Nils übernachten?

Denn klar ist: Alles geht nicht! So gern wir das auch manchmal möchten. Dass wir uns dabei verzetteln, ist ja auch kein Wunder. Manchmal nehmen wir uns ein bisschen zu viel vor – oder auch zu wenig. Das richtige Maß zu finden und die Dinge, die uns wirklich wichtig sind, bleibt eine lebenslange Herausforderung.

Die große Gefahr dabei: Wir überschauen gar nicht mehr, was alles ansteht und sind dann gehetzt. Wir haben keine Zeit mehr für die Dinge, die uns eigentlich wichtig sind und werden unzuverlässig.

Was können wir denn dagegen tun?

4.1 Zeit nehmen, um unser Leben zu sortieren.

Wenn ihr merkt, dass ihr totalen Stress habt, alles in eurem Leben unterzubringen, was ihr euch vorgenommen habt, dann ist der größte Fehler, den ihr machen könnt: Hoffen, dass es von allein wieder besser wird. Denn das wird es nicht. Die gute Nachricht: Ihr könnt etwas ändern – aber dafür müsst ihr euch Zeit nehmen. Setzt euch hin, schaltet das Handy ab (ja, das meine ich ernst!) und sortiert euch.

  • Schritt 1: Schreibt alles auf, was ihr zu tun habt. Notiert jede Aufgabe auf einem extra Kärtchen.
  • Schritt 2: Sortiert die Kärtchen nach dem Eisenhower-Prinzip:

Was ist wichtig und dringend? Das erledigt zuerst. Zum Beispiel für die Matheklausur morgen lernen.

Was ist wichtig, aber nicht dringend? Das müsst ihr planen: Setzt euch einen Termin, zu dem diese Aufgabe erledigt wird und schreibt das dann auch in euren Kalender. Zum Beispiel das Geburtstagsgeschenk für Julia kaufen – wenn dir das schon zwei Wochen vorher einfällt, kannst du es einplanen, wenn du sowieso in der Stadt bist.

Was ist nicht wichtig, aber dringend? Das könnt ihr vielleicht delegieren. Das heißt so viel wie: Jemand anderen bitten. Deine Bücher aus der Bücherei müssen spätestens übermorgen zurück? Wenn die Bücherei zufällig auf dem Arbeitsweg deines Vaters liegt, wäre es eine gute Idee, ihn zu bitten – am besten nicht erst einen Tag vorher.

Was ist nicht wichtig und nicht dringend? Diese Aufgaben kannst du von deiner Liste streichen. Natürlich ist das Ansichtssache, aber sagen wir mal so: Wenn deine Woche sowieso schon total voll ist, wäre es eine Überlegung wert, einfach mal das Zocken sein zu lassen. Das könnte ja dann wieder auftauchen unter „Freizeitbeschäftigung am Wochenende“ – und dann unter dem Aspekt „Nicht dringend, aber wichtig“.

Aktion: Nehmt noch mal alle Kärtchen von Schritt 1 und ordnet sie in die vier Bereiche ein.

4.2 Mut fassen, unsere Prioritäten anderen Menschen gegenüber zu benennen.

Das ist wichtig! Aber natürlich auch schwierig, weil wir dabei Menschen enttäuschen müssen. Oft ist aber die Enttäuschung größer, wenn wir nicht zuverlässig sind und das, was wir zugesagt haben, nicht einhalten können. Wenn Menschen wissen, woran sie sind, können sie damit meistens besser umgehen, als wenn sie darauf warten, dass ihr das, was ihr zugesagt habt, auch macht. Das verursacht oft Ärger. Also: „Sagt einfach Ja oder Nein. Jedes Wort darüber hinaus ist vom Bösen“ (Mt 5,37). Das klingt hart, schafft aber klare Verhältnisse und gibt dir die Zeit, die du wirklich brauchst.

4.3 Gelassen bleiben, wenn’s mal schiefgeht, aus Fehlern lernen.

Dass das Leben heutzutage kompliziert ist und immer mehr passiert, als man eigentlich erwartet hatte, ist wohl fast schon normal. Es wird dir – egal, wie gut du dich sortierst – immer wieder passieren, dass dein Zeitplan nicht aufgeht, dass du dich verzettelst oder den Tag vor der Mathearbeit doch blöderweise am PC verzockst. Aber dann überleg, was schiefgelaufen ist und was du nächstes Mal anders machen möchtest. Steh zu deinen Fehlern, aber überleg auch, was du verändern möchtest oder ob du Hilfe brauchst. Um bei dem Beispiel zu bleiben: Frag deine Mutter, ob sie am Tag vor der Matheklausur ab und zu vorbeiguckt und dir hilft, den PC abzuschalten. Setzt natürlich voraus, dass du ihr dann keine wüsten Beschimpfungen an den Kopf wirfst …

Was meint ihr? Kann das, was wir heute besprochen haben, helfen? Warum? Warum nicht?

5. Abschluss

Lied „Vom Sein“ von Samuel Harfst einspielen.

Danach ein kurzer Impuls: Vor lauter Tun haben wir verlernt zu sein.

Das erlebe ich oft. Dass wir uns viel vornehmen, viel tun – aber gar nicht mehr wissen, wie es sich anfühlt, einfach zu „sein“. In den Tag hineinleben, sich einfach als Mensch von Gott angenommen und geliebt fühlen – was für ein großartiges Gefühl! Wo findet man das? Manchmal: mitten im Alltag, zwischen allen Aufgaben und aller Hektik. Aber viel leichter geht das, wenn wir uns eingestehen, dass wir Zeiten „zum Sein“ brauchen.

Solche Zeiten sind nicht reserviert für Matheklausuren oder Shopping, sie gehören nicht Instagram und auch nicht WhatsApp. Sie gehören euch.

Vielleicht bei einem Spaziergang oder im Gottesdienst, beim Singen, beim Beten. Da können wir spüren, dass wir sind. Dass wir von Gott geliebt sind. Dass Gott heilig ist.

Aber wie sollen wir heilig werden? Heilig – das ist ein ganz altes Wort für ganz viele Dinge. Es bedeutet rein, heil, ganz. Heilig – das können wir sein, wenn wir ganz bei uns und bei Gott sind. Wir spüren heilige Momente, wenn wir Gott begegnen.

Wir spüren auch, wenn uns so viel gefangen nimmt, wenn wir vor lauter Wald die Bäume nicht sehen. Dann hilft es, sich auf Gott zu besinnen. Sich Momente „zum Sein“ zu suchen. Diese Zeit, in der wir leben, macht uns das nicht immer leicht. Aber wir werden heil – heilig – ganz, wenn wir diese Momente suchen und auch bei Gott einfordern. Lieber Gott, schenk mir, dass ich sein kann – schon dieses Gebet kann uns helfen, weil Gott uns hilft.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Jesusgeschichten aus JUMAT 3/16. Die Grundlagen bilden texte aus dem Markusevangelium in denen Jesus handelt. Die Reihe beginnt mit der Berufung des Levi. Die nächsten Einheiten befassen sich mit den Handlungen am Sabbat. Daran schließen sich die zwei bekannten Geschichten, Sturmstillung und Speisung der 5000 an. Den Abschluss bildet eine Heilungserzählung.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält die Themenreihe noch einen Familienimpuls zum Thema: Das Sonntagsgeschenk.

Zielgedanke

Die Jungscharler sollen lernen, ihren Sonntag gut zu gestalten. Dieser Tag ist von Gott als Ruhetag gedacht.

Merkvers

Wieviel mehr ist nun ein Mensch als ein Schaf! Darum darf man am Sabbat Gutes tun.
Matthäus 12,12; Luther 84

Situation der Jungscharler

Viele Jungscharler kommen auch am Wochenende kaum zur Ruhe. Ihr Terminkalender ist oft auch am Sonntag voll, denn es finden Sportwettkämpfe, Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Es muss immer etwas los sein. Wenn man nicht unterwegs ist, beschäftigt man sich mit Handy, Fernsehen, Computer, um nichts zu verpassen. Kinder mit getrennten Eltern und/oder aus Patchwork-Familien werden an den Wochenenden hin- und hergeschoben (von der Mutter zum Vater und umgekehrt). Sie müssen sich immer auf unterschiedliche Situationen einstellen und haben keine Chance zur Ruhe zu kommen. Häufig muss auch noch für die Schule gearbeitet werden. Der Gottesdienst am Sonntag steht nicht (mehr) im Mittelpunkt, wenn er überhaupt besucht wird. Neben den Gottesdienst ist aber auch sonst kaum die Möglichkeit, Gott in den Mittelpunkt zu stellen und sich auszuruhen.

Erklärungen zum Text

Jesus ist in Galiläa unterwegs und geht am Sabbat in die Synagoge. An diesem Tag ist auch ein Mann mit einer „verdorrten“ Hand.  Es ist nicht genau feststellbar, an welcher Krankheit der Mann genau litt. Es könnte sich um Muskelschwund, Gicht oder eine Lähmung gehandelt haben, auf jeden Fall konnte der Mann die Hand nicht mehr gebrauchen.
Die Pharisäer kennen Jesus gut, denn er reagiert genau wie erwartet. Er ruft den Mann aus der Menge heraus, sodass sich die ganze Aufmerksamkeit auf ihn richtet. Aber auch Jesus kennt die Pharisäer und ihre Gedanken und weiß, dass sie ihn genau beobachten. Er bezieht sie in das Geschehen ein, indem er ihnen eine grundsätzliche Frage zum Verhalten am Sabbat stellt. Es geht darum, ob man am Sabbat Gutes tun und Leben retten darf. Die Pharisäer hüllen sich in Schweigen und stellen sich damit selbst ins Abseits, denn sie wollen Jesus nicht zustimmen, können sich aber auch nicht dagegen aussprechen. Außerdem wollen sie, dass Jesus sich durch die Heilung in ihren Augen schuldig macht.
Jesus reagiert auf die Haltung der Pharisäer mit Zorn und Trauer darüber, dass diese nur die Einhaltung der Gesetze im Blick haben und dabei die Menschen, für die diese Gesetze eigentlich gedacht sind, immer mehr aus dem Blick verlieren. Die Einhaltung der Gesetze steht über dem Wohl des Menschen. Sie übersehen dabei, dass Gott ja eigentlich die Menschen retten will. Jesus dagegen sieht den Menschen, der vor ihm steht. So fordert er den Mann auf, seine Hand auszustrecken. Die Entscheidung liegt bei dem Kranken. Jesus stülpt ihm die Heilung nicht über. Doch der Kranke zeigt sein Vertrauen auf Jesus, indem er Jesu Aufforderung nachkommt und die Hand ausstreckt und erfährt, dass sich dieses Vertrauen lohnt. Seine Hand wird geheilt.
Darauf haben die Pharisäer nur gewartet. Jetzt haben sie einen Grund, Jesus zu verklagen, sie können ihn der Sabbatschändung anklagen. Sie verlieren keine Zeit und beratschlagen, wie sie Jesus töten könnten. Denn weniger ist für sie keine Lösung, da sie sich von Jesus in ihrer religiösen Stellung bedroht sehen.

Personen
Pharisäer: Die Pharisäer sind eine religiöse Gruppe in Israel zur Zeit Jesu. Sie kennen sich sehr gut in der Heiligen Schrift aus. Ihr großes Anliegen ist die Einhaltung der Gesetze, da in ihrer Vorstellung die Ankunft des erwarteten Messias davon abhängt. Sie haben Angst, Fehler zu machen und achten daher sehr akribisch auf die Einhaltung aller Gesetze. Dabei entwickeln sie eine Gesetzlichkeit, die den Menschen, zu dessen Schutz die Gesetze ja eigentlich da sind, immer mehr aus dem Blick verliert. Jesus hat mehr die Menschen im Blick und aus dem daraus folgenden Handeln Jesu nehmen die Pharisäer Anstoß und sehen ihre Position in Gefahr.

Treffpunkt 

Im Jungscharraum werden fünf Stationen aufgebaut. An jeder Station geht es um Berufe. Die Stationen können nacheinander oder auch parallel gespielt werden. Nach Möglichkeit sollte jeder Jungscharler jede Station gespielt haben.

Station 1: Berufsrätsel
Für jeden Jungscharler liegt ein Wortsuchrätsel bereit, in dem 20 verschiedene Berufe zu finden sind. (s. Kopiervorlage im Anhang)

Station 2: Berufssilben
Auf einem Tisch liegen verschiedene Silben durcheinander. Wer schafft es, in einer Minute (je nach Anzahl der ausliegenden Berufe) die meisten Berufe zu finden?
Beispiele: Ta-xi-fah-rer, Ver-käu-fer, Ma-ler, Leh-rer, Haus-meis-ter, In-ge-ni-eur, Zahn-arzt

Station 3: Berufe malen
Auf einem Tisch liegen zwei leere DIN-A4-Blätter. Ein Jungscharler malt einen Beruf. Der nächste malt ebenfalls einen Beruf und versucht den ersten Beruf zu erraten, den er dann unter das erste Bild schreibt. Die nachfolgenden Jungscharler malen ebenfalls einen Beruf und versuchen, alle vorhergehenden zu erraten und schreiben ihre Tipps unter die Bilder. Unter welchem Bild stehen zum Schluss die meisten richtigen Antworten? Dessen „Maler“ gewinnt.

Station 4: Berufs-Dalli-Dalli
Blätter und Stifte liegen bereit. Die Jungscharler versuchen, in zwei Minuten so viele Berufe wie möglich aufzuschreiben. Es werden nur die Berufe gezählt, die auch an einem Sonntag ausgeübt werden (müssen).

Station 5: Berufspantomime
Ein Jungscharler bekommt einen Zettel gezeigt, auf dem eine Berufsbezeichnung steht. Die Aufgabe für ihn besteht nun darin, die Berufe pantomimisch darzustellen. Wer den richtigen Beruf errät, darf die nächste Berufspantomime darstellen.

Knackpunkt

Einstiegsspiel
Zu Beginn ist der Raum folgendermaßen gestaltet: An einer Raumseite steht ein Stuhl, an der gegenüberliegenden Seite zwei Stühle. Auf dem einzelnen Stuhl liegen Karten und zwar so viele, dass für jeden Teilnehmer eine Karte vorhanden ist. Auf den beiden Stühlen liegen große Zettel mit den Aufschriften „Montag bis Samstag“ und „Sonntag“.
Der Leiter sagt nun eine Berufsbezeichnung und die Jungscharler haben die Aufgabe, zu überlegen, ob dieser Beruf auch am Sonntag ausgeführt werden muss. Dazu laufen sie los, holen sich eine Karte und legen sie auf den entsprechenden Stuhl. Wenn sie also der Meinung sind, dass dieser Beruf nicht am Sonntag ausgeübt werden soll, dann legen sie ihre Karte auf den Stuhl mit der Aufschrift „Montag bis Samstag“. Wer der Meinung ist, dass der Beruf auch am Sonntag ausgeübt werden muss, legt seine Karte auf den Stuhl „Sonntag“.
Nachdem alle ihre Karte abgelegt haben, findet eine Auswertung statt. Dazu werden die Karten gezählt und die Jungscharler können auch noch ihre Entscheidung begründen. Es geht dabei nicht um richtig oder falsch, sondern darum, sich Gedanken über die Frage zu machen: Was ist am Sonntag erlaubt und was nicht? Auch kann man sich hier schon über die Frage austauschen: Warum ist es sinnvoll, am Sonntag bestimmte Dinge nicht zu tun?
Folgende Berufe können genannt werden: Taxifahrer, Pfarrer, (Not)arzt; Hausmeister, Gastwirt,…

Theaterstück
Ein Mitarbeiter spielt den Moderator und zwei andere spielen zwei Personen mit unterschiedlicher Meinung. Einer befürwortet Sonntagsarbeit, der andere ist strikt dagegen. Wenn nicht genügend Mitarbeiter anwesend sind, können auch Jungscharler in das Theaterstück mit einbezogen werden und die entsprechende Rolle spielen bzw. die Texte lesen.

Moderator (M): Hallo zusammen. Schön, dass Sie wieder dabei sind. Heute freue ich mich sehr, Ihnen zwei besondere Gäste vorstellen zu dürfen. An meiner linken Seite Herr Strebsam (S). Er vertritt die Meinung, dass man sonntags nicht arbeiten bräuchte. Man solle sich lieber ausruhen, damit man montags wieder frisch ans Werk gehen kann. Zu meiner rechten Seite sitzt Herr Unruh (U). Er ist der Meinung, ohne Sonntagsarbeit können wir nicht überleben.

U: Genauso ist es. Unsere komplette Versorgung würde den Bach runter gehen, und dann?
S: Na, so schlimm kann das gar nicht sein. Wir müssen unsere Ansprüche eben etwas runterschrauben. Außerdem muss man sich ja auch mal ausruhen. Viele Schüler sind z. B. am Montag total groggy, weil sie immer in Aktion sein müssen. Schauen Sie sich doch mal um, fast alle sehen müde aus.
M: Aber ganz so schlimm sind unsere Jungscharler doch auch nicht! Gibt es denn noch andere Argumente für den Ruhetag?
S: Ja klar. Schon in der Schöpfungsgeschichte steht, dass Gott am siebten Tag ausruhte und in den Geboten hat er es uns genauso empfohlen und …
U: (fällt S ins Wort) Halt! Stopp mal! Jesus hat doch auch am Sabbat gearbeitet!
S: Quatsch, das stimmt nicht!
U: Doch, sicher. Das steht in Markus 3!
M: Also das interessiert mich jetzt aber auch.
U: Dann erzähle ich Ihnen mal, was da steht. (Er tritt nach vorn und erzählt die Geschichte aus Markus 3,1-6).

Erzählvorschlag
Die Erzählung wird so durchgeführt, dass der Erzähler immer kurze Sätze sagt und danach die entsprechende Bewegung dazu macht.

Jesus ging in das jüdische Gotteshaus, die Synagoge. – Einen Schritt nach vorn treten.
Er wollte Gott anbeten, denn es war Sabbat. – Die Hände werden zum Himmel erhoben. – Das ist der Feiertag der Juden.
Die Gruppe der Pharisäer war ebenfalls in der Synagoge. Sie beten auch, denn sie nahmen es mit den Gesetzen sehr genau. – Die Hände werden gefaltet. – Sie achteten besonders darauf, dass am Sabbat nicht gearbeitet werden durfte. Die Pharisäer beobachteten Jesus. – Die Hand wird suchend über die Augen gehalten. – Sie konnten ihn nicht leiden. Sie vermuteten, dass er irgendetwas tut, was gegen die Gebote war. Die Gebote hatten sie selbst gemacht und um Gottes Gebote genau einzuhalten.
Es war auch ein Mann in der Synagoge. Er war krank. Er konnte seine Hand nicht bewegen. –  Die Faust wird langsam nach vorn gestreckt.
Jesus ging auf den Mann zu und sagte: „Tritt zu mir“. – Es wird ein Schritt nach vorn gemacht. – Der Mann machte einen Schritt nach vorn und stellte sich vor Jesus. Jesus schaute die anderen Besucher der Synagoge an und sagte: „Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun?“ Nach dieser Frage herrschte absolute Stille. Keiner sagte etwas. – Es wird eine Pause gemacht.
Jesus sagte zu dem kranken Mann: „Strecke deine Hand aus.“ Die Faust wird nach vorn gestreckt.  – Er streckte sie aus und wurde gesund. – Die Faust wird langsam geöffnet.

S: Das war doch kein Arbeiten! Jesus hat einen Kranken gesund gemacht. Außerdem, das, was die Pharisäer gemacht haben, war ja auch nicht so toll.
U: Das hätte er auch am nächsten Tag tun können!
M: Dem stimme ich auf jeden Fall zu, der Mann schwebte ja nicht in Lebensgefahr!
S: Die Pharisäer haben aus allem ein Gesetz gemacht und dann haben sie versucht, diese Gesetze irgendwie zu umgehen. Und Jesus gegenüber haben sie sich sehr hinterhältig verhalten. Außerdem kann Jesus als Sohn Gottes das tun, was er für richtig hält!
M: Na, ich weiß ja nicht. – Oh, ich sehe, unsere Sendezeit ist um. Leider haben wir nun nicht mehr klären können, ob man sonntags arbeiten darf oder nicht. Ich bedanke mich bei meinen Gästen und sage „Auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal. Vielen Dank für Ihr Interesse.“

Doppelpunkt

In den Kleingruppen wird zunächst der Text gelesen. Anschließend kann man anhand der folgenden Fragen ins Gespräch kommen:
1. Was haben die Pharisäer falsch gemacht? Sie versuchten, die Gesetzte genau einzuhalten und hielten den Sabbat, oder?
Mögliche Antworten: Sie lauerten Jesus auf, weil sie einen Grund suchten, um ihn verklagen zu können. Sie glaubten nicht, dass Jesus der Sohn Gottes war. Sie wollten Jesus umbringen.

2. Was hätten sie tun können?
Mögliche Antworten: Sie hätten Jesus für den Kranken um Hilfe bitten können, auch wenn Sabbat war. Sie hätten mit Jesus Gottesdienst feiern und weitere Kranke zu Jesus bringen können.

3. Was hättet ihr getan, wenn ihr damals in der Synagoge dabei gewesen wärt? Was könnt ihr heute tun?
Mögliche Antwort: Wir können Jesus um Hilfe bitten. Wir können wie Jesus sonntags den Gottesdienst besuchen. Wir können am Sonntag Gutes tun und auch an allen anderen Tagen.

4. Womit verbringt ihr euren Sonntag?
Zur Beantwortung dieser Frage erhält zunächst jeder ein Blatt Papier, auf die er die Dinge aufschreibt, die er am Sonntag tut. Der zweite Schritt besteht darin, zu markieren, welche Dinge nur am Sonntag getan werden (zum Beispiel in den Gottesdienst gehen). Diese Dinge stellen sich die Jungscharler gegenseitig vor. Warum tut ihr diese Dinge nur am Sonntag? Was ist das besondere an diesen Tätigkeiten?

Im nächsten Schritt werden die Dinge markiert, die man am Sonntag tut und die man auch weglassen könnte. Auch über diese Dinge wird gesprochen.
Das Ziel der Gesprächsrunde ist nicht, eine Checkliste von Dingen festzulegen, die man am Sonntag tun darf und die, die verboten sind. Wenn wir so handeln würden, dann wären wir alle selbst Pharisäer. Das Ziel ist vielmehr, dass wir gemeinsam erkennen und verstehen, das der Sonntag eine Tag ist, den Gott uns geschenkt hat um auszuruhen und um bewusst an ihn zu denken.
Anschließend wird das Merkversrätsel gelöst.
Merkversrätsel
Aber Jesus sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, der sein einziges Schaf, wenn es ihm am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreift und ihm heraushilft?
Das, was Jesus weiter zu diesem Thema sagt ist der Merkvers für diese Einheit. Den Vers erhält man, wenn das Rätsel gelöst wird. (siehe Datei im Anhang)

Schlusspunkt

Den Jungscharlern soll noch einmal verdeutlicht werden, wie wichtig der Sonntag ist. Es ist der Ruhetag, den Gott für uns Menschen gemacht hat. Wir dürfen im Gottesdienst Zeit mit ihm, Zeit mit der Familie verbringen. Auf keinen Fall soll der Sonntag im Stress enden.
Wir schießen mit einem Gebet oder, je nach Gruppe, mit einer Gebetsgemeinschaft.

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach spitze
Nr. 6: Jesus, hey, hey, Jesus
Nr. 9: Komm mit, schlag ein
Nr. 12: Felsenfest und stark
Nr. 98: Wenn man tut, was Gott gefällt

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