Herzensangelegenheit!

1. Erklärungen zum Text

Im 4. Kapitel tauchen im Markusevangelium ausführliche Gleichnisse auf – vorher waren sie sehr kurz. Damit versucht Jesus immer wieder, geistliche Zusammenhänge in Alltagssprache zu übersetzen. Unser Text ist das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld – das sehr bekannt und durch Jesu Auslegung einige Verse später (V.13-20) für viele von vornherein klar ist.

V.1.2: Jesus setzt sich ins Boot. So viele Menschen (wörtl.: am meisten) wollen ihn hören, berühren, sehen. Da ist echte Begeisterung – aber auch viel Sensationslust und Mitläufertum. Am See Genezareth gibt es Buchten, wo der Schall vom Wasser hervorragend weitergetragen wird – sprich: Jesus sorgt durch seine Bootskanzel dafür, dass ihm alle gut zuhören können.

V.3-8: Wie funktionierte Getreideanbau damals? Erst wurde gesät – danach das Saatgut untergepflügt. Deswegen fiel manches auf den Weg. Die Wege liefen nicht so geordnet wie bei uns – es konnte sein, dass ein Weg mitten über den Acker lief, der nach der Ernte brach lag. Nach Aussaat und Pflügen gab es manche Wege nicht mehr – aber bis zum Pflügen hatten die Vögel auf den festgetrampelten Wegen viele Chancen zu picken. Dazu kommt, dass Galiläa zwar fruchtbar, aber sehr felsig ist. Immer wieder kommen Felsschichten – bis an die Erdoberfläche. Auf diesem Untergrund und mit der starken Sonneneinstrahlung kam es schnell zum Verbrennen des Getreides. Und auch zwischen den Dornen oder Disteln war es schwierig: Sie sind schnellwachsend, alles in ihrer Nähe wird erstickt.

Dennoch gibt es guten Ertrag: Die Zahlen, die Jesus nennt, sind für galiläische Verhältnisse überdurchschnittlich gut (vermutlicher Durchschnitt zur Zeit Jesu: zehnfacher Ertrag) und waren eher für das Jordantal üblich.

V.3.9: Gerahmt wird das Gleichnis durch Jesu Aufforderung zum Hören. Hören meint bei Jesus nicht nur den akustischen Reiz – sondern auch das Verstehen, das zu Herzen Nehmen des Gehörten. Jesus verwendet hier ein Motiv aus dem AT: Auch die Propheten klagten, dass die Menschen zwar Ohren haben, aber taub für Gottes Stimme sind (Jes 43,8; Hes 12,2). Diese Frage steht auch hier dahinter: Bist du bereit, Gottes Wort = die Saat zu hören und dir zu Herzen zu nehmen?

2. Bedeutung für heute

Jesus fordert dich heraus zu fragen, welche Ohren du hast. „Wer Ohren hat zum Hören, der höre!“ Verstehst du, was Jesus dir mit dem Gleichnis ins Herz legen will? Zu welchem der folgenden Typen gehörst du?

1. Bist du einer von denen, wo die Saat lediglich auf den festgetrampelten Weg fällt und die Vögel sie sofort wegpicken? Oft haben wir unsere eingefahrenen Handlungsmuster, gehen nur noch aus Tradition zum Gottesdienst, nehmen davon aber nichts mit oder haben sogar eine Abwehrhaltung und sind nicht offen für Gottes Reden.

2. Oder bist du eher wie der felsige Boden mit einer sehr dünnen Erdschicht? Die Pflanze kann zwar aufgehen, schlägt aber keine Wurzeln. Sobald die Sonne aufgeht, verdorrt die Saat. Meist sind wir begeistert von den Predigten und Andachten, die wir hören und brennen für Jesus. Sobald aber die kleinsten Probleme aufkommen, gerät alles, was wir gehört haben, in Vergessenheit.

3. Jesus berichtet auch von denjenigen, bei denen die Saat ins Dornengestrüpp fällt, sie geht auch auf, aber die Disteln wachsen schneller, sodass die kleine Pflanze von den Dornen erstickt wird. Hörst du das Wort und nimmst auch einiges in den Alltag mit? Wenn dann aber Sorgen und Probleme aufkommen, entscheidest du dich nicht für den Weg mit Jesus, sondern setzt bewusst deine Prioritäten anders.

4. Ein anderer Teil des Getreides fällt auf fruchtbaren Boden, wo die Saat besonders gut aufgehen kann und die Pflanzen schön wachsen, sodass am Ende das Hundertfache des Gesäten geerntet werden kann. Jesus berichtet auch von denen, die das Wort hören und  immer wieder selbstständig in der Bibel lesen. Sie haben sich für ein Leben mit ihm entschieden, leben nach dem Wort, geben es an andere weiter und folgen Jesus nach.

Wo stehst du gerade? Fällt die Saat bei dir auf festgetrampelten Boden, felsigen Grund, zwischen die Dornen oder auf den wertvollen fruchtbaren Boden? Wir alle sollten versuchen, im Glauben zu wachsen, also unsere Saat sprießen zu lassen und nach Gottes Vorstellungen und Worten handeln.

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Zur Veranschaulichung

Fülle einige Tage vorher ein Gefäß mit den vier verschiedenen Untergründen und säe Kresse ein.

3.2 Aktionen zum Thema „Hören“

  • Zwei Leute spielen zusammen, einer muss dem anderen einen Satz diktieren. Das machen alle Zweierteams gleichzeitig. Wer schafft es am schnellsten?
  • Zwei Freiwillige – eine Person davon bekommt die Augen verbunden, die andere muss versuchen, die blinde Person durch einen Parcours zu führen, ohne sie zu berühren, nur mit Worten – dafür darf er maximal zwei Meter an die blinde Person heran. Alle anderen dürfen durch Lautstärke, Antippen, usw. versuchen zu stören. Macht eine Reflexion, wie es für die leitende und geleitete Person war – und wie die Gruppe sie jeweils wahrgenommen hat: Wie zielstrebig gingen sie vor? Wie verunsichert war das Team? Wie wurde mit Frust oder Umwegen umgegangen? Wurde das Ziel erreicht?

Bei beiden Aktionen die Frage stellen, ob den Teilnehmern Parallelen zum eigenen Leben einfallen. Habt ihr Situationen erlebt, wo ihr den Eindruck hattet: Alle reden mir rein? Jeder weiß es besser? Im Bezug auf den Glauben: Fällt dir etwas ein, was diese Aktion mit dem Leben eines Jesusnachfolgers zu tun haben könnte? Konkrete Situationen oder Erlebnisse? Welche Parallelen fallen dir ein oder auf?

3.3 Übergang

Einer der beiden Kurz-Filme kann ein Übergang zum Bibeltext sein, der nach dem Film gelesen wird – oder ihr lest direkt den Text miteinander:

https://www.youtube.com/watch?v=bJvzmBn5NcA – animiert, aber englisch

http://www.max7.org/en/resource/ParableSower – Trickfilm ohne Text zu Markus 4,1-9

3.4 Zum Bibeltext

Erkläre den Text (hier kannst du dein Kressegefäß einbinden), stelle die Hintergründe dar und kläre die Fragen, die vorhanden sind (siehe Erklärungen). Stellt den Bibeltext in Verbindung mit den Aktionen vom Anfang – was bestätigt sich, welche Gedanken kommen neu dazu? Welche Verbindungen entdeckst du zwischen der Aktion und dem Bibeltext, außer dass es ums Hören ging? (Aufgabe schaffen = Erfolg = Frucht; Störungen, usw.) Welche Verbindungen entdeckst du zwischen dem Text und deinem Leben? Zwischen dem Text und deinem Leben mit Jesus?

3.5 Gesprächsrunde und Fragen

Hier kann es persönlich werden: Die Aufforderung Jesu, hinzuhören, fordert bis heute heraus: Wie stellst du dich zur Botschaft Jesu? Bist du bereit, das nicht nur zur Kenntnis zu nehmen – sondern in deinem Herzen zu prüfen und danach zu handeln? Dich von Jesus verändern zu lassen? Diskutiert darüber. Dazu können auch folgende Fragen helfen:

  • Hältst du es für möglich, dass es in deinem Leben mit Jesus diese vier Böden gibt? Warum oder warum nicht?
  • Wo hast du erlebt, dass ein Wort von Jesus in deinem Leben aufgegangen ist und dich positiv verändert hat? Erzähl von der Wachstumsphase: Was ist da passiert, wie ist das passiert? Was ist das Ergebnis?
  • Hast du schon erlebt, dass du nach einer sehr genialen Zeit mit Jesus, wo du viel erlebt hast, in eine ganz andere Phase gekommen bist? Wo Kraft und Wurzeln fehlten, dir alles zwischen den Fingern zerrann? Was hat dir geholfen, aus dieser Phase herauszukommen?
  • Wo brauchst du Veränderung?

Erinnere an die Zusage Jesu: Auch wenn mein Herz manchmal hart ist oder die Wurzeln fehlen oder Sorgen es ausfüllen – dennoch: Es wird Frucht wachsen. Überdurchschnittlich viel Frucht. Sei gespannt und neugierig darauf – für dich selbst, aber auch bei anderen. Das ist die Ermutigung.

3.6 Gebet

Betet dafür, dass eure eigenen Herzen für Gottes Reden und Handeln offen werden, dass es ein guter Boden wird und bleibt. Dass ihr hörfähig seid für Gottes Wort, das in euer Leben hineinsprechen will. Und bittet um Vertrauen und Gelassenheit, dass Gott wirklich Frucht wachsen lässt – in eurem eigenen Leben, aber auch um euch herum.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zum Thema Passion und Auferstehung aus JUMAT 2/17. Es werden dazu Texte aus dem Matthäusevangelium verwendet.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält diese Themenreihe noch einen Familienimpuls zum Thema: Der Herr ist auferstanden.

Zielgedanke

Ohne Hoffnung auf ein Happy End, besiegelt Jesu Grablegung seinen Tod scheinbar endgültig.

Merkvers

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.

Johannes 11,25; Luther84

Situation der Jungscharler

In Kinderbüchern, Hörspielen und Filmen enden die Geschichten häufig mit einem Happy End oder einer lehrreichen Lektion für den Leser. Auch in der Jungschar machen die Kinder die Erfahrung, dass biblische Begebenheiten meistens gut ausgehen. Unsere Jungscharler wissen vermutlich, dass auf den Tod Jesu ein Happy End folgt. Doch für die Menschen damals, in dem Moment, erscheint Jesu Tod hoffnungslos, ausweglos, endgültig. Auch die Kinder erleben hoffnungslose, ausweglose, endgültige Situationen in ihrem Alltag, es fällt manchmal sehr schwer, an einen guten Ausgang zu glauben. Man muss auch ehrlich feststellen, dass es bei den Situationen im eigenen Leben oft auch kein Happy End gibt.

Erklärungen zum Text

Matthäus 26 und 27 beschreiben den Lei-
densweg Jesu (Verschwörung, Verrat, Ver-
haftung, Verurteilung) bis hin zur Kreuzigung. Die behandelte Bibelstelle ist ein Bindeglied zwischen den dramatischen Ereignissen „Tod“ und „Auferstehung“. Eingebettet in diese höchst übernatürlichen und göttlichen Geschehnisse (Finsternis, Erdbeben, Öffnung der Gräber, Engel), erscheint die Grablegung geradezu ernüchternd realistisch, menschlich und fern jeglicher Wunder.

V.57.58: Die Parallelstellen in Lukas 23,50-52 und Markus 15,42 verraten uns,
dass Josef aus Arimathäa Mitglied des Hohen Rates (Sanhedrin) ist, selbst jedoch nicht für die Verurteilung Jesu gestimmt hatte. Im Johannesevangelium wird er als Jünger Jesu bezeichnet. Pilatus erfüllt ihm seine Bitte, den Leichnam begraben zu dürfen.

V.59.60: Josef ermöglicht Jesus ein würdevolles Begräbnis. Er wickelt ihn nicht nur in neue Leinentücher, er legt ihn sogar in sein eigenes Felsengrab. Solch ein Grab war nur für Reiche vorgesehen. So bringt er seine Wertschätzung und Zuneigung zum Ausdruck. Das Grab wurde üblicherweise mit einem großen Stein verschlossen.

V.61: Maria aus Magdala und Maria, die schon bei der Kreuzigung anwesend waren, wohnen auch dem Begräbnis bei und bleiben am Grab sitzen, um Totenwache zu halten. Sie sind später auch die Ersten, die das Grab leer antreffen und die Botschaft der Auferstehung Jesu weitersagen.

V.63.64: Die Hohenpriester und Pharisäer erinnern sich an Jesu Ankündigung seiner Auferstehung. Sollten dies die Jünger vortäuschen wollen, indem sie seinen Leichnam stehlen, wäre das ein „noch größerer Betrug“ als Jesu Behauptung, der Sohn Gottes zu sein. Haben die Pharisäer tatsächlich Angst vor religiösen Unruhen und Verführungen im Volk, oder fürchten sie nicht sogar tatsächlich die Wahrheit in Jesu Worten?

V.65.66: Die strengen Vorsichtsmaßnahmen (Wachposten, Versiegelung des Grabes) machen einen Betrugsversuch seitens der Jünger unmöglich und daher das kommende Auferstehungswunder noch gewaltiger und göttlicher.

Treffpunkt

Wenn es zeitlich sinnvoller ist, kann in der Ankommphase bereits die Bastelaktion Ostergarten (siehe „Doppelpunkt“) durchgeführt werden. Ansonsten empfehle ich, den Treffpunkt eher kurz zu halten und genügend Zeit für den Ostergarten einzuplanen.

Spiele

Regisseur

Ein Kind verlässt den Raum. Die anderen Kinder sitzen im Kreis und wählen einen Regisseur. Dieser macht ständig wechselnde Bewegungen/Aktionen vor, die der Rest der Gruppe synchron nachmachen muss, sobald das Kind vor der Tür wieder den Raum betritt. Dieses hat nun drei Versuche, um herauszufinden, wer der Regisseur ist.

Happy End

Jedes Kind bekommt ein DIN-A4-Blatt, schreibt ganz oben den einleitenden Satz einer Geschichte und reicht das Blatt an seinen linken Nachbarn. Dieser liest den Satz, knickt ihn dann nach hinten weg und schreibt einen fortsetzenden Satz wieder nach ganz oben. Dieses Prozedere wiederholt sich so lange, bis ein Mitarbeiter „Happy End“ ruft (spätestens wenn auf dem Blatt nur noch Platz für einen Satz ist) und die Kinder versuchen müssen, die Geschichte zu einem guten Ende zu bringen.

Ich male was, das du nicht kennst

Dieses Spiel beruht auf einem ähnlichen Prinzip wie „Happy End“. Allerdings wird zuerst kein Satz, sondern nur ein (am besten zusammengesetztes) Wort aufgeschrieben (z. B. Nussschokolade, Melkmaschine, Regenschirmständer, …). Der Nachbar liest das Wort, knickt es weg und malt dann das Gesehene. Der Nächste muss wieder beschreiben, was er sieht, und ein Wort aufschreiben. Der Wechsel von Wort und Bild ist zu Ende, sobald das Blatt voll ist.

Knackpunkt

Einstieg

Die Kinder werden zu kleinen Regisseuren und stellen in kleinen Gruppen kurze Szenen nach, die an ihrem dramaturgischen Höhepunkt vor dem Happy End abgebrochen werden.

Die ersten Situationen entspringen möglichen Film- oder Alltagssituationen und können beliebig gewählt und von den Kindern spontan erfunden oder von den Mitarbeitern vorbereitet werden. (Auf keinen Fall geeignet sind Szenen, die Gewalt, Tod, tödliche Krankheiten usw. zum Thema haben! Sollte eines der Kinder solch eine Situation wählen wollen, ist es gut, dieses zu unterbinden und unbedingt das persönliche Gespräch zu suchen!)

Beispiel 1
Kitschige Liebesgeschichte zwischen einer reichen Prinzessin und einem armen Bauernjungen, die mit dem herzzerreißenden Ausruf endet: „Auch wenn ich dich liebe, wir werden niemals heiraten können!“

Beispiel 2
Heftiger Streit zwischen besten Freundinnen mit der abschließenden Aussage: „Ich hasse dich! Du bist nicht mehr meine Freundin!“

Beispiel 3
Ein Sturz beim Hockeyspiel führt ins Krankenhaus und zu der niederschmetternden Diagnose: „Du wirst nicht mehr ohne Krücken laufen können!“

Die nächsten Situationen können sowohl von Kindern als auch von Mitarbeitern gespielt werden. Die Szenen sind vorgegeben und greifen den Bibeltext auf. Sie werden erst nach einer kurzen Überleitung der Mitarbeiter dargestellt.

Verkündigung Teil 1

Mitarbeiter:
Welche Filme oder Bücher mögt ihr am liebsten? Ich liebe ja solche Geschichten, in denen es so richtig dramatisch wird und du denkst: „Oh, Hilfe, wie soll sich der ganze Schlamassel noch auf 35 Seiten oder in 13 verbliebenen Minuten auflösen?!“ Und dann, mit jeder weiteren Seite und mit jeder Minute löst sich die Spannung und du kannst aufatmen, das Happy End ist in Sicht!
Der Außenseiter-Fußballklub gewinnt wider Erwarten das Endspiel, Pony Regenbogen wird in letzter Sekunde vor dem Schlachter gerettet und Robin erkennt, dass er in Wahrheit schon immer in Lisa verliebt war! Schöööön!
Aber was wäre, wenn diese Geschichten schon 35 Seiten oder 13 Minuten vorher enden würden? Und kein Happy End in Sicht …

Ihr habt soeben ganz wunderbar ein paar Situationen nachgespielt, in denen das Ende nicht voller Glück und mit Zuckerguss bepudert war, sondern hoffnungslos und niederschmetternd. „Du bist nicht mehr meine beste Freundin“ oder „Du wirst nicht mehr ohne Krücken laufen können“, das sind Sätze, die genauso endgültig klingen wie beispielsweise eine schlechte Note, der Umzug in eine andere Stadt oder die Trennung der eigenen Eltern. Und kein Happy End in Sicht …

In einer ebenso endgültigen Situation stecken die Hauptcharaktere unserer nächsten beiden Szenen. Nur dass diese nicht ausgedacht sind, sondern aus der Bibel kommen und tatsächlich so stattgefunden haben.

Josef aus Arimathäa
Ich bin Josef, Josef aus Arimathäa. Heute ist der schwerste Tag in meinem ganzen Leben. Bis zuletzt habe ich noch an ein Happy End, an eine Art Wunder geglaubt! Schließlich war er doch Gottes Sohn! Aber jetzt, jetzt ist er tot. Jesus, dem ich gefolgt bin, auf den ich all meine Hoffnung gesetzt habe, er ist tot! Ich bin zu Pilatus gegangen, um ihn um den Leichnam zu bitten. Wenigstens ein vernünftiges Begräbnis sollte Jesus doch haben! Man hätte ihn sonst wie einen Verbrecher einfach auf eine Müllhalde gekippt. Also habe ich ihn in mein Grab gelegt. Ja, das Grab hatte ich eigentlich für mich in den Felsen hauen lassen, aber das war doch das Mindeste, was ich tun konnte! Jetzt liegt sein Leichnam da, in frischen Leinentüchern zwar, aber doch wie jeder andere Mensch auch. Das war ein fürchterliches Gefühl, als ich den schweren Stein vor die Öffnung des Grabes wälzte, um es zu verschließen. So hoffnungslos, so endgültig. Kein Happy End.

Maria von Magdala und Maria
Maria: Ach Maria, ich wünschte, wir wären nicht bei der Kreuzigung dabei gewesen, ich werde diese schrecklichen Bilder niemals vergessen.
Maria M: Hätte ich seinen Tod nicht mit eigenen Augen gesehen, würde ich es immer noch nicht glauben. Bis zuletzt habe ich noch an ein Happy End, an eine Art Wunder geglaubt! Schließlich war er doch Gottes Sohn! Aber jetzt, jetzt ist er tot. Jesus, dem ich gefolgt bin, auf den ich all meine Hoffnung gesetzt habe, er ist tot!
Maria: Ich kann es auch immer noch nicht fassen. Aber ich bin froh, dass Josef aus Arimathäa sich um sein Begräbnis gekümmert hat.
Maria M: Jetzt liegt all unsere Hoffnung begraben in einer Felshöhle, verschlossen durch einen schweren Stein, endgültig. Kein Happy End.

Der zweite Teil der Verkündigung ist im Internet unter www.jumat.de zu finden.

Doppelpunkt

  • Habt ihr das gehört? Ausgerechnet die Pharisäer und Hohenpriester erinnern sich an Jesu Ankündigung, dass er nach drei Tagen wiederauferstehen würde!
    Warum denken gerade die Feinde von Jesus an diese Ankündigung?

Vielleicht hatten sie tatsächlich Angst vor einem Betrugsversuch und vor einem Diebstahl. Vielleicht hatten sie aber auch Angst, dass Jesus tatsächlich die Wahrheit gesagt hat und er wirklich der Sohn Gottes ist, den Gott von den Toten wiederauferstehen lässt.

Die Jünger hätten es auch wissen können, Jesus selbst hatte es ihnen doch vorher gesagt und sie hatten doch schon so viele Wunder mit Jesus erlebt! Doch in diesem Moment erscheint der Tod so hoffnungslos und endgültig und kein Happy End in Sicht.

  • Warum denken die Freunde von Jesus nicht an sein Versprechen, dass er wiederauferstehen wird?

Es gibt Situationen, in denen fällt es unendlich schwer, an ein Happy End zu glauben. Es gibt Situationen, in denen fällt es unendlich schwer, an Gottes Versprechen zu glauben! Das geht zumindest mir oft so. Und ich bin ehrlich gesagt ein kleines bisschen erleichtert, dass es selbst den Jüngern so geht.

  • Was sind Gottes Versprechen für uns?
  • Wo fällt es dir schwer, an Gottes Versprechen zu glauben?
  • Wo fällt es dir schwer, an ein Happy End zu glauben?

Jesus hat nie versprochen, dass alles so werden wird, wie wir es uns wünschen. Und er hat nie versprochen, dass uns im Leben nicht auch mal Leid und Traurigkeit begegnen.

Aber er gibt uns das Versprechen, dass er jeden Tag bei uns ist, dass seine Liebe niemals aufhört, dass er uns vergibt und uns mutig macht. Und er gibt uns ein Versprechen, dass sogar über den scheinbar hoffnungslosen, endgültigen Tod ein Happy End in alle Ewigkeit verheißt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt“ (Joh 11,25).

Wir basteln einen kleinen Ostergarten für zu Hause.
Noch erscheint die Grabstätte trostlos und tot, ohne Aussicht auf ein Happy End. Doch bald wächst neues Leben heran und der Grabstein wird zur Seite gerollt. (Bilder zur Veranschaulichung können im Internet unter der Stichwortsuche „Ostergarten, Blumentopf“ bei „Bilder“ gefunden werden.)

Für den Ostergarten werden jeweils benötigt:
1 großer, runder Untertopf (Terrakotta); 1 kleiner Blumentopf; 1 Stein, der die Öffnung des Blumentopfes bedecken kann; Blumenerde; Katzengras/Kresse; kleine Stöcke; etwas Schnur/Bast/Gras zum Befestigen; nach Bedarf kleine Kieselsteinchen.

Anleitung
Der kleine Blumentopf wird in den Untertopf gelegt und die ganze Fläche komplett mit Erde bedeckt, sodass ein kleiner Hügel entsteht und nur die Öffnung des Topfes zu sehen ist. Die Höhle wird mit dem großen Stein verschlossen. Nach Belieben kleine Kieselsteine rund um das Grab streuen. Aus den Hölzern und Schnüren drei Kreuze basteln, die auf den Grabhügel in die Erde gesteckt werden. Die Blumenerde nach Anleitung mit Katzengras oder Kresse bepflanzen.
In der darauffolgenden Jungscharstunde kann passend zur Lektion der Stein vor dem Grab weggerollt werden. Die Grabstätte blüht voller Leben.

Schlusspunkt

Die Kinder haben die Möglichkeit, im gemeinsamen Gebet das Gehörte zu verarbeiten. Dazu wird eine kleine Choreografie angewendet, die den Kindern hilft, sich zu konzentrieren. Zusammen zählen die Mitarbeiter mit den Kindern von eins bis vier und machen dabei folgende Bewegungen:

1: Arme gerade nach vorne strecken und die Hände in der Luft schütteln.
2: Arme vor der Brust verkreuzen.
3: Den Kopf senken und die Augen schließen. In dieser Position können die Kinder der Reihe nach oder durcheinander ihr Gebet vor Gott bringen. Ein Mitarbeiter spricht das letzte Gebet.
4: Die Arme auseinander in die Luft werfen und dabei wieder mit den Fingern zappeln. Dabei laut „Amen“ rufen.

Lieder

Aus: Einfach spitze
Nr.91 Was zu Ostern geschah
Nr. 119 So ist Gott, er hört Gebet
Nr. 133 Nur deine Liebe, Herr

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