Das Evangelium breitet sich aus (Apostelgeschichte)

Diese Themenreihe enthält die Entwürfe für Gruppenstunden zu Texten aus Apostelgeschichte 9-12. Sie beginnt mit der Bekehrung von Paulus und begleitet den weiteren Weg der ersten Christen und der ersten Gemeinden. Dabei stehen vor allem Paulus und Petrus im Mittelpunkt. Durch ihr Wirken und den Einsatz von weiteren Menschen breitet sich das Evangelium weit über Jerusalem hinaus aus.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst.

Das Ziel

Starter

Bleib dran an Jesus, um ihn immer besser kennenzulernen.

Checker

Bleib dran an Jesus, damit deine Beziehung zu ihm immer mehr wächst.

Der Text an sich

Nachdem Stephanus gesteinigt worden war, wurde die Verfolgung der Christen noch massiver, sodass es zu der hier genannten Zerstreuung kam. Die Leute flohen (siehe Apostelgeschichte 8,2-4). Doch sie versteckten sich nicht einfach, sondern nutzen die Chance, den Menschen dort, wo sie waren, von Jesus zu erzählen, allerdings nur den Juden, nur Vereinzelte redeten in Antiochia auch zu Griechen und viele bekehrten sich (Verse 19-21). So war die schwere Situation der Verfolgung eine Zeit, in der das Evangelium besonders weit und effektiv verkündigt wurde. Als die Jerusalemer mitbekamen, was in Antiochia geschah, schickten sie Barnabas dorthin. Ich könnte mir vorstellen, dass sie neugierig waren, aber auch Unterstützung leisten wollten, denn Antiochia war die drittgrößte Stadt im römischen Reich und eine heidnische Metropole. Trotzdem wurde sie zu einer wichtigen Stadt für die frühe missionarische Tätigkeit und die erste nichtjüdische Gemeinde wurde hier gegründet. Die gläubigen Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen, Rassen und Hintergründen verband eines: Sie waren alle „Christen“, wie sie hier das erste Mal genannt wurden (Vers 26).

Barnabas ging also nach Antiochia und von dort auch nach Tarsus, wo sich Saulus aufhielt, den er nach Antiochia holte. Vielleicht wollte er damit zeigen, dass Saulus nun wirklich mit Jesus unterwegs ist und für Jesusnachfolger keine Gefahr mehr darstellt (25+26). Barnabas freute sich über das, was er in Antiochia sah und ermutigte die Christen, ganz fest bei Gott zu bleiben. Mit Paulus zusammen blieb er ein ganzes Jahr in Antiochia, war für die Menschen da und lehrte sie, damit sie im Glauben wachsen konnten. Barnabas kommt hier sehr sympathisch, einfühlsam und dankbar rüber, ein Vorbild darin, andere Christen zu begleiten die Jesus gerade erst kennengelernt haben.

In den Versen 28-30 lernen wir noch den Propheten Agabus kennen, der eine Hungersnot voraussagte (diese Hungersnot wird von antiken Autoren wie z. B. Josephus bestätigt), die auch eintraf. Auch hier kommt ein guter, christlicher Wesenszug zum Vorschein: Die Christen, die genug hatten, gaben etwas ab, um denen, die in Not geraten sind, zu helfen,  jeder nach seinen Möglichkeiten.

Der Text für mich

Drei Punkte stechen für mich heraus, die mir wertvoll geworden sind:

1. Die Menschen, die auf der Flucht sind und trotz Lebensgefahr von Jesus erzählen, auch den Nichtjuden. Erzähle ich nur in meinem „behüteten Rahmen“ von ihm (z. B. Jungschar, Gemeinde) oder überall dort, wo ich bin?  

2. Das Wesen von Barnabas. Er freut sich an den Neubekehrten, ermutigt sie, hat Zeit für sie, lebt mit ihnen und dient ihnen, ist für sie da. Das soll ein Vorbild und Ansporn sein, wie ich mit den mir anvertrauten Kindern (besonderes mit denen, die Jesus gerade erst kennenlernen) umgehe.

3. Die Gemeinde, die selbstverständlich und selbstlos andere Gemeinden in Not unterstützt. Wie sieht es mit meiner Bereitschaft aus, zu geben und zu investieren. Nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch andere materielle Dinge oder z. B. Zeit usw.?

Der Text für dich

Starter  

Die unterschiedlichsten Menschen haben von Jesus gehört und wollten dann mehr von ihm wissen. Auch die „Starter-Kinder“ stehen an dem Punkt, an dem sie schon manches von Jesus erfahren haben oder gerade erfahren. Was für ein Geschenk – war es ja eben zu der früheren Zeit nicht selbstverständlich, dass jeder von Jesus hören sollte. Nun ist es wichtig, an ihm dranzubleiben (Vers 23), auch wenn man manches nicht versteht oder es anders läuft, als man erwartet oder sich wünscht. Nur so kann man ihn immer mehr kennenlernen und Großes mit ihm erleben und merken, wie sehr er einen liebt! 

Checker

Die Kinder wissen schon einiges von Jesus und haben hoffentlich auch schon tolle Dinge mit ihm erlebt. Aber auch für sie gilt, dass sie an Jesus dranbleiben sollen, wie es Barnabas sagt. Denn die Beziehung muss wachsen und nicht einfach immer gleich bleiben. Zum einen ist das wichtig, um zu merken, wie gut es Gott mit einem meint. Zum anderen ist es aber auch eine gewisse Verantwortung, die wir als Christen haben, denn Gott möchte, dass wir uns verändern und Jesus ähnlicher werden, was wir nur mit seiner Hilfe können. So kann Barnabas’ Verhalten oder die Großzügigkeit der unterstützenden Gemeinde im Text für die Kinder ein Vorbild für das eigene Handeln sein.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Rund ums Reisen

In der Geschichte werden einige verschiedene Orte „bereist“, daher wird über Reisen gesprochen:

Die Kinder dürfen anhand mitgebrachter Bilder und Gegenstände zum Thema „Urlaub“ berichten, wie ihre „Traumreise“ bzw. der perfekte Urlaub aussieht: Wo? Wie? Mit wem? usw.

Idee 2: Geduldsspiel

Verschiedene kleine Geduldsspiele werden mitgebracht die die Kinder lösen sollen. Wie lange bleiben sie dran? Wie schnell geben sie auf? Diese Spiele sind passend zum Thema, an Jesus dranbleiben und nicht von ihm lassen, auch wenn es mal schwieriger wird. Geduldsspiele kann man zum Beispiel unter folgendem Link kaufen: https://www.amazon.de/s?k=geduldsspiele&hvadid=80745417345704&hvbmt=be&hvdev=c&hvqmt=e&tag=hyddemsn-21&ref=pd_sl_92ty3af3ff_e)

Verkündigung

Barnabas erzählt:

Man erzählt die Geschichte als Barnabas aus der Ich-Perspektive. Dafür verkleidet man sich am besten (z. B. großes Leintuch mit einem Gürtel, Stock, Kopfbedeckung). Ebenso braucht man eine Karte, auf der man die Orte anzeichnet, die vorkommen (z. B. Karte von der 1. Missionsreise des Paulus aus einer Studienbibel, oder https://broadcast.lds.org/crowdsource/mobile/images/1477221/4108d5fbce2d4a09b7629ac696477db3/3206×2048.jpg). Zu den einzelnen Städten kann man auch im Internet nach Bildern suchen, um sie zur Veranschaulichung zu zeigen.

Kinder, ich habe euch ganz schön was aus einer echt schweren, aber auch tollen Zeit zu erzählen. Ich habe einiges erlebt. Ach so, ihr wisst nicht, wer ich bin? Barnabas ist mein Name. Kennt ihr Paulus? Mit dem habe ich viel zu tun gehabt. Ich war viel mit ihm unterwegs und habe den Menschen von Jesus erzählt. Wie gesagt, da erlebt man so einiges – und nicht gerade Ungefährliches! Den Stephanus haben sie umgebracht, weil er von Jesus erzählt hat. Das wollten viele Leute nicht, und so wurden die Menschen, die an Jesus glaubten und von ihm redeten verfolgt und getötet. Nach dem Tod von Stephanus wurde das besonders schlimm, und die Menschen sind davongelaufen. Viele sind nach Phönizien geflohen. Einige auch nach Zypern und Antiochia in Syrien (auf Karte zeigen). Ich sag euch was: Die Leute, obwohl sie Angst um ihr Leben hatten, erzählten trotzdem überall von Jesus. Das ist doch echt mutig, oder? Sie konnten einfach nicht anders, es war ihnen so wichtig. Es war zwar eine schlimme Zeit, aber gerade deshalb wurde an noch viel mehr Orten von Jesus gesprochen. Schade war nur, dass die meisten es nur den Juden erzählten, also den Menschen die schon an Gott glaubten, nur das mit Jesus war ihnen neu. Dann gab es aber ein paar Menschen, die nach Antiochia kamen. Sie haben den Menschen in dieser Stadt von Jesus erzählt. Sie haben es auch denen gesagt, die noch gar nicht glaubten, also auch nicht an Gott. Das war fast noch ein bisschen mutiger, aber ein ganz schön wichtiger Schritt! Wisst ihr was? Wäre das nicht passiert, wüssten wir heute nichts von Jesus. Erst weil es Menschen gab, die allen Leuten von Jesus erzählt haben, konnte sich die Botschaft von ihm immer weiter ausbreiten. Das ist auch heute noch so: Die Botschaft von Jesus, was er getan und gesagt hat, ist nicht nur für bestimmte Leute: Etwa nur für Deutsche, oder nur für Erwachsene oder nur für Frauen. Nein, diese Botschaft geht jeden etwas an, ganz egal wo er herkommt, wie alt er ist, was er bisher geglaubt hat. Jeder darf zu Jesus gehören und das soll auch jeder wissen! So kam es tatsächlich, dass sich viele dieser Nichtjuden für ein Leben mit Jesus entschieden haben.

Ich selbst war zu dieser Zeit noch in der Gemeinde in Jerusalem. Als wir das aber mitbekommen haben, schickten mich die Gemeindeleiter nach Antiochia. Sie wollten wissen, was dort passierte und ich sollte die Menschen unterstützen. Das tat ich gerne! Was habe ich mich gefreut, als ich dort ankam und sah, wie gut Gott ist und welche Wunder er tat. Ich traf viele Menschen, die Jesus lieb hatten. Alle waren sehr verschieden. Sie gehörten zu ganz unterschiedlichen Kulturen und Rassen und doch hatten sie eine Gemeinsamkeit: Sie waren alle Christen. Christen wurden die Leute, die an Jesus glaubten, hier das erste Mal genannt! Ich ermutigte die Leute, unbedingt Jesus treu zu bleiben, also so zu leben, wie es ihm gefällt und ihn immer besser kennenzulernen. Ich weiß selbst, dass es nicht immer leicht ist und auch Zeiten kommen, wo man zweifelt und fragt, ob das wirklich Sinn macht. Ich ermutigte sie, weil ich nicht wollte, dass sie wieder ihr altes Leben ohne Jesus lebten. Zwischendurch ging ich auch nach Tarsus, denn dort lebte Paulus. Er war ja noch gar nicht so lange mit Jesus unterwegs, denn vorher hat er selbst die Jesusanhänger verfolgt. Aber ich wusste, dass er nun Jesus sehr liebte. Ich suchte ihn und nahm ihn mit nach Antiochia. Ein ganzes Jahr blieben wir in Antiochia, wir lebten dort mit den Christen und erzählten ihnen alles, was wir von Jesus und Gott wussten. Wir lehrten sie, damit sie ihn immer besser kennenlernen konnten und waren für sie da, wenn es Schwierigkeiten gab.

Dann habe ich noch eine verrückte Sache erlebt: Es kamen immer mal wieder Propheten aus Jerusalem nach Antiochia, also Menschen, denen Gott etwas sagte, was sie dann weitersagen sollten. Einmal kam einer, der hieß Agabus, und der sagte doch tatsächlich, dass es eine große Hungersnot geben soll. Diese Vorhersage traf ein. Die Christen in Antiochia haben echt etwas Cooles beschlossen: Jeder sollte so viel geben wie er konnte und damit wollte man die Christen in Judäa unterstützen, denen es durch die Hungersnot schlecht ging. Das Geld sollten dann Paulus und ich nach Jerusalem bringen, was wir gerne taten. Echt toll, das die Leute in Antiochia gleich bereit waren, den anderen zu helfen. Also ihr seht, das war ganz schön spannend und ich sag euch, es ging bei mir immer so spannend weiter! Merkt euch eins: Bleibt Jesus treu, bleibt an ihm dran, das lohnt sich!

Die andere Idee

Mit Barnabas unterwegs

Im Raum werden schon vor der Stunde Bilder und Namen der Städte und Orte an verschiedenen Stellen aufgehängt, jeweils auch eine Karte, auf der markiert ist, wo die Orte sich befinden. Die Gruppe reist dann mit dem Mitarbeiter von einem zum anderen Ort, wo der Mitarbeiter den entsprechenden Teil der Geschichte erzählt. Stationen sind: Jerusalem, Antiochia (wo man auch Zypern und Phönizien zeigt), Tarsus. Zwischen Antiochia und Jerusalem wird dann, entsprechend der Geschichte, hin und her gewandert.

Der Text gelebt

Wiederholung  

Man zeigt noch einmal die Karte, bzw. läuft die verschiedenen Stationen ab, und wiederholt zusammen, was an den jeweiligen Orten passiert ist.

Man gibt verschiedene Schlagwörter (z. B. dem Herrn treu bleiben, Nichtjuden, anderen helfen, Verfolgung …) und lässt daran die Kinder wiederholen, was es damit auf sich hat.

Gespräch

Mittelpunkt ist der Vers 23: Wir sollen an Gott dranbleiben.

Für Starter steht die Frage im Raum, wie genau das aussieht, „an Gott dranbleiben“ und warum das wichtig ist: Durch Gemeinschaft mit anderen Christen, durch Gebet, durch Bibellesen. Es ist wichtig, Jesus kennenzulernen, um immer mehr von ihm zu wissen und ihn im Leben zu erleben und nicht gleich „aufgeben“, wenn man manches nicht versteht. Evtl. kann ein konkretes Ziel formuliert werden: zum Beispiel: In der nächsten Woche jeden Tag beten. – Was passiert?

Bei den Checkern kann man auch mehr in die Richtung gehen, dass dranbleiben auch bedeutet, so zu leben, wie es Jesus gefällt und ihm zu dienen. Bin ich bereit, überall von Jesus zu erzählen? Möchte ich anderen helfen und wie könnte das aussehen? Habe ich andere im Blick, die Jesus noch nicht so lange kennen und wie kann ich sie begleiten? Auch hier kann man konkrete „Wochenziele“ formulieren. 

Merkvers

Er machte allen Mut und bestärkte sie in ihrem Vorsatz, dem Herrn treu zu bleiben (Apostelgeschichte 11,23 [GNB]).

Jedes Kind bekommt einen Zettel mit einem Wort aus dem Vers, dann müssen sie sich passend sortieren. Anschließend sagt jedes Kind sein Wort und der Vers wird so mehrmals wiederholt. Zwischendrin kann man die Kinder auch ihre Zettel tauschen lassen.

Gebet

Die Kinder haben sich im Gespräch Dinge vorgenommen. Für diese kann nun gebetet werden. Entweder betet jedes Kind für seine Sache oder alle beten gemeinsam für ein Kind.

Kreatives

Zum Thema „Bleib dran“ wird etwas mit Magneten gebastelt. Hierfür benötigt man kleine Magnete und Kronkorken. Dann werden die Magnete mit Heißkleber in die Kronkorken geklebt. Die Kronkorken können unterschiedlich verziert werden (mit Papier, Folie, Markern, Glitzerstaub etc.). Es besteht auch die Möglichkeit, den Slogan „Bleib dran“ aufzukleben.

Spielerisches

Mehrere Gruppen spielen gegeneinander. Im Abstand von mehreren Metern wird vor jede Gruppe eine Schüssel mit Süßigkeiten gestellt. Es werden Fragen zur Geschichte gestellt. Bei einer richtigen Antwort macht die Gruppe einen Schritt zur Schüssel hin, bei einer falschen einen Schritt weg. Natürlich will die Gruppe „dranbleiben“, also hin zur Schüssel. Welche Gruppe hat das Ziel als erste erreicht?

Rätselhaftes

Die Teilnehmer erhalten ein Kreuzworträtsel zum Lösen.

(T)Extras

Lieder

Ich stehe fest auf dem Fels

Schritt für Schritt immer hinter Jesus

Vorwärts (Ich vertraue ich und ich geh vorwärts)

Gar nix

Spiele

Kettenfangen

Zwei Kinder halten sich an der Hand, dürfen sich nicht loslassen und versuchen so, andere Kinder zu fangen. Wenn ein Kind gefangen wurde fasst es bei einem Fänger an und die Kette wird nach und nach länger. Das geht so lange,  bis alle Kinder an der Kette sind. Wichtig ist, beieinander („dran“) zu bleiben.

Karottenziehen

Die Kinder liegen auf dem Bauch auf dem Boden im Kreis und haken sich beieinander ein. Zwei Kinder bleiben draußen und versuchen, einzelne Kinder an den Füßen aus dem Kreis herauszuziehen. Wie gut schaffen es die Kinder im Kreis, beieinander (dran) zu bleiben?

Aktionen

In der Gemeinde wird eine Umfrage gestartet: Was bedeutet es für dich, „an Gott dranbleiben“ bzw. „sich treu an ihn halten“? Das Ganze kann in einer anderen Gruppenstunde ausgewertet und z. B. in einem Gottesdienst vorgestellt werden. Vielleicht dient das Ergebnis der Umfrage für die ganze Gemeinde als kleinen Ermutigung?

Das Ziel

Starter

Gott kümmert sich um uns. Auch dann, wenn wir sein Handeln nicht verstehen können.

Checker

Gottes Liebe zu den Menschen ist größer als sein Zorn. Deshalb handelt er anders, als er es angekündigt hat. Das ist manchmal schwer zu verstehen.

Der Text an sich

Jona ist zornig auf Gott! Seit Jona von Gott den Auftrag bekommen hat, der Stadt Ninive ihren Untergang vorauszusagen, fahren seine Gefühle Achterbahn. Jona hat großen Respekt und Angst vor seiner Aufgabe (Jona 1,2). Doch Gott greift ein und Jona lernt, sich in seiner Todesangst wieder an Gott zu wenden und seinen Auftrag auszuführen (Jona 2+3). Nachdem Jona den Menschen Gottes Strafgericht angedroht hat, verlässt er die Stadt und baut sich am östlichen Stadtrand einen provisorischen Schutz vor der Sonne. Dort will er abwarten, was mit der Stadt passiert (V.5.6). Die Menschen in Ninive tun Buße (Jona 3). Gott sieht, wie sich die Menschen von Ninive zu ihm bekehren und er bereut seine Ankündigung. Gott handelt nicht! Er verschont Ninive (Jona 3,10). Doch Jona erwartet von Gott, dass er seine Ankündigung wahr macht. Er denkt dabei nicht an sich, sondern auch an sein eigenes Volk. Zieht Gott sein Strafgericht nicht durch, so wird das Volk Israel auch in Zukunft unter den Assyrern zu leiden haben. Gott zeigt sich gnädig. Genau das macht Jona so wütend. In Vers 2 wirft er Gott seine Barmherzigkeit vor. Er benutzt diese sogar, um seine Flucht vor Gott und somit auch seinen Ungehorsam Gott gegenüber zu rechtfertigen. Mutlos, enttäuscht, zornig und völlig entkräftet bittet Jona Gott da­rum, ihm sein Leben zu nehmen. Er will sterben! Gott hinterfragt Jonas Gefühlschaos. Was soll der Zorn? Warum bist du zornig, wenn ich mit meinen Geschöpfen gnädig bin (V.4)? Während Jona noch mit seiner Wut und Enttäuschung kämpft, sorgt Gott ganz praktisch für sein Wohlbefinden. Er lässt eine Staude wachsen für zusätzlichen Sonnenschutz (V.6). Doch bereits am Morgen ist die Staude kaputt und die Hitze wird für Jona unerträglich. Jona erlebt, wie Gottes Handeln in kürzester Zeit gnädig und zerstörerisch sein kann. Ein weiteres Mal ist er zornig auf Gott. Wegen der Zerstörung einer Staude! Und ein weiteres Mal hinterfragt Gott Jonas Zorn (V.9). Gott macht Jona klar, dass er keinen Finger gerührt hat, um die Staude wachsen zu lassen bzw. sie zu versorgen. Dennoch trauert er um sie. Gleichzeitig brennt er darauf, dass Gott die Stadt Ninive zerstört. Eine Stadt mit mehreren Hunderttausend Einwohnern. Mit seinen Worten verdeutlicht Gott Jona, dass er der Schöpfer aller Menschen ist und nicht aufhört, sich um seine Geschöpfe zu bemühen. Er bemüht sich um die Menschen in Ninive genauso wie um Jona.

Der Text für mich

Zwei Dinge fallen mir an diesem Text besonders ins Auge.

1. Gott ist ein gütiger und barmherziger Gott. Ihm ist es nicht egal, was aus den Menschen in Ninive wird. Deshalb „korrigiert“ er seine eigene Ankündigung. Für ihn ist das kein Problem, denn seine Güte und Barmherzigkeit gegenüber seinen Geschöpfen ist größer als sein Wunsch, sie zu vernichten. Das ist ein großartiger Gedanke für mein eigenes Leben.

2. Gott sorgt auch weiterhin für Jona. Jona weiß, dass Gott viel Geduld mit seinen Geschöpfen hat, denn er hat es selbst erlebt. Dennoch hofft er darauf, dass Gott sich nicht gnädig zeigt. Weil er das nicht tut, durchlebt Jona ein wahres Gefühlschaos. Von Gott enttäuscht zu sein, weil er nicht so handelt, wie ich es von ihm erwarte, das kenne ich nur zu gut. Umso mehr freut es mich, dass Gott wie Jona auch mir nicht den Rücken zukehrt. Er bleibt an meiner Seite und sorgt für mich – auch im größten Gefühlschaos.

Der Text für dich

Starter

Dass die Gefühle schon mal Achterbahn fahren können, kennen alle Kinder. In einem Moment freuen sie sich über die Zusage ihrer Eltern, dass sie gemeinsam einen coolen Ausflug machen. Doch dann fällt der Ausflug ins Wasser und sie müssen mit dieser Enttäuschung klarkommen. Einem Versprechen sollte ein konsequentes Handeln folgen, im positiven wie im negativen Sinn. Ansonsten entsteht bei den Kindern Unsicherheit, Ärger oder das Gefühl, nicht gerecht behandelt zu werden. Anhand der Jonageschichte lassen sich diese unterschiedlichen Gefühle wunderbar darstellen. Den Kindern wird dabei gezeigt, dass es in Ordnung ist, dass sie wütend auf Gott sein dürfen. Gott möchte aber nicht, dass es bei dieser Wut bleibt, sondern sein Handeln immer aus der Liebe zu seinen Geschöpfen geschieht.

Checker

Wütend sein auf die Eltern, Geschwister oder Freunde, das kennen auch Kinder aus christlichen Familien. Wütend sein dürfen auf Gott, das ist für einige Kinder ein neuer Gedanke. Dass die Wut zum menschlichen Gefühlsleben dazugehört, können sie sich bei Jona abschauen. Wir können den Kindern dabei helfen zu lernen, ihre Gefühle (z. B. Wut, Angst, Verzweiflung) zuzulassen. Als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Jungschar brauchen wir ein feines Gespür für die Gefühlswelten unserer Jungscharler. Oft wissen die Kinder nicht, wohin mit ihren Gefühlen, haben in ihrem Umfeld keine geeigneten Ansprechpartner oder fühlen sich nicht ernst genommen. Umso mehr liegt es an uns, ihnen Zeit, Raum und ein offenes Ohr zu geben, damit sie über ihre Gefühle reden können.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Emoji-Pantomime

Die Kinder werden in zwei Gruppen eingeteilt. Aus jeder Gruppe kommt ein Kind zum Raten nach vorn. Beide stellen sich so hin, dass sie die Gruppen sehen können. Ein Mitarbeiter stellt sich hinter die beiden und zeigt den Gruppen immer ein vorbereitetes Blatt, auf dem ein Emoji abgebildet ist. Die Gruppen versuchen, pantomimisch die Gefühlsregung des Emoji (z. B. fröhlich, traurig, wütend, ängstlich) darzustellen. Wer von den beiden errät als Erster, welches Gefühl dargestellt wird? Die Gruppe bekommt einen Punkt. Bei einer größeren Gruppe kann man auch mehrere Kinder abwechselnd raten lassen.

Idee2: Emoji-Magnete

Zuerst wird ein Kronkorken gelb angemalt bzw. lackiert. Wenn nötig, muss man noch ein zweites Mal darübergehen, sodass ein schöner gelber Kreis entsteht. Danach muss die Farbe gut trocknen. Sobald sie getrocknet ist, können die Kronkorken mit Gesichtern bemalt werden. (Beispiele: Tränen werden mit blauem Permanentmarker, Herzen mit rotem Permanentmarker aufgemalt.) Hilfreich kann es sein, sich vorher ein paar Emoticons im Handy anzuschauen oder vorab auszudrucken. Wer möchte, kann auch noch einen feinen blauen Rand um den gelben Kreis zeichnen.

Nach dem Trocknen wird ein Magnet mit Alleskleber in dem Kronkorken befestigt. Sollten die Magnete zu dünn sein, kann eine Scheibe von einem Korken den nötigen Ausgleich schaffen.

Verkündigung

Theaterstück

Ein Mitarbeiter (Jona) sitzt unter einem provisorischen Sonnenschutz (z. B. ein Tisch mit einer Decke darüber). Der andere sitzt an einem anderen Platz im Raum.

Jona: Na super, jetzt sitze ich hier schon seit 40 Tagen und nichts passiert. Es ist heiß, staubig und langweilig! Und in Ninive rührt sich nichts. Es ist, als ob ich gar nicht da gewesen wäre. Hingegangen bin ich und habe Gottes Strafgericht gepredigt. Anfangs war es schon ein wenig komisch. Ist ja nicht so, dass wir Israeliten hier sehr beliebt wären. Aber dann … als ich vom Untergang Ninives gesprochen habe. Da sind sie doch stehen geblieben und haben mir zugehört. Ihr hättet sie mal sehen sollen. Angst haben sie bekommen. Sie haben schnell kapiert, dass ich nicht irgend so ein frommer Spinner bin, sondern tatsächlich von Gott geschickt wurde. (kurze Pause)

Gott macht ernst. Aber wen wundert das. Haben sie nicht selbst Schuld? Essen, Saufen, Lügen, Betrügen und sich auf andere Götter einlassen – die Menschen von Ninive haben wirklich nichts ausgelassen. Dabei haben sie Gott völlig vergessen. Gott hat lange genug zugeschaut. Da ist es schon richtig, dass er den Menschen in Ninive einen ordentlichen Denkzettel verpasst. Geschieht ihnen recht. Aber warum schlägt Gott nicht zu? 40 Tage sind vorüber. Aber es rührt sich nichts. Wie lange soll ich hier denn noch sitzen? In dieser Hitze! In diesem Staub!

Gott: Ach, Jona! Du sitzt dort wie ein Häuflein Elend. Schau dich an. Du bist verschwitzt. Isst kaum und trinkst kaum. Und der einzige Gedanke, den du hast, ist die Vernichtung Ninives. Du bist zornig! Wütend!

Jona: Gott wird es sich doch wohl nicht anders überlegt haben? Sicher, er ist ein großer, gnädiger und barmherziger Gott. Das habe ich schon oft erlebt. Auch mit mir war er barmherzig. Aber mit den Menschen in Ninive? Wie kann Gott ihnen so viel Überheblichkeit, Falschheit und Egoismus durchgehen lassen? Und mich dort hinschicken? Er weiß doch, wie viel Angst ich hatte, in diese riesengroße Stadt zu gehen. Ach, ich möchte sterben. Welchen Sinn hat mein Leben denn noch?

Gott: Jona, warum möchtest du sterben? Ist dir dein Leben denn nichts wert?

Jona schläft. Und Gott lässt eine Staude wachsen. (Entweder man stellt eine Grünpflanze hin oder ein Jungscharler stellt die Pflanze dar.)

Jona: Wo kommt denn diese Pflanze her? Die war doch gestern noch nicht da. Wunderbar! Sie spendet mir Schatten. Es ist doch gleich viel angenehmer unter solch einem tollen Schattenplatz zu sitzen.

Es wird Nacht und Jona schläft wieder ein. Gott lässt einen Wurm kommen und die Staude geht kaputt. (Die Blätter der Pflanze werden abgeschnitten oder der Jungscharler, der die Pflanze darstellt, hockt sich hin.)

Jona: Das gibt es doch nicht! Meine Staude!

Die war doch gestern noch völlig in Ordnung. Was ist passiert?

Gott lässt einen heißen Ostwind aufkommen. (Ein Heizlüfter, bzw. ein Heizgerät und ein Ventilator werden aufgestellt.)

Jona: Ich halte das nicht mehr aus. Diese Hitze! Und der Wind. Es ist so heiß! Gott, warum tust du mir das an? Ich kann nicht mehr. Lass mich doch einfach hier und jetzt sterben!

Gott: Jona, warum bist du so zornig auf mich? Wegen einer Staude möchtest du sterben?

Jona: Ja!

Gott: Du hast die Staude doch nicht gepflanzt. Du hast sie nicht bewässert. Du hast nichts dafür getan, dass diese Staude hier an diesem Ort gewachsen ist. Ich habe sie wachsen lassen und ich habe sie eingehen lassen. Du bist wütend, weil du die Pflanze mochtest. Und jetzt ist sie nicht mehr da. Von mir aber verlangst du, dass ich die Menschen in Ninive aufgebe? Du fragst dich, warum ich Ninive noch nicht vernichtet habe? Schau sie dir doch an! Sie suchen mich. Es tut ihnen leid, dass sie sich von mir abgewandt haben. Sie bitten um Vergebung! Wie kann ich da nicht gnädig mit ihnen sein?

Die andere Idee

Erzählen der Geschichte mit Emoji-Eiern

Die biblische Geschichte wird mit Emoji-Eiern erzählt. Hierfür werden mehrere gelb gefärbte hart gekochte Eier benötigt. Auf die Eier werden mit Filzstiften Gesichter aufgemalt, die unterschiedliche „Gefühle“ ausdrücken sollen. Die Eier stellen Jona dar. Um auszudrücken, in welchem Gefühlswirrwarr sich Jona gegenüber Gott und seinem Auftrag befand, ist es hilfreich, einen kurzen Rückblick auf das zu werfen, was vorher alles passiert ist (Jona 1,2 und 3). Als Hilfsmittel zum Erzählen der Geschichte können kleine Gegenstände (z. B. Pflanze, Taschenlampe (Sonne) usw.) dienen. Die Geschichte kann unterbrochen werden, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Folgende Fragen können euch dabei helfen:

  • Wie sorgt Gott für Jona?
  • Warum ist Jona auf Gott wütend?
  • Sollte er sich nicht freuen, dass Gott die Menschen in Ninive verschont?
  • Warum ist Jona die Staude so wichtig?
  • Wart ihr schon mal wütend auf Gott?

Der Text gelebt

Wiederholung

Die biblische Geschichte wird noch mal in Stichpunkten zusammengefasst. Dafür bekommen die Kinder eine alte Tapetenrolle oder zwei weiße Tonkartons und einen Edding. Sie sollen zwei Denkblasen basteln. Gemeinsam mit den Mitarbeitern wird die Geschichte noch einmal wiederholt. Dabei können die Kinder die wichtigsten Aussagen und Erkenntnisse in Stichpunkten in die Denkblasen schrei­ben. Eine Denkblase steht für Jona und eine für Gott. Die beiden Denkblasen können danach aufgehängt werden.

Gespräch

Jetzt wird es noch einmal persönlich. Die Bilder aus der Emoji-Pantomime oder die Eier aus der Verkündigung werden in die Mitte gelegt. Die Kinder dürfen sich nacheinander ein Bild bzw. ein Ei heraussuchen und sagen, wa­rum sie dieses Bild/Ei ausgesucht haben. Am besten fängt ein Mitarbeiter an. Danach legt er das Bild/Ei wieder in die Mitte, sodass jedes Kind aus allen Emotionen wählen kann. Es macht nichts, wenn die Emotionen sich doppeln.

Heute geht es mir so … (entsprechendes Bild wird hochgehalten), weil …

Manchmal fühle ich mich auch so … (Bild darf gewechselt werden).

Dann hilft es mir, wenn ich … (mit Freunden reden kann, Gott alles erzähle, in die Jungschar gehe usw.).

Merkvers

Der Herr ist bei dir, hält die Hand über dich, damit dich die Hitze der Sonne nicht quält.

Psalm 121,5.6 GNB

Der Satz wird mehrmals gesprochen. Dann sollen die Kinder versuchen, den Vers auswendig zu sagen. Als Hilfestellung erhalten sie dabei die Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter, die gut sichtbar auf einem Zettel stehen:
D H i b d, h d H ü d, d d d H d S n q.

Gebet

Im Gebet können wir Gott „Danke“ sagen, dass er uns so gut kennt. Wir können ihm alle unsere Gefühle anvertrauen. Auch die, die scheinbar nicht so gut sind. Gott versteht uns und möchte, dass wir ihm alles anvertrauen. Er kümmert sich um uns und lässt uns nicht im Stich.

Kreatives

Emoji-Minipizzen

Zutaten für 6 Minipizzen

Teig: Hefeteig (500g Mehl, ein Hefewürfel, Wasser, Prise Salz und Zucker), Belag:Tomatensoße, geriebener Pizzakäse, Pizzagewürz, Salami, Paprika (rot, gelb), schwarze Oliven, Mozzarella, weiße Champignons usw.

Zubereitung: Der Hefeteig sollte vorab fertiggestellt werden, damit die Hefe Zeit zum Gehen hat. Der Teig wird in sechs gleich große Kugeln geteilt und auf einer bemehlten Fläche zu Minipizzen ausgerollt. Auf jeden Teig wird ausreichend Tomatensoße, Reibekäse und Pizzagewürz gegeben. Danach können die Pizzen kreativ mit Emoji-Gesichtern belegt werden. Die Beläge dienen als Augen, Mund, Nase, Zähne oder Zunge.

Zum Schluss die Pizzen bei 200°C für ca. 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen backen.

Spielerisches

Jona-ärgere-dich-nicht

Ein Spielplan ist schnell erstellt. Man nimmt einen weißen Tonkarton und fertigt ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel in Fischform an. Siehe im Internet unter https://christlicheperlen.wordpress.com/2015/11/24/spiel-jona-aerger-dich-nicht/. Das Spiel kann nach den altbekannten Regeln als Tischspiel gespielt werden. Wer mag, kann es auch im Großformat im ganzen Raum spielen.

Rätselhaftes

Die Teilnehmer erhalten einen Lückentext, in den sie die fehlenden Wörter einsetzen sollen.

Jona hatte große  _ _ _ _ _  vor den Menschen in Ninive.

Er ließ sich  _ _ _ _ _ _ _  von der Stadt nieder.

Dort baute er sich einen  _ _ _ _ _ _  vor der Sonne.

Jona war sehr  _ _ _ _ _ _  auf Gott.

Er bittet Gott darum,  _ _ _ _ _ _ _  zu dürfen.

Gott ließ eine  _ _ _ _ _ _  wachsen.

Sie sollte Jona  _ _ _ _ _ _ _ _  spenden.

Ein  _ _ _ _  vernichtete die Staude.

Die Einwohner von Ninive fanden vor Gott  _ _ _ _ _ .

Sie entgingen Gottes  _ _ _ _ _ _ .

Antworten: Angst; östlich; Schutz; zornig; sterben; Staude; Schatten; Wurm; Gnade; Strafe.

(T)extras

Lieder

Ich bin sicher

Du bist mein Freund

Wer Gott vertraut

Spiele

Mut Challenge

Variante 1:

Wer traut sich, in einen Kasten zu fassen, ohne zu wissen, was drin ist?

Wer traut sich, etwas zu essen, von dem er nicht weiß, wie es schmeckt?

Wer traut sich, sich rückwärts vom Tisch in die Arme der anderen Jungscharler fallen zu lassen?

Wer traut sich, einen Beutel mit Eiswürfeln unter den Pullover zu stecken und dort eine Minute zu lassen?

Variante 2:

Es werden zwei Zettel in die Mitte gelegt. Auf einem steht „Ja“, auf dem anderen „Nein“. Jedes Kind bekommt einen Spielstein (z. B. Mühlestein). Ein Mitarbeiter stellt nun eine Challenge vor, wie z. B. „Traut sich Kind „xy“ zwei Löffel scharfen Senf zu essen?“ Bevor das angesprochene Kind antwortet, sollen alle anderen einen Spielstein setzen. Meinen sie, dass das Kind die Herausforderung annimmt, dann setzen sie einen Spielstein auf „Ja“. Ansonsten auf „Nein“. Jedes Kind muss einen Spielstein setzen, bis auf das angesprochene Kind. Danach darf das Kind antworten, ob es die Challenge ausführen will. (Es gibt keinen Zwang! Das Kind darf auch Nein sagen.) Diejenigen, die richtig getippt haben, bekommen einen Punkt. Die anderen nicht. Jedes Kind sollte eine Challenge-Aufgabe gestellt bekommen.

Kreatives

Knautschball

Material: Luftballons, feiner trockener Sand (z. B. Vogelsand), Löffel, Trichter

Der Trichterhals wird in den nicht aufgeblasenen Luftballon vorsichtig hineingeschoben. Anschließend wird der feine Sand mit einem Löffel durch den Trichter ins Innere des Ballons gefüllt. Wenn nichts mehr hineinpasst wird der Trichter entfernt und der Ballon zugeknotet.

Mit vereinten Kräften und High-Tech ein Land besiedeln

Das Siedler-Action-Spiel ist ein an das bekannte Brettspiel (Siedler von Catan) angelehntes Spiel, das Indoor oder Outdoor durchgeführt werden kann. Es geht wie im Original darum, Rohstoffe zu sammeln, um damit entsprechende Dinge kaufen zu können. Allerdings werden die Rohstoffe im Gegensatz zum Brettspiel nicht durch Würfeln erworben, sondern an den Rohstoff-Stationen „erarbeitet“ = erspielt. Die bei der Bank abgegebenen Rohstoffe können dann entsprechend der benötigten Menge zum Kauf der gewünschten Bauwerke eingesetzt werden. Für jedes Bauwerk erhält die jeweilige Gruppe eine bestimmte Anzahl an Punkten (siehe Punkte-Tabelle). Gewonnen hat die Gruppe, die am Ende des Spiels die meisten Punkte erworben hat.

Aufbau und Vorbereitung

Rohstoffe/Stationen: Holz, Lehm, Erz, Stroh, Schaf

Bauwerke: Straße, Dorf, Stadt, Mühle

Bank: Laptop und Beamer (Punkteübersicht der Gruppen), Stadtplan (Straßennetz), Sonderaktionskarten und Aktionsfläche

Vorbereitung

Unabhängig davon, ob Indoor oder Outdoor gespielt werden soll, wird für die Bank (= Spielleitung) ein Platz (= Tisch) eingerichtet, von dessen Position der Spielleiter möglichst viel vom Spielfeld überblicken kann. Wird Indoor gespielt, kann dies in einer Ecke des Raumes sein. Sollte Outdoor gespielt werden, sollte auf eine trockene und blendfreie Positionierung geachtet werden.

Der Spielleiter, der die Bank verwaltet, hält per Laptop und Beamer die Spielstände der Gruppen fest. Diese haben also immer sowohl ihre eigenen Rohstoffe und Punkte als auch die der anderen Gruppen im Blick. So können die Gruppen gegebenenfalls ihre eigene Strategie überdenken bzw. korrigieren.

Die Spielstationen sind sowohl bei der Indoor- (Gruppenraum) als auch Outdoor-Variante (Gelände) gleichmäßig zu verteilen. Die Stationen fallen bei der Outdoor-Variante selbstredend etwas größer aus und erzeugen wahrscheinlich auch mehr Unordnung.

Durchführung

An der Bank (= bei der Spielleitung) wird zunächst für alle das Spiel erläutert. Dann kann es direkt losgehen. Die Gruppen entscheiden sich, welchen Rohstoff (Holz, Lehm, Erz, Stroh oder Schaf) sie sammeln möchten, begeben sich zur passenden Station und wenn die Station nicht gerade durch eine andere Gruppe belegt ist geht’s dort direkt los.

Bauwerke

Die Rohstoffe werden von den Gruppen jeweils bei der Bank abgegeben und dort können sie auch ihre Einkäufe tätigen:

Straße | Dorf | Stadt | Mühle

Kosten

Rohstoffe

Dorf

Punkte

Extra-Punkte für die Gruppe

Holz

Lehm

Erz

Stroh

Schaf

Straße

1

1

X X X X

1

5

… die die meisten Straßen hat

Dorf

1

1

X

1

X X

2

5

… die zuerst 10 Städte hat

Stadt

X X

2

3

X

1*)

3

4

… die zuerst 5 Städte hat

Mühle

1

X

1

1

1

X

2

7

… die zuerst 5 Mühlen hat

*) Achtung: Analog dem Original-Spiel ist zum Erwerb einer Stadt ein Dorf abzugeben!

Der aktuelle Stand der gesammelten Rohstoffe, gekauften Bauwerke und erlangten Punkte wird den Gruppen über die Beamer-Ansicht angezeigt.

Rohstoffe

Übersicht der benötigten Rohstoffe und wie man sie erwerben kann:

Holz | Lehm | Erz | Stroh | Schaf

Die Gruppen können Rohstoffe bei der Bank zu einem festgelegten Kurs umtauschen. Bei einem 3:1-Kurs könnten z. B. drei Holz für ein Erz, oder drei Erz für ein Stroh mit der Bank getauscht werden. Ein Tauschhandel zwischen den Gruppen sollte vermieden werden.

Der Kurs wird üblicherweise vom Spielleiter zu Beginn des Spiels festgelegt. Dies kann aber optional auch von einer Gruppe durch Würfeln festgelegt werden. Hierbei wird der Kurs für alle Gruppen für die nächsten 10 Minuten festgelegt. Der Kurs wird aus der gewürfelten Augenzahl folgendermaßen ermittelt:

Würfel

1

2

3

4

5

6

Kurs

2:1

3:1

4:1

Die Gestaltung der Stationen

Holz-Station

Material 1: 1 x ca. 1 m x ᴓ 50 mm Abwasserrohr, Heißkleber, 10 mm Styroporplatte, 8 x Holzbretter ca. 80 x 80 mm, ca. 100 x Streichhölzer sowie 2 x Kronkorken

Stationsbeschreibung und -vorbereitung:

Das Abwasserrohr wird in zwei Halbschalen zersägt und die Enden jeweils mit einem Holzbrett sowie Heißkleber abgedichtet. Die restlichen Holzbretter dienen als Stützfüße. Aus dem Styropor werden zwei 2 x 5 cm kleine Flöße (Transporthilfen) angefertigt. Der Kronkorken wird mit dem Heißkleber mittig auf dem Floß fixiert – (um das Drauflegen und Herunterheben der zu transportierenden Streichhölzer zu erleichtern). Die beiden Halbschalen werden bis ca. 1 cm vom oberen Rand mit Wasser gefüllt. (>> Material 1)

Die Aufgabe

Während des Spiels müssen die Mitspielenden an einem Ende der Halbschale ein Streichholz auf das Floß (= Transporthilfe) legen und dieses durch gleichmäßiges Pusten an das andere Ende befördern.

Gelingt dies dem Spielenden, ohne dass das Streichholz unterwegs runterfällt, nimmt er das Streichholz vom Floß runter.

Fällt es unterwegs runter, muss der Vorgang wiederholt werden.

Die gesammelten Streichhölzer werden bei der Bank abgegeben. Hierbei entspricht ein Streichholz einem Holz Rohstoff.

Lehm-Station

Material 2: 1 x Brett (ca. 40 x 40 cm groß), Knete, Cocktail-Strohhalme (ca. 8 mm), Filzstift

Stationsbeschreibung und -vorbereitung

Mit einem dicken Filzstift wird auf ein Holzbrett eine Zielscheibe, bestehend aus drei Ringen, gezeichnet. (>> Material 2)

Aufgabe

Die Mitspielenden formen sich kleine Knet-Kügelchen, die mit einem Blasrohr (Strohhalm) auf die Zielscheibe gepustet werden.

Für den inneren Ring erhält der Mitspielende 3 x Lehm, für den mittleren Ring 2 x Lehm und für den äußeren Ring 1 x Lehm.

Die Anzahl der Trefferpunkte wird auf einem Zettel notiert und bei der Bank abgegeben. Hierbei entspricht ein Trefferpunkt einem Lehm Rohstoff.

Erz-Station

Material 3: 2 x Eimer (einer für Sand und Perlen und einer gefüllt mit Wasser zum Hände waschen), Sand, Armbandperlen (Bastelzubehör), Handtuch (zum Hände abtrocknen)

Stationsbeschreibung und -vorbereitung

Ein Eimer wird mit Sand befüllt und die Armbandperlen untergemischt.

Der zweite Eimer wird mit Wasser gefüllt, um die sandigen Hände abzuwaschen und mit dem Handtuch zu trocknen. (>> Material 3)

Aufgabe

Die Spielenden müssen mit ihren Händen die Armbandperlen aus dem Sand rauspicken und diese bei der Bank abgeben. Hierbei entspricht eine Perle einem Erz Rohstoff.

Stroh-Station

Material 4: Transportwagen, Schnur, Rundholz und „Strohballen“

Stationsbeschreibung und -vorbereitung

Aufgabe

Über eine Strecke von ca. 2 m wird durch Aufrollen einer Schnur auf ein Rundholz ein symbolischer Strohballen von A nach B transportiert.

Die Anzahl der transportierten Strohballen wird auf einem Zettel notiert und bei der Bank abgegeben. Hierbei entspricht ein transportierter Strohballen einem Stroh Rohstoff.

Schaf-Station

Material 5: Watte, Strohhalme, zwei Tische, genügend Kopien der Schafvorlage

Stationsbeschreibung und -vorbereitung

Die Aufgabe

Mit Hilfe der Strohhalme muss ein Stück Watte von A nach B (ca. 2 m) transportiert werden, indem das Wattestück während des Transports mit dem Strohhalm angesaugt wird.

Die transportierten Wattebällchen werden auf eine Schafvorlage geklebt. Das Schaf besteht aus acht Feldern, auf die die einzelnen Wattebällchen geklebt werden. Ein beklebtes Feld ergibt ein Schaf Rohstoff. Sind alle acht Felder beklebt, erhält die Gruppe von der Bank zwei extra Schaf Rohstoffe.

8 x Schaf (gesammelt) + 2 x extra Schaf (von der Bank) = 10 x Schaf Rohstoffe.

Für den Fall, dass ein Schafvordruck nicht vollständig beklebt wurde, erhält die jeweilige Gruppe nur die Anzahl von Schaf Rohstoffen für die Anzahl der aufgeklebten Wattebällchen.

3 x Schaf (gesammelt) = 3 x Schaf Rohstoff

Beispiele für Extrapunkte

Die Mega-Stadt

Hierbei erhalten z. B. drei Gruppen, die als Erste fünf Städte erworben haben, vier Extrapunkte (siehe Punkte-Tabelle).

Der Mega-Bauer

Hierbei erhalten z. B. drei Gruppen die als Erstes fünf Mühlen erworben haben, vier Extrapunkte (siehe Punkte-Tabelle).

Das längste zusammenhängende Straßennetz

Jeder Gruppe wird ein fest zugeordneter Farbstift (z. B. Gruppe 1 = rot, Gruppe 2 = blau, …) zugeteilt. Beim Kaufen einer Straße markiert diese Gruppe mit dem Farbstift auf einem vorliegenden Stadtplan einen Straßennamen (den Straßenverlauf). Die Straßen dürfen jeweils nur einmal markiert werden. Dieser Vorgang wird bei jeder neu erworbenen Straße wiederholt. Am Ende der Spielzeit werden die zusammenhängenden Straßen der einzelnen Gruppen zusammengezählt (im aufgezeigten Bsp. hat die Gruppe 1 (rot) drei zusammenhängende Straßen und die Gruppe 2 (blau) nur zwei zusammenhängende Straßen. Die Gruppe 1 würde somit die vorher festgelegten vier Extrapunkte erhalten.

Beispiel für Sonderaktionen

Dorf

Beim Erwerb eines Dorfes muss die Gruppe, um das Dorf zu erhalten, auf der Aktionsfläche eine Sonderaktionsaufgabe lösen/erfüllen.

Wie z. B. Lösen einer einfachen Matheaufgabe (+, -, *, /); mit der gesamten Gruppe für 15 Sekunden auf einem Bein hüpfen; ein leichtes Sudoku-Rätsel lösen; usw.

Spieldurchführung

Um die Rohstoffeinzahlungen sowie Bauwerkkäufe schnell verrechnen zu können, wird eine Excel-Tabelle benötigt. Damit die Gruppen ständig über den aktuellen Stand der Rohstoffe, Bauwerke und Punkte informiert sind, können mit Hilfe der in der Excel-Tabelle implementierten Beamer-Ansicht diese Informationen via Beamer in Echtzeit angezeigt werden.

Hinweis: Die Excel-Tabelle kann vom Autor bezogen werden. Einfach eine E-Mail an alex-hiller@gmx.net schreiben.

Option: Die Abgabe von Rohstoffen bei der Bank mit Hilfe von RFID-Karten

Material 6: RFID-Karten, RFID-Lesegerät

Das Einzahlen der Rohstoffe sowie das Kaufen von Bauwerken kann durch den Einsatz von RFID-Karten beschleunigt werden. Hierbei erhält jede Gruppe eine fest zugeordnete RFID-Gruppenkarte, mit der sie sich bei der Bank einloggen kann. Die Rohstoffe und Bauwerke werden auch jeweils einer separaten RFID-Karte zugeordnet. Diese befinden sich während des Spiels direkt bei der Bank. (>> Material 6)

Zum Beispiel teilt die Gruppe 1 der Bank (= Spielleiter) mit, dass sie Rohstoffe einzahlen möchte. Der Spielleiter betätigt in der Excel-Tabelle die „Rohstoff zuweisen“-Taste, um das Eingabefenster zu öffnen. Nun legt die Gruppe ihre RFID-Gruppenkarte auf das RFID-Lesegerät, um sich als Gruppe einzuloggen. Anschließend legt die Gruppe die entsprechende RFID-Rohstoffkarte auf das Lesegerät, um den gewünschten Rohstoff einzuloggen, den sie einzahlen möchte. Der Spielleiter muss jetzt lediglich mit der Computer-Maus die Anzahl der Rohstoffe auswählen die die Gruppe gesammelt hat.

Es klingt komplizierter als es ist. Man beschafft sich einmalig die benötigte Anzahl der RFID-Karten (ca. 0,20 Euro pro Stück) und das Lesegerät (ca. 8 Euro). Dies schließt man per USB (plug&play) an den Computer an und kann dann mit wenigen Einstellungen in der Excel-Tabelle bereits loslegen.

Hinweis: Unbedingt vorher ausprobieren, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und etwas Routine im Umgang mit den RFID-Karten und dem Lesegerät zu bekommen.

Die RFID-Karten sowie das Lesegerät können online erworben werden, z. B.:

USB RFID Kartenlesegerät 125kHz – 4100 EM-Karten www.amazon.de/gp/product/B00HSDOTTU/ref=oh_aui_detailpage_o06_s00?ie=UTF8&ps

RFID EM4100-Karten 125kHz www.amazon.de/gp/product/B01EJBPLV8/ref=oh_aui_detailpage_o08_s00?ie=UTF8&psc=1

Die Excel-Tabelle

Siedler-Action-Spiel (Spielleiter-Ansicht)

Siedler-Action-Spiel (Beamer-Ansicht für Gruppen)

Siedler-Action-Spiel (Punkte-Tabelle)

Weitere Tipps aus der Praxis:

Die Gruppenaufteilung ist abhängig von der Teilnehmeranzahl (z. B. würde ich bei einer Teilnehmerzahl von 12 Personen drei Gruppen (je 4 Personen) und nicht nur zwei (je 6 Personen) wählen).

Vorbereitungszeit: Die Vorbereitungszeit ist zum größten Teil davon abhängig, wie die Stationen gestaltet sind. Indoor sowie Outdoor spielt die Raumaufteilung bzw. das Gelände eine große Rolle. Bei den von mir beschriebenen Stationen, habe ich für den Aufbau ca. 30 Minuten benötigt (Tische, Laptop, Beamer, Leinwand, Aktionsfläche sowie die fünf Rohstoffstationen). Zusätzlich wird vorab Zeit benötigt, um die Materialien für die Stationen zusammen zu suchen bzw. zu erstellen sowie das Spiel und ihre Spielregeln zu erklären.

Zum Rohstoff „Stroh“: Bei der Outdoor-Variante einfach einen echten Strohballen nehmen. Wird Indoor gespielt, kommen z. B. gelb angestrichene Holzstücke oder Würfel (10x10x10 cm) zum Einsatz. Es muss also nicht zwingend ein echter Strohballen sein, sondern man kann z. B. auch einen Plastikstrohballen für Kindertraktoren verwenden.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Jona aus JUMAT 1/19. Zu jedem Kapitel des Jonabuches gibt es eine Einheit für Jungschargruppen. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst.

Gegenstände von A-Z

Das Mindestalter für das Spiel:
ab 8

Anzahl Personen:
4 – 30

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
3

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
4

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
3

Material das benötigt wird für das Spiel:
2 Kartensortimente A-Z

Der Spieltyp:
Wettspiel

Jede Mannschaft erhält ein Kartensortiment mit den Karten A-Z. Die Aufgabe für jede Mannschaft besteht darin, für jede Karte einen Gegenstand mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben zu finden. Für Karte »A« z. B. eine Armbanduhr; bei »B« z. B. ein Buch usw. Die Karten müssen in der richtigen Reihenfolge nebeneinander liegend sortiert sein und die entsprechenden Gegenstände darauf liegen.
Die Mannschaft, die ihre Aufgabe zuerst erfüllt hat, gewinnt.

Variation:
Die Mannschaften bekommen jeweils eine (gleiche) Auswahl aus dem Kartensortiment.

Kronkorkenschießen

Das Mindestalter für das Spiel:
ab 8

Anzahl Personen:
4 – 20

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
2

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
2

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
2

Material das benötigt wird für das Spiel:
pro Spieler 3 Kronkorken, Tesa-Krepp

Der Spieltyp:
Wettspiel

Das Spiel kann man mit Kronkorken, Münzen oder Knöpfen spielen. An einer Seite des Raumes malen wir auf den Boden einen Kreis auf. Alternativ kann auch der Boden mit einem Klebeband abgeklebt werden.  Dann teilen wir den Kreis noch in 4, 6 oder 8 Stücke auf und schreiben in die Stücke die Punktzahlen 1-4, 1-6 oder 1-8 wie beim Dartspiel. Die Startlinie ziehen wir im Abstand von ca. 3-4 Metern vom Kreis entfernt. Abwechselnd kommen nun die Spieler der einzelnen Mannschaften an die Reihe und versuchen, ihre 3 Kronkorken in den Kreis zu schnipsen. Für jeden Treffer gibt es die entsprechende Punktzahl.

Variation:
Entfernung zum Kreis ändern, Anzahl Kronkorken pro Mitspieler ändern.

Luftballonweitschießen

Das Mindestalter für das Spiel:
ab 6

Anzahl Personen:
4 – 16

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
3

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
3

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
3

Material das benötigt wird für das Spiel:
2 Luftballons, 6 Bierdeckel

Der Spieltyp:
Wettspiel

Zwei Mannschaften treten gegeneinander an der Startlinie an. Jeder Spieler bekommt 3 Bierdeckel. Drei Meter von der Startlinie entfernt liegt für jede Mannschaft ein Ballon. Die Aufgabe besteht darin, mit den Bierdeckeln den Luftballon zu treffen und weiter weg zu schießen.
Für den am weitesten entfernt liegenden Luftballon bekommt die Mannschaft 1 Punkt.

Hinweis:
Die Spieler müssen hinter der Startlinie stehen bleiben.

Modenschau

Das Mindestalter für das Spiel:
ab 10

Anzahl Personen:
4 – 16

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
3

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
4

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
3

Material das benötigt wird für das Spiel:
pro Mitspieler 1 Luftballon und ein Pullover o. ä.

Der Spieltyp:
Wettbewerb / Teamspiel

Von jeder Mannschaft (max. 4) tritt 1 Mitspieler an.
Jeder Mitspieler hat das gleiche Oberteil (T-Shirt, Sweat-Shirt, Trainingsjacke, usw.) an. Jeder bekommt einen aufgeblasenen Luftballon.
Auf Kommando müssen die Mitspieler ihr Oberteil einmal komplett aus- und anschließend wieder anziehen. Dabei müssen sie gleichzeitig den Ballon durch geschicktes Schlagen in der Luft halten. Wer als erster sein Oberteil wieder vollständig angezogen hat, bekommt einen Punkt. Wenn der Ballon während des Spieles den Boden berührt, scheidet der entsprechende Mitspieler aus.

Hinweis:
Bevor das ausgezogene Oberteil wieder angezogen wird, sollte es einmal kurz hochgehalten werden.

Münzrollen

Das Mindestalter für das Spiel:
ab 6

Anzahl Personen:
4 – 20

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
2

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
4

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
3

Material das benötigt wird für das Spiel:
pro Mitspieler 1 Münze, Tesa-Krepp

Der Spieltyp:
Wettbewerb / Geschicklichkeitsspiel

An einer Seite des Raumes stehen hinter der Startlinie zwei Mannschaften in Reihe nebeneinander. Jeder Spieler erhält eine Münze. Am besten geeignet sind etwas dickere Münzen. Der jeweils erste Spieler beginnt. Die Aufgabe besteht darin, die Münze möglichst weit zu rollen. Den Punkt bekommt derjenige, dessen Münze am weitesten gerollt ist.

Variation:
Für jeden angefangenen Meter gibt es einen Punkt.

Neon-Mikado

Das Mindestalter für das Spiel:
ab 8

ANZAHL PERSONEN:
4 – 15

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
3

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
3

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
2

Material das benötigt wird für das Spiel:
Knicklichter in verschiedenen Farben

Der Spieltyp:
Wettspiel

Genau wie das alte, normale Mikado-Spiel aus Omas Spielesammlung, nur eben etwas cooler, im Dunkeln und mit Knicklichtern. Wenn du verschiedenfarbige Knicklichter hast, kannst du verschiedene Wertpunkte geben. Der Haufen Knicklichter wird also losgelassen. Der erste Spieler darf versuchen, so viele Knicklichter wie möglich zu ergattern.Wackelt etwas, ist der Nächste dran.

Pantomime Stille Post

Das Mindestalter für das Spiel:
ab 10

Anzahl Personen:
4 – 20

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
3

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
3

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
2

Material das benötigt wird für das Spiel:

Der Spieltyp:
Wettbewerb / Teamspiel

Aus der Gruppe werden 3-4 Freiwillige ausgewählt, einer davon beginnt zu raten, die anderen Spieler gehen vor die Tür. Der Spielleiter spielt mit dem ersten Rater eine bestimmte Tätigkeit vor. Dieser muss sich alles möglichst genau merken und diese bestimmte Tätigkeit dem nächsten Rater vorspielen. Die anderen Spieler müssen währenddessen immer noch draußen warten. Der zweite Spieler spielt die ihm gezeigte Tätigkeit dann wiederum dem dritten Spieler vor usw. Der letzte Rater soll gleichzeitig zu seinen Bewegungen erzählen, um welche Tätigkeit es sich handelt.

Alternative: Der Spielleiter liest dem ersten Freiwilligen einen kurzen Text vor. Ziel der Freiwilligen ist es, dass der Letzte den vorgelesenen Text mir so vielen Schlüsselwörtern wie möglich wiedergeben kann.

Streichholz-Geschicklichkeit

Das Mindestalter für das Spiel:
ab 8

ANZAHL PERSONEN:
8 – 20

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
4

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
5

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
2

Material das benötigt wird für das Spiel:
2 Schachteln Streichhölzer

Der Spieltyp:
Wettspiel

Zwei Mannschaften bilden je eine Staffel. Die Aufgabe besteht darin, eine Streichholzschachtel in eine(!) Hand zu nehmen, zu öffnen, ein Hölzchen herausnehmen, die Schachtel zu schließen, auf der anderen Seite wieder zu öffnen, das Streichholz hineinzulegen, die Schachtel wieder zu schließen und dem nächsten Spieler weiterzugeben. Das alles jedoch nur mit einer Hand und ohne die Schachtel aus der Hand zu legen. Welche Mannschaft ist zuerst fertig?

Variation:
Bevor das Streichholz wieder in die Schachtel hineingelegt wird, anzünden und wieder ausblasen.

Streichholzstaffel-Staffette

Das Mindestalter für das Spiel:
ab 10

ANZAHL PERSONEN:
8 – 20

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
3

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
4

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
2

Material das benötigt wird für das Spiel:
pro Mannschaft 1 Streichholzschachtel

Der Spieltyp:
Wettspiel

In einem dunklen Raum sitzen die Mannschaften jeweils nebeneinander. Jede Mannschaft  bekommt eine Streichholzschachtel. Der jeweils erste Spieler zündet ein Streichholz an, macht es wieder aus und legt es in die Schachtel zurück. Der nächste nimmt die Schachtel, holt ein Streichholz raus, zündet es an, bläst es aus, legt es zurück und gibt die Schachtel weiter. Der letzte Spieler gibt die Schachtel wieder an den vorletzten Spieler usw. bis der erste Spieler wieder an der Reihe ist. Welche Mannschaft schafft es am schnellsten?
Da der Raum dunkel ist und keiner so recht sieht, ob er nicht gerade ein bereits abgebranntes Streichholz aus der Schachtel nimmt, wird die Sache mit der Zeit spannend.

Autorennen

Das Mindestalter für das Spiel:
ab 8

ANZAHL PERSONEN:
4 – 20

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
3

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
3

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
3

Material das benötigt wird für das Spiel:
1 (großer) Würfel, Papier und Stift oder Tafel

Der Spieltyp:
Würfelspiel

Jeder Spieler (optional jede Mannschaft) kann sich eine Automarke auswählen, die auf einer großen Liste eingetragen wird. Dann wird überlegt, was zu einem Autorennen benötigt wird:
1 = Auto
2 = Führerschein
3 = Zündschlüssel
4 = Benzin
5 = Starterlaubnis
6 = Startschuss.
Dann wird reihum gewürfelt. Wer eine [6] gewürfelt hat, kann starten. Die Nummer wird dann auf einer großen Liste in eine Spalte eingetragen. Die Spieler benötigen dann noch die weiteren Nummern von 1 – 5, hier ist keine bestimmte Reihenfolge notwendig.
Hat ein Spieler alle 6 Nummern gewürfelt, kann er mit dem Rennen beginnen. Die nun gewürfelten Zahlen werden aufgeschrieben. Das Ziel ist bei 100 Punkten.
Welcher Spieler hat zuerst das Ziel erreicht?

Variation:
Der Spielleiter kann auch die Funktion eines Berichterstatters bzw. Ansagers einnehmen. Er gibt in entsprechendem Stil hin und wieder bekannt, welche Automarke derzeit in Führung liegt.

Tunnelstaffel

Das Mindestalter für das Spiel:
ab 6

ANZAHL PERSONEN:
8 – 20

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
4

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
2

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
1

Material das benötigt wird für das Spiel:

Der Spieltyp:
Actionspiel

Zwei Mannschaften stehen reihenweise – eng mit gegrätschten Beinen nebeneinander hinter einer Startlinie. Die Spieler legen den Vordermännern die Hände auf die Schulter. Immer der letzte einer Mannschaft kriecht von hinten nach vorne und stellt sich vorne wieder auf; der Hintermann legt ihm die Hände auf die Schultern. Erst dann darf der nächste von hinten in den Tunnel starten.

Wertung:
Gewonnen hat diejenige Mannschaft, die als erstes mit der vordersten Person die gegenüberliegende Wand berührt (oder eine Ziellinie überschreitet).

Zeitungsschnipsel

Anzahl Spieler:
8-20

Die Lebendigkeit des Spiels (1=sehr ruhig – 5=sehr lebendig):
4

Der Anspruch des Spiels (1=sehr einfach – 5=sehr anspruchsvoll):
2

Der Aufwand des Spiels (1=sehr spontan – 5=sehr aufwendig):
3

Kleine Zeitungsschnipsel werden mit einem Trinkhalm angesaugt und von Schüssel A nach Schüssel B gebracht.
An einem Ende des Raumes stehen 2 Stühle mit leeren Schüsselchen. Am anderen Ende stehen 2 Stühle mit Schüsselchen, in denen jeweils 10 kleine Zeitungsschnipsel liegen. Hinter der Startlinie stehen 2 Mannschaften, jeder Spieler hat einen Trinkhalm.
Auf ein Startsignal saugt der erste Spieler ein Papierschnipsel mit dem Trinkhalm an, transportiert es in die Schüssel am anderen Ende, läuft zurück, schlägt den nächsten Spieler an und stellt sich hinten an, usw. Wenn der Schnipsel runterfällt, beginnt der jeweilige Spieler von vorne.

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