Detektive auf den Spuren von Herrn J.

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Jesus beruft Petrus (Fall 3)

Schwerpunkte

  • Petrus erkennt, dass Jesus kein normaler Mensch ist
  • Petrus vertraut Jesus, weil er eine besondere Erfahrung mit ihm gemacht hat
  • Fehler und Schwächen sind kein Hinderungsgrund für eine Berufung

Besonderheit

Foto-Detektivauftrag im Freien

Situation

Nach einem Misserfolg begegnet Jesus einem frustrierten Petrus. Dieser hat die ganze Nacht gefischt und nichts gefangen. Trotzdem müssen die Netze gewaschen werden – welch Frust. Eine ganze Menschenmenge umringt Jesus. So bittet Jesus Petrus, dass dieser ihn ein Stück vom Ufer weg rudert, damit er von dort aus gut hörbar zu den Menschen reden kann. Was Jesus den Menschen gesagt hat, ist nicht bekannt, doch es muss so beeindruckend gewesen sein, dass Petrus ihm volles Vertrauen schenkt. Das wird deutlich, als Jesus ihm – wie als Bezahlung – den Rat gibt, jetzt die Netze auszuwerfen.

Normalerweise wird am See Genezareth in der Nacht gefischt. Die Anweisung von Jesus, am hellen Tag ins Tiefe hinauszufahren, widerspricht den Erfahrungen, die Petrus bisher gemacht hat. Eine häufige Fischart im See Genezareth, die Süßwassersardine, hält sich tagsüber eher in der Uferzone auf.

Doch die Rede Jesu muss sein Herz so berührt haben, dass Petrus trotzdem auf den See hinausfährt. Zu seiner Überraschung fängt er trotz schlechter Voraussetzung so viele Fische wie noch nie in seinem Leben. Als Petrus die Menge der Fische sieht, erkennt er, dass er in Jesus Gott begegnet und fällt vor ihm auf die Knie. Ihm wird bewusst, dass er zu gering für Gott ist und all seine Fehler fallen ihm ein. Jesus lässt sich davon nicht beirren, sondern er beruft Petrus in die Nachfolge. Petrus vertraut Jesus und folgt ihm.

Erlebniswelt der Kinder

Überall gibt es Leistungsdruck und gerade Kinder in der Schule bekommen das zu spüren: Unser „Fangnetz“ muss immer voll sein = wir müssen immer erfolgreich sein. Bei Jesus ist das anders, weil er uns so annimmt, wie wir sind. Wir brauchen keine besonderen Fähigkeiten und Erfolge, keine vollen Netze, damit er etwas mit uns anfangen kann. Einzig unser Vertrauen ihm gegenüber ist wichtig. Das ist eine Botschaft, die Petrus erstaunt hat und die für die Kinder heute sehr wichtig ist.

Einstieg

Montagsmaler zum Thema

Material: Tafel/Plakate, Kreide/Eddings
Begriffe: Fischer, Fische (Hai, Aal, Forelle o. Ä.), Netz, Boot, See, Menschenmenge, Gummistiefel, Wurm, Fluss, Muschel, Krebs, Seepferd, Wal, Delfin, Qualle usw.

Es werden Gruppen gebildet. Aus jeder Gruppe wird ein Zeichner gewählt, der nun versuchen muss, die Begriffe so aufzumalen, dass die Gruppe sie erraten kann. Welche Gruppe errät innerhalb einer bestimmten Zeit die meisten Begriffe?

Ja-Nein-Stuhl zu Fischer und Fischen

Material: Stuhl mit Aufschrift „Ja“, Stuhl mit Aufschrift „Nein“

Die Kinder müssen nun entscheiden, ob die Aussage richtig oder falsch ist. Dazu stellen sie sich in zwei Gruppen hintereinander auf. Die beiden vordersten Kinder spielen jeweils gegeneinander. Vor ihnen stehen die beiden Stühle. Wer sich nach dem Nennen der Aussage zuerst für die richtige Antwort entschieden hat und auf dem richtigen Stuhl sitzt, hat gewonnen. Die Gruppe bekommt einen Punkt.

  • Fische verhalten sich alle gleich. (nein)
  • Fische fängt man am einfachsten, wenn sie im Tiefen sind. (nein)
  • Süßwassersardinen fängt man am einfachsten in der Nähe des Ufers. (ja)
  • Süßwassersardinen fängt man am einfachsten am Mittag. (nein)
  • Wenn Popstars kommen, laufen oft viele Menschen zusammen. (ja)
  • Bei großen Menschenansammlungen kann man leicht erdrückt werden. (ja)

Plakat 1

Stellt euch vor, ein Popstar würde nach … (Stadt der Detektivgruppe) kommen mit dem Ziel, sich hier jemanden auszusuchen, der mit ihm in Zukunft durch die Welt reist und ihn unterstützt. Welche Voraussetzungen müsste so ein Assistent wohl mitbringen? Die Kinder sammeln Ideen auf einem Plakat, zum Beispiel musikalisch sein, gut aussehen, gut schreiben und organisieren können, gute Zeugnisse haben usw.

Plakat 2

Stellt euch vor, Jesus wäre da und würde nach Assistenten suchen. Was müssten diese wohl können? Die Kinder überlegen gemeinsam, was sie für Fähigkeiten brauchen könnten (gut zu Fuß sein, die Bibel kennen, freundlich sein …).

Wichtig: Beide Plakate sollten zunächst nicht kommentiert werden.

Aktion

Vorbereitung

Fotos von den verschiedenen Verstecken machen. Die Bilder müssen nicht auf Fotopapier ausgedruckt werden, es reicht normales Papier. Sollten ältere Fotos vorhanden sein, kann man sie auch verwenden, die Detektive dürfen ruhig beim Suchen nachdenken …

TIPP Ein paar Tage vorher alle Stellen im Gebäude oder Gelände fotografieren, an denen Hinweise und Sachen so versteckt werden können, dass es andere nicht gleich sehen. Nach Möglichkeit ein großes Gelände mit vielen Versteckmöglichkeiten fotografieren, sodass man beim Verstecken flexibel ist. Man kann aber auch Makrofotos machen, also starke Vergrößerungen, die die Suche kniffliger machen.

TIPP Man legt die Spur rückwärts, d. h. man versteckt zuerst die Belohnung, markiert die Stelle auf einem Foto und versteckt dieses Foto zusammen mit einem Hinweis an einer anderen Stelle. Diese Stelle wiederum wird auf einem anderen Foto vermerkt usw.

  • Lösungscode überlegen (z. B. 1=A, 2=B), Anleitung siehe Detektivspiele.
  • Lösungscode stark vergrößert in ein Fenster kleben, sodass er gut von außen sichtbar ist.
  • Text mit Hinweis für das nächste Versteck in Geheimschrift schreiben, die mit Hilfe des Codes lösbar ist.
  • Spur legen und dabei die einzelnen Hinweise auseinanderschneiden. Auf den Fotos jeweils ein Kreuz machen, wo der nächste Hinweis ist. Die Hinweise zusammen mit den Fotos verstecken (siehe oben). Eventuell einen Text auf ein Diktiergerät sprechen (siehe unten).

Material allgemein
Code im Fenster

Material pro Gruppe

  • Fernglas
  • Netz (man kann auch ein Netz vom Aquarium nehmen) oder Boje mit Namensbezeichnung Zebedäus
  • Belohnung
  • Detektivhinweise
  • Geheimschrift
  • Stift
  • Fotos von den Verstecken
  • für jüngere Kinder: Schirmkappen, Zeitungen und Tesafilm für die Verkleidung unterwegs

TIPP Pro Gruppe eine eigene Spur legen, der Lösungscode im Fenster kann aber der gleiche sein.
TIPP Weitere Hinweise für die Ausführung der Spurensuche.

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Kapernaum

„Hallo, ich bin vom Ordnungsamt. Meine Mitarbeiter haben am See Fischernetze und viele Fische gefunden. Von den Fischern fehlt jede Spur. Wir sind gerade etwas überlastet, deshalb brauchen wir eure Hilfe. Ein Mitarbeiter hat ein paar Spuren gefunden, die er euch zur Verfügung stellt. Ihr müsst sie sichten.“

Eure Aufgabe ist es nun herauszufinden:

  • Wer waren die Fischer?
  • Warum haben sie ihre Netze zurückgelassen?
  • Wo sind sie jetzt?“

Detektivhinweise

Start: Jede Gruppe bekommt ein unterschiedliches Foto mit Kennzeichnung, wo der nächste Hinweis versteckt ist. Die Reihenfolge der Hinweise kann an das Gelände angepasst werden. Notiz 1 und 2 sollten logischerweise nicht vertauscht werden …

1.Hinweis: Hier in der Nähe findet ihr einen Gegenstand, z. B. eine Boje oder ein Fischernetz, den Fischer brauchen. Findet heraus, wem er gehört!
a) Zebedäus – Geht zu …
b) Paulus – Geht zu …
c) Josef – Geht zu…

2. Hinweis: Sucht nach einem Fernglas.

3. Hinweis: Diesen finden die Detektive beim Fernglas, zusammen mit dem Geheimtext.
Im Fenster des nächsten Hauses findet ihr den Code für euren Geheimtext, der euch verrät, wo es weitergeht. (z. B. „Sucht unter der Bank!“ – wie man einen Geheimcode erstellt, siehe Detektivspiele)

4. Hinweis: Notizzettel des Vertreters des Ordnungsamts als Text oder auf einem Diktiergerät zusammen mit Foto, wo der nächste Hinweis versteckt ist.

Notiz von einem Vertreter des Ordnungsamts
Habe hier Männer belauscht! Sie schwärmten von einem besonderen Fischfang!
Person 1: Weißt du noch vor ein paar Tagen, wie Jesus zu uns an den See kam, als wir die Netze flickten?
Person 2: Ja, Johannes, zuerst dachte ich mir nichts dabei, als Jesus mich bat, mit dem Boot etwas auf den See hinauszufahren. Da waren so viele Menschen, die ihn hören wollten. Die Gefahr war groß, dass die Menge ihn aus Versehen in den See schubst. Der hat geredet, dass es einem zu Herzen ging. Als er fertig mit Reden war, sagte er, ich solle die Netze ins tiefe Wasser auswerfen. Zuerst wollte ich nicht. Wir hatten zur besten Fangzeit – der Nacht – nichts gefangen, da würden wir jetzt erst recht nichts fangen. Doch nach allem, was ich von Jesus gehört hatte, war ich bereit, mich lächerlich zu machen und hinauszufahren.
Person 1: Ja, Simon-Petrus, ich und Jakobus waren auch überrascht von der Aufforderung. Gut, dass du gehorcht hast. So viele Fische haben wir noch nie gefangen!

Fragen

1. Wer sind Person 1 und 2?
Person 1: Johannes
Person 2: Simon-Petrus

2. Mit wem sind die beiden unterwegs?
Person 1: Jesus
Person 2: lakobus“

5a. Hinweis

Hinweis für jüngere Kinder
Die Verdächtigen haben Verdacht geschöpft. Das nächste Mal müsst ihr euch tarnen. Hier in der Nähe findet ihr Schirmmützen und Zeitungen. Tarnt euch, damit man euch nicht erkennt! Ebenso findet ihr ein Foto, wo ihr den nächsten Hinweis entdecken könnt.

5b. Hinweis

Zweiter Notizzettel des Vertreters des Ordnungsamtes (als Text oder Diktiergerät)
Notiz von einem Vertreter des Ordnungsamts
Habe hier wieder die Männer belauscht!
Person 1: Es war wirklich unglaublich! Nach dem Tipp von Jesus haben wir so viele Fische gefangen. Die Netze wären fast zerrissen!
Person 2: Ach, Johannes, trotzdem war es der Schock meines Lebens. Wer so etwas weiß, der muss mit unserem Gott in Verbindung stehen. Ich habe gleich gedacht: Wer bin ich, dass ich mit so einem zu tun haben soll. Ich erinnerte mich plötzlich all meiner Fehler und schämte mich dafür. Dabei hatte ich den Eindruck, ich könnte meine Schuld nicht vor Jesus verbergen. Ich fiel vor Jesus auf den Boden und sagte: „Geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch, Herr.“
Person 1: Aber Jesus ließ sich von deiner Angst nicht beeindrucken, Simon-Petrus. Im Gegenteil. Er sagte: „Hab keine Angst! Von nun an wirst du Menschen fangen!“
Person 2: Zuerst konnte ich mir darunter nichts vorstellen, Johannes. Aber ich wusste, dass ich mit diesem Mann mitgehen und es herausfi nden würde. Du und Jakobus, ihr seid ja auch mitgegangen.

Frage

Was hat die Männer überzeugt, mit Jesus mitzugehen? Überlegt euch die richtige Antwort und geht dann zu dem genannten Ort, dort findet ihr den nächsten Hinweis.
a) Dass er toll reden konnte. Geht zu …
b) Dass er bewies, dass er mehr wusste als normale Menschen. Geht zu …
c) Dass er sie mit Namen kannte. Geht zu …

6.Hinweis

Brief von Petrus an die Detektive

Danke für Eure Fürsorge. Als Dank findet Ihr hier im Umkreis von 5 Metern eine Stärkung. Ihr braucht Euch um uns keine Sorgen machen, es geht uns gut! Petrus

Vertiefung

Lösung des Falls

Wer waren die Fischer?
Antwort: Petrus, Johannes, Jakobus

Warum haben sie die Netze verlassen?
Antwort: weil sie mit Jesus mitgegangen sind

Wo sind sie jetzt?
Antwort: bei Jesus

Eventuell kann man den Hergang der Geschichte im Zusammenhang erzählen (und darauf hinweisen, dass Kinder nicht mit jedem mitgehen dürfen).

Die Plakate vom Einstieg werden betrachtet.

Gespräch

  • Was für Voraussetzungen brachte Petrus mit, dass Jesus ihn beauftragt hat, mit ihm zu reisen? (keine)
  • War klar, dass er sich in der Bibel gut auskennt? (nein, Petrus war kein Theologe oder Schriftgelehrter, er war Fischer)
  • Hatte Petrus gute Zeugnisse? (war unwichtig, danach wurde nicht gefragt!)
  • War Petrus besonders nett und höflich? (nein, er sagte etwas grob: „Geh weg …!“)
  • Hatte Petrus keine Fehler? (doch, er sagte selbst, dass er sündig sei)
  • Welche Voraussetzung erfüllte Petrus? (Petrus hat Jesus vertraut. Mehr müssen auch wir nicht tun. Es sind keine besonderen Fähigkeiten notwendig, damit Jesus uns brauchen kann. Es reicht, dass Jesus alles kann. Er kann unseren Mangel an Fähigkeiten und Eigenschaften ausgleichen – wenn wir ihn lassen!)
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Fan und einem Jünger bzw. Nachfolger? (Der Fan lebt sein eigenes Leben und bewundert eine Person nur. Der Nachfolger versucht so zu leben, wie der Mensch, dem er nachfolgt. Ein Fan von Jesus glaubt, dass es Jesus gibt und findet gut, was er getan hat. Es hat aber keine weiteren Konsequenzen. Ein Nachfolger lebt mit Jesus und versucht zu erkennen und zu tun, was Jesus von ihm möchte. Er bittet Jesus um Hilfe und vertraut ihm sein Leben an. Jeder von euch kann ein Nachfolger von Jesus werden.)

Möglicher Imbiss

  • Fischli oder „Würmer“ bzw. Erdnusslocken
  • „Haifischblut“ (roter Saft oder Tee)

Gebet

Lieber Herr Jesus, ich freue mich darüber, dass du jeden brauchen kannst, der dir vertraut. Dir zu vertrauen ist manchmal schwierig, weil wir dich nicht sehen können. Bitte hilf uns doch, dich in unserem Alltag zu erkennen und dir zu vertrauen. Danke, dass du uns nie aufgibst und uns so viel zutraust. Amen

Lied

Sei ein lebend’ger Fisch, schwimme doch gegen den Strom

Bastel- und Spielideen

Fischklammer für wichtige Notizen oder Briefe

Material: Sperrholz, Laubsäge, Wäscheklammer, Farbe, Pinsel, Wasserbecher, Holzkleber
Aus Sperrholz wird ein Fisch ausgesägt, angemalt und auf die Wäscheklammer geklebt.

Spiele

„Fischer, welche Fahne weht heute?“

Auf einer Seite des Raumes steht ein Fischer. Dieser wird von allen Kindern, die auf der anderen Seite des Raumes stehen, gefragt: „Fischer, welche Fahne weht heute?“ Der Fischer antwortet z. B. „Gelb“, rennt auf die Kinder zu und versucht alle Kinder abzuklatschen, die nichts Gelbes an ihrer Kleidung haben. Die Kinder rennen ihrerseits auf die Seite zu, auf der bisher der Fischer gestanden hat. Kinder, die irgendetwas von der gewünschten Farbe an der Kleidung haben, dürfen nicht gefangen werden. Mit den „gefangenen“ Kindern wechselt also der Fischer auf die andere Seite des Raumes und nun fragen die übrigen Kinder wieder: „Fischer, welche Fahne weht heute?“ Der Fischer nennt nun eine andere Farbe und versucht mit Hilfe der „gefangenen“ Kinder die noch „freien“ Kinder, die diese Farbe nicht tragen, abzuklatschen. Das geht so lange, bis nur noch ein Kind nicht gefangen ist. Dieses ist der neue Fischer.

Fischernetz wird geleert

Stühle werden im Kreis gestellt. Es ist ein Stuhl zu wenig. Zettel mit unterschiedlichen Fischnamen werden verteilt, mindestens zwei pro Sorte. In der Mitte steht der Fischer, der einen Platz haben möchte. Er ruft z. B: „Forelle!“ Die Kinder mit den entsprechenden Fischen wechseln (Fischnamen: Forelle, Hecht, Hai, Delfin, Thunfisch usw.)

Pantomime 1

Die Kinder überlegen sich zu zweit eine Szene aus der Geschichte und stellen sie ohne Worte dar. Die anderen müssen raten, welche Szene gemeint ist.

Pantomime 2 oder Montagsmaler (für ältere Kinder)

Begriffe: Stockfisch, Rollmops, Backfisch, Sägefisch, fliegender Fisch, Stichling, Barsch
TIPP Manche Namen sind zusammengesetzte Hauptwörter. Man kann diese Namen auch in zwei Worte teilen und einzeln spielen bzw. raten lassen, z. B. Stock + Fisch usw.

Fische fangen

Alle stehen im Kreis und strecken ihre Hände nach außen. Einer geht im Kreis herum und sagt: „Ich hab gefischt, ich hab gefischt, ich hab die ganze Nacht gefischt und keinen Fisch erwischt.“ Bei „erwischt“ – nicht vorher – ziehen alle Spieler ihre Hände weg. Der Fischer versucht eine Hand zu treffen. Wen er trifft, ist der Fischer / die neue Fischerin.

Menschenfischer (für Gruppen ab 10 Kinder)

Zwei Kinder bilden ein Netz, indem sie sich an den Händen festhalten. Sie versuchen die anderen Kinder auf einem begrenzten Spielfeld zu fangen. Jedes weitere gefangene Kind muss die anderen an der Hand fassen und sich so dem Netz anschließen.

Fischtransport

Material: Trinkhalme, Papierfische

Es werden zwei Mannschaften gebildet. Jedes Kind hat einen Trinkhalm. In jeder Mannschaft versucht ein Spieler den Fisch anzusaugen und seinem Nachbarn zu geben, der seinerseits den Fisch mit dem Halm ansaugt. Welche Mannschaft lässt den Fisch zuerst fallen?

Weitere Spiele
siehe Fall 13

Das Ziel

Starter

Gott sieht mich an, er übersieht mich nicht. Gott kennt meine Sorgen, Ängste, er kümmert sich um mich und will mit mir neu anfangen.

Checker

Manchmal versuche ich eigene Wege zu gehen, obwohl ich weiß, dass es falsch ist. Ich kann aber umdrehen.

Der Text an sich

Abram und Sarai waren kinderlos. Kinder waren im Alten Testament ein Zeichen von Segen, entsprechend galt Kinderlosigkeit als eine Strafe Gottes.

In einer Zeit ohne soziale Absicherung waren Kinder entscheidend für die soziale und wirtschaftliche Sicherheit. Die Großfamilie zur Zeit Abrams sicherte das Fortbestehen der Familie. Kinder waren die Alterssicherung ihrer Eltern.

Gott bestätigt hier dem verzagten Abram noch einmal die Verheißung eines großen Volkes. Ausdrücklich widerspricht er Abram, das nicht ein Knecht der Erbe sein soll, sondern ein leiblicher Spross. Als Beweis schließt Gott einen Bund mit ihm und nimmt ein Opfer vor.

Zuerst glaubt Abram auch der Verheißung, aber als er und Sarai immer älter werden, er ist fast 86 Jahre alt, schwindet der Glaube. Sarai sucht in ihrer Not einen Ausweg und findet ihn auch.

Im altorientalischen Recht war es Sitte, dass bei Kinderlosigkeit die Sklavin der Ehefrau ein Kind bekommen konnte.

Hagar (Flucht, Flüchtling) ist die ägyptische Sklavin von Sarai. Nur sie kann ihr Befehle geben.

Hagar, die junge, schwangere Sklavin flieht in die Richtung ihrer Heimat Ägypten. An einem Brunnen begegnet sie dann dem Engel des Herrn. Es ist ein besonderer Engel, er wird einige Male im Alten Testament erwähnt. Auch später bei ihrer Vertreibung spricht dieser Engel zu ihr. Bei dem Gespräch fallen die zwei wichtigsten Sätze für Hagar. Es sind eigentlich die zwei wichtigsten Sätze für jeden Menschen. Woher kommst du und wohin gehst du? Und dann kommt die Erkenntnis von Hagar: Du bist ein Gott, der mich sieht. Hagar spricht ihr Problem an. Sie drückt alle ihre Sorgen und Ängste aus und bekommt von dem Engel die Aufforderung, zurückzugehen und ihrem Kind den Namen Ismael zu geben. Ismael bedeutet Gott hört und ist das erste Kind in der Bibel, das seinen Namen vor seiner Geburt bekommt.

Gott gibt ihr, als rechtloser Frau in der damaligen Zeit, das Versprechen zahlreicher Nachkommen und ein Leben in Freiheit. Eigentlich bekamen nur Männer die Verheißung eines großen Volkes. Hagar merkt, dass Gott selbst mit ihr spricht. Die ägyptische Magd fühlt sich angesehen und wertgeschätzt. Sie hat eine Beziehung zu Gott.

Der Text für mich

Sehen und gesehen werden ist zuerst eine Redewendung. Ich tu etwas, nur um gesehen zu werden, nicht um der Sache willen.

Oft geht es mir auch so, dass ich jemanden oder etwas sehe, aber trotzdem nicht bewusst wahrnehme. Ich gehe an jemandem vorbei, ich kenne ihn sogar, aber ich nehme die Person an sich nicht wahr.

Bei Gott ist das anders.

Er sieht mich nicht nur einfach an, er sieht mich mit dem Herzen an, er interessiert sich für mich.

Antoine de Saint-Exupéry drückt es in seinem Buch „Der kleine Prinz“ mit einem sehr bekannten Satz aus: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Das bedeutet, Sehen hat auch etwas mit Beziehung zu tun. In meinem Verhältnis zu meiner Gruppe ist es wichtig, eine gute Beziehung zu den Kindern zu haben. Das heißt, ich interessiere mich für die Kinder. Ich will, dass es ihnen gut geht. Ich sehe die Kinder nicht nur oberflächlich, sondern ich will hinter die Kulisse blicken.

Der Text für dich

Starter

Niemand kann mich leiden, niemand fragt nach mir. Das sind Erfahrungen von Kindern. Viele Kinder machen die Erfahrung, dass sie im Leben der Erwachsenen einfach mitlaufen. Sie existieren, aber sie sollen nicht auffallen und keine Arbeit machen. Bewusst werden sie oft erst wahrgenommen, wenn sie Mist bauen, auffällig werden, in kein Schema passen. Dann beginnt der Kreislauf mit Bewerten, Urteilen, oft auch Verurteilen.

Kinder wollen aber gesehen werden, weil sie für die Person wichtig sind. Sie fordern Liebe ein.

Für manche Kinder ist es eine ganz neue Erfahrung, dass es jemand gibt, der sie sieht, und das nicht aus den ihnen bekannten Gründen. Er sieht sie mit dem Herzen. Sie sind wichtig, er gibt ihnen ihre Würde als Kinder zurück. Aus dem Sehen entsteht eine persönliche Beziehung.

Checker

Wie ist es, wenn ich mal wieder Mist gebaut habe, wenn ich vielleicht vor meinen Problemen davonlaufen will, wenn Zweifel kommen, wenn sich trotz Beten nichts an meiner Situation ändert und ich das Gefühl habe, es kümmert sich ja doch niemand um mich? Wie geht Gott dann mit mir um? Kümmert sich Gott dann immer noch um mich? Sieht er mich, ganz bewusst, ohne Wenn und Aber? Sieht Gott mich auch noch so an, wenn ich versage und einen eigenen Weg eingeschlagen habe? Wie ist es dann mit meiner Beziehung zu Gott?

Ja, Gott sieht mein Herz an, das ist wichtig und das zählt. Wir können gemeinsam an unserer Beziehung arbeiten, er gibt mir eine Chance.

Der Text erlebt

Material

Grüne, blaue, weiße, rote Fußspuren, braune Decke, Brunnen mit Stoppschild, Whiteboard mit Stiften oder Karton und Plakatfarbe

Hinführung

Idee 1: Genau hinsehen

Eine Seite aus einem Wimmelbuch wird auf Folie kopiert und über einen Overheadprojektor gezeigt. Verschiedene kleine Ausschnitte werden noch einmal extra kopiert. Gemeinsam sehen wir uns das große Bild an. Wer findet als Erster alle kleinen Teile im großen Bild? Man kann auch verschiedene Gegenstände, Personen oder Situationen sagen, die dann auf dem Wimmelbild gefunden werden müssen. Genaues Hinsehen ist wichtig, nicht nur bei einem Bild.

Idee 2: Optische Täuschungen

Wir sehen uns verschiedene optische Täuschungen an. Was sehen wir auf den ersten Blick und was steckt dahinter?

Verkündigung

Erzählen mit der Erzählkiste

In der Kiste sind alle Dinge enthalten, die wir für die Geschichte brauchen. Je nach Altersstufe können es verschiedene Dinge sein. Hier ist es nur ein Vorschlag. Während dem Erzählen legen wir die Dinge auf den Boden (Bodenbild) oder befestigen sie an einer Tafel.

Grüne Fußspuren (Hagar)

Hagar ist verzweifelt und wütend. Das konnte doch nicht sein. Niemand beachtete sie. Klar, sie war eine Magd und musste gehorchen. Sarai durfte über sie bestimmen, sie hatte alle Rechte. Aber trotzdem, das war wirklich gemein. Hagar sah sich um, es war heiß. In Abrams Lager gingen alle ihrer Arbeit nach. Abram und Sarai hatten viel Vieh, das versorgt werden musste.

Grüne, blaue (Abram) und rote (Sarai) Fußspuren treffen sich.

Gerade eben war sie an dem Zelt von Sarai und Abram vorbeigegangen. Eigentlich wollte sie nicht lauschen, aber sie hatte ihren Namen gehört und da musste sie doch einfach zuhören.

„Ich bin zu alt für ein Kind und Gott hat uns und sein Versprechen vergessen. Wir werden keine Kinder bekommen. Aber ich hab einen Ausweg gefunden. Ich gebe dir Hagar zur Frau, damit wir endlich auch ein Kind haben.“ Hagar blieb wie erstarrt stehen. Es ging also wieder um das alte Problem, Sarai und Abram hatten keine Kinder und jetzt war Sarai schon ziemlich alt. Das konnte doch nicht wahr sein. Abram würde das nicht zulassen. Da hörte sie schon Abrams Stimme, er sagte: „Aber Gott hat uns ein Kind versprochen.“ – „Wir sind viel zu alt, vielleicht haben wir ihn auch nicht richtig verstanden“. Sarai versuchte Abram zu überreden. „Wenn du meinst und du es wirklich willst, dann werden wir es tun.“ Abram gab nach.

Nein, Hagar schlug sich die Hand vor den Mund, um nicht verzweifelt aufzuschreien. Klar, sie wusste, Sarai hatte das Recht dazu und in vielen Familien hatte der Mann zwei oder mehr Frauen. Aber konnte sie nicht erst einmal gefragt werden? War sie denn nichts, nur eine Person, die man wie einen Gegenstand behandelte?

Grüne Fußspuren

Jetzt waren einige Monate vergangen, Hagar war inzwischen schwanger und sollte bald ein Kind bekommen. Die letzten Monate waren schwierig gewesen und daran war sie nicht ganz unschuldig. Stolz ging sie durch das Lager, sie bekam ein Kind und ihre Herrin hatte keines. Das zeigte sie Sarai auch deutlich. Immer wieder widersprach sie ihr oder machte ihre Arbeit nicht so, wie sie es eigentlich sollte. Klar, dass Sarai ärgerlich auf sie wurde. Aber was dann kam, war schon gemein.

Blaue und rote Fußspuren

„Du musst etwas tun, Hagar gehorcht mir nicht.“ Sarai stand wütend vor ihrem Mann. „Sie ist deine Magd“, entgegnet ihr Abram. „Du musst mit ihr klarkommen.

Grüne Fußspuren

Hagar merkte bald, dass Sarai es ihr mit gleicher Münze heimzahlte. Niemand nahm Rücksicht auf sie. Was sollte sie tun? Schon wieder hörte sie Sareis Stimme: „Hagar mach dies! Hagar tu das! Hagar warum bist du so langsam? Beeil dich!“ So ging es jetzt tagein, tagaus. Sie fühlte sich nur noch ausgenutzt. So ging es einfach nicht mehr weiter.

Hagar sah sich um und fasste einen Entschluss. Sie würde fliehen. Sollte Sarai doch sehen, wie sie zurechtkam. Vielleicht sah sie dann endlich ein, was sie an ihr hatte. Die ganze Arbeit und dann noch die Schwangerschaft.

Hagar suchte alles zusammen, was sie unbedingt nötig hatte. Schnell ging sie aus dem Lager weg. Hoffentlich hatte niemand etwas bemerkt. Sie wusste nicht genau, wo sie hin sollte. Sie kannte niemanden, der ihr helfen konnte. Sie floh in die Wüste (braune Decke) in die Richtung ihrer alten Heimat Ägypten. Ob sie jemals ankommen würde?

Lange ging sie immer weiter. Viele Tage waren vergangen. Hagar war müde und Ägypten weit. Dann konnte sie nicht mehr weiter.

Brunnen mit Stoppschild

Müde setzte sie sich neben einen Wasserbrunnen. Was sollte sie tun? War es richtig wegzulaufen?

Weiße Fußspur

Da redete sie plötzlich jemand an. „Hagar, was machst du hier?“ Hagar merkte plötzlich, dass da jemand vor ihr stand. Er kannte sogar ihren Namen und ihren Beruf. Er kannte sogar ihre Stellung in Abrams Familie und wusste, dass sie schwanger war. Aber er machte ihr keine Vorwürfe. Hagar hatte Vertrauen und packte aus. Sie erzählte die ganze Geschichte und beschönigte nichts. Sie war ehrlich und merkte, dass hier jemand war, der ihr zuhörte. Es interessierte ihn wirklich, wie es ihr ging. Sie konnte ihm alles sagen, er kannte sie besser, als sie es sich vorstellen konnte.

Hagar bekam den Auftrag, zurückzugehen und Sarai als ihre Herrin anzuerkennen. Aber sie bekam auch das Versprechen, dass sie eine Zukunft habe. Da merkte sie, das war Gott, und er sah sie. Nicht einfach nur im Vorbeigehen, nein, er kümmerte sich um sie, trotz der Fehler, er wollte in Kontakt mit ihr kommen. „Du, Gott, hast mich angesehen“, sagte Hagar. Hagar ließ sich darauf ein, sie gehorchte ihm und ging zurück. Mit einem Versprechen, dass er für ihr Kind und ihre Zukunft sorgen würde. Sie vertraute ihm.

Verkehrsschild wegnehmen, grüne Fußspuren gehen zurück

Hagar ging wieder zurück. Es war kein leichter Weg. Sie fragte sich, ob sie es wirklich tun sollte. Aber da war das Versprechen, dass Gott für sie und ihr Kind sorgen würde. Ismael kam auf die Welt und Hagar blieb bei Abram und Sarai als Magd.

Die andere Idee

Malen der Geschichte

Zur Geschichte werden drei Bilder gezeichnet. Das kann mit Stiften auf ein Whiteboard oder mit Plakatfarbe auf Karton geschehen. Das Zeichen kann mit einfachen Figuren oder Strichen geschehen.

1. Bild: Hagar wird gezeichnet. Während dem Erzählen kommen noch Sarai und Abram dazu.

2. Bild: Ein Brunnen, Hagar sitzt am Brunnen, der Engel kommt dazu.

3. Bild: Es ist nur Hagar zu sehen. Daneben wird der Satz geschrieben: „Du bist ein Gott, der mich sieht.

Er sieht mich auch, wenn ich schon lange in der Jungschar bin. Er sieht mich auch, wenn ich Mist gebaut habe oder wenn ich zweifle, weil mein Gebet nicht erhört wurde.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Geschichte wird mit einem Geschichtenknäuel wiederholt. Bei einem Wollknäuel werden in gleichmäßigen Abständen Zettel befestigt. Auf dem Zettel ist immer ein Stichwort oder ein Satz von der erzählten Geschichte. Außerdem steht darauf, wie weit sie erzählen sollen. Das erste Kind nimmt den Knäuel in die Hand, es sieht das Stichwort und erzählt bis zum angegebenen Ende. Dabei wickelt es den Knäuel bis zum nächsten Zettel ab. Dann kommt das nächste Kind dran.

Gespräch

Ein Bild mit einem Auge wird in die Mitte gelegt.

Fragen: Was können meine Augen sehen? Im Buch „Der kleine Prinz“ gibt es einen Satz, der heißt: „Man sieht nur mit dem Herz gut, das Wesentliche ist für die Augen verborgen.“ Was könnte das bedeuten? Wie kann ein Mensch mit dem Herzen sehen? Wie wird Hagar von Sarai und Abram angesehen und warum? Wie sieht Gott Hagar an?

Merkvers

Und sie nannte den Namen des Herrn, der mit ihr redete: Du bist ein Gott, der mich sieht.

1. Mose 16,13 Luther17

Jedes Kind bekommt eine doppelte Karte, auf der einen Seite steht der Bibelvers. Auf der Rückseite kann jedes Kind noch ein Auge malen.

Gebet

In der Mitte liegen die Bilder mit dem Auge. Es ist ein Bild für jedes Kind vorhanden. Jedes Kind nimmt sich ein Bild und dankt Gott für eine Situation, in der es merkt, dass Gott es angesehen hat.

Kreatives

Aus Sperrholzplatten werden mit der Laubsäge Herzen ausgesägt. Jeder Teilnehmer sägt zwei Herzen aus, ein Herz für sich und ein Herz zum Verschenken. Die Herzen können auch noch angemalt werden.

Wenn das Arbeiten mit der Laubsäge nicht möglich ist, dann können auch Herzen mit Bügelperlen gestaltet werden.

Spielerisches

Adlerauge

30–40 Gegenstände werden auf einen Tisch gelegt. Die Kinder merken sich in zwei Minuten so viele Gegenstände wie möglich. Dann wird alles abgedeckt und jeder schreibt auf, was er gesehen hat.

Rätselhaftes

Rätselsatz

Du bist ein Gott, der mich sieht. Die 25 Buchstaben des Satzes werden auf 25 kleine Zettel geschrieben. Diese Zettel werden mit Fäden verbunden. Der Abstand zwischen den einzelnen Zetteln sollte mindestens 1 Meter betragen. Diese Buchstabenschlange wird nun kreuz und quer im Raum ausgelegt und die Teilnehmer haben die Aufgabe, den Satz zu lesen, indem sie von Buchstabe zu Buchstabe gehen. Sie dürfen die Schlange nicht berühren, sondern nur die Buchstaben mit den Augen sehen.

(T)extras

Lieder

Ein kleiner Spatz

Du kennst mich.

Er hat die ganze Welt in seiner Hand

Bist du groß oder bist du klein

Jesus liebt dich original

Cool

Spiele

Schatten erraten

Verschiedene Gegenstände werden auf einen Overhaedprojektor gelegt. Die Kinder müssen anhand der Schatten erraten, um welche Gegenstände es sich handelt.

Fotorallye

Es werden Bilder von markanten Punkten im Ort oder im Gemeindehaus / der Kirche gemacht.

Die Gruppe muss sie wiederfinden und eventuell noch eine Aufgabe passend zu dem Ort erledigen. Beispiel: Stuhllehne der Stühle im Gottesdienstraum. Dazu noch die Aufgabe: Wie viele Stuhlbeine sind im Raum?

Verändern

Die Kinder setzen sich gegenüber. Ungefähr eine Minute sehen sie sich an, auf ein Kommando drehen sie sich um und verändern irgendetwas an sich selbst. Dann drehen sie sich wieder um und zählen abwechselnd auf, was ihnen aufgefallen ist. Es gibt immer einen Punkt für die Veränderung.

Kreatives

Bastelmaterial, Schuhkartons oder fester Karton als Unterlage

Die Gruppe wird in kleinere Gruppen eingeteilt und erhält einen leeren Schuhkarton. Jede Gruppe baut ein Teil der Geschichte im Schuhkarton nach. Die Materialien suchen sie sich selbst zusammen. Eventuell muss man Kleber, Scheren und Papier zur Verfügung stellen. Wenn sie fertig sind, kann man daraus eine kleine Ausstellung machen. Wir sprechen darüber: Warum und was ist für mich wichtig und was nehme ich davon in meinen Alltag mit?

Anregungen für Puzzle-Spiele in Gruppen

Gruppenspiele – Spielen in Gruppen. Ein Klassiker in der Gruppenarbeit. Ein ebenso altes wie beliebtes Spiel ist das Puzzlespiel. Natürlich eignen sich Puzzles auch hervorragend für Einzelspieler als Geduldsspiel. Aber zusammen Puzzles spielen ist besonders gemeinschaftsfördernd. Die englische Königin Victoria schrieb nach einem Puzzleabend mit zwei Lords einmal in ihr Tagebuch: „Der vergnüglichste und fröhlichste Abend seit langer Zeit, bin bis halb zwölf geblieben.“ Nachfolgend einige praxiserprobte Vorschläge, wie in Gruppen Puzzlespiele durchgeführt werden können. Sie können einzeln als Modul verwendet werden, aber auch nacheinander als kompletter Spielabend zum Einsatz kommen.

Hinweise: Der Spielabend ist für Gruppen mit sechs bis zwanzig Teilnehmenden bestens geeignet. Alle Teilnehmenden werden in zwei bis vier Gruppen à drei bis fünf Personen eingeteilt. Bei Gruppen über zwanzig Teilnehmenden sind mehr Gruppen zu bilden. Die Spielvorschläge sind dann entsprechend anzupassen.

Vorschläge für Puzzle-Spiele in Gruppen

Karotten-Puzzle

Vorbereitung

Für jede Gruppe wird eine Karotte in etwa acht bis zehn Stücke geschnitten. Es wird einfacher, wenn die Schnittebenen nicht parallel sind. Jede zerschnittene Karotte wird in einem Becher oder auf einem Teller aufbewahrt. Das Karotten-Puzzle sieht natürlich besonders cool aus, wenn das grüne Karottenkraut vom ersten Puzzleteil noch nicht abgetrennt wurde!

Ablauf

Jede Gruppe bekommt eine Karotte und muss diese möglichst schnell richtig zusammensetzen. Es können mehrere Durchgänge stattfinden. Dazu können die Karotten-Puzzles unter den Gruppen ausgetauscht werden.

Wertung

Gewonnen hat die Gruppe, welche die Karotte als erste richtig zusammengesetzt hat.

Hinweise: Der Schwierigkeitsgrad des Karotten-Puzzle kann erhöht werden, wenn die Karotte in mehr Teile zerschnitten wird. Um den Schwierigkeitsgrad individuell passend für die Gruppe zu machen, bietet es sich an, zunächst die Karotten in weniger Teile zu zerschneiden. Nach dem ersten Durchgang kann dann die Schwierigkeit erhöht werden, in dem die Karotten-Puzzle-Teile oder einzelne von ihnen nochmals zerschnitten werden. Für einen finalen letzten Durchgang kann durch weiteres Zerschneiden die Schwierigkeit nochmals erhöht werden.

Variante

Das Spiel kann auch gut mit (rohen!) Kartoffeln als Kartoffel-Puzzle gespielt werden. Wer nicht mit essbaren Gegenständen „spielen“ möchte, kann auch etwa Äste von Bäumen oder Sträuchern verwenden. Wenn diese mit einer großen Astschere zerschnitten werden, lassen sich Puzzles einfacher und genauer zusammensetzen. Wem diese Variante zu „zart“ ist, bleibt immer noch ein Baumstammpuzzle: Dazu wird ein Teil eines Baumstammes mit der Motorsäge zersägt.

Postkarten-Puzzle

Vorbereitung

Eine Vielzahl unterschiedlicher Postkarten (jeweils im Standard-Postkarten-Format DIN A6) werden mittig zerschnitten. Die Postkartenhälften im Format DIN A7 werden gemischt und im Raum bzw. im Haus verteilt.

Ablauf

Nach dem Beginn der Spielrunde darf jeder Jugendliche eine Postkartenhälfte in die Hand nehmen und muss nun die passende zweite Hälfte suchen. Erst wenn er die passende zweite Hälfte gefunden hat, darf er eine andere Postkartenhälfte in die Hand nehmen und die passende zweite Hälfte suchen. Erlaubt ist, eine Postkartenhälfte abzulegen und eine andere aufzunehmen. Man darf aber zu keinem Zeitpunkt zwei Postkartenhälften in der Hand haben, die nicht zusammengehören. Gespielt wird solange, bis keine Karten mehr im Raum bzw. Haus liegen. Auch hier können mehrere Durchgänge durchgeführt werden.

Wertung

Gewonnen hat die Gruppe, deren Spieler bei Spielende am meisten vollständige Postkarten zusammengepuzzelt haben.

Hinweise: Wichtig ist, dass genügend Platz als Spielfläche vorhanden ist. Kalkuliert werden sollte mit etwa zehn Postkarten pro Spieler. Wer also mit zehn Personen spielen möchte, sollte etwa 100 Postkarten sammeln und zerschneiden. In einem großen Raum können an verschiedenen Stellen Tische aufgestellt werden, auf denen jeweils einige Postkartenhälften ausgelegt werden. Auch Fensterbänke können zum Auslegen verwendet werden. Beim Spielen im Freien können Biertische oder Bierbänke im Gelände verteilt werden. Ein Auslegen auf dem Fußboden erfordert am wenigsten Vorbereitungsaufwand und fördert die Beweglichkeit!

Variante

Schwieriger wird das Postkartenpuzzle, wenn gleiche Postkarten verwendet werden, die aber jeweils individuell an einer unterschiedlichen Stelle zerschnitten werden. Bei dieser Variante sollten nur drei bis fünf Postkarten pro Spieler verwendet werden. Diese Variante eignet sich, wenn Restexemplare von Einladungspostkarten vergangener Veranstaltungen verwendet werden sollen. Für diese Variante können auch DIN A6-Kartei- oder Moderationskarten verwendet werden.

Puzzle-Staffel

Vorbereitung

Am einfachsten ist es, wenn handelsübliche Puzzle-Spiele mit etwa 30 bis 50 Teilen verwendet werden. Für jede Gruppe wird ein Puzzlespiel an einem Wendepunkt einer Laufstrecke aufgestellt. Wenn das Spiel nicht draußen oder in einer größeren Halle gespielt wird, sollte die Laufstrecke mit Hindernissen (z. B. Kriechstrecke, …) oder zusätzlichen Aufgaben (z. B. dreimal einen Stuhl umrunden, bevor weitergelaufen werden darf, …) versehen werden.

Ablauf

Nach Beginn der Spielrunde läuft immer ein Jugendlicher zur Wendemarke und darf dort ein Puzzleteil mitnehmen. Erst wenn er bei den anderen Gruppenmitgliedern am Start angekommen ist, darf der nächste Spieler starten. Die am Start befindlichen Spieler der Gruppe versuchen das Puzzle zusammenzusetzen.

Wertung

Gewonnen hat die Gruppe, die am schnellsten ihr Puzzle zusammengesetzt hat.

Hinweise: Sofern keine identischen Puzzles für alle Gruppen zur Verfügung stehen, sollten möglichst ähnliche Puzzles verwendet werden. Manche Verlage bieten mehrere Tierpuzzles als Set in einem Karton an; hier kann dann für jede Gruppe eines dieser Puzzles verwendet werden.

Variante

Ein Drittel der Puzzleteile befindet sich am Start, nur zwei Drittel der Puzzleteile befinden sich an der Wendemarke. Der Läufer muss immer ein Puzzleteil mitnehmen und darf dieses an der Wendemarke gegen zwei andere austauschen. Bei dieser Variante beginnt das Puzzeln am Start schneller. Allerdings sollten für diese Variante Puzzlespiele mit etwas mehr Teilen, empfohlen werden 50 bis 70, verwendet werden.

Original-Puzzle I

Einführung

Die ersten Puzzlespiele wurden mit der Laubsäge hergestellt. Das englische Wort „jigsaw puzzle“ (Laubsägepuzzle) erinnert daran. Erst als Puzzlespiele von der handgefertigten Einzelfertigung für Wohlhabende zum Massenprodukt wurden, wurden diese preiswerter auf Karton gefertigt.

Vorbereitung

Für jede Gruppe wird auf einem dünnen Sperrholzbrett mit einem Filzstift ein Puzzlemuster aufgezeichnet.

Ablauf

Nun muss mit einer Laubsäge das Puzzle ausgesägt werden. Nach jeweils 30 Sekunden wird der Spieler an der Laubsäge ausgewechselt.

Wertung

Gewonnen hat die Gruppe, die ihr Puzzle als erste fehlerlos mit der Laubsäge zersägt und wieder zusammengesetzt hat. Für Fehler kann auch eine Strafzeit gewertet werden.

Hinweis: Wenn das Muster mit einem dicken Filzstift (ca. 3 bis 4 mm Breite) aufgezeichnet wird, kann die Filzstiftlinie zugleich den Bereich anzeigen, auf der sich der Sägeschnitt befinden muss. Für alle Gruppen sollten identische Vorlagen (gleiche Puzzlegröße, gleiches Muster) verwendet werden.

Original-Puzzle II

Einführung

Bei den ersten Puzzles wurden Landkarten auf ein schmales Holzbrett geklebt und entlang der damals geltenden Landes- und Grafschaftsgrenzen zerteilt. Die ersten Puzzles wurden deshalb auch als „Lehrmittel für den Erdkundeunterricht“ verkauft.

Vorbereitung

Sofern keine entsprechenden, auch im Handel erhältlichen Puzzles verwendet werden, können handelsübliche Landkarten verwendet werden. Die Puzzles entstehen, in dem die Karten entlang der Grenzen in verschiedene Teile zerschnitten werden.

Tipp: Für diese Spielidee können beispielsweise Deutschlandkarten verwendet werden, die über die Bundeszentrale für politische Bildung, Postfach 2325, 53013 Bonn (www.bpd.de) bezogen werden können. Es genügt die kleinere Karte (Format 40 x 55 cm, Maßstab 1:2.000.000, Vorderseite politisch, Rückseite physisch). Am besten wird die Karte vor dem Zerschneiden entlang der Grenzen auf einen nicht zu dicken Karton aufgeklebt.

Ablauf

Jede Gruppe muss nun möglichst schnell das Puzzle zusammensetzen.

Wertung

Gewonnen hat die Gruppe, die ihr Puzzle als erste richtig zusammengesetzt hat.

Hinweis: Wenn der Rand (beim Deutschlandpuzzle also das angrenzende Ausland) weggelassen wird, wird das Puzzle schwieriger. Falls das Spiel mit einer Deutschlandkarte gespielt wird, kann ein zu schnelles Zusammenpuzzeln dadurch erschwert werden, dass zumindest die großen Bundesländer noch in ihre Regierungsbezirke zerlegt werden.

Variante

Fast noch besser als Deutschlandkarten sind Karten der Bundesländer, in denen die einzelnen Landkreise eingezeichnet sind. Politische Karten der Bundesländer können in der Regel günstig über die jeweiligen Landeszentralen für politische Bildung bezogen werden.

Wettpuzzeln

Vorbereitung

Für jede Gruppe wird ein handelsübliches Puzzlespiel bereitgestellt. Sofern keine identischen Puzzles für alle Gruppen zur Verfügung stehen, muss auf eine ähnliche Schwierigkeit geachtet werden (gleiche Größe, ähnliche Motive, am besten Puzzle desselben Herstellers).

Ablauf

Jede Gruppe muss nun versuchen, innerhalb der vorher mitgeteilten Spielzeit möglichst viele Puzzleteile zusammenhängend zu verbinden.

Wertung

Gewonnen hat die Gruppe, die am meisten Teile zu einem Stück zusammengepuzzelt hat. Es zählt also nur die größte zusammengefügte Zahl von Puzzleteilen!

Hinweis: Dieses Spiel erfordert Konzentration und bringt Ruhe. Es eignet sich auch gut als letztes Spiel vor einem gemeinsamen Abschluss der Gruppenstunde. Die ruhige Atmosphäre kann gefördert werden, wenn im Hintergrund ruhige Musik abgespielt wird. Für das Wettpuzzlen sollte eine Spielzeit von etwa 15 bis 20 Minuten eingeplant werden; je nach Verlauf kann dann spontan auch noch eine Verlängerung um 5 bis 10 Minuten angekündigt werden.

Anregungen zur Verkündigung

Puzzlespielen ist aufregend. Es geht um eines: Es soll zusammengefügt werden, was zusammenpasst und was zusammengehört. Kein Puzzlestück gleicht dem anderen. Doch das zusammengesetzte Puzzle zeigt ein Bild – ein einheitliches Bild. Jedes einzelne Puzzleteil ist wichtig und jedes Puzzleteil hat im Ganzen seinen ganz bestimmten Platz und seine einzigartige Aufgabe. Es ist ärgerlich, wenn ein Puzzleteil fehlt!

Beim Puzzlespielen werde ich an den Apostel Paulus erinnert, der die einzelnen Gemeindeglieder der christlichen Gemeinde in Korinth in ihrer Unterschiedlichkeit daran erinnerte, dass sie in Jesus Christus als ein sich ergänzendes Ganzes zusammengehören:

„Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. … Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit. Ihr aber seid der Leib Christi und jeder von euch ein Glied.“ (1. Kor. 12,12–14,26+27)

Paulus ermutigt uns, indem er uns zuspricht, wie wichtig jeder von uns ist – ein Glied des Leibes. Jedes Körperteil und jedes Organ ist wichtig. Wie wichtig jedes Teil unseres Körpers ist, erleben wir hautnah, wenn ein Bein gebrochen ist, ein Auge entzündet ist oder unsere Verdauungsorgane nicht richtig funktionieren.

Paulus erinnert uns liebevoll daran, dass wir weder alles können müssen noch unsere Begabungen und Fähigkeiten wichtiger als diejenigen der anderen sind.

Wenn es zu Paulus‘ Zeiten bereits Puzzles gegeben hätte, hätte er vielleicht den Christen in Korinth geschrieben: „Freut euch, dass ihr alle, jeder einzelne von euch, ein einzigartiges Puzzleteil seid – ein Teil des faszinierendsten Puzzles der Welt: ein Teil der weltweiten Gemeinde von Jesus Christus.“

Weihnachtszeit – Geschenkezeit. Mit diesem Stern können die Kinder ihren Eltern eine Freude machen oder ihr eigenes Zimmer dekorieren. Der Stern sieht hübsch aus!

Man braucht einen Acryl-Diamanten oder eine Glasschliff-Perle und eine Laubsäge – also, dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein!

Im Vorfeld zu beachten:

Für dieses Werkstück benötigt ihr einen Kreisschneider von 5-6 cm Durchmesser (Aufsatz für die Bohrmaschine) und entsprechende Unterlagen. Sollte das allerdings für euren Gruppenraum zu kompliziert sein, könnt ihr das Werkstück schon vorbereiten. Malt die Sterne auf die Sperrholzplatten vor und bohrt zu Hause die Löcher hinein. Die Kinder brauchen nur noch zu sägen und zu schleifen.

Tipp: Beim Sägen sollte immer ein Mitarbeitender in der Nähe sein und den Kindern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Bohren ist von den Mitarbeitenden zu leisten.

Anleitung für die Kinder:

Zu Beginn mit Hilfe der Schablone und einem Bleistift einen Stern auf die Sperrholzplatte malen. Jetzt die Sperrholzplatte mit einer Schraubzwinge am Tisch fixieren.

Und los geht’s: Mit der Laubsäge den Stern aussägen. Ist die Runde geschafft, geht’s mit dem Bohrer weiter. Dabei hilft ein Mitarbeitender. Auf der entsprechenden Unterlage und gut mit Schraubzwingen gesichert in die Mitte des Sterns mit dem Kreisschneider ein Loch bohren. Direkt darüber ein feines Loch bohren, an dem die Glasperle aufgehängt wird. Im Zacken über diesem Loch nochmal ein feines Loch bohren, damit der Stern aufgehängt werden kann.

Jetzt kommt eine weitere Fleißarbeit. Mit dem Schleifpapier den Rand des Sterns bearbeiten, bis er schön glatt ist. Auch das Loch in der Mitte des Sterns glatt schleifen.

Jetzt mit dem Nylonfaden einen Glas- oder Acryl-Stein in die Mitte des Lochs hängen. Durch das obere feine Loch auch einen Nylonfaden ziehen. So wird der Stern aufgehängt.

Und fertig ist der Stern!

Wenn der Stern in einem Fenster hängt, kann die Sonne kleine Regenbogen durch den Stein ins Zimmer zaubern!

Für dieses einfache, aber sehr schöne Mobile werden Kastanien, Nüsse, schöne bunte Blätter, kleine Zweige, Moos, leere Schneckenhäuser usw. gesammelt. Aufgehängt wird alles mit einfacher Paketschnur, zum Beispiel an einem Haselnusszweig mit ca. 1 cm Durchmesser und 30 cm Länge (bei nicht zu „schwerer“ Beladung reichen auch Schaschlikspieße). Mit einem Handbohrer (3 mm Stärke oder dicker) die Kastanien/ Nüsse/ Eicheln durchbohren, um sie später aufzufädeln. Diese Tätigkeit muss vorab von einem Mitarbeitenden erledigt werden. Kleine Zweige werden auf eine Länge von 5-8 cm zugeschnitten und mit Bast oder Paketschnur zu Bündeln zusammengebunden. Bunte Blätter ebenfalls bündeln oder einzeln mit kleinen Löchern versehen. Wenn alle Vorarbeiten erledigt sind, ein ca. 50 cm langes Stück der Paketschnur abschneiden und eine Kastanie auffädeln und „umknoten“. Alternativ dazu vor der Kastanie und jedem weiteren Gegenstand einen Knoten machen. Jetzt mit einigem Abstand von der Kastanie weitere Gegenstände entweder festknoten oder mit Heißkleber fixieren, am besten von einem Mitarbeitenden fixieren lassen. Ist die Schnur fertig bestückt, wird sie an einem Ende des Haselnusszweigs befestigt. Mit einem zweiten Stück Paketschnur genauso verfahren und am anderen Ende des Zweiges festknoten. Dann noch ein Stück Schnur zum Aufhängen des Mobiles an beide Enden des Haselnusszweigs knoten – fertig.

Wird ein längerer Ast als Grundlage verwendet, können mehrere Etagen und Zwischenetagen eingebaut werden. Hier darauf achten, dass die Zwischenetagen ausbalanciert werden müssen. Dazu am besten die geeignete Stelle am Zweig etwas einkerben, um ein Verrutschen der herunterhängenden Schnur zu vermeiden. Werden Schaschlikspieße verwendet, können die spitzen Enden mit einer Holzkugel schön verziert werden.

Fahrzeugmobile

Einfache Fahrzeugformen – Autos, Lastwagen, Eisenbahnen oder Flugzeuge – auf ein Sperrholzbrett (ca. 4 mm Stärke) aufzeichnen und mit einer Laubsäge aussägen. Die einzelnen Fahrzeuge sollten eine Größe von ca. 10×6 cm haben. Anschließend mit Schmirgelpapier die Kanten säubern und nach Belieben mit Acrylfarben oder Wasserfarben anmalen. Nach dem Trocknen versuchen, den Schwerpunkt der Fahrzeuge herauszufinden und mit Hilfe einer Bohrmaschine oder eines Handbohrers ein kleines Loch an der Stelle bohren. Je nach Fahrzeuganzahl gibt es ein Fahrzeug je Schnur oder auch zwei übereinander geknotet. Die Schnur wird dann an dem dem Fahrzeug gegenüberliegenden Ende an einen Ast/ Stock geknotet. Abhängig von der Anzahl der Etagen der Fahrzeuge und deren Menge muss der Ast länger oder kürzer ausfallen.

… mit Sonnenuhr

Ein Kompass ist ein wichtiges Instrument, damit man die Orientierung nicht verliert. Natürlich kann man sich einen günstigen Kompass kaufen, auch für jedes Smartphone gibt es bereits eine App. Man kann sich aber auch seinen eigenen Kompass bauen. Die Firma Opitec bietet einen Bausatz aus Sperrholzplatten an, mit dem sehr einfach ein zusammenklappbarer Magnetkompass herzustellen ist. Ein wenig Geschick im Umgang mit Holz und Werkzeug ist nötig. Der Bausatz ist für Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren geeignet. Zusätzlich ist im Deckel des Kompasses eine Sonnenuhr enthalten. Die Größe des Kompasses ist 12 x 12 cm.

Bei den OPITEC Werkpackungen handelt es sich nach Aussage von Opitec nicht um Artikel mit Spielzeugcharakter, sondern um ein Lehr- und Lernmittel als Unterstützung der pädagogischen
Arbeit.

Den Bausatz kann man bei Opitec bestellen. Die genaue Bauanleitung mit Materialliste kann auch schon vorher downgeloaded werden unter: http://de.opitec.com (Artikelnummer 115420
bei „Suchbegriff/ArtikelNr.” eingeben und zu Artikel gehen).

Benötigtes Werkzeug:
Schere, Bastelmesser, Bleistift und Stahl-Lineal, Laubsäge mit Zubehör, Hammer, Holzleim, Alleskleber, Schmirgelpapier

Die Bauzeit beträgt ca. fünf bis sieben Stunden und ist daher geeignet als Programm für mehrere Jungscharstunden oder als Projekt auf einer Freizeit. Zum Schluss kann man den Klappkompass anmalen, anderweitig verzieren oder, wenn vorhanden, bekleben mit Muscheln o. ä. Anschließend bieten sich natürlich Orientierungsspiele im Gelände mit dem neuen Kompass an (siehe Baustein-Artikel „Kennst du dich aus?” )

Zielgedanke

Die Kinder sollen erfahren, dass Gott ihnen nicht nur ein Herz nach seinem Sinn geben möchte, sondern auch die Kraft es zu nutzen.

Merkvers

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Hesekiel 36, 26

Situation der Jungscharler

Das kindliche Denken kommt uns bei diesem Text sehr entgegen. Kinder denken viel eher als Erwachsene, dass Gefühle mit dem Herzen zu tun haben. Das wird schon allein daran deutlich, dass Herzen auf Kinderzeichnungen positive Gefühle darstellen sollen.

Was Kinder ebenfalls gut kennen ist, dass man immer wieder Dinge tut, die man eigentlich nicht tun will. Dinge, für die man sich hinterher entschuldigen muss mit einer Aussage wie: „Das tut mir leid, das wollte ich nicht.“ Das wollte ich nicht. Genau dieses Gefühl der Kinder können wir in unserer Jungscharstunde aufgreifen. Warum habe ich es dann gemacht? Kinder wollen manche Dinge haben oder erleben und müssen dann erkennen, dass das nicht immer gut ist. Wenn sie immer nach dem handeln, was ihnen gerade „auf dem Herzen liegt“, dann ist das nicht immer der richtige Weg.

Erklärungen zum Text                    

Der Prophet Hesekiel ist einer der drei großen Propheten. Wie alle Propheten wird er berufen, um den Lebenswandel vom Volk Gottes zu kritisieren. Falsche Propheten leiten das Volk von Gott weg. Es folgt anderen Göttern. Hesekiel wirkt zur Zeit des babylonischen Exils und führt Israel und Juda vor Augen, welche Verfehlungen sie begangen haben. Hesekiel 36,26 steht allerdings in einem Abschnitt, in dem der Prophet dem Volk eine gute Zukunft voraussagt. Obwohl das Volk es nicht verdient hat, wird Gott ihnen Gutes tun. Er wird sie sammeln und in ihre Heimat bringen. Er selbst wird wieder ihr Gott sein. Das Volk kann gar nichts dafür tun. Durch sein Verhalten hat das Volk Gottes Ehre vor den anderen Nationen gekränkt. In seinem guten Handeln an seinen Menschen stellt Gott seine eigene Ehre wieder her. Hierbei ist Hesekiel 36,26 ein Schlüsselvers. Wie bereits gesagt, können die Menschen nichts dafür tun, wieder gerecht vor Gott zu sein. Das menschliche Herz ist verdorben und ist nicht in der Lage, angemessen auf Gott zu reagieren. Gott dagegen gibt ein neues Herz und einen neuen Geist. So können die Menschen wieder nach Gottes Vorstellung leben und handeln.

Wichtig sind in Kapitel 36,26 besonders die Schlüsselbegriffe „Herz“ und „Geist“. Zwei Worte die schwer greifbar sind. Unser heutiges Verständnis dieser Worte reicht bei weitem nicht aus.

Bei dem Stichwort Herz denken wir entweder an das anatomische Herz, das uns mit Blut versorgt oder wir verbinden mit dem Herzen Emotionen, besonders Liebe. Die Bibel ist ein hebräisches Buch und steckt voll von hebräischem Denken. Ein Hebräer sieht in Bezug auf unseren Körper immer die Funktion und die Bedeutung zusammen. Wenn die Bibel also vom Herzen spricht, dann meint sie auch, wie wir es vermuten würden, unsere Emotionen. Aber das Herz ist in der Bibel auch für das Gewissen zuständig, für Entscheidungen und für das Denken. Rein biologisch betrachtet hat das Herz eine zentrale Funktion und liegt auch im Körper sehr zentral. Es versorgt den ganzen Körper mit Blut. Funktioniert das Herz nicht richtig, dann macht sich das im ganzen Körper bemerkbar. Genauso ist es auch mit den anderen Funktionen unseres Herzen. Stimmt etwas mit dem Herz als Zentrum der Emotionen, Gedanken und Entscheidungen nicht, dann macht sich das in unserem ganzen Leben bis ins kleinste Detail bemerkbar.

Der „Geist“ ist schwerer im Körper zu verorten. Kurz und knapp kann gesagt werden, dass das Herz der Motor ist, also das Grundgerüst. Der Geist dagegen ist die Kraft, die den Motor in Gang bringt und richtig laufen lässt. Der Motor allein bewirkt nicht unbedingt Gutes. Ein Dieselmotor mit Benzin läuft auch nicht gut. Zum richtigen Herz brauchen wir auch die richtige „Geistkraft“ um nach Gottes Willen zu leben. Der Geist, den Gott gibt ist die Kraft, die wir brauchen. Dieser Geist kann uns zu allem befähigen, denn es ist der Geist Gottes.

Treffpunkt

Spiele

Bewegungsspiele

Nach den Spielen sollen sich die Jungscharler hinlegen und auf ihren Herzschlag achten, ihn fühlen oder eventuell auch hören. Wenn möglich, kann man ein Stethoskop besorgen und damit noch genauer hinhören.

Socken klauen

Alle Mitspieler laufen in Socken durch den Raum. Der Spielleiter gibt das Startsignal. Die Aufgabe für alle besteht nun darin, den anderen die Socken auszuziehen und so viel wie möglich Socken zu klauen. Wer keine Socken mehr anhat muss ausscheiden. Gewonnen hat derjenige Mitspieler, der am meisten Socken geklaut hat.

Seillauf

Zwei Mannschaften spielen gegeneinander, die mindestens aus 8 Spielern bestehen sollen. Die Mannschaft bekommt ein langes Seil, an dem jeder anfassen muss. Die Aufgabe ist nun,  mit diesem Seil durch einen schwierigen Parcours zu gehen ohne mit dem Seil einen Gegenstand, der als Hindernis im Weg steht, zu berühren. Als Hindernisparcours eignet sich gut ein Waldstück, bei dem viele Bäume ziemlich eng beieinander stehen. Man kann diesen Seillauf aber auch durch ein Haus machen. Da kann man einige schwierige Stellen einbauen, zum Beispiel durch Türen gehen die erst noch geöffnet werden müssen oder die von selber wieder zufallen. Die Zeit der jeweiligen Mannschaft wird gestoppt und die schnellere Mannschaft hat gewonnen. Man sollte auf alle Fälle einen neutralen Beobachter mit auf den Weg schicken, der genau kontrolliert, dass es auch keine Berührungen gibt. Für jede Berührung gib es 5 Sekunden Zeitstrafe.

Drachenschwanz jagen

Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen eingeteilt. Sie stellen sich hintereinander auf und jeder fasst seinen Vordermann den Hüften an. Diese Kette ist der „Drachen“. Der erste Spieler ist der Drachenkopf. Der Letzte in der Reihe steckt sich hinten ein Tuch in den Gürtel der Hose und zwar so, dass es heraushängt. Das ist der „Drachen-Schwanz“. Der Drachen-Kopf hat nun die Aufgabe, den Schwanz des gegnerischen Drachen abzureißen. Dabei muss die Kette aber unbedingt zusammenbleiben. Wird einem Drachen der Schwanz abgerissen, hat er verloren. Und genauso verliert ein Drache, der auseinanderreißt. Wenn nicht genug Spieler für zwei Drachen da sind, kann man das Spiel auch leicht verändern. Es wird diesmal nur eine Kette gebildet und der Kopf muss den eigenen Schwanz erwischen

Doktor Bibber

Doktor Bibber ist ein Geschicklichkeitsspiel, welches man im Spielwarenladen kaufen kann. Wenn man eine Runde Doktor Bibber spielt, dann kann man sich schon gedanklich auf den menschlichen Körper einstimmen, denn heute geht es um das Herz.

Basteln

Es werden Herzen gebastelt. Eine einfache Art ist, mit der Laubsäge aus Sperrholzplatten herzen auszusägen. Die herzen müssen dann nur noch abgeschliffen werden. Außerdem können sie noch angemalt werden.

Knackpunkt

Im Knackpunkt soll den Kindern durch eine anschauliche Geschichte verdeutlicht werden, warum wir ein neues Herz von Gott brauchen. Dazu wird Obst verwendet. Ein steinernes Herz wird mit Kirschen assoziiert, die in ihrem Zentrum einen Stein haben.

Zu Beginn liegt auf einem Tisch ein einzelner blühender Ast, an dem paarweise Kirschen hängen. Einen blühenden Ast bekommt man im Januar, wenn man ca. 3 Wochen bevor man den blühenden Ast benötigt, einen Kirschast abschneidet und ins warme Wasser stellt. Die Kirschen werden dann einfach angehängt. (Für eine anschauliche Jungscharstunde darf man auch im Januar Kirschen zu kaufen.) Dann beginnt die Erzählung:  Hmmmmm … Ganz toll sieht das hier aus … Hm, lecker, lecker. Und wie das duftet … Herrlich. So was Schönes …Hm, aaaah jaaa. Da hängen sie alle die Kleinen. Genau da, wo sie hingehören. Kirschen gehören einfach an einen Kirschbaum. Da geht es ihnen so richtig gut. Ja, an so einem Kirschbaum … da können sie wachsen und reifen … bis sie dann irgendwann genauso sind, wie sie sein sollen. Schön … knallrot, saftig, fruchtig und lecker. Hm…. Da läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. So Kirschen, die sind schon echt toll.

Aber manche Kirschen, die sind schon ganz schön eigensinnig. Diese hier zum Beispiel … Mit denen stimmt irgendwas nicht. Die wissen das gar nicht zu schätzen, an so einem schönen Kirschbaum zu hängen. An so einem Baum, der sie gut versorgt. Diese Kirschen … ts ts ts … – die hängen sich einfach an alles Mögliche. An irgendwelche anderen Bäume. Das sind manchmal sehr komische, Geldbäume zum Beispiel. (Einen Ast, an dem Geldscheinen oder Münzen hängen wird aufgestellt und Kirschen daran gehänget.) Geld, Geld, Geld, immer mehr Geld. Was man sich da nicht alles kaufen kann … herrlich, wunderbar.

Es gibt noch andere Bäume, zum Beispiel Machtbäume. (Einen Ast mit einem Bild von einem Muskelarm aufstellen und Kirschen daran hängen.)

Wenn man Macht hat, dann ist man doch eine tolle Kirsche, oder nicht? Alle hören auf mich. Ich bin wichtig. Toll!

Manche Kirschen hängen sich an sogenannte „Cool-und-schön-Bäume“. (Einen Ast mit Sonnenbrillen und Schminke aufstellen und Kirschen daran hängen.) Das fühlt sich doch gut an, wenn mich alle anschauen und bewundern. Es tut mir manchmal gut, wenn die anderen neidisch auf mich sind.

Es gibt auch Sportbäume. (Einen Ast mit kleinen Bällen aufstellen und Kirschen daran hängen.) Der Sportbaum steht dafür, dass ich der Beste sein will, auf dem Siegertreppchen ganz oben stehe und Erfolg habe.

Dann sind da noch die Schlaubäume. (Einen Ast mit schlauen Buchseiten aufstellen und Kirschen daran hängen.) Nichts geht doch darüber, alles selbst zu wissen und zu verstehen.

Da hängen sie nun, diese Kirschen und merken gar nicht, dass sie nicht mehr so richtig versorgt werden und dass es ihnen damit gar nicht so gut geht. Irgendwann fallen sie dann komplett herunter. (Alle Kirschen werden abgerupft.) Und wisst ihr was dann mit diesen Kirschen passiert? Die werden sauer und matschig und eklig. Und das schlimmste ist: Die werden von innen so richtig hart. Wie Stein. Das passiert deshalb, weil sie alles, was sie von den Bäumen bekommen haben, mit denen sie verbunden waren, verteidigen müssen. Das wollen sie nicht hergeben. Davon wird so ein Kirschenherz richtig hart wie Stein.

Eigentlich sind Kirschen dazu da, dass man sie genießen kann. Sie sollen gut schmecken. Das Wasser soll einem im Mund zusammenlaufen. (Eine Kirsche wird gegessen und das Gesicht dabei verzogen.) Uaaaaah wie sauer! Da zieht sich alles zusammen. Bah … da war bestimmt auch noch der Wurm drin in dieser Kirsche. Echt widerlich. Und … (auf den Stein beißen und zeigen) Aua! Und so ein steinernes Kirschenherz tut ganz schön weh, wenn man draufbeißt. Das macht keine Freude. Hm ja, so ist das mit den Kirschen.

Wisst ihr was, mit uns Menschen ist das manchmal ganz ähnlich. Eigentlich sollen wir zu Gott gehören. Er versorgt uns und tut uns Gutes. Er gibt uns alles, was wir brauchen. Aber wir hängen uns an so viele andere Dinge in unserem Leben zum Beispiel an Geld oder an Macht. Manchmal tun wir alles, um cool oder schön zu sein. Manchmal hängen wir uns an unsere sportlichen Leistungen oder an die guten Noten oder noch ganz andere Sachen. Aber Gott möchte nicht, dass uns diese ganzen Sachen wichtiger sind, als er. Wisst ihr nämlich was passiert, wenn wir uns an die falschen Sachen hängen? Dann wird unser Herz hart wie Stein. Natürlich nicht wirklich unser Herz. Das schlägt weiter. Aber irgendetwas stimmt dann nicht in uns drin. Das merkt man dann in unserem Leben. Wenn es unserem Herzen nicht gut geht, dann merkt man das überall. Dann beißen sich andere an uns die Zähne aus. Vielleicht weil wir unfair sind und vielleicht weil wir gemeine Dinge tun, die wir eigentlich nicht tun wollen. Und das schlimme ist: Wir können nichts mehr dagegen tun. Wenn wir einmal so ein Herz aus Stein haben, dann können wir das nicht mehr verändern. Das bleibt. Das ist ganz schön traurig.

Aber zum Glück hat Gott dafür schon längst einen Plan. Er hat das Problem nämlich erkannt, dass wir nicht mehr zurück können, selbst wenn wir wollten. Und wisst ihr, was der uns sagt? Gott sagt: „Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Ich nehme das versteinerte Herz aus eurer Brust und schenke euch ein Herz, das lebt.“ Der Satz steht sogar in der Bibel.

Zur Veranschaulichung wir ein Teller mit präparierten Kirschen herumgegeben, von der sich jedes Kind mindestens eine Kirsche nehmen darf. In die Kirschen wurde vorher ein herzförmiges Loch geschnitten, der Stein entnommen und das Loch mit dem Fruchtfleisch vom Ausschneiden gefüllt.

Doppelpunkt

Im Doppelpunkt werden die Kirschen noch einmal aufgreifen. Man beginnt mit einer Blitzlichtrunde zum Thema „Kirsche“. Jedes Kind sagt der Reihe nach eine Sache, die ihm einfällt. Egal ob schon genannt oder nicht. Hier darf alles kommen, was ihnen zum Begriff einfällt. Durch diese Methode wird die Redebarriere gebrochen und die Kinder erzählen vielleicht mehr bei der anschließenden Gesprächsrunde mehr.

Folgende Fragen können besprochen werden:

  • Habt ihr schon einmal etwas getan, was euch hinterher leidgetan hat?
  • Warum hat es euch leidgetan?
  • Warum habt ihr das getan, obwohl es euch leidgetan hat?
  • Kommt es manchmal vor, dass sie dieselben Fehler immer und immer wieder machen?

An dieser Stelle ist es sehr hilfreich, wenn ein Mitarbeiter eine Begebenheit erzählt, wo er selbst schon einmal in einer solchen Situation war.

Am Ende der Gesprächsrunde wird eine Schale mit gereinigten und getrockneten Kirschkernen herumgeben. Vorher wird erklärt wofür sie da sind. Jedes Kind soll an mindestens eine oder zwei Situationen denken, in denen es Fehler macht. Es geht um Dinge, die Gott sich für uns nicht vorgestellt hat. Für jede der Situationen darf es sich nun einen Kirschkern nehmen. In der Mitte des Raumes steht ein Kreuz. Die Kinder dürfen die Kerne nun an das Kreuz legen und so ihre Fehler an Jesus abgeben.

Wenn das geschehen ist, wird noch einmal die Bibelstelle gelesen.

Schlusspunkt

Zum Abschluss wird ein gemeinsames Gebet gesprochen werden. Nun gibt es noch eine Runde Haribo Kirschen oder wahlweise normale Kirschen. Das soll alle Teilnehmer daran erinnern, dass das, was Gott uns tut, versüßt unser Leben.

Bausteine

Lieder

  • Aus: Kinder feiern Jesus Nr. 52 Immer und immer
  • Aus: Einfach Spitze Nr. 64 Ich will nicht mehr sagen
  • Aus: Feiert Jesus 4 Nr. 11 Herr ich komme zu dir

Unterwegs im Auftrag des Herrn

Neulich im Schwabenland: Ich begebe mich freiwillig in ein für mich neues Millieu, sozusagen auf fremdes Gebiet, in einen Fitnessclub. Ich sitze Clubtrainer Michael (Name geändert) an einem modernen dunklen Holztisch gegenüber. Meine Motivation zum Clubeintritt besteht darin, meinen Körper innerhalb eines halben Jahres fit zu machen. Michael füllt den Vertrag
aus. Er fragt nach meinen persönlichen Daten: „Name, Adresse, Geburtsdatum … Beruf?” „Diakonin” antworte ich. Michael stockt: „Was macht man denn da? Gute Werte vermitteln
und so? Das fände ich nämlich gut!” Völlig überraschend tauchen wir ein in ein intensives Gespräch über den Glauben und das Leben. In gewisser Weise bin ich in diesem Augenblick
„im Auftrag des Herrn unterwegs”, auf einer unerwarteten „Missionsreise” in einer fremden Welt.

Mit einer „Mission”, also mit einem Auftrag, sind wir Christen unterwegs. „Gehet hin in alle Welt” sagt Jesus (Mt 28,19ff). Ein Missionar ist jemand, der im Auftrag Jesu los geht in ein fremdes Land.

Mit diesem Jungscharleiter stellen wir die Aufgabe eines Missionars vor. Die Vorschläge bieten den Kindern die Möglichkeit, auf spielerische Art diesen Beruf auszuprobieren, Handwerkszeug zu basteln, Essen aus anderen Ländern zu testen, und noch Vieles mehr.

Diese Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zu Abraham aus JUMAT 2/18. Sie beginnt mit der Berufung und den Aufbruch in das neue Land. Die letzte Einheit ist die Opferung seines Sohnes Isaak. Im Anschluss an die Themenreihe Abraham kann die Themenreihe Jakob durchgeführt werden.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Familienimpuls, um das in der Jungschar erlebte auch zu Hause umzusetzen.

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