Passion und Ostern im Markusevangelium

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 2/2022. Es geht in vier Lektionen um Sterben und Auferstehen Jesu im Markusevangelium:

Lektion 1: Markus 14,27-61;66-72 Voll versagt

Lektion 2: Markus 15 Befreit!

Lektion 3: Markus 16,1-8 Das Grab ist leer!

Lektion 4: Markus 16,9-20 Zweifeln erlaubt?!

Zusatz: Ein Ostergarten für Kinder und Familien

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Jesus lebt und für ihn ist nichts unmöglich.

Checker

Jesus sieht unsere Zweifel, doch er zeigt uns immer wieder neu, dass er lebt.

Der Text an sich

Vers: 1-2: Maria aus Magdala, Salome und Maria die Mutter von Jakobus gehen zum Grab von Jesus. Alle Hoffnungen, die sie in Jesus gesetzt haben, wurden mit seinem Tod vollkommen zerstört. Sie glauben nicht mehr, dass Jesus wieder zurückkommt. Am Tag davor haben sie noch wohlriechendes Öl gekauft, denn alles was ihnen jetzt noch bleibt, ist den toten Körper von Jesus mit Öl zu salben, um ihm eine letzte Ehre zu erweisen.

Vers: 3-4: Die Gräber in Israel bestanden damals nicht aus einem Loch in der Erde, sondern aus Grabkammern oder Höhlen, die aus einem Berg oder Hügel ausgehöhlt wurden und mit einem schweren Stein verschlossen waren. Auf dem Weg zum Grab machen sich die Frauen Sorgen, wie sie diesen schweren Stein vor der Öffnung beseitigen sollen. Doch als sie dort ankommen, erleben sie das erste Wunder. Der Stein ist weggewälzt, denn Gott ist größer als ihre Sorgen.

Vers 5-6: Die Frauen gehen in die Grabkammer, doch auch hier ist alles anders als erwartet. Sie finden nicht den Leichnam des toten Jesus, sondern einen Mann mit einem weißen Gewand. Aus Mt 28,2 wissen wir, dass es ein Engel ist. Die Frauen sind wahrscheinlich ziemlich erschrocken, denn der Mann sagt sofort: „Ihr braucht euch nicht zu erschrecken.“ Und er trifft eine Aussage, die für die Frauen alles verändert: „Er ist auferstanden.“ Die Frauen, die bis zu diesem Moment einen Toten salben wollten, hören und sehen, dass sich die Aussagen von Jesus über seine Auferstehung erfüllt haben.

Vers 7-8: Die Frauen werden zu den ersten Zeugen der Auferstehung und sollen den Jüngern berichten, dass Jesus auch zu ihnen kommt. Sie sind immer noch entsetzt und können nicht glauben, dass Jesus lebt. Furcht und Schrecken beherrscht ihr ganzes Handeln, sie können diese Botschaft nicht an die Jünger, besonders Petrus, weitergeben. Stattdessen fliehen die Frauen, ohne den anderen etwas zu erzählen.

Später im Kapitel begegnet Maria Magdalene Jesus und erzählt jetzt auch allen, dass Jesus lebt.

Der Text für mich

Das Zittern und Entsetzten der Frauen erstaunt mich. Im ersten Moment kann ich nicht verstehen wie die Frauen bei so einer frohen Botschaft erzittern und nicht freudig allen davon erzählen. In meinem Alltag erkenne ich oft gar nicht, was für ein riesiges Wunder die Auferstehung doch ist. Die Kraft der Auferstehung ist so viel größer und da ist es verständlich, wie die Frauen reagieren. Auch wenn Jesus ihnen vor seinem Tod gesagt hatte, dass er auferstehen wird, haben sie es trotzdem nicht verstanden. Als Mitarbeiter kannst du der Botschafter sein, der den Kindern zeigt, wie toll es für sie ist, dass Jesus lebt, und was es für sie bedeutet.

Der Text für dich

Starter

Kinder erfahren jeden Tag, dass es Grenzen gibt. Entweder sie werden ihnen von außen gegeben oder sie schaffen manche Dinge noch nicht. Sie sehen in ihrem eigenen Leben, dass etwas nicht möglich ist. Auch die Frauen am Grab haben erlebt wie Jesus gestorben ist, das war für sie eine Grenze, über die nicht einmal Jesus gehen konnte. Doch Jesus sprengt diese Grenzen. Jesus ist vom Tod auferstanden und damit ist klar: für ihn ist nichts unmöglich. Die Kinder dürfen wissen, dass für und mit Jesus alles möglich ist.

Checker

Hätten die Frauen nur das leere Grab gefunden, hätten sie trotzdem nicht gewusst was passiert ist. Genau das wusste Jesus schon vorher, er hat ihnen einen Boten geschickt, der ihnen noch einmal erklärt was passiert ist. Auch Kinder können manchmal nicht verstehen was mit Jesus nach seinem Tod passiert ist. Jesus sieht jede dieser Fragen und will den Kindern z.B. durch die Bibel und persönliche Erlebnisse zeigen, dass er lebt.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Spiel

In einem festgelegten Bereich (ca. 4m x 2m) werden 21 Überraschungseier ausgelegt oder versteckt. Alle bis auf ein Ei sind mit Gegenständen wie Zetteln oder Perlen befüllt. Ziel ist es, so schnell wie möglich das leere Ü-Ei zu finden.

Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und müssen sich hinter einer Linie aufstellen. Danach darf aus jeder Gruppe jeweils ein Kind loslaufen und ein Ü-Ei öffnen und schauen, ob es leer ist. Danach läuft das Kind zurück an die Startlinie und klatscht das nächste Kind ab. Erst dann darf das nächste Kind aus der Gruppe loslaufen. Das wird solange wiederholt, bis eine Gruppe das leere Ü-Ei gefunden hat.

Wenn die Gruppe sehr schnell ist, kannst du das leere Ei noch mal verstecken und die beiden Gruppen treten noch einmal gegeneinander an.

Idee 2: Experiment – Optische Täuschung im Glas

Halte hinter ein leeres Glas einen Zettel, auf dem Pfeile zu sehen sind. Fülle dann in das Glas das Wasser. Wenn das Glas mit Wasser gefüllt ist, zeigen die Pfeile in die andere Richtung.

Das steckt dahinter: Das Licht wird beim Übergang von der Wasseroberfläche ins Wasser gebrochen.

Bei dem Experiment werden die Kinder überrascht. Sie rechnen nicht damit, dass sich durch das Wasser etwas verändert. Auch wenn wir denken, dass es nicht weitergeht, zeigt uns Gott, dass für ihn nichts unmöglich ist.

Verkündigung

Material: Legofiguren (3 Frauen, 1 Mann),1 Stein, ausgedrucktes Fragezeichen

Verkündigungsart: Darstellung der Geschichte mit Lego Figuren

Ganz früh am Sonntagmorgen als gerade die Sonne aufging, machten sich Maria aus Magdala, Maria die Mutter von Jakobus und Salome auf den Weg. Sie wollten zum Grab von Jesus gehen. Gestern Abend hatten sie extra noch wohlriechende Öle gekauft, um den toten Körper von Jesus damit einzusalben. Die drei Frauen waren richtig niedergeschlagen. Sie hatten so viel Hoffnung in Jesus gesetzt. Sie dachten immer er würde alles verändern. Aber jetzt war er schon seit drei Tagen tot. Und das Einzige, was sie noch für ihn tun konnten, war seinen Körper mit dem Öl einzusalben und damit zu zeigen, dass er ihnen wirklich wichtig war. (Die drei Lego – Figuren laufen zum Grab.)

Als die drei Frauen schon mitten auf dem Weg waren, kam ihnen auf einmal ein Gedanke. „Wer rollt uns denn den großen Stein vor dem Eingang des Grabes weg? Wie sollen wir Jesus denn mit dem Öl salben, wenn wir gar nicht in das Grab hineinkommen?“ In Israel wurden die Menschen nämlich nicht in einem Grab in der Erde begraben, sondern in einer Höhle oder einem großen Loch, das in den Felsen gehauen wurde. Und die Öffnung dieser Höhlen wurden dann mit einem großen Stein verschlossen. Über dieses Problem hatten sie bisher noch gar nicht nachgedacht. Aber jetzt machten sie sich große Sorgen darüber, denn für die drei Frauen war der Stein viel zu schwer. (Ein ausgedrucktes Fragezeichen auf den Boden legen.)

Die Frauen waren so sehr in ihren Sorgen und Gedanken versunken, dass sie beim Gehen nur auf den Boden starrten. Im Kopf immer noch bei dem Problem mit dem schweren Stein, schauten die Frauen zu ersten Mal vom Boden auf als sie am Grab ankamen. Und da sahen sie auf einmal etwas Unglaubliches! (Die Frauen kommen am Grab aus Legosteinen an.)

Frage an die Kinder: Was glaubt ihr haben die Frauen gesehen, dass sie so erstaunt sind?

Der Stein vor dem Grab war zur Seite gerollt! (den Stein weglegen) Den ganzen Weg über hatten sie sich solche Sorgen gemacht, doch Gott hat schon für alles gesorgt und den Stein für sie beseitigt. Die Frauen waren richtig erleichtert.

Und so gingen die Frauen in die Grabkammer hinein, um den toten Körper von Jesus mit dem Öl zu salben. Doch auf einmal erschraken die Frauen. Denn an der Stelle, an der eigentlich Jesus hätte liegen sollen, saß ein junger Mann in einem weißen Gewand. (Mann in die Grabkammer stellen) Und dieser Mann war auch nicht tot, sondern er redete mit ihnen: „Ihr braucht nicht zu erschrecken! Ihr sucht Jesus aus Nazareth, der gekreuzigt wurde. Gott hat ihn von den Toten auferweckt, er ist nicht hier. Seht: Hier ist die Stelle, wo sie ihn hingelegt hatten. Macht euch auf! Sagt seinen Jüngern, besonders Petrus: Jesus geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.“

Frage an die Kinder: Was denke ihr, wie die Frauen reagiert haben als sie das gehört haben?

Das war eine unglaubliche Nachricht! Die Frauen dachten, sie würden den Toten Jesus mit dem Öl salben, aber stattdessen sagt ihnen dieser Mann, ein Engel, dass Jesus gar nicht mehr tot ist. Er ist auferstanden und lebt. Doch die Frauen waren so erschrocken, von dem was sie erlebt haben, dass sie voller Angst vom Grab weggelaufen sind und niemandem von er guten Nachricht erzählt haben. Sie konnten noch gar nicht richtig glauben, dass Jesus wirklich lebt.

Die andere Idee

Jedes Kind erhält ein Blatt, auf dem der Bibeltext abgedruckt ist. Der Text wird gemeinsam gelesen. Dann können die Kinder den Text mit verschiedenen Farben markieren:

  • Grün: Das finde ich toll
  • Rot: Das verstehe ich nicht.
  • Gelb: Wo ist Jesus?
  • Lila: Welche Personen kommen in dem Text vor und wie geht es ihnen?

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder sollen einzeln oder in kleinen Gruppen eine Situation aus der Geschichte aussuchen und mit Legosteinen nachbauen. Wenn unterschiedliche Situationen gewählt werden, kann so auch die ganze Geschichte nachgestellt werden.

Gespräch: Würfelfragen

Die Kinder würfeln abwechselnd mit zwei Würfeln und beantworten jeweils die Fragennummer die sie gewürfelt haben.

Fragen:

  1. Wie viele Frauen waren am Grab?
  2. Was fühlen die Frauen?
  3. Wer war in der Grabkammer?
  4. Wovor hast du dich schon einmal erschreckt?
  5. Warum ist Jesus nicht mehr im Grab?
  6. Wem erzählten die Frauen von der Auferstehung?
  7. Gibt es Dinge, die du nicht alleine schaffst?
  8. Woran zweifelst du manchmal?
  9. Was wollten die Frauen am Grab machen?
  10. Was haben die Frauen mit zum Grab gebracht?
  11. Wann waren die Frauen am Grab?
  12. Was sollten die Frauen den Jüngern erzählen?

Merkvers

„Habt keine Angst! Ihr sucht Jesus aus Nazaret, der ans Kreuz genagelt wurde. Er ist nicht hier; Gott hat ihn vom Tod auferweckt!“ Markus 16,6 (Gute Nachricht)

Der Merkvers wird groß auf ein Blatt geschrieben und dann auseinandergeschnitten. Die Kinder sollen als Erstes den Vers in die richtige Reihenfolge legen. Danach kann der Merkvers vorgelesen werden und bei jeder Wiederholung werden ein paar Teile weggenommen.

Gebet

Raketen-Gebet

Alle stellen sich in einen Kreis und jedes Kind darf sich etwas überlegen, was es Gott sagen möchte. Wer fertig gebetet hat, streckt seine Hand in die Mitte. Wenn alle Hände in der Mitte sind rufen alle gemeinsam 1,2,3 und werfen den Arm in die Luft, um das Gebet wie eine Rakete zu Gott zu schicken.

Kreatives

Material: Pappteller, Buntes Papier, Buntstifte, Musterklammer, Lochstanzer

Man kann mit den Kindern ein leeres Grab basteln. Als Erstes werden die Pappteller ca. 5 cm über der unteren Kante abgeschnitten und es wird ein Loch als Grabeingang in den Teller geschnitten. Dann noch einen runden Grabstein ausschneiden. Danach wird mit einem Lochstanzer ein Loch gemacht (jeweils am Stein und am Grab – abgeschnittener Pappteller). Der Pappteller und der Stein werden mit einer Musterklammer aneinander befestigt (so, dass sich der Stein noch bewegen kann). Als Nächstes wird der Pappteller mit Flüssigkleber auf die Hintergrundvorlage geklebt. In das leere Grab schreibt man noch „Jesus lebt!“.

Wenn noch Zeit ist können die Kinder das fertige Bild noch mit Buntstiften verschönern.

Spielerisches

Die Kinder erhalten verschiedene Materialien (Steine, Federn, Tücher, Korken, Seile, Papierschnipsel, Knete, Muscheln) und sollen damit Begriffe legen. Als Erstes darf sich jedes Kind ein Material aussuchen. Danach werden Begriffe aus einem Säckchen gezogen. Die schwereren Begriffe können auf rote Zettel geschrieben werden und eignen sich für die älteren Kinder. Die jüngeren Kinder können die roten Zettel einfach wieder zurücklegen und einen weißen Zettel ziehen. Nachdem jedes Kind seinen Begriff gelegt hat, werden die Legebilder nacheinander angeschaut und die Kinder können raten, welcher Begriff gemeint war.

Begriffe: Frauen – Stein – Jesus – Grab – Auferstehung – Öl – Füße – Angst – gehen – leer

Rätselhaftes  

Siehe Suchrätsel im Downlaodbereich.

(T)Extras

Lieder

Mein Gott ist größer als die Berge

Sei mutig und stark

Je-Je-Jesus ist größer

Spiel: Tischfangen

Es werden 2-3 Tische in die Mitte des Raumes gestellt. Der Fänger bekommt die Augen verbunden und muss die anderen fangen. Wer gefangen wurde scheidet aus. Außerdem müssen alle Mitspieler zu jedem Zeitraum den Tisch berühren, sonst scheiden sie auch aus. Wenn das Spiel zu lange dauert, können Tische weggenommen werden.

Aktion

Man geht nach draußen und sucht verschieden Materialen, wie Steine, Blätter, Stöcke und kann daraus ein leeres Grab legen.

Das Ziel

Starter

Gott meint es gut mit jedem einzelnen Menschen und er möchte keinen benachteiligen oder unrecht behandeln!

Checker

Gott ist ein gerechter und liebevoller Richter für jeden Einzelnen, auch für dich und mich!

Der Text an sich

König Salomo hat Gott gebeten, ihm Weisheit zu schenken, statt Reichtum, damit er sein Volk recht und gerecht führen und leiten kann. Diese Weisheit und sein Urteilsvermögen werden in diesem Text deutlich. Diese Geschichte ist ein gutes Beispiel für die hebräische Erzählkunst. Die eine Frau erzählt das Ereignis, das zurückliegt, so anschaulich, dass der Eindruck entsteht, es passiere alles aktuell. Es kommen zwei Frauen zu König Salomo, die sich um ein kleines Kind streiten. Jede der Frauen behauptet, dass das Kind ihr Sohn sei. Beide hatten einen Sohn zur Welt gebracht, aber der Sohn der einen Frau ist nach ein paar Tagen gestorben. Daraufhin hat die Frau, deren Sohn gestorben war, sich einfach das andere Kind genommen und behauptet, es sei ihr eigenes! Da sich die beiden Frauen nicht einigen können, gehen sie zu König Salomo und bitten ihn, zu entscheiden und zwischen ihnen zu richten. König Salomo lässt sich nicht vom Streit der zwei Frauen, die zu ihm kommen, in seinem Urteil beeinflussen. Viel mehr hört er sich in Ruhe an, was jede der Frauen zu sagen hat und lässt sich Zeit, seine Entscheidung zu treffen. Er möchte herausfinden, welche der beiden Frauen nun die Mutter des Kindes ist, um ihr ihren Sohn zurückzugeben. König Salomo entschließt sich zu einer drastischen Maßnahme um herauszufinden, welcher Frau das Kind gehört. Er befiehlt, das Kind zu töten und unter den Frauen aufzuteilen, denn er weiß, dass die wirkliche Mutter des Kindes dies nicht zulassen wird. Somit stellt sich heraus, welche der Frauen die wahre Mutter ist! Nach israelitischem Recht hätte der Streit auch anders gelöst werden können, denn in 2.Mose 22 gibt es dazu Anweisungen. Eine der Möglichkeiten ist ein Gottesurteil (V. 7f) und die andere ein Eid im Namen des Herrn (V.9f). Der durchdachte und kluge Richterspruch erhält den Vorrang gegenüber der traditionellen Rechtsprechung und zeigt damit die Weisheit Salomos. Diese Geschichte wurde in ganz Israel bekannt gemacht und jeder konnte sehen, mit wie viel Weisheit König Salomo von Gott beschenkt wurde!

Der Text für mich

Wenn ich die Geschichte über König Salomos Urteil im Streit der beiden Frauen um ein Kind lese, werde ich immer wieder daran erinnert, wie gut und gerecht Gott doch ist! König Salomo hat seine Weisheit und sein Urteilsvermögen von Gott geschenkt bekommen und konnte somit gerecht entscheiden! Das zeigt mir wieder einmal mehr, wie gut und gerecht Gott doch ist! Er möchte auch jeden Einzelnen von uns gerecht und in Liebe behandeln! Deshalb sollten wir uns nicht von irgendwelchen Menschen oder Dingen beeinflussen, sondern uns von Gott leiten lassen und mit seiner Hilfe gerecht urteilen! Denn es ist doch in jedem Menschen das Verlangen nach Gerechtigkeit angelegt!

Der Text für dich

Starter

Jeder von uns kennt das – Streit mit Geschwistern oder auch Freunden! Es wird um Verschiedenes gestritten wie zum Beispiel Spielzeug, Stifte … Jeder pocht auf sein Recht und behauptet, dass es ihm gehört und er es zuerst gehabt hat! Da ist es hilfreich, wenn jemand von außen kommt und hilft, die Streitigkeiten zu klären! Denn allein bekommen wir das oft nicht hin. In solch einer Situation ist es hilfreich und wichtig zu lernen, jemandem vertrauen zu können, der uns liebt und gerecht behandeln möchte. Diese Eigenschaften können wir alle bei Gott finden. Er gibt uns Sinn und Halt im Leben und er meint es gut mit jedem Einzelnen. Er möchte niemanden benachteiligen oder unrecht behandeln!

Checker

Jeder von uns hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit! Wir möchten nicht ungerecht behandelt oder benachteiligt werden! Vielleicht haben die Kinder in ihrem Umfeld Menschen, die ständig von anderen benachteiligt oder ungerecht behandelt werden oder sie haben es selbst schon mal erfahren. Dann ist es wichtig zu wissen, dass wir in Gott einen gerechten Richter haben, der uns liebt und jeden von uns gerecht behandeln möchte! Und wir sollen es Gott gleichtun und sollen nicht andere ungerecht behandeln oder benachteiligen. Wir sollen uns von Gott führen und leiten lassen in unserem Urteilsvermögen und liebevoll und gerecht mit unseren Mitmenschen umgehen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Ist das gerecht?
Benötigt werden zwei gleich große Säcke, in denen sich jeweils die gleichen Sachen befinden, aber nur in unterschiedlicher Größe. Das könnte zum Beispiel ein großer und ein kleiner Ball sein, eine große Tafel Schokolade und eine kleine Tafel, etc.
Der Mitarbeiter sucht nun zwei Freiwillige, die immer abwechselnd die Gegenstände aus dem Sack holen und auf den Tisch oder Fußboden legen, sodass alle Kinder sie sehen können. Bald werden die Kinder feststellen, dass die Gegenstände zwar gleich, aber unterschiedlich groß sind und vermutlich werden sie sich beschweren, da nicht jeder den gleich großen Gegenstand bekommen hat. Somit kann man dann erklären, dass jeder den Drang nach Gerechtigkeit in sich hat, und gleichzeitig kann man dabei über das Thema Gerechtigkeit ins Gespräch kommen.

Idee 2: Krone basteln
Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und bekommen jeweils Holzstäbchen und Zeitungspapier sowie eine Bastelvorlage für eine Krone, anhand derer sie die Krone nachbasteln müssen. Eine Gruppe bekommt von Anfang an zu wenig Material, um die Krone exakt zu basteln. Die Gruppe wird sich schnell beschweren, dass sie die Krone nicht zu Ende basteln kann. An dieser Stelle erfolgt ebenfalls ein Gespräch zum Thema Gerechtigkeit.

Verkündigung

Theaterstück
Inhalt: König Salomos Weisheit, die er von Gott geschenkt bekommen hat, wird benötigt!
Ein Mitarbeiter verkleidet sich als König Salomo und zwei weitere Mitarbeiter übernehmen die Rollen der beiden streitenden Frauen. Ein Mitarbeiter wird als Erzähler benötigt.
Es kommen zwei Frauen zu Salomo. Sie sind ganz aufgebracht.
Frau 1: Wir beide wohnen zusammen in einem Haus. Wir haben beide ein kleines Baby, einen Jungen, zur Welt gebracht. Aber in der Nacht starb das Baby von dieser Frau. Sie zeigt auf die andere Frau, die ein Baby in ihren Armen hält. Doch diese Frau ist gemein. Sie hat dann einfach die Babys vertauscht. Ihr totes Baby hat sie zu mir ins Bett gelegt und mein lebendes Baby hat sie einfach zu sich genommen und so getan, als wäre es ihres.
Frau 2: Die zweite Frau schüttelt verzweifelt den Kopf, aber die erste redet weiter.
Frau 1: Morgens habe ich das tote Baby bei mir im Bett bemerkt, als ich es stillen wollte. Aber als ich es genau ansah, habe ich gemerkt, dass es nicht mein Sohn war, der tot neben mir lag.
Frau 2: Sie lehnt lautstark die Vorwürfe gegen sich ab. Nein, das stimmt nicht! Mein Sohn lebt, aber dein Sohn ist es, der tot ist.
Frau 1: Sie wird sehr wütend. Lügnerin! Dein Junge ist tot, aber meiner lebt!
Erzähler: So geht es einige Zeit lang hin und her. Beide Frauen rufen durcheinander, bis König Salomo eingreift und sie um Ruhe bittet. Er ist schließlich der König und muss nun zwischen den beiden streitenden und aufgebrachten Frauen entscheiden, auch wenn er nicht genau weiß, was wirklich in der Nacht passiert ist. Niemand war bei den beiden Frauen im Haus gewesen. Es gibt keine Zeugen. Alle Anwesenden im Palast des Königs schauen gespannt auf Salomo. Sie erwarten von ihm, dass er entscheidet. Salomo braucht wirklich Weisheit. Gott hatte Salomo Weisheit gegeben und hilft ihm, richtig und gerecht zu entscheiden.
König Salomo: Bringt mir ein Schwert. Teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt jeder der Frauen einen Teil davon.
Ein Diener bringt ein [Holz]Schwert und nimmt das Kind in den Arm.
Erzähler: Ist das eine gute Idee von König Salomo? fragen sich alle. Einigen stockte der Atem, als der Diener das Schwert brachte. Aber Salomo weiß, was er tut!
Frau 1: Mit verzweifeltem Gesichtsausdruck. Nein, mein Herr, tötet das Baby nicht. Bevor es sterben muss, gebt es lieber der anderen Frau.
Frau 2: Mit einem hinterhältigen Grinsen im Gesicht. Tötet es ruhig. Es soll keine von uns es lebend bekommen.
König Salomo: Salomo schaut die beiden Frauen an. Dann schaut er zu seinem Diener, der das Schwert in der Hand hält und das Baby gerade genommen hat. Gib es der ersten Frau. Sie ist die richtige Mutter.
Frau 1: Nimmt überglücklich ihren Sohn in den Arm.
Erzähler: Salomo hatte erkannt, dass die richtige Mutter nie ihr Kind töten lassen würde.
Sie war sogar bereit, es stattdessen der anderen Frau zu geben. Aber jetzt bekam sie ihren Sohn lebend wieder zurück.
Alle staunten, wie Salomo dieses Problem gelöst hatte. In ganz Israel hörte man davon, wie weise König Salomo war.

Die andere Idee

Fotostory mit Legofiguren

Anhand von Legofiguren kann die Geschichte im Vorfeld nachgestellt werden und anschließend abfotografiert werden, sodass dann den Kindern anhand der Bilder die Geschichte erzählt werden kann. Mögliche Szenen wären zum Beispiel, wie die zwei Frauen mit dem Kind zu König Salomo vor den Thron kommen. Die nächste Szene wäre dann, wie König Salomo das Schwert in den Händen hält und das Kind töten lassen will. Eine weitere mögliche Szene wäre, wie die eine Frau – die Mutter des Kindes – vor König Salomo auf dem Boden kniet und ihn anfleht, das Kind nicht zu töten. Und eine letzte mögliche Szene wäre dann, dass die Mutter ihr Kind in den Armen hält und alle über König Salomos Weisheit und Urteilsvermögen staunen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Wenn die Verkündigung in Form des Theaterstücks dargestellt wurde, kann man zur Wiederholung verschiedene Szenen aus der Geschichte nachstellen und die Kinder dann erzählen lassen, was gesagt wurde.
Wenn die Bilder mit den Legofiguren gezeigt werden, können die Kinder anhand der Bilder die Geschichte in ihren Worten nacherzählen.

Gespräch

Es folgt ein Gespräch über folgende Fragen:

  • Wo haben die Kinder schon mal Unrecht erfahren und wie sind sie mit der Situation umgegangen?
  • Wie geht es den Kindern, wenn sie merken, dass einer ihrer Freunde unrecht behandelt wird und was würden sie dann am liebsten tun?
  • Wie finden sie König Salomos Vorgehensweise und seine Entscheidung?

Merkvers

Gerechtigkeit und Recht sind die Säulen deiner Herrschaft; alles, was du tust, zeigt deine Liebe und Treue.

Psalm 89,15 HfA

Der Bibelvers wird auf eine Tafel geschrieben, sodass die Kinder ihn gut lesen können. Der Vers sollte dreimal komplett mit den Kindern gelesen werden und dann werden bei jedem weiteren Mal lesen Wörter ausgewischt, die die Kinder dann auswendig sagen sollten. Das wird so lange fortgesetzt, bis der Vers komplett ausgewischt ist und die Kinder ihn auswendig sagen können!

Gebet

Die Kinder können gemeinsam mit den Mitarbeitern beten, indem ein Mitarbeiter das Gebet laut vorspricht und immer wieder Pausen lässt, damit die Kinder das Gebet nachsprechen können.
„Lieber Gott, ich danke dir, dass du mich kennst und liebst. Du bist treu und gerecht und möchtest uns alle gleich behandeln und keinen benachteiligen. Ich bitte dich, lieber Gott, dass du mir hilfst, bei meinen täglichen Entscheidungen, gerecht und liebevoll und in deinem Sinne zu handeln, damit ich niemanden verletzte oder unrecht behandle. Danke, dass du Herr über alle Dinge bist! Amen!“

Kreatives

Die Kinder bekommen ein Blatt mit der Zeichnung einer Krone darauf und können diese nun anmalen und das Blatt mit nach Hause nehmen. Auf dem Blatt ist neben der Krone der Merkvers aus Psalm 89,15 vermerkt, damit die Kinder daran erinnert werden, dass Gott gut und gerecht ist!

Spielerisches

Tauziehen
Die Kinder werden von einem Mitarbeiter in zwei Gruppen aufgeteilt, und zwar so, dass es auf der einen Seite viele starke Kinder gibt und auf der anderen Seite nicht. Dann wird eine Markierung auf dem Boden zwischen die beiden Gruppen gemacht und jede Gruppe bekommt ein Ende des Taus. Nun wird versucht, die jeweils andere Mannschaft auf seine Seite zu ziehen. Zuerst wird natürlich die Gruppe gewinnen, in der die meisten starken Kinder sind. Nach und nach teilt der Mitarbeiter die Kinder so auf die zwei Gruppen auf, dass das Kraftverhältnis ausgeglichen ist und die Kinder zu gleichen Teilen am Tau ziehen und somit gerecht aufgeteilt sind.

Rätselhaftes

Die Teilnehmer erhalten ein Arbeitsblatt mit Rätselfragen: Das Rätsel kann mit etwas um die Ecke denken gelöst werden.

Lösung: Psalm 89,15

(T)extras

Lieder

Bei dir kommt keiner zu kurz
Alle meine Sorgen

Spiele

Stühle schnüffeln
Es werden drei Stühle und zwei Mitarbeiter benötigt.
Es wird behauptet, dass ein Mitarbeiter eine besonders gute Spürnase hat. Und um das herauszufinden, wird die Mithilfe der Kinder benötigt. Ein Mitarbeiter wird nach draußen vor die Tür geschickt. Die Kinder dürfen nun einen Freiwilligen aussuchen, der sich auf einen Stuhl setzt und dann sofort wieder aufsteht. Diesen Stuhl muss der Mitarbeiter vor der Tür nun erschnüffeln. Nachdem das Kind sich entschieden hat, auf welchem Stuhl es sitzt, wird der Mitarbeiter hereingerufen. Dies geschieht anhand verschiedener Befehle, mit deren jeweiligem Wortlaut der Mitarbeiter deutlich machen kann, welchen Stuhl das Kind gewählt hat und somit für den Mitarbeiter vor der Tür klar ist, welchen Stuhl er „erschnüffeln“ muss.
Wenn das Kind den ersten Stuhl wählt lautet der Befehl zum Beispiel: „David (hier kann der Name des Mitarbeiters eingesetzt werden), komm!“ Beim zweiten Stuhl wäre es dann: „David, komm rein!“ Und beim dritten Stuhl wäre der Befehl dann: „David, komm jetzt rein!“

Coca-Cola-Spiel
Es wird eine Haribopackung mit Colafläschchen, die später als Preis dient, und eine Packung Murmeln benötigt. Nun darf der Mitarbeiter sich eine Geschichte ausdenken, in der es rund um das Thema Coca-Cola geht. Immer wenn er das Wort „Coca-Cola“ sagt, dürfen sich die Kinder eine Murmel aus der Mitte nehmen. Wenn das Wort Coca oder nur Cola fällt, darf keine Murmel genommen werden. Sollte ein Kind doch eine Murmel nehmen, muss es diese wieder zurück in die Mitte legen. Am Ende der Geschichte bekommt das Kind mit den meisten Murmeln die Packung Colafläschchen.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Nehemia aus JUMAT 1/16. Sie beginnt damit, dass Nehemia die Nachricht von der zerstörten Mauer in Jerusalem erwähnt. Die Einheiten begleiten ihn auf seinen Weg nach Jerusalem und beim Mauerbau und enden mit einem Fest zum Abschluss des Mauerbaus.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält diese Themenreihe noch eine Aktion zum Mauerbau, die sich über mehrere Gruppenstunden einbinden lässt.

Zielgedanke           

Die Jungscharler sollen lernen, dass man gemeinsam mit Gott große Dinge vollbringen kann.

Merkvers

Lass den Herrn über dein Tun entscheiden, dann werden sich deine Pläne erfüllen!

Sprüche 16,3; GNB

Situation der Jungscharler      

Schon im Kindesalter sehen sich die Kinder untereinander einem Kampf ausgesetzt. Wer hat die besseren Schulnoten? Wer darf auf das Gymnasium und wer „nur“ auf die Realschule? Wer hat die meisten Freunde und wer ist der beste Sportler? Die Kinder werden zur Leistung erzogen. Diesem egoistischen Gedanken steht der Gedanke der Gemeinschaft gegenüber, welcher bei den Kindern vor allem durch Mannschaftssport u. a. geprägt wird. Hierbei zeigt die Geschichte von Nehemia, dass durch eine gute Organisation und Vertrauen auf Gott gemeinschaftlich ein Großprojekt abgeschlossen werden kann, obwohl es Anfeindungen gibt. In den Anfeindungen, die Kinder durch Mobbing erleben können, dient Nehemia als Vorbild: Er wendet sich im Gebet an Gott. So können sich auch die Kinder an Gott oder ihre Vertrauten, wie Eltern und Freunde, wenden.

Erklärungen zum Text   

Im Mittelpunkt steht die Person Nehemia. Dieser ist Mundschenk bei König Ataxerxes, dem persischen König. Als Nehemia von seinem Bruder Hanani erfährt, dass Jerusalems Stadtmauern in Trümmern liegen und die Bevölkerung Not leidet, bittet Nehemia den König, ihn nach Jerusalem zu entlassen. Nehemia macht sich auf den Weg nach Jerusalem.
Der eigentliche Text enthält drei Schwerpunkte: die Organisation des Neuaufbaus der Mauer, der Hohn und Spott der Feinde und das Gebet als Zuflucht Nehemias in der Anfeindung.

Bei der Organisation des Mauerbaus fällt auf, dass Nehemia jegliche Bevölkerungsgruppen innerhalb und außerhalb Jerusalems in den Wiederaufbau miteinbezog. Von den Handwerkern, über die Händler, bis zu den Priestern halfen alle mit, einen bestimmten Teil der Mauer und eines Tores zu ersetzen. Nur eine kleine Gruppe weigert sich: Die „Vornehmen“ aus Tekoa. Nehemia hat immer Menschen aus derselben Schicht zusammen arbeiten lassen, vor allem aus demselben Bezirk. So hatten die Menschen quasi ihre Baustelle vor der Haustür, was die Organisation und Arbeit erleichterte. Zudem diente als Motivation, dass man zum eigenen Schutz vor der eigenen Haustür baute.
Die Mauer hatte damals vermutlich etwa einen Umfang von drei Kilometer, der Einteilung für den Wiederaufbau erfolgte von der Mauer am Nord-Ost-Ende aus gegen den Uhrzeigersinn.

Der Aufbau der Mauer wird besonders kritisch von drei Personen verfolgt: Sanballat, der Stadthalter von Samaria, der Ammoniter Tobija und der Araber Geschem. Zuerst lachen sie über den Plan von Nehemia. Mit den Worten: „Was wollt ihr armseligen Juden eigentlich? […] Mit diesen verbrannten Steinen und diesem Schutt wollen sie eine neue Stadtmauer errichten?“ (Neh 3,34), verspottet Sanballat die Menschen, die am Bau der Mauer beteiligt sind und laut Tobija reicht ein Fuchs, um die Mauer zum Einsturz zu bringen.

Während Nehemia für seine Aufgabe verspottet wird, findet er Zuflucht im Gebet. Er überlässt Gott das Gericht für den Spott, den er ertragen muss und setzt sein Vertrauen auf Gott, als er von dem bevorstehenden Angriff hört. Nehemia weiß, dass Gott es richtig machen wird und dass Gott für sie kämpfen wird, denn sie erfüllen seinen Plan.

Treffpunkt  

Spiele

Turmbau
Die Aufgabe besteht darin, auf einen Flaschenhals so viele Mühlesteine oder Dominosteine wie möglich zu stapeln. Zwei Mannschaften oder zwei Jungscharler treten gegeneinander an, wer schafft mehr?

Mannschaftsparcours
Ein Team aus fünf Kindern muss einen Slalomparcours absolvieren. Hierbei muss jedes Kind aber mindestens eine Hand auf die Schulter des Vordermanns legen, damit das Team miteinander verbunden bleibt.  Jedes Kind hat eine Einschränkung und darf Körperteile nicht benutzen, zum Beispiel:  Ein Kind benutzt den rechten Arm nicht; ein Kind benutzt das linke Bein nicht; ein Kind benutzt den rechten Arm und das linke Bein nicht usw. Welche Mannschaft schaffte s am schnellsten durch den Parcours zu laufen?

Bonbons aufsammeln
Zwei Teams spielen gegeneinander. Im Raum werden viele Bonbons verteilt. Jedes Team bekommt einen Löffel. In einer Art Staffellauf müssen sie nacheinander mit dem Löffel die Bonbons, die im Raum verteilt sind, aufheben. Sobald ein Kind ein Bonbon auf seinem Löffel hat, muss es zurück laufen und den Löffel weitergeben. Es darf nur der Löffel zum Aufheben der Bonbons verwendet werden.

Aktion

Holzmauerbau
Es liegen viele Streichhölzer und Schaschlikspieße bereit. Außerdem benötigt man noch Flüssigkleber. Die Aufgabe für die Jungscharler besteht nun darin, aus den bereitliegenden Materialien eine Mauer zu bauen.

Knackpunkt

Die Geschichte wird anhand von Lego erzählt. Dies bietet den Vorteil, dass man sehr gut den Mauerbau sowie die verschiedenen Personen einfach darstellen kann. Die Geschichte kann somit allein erzählt werden oder man teilt die Aufgaben auf.
Folgendermaßen geht man nun bei der Verkündigung vor:
Da Nehemia 3,1-32 ausschließlich vom Mauerbau handelt und eher historische Relevanz besitzt liegt der Schwerpunkt auf Kapitel 3,33-38 und Kapitel 4. Jedoch sollte Kapitel 3,1-32 kurz erwähnt werden. Hierzu stellt man ein wenig die Menschengruppen vor, um den Kindern klarzumachen, welch unterschiedliche Menschen am Bau der Mauer beteiligt waren. Es ist von Vorteil, wenn man Handwerker, Händler und Priester mit den Legofiguren darstellen könnte, da diese Berufsgruppen ein breites Spektrum innerhalb der Bevölkerung abdecken und sehr unterschiedlich sind.
Nehemia 3,33 – 4,17 wird in sieben Bereiche aufgeteilt.

Erzählung Darstellung
Nehemia 3,1-32
Nachdem Nehemia die Menschen in Jerusalem überzeugt hat, mit ihm die Mauer wieder aufzubauen, beginnt er, die vielen verschiedenen Menschen in Gruppen einzuteilen. Nehemia teilt jeder Gruppe ein Stück der Mauer oder eines Tores zu, die sie wieder aufbauen sollen. Dabei hilft fast jeder mit, die Handwerker, die Händler und sogar die Priester. Viele verschiedene Familien bekommen ein Stück der Mauer vor ihrem Haus zugeteilt, sie haben also selbst für ihre Sicherheit gesorgt. Ganz schön schlau gemacht von Nehemia, oder?  
Das Schauspiel findet auf einer Legoplatte statt. Die drei Gruppen (Händler, Handwerker, Priester) bauen an drei unterschiedlichen Stellen an der Mauer bzw. die Priester bauen an einem Tor. Die Legofigur des Nehemia teilt die Gruppen ein und beaufsichtigt den Bau.
Nehemia 3,33-35
Aber nicht jeder findet gut, dass Nehemia die Mauer von Jerusalem wieder aufbauen will. Sanballat, er war Statthalter von Samaria, ist ziemlich wütend auf Nehemia und seine Leute. Deshalb verspottet er Nehemia! „Was wollen diese armseligen Juden eigentlich? Mit diesem Schutt wollen sie eine neue Stadtmauer bauen?“ Es gibt auch einen zweiten, der Nehemia verspottete. Tobija heißt er, komischer Name. Er meint, wenn ein Fuchs gegen die Mauer springt, dann stürzt sie ein. Fies, oder?  
Nehemia und den Bau der Mauer an den Rand des Geschehens stellen. Sanballat und Tobija unterhalten sich, sind wütend und spotten vor weiteren Legofiguren über die Juden.
Nehemia 3,36-38
Und was macht Nehemia, als er hört, dass er verspottet wird? Er betet. Er redet mit Gott und klagt ihm sein Leid. Aber Nehemia lässt sich nicht entmutigen. Das ganze Volk arbeitet weiter an der Mauer und schafft es, sie auf halbe Höhe zu bauen. Coole Reaktion, oder?  
Nehemia geht allein an einen andern Ort und betet. Dann geht er zurück, motiviert die anderen und sie bauen an der Mauer weiter. Man baut die Mauer auf halbe Höhe.
Nehemia 4,1-2
Doch Sanballat und Tobija erfahren, dass der Aufbau der Mauer weitergeht und werden sehr wütend. Sie beschließen gemeinsam mit den Arabern, Nehemia anzugreifen und den Mauerbau zu beenden!  
Sanballat und Tobija mit weiteren Figuren stehen zusammen und werden bewaffnet.
Nehemia 4,3-4
Nehemia und die Juden aus Jerusalem erfahren von den Plänen von Sanballat und Tobija. Sie stellen Wachen auf, aber haben nun weniger Männer, um an der Mauer weiterzubauen. Langsam verlieren die Menschen den Mut. Die Arbeit ist viel zu schwer, sie haben keine Kraft mehr und ein Feind sitzt ihnen im Nacken. Aber sie arbeiten weiter.  
Nehemia und die Juden sind erschrocken. Dabei wird der Oberkörper der Figur nach vorn gerichtet und die Hände an den Kopf bewegt. Nehemia delegiert Wachen, die vor der Mauer postiert werden. Die Arbeiter haben immer noch einen gebeugten Oberkörper.
Nehemia 4,5
Die Feinde von Nehemia, also Sanballat und Tobija, denken, dass sie die Juden überraschen und dann ihre Mauer zerstören können.  
Sanballat und Tobija stehen zusammen. Sie sind bewaffnet und strecken eine Faust nach oben, als Zeichen des erwartenden Sieges.  
Nehemia 4,6-8
Aber die Feinde haben sich geirrt. Immer wieder kommen andere Juden zu Nehemia und erzählen ihm, was die anderen Völker im Schilde führen. Nehemia weiß nun genau, worauf er achten muss. Er stellt gute Kämpfer an die Stellen, wo die Mauer noch sehr niedrig ist, um sie zu beschützen. Dann macht Nehemia ihnen Mut: Sie sollen auf Gott vertrauen, denn Gott ist groß und mächtig. Nehemia weiß, dass Gott auf seiner Seite ist.  
Einzelne Figuren kommen zu Nehemia. Nehemia stellt die Wachen um zu den Stellen der Mauer, die niedrig sind. Er kontrolliert überall und redet ihnen gut zu.
Nehemia 4,9-17
Die Feinde hören, dass Nehemia über ihre Pläne Bescheid weiß. Sie geben auf und die Männer an der Mauer können wieder arbeiten. Doch Nehemia will sich nicht überraschen lassen und teilt die Männer in zwei Hälften. Die eine Hälfte bewacht die Mauer, die andere Hälfte baut weiter. Nehemia weiß, dass die Abschnitte der Mauer, an denen noch gebaut wird, sehr weit auseinander liegen. Deshalb begleitet ihn ein Mann, der Alarm schlagen kann. So kann Nehemia schnell Allen Warnung geben, wenn sie angegriffen werden. Nehemia war schon ein schlauer Typ, was?  
Die Oberkörper von Sanballat und Tobija werden verändert. Sanballats Oberkörper geht nach unten, die Hände zum Gesicht. Tobijas geht nach hinten und die Arme werden verzweifelt vor die Brust gestellt. Die Hälfte Juden an der Mauer bauen weiter, die andere Hälfte bleibt als Wache an der Mauer stehen.

Doppelpunkt

Thema: Gemeinsam sind wir stark!
Nehemia konnte die Mauer Jerusalems nicht allein aufbauen. Er brauchte hierzu große Unterstützung für eine große Aufgabe. Den Kindern soll vermittelt werden, dass man gemeinsam auch große Dinge bewältigen kann.
Frage: Wo habt ihr es schon erlebt, dass ihr gemeinsam etwas Großes geschafft habt? Macht euch das stolz?

Thema: Mobbing
Wo erlebt ihr Anfeindung? Wo werdet ihr ausgeschlossen und ausgelacht? Wie fühlt sich das dann an?
Die Kinder erleben schon früh Missgunst und Neid, egal ob im Sport oder an äußerlichen Merkmalen. Doch sie sind nicht nur Opfer, schnell und unterbewusst werden die Kinder auch zu Tätern, lachen andere aus oder sind neidisch auf andere Kinder. Die Kinder sollen sensibel gemacht werden, dass es nicht auf Äußerlichkeiten ankommt, sondern auf die Persönlichkeit des Gegenübers.

Thema: Gebet
Nehemia ist mit seinen Problemen zu Gott gegangen. Die Kinder sollen ermutigt werden, dass sie auch Gott um Hilfe bitten dürfen und sie nicht allein sind. Nehemia kann hier als eine Art Vorbild gesehen werden, da er in seiner Schwäche ganz auf Gott vertraut hat! Ein Mitarbeiter darf erzählen, wie ihm Gebet schon geholfen hat und wie Gott wirken kann.
Aktion: Betet gemeinsam mit den Kindern in eurer Gruppe, wenn die Kinder das möchten, können sie das Beten direkt ausprobieren.

Schlusspunkt       

Die Jungscharstunde kann mit einem 5-Finger-Satz zusammengefasst werden:

Ich               darf              Gott             ganz             vertrauen!

Daumen       Zeigefinger   Mittelfinger   Ringfinger     kl. Finger

Der Merkvers sollte spielerisch eingeübt werden. Dazu wird jedes Wort groß auf ein DIN-A4-Blatt geschrieben und im Gruppenraum versteckt. Die Kinder suchen diese Blätter und sortieren sie in die richtige Reihenfolge. Zum Schluss spricht man den Vers.
Es sollte sowohl der Merkvers, als auch der 5-Finger-Satz für die Kinder prägnant sein.

Bausteine   

Lieder

Aus: Einfach Spitze
Nr. 11 Hilfe in der Not
Nr. 18 Sei mutig und stark
Nr. 44 Sollte unserm großen Gott
Nr. 116 Mama mia Nehemia

Dekoration

Mit Holzbausteinen kann man eine Mauer darstellen, die eventuell im Laufe der Jungscharstunde von den Kindern erst aufgebaut wird. In die Mauer kann der Merkvers integriert werden, indem man die Zettel mit den Wörtern in die Mauer steckt.

Die Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zum Thema: Mose – Der Weg durch die Wüste aus JUMAT 4/2016. Sie beginnt mit dem Durchzug des Volkes Israel durch das Schilfmeer und endet mit dem Besuch Moses bei seinem Schwiegervater Jitro.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält diese Reihe noch einen Glaube@Familie-Impuls, der dazu anleiten will, dass das, was die Kinder in der Jungschar gehört haben in der eigenen Familie vertieft wird.

Zielgedanke

Eine schwierige Aufgabe kann man mit Begleitung besser erfüllen. Man muss aber auf den Mentor achten.

Merkvers

Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.

Psalm 32,8; Luther84

Situation der Jungscharler

Die Kinder kennen Tage sehr gut, an denen sie sich durch die schulische Belastung überfordert und ausgelaugt fühlen. Sie sind herausgefordert und oft überfordert und erleben nur selten in solchen Situationen Hilfe. Der Leistungsaspekt bestimmt ihr Leben. Zeit zum kreativen Nichtstun ist selten vorhanden.

Kinder erleben in ihrem Alltag Begleitung. Es gibt in Schulen immer mehr Mentoring-Programme, die die Kinder unterstützen. Jemand aus den größeren Klassen oder bestimmte Lehrer helfen den Kindern, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Außerdem spielt die Familie auch bei diesem Thema eine große Rolle. Die Kinder  orientieren sich noch an Mutter und Vater. Manchmal fragen sie nach, aber viel mehr schauen sie einfach was und wie die anderen etwas tun oder ein Problem anpacken. Hier haben Eltern und Mitarbeiter eine große Vorbildfunktion.

Erklärungen zum Text

V.1-4: Mose hatte die Tochter des midianitischen Priesters Jitro geheiratet. Auch nachdem Mose zurück nach Ägypten gegangen war, blieb der Kontakt zu Jitro erhalten. Als Jitro hörte, dass der Auftrag von Mose erfolgreich ausgeführt worden war, machte er sich, zusammen mit Moses Frau und seinen Söhnen, auf den Weg zu ihm. Er kam nicht nur als Schwiegervater, sondern als Priester und Berater.

V.5-12: Am Berg Gottes kommt es zum Treffen der Familie. Mose begrüßt Jitro mit allem Respekt. Er achtet seinen Schwiegervater mehr als seine Frau und die Kinder. Damit wird deutlich, dass das Treffen mehr als eine Familienzusammenführung ist. Es ist eine Begegnung, bei der die großen Taten des lebendigen Gottes im Mittelpunkt stehen. Aus dem Gespräch der beiden Männer entwickelt sich ein Treffen, das die Ehre Gottes in den Mittelpunkt rückt und gottesdienstliche Elemente enthält. Diese Elemente sind: Verkündigung der großen Taten Gottes (V.8.9) mit anschließendem Gotteslob (V.10). Dem schließt sich das Bekenntnis zu Gott (V.11) und die gemeinsame Mahlgemeinschaft (V.12) an.

V.13-16: Mose wendet sich wieder seinen Alltagsgeschäften zu. Er gibt Fragen des Volkes an Gott weiter. Er schlichtet Streitfälle und er gibt Anweisungen Gottes an das Volk weiter. Er handelt dabei als Priester (Vermittler zwischen Gott und den Menschen) und als Richter. Das alles tut er allein und die Aufgaben sind dadurch eine enorme Belastung.

V.17-23: Als Jitro die Arbeitsbelastung des Mose sieht, kommt er zu der Erkenntnis: Das ist verkehrt und kann auf die Dauer nicht gutgehen. Er sieht, dass Mose irgendwann unter dieser Last zusammenbrechen wird. Jitro diagnostiziert aber nicht nur das Problem, sondern er packt es auch an und gibt Mose ganz konkrete Hinweise, wie er das Problem lösen kann. Die Lösung heißt Arbeitsteilung. Mose soll die priesterlichen Aufgaben behalten, aber die vielen richterlichen Aufgaben soll er abgeben. Die alltäglichen Streitfälle können auch von verantwortlichen Männern geklärt werden. Mose selbst braucht nur noch in ganz konkreten Fällen eingreifen. Damit wird ein doppeltes Ziel erreicht (V.23): Mose wird nicht unter den Aufgaben zerbrechen und die Menschen werden zufriedener sein, weil sie nicht mehr so lange warten müssen.

V.24-27: Mose setzt die Vorschläge Jitros in die Tat um. Er nimmt den Rat nicht nur zur Kenntnis, sondern setzt die Hinweise konkret um. Dadurch hat er mehr Zeit für seine eigentlichen Aufgaben. Jitro verlässt Mose wieder. Es steht nichts über ein Happy End im Text, also dass die Maßnahmen gegriffen haben und eine bessere Stimmung im Volk Israel herrschte. Liest man jedoch weiter (ab Kap. 19), wird deutlich, dass die vorrangige Aufgabe des Mose, sein priesterlicher Dienst, eine neue Qualität erreicht hat. Er kann sich jetzt intensiv auf die direkte Begegnung mit Gott vorbereiten. Das hat sicher etwas damit zu tun, dass er von der Last der Alltagsstreitereien entbunden war.

Treffpunkt

Spiele

Labyrinth

Aus Seilen wird ein Labyrinth gelegt. Die Kinder haben die Aufgabe, durch dieses Labyrinth zu gehen.

Eine andere Möglichkeit ist, dass man das Labyrinth ausdruckt und jedes Kind hat die Aufgabe, den Weg durch das Labyrinth zu finden.

Bezug: Einen Weg gehen wie Jitro und Moses Frau

Blindenparcours

Ein Kind bekommt die Augen verbunden und darf eine bestimmte Strecke gehen. Bei jüngeren Kindern reicht es, wenn es eine flache, gerade Strecke ist. Je älter die Kinder sind, desto mehr Schwierigkeiten und Hindernis können in die Strecke eingebaut werden. Beim Laufen durch den Parcours wird das „blinde Kind“ wird es von einer zweiten Person geführt. Die Führung kann mit der Stimme erfolgen oder indem es an der Hand oder an den Schultern festgehalten wird.  

Bezug: Gott möchte uns führen

Bedeutung der Namen klären

Der Mitarbeiter hat ein Namensbuch dabei. Im Bibeltext werden die Namen Gerschom und Elieser erklärt. Wir schauen in dem Buch nach, was unsere eigenen Namen für eine Bedeutung haben.

Im Anschluss daran kann man seinen Namen auf ein Blatt Papier schreiben und schön gestalten. Am besten wäre natürlich, wenn sich die Gestaltung an die Bedeutung des Namens anlehnt.

Spiel ohne Regeln

Ein Spiel, welches allen Kindern bekannt ist, zum Beispiel UNO oder Mensch-ärgere-dich-nicht, wird gespielt. Dabei muss sich niemand an die Regeln halten. Vermutlich wird das Spiel sehr schnell im Chaos enden. Anschließend solltet ihr euch darüber austauschen, was bei dem Spiel passiert ist.

Bezug: Regeln sollen klar sein, wie Jitro die Unterweisung in die Gebote empfahl.

Zehn-Gebote-Memory

Wenn man voraussetzen kann, dass die Kinder die 10 Gebote kennen, kann dieses Spiel hilfreich sein. Man benötigt je zehn Karten mit einem Gebot, das nummeriert ist  (zum Beispiel: 1.Gebot: Ich bin der Herr dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.) und zehn Karten mit Umschreibungen der Zehn Gebote. Auf diesen Karten ist natürlich keine Nummerierung. Nun müssen die zusammengehörigen Karten gefunden werden.

Beispiel für die Umschreibungen:

1. Ich bin euer Gott. Ich bin immer bei euch.

2. Sagt nicht, dass Gott es getan hat, wenn ihr daran schuld seid.

3. Mach dir kein festes Bild von Gott.

4. Nimm dir Zeit für Gott.

5. Sage deinen Eltern auch mal Danke, dass sie für dich da sind.

6. Tu keinem Menschen einen Schaden an.

7. Lass deine Freunde nicht im Stich.

8. Nimm dir nicht mit, was dir nicht gehört.

9. Sage nichts Falsches über andere Menschen.

10. Du musst nicht alles haben, was die anderen auch haben.

Knackpunkt

Der Einstieg erfolgt mit einem gemeinsamen Lied und einem Gespräch darüber. Wir singen: Gott vergisst seine Kinder (nie); aus Einfach Spitze, Nr.92

Frage: Ist das wirklich so, wie wir es gerade im Lied gesungen haben, oder fühlen wir uns manchmal ganz schön allein?

Die Israeliten kannten solche Gefühle sicher auch. Sie haben so in ihrer Zeit in Ägypten gedacht und auch bei der Wanderung durch die Wüste.

Dann gab es Kämpfe und Siege – und vermutlich hätten sie das auch ganz siegessicher mitschmettern können.

Aber wie geht es danach weiter?

Ein paar Legofiguren wollen euch das erzählen.

Es werden Tücher in die Mitte gelegt, um Berg Horeb darzustellen. Daneben werden Zelte aufgebaut.

Vor dem Berg sitzt in einem Zelt Mose und von weitem sieht man mindestens vier Personen.

Es hatte sich herumgesprochen, dass Gott sein Volk aus Ägypten befreit hatte. Auch Jitro, der Schwiegervater von Mose, hörte davon. So machte er sich auf den Weg mit Zippora, Moses Frau, und den zwei Söhnen, Gerschom und Eliëser. Diese Namen bedeuten: Ich bin ein Gast geworden in fremdem Lande und Der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich errettet vor dem Schwert des Pharao.

Mose ging seinem Schwiegervater entgegen. (Legofiguren mitrücken)

Nach dem üblichen Begrüßungsritual gingen sie zu Moses Zelt und Mose erzählte von der Rettung aus Ägypten. Er erzählte von der Feuer- und Wolkensäule und wie Gott ihnen den Weg wies. (Je nach Zusammensetzung der Gruppe ist hier eine Wiederholung einzuschieben.)

Das veranlasste Jitro, ein Dankopfer darzubringen. (Es wird mit Streichhölzern ein kleiner Altar gebaut.) Sie beteten Gott an und sangen und tanzten zu seiner Ehre.

(Einige Kinderlobpreisliederkönnen jetzt gesungen werden und verdeutlichen das Geschehen.)

Am nächsten Morgen musste Mose früh aufstehen. Es gabviel für ihn zu tun. Das Volk Israel bestand aus sehr vielen Menschen und das führte auch zu Streitigkeiten. Dann hieß es ganz schnell: Lasst uns zu Mose gehen, er wird sagen, wer im Recht ist. (Mose in der Mitte und eine lange Schlange von Menschen um ihn herum.)

Viele Leute kamen und klagten ihm ihr Leid. Mose sagte ihnen, was richtig ist. Er konnte das, weil Gott ihm half. Wenn Mose nicht sofort eine Antwort hatte, zog er sich zurück und ging in sein Zelt und sprach mit Gott. (Spielen mit den Legomännchen)

Das ging so bis zum Abend. Jitro schaute immer wieder nach Mose und beobachtete, dass es ganz schön anstrengend war, immer diese Aufgabe zu erfüllen. Er sprach ihn an und sagte, dass es so nicht weitergehen kann. Ganz ehrlich? Mose hat das Volk aus Ägypten geführt, er war ein großer Anführer und dann kommt da sein Schwiegervater und will ihm nach einem Tag Ratschläge geben? Ich hätte mich ja aufgeregt, aber Mose war nicht so. Er wusste, alles was geschieht liegt in Gottes Hand. Gott kann ihm auch durch andere Menschen den richtigen Weg zeigen.

Und Jitro stellte auch nicht nur fest, dass es schwierig war, sondern erzählte Mose, wie es gehen könnte. (System auf eine Tafel oder ein großes Blatt malen)

Also: Du sollst weiter Gott fragen, was gut und richtig ist und das dem Volk sagen. Aber teile das Volk in Gruppen ein und dann such dir jemanden, der auch viel mit Gott spricht und der soll sich die Probleme der Gruppe anhören. Wenn er dann keine Lösung hat, soll er zu dir kommen. Sie sollen Richter heißen und jeweils für 10, 50, 100 und 1000 Leute zuständig sein. So geht es schneller und alle sind zufriedener. (Figuren in Gruppen postieren)

Das hörte sich vernünftig an. Mose hörte auf Jitro und suchte sich Männer aus, die mit Gott lebten und gerecht waren. Das System funktionierte und so hatte Mose sich nur noch um die wichtigsten Sachen zu kümmern und hatte Zeit für anderes, zum Beispiel für seine Familie).

Einige Tage später verabschiedete sich Jitro und zog zurück in das Land Midian.

Doppelpunkt

Wir wollen spielen und ich brauch einen, der viel Kraft hat.

Dieser soll eine schwere Wolldecke aufhängen. Dazu wird im Gemeindehaus eine Leine gespannt, die Leine sollte so hoch sein, dass sie von dem Kind nur mit Mühe erreicht wird. Außerdem liegen Klammern bereit.

Diese Aufgabe ist für Kinder allein nur schwer zu schaffen. Das Kind soll sich eine Weile mühen und bevor es frustriert ist, kommen wir ins Gespräch.

Was könnte helfen?

Es sollte auf den Vorschlag hinauslaufen, dass andere mithelfen. Dann gelingt es sicher, die Decke ordentlich aufzuhängen.

Wer hat den Vorschlag gemacht, dass mehrere besser sind? Ist das vielleicht jemand gewesen, der oft das Ganze im Blick hat, jemand der sieht, wenn es einer nicht schafft?

Wir brauchen Menschen, die uns helfen, manches klarer zu sehen. Bei Mose war das Jitro. Hättet ihr euch was sagen lassen, wenn ihr an Moses Stelle gewesen wäret?

Aufgaben zu verteilen ist manchmal gar nicht so leicht. Es ist doch schön, wenn man der Chef ist. Könnt ihr das gut?

Aber hier wird Mose ja nicht ersetzt, sondern er bekommt Unterstützung.

Wir wollen mit einem Quiz Teile des Lernverses sammeln und ihn dann zusammenpuzzeln. Für jede richtige Antwort gibt es ein Puzzleteil, auf dem ein Teil des Verses steht.

  • Wer ist Jitro? (Schwiegervater von Mose)
  • Wer war gerade bei Mose zu Besuch? (Jitro, Zippora und ihre zwei Söhne)
  • Wo war Mose? (am Berg Horeb)
  • Was berichtete Mose ihnen? (dass Gott sie aus Ägypten befreit hat)
  • Wie reagierte Jitro darauf? (Er freute sich, brachte Gott Opfer und betete ihn an.)
  • Warum musste Mose am nächsten Tag früh aufstehen? (Weil viele Israeliten zu ihm kamen, um ihn um Rat zu fragen.)
  • Was für einen Rat gab Jitro ihm? (Er soll Helfer suchen, die immer für eine kleine Gruppe verantwortlich sind.)

Schlusspunkt

Wir wollen versuchen, etwas um die Wette zu sortieren. Je drei Leute bekommen eine Tüte Gummibärchen und müssen sie nach Farben sortieren. Bevor die Aufgabe erfüllt wird, dürfen sich die Teams eine Strategie überlegen. Dann geht es los. Wer schafft es am schnellsten?

Am schnellsten geht es wenn man sich gegenseitig unterstützt. Das gilt nicht nur beim Gummibärchen sortieren, das gilt auch beim Probleme lösen von Mose und beim Probleme lösen von uns heute.

Bausteine

Dekoration

Mit den Kindern wird ein Zeltlager aus Stühlen, Tischen und vielen Decken gebaut. In diesem Lager kann man gemütlich zusammensitzen und evtl. kann dort auch die Geschichte erzählt werden.

Lieder

Aus: Einfach spitze

Nr. 32 Die besten Pläne

Nr. 46 Ich bin sicher

Nr. 92 Gott vergisst seine Kinder (nie)

Aus: Kinder feiern Jesus

Nr. 65 Gott zeigt mir den Weg

Diese Themenreihe enthält die Gruppenstunden zu Salomo aus JUMAT 4/19. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

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