Raus!

Wieder wird es Frühling: Sonnenstrahlen, Vogelgezwitscher, Blumen, das erste Eis. Es riecht nach Aufbruch und Neuanfang – und wir bibbern um Inzidenzzahlen, steigende Kurven, Impfungen, Lockdown. Das klingt überhaupt nicht nach Aufbruch! Und doch ist uns bei der Vorbereitung zu diesem Newsletter etwas aufgefallen: Für uns Christinnen und Christen wird es Pfingsten. Und Pfingsten ist eine riesige Aufbruchsgeschichte! Mit Pfingsten startet die größte Bewegung der Menschheit. Und sie beginnt in einem Dachzimmer. Die Jünger hocken im Zimmer und wissen wenig mit sich anzufangen. Jesus ist weg. Heftige Tage liegen hinter ihnen. Zurückgezogen und ganz unter sich warten sie. Und dann kommt er. Genau in diesen Raum, in diesen Rückzugsort – in diesen Lockdown? „Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist.“ (Apg 2,2.4a)
Gott lässt sich nicht aufhalten. Wer weiß, was er in deinem Lockdown starten will?

Ein Entwurf für einen Gottesdienst für Menschen auf dem Weg.

Dieser Entwurf wurde mit Bezug auf die Jahreslosung 2013: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“ (Hebr 13,14) konzipiert. Er kann draußen durchgeführt werden und eignet sich somit auch zur Durchführung unter der Einhaltung der jeweils geltenden Hygienevorschriften unter Pandemiebedingungen.

Er knüpft an der Lebenssituation junger Menschen an, die z.B. nach dem Schulabschluss neue Wege gehen, eignet sich aber auch für jegliche Suchbewegung nach Sinn und Orientierung und geht diese im wahrsten Sinne des Wortes mit. Ein „JuGo to go“, der sich bewusst auf den Weg macht.

Auf der Suche gibt es wenig Sicheres, aber viel Wagnis: Nicht immer geht alles glatt, auch Verluste gehören dazu. Suchen bedeutet, auf dem Weg zu sein. Immer wieder anhalten und ausprobieren, Erfahrungen sammeln und damit wieder weitergehen.

Planungen im Vorfeld

Das Vorbereitungs-Team muss sich klar werden, was für ein Weg gegangen und welches Ziel angesteuert wird (wo kommen wir vorbei, wo kommen wir an?).

Möglichkeiten können dabei sein:

  • Kirche (liturgischer Ort, als solchen gestalten: z.B. Kerzen, Musik …)
    Gemeindehaus (Gemeinschafts-Ort, als solchen mit Raum für Begegnungen gestalten, z.B. mit Essen, Stockbrot oder auch liturgisch in Form eines orthodoxen Brotbrechens, mit Brot, Äpfeln, Olivenöl, Wasser, Eiern – Hygienevorschriften beachten!)
    Marktplatz / hinter der Turnhalle (lebensweltlicher Raum, in der Öffentlichkeit, mit Stör- Geräuschen – bewusst gestalten und aufsuchen)
    Wiese / Grillplatz / Außenkapelle (lebensweltlicher Raum am Rand) Jugendhilfeeinrichtung / Flüchtlingsunterkunft / Gefängnis (diakonischer Ort, auf jeden Fall im Vorfeld Kontakt zur jeweiligen Einrichtung aufnehmen und Möglichkeiten diskutieren)
  • Ähnlich offen wie der Zielpunkt ist auch der Ausgangspunkt. Ist der Beginn bei der Kirche, was wir im folgenden Entwurf vorschlagen, wird der Startpunkt außerhalb der Kirchenmauern liegen.

Für den Weg bieten sich zur musikalischen Begleitung tragbare Instrumente wie Gitarre, Cajon und (Quer-)Flöte an. Am Zielpunkt können die Musikinstrumente evtl. verstärkt werden.

Das sinnbildliche Medium ist ein Blumentopf (z.B. mit Primeln) oder ein Backstein. Beides steht für Heimat, für die Stadt, die wir denken zu haben (ein Stück Heimat und Sicherheit) – und die doch so schnell in einem Scherbenhaufen enden kann. Doch wird der Scherbenhaufen Ausgangspunkt der Suchbewegung der zukünftigen Stadt, Ausgangspunkt der eigenen Suche im Leben: was verspricht mir Gott für die Zukunft, was hat Bestand, was hält und trägt mich?

Das gottesdienstliche Spielfeld

Das Portal der Kirche ist mit einem Absperrband versperrt.

MUSIK ZUM EINGANG/ STARTSIGNAL

Je nach Zielgruppe ist ein Lied aus den aktuellen Charts (z.B. Tim Benzko, „Ich laufe“ – aus seinem Album „Wenn Worte meine Sprache wären“, Xavier Naidoo „Nicht von dieser Welt“ oder von Thomas D. „Rückenwind“ – bitte GEMA beachten) oder ein akustisches Signal geeignet, um Aufmerksamkeit zu bekommen und Spannung zu erzeugen.

BEGRÜßUNG, HINFÜHRUNG ZUM THEMA UND VOTUM

„Herzlich Willkommen zu unserem besonderen Jugendgottesdienst. Ein „JuGo to go“. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg. Wir sind nicht in der Kirche, wir haben keine festen Mauern um uns, sondern wir machen uns gemeinsam auf die Suche – auf die Suche nach uns, und nach Gottes Wort für uns. Wie die Jahreslosung 2013 enthüllt: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebr 13,14)

In seinem Namen sind wir zusammen – im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

ANSPIEL

Ein Jugendlicher kommt offensichtlich zur Gruppe dazu, bleibt stehen und schaut interessiert und auffällig (von vorne, wie ein Clown zum Liturgen). Ein Mitarbeiter geht zu ihm und fragt: „Wonach suchst Du?“ – „Das weiß ich gar nicht so genau. Von meiner Oma habe ich diese Blume bekommen. Ich weiß nicht, wohin ich mit der soll. Ich ziehe bald weg, und will so wenig wie möglich mitnehmen. Kann ich die bei euch lassen?“ – „Klar, gib sie her.“ Im Übergeben fällt der Topf nach unten und zerbricht.

Die Mitarbeiterin hebt die Blume auf und sagt: „Wir suchen nach einem Platz für sie“. Sie packt die Scherben in ein Tuch. Der Jugendliche schließt sich der Gruppe an – „Kann ich mit euch mitkommen?“ – „Ja, lass uns gemeinsam suchen…“

MEDITATION AUFBRECHEN

Text wird von einer Person gesprochen.


Aufbrechen, losgehen.
Loslassen.
Der Fuß hebt sich, das Bein bewegt sich nach vorne und der Fuß rollt ab.

Ein Schritt nach dem anderen.

Eine achtsame Bewegung –
und doch achten wir häufig nicht darauf, wenn wir gehen

Aufbrechen, losgehen.
Etwas bleibt zurück.

Etwas lasse ich hinter mir, gehe nach vorne.

LIED

EG 168 „Du hast uns, Herr, gerufen“ (1-3) oder EG 165

PSALMGEBET

Psalm 121 (EG 749)


Anmoderation: Wir wollen Worte beten, die vom Unterwegssein mit Gottes Hilfe erzählen…“

EINGANGSGEBET & STILLES GEBET

Gott, wir kommen zu dir. Immer wieder brechen wir auf. Wir lassen vieles hinter uns: ein Schuljahr, Freunde, Verletzendes und auch manchmal ein großes Glück. So wenig bleibt. Und was wir denken in den Händen zu haben, verrinnt doch durch die Finger.
Gemeinsam machen wir uns auf die Suche nach der Zukunft, nach dem, was wirklich bleibt. Höre uns, Gott, wenn wir Dir im Stillen sagen, was wir in unserem Herzen suchen – und was uns bewegt.

Abschluss: „Wir haben geredet – nun sprich Du mit uns. Amen.“

1 LOSGEHEN UND LOSLASSEN

Die Gruppe geht zu einer ersten Station.

LESUNG

Matthäus 6,19-34 inszenieren (Vom Schätzesammeln und Sorgen)

Signal-Worte wiederholen lassen: Text wird verlesen, im Anschluss kommt die Aufforderung, Worte, die Hörenden im Sinn geblieben sind, laut zu wiederholen. So entsteht ein Wortteppich.

Ansage

Und was sammeln wir? „Was ist unsere Primel, unsere Topfpflanze?“ Menschen, Dinge, die wir hegen und pflegen – die doch vergehen. Was ist wichtig in unserem Leben? Welche Schätze horten wir? (→ auf Reaktionen warten).

Und worum sorgen wir uns? Was treibt uns Falten auf die Stirn? Was ist nicht mehr heil? Was ist zerbrochen in unserem Leben? Beziehungen, Freundschaften, Vertrauen. Nehmt euch eine Tonscherbe und legt in Gedanken hinein, was bei euch zerbrochen ist (→ Scherben des Topfes oder des Backsteines verteilen).

LIED

EG 547 „Menschen gehen zu Gott in ihrer Not“

mit Flöte oder anderem Melodie-Instrument spielen und den Liedtext lesen lassen.

2 LOSGEHEN UND SICH BEGLEITEN

Die Gruppe geht zu einer zweiten Station.

EINFÜHRUNG

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Gott ist ein Gott, der mitgeht. Sein Name heißt „Ich bin da!“

MEDITATION ER GEHT MIT

Text wird von einer Person gesprochen.

ER geht mit!

Wohin Du auch gehst!
ER ist immer schon draußen – vor den Toren der Stadt.

ER ist immer schon da – und sucht
ER sucht auch Dich
ER kommt auf dich zu
ER sucht die, die Hilfe nötig haben
ER sucht die Fröhlichen – und die Traurigen
ER geht mit!
Wohin Du auch gehst!
ER geht mit!

AKTION

Und:
Wer geht noch mit? Schau Dich um und suche einen Partner oder eine Partnerin für den nächsten Wegabschnitt. Schon wo zwei in seinem Namen versammelt sind, ist ER mitten unter ihnen.

Geht nun zu zweit. Ihr bekommt einen Stock (z.B. Zollstock, Laternenstab, Zeltstange o.ä. – bitte auf nötigen Abstand achten!), das euch verbindet. Ihr werdet es gemeinsam tragen, ausbalancieren. Streckt dazu euren Zeigefinger aus und balanciert das Holz auf euren beiden ausgestreckten Zeigefingern für die nächste Wegstrecke. Achtet darauf, dass es nicht hinunterfällt – ach ja, und miteinander reden ist erwünscht. Unterhaltet euch doch z.B. darüber, wie ihr es findet, dass Gott euch auf euren Wegen begleitet (kann das sein?, glaubt ihr das?, habt ihr schon Erfahrungen dazu gemacht?, …).

Kurze Stille/Pause – austeilen der Stöcke

Die Übung mit den Stöcken kann auch weggelassen und nur zum Gespräch angeregt werden. – Eine thematische Vertiefung könnte auch durch das einleitende Erzählen der Emmaus-Geschichte (Lk 24,13-35) oder der Geschichte von den Spuren im Sand erfolgen. Gott ist unbemerkt mit einem unterwegs.

3 LOSGEHEN UND WEGZEICHEN SEHEN

Die Gruppe geht zu einer dritten Station. In der Nähe ist eine Kreuzung, und eine Wiese oder ein Garten.

LIED

Neue Lieder (NL) 51 „Herr, ich komme zu dir“ oder „Herr, wohin sonst sollten wir gehen“

IMPULS

Wohin soll ich gehen? Welcher Weg ist meiner?
„Dein Wort, Herr, ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ (Psalm 119,105)

AKTION

Anmoderation zur Aktion

Gottes Wort kann eine Navigationshilfe im Leben sein. Vor allem, wenn wir unsere Wege suchen, unsere zukünftige Stadt suchen… . Manche Worte der Bibel machen es mir einfach: Sie geben mir Kraft und Mut. Andere fordern mich heraus. Viele Menschen vor uns haben sich immer wieder Bibelworte gezogen (sog. „Losungen“). Wichtig ist für mich dabei aber auch, den Kontext zu lesen. Denn nicht alles kann ich eins zu eins für mich übernehmen. Gottes Worte sind wie ein weiter Himmel. Sein Wort gibt Licht in mein Leben.

Wir haben hier verschiedene Bibelworte verteilt. Geht umher und sucht euch entweder eines, das euch anspricht. Oder nehmt euch einfach eines, ohne es vorher anzusehen.

Suchen von mutmachenden Bibelworten, die auf Zetteln auf der Wiese verteilt sind (im Vorfeld auslegen) oder Zetteln in gelben Überraschungseiern (oder Filmdöschen) versteckt in einer Wiese liegen.

Nun hast du ein Wort aus der Bibel bekommen. Schau es dir auf dem nächsten Wegabschnitt an. Sagt es dir was? Was will es sagen? Macht es die Suche einfacher? …

LIED

EG 182 „Suchet zuerst Gottes Reich in dieser Welt“

4 ANKOMMEN UND SICH STÄRKEN

Die Gruppe geht zu ihrem Zielpunkt. Dort wurde im Vorfeld schon eine Tafel vorbereitet (evtl. auch nur als Picknick-Decke oder Campingtisch). Hier finden sich Brote, Salz, Äpfel, Olivenöl, gekochte Eier und Wasser (bitte hier auf Hygienevorschriften achten).

IMPULS

Wir sind angekommen. Ist das der Ort, den wir gesucht haben? Der Ort, der bleiben wird? Auf unserer Suche brauchen wir Haltestellen und Orte, an denen wir Kraft tanken können.
Jesus hat seine Jünger und viele andere Menschen immer wieder Pause machen lassen auf ihrer Suche – und hat sie mit Nahrung versorgt. Mit Nahrung, die mehr als nur den Körper satt macht. Er wusste, dass auch die Seele Nahrung braucht.

Das Brot wird zum gemeinsamen Essen ausgeteilt. Es gibt darüber hinaus die oben beschriebenen Dinge. Es kann auch ein Abendmahl gefeiert werden oder ein gemeinsames Brotbrechen etwa nach Form der Artoklasia. Man kann auch die einzelnen Nahrungsmittel in einer Meditation (z.B: über das Brot, Ei, etc.) noch symbolisch ausdeuten. [zusätzlich gibt es die Möglichkeit – mit Bibelteilen. Man könnte Murmel-Gruppen bilden, die über ihre Bibeltexte nachdenken (vorher müssten dann eben diese Texte in der Wiese versteckt werden)].

LIED

EG 225 „Komm, sag es allen weiter“ (1-3)

SCHLUSSAKTION

Ein Ort für die Primel / Topfpflanze suchen und sie einpflanzen. Dazu werden Gedanken zu „entwurzelt – eingepflanzt“ gesprochen.

Eine Pflanze

herausgerissen, entwurzelt.
Sie droht zu vertrocknen,
Blüten werden welk,
Blätter rollen sich zusammen.
Kraftlos, in Erinnerung an Vergangenes. Wir setzen sie in den Boden ein.

Von dort kommt Nahrung.

Die Sonne gibt Licht,
Hoffnung auf neues Leben.
Wieder Wurzeln schlagen
sich festmachen am neuen Ort. Leben geht weiter -neues wird sein! Wir lassen die Pflanze hier.
Hier ist ein neuer Aufbruch.
Wir lassen sie losund brechen auf! Es geht weiter- aber manches bleibt auch hier zurück,
an diesem Ort,
auf dem Weg.

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebr 13,14)

SCHLUSSGEBET, VATERUNSER und ABKÜNDIGUNGEN

(z.B. Opfer für diakonische Einrichtung, s. Einleitung)

LIED

Neue Lieder 71 „Mögen sich die Wege“

SEGEN

MUSIK ZUM AUSKLINGEN

je nach Örtlichkeit

Besonderheiten:

Sehr einfach zu lernendes Lied

Bausteine

Singen verbindet – weltweit!

Der EJW-Weltdienst pflegt internationale Partnerschaften mit YMCAs (CVJMs) und Kirchen in Afrika, im Nahen Osten und Ost-Europa. Dieses witzige Bewegungslied hat uns der YMCA-Chor aus Karthum (Sudan) beigebracht. Alle EJW-Weltdienstpartner haben eine Strophe in ihrer Sprache zu diesem Lied beigesteuert. Ein echter Ohrwurm mit einprägsamer Botschaft für die Jungschar – probiert‘s aus!

So kann das Lied klingen:

Link zum Video https://youtu.be/7sLuoY535Rs

Strophe 1:

Jesus liebt mich, Jesus liebt mich,

Jesus liebt mich, Jesus liebt mich

Hallelujah! Oh! Oh! Oh! Jesus liebt mich!

Hallelujah! Oh! Oh! Oh! Jesus liebt mich!

Strophe 2-9:

Jesus loves me, Jesus loves me, …

Jesus wedenjal, Jesus wedenjal, …

Jesus je’fikreni i’you, Jesus je’fikreni i’you, …

Yesu na kauna na, Yesu na kauna na, …

Yasou‘ Behebni, Yasou‘ Behebni, …

Isus má iubeschte, Isus má iubeschte, …

Ježiš ma miluje, Ježiš ma miluje, …

Jesu habani, Jesu habani, …

Bewegungen

Während wir „Jesus liebt mich“ singen, klatschen wir im Takt in die Hände. Sobald wir „Hallelujah!“ singen, wenden wir uns unserem Gegenüber zu, um bei „Oh! Oh! Oh!“ über unseren Köpfen drei Mal (jeweils auf das „Oh!“) mit unseren Händen und denen unseres Gegenübers zu klatschen. Während des „Jesus liebt mich“ verschränken wir unsere Finger mit denen unseres Gegenübers und schwingen die Arme parallel im Takt nach rechts und links: Jesus liebt mich!

Neu dieses Lied lernen

Für alle Kinder, die noch nicht schnell oder fließend lesen können, ist es hilfreich, wenn am Anfang der Text der ersten Strophe vorgelesen wird und danach alle gemeinsam den Text langsam sprechen. Wenn das gut klappt, könnt ihr die Strophe singen, bis alle Kinder mitsingen können. Jetzt kommen die Bewegungen hinzu: Zeigt einmal die Bewegungen und sprecht oder singt dabei das Lied. Jetzt sucht sich jedes Kind einen Partner oder eine Partnerin. Singt das Lied, bis alle Kinder mit den Bewegungen mitsingen können. Jetzt wird‘s international: Lest gemeinsam laut Strophe für Strophe. Wer weiß, was die Strophe bedeutet? Klar: Jesus liebt mich.

Freunde in aller Welt

Wir sind als Christinnen und Christen weltweit durch unseren Glauben verbunden. „Jesus liebt mich“ singen auch die Kinder in Afrika, im Nahen Osten und in Ost-Europa. Lasst die Kinder raten, welche Sprache in welchem Land gesprochen wird und schaut gemeinsam auf der Weltkarte nach, wo dieses Land liegt.

Strophe 3 Amharisch Äthiopien

Strophe 4 Tigrinya Eritrea

Strophe 5 Hausa Nigeria

Strophe 6 Palästinensisch-Arabisch Palästina

Strophe 7 Rumänisch Rumänien

Strophe 8 Slowakisch Slowakei

Strophe 9 Sudanesisch-Arabisch Sudan

Die Kopiervorlage für das Lied (mit Noten und Gitarrengriffen) findest du im Download.

Die Weihnachtsgeschichte hautnah auf den Straßen deiner Stadt erleben!

Es war nicht einfach für Josef und die hochschwangere Maria vor mehr als 2000 Jahren eine Herberge in Bethlehem zu finden. Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und schließlich die Freude über einen netten Gastwirt prägten diese letzten Stunden vor der Geburt. Nachempfinden kann man dies jedoch kaum, wenn die Weihnachtsgeschichte einfach nur vorgelesen wird. Weihnachtsparade heißt: Kinder, Jugendliche und Erwachsene machen sich mit Maria und Josef auf den Weg durch die Stadt, um eine Herberge zu finden. Jeder Teilnehmende und Mitarbeitende erlebt die Weihnachtsgeschichte hautnah in heutiger Zeit nach. Ganz „nebenbei“ wird durch diese Aufsehen erregende Aktion auch die Bedeutung von Weihnachten mitten im Weihnachtsgeschäft etwas in den Mittelpunkt und ins Bewusstsein der Passanten und Teilnehmenden gerückt.

Die Grundidee:

Diese Grundidee der Weihnachtsparade kann je nach Stadt, Team und Kirchengemeinde individuell gestaltet und entwickelt werden. Die folgende Beschreibung der Weihnachtsparade, die in Iserlohn jährlich durchgeführt wird, kann als Entwurf eurer eigenen, kreativen und selbstgestalteten Parade dienen. Die Weihnachtsparade ist ein Zug durch die Stadt mit verschiedenen Haltestationen. Sie beginnt an einem größeren Versammlungsort (z. B. Schule, Gemeindehaus, Marktplatz), an welchem die Schauspieler Maria und Josef von einem Botschafter den Erlass des Kaisers zur Zählung erteilt bekommen. Unter der Menge, die sich um Maria und Josef drängt, befinden sich noch mehrere „Schauspieler“ (Hirten, Heilige drei Könige, Statthalter, Esel …). Da das Ziel der Weihnachtsparade ist, die Teilnehmenden (vor allem die Kinder) in die Geschichte zu involvieren, werden nun auch diese animiert, sich zu verkleiden. Schafsohren, Sterne, Hüte und andere zur Weihnachtsgeschichte passenden Kostüme werden verteilt.

Für Maria ist es nicht einfach, dem Erlass des Kaisers zu folgen und mit Josef in seine Heimatstadt zu ziehen. Sie äußert verzweifelt, dass sie unmöglich den weiten Weg laufen kann. Nach Josefs Ermutigung und einem Ausruf aus der Menge, dass ein Esel Maria auf der weiten Strecke tragen wird, entscheiden sich die beiden, mit der gesamten Menge loszuziehen. Die Mitarbeitenden animieren die Teilnehmenden, Maria und Josef zu begleiten und ihnen bei der Suche nach einer Herberge zu helfen. Die gemeinsame Reise führt nun zu verschiedenen Haltepunkten und Gebäuden, an denen ein Stück der Weihnachtsgeschichte dargestellt und erlebt wird. Am Marktplatz werden Maria und Josef und ihre vielen Begleitenden erst einmal von einem Bäcker mit einem kleinen Weihnachtssnack (Plätzchen, Vanillekipferl, Stutenkerle, kleine Zimtschnecken usw.) beschenkt. Neben den Schauspielern begleiten Maria und Josef außerdem noch einige Musiker (Gitarristen), die während des Zugs durch die Innenstadt mit allen Teilnehmenden verschiedene Weihnachtslieder singen. Immer wieder werden die Leute, die der Weihnachtsparade auf dem Weg begegnen, eingeladen, mit Maria und Josef mitzuziehen und Lieder mitzusingen. Außerdem werden den Zuschauern und Fußgängern als liebevolle Aufmerksamkeit kleine Give Aways verteilt (z. B. Erklärung zur Weihnachtsgeschichte, Einladungen in Gottesdienste, kleine Krippenfiguren, Karten mit Bibelversen …).

Nach einem längeren Weg müssen Maria und Josef nun dringend eine Herberge finden. Josef äußert, dass das ja sicher kein Problem sei, immerhin befinden sich in der Fußgängerzone eine Menge verschiedener Geschäfte. Doch Maria und Josef merken schnell, dass es gar nicht so einfach ist, eine Unterkunft zu finden. Immer verzweifelter fragt Josef Geschäft für Geschäft (z. B. Apotheke, Sparkasse, Buchhandlung …) an, ob sie Obdach gewährt bekommen. Doch, wie vorher mit den Geschäften abgesprochen, folgt eine Absage der anderen. Für alle deutlich hörbar, lehnen die Verkäufer die Aufnahme von Maria und Josef entschieden ab. Auch am Rathaus muss sich die Menge vom Stadtvorsteher beschimpfen lassen: Alle sollen so schnell wie möglich verschwinden – er habe schließlich keinen Platz für das niedrige Volk, schon gar nicht für eine hochschwangere Frau. Nach den frustrierenden Absagen aller Verkäufer tauchen auf einmal die Heiligen drei Könige auf. Sie unterhalten sich über den großen Stern am Himmel und die Geschenke, die sie dem heiligen Kind machen wollen. Sie geben den Weg vor, der zur „Herberge“ führt. Diese Herberge könnte ein Pavillon sein, in dem eine kleine Bühne aufgebaut ist und sich möglichst an einem zentralen Ort in der Stadtmitte befindet. Es könnte auch die Kirche oder das Gemeindehaus sein – je nach Wetterlage. Doch der Abschluss sollte möglichst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein.

In der „Herberge“ angekommen werden Maria und Josef von einem freundlichen Gastwirt begrüßt, der ihnen eine Unterkunft anbietet. Nun besteht noch die Möglichkeit, die Weihnachtsgeschichte vollständig vorzulesen oder zu spielen. Die Hirten sollten dabei nicht zu kurz kommen. Der Engel verkündet ihnen die frohe Botschaft: Ja, Jesus Christus, der Retter der Welt, ist geboren! Die frohe Botschaft des Engels dient als Überleitung zu einem kleinen weihnachtlichen Impuls durch einen Mitarbeitenden, z. B. was es für ihn persönlich bedeutet, dass Jesus auf diese Welt kommt. Außerdem besteht am Ende der Parade die Möglichkeit, die involvierten Teilnehmenden zu befragen, wie sie nun die Weihnachtsgeschichte erlebt haben und wie sie sich gefühlt haben.

Die Weihnachtsparade eignet sich für einzelne Gemeinden, aber auch für gemeindeübergreifende Kooperationen. Vor allem auch Kooperationen mit Schulen und Schulklassen ermöglichen es, eine große Weihnachtsparade zu organisieren und so einen ganz besonderen Eindruck bei den Teilnehmenden, den Stadtbewohnern und den Fußgängern der Innenstadt zu hinterlassen. Aber auch für kleinere Gruppen einer Gemeinde kann die Durchführung der Weihnachtsparade eine wertvolle Erfahrung sein. Dann kann das Ganze natürlich etwas kleiner organisiert werden.

Was bedacht werden muss:

Folgende Fragen können euch bei der Planung eurer eigenen Weihnachtsparade helfen:

  • Wer bereitet die Parade vor?
  • Welcher Tag in der Weihnachtszeit bietet sich für die Parade an?
  • Wo muss ich die Parade evtl. anmelden (Ordnungsamt der Stadt)?
  • Mit welchen Partnern wollen wir kooperieren (Schule, Gemeinde …)?
  • Wollen wir Jugendliche/ Konfirmanden/ Kinder involvieren?
  • Wo starten wir die Parade und welcher Ort bietet sich an für den Abschluss?
  • Wie viele Stationen brauchen wir?
  • Welche Geschäfte können wir für die Parade anfragen (3–5 sollten im Vorfeld instruiert werden)?
  • Welche Textstellen sollen von den Schauspielern dargestellt werden? Wie viele Schauspieler müssen eingeplant werden?
  • Wie können wir für die Parade werben (Flyer, Plakate …)?
  • Wer übernimmt die Musik?

Lea Igney hat sich auf die Suche gemacht nach aktuellen Songs, die das Thema „mitmischen – mit mission“ (ChurchNight-Jahresthema 2014 zu Reformation und Politik) aufnehmen. Sie eignen sich z. B. als Opener für eine ChurchNight-Predigt, für einen Impuls oder auch für eine Konfi- oder Reliunterrichtsstunde.

1. Die Ärzte – Deine Schuld

https://www.youtube.com/watch?v=kRrP-bZvD2s „Du musst nicht akzeptieren, was dir überhaupt nicht passt, wenn du deinen Kopf nicht nur zum Tragen einer Mütze hast“. Eine Aufforderung, seine Meinung zu sagen, zu diskutieren, zu hinterfragen, mitzureden. Denn „es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“

2. Casting Crowns – Couragous

vimeo.com/25323290 “We were made to be courageous. We were made to lead the way. We could be the generation that finally makes the change.” Wir sind nicht dazu geschaffen, uns in unseren Gemeindehäusern und Kirchen zu verkriechen. Wir sind nicht dazu geschaffen, zu warten, bis die Welt besser wird. Wir sind dazu geschaffen, mutig für das, was wir glauben im Alltag zu stehen. Wir haben Verantwortung für den Platz, an den wir berufen sind. In unserer Familie, in unserem Berufsalltag, an unserer Schule.

3. Clueso – Wart mal

https://www.youtube.com/watch?v=RSeYBKtr0Ao Oft ist da diese Stimme in unserem Kopf, die uns sagt: „Wart mal! Ihr kommt sowieso schon zu spät, lass lieber chill‘n, wart mal…“ So vieles scheint uns davon abzuhalten, etwas zu unternehmen: „Die Welt verändern ist nicht schlecht, nur scheint zu Vieles zu komplex. Niemand kommt komplett zurecht, man schafft es nicht mal den Müll zu sortieren.“ Der Junge in Cluesos Song ignoriert diese Stimme glücklicherweise – denn: „All die Hektik, all der Stress geben uns noch lange nicht das Recht, zu sagen: Wart mal! wir kommen sowieso schon zu spät.“ „Trotz all der Hektik, all dem Stress – es wird nicht besser wenn man’s lässt.“

4. Deichkind – Leider Geil

https://www.youtube.com/watch?v=ZPJlyRv_IGI „Es tut mir leid, doch ich muss leider gestehen, es gibt Dinge auf der Welt die sind – leider geil. Autos machen Dreck, Umwelt geht kaputt, doch ne fette neue Karre is – leider geil.“ Deichkind zählt eine ganze Reihe an Dingen auf, die wir Menschen tun, obwohl es unverantwortlich ist. „Schlecht für den Nachwuchs, schlecht für die Nordsee, schlecht für den Kopf, doch – leider geil! Schlecht für dein Karma, schlecht für die Zukunft, schlecht für den Job, doch – leider geil!“ Trotzdem handeln wir so – weil es Spaß macht, weil es lecker schmeckt, weil wir bequem sind oder weil es alle so machen.

5. Silbermond – Krieger des Lichts

www.myvideo.de/watch/6953270/Silbermond_Krieger_des_Lichts Silbermond rufen dazu auf, sich mutig und geduldig für seine Ziele einzusetzen: „Sei wie der Fluss, der eisern ins Meer fließt. Der sich nicht abbringen lässt, egal wie schwer es ist. Selbst den größten Stein fürchtet er nicht, auch wenn es Jahre dauert bis er ihn bricht. Und wenn Dein Wille schläft, dann weck ihn wieder, denn in jedem von uns steckt dieser Krieger. Dessen Mut ist wie ein Schwert, doch die größte Waffe ist sein Herz. Lasst uns aufsteh’n, macht Euch auf den Weg. An alle Krieger des Lichts: Wo seid Ihr? Ihr seid gebraucht hier, macht Euch auf den Weg. An alle Krieger des Lichts, das hier geht an alle Krieger des Lichts.“

6. Der Gammler

https://www.youtube.com/watch?v=Au-nnZTcEs8 Auch Jesus hat seiner Zeit in der Politik mitgemischt. Er stand ein, für das, was er glaubte. Das macht ihn zum Vorbild für uns. „Man sagt, er war Politiker, der rief: Ich mach euch frei! Und die Masse wollte gern, dass er ihr neuer König sei. Er sprach laut von Korruption und wies auf Unrecht offen hin, doch man hasste seinen Einfluss – und so kreuzigten sie ihn.“

Singen verbindet – weltweit!

Der EJW-Weltdienst pflegt internationale Partnerschaften mit YMCAs (CVJMs) und Kirchen in Afrika, im Nahen Osten und Ost-Europa. Dieses witzige Bewegungslied hat uns der YMCA-Chor aus Karthum (Sudan) beigebracht. Alle EJW-Weltdienstpartner haben eine Strophe in ihrer Sprache zu diesem Lied beigesteuert. Ein echter Ohrwurm mit einprägsamer Botschaft für die Jungschar – probiert‘s aus!

So kann das Lied klingen:

Link zum Video https://youtu.be/7sLuoY535Rs

Strophe 1:
Jesus liebt mich, Jesus liebt mich,
Jesus liebt mich, Jesus liebt mich
Hallelujah! Oh! Oh! Oh! Jesus liebt mich!
Hallelujah! Oh! Oh! Oh! Jesus liebt mich!

Strophe 2-9:
Jesus loves me, Jesus loves me, …
Jesus wedenjal, Jesus wedenjal, …
Jesus je’fikreni i’you, Jesus je’fikreni i’you, …
Yesu na kauna na, Yesu na kauna na, …
Yasou‘ Behebni, Yasou‘ Behebni, …
Isus má iubeschte, Isus má iubeschte, …
Ježiš ma miluje, Ježiš ma miluje, …
Jesu habani, Jesu habani, …

Bewegungen

Während wir „Jesus liebt mich“ singen, klatschen wir im Takt in die Hände. Sobald wir „Hallelujah!“ singen, wenden wir uns unserem Gegenüber zu, um bei „Oh! Oh! Oh!“ über unseren Köpfen drei Mal (jeweils auf das „Oh!“) mit unseren Händen und denen unseres Gegenübers zu klatschen. Während des „Jesus liebt mich“ verschränken wir unsere Finger mit denen unseres Gegenübers und schwingen die Arme parallel im Takt nach rechts und links: Jesus liebt mich!

Neu dieses Lied lernen

Für alle Kinder, die noch nicht schnell oder fließend lesen können, ist es hilfreich, wenn am Anfang der Text der ersten Strophe vorgelesen wird und danach alle gemeinsam den Text langsam sprechen. Wenn das gut klappt, könnt ihr die Strophe singen, bis alle Kinder mitsingen können. Jetzt kommen die Bewegungen hinzu: Zeigt einmal die Bewegungen und sprecht oder singt dabei das Lied. Jetzt sucht sich jedes Kind einen Partner oder eine Partnerin. Singt das Lied, bis alle Kinder mit den Bewegungen mitsingen können. Jetzt wird‘s international: Lest gemeinsam laut Strophe für Strophe. Wer weiß, was die Strophe bedeutet? Klar: Jesus liebt mich.

Freunde in aller Welt

Wir sind als Christinnen und Christen weltweit durch unseren Glauben verbunden. „Jesus liebt mich“ singen auch die Kinder in Afrika, im Nahen Osten und in Ost-Europa. Lasst die Kinder raten, welche Sprache in welchem Land gesprochen wird und schaut gemeinsam auf der Weltkarte nach, wo dieses Land liegt.

Strophe 3 Amharisch Äthiopien
Strophe 4 Tigrinya Eritrea
Strophe 5 Hausa Nigeria
Strophe 6 Palästinensisch-Arabisch Palästina
Strophe 7 Rumänisch Rumänien
Strophe 8 Slowakisch Slowakei
Strophe 9 Sudanesisch-Arabisch Sudan

Die Kopiervorlage für das Lied (mit Noten und Gitarrengriffen) findest du im Download.

Besonderheiten: Sehr einfach zu lernendes Lied

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