Gemeinsam mehr Sommer – Alternative Freizeiten und Programme

Eure Freizeit kann im Sommer nicht wie geplant stattfinden. Hey, mach doch eines oder mehrere dieser Alternativprogramme. Wir haben euch hier ein paar Dinge zusammengestellt, die ihr in diesem Sommer machen könnt.

Wir leben im Zeitalter des „Übertourismus“: Flugreisen, Kreuzfahrten, All-inclusive-Angebote, usw. werden immer normaler. Was für viele vielleicht aufregend klingt, ist in der Praxis aber oft wenig spannend: Alles ist durchgeplant, es gibt kaum Spielraum für spontane Begegnungen oder unvorhergesehene Herausforderungen. Abgesehen davon können sich viele solche Reisen gar nicht leisten. Und von Nachhaltigkeit wollen wir gar nicht erst reden …

Doch es gibt auch Gegenmodelle. Eines davon ist die „Null-Euro-Tour“. Sie kommt ohne Geld und ohne Sicherheiten aus – und wird für die Teilnehmenden in den meisten Fällen doch zur unbezahlbaren Erfahrung.

Im Gegensatz zu anderen Varianten der Null-Euro-Tour wird bei uns auch darauf verzichtet, die Quartiere im Vorfeld zu organisieren. Dadurch kommt es zu überraschenden und oft auch intensiven Begegnungen mit potenziellen Gastgebern und Versorgern. Die werden in der Regel auf gut Glück gefunden, indem einfach irgendwo geklingelt wird. Manchmal wird der Gruppe auch unterwegs jemand empfohlen, der für seine Gastfreundschaft bekannt ist. Solchen Empfehlungen wird natürlich dankbar nachgegangen.

Natürlich hat nicht jeder gerade Arbeit für bis zu 20 arbeitswillige Jugendliche. Es kommt aber immer wieder vor, dass die Gruppe trotzdem versorgt oder aufgenommen wird – dann eben ohne Gegenleistung.

Viele unterstützen das Projekt auch einfach, weil sie die Grundidee gut finden.

Trotz aller Hilfsbereitschaft kann man nicht davon ausgehen, dass man mindestens drei Mahlzeiten pro Tag bekommt. Gelegentlich bleibt auch schon mal ein Loch im Magen, und auch der Schlafkomfort – meistens unter freiem Himmel oder in Scheunen – ist deutlich eingeschränkt. Arbeiten in der Mittagshitze und Regengüsse in der Nacht tragen ebenfalls dazu bei, dass manchmal die Belastungsgrenze erreicht wird, bzw. sie verschiebt sich! Das ist eine Erfahrung, die immer wieder zu machen ist. Entsprechend wachsen bei den Teilnehmenden dann oft Stolz und Selbstbewusstsein („Ich hätte nicht gedacht, dass ich so etwas schaffe!“). Auch die Fähigkeit zu teilen wird geschult – kein Wunder: denn alle ergatterten Lebensmittel müssen gerecht geteilt werden – und sei es nur ein einziges Stück Kuchen! Vor allem aber wächst die Dankbarkeit für das, was man sonst alles hat. Oft wird das als selbstverständlich hingenommen. Am Ende der Null-Euro-Tour ist vielen klar, dass es das nicht ist.

Fragen und Antworten zur Null-Euro-Tour – die wichtigsten Praxistipps

Wer eine Null-Euro-Tour plant, muss sich mit ganz konkreten Fragen beschäftigen:

Muss auf das Organisieren der Quartiere im Vorfeld verzichtet werden?

Nein, ein Zwang besteht natürlich nicht. Bei den Null-Euro-Touren des Essener Weigle-Hauses oder Ev. Jugendwerkes Württemberg werden die Quartiere m.W. im Vorfeld organisiert. Meistens wird dann in Kirchen oder Gemeindehäusern übernachtet. Das hat den Vorteil, dass mehr Zeit zum Wandern ist, da keine Arbeitszeit anfällt. Im Corona-Jahr 2020 haben wir es auch in Sachsen so gehandhabt, denn unter Pandemie-Bedingungen hätte uns wohl kaum jemand spontan Haus und Hof geöffnet. Grundsätzlich hat aber auch die Hardcore-Variante ohne vorherige Quartierplanung ihre Vorteile: Man kommt besser aus der Kirchen-Bubble heraus, da man bei der Suche nicht auf kirchliche Adressen beschränkt ist; vor allem aber gibt man Gott mehr Gelegenheit, die Gruppe zu versorgen, z.T. auf sehr erstaunliche Weise!

Wie groß ist der Bedarf an Mitarbeitern?

Es empfiehlt sich ein Mitarbeiterschlüssel von 1:3 bis 1:4. Bei 15 Teilnehmenden wären das 4-5 Mitarbeitende. So kann man die Gruppe gegebenenfalls in Kleingruppen zu vier oder fünf aufteilen, was die Suche nach Essen und Quartier erleichtert.

Wie groß ist der Zeitaufwand?

Der zeitliche Aufwand ist gering: Im Vorfeld reicht ein ca. zweistündiges Vorbereitungstreffen der Mitarbeitenden. Wenn die Teilnehmenden alle aus derselben Region kommen, ist auch ein Vorbereitungstreffen mit den Teilnehmenden sinnvoll, insbesondere um Wanderunerfahrene vorzubereiten und sich vielleicht schon einmal Wanderschuhe und Rucksäcke zeigen zu lassen.

Die Durchführung selbst dauert fünf bis sechs Tage. In der Hardcore-Variante mit Arbeitseinsätzen ist das aufgrund der intensiven Belastung völlig ausreichend. In der Light-Variante mit im Voraus organisierten Quartieren kann die Null-Euro-Tour freilich länger dauern.

Welche Kosten entstehen für das Projekt und wie wird es finanziert?

Bei einer 20-köpfigen Gruppe bleiben die Gesamtkosten unterhalb von 300 Euro (für etwas Notproviant und den Bus oder Zug zurück zum Ausgangspunkt am letzten Tag; einmalig ist etwas Ausrüstung anzuschaffen, v.a. Tarps und Campingkocher).

Was ist organisatorisch und methodisch zu beachten?

Es hat sich bewährt, eine Kaution von 50 Euro zu erheben, die am letzten Tag zurückgezahlt wird. So wird verhindert, dass die Teilnehmenden kurz vor Beginn – zum Beispiel, nachdem sie den Wetterbericht gehört haben – einen Rückzieher machen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie so am letzten Tag gleich Bargeld für die Heimfahrt haben.

Geld und Handys der Teilnehmenden werden am ersten Tag eingesammelt und am Ausgangspunkt in einem Fahrzeug eingeschlossen (oder einer zurückbleibenden Vertrauensperson zur Verwahrung übergeben). Darüber sind die Teilnehmenden natürlich im Vorfeld zu informieren. Die Mitarbeitenden behalten ihre Handys, benutzen sie während der Tour aber ausschließlich zur Verständigung untereinander (für den Fall, dass man sich in Kleingruppen aufteilt).

Wie bei jeder Wanderung kommt es vor allem auf gute, eingelaufene Schuhe und einen leichten Rucksack (mit Inhalt max. 10 kg) an. Auf beides kann erfahrungsgemäß kaum deutlich genug hingewiesen werden. Auch Schlafsäcke und Isomatten erweisen sich manchmal als nicht ausreichend. Unter freiem Himmel kann es auch im Sommer kühle Nächte geben!

Erfahrungsgemäß melden sich immer auch Jugendliche an, die noch sehr jung sind. Eigentlich geht es erst ab 15 Jahren los. Bei jüngeren Interessierten sind am besten die Eltern zu fragen, ob sie ihren Kindern die Belastung zutrauen. Wenn ja, können sie mitgenommen werden; auch 13- oder 14jährige verfügen z.T. schon über die ausreichende Belastbarkeit. Die große Altersspanne – es geht bis 20 Jahre – ist in der Regel kein Problem!

Sieben Boni der Null-Euro-Tour

Wofür genau steht die Null-Euro-Tour? Für mich sind es vor allem sieben Pluspunkte: Gottvertrauen, Beziehung, Abenteuer, Niedrigschwelligkeit, Ganzheitlichkeit, Nachhaltigkeit und Kommunikation des Evangeliums.

Gottvertrauen

Unter den Themen, die mit der Tour verbunden sind, ist das Thema Gottvertrauen für mich das wichtigste. Schon seit meiner ersten Tour 2015 ist mir klar: Die Tour lehrt Gottvertrauen. Ohne Gottvertrauen wäre es schlicht und einfach verrückt, sich ohne Geld und Quartierplanung auf den Weg zu machen. Denn ganz ehrlich: Wer hat schon einfach mal so Platz, Essen und Arbeit für bis zu 20 Jugendliche? Wer hat auch ganz spontan die Zeit, sich um eine so große Gruppe von Gästen zu kümmern? Es müssen ja Aufgaben verteilt werden, gegebenenfalls Werkzeuge ausgegeben werden, Schlafplatz zugewiesen werden und Lebensmittel besorgt werden. Und wenn die Arbeiten über simple Tätigkeiten wie Unkrautjäten hinausgehen, müssen die Arbeiten auch noch beaufsichtigt werden. Und weiter: Wer hat so viel Vertrauen, wildfremden Jugendlichen sein Haus zu öffnen, und sei es auch nur für den nächtlichen Toilettengang?

Die Situation ist so ungewöhnlich, dass man nach menschlichem Ermessen wohl kaum damit rechnen kann, überall offene Türen zu finden. Und doch passiert genau das. Gut, nicht überall. In den vergangenen sieben Jahren mussten wir auch zwei Nächte einfach im Wald verbringen. Aber in den allermeisten Fällen sind wir auf offene Ohren und Türen getroffen. Die Grundbedürfnisse sind bisher immer gestillt worden. Und zu den Grundbedürfnissen zähle ich jetzt sogar das Bedürfnis, sich gelegentlich gründlich waschen zu können.

So manches Mal hatten wir das Gefühl, dass man regelrecht auf uns gewartet hat. Oder dass man jedenfalls innerlich auf unsere Invasion vorbereitet war. Zum Beispiel, als wir 2015 beschlossen, gleich beim ersten Hof, an dem wir vorbeikommen, wenn wir in den nächsten Ort kommen, zu klingeln und unser Glück zu versuchen. Und dann kamen wir gar nicht dazu zu klingeln! Beim ersten Hof, an dem wir vorbeikamen, standen die Bewohner schon vor der Tür – und sofort kam die Frage, wer wir sind und ob wir etwas trinken wollen! Oder als wir in einem Ort ausgerechnet bei einer Frau klingelten, die in den letzten Jahren Malerarbeiten geplant und vorbereitet hatte, aber offenbar nie dazu gekommen war. Und dann stehen da plötzlich 18 Jugendliche vor der Tür – und in dem Moment ergibt es einen Sinn, dass sie all die Pinsel und Farbtöpfe in der Werkstatt hat.

Solche Erlebnisse fördern das Gottvertrauen. Zwar ist es dann doch fast jedes Mal wieder überraschend, wenn es sich ereignet. Und man wird auch trotz allem noch unruhig, wenn mal scheinbar gar nichts geht. Doch im Laufe der Jahre bin ich deutlich gelassener geworden. Die Frage, die ich mir zu Beginn einer Tour stelle, lautet nicht mehr: Was, wenn es nicht klappt? Sondern: Welche Überraschungen hält Gott dieses Mal für uns bereit?

Mit Gottvertrauen ist übrigens nicht nur das Vertrauen darauf gemeint, dass man versorgt wird. Das steht natürlich im Vordergrund. Doch darüber hinaus geht es um das Gottvertrauen im umfassenden Sinn. Bei der Null-Euro-Tour werden ja nicht nur die Grundbedürfnisse nach Nahrung und fließendem Wasser gestillt, sondern auch soziale und spirituelle Bedürfnisse. Es ist wohl kein Zufall, dass bei jeder Tour irgendjemand spontan Loblieder anstimmt und die anderen mit einstimmen. Dabei entsteht unwillkürlich der Eindruck, dass dieses Singen ganz von Innen kommt, als Ausdruck tief empfundener Dankbarkeit und gewachsenen Vertrauens.

Den Gewinn an Gottvertrauen hat eine Teilnehmerin so auf den Punkt gebracht: „In dieser Woche bin ich Gott näher gekommen.“

Beziehung

Glaube vermittelt sich in der Regel nicht senkrecht von oben, sondern durch Menschen, denen wir vertrauen. Und Vertrauen braucht Zeit. Um religiöses Vertrauen aufzubauen, braucht es „entweder die länger dauernde Einbindung in religiös motivierte Gruppen oder die Identifikation mit Personen, die als Vorbilder erfahren werden.“ (Franz-Xaver Kaufmann, Religion und Moderne, Tübingen 1989, S.226)

Bei der Null-Euro-Tour wird der elementaren Bedeutung von Beziehung für die Glaubensvermittlung Rechnung getragen. Es gibt kaum ein anderes Veranstaltungsformat, bei dem so viel Zeit für persönliche Gespräche ist wie bei der Null-Euro-Tour. Wenn man stundenlang miteinander unterwegs ist, ergeben sich solche Gespräche ganz von selbst. Spätestens ab dem dritten Tag geht es dabei immer wieder auch um die ganz großen Themen des Lebens: Stress in der Beziehung oder in der Familie, Selbstwert und Selbstzweifel, Lebensträume und der Traum von einer besseren Welt, Glaube und Zweifel. Diese Themen brauchen in der Regel nicht bewusst abgerufen zu werden, sie ergeben sich einfach.

Übrigens beschränkt sich das Thema Beziehung nicht nur auf die Beziehungen innerhalb der Teilnehmendengruppe; intensive Beziehungen entstehen auch immer wieder zu den Gastgebenden. Da spricht uns eine Frau auf ihrer Suche nach Orientierung in Lebens- und Glaubensfragen an, weil sie spürt, dass wir dazu etwas sagen können; da redet sich ein verwaister Vater seinen Schmerz von der Seele; und ein frischgebackener Vater teilt seine Freude über die Geburt seines Kindes mit uns.

Wenn wir mit potenziellen Gastgebern in Kontakt treten, kommen wir zum einen mit leeren Händen und sind von daher auf ihre Hilfe angewiesen; zum andern kommen wir aber auch mit vollen Händen: wir bringen jugendliche Frische mit, fröhliche Lieder, Interesse an den Gastgebern und, wenn nötig, ein offenes Ohr für ihre Sorgen. Ganz abgesehen natürlich von unserem Arbeitseinsatz. Solche Gäste sind gern gesehene Gäste.

Abenteuer

Ich kenne kein anderes Freizeitformat für Jugendliche, das so sehr für Abenteuer steht wie die Null-Euro-Tour. Hier wird die Spannung nicht künstlich erzeugt, sondern sie ist von Anfang an real. Wird es gelingen, Essen zu besorgen und das Loch im Magen zu füllen? Wird es gelingen, ein Quartier zu finden, das Schutz vor Kälte oder Nässe bietet? Wird es gelingen, mit den schweren Rucksäcken die nötigen Strecken zu bewältigen? Wird es gelingen, die Menschen von unseren ehrlichen und guten Absichten zu überzeugen und sie als Gastgeber zu gewinnen? Das alles sind tatsächlich offene Fragen! Und eins ist klar: Die Komfortzone wird hier auf jeden Fall verlassen!

Doch gerade das macht die Tour für viele so interessant. Die vielen Mutproben, die unter Jugendlichen so beliebt sind, zeigen, dass es geradezu ein Bedürfnis nach echten Herausforderungen gibt; und das gilt umso mehr, je sicherer und vorhersagbarer das Leben wird.

Natürlich kann es bei der Tour auch zu Erfahrungen des Scheiterns kommen. So haben nach einer verregneten Nacht zwei Mädchen aufgegeben und sich abholen lassen. Das gehört dazu und ist keine Schande. Dasselbe gilt für negative Reaktionen von potenziellen Gastgebern oder Arbeitgeberinnen. So sind wir in einem Dorf recht unfreundlich des Geländes verwiesen worden, und in einem anderen Dorf wurden wir gefragt, ob wir Islamisten seien.

Das wusste schon Jesus: „Und wenn euch jemand nicht aufnehmen und eure Rede nicht hören wird, so geht heraus aus diesem Hause oder dieser Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen“ (Matthäus 10,14). Das ist ein weiser Rat, denn es ist ja offensichtlich, dass das Problem aufseiten derjenigen liegt, die uns abweisen: Wenn sie unfreundlich werden, ist das eine ungemessene Reaktion, und es wäre völlig falsch, dies persönlich zu nehmen. Nein, hier kann es nur darum gehen, solche Abweisung schulterzuckend zur Kenntnis zu nehmen – und dann weiterzuziehen und die Zurückweisung so schnell wie möglich zurückzulassen. Wenn man so will, kann man so das Loslassen regelrecht trainieren, und darin liegt ja eine wichtige Schlüsselkompetenz fürs Leben.

Die Null-Euro-Tour ist auch eine erstklassige Gelegenheit, die eigenen Grenzen zu verschieben. Wenn das gelingt, kommt es schon mal zu Rückmeldungen wie dieser: „Ich war kurz davor, aufzugeben. Doch ich habe gedacht: Einen Tag halte ich noch durch. Und da wurde es ja dann besser, also bin ich noch einen Tag geblieben, und noch einen … Und jetzt bin ich froh, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe – und ein bisschen stolz bin ich auch.“

Niedrigschwelligkeit

Die Null-Euro-Tour ist in vieler Hinsicht niedrigschwellig. Die einzige nennenswerte Schwelle ist die Belastbarkeit, die natürlich gegeben sein muss. Das meint zunächst einmal die körperliche Belastbarkeit, doch auch eine gewisse Frustrationstoleranz ist natürlich von Vorteil. Wobei die Null-Euro-Tour auch eine gute Gelegenheit ist, Frustrationstoleranz erst zu lernen. Trotzdem: Besonders, wenn sich Jugendliche anmelden, die unter 15 sind, rede ich vorher mit den Eltern und frage sie, ob ihr Kind den zu erwartenden körperlichen und psychischen Strapazen einigermaßen gewachsen ist.

Doch ansonsten gibt es tatsächlich keine Schwellen. Ganz wichtig ist zum Beispiel, dass die Null-Euro-Tour nichts kostet, also jedenfalls für die Teilnehmenden. Die paar Euro, die am Ende der Tour für die Rückfahrt zum Ausgangspunkt anfallen, übernimmt die Landeskirche aus dem Topf für Freizeitförderung, der ohnehin zur Verfügung steht. (Es wäre ja auch komisch, wenn die Null-Euro-Tour dann doch etwas kostete.)

Dass die Tour tatsächlich kostenlos ist, ermöglicht auch finanzschwachen Jugendlichen die Teilnahme, die sich andere Freizeitangebote nicht leisten können. Oft sind dann auch solche Jugendliche dabei.

Die Erfahrung zeigt, dass die Null-Euro-Tour auch von Personen mit leichten geistigen Behinderungen bewältigt werden kann. Es gibt jedenfalls kein geistig anspruchsvolles Programm, zum Beispiel längere Bibelarbeiten oder andere Bildungseinheiten. Das Wissen, das im Rahmen der Tour erworben wird, ist in erster Linie Erfahrungswissen. Das schließt natürlich anspruchsvolle Gespräche und Diskussionen zwischen einzelnen Teilnehmenden nicht aus. Bei den Gesprächen in der Gesamtgruppe aber bleibt niemand ausgeschlossen.

Die Null-Euro-Tour ist schließlich auch für Nicht-Christen und selbst für Angehörige anderer Religionen offen. Zwar gibt es spirituelle Impulse, doch die sind dezent. Der Tag beginnt mit einem kurzen geistlichen Start, zum Beispiel auf der Grundlage der Herrnhuter Losungen. Manchmal wird aus diesem Impuls eine Frage abgeleitet, die der Gruppe an diesem Tag mit auf den Weg gegeben wird. Im Laufe der Tour kommt es dann oft irgendwann zu einem ausführlicheren Gruppengespräch, bei dem es sinnvoll ist, mitgebrachte Bibeln aufzuschlagen. Abends wird schon mal ein Abendgebet gesprochen. Ansonsten werden vor allem Taizé-Lieder u.Ä. gesungen. Doch gerade der Anstoß zum Singen kommt oft von den Teilnehmenden selbst: Jemand stimmt ein Lied an, und die anderen stimmen mit ein.

Die Erfahrung zeigt, dass auch muslimisch oder buddhistisch sozialisierte Teilnehmende kein Problem mit diesem dezenten christlichen Programm haben. Vielmehr sind sie in der Regel dankbar für die Gelegenheit, gelebtes Christsein hautnah zu erleben, und machen gerne mit.

Lernen in der Begegnung

Als Maßnahme der Evangelischen Jugendarbeit hat die Null-Euro-Tour einen Bildungsauftrag. Sie ist ein ausgesprochen ganzheitliches Bildungsprojekt. Hier steht nicht das theoretische Lernen im Vordergrund, sondern das „Lernen in der Begegnung“ (vgl. Johannes Lähnemann, Lernen in der Begegnung. Ein Leben auf dem Weg zur Interreligiosität, Göttingen 2017).

Das gilt zunächst für die Begegnung innerhalb der meistens recht heterogenen Teilnehmendengruppe: So erfährt der arbeitslose junge Mann in der Begegnung mit dem Studenten eine geistige Horizonterweiterung; umgekehrt ist es für diesen herausfordernd, sein Interesse für die Theologie so erklären zu müssen, dass jener versteht, wovon er spricht. Oder die Utopistin, die von einer Gesellschaft ohne Besitz und Geld träumt, trifft auf die junge Frau aus Vietnam, die in der Hoffnung auf eine auch wirtschaftlich bessere Zukunft nach Deutschland gekommen ist: spannend, wie durch diese Begegnung eigene Maßstäbe und Ideale auf beiden Seiten hinterfragt werden. Dasselbe gilt für die Begegnung zwischen dem in Afghanistan aufgewachsenen Jugendlichen, der durch seine religiöse Sozialisation eine selbstverständliche Identität als Muslim erworben hat, und der im christlichen Glauben erzogenen jungen Frau, der ihr Glaube inzwischen fraglich geworden ist.

Außerdem kommt es auch in der Begegnung zwischen den Teilnehmenden und den Menschen, denen wir auf unserer Wanderschaft begegnen, immer wieder zu Lernprozessen. Ein Mann, der in der Nachbarschaft als mürrisch und hartherzig bekannt ist, beobachtet das fröhliche Treiben im Garten seines Nachbarn, springt über seinen Schatten und spendet die übrig gebliebenen Bratwürste vom Grillabend am Vortag. Offenbar gelingt es ihm, seine Einstellung gegenüber Hilfsbedürftigen zu korrigieren! Eine Frau, die sich in einer persönlichen Krise befindet, beobachtet, wie die Gruppe singt und betet, probiert das mit dem Beten selbst einmal aus und bekommt plötzlich neue Kraft – der erste Schritt zu einer umfassenden Lebenswende. Umgekehrt lässt sich ein Teilnehmer von der Leidenschaft beeindrucken, mit der zwei Gemeindeglieder ihre Kirchen präsentieren. Sein Fazit: „Ich merke, wie sich meine Haltung verändert. Für diese Kirchen opfern Menschen einen großen Teil ihrer Kraft. Da kann man die nicht einfach abreißen.“

Nachhaltigkeit

Die Null-Euro-Tour verwirklicht, was unter dem Stichwort „Ethik des Genug“ gefordert wird: „Die Bibel inspiriert uns zu einer ‚Ethik des Genug’: Gott will, dass alle Menschen genug zum Leben haben. Um unserer Seele willen dürfen wir, die wir schon wohlhabend sind, uns nicht im Streben nach immer mehr Besitz und Vermögen aufreiben. Wir können miteinander teilen, anderen genug zukommen lassen und es uns genug sein lassen.” (Nikolaus Schneider, „Ethik des Genug“ – Impulse aus der Ökumene und der kirchlichen Entwicklungsarbeit, https://www.ekd.de/2013_01_31_schneider_ethik_des_genug_tu_berlin.htm (aufgerufen am 23.03.2021)

Die Ethik des Genug ist gewissermaßen der Königsweg im Umgang mit den knappen Ressourcen unserer Erde. Keine der Strategien, der zerstörerischen Ausbeutung unseres Planeten zu begegnen, ohne uns in unserem Konsumverhalten einzuschränken, ist wirklich nachhaltig. Ohne Einübung in den Verzicht ist die Umwelt nicht zu retten.

Genau das geschieht bei der Null-Euro-Tour. Man schränkt sich probeweise ein und macht dabei die Erfahrung, dass das Leben dadurch keineswegs ärmer wird. Man überlebt auch gut ohne Geld, und was man an aufregenden Erfahrungen dazugewinnt, wenn man ohne Geld unterwegs ist, macht das Defizit an Komfort mehr als wett. Das ist eine entscheidende Erkenntnis, die im besten Fall auch im Alltag fruchtbar wird: Da erscheint das „Leben mit leichtem Gepäck“ (Silbermond) als attraktive Alternative zur Überflussgesellschaft. Eine Teilnehmerin bringt das so auf den Punkt: „Mir war noch nie so bewusst, was das heißt, wenn wir beten: ‚Unser tägliches Brot gib uns heute!‘ Nämlich jeden Tag das Brot für diesen Tag zu erbitten und darauf zu hoffen, dass wir es auch bekommen.“

Erstaunlich ist übrigens, dass es nicht nur ohne Geld geht, sondern auch ohne Handy. Bei keiner der Touren gab es auch nur irgendein Anzeichen dafür, dass einer der Teilnehmenden sein Handy vermisst. Die Zeit wird wie selbstverständlich anders gefüllt: lange Gespräche, Singen, Spielen, Malen, Fotografieren, Herumtoben, auf Bäume klettern, all die Dinge, die man als junger Mensch macht, wenn man nicht gerade durch das Handy abgelenkt ist.

Kommunikation des Evangeliums

Die Null-Euro-Tour ist ein Unternehmen, das in besonderer Weise geeignet ist, das Evangelium zu kommunizieren. (Zur Kommunikation des Evangeliums vgl. Johannes Bartels, Lass uns reden! Kommunikation des Evangeliums von A bis Z, Norderstedt 2021) Das mindestens heimliche, oft auch ausgesprochene Thema jeder Tour ist das Gottvertrauen. Man könnte auch sagen: der Glaube. Glaube ich, dass es möglich ist, ohne Geld und organisierte Quartiere zu überleben? Traue ich Gott zu, uns zu versorgen und die nötigen Herzen und Türen für uns zu öffnen? Vertraue ich dem wohlmeinenden, fürsorglichen Vater im Himmel?

Wenn es gut geht, tragen die Erfahrungen im Rahmen einer Null-Euro-Tour dazu bei, dass der Glaube wächst.

Doch die Kommunikation des Evangeliums betrifft nicht nur die Teilnehmenden. Sie betrifft auch die, denen wir auf dem Weg begegnen. Als Jesus die Jünger aussendet, gibt er ihnen mit: „Wenn es das Haus wert ist, kehre euer Friede dort ein“ (Matthäus 10,13a). Genau dies kann man auf der Null-Euro-Tour erleben: dass Friede einkehrt in die Häuser der Gastgebenden. Da findet ein Mann ein offenes Ohr, vor dem er sich seinen Kummer von der Seele reden kann. Da schöpft eine Frau wieder Mut: Mut für ihren Gemüsegarten und damit auch irgendwie für ihr Leben. Da empfindet eine Frau in der Begegnung mit uns „Frieden, Staunen, Ehrfurcht und große Dankbarkeit“.

In all dem ereignet sich das, was die Bibel „Schalom“ nennt: Heil, Wohlfahrt, Sicherheit und Frieden. Im besten Fall wird dabei deutlich, dass wir diesen Schalom nicht aus uns selbst heraus haben, sondern dass wir Träger von Gottes Schalom sind. Wo das geschieht, ist das ein Ausdruck des Evangeliums, also der Guten Nachricht Gottes für die Welt.

Wenn man so will, kann man hier also von „Mission“ sprechen. Freilich kommt das Missionsverständnis der Null-Euro-Tour dem jüdischen Missionsverständnis näher als dem klassischen christlichen Missionsverständnis. Es gibt hier keinen Aufruf zur Bekehrung oder überhaupt eine Initiative zur „Rettung des Seelenheils“ der Menschen. Vielmehr steht das zeugnishafte Leben im Vordergrund. Und dieses Zeugnis wird ja durchaus wahrgenommen, sodass Menschen aufmerksam werden und nachfragen. Das hat etwas mit Paul Claudels Prinzip zu tun „Rede nur, wenn du gefragt wirst, aber lebe so, dass man dich fragt“.

Akteure der Null-Euro-Tour

Die folgenden Einrichtungen und Akteure bieten die Null-Euro-Tour an:

Weigle-Haus Essen https://weigle-haus.de/

– seit 2006

EJW (Ev. Jugendwerk Württemberg) https://www.ejwue.de/

– seit mindestens 2013

Ev. Jugend Sachsen https://evjusa.de/

– seit 2015

Schüler-SMD https://schuelerfreizeiten.smd.org/

– 2020 war die erste Null-Euro-Tour geplant, die jedoch aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wurde.

Literatur

Bartels, Johannes, Die Null-Euro-Tour – kein Geld, keine Sicherheit, aber jede Menge Gottvertrauen, Norderstedt 2021.

https://www.twentysix.de/shop/die-null-euro-tour-kein-geld-keine-sicherheit-aber-jede-menge-gottvertrauen-johannes-bartels-9783740782115

Linder, Katrin: Null-Euro-Tour. Kostenlose Freizeit – unbezahlbare Erfahrung, in: Klaus Göttler/Martin Werth (Hg.), Kirche kreativ. Erprobte Ideen für eine gelingende Gemeindearbeit, SCM-Verlag Witten 2011, S. 145-147.

https://www.scm-verlag.de/kirche-kreativ.html?sqid=2049175

Scott, Martin: 0-Euro-Tour. Das vergessene Abenteuer mitten in Deutschland für lau, in: Kehrberger, Michael und Jürgen (Hg.), Unterwegs Neues wagen. Freizeitkonzepte – ein Stück Himmel auf Erden für Jugendliche kreativ gestalten, buch+music-Verlag Stuttgart 2016, S.18-29

https://ejw-buch.de/unterwegs-neues-wagen.html

Die Jugendarbeit darf wieder starten? Genial! Hier findest du Ideen, wie du neue Jugendliche für deine Jugendarbeit erreichen und ihnen von Jesus erzählen kannst. Außerdem gibt es Anregungen, wie neue Jugendliche in eine Gruppe integriert werden können.

Welchen Gaben verteilt Gott so an uns? In diesen Einheiten geht es um Gebet, Heilung, Geisterunterscheidung, Prophetie, Lehre, Wunder, Sprachengebet und so weiter. Lasst euch von diesen Einheiten herausfordern und macht euch auf die Suche nach euren Gaben, der Liebe die größer ist als alles und euren Gaben des Heiligen Geistes. In jedem Fall steckt hier die Power Gottes drin!
Diese Einheit kann man auch sehr gut für Pfingsten nutzen.

Schafe erspielen und auf dem Schaf-Such-Spielplan vorwärtskommen – im Wettstreit gegen die anderen Gruppen

Spielidee

Mehrere Großgruppen konkurrieren gegeneinander im Wettstreit, wer der beste Hirte ist und am schnellsten das verlorene Schaf wiederfindet. Das verlorene Schaf befindet sich im Ziel eines großen Spielplans. Mit Schafkarten, die man an den Spielstationen erhält, rücken die Gruppen auf den Spielfeldern vor. Die Stationen sind im Wald verstreut.

Vorbereitung

  • Waldgebiet anschauen und einteilen
  • Einzelne Spiele der Spielstationen vorbereiten und Material besorgen
  • Spielplan und Spielfiguren herstellen
  • Schafkarten mit weißen und schwarzen Schafen kopieren
  • Behälter für die Schafkarten an den Stationen und im Stall besorgen
  • Stoff-Gruppenbänder zuschneiden
  • Gruppenkarten für die Untergruppen erstellen
  • Power Point mit der Spielbeschreibung erstellen
  • Lagepläne für das Mitarbeiterteam erstellen

Gruppengröße: Das Geländespiel ist für 120 -200 Kinder/Teens ausgelegt. Es kann für kleinere Gruppen angepasst werden, indem man Stationen streicht und weniger Gruppen einsetzt.

Spielgebiet: Klar abgegrenzter Bereich im Wald (Wege, Absperrband). Der Stall sollte sich einigermaßen mittig im Spielgebiet befinden, damit die Entfernungen zu den Stationen ungefähr gleichmäßig verteilt sind. Bei Straßen gibt es Mitarbeiter/innen-Streckenposten mit Warnwesten, welche die Autos stoppen und die Geschwindigkeit drosseln.

Mitarbeiterteam:

  • 2 Schwarzmarktgeier
  • 3 Wilderer (wird erst ab Klasse 6 aufwärts empfohlen)
  • 5 Stallbesitzer
  • 45 Stationen-Mitarbeitende
  • Erste-Hilfe-Person am Stall

Spielregeln

Farbgruppen und Untergruppen

Es gibt acht Großgruppen mit jeweils 12-20 Kindern. Die Teilnehmenden jeder Großgruppe werden mit einem gleichfarbigen Stoffband markiert. Innerhalb der Großgruppe teilt man sich in vier Untergruppen auf. Es darf größere und kleinere Untergruppen geben. Jede Untergruppe muss in dieser Konstellation zusammenbleiben. Sie tragen ihre Namen in ihre Gruppenkarte ein und müssen diese an den Spielstationen und im Stall vorzeigen. Nur eine vollständige Gruppe darf spielen bzw. auf dem Spielplan vorrücken. So wird verhindert, dass sich eine Gruppe aufteilt und dadurch Stationen gleichzeitig machen kann.

Spielplan, Schafkarten und Tauschkurs im Stall

Der Spielplan ist im Bereich „Stall“ aufgehängt. Im „Stall“ befinden sich die Stallbesitzer. Sie überwachen alle Spielaktionen, die in diesem Bereich stattfinden. Steht bereits eine andere Gruppe am Spielplan, muss man sich im Wartebereich (Bierbank) anstellen, bis man aufgerufen wird. So ist eine gerechte Reihenfolge gewährleistet und es gibt kein Chaos. Sind genügend Stallbesitzer da, können sie auch zwei oder drei Gruppen parallel bedienen.

Spielplan
Spielfiguren

Im Stall werden Schafkarten bezahlt, um auf dem Spielplan vorzurücken. Das Vorrücken mit den Schafkarten ist der Laune der Stallbesitzer unterlegen. Sie bestimmen den Kurs, der sich immer wieder ändert. Mal darf man für 3 Schafkarten ein Spielfeld vorrücken, mal kostet das Vorrücken 5 Schafkarten. Der aktuelle Kurs hängt immer aus. Die Gruppen entscheiden selbst, wann sie ihre Schafkarten einlösen. Warten sie, verlieren sie wichtige Zeit und der Kurs könnte noch schlechter werden. Spielen sie sofort, zahlen sie vielleicht einen höheren Kurs als die Gegner. Grundsätzlich ist aber zu bedenken, dass die Spielzeit nur über einen gewissen Zeitraum geht, und wer zu lange seine Schafkarten aufspart, könnte auch am Ende Pech haben und sich immer noch im Startbereich befinden.

aktueller Kurs

Wenn die Kinder mit zu wenig Schafkarten ankommen (z. B. weil der Kurs gerade so hoch ist), können sie wieder gehen oder eine andere Untergruppe ihrer Farbe suchen.

Schwarzmarktgeier

Neben den weißen Schafkarten, die man an den Spielstationen erhält, gibt es auch schwarze Schafe auf dem Schwarzmarkt. Wer einen der zwei Schwarzmarktgeier entdeckt, kann mit ihm einen Tauschhandel eingehen. Man kann eine weiße Schafkarte gegen zwei schwarze Schafkarten tauschen.

ein Schwarzmarktgeier

Bezüglich der schwarzen Schafe sind die Stallbesitzer allerdings sehr wankelmütig. Mal nehmen sie schwarze Schafe an, mal haben sie zu große Angst vor Schwarzmarktkontrollen. Bezahlt man auch mit schwarzen Schafen, wird gewürfelt. Je nach Anzahl der schwarzen Schafe in der Bezahlsumme erhöht sich das Risiko, dass eine Schwarzmarktkontrolle naht und die Schafe als Zollgebühr eingezogen werden.

Die Schwarzmarktkontrolle funktioniert so:

1-2 schwarze Schafe in der Bezahl-summe
Bei Würfelaugen 1 und 2:
Alle schwarzen Schafe abgeben und alle weißen Schafe, die zum Bezahlen vorgelegt wurden.

Oder: Die Gruppe zieht eine Würfelkarte, auf der zwei Würfel mit unterschiedlicher Augenzahl abgebildet sind. Würfeln sie eine der beiden Zahlen, so müssen sie alle schwarzen Schafe abgeben und alle weißen, die zum Bezahlen vorgelegt wurden.
bei Würfelaugen 3-6:
Die schwarzen Schafe werden als normale Währung akzeptiert.
3 und mehr schwarze Schafe in der Bezahl-summeBei Würfelaugen 1-4:
Alle schwarzen Schafe abgeben und alle weißen Schafe, die zum Bezahlen vorgelegt wurden.

Oder: Die Gruppe zieht eine Würfelkarte, auf der vier Würfel mit unterschiedlicher Augenzahl abgebildet sind.


Bei Würfelaugen 5 und 6:
Die schwarzen Schafe werden als normale Währung akzeptiert.

Sollte eine Gruppe „häppchenweise“ ihr Spielfeldvorrücken bezahlen (um die Chance wegen Strafzoll geringer zu halten), dann muss sie sich, wenn eine andere Gruppe kommt, erst wieder neu hinten anstellen und verliert dadurch wertvolle Zeit.

Stationen

Es gibt sehr unterschiedliche Stationen und dadurch auch unterschiedliche Anzahl von Schafkarten, die man gewinnen kann. Stationen, die eher in der Nähe liegen ergeben weniger Schafkarten, bei den Stationen, die in größerer Entfernung liegen, verdient man mehr Schafkarten. Die konkreten Spielstationen werden nicht bekanntgegeben, sie müssen selbst im Wald entdeckt werden.

Die Aufgaben an den Stationen reichen von Ausdauer über Kraft, Wissen, Geduld, Fingerfertigkeit, Kreativität usw. Eben alles, was ein Hirte so können sollte. In den Untergruppen ist darauf zu achten, dass nicht immer die gleichen Kinder spielen, sondern fair abgewechselt wird.

Es gibt Stationen, an denen man gleich losspielen kann, und Stationen, an denen man für die Aufgabe eine gegnerische Mannschaft braucht. Sollte es an manchen Stationen Warteschlangen geben, darf die Gruppe selbst entscheiden, ob ihr die Station so wichtig ist, oder ob sie durch das Warten zu viel Zeit verliert und sich lieber auf den Weg zu einer anderen Station macht.

Man kann die gleiche Station nicht zwei Mal hintereinander machen. Ein späteres Wiederkommen ist aber erlaubt. Einige wenige Stationen kann man nur ein einziges Mal spielen. Dies wird mit einem Kürzel auf der Untergruppenkarte vermerkt, so kann hier nicht geschummelt werden.

Wilderer

Leider sind auch Wilderer unterwegs. Die haben es auf die Schafe und die Hirten abgesehen, um Lösegeldzahlungen zu erpressen. Die Wilderer (Einsatz von Wilderern nur ab Klasse 4 aufwärts empfohlen) gehen im Wald umher und überfallen plötzlich die Hirten. Wer abgeschlagen wird, muss mit seiner Gruppe zusammen stoppen und Lösegeld zahlen. Entweder 1 Schaf oder 3 Strafminuten, wenn man keine Schafe hat oder keine hergeben will. Doch auch so viel verlorene Zeit tut weh.

Die Wilderer verhalten sich fair und lauern keinen Gruppen beim Stall oder an den Stationen auf, sondern nur auf Wegstrecken.

Spielende

Das Spielende wird durch Musik vom Freudenfest angezeigt. Das verlorene Schaf ist gefunden worden, alle werden aufgefordert, zum Spielplan bzw. zum ursprünglichen Start zurückzukehren, dort gibt es eine lange Tafel mit Freudenfest-Essen.

Jedes Kind erhält eine Packung Schafgummibärchen.

Es gibt ein leckeres Essen für alle Hirten, z. B. Nudeln mit Soße. Die Siegergruppe darf an einem extra geschmückten Tisch sitzen (Luftschlangen, Servietten …) und wird besonders aufmerksam bedient. Außerdem bekommt sie ein gebackenes Schaf (Rührkuchen in Osterlamm-Backform gebacken) als Spezial-Nachtisch.

Besondere Hinweise

  • Sollte man beim Stall merken, dass die Gruppen zu langsam oder zu schnell vorwärtskommen, kann man mittels des Schafmarktkurses reagieren und steuern.
  • Sollte man beim Stall merken, dass es eine Schwemme von schwarzen Schafen gibt, so werden mittels Schwarzmarktgeier-WhatsApp-Gruppe einer oder auch beide Geier eine Weile aus dem Verkehr gezogen, um den Markt zu regulieren.
  • Sollten beim Stall extrem viele Klagen betreffs der Wilderer eingehen, kann über die Wilderer-WhatsApp-Gruppe ein zurückhaltenderes Verhalten oder ein Pausieren der Wilderer eingefordert werden.

Spielstationen

Station 1: Wehrt die Wölfe ab

Ein Hirte schützt seine Schafe und muss gefährliche Tiere abwehren können.

Mit Tennisbällen werden zehn pyramidenförmig aufgebaute Dosen abgeworfen. Auf den Dosen kleben Bilder von Wölfen. Die Gruppe hat drei Würfe, pro umgeworfene Dose gibt es 1 Schafkarte.

Material:

  • 10 Dosen mit Wolfsbild beklebt
  • 3 Tennisbälle
  • 1 Biertisch
  • Markierung, von wo aus man werfen darf
  • Schafkarten

Station 2: Gegenstände ertasten

Ein Hirte sollte auch im Dunkeln sofort seine Schafe und andere Gegenstände blind ertasten können.

Hier treten zwei Gruppen gegeneinander an. Zwei Teilnehmende bekommen die Augen verbunden und dann einen Gegenstand genannt, der sich in der Tasche befindet. Wer ertastet zuerst den gesuchten Gegenstand und hält ihn hoch? Wer zuerst drei Mal gesiegt hat, erhält 5 Schafkarten, Verlierer 2 Schafkarten.

Material: (in zweifacher Ausführung)

  • Stofftasche
  • 2 Augenbinden
  • viele kleine Gegenstände (Teelicht, Ast, Löffel, Wollknäuel, …)
  • Schafkarten

Station 3: Schätzen

Zwei Gruppen spielen gegeneinander im „Mengen-Schätzen“. Die Gruppe darf sich kurz beraten, ein Sprecher sagt die Lösung. Wer näher dran ist, bekommt eine Schafkarte. Die Lösung darf nicht verraten werden, lediglich wer näher dran ist.

Die Gruppe, die zuerst drei Fragen richtig beantwortet hat, hat gewonnen und bekommt 5 Schafkarten. Die Verlierergruppe bekommt 2 Schafkarten.

Material:

  • 10 Schätzfragen zum Thema Schafe und Hirten
  • Schafkarten

Station 4: Futter für die Schafe

Die Gruppe stellt sich in einer Reihe hintereinander auf. Der Erste bekommt einen Löffel mit Getreide darauf und muss diesen weiterreichen. Am Ende steht ein Messbecher, in diesen wird das Getreide hineingeschüttet. Wie viel Getreide schafft die Gruppe in 60 Sekunden zu transportieren?

Zwei Gruppen treten gegeneinander an. Bei ungleicher Gruppengröße werden die Spielpersonen auf die kleinere Gruppe reduziert, z. B. drei gegen drei. Wer nach 1 Minute am meisten Getreide hat, gewinnt 6 Schafkarten. Die Verlierergruppe 2 Schafkarten.

Wenn nur eine Gruppe kommt und dadurch keine Gegengruppe vorhanden ist, spielt die Gruppe, bis eine bestimmte Menge im Becher erreicht ist und bekommt als Bezahlung dann nur 3 Schafkarten.

Material:

  • 6 Esslöffel
  • Getreidekörner
  • 2 Messbecher
  • Schafkarten
  • Stoppuhr

Station 5: Legespiel

Die Teilnehmer haben eine Minute Zeit, sammeln mindestens vier verschiedene Naturmaterialien und legen ein vorgedrucktes Schaf in DIN A3 Größe aus. Es sollte nichts überstehen und alle weißen Stellen bedeckt sein.

Wenn das Schaf komplett ausgelegt wurde und erkennbar ist, gibt es 8 Schafkarten. Es können 2 „Schönheitspunkte“/Schafe zusätzlich verteilt werden.

Material:

  • 4 Schafe in DIN A3 (laminiert), damit vier Gruppen parallel spielen können
  • Schafkarten

Station 6: Rettet die Schafe

Ein Hirte muss seine Schafe über ein Hindernis tragen.

Die ganze Gruppe läuft nacheinander über einen Baumstamm, dabei haben sie ein Kuscheltier-Schaf dabei. Wenn jemand runterfällt, muss er nochmal von vorne beginnen. Wie viele Schafe werden in einer Minute gerettet? Pro Schaf gibt es 1 Schafkarte.

Erschwerte Bedingungen: Kissen mit Kuscheltierschaf auf dem Kopf transportieren.

Material:

  • Liegender Baumstamm im Wald (alternativ: Holzlatte oder Seil)
  • 2 Schafkuscheltiere, evtl. noch 2 Kissen
  • Schafkarten

Station 7: Hindernislauf – Staffelspiel

Ein Hirte muss fit sein und immer wieder seine Geschicklichkeit trainieren.

Es treten zwei Gruppen gegeneinander an. Ein Tischtennisball muss auf einem Löffel über mehrere Hindernisse transportiert werden, ohne dabei runterzufallen. Wer gewonnen hat, bekommt 5 Schafe. Der Verlierer 2 Schafe. Wenn der Ball drei Mal in einer Runde runterfällt, gibt es nur ein Schaf als Bezahlung.

Material:

  • 4 Löffel
  • 5 Tischtennisbälle
  • Markierungen für die zu laufende Strecke
  • Schafkarten

Station 8: Das verlorene Schaf finden

Zwei Hände, in einer liegt ein kleines Plastikschaf (alternativ anderer kleiner Gegenstand). Gegenstand wird hinter dem Rücken vertauscht und dann soll die Hand mit dem Schleichschaf erraten werden.

Fünfmal darf hintereinander geraten werden, pro richtigem Raten bekommt man 1 Schafkarte.

Material:

  • 1 kleiner Gegenstand, z. B. kleines Plastikschaf der Firma Schleich
  • Schafkarten

Station 9: Schafe fressen Obst(-Bonbons) und erkennen es …

Ein Schaf frisst Gras und Obst (in Form von Kau-Fruchtbonbons) und erkennt alles.

Teilnehmende essen Kaubonbons mit verbundenen Augen und sollen Geschmacksrichtung (Farbe) erkennen. Wer als Gruppe drei von fünf richtig errät, bekommt 8 Schafkarten.

Diese Station darf man nur zwei Mal besuchen. Der/Die Mitarbeiter/in muss den Besuch auf der Gruppenkarte vermerken.

Material:

  • Kau-Fruchtbonbons
  • Augenbinde
  • Schafkarten

Station 10: Weitsicht

Ein Hirte muss gut sehen und seine Schafe zählen können.

An den Bäumen hängen unterschiedliche Rechenaufgaben, diese müssen mit einem Fernglas gesucht und dann als Gruppe ausgerechnet werden. Wenn man zwei Rechenaufgaben gelöst hat, bekommt man 8 Schafe.

Aufpassen, dass eine Gruppe nicht zwei Mal die gleiche Rechenaufgabe bekommt.

Material:

  • Fernglas
  • 6 Rechenaufgaben in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen (Schaftextaufgaben oder pure Rechenaufgaben) auf Papier ausgedruckt
  • Reißnägel
  • Schafkarten
Rechenaufgabe

Station 11: Lieder erraten

Ein Hirte singt viel, da er oft allein mit seinen Schafen unterwegs ist.

Ein Ausschnitt eines bekannten Liedes wird vorgelesen und soll erraten und weitergesungen werden. Wer fünf Liedteile errät und auch singt, bekommt 12 Schafkarten.

Bei 4 Liedern:

Bei 2 Wörter erraten  = 1 Schafkarte

Bei 3 Wörtern              = 2 Karten

ganze Zeile                 = 3 Karten

Material:

  • Liedtexte
  • Schafkarten

Station 12: „Zockende Schafe“

Diese Station ist eine Wanderstation. Der/die Mitarbeiter/in bewegt sich durch das Spielgebiet und hat eine Schafmütze auf. Hier kann man eine selbstgewählte Anzahl der mitgeführten Schafkarten als Wetteinsatz einsetzen und entweder verdoppeln oder verlieren.

Jüngere Kinder: drei Mal mit einem Würfel würfeln und eine 6 muss dabei sein.

Ältere Kinder: mit fünf Würfeln ein Full-House würfeln.

Material:

  • 5 große Würfel
  • auffallende Verkleidung (z. B. Schafsmützen)
  • Schafkarten

Station 13: Tiergeräusche erraten und zuordnen

Die Gruppe muss 20 Tiergeräusche hören und erraten, von welchem Tier es stammt. Als Zusatz kann noch zugeordnet werden, ob es ein Freund oder ein Feind vom Schaf ist.

Wenn alles gemeinsam richtig zugeordnet wurde, gibt es 15 Schafkarten.

TiergeräuscheSchafkarten
2015
15 – 1912
10 – 148
5 – 95
1 – 41

Hier darf jede Gruppe nur ein Mal an die Station kommen, d. h. die Teilnahme wird auf der Gruppenkarte vermerkt.

Material:

  • Tierstimmen auf Tonträger
  • Schafkarten

Station 14: Spiegel-Spiel

Schafe sehen nicht besonders gut.

Die Kinder müssen mit einem Handspiegel einen Gegenstand auf einem Bild hinter sich erkennen und benennen. Erkennt die Gruppe drei Gegenstände, bekommt sie 6 Schafkarten.

Hier darf jede Gruppe nur ein Mal zur Station kommen, d. h. die Teilnahme wird auf der Gruppenkarte vermerkt.

Material:

  • Handspiegel
  • 10 Bildkarten
  • Schafkarten

Station 15: Quiz

Wenn der Hirte allein auf seiner Weide sitzt, versucht er sich mit Quizfragen fit und wach zu halten.

Hier spielen zwei Gruppen gegeneinander. In einer Raterunde werden vier Quizfragen gestellt. Die Gruppe, die am meisten Quizfragen richtig hat, bekommt 4 Schafkarten. Die Verlierergruppe bekommt 1 Schafkarte.

Ohne Gegner: 2 Schafkarten für vier Fragen

Material:

  • viele Quizfragen
  • Schafkarten

Station 16: Flaschen-Murmel-Spiel

Ein Hirte muss immer wieder üben, dass er eine ruhige Hand hat und dass er gut zusammenzählen kann.

Gespielt wird gegen eine andere Gruppe. Jedes Kind einer Gruppe darf jeweils eine Murmel in eine spezielle Konstruktion von Plastikflaschen hineinfallen lassen, je nachdem in welchen Bereich der Flaschenkonstruktion die Murmel fällt, gibt es unterschiedlich viele Punkte. Alternativ: Murmeln werden in drei hintereinander aufgestellte Teller geworfen, je weiter die Teller vom Werfer entfernt sind, desto mehr Punkte gibt es. Dann wird zusammengezählt. Es werden immer fünf Murmeln fallen gelassen bzw. geworfen, bei Gruppen mit nur drei Kindern dürfen zwei Kinder doppelt werfen.  Die Gruppe mit der meisten Punktzahl bekommt 5 Schafkarten. Die Verlierer bekommen 2 Schafkarten. Achtung: Bonus-Schaf, wenn eine Murmel bis ganz unten fällt (in den Bereich 50 Punkte).

Ohne Gegner: 2 Schafkarten + Bonusschaf

Material:

  • 2 Murmelflaschen, alternativ 6 Plastikteller
  • jeweils 5 Murmeln
  • Schafkarten

Station 17: Was bekommt man vom Schaf?

Die Gruppe muss innerhalb von einer Minute so viele Dinge wie möglich aufzählen, die man von einem Schaf bekommen/erzeugen kann. Für jeden richtigen Treffer bekommt man 1 Schafkarte.

Station darf nur einmal besucht werden!

Material:

  • Liste mit Dingen, die man von einem Schaf bekommen kann (z. B. Wolle, Schaffell, Lammfleisch …)
  • Stoppuhr
  • Schafkarten

Station 18: Wasser für die Schafe

Die Gruppe muss mit einem Schwamm von einem Eimer das Wasser in den anderen Eimer transportieren. Hier spielt man gegen eine andere Gruppe. Wer mehr Wasser hat, gewinnt 5 Schafe, die Verlierergruppe gewinnt 2 Schafe.

Ohne Gegner: 1,5 l = 2 Schafkarten

Material:

  • 4 Eimer
  • Wasser (z. B. 10 Liter Kanister)
  • Transportmittel (2 x Schwamm)
  • Schafkarten

Station 19: Activity

Eine Person aus der Gruppe muss einen Begriff pantomimisch erklären.

Es darf nur fünf Mal ein Begriff genannt werden, bei mehr als fünf Rateversuchen ist die Runde automatisch verloren. Pro richtigem Begriff bekommt man 3 Schafe.

Material:

  • Begriffe die dargestellt oder erraten werden sollen
  • Schafkarten

Station 20: Verletztes Schaf

Ein Schaf hat sich verletzt. Nun muss der Hirte sein Schaf sicher heimtragen.

Ein Kind nimmt einen Mitspieler Huckepack und trägt ihn eine bestimmte Strecke. Gespielt wird gegen eine andere Gruppe, zwei gegen zwei Kinder. Wer gewinnt, bekommt 10 Schafe, der Verlierer bekommt 3 Schafe.
Ohne Gegner: die ganze Gruppe wird aktiv. Es gibt höchstens 5 Schafe.

Station befindet sich aus Sicherheitsgründen nicht im Wald, sondern auf ebenem Weg.

Material:

  • Markierungen der Strecke
  • Schafkarten

1. Vorbemerkungen

Diese Idee kann mit jeder Gruppengröße durchgeführt werden. Die einzelnen Aktions-Vorschläge können auch an mehreren Tagen nacheinander gemacht werden – bzw. in einer Outreach-Ferienwoche.

2. Zielgedanke

Teens und auch Mitarbeitende verlassen an diesem Abend ihre Komfortzone des kuscheligen Christseins und wagen sich im Vertrauen auf die lebendige Kraft Gottes raus auf die Straße, um Menschen ein Stückchen von Jesu Liebe näherzubringen.

3. Einführung inkl. Erklärungen

Outreach bedeutet zum Einen „erreichen“. Wir möchten Menschen mit dem Evangelium erreichen, und sie einladen, sich vertrauensvoll auf eine Beziehung zu Jesus einzulassen. Diesen Satz können viele Christen unterschreiben. Doch wie dies geschieht, ist in jeder christlichen Kultur anders. Die einen feiern besondere Arten von Gottesdiensten, die anderen laden zu Alpha-Kursen ein, wieder andere versuchen möglichst „niederschwellig“ über Kleingruppen die besten Freunde, Mitschüler und Arbeitskollegen einzuladen.

Diese Angebote sind nicht schlecht. Eine Gemeinde mit solchen Angeboten und Events möchte Offenheit und Transparenz signalisieren – und sie erreichen in vielen Fällen ihr Ziel, und Menschen kommen zum Glauben an Jesus. Das ist wirklich toll.

Und doch sind es oft Angebote, zu denen eine Gemeinde „Außenstehende“ einlädt – letztendlich aktiv werden müssen dabei die Eingeladenen. Denn sie müssen ihre Komfortzone verlassen und es wagen, einen Fuß in ein unbekanntes Land zu setzen, z. B. in ein Gemeindehaus oder in einen Hauskreis, der für sie wahrscheinlich eine Gruppe voller fremder Menschen ist. Wer sich das traut, ist wirklich mutig. Und nicht alle wagen das, oder fühlen sich sogar dadurch abgeschreckt.

Eigentlich sollen es aber die Jünger Jesu sein, die ihre Komfortzone verlassen, um andere Menschen für Jesus zu gewinnen. Jesus schickte seine Jünger immer zu zweit los, und schickte sie direkt zu den Menschen (Lk 9,1-6; Mt 28,16-20). Wir dürfen nicht vergessen: Wenn Menschen von dieser Botschaft hören, hat das schon einen Wert an sich – wertvoll ist es nicht erst dann, wenn die Person den Weg in die Gemeinde gefunden hat und ein treuer Spender wird.

Und hier setzt die Idee des Abends an. „Outreach“ bedeutet nämlich auch „hinausreichen über“. Die Kraft Gottes durch seinen Heiligen Geist („dynamis“) lässt sich nicht verorten in einer Gemeinde, in einem Jugendkreis, in einzelnen Personen. Sie lässt sich nicht einsperren, sondern setzt uns frei, Menschen in Liebe und Mut zu begegnen. Wir können entdecken, dass Gottes Kraft in den Schwachen mächtig ist und über uns hinausreicht.

Wenn Teens eine Sache gut können, dann diese: Sie lassen sich begeistern, wenn man es richtig anpackt. Und besonders gut klappt das, wenn man sie nicht einzeln herausfordert, sondern als ganze Gruppe.

Diese Chance kannst du an diesem Abend nutzen, und eine Mutprobe für die ganze Gruppe veranstalten, indem ihr durch die folgenden Aktionen Menschen auf kreative Weise Gottes Nachricht weitergebt.

4. Einstieg

Beginne mit einer Andacht, die unsere Identität als Christen in den Mittelpunkt stellt. „Wir sind, was wir sind, durch unser Sein in Gott – und nicht durch das, was wir tun. Durch dieses veränderte Sein haben wir neue Privilegien und Möglichkeiten“.

  • Du hast ein neues Leben durch Gott (Joh 1,13)
  • Du bist ein Sohn / eine Tochter Gottes (Gal 3,26; 4,6)
  • Du bist eine neue Schöpfung / ein neues Wesen (2. Kor 5,17)
  • Du bist ein Tempel des Heiligen Geistes (1. Kor 6,19; 3,17)
  • Du hast Jesus Christus als großen Bruder (Röm 8,29)
  • Du bist berufen, Jesus ähnlich zu werden (Röm 8,29)
  • Du bist Botschafter der Versöhnung Gottes und sein Vertreter (2. Kor 5,20)
  • Du bist ein kraftvoller Zeuge Jesu (Apg 1,8)

Im Blick auf diese biblischen Zusagen können wir angstfrei vom Evangelium reden – denn es ist die Botschaft der Freiheit, des Friedens, der Versöhnung und der unbändigen Liebe Gottes für seine Menschenkinder.

5. Hauptteil

Teile die Gruppe in fünf Action-Teams für den Abend ein. Jede Gruppe bekommt den Auftrag, Gottes Liebe auf kreative Art und Weise unter die Menschen zu bringen.

5.1 „Worship on the streets“

Ziel: Gottes Liebe durch Musik verkünden.

Vorbereitung: Musikinstrumente sammeln; Lieder raussuchen und evtl. Liedzettel zusammenstellen; sich geeignete Plätze im Ort / in der Stadt überlegen, um Menschen mit dem Worship zu beschallen.

Ausführung: Gruppe singt an verschiedenen Orten Worship-Musik. Evtl. kann man einen Gitarrenkoffer mit Süßigkeiten vor die Gruppe legen, mit dem Hinweis: „Wir sind reich beschenkt, nimm dir was raus“.

5.2 „FROGn“

Ziel: Einzelne bedürftige Menschen verschwenderisch beschenken.

Vorbereitung: Die Idee des FROGns entstand in einer Berliner Jugendgruppe, mit dem Namen „F.R.O.G.s“, Friends of God, und trägt seitdem ihren Namen. Sie haben sich überlegt, dass man Bedürftigen oftmals nur so nebenbei mal ein belegtes Brötchen oder einen Kaffee gibt. Doch eigentlich nimmt man sich kaum Zeit für ihr Leben und ihre Geschichte. Deshalb ist die Idee geboren, das zu ändern, und ihnen mal zuzuhören und sie dann richtig toll zu beschenken. Das Geld legen die Teens selbst zusammen. So haben wir bei einer Freizeit mit 70 Leuten über 900 Euro gesammelt, und damit sechs Personen so richtig beschenkt – also mit Schlafsack, guten Winterschuhen, Regen- und Winterjacke, u. v. m. Eben mit dem, was ihr Leben physisch nachhaltig verbessert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Teens bereit sind, zu geben. Wir leben in einem reichen Land.

Ausführung: eine Gruppe sollte nicht aus mehr als fünf Personen bestehen, da bettelnde Menschen sonst auch Angst bekommen. Eine Person aus der Gruppe fragt die Person, ob man sich mal zu ihr setzen darf. Wenn das okay ist, holt man die anderen dazu. Man nimmt sich Zeit für ein Gespräch und fragt hinterher, womit man ihr/ihm eine Freude machen könnte. Dann geht man los und kauft es. Damit die Aktion auch gelingt, sollte die FROGende Gruppe mind. 80 Euro dabeihaben. Die Regel ist: man schenkt kein Geld, Alkohol oder Zigaretten.

5.3 „Es wurde für dich bezahlt“

Ziel: Menschen in Cafés eine unerwartete Freude machen.

Vorbereitung: Man schreibt auf Zettel/Postkarten den Satz „Es wurde für dich bezahlt“ mit dem Hinweis auf eine passende Bibelstelle, z. B. „Bibel, Johannesevangelium 3, Vers 16“ oder „Bibel, Matthäusevangelium 20, Vers 28“. Diese Karten in Umschläge tun, und nett verzieren z. B. mit den Worten „Für Dich“.

Ausführung: Mindestens in Zweier-Gruppen in Cafés gehen und sich eine Person aussuchen, der man z. B. den Kaffee bezahlen möchte. Dann zur Bedienung gehen, sie unauffällig fragen, was das Getränk von dieser Person kostet, und ihr dann den entsprechenden Betrag geben, mit der Bitte verbunden, den vorher gestalteten Umschlag dieser Person zu überreichen. Von draußen lassen sich toll die Reaktionen der Café-Besucher beobachten.

5.4 Schatzsuche

Ziel: Auf Gottes Stimme hören und seinen Spuren folgen.

Vorbereitung: Die Gruppe hat eine Zeit der Stille von etwa 15 Minuten. In dieser Zeit gibt sie Gott Raum, zu ihnen zu sprechen, und ihnen Personen, Orte, Bilder und Eindrücke zu schenken, die man dann später im Ort / in der Stadt suchen kann. Diese Eindrücke werden dann auf einer Art „Schatzkarte“ zusammengetragen, sortiert und der Gruppe ausgeteilt.

Ausführung: Mit der Schatzkarte geht man nun in den Ort und sucht die entsprechenden Plätze und Personen. Man kann Gott bitten, dass er aufgeschlossene Menschen auf den Weg schickt. Ist eine Person gefunden, kann man z. B. wie folgt ein Gespräch eröffnen: „Hallo, wir sind die Jugendgruppe XY und machen gerade eine Schatzsuche. Auf unserer Schatzkarte sind Sie aufgetaucht. Haben Sie eine Ahnung, wieso das so sein könnte?“ Wenn die Person sich darauf einlässt, kann man z. B. fragen, was ihr Leben gerade besonders macht, und dann anbieten, jetzt hier für sie zu beten.

5.5 Free hugs und/oder Rosen verteilen

Ziel: Menschen ein Lächeln und Zuwendung schenken.

Vorbereitung: Schilder mit „Free Hugs“ malen und an der Kleidung festmachen. Vorher Rosen einkaufen.

Ausführung: Durch den Ort gehen, Menschen eine Umarmung anbieten oder eine Rose überreichen. Wenn sie nach dem „Warum?“ fragen, reicht oft schon die Antwort: „Weil Sie in Gottes Augen unglaublich wertvoll sind.“

6. Abschluss

Am Ende kommt die Gruppe noch einmal zusammen und erzählt von ihren Erlebnissen. Evtl. trägt man noch zusammen, was man hätte anders oder besser machen können.

Zum Abschluss wird gemeinsam gebetet und Gott für seinen Segen gedankt.

Für alle, die Lust haben, auf solche und noch mehr Aktionen: www.outreach-festival.de

1. Zielgedanke

Das Herz öffnen für die persönliche Begegnung mit Jesus. Die Auferstehung mit allen Sinnen erleben. Die Biblische Geschichte kennenlernen.

Im anschließenden Abendmahl dem auferstandenen Jesus begegnen.

2. Einführung

Jesus begegnet den Frauen und seinen Jüngern nach seiner Auferstehung. Das feiern wir jedes Jahr neu an Ostern. Jeden Sonntagmorgen feiern wir den Gottesdienst in Erinnerung daran, was Jesus Neues in die Welt gebracht hat. Jesus ist gestorben und hat alles mit in den Tod genommen, was uns von Gott trennt. Jesus hat den Tod überwunden und besiegt. Er ist auferstanden!

Das ist ein Grund zur Freude! Für die Jünger damals und für uns heute! Ob es wirklich wahr ist, dass Jesus auferstanden ist? Gern überprüfen wir die Wahrheit der Dinge mit unserem Verstand. Doch dieser ist in diesem Bereich begrenzt. Jesus geht es um unser Herz! Herausfinden, ob das wahr ist, was an Ostern wirklich passiert ist, kannst du nur, wenn du dein Herz für Jesus öffnest. Wenn du dich auf die Spur dessen begibst, was da vor gut 2000 Jahren geschehen ist. Dafür ist dieser etwas andere Ostersonntagmorgen gedacht.

3. Einstieg

Ostersonntag, früh morgens, wenn es noch dunkel ist: ca. 5.00 Uhr.

Treffen an einem geeigneten Ort: dunkle Kirche, Kapelle, Friedhof, Steinbruch, Ruine …

Rollen für das Anspiel: Vorleser (V), Josef aus Arimathäa (JA), Maria aus Magdala (MM), Simon Petrus (SP), ein anderer Jünger (eaJ), Jesus (J)

Ankunft in Stille. Wenn alle da sind, gemeinsam fünf Minuten schweigen.

Szene 1: Josef aus Arimathäa tritt auf (mit einer Fackel in der Hand; Joh 19,38-42)

„Jesus ist tot. Grausam am Kreuz gestorben. Ich verstehe das alles noch gar nicht. Ich bin zu Pilatus gegangen. Ich bat ihn, den toten Jesus vom Kreuz abnehmen zu dürfen. Ich bin ein Jünger von Jesus. Aber nur heimlich. Ich habe Angst vor den jüdischen Behörden. Pilatus erlaubte mir, Jesus abzunehmen. Also ging ich zur Hinrichtungsstätte. Dort, wo sie Jesus grausam gekreuzigt haben. Ich nahm den toten Jesus vom Kreuz ab. Auch Nikodemus kam dazu. Er half mir dabei.

Nikodemus brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe mit. Zusammen haben wir Jesu Leichnam vom Kreuz angenommen. Wir haben ihn mit wohlriechenden Salben in Leinenbinden eingewickelt. Dort, wo Jesus gekreuzigt wurde, befindet sich ein Garten. In diesem Garten gibt es eine neue Grabkammer, in die noch niemand hineingelegt worden ist. Wir legten Jesus in diese Grabkammer hinein.“

Lied: Du gingst für mich ans Kreuz, Feiert Jesus! 2, Nr. 228 (1. Strophe + Refrain)

4. Hauptteil

Szene 2: Maria aus Magdala (Joh 20,1-10)

„Am ersten Wochentag nach dem Sabbat bin ich zum Grab gegangen. Es war früh am Morgen und noch dunkel. Da sehe ich, dass der Stein vor der Grabkammer entfernt worden ist. Ich muss sofort zu Simon Petrus und dem anderen Jünger, den Jesus besonders lieb hatte, rennen und ihnen davon erzählen!“

Maria rennt aus dem Raum. Simon Petrus und der andere Jünger betreten die Bühne. Während Simon Petrus spricht, kommt Maria zu ihnen angerannt.

SP: Das ist doch Maria! Sie ist ja völlig aufgelöst! Maria, hallo! Was ist denn los?

MM: Sie haben den Herrn aus dem Grab fortgebracht. Und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.

SP: Was?! Das kann doch nicht sein! Das muss ich mir angucken! Los! Kommt! Wir machen uns sofort auf zum Grab!

Alle drei rennen zusammen aus dem Raum. Der andere Jünger kommt als Erster an, dann versetzt Simon Petrus und dann Maria. Der andere Jünger bleibt an der Grabkammer stehen. Simon Petrus stürmt direkt hinein. Maria stellt sich hinter den anderen Jünger.

DaJ: Ich bin als Erster an der Grabkammer. Ich beuge mich vor und sehe die Leinenbinden daliegen. Ich betrete die Grabkammer nicht.

SP: Ich bin gleich in die Grabkammer hineingestürmt. Auch ich sehe die Leinenbinden daliegen und auch das Tuch, mit dem das Gesicht von Jesus verhüllt gewesen ist. Das liegt aber nicht bei den Binden. Es ist zusammengerollt und liegt an einem anderen Platz.

DaJ: Dann traue auch ich mich hinein. Ich sehe alles und kann nicht anders, als zu glauben und auf Gott zu vertrauen. Zusammen sind wir dann wieder nach Hause zurückgekehrt.

Lied: Gott ist Liebe aus Feiert Jesus! 2, Nr. 2

Simon Petrus und der andere Jünger verlassen den Raum.

Szene 3: (Joh 20,11-18)

V: Maria bleibt draußen vor dem Grab stehen und weint. Mit Tränen in den Augen beugt sie sich vor und schaut in die Grabkammer hinein. Da sieht sie zwei Engel. Sie tragen leuchtend weiße Gewänder und sitzen dort, wo der Leichnam von Jesus gelegen hat. Einer sitzt am Kopfende, der andere am Fußende. Die Engel fragen Maria: „Frau, warum weinst du?“ Maria antwortet.

M: Sie haben meinen Herrn fortgebracht. Und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben!

V: Nach diesen Worten dreht sie sich um und sieht Jesus dastehen. Sie weiß aber nicht, dass es Jesus ist. Jesus fragt sie:

J: Frau, warum weinst du? Wen suchst du?

V: Maria denkt, er sei der Gärtner. Darum sagt sie zu ihm:

M: Herr, wenn du ihn fortgeschafft hast, dann sage mir, wo du ihn hingelegt hast. Ich will ihn zurückholen!

J: Maria!

M: Rabbuni! Mein Lehrer!

Maria macht einen Schritt auf Jesus zu.

J: Halte mich nicht fest! Ich bin noch nicht zum Vater hinaufgestiegen. Aber geh zu meinen Brüdern und richte ihnen von mir aus: „Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“

M (wendet sich den Zuhörern zu): Daraufhin bin ich sofort zu den Jüngern gelaufen und haben ihnen erzählt, dass ich den Herrn gesehen habe und was er zu mir gesagt hat!

Maria verlässt den Raum.

Lieder: Du gingst für mich ans Kreuz, Feiert Jesus! 2, Nr. 228 (2. Strophe, Refrain)

Morgenstern, Feiert Jesus! 4, Nr. 51

Szene 4: (Joh 20,19-23)

SP: Es war schon spätabends an diesem ersten Wochentag nach dem Sabbat. Wir Jünger waren beieinander und hatten die Türen fest verschlossen. Wir hatten Angst vor den jüdischen Behörden. Da kam Jesus zu uns. Er trat in unsere Mitte und sagte: „Friede sei mit euch!“ Nach diesen Worten zeigte er uns seine Hände und seine Seite. Wir Jünger waren voll Freude, weil wir den Herrn sahen! Jesus sagte noch einmal: „Friede sei mit euch! Wie mich mein Vater gesandt hat, so beauftrage ich jetzt euch!“ Dann hauchte er uns an und sagte: „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr seine Schuld vergebt, dem ist sie wirklich vergeben. Wem ihr sie aber nicht vergebt, dem ist sie nicht vergeben.“

Friedensgruß

Abendmahl feiern (währenddessen können folgende Lieder gesungen werden)

Es können auch verschiedene Stationen aufgebaut werden, an denen die Teilnehmer ihre Eindrücke verarbeiten können, z. B. eine Kreativecke (malen, schreiben, formen), eine Gebetsecke, eine Segnungsecke, einen Tanzbereich … Lasst eurer Fantasie freien Lauf!

Lieder:

Aus: Feiert Jesus! 3

  • Nr. 97 You shine
  • Nr. 52 Jesus, du bleibst für immer gleich
  • Nr. 101 Mit aller Kraft

Aus: Feiert Jesus! 4

  • Nr. 135 Beautiful One
  • Nr. 18 Lead me to the cross
  • Nr. 52 Ich weiß, dass mein Erlöser lebt
  • Nr. 36 Happy Day

Aus: Feiert Jesus! – to go 2

  • Nr. 47 One thing remains
  • Nr. 46 Your Love never fails
  • Nr. 29 Mittelpunkt

6. Abschluss

Gemeinsames Frühstück im Gemeindehaus. Jeder bringt etwas mit.

Anregung für den restlichen Ostersonntag: Mindestens einer Person davon erzählen, das Jesus auferstanden ist!

Trage das Osterlicht in dein unmittelbares Umfeld: deine Familie, deine Nachbarn, Freunde, einem Außenseiter aus deiner Schule, setze dich zu einem Wohnungslosen und unterhalte dich mit ihm, besuche eine Flüchtlingsfamilie und lerne ihren Hintergrund kennen. Es gibt viele wundervolle Möglichkeiten, dieses lebendige Licht in dein Lebensumfeld zu tragen.

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