Die Ich-bin-Worte

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 3/2021. Es geht in sieben Lektionen um die Ich-bin-Worte Jesu:

Lektion 1 Johannes 6,35 Ich bin … Brot des Lebens

Lektion 2 Johannes 8,12 Ich bin … das Licht der Welt

Lektion 3 Johannes 10,9 Ich bin … die Tür

Lektion 4 Johannes 10,11. (14) Ich bin … der gute Hirte

Lektion 5 Johannes 11,25 Ich bin … die Auferstehung und das Leben

Lektion 6 Johannes 14,6 Ich bin … der Weg und die Wahrheit und das Leben

Lektion 7 Johannes 15,5 Ich bin … der Weinstock

Außerdem gibt es einen Grundsatzartikel: Der Jungscharleiter ist Hirte und damit Vorbild!

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Die Kinder wissen, dass eine Verbundenheit mit Jesus möglich ist und er sie und ihre Eigenschaften gebrauchen möchte.

Checker

Die Kinder wissen, dass Jesus sie und ihre Gaben gebrauchen möchte und wie die „Frucht“ aussehen kann, die Jesus wachsen lässt

Der Text an sich

Jesus verwendet in der Rede vom Weinstock, den Reben und dem Weingärtner ein Bild, das den Menschen in Israel vertraut war. Ein Weinstock ist eine holzige Pflanze, aus der dünnere Äste (Reben) wachsen, die man an Spalieren befestigen kann. Aus den Reben wiederum wachsen Triebe, dann Blätter und Früchte, die Trauben. In jedem Frühjahr konnte man in Israel Weinbauern dabei beobachten, wie sie die Reben beschnitten. Dabei geht es darum, die Teile der Pflanze abzuschneiden, die z. B. in eine falsche Richtung wachsen. Durch die Konzentration auf wenige, dafür aber „gute“ Triebe gelingt es, die ganze Wachstumskraft des Weinstocks in qualitativ reichhaltige Früchte fließen zu lassen.

Der Weinstock war den Zuhörerinnen und Zuhörern Jesu aber nicht nur aus dem Alltag, sondern auch als Metapher für ihr Volk bekannt. In Psalm 80, 9-19 findet sich die Erzählung, wie Gott in das verheißene Land einen Weinstock einpflanzte, den er aus Ägypten geholt hatte. Dieser Weinstock war beschädigt worden und musste nun gehegt und wiederaufgebaut werden. In Jesaja 5 z. B. kann man verfolgen, dass der Weinberg des Herrn Israel ist. Aber trotz aller Pflege brachte er nur schlechte Beeren statt guter Trauben hervor.

Nun bezeichnet sich Jesus als der „wahre“ Weinstock. Wenn der Weinstock für Israel steht, kann man das so auslegen, dass er das wahre Israel verkörpert. Alle, die ihm nachfolgen, gehören so zum wahren Volk Gottes. Zum einen weist uns das Bild vom Weinstock und den Reben darauf hin, dass wir in eine Gemeinschaft der Nachfolgenden gestellt sind. Wir alle sind sozusagen Reben. Zum anderen verdeutlicht es, wie eng die Beziehung zu Jesus sein darf – aber auch sein muss. Sollten wir uns von Jesus trennen und uns auf eigene Wege begeben, so werden wir „verdorren“. Es wird uns aber gelingen, mit Jesus verbunden zu sein, wenn wir in der Gemeinschaft der Gläubigen bleiben, die sich gegenseitig stärken und gemeinsam auf Gott ausrichten. Gleichermaßen wichtig ist, immer wieder die ganz persönliche Beziehung mit Jesus zu pflegen durch Gebet, Anbetung, dem Lesen seines Wortes, der Umsetzung seines Willens und all den anderen guten geistlichen Gewohnheiten.

Zuletzt werden Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu von Gott, dem Vater, selbst gepflegt. Das heißt auch, dass Dinge von uns gereinigt, vielleicht auch „abgeschnitten“ werden. Nicht nur in einem Weinstock, auch in uns gibt es Überflüssiges, das entfernt werden muss, damit die bestmögliche Frucht gedeihen kann.

Der Text für mich

Du und ich, wir gehören untrennbar zu Jesus. Nichts kann uns von ihm wegreißen (Römer 8, 38). Aber wir können uns entscheiden, eigene Wege zu gehen. Wie mag das aussehen? Ein langsames Vertrocknen unserer Beziehung oder ein abrupter Schritt? Es ist eine tolle Sache, dass wir nicht nur allein unsere „geistliche Lebensader“ checken können, sondern z. B. in unserer EC-Gemeinschaft zusammenkommen, um „Focus“ (früher „Weihestunde“) zu feiern. Hier können wir teilen, was gut und weniger gut läuft, bekennen und gestärkt weitermachen. Denn Jesu Zusage bleibt bestehen: Ich will mit euch verbunden sein! Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, Frucht zu bringen! (Joh. 15, 16)

Spannend ist auch, dass Jesus uns sagt, dass wir ohne ihn „nichts“ erreichen können. Für uns als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeit mit Kindern ist das auch ein „Achtung!“: Wir können nach einiger Zeit in der Mitarbeit sicher z. B. eine Jungscharstunde „aus dem Ärmel schütteln“. Man weiß doch, welche Spiele die Kinder lieben und eine Andacht kann man schnell aus einem Buch vorlesen oder googeln. Auf den ersten Blick ist diese Jungscharstunde dann natürlich nicht „nichts“. Es kann ja auch mal vorkommen, dass man spontan etwas vorbereiten muss. Aber wenn dies unser Standard ist, dann wird keine Frucht zu sehen sein. Umgekehrt: Wenn du für die Kinder betest, wenn du für dein Team betest, wenn du den Heiligen Geist bittest, dich zu leiten und zu gebrauchen, bei eurem Treffen zu wirken – welche Frucht wird dann bei euch und im Leben der Kinder wachsen können?

Der Text für dich

Starter

Wenn Kinder, die nur wenige Erfahrungen mit biblischen Texten und darin verwendeten Bildern haben, hören, dass sie die Rebe eines Weinstocks sind, der eigentlich ein Mensch ist, und dann auch noch jemand kommt, der sie abschneiden und ins Feuer werfen möchte, könnte es kompliziert werden. Naturbilder sind insgesamt immer schwieriger zu verstehen, wenn man in geschlossenen Räumen im Warmen schläft und eher auf ein Smartphone schaut, als auf Bäume zu klettern. Dennoch haben alle Kinder Erfahrungen damit, wie es ist, mit anderen Menschen (Familie, Freunde, …) verbunden zu sein oder sich danach zu sehnen. Die Botschaft dieses Textes für Starter ist, dass Jesus mit ihnen verbunden sein möchte und so fest zu ihnen steht, dass nichts, was sie tun oder erleben, das verändern kann. Sein Wunsch für sie ist ein gelingendes Leben, durch alle Höhen und Tiefen.

Checker

Zum einen sind gerade die älteren Kinder, die jede „klassische“ Bibelgeschichte schon drei Mal gehört haben, oft schwerer zu motivieren. Dieser Text mag vielleicht nicht so bekannt sein, aber er ist nicht ganz leicht zu verstehen und ein Kind im „Kenn ich schon!“-Modus wird möglicherweise trotzdem versuchen, einer Andacht dazu zu entgehen. Gerade für die Checker (und für Mitarbeitende, deren Schwerpunkt auf Wissensvermittlung ruht) liegt hier aber eine Chance: Vom „Geschichten kennen“ hin zu „Ich erlebe, dass Jesus in mir und durch mich handelt“. Jesus geht es um die Folgen, die auftreten, wenn wir mit ihm verbunden sind. Wie können Checker ermutigt werden, aus ihrer Beziehung zu Jesus zu leben und so Frucht zu bringen? Wie dürfen sie sich auch in der Jungschar mit ihren Kompetenzen einbringen und an andere etwas weitergeben? Wie gehen sie mit dem Schmerzhaften um, das sie (z. B. durch die Erziehung der Eltern) beim Beschneiden der Reben erleben? Challenges und lebenswichtige Fragen!

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

(Trauben-)Saft Verköstigung

Die Kinder sitzen an festen Plätzen und dürfen fünf verschiedene Säfte probieren. Vorher wird gemeinsam überlegt, welche Kriterien wichtig sind. Z. B. Geschmack (nicht zu süß / wässrig), Farbe (natürlich / künstlich), Fruchtgehalt … Nach jeder Runde können sie pro Kriterium null bis drei Punkte vergeben, die eine Mitarbeiterin auf ein großes Auswertungsplakat notiert.

Anknüpfungspunkt: Wie wachsen gute Früchte eigentlich?

Idee 2

Freundschaftsarmbänder flechten

Je nach Alter und Geschicklichkeit der Kinder kann man einfache oder herausfordernde Muster auswählen. Zum einen erfahren die Kinder so, wie Dinge verbunden werden und diese Verbindung hält und nicht so einfach aufzulösen ist. Zum anderen kann man ins Gespräch darüber kommen, was einen mit Freunden verbindet. Dies sind viele „unsichtbare“, aber dennoch reale Dinge.

Verkündigung

Experimentieren und selbst glauben

Die Gruppe macht einen Ausflug. Manche haben einen echten Weinberg in der Nähe. Andere können in einem Garten einen (Hobby-)Gärtner besuchen und z. B. Rosensträucher unter die Lupe nehmen. Eine weitere Möglichkeit ist es, eine Obstwiese oder einen Garten mit einem Obstbaum aufzusuchen.

Hier wird das Prinzip von Wurzel, Stamm, Trieben, Blättern und Früchten anschaubar und anfassbar. Von der Fachfrau bzw. dem Fachmann, die bzw. der für diese Stunde eingeladen wird, kann darüber hinaus an Ort und Stelle erklärt werden, an welcher Stelle sie bzw. er im Frühjahr die Pflanze beschnitten hat und was passiert wäre, wenn die Pflanze einfach nach Lust und Laune weitergewachsen wäre. Stimmig wäre es, wenn die Kinder hier und da selbst einmal einen Trieb oder Zweig mit einer Gartenschere abtrennen dürften. So steht gleichzeitig vor Augen, dass das Beschneiden für die Pflanze durchaus hart aussehen kann, aber dass ihr das nicht schadet, sondern einige Zeit später nur deswegen umso mehr gutes Wachstum geschehen kann.

Da im August aber in der Regel kein großes Zurückschneiden ansteht, können nun an verschiedenen Stationen auch andere Dinge rund um das Hegen und Pflegen von Pflanzen ausprobiert werden:

In kleine Töpfchen wird Erde gefüllt und Samen werden eingepflanzt, die mitgebrachten kleinen Pflänzchen werden vorsichtig pikiert und in größere Anzuchttöpfchen gesetzt und an einer weiteren Station wird das Gießen unter erschwerten Bedingungen geübt: Mit einem Schwamm muss aus einem Gefäß Wasser geholt werden, das möglichst schnell einen 10 Meter entfernten Messbecher z. B. zu 500 ml füllen soll (Rennen mit Stoppuhr oder Kinder gegeneinander).

Dann kommt die Gruppe zu einer kurzen Verschnaufspause mit Händewaschen, Trinken und eventuell einem kleinen Snack wieder zusammen. Sofern man nicht inmitten von Weinstöcken sitzt, kann jedem Kind ein Foto eines Weinstocks gegeben werden. Dann wird langsam Johannes 15, 1-5 vorgelesen. Im Anschluss werden den Kindern offene Fragen gestellt. So können die Kinder möglichst frei mit ihren eigenen Gedanken und Gefühlen an den Text anknüpfen. Es geht erst einmal nicht ums Bewerten, sondern um ein Ernstnehmen ihrer Vorstellungen von Gott, Jesus und sich. Mögliche Fragen sind:

  • „Ich frage mich, welcher Teil von dieser Geschichte euch am besten gefällt.“
  • „Was meint ihr, was könnte am wichtigsten daran sein?“
  • „Ich frage mich, an welcher Stelle die Geschichte etwas von euch erzählt. Wo findet ihr euch wieder?“
  • „Ob wir wohl Dinge aus der Geschichte streichen könnten. Wäre dann immer noch alles da, was wichtig wäre?

Es ist ein spannender gemeinsamer Prozess, wenn die Kinder miteinander das gerade beim Gärtnern Erlebte und ihre Vorstellungen von Jesus und Gott als Vater in Verbindung bringen. Es kann sich ein Gespräch und ein Austausch daraus entwickeln, bei dem die leitende Person auf gegenseitige Wertschätzung achtet. Weiterhin ist es für diese Person wichtig, aus einer eigenen tiefen Beschäftigung mit dem Text, weiterführende Impulse geben zu können. Zum Abschluss kann sie auch ihre eigenen Gedanken teilen. Wichtige Impulse könnten sein, dass das „In-ihm-Bleiben“ etwas sehr Grundlegendes ist. Ebenso sieht man, wie viel Mühe und Zeit der Weingärtner in seine Pflanze investiert, weil er das Beste für sie will. Es braucht viel Zeit, damit die Pflanze wächst und Frucht hervorbringt. Das macht auch deutlich, dass eine Verbindung mit Jesus etwas sehr Langfristiges ist. Zuletzt macht Jesus auch klar, dass er uns eine große Verheißung schenkt, nämlich viel Frucht zu bringen. Worin besteht diese Frucht? Hinweise geben Johannes 15, 9 ff. und Galater 5, 22 ff.

Die andere Idee

Anspiel

In einem kleinen Anspiel tritt eine Mitarbeiterin als Gärtnerin auf und erklärt den Kindern anhand einer Pflanze (je nachdem, welche dafür zur Verfügung steht), wie die Pflege durch Reinigung und Beschneiden funktioniert. Man könnte auch „Baumschule“ spielen und anhand eines gemalten Baumes überlegen lassen, welche Äste abzuschneiden wären. Es gibt dazu z. B. Material für den Beschnitt von Apfelbäumen.

Auch entsprechendes Gärtner-Werkzeug kann gezeigt werden. Ganz praktisch kann im Verlauf von der Gärtnerin ein Ast mit „Frucht“ abgeschnitten werden und als Gesprächseinstieg dienen. Wird dieser Ast jemals wieder Frucht tragen? Im Gespräch wird der Bezug auf die Kinder und ihre Beziehung zu Jesus hergestellt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder malen ein Bild oder gestalten eine Collage, in der sie eine für sie möglichst schöne, fruchttragende Pflanze darstellen. Auch die Art der Früchte können sie kreativ umsetzen und ein Gärtner kann seinen Platz finden. In diesem Bild bzw. der Collage sollen sie sich selbst einordnen: In welcher Beziehung stehen sie zur Pflanze, die ja Jesus darstellt? Welche Früchte sehen sie in ihrem Leben oder wünschen sie sich? Wo haben sie schon Jesus als Kraftquelle oder Gott als „Gärtner“ erfahren?

Gespräch

Über die bereits angedeuteten Gesprächsanknüpfungen sind auch folgende Fragen denkbar:

  • Welche Eigenschaft von dir findest du gut? Wie kann sie weiter gepflegt werden?
  • Wo und wie hast Du schon einmal gemerkt, dass Jesus ganz nah bei Dir war, dir geholfen hat, dir Kraft gegeben hat?
  • Glaubst du, es gibt auch etwas, was Gott gerne abschneiden würde?

Die Kinder könnten die Antworten auf vorbereitete Symbole schreiben. Es könnte „Früchte“, das Bizeps-Emoji für die Momente mit Jesus und Stöcke geben. Früchte und Bizeps können dann an ein (echtes oder gemaltes) Bäumchen gehängt und die „Stöckchen“ in einen Korb gelegt werden, der danebensteht.

Merkvers

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt reiche Frucht.“ Johannes 15,5 (BB)

Gemeinsam können die Kinder überlegen, welche Bewegungen man für jeden Satzteil ausführen kann. So werden die Worte mit Bewegung verknüpft und prägen sich ein.

Gebet

Die Gruppe sitzt in einem Kreis. An einer Stelle ist eine Magnettafel aufgestellt. In der Kreismitte liegen gut verteilt Magnete mit verschiedenen Motiven aus dem Leben: Tiere, Menschen mit verschiedenen Berufen, Obst und Gemüse usw. Nun kann sich jedes Kind einen Magneten aussuchen, ein entsprechendes Gebet formulieren und den Magneten an der Tafel befestigen. Es kann hilfreich sein, einen Gebetsanfang vorzuschlagen („Ich danke Dir für …“ oder „Ich bitte Dich darum, dass …“) und den Kindern sollte auch freigestellt werden, ihr Gebet im Stillen zu sprechen.

Kreatives

Einige Stunden vor dem Treffen wird der Stängel einer Blume mit weißer Blüte (z. B. eine Nelke, Dahlie oder Margerite) geteilt. Je eine Hälfte des Stängels kommt in ein Gefäß mit verdünnter blauer und roter Tinte. Am besten eignen sich Glasröhrchen dafür, die man gemeinsam in ein größeres Gefäß stellen kann. Das durch die Tinte gefärbte Wasser steigt in die Blüte und lässt sie zur Hälfte rot und zur Hälfte blau werden, da sich die Farbstoffe dort ablagern.

In der Gruppenstunde selbst kann man den Kindern zunächst mit einer weiteren Blume den Versuchsaufbau zeigen. Man kann mit ihnen ins Gespräch kommen, was nun mit der Blume geschehen wird, und dann die vorbereitete Blume zeigen. Anschlussmöglichkeit zum Gespräch: Wenn wir mit Jesus verbunden bleiben, wird sich seine Kraft und sein Wesen so in uns ausbreiten wie die Tinte in der Blüte.

Alternativ kann auch das Ausmalbild zum Einsatz kommen, das den Fokus auf die Früchte und die Reinigung durch Zurückschneiden legt.

Spielerisches

Verschiedene Bilder aus der Gartenwelt werden gestaltet oder ausgedruckt, z. B. Gartenschere, Obstpflücker, der Wagen eines Obsthändlers, weitere Gartenwerkzeuge wie Laubbläser, Heckenschere, … Diese werden auf dem Gelände (oder im Gemeindehaus) versteckt. Auf dem Gelände (oder im Gemeindehaus) verteilen sich außerdem drei Mitarbeitende, die einen Weingärtner, einen Obstgärtner und einen Obsthändler darstellen.

Je nach Gruppengröße gehen alle Kinder gemeinsam oder in Kleingruppen los. Sie sollen die Karten mit den Bildern der Gartenwerkzeuge finden und damit zu den drei Mitarbeitenden gehen. Nur diese wissen, welchen Gegenstand man ihnen zeigen muss, damit sie einen zielführenden Hinweis geben. Bei den „falschen“ Gegenständen sagen sie nur Belangloses oder dass ihnen das Bild nichts sagt.

Sind alle Gegenstände den richtigen Personen gezeigt worden, ergeben die drei Aussagen den entscheidenden Hinweis. Z. B.:

Weingärtner: „Wenn du rausgehst, dann nach links …“

Obsthändler: „… dann kommt da ein Baum.“

Obstgärtner: „Was wohl dahintersteht?“

Das Ziel des Spiels kann variieren. Entweder wird am Ende Schokofondue mit Früchten gegessen oder jeder kriegt eine Süßigkeit aus einer Schatzkiste.

Das Schokofondue könnte beispielsweise als Rahmenhandlung dienen. Man will gerade starten, da stellt man fest, dass die Früchte geklaut wurden. Die Verbrecher haben netterweise einen Hinweiszettel hinterlassen, wie man diese wiederfinden kann.

Inhaltliche Anknüpfung: An den Symbolen an und für sich ist nichts verkehrt. Dennoch muss man auch die „guten“ hinter sich lassen, um mit den „besseren“ das Ziel erreichen zu können. So hilft es uns im Leben manchmal, „gute“ Sachen bleiben zu lassen, um etwas „Besseres“ zu gewinnen, wenn Jesus uns das so aufträgt.

Rätselhaftes

Auf einem Arbeitsblatt sind verschiedene Früchte und Worte zu sehen. Die Buchstaben der Worte sind jedoch durcheinandergeraten. Z. B. wurde aus „Apfel“ so „fpleA“. Die verschiedenen Buchstabensalate müssen nun den Früchten zugeordnet werden. Eine Frucht ist nicht abgebildet, die muss von den Kindern noch selbst gemalt werden, wenn sie herausgefunden haben, welches Symbol fehlt.

(T)Extras

Lieder

  • Alles was ich hab
  • Der Knaller
  • Hier ist mein Herz
  • Herr Deine Gnade sie fällt auf mein Leben

Spiele

Obstsalat: Die Gruppe stellt sich im Kreis auf. Die Spielleitung teilt jedem Kind eine Obstsorte zu. Ein Kind stellt sich in die Mitte und ruft schnell hintereinander zwei Obstsorten. Die entsprechenden Kinder müssen die Plätze tauschen, wobei das Kind aus der Mitte versucht, sich in eine der Lücken zu stellen. Gelingt es ihm, ist als nächstes das Kind in der Mitte, das seinen Platz verloren hat.

Wird das Wort „Obstsalat“ gerufen, müssen alle Kinder die Plätze tauschen.

Aktionen

Um erfahrbar zu machen, wie viel Trauben nötig sind, um Saft zu produzieren, können die Kinder versuchen, sich selbst ein Glas Traubensaft zu pressen, indem sie Weintrauben mit einer Knoblauchpresse bearbeiten. Mit den ausgepressten Fruchtstücken können sie sich noch einen Traubenquark zubereiten. Im Sinne eines sensiblen Umgangs mit Nahrungsmitteln kann man mit den Kindern vorher besprechen, dass sie diese Aktion am besten nur dann mitmachen, wenn sie Trauben(-Produkte) mögen und vor ein wenig „bearbeitetem“ Essen nicht zurückschrecken …

Kreatives

Lesezeichen basteln: Auf Quadraten aus Tonpapier können die Kinder einen Weinstock, Reben und Trauben malen. Besonders schön könnten die Trauben wirken, wenn man für sie glänzende Pailletten verwendet. Auf der anderen Seite könnte man Johannes 15,5 aufschreiben. Das Ergebnis kann laminiert und oben mit einem Locker gelocht werden. So gibt es die Möglichkeit, daran noch ein Bändchen zu befestigen.

Weiterführende Hinweise, zum Beispiel Internetadressen:

  • Weinbau – Part1 – YouTube Bibliothek der Sachgeschichten aus der Sendung mit der Maus. Hier wird gut erklärt, wie ein Weinstock zurückgeschnitten wird.
  • Auf Pinterest findet man z. B. zu Apfelbäumen gute Grafiken, die zeigen, welche Äste wie zurückzuschneiden sind
  • Das Wissenschaftlich-Religionspädagogische Lexikon im Internet: bibelwissenschaft.de Eine Erklärung zu „Godly Play“, in der das Fragenstellen fest zur Methode gehört
  • Loccumer Pelikan 4-2012 (rpi-loccum.de) u. a. mit einem Artikel zum Thema Gesprächsführung in theologischen Gesprächen mit Kindern
  • Pikieren: Tipps, Tricks und der richtige Zeitpunkt – Mein schöner Garten (mein-schoener-garten.de) Erklärungen und Tipps zum Pikieren

Es ist ein Kommen und Gehen in unserer Gruppenarbeit. Wie gehen wir damit um? In den Hintergrund-/Grundsatzartikeln wird das Thema »Verbindlichkeit« genauso angesprochen wie eine wertschätzende Begrüßungs- und Verabschiedungs-Kultur für TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen. Ihr findet zu »Kommen und Gehen« viele hilfreiche Anregungen und Ideen, auch für den Restart nach der Coronazeit. Dazu gibt es zu unserer neuen Themenreihe Bibelarbeiten und Stundenentwürfe für eure Gruppe, die auch online durchgeführt werden können: vom »Flügge werden«, »Unterwegsseine in Gottes Schutz«, »in sich gehen und zur Ruhe kommen« , der Heimat im Himmel, einem Filmabend und vieles mehr.

Was ist im Leben eigentlich wichtig? Wer viel auf Instagram und Co. unterwegs ist, kann schnell darauf kommen, dass es vor allem darum geht, VIEL zu erleben – und zwar an möglichst exotischen Orten. Die Bilder gaukeln einem eine Leichtigkeit vor, die weit entfernt von der Realität ist … Wir nähern uns der Frage auf eine ganz andere Weise: mit viel Humor und wagemutigen Plänen.

Wir steigen ein in das Thema mit einigen Aktionen:

Löffel-Leine

Du knotest einen Löffel an einen langen Faden (Länge ca. 2 m für jedes Mädchen).

Nun besteht die Aufgabe darin, den Löffel unter der Kleidung vom Ärmel bis zum Hosenbein durchzuschieben und dann den Löffel an die Nächste weiterzugeben, bis alle Mädchen mit der Löffel-Leine verbunden sind. Dann geht es rückwärts, bis alle wieder frei sind.

Löffel-Lauf

Jetzt teilst du die Mädchen in 2–4 Gruppen ein und gibst jedem Team einen Löffel und einen Tischtennisball. Die Teams treten nun gegenseitig in einen Löffel-Staffellauf an, für den du eine Strecke definierst. Wem der TT-Ball beim Laufen vom Löffel fällt (natürlich darf der Löffel nur hinten gegriffen und der Ball nicht festgehalten werden!), der muss den Ball wiederholen und startet an der Stelle neu. Welche Staffel läuft am schnellsten?

Löffel-Löffeln

Jeweils 2 Mädchen bilden ein Team. Ein Mädchen lässt sich die Augen verbinden und versucht nun »blind« ihre Teampartnerin mit einem kleinen Jogurt zu »füttern«.

»Den Löffel abgeben«

Woher kommt wohl dieser Satz und was bedeutet er? Antwort: Er stammt aus dem Mittelalter und war ein Bild dafür, dass jemand gestorben ist. Woher er genau stammt, lässt sich nur schwer sagen. Löffel waren früher seltene Gegenstände, damit verbunden gibt es unterschiedliche Ansätze:

  1. Mönche des Zisterzienserordens haben wohl früher ihren Löffel am Gürtel der Kutte getragen und der ist ihnen abgenommen worden, wenn sie verstarben.
  2. Auf den bäuerlichen Höfen gab es für die großen Töpfe, in denen damals über dem Feuer gekocht wurde, besonders große Löffel, die benutzt wurden von der alten Bäuerin, quasi der »Chefin« des Hofes. Wenn nun der älteste Sohn heiratete und seine Frau mit auf den Hof brachte, stand der Generationswechsel an und die alte Bäuerin gab den Löffel (und damit verbunden die weiteren Aufgaben und Verantwortlichkeiten) an die neue Jungbäuerin ab.

»Löffel-Liste«

Dieser Ausdruck, angelehnt an »den Löffel abgeben« (dem deutschen Pendant zum englischen »kick the bucket«), ist vielen bekannt aus dem Film »Das Beste kommt zum Schluss«. Es geht darum, sich zu überlegen, was man in seinem Leben noch alles erleben möchte: was einem wichtig ist, welche Ziele man hat und welche Dinge man unbedingt ausprobieren möchte.

Um darin etwas »Erfahrung« zu sammeln, bekommen die Mädchen nun die Gelegenheit, sich Dinge für den Mädchenkreis zu überlegen, die man gemeinsam im Laufe des Jahres unbedingt noch umsetzen möchte. Jede kann auf einem Blatt drei Ideen sammeln, die dann mit den Ideen der anderen zusammengetragen werden.

Aus dieser Ideensammlung werden dann drei Ideen ausgesucht: Jede darf maximal drei Stimmen vergeben und die Ideen mit den meisten Stimmen werden dann genommen.

Wer mag, kann ja später noch eine ganz eigene Löffel-Liste erstellen. Die Listen können dann beim nächsten Treffen vorgestellt werden.

»Das Beste kommt zum Schluss«

Schaut euch gemeinsam den Film an und erlebt, was für Abenteuer Edward Cole (Jack Nicholson) und Carter Chambers (Morgan Freeman) mit ihren Löffel-Listen durchstehen.

Andachts-Idee

»Alles hat seine Zeit« zu Prediger 3,1–12

Wir können viel erleben – aber nicht immer dann, wenn wir das gerne möchten. Auf manches muss man warten, anderes muss man sich erarbeiten, manches wird einem geschenkt, einiges wird vielleicht immer ein Traum bleiben.

Wichtig ist, dass man bei all dem nicht alleine ist, sondern sich begleitet wissen darf von Gott.

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 1/2021. Es geht um Jesu Leidensgeschichte im Johannesevangelium. In insgesamt 4 Lektionen erleben wir den Weg Jesu an’s Kreuz mit:

Lektion 10 Johannes 13,1-20 Was habe ich getan?

Lektion 11 Johannes 18,1-11 Wen sucht ihr?

Lektion 12 Johannes 18,28-40 Jesus, König der Juden?

Lektion 13 Johannes 19,16b-24 Warum?

Außerdem enthalten: Ein Familiengottesdienst zur Passionszeit.

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Thema: Ja, – klar!

Bibeltext: 1. Johannes 1,7 + Lukas 22,54-62

Zielgedanke

Ja, – klar! Weil Gott „JA“ zu uns sagte, bewirkte der Tod von Jesus Christus Klarheit in unserer Beziehung zu Gott.

Das Thema an sich

1. Johannes 1,7

 „Leben wir aber im Licht, so wie Gott im Licht ist, dann haben wir Gemeinschaft miteinander.“ Auch im Leben eines Christen passiert etwas, das Gott Sünde nennt. Darum ergänzt Johannes: „Und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.“ Allein durch den Tod von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha gibt es Gemeinschaft zwischen dem vollkommenen Gott und den unvollkommenen Christen.

Lukas 22, 54 – 62

Petrus stellt sich nicht zu Jesus. Er schämt sich und hat Angst. Dreimal lügt er: „Ich kenne ihn nicht!“ Aber Jesus stellt sich zu Petrus. Er dreht sich um und schaut Petrus an. Petrus schämt sich für sein Versagen.

Wasser-Experiment mit Deutung

Gott sagt Ja zum Menschen und will mit ihm in Gemeinschaft leben. Die Sünde trennt den Menschen von Gott. Jesus reinigt von der Sünde. Freundschaft mit Gott ist wieder möglich.

Das Thema für mich

Als ich neun Jahre alt war, beschäftigten mich diese Überlegungen: Warum hat Gott der Vater, der immer bei uns sein will, seinen eigenen Sohn in dessen Todesstunde verlassen? Warum verspricht Gott uns einen Platz im Himmel, obwohl niemand in den Himmel kommen kann, der sündigt? Meine Fragen stellte ich nicht laut, da ich nicht wusste, mit wem ich darüber reden könnte. Antworten auf diese „Widersprüchlichkeiten“ fand ich erst drei Jahre später, als mir die Zusammenhänge mit Hilfe von Vergleichsbildern aufgezeigt wurden. Meine damalige Ungewissheit wurde für mich zur Motivation, bis heute als Kinderreferentin zu versuchen, Kindern das Evangelium kreativ zu erklären.

Das Thema für dich

Gott „schreibt“ mit jedem Menschen seine ganz persönliche Glaubensgeschichte. In ganz unterschiedlichen Altersphasen darf es Menschen „klar werden“, welche Auswirkungen der Kreuzestod und die Auferstehung des Sohnes Gottes für ihr Leben hat. In manchen Biografien leuchtet auf, wie Gottes Geist in der Kindheit die Klarheit schenkte: „Ich darf eine ,ungetrübte‘ Freundschaft mit Gott haben. Das hat Jesus möglich gemacht.“

Material und Durchführung des Experiments

Ein Wasser-Experiment (mit Tinte verdunkeltes Wasser wird durch Chlor wieder klargemacht) soll „klar machen“, dass Jesus unser Leben wieder „klar machen“ will! Sowohl in einem Präsenz-Gottesdienst als auch in einer Online-Übertragung ist dieses Experiment anwendbar. Pädagogisch wertvoll und besonders für Jungs begeisternd ist, wenn die Teilnehmenden in kleinen Gruppen oder am Bildschirm gleichzeitig das Experiment unter Anleitung durchführen. Mit Hilfe einer Rahmen-Erzählung wird die Erfahrung von Petrus mit Jesus in den Alltag der Zuhörer transportiert. In die Verkündigungsphase integriert sind kurze Gespräche möglich.

Material der anleitenden Person

  • Tisch
  • 1 durchsichtiger Krug mit Wasser
  • Behälter ca. 100 ml Speiseöl
  • Löffel zum Umrühren
  • Tinte (2 Tropfen)
  • Behälter ca. 100 ml Chlor (z.B. DanKlorix)

 Experiment zuvor unbedingt ausprobieren und anpassen!!!

Material der Kleingruppen im Präsenz-Gottesdienst und der Familien am Bildschirm

Zuvor die Materialien bekanntgeben, damit sie vorbereitet werden können:

Tisch
Glas (250 ml) mit ca. 50 ml Wasser
Behälter mit ca. 50 ml Speiseöl
Löffel zum Umrühren
Tinte (1- 2 Tropfen)
Behälter mit ca. 50 ml Chlor

Bedeutung:

Wasser = Mensch
Öl          = Gott
Tinte     = Sünde
Chlor    = Blut Jesu

Durchführung und Erklärung:

1. Das Öl ins Wasser füllen, dabei ist kaum ein farblicher Unterschied zu erkennen.
=>Rein, Einheit

Gott schuf den Menschen, um Gemeinschaft mit ihm zu haben

Gott ist rein, wie auch Öl rein, kostbar und pur ist

Der Mensch war perfekt geschaffen

2. Einige Tropfen Tinte ins Wasser geben. Beobachten. Was passiert?
Das Wasser färbt sich dunkel, Öl bleibt durchsichtig und rein
=>Trennung von Gott wird deutlich

Umrühren

3. Chlor hinzugeben. Beobachten. Was passiert?

Das Wasser färbt sich wieder golden, weiß oder durchsichtig.
=>Jesus ins Leben einladen. Durch Jesus sind wir wieder rein!

Die Farbe von Öl und Wasser lässt sich wieder kaum unterscheiden. => Gott hat wieder Gemeinschaft mit uns!

Programm-Bausteine

Lieder

  • Jesus kam für dich FJ kids 167
  • Jesus, mir fehlen die Worte FJ kids 171
  • Nur deine Liebe Herr ist größer FJ kids 37
  • Gottes große Liebe FJ kids 142
  • Jesus liebt mich (Du hast mich neu gemacht) FJ kids 146
  • Jesus Christus starb für mich (Gemeindeliederbuch)

Einstiegsphase

Ja-Nein-Spiel

Antwort „JA!“ aufstehen oder Daumen hoch zeigen
Antwort „Nein!“ sitzen bleiben oder Daumen runter zeigen

  1. Gestern war Nikolaustag. NEIN
  2. In Jeremia 31,3 steht:  „Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.“ (Elberfelder) JA
  3. Gott sagt: Ich kenne dich und will gerne mit dir zusammen sein! JA
  4. Morgen ist der 29.02.21     NEIN
  5. Das Wort „Evangelium“ bedeutet: Eine gute Nachricht. JA
  6. In der Bibel wird erzählt, wie Jesus gestorben ist. JA
  7. In der Bibel wird erzählt, wie die Freunde – die Jünger – von Jesus, den toten Jesus aus dem Grab geklaut haben. NEIN.
  8. Tinte ist ein großartiges Reinigungsmittel. NEIN
  9. Chlor ist ein Reinigungsmittel. JA
  10.  „Ja, klar!“ denke oder sage ich auch manchmal. JA oder NEIN

Erzählung mit Experiment

Das war eine coole Zeit gewesen! Abwechslungsreich. Spannend. Jeder Tag anders. Sein Lehrer überraschte ihn fast jeden Tag mit etwas Neuem. Klar, mit all diesen Geschichten könnte er ein ganzes Buch schreiben. Wirklich klar? Hatte er wirklich alles verstanden, was sein Lehrer erzählt und erklärt hatte? Sein Lehrer gab ihm manchmal sogar das Privileg eines Nachhilfeunterrichts. Vor kurzem sagte sein Lehrer zu ihm: „Und du wirst nicht zu mir stehen! Du wirst dich schämen. Du wirst sagen: ‚Ich kenne diesen Lehrer nicht‘!“  Nein, diese Warnung verstand er nicht. Er liebte Jesus, seinen Lehrer. Er würde sogar sein Leben für ihn lassen. Ja, klar!

Wie es Petrus erging, können wir mit Hilfe eines Wasserglases/Wasserkrugs nacherleben. (Du kannst dein Glas nehmen, gefüllt mit Wasser). Das Wasser ist ein Bild für unser Leben und für das Leben von Petrus. Hier zeige ich nun einen Behälter mit Öl. Das Öl soll ein Bild für Gott sein. Gott sagte zu Petrus und Gott sagt zu dir: „Ich sage Ja zu dir. Ich will, dass du lebst.“ Das bedeutet: Du und ich, wir dürfen leben, um mit Gott zusammen zu sein.

Ich schütte nun das Öl in das Wasser. (Nehme deinen Ölbehälter und schütte Öl in das Wasser). Man erkennt kaum einen Unterschied, fast dieselbe Farbe. Gott will mit jedem Menschen Gemeinschaft haben. Gott ist rein, wie auch Öl rein, kostbar und pur ist. Wir Menschen waren von Gott perfekt gemacht. Wir passten mit dem vollkommenen Gott zusammen.

Jetzt lassen wir alle ungefähr 2 Tropfen Tinte eintropfen in die Flüssigkeit. (evtl. die Flüssigkeit nun mit dem Löffel verrühren.) Was passiert?

=> evtl. Zeit geben zum Gesprächsaustausch! Was kann solche Dunkelheit in unserem Lebensalltag sein?

Das Wasser färbt sich dunkel. Durch so eine Kleinigkeit, nur 2 Tropfen, wird das Wasser dunkel. Die ersten Menschen auf der Erde meinten: „Wir können auch ohne Gott leben.“ So kam die Dunkelheit, die Sünde, in ihr Leben. Petrus hatte gedacht: „Ich habe Jesus sehr lieb. Ich werde ihn sogar verteidigen.“ Und was geschah?

Petrus musste zuschauen, wie Jesus im Garten Gethsemane von Soldaten gefangen genommen wurde. Direkt vor ihm. Sie nahmen Jesus einfach mit. Weg war er. Alle Freunde von Jesus versteckten sich. Petrus zuerst auch, dann aber zeigte er sich mutig. Heimlich schlich er der Soldatengruppe nach. Dorthin, wohin sie Jesus schleppten. In einem Hof wartete Petrus. Was machten sie mit Jesus da drin im Gerichtssaal? Würden sie ihn zum Tode verurteilen? „Hey, du gehörst doch auch zu Jesus!“, sprach eine Frau ihn an. Petrus stockte der Atem. Was passierte, wenn er zugab, ‚Ja ich kenne Jesus‘? Er hatte keinen Mut mehr, sich zu Jesus zu bekennen. Er behauptete ganz laut: „Nein, den kenne ich nicht!“ Petrus schämte sich, sich zu Jesus zu stellen. Schaut mal unser Experiment an (Schau genau dein Glas an.) Was hat sich da entwickelt? Das Wasser hat sich dunkel verfärbt. Das Öl blieb durchsichtig und rein. Gott und Jesus bleiben rein, ohne Sünde. Hier wird der Unterschied zwischen Gott und uns Menschen erkennbar. Noch zweimal hatte Petrus die Chance zu sagen: „Ja, ich kenne Jesus.“ Doch insgesamt dreimal hintereinander log er: „Nein, den kenne ich nicht!“

Das spürte Petrus nun ganz stark: „Ich schaffe es nicht, mich zu Jesus zu stellen.“ Petrus sah zu dem Gebäude, in welchem Jesus war. Er hörte, wie Jesus ausgelacht und geschlagen wurde. Doch jetzt geschah etwas ganz, ganz Besonderes. In der Bibel wird nicht berichtet, wie es dazu kam. Doch in der Bibel steht: „Da drehte sich Jesus um und sah Petrus an.“ Jesus sagte nichts zu ihm. Jesus verriet ihn nicht. Aber er schaute ihn an. Obwohl Petrus die Freundschaft mit Jesus kaputtgemacht hatte. Da war für Petrus ganz klar: „Jesus stellt sich zu mir. Er will weiterhin Gemeinschaft mit mir haben. Jesus hat seine Freundschaft mit mir nicht aufgelöst.“

Petrus rannte weg. Er schämte sich sehr. Er schämte sich für das, was er getan hatte. Es tat ihm sehr leid.

Warum schaute Jesus Petrus an?  

=> evtl. Zeit geben zum Gesprächsaustausch!

Jesus hatte Petrus sehr lieb. Zu diesem Zeitpunkt wusste Jesus, was er noch erleiden musste. Das tat er auch für Petrus und uns alle. Jesus übernahm unschuldig die Todesstrafe an einem Kreuz. Alles Dunkle, alles Schlechte, die ganze Sünde von allen Menschen auf der Welt (auf die dunkle Farbe im Glas deuten) wurde auf Jesus gelegt. Am Kreuz rief Jesus: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Warum behauptete Jesus so was? Nun, als Gott zu Jesus schaute, sah der Vater im Himmel die Sünde, das Schlechte von allen Menschen. Somit war nun Jesus auch nicht mehr mit seinem Vater im Himmel zusammen. Das war für Jesus das Allerschlimmste. Keine Gemeinschaft mehr mit seinem Vater im Himmel zu haben. Jesus war damit – wie hier im Glas das dunkle Wasser vom Öl – getrennt. Drei Stunden lang am Kreuz. Dann wusste er: „Es ist vollbracht! Es ist vollendet!“ Danach starb Gottes Sohn.  – Und was haben wir davon?

Petrus hatte es erst später kapiert, ihm wurde dann ganz klar: Etwas Einmaliges ist geschehen. Weil Jesus unschuldig am Kreuz gestorben ist und wieder lebendig wurde, ist folgendes möglich: Jeder kann zu Jesus sagen: „Bitte Jesus, komme in mein Leben.“ – Ich nehme hier nun diesen Behälter mit Chlor. Das Chlorwill ein Vergleichsbild für Jesus sein, der nicht tot im Grab blieb, sondern wieder lebendig wurde und ist. Jetzt schütten wir das Chlor in das Glas. (evtl. mit einem Löffel umrühren) Was passiert jetzt?

=> evtl. Zeit geben zum Gesprächsaustausch! Wie möchtest du dieses Vergleichsbild deuten?  

Das Wasser färbt sich wieder goldfarben, weiß oder durchsichtig und klar. Das Chlor reinigt von der Tinte. Jesus reinigt uns von der Sünde, die uns von Gott trennt. Darum sage zu Jesus: „Bitte Jesus, komme in mein Leben. Ich brauche dich! Bitte vergib mir!“ Jetzt können wir wieder mit Gott zusammen sein und mit ihm leben.

Petrus wurde total verändert. Er erzählte diese gute Nachricht sehr vielen Menschen! „Ja, klar. Gott sagt „Ja“ zu dir! Jesus macht dein Leben wieder klar!“

Gebet

Jesus, manchmal verstehe ich nicht, warum du so grausam hast sterben müssen am Kreuz. Warum dich einer deiner besten Freunde verraten hat. Warum du, der Sohn Gottes, in ein dunkles Höhlengrab gelegt wurdest. Aber ich danke dir so sehr, dass du für mich diesen schweren Weg gegangen bist. Danke, dass du auferstanden bist und lebst. Danke, dass du alles, was ich falsch gemacht habe, vergibst. Danke, dass ich deshalb rein und unschuldig vor Gott stehen darf und „Vater“ zu ihm sagen kann. Das ist ein unglaubliches Geschenk. Amen.

Diese Themenreihe enthält 7 Einheiten zu Texten aus dem Johannesevangelium. 5 Einheiten beschäftigen sich den Taten und Begegnungen von Jesus, unter anderem dem Weinwunder bei der Hochzeit in Kana (Johannes 2) und dem Gespräch mit der Samariterin am Brunnen (Johannes 4). Außerdem enthält diese Reihe noch zwei Einheiten zum Johannesprolog (Johannes 1,1-18) die besonders für die Weihnachtszeit geeignet sind und die Weihnachtsgeschichte aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe, passend zur Jahreszeit, ein Winterfest mit Spielideen für drinnen und draußen, sowie einer Andacht zum Thema Winter.

Johannes 2,1-12

Das Ziel

Starter

Jesus kann alles, ihn kann ich um alles bitten, zu ihm kann ich kommen und ihm alles sagen.

Checker

Jesus zu vertrauen ist wichtig. Er gibt uns mehr, als wir uns vorstellen können.

Der Text an sich

Jesus ist zu dieser Hochzeitsfeier eingeladen. Damals waren die Hochzeitsfeiern mehrere Tage lang. Jesus kommt mit seiner Familie und seinen Jüngern zu diesem Fest. Gastfreundschaft war damals sehr wichtig und dazu gehörte immer, dass genug zu Essen und zu Trinken da ist. Maria, die Mutter von Jesus, wollte die Gastgeber nicht in Verruf bringen, daher bittet sie Jesus zu reagieren. Die erste Reaktion von Jesus ist sehr komisch, denn er spricht sehr respektlos zu seiner Mutter. Aber ihm ist es aber wichtig, so zu handeln, wie es für den ganzen Heilsplan wichtig ist. Maria lässt Jesus tun, denn sie weiß, dass er das Richtige tut, daher geht sie zu den Dienern.

Jesus zog nach dem Wunder weiter, ohne dass beschrieben wird, was noch passierte.

Der Text für mich

Feiern sind für mich immer etwas besonderes. Ich stolpere immer wieder über den Text und denke mir, wie besonders dieses erste Wunder hier ist. Ich kann die abweisende Reaktion von Jesus seiner Mutter gegenüber nicht verstehen. Er weiß aber genau, was er tut. Für mich wird in diesem Wunder immer wieder deutlich, dass Jesus genau sieht, was die Menschen brauchen. Er kann alles. Er will nicht, dass es den Menschen schlecht geht. Hier im Text ist auch dieses große Vertrauen der Diener bewundernswert. Sie gehen mit „Wasser“ zu ihrem Chef und er soll es probieren. Darin zeigt sich ein riesengroßes Vertrauen und macht für mich dieses Wunder noch viel größer.

Der Text für dich

Starter

Maria wusste, dass sie mit ihrer Bitte zu ihrem Sohn kommen kann. Sie wusste, dass nur er in diesem Moment helfen kann. Dieses Vertrauen und diese Bitte sind besonders. Auch wenn die Reaktion von Jesus etwas komisch ist, erfüllt er seiner Mutter diesen Wunsch. Das Vertrauen, dass Jesus etwas Besonderes kann, gibt sie an die Diener weiter. Sie sollen das machen, was Jesus sagt.

Checker

Dass für Jesus alles möglich, ist für uns klar. Aber den Vertrauensschritt zu gehen, dass er auch Wundert tut, ist herausfordernd. Die Diener gehen los und holen Wasser, dass eigentlich für das waschen bestimmt war. Sie wissen nicht was passiert, aber Jesus belohnt das Vertrauen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Büroklammerkette

Bei einer Hochzeit geht es darum, dass sich zwei Menschen versprechen, immer zusammenzuhalten. Wir wollen eine Kette herstellen, die zusammen hält. Zwei Gruppen bekommen jeder eine Packung Büroklammern und müssen versuchen, daraus eine Kette zu knüpfen. Wenn alle Klammer eine Kette sind, hat die Gruppegewonnen.

Idee 2: Lieder gurgeln

Bei einer Feier wird auch gesungen und getrunken. Ein Kind oder ein Mitarbeiter bekommt ein Schluck Wasser in den Mund und muss nun ein Lied gurgeln. Wer es errät, bekommt einen Punkt.

Verkündigung

Erzählung mit Bildern auf einer „Easy-Flip“ Folie

Eine „Easy-Flip“ Folie ist eine statisch aufgeladen Folie, an der Zettel einfach so kleben bleiben und man sie auch verschieben kann. Am besten ist es dann, die Bilder auf 80g Papier zu drucken. Diese halten an dieser Folie am besten. Die Methode lebt davon, dass man die Bilder hin und her schieben und versetzen kann, und das auf eine magische Art. Es ist sehr faszinierend, dass die Bilder einfach so an der Wand hängen bleiben. Natürlich findet ihr auch Bilder im Internet, die sich gut zum Erzählen eignen, bitte achtet aber darauf, dass diese Bilder auch zur Benutzung freigegeben sind und man sie legal zum Downloaden gibt. Tipp: Sehr schöne Bilder für diese Methode (und auch für andere), findet man auch bei Claudia Kündig aus der Schweiz, als Gratisdownload unter: http://www.kuendigs.ch

Folgende Bilder werden benötigt: Brautpaar und Ringe, Jesus und seine Jünger, Maria, Diener, Krüge und Zielgedanken

Die Erzählung:

Wart ihr schon mal auf einem großen Fest, zum Beispiel auf einer Hochzeitsfeier? Was gibt es dort Besonderes? Was ist das Besondere an einer Hochzeit? (Gemeinsam mit den Kindern sammeln!) Heute hören wir auch von einem besonderen Hochzeitsfest aus der Bibel.

Damals wurde eine Hochzeit an mehreren Tagen hintereinander gefeiert (Brautpaar oder Ringe hinhängen). Sieben Tage haben die Menschen zusammen gefeiert und viel zusammen gegessen und getrunken. Man hatte viel Zeit miteinander und dabei zusammen gesungen und gespielt. In der Bibel (Richter 14) wird berichtet, dass sie gerne Rätsel gelöst haben. So hatten also alle viel Spaß und Freude beim Fest.

Zu diesem Fest waren auch Jesus und seine Jünger eingeladen. Sie feierten gerne mit und hatten zusammen mit den anderen Gästen viel Spaß (Bild von Jesus und seinen Jüngern hin hängen). Ob Jesus die ganze Zeit dort war, oder nur einen Tag, wird nicht gesagt. Er war auf alle Fälle dabei.

Plötzlich kam seine Mutter zu ihm (Bild Maria hinhängen) und sagte: „Jesus, die Diener und die ganze Hochzeitsgesellschaft haben ein Problem! Der Wein ist gleich alle. Die Weinkrüge sind fast leer! Was sollen wir machen? Kannst du ihnen nicht helfen?“ Jesus war erstmal etwas überrascht über diese Aussage und diese ungewohnte Bitte seiner Mutter. Ihr müsst wissen, dass es damals sehr unhöflich war, wenn bei einem Fest die Getränke ausgegangen sind oder das Essen nicht reichte. Bei einer Feier musste immer genug da sein und es durfte so etwas nicht passieren. Jesus merkte, dass er hier helfen musste.

Jesus rief die Diener, die für das Essen zuständig waren zu sich und sagte ihnen, dass sie die Krüge (Bild von Krug hinhängen) mit Wasser füllen und dann warten sollen. Mit Wasser? Die Diener waren bestimmt sehr verwundert, warum sie die Krüge ausgerechnet mit Wasser füllen sollten. Aber sie taten es trotzdem. Als sie das getan hatten, ließ Jesus einen Becher mit „Wasser“ zu dem Mann bringen, der für den Wein zuständig und schon völlig verzweifelt war. Er hatte Angst, dass er bestraft wird, weil es fast keinen Wein mehr gab. Als er das „Wasser“ probierte, schmeckte es nicht mehr nach Wasser, sondern nach einem sehr guten Wein. Der war so lecker, noch viel besser als der Wein, der zuvor ausgeschenkt wurde. Der Bräutigam war so dankbar, dass er nun genug Wein für seine Gäste hatte.

Jesus hat das Fest gerettet und den Menschen guten Wein zu trinken gegeben. Sie konnten nun schmecken, was Jesus alles kann. Wie cool ist das denn? Jesus setzt sich dafür ein, dass die Feier weitergehen kann. Eins ist klar: „JESUS KANN ALLES“! (Schild mit Zielgedanken hinhängen) Ich dachte immer, dass Jesus seine Wunderkräfte nur einsetzen kann, um Menschen zu heilen und gesund zu machen. Nein, Jesus ist es wichtig, dass es uns allen gut geht und dass wir alles haben, was wir brauchen. Eins ist klar: „JESUS KANN ALLES“! Wir dürfen auch, wie seine Mutter zu Jesus kommen und ihn bitten, dass er uns hilft. Dazu können wir mit ihm reden und ihm vertrauen, dass er uns das schenkt, was wir brauchen. Oft bitten wir um so vieles und wir bekommen es nicht. Dann ist es wahrscheinlich genau richtig, dass wir es nicht bekommen, weil Jesu nur das Beste für uns will. Eventuell sollst du noch etwas viel Besseres bekommen, als du dir vorgestellt hast. Wichtig ist, Jesus zu bitten und zu vertrauen und darauf zu warten, was er macht. Weil: „JESUS KANN ALLES“!

Die andere Idee

Stehgreiftheater

Zunächst wird der Text gelesen. Nun überlegen wir gemeinsam, welche Rollen benötigt werden. Diese Rollen werden verteilt und dann wird der Text noch einmal gelesen und dabei wird das Gelesene gespielt. In einer dritten Runde wird die Geschichte noch einmal gespielt, diesmal aber ohne die Textlesung, sondern die Spieler erfinden selber die Dialoge.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Jungscharler versuchen einen Kurzbericht über das Ereignis auf der Hochzeit zu Kana zu schreiben. das kann einzeln oder in kleinen Gruppen erfolgen. Ist das geschehen, liest man sich die Berichte gegenseitig vor.

Gespräch

Die folgenden Fragen sollen helfen, über die Geschichte nachzudenken und mit den Kindern ins Gespräch zu kommen:

Wer war von euch schon mal bei einer Hochzeit? Was war besonderes toll?

Es ist sehr unangenehm, wenn einem bei einer Feier etwas fehlt oder alle wird. Was würdest du machen?

Hast du schon erlebt, dass Jesus dir geholfen hat?

Hass du schon mal ein Wunder von Jesus erlebt? Wenn ja, was war das für eins? Glaubst du, dass Jesus heute auch noch Wunder tun kann?

So wie Maria zu Jesus gegangen ist, können wir heute auch zu Jesus kommen und ihn bitten – Wie geht das?

Merkvers

Allem bin ich gewachsen durch den, der mich stark macht. (Philipper 4,13)

Der Vers wird auf einen Krug geschrieben. Das geht am Besten, wenn man einen Zettel mit dem Bibelvers draufklebt. Nun wird der Krug mit Wasser gefüllt. Der Krug wird nun von einem Kind mit ausgestrecktem Arm gehalten und dabei hat es die Aufgabe, den Vers zu sagen.

Gebet

Wir laden die Kinder zum Popkorngebet ein. Jedes Kind soll nur ein Wort sagen, wofür es Jesus danke sagt oder wo er anfangen will, ihm neu zu vertrauen. Wichtig ist, dass die Kinder nur ein Wort sagen, so trauen sich meistens alle Kinder!

Zum Abschluss betet der Mitarbeiter: Jesus, ich danke dir, dass ich weiß, dass ich dir vertrauen kann und dass du alles kannst. Danke, dass ich mit allem, was ich habe, zu dir kommen darf und wissen kann, dass du mich hörst.

Kreatives

Zusammen mit den Kindern werden Kekse gebacken.

Aus 150 g Zucker, 250 g Butter, 2 Päckchen Vanillezucker, 500g Mehl, 1 Prise Salz und einem Ei wird ein Teig hergestellt. Der Teig wird ausgerollt und mit einem runden Glas werden Kreise ausgestochen. In die Mitte der Kreise kommt ein Klecks Marmelade. Nun werden die Kekse ca. 10 Minuten bei 200 Grad gebacken.

Spielerisches

Zur Hochzeit gehört viel Essen, daher wollen wir einen Geschmackstest machen.

Auf einen Löffel sind immer Minikleckse von Lebensmitteln und die Kinder müssen mit verbunden Augen erraten, was es ist. Dieses kann man auch als Schnelligkeitsspiel machen, in dem zwei Kinder gleichzeitig einen Löffel bekommen und derjenige, der zuerst die richtige Antwort gibt, bekommt einen Punkt.

Rätselhaftes

Es werden Buchstaben an eine Tafel geschrieben. Die Aufgabe besteht darin, diese Buchstaben in die richtige Reihenfolge zu bringen, sodass ein sinnvolles Wort entsteht. Die Lösungswörter sind immer Getränke.

Hier einige Beispiele:

ACLO – Cola

EINW – Wein

AERSSW – Wasser

AEEFFK – Kaffee

ABEEEILST – Salbeitee

ADEEIILMNNNOORTZ – Zitronenlimonade

(T)Extras

Lieder

Der Vater im Himmel segne dich

Wir singen für unseren Gott

Der Herr segne dich

Spiele

Wie wollen ein Fest feiern, dafür muss der Tisch gut gedeckt sein. dafür müssen wir das Geschirr erspielen Welche Gruppe bekommt das meiste zusammen?

Spiel 1: Tischdecke (Wer sitzt mir gegenüber?)

Die Kinder sitzen in zwei Gruppen gegenüber. Eine Tischdecke wird in der Mitte so gehalten, dass die Gruppen sich nicht sehen können. Eines der Kinder rückt immer auf jeder Seite an die Decke ran und auf drei wird die Decke losgelassen. Das Kind, was als erstes den Namen des anderen Kindes sagt, gewinnt und die Gruppe bekommt den Punkt. Die Gruppe mit den meisten Punkten bekommt die Decke als Preis.

Spiel 2: Teller (auf dem Tisch)

Es wird ein Tisch hingestellt und in 2 Meter Entfernung stellen sich die Gruppen auf. Nun müssen sie versuchen, einen Plastik- oder Pappteller auf den Tisch zu werfen ohne dass er runterfällt. Gewonnen hat die Gruppe, bei der die meisten Teller auf dem Tisch bleiben. Sie erhält die Teller als Preis.

Spiel 3: Tasse (Becher pusten)

Auf dem Tisch werden Plastikbecher (Einweg) aufgestapelt. Mit einen Luftballon muss man nun versuchen, diesen Turm umzupusten. Man darf ihn nur einmal aufblasen. Welche Gruppe mehr Becher vom Tisch pustet gewinnt die Becher als Preis.

Spiel 4: Besteck (Zielwerfen in Kisten)

Jedes Kind bekommt einen Löffel und eine Gabel. Dann wird ein Eimer 3 Meter weit entfernt aufgestellt. Nun heißt es genau zielen. Welche Gruppe die meisten Bestecke in den Eimer geworfen hat, gewinnt, das Besteck als Preis.

Wenn alles für den Tisch erspielt wurde, beginnt das Fest. Nun könnt ihr zusammen noch etwas essen und euer Spezial-Fest feiern! Guten Appetit.

Wir haben 6 Themeneinheiten zusammengestellt bei denen es um Teens in der Bibel geht. Von dem kleinen David, der es voll drauf hatte über Maria mit ihrem faszinierenden Glauben und Josef, Josia, Daniel und natürlich Jesus als Teenager im Tempel.

1. Vorbemerkungen (inkl. Bedeutung für Teenager heute)

Die Personen in der Bibel haben keine Ahnung vom Leben heute und sind so vollkommen anders als wir? Von wegen! Josefs Geschichte beschreibt ein Leben voller Hochs und Tiefs. Hinfallen, aufstehen, gewinnen und verlieren. Voller Vertrauen und Verzweifeln. Hass. Schmerz. Vergebung. Liebe. Die ganze Bandbreite.

Und wie ein roter Faden, der alles zusammenhält, kann man in all dem den Gott finden, der damals schon immer da war und alles in der Hand hatte und es heute noch genauso tut.

2. Zielgedanke

Gott geht mit dir durch jede Lebenslage, hat den Überblick und möchte, dass wir ihm vertrauen und den ganzen Frust bei ihm abgeben.

3. Einführung

In einem Spoken Word Video wird die Josefsgeschichte aus der heutigen Perspektive erzählt, sodass nicht sofort erkennbar ist, um wen es sich handelt. Sowohl das Video als auch der Bibeltext thematisieren das abenteuerliche Leben von Josef mit all seinen Hoffnungen, seinen „Schicksalsschlägen“ und seinen Emotionen.

Im Vordergrund stehet, dass wir von Josef lernen können, Gott in jeder Lebenslage zu vertrauen, weil er das große Ganze überblickt und alles zum Guten führen kann. Und in diesem Vertrauen soll es uns auch möglich gemacht werden anderen zu vertrauen, um selbst frei zu werden.

Da die Geschichte eher einer biografischen Erzählung gleicht, geht es mehr um die zentralen Gedanken und den Perspektivwechsel bzw. die Übertragung auf heute und somit sind exegetische Informationen nicht unbedingt notwendig für diese Einheit. Deshalb reicht es zur Vorbereitung vollkommen aus, den Bibeltext bzw. die Zusammenfassung zu lesen.

4. Methodik für die Gruppe

Gespräch, Diskussion, Spiel, Reflexion

4.1 Einstieg

Spoken Word Video zeigen, ohne zu verraten, um wen oder was es dort geht. Danach kann in die Runde gefragt werden, wer die Geschichte erkannt hat und an welcher Stelle.

4.2 Hauptteil

Je nach Kenntnisstand der Teilnehmer kann entweder zur Wiederholung die wirklich gute Wikipediazusammenfassung (https://de.wikipedia.org/wiki/Josefsgeschichte) der Geschichte gelesen werden oder eben ausgewählte Bibelstellen (die Geschichte ist sehr lang und zieht sich über mehrere Kapitel).

Zitate vs Bibelstelle

Die folgenden Zitate werden ausgeschnitten und entweder verteilt oder in die Mitte gelegt. Jetzt kann gemeinsam (oder immer eine Person) überlegt werden, worauf die  Zitate aus dem Spoken Word Text abzielen. Gibt es eine Verbindung zum Bibeltext? Wenn ja, welche? Gibt es auch Stellen (oder der ganze Text) wo der Vergleich des Texts an seine Grenzen stößt und nicht mehr zum Bibeltext passt? Warum?

„Aber es spielt sich eben immer und immer wieder nach genau diesem Prinzip ab;

mein Leben läuft, mir geht’s super und dann werde ich quasi über Nacht

ohne Vorwarnung völlig unschuldig verknackt.“

„Denn als wir Kinder waren ist mein großer Bruder mit mir zu Penny gelaufen

und anstatt sich – wie jedes normale Kind – einfach einen Haufen Süßkram zu kaufen,

hat er nicht nur einmal versucht, mich an der Kasse für ne Packung Lutscher einzutauschen.“

„Und ja ich weiß, ich war nicht immer einfach,

Papas Liebling und es gab eben kein Fach,

in dem ich nicht mindestens zweifach

so gut war wie der ganze Rest

und das auch in jedem Gespräch

mindestens dreifach erwähnt habe.“

„Eine Frage ist mir aber immer geblieben.

Und zwar, wie man Menschen nur so mies behandeln kann.

Niemand handelt,

aber alle schauen zu, wie man nur noch wie ein Geist durch die Gegend wandelt.“

„Mein Leben war zwar manchmal echt nicht schön,

aber ich durfte auch so viele Geschenke entgegennehmen.“

„Und dass eben vieles so viel besser geworden ist, als ich je gedacht hätte – jede Wette – Gott hat

damals schon gesehen,

dass ich wieder glücklich sein und aufrecht stehen werde.“

„Ich muss mich entscheiden.

Ich kann mich weiterhin selbst bemitleiden,

denn das Leben ist nicht gerecht. Damit habe ich vielleicht recht,

aber das macht es auch nicht besser.

Oder ich kann glauben, dass es weitergeht,

dass einer über allem steht.

Einer, der für mich ist und nicht den Wind gegen mich dreht.“

Frage oder Pflicht – Flaschendrehen

Funktioniert nach dem Partyklassiker „Wahrheit oder Pflicht/Flaschendrehen“. Man hat eine leere Flasche, die in die Mitte des Sitzkreises gelegt wird und immer von derjenigen Person gedreht wird, welche zuletzt eine Aktion ausgeführt hat. Die Person, auf welche die Flasche zeigt, muss sich nun entscheiden: Frage oder Pflicht. Der Spielleiter liest dementsprechend die Aufgabe vor und dann wird wieder gedreht. (ALTERNATIVE: Für eher schüchterne Gruppen können die Fragen im Vorfeld vom Mitarbeitern auf die Farben rot, gelb, blau, grün, orange und braun aufgeteilt werden. Dann fallen die Pflichtaufgaben komplett weg und es gibt eine Tüte M&Ms, aus welcher der Reihe nach jeder jeweils ein M&M mit geschlossenen Augen rausnehmen darf und dann eine Frage entsprechend der Farbe beantworten kann.)

Fragen

  • Was ist der Unterschied zwischen dem ersten und dem letzten „Ganz ok – zwischen gut und beschissen“? Was hat sich geändert?
  • „Keine Ahnung, wer dir sagt Rache und Ignoranz machen dich wieder fröhlich, zufrieden oder frei. Das ist nicht nur dumm – das ist gefährlich.“ Wieso ist das dumm und gefährlich bzw. wem schadet das? Anderen? Dir selbst?
  • Was würde dir besonders schwer fallen zu vergeben? Bzw. gab es etwas in deinem Leben oder gibt es vielleicht immer noch eine Situation oder eine Person, die dir deinen inneren Frieden raubt?
  • Wieso fällt es uns so schwer anderen zu vergeben?
  • Was bedeutet für dich vergeben und hat das auch etwas mit Gott zu tun?
  • Gab es Situationen in deinem Leben, die du total schrecklich fandest und die im Nachhinein, aber doch auch Gutes mit sich gebracht haben? Vielleicht noch besser als davor?
  • Viele Geschichten in der Bibel werden ziemlich gerafft und zusammengefasst erzählt. Was glaubst du, weshalb gerade diese Geschichte so detailliert aufgeschrieben ist?
  • Ist das für dich eine nette Einschlafgeschichte, die vielleicht irgendwann mal so stattgefunden hat, aber heute überhaupt nicht mehr aktuell ist oder hat sie doch noch Relevanz? Vielleicht auch für dich? Und wenn ja, was möchtest du für dich aus dieser Geschichte mitnehmen?
  • Wieso ist es Gott wichtig, dass wir anderen vergeben?
  • Warum ist es so schwer, Gott in jeder Lebenslage zu vertrauen? Oder ihm überhaupt zu vertrauen?

Pflichtaufgaben

  • Stelle etwas pantomimisch dar, sodass die Gruppe es erraten kann. (z. B. Rasierschaum, Joghurtbecher, Lichterkette, Weihnachtsgans, Pfauenfeder, Tiefkühlfach, Glühwein, …)
  • Eine Person deiner Wahl darf dich blind mit einem Joghurt füttern.
  • Sprich die Person, auf welche die Flasche als Nächstes zeigt, für den restlichen Spielverlauf nur noch mit „Eure Majestät“ an und bringe ihr etwas zu trinken bzw. sorge dafür, dass sie auch immer genug zu trinken hat.
  • Iss einen Joghurt und tue sehr begeistert so, als wäre es das Leckerste, das du je gegessen hast.
  • Ab jetzt ist es deine Aufgabe jeden zu feiern und für ihn zu klatschen, der eine Pflichtaufgabe geschafft hat. Ja, du darfst auch ein Fanschild basteln.
  • Blase eine Kerze (Teelicht) mit der Nase aus.
  • Erzähle der Person gegenüber, wie  toll er/sie ist und verleihe ihr einen Joghurt für ihren Charakter.
  • Schreibe einen Vierzeiler über deinen Mitarbeiter und trage (oder rappe) ihn vor.
  • Versuche deine  Beine hinter den Kopf zu bekommen.
  • Male ein Gesicht auf einen Joghurt und erzähle den anderen welche wundervollen Eigenschaften er hat und warum er deshalb dein absoluter Traummann/Traumfrau ist.

Lebensachterbahn

Josef hatte viele Hochs und Tiefs in seinem Leben. Wie sieht es bei dir aus? Was ist bei dir schon alles passiert/welche einschneidenden Erlebnisse gab es? Wer war dabei? Was ist aus manchen Situationen in der Zukunft geworden? Wie war – an den unterschiedlichen Punkten – deine Beziehung zu Gott?

Willkommen im Matheunterricht 2.0: Zeichne die Erlebnisse in das Diagramm ein (siehe Vorlage im Anhang) und verbinde sie zu einer Kurve. Wenn du willst, kannst du mit anderen noch darüber sprechen. Viel Spaß 😉

4.3 Abschluss

Und zum Schluss noch ein Segen (vielleicht nach dem gemeinsamen Essen der restlichen Joghurts?):

Ich wünsche dir seinen Segen in allem zu sehn, was das Leben noch zu geben hat. Vertrauen, dass Regen in der Regel zwar graue Tage macht, aber eben auch den einzigen Weg schafft, wie weiterhin Leben besteht und das blüht, was man säht.

Gott gebe dir Zuversicht, dass er sein Osterversprechen nicht bricht und unsere Tage am Ende nicht im Dunklen enden, sondern etwas Neues anbricht in einem ganz anderen Licht.

Und zuletzt gebe er dir Frieden, dich nicht zu verbiegen um über Berge von To dos und Must haves zu siegen, sondern dein oft getriebenes Herz abzugeben, in seine Hände abzulegen und das Gefühl von endlich „nach Hause kommen“ zu erleben. Amen.

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