Was bringt mir der Glaube? / Die Letzten werden die Ersten sein

1. Vorbemerkungen

Gott ist Liebe und hat immer das Beste für uns im Sinn. Er will uns keinen unnötigen Druck aufbauen, sondern liebevoll, aber eindrücklich dafür werben, was ihm wichtig ist: uns zu retten und auf ewig bei sich zu haben!

Wichtig ist, authentisch an das Thema heranzugehen. Zu vermitteln, dass es auch langjährigen und älteren Christen immer wieder schwerfällt, sich ganz auf Gott einzulassen und die richtigen Prioritäten im Leben zu setzen. Es soll deutlich werden, dass sich aber das Vertrauen auf Gott und das Ringen um bedingungslose Nachfolge lohnt!

Ggf. kann man auch einen aktuellen Bezug herstellen zum Thema Flüchtlingskrise: Was wäre, wenn ich alles, mein ganzes „altes“ Leben, auf einmal zurücklassen müsste? Was zählt wirklich, gerade mit Blick auf die Ewigkeit?

2. Zielgedanke

„Die Letzten werden die Ersten sein.“ Die Jugendlichen sollen an diesem Abend darüber nachdenken, warum sich ihr Glaube „lohnt“. Sie sollen (neu) motiviert werden zu glauben, was Gott ihnen zusagt: dass ER mehr als genug ist, das Leben in Fülle bringt und dass es sich vielfach auszahlt, auf ihn zu vertrauen.

3. Einführung inkl. Exegese

In Markus 10 ist Jesus mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Judäa und kurz davor, in Jerusalem einzuziehen. Er spricht wiederholt von seinem bevorstehenden Tod und man spürt förmlich, wie wichtig es ihm ist, seinen Nachfolgern deutlich zu machen, was seine Botschaft, sein Anliegen ist. Kurz vor unserer Bibelstelle segnet Jesus die Kinder, die die Jünger zunächst nerven und wegschicken wollen. Er erinnert daran, dass man sich Gottes Gnade schenken lassen muss wie ein Kind. Also voller Vertrauen und ohne Hintergedanken. Genau das fällt dem reichen Mann schwer, der Jesus fragt, was er denn tun muss, um das ewige Leben zu erlangen (V.17-27). Dieser hängt zu sehr an seinem Besitz im Hier und Jetzt und der himmlische Lohn, den Jesus ihm verspricht, ist für ihn wohl nicht greifbar, nicht genug lohnenswert. Daher ist er nicht bereit, all seine irdischen Reichtümer aufzugeben. Was Jesus, aber auch ihn selbst zutiefst traurig macht.

Bestimmt kennen einige von uns ähnliche Situationen: Wir wissen, was Gott von uns möchte und schaffen es doch nicht, danach zu handeln? Weil wir die Perspektive des ewigen Lebens aus dem Blick verlieren oder mit unserem Herzen zu sehr an Dingen und Verhaltensweisen im Hier und Heute hängen oder weil wir zu einfach zu träge sind?

Die Jünger, verunsichert durch die Begegnung mit dem reichen Jüngling – der wohl eher ein wohlhabender, einflussreicher Mann war als ein „Jungspund“ – wollen von Jesus nun wissen, ob ihr eigener Einsatz genügt (V.28). Und was sie davon haben, dass sie so viel für ihren Herrn zurückgelassen haben. Das ist eine durchaus verständliche, menschliche Frage. Und hier kommen wir zum Punkt unserer Geschichte (V.29-31): Wer für seinen Glauben Opfer bringt, wird dafür „hundertfach“ (um ein Vielfaches) entlohnt werden! Und das gleich auf mehreren Ebenen: Ganz menschlich, schon hier auf Erden – denn Nachfolger Jesu sind Teil einer großen, wertvollen Glaubensfamilie. Und in der Zukunft, in der Ewigkeit bei Gott – dort bereitet Jesus schon jetzt eine Wohnung für uns vor (Joh 14,2) und wir werden im wahrsten Sinne des Wortes paradiesische Umstände vorfinden (Offb 21,1-5). Jesus geht sogar so weit, zu sagen, dass die nach menschlichen Maßstäben Letzten im Himmel die Ersten sein werden!

4. Einstieg

Zum Ankommen sollte im Hintergrund Musik laufen, die Beleuchtung angenehm sein (Kerzen usw. verwenden) und die Teens sollten am Eingang persönlich begrüßt werden. Ein gemeinsames Lied sowie ein kurzes Gebet markieren den offiziellen Beginn des Treffens.

Zum Auflockern wird ein Wettspiel veranstaltet (wenn möglich draußen). Denkbar sind ein Hindernisparcours, Sackhüpfen, „Eierlaufen“ (zum Beispiel mit (Plastik-)Edelsteinen) o. Ä.

Prämiert werden am Schluss die drei Mitspieler, die als LETZTE ins Ziel kommen (Mk 10,31).

5. Hauptteil

Für den thematischen Einstieg werden nun Plakate in der Raummitte ausgelegt. Jeder bekommt einen Stift (gut lesbar sind Filzstifte). Auf jedem Plakat steht eine Aussage bzw. Frage.

Mögliche Aussagen:

  • Ich könnte locker verzichten auf …
  • Ich könnte auf keinen Fall leben ohne …
  • Schätze im Himmel sind meiner Meinung nach …
  • Gemeinde ist für mich …
  • Für Jesus habe ich … aufgegeben/zurückgelassen …
  • Mein Glaube lohnt sich, weil …

Diese Liste kann gern mit eigenen Ideen ergänzt werden.

Die Jugendlichen nehmen sich Zeit, um möglichst auf jedes Plakat eine Bemerkung (oder mehrere) zu schreiben. Im Anschluss liest jeweils eine Person ein Plakat laut vor. Sprecht bei Bedarf kurz über die Antworten und geht dann zum Bibeltext über.

Lest gemeinsam Markus 10,17-31 – am besten aus der BasisBibel oder aus Hoffnung für Alle.

Bildet dann Teams mit jeweils drei bis vier Personen und setzt euch anhand der Fünf-Finger-Methode mit dem Text intensiv auseinander.

Fünf-Finger-Methode:

  • Daumen: Was gefällt dir an diesem Text?
  • Zeigefinger: Worauf macht dich der Text aufmerksam?
  • Mittelfinger: Was stinkt dir an dem Text?
  • Ringfinger: Wo steckt in dem Text eine Zusage / ein Versprechen Gottes?
  • Kleiner Finger: Was kommt dir in diesem Text zu kurz?

Zunächst denkt jede/r für sich über den Text nach. Dazu wird jeder Person ein Blatt ausgeteilt, auf das sie den Umriss der eigenen Hand malt. An die Fingerspitzen können die Personen ihre Antworten schreiben.

Tauscht euch anschließend in den Kleingruppen über den Text sowie über die Antworten aus. Sammelt im Anschluss eure Antworten in der großen Gruppe. Versucht gemeinsam einen Abschlussgedanken zu formulieren. Ihr könnt dazu auch Matthäus 6,19-20 vorlesen.

6. Abschluss

Als „Give-away“ eignen sich Schmuck- bzw. Edelsteine (Nachbildung aus Plastik, bekommt man im Bastelgeschäft) oder günstige Glasperlen als Erinnerung an die Schätze, die wir als Nachfolger Jesu im Himmel und schon auf Erden sammeln. Ein Korb oder eine Kiste/Schatztruhe wird herumgereicht und jeder nimmt sich einen Edelstein heraus.

Stellt den Teens eine Herausforderung für die kommende Woche: Sie sollen jeden Abend – am besten mit dem Stein als Erinnerungshilfe – kurz über ein Gespräch, eine Begegnung oder eine Tat nachdenken, die an diesem Tag für sie „Ewigkeitswert“ hatte. Hilfreich kann es sein, dieses aufzuschreiben und beim nächsten Treffen darüber zu sprechen.

Der Abend endet mit Gebet und der Einladung, noch zu bleiben und über das Thema (oder auch allgemein) im Gespräch zu bleiben. Ggf. könnt ihr auch anbieten, für einzelne Teens zu beten oder für seelsorgerliche Gespräche bereitzustehen. Musik im Hintergrund sowie Snacks und Getränke lockern die Atmosphäre auf.

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