Nehemia

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 1/2022. Es geht in sechs Lektionen um Geschichte von Nehemia:

Lektion 8: Nehemia 1,1-11 Schlechte Nachrichten für Nehemia

Lektion 9: Nehemia 2,1-20 Nehemia kommt nach Jerusalem

Lektion 10: Nehemia 3,1 – 4,17 Der Bau der Mauer

Lektion 11: Nehemia 5,1-13 Nehemia hilft den Armen

Lektion 12: Nehemia 6,1-19 Gott ist für mich!

Lektion 13: Nehemia 8,1-12 Das große Fest

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Jeder soll gut mit seinen Mitmenschen umgehen.

Checker

Wir sollen gut miteinander umgehen und für Schwache einstehen.

Der Text an sich

Historischer Rückblick: Ca. 600 vor Christus wurde Jerusalem vom babylonischen König Nebukadnezar II. erobert. Daraufhin wurde ein großer Teil der Bevölkerung nach Babylon verschleppt und dort angesiedelt. Im Jahr 539 vor Christus eroberte der Perser Kyros auf friedlichem Wege Babylon. Infolgedessen ließ Kyros die Juden wieder in ihre alte Heimat zurückkehren. Nehemia war ein Nachkomme von Judäern, die nach Babylon verschleppt wurden, aber nach der Befreiung durch Kyros nicht nach Palästina zurückkehrten. Er machte stattdessen Karriere am persischen Hof und wurde Mundschenk des Königs (Nehemia 1, 11). Diese Position nutzte er, denn es war ihm ein Anliegen das zerstörte Jerusalem wiederaufzubauen. Der König ließ ihn mit einer Leibgarde dorthin eskortieren, wo unter Nehemias Führung die Stadtmauer wieder repariert wurde. Es gab viele Anfeindungen von außen und auch das Miteinander sah zu dieser Zeit nicht hervorragend aus. Armut bestimmte den Alltag vieler, so dass manche sogar ihre Ländereien und Kinder verpfändeten (oder sogar verkauften), um etwas zu essen kaufen zu können. Nehemia wollte die verkauften Sklaven wieder freikaufen.

Unsere Bibelstelle: Nehemia ist unglaublich wütend als ihm zu Ohren kommt, dass Leute aus dem eigenen Volk sich an diesen Machenschaften bereichern und die Armut und Wehrlosigkeit anderer ausnutzen. Während er versucht seinem Volk zu helfen und die Stadt wiederaufzubauen, suchen andere nur nach ihren eigenen Vorteilen und lassen ihre Mitmenschen links liegen. Das brachte ihn zum Platzen. Er stellte die führenden Männer zur Rede und berief eine ganze Volksversammlung ein. Dort redete er auf die Menschen ein, dass sie als Volk doch eigentlich zusammenhalten müssten – und damit hatte er Erfolg. Die Leute, die anderen etwas geliehen haben, haben einfach die Schulden erlassen. Das muss man sich einmal vorstellen – in der Zeit einer Hungersnot. Wie erleichtert müssen alle gewesen sein, die plötzlich aus ihrer Schuldenfalle befreit waren. Das kann man sich ein bisschen so vorstellen, wie wenn heutzutage jemand einen Kredit bei der Bank aufnimmt, weil er mit seiner Arbeit nicht genug verdient, um seine Familie ernähren zu können. (Das fällt uns in Deutschland schon schwer genug sich das vorzustellen.) Und plötzlich sagt die Bank von jetzt auf gleich, dass er weder den Kredit noch die Zinsen oder andere Nebenkosten zurückzahlen muss. Was für ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt und die Liebe zum Nächsten.

Der Text für mich

Oft bin ich in meinem Leben und meinen Problemen so gefangen, dass ich gar nicht mitbekomme, was alles um mich passiert. Wenn ich viel zu tun habe, erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich z. B. darüber nachdenke, ein Treffen mit einem Freund abzusagen, weil es mir in diesem Moment wie Zeitverschwendung vorkommt. Vielleicht kennst du das aus deinem Leben auch. Gerade in solchen Situationen ist es wichtig kurz innezuhalten. Habe ich mich so festgefahren, dass ich nur noch auf mich fokussiert bin? Sehe ich die wertvolle Zeit mit Freunden wirklich als Zeitverschwendung an? In unserer Bibelstelle ist die Rücksichtslosigkeit gegenüber den Mitmenschen extrem. Doch ich denke, unsere Rücksichtslosigkeit beginnt schon im Kleinen, wenn wir anfangen, immer öfter Ich-zentriert zu denken und unsere Mitmenschen unseren eigenen Wünschen und Zielen weichen müssen. Gott wünscht sich allerdings einen liebevollen Umgang von uns untereinander. Natürlich darf man auch an sich denken und muss nicht komplett selbstlos leben. Doch wir sollten immer wieder überlegen: Gehe ich mit meinen Mitmenschen noch so um, wie Gott es sich von mir wünscht?

Der Text für dich

Starter

Rücksichtslosigkeit ist ein Thema, das Kindern in ihrem Alltag auf unterschiedliche Weise begegnet. Einerseits erleben sie selbst, dass andere Kinder rücksichtslos mit ihnen umgehen und ihnen beispielsweise beim Spielen oder in der Schule etwas wegnehmen, weil sie es selbst haben wollen und nur an sich denken. Genauso gehen die Kinder aber auch selbst rücksichtslos mit anderen um, denken nur an sich und überlegen nicht, wie es dem anderen mit der Situation geht. Gott möchte, dass die Kinder sich nicht nur selbst im Blick haben, sondern darüber nachdenken, wie es unseren Freunden und Mitmenschen geht.

Checker

Auch für Kinder die schon viel von Jesus wissen, ist Nächstenliebe ein Thema, das ihnen im Alltag begegnet und sie herausfordert. Auch sie stehen vor der Gefahr vor allem sich selbst im Blick zu haben und den eigenen Vorteil zu suchen. Gott wünscht sich von ihnen, dass sie gut mit ihren Mitmenschen umgehen und mit offenen Augen durch die Welt gehen. Das bedeutet darauf zu achten, wo sie anderen helfen können. Dabei können sie erleben, dass es Freude macht anderen zu helfen und gleichzeitig selbst Hilfe zu bekommen.

Der Text erlebt


Hinführung

Idee 1: Give a little love

Das Musikvideo von Noah and the Whale zu ihrem Lied „Give a Little Love” kann der perfekte Einstieg ins Thema sein. Das Lied ist auf Englisch, doch die Bilder drücken viel aus.

Für ein besseres Verständnis des Videos, danach darüber austauschen und noch einmal verdeutlichen, dass es gar nicht schwer ist auf seine Mitmenschen zu achten und ihnen zu helfen.

Idee 2: Schwieriger als gedacht

Jedes Kind bekommt einen Faden, der gerade so um das Handgelenk passt, dass er noch zugeknotet werden kann. Dann müssen die Kinder so schnell wie möglich versuchen, sich den Faden selbst als Armband um den das Handgelenk zu knoten. (Dabei kann die Zeit gestoppt werden). Wenn es manche Kinder nicht schaffen, ist das nicht schlimm. Das Spiel kann nach einer Minute schon beendet werden.

Danach bilden die Kinder Zweiergruppen und das Spiel wird erneut gespielt. (Auch hier kann wieder die Zeit gestoppt werden.) Logischerweise sind die Kinder durch die gegenseitige Hilfe viel schneller als davor und es geht viel leichter.

Genauso ist es in unserem Leben. Wenn wir nicht so sehr auf uns selbst fokussiert sind, sondern anderen helfen und uns helfen lassen, können viele Dinge schneller und unkomplizierter laufen.

Verkündigung

Verkündigungsart: Erzählung

Es soll darum gehen, den Kindern die Geschichte und die damaligen Zustände zu verdeutlichen. Deshalb erzählt der Geschichtenerzähler aus der Sicht eines armen, hart arbeitenden Mannes oder einer Frau in der heutigen Zeit.

Der Jungscharleiter/Geschichtenerzähler kommt absichtlich ein wenig verspätet (wenn es genug andere Mitarbeiter gibt, die pünktlich da sind). Völlig aus der Puste und durch den Wind setzt er sich auf einen Stuhl. Am besten trägt er alte, sichtlich oft gebrauchte Kleidung. Aus seinem Rucksack holt er eine Wasserflasche, in der nur noch ein paar Schlucke drin sind und kippt sie gierig runter. Dann beginnt er zu erzählen:

„Mist. Das war mein letztes Wasser. Wenn ich Glück habe, verdien ich morgen genug, um mir wieder ein neues Wasser zu kaufen. Tut mir übrigens leid, dass ich jetzt erst gekommen bin. Allerdings musste ich den ganzen Tag arbeiten und um ehrlich zu sein, eigentlich hätte ich auch jetzt noch weiterarbeiten müssen, um genug Geld zu verdienen.

Es ist gerade echt nicht leicht in meinem Leben. Wisst ihr, das Brot wird immer teurer, aber ich verdiene gefühlt immer weniger. Immer öfter muss ich mit knurrendem Magen ins Bett gehen. Meinen Kindern möchte ich ein sorgenfreies Leben schenken, aber momentan ist das einfach nicht möglich. Ich gebe schon fast alles von meinem verdienten Geld für ihr Essen aus. Meine Frau und ich werden immer dünner und schwächer. Aber trotzdem müssen wir beide arbeiten, so viel wir können.

Vor ein paar Wochen war es dann sogar so schlimm, dass ich zu einem der reichsten Männer der Stadt gegangen bin, um ihn nach Geld zu fragen. Wir brauchten das Geld, damit wir unseren Strom bezahlen konnten. Wir waren schon ein paar Monate im Rückstand. Hätten wir das Geld nicht gezahlt, hätte uns der Energieversorger die Leitung dicht gemacht. Dann wären wir im Kalten gesessen und hätten auch nicht mehr kochen können – wobei es inzwischen sowieso nicht mehr gibt als einmal am Tag Reis und Bohnen. Und so geht es nicht nur meiner Familie. Der ganzen Nachbarschaft, ja – fast der ganzen Stadt geht es so.

Als ich dann bei dem reichen Mann war, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Bei ihm gab es die köstlichsten Speisen. Schnitzel mit Pommes, einen Schokoladenbrunnen mit ganz viel Obst und eine riesige Torte! So etwas habe ich schon locker seit ein paar Jahren nicht mehr gesehen. Außerdem hatte er Hausangestellte. Ein paar haben geputzt, andere gekocht und ein paar kümmerten sich um den Garten.

Ich erklärte dem reichen Mann mein Problem und er sagte: „Alles klar. Du bekommst Geld von mir. Ich gebe dir 10.000€ – dafür gehört dein Haus allerdings mir. Monatlich zahlst du mir dann bitte 500€ Miete.“

In diesem Moment war ich wirklich verzweifelt. Also nahm ich das Angebot an. Beim nach Hause laufen rechnete ich nach und mir fiel auf, dass ich in nur einem Jahr schon 6.000€ Miete an den reichen Mann zahlen muss. Deshalb legte ich diese auf die Seite, damit er uns nicht aus dem Haus rausschmeißt. Einen Teil von den restlichen 4000€ musste ich an unseren Stromversorger zahlen, einen anderen Teil für unseren Wasserversorger und der Rest ging für Essen drauf, das jetzt schon wieder weg ist. Was soll ich denn jetzt tun?! Ich weiß nicht mehr wie es weitergeht …“

Der Geschichtenerzähler verlässt betrübt den Raum. Nach ein paar verstrichenen Sekunden reist er freudestrahlend die Türe auf und kann sich kaum halten zu erzählen, was passiert ist.

„Leute!! Ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe keine Schulden mehr!!! Der reiche Mann kam eben zu mir und hat sie mir einfach erlassen. Und nicht nur das, er hat mich mit meiner Familie sogar zu sich zum Schnitzel- und Pommesessen eingeladen! Da war wohl heute eine Versammlung, bei der alle mächtigen und reichen Menschen der Region waren. Ein Mann namens Nehemia hat denen dann richtig den Ofen eingeheizt und ihnen gesagt, dass die Reichen doch nicht so mit ihren Mitmenschen umgehen können. Er sagte, dass sie alle ein großes Unrecht begehen und es nicht das ist, was Gott sich wünscht. Deshalb forderte er sie auf uns Armen die Schulden zu erlassen. Und wisst ihr was? Die ganzen Reichen haben es getan! Mein Haus gehört wieder mir und ich durfte das restliche Geld behalten! Außerdem werde ich bei meiner Arbeit wieder viel gerechter bezahlt – so, dass ich mir keine Sorgen machen muss, wie ich meine Familie ernähren soll. Das ist der absolute Hammer! Dieser Nehemia ist wirklich cool! So sollte sich jeder für andere einsetzen.“

Damit die Kinder den Bezug zu Nehemia besser verstehen, sollte anschließend der Bibeltext noch zusammengefasst werden und in Verbindung mit dem gebracht werden, was eben vorgespielt wurde.


Die andere Idee

Diese Geschichte kann alternativ auch als Schattenspiel vorgespielt werden. Dazu benötigt es eine Leinwand (und etwas, um diese zu befestigen), einen Baustrahler oder Tageslichtprojektor und mindestens drei Pappfiguren, mit denen das Schattenspiel gemacht werden kann.

Anhand der Bibelstelle kann diese Geschichte dann nachgespielt werden. (Mindestens) ein armer Mann kommt zu Nehemia und schüttet sein Herz vor ihm aus, wie schwer die Lage gerade ist. Nehemia wird dabei zunehmend wütender. Daraufhin geht er zu (mindestens) einem reichen Mann und stellt ihn zur Rede – wie in der Bibelstelle. Dieser erlässt letzten Endes dem armen Mann seine Schulden.

Der Text gelebt

Wiederholung

Der Mitarbeiter liest zusammenfassende Sätze über die Geschichte vor – dabei sind manche wahr und andere falsch (zum Beispiel: Nehemia war fröhlich, weil die Menschen sich immer halfen / die Armen hatten es schwer sich und ihre Familie zu versorgen, …) Sind die Sätze wahr, dürfen die Kinder sitzen bleiben. Sind sie jedoch falsch, bekommt das Kind, das als erstes vom Stuhl aufgesprungen ist, einen Punkt.

Gespräch

Bevor die Kinder kommen, wird unter jeden Stuhl ein farbiger Post-It oder ein farbiges Papier geklebt (alternativ auch Klebezettel mit verschiedenen Tieren darauf). Nach der Verkündigung darf jedes Kind unter den Stuhl schauen. Jede Farbe (oder jedes Tier) steht dabei für eine andere Frage. Die Farbe des Stuhls entscheidet, welche Frage das Kind beantwortet.

Fragen:

  • Warum war Nehemia wütend?
    • Antwort: Weil die Menschen schlecht miteinander umgegangen sind.
  • Was in der Geschichte war ungerecht?
    • Antwort: Dass manche die Not ihrer Mitmenschen ausgenutzt haben.
  • Erinnerst du dich an eine Situation, in der dir jemand geholfen hat? Wie hast du dich gefühlt?
  • Wie können wir in unserem Alltag anderen helfen?
  • Hast du schon mal jemandem geholfen? Wie hast du geholfen?
  • Gibt es bei dir in der Klasse Kinder, die nicht nett zu anderen sind? Wie kannst du in dieser Situation helfen?

Merkvers

Je nachdem, was besser zu den Kindern in deiner Gruppenstunde passt, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten

  • „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.“ Markus 12, 31 (BasisBibel)

    Steck den Vers in deine Hosentasche und nimm ihn überall hin mit. Immer wenn du jemanden siehst, der Hilfe braucht, kannst du dich daran erinnern zu helfen.

  • „Helft einander, die Lasten zu tragen. So erfüllt ihr das Gesetz, das Christus gegeben hat.“ Galater 6,2 (BasisBibel)

    Häng den Bibelvers bei dir in der Küche auf, wo ihn jeder sieht. So könnt ihr euch als Familie gegenseitig daran erinnern, euch beim Abwasch, Kochen, Einkaufen, den Hausaufgaben oder anderen alltäglichen Problemen zu helfen. Geteilte Last ist halbe Last.

Gebet

Koreanisches Gebet: Dabei beten alle gleichzeitig, so, dass keiner versteht, was der andere sagt und jeder laut mit Gott reden kann, ohne Angst zu haben, belauscht zu werden. Wahlweise kann jeder für sich beten oder für seinen rechten/linken Sitznachbarn. Betet für sehende Augen, um zu sehen, wo Hilfe benötigt wird und den Mut und die Kraft letztlich auch zu helfen.

Kreatives

Um das Eingangsbeispiel in Erinnerung zu behalten, kann jedes Kind sich ein Armband knüpfen. Das soll sie daran erinnern, dass viele Dinge schneller und leichter gehen, wenn man sich gegenseitig hilft.

Im Internet gibt es mehrere verschiedene Anleitungen. Zu empfehlen ist beispielsweise diese:

https://www.geo.de/geolino/basteln/15009-rtkl-anleitung-freundschaftsbaender-knuepfen

Spielerisches

Die Kinder werden je nach Gruppengröße aufgeteilt oder bilden eine Gruppe. In der Mitte des Raumes wird ein Feld abgesteckt, in dem „Lava“ schwimmt. Jeder Gruppe bekommt nun Zeitungsblätter, mit deren Hilfe sie es über die Lava schaffen (die Gruppen bekommen ein Zeitungspapier mehr, als sie Personen in der Gruppe haben). Es gilt: Alle müssen die andere Seite erreichen, ohne den Boden zu berühren. Dabei ist es wichtig, dass die Kinder sich gegenseitig helfen, weil die Zeitungspapiere nicht ausreichen, um an einem Stück über die Lava zu kommen. Das zusätzliche Blatt muss also für jeden Schritt von ganz hinten nach ganz vorne weitergegeben werden.

Rätselhaftes

Wer passt zusammen …? Auf kleine Kärtchen werden verschiedene Sätze geschrieben, die ausgeteilt werden. Es passen immer zwei Sätze zusammen. Der eine Satz ist eine Aufgabe, die erledigt werden muss, für die aber eine bestimmte Gabe / ein Gegenstand benötigt wird, die auf einer anderen Karte steht. Diese beiden müssen sich dann zusammenfinden.

„Du möchtest Nägel in ein Holzstück schlagen.“  „Du besitzt einen Hammer.“
„Deine Gitarre muss gestimmt werden, du weißt aber nicht, wie das geht.“  „Du arbeitest in einem Musikladen und kennst dich perfekt damit aus.“  
„Du musst unbedingt zu Hause anrufen, dein Handy hat aber keinen Akku mehr.“„Du besitzt ein Handy.“  
„Du möchtest deiner Mama einen Geburtstagskuchen backen, weißt aber nicht, wie das geht.“  „Du bist von Beruf Bäcker.“  

Spielbeschreibung

Das „A-Team“ (Name kann auch gerne angepasst werden) bekommt mal wieder eine wichtige Mission und nur gemeinsam als Team erfüllen sie die Aufgaben.

Als erstes sucht das Team Briefumschläge und die dazugehörigen Spielgegenstände auf einem Gelände bzw. notfalls auch in einem oder mehreren Räumen. Diese sind zur Sicherheit z. B. mit einem roten Punkt gekennzeichnet und sehr wichtig zur Erfüllung der Mission. Der Mitarbeitende geht mit der Gruppe. Am Ende der erfüllten Mission kann das Team noch mit einem gemeinsamen Preis (z. B. Essen) belohnt werden.

Die Aufgaben können entweder an verschiedenen Stationen auf einem Gelände oder notfalls auch in einem größeren Raum erfüllt werden.

Die Aufgaben für das A-Team

Umschlag 1

Aufgabe 1: Hallo liebes A-Team,

gut, dass ihr zusammengekommen seid, um uns zu helfen. Der Prinzessin von Wales sind wertvolle Goldperlen gestohlen worden. Ihr werdet nun beauftragt, sie zurückzuholen, bevor sie von dem großen Schurken Harald Selbiger weiterverkauft werden können.

Er wohnt auf einem großen Anwesen, das mit allerlei Tücken gesichert ist. Deswegen ist es wichtig, sich den Weg einzuprägen und das macht ihr gemeinsam im Team. Prägt euch ebenso alles ein, was ihr an Infos auf dem Blatt findet.

Aufgabe: An einem Holzstück ist ein Stift befestigt und ebenso viele Schnüre wie Kinder mitspielen. Jedes Kind hält ein Schnurende gespannt, so dass der Stift gerade in der Luft ist.

Ein Weg ist kurvig aufgezeichnet auf einem Flipchart-Papier. Die Breite des Weges sollte 10-15 cm betragen. Das Team fährt diesen Weg mit dem Stift nach. Wichtig ist, dass nicht über die Weglinien hinaus gemalt wird.

Info: Zu dieser Aufgabe gibt es im Dateianhang eine Erklärung.

Umschlag 2

Aufgabe 2: Nachdem ihr euch den Weg eingeprägt habt, kann es losgehen.

Als Erstes müsst ihr über den elektrischen Zaun des Anwesens kommen. Bei der kleinsten Berührung geht ein Alarm los. Also seid vorsichtig! Vielleicht gibt es Gegenstände, die euch dabei helfen.

Aufgabe: Eine Schnur ist auf Höhe von ca. 1 m gespannt (die Höhe der Körpergröße der Kinder anpassen, so dass die Schnur ca. auf Bauchnabelhöhe ist). Die Kinder klettern gemeinsam über diesen Zaun.

Mögliche Hilfsmittel: zwei Bretter

Mögliche Lösung: Zwei Kinder halten jeweils ein Brett, so dass die anderen über die Schnur klettern können.

Umschlag 3

Aufgabe 3: Erfolgreich den Zaun überwunden, kommt ihr nun zum Haus. Dieses ist wie eine Art Labyrinth aufgebaut. Ihr habt mögliche Kartenteile schon gefunden und müsst sie nun zusammensetzen, damit ihr den richtigen Weg zum Tresorraum findet.

Aufgabe: Die Puzzle-Teile richtig zusammensetzen.

Info: Zu dieser Aufgabe gibt es im Dateianhang eine Erklärung.

Umschlag 4

Aufgabe 4: Harald Selbiger liebt Rätsel über alles.

Deswegen hat er seinen Tresorcode in einem Rätsel versteckt, das die Kinder knacken müssen.

Dazu braucht man folgende Gegenstände: Geodreieck, Blatt mit Zeichnung, Plastikbecher,
Sprudelflasche, Mars-Schokoriegel. Wie geht das Rätsel?

Aufgabe: Die Kinder lösen das Rätsel und geben den Mitarbeitenden den richtigen Code.

Info: Zu dieser Aufgabe gibt es im Dateianhang eine Erklärung.

Umschlag 5

Aufgabe 5: Den Code müsst ihr nun möglichst schnell eingeben. Zahl für Zahl. Aber jeder muss daran beteiligt sein.

Das solltet ihr in einer Minute fehlerfrei hinbekommen. Übt kurz, damit das auch reibungslos und fehlerfrei funktioniert.

Aufgabe: In einem Seilkreis liegen verdeckt DIN-A5-Karten mit Nummern von 1 bis 20. Am Anfang dreht man die Nummern um und das Team prägt sie sich ein. Es wird im Team abgesprochen, wer sich merkt, wo welche Zahl liegt. Danach werden sie wieder vorsichtig umgedreht, ohne dass man die Zahlen kenntlich macht.

Dann darf jeweils nur ein Team-Mitglied in den Seilkreis und ein bis zwei Zahlen in der richtigen Reihenfolge von 1 bis 20 umdrehen.

Umschlag 6

Aufgabe 6: Der Tresor lässt sich öffnen. Das ist super. Nun müsst ihr mit den Goldperlen sehr vorsichtig sein, da die Fingerabdrücke von Harald Selbiger darauf zu finden sind. Diese dürfen nicht vernichtet werden, damit er für seine Taten noch zur Verantwortung gezogen werden kann. Deswegen dürfen sie nur mit Handschuhen angefasst werden.

Dummerweise wurde nach dem Öffnen des Tresors ein Laseralarm-System ausgelöst. Es reagiert auf menschliche Bewegung mit Goldmetallen und soll verhindern, dass die Goldperlen entwendet werden. Das heißt, ihr müsst eine Möglichkeit finden, mit dem vorhandenen Material etwas zu bauen, das nur die Perlen bewegt, und nicht Mensch und Perle zusammen.

Aufgabe: Das Team soll mit dem vorhandenen Material eine Art Rutsche bauen.

Umschlag 7

Aufgabe 7: Fast habt ihr es geschafft. Jetzt müsst ihr nur noch von dem Anwesen wegkommen. Ihr nehmt einen anderen Rückweg durch den Sumpf. Dazu habt ihr 15 DIN-A4-Kartonstücke.

Die sind stabil und helfen euch über den Sumpf. Ihr dürft aber nur auf den Kartons stehen und sie dürfen nie „leer“ sein, sonst lösen sie sich auf.

Aufgabe: Das Team muss eine Strecke von ca. 20 m gemeinsam überwinden, indem es sich mit den Karton-Stücken vorwärts bewegt.

Umschlag 8

Herzlichen Glückwunsch! Die Mission ist erfüllt. Die Perlen übernehmen wir ab hier und bringen sie zu ihrer rechtmäßigen Besitzerin, der Prinzessin von Wales.

Ihr seid ein richtig gutes Team! Danke für eure Hilfe.

Wir melden uns wieder, falls wir eure Hilfe erneut brauchen.


Besonderheiten:

Spiele sind für eine Gruppe von max. 15 Kindern gedacht

Dauer: 90 Minuten

Zielgruppe: 8-12 Jahre

Vorbereitungszeit: Aufwendig

Das Ziel

Starter

Die Kinder sollen wissen, dass Gott alles gutmachen wird und motiviert sein, darauf heute schon zu hoffen.

Checker

Die Kinder sollen wissen, dass Gott alles gutmachen wird und deswegen jetzt schon, ohne Angst, im Vertrauen auf ihn leben wollen.

Der Text an sich

Das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung, gilt als schwieriges Buch, auch weil es voll von Bildern und Metaphern ist und nicht von Erlebtem erzählt (wie etwa die Evangelien), sondern von Visionen berichtet, die Johannes auf der Insel Patmos von Gott bekam.

Die Entstehungszeit dieses Buches wird auf die 90er-Jahre des ersten Jahrhunderts geschätzt, eine Zeit, in der es schwer war, als Christ zu leben. Juden- und Christentum gehen immer mehr auf Distanz zueinander und Christenverfolgungen bedrängen die Gemeinden, weil sich die Christen weigern, den Kaiser als Gott anzuerkennen. Johannes ist in diesem Zuge nach Patmos verbannt worden.

In dieser Situation sendet Gott Johannes Visionen, die ermutigen und trösten sollen und vor allem eins zeigen: Gott lässt seine Leute nicht allein. Er ist da, auch wenn es aktuell vielleicht anders aussieht. Und die Hoffnung auf Gottes neue Welt, das ewige Friedensreich, das Gott schafft, ist mehr als berechtigt!

Kapitel 21 und 22 sind die fulminante Darstellung dieses neuen Himmels und dieser neuen Erde, die Gott schaffen wird – das Ziel, auf das die Offenbarung zusteuert, und ebenso das Ziel der gesamten Menschheitsgeschichte.

Johannes darf hier schon mal einen kleinen Blick darauf werfen und entdeckt darin die Erfüllung vieler biblischer Verheißungen, die immer wieder im Buch der Offenbarung auftauchen (z. B. Jes 65,17). Gott schafft alles neu. Alles ist komplett neu und einfach perfekt: Kein Leid, keine Not mehr – und Gott wohnt mittendrin, als Nachbar der Menschen.

Ab Vers 5 spricht Gott selbst und beschreibt hier im letzten Teil von Vers 6, mit einem Bild, wie es sein wird, wenn Gott sein neues Reich aufrichtet.

Dann sprudelt Gottes Gerechtigkeit, sein Heil, seine Gnade, seine Nähe wie aus einer Quelle aus ihm selbst hervor. Das ist für alle kostenlos und frei zugänglich. Dann ist alles wirklich und so richtig gut.

Der Text für mich

Schwierige, ja (lebens)gefährliche Situationen erleben Christen nicht nur im ersten Jahrhundert, sondern bis heute weltweit.

Aber auch wenn wir hier in ziemlicher Sicherheit und Freiheit leben dürfen, wenn wir auf die Welt schauen, dann kann auch uns an der einen oder anderen Stelle angst und bange werden. Kriege an vielen Orten auf der Welt, über 60 Millionen flüchtende Menschen, Naturkatastrophen, Armut an so vielen Ecken und Enden – selbst hierzulande –, zunehmende Fremdenfeindlichkeit … und, und, und. Sieht es nicht oft so aus, als würde eher das Schlechte, das Böse, den Lauf der Welt bestimmen?

Wie gut, dass Gott unsere Situation(en) und uns Menschen kennt und weiß, dass wir zur Angst neigen statt zum Vertrauen; dass wir dazu neigen, Mauern zu bauen statt Brücken; der weiß, dass unser Blick vom Schlechten angezogen wird und wir das Gute deswegen kaum noch sehen. Deswegen gibt es u. a. die Offenbarung als Mutmach- und Trostbuch.

Deswegen schenkt er Johannes diese Vision von Gottes neuer Welt und beschreibt sie mit Bildern, die zeigen: Da wird alles gut sein, dass Gott am Ende zum Ziel kommt, egal, wie meine Situation gerade sein mag.

Der Text für dich

Starter

Kinder erleben sich selbst oft als ohnmächtig und der Situation ausgeliefert. Sie dürfen vieles nicht, was sie gern tun würden. Für manches fehlt ihnen tatsächlich das Alter, die Größe o. Ä. (wie für das „Vornesitzen“ im Auto). Viele Situationen können sie aber z. B. wegen fehlender (Lebens-)Erfahrung auch schlicht nicht überblicken und einschätzen, was schnell zu Angst und einem Gefühl des Ausgeliefertseins führen kann (z. B. wenn die Eltern sich streiten usw.).

Hier kann der Text Mut zusprechen, dass es über all dem einen Gott gibt, der alles gutmachen wird und auf den ich heute schon hoffen kann. Wer sein Leid, seine Angst mit Gott teilen kann, wer sich an ihm festhalten kann, der geht gelassener und hoffnungsvoller durch alles scheinbare Ausgeliefertsein des Lebens.

Checker

Die meisten Kinder haben sich mit der Offenbarung nur wenig beschäftigt, vielleicht, weil ihnen viele der Bilder Angst machen. Wer nicht nur weiß, dass Gott alles gutmachen wird, sondern darauf auch wirklich vertrauen kann, der lernt, sich mit seinen täglichen Angstsituationen an Gott zu hängen und immer wieder neu zu erleben, dass seine Angst relativiert wird, schwindet, vielleicht sogar ganz und gar weicht. Weil sie im Vergleich mit Gott, der alles gutmachen wird und sicher zu seinem Ziel kommt, klein, unbedeutend und nichtig erscheint.

Wer so glaubt, kann angstfreier und damit hoffnungsvoller leben.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Vertrauensspiele

Spiele zum Thema Angst und Vertrauen helfen den Kindern, sich in das Thema einzufühlen.

Folgende Spiele bieten sich vor allem für kleinere Gruppen an, die sich untereinander schon gut kennen:

  • Jeweils drei Kinder bilden ein Team. Zwei fassen sich fest an den Händen, der Dritte setzt sich auf diese tragenden Hände und wird über eine Strecke (oder einen Parcours) getragen.
  • Alle stehen im Kreis und halten sich an den Händen. Auf Ansage lässt sich jeder Zweite nach vorne, die anderen nach hinten fallen. So halten sich alle im Zickzack gegenseitig.
  • Die Kinder bilden Zweierteams, die nacheinander spielen. Jeweils einem Kind werden die Augen verbunden, bevor es ein „Minenfeld“ überqueren soll (die Minen werden in Form von Flaschen, Pappschachteln o. Ä. auf dem Boden verteilt). Das zweite Kind versucht durch Kommandos sicher durch das Minenfeld zu führen.

Idee 2: Wassertransportspiele

Es werden Spiele durchgeführt, die sich um den schwierigen Transport von Wasser drehen. Sie führen ins Thema ein und verdeutlichen, wie wertvoll eine nicht versiegende Wasserquelle ist. Diese Spiele eignen sich auch gut für größere Gruppen.

  • In einem mit Löchern versehenen Trinkbecher soll Wasser von A nach B transportiert werden. Zwei Gruppen treten dazu in einer Staffel gegeneinander an.
  • Weitere Varianten dazu sind: Transport per Schwamm; mit einem Esslöffel; mit einem (langen) Strohhalm; Gummistiefel (die Kinder schlüpfen jeweils ohne Socken in die Stiefel, dann werden diese mit Wasser gefüllt und die Kids transportieren das Wasser laufend zum Sammelgefäß der Gruppe und kippen das Wasser aus); Wassertrage (jede Gruppe baut aus zwei Besenstielen, Seilen, zwei Eimern eine Wassertrage, mit der sie Wasser über einen Parcours transportiert).

Verkündigung

Erzählung und Experiment

Stellt euch vor, es ist ein toller Sommertag und es ist der erste Ferientag. Lisa und Karsten haben sich gleich nach dem Frühstück am Wald verabredet. Im Laufe der Ferien wollen die beiden hier nämlich gemeinsam mit ihren Freunden das beste Baumhaus der Welt bauen. Heute suchen sie einen geeigneten Baum dafür.

Los geht’s! Die Sonne strahlt vom Himmel, der Wald lockt und überall gibt es Spannendes zu entdecken. Eine Eidechse, eine Ameisenautobahn, ein Reh in der Ferne. Aber einen geeigneten Baum finden sie nicht.

Schließlich kann das weltbeste Baumhaus ja nicht auf irgendeinen x-beliebigen Baum gebaut werden.

Also gehen sie immer weiter. Als sie durch den Wald hindurch sind, machen sie eine Pause. Mensch, was haben die beiden für einen Hunger. Karsten verschlingt gleich drei von Mamas Wurstbroten und beide leeren ihre Trinkflaschen bis auf den letzten Tropfen.

Aber den besten Baum haben sie immer noch nicht gefunden.

Also weiter. Über einige Felder zum nächsten Wald. Hier stehen die Bäume nicht mehr so dicht, überall scheint die Sonne durch.

Lisa denkt schon seit einiger Zeit nicht mehr an Bäume, sondern an eine große, kühle Limo. „Boah, was hab ich für einen Durst!“, schimpft Karsten. Aber die Trinkflaschen sind schon lange leer und die Sonne brennt immer weiter vom Himmel. „Ich glaub, ich hab heute schon mehr geschwitzt als ich getrunken habe“, sagt Lisa. „Hm“, wundert sich Karsten, „geht das überhaupt? Ich glaube wir sollten nach Hause gehen. Ich könnte eine ganze Badewanne austrinken!“

Der Rückweg ist lang und heiß. Karsten war auf dem Hinweg von einem Baum zum anderen gehüpft und probeweise hochgeklettert. Lisa hatte fast den ganzen Tag darüber geredet, welches Baumaterial sie benötigen werden. Jetzt schleichen beide nebeneinanderher und spüren, wie ihre Kehle immer stärker brennt.

„Halt mal!“, ruft Karsten auf einmal ganz munter. „Hörst du, was ich höre?“ Lisa lauscht und hört ein leises Gurgeln und Glucksen. Das muss Wasser sein!

Und wirklich, nahe am Weg finden sie eine kleine Quelle zwischen einigen Steinen. Nur ein wenig Wasser kommt heraus und versickert bald wieder im Waldboden, aber um den Durst zu stillen reicht es allemal.

„Wie gut ein bisschen Wasser schmecken kann!“, ruft Karsten.

„Ja, himmlisch!“, pflichtet Lisa bei.

Gut gelaunt und mit neuer Kraft machen sich beide auf den weiteren Rückweg und kommen endlich zu Hause an.

Karsten reißt die Haustür auf und ruft: „Mama, ich bin zu Hause und ich liebe Quellwasser!“

Wir bauen uns eine Quelle

Man benötigt ein großes Glas, Untertasse, Teelöffel, Strohhalme und Wasser. Das Glas wird mit Wasser gefüllt und die Untertasse daraufgelegt. Nun hält man beides fest und dreht es um. Das Glas vorsichtig an einer Stelle angehoben und ein Löffel daruntergeschoben, sodass ein kleiner Spalt entsteht. Dabei läuft etwas von dem Getränk heraus – aber nur bis der Spalt mit Flüssigkeit bedeckt ist.

Nun können nacheinander einige Kinder mit einem Strohhalm das ausgetretene Getränk „wegtrinken“. Man beobachtet, dass immer wieder Wasser nachfließt. Das Ganze funktioniert wie eine immer weitersprudelnde Quelle.

So können die Kinder live die Geschichte noch einmal nacherleben und selbst die Bedeutung des Bibelverses exemplarisch spüren.

Wasser ist überlebenswichtig. Ohne Wasser können Menschen nicht lange leben. Wer schon einmal richtigen Durst hatte, kann vielleicht ahnen, wie schlimm das ist, lange nichts trinken zu können. Genauso ging es Lisa und Karsten ja auch. Wasser ist wichtig.

Genauso wichtig für uns ist Gott.

Hier schließt sich der Bericht eines Mitarbeiters an – wie er erlebt hat, dass es sich lohnt, Gott trotz Angst und Sorgen zu vertrauen. Dass Angst weicht, wenn ich mir sicher bin: Gott wird es gutmachen. Dass ich anders leben kann.

Die andere Idee

Geschichtenstationen

Viele Texte in der Bibel sprechen vom Wasser in Zusammenhang mit Gott. Die Kinder können der Reihe nach alle (oder einige) Texte bearbeiten oder sie werden in Kleingruppen aufgeteilt und jede Gruppe erarbeitet einen der Texte intensiver. An jeder Station sollte ein Mitarbeiter dabei sein.

An den Stationen werden die Kinder aufgefordert, sich den entsprechenden Vers anzuschauen und gemeinsam ein Bild dazu zu malen, was ihrer Meinung nach ausdrückt, worum es geht, was ihnen wichtig ist usw. Der Mitarbeiter ist dabei mit den Kindern im Gespräch und lenkt immer wieder in Richtung der Jahreslosung und ihrer Bedeutung.

Texte könnten dabei sein:

  • Psalm 1,2 f.; 23,2; 36,10a; 42,2; 63,2; 65,10
  • Jeremia 17,13b
  • Johannes 4,14; 7,37b

Der Text gelebt

Wiederholung

In der Mitte liegt eine kleine Süßigkeit.

Die Kinder sitzen im Kreis darum herum.

Ein Mitarbeiter macht Aussagen zur Geschichte bzw. zur Andacht. Immer, wenn er etwas Richtiges aussagt, dürfen alle nach dem Bonbon schnappen.

Wer es zuerst nimmt, darf es behalten. Dann wird ein neues Bonbon in die Mitte gelegt.

Bei allen falschen Aussagen bleibt das Bonbon liegen.

Gespräch

Aus Zeitschriften usw. werden Dinge ausgeschnitten, die den Kindern Angst machen. Diese werden zu einer Collage zusammengefügt, wobei jeder davon berichten kann, was ihm Angst macht und wie er mit Angst umgeht.

Schreibt den Merkvers außen um das Plakat herum oder klebt ihn mit ausgeschnittenen Einzelbuchstaben über die Angstcollage. Im Gespräch kann dabei miteinander wiederholt werden, warum und wie man darauf vertrauen kann, dass Gott alles gutmachen wird und was das konkret für das Leben der Kinder schon heute bedeutet.

Merkvers

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Offenbarung 21,6, Luther17

Zum Auswendiglernen hängen Luftballons an einer Leine, die mit den Worten des Merkverses beschriftet sind. Nun können die Kinder den Merkvers ablesen. Jeweils ein Freiwilliger darf einen Luftballon zum Platzen bringen und den Vers samt der fehlenden Worte aufsagen. Können am Ende alle den Vers ohne Luftballon aufsagen?

Gebet

Für ein Gebet mit den Kindern können zuerst Dinge gesammelt werden, die den Kindern Sorgen oder Angst machen. Diese Dinge werden aufgeschrieben und von den Kindern selbst oder anonym von Mitarbeitenden im Gebet vorgetragen, worauf jeweils alle im Chor mit dem Merkvers antworten.

Kreatives

Die Kinder schneiden aus einem Kaffeefilter ein Kreuz aus, das sie mit Filzstiften bemalen. Das Kreuz muss dabei gar nicht ganz ausgemalt werden, sondern kann mit einigen Punkten oder anderen Mustern in verschiedenen Farben verziert werden.

Das Kreuz bekommt je nach Größe zwei bis vier kleine Löcher, die wie ein x eingeschnitten werden. In diese Löcher wird ein zusammengerolltes Stück Taschentuch oder Kaffeefilter gesteckt, das unten in einer Schüssel mit Wasser steht. Das Wasser zieht sich durch die „Rollen“ und durch das Kreuz. Dabei ergeben sich wunderbare Farbverläufe, wenn das Wasser die Filzstiftpunkte erreicht.

Am Ende können die „Rollen“ entfernt werden, und wenn alles getrocknet ist, ist ein buntes Kreuz entstanden, das an das Wasser erinnert, das Gott für uns fließen lassen möchte.

Spielerisches

Zwei Gruppen treten gegeneinander an. Sie haben einige Minuten Zeit, aus mehreren großen Müllsäcken (aufgetrennt) eine lange Folienbahn zu erstellen. Dazu stehen die Kinder hintereinander in einer Reihe und halten die Folien so über dem Kopf, dass am Ende ein Mitarbeiter Wasser auf die Bahn gießen kann und es bis vorne durchfließt, wo es in einem Eimer aufgefangen wird. Wenn dieses Spiel nicht möglich ist, können Spiele aus dem Punkt Hinführung 2 durchgeführt werden.

Rätselhaftes

Die Mitarbeiter haben mit einem zuvor gesäuberten Füller (oder einer feinen Pipette, Feder usw.) mit Zitronensaft eine Botschaft auf ein Blatt Papier geschrieben (jedes Kind soll ein Blatt Papier erhalten). Der Text (oder Variationen davon), den man nach dem Schreiben auf dem Papier nicht sehen kann, lautet: „Manchmal sieht man es nicht gleich, aber: Gott wird alles gutmachen! Ganz sicher. Deswegen lohnt es schon heute, ihm zu vertrauen.“

Die Kinder dürfen rätseln, was wohl auf dem Papier geschrieben steht und wie sie es sichtbar machen können. Der Text wird sichtbar durch Wärme. Mit einem Bügeleisen (Glühbirne, Herdplatte, Kerze o. Ä.) können die Mitarbeiter dabei helfen, den Text sichtbar werden zu lassen.

(T)extras

Spiele

Förderband

Alle stellen sich in zwei Reihen gegenüber auf und halten sich mit den Händen am Gegenüber fest. Auf dieses „Förderband“ kann ein Kind gelegt werden, das sich hier getragen fühlen darf. Durch Bewegung der Arme kann die Gruppe das Kind über das „Förderband“ bewegen, hin und her rollen usw.

Schlange steuern

Alle bilden eine lange Schlange und halten sich mit geschlossenen Augen an den Schultern des Vordermanns fest. Der Letzte in der Reihe ist der Einzige mit offenen Augen und steuert den ganzen Zug durch Kommandos. Schafft es die Gruppe so um Hindernisse herum?

Vertrauensfußball

Zu einem Fußballspiel finden sich Spielerpaare zusammen. Einer aus dem Paar bekommt die Augen verbunden – der andere darf den Spieler durch Kommandos leiten. Nun treten zwei dieser Paare gegeneinander an. Wer bekommt den Ball ins Tor? Fortgeschrittene können die Anzahl der Spielerpaare erhöhen.

Glaube@Familie will Familien praktische Impulse geben, damit Kinder lebenslange geistliche Prägung erfahren. Damit dies geschieht, muss die Gemeinde Familien unterstützen. Dieser Impuls soll dazu dienen, dass die Kinder einiges von dem, was sie in der Jungschar erlebt haben, in ihrer Familie vertiefen können

Das Ziel

In der Jungschar wird der folgender Bibelvers besprochen: „Gott spricht: ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wasser umsonst.“ Offenbarung 21,6 Dieser Impuls will dazu beitragen, dass sich Familien gemeinsam mit den Bibelvers beschäftigen.

Der Ausgangspunkt

Die Jungscharler bekommen nach der Jungschar eine Flasche Wasser mit nach Hause. Auf diese Flasche ist ein Aufkleber mit dem Bibelvers aufgeklebt. Außerdem wir noch ein kleiner Zettel mit den Impulsen befestigt. Das einfachste ist, wenn man eine 0,5-Liter Flasche verwendet, da sie am einfachsten transportiert werden kann. Es ist aber auch möglich, eine größere Flasche Wasser zu verwenden, die dann gemeinsam von der Familie getrunken werden kann.

Die Impulse

Wasser trinken

Alle setzen sich zusammen. Jedem wird ein Glas Wasser eingegossen und alle können es in Ruhe trinken. Jeder soll sich Zeit dazu lassen. Wenn alle ihr Glas ausgetrunken haben, sagen sie, was sie beim Trinken für Gedanken hatten. Sie können auch darüber reden, wie ihnen das Wasser geschmeckt hat. Eine weitere Frage über die man in der Familie reden kann ist: Wann hast du schon mal richtig Durst gehabt und was hast du dagegen unternommen?

Wasserspiel: Schiffe versenken

Die Badewanne oder eine große Schüssel werden mit Wasser gefüllt. Jeder faltet sich aus einem A4-Blatt ein Schiffchen und setzt es in die Wanne, damit es auf dem Wasser schwimmt. Nun erhält jeder eine Nuss und hat die Aufgabe, diese Nuss so auf die anderen Schiffe zu werfen, dass sie untergehen. Für jeden Treffer (auch wenn das Schiff nicht versenkt wurde) erhält der Teilnehmer 100 ml Wasser in einen Becher. Gewonnen hat, wer am Ende (wenn alle Schiffe versunken sind) das meiste Wasser in seinem Becher hat. Dann darf er das Wasser natürlich austrinken und genießen.

Kreativ: Bild malen

Die Familie legt sich ein großes Blatt Papier oder ein Stück einer Tapetenrolle zurecht. Gemeinsam malen alle Familienmitglieder eine Landschaft mit viel Wasser auf das Blatt. Dabei kann jeder je nach seinen Fähigkeiten etwas ganz besonderes zum Bild beitragen. Ein kleineres Kind kann vielleicht einen großen See mit viel blauer Farbe malen. Das Familienmitglied, welches das größte zeichnerische Talent besitzt, kann einige Details malen, zum Beispiel einen Spaziergänger mit seiner Trinkflasche, eine Feuerwehr beim Einsatz oder noch viele andere Dinge. Beim Malen kommt man darüber ins Gespräch, wo sich überall Wasser befindet und wofür es gebraucht wird. Gemalt wird natürlich mit Wasserfarbe.

Experiment: Das volle Wasserglas

Für dieses Experiment wird ein Glas benötigt, das randvoll mit Wasser gefüllt wird. Wer denkt, dass nun nichts mehr in das Glas passt, hat sich geirrt, denn man wirft nun Centstücke in das Glas.  Zuerst wird ein einzelnes Centstück in das Glas geworfen, dann das nächste usw. Man wird staunen, wie viele Centstücke noch in das Glas passen. Wenn man das Glas von der Seite anschaut, erkennt man, dass sich auf dem Glas ein Wasserhügel gebildet hat. So betrachten wir gemeinsam den Wasserhügel und erinnern uns an den Vers der Jahreslosung.

Gemeinsame Wasseraktion

Wir unternehmen als Familie etwas gemeinsam, was mit dem Thema Wasser zu tun hat. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel ein Besuch im Schwimmbad. Eine andere Möglichkeit ist eine Wanderung oder eine Fahrradtour am Ufer eines Flusses entlang. Vielleicht wartet ihr auch noch bis es Sommer ist und ihr macht im Garten eine große Wasserschlacht, bei der alle nass werden müssen.

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