Freizeitvorbereitung mit Mitarbeitenden

entnommen mit freundlicher Genehmigung aus dem Buch „Der Freizeitplaner – Freizeiten einfach gut durchführen – planen – nacharbeiten“ (überarbeitete Neuauflage) (Björn Knublauch, Jessica Leng, Ingo Müller, Claudia Siebert (Hg.)

1. Programmplanung

1.1. Vorbereitungstreffen

Eine gute Freizeit fällt nicht einfach so vom Himmel, sondern sie ist harte Arbeit. Somit ist eine gute Vorbereitung das A und O für eine Freizeit. Wie allerdings eine gute Vorbereitung aussieht, hängt stark von den Vorbedingungen ab: Sind alle Mitarbeitenden aus einer Gemeinde / einem Ort oder kommen sie aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands? Kennen sich bereits alle Mitarbeitenden oder ist das erste Treffen auch ein erstes Kennenlernen des Teams? Die zeitliche Platzierung der Vorbereitungstreffen hängt außerdem von der Art der Freizeit ab.
Die Gestaltung des Vorbereitungstreffens sollte gut vorbereitet sein und eine Tagesordnung mit möglichst genauen Punkten vorher versandt werden. So können sich alle gut vorbereiten. Auch sollte immer viel Zeit zum gemeinsamen Bibellesen, Beten und Hören auf Gott eingeplant werden. Ebenso sind gruppendynamische Übungen zum Kennenlernen und Vertrauensaufbau sehr hilfreich, die zeitliche Freiräume benötigen (s. Kap. „6.3 Teambuilding“). Pausen sollten nicht zu spärlich sein. Das Gehirn braucht Sauerstoff, Kohlenhydrate, Flüssigkeit und Entspannung, um kreativ sein zu können! Abends bei einem Wochenende darf dann auch ruhig Feierlaune aufkommen … das Team hat hart
gearbeitet.
(Zur inhaltlichen Planung siehe Kapitel „8.4 Programmplanung: Grundlagen“,
„8.5 Programmplanung: Programm finden“ und „8.6 Programmplanung: Programm
abstimmen“).
In allen Fällen ist ein ausführliches Ergebnisprotokoll zu allen Absprachen sehr zu empfehlen. Das hilft in unklaren Situationen, bei längeren Zeitabständen und auch Mitarbeitenden, die bei einem Vorbereitungstreffen – ausnahmsweise! – nicht dabei waren.

Vorbereitung als Wochenendtreffen

Bei überregionalen Teams gibt es sehr gute Erfahrungen mit Vorbereitungswochenenden.
So hat man Zeit, um sich kennenzulernen, um Zeit mit Gott zu verbringen, um kreativ
werden zu können und zum Diskutieren. Alles ist sehr wichtig. Auch hat man Abstand
vom Alltag und kann sich voll und ganz auf die Freizeit konzentrieren. Ein möglicher
Ablauf eines Wochenendes ist in den Downloads zum Buch zu finden.

Der Veranstaltungsort ist dafür natürlich recht wichtig. Er sollte genug Raum zum
Arbeiten und Denken für das Team bieten und verschiedene Arbeits- und Präsentationsformen ermöglichen – ebenso wie ein ungestörtes Arbeiten. Dies kann in einem Gemeindehaus funktionieren, aber auch bei jemandem zu Hause oder in einem extra angemieteten Freizeit- oder Tagungshaus – je nach Möglichkeiten und Bedarf (z. B. Größe des Teams).

Es ist gut zu bedenken, wie viel Zeit die An- und Abreise der Mitarbeitenden in Anspruch nehmen wird und wann sie von ihrer Arbeit loskommen. Aber auch wie die Anreise erfolgt (Auto, ÖPNV …). Daraus ergeben sich Start- und Endzeiten und auch die Lage des Ortes.

Die Verpflegung ist nicht zu unterschätzen. Hier ist es hilfreich, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen, um sich ganz auf den Teamprozess und die inhaltliche Gestaltung konzentrieren zu können.

Die Kosten für ein solches Wochenende sollten von der Freizeitkasse übernommen werden (s. Kap. „2.1 Kalkulation und Kasse“). Gerade wenn Mitarbeitende selbst einen finanziellen Beitrag zur Freizeit bringen und auch noch zur Vorbereitung anreisen müssen, ist dies ein Zeichen von Wertschätzung und Freisetzung.

Die Unterkunft der Mitarbeitenden muss auch bedacht werden. Können sie am Veranstaltungsort schlafen? Müssen sie dazu Isomatte und Schlafsack mitnehmen? Können sie in Gästezimmern bei Gemeindegliedern schlafen?

Vorbereitung als regelmäßige Treffen

Wenn die Freizeit von Mitarbeitenden einer Gemeinde oder aus einem Ort geplant wird,
kann auch ein regelmäßiges Treffen eine Option sein. Wenn der Vorteil des Vorbereitungswochenendes der Rückzug aus dem Alltag und die Konzentration auf die Freizeit ist, dann ist der Vorteil der regelmäßigen Treffen das kontinuierliche Arbeiten und Weiterentwickeln der Freizeit. Hier müssen aber die Termine sehr gut abgesprochen und kommuniziert werden, da bei einem Treffen vor Ort häufig der Alltag der größte Konkurrent ist.
Natürlich spielen auch hier der Veranstaltungsort, die Verpflegung und die Gestaltung entscheidende Rollen. Die Rahmenbedingungen sollten genauso gegeben sein wie beim Wochenende, nur dass vor Ort vieles einfacher zu organisieren ist.
Bewährt haben sich Treffen einmal in der Woche am Abend von ca. 2,5 Stunden oder einmal im Monat an einem halben Samstag.

Zeitpunkt: noch über ein Jahr, 6 Monate vorher, 3 Monate vorher.

Checkliste Absprachen

  • Vorbereitung als Wochenende oder in regelmäßigen Treffen?
  • Wie hoch ist das Budget für die Treffen?
  • Welcher Veranstaltungsort ist geeignet?
  • Was muss auf die Tagesordnung?

Checkliste Aufgaben

  • Termine mit dem Team abstimmen.
  • Veranstaltungsort und ggf. Übernachtungsmöglichkeit buchen (so früh wie möglich).
  • Geistliche Zeiten, Gruppendynamisches und Pausen einplanen.
  • Mitarbeitende einladen und Tagesordnung verschicken.
  • Verpflegung delegieren.
  • Inhalte zur Tagesordnung vorbereiten.

(BJÖRN KNUBLAUCH)

2. Programmplanung: Programm finden

Es hat sich bewährt, das Freizeitprogramm mit dem ganzen Team zu entwickeln. Zum einen kommt mit mehreren Köpfen Kreativeres dabei heraus, zum anderen erhöht es die Identifikation mit der Freizeit und fügt das Team zusammen (vgl. Kap. „8.1 Vorbereitungsprozess“). Die einzigen Punkte, die man als Leitung vorgeben kann, sind der Bibeltext bzw. das Thema, dem auf der Freizeit nachgegangen werden soll, und ein Vorschlag für den Tagesablauf – damit spart man sich mühselige Diskussionen. Ein beispielhafter Tagesplan ist in den Downloads zum Buch zu finden.
Es hilft, sich vor dem ersten Vorbereitungstreffen schon theologisch mit den Bibeltexten
auseinandergesetzt zu haben, damit nichts Wichtiges unter den Tisch fällt. Auch die Mitarbeitenden sollten die Texte vor dem ersten Vorbereitungstreffen lesen und sich Gedanken dazu notieren.

Das erste Vorbereitungstreffen

Zu Beginn des Treffens werden die biblischen Texte gemeinsam gelesen (ggf. in Auszügen), um den Text sprechen zu lassen. Außerdem kann am Anfang noch ein Brainstorming stehen: Wie sind die Teilnehmenden drauf und was bewegt sie? Damit hat man von Anfang an vor Augen, für wen geplant wird.
Als Nächstes werden die inhaltlichen Impulse geplant. Da sie der Kern der Freizeit sind, sollte dies passieren, wenn alle noch fit sind. Dazu schreibt jede/jeder auf Moderationskarten, welche Texte/Themen sie oder er wichtig findet (Pro Karte nur ein Text/Thema!) und vielleicht drei Stichwörter zum Inhalt. Hier braucht es nicht unbedingt Vorgaben seitens der Leitung. Bei einer missionarischen Freizeit sollte man allerdings vorgeben, dass es einen Text zum Ankommen, einen über Sünde, einen zum Kreuz, einen zur Auferstehung und einen „Rausschmeißer“ braucht (zum Ende hin müssen sich die Teilnehmenden auf den Alltag vorbereiten und Gelegenheit zum Abschiednehmen haben, s. a. Beispiel in Kap. „8.4 Programmplanung: Grundlagen“). Die Moderationskarten werden an einer Wand gesammelt, wobei die doppelten Texte/Themen übereinander gehängt werden.
Daraus entwickelt sich dann im Gespräch eine Reihe von aufeinander aufbauenden Themen – die Anzahl ist abhängig davon, wie lang die Freizeit ist. Auf andersfarbige Moderationskarten schreibt man die einzelnen Tage und ordnet auf einer zweiten Wand die Text und Themenkarten dem jeweiligen Tag zu. So entsteht ein überdimensionaler Tagesplan, den alle sehen können und den man flexibel verändern kann.
In diesem Prozess ist es gut, immer wieder zu beten und auf Gott zu hören.
Genauso verfährt man anschließend mit dem Nachmittagsprogramm und dem Abendprogramm (s. „Kapitel 9: Programmelemente“). Dabei ist natürlich wichtig, das Programm der Dynamik der Freizeit anzupassen bzw. durch das Programm Dynamik zu prägen.

Beispiele:
• Elemente zum Teambuilding und einen Knaller am Anfang.
• Ruhiges und fetziges Programm sollten sich abwechseln.
• Tagesausflüge nicht zu früh und nicht zu spät.
• Wenn es ein aufwendiges Essen geben soll, muss der Zeitpunkt mit dem Küchenteam
abgesprochen werden.
• …

Zeitpunkt: 6 Monate vorher

(JULIA GARSCHAGEN)

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 3/2021. Es geht in sechs Lektionen um die Geschichte von Gideon:

Lektion 8 Richter 6,11-24 Gideons Berufung

Lektion 9 Richter 6,25-32 Gideons Einsatz für Gott

Lektion 10 Richter 6,33-40 Zeichen von Gott

Lektion 11 Richter 7,1-8 Auswahl der Kämpfer

Lektion 12 Richter 7,9-15 Ermutigung für Gideon

Lektion 13 Richter 7,16-25 Kampf und Sieg

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott ist stark – Gott macht stark – Gott siegt!

Checker

Ich kann selbstbewusst sein und aktiv leben, weil Gott mich stark macht und selbst den Sieg erringt.

Der Text an sich

Gideon wird von Gott in einer Zeit berufen, in der das Volk Israel von den Midianitern unterdrückt wird (Richter 6,8-10). Sie sind durch die Plünderungen bettelarm und verängstigt. Deswegen erinnern sie sich wieder an Gott und schreien zu ihm um Hilfe. Gideon soll nun die Israeliten von den Midianitern befreien. Dafür wird er immer wieder von Gott ermutigt und gestärkt. Auf Gottes Anweisung hin verkleinert Gideon sein Heer von 32.000 auf 300 Mann. Nun steht Gideon kurz vor dem Kampf. Er kann sich sicher sein, dass er einen Sieg erringen kann. Dies hat er zuvor aus dem Mund seiner Feinde gehört: „Gott hat die Midianiter in seine [Gideons] Gewalt gegeben, nämlich uns und unser ganzes Heer.“ (Richter 7,14b Basis Bibel).

Es ist Nacht. Gideon teilt seine Männer in drei Gruppen auf. Er weist sie an, genau das zu tun, was er ihnen vormacht. Obwohl die Midianiter nach menschlichen Maßstäben klar den Kampf für sich entscheiden werden, wissen die Israeliten jetzt schon, sie werden gegen ihre Feinde gewinnen: Die Israeliten sind in der Unterzahl –im Gegensatz zu den 135.000 Midianitern werden sie mit 300 Männern in den Kampf ziehen. Ihre Feinde haben ihr Lager gut bewacht und werden wahrscheinlich mit Waffen ausgerüstet sein. Die Israeliten hingegen haben jeweils einen Tonkrug, eine Fackel und ein Widderhorn –ihre Kampfstrategie: „Für den Herrn und für Gideon!“ (Richter 7,18b). Die Krüge bedecken zunächst das Licht der Fackeln. Die Israeliten stellen sich in drei Gruppen um das feindliche Lager auf. Sie zerschmettern ihre Krüge, so dass es hell wird. Abwechseln blasen sie in ihre Hörner und rufen: „Auf zum Kampf! Für den Herrn und für Gideon!“ (Richter 7,21). Als im feindlichen Lager Panik ausbricht, sich die Midianiter gegenseitig umbringen und schließlich fliehen, hat Gideon für Verstärkung gesorgt, so dass seinen Feinden der Fluchtweg abgeschnitten wird. Die Israeliten sind abhängig von Gott – ohne ihn sind sie ihren Feinden schutzlos ausgeliefert – und Gott selbst erringt den Sieg (Richter 7,22a).

Der Text für mich

Eigentlich ist Gideon ein selbstbewusster Anführer, der im Vertrauen auf Gott und auf Gottes Hilfe den Kampf gegen die Midianiter gewinnt. Was heißt hier eigentlich? Gideon brauchte einige Zeichen, Begegnungen mit Gott und Zuspruch, um so selbstbewusst aufzutreten. Gideon hat erfahren, dass Gott da ist und ihm diese Aufgabe zutraut. Gott ist stark und macht Gideon stark. Dennoch sind Gideon und die Israeliten im Kampf gegen die Midianiter nicht die großen Helden, sondern „Gott selbst erringt den Sieg“ (Richter 7,22).

„Ich bin bei euch, alle Tage, bis an der Welt Ende“, „Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?“ – Zusprüche, die ich schon oft gehört und theoretisch verstanden habe. Gideon brauchte auch immer wieder Zuspruch. Als Gott Gideon schließlich zum Kampf auffordert, macht Gideon keinen Rückzieher und kann selbstbewusst sein kleines Heer anführen. Genau jetzt bewahrheiten sich die Zusprüche. Gott hat versprochen, Israel zu retten und er tut es.

Meine Herausforderung ist es, nicht bei den Zusprüchen stehen zu bleiben, sondern mutig zu sein und dabei zu erfahren, dass „Gott selbst den Sieg erringt“.

Der Text für dich

Starter

Den Startern soll deutlich werden, dass Gott stark ist und siegt. Nicht die Israeliten sind hier die großen Helden, sondern Gott. Ohne Gottes Hilfe hätten die Israeliten haushoch verloren. Aber nicht nur Gott selbst ist stark, sondern Gott macht auch stark. Gideon kann hier ganz selbstbewusst auftreten, weil Gott ihn gestärkt hat. Bestimmt gibt es Situationen, in denen die Kinder sich selbst anderen unterlegen fühlen, beispielweise wird in der Schule ein Klassenkamerad ausgegrenzt und ihnen fehlt der Mut, sich zu ihm zu stellen. Die Bibelstelle macht deutlich, Gott selbst siegt. Er hilft und macht stark.

Checker

Die Checker haben wahrscheinlich schon oft gehört, dass Gott mächtig und ihm nichts unmöglich ist. Was im Leben von Gideon und im Kampf gegen die Midianiter deutlich wird, ist, dass Gideon auf Gott vertrauen muss, um zu gewinnen. Gideon ist den Midianitern nach menschlichen Maßstäben unterlegen. Das war Gottes Wille (Richter 7,2). Gott fordert auf, im Vertrauen auf ihn im Glauben aktiv zu werden: von ihm weiterzuerzählen, aus aufrichtiger Liebe zu handeln, großzügig und barmherzig zu sein, … Das ist herausfordernd. Aber Gott macht stark und es ist Gott, der „selbst den Sieg erringt“‘! Die Checker sollen herausgefordert werden, im Alltag ganz konkret aktiv zu werden und dabei auf Gott zu vertrauen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Au ja! In diesem Spiel geht es darum, dass zu tun, was ein anderer sagt. Das Spiel beginnt damit, dass einer sagt: „Wir machen jetzt alle …“ (hier kann etwas Beliebiges eingesetzt werden, z. B. „eine Grimasse“, „stehen auf einem Bein“, „tanzen wie ein Gorilla“, „…“). Alle antworten: „Au ja!“ und führen die Aktion solange durch bis ein anderer Mitspieler sagt: „Wir machen jetzt …“.

Idee 2

Die Jungschargruppe wird in zwei Teams aufgeteilt. Das eine Team versucht, unbemerkt an einen Ort im Spielfeld zu gelangen, den sie sich zuvor überlegt haben. Dieser Ort wird nur dem Gruppenleiter mitgeteilt. Das andere Team befindet sich ebenfalls auf dem Gelände und bewacht dieses. Wird ein Kind, das sich anschleicht, bemerkt, rufen die „Aufpasser“ den Namen des Kindes. Dieses muss nun ein „Leben“ (z. B. ein Bonbon) abgeben. Hat jemand keines der drei Leben mehr, scheidet er aus dem Spiel aus. Ziel der „Anschleicher“ ist es, dass möglichst alle den gewählten Ort erreichen. Wer den Ort erreicht hat, ist sicher. Für das Spiel eignet sich ein Wald oder ein Gelände, wo man sich gut verstecken kann. Möglich ist es auch, dass die Anzahl der „Aufpasser“ verringert wird und / oder diese sich nicht von der Stelle bewegen dürfen.

Verkündigung

Vorlesen einer Geschichte

Bevor die Geschichte vorgelesen wird, ist es sinnvoll, dass die Jungscharler wiederholen, was sie aus den anderen Lektionen noch über Gideon wissen (ggf. können die Mitarbeiter kurz zusammenfassen).

Es ist Nacht. Im Dunkeln kann man den Hügel More im Norden erahnen. Das Wasser der Quelle ist leise zu hören. Hier und da kann man vereinzelt Männer hören, die sich unterhalten. Im Lager der Israeliten selbst herrscht eine angespannte Stille. Alle der 300 Männer wissen, dass es bald so weit ist. Sie sind diejenigen, die noch übriggeblieben sind. Alle, die Angst hatten, sind schon nach Hause zu ihren Familien gegangen. Nur sie sind noch da. Obwohl sie sich erst so stark und mutig gefühlt haben – so langsam kriecht doch ein mulmiges Gefühl in ihren Magen. Man spürt förmlich das Unbehagen des anderen. In den Köpfen der Männer hegen sich Zweifel. Vielleicht hätte Gideon doch nicht alle andern wegschicken sollen. Sie haben doch ihre Feinde – die Midianiter – gesehen unten im Tal. Wie Heuschrecken haben sie sich dort unten niedergelassen, ihre Kamele, die sie dabeihaben, so viele wie der Sand am Meer. Wie sollen die Israeliten dagegen ankommen? … (ganze Geschichte im Anhang)

Die andere Idee

Erzählung mit Figuren

Der Bibeltext wird mit Hilfe von Figuren (Playmobil / Lego / Spielfiguren) nacherzählt. Im Vorfeld kann eine Landschaft erstellt werden (beispielsweise aus Lego oder mit Gegenständen: z. B. Hügel More – Pappkarton, Quelle Harod – Glassteine, Wasserstellen / Jordan blaue Tücher, …). Das Volk Israel kann mit drei Figuren symbolisiert werden (plus Gideon), die Midianiter mit wesentlich mehr (20-30 Figuren), um die Unterzahl der Israeliten deutlich zu machen.

Die Geschichte wird unterteilt in: Einleitung (Vorstellung der Landschaft und der zwei gegnerischen Parteien), Planbesprechung („Ihr aber sollt alles so machen, wie ich es mache.“), „Angriff“ mit Licht und Hörnern („Gott selbst erringt den Sieg“), Panik und Flucht der Midianiter, Kampf und Ergreifung durch die Israeliten, Schluss (Bezug auf den Kerngedanken).

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Bibelstelle wird gemeinsam gelesen und ggf. Fragen geklärt. Anschließend sollen die Kinder folgende Begriffe den Israeliten oder den Midianitern zuordnen: 300 Männer, 32.000 Männer, Verlierer, Widderhörner, Schwerter, Gideon, Fackeln, Oreb, Gott, Seeb, Sieger. Die Begriffe werden im Vorfeld auf Karten geschrieben. Jeder zieht eine Karte, sagt etwas zu dem Begriff und ordnet diesen zu.

Gespräch

Kommt ins Gespräch mit folgenden Fragen:

  • Hättest du im Kampf mitgekämpft? (Aufzeigen der Überlegenheit der Midianiter)
  • Warum haben die Israeliten gewonnen?
  • Wie wird Gott in der Geschichte beschrieben?
  • Was macht Gideon in der Geschichte? Warum ist er jetzt mutig?
  • Was macht dich stark? Was macht dich mutig? (Was sagt Gott? – Zusprüche)
  • „Gott selbst erringt den Sieg!“ Warum müssen Gideon und die Israeliten überhaupt kämpfen, wenn Gott doch siegt?

Merkvers

„Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir! Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich mache dich stark und helfe dir. Ich halte dich fest mit meiner rechten Hand, die für Gerechtigkeit sorgt.“ (Jesaja 41,10)

Von jedem Kind wir ein Schnappschuss geschossen. Dabei soll der Jungscharler seine Stärke zeigen (seinen rechten Arm anspannen). In der linken Hand kann er ein Schild halten auf dem steht „Gott macht …“ (ggf. mit einem Pfeil, der auf den rechten Arm zeigt). Ideal wäre es, wenn das Foto vor Ort ausgedruckt werden könnte, so dass jeder auf die Rückseite des Fotos noch den Bibelvers schreiben kann. ACHTUNG: Ein Einverständnis der Eltern ist erforderlich, wenn Fotos gemacht werden.

Variante 2: Der Bibelvers wird um eine Traubenzuckerpackung geklebt.

Gebet

Flüstergebet mit Kampfansage. Die Kinder stellen sich in einem Kreis auf. Sie flüstern ihr Gebet in ihre Hände. Auf drei werfen alle ihre Hände in die Höhe und machen ihren Anliegen eine Kampfansage. Alle rufen gemeinsam: „Gott siegt! Amen.“

Kreatives

Die Kinder sollen gemeinsam ein Wollfadenbild zu einer Szene aus der Geschichte gestalten. Dazu werden Wollreste in verschiedenen Farben benötigt, eine Schüssel mit Wasser und ein passender Untergrund, d. h. Decke, Teppich. Die Wollfäden werden auf die passende Länge geschnitten, in Wasser eingetaucht und in gewünschter Form (z. B. als Person, Busch, Widderhorn) auf die Unterlage gelegt. Durch das Wasser halten die Fäden auf der Unterlage. Es bietet sich an, dass sich die Jungscharler vorher besprechen, was sie darstellen wollen, und „Aufgaben“ verteilen.

Spielerisches

Stille Post Pantomime

Alle Kinder sitzen in einer Reihe mit dem Rücken zum Raum. Der erste zieht einen Begriff, den er pantomimisch dem zweiten Kind vormacht (so dass es die anderen Kinder nicht sehen). Der zweite tippt anschließend den dritten an und macht das nach, was er beim ersten gesehen hat. So geht es der Reihe nach, bis das letzte Kind in der Reihe die Aktivität errät, die der vorletzte ihm vorgemacht hat. Nach der Runde rückt jedes Kind einen Stuhl weiter. Mögliche Begriffe können sein: ein Kleid nähen, Clown, Feierabend, Käsefüße, sich waschen, Schaf, Tischtennis spielen, Kopfschmerzen, Arzt, Morgengymnastik, …

Rätselhaftes

Bei dem Bilderrätsel müssen die passenden Begriffe zu den Bildern auf die Striche geschrieben werden (Krug, Widderhorn, Soldat, dreihundert, Fluss, Gideon, Fackel, Lager, Schwert). Die eingekreisten Buchstaben ergeben das Lösungswort „Gott siegt“.

(T)Extras

Lieder

  • Du bist stark (Adlerlied)
  • Wer Gott vertraut, hat schon gewonnen
  • Gott ist stark
  • Je-Je-Jesus ist größer

Spiele

Katz und Maus im Labyrinth

Für dieses Spiel werden mind. elf Spieler benötigt. Ein Spieler ist die Katze, der andere die Maus. Die anderen Teilnehmer bilden das Labyrinth. Dazu stellen sie sich in einer quadratischen Matrix auf, d. h. beispielsweise drei Reihen mit jeweils drei Personen. Alle im Labyrinth schauen in eine Richtung, strecken die Arme aus und stehen jeweils eine Armlänge vom Nachbarn entfernt. Das Ziel des Spiels ist es, dass die Maus versuchen muss, nicht von der Katze gefangen zu werden. Dabei hat die Maus folgende Optionen: Erstens: sie kann vor der Katze davonrennen, durch die Reihen und um das Labyrinth. Unter den Armen darf weder Katze noch Maus durch. Zweitens: die Katze kann mit dem Wort „Labyrinth“ die Struktur des Labyrinths verändern. Die Personen, die das Labyrinth bilden, drehen sich um 90° nach rechts, so dass aus den Längsreihen Querreihen werden. Drittens die Maus kann an einer Reihe andocken. Der am anderen Ende dieser Reihe steht, wird nun zur Katze und die Katze wird zur Maus. Wenn die Maus gefangen wird, wechseln die Rollen, d. h. die Maus wird zur Katze und umgekehrt.1

Aktionen

Abreißzettel: Heute möchte ich …

Jeder Jungscharler soll sich eine Aufgabe bzw. Herausforderung abreißen, die er in der kommenden Woche erfüllen soll. In der nächsten Stunde können sich die Kinder über ihre Erfahrungen austauschen. (Der Abreißzettel ist im Anhang verfügbar.)

Fackelwanderung

In Anlehnung an den Bibeltext kann eine Fackelwanderung durchgeführt werden. Alternativ zu den Fackeln können auch Laternen verwendet werden. Viel Spaß dabei, auf den Spuren von Gideon und den Israeliten unterwegs zu sein!

Es ist ein Kommen und Gehen in unserer Gruppenarbeit. Wie gehen wir damit um? In den Hintergrund-/Grundsatzartikeln wird das Thema »Verbindlichkeit« genauso angesprochen wie eine wertschätzende Begrüßungs- und Verabschiedungs-Kultur für TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen. Ihr findet zu »Kommen und Gehen« viele hilfreiche Anregungen und Ideen, auch für den Restart nach der Coronazeit. Dazu gibt es zu unserer neuen Themenreihe Bibelarbeiten und Stundenentwürfe für eure Gruppe, die auch online durchgeführt werden können: vom »Flügge werden«, »Unterwegsseine in Gottes Schutz«, »in sich gehen und zur Ruhe kommen« , der Heimat im Himmel, einem Filmabend und vieles mehr.

Lass mal darüber reden, wie das »erwachsen werden« so geht …

Einstieg

Krisen gehören zum Wachsen dazu. Kann eine Teamerin/Leiterin von persönlichen Krisen erzählen, aus denen sie gewachsen ist? Falls nicht, hier ein Beispiel:

In meiner Clique ging irgendwann das Rauchen los. Viele von meinen Freunden fanden das cool, wir waren ja zum Teil noch unter 15! Immer wieder trafen wir uns heimlich, um zu rauchen. Wir versuchten, es vor unseren Eltern und älteren Geschwistern zu verstecken, indem wir Kaugummi danach kauten – brachte aber eh nichts. Irgendwann sprach mich ein sehr guter Freund, der auch zu den besten Freunden meines Bruders gehört, darauf an. Er fragte vorsichtig nach, aber war dann echt schockiert, als ich ihm die Wahrheit verriet. Seine Worte trafen mich sehr: »Boah, das hätte ich nicht von dir gedacht. Du warst immer ein Vorbild für mich!«. Ich musste schlucken. Das tat mir irgendwie leid, dass ich ihn so enttäuscht hatte. Ich wusste nicht mehr, was ich machen sollte: Weiterhin mit meiner Clique heimlich rauchen und bloß nicht die Außenseiterin sein, oder mich für ein gesünderes Leben entscheiden, so wie mein Kumpel es auch in mir sah? Ich entschied mich für das bessere und schaffte es, »Nein« zum Rauchen zu sagen. Gott sei Dank konnten meine Freunde das verstehen, und ich war dann eben bei den Raucher-Treffen nicht mehr dabei, sonst aber schon. Das hat mein Leben geprägt und ich schaffe es immer wieder »Nein« zu sagen, wenn ich mich für das Bessere entscheiden sollte.

Sammlung

Erwachsensein – woran machen wir das eigentlich fest? Wie siehst du Erwachsene?

Im Gruppenraum: Legt ein großes Blatt (Flipchart) auf den Boden. Jede kann auf kleine (bunte) Kärtchen Begriffe schreiben, die sie mit Erwachsensein verbindet.

Online: Nutzt doch ein Jam-Board (wie ein Whiteboard online, von Google) oder ein Conceptboard (hierfür braucht man einen kostenlosen Account), auf das die Teilnehmerinnen ihre Begriffe wild sammeln können. Als Hilfestellung, sodass es eher eine Mindmap wird, kann im Vorhinein der Begriff »Erwachsen« im Zentrum stehen.

Vertiefung

Welche Erlebnisse / Schritte / Veränderungen geben dir das Gefühl, erwachsen zu werden / zu sein?

Für Teens und Jugendliche passiert es einfach so: Man hinterfragt Glaubensgrundsätze, sucht sich Vorbilder, bestimmte Freundeskreise, man will anderen gefallen – aber am besten ist es immer, seinen eigenen Weg zu gehen – Entscheidungen selbst zu treffen. Doch häufig grätschen die Eltern rein und verbieten genau das, was Spaß macht. Dabei wollen sie nicht einfach willkürlich dich deiner Freiheit berauben oder dir nichts gönnen. Sondern es ist wichtig, seinen Eltern auch in dieser Phase des Lebens zu vertrauen. Sie wissen vieles einfach besser und trotzdem darf man auch seine eigenen Erfahrungen machen.

Sprecht darüber, welche Erlebnisse oder Veränderungen den Teilnehmerinnen das Gefühl geben, erwachsen zu sein.

Jede erstellt dann ihre persönliche »Bucket-List« fürs Erwachsenwerden mit verschiedenen »Aufgaben«, die auf dem Weg dahin für sie passieren müssen. Dabei darf jede Teilnehmerin selbst entscheiden, welche Schritte/Erfahrungen für sie wichtig sind, damit sie sich erwachsener fühlt. Redet nun darüber: Ähneln sich eure Schritte? Wie hat die familiäre Geschichte Einfluss darauf?

Verabredet euch doch danach für in 5 Jahren und schaut gemeinsam darauf: Was hat geklappt, was wurde geschafft und was war am Ende doch nicht so wichtig?

Impuls

Ich möchte so gern fliegen können … Man will sich lösen und das gehört dazu

  • Vom Elternhaus: Glaubensgrundsätze hinterfragen
  • Neue Vorbilder suchen: Influencer, Jugendleiter, Pastoren, über Stadt und Landgrenzen hinweg …

Jesus verlässt in der Himmelfahrts-Geschichte (Apostelgeschichte 1) die Erde, seine Zeit ist gekommen. Jetzt sind die Jünger dran: Selbstständig, aber nicht allein, der Heilige Geist wird ihnen als Beistand gegeben (Apostelgeschichte 2). Für sie kommen jetzt einige Aufgaben auf die Tagesordnung:

  • Eigene Werte finden: Was ist uns wichtig?
  • Ziele stecken: Was machen wir jetzt?
  • Pläne schmieden: Wo treffen wir uns?
  • Entscheidungen treffen: Wer geht mit wem wohin und wie wollen wir die Gute Nachricht von Jesus verbreiten?
  • Verantwortung tragen: Wer übernimmt welche Aufgaben (Dienste/»Ministries«)?

Weißt du, das Leben passiert – »Life Happens!« Aber du kannst bereit sein! Mach dir Gedanken: Was will ich nach der Schule machen? Um diese große Frage zu beantworten können Fragen helfen:

  • Was mache ich gerne?
  • Was bringt mir eine Zufriedenheit, was macht mich innerlich ausgeglichen?
  • Was erfüllt mich mit Freude? Wo kann ich geben und wo bekomme ich etwas zurück?
  • Wenn ich alles tun könnte, was ich möchte: Was wäre das?

Sicherung

Für ganz Kreative: Bastle dir dein Vision-Board!

  • Collage-artig
  • Handlettering
  • Skizzieren
  • Worte schreiben
  • Bilder malen
  • Fotos/Bilder aufkleben, z. B. aus Zeitschriften o. ä.

Für weniger Kreative: Schreib deine Bucket-List oder sprich mit deiner Leiterin über deine Ziele. Mach dir so konkret wie möglich Gedanken – aber du brauchst dich nicht unter Druck zu setzen!

Verknüpfung »Ich« mit »Gott«

  • Welche Rolle spielt Gott in deinen Lebensträumen? Bei deinem Erwachsenwerden?
  • Sprecht darüber: Wie viel Raum gibst du Gott, um deine Erfahrungen/Schritte zu leiten?
  • Betet füreinander und/oder frag Gott ganz persönlich: »Gott, wo willst du mich haben?«

Abschluss

Was nehme ich mit, wenn ich jetzt weiß, dass Veränderungsprozesse auf mich zukommen, wenn ich weiß, dass für mich bestimmte Schritte zum Erwachsenwerden dazugehören und wenn mir bewusst ist, dass ich auch um Gottes Wege bitten darf?

  • Methoden: aus dem Unterricht, von den Mädchengruppenstunden etc.
  • Erfahrungen: Du wächst, egal ob es geil oder doof ist! Mach deine eigenen Erfahrungen und LERNE daraus! (Tagebuchschreiben oder deiner/m besten Freundin/bestem Freund davon zu erzählen ist sehr hilfreich, dann bist du mit Highs and Lows nicht alone 😉
  • Freundschaften: Freunde fürs Leben sind so wertvoll, weil man mit jemandem seine Gedanken teilen kann
  • Werte: Was ist dir wirklich wichtig? Halte daran fest, aber meißle es nicht in Stein: Sei offen für Veränderungen, Korrekturen und neue oder ungewohnte Impulse.

Rückblick auf den Anfang: Und – wann bist du jetzt erwachsen? Schon jetzt, ganz spät erst, oder auch gar nicht? Sei immer bereit zu wachsen, es passiert sowieso!

Lese-Tipp: In dem DRAN Next Magazin gibt es immer einen kurzen Artikel zu »Momente, in denen uns bewusst geworden ist: Wir sind erwachsen.«

Film-Tipp: Im Zusammenhang mit der Bucket-List (Liste mit verschiedenen »Aufgaben«, die man noch tun möchte, bevor etwas passiert) ist der Film »Das Beste kommt zum Schluss« empfehlenswert.

Hier folgt eine Anleitung für eine Bingo-Gameshow. Aber nicht irgendein langweiliges Bingo. Wir machen eine Gameshow: Bullshit Bingo. Es wird also definitiv lustig. Dazu wollen wir mit allen Teilnehmenden zusammen spielen. Es ist also auch eine Mitmach-Gameshow!

Diesen Abend könnt ihr sowohl online als auch präsent durchführen.

Es gibt 5 Kategorien:

  • Spiel
  • Eklig
  • Quiz
  • Kreativ
  • Glaubensleben

Jede Kategorie kommt abwechselnd zweimal an die Reihe. Hier ein optimaler Ablauf:

  1. Wort-Battle (Quiz)
  2. Schnick-Schnack-Schnuck (Spiel)
  3. Extase (Glaubensleben)
  4. Lachen verboten (Eklig)
  5. Kartenhaus (Kreativ)
  6. Wahrheit oder Pflicht (Quiz)
  7. Tischklettern (Spiel)
  8. Sehnsucht nach mehr (Glaubensleben)
  9. Blinder Mohrenkopf (Eklig)
  10. DIN A 4 (Kreativ)

Die Aufgaben werden anhand einer Powerpoint angezeigt.

Für den Abend sind 50 Bullshit-Wörter nötig. Diese können im Vorfeld gesammelt werden. Bei jeder Aktion werden drei der 50 Wörter zufällig ausgewählt. Natürlich wissen alle Akteure nicht, welche gerade dran sind. Nutzt dafür entweder eine Person, die die Begriffe freigibt oder eine Art Losbox, aus der ihr immer drei Wörter zieht. Spontanität ist also gefragt. Denn die drei Begriffe müssen bei der Erklärung oder Durchführung der Aktion laut und deutlich gesagt werden. Für den Notfall findet ihr ein Dokument mit 50 Begriffen, falls ihr keine sammeln könnt oder zu wenige zusammenkommen.

Jeder Teilnehmende bekommt einen Bingo-Zettel (siehe zusätzliches Dokument). Jeder Teilnehmer schreibt nun 25 der 50 Wörter auf seinen Zettel. In jedes Kästchen darf nur ein Wort rein.

Im Folgenden beschreiben wir die Online-Variante, da sie etwas komplizierter ist. Lade alle Teilnehmenden zu einer Videokonferenz ein. Je nach Teilnehmenden solltest du den Chat sperren.

Schicke den fertig ausgefüllten Bingo-Zettel per Messenger an eine ausgewählte Handynummer.

Was ist ein Bingo und was tun, wenn man einen Bingo hat?

Ein Bingo sind fünf abgehakte Bullshitwörter horizontal, diagonal oder vertikal.  Abhaken kann man einen Bingo, wenn eins der 50 Wörter tatsächlich von einem der Akteure gesagt wurde. Wer einen oder mehrere Bingos hat, ruft nach dem Signal auf einer angegebenen Handynummer an. Wer als Erster nach einem Spiel/Signal durchkommt, wird dazugeschaltet und nimmt an einer Verlosung teil. Ein attraktiver Preis wie z. B. ein Kinogutschein über 25€ oder eine EC-Basisbibel steigert die Dynamik. Alle, die nach einem Signal als Erste durchkommen, sind in der Verlosung um den Hauptpreis dabei.

Nun beschreiben wir die 10 Aktionen im Detail:

Wort-Battle (Quiz)

Ich suche jemanden, der gegen mich in eine Wort-Battle antritt. Es geht so, dass ich ein Wort sage, dass aus zwei Wörtern besteht. Z. B. Kopfsalat. Jetzt wärst du an der Reihe und müsstest ein Wort sagen, dessen erster Teil mit Salat beginnt. Z. B. Salatschleuder. Ich sag dann Schleudertrauma und Trauma … hääää … und ich hab gewonnen. Oder natürlich du. Verstanden? Dann geht es los. Du beginnst.

Material:

  • Kein Material

Schnick-Schnack-Schnuck (Spiel)

Ihr spielte eine Runde Schnick-Schnack-Schnuck (Schere, Stein Papier). Jeder spielt gegen jemand anderen. Wer am Ende übrig bleibt, gewinnt. Bei einem Zoom-Meeting machen alle ihren Bildschirm an und spielen gegen den Bildnachbarn. Wer verloren hat, macht seinen Bildschirm aus.

Glaubensleben Ingo „Extase“

  1. Das Gefühl der Sicherheit
    Wie schön kann das Leben als Christ sein. Erfüllt von Gottes Gegenwart, gehen wir unser Leben Hand in Hand mit Gott an. Corona kann uns nichts anhaben. Wir erleben, dass Gott real ist, er uns begleitet und führt. Wir haben jetzt und auch in der Vergangenheit so viel mit ihm erlebt. Was hat er nicht schon alles für uns getan! Wenn uns dies zu jeder Tages- und Nachtzeit bewusst ist, könnte unser Leben als Christ ein einziges Hochgefühl sein. Wir tanzen wie in Ekstase.
    Dem Volk Israel ging es genauso, als Gott sie durch Mose aus der Sklaverei führte. Immer wieder machte sich nach den schwierigen Phasen ihres Lebens auch Erleichterung breit. Sie gewannen Sicherheit. Durch Gottes Handeln fühlten sie sich (kurz) wie im siebten Himmel. Nach dem Auszug aus Ägypten, nach dem Zug durchs Meer, nachdem sie zu essen bekommen haben, müssen sie so erleichtert gewesen sein und gedacht haben: „Jetzt kann uns nichts mehr passieren, komme was will. Wir sind vollkommen frei.“
  2. Exkurs: Das Gefühl der Sichterheit! Das bedeutet es:
    Sicherheit ist nicht nur ein Gefühl, sondern für uns Menschen ein Grundbedürfnis. Die Sicherheit ist also neben den Grundbedürfnissen wie z. B. Essen und Schlafen das erste Bedürfnis, das wir haben müssen, um uns zu entfalten. Es ist damit eine elementare Voraussetzung für unser Leben. Ohne Sicherheit erreichen wir keine weitere Stufe der Bedürfnispyramide. Doch was, wenn die Sicherheit bröckelt? Es kommen Zweifel in einem auf. Ist Gott wirklich da und ist er gut für uns? Angst und Ungewissheit entstehen. Das Volk fühlt sich alleingelassen.
  3. Wenn sich Gefühle verselbstständigen
    Wieso tut Gott nichts – der Gott, der die Israeliten einst aus Ägypten geführt hat. Sie müssen jetzt selbst handeln, beschließen sie. Wie oft geht es uns genauso, gerade jetzt durch die enormen Einschnitte, durch den ganzen Corona-Kram. Wir fühlen uns nicht mehr sicher, sind hoffnungslos, erschöpft und geschafft.
    Und dann passiert es, wir sind nicht mehr Herr über uns, lassen uns von unseren Gefühlen leiten, die sich in uns breitmachen.
    Wenn wir den Gefühlen die Kontrolle überlassen, dann verselbstständigen sie sich, ohne dass irgendetwas in uns den Gefühlen einen Rahmen gibt. Nichts haben wir den Gefühlen entgegenzusetzen. Sie bekommen Macht über unser Denken und Handeln.
    In solchen Momenten sind wir sogar bereit, sehr viel aufzugeben. Die Israeliten waren bereit, ihren Reichtum zu geben, um endlich wieder einen Gott zu haben, der greifbar und sichtbar für sie ist. Sie bauten sich ein goldenes Kalb. Nicht zum essen, sondern zum anbeten, als Gott, als Sicherheits-Alternativ-Programm.
  4. Wer ist deine Lok?
    Gefühle sind nicht da, um uns zu leiten, sondern um unser Innerstes wiederzugeben, um zu erfahren und zu beschreiben, wie es uns in den unterschiedlichen Lebenssituationen geht. Gehen wir mal davon aus, unser Leben sei ein Zug. Da gehört kein Gefühl in die Lok, die den Zug des Lebens antreibt und führt. Nach der sich alle anderen Waggons richten und blind hinterherfahren. Wir sehen dies am Beispiel der Israeliten, wohin das führt. Sie kreieren sich einen neuen Gott, der zwar unpersönlich, aber sichtbar ist. Mir erscheint es fast, als wollten sie keinen neuen Gott, sondern nur einen, der so ist und handelt wie es ihre momentane Gefühlslage verlangte. Dabei bringt Gott Stabilität in einer flexiblen und variablen Welt. Doch ist langfristige Zufriedenheit nicht erstrebenswerter als kurzfristige Ekstase und Glück?
  5. Ende
    Ich habe erlebt, dass Gott, meine Unsicherheiten und Ängste ernst nimmt und mir Trost und Hilfe anbietet.
    Er mutet uns aber auch zu, durchzuhalten und unseren Gefühlen seine positiven und sicheren Zusagen entgegenzusetzen. Daran können wir festhalten und in Geduld das Handeln Gottes abwarten. Dann finden wir die Sicherheit, die wir brauchen.
    Ein Bibeltext, der mir persönlich immer wieder Sicherheit gibt, ist Römer 8,31
    „… Gott ist für uns, wer kann uns da noch etwas anhaben …“
    So kann der Zug in der Achterbahn der Gefühle nicht entgleisen, sondern bleibt in der Spur, in der Gott dich haben will.
  6. Material
  • Bibel
  • Zug (mit Lok und Waagons)

Lachen verboten (Eklig)

Ihr sucht einen Freiwilligen, der Witze erzählen kann. Ihr nehmt dann einen großen Schluck Wasser aus einem Glas. Jemand anderes versucht diesen nur mit Witzen zum Lachen zu bringen.

Material:

  • Glas
  • Wasser
  • Handtuch

Kartenhaus (Kreativ)

Wer hat schon mal ein Kartenhaus gebaut, das mehr als zwei Ebenen hatte?

Mega, du hast es also drauf. Zumindest bis in die dritte Ebene. Genial. Dann machen wir jetzt einen Battle. Mal schauen, wessen Kartenhaus nach einer Minute höher ist. Es muss dann noch stehen. Als Untergrund musst du auch Karten verwenden. Damit es fair und vergleichbar bleibt.

Material:

  • Tisch
  • Kartendeck

Wahrheit oder Pflicht (Quiz)

Spielt drei Runde Wahrheit oder Pflicht. Überlegt euch dafür drei Aktionen und drei Fragen. Wenn ihr die Gameshow online spielt, weist ihr jedem Teilnehmenden einen Zahl zu und lasst sie zufällitg auswählen.

Mögliche Fragen: Dein peinlichstes Erlebnis? Dein erster Kuss? Dein Lieblingskuscheltier aus der Kindheit? etc.

Mögliche Aufgaben: Handstand, Lied gurgeln, fünf Kleidungsstücke ausziehen oder 20 anzeihen, 10-20 Liegestützen, …

Tischklettern (Spiel)

Ich suche jemanden, der sportlich ist und vielleicht sogar ab und zu mal klettern geht. Sonst reicht sportlich aber voll aus. Du trittst gegen mich an. Ziel. Du sitzt auf einem stabilen Tisch wie diesem hier! Dann musst du versuchen – ohne den Boden zu berühren – einmal unter dem Tisch durchzuklettern, um dann wieder oben auf dem Tisch zu sein. Wer das als Erster geschafft hat, hat gewonnen.

Material:

  • Tisch

Sehnsucht nach mehr (Glaubensleben)

Schon als kleiner Junge habe ich „Gegen den Wind“ – eine Windsurf-Serie – gesehen und habe echte Sehnsucht nach dem Meer bekommen. Die hat sich bei mir nie richtig gelegt. Irgendwann wurde aus Windsurfen dann doch das eine Nummer coolere Wellenreiten. Seitdem nutze ich jede Gelegenheit, um so etwas in der Richtung zu machen.

Surfen geht ja bei uns nicht, also bin ich Longboarden gewesen. Als Teenie, jeden Tag!  Jetzt versuche ich im Urlaub immer einen Tag so was einzubauen. In Dresden war ich Wakeboarden, auf Borkum in einer stehenden Welle, in Peru Bodyboarden mit einem super-extremen Sonnenbrand und so weiter.

Ich habe echte Sehnsucht nach Meer. Ich habe aber auch Sehnsucht nach dem Mehr!

Ich möchte ein echtes Leben haben. Nicht nur in der Mittelmäßigkeit rumpaddeln und mich abstrampeln. Ich wünsche mir mehr! Mehr vom Leben. Mehr Liebe. Einfach mehr.

Und in meinem Leben habe ich gemerkt, dass es das Mehr nur mit Jesus gibt. Mehr Geld meine ich nämlich nicht. Ist auch immer praktisch, aber stillt bei mir keine Sehnsucht, nur materielle Wünsche.

Jesus ist = Mehr!

  • Die Bibel das meistverkaufte, meistübersetzte Buch!
  • Unser Kalender wir nach Jesus ausgerichtet!
  • Orte nach ihm benannt
  • Wir nennen unsere Kinder so wie die Menschen um Jesus herum hießen und die seine Jünger waren
  • Was Jesus tat, hatte Einfluss in unser Rechtssystem und damit in unsere Würde
  • Er sorgt heute immer noch für immer mehr Gleichheit
  • Er unterstützte die Medizin und das Bewusstsein, sich um andere zu kümmern
  • Es beeinflusste unsere Universitäten, Sprache, Gedanken und so weiter
  • Und das alles, obwohl er kein Politiker war, kein Krieger, keine einflussreichen Eltern hatte, kein Buch schrieb, nicht studiert hat, …
  • Jesus hat die Welt verändert.

Die Frage ist jetzt, wie verändert er auch unsere Welt. Deine und meine!

Durch Jesus überlagern sich Himmel und Erde. (per Hula-Hoop-Reifen symbolisch zeigen)

Wenn der Himmel auf die Erde kommt, dann passiert etwas:

  • Sünden werden vergeben
  • Aus einem Niemand wird ein Jemand
  • Ausgestoßene treten in eine Beziehung zu Gott
  • Das menschliche Leben bekommt einen göttlichen Sinn
  • Man erlebt einen Funken vom Paradies
  • Liebe vertreibt den Hass …

Jesus ist mehr! Jesus wurde wie wir, damit wir so werden können wie er! Jeder, der möchte, kann jetzt dieses Mehr in seinem Leben erleben. Jesus selber in sein Leben lassen.

Jesus selber spricht, dass er mehr ist. Zwei Beispiele seiner Worte:

  • ICH BIN das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht hungern und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten (Joh. 6,35).
  • ICH BIN die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist (Joh. 11,25).

Du hast gehört. was Jesus hier über sich sagt. Komm und sieh selbst! Jesus ist mehr! Du wirst noch viel größere Dinge zu sehen bekommen! Es ist eine Einladung, deine Einladung, fürs Mehr.

Material:

  • 2 x Hula-Hoop-Reifen

Blinder Mohrenkopf (Eklig)

Wer kann gut erklären?

Du darfst Andi erklären, wie er mich füttern soll. Ziel ist es, dass ich diesen Mohrenkopf esse. Je besser das klappt, desto besser.

Das Problem ist, Andi sieht nichts. Er hat eine Augenbinde auf und wegen dem Abstand einen verlängerten Arm.

Material:

  • Mohrenköpfe
  • Handtuch
  • Verlängerter Arm

DIN A 4 (Kreativ)

Ihr sucht einen Freiwilligen und bastelt beide einen Papierflieger. Der Flieger, der am weitesten fliegt, gewinnt.

Alternative. Alle falten bzw. reißen ein Kreuz. Du erklärst wie es geht, ohne dass die anderen wissen, was du machst. Wenn du es gut erklärt hast bleibt, am Ende ein Kreuz übrig.

Welchen Gaben verteilt Gott so an uns? In diesen Einheiten geht es um Gebet, Heilung, Geisterunterscheidung, Prophetie, Lehre, Wunder, Sprachengebet und so weiter. Lasst euch von diesen Einheiten herausfordern und macht euch auf die Suche nach euren Gaben, der Liebe die größer ist als alles und euren Gaben des Heiligen Geistes. In jedem Fall steckt hier die Power Gottes drin!

GRUNDLAGEN

Aufgabe von Gaben

In der Gemeinde Jesu sind wir alle aufeinander angewiesen. Paulus versteht Gemeinde so, dass niemand ohne die anderen bestehen könnte. Gemeinde ist deswegen ein besonderer Ort – der Ort, an dem Jesus gegenwärtig ist –, weil wir füreinander da sind. Paulus drückt dies in einem Bild aus: das Bild vom Körper (1Kor 12:12-31).

Aus diesem Grund verteilt der Heilige Geist auch verschiedene Gaben. Es werden nicht alle gleich ausgerüstet. Jeder hat seine Stärken, damit wir einander unterstützen können. Ja sogar sollen! Wir können und sollen nicht alleine unterwegs sein. Christsein leben, Gemeinde leben ist Teamsache. Paulus macht dies, wie ich finde, in 1Kor 12:7-11 ziemlich deutlich. Natürlich gibt es Menschen, die mehrere Gaben und Talenten haben. Dennoch können sie nicht alles tun.

Beispiele dieses Prinzip sind überall zu finden:

– Jede Fußballmannschaft sollte darauf achten, alle Positionen gut zu besetzen. Nur (gute) Stürmer zu haben hilft nicht. Genauso wenig nur (gute) Abwehrspieler. Jede Position ist wichtig.

– Ein Gebäude erbaut sich nicht von einem Menschen, oder von einem Handwerk allein. Egal ob Maurer, Dachdecker, Zimmermann, Elektriker, Schreiner … jeder hat sein Spezialgebiet und jeder ist wichtig. Doch ohne die anderen wird es kein vollständiges Haus.

– In der Gemeinde: Klar sind die Leute wichtig, die im Vordergrund stehen. Moderatoren, Prediger, Musiker. Aber der Raum muss sauber und hergerichtet sein; Techniker kümmern sich um Ton und Licht; und im anderen Raum kümmern sich welche um die Kinder.

Ziel der ganzen Gaben ist Liebe, Ermutigung, Trost, Hoffnung, Hilfe für die Gemeinde (1Kor 12:7; Eph 4:15-16; 1Petr 4:10). Jede Gabe gibt etwas anderes für dieses Ziel. Deswegen kann es das eine nicht ohne das andere geben. Nur wenige bestimmte Gaben in einer Gemeinde zu haben, wird auf Dauer ungesund.

Die Rolle der Gabe der Unterscheidung

Diese Ausführungen sind für das Thema dieser Stunde wichtig, denn die Gabe der Unterscheidung (wörtlich Geister unterscheiden) ist in sich eine Gabe, die es nur in der Kombination mit anderen gibt. Glaube (V.9), Heilung oder Wunder könnte es zum Beispiel auch „alleine“ geben. Man könnte durch die Gegend gehen und Menschen heilen, losgelöst von Gemeinde. Das ist zwar nicht der Sinn der Sache (siehe V.7), aber möglich. Ohne die anderen Gaben bräuchte man jedoch die Gabe der Unterscheidung nicht. Sie bezieht sich auf die anderen. Denn sie geht den Taten und Aussagen anderer auf den Grund.

Jemand, der „die Geister unterscheiden“ kann, versteht besser als jeder andere, aus welchem Grund jemand etwas tut/sagt.

Zum Beispiel: Im Prinzip kann sich jeder in der Gemeinde laut äußern (vgl. 1Kor 14:1) und behaupten, eine Anweisung oder eine Vision von Gott erhalten zu haben, an die sich andere gefälligst halten sollen. Dies nennt man dann Prophetie oder Weissagung. Die Gabe der Unterscheidung hilft hier, willkürliche Aussagen von tatsächlicher Rede Gottes zu unterscheiden. Derjenige, der die Gabe hat, kann also einschätzen: „Ja, dieses Bild / diese Aussage / dieser Zuspruch stammt direkt von Gott selbst.“ Oder: „Das kann nicht von Gott stammen, es dient unserer Gemeinde nicht.“ (Eine Erklärung oder Deutung sollte sie eigentlich nicht beinhalten müssen, da Prophetie – im Gegensatz zur Zungenrede – klar und deutlich ist [vgl. 1Kor 14:24].) – Schon im Alten Testament sollten Prophetien übrigens geprüft werden (5Mo 13:2-4; 18:20-22). –

Die Gabe der Unterscheidung bezieht sich in dieser Weise auf alle Gaben. Nicht jedes Wunder, nicht jede Heilung muss automatisch von Gott kommen (Beispiele: 2Mo 7:11,22; 8:3; 1Sam 28:13-14; Apg 8:9-11; 16:16). Manchmal wird dies aber behauptet. Auch hier muss jemand einschätzen können, ob dies nun stimmt oder nicht.

Es geht also um das Motiv. Woher kommt eine Aussage oder Tat? Dient sie der Sache Gottes? Kann Gott dies tatsächlich verlangen? Steht vielleicht doch nur Selbstdarstellung dahinter? Oder ist die Person so begeistert von der eigenen Idee, dass sie die Folgen übersieht?

In vielen Dingen kann dies leicht zu erkennen sein. Doch ab einem bestimmten Punkt braucht es das übernatürliche Eingreifen des Heiligen Geistes, um eine solche Einschätzung treffen zu können.

Das gilt aber auch für die Gabe der Unterscheidung selbst! Diese Gabe zu haben ist keine Garantie für die Unfehlbarkeit des eigenen Urteils. Wie gesagt: Gemeinde ist Teamwork. Auch in Sachen „Unterscheidung der Geister“ ist man gemeinsam unterwegs und unterstützt sich in den Aufgaben.

DIE GABE IN DER PRAXIS

Wie man diese Gabe erkennen kann:

– Ich überprüfe (gerne/sofort), ob Aussagen mit der Bibel übereinstimmen.

– Ich kann ziemlich gut einschätzen, welche Folgen bestimmte Aussagen/Maßnahmen/Vorschläge für andere oder die Gemeinde haben. (Dienen sie der Gemeinde? Sind sie von Liebe bestimmt? Bauen sie auf und ermutigen, oder verletzen sie am Ende, auch wenn es zunächst toll klingt?)

– Ich habe ein Gespür dafür, aus welchen Motiven jemand etwas sagt oder tut. (Steht – wirklich – Liebe, Ermutigung, Trost dahinter? Möchte die Person letztlich doch nur z.B. gut dastehen?)

– Wo andere (schon) begeistert sind, oder eine Aussage schon lange akzeptiert haben, sehe ich weiter und erkenne Aspekte, an die keiner sonst gedacht hat. Sowohl in die bestätigende („Ja, das hilft unserer Gemeinde“), als auch in die bewahrende („Letztlich führt das nur zu Streit“) Richtung.

– Im Laufe der Zeit haben meine Einschätzungen oft zugetroffen.

Wenn diese Aussagen zutreffen, bestehen gute Chancen, dass diese Gabe angelegt ist.

Wie man diese Gabe ausbauen kann

Für diese Gabe ist ein tiefes Verständnis der Bibel höchst wichtig. Alle Aussagen, Prophetien oder Taten müssen an Gottes Wort gemessen werden. Dafür muss man es aber (sehr gut) kennen.

Bei der Ausübung dieser Gabe sollte man Gesprächsführung/Feedback üben. Es ist zwar leicht, zu jemandem zu gehen und zu sagen „Deine Aussage ist falsch“. Aber dies dient nur bedingt der Person und der Gemeinde. Einfühlsamkeit und Geduld sind Schlüssel zum Gegenüber. Schließlich geht es nicht darum, recht zu haben, sondern einander zu unterstützen, zu dienen und weiterzubringen.

Nicht zuletzt gilt es, immer wieder im Gespräch über die eigenen Ansichten zu sein. Denn auch mit dieser Gabe ist man nicht unfehlbar. Wenn ich der absolut Einzige bin, der dieser bestimmten Meinung ist und andere langfristig nicht überzeugen kann, könnte auch etwas an meiner Sicht nicht stimmen. Natürlich ist es ebenfalls hilfreich, wenn es mehrere Personen in der Gemeinde gibt, die dieselbe Gabe haben. Aber auch Gesprächspartner von außerhalb der eigenen Gemeinde sind sehr wertvoll zur Überprüfung eigener Standpunkte.

Wo man diese Gabe einsetzen kann

Leitungsfunktionen, Predigtdienst, Mentoring/Seelsorge, Gebetsdienst, …

Beispiele in der Bibel

Matthäus 16:22:23

Apostelgeschichte 5:1-4

1 Johannes 4:1-6

VORBEREITUNG

Texte lesen; sich mit dem Thema auseinandersetzen; evtl. eigene Erlebnisse parat haben (habe ich diese Gabe selbst und wie wende ich sie an? / habe ich selbst erlebt, wie jemand die „Geister unterschieden“ hat?).

Falls du deine Aussagen bildlich darstellen willst (siehe dazu den Stundenablauf), kannst du dir eine Flipchart und Stifte, ggf. Moderationskarten, besorgen.

Zielgedanke: Der Heilige Geist befähigt uns / die Gemeinde, Gottes wahres Wirken vom menschlichen oder falschen Handeln zu unterscheiden.

STUNDENABLAUF

Einstieg

Frag in die Runde, welche Gaben es gibt und welche warum wichtig ist. Bzw. welche die Teilnehmer selbst gerne hätten und warum. Ihr könntet eine Rangliste erstellen, welche Gabe die beste/„coolste“ ist. (Es ist nicht wichtig, am Ende eine „definitive“ Rangliste zu haben. Wenn die Meinungen auseinandergehen, ist das völlig okay.) – Wenn die Gruppe zu groß ist, kann man sie auch in mehrere kleine Gesprächsgruppen aufteilen (vier bis sechs Teilnehmer).

Falls jemand die Gabe der Unterscheidung nennt, kann er/sie dich bei dieser Einheit unterstützen.

Hauptteil

Kommt auf 1. Korinther 12:4-7 zu sprechen. Natürlich gibt es Gaben, die irgendwie toller erscheinen, als andere. Aber alle sind wichtig und dienen dem Besten der Gemeinde.

Hier könnt ihr auf die Beispiele zu sprechen kommen, wo man aufeinander angewiesen ist (Fußballmannschaft, Hausbau usw.). Gerne könnt ihr euch gemeinsam auf die Suche weiterer Beispiele machen. Am Ende sollte klar werden, dass/wie sich die Gaben gegenseitig unterstützen und dass Einseitigkeit nicht gut ist.

Bildlich könnte man aus der Rangliste einen Kreis machen. Oder man zeichnet eine Art Tempel, bei dem man den Boden / das Fundament mit Heiliger Geist, die Säulen mit unterschiedlichen Gaben und das Dach mit Gemeinde beschriftet. Somit stützen alle Gaben das Dach. Wäre/n eine/mehrere Gabe/n zu kurz, läge die Last auf ein paar wenigen anderen verteilt.

Die Gabe der Unterscheidung gehört wohl eher zu den unscheinbaren (1. Korinther 12:10). Jetzt gilt es – ggf. mit der Hilfe derjenigen, die die Gabe haben/kennen – herauszuarbeiten, welchen Beitrag die Geisterunterscheidung leistet. Dazu könnt ihr die Beispiele aus der Bibel nutzen und/oder sogar eigene Erlebnisse (z.B. aus eurem Gemeindeleben der letzten Zeit) anschauen.

Wenn die Bedeutung der Gabe deutlich geworden ist, kann man gemeinsam erarbeiten, wie man die Gabe erkennt und einsetzen kann. Dies geht auch in Kleingruppen. Am Ende sollten dann jedoch die Ergebnisse gesammelt und von dir gebündelt werden.

An dieser Stelle ist es möglich, nach der Einschätzung der Teilnehmer zu fragen: Wie sieht es mit der Gabe der Unterscheidung in eurer Gemeinde aus? Wird sie wahrgenommen? Wie viele Personen könnten sie haben? Wie sieht es grundsätzlich mit der Gabenverteilung in eurer Gemeinde aus? Sind die Säulen des Tempels (bildliche Darstellung oben) gleich hoch? Wo fehlt es? Diese Art von Gespräch kann jedoch nur geführt werden, wenn ein gewisser Teil der Teilnehmer in die Gemeinde eingebunden ist. In wie weit die Gruppe fähig ist, derartige Einschätzungen vorzunehmen, kannst du am besten selbst entscheiden.

Abschluss

Je nach gemeindlichem Kontext und Prägung des Kreises, in dem diese Einheit durchgeführt wird, kann zum Abschluss gebetet werden. Entweder wie ihr es gewohnt seid.

Oder aber sehr konkret in Bezug auf diese Gabe. In Kapitel 14 (Verse eins und 12) spricht Paulus davon, dass wir es – als Gemeinde – im Blick haben sollten, Gaben zu erbitten und zum Wohle der Gemeinde einzusetzen. Ihr könntet also allgemein darum beten, dass diese Gabe in eurer Gemeinde erkannt und angewendet wird. Oder ihr traut euch sogar ganz konkret, dass jemand von euch damit ausgerüstet wird. (Es wäre sogar möglich, dass Teilnehmer für sich persönlich diese Gabe erbitten. – Dann wäre darüber hinaus allerdings eine Begleitung wünschenswert: Hat er/sie die Gabe bekommen? Wie geht es jetzt weiter?)

Bibelstellen:

  • 1. Korinthe 12,7-31
  • 1. Korinther 14,24
  • 5. Mose 13,2-4
  • 5. Mose 18,20-22
  • 2. Mose 7,11
  • 2. Mose 8,13
  • 1. Samuel 28,13-14
  • Matthäus 16,22-33
  • Apostelgeschichte 5,1-4
  • Apostelgeschichte 8,9-11
  • Apostelgeschichte 16,16
  • 1. Johannes 4,1-6

In dieser Themenreihe geht es um Gefühle, die wir haben, die Jesus evtl. hatte und um das was wir mit unseren Gefühlen so machen. Was können wir Opfern, was müssen wir unserer Gefühlswelt entgegenstellen und wie können wir unseren Gefühlen freien lauf lassen.

woman on park

1. Vorbemerkungen

Die Suche nach dem Sinn des Lebens, nach Wahrheiten, die halten, was sie versprechen, ist für alle Menschen ein Thema. Woher komme, wohin gehe ich und wozu lebe ich, sind ganz entscheidende Fragen. Insbesondere im Teeniealter tauchen diese Fragen vermehrt auf. Erst wenn ich meinem Leben eine Zielsetzung gebe, kann ich beurteilen, ob ich auf dem richtigen Weg bin oder nicht. Außerdem geben Ziele Halt und Orientierung in Zeiten der Unsicherheit.

2. Zielgedanke

Mit dieser Einheit sollen Jugendliche motiviert werden, über ihre Lebensziele und ihren Lebenssinn nachzudenken. Dabei sollen sie entdecken, dass sie Gottes Ebenbild sind. Weil Gott uns nach seinem Bild erschaffen hat, steckt in unseren Herzen die Sehnsucht, unseren Schöpfer kennenzulernen. Aus dieser Beziehung heraus bekommt alles andere seinen angemessenen Stellenwert.

3. Einführung

Welche der Dinge, die deinem Leben Sinn geben, haben wirklich bleibenden Charakter? Welche sind zeitlich begrenzt? Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist die Haltbarkeitsdauer von Dingen, die uns Sinn versprechen, ziemlich begrenzt.
In 1. Mose 1,26-28 heißt es mehrfach, dass der Mensch zum Ebenbild Gottes erschaffen ist. Dabei geht es nicht um das Aussehen oder andere körperliche Aspekte, sondern darum, dass wir Menschen als Gegenüber Gottes geschaffen sind. Wir sind für ihn ansprechbar und haben die Möglichkeit, ihn anzusprechen. Der grundlegende Sinn jedes Menschen steckt genau darin. Wir sind von Gott dazu erschaffen, in Beziehung mit ihm zu leben. Daraus ergeben sich sämtliche Aufträge, die Gott den Menschen in der Schöpfungsgeschichte gibt. Aus dem Sinn folgt also der Auftrag, die Aufgabe, der Platz in der Welt. Die Grundlage aller Sinnfindung ist also nichts anderes als die Beziehung zu Gott, denn dazu sind wir erschaffen und bestimmt.

4. Methodik für die Gruppe

4.1 Einstieg

Variante A: Zitat

Material:

  • Großes Plakat mit Zitat

=> Folgendes Zitat wird gut sichtbar auf einen großen Bogen Papier geschrieben:
„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“ (Cicely Saunders).

Austausch:

Was denkt ihr über diesen Spruch?

Welche Gedanken und Erfahrungen weckt der Spruch bei dir?

Welches Thema verbirgt sich hinter diesem Zitat?

Variante B: Vier-Ecken-Spiel

Material:

  • Vier Schilder (A, B, C, D) für vier Ecken

=> Im Raum werden vier Ecken markiert. Jede Ecke steht für eine Aussage, denen sich die Teilnehmenden zuordnen sollen. Wenn sich alle zugeordnet haben, kommen die Personen, die gemeinsam in einer Ecke stehen, miteinander ins Gespräch. Alternativ oder ergänzend werden ein paar Jugendliche zu ihrer Entscheidung interviewt. Die Aussagen sollen nicht bewertet werden und unkommentiert bleiben.

Runde 1:

A: Sinn im Leben finde ich durch Freunde und Familie.

B: Sinn im Leben finde ich durch gute Abschlüsse und Erfolg.

C: Sinn im Leben finde ich durch Glaube und Religion.

D: Sinn im Leben? Den gibt es doch gar nicht!

Runde 2:

A: Sinnfragen stelle ich mir nie.

B: Über den Sinn des Lebens grüble ich schon lange.

C: Wozu Sinn? Hauptsache ich habe Spaß!

D: Ohne Sinn ist alles, was ich tue, sinnlos.

Runde 3:

Mein Lebensmotto lautet:

A: Ich lebe, um von anderen geliebt zu werden und für andere da zu sein.

B: Ich bin ich und das ist gut so.

C: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

D: Shit happens – mal bist du Taube und mal Denkmal.

Es können gerne noch weitere Fragerunden zu Lebenssinn und Lebenseinstellung folgen.

4.2 Hauptteil

4.2.1 Kleingruppen mit vier Schwerpunkten

Material:

  • Bibeln für alle
  • DIN-A4-Papier
  • großer Bogen Papier mit Bibeltext
  • Notizzettel
  • Stifte
  • Bild mit einem Körperumriss

Arbeitsblätter für alle Gruppenleiter ausdrucken (à Download Arbeitsblatt „Vier Schwerpunkte“)

Teilt die Gruppe nach Möglichkeit in vier Kleingruppen ein. Es ist auch in Ordnung, wenn diese Kleingruppen nur aus wenigen Personen bestehen. Solltet ihr keine vier Kleingruppen zusammenbekommen, ist es sinnvoll, wenn ihr die Aspekte der nicht bearbeiteten Bibelstelle(n) später im Plenum einbringt.
Für jede Gruppe sollte eine moderierende Person zur Verfügung stehen. Falls das nicht möglich ist, müssen klare Aufgabenbeschreibungen erstellt werden.

Wichtig ist, dass für die Bibeltexte eine einfache Übersetzung/Übertragung gewählt wird. Es bieten sich die „BasisBibel“ oder auch die „Gute Nachricht“ an.

Jede Kleingruppe befasst sich mit einem von vier biblischen Schwerpunkten.

Gruppe 1:

Lest gemeinsam 1. Mose 1,26-28. Verteilt Zettel, auf die die Jugendlichen je eine Aussage schreiben sollen, die der Text über den Menschen macht (erschaffen als Gottes Ebenbild; sollen über die Erde herrschen …). Lest euch die Zettel durch und sprecht darüber, wie die Jugendlichen die Begriffe verstehen. Fragt sie, welcher Begriff ihrer Meinung nach der zentrale in der Bibelstelle ist.

Gruppe 2:

Den Bibeltext einmal groß ausdrucken und auf einen großen Papierbogen kleben.

Lest gemeinsam Prediger 3,1-15. Anschließend erkunden die Jugendlichen den Text für sich, indem sie ihre Gedanken, Fragen und Erfahrungen auf den Papierbogen schreiben. Sie können gerne die entsprechenden Textstellen markieren und kommentieren. Folgende Fragen können sie dabei leiten:

  • Was spricht dich an und berührt dich?
  • Was verstehst du nicht?
  • Welche neue Entdeckung machst du?
  • Was wird hier über den Sinn des Lebens gesagt?

Sammelt anschließend eure Eindrücke und Fragen und kommt miteinander ins Gespräch.

Gruppe 3:

Sprecht nochmal darüber, welche Dinge oder Menschen den Jugendlichen Sinn geben. Hier werden mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit Begriffe vorkommen, die Aufgaben beschreiben. Denn oft definieren wir unseren Sinn darüber, welche Aufgaben wir ausfüllen (z. B. in der Familie, Gesellschaft, Studium, Freundeskreis usw.). Wie sehen die Jugendlichen den Zusammenhang von Sinn und Aufgabe?
Lest nun gemeinsam Römer 12, 4-8. Sammelt auf einem Zettel schwer verständliche Begriffe und Bilder. Diskutiert über diese.
Paulus vergleicht hier Gemeinde mit einem Körper. In einem Körper hat jedes Organ eine bestimmte Funktion.
Hier wäre es gut, wenn ihr ein möglichst großes Bild von einem Körper zur Hand habt. Lasst die Jugendlichen überlegen, was sie gut können und welchem Teil eines Körpers ihre Fähigkeiten am meisten entsprechen. Lasst sie diese Stelle auf dem Bild markieren. Wenn Jugendliche der Meinung sind, sie würden nichts können, dann fragt nach und ermutigt sie.

Austausch:

Was machst du wirklich gerne? Was geht dir schnell von der Hand, ohne viel Kraft und Überwindung? Was würden deine Freunde sagen, worin du wirklich gut bist?… Tauscht euch dann darüber aus, welchen konkreten Aufgaben in einer Gemeinde das entsprechen könnte.

Gruppe 4:

Fragt die Jugendlichen, ob es Erlebnisse gibt, die jemanden am Sinn des Lebens zweifeln lassen können. Hier gilt: Gut zuhören und nicht kommentieren. Gerade wenn hier persönliche Erlebnisse kommen sollten, ist es wichtig, diese ernst zu nehmen.
Befasst euch anschließend gemeinsam mit einer biblischen Person, die ein ziemlich bewegtes Leben mit einigen Höhen und vielen Tiefen hatte: Josef. Erstellt gemeinsam anhand folgender Bibelstellen eine Kurzbiografie von Josef:
1. Mose 37,3-10 (Josef, der verwöhnte Papasohn, der hochnäsig gegenüber seinen Brüdern ist),
1. Mose 37,18-28 (Josef, der für seine Hochnäsigkeit bitter bezahlt),
1. Mose 39,11-23 (Josef, der in den Knast kommt, obwohl er nichts falsch gemacht hat),
1. Mose 41,37-40 (der steile Aufstieg vom Knasti zum zweiten Mann in Ägypten),
1. Mose 45,4-7; 50,20 (das scheinbar Sinnlose bekommt Sinn).

Austausch:

Diskutiert gemeinsam über einen möglichen Titel für die Biografie. Welche Gedankenanstöße bekommt ihr im Blick auf eure Sinnsuche? Was war der Sinn des Lebens von Josef? Bedeutet sinn-volles Leben immer gleich leid-freies Leben?

4.2.2 Kreative Umsetzung der vier Schwerpunkte

Material:

  • alte Zeitschriften
  • Verkleidungskoffer o. Ä.
  • Papierbögen
  • Stifte
  • Moderationspapier (+ ggf. Flipchart)

Die Gruppen sollen nun ihre Ergebnisse bündeln, um sie im Plenum zu präsentieren. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Gruppen können Collagen erstellen (achtet darauf, dass das notwendige Material vorhanden ist), ein kurzes Theaterstück zum Thema entwerfen und vorspielen, ein Gedicht im Stil eines Poetry Slams schreiben und vortragen, eine Nachrichtensendung / Dokumentation erstellen o. Ä.

Lasst die Gruppen in der oben aufgeführten Reihenfolge ihre Ergebnisse präsentieren. Erstellt gemeinsam eine Übersicht über die Themen (bspw. auf Flipchart-Papier) und überlegt, wie die unterschiedlichen Themen zusammenhängen und aufeinander bezogen sind.

4.2.3 Input

Variante A: Lebensbericht live

Vielleicht kennt ihr jemanden, der durch schwere Ereignisse, Umstände oder eigenes Versagen am Sinn des Lebens gezweifelt hat. Das kann jemand aus dem Mitarbeiterteam oder jemand von außen sein. Wichtig ist nur, dass die Person diese Lebensphase reflektiert hat und über ihre Erlebnisse sprachfähig ist.
Lasst diese Person von ihren Erfahrungen und Kämpfen auf der eigenen Sinnsuche berichten und erzählen, was ihrem Leben (wieder) Sinn gab.

Variante B: Videoclip über Nick Vujicic

Material:

  • YouTube-Kanal „Finde den Sinn deines Lebens“ – Titel „Nick Vujicic DEUTSCH“

Schaut gemeinsam den Kurzbericht über Nick Vujcic an. Der Motivationstrainer Nick Vujicic ist ohne Arme und Beine geboren und war als Kind höchst suizidgefährdet. Nachdem er Christ wurde, konnte er Schritt für Schritt seine Behinderung annehmen. Mittlerweile berichtet er in beeindruckender Weise, dass Lebensmut und Glück keine Frage von glücklichen Umständen ist, sondern eine Frage der Einstellung. Er berichtet davon, dass er trotz seiner körperlichen Begrenzungen seinen Lebenssinn bei Gott gefunden und dadurch gelernt hat, seine Potenziale zu entfalten.

4.3 Abschluss

4.3.1 Ziele formulieren

Material:

  • Notizzettel für alle Teilnehmenden
  • Stifte

Ladet die Jugendlichen ein, ein bis drei Ziele für ihre persönliche Sinnreise zu formulieren. Diese Ziele sollten möglichst konkret und realistisch sein: „Schreibt eure Ziele auf einen Zettel und legt ihn zu Hause an eine markante Stelle, sodass ihr ihn immer wieder wahrnehmt.“

4.3.2 Ziele festmachen

–> Bietet den Jugendlichen an, dass sie die gefassten Ziele jemandem aus dem Mitarbeiterteam mitteilen können, damit diese dann nach einiger Zeit nachfragen können, was aus den Zielen geworden ist.
Es kann auch das Angebot geschaffen werden, für die Jugendlichen und ihre Ziele zu beten.

4.3.3 Additiv: Sinn-volle Aktion

Das Leben bekommt Sinn durch die Beziehung zu Gott! Und Gott hat uns als „Verwalter“ seiner Welt eingesetzt (vgl. Gen 1,26-28).

Überlegt euch eine Idee / ein Projekt, wie ihr gemeinsam etwas Sinnvolles auf die Beine stellen könnt.

  • mithelfen bei der Tafel oder anderen sozialen Einrichtungen
  • Kuchen backen und an Bedürftige verteilen
  • Flüchtlingskinder besuchen und mit ihnen spielen
  • einen Gottesdienst zum Thema „Sinn“ gestalten und durchführen
  • Zeit für (ältere) Menschen und ihre Geschichten haben und sie ermutigen

Nutzt euer kreatives Potenzial und fangt an, eine sinnvolle Aktion zu planen, mit der ihr euch und anderen dient. 

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