Flaschen mit LED-Korken [5*/ Workshop]

Das brauchst du (je nach Technik)

  • Leere Flaschen, am liebsten durchsichtige (z.B. Weinflaschen, Saftflaschen usw.)
  • LED-Lichterkette am Korken
    (siehe z.B. hier: https://tinyurl.com/y7cfh7v7 ; es gehen natürlich auch andere Lichterketten dieser Art, solange die LEDs durch den Flaschenhals reinpassen)
  • Pinsel
  • Schere
  • Selbstklebende Folie
  • Acryl-Farbe
  • Schwämmchen
  • Bunte Servietten mit Motiven
  • Serviettenkleber (z.B. den hier: https://tinyurl.com/y7ebdnhb)
  • Glas-Mosaik-Steinchen (findet ihr alles beim Bastelladen oder Online-Shop eures Vertrauens)
  • Mosaik-Kleber
  • Gips zum Verfugen

Und so geht’s

Grundsätzlich gilt: Ihr könnt das Äußere der Flaschen mit der Technik bearbeiten, die euch gefällt und die den Fähigkeiten der Kinder entspricht. Das heißt für jüngere Kinder die etwas einfachere Varianten, wie z.B. mit Serviettenkleber oder mit Schablonen übertupfen. Für die Älteren kompliziertere Schablonen, das Mosaik oder selbst ein Schattenbild aufmalen.

Ablauf:

  1. Flasche aussuchen
  2. Grundtechnik überlegen
  3. Flasche außen gestalten, trocknen lassen
  4. LED-Lichterkette in die Flasche stecken und „Korken“ drauf.

Techniken

(C) Jan Bechle

Serviettentechnik / Beklebe-Technik:
Ihr besorgt bunte Servietten mit interessanten Motiven. Nachdem ihr die Flaschenaußenseite in dem Bereich, auf den ihr das Motiv aufkleben wollt mit Kleber eingestrichen habt, bringt ihr das Motiv auf. Wichtig: Löst hierfür die bedruckte Lage der Serviette ab (i.d.R. sind die ja dreilagig) und bringt nur diese äußerste Lage auf, so dass hinterher das Licht noch durchscheinen kann. Im Anschluss nochmal eine Schicht Kleber drüber zum fixieren und als eine Art Lack. Selbstverständlich könnt ihr auch mehrere unterschiedliche Motive aufbringen und so eine Art Gesamtkunstwerk entstehen lassen.
Eine Anleitung zur Serviettentechnik findet ihr hier: https://youtu.be/ySzmJG71WDw

Oder ihr beklebt die Flasche einfach mit verschiedenen bunten Dingen, die ihr so zur Hand habt, wie z.B. Federn, Papierschnipseln usw.

Schablonentechnik

(C) Jan Bechle

Ihr schneidet aus selbstklebender Folie Muster, Buchstaben usw. aus. Da sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Diese klebt ihr auf die Flaschen auf.
Anschließend bemalt oder betupft (hierfür sind dann die Schwämmchen) ihr die Flaschen. Nachdem die Farbe getrocknet ist, könnt ihr die Folie(n) wieder abziehen. Durch sie wird anschließend das Licht der LED-Lichterkette scheinen. Wenn ihr mögt, könnt ihr z.B. den Flaschenhals oben noch verzieren.

Schattenbild:
Für die Variante mit dem Schattenbild müsst ihr zunächst eure Flasche „milchig“ machen, d.h. ihr bemalt sie mit weißer Acrylfarbe so, dass das Licht noch durchscheinen kann, aber die einzelnen LED-Lichter hinterher „weichgezeichnet“ durchscheinen.
Anschließend könnt ihr mit einem (dünnen) Edding euer Wunschmotiv aufmalen, dass dann bei eingeschaltetem Licht wie ein Schattenbild leuchtet.


(C) Jan Bechle

Mosaik-Technik:
Zunächst beklebt ihr die Flasche außen mit den Glasmosaik-Steinchen. Wenn diese getrocknet sind, verfugt ihr die Zwischenräume mit Gips. Achtung: Benutzt hier bitte Handschuhe, weil der Gips sonst die Haut angreift.
Eine Anleitung findet ihr hier: https://youtu.be/arNbljxBH

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Barabbas versteht die Welt nicht mehr, er kommt frei (Fall 11)

Schwerpunkte

  • Hintergründe der Verurteilung Jesu
  • Jesus ist Herr der Situation – er wusste, dass Judas ihn verraten würde und dass er gefangen genommen werden soll; er hätte es verhindern können, z. B. indem er flieht
  • Jesus als „wahrer Mensch und wahrer Gott“ kennt Angst, er kann unsere Angst verstehen – wichtig: Jesus hatte zwar Angst, doch die Angst hat ihn nicht beherrscht, er hat trotzdem Gott gehorcht
  • Jesus ruft die Jünger zum Gebet auf: „Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach“ (Mk 14,38) – die Kinder sollen sich bewusst sein, dass man manchmal das Richtige will, doch aus eigener Kraft nicht dazu in der Lage ist
  • Die Ablehnung der Führenden in Israel beruht auf der Angst vor dem Verlust von Ehre und Geld, auf der Angst vor den Römern bzw. dem Unglauben, dass Jesus der Messias ist

Besonderheit

Es werden mindestens zwei Mitarbeitende benötigt

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Die Kreuzigung Jesu ist nicht nur in den vier Evangelien des Neuen Testaments, sondern auch in anderen antiken Schriften bezeugt. Cornelius Tacitus, Historiker und römischer Statthalter der Provinz Asien, berichtet zum Beispiel davon: „Christus, von dem sie diesen Namen ableiten, wurde in der Regierungszeit des Tiberius unter dem Statthalter Pontius zum grausamen Tode verurteilt.“

Von Barabbas wissen wir nicht viel. In knappen Worten wird in den Evangelien beschrieben, dass er im Gefängnis war, weil bei einem Aufruhr in der Stadt jemand ermordet wurde. Er kam frei, weil Jesus an seiner Stelle von Pilatus verurteilt wurde.

Die Erklärung, warum Jesus sterben muss, wird in der nächsten Stunde gegeben. Aus dem Bericht über den letzten Abend, den Jesus mit seinen Jüngern verbracht hat, der Gefangennahme und der Verurteilung könnte man viele Einheiten gestalten. Ich bin auf den Verrat von Petrus – er wird nach Ostern thematisiert – und auf die Situation Jesu vor Pilatus und Herodes nicht eingegangen. Das Thema des alten und neuen Bundes, das im letzten gemeinsamen Essen von Jesus mit seinen Jüngern angesprochen wird, wird im nächsten Detektivfall aufgegriffen.

Man kann noch auf das Abendmahl eingehen. Doch es gibt beim Abendmahl viele Streitpunkte (je nach theologischem Verständnis und liturgischer Praxis) – deshalb wurde es hier nicht thematisiert.

Erlebniswelt der Kinder

Die Kinder werden noch nicht so viel von den Römern wissen und beim Spiel „1,2 oder 3“ an manchen Stellen raten müssen. Um aber die Situation von Barabbas zu verstehen, ist es gut, wenn sie einige Informationen bekommen bzw. ihr Wissen auf das gleiche Niveau gebracht wird.

Es wird den Kindern klar sein, dass ein Mörder ins Gefängnis gehört. Je nachdem wie sie erzogen wurden, werden sie Strafen kennen und vielleicht auch die Erleichterung, wenn die Strafe ausbleibt.

Für Kinder, die diese Geschichte nicht kennen, ist es hilfreich, wenn sie im Anschluss noch aus einer modernen Bibelübersetzung vorgelesen wird (Mk 14,12-52 (53-65); Mk 15,6 f.).

Es ist wichtig, dass auf einige Aussagen des Detektivfalles eingegangen wird, damit es keine Missverständnisse bei den Kindern gibt, zum Beispiel bei den Anklagepunkten der Priester. Es könnte der Eindruck entstehen, dass Jesus zu Recht von den Priestern verurteilt wurde, er also schuldig ist. Es muss klar werden, dass keiner dieser Punkte dazu ausreicht, jemanden zum Tode zu verurteilen! Die Sorgen der Priester (Arbeit am Sabbat, Vertreibung der Händler aus dem Tempel, Menschenmenge, Messias-Anspruch) wurden in den vorherigen Stunden behandelt, sodass man daran erinnern kann. Ebenso kann es jüngere Kinder verunsichern, dass Jesus Angst hatte. Es ist wichtig herauszustellen, dass es keine Schande ist, Angst zu haben und dass die Angst Jesus nicht beherrscht hat. Weil er wahrer Gott und wahrer Mensch war und so eben auch ganz Mensch, kann Jesus verstehen, wenn wir Angst haben.

Einstieg

Katapultspiel

Material: pro Kind einen Löffel und einen Stock o. Ä., kleine Schokoladeneier oder Nüsse o. Ä., einen kleinen Eimer

Heute geht es um ein Volk, das vor über 2.000 Jahren viele Länder erobert hat. Unter anderem hatten sie auch ein Katapult, mit dem man Mauern einreißen konnte.

TIPP: Man kann den Kindern ein Bild von einem Katapult aus dem Internet zeigen.

Ein Löffel wird über einen dicken Stock oder eine Haushaltsrolle gelegt. Ein Schokoladenei oder etwas Ähnliches wird in die Kuhle des Löffels gelegt. Nun schlägt man mit der Hand auf den Stil des Löffels und versucht, mit dem Schokoladenei in einen kleinen Eimer zu treffen. Variante: Ein anderes Kind muss versuchen, das Schokoladenei aufzufangen.

Vorwissen über die Römer

Material: Europakarte, 5-Euro-Schein, Süßigkeiten oder getrocknete Erbsen, Schilder 1, 2, 3

  • Europakarte: Die Kinder zeigen, wo sich Deutschland, Rom und Israel befinden.
  • 5-Euro-Schein: Auf diesem Schein ist ein Bauwerk der Römer. Wer weiß, was es ist und wo es steht? (Aquädukt: römische Wasserleitung, Pont du Gard: Südfrankreich)
  • Spiel „1, 2 oder 3“ zum Thema „Römer in Israel“ (Spielbeschreibung siehe Fall 7)

A. Die Römer lebten nicht nur in Rom, sondern hatten …

  1. auch Irland besetzt.
  2. unter anderem Israel und den gesamten Mittelmeerraum besetzt.
  3. ganz Russland besetzt.

B. Die Bewohner in diesen Ländern …

  1. freuten sich über die römische Lebensweise.
  2. freuten sich über die schönen Straßen.
  3. wehrten sich oft dagegen.

C. Berühmte, erfundene Widerstandskämpfer waren …

  1. Dick und Doof.
  2. Asterix und Obelix.
  3. Tom und Jerry.

D. In Israel nannten sich die Widerstandskämpfer …

  1. Zeloten.
  2. Goten.
  3. Zoten.

E. Der römische Statthalter von Jerusalem hieß …

  1. Cäsar.
  2. Picasso.
  3. Pontius Pilatus.

F. Zum Tode verurteilte Nichtrömer wurden …

  1. gekreuzigt.
  2. erschossen.
  3. gehängt.

G. Beim Passahfest freuen sich die Juden, dass …

  1. Gott sie aus Ägypten befreit hatte.
  2. sie eine gute Ernte hatten.
  3. sie einen Sieg über die Philister errungen hatten.

Gespräch

  • Stellt euch vor, ihr habt etwas Schlimmes gemacht, auf das eine sehr unangenehme Strafe steht, und jemand anderes wird für euch bestraft. Wie fühlt ihr euch?
  • Stellt euch vor, es wird von euch verlangt, etwas zu machen, von dem ihr wisst, dass ihr verletzt werdet und es absolut uncool ist. Wie fühlt ihr euch? Wie würdet ihr reagieren?

Aktion

Ablauf des Detektivfalls

Aus der Sicht von Barabbas erleben die Kinder die Verurteilung Jesu durch Pilatus. Barabbas möchte wissen, warum er freigelassen wird bzw. wer für ihn sterben wird. Er trifft einen Mann, bei dem Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern zu sich genommen hat. Die Kinder untersuchen diesen Tatort und finden Hinweise auf zwei Männer, die sie zu den Umständen der Verhaftung befragen können. Sie suchen diese „Männer“ und befragen sie. Die Antworten zu ihren Fragen ergeben einen Lösungscode, der sie an den Ort führt, wo sie die Belohnung / den Schatz suchen können und der Abschluss mit einem Statement von Barabbas zu dem Fall und Gebet stattfindet.

Anspiel

Kann auch erzählt werden oder man lässt die Kinder die einzelnen Rollen „Sprecher“ und „Wärter“ bzw. „Gast im Wirtshaus“ vorlesen.
Personen: Barabbas, Wärter, Gast im Wirtshaus, Stimmen im Hintergrund (eventuell auf Datenträger aufgenommen), Sprecher/Sprecherin

Material

  • abgewetzter Umhang mit Aufschrift Barabbas
  • Handschellen oder Fesseln
  • Hocker
  • Toga und Schwert für Wächter – es geht aber auch ohne Verkleidung
  • Kulisse: vergittertes Fenster (Plakat)
1. Szene

Barabbas sieht aus dem vergitterten Fenster. Er ist in verzweifelte Selbstgespräche vertieft:

Barabbas:Ich halte das nicht mehr aus! Zum Tode verurteilt! Ich will leben! Was suchen die Römer auch in unserem Land? Die gehören doch nicht hierher! Da müssen sie sich doch nicht wundern, wenn die Bevölkerung sich wehrt!
Wache:Ruhe da drinnen!
Barabbas:Ich will leben!
Wache:Hättest halt niemanden umgebracht.
Barabbas:Ja, ja, hinterher ist man immer klüger! Ach, was soll ich nur machen! Wenn doch nur schon der Messias gekommen wäre, der hätte die Römer vertrieben und ich säße nicht hier!
Wache:Halt die Klappe! Dein Messias kann dir auch nicht helfen. Wer soll das denn auch sein?
Barabbas:Gott hat unserem Volk versprochen, dass er uns einen gerechten König schickt, der alle unsere Probleme lösen wird und ein Friedensreich schaffen wird.
(5. Mose 18,15; Hesekiel 34,23 f.) Was ist das für ein Lärm da draußen? Ich höre, wie jemand ausgepeitscht wird. Da, ich höre Stimmen! Kommen sie schon, um mich zu holen?

Man hört laute Stimmen im Hintergrund.

Stimme 1:Er muss uns heute einen frei lassen!
Stimme 2:Ach, du kennst doch Pontius Pilatus, der ist so grausam, dem sind wir doch egal!
Stimme 1:Dem heizen wir ein!
Barabbas:Das wäre die Rettung! Es ist üblich, dass zum Passahfest ein Gefangener freigelassen wird. Doch da werde ich keine Chance haben. Pontius Pilatus wird mich bestimmt nicht freilassen! Ich gehöre hier bestimmt zu den gefährlichsten Verbrechern.
Stimmen:Barabbas! Barabbas! Barabbas!
Barabbas:He, warum rufen die meinen Namen? Wollen die, dass ich noch besonders hart bestraft werde? Ich will leben! Hört ihr, ich will leben!
Stimmen:Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!
Barabbas:lässt sich auf den Hocker fallen und schlägt die Hände vor das Gesicht: Oh nein! Es ist alles aus!
Wächter:kommt in die Zelle und sagt barsch: Komm mit!
Barabbas:lässt sich willenlos zur Tür führen. Draußen nimmt der Wächter die Fesseln ab und sagt: Du kannst gehen!
Barabbas:Wie jetzt? Frei?
Wächter:Sie haben einen anderen für dich verurteilt. Du bist frei!
Sprecher/
Sprecherin:Barabbas ist fassungslos. Er ist frei, weil ein anderer für ihn die Strafe trägt.
Barabbas:Ich muss herausfinden, wer das war! Wer wird da für mich sterben? Doch zuerst gehe ich etwas essen.
2.Szene: In einem Gasthaus in Jerusalem

Barabbas setzt sich zu jemandem an den Tisch. Er spricht den Gast neben ihm an.

Barabbas:Warum bist du denn so traurig?
Gast:Ach, hast du es denn nicht mitbekommen? Sie haben Jesus von Nazareth verurteilt. Dafür wurde ein anderer freigelassen!
Barabbas:Woher weißt du das?
Gast:Ach, dieser Jesus war gestern Abend noch bei mir zu Gast und hat mit seinen Freunden gegessen. Doch stell dir vor, gerade eben hörte ich von seiner Verurteilung bei Pilatus.
Barabbas:Ist ja interessant. Wie war dieser Jesus so? Was hat er angestellt, dass ihn Pilatus zum Tode verurteilt hat? Ich habe eigentlich immer nur gehört, dass er Menschen gesund gemacht und Vorträge gehalten hat.
Gast:So genau weiß ich das nicht. Doch du kannst dir das Zimmer ansehen, wo er gestern noch mit seinen Freunden war. Vielleicht siehst du etwas, das dir hilft. Vielleicht findest du ja auch Hinweise auf seine Freunde, die du fragen könntest.

Chefdetektiv

„Wir helfen Barabbas! Geht zum Saal von dem Festmahl.“ (Ort angeben)

Tatort: Letztes Abendmahl

Material allgemein

  • Lageplan des Geländes mit folgenden Ortsangaben: Tempel – Halle der Quadersteine, Garten Gethsemane (siehe „Ablauf der Detektivfälle“)
  • Zeitungsüberschriften
  • Protokoll des Sanhedrin
  • Brief
  • Detektivaufträge
  • Stifte
  • Der Tatort wird mit einem Tisch und mehreren Kissen gestaltet. Auf dem Tisch stehen 13 (Papp-) Teller und Becher. Hier liegen außerdem folgende Hinweise, die die Detektive finden müssen:

Material für Indizien

  • Fahndungsbogen mit Adresse des Sanhedrin: Tempel – Halle der Quadersteine

Gesucht!
Name: Jesus aus Nazareth
Wer einen Hinweis zum Verbleib von Jesus aus Nazareth geben kann, der zur Ergreifung dieses Mannes führt, erhält eine Belohnung!
gez. Kaiphas
Halle der Quadersteine

  • ein Gegenstand aus der „Hosentasche von Matthäus“ als Hinweis auf einen Jünger, der befragt werden kann, z. B. Gürtel, Lederbeutel, Taschentuch oder Stock mit dem Namen Matthäus
  • Heft mit Aufschrift: Pessach Haggada (ein Buch, in dem die Liturgie beim Passahfest steht)

Die Detektive befinden sich am Tatort und bekommen Detektivauftrag 1 und den Lageplan mit Detektivauftrag 2.

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Jerusalem

Detektivauftrag 1

Schaut euch den Tatort an und klärt folgende Fragen:

  1. Welche Indizien habt ihr gefunden?
    Lösung: z. B. Gürtel von Jünger, Fahndungsbogen, 13 Teller, Pessach Haggada)

a.
b.
c.
d.
Tragt die Buchstaben hinter der richtigen Lösung der folgenden Fragen unten im Lösungswort ein!

2. Mit wie vielen Freunden hat Jesus hier gefeiert?

a. 10 (   )
b. 11 (   )
c. 12 (   )

3. Was hat Jesus mit seinen Jüngern gefeiert?

a. Passahfest (   )
b. Weihnachtsfest (   )
c. Pfingsten (   )

4. Was für Zeugen könntet ihr befragen? (Untersucht die Indizien!)

Zeuge 1
a. Zacharias (   )
b. Kaiphas (   )
c. Levi (   )

Zeuge 2
a. Matthäus (   )
b. Josef (   )
c. Nikodemus (   )

Tragt die Buchstaben aus den Kästchen neben der Aufgabe hier ein: Lösungswort 1:

Detektivauftrag 2

Schaut euch jetzt den Lageplan an. Auf dem Lageplan sind zwei Orte angegeben. Sucht beide Zeugen und befragt sie. Wenn der eine Zeuge schon im Gespräch mit einer Gruppe ist, dann sucht den anderen Zeugen. Sucht bei den Indizien nach einer Adresse!

Nun suchen die Kinder und finden Zeuge 1, den Priester Kaiphas, im „Tempel – in der Halle der Quadersteine“. Er ist sehr aufgebracht und gibt Einblick in Zeugenaussagen:

Was hatten die Führenden in Israel gegen Jesus? Der Zeuge gibt den Detektiven die Hinweise. Zwei Möglichkeiten
a.Ein Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin berichtet mündlich und zeigt dabei Beweismittel.
b.Die Beweismittel werden den Kindern gegeben. Sie sollen ihre eigenen Schlüsse ziehen.

TIPP: Die Beweismittel doppelt ausdrucken, so können zwei Gruppen gleichzeitig arbeiten.

Achtung: Es ist wichtig, dass der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin seine/ihre Sorgen bezüglich Jesu Verurteilung darstellt und auch die Verteidigung Jesu, sonst denken die Kinder, Jesus sei zu Recht verurteilt worden!

Detektivhinweise

Zeitungsüberschriften
  • Jesus ein Gesetzesbrecher? Er heilt einen Mann am Sabbat!
  • Tempelverantwortlicher empört!
  • Jesus treibt Händler aus dem Tempel! Jesus findet Beten wichtiger als das Geschäft!
  • Menschenmenge hängt an den Lippen von Jesus – täglich zu hören im Tempel!
  • Hoffentlich gibt es keinen Aufruhr und die Römer nehmen uns das Land weg und verschleppen uns als Sklaven!
  • Ist Jesus der Messias?
  • Er reitet, so wie der Prophet SacharJa den Messias angekündigt hat, auf einem Esel in Jerusalem ein.

Protokoll des Sanhedrin – Oberster Rat

Fall Jesus von Nazareth:
Jesus von Nazareth wurde in den Morgenstunden vorgeführt. Auf die Frage, ob er der „Sohn Gottes“ sei, antwortete er: Ich bin’s.
Urteil des Sanhedrin: Gotteslästerung = Todesstrafe
Jesus von Nazareth wurde zum römischen Statthalter Pontius Pilatus gebracht, da wir Juden kein Todesurteil ausführen dürfen.

Brief

Kommt zum Garten Gethsemane in ungefähr einer Stunde.
Wen ich mit einem Kuss begrüße, den ergreift!
Gezeichnet: Judas

(Es handelt sich um einen handgeschriebenen Zettel.)

Fortsetzung Detektivauftrag 2

Zeuge Nr. 1
Name:Kaiphas
Ort:Tempel – Halle der Quadersteine
Fragt den Zeugen: Was hatten die Führenden in Israel gegen Jesus?

  1. Jesus sind Gesetze wichtiger als die Kranken.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

2. Jesus sind Gebete wichtiger als das Geld.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

3. Die Führenden glauben nicht, dass Jesus, Gottes Sohn bzw. der Messias ist.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

4. Sie haben mehr Angst vor den Römern als vor Gott.

a. Ja (   )
b. Nein (   )

5. Rechtfertigen diese Gedanken ein Todesurteil?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

Matthäus wird von Detektiven beim Garten Gethsemane gefunden. Der Jünger ist ganz ängstlich, vermutet bei dem Frager einen Spion.

Zeuge Nr. 2
Name: Matthäus
Ort: Gethsemane

Fragt den Zeugen: Was ist während der Feier passiert? Wie ist es danach weitergegangen?

Matthäus berichtet:

„Jesus war beim Essen ganz ernst. Wir waren alle ganz erschrocken, als er plötzlich sagte: ‚Einer von euch wird mich verraten!’ Etwas verwirrt waren wir dann, als er von einem neuen Bund oder Vertrag sprach, der durch sein vergossenes Blut zustande kommen wird. Er bat uns, dass wir immer, wenn wir wieder zusammenkommen, beim Essen daran denken sollen, dass das Brot sein Leib und der Wein, sein Blut ist. Das hat für uns keinen Sinn ergeben.

Nach dem Essen sind wir in den Garten Gethsemane gegangen. Unterwegs sprach Jesus von seinem Tod. Petrus sagte, dass er bereit wäre, für Jesus zu kämpfen und zu sterben. Jesus antwortete, dass Petrus ihn schon in dieser Nacht drei Mal verraten würde!

So habe ich Jesus noch nie erlebt! Er war voller Angst und bat, dass wir beten sollten. Wir sollten nicht in Versuchung fallen. Es war ganz komisch. Uns alle befiel so eine Müdigkeit, dass wir nicht beten konnten. Mit einem Ohr bekam ich noch mit, dass Jesus Gott, seinen Vater, bat, dass er nicht tun muss, was Gott von ihm will. Doch dann hörte ich, wie er sagte: ‚Aber es soll geschehen, was du willst, nicht was ich will!’ Jesus kam zu uns, weckte uns und bat uns zu beten. Er sagte: ‚Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist in euch ist willig, doch eure menschliche Natur ist schwach!’ Doch wir waren so müde! Noch einmal kam Jesus nach dem Gebet zu uns und ermahnte uns. Dann geschah es. Plötzlich kamen bewaffnete Männer. An der Spitze war Judas, einer von uns. Er kam zu Jesus und wollte ihn küssen. Das war wohl das Erkennungszeichen! Einer von uns schlug noch einem Sklaven das Ohr ab. Dann haben sie ihn mitgenommen und wir sind geflohen. Ich habe noch mitbekommen, dass Jesus von dem höchsten jüdischen Gericht verhört wurde und dann dem römischen Statthalter Pontius Pilatus ausgeliefert wurde. Mehr kann ich euch nicht sagen.“

Beantwortet folgende Fragen:

6. War jemand bereit, für Jesus zu kämpfen?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

7. Wusste Jesus, was auf ihn zukam?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

8. Hatte Jesus Angst?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

9. Hat Jesus sich von seiner Angst beherrschen lassen?

a. Ja (   )
b. Nein (   )

10. Was hat Jesus in seiner Angst geholfen?

a. Dass er mit Gott seinem Vater reden konnte. (   )
b. Dass seine Freunde bei ihm waren. (   )
c. Dass er dachte, dass er übernatürliche Kräfte hat. (   )

11. Warum sollen die Jünger beten?

a. Weil sie zwar alles richtig machen wollen, es aus eigener Kraft aber nicht können. (   )
b. Weil sie Feiglinge sind. (   )
c. Weil man das so macht. (   )

12. Wer hat Jesus verraten?

a. Jakobus (   )
b. Johannes (   )
c. Judas (   )

13. Das Erkennungszeichen war …

a. ein Kuss. (   )
b.ein Handschlag. (   )
c. ein Zuruf. (   )

Tragt die Buchstaben neben den richtigen Antworten unten auf den Linien ein: Lösungswort 2:
Wenn die Kinder beide Zeugen befragt haben und die Antworten richtig verstanden haben, finden sie den Ort, wo es die Belohnung / den Schatz gibt und der Abschluss stattfindet.

Vertiefung

Andachtsimpuls

Barabbas:

„Also wenn ich ehrlich bin, finde ich es ja super, dass ich nicht sterben muss, weil dieser Jesus für mich sterben soll. Alles, was ich über Jesus herausgefunden habe, ist, dass er Kranke geheilt und den Menschen von Gott erzählt hat und dass er viele Freunde, aber auch einige Feinde hatte. Die Oberen der Stadt haben sich geärgert, weil er dagegen war, dass im Tempel Geld gewechselt und Tiere verkauft wurden. Ebenso war es für sie unfassbar, dass er gesagt hat, er sei Gottes Sohn, der versprochene Messias. Aber er hat nichts getan, für das ein Mensch zum Tode verurteilt werden sollte. Eigentlich ist das eine schreiende Ungerechtigkeit! Die Jünger sind total verängstigt – wäre ich auch! Jesus hat zwar auch Angst gehabt, doch im Gegensatz zu den Jüngern scheint sie ihn nicht beherrscht zu haben. Er hat gewusst, dass er verraten wird und dass man ihn gefangen nehmen wird. Er hätte fliehen oder den Verräter unschädlich machen können. Es sieht so aus, als ob es Gottes Wille ist, dass er stirbt. Es war Jesus wichtiger, Gott zu gehorchen als seiner Angst nachzugeben. Doch so ganz habe ich das nicht verstanden. Mal sehen, ob ich zur Kreuzigung gehe – nicht dass die es sich anders überlegen und mich dazuhängen …“

Gebet

Material: Schale, Stifte, Kopiervorlage für das Gebet der Kinder oder Zettel
Jesus versteht uns, wenn wir Angst oder Sorgen haben. Er weiß auch, dass wir oft das Richtige wollen, aber nicht dazu in der Lage sind. Wir können ihn um alles bitten. Nun können wir das praktisch werden lassen: Worum macht ihr euch Sorgen oder worum möchtet ihr Gott bitten? Was würdet ihr gern Gutes tun, schafft es aus eigener Anstrengung aber nicht? Schreibt eine Bitte an Gott auf einen Zettel und legt ihn anschließend in die Schale. Die Zettel werden dann gemischt.

Lieber Vater im Himmel, ich bitte dich
Nun nimmt jeder einen Zettel aus der Schale. Ich fange mit dem Gebet an. Dann stupse ich meinen Nachbarn an, der liest seinen Zettel vor. Wenn er oder sie fertig ist, wird der nächste angestupst.

Hinweis: Wer an der Reihe ist, kann ein Gebet vorlesen oder auch leise beten, denn Gott kennt auch unsere Gedanken. Der nächste wird dann angestupst, wenn das leise Gebet zu Ende ist.

Einstiegsgebet des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin: Lieber Vater im Himmel, du kennst uns besser, als wir uns selbst kennen. Du kennst unsere Stärken und Schwächen. Du liebst uns und möchtest uns helfen. Du hörst uns, wenn wir laut oder wenn wir leise mit dir reden. So bringen wir dir, was uns beschäftigt.

Gebet der Kinder

Abschlussgebet des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin: Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns hörst. Öffne uns die Augen, dass wir dich und deine Antworten im Alltag sehen und hören. Amen

Bastel- und Spielideen

Römische Spiele

Katapultspiel

siehe Einstieg

Nussspiel

Material: Walnüsse

4 m von der Wand entfernt wird eine Abwurflinie markiert. Jeder Spieler rollt seine Walnuss so nahe wie möglich an die Wand. Gewonnen hat, wer der Wand am nächsten ist.

Bastelideen

Kreuze basteln

Aus Speckstein wird ein Schmuck-Kreuz gefeilt.
Material: Speckstein (in Bastelgeschäften gibt es auch fertige Kreuze, die nur noch mit der Feile abgerundet werden müssen), Feilen, Öl, Lederband

Aus Holz wird ein Kreuz für die Wand gebastelt. Am einfachsten: Holzstöcke über Kreuz zusammen binden.
Material: Holzstücke, Säge oder Gartenschere, Bänder oder Schnüre

Mosaik

Material: Mosaiksteine, Kleber
Manchmal zerbrechen Träume und Pläne, doch Gott kann aus unserem Zerbruch immer noch etwas Schönes machen. Auch Fliesen und Steine, die für ein Mosaik verwendet werden, wurden von großen Platten gebrochen. Im römischen Reich waren viele Villen und öffentliche Gebäude mit Mosaiken verziert. Auf einer Freizeit kann man größere Projekte durchführen, indem man zum Beispiel ein Tablett oder Blumentopf mit Mosaiksteinen vollständig gestaltet.

Hinweis: Bei der Auswahl der Gegenstände sollte man darauf achten, dass die Fläche, die beklebt werden soll, möglichst eben ist. Es eignen sich z. B. Spiegelfliesen.

Zielgedanke

Die Teilnehmer erfahren, dass es gut ist, aktiv zu handeln und sich trotzdem auf Gott zu verlassen.

Merkvers

Das Menschenherz macht Pläne – ob sie ausgeführt werden liegt beim Herrn.
Sprüche 16,9 GNB

Situation der Jungscharler

Auch Jungscharler kommen in schwierige Situationen, wo sie nicht wissen wie sie sich verhalten sollen. Sie machen sich dann ihre Pläne und wissen nicht ob es richtig ist oder falsch. Solche Situationen können in der Schule (Sie fühlen sich vom Lehrer ungerecht behandelt. – Was sollen sie tun?), zu Hause (Sie haben den Eindruck, dass sie zu viel machen müssen und zu wenig Taschengeld bekommen.), aber auch noch in sehr vielen anderen Zusammenhängen geschehen. Oft werden den Kindern dabei Rachegedanken kommen. Sie wollen den Anderen die Ungerechtigkeit heimzahlen. Diese Gruppenstunde soll aber den Blick darauf lenken, dass es noch andere Möglichkeiten gibt und dass sie sich auch bei diesen Gelegenheiten auf Gott verlassen können. Gott ist nicht nur theoretisch für sie da, sondern auch ganz praktisch in den schwierigen Situationen.

Erklärungen zum Text

Kapitel 4
V. 1-4: Der königliche Erlass ist im ganzen Land bekanntgegeben worden. Allen ist nun klar, dass es zu einem Völkermord an den Juden kommen soll. Mordechai und alle Juden sind entsetzt und beginnen zu trauern. Dazu ziehen sie Trauerkleider an und stimmen laute Klagegesänge an. Mordechai geht bis vor das Tor des Palastes. Weiter darf er nicht gehen. Ester bekommt das mit und will ihm neue Kleider geben. Dieses Zeichen soll ihm Mut machen, denn vermutlich nimmt Ester an, dass Mordechai ein persönliches Problem hat.

V. 5-11: Ester durfte nicht selbst nach draußen gehen, deshalb beauftragte sie ihren Vertrauten Hatach mit dieser Aufgabe. Er erfährt nun den ganzen Plan und gibt ihn an Ester weiter. Er übermittelt auch die Bitte Mordechais, dass Ester zum König gehen soll. Diese Bitte lehnt Ester ab. Der Grund ist, dass niemand zum König gehen darf, der nicht gerufen wurde. Damit wird der König vor Attentaten und Angriffen geschützt. Wer sich nicht an diese Regel hält, über den wird das Todesurteil vollstreckt. Dass sie aus freien Stücken gerufen wird scheint unwahrscheinlich. Er hat noch andere Frauen und ihre Hochzeit ist  fünf Jahre her.

V. 12-17: Mardechai macht ihr klar, dass sie die letzte Chance ist, etwas für das jüdische Volk zu unternehmen. Ester entscheidet sich, den Versuch zu wagen und zum König zu gehen. Sie bittet darum, dass sie von den Juden durch Fasten und Beten unterstützt wird.

Kapitel 5
V.1-8: Die Fastenzeit dauert drei Tage und dann geht Ester los. Sie zieht dazu königliche Gewänder an. Unangemeldet taucht sie vor dem König auf. Nun ist sie ganz auf das Wohlwollen des Königs angewiesen. Der König streckt sein Zepter aus, dass ist das Zeichen, dass er ihr Kommen akzeptiert. Er spricht sie sogar mit Königin an, was deutlich macht, dass er ihr alle zukommende Ehre erweist. Sie hat einen Wunsch von enormen Wert frei. Sie äußert aber nur einen sehr bescheidenen Wunsch. Sie bittet um ein Essen mit dem König und mit Haman, dem Feind der Juden. Das klingt nicht besonders mutig, ist aber gut geplant und dem Hofzeremonie angemessen.
Bei diesem Zusammentreffen sagt Ester immer noch nicht den eigentlichen Wunsch, sondern sie lädt die beiden Männer für den nächsten Tag ein.

V. 9-15: Haman freut sich über dieser Ehre mit dem Königspaar zu essen. Seine Freude wird getrübt, als er Mordechai sieht, der sich nicht vor ihm niederwirft. Sein Hass auf ihn und die Juden wächst dadurch noch mehr. Er zeigt diesen Hass aber erst zu hause. Dort lässt er seine Gefühle raus. Er ist stolz darüber, dass ihn Ester eingeladen hat und sein hass ist so groß, dass er nur ein Ziel hat, nämlich Mordechai umzubringen. Dazu lässt er einen Galgen aufbauen.
Alles ist vorbereitet. Ester hat einen Plan, den sie umsetzt und Haman  hat einen Plan, den er umsetzt. Auch wenn es nicht direkt  im Text steht wird dennoch deutlich, dass der Unterschied darin besteht, dass Gott den Plan von Ester segnet.

Treffpunkt  

Basteln

Zepter basteln
Man benötigt für jedes Kind eine Papprolle, zum Beispiel von einer Küchenrolle, Alufolie und farbige Mosaiksteinchen. Außerdem benötigt man noch Kleber oder Doppelseitiges Klebeband.
Zuerst wird die Papprolle an einem Ende mehrmals ca. 3 – 5 cm tief eingeschnitten. Je tiefer man einschneidet, desto größer wird das Oberteil des Zepters. Die eingeschnittenen Streifen werden nach außen geknickt und stehen nun im rechten Winkel ab. Nun wird das Pappzepter komplett mit Alufolie eingewickelt, also auch das abgewinkelte Oberteil. Nun klebt man mit Sekundenkleber oder doppelseitigem Klebeband auf dieses Oberteil noch Mosaiksteinchen und fertig ist ein Zepter, welches eines Jungscharkönigs würdig ist.

Spiele

Mit den gebastelten Zeptern werden einige Spiele durchgeführt.
Zepter sammeln
Jeder Mitspieler nimmt sein Zepter und steckt es hinten in seinen Hosenbund. Nun muss jeder versuchen, den anderen das Zepter aus der Hose zu ziehen. Wenn ihm das gelingt, darf er es behalten und zu seinem eigenen Zepter stecken. Wer kein eigenes Zepter mehr hat, scheidet aus. Ziel ist es, so viel wie möglich Zepter in seiner eigenen Hose stecken zu haben. Wenn beim Spiel ein Zepter herunterfällt, wird es aus dem Spiel genommen. Am Ende bleibt ein Spieler übrig, der sehr viele Zepter erobert hat.

Zepter greifen
Alle Spieler stehen im Kreis. In der Mitte liegen drei Zepter (bei sehr vielen Mitspielern auch mehr). Nun wird Musik eingespielt und alle Mitspieler drehen sich nach rechts und laufen im Kreis herum. Wenn die Musik stoppt, muss sich jeder Mitspieler ein Zepter greifen. Wem das gelungen ist, der erhält einen Punkt. Wer als erster fünf Punkte hat, hat das Spiel gewonnen.

Zeptermikado
Die gebastelten Zepter werden auf einen Haufen in die Mitte gelegt. Ein Spieler darf solange Zepter wegnehmen, bis sich ein anderes Zepter bewegt. Das ist das Prinzip von Mikado. Danach wird der Stapel wieder aufgebaut und der Nächste ist an der Reihe. Gewonnen hat, wer die meisten Zepter wegnehmen konnte, ohne dass sich ein anderes Zepter bewegt hat.

Königlicher Tausch
Jeder Mitspieler der Gruppe erhält einen Zettel, auf dem ein Gegenstand ist, der zu einem König gehört, zum Beispiel Zepter, Krone, Mantel, Thron. Jeder Gegenstand sollte mindestens dreimal aufgeschrieben werden. Es wird Musik eingespielt. Während die Musik läuft müssen die Spieler ständig ihre Zettel tauschen. Wenn die Musik abbricht müssen sich alle, die den Zettel mit dem  gleichen Gegenstand besitzen, zu einer Gruppe zusammenfinden. Die Gruppe, die das als letzte schafft, scheidet aus und damit auch der Gegenstand. Die nächste Runde beginnt.

Knackpunkt

Spiel
Zu Beginn wird ein Spiel durchgeführt, bei dem immer zwei Teilnehmer  gegeneinander antreten. Es wird Deckenkampf gespielt. Dazu stehen sich zwei Spieler gegenüber und jeder hat eine Decke in der Hand. Die Aufgabe besteht darin, dem anderen die Decke über den Kopf zu werfen.
Bevor der Wettkampf beginnt muss jeder etwas aufschreiben, was der Gegner machen muss für den Fall, dass man selbst verliert. Die Verlierer dürfen also Rache für ihre Niederlage nehmen. Nach einigen Runden lesen die Unterlegenen ihre Zettel vor. – Aber Achtung: Die Racheaktionen werden nicht durchgeführt. Der Leiter pinnt die Zettel an eine Wand und sagt, dass wir noch einmal darauf zurückkommen werden.

Erzählung
In den vier Ecken des Raumes hängen Plakate mit den Namen der handelnden Person. Dazu kann man noch ein kleines Symbol zeichnen um die Aufgabe der Person sichtbar zu machen.

  1. Ecke: König Xerxes, Symbol Zepter
  2. Ecke: Königin Ester, Symbol Krone und Diener Hatach, Symbol Brief als Zeichen für seine Botendienste
  3. Ecke: Mordechai, Symbol sechseckiger Davidsstern als Zeichen dafür, dass er Jude ist.
  4. Ecke: Haman, grimmiger Smiley als Zeichen für seinen Hass

Immer wenn die Personen handeln, dann werden sie in die Mitte, bzw. aufeinander zugerückt. Während dieser Handlung wird die Geschichte erzählt.

Der grausame Erlass ist von den Boten des Königs ins ganze Land gebracht worden. Nun wissen es alle, die Juden sollen umgebracht werden. Haman ist ganz nah dran, sein Ziel zu erreichen. Er lässt nicht nur einzelne Juden töten, sondern sein Ziel ist es, das ganze Volk auszurotten.
Mordechai und die anderen Juden leben in Angst. Wenn der Befehl ausgeführt wird, dann werden er und seine Landsleute sterben. Kann das möglich sein? Es muss aber doch Rettung geben. Mordechai bittet Gott um Hilfe. Er zeigt das dadurch, dass er und die anderen Juden Trauerkleider anziehen und laute Klagelieder singen. Mordechai wird jedoch auch selbst aktiv. Er weiß, dass Ester vielleicht helfen kann. Doch wie soll er zur Königin gelangen? Er entwickelt einen Plan und setzt ihn in die Tat um. Mordechai geht in seiner Trauersachen vor den königlichen Palast und singt dort seine Klagelieder.
Das hört Ester. Sie will Mordechai helfen und schickt ihm neue Kleider. Da sie als Königin nicht selbst vor den Palast darf, schickt sie ihren Diener Hatach. Er erfährt die ganze Geschichte und berichtet sie Ester. Nun weiß es die Königin auch, dass ihr Volk umgebracht werden soll. Hatach überbringt ihr auch die Bitte, zum König zu gehen und ein gutes Wort für die Juden einzulegen. Ester hat Angst. Das ist nicht so einfach möglich, denn niemand darf ungestraft, aus freien Stücken, zum König kommen. Wer es doch tut, über den wird das Todesurteil ausgesprochen. Es gibt aber noch eine Chance. Wenn der König sein Zepter ausstreckt, dann darf der ungebetene Besucher am Leben bleiben. Ester sagt: „Ich will es versuchen.“ Mordechai hilft ihr dabei, indem er sagt dass er und die anderen Juden drei Tage lang Fasten und Beten.
Nach diesen drei Tagen geht Ester los. Vorsichtig tritt sie in die Halle, in der der König sitzt. Erstaunt schaut er sie an. In seinen Augen sieht sie seine Unsicherheit. Was wird geschehen? Der König hält sein Zepter in der Hand. (Diese Handlung kann mit einem gebastelten Zepter deutlich unterstrichen werden.) Was wird er tun? Es dauert nur wenige Sekunden, doch Ester kommt es wie eine Ewigkeit vor. Der König hält das Zepter ganz fest, doch dann streckt er es aus. Ester darf bleiben und dem König ihr Anliegen vorbringen. Sie darf sich alles wünschen, was ihr Herz begehrt. Doch sie sagt nur: „Ich lade dich und Hamann zum Essen ein.“
Sofort lässt der König Haman holen und gemeinsam gehen sie zum Essen. Der König will bei der Mahlzeit wissen, was der eigentliche Wunsch von Ester ist. Noch sagt sie es nicht, sondern sie antwortet nur: “Ich möchte, dass ihr morgen wieder zum Essen kommt.“

Haman ist stolz, dass er mit dem Königspaar essen darf. Er freut sich auf den morgigen Abend. Doch ganz schnell ist seine Freude dahin, denn als er aus dem Palast tritt, trifft er Mordechai. Das Ärgerliche ist, er wirft sich nicht vor ihm nieder, er verbeugt sich nicht einmal, sondern bleibt aufrecht stehen. Sein Hass wird riesengroß. Er will sich für diese Demütigung rächen und beschließt, dass er am nächsten Tag sterben soll. Dazu lässt er einen riesengroßen Galgen bauen.
Der nächste Tag kann kommen. Es wird die gemeinsame Mahlzeit geben. Ester ist aufgeregt. Aber sie hat getan, was sie konnte. Sie hat das Unmögliche gemacht, und ist zum König gegangen. Noch ist ihr Volk nicht gerettet, aber einen kleinen Schritt ist sie vorangekommen. Und Haman? Er freut sich darauf, dass sein verhasster Feind Mordechai morgen endlich für immer verschwindet.

Doppelpunkt

Es liegen fünf Spielfiguren bereit, sie werden in die Ecken eines Tisches gestellt. Sie stehen für die Personen Xerxes, Ester, Hatach, Mordechai und Haman.
Neben den Figuren liegen Zettel. Darauf werden Charaktereigenschaften der jeweiligen Person geschrieben.
Nun wird die Geschichte noch einmal nacherzählt, bzw., mit den Figuren nachgespielt.
Die Geschichte ist noch offen. Wir schauen uns aber noch einmal die beiden Gegner an. Da ist auf der einen Seite Haman und auf der anderen Seite sind Mordechai und die Juden.
Was tun sie um ihre Pläne umzusetzen?
Mordechai begibt sich in Verbindung mit Gott. Aber er legt dabei nicht die Hände in den Schoß, sondern wird selbst aktiv.
Haman lässt sich von seinen Rachegefühlen leiten und schreckt nicht vor schlimmen Taten zurück.

Das war damals, doch was tut ihr heute?
Jetzt schreibt jeder auf eine Karteikarte eine Situation, in der es darauf ankommt zu entscheiden, was zu tun ist, zum Beispiel: ein Mitschüler hat mich beim Lehrer verpetzt oder ich habe einen Fehler gemacht und bin dafür ausgelacht worden.
Nun werden einige der Karten gezogen und über die Situationen gesprochen. Was kann man in dieser Situation tun? Lassen wir uns von unseren Rachegefühlen leiten, oder handeln wir aktiv und vertrauen auch darauf, dass Gott uns helfen kann.
Zum Abschluss werden alle Kärtchen in die Mitte gelegt. Darüber wird ein Zettel mit dem Merkvers gelegt, der deutlich machen soll, dass wir in allen Situationen nicht nur auf uns selbst, sondern auf Gott vertrauen können

Schlusspunkt

Die Zettel mit den Racheaktionen vom Anfang des Treffpunktes werden hervorgeholt und vorgelesen. Die Jungscharler werden gefragt, ob sie ihre Racheaktion durchführen wollen oder nicht. Wenn die Aktionen durchgeführt werden sollen, wäre jetzt die Gelegenheit dazu. Man soll sie nicht grundsätzlich unterbinden, aber man kann hier deutlich machen, dass Racheaktionen nicht der Lösungsweg sind, sondern dass wir gemeinsam mit Gott nach besseren Lösungsansätzen suchen können.

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach Spitze
Nr. 32 Die besten Pläne
Nr. 118 Für welche Seite singst du denn?
Nr. 128 Rufe zu mir in der Not

Vorbereitung für die nächste Gruppenstunde

In der nächsten Stunde wird das Thema noch einmal aufgegriffen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Verhalten von Ester, die etwas gemacht hat, was sehr mutig war, denn sie ist zum König gegangen, obwohl es sehr gefährlich war. Es hätte sie das Leben kosten können.
Die Kärtchen werden das nächste Mal noch einmal verwendet, deshalb werden sie aufgehoben und im Jungscharraum angepinnt oder aufgehängt.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Petrus aus JUMAT 3/18. Sie beginnt damit, dass Jakob seinen Bruder Esau betrügt und endet mit der Versöhnung der beiden Brüder.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott sieht mich, auch wenn ich mich wenig geliebt fühle.

Checker

Um dich herum gibt es viele Menschen, die sich benachteiligt und ungeliebt fühlen. Sag ihnen, dass Gott sie sieht und sie liebt.

Der Text an sich

Der Brunnen (V.2-10) war ein wichtiger Treffpunkt. Jakob traf dort Hirten, die warteten, bis die Zeit gekommen war, um die Schafe Wasser trinken zu lassen. Er nutzte den Treffpunkt, um Informationen über seinen Onkel Laban zu erfragen.

Im Zuge des Erstgeburtssegens, zu dem Jakob mit List gekommen war, hatte sein Vater Isaak ihm einen Auftrag gegeben. Isaak wollte, dass sein Sohn keine Frau aus Kanaan, sondern eine Frau aus seiner Verwandtschaft heiratete (s. 1.Mose 28,2).

Laban war Jakobs Onkel, ein Bruder seiner Mutter Rebekka (V.12). Lea und Rahel waren also Jakobs Cousinen. Dieses Verwandtschaftsverhältnis war aber damals überhaupt kein Hinderungsgrund für eine Heirat. Auch die Ehe mit mehreren Frauen gleichzeitig war zur Zeit des Alten Testaments nichts Ungewöhnliches und auch nicht gegen Gottes Gebote.

Für eine Frau zu arbeiten, hieß nicht, sie zu „kaufen“, sondern es war üblich, an die Familie einen Brautpreis zu bezahlen. Da Jakob diesen Brautpreis vermutlich nicht aufbringen konnte, arbeitete er ihn ab.

Jakob merkte erst am Morgen nach der Hochzeit, dass er nicht Rahel, sondern Lea bekommen hatte (V.25). Das ist für uns erstaunlich und seltsam. Auch wenn es sich auf dem Hintergrund der orientalischen Sitte der Verschleierung und der Dunkelheit der Nacht besser verstehen lässt, bleibt es ein Geheimnis.

Durch dieses Ereignis wurde der Betrüger zum Betrogenen. Jakob hatte seinen Bruder Esau um den Erstgeburtssegen betrogen (s. 1.Mose 27) und nun ging es wieder um das gleiche Thema: Wer ist älter und hat das Vorrecht? Den Brauch, dass die jüngere Tochter auf jeden Fall erst heiraten durfte, wenn die ältere verheiratet war, kennen wir heute nicht mehr. Er führte dazu, dass Jakob zuerst die Frau heiraten musste, die er eigentlich nicht liebte.

Jakob hatte sieben Jahre bei Laban für Lea gedient. Im Anschluss an die Hochzeitswoche mit ihr, heiratete er Rahel. Nun folgten noch mal sieben Jahre unbezahlte Arbeit für Rahel.

Lea war in der Geschichte eindeutig die Ungeliebte und Zurückgesetzte. Doch Gott sah ihr Leiden und schenkte ihr einen Sohn. Das Wissen um Gottes Mitleid drückt Lea im Namen ihres Sohnes Ruben aus.

Der Text für mich

Wie muss sich Lea bloß gefühlt haben? Für sie, die ältere Schwester, die zuerst heiraten müsste, ist kein Mann in Sicht. Jakob ist verliebt in ihre jüngere Schwester. Und dann verheiratet ihr Vater auch noch sie, Lea, mit Jakob, obwohl Laban doch ganz genau weiß, dass Jakob Rahel liebt. Als Jakob den Betrug bemerkt, ist er wütend. Was für eine Demütigung für Lea. Ihr war klar, dass sie nur die zweite Wahl ist. Sie fühlte sich zurückgestellt und nicht geliebt. Das Gefühl kenne ich – sowohl von mir, als auch von Kindern.

Gott sieht und liebt mich unendlich. Egal wie cool oder uncool mich andere finden. Dieses Wissen gibt mir Frieden und Sicherheit.

Meine Worte und mein Verhalten den Jungscharlern gegenüber soll ihnen ein Stück von Gottes bedingungsloser Liebe zeigen.

Der Text für dich

Starter

Die meisten Kinder kennen das Gefühl, weniger geliebt und beachtet zu sein. Manchmal handelt es sich um reale, manchmal „nur“ um gefühlte Benachteiligung. Das kann in der Familie unter Geschwistern sein, wenn ein Kind den Eindruck hat, dass die Eltern seinen Bruder oder seine Schwester mehr lieben. Auch in der Schule fühlen sich Kinder oft von Lehrern ungerecht behandelt und haben den Eindruck, andere „Lieblingsschüler“ bekommen Vorteile. Wenn ein Kind merkt, dass es in seiner Klasse nicht so beliebt und immer nur zweite oder letzte Wahl ist, kann das tiefe Traurigkeit und auch ein schlechtes Selbstwertgefühl verursachen.

Gott sieht jedes Kind, auch in seinen Nöten. Er liebt es unendlich. Er liebt alle gleich und benachteiligt niemanden. Was für eine gute Nachricht.

Checker

Für Kinder, die schon viel über Gott gehört haben, ist es nichts Neues, dass sie von Gott geliebt sind. Sie haben das schon oft gehört und vielleicht ist es schon selbstverständlich für sie geworden, dass Gott sie sieht und liebt. Manchmal kann es aber auch für sie wichtig sein, dass sie diese Wahrheit nicht nur theoretisch wissen, sondern noch mal neu mit ihrem Herzen verstehen und glauben. Es gibt aber auch Kinder, die diese Wahrheit am liebsten für sich behalten wollen. Für sie ist es vielleicht gerade dran, sie zu motivieren, diese tolle Tatsache anderen Menschen weiterzusagen? Diese Wahrheit gilt besonders solchen Menschen, die sich gerade zurückgesetzt und weniger geliebt fühlen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Beispielgeschichte

Als Einstieg wird eine kurze, erfundene Geschichte erzählt:

Eigentlich geht Tom gern in die Schule. Nur den Sportunterricht hasst er. Er ist nicht so sportlich wie die anderen Kinder. Deswegen sieht es manchmal nicht so elegant aus, wie er sich bewegt. Tom hat oft Angst, dass die anderen ihn auslachen. Aber am schlimmsten ist es für ihn, wenn Mannschaften gebildet werden. Zwei Kinder sind Gruppenchefs und suchen abwechselnd aus, welches Kind sie in ihrer Gruppe haben wollen. Tom muss immer lange warten, bis er gewählt wird. Oft bleibt er auch ganz am Schluss übrig. Das macht ihn immer wieder sehr traurig und tut ihm in seinem Herzen weh.

In der Bibel steht eine Geschichte, in der sich jemand ähnlich wie Tom fühlt.

Idee 2: Was ist besser?

Jedes Kind bekommt einen Zettel und einen Stift. Spontan entscheiden die Kinder, was sie besser finden (Spaghetti oder Pizza; McDonald oder Burger King; FC Bayern oder BVB Dortmund; Katze oder Hund; Fußball spielen oder Computer spielen; Kino oder Schwimmbad) und kreisen dieses Wort ein. Anschließend wird verglichen. Der Mitarbeiter fragt im Anschluss: „Was ist denn nun wirklich besser, Spaghetti oder Pizza?“ Die Kinder merken, dass es oft einfach auf den Geschmack ankommt und der eine Spaghetti besser findet und der andere Pizza.

In der heutigen Geschichte muss sich ein Mann zwischen zwei Frauen entscheiden.

Die Liste kann auch noch mit eigenen Was-ist-besser? Fragen ergänzt werden. Eine Vorlage mit den Fragen steht zum Download bereit.

Verkündigung

Mitmachgeschichte

Der Mitarbeiter liest die Geschichte vor. Immer wenn „Rahel“, „Lea“, „heiraten/Hochzeit“ oder „betrügen/Betrug“ vorkommen, machen die Kinder das passende Geräusch. Diese Wörter sind im Text fett gedruckt.

Rahel: Oho! oder pfeifen (als Zeichen der Bewunderung)

Lea: Oh! (als Zeichen der Enttäuschung)

Heiraten/Hochzeit: Kuss in die Luft

Betrügen/Betrug: Buh!

Jakob hatte seinen Bruder Esau betrogen. Nun war er auf der Flucht vor ihm. Jakob floh in Richtung Osten. Er wusste, dass sein Onkel Laban in Haran wohnte. Wo ganz genau wusste Jakob aber nicht. Als er in der Nähe von Haran angekommen war, entdeckte er einen Brunnen.

Dort traf er einige Hirten. Jakob fragte sie nach seinem Onkel Laban. Die Hirten kannten ihn und berichteten Jakob, dass es Laban gut ging. Genau in diesem Moment kam Rahel mit ihren Schafen an den Brunnen. Rahel war Labans Tochter, also Jakobs Cousine. Jakob freute sich, Rahel zu sehen, und half ihr, den Schafen Wasser zu trinken zu geben.

Als Laban von Jakobs Ankunft hörte, lud er ihn sofort in sein Haus ein. Laban freute sich sehr über den Besuch seines Neffen. Jakob blieb eine Weile bei seinem Onkel. Natürlich saß er nicht faul auf dem Sofa herum, sondern half mit, z. B. indem er auf die Schafe aufpasste.

Laban sagte: „Jakob, du bist zwar mein Neffe, aber ich will trotzdem nicht, dass du kostenlos für mich arbeitest. Was möchtest du als Lohn für deine Arbeit haben?“

Jakob antwortete: „Ich möchte deine Tochter Rahel heiraten. Dafür werde ich sieben Jahre für dich arbeiten.“ Dass Jakob für Rahel arbeiten wollte, hieß nicht, sie zu „kaufen“, sondern es war üblich, an die Eltern der Frau einen Brautpreis zu bezahlen. Es war damals in Israel auch kein Problem, dass ein Mann seine Cousine heiratete.

Laban war einverstanden. Er hatte zwei Töchter. Die ältere hieß Lea, die jüngere Rahel. Lea war nicht so schön. Rahel dagegen war sehr hübsch. Deswegen hatte sich Jakob in sie verliebt.

Jakob arbeitete Tag für Tag hart – sieben Jahre lang. Aber die Zeit verging wie im Fluge, weil er so verliebt war in Rahel.

Dann endlich war die Zeit der Hochzeit gekommen. Viele Gäste waren eingeladen. Sie feierten ein Hochzeitsfest. Als sie viel gegessen und getanzt hatten, war das Fest vorbei. Laban brachte seine Tochter zu Jakob. Die Braut war ganz verschleiert, wie es bei Hochzeiten damals üblich war.

Am nächsten Morgen entdeckte Jakob, dass sein Onkel ihn betrogen hatte. Er hatte nicht Rahel geheiratet, die er liebte. Sondern Laban hatte ihm Lea zur Frau gegeben. Jakob war sehr enttäuscht und wütend über den Betrug seines Onkels.

Als Jakob seinen Onkel zur Rede stellte, erklärte Laban: „Bei uns ist es wichtig, dass zuerst die ältere Tochter heiratet und danach erst die jüngere. Das machen hier alle Familien so. Deswegen musstest du zuerst Lea heiraten.“

Die zwei Männer machten einen Deal. Einige Tage später durfte Jakob doch noch Rahel heiraten. Sie war neben Lea dann seine zweite Frau. Das war damals in Israel nichts Ungewöhnliches. Für Rahel musste Jakob aber noch mal sieben Jahre bei Laban arbeiten.

Jakob liebte Rahel mehr als Lea. Das machte Lea sehr traurig. Aber Gott hatte Lea nicht vergessen. Er sah, wie schlecht sie sich fühlte. Für Gott war Lea gleich viel wert wie Rahel. Er tröstete Lea, indem er ihr einen Sohn schenkte.

Die andere Idee

Erzählung mit Puppen

Um die Hauptpersonen der Geschichte zu veranschaulichen, können auch Puppen (zwei männliche, zwei weibliche) verwendet werden. Während der Geschichte wird immer die Puppe zur gerade handelnden Person in die Hand genommen. Was die Personen sagen, kann auch als direkte Rede von ihnen formuliert werden.

Der Text gelebt

Wiederholung

Jedes Kind bekommt mehrere kleine Zettel in zwei verschiedenen Farben und einen Stift. Darauf schreibt es Gedanken und Gefühle von Lea und Rahel. Alternativ können die Gedanken und Gefühle auch vom Mitarbeiter auf zwei Plakaten oder großen Zetteln notiert werden.

Wir reden gemeinsam über die Zettel und deren Verortung in der Geschichte.

Gespräch

In der Mitte liegt ein trauriger Smiley. Darum herum liegen Fragen, die nach und nach aufgedeckt werden und Anlass zum gemeinsamen Gespräch geben sollen. Da es sich um recht persönliche Fragen handelt, soll kein Kind zum Antworten „gezwungen“ werden. Wenn die Möglichkeit besteht können die Fragen in Kleingruppen von zwei oder drei Kindern besprochen werden. Dazu muss nicht unbedingt ein Mitarbeiter in jeder Gruppe dabei sein.

  • In welchen Situationen hast du dich schon weniger geliebt oder weniger wertvoll als andere gefühlt?
  • Was haben die anderen Leute gesagt und getan, dass du dich so gefühlt hast?
  • Was denkt Gott über dich?
  • In welchen Situationen hast du selbst dazu beigetragen, dass andere Kinder oder auch Erwachsene sich schlecht und benachteiligt gefühlt haben?

Merkvers

Begeistert freut Gott sich an dir. Vor Liebe ist er sprachlos ergriffen und jauchzt doch mit lauten Jubelrufen über dich.

Zefanja 3,17 NL

„Wer ist euer Lieblingsstar, z. B. ein Sänger oder ein Fußballer? Wie jubeln Fans, wenn ihr Star auftritt? Macht gemeinsam ein richtig lautes „Jubelgeschrei“!

Genauso wie Fans ihrem Star zujubeln, so jubelt Gott über dich. Er ist begeistert von dir und liebt dich megasehr. Egal, was die anderen Kinder oder deine Eltern über dich sagen, liebt Gott dich unendlich.“

Die Kinder bekommen ein weißes Blatt Papier. In die Mitte schreiben sie den Bibelvers und verzieren das Blatt mit Bildern, Herzen, Konfetti oder Emojis.

Gebet

Ein Smiley wird im Kreis herumgegeben. Das Kind, das ihn in der Hand hat, darf Gott in einem kurzen Satz für seine Liebe danken, z. B. so: „Danke, Gott, dass du mich liebst und dich über mich freust.“

Zum Abschluss betet der Mitarbeiter.

„Danke, Gott, dass du alle gleich liebst. Danke, dass du uns trösten möchtest, wenn anderen uns benachteiligen oder wir uns weniger geliebt fühlen.“

Kreatives

Jedes Kind verziert eine Spiegelfliese. Es können z. B. Mosaiksteinchen als Rahmen aufgeklebt oder Verzierungen mit Window Color aufgemalt werden.

Immer wenn die Kinder in den Spiegel schauen, können sie daran denken, wie sehr Gott sie liebt. Als Erinnerungshilfe dafür kann auch der Merkvers auf die Rückseite geschrieben oder geklebt werden.

Spielerisches

In Kooperationsspielen geht es nicht darum zu gewinnen oder besser zu sein, sondern darum, gemeinsam eine Aufgabe zu bewältigen. Folgende Spiele sind nur zwei Möglichkeiten die durchgeführt werden können.

Fliesenspiel

Die Gruppe muss gemeinsam einen (möglichst großen) Raum durchqueren, ohne den Boden zu berühren. Dafür bekommen sie einige (nicht zu viele) Teppichfliesen o. Ä. zur Verfügung. Berührt einer den Boden, fängt die Gruppe wieder am Anfang an.

Spinnennetz

Der Mitarbeiter spannt mit einem Faden ein Netz mit verschiedenen Löchern. Die Gruppe muss nun durch das Netz auf die andere Seite kommen, ohne den Faden zu berühren. Jedes Loch darf nur von einer Person durchquert werden. Berührt jemand den Faden, fangen alle wieder von vorne an.

Rätselhaftes

Es werden die Buchstaben von einzelnen Wörtern in einen Kreis geschrieben. Dabei dürfen die Buchstaben nicht geordnet sein. Die Jungscharler haben nun die Aufgabe, die Buchstaben in die richtige Reihenfolge zu bringen. Die Lösungswörter zeigen den Jungscharlern, wie Gott sie sieht.

Beispiel: Die Buchstaben B E L T G E I stehen in einen Kreis und müssen in die richtige Reihenfolge gebracht werden.

Mögliche Lösungswörter: geliebt, wunderbar gemacht, einzigartig, wertvoll, genau richtig

(T)Extras

Lieder

Nicht 5, nicht 4, nicht 3, nicht 2, wir sind einmalig

Bei Gott kommt keiner zu kurz

Hey! Jesus liebt mich

Bist du groß oder bist du klein

Der Knall

So ein Käse

Volltreffer

Danke, dass du mich so liebst

Hey, das ist superstark

Hier bist du richtig

Superstar

Aktion

Ich-mag-an-dir-Zettel

Auf Zettel wird je ein Name der Kinder und Mitarbeiter geschrieben (siehe Beispiel). Die Zettel werden im Raum verstreut jeweils mit 1-2 Stiften ausgelegt. Nun sollen die Jungscharler überlegen, was sie an den anderen gut finden, und es auf die entsprechenden Zettel schreiben. Wichtig ist, dass jedes Kind sich zu jedem anderen etwas überlegt und nicht nur zu seinen besten Freunden. Du, als Mitarbeiter, kannst bewusst bei dem Zettel eines Kindes anfangen, bei dem es den anderen Kindern schwer fällt, etwas Positives zu finden.

Alternativ können die Zettel auch auf den Rücken der Jungscharler geklebt werden. So sieht jeder erst ganz am Ende, was die anderen über ihn geschrieben haben.

    Tom, du bist spitze!    

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Esther aus JUMAT 2/16. Schwerpunkt sind fünf Einheiten, die die Geschichte der Königin Esther im Zusammenhang darstellen. Außerdem gehören zu dieser Reihe zwei Einheiten, die inhaltliche Schwerpunkte noch einmal besonders behandeln. Dabei geht es um Antisemitismus und Zivilcourage.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält die Themenreihe noch zwei Bausteine. Ein Baustein ist ein Impuls zum Thema Zivilcourage, der von den Kindern zu hause mit ihren Familien umgesetzt werden kann. Der andere Baustein ist ein Vorschlag, wie das Purimfest gefeiert werden kann, welches seinen Ausgangspunkt in der Esthergeschichte hat.

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