Nehemia

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Nehemia aus JUMAT 1/16. Sie beginnt damit, dass Nehemia die Nachricht von der zerstörten Mauer in Jerusalem erwähnt. Die Einheiten begleiten ihn auf seinen Weg nach Jerusalem und beim Mauerbau und enden mit einem Fest zum Abschluss des Mauerbaus.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält diese Themenreihe noch eine Aktion zum Mauerbau, die sich über mehrere Gruppenstunden einbinden lässt.

Ein Spieleabend mit neuer Idee

Die Gemeinsamkeit bei den folgenden Spielen ist, dass eine Schanze überwunden werden muss. Die Spiele könnten z. B. sehr gut auf einem Zeltlager durchgeführt werden! Dann wäre es spannend, zwei Mannschaften zu bilden, die nach Möglichkeit immer parallel spielen.

Wertung

Bei jedem Spiel bekommt der beste Teilnehmende die Note 1, der Zweitbeste die Note 2, usw. An der Wand ist ein Blatt befestigt, auf dem die Namen aller Spielpersonen stehen. Hier werden die Noten eingetragen. Wird ein Spiel in einer Mannschaft durchgeführt, dann bekommen alle Personen der Siegermannschaft die Note 1, die Personen der zweiten Siegermannschaft z. B. die Note 2 usw. Am Schluss ist derjenige Sieger, der die niedrigste „Gesamtnote“ besitzt. Für die Sieger kleine Preise mitbringen (auch Trostpreise!).

Bau der Schanze

Wenn nicht anders beschrieben, soll die Schanze so beschaffen sein: Die hinteren Beine des ersten Tisches werden so auf Bücher gestellt, dass dieses Tischende etwa fünf Zentimeter höher steht (der erste Tisch ist also ansteigend). Der zweite Tisch steht eben am erhöhten Teil des ersten Tisches und schließt direkt an ihn an. So entsteht ein Absatz, eine Schanze.

Spiel 1: Über die Schanze in die Schüssel

Eine Spielperson steht am vorderen Teil des schrägen Tisches und stößt eine Münze (z. B. ein 20-Cent-Stück) so an, dass die Münze die schiefe Ebene hochgleitet, über die Schanze springt und dann in eine unter der Schanze bereitstehende Schüssel fällt. Bei einer Cromarganschüsseln wird ein heller Ton erzeugt, wenn die Münze in die Schüssel fällt. Eine Landung in der ersten Schüssel ergibt einen Punkt und in der etwas weiter entfernt stehenden Schüssel zwei Punkte. Jede Spielperson spielt nacheinander mit zwei Münzen, dann kommt die nächste dran. Insgesamt können hier je nach Personenzahl etwa drei Durchgänge gespielt werden. Am Schluss bekommt die Spielperson mit den meisten Punkten die „Note“ 1, der zweite die „Note“ 2 usw. (Selbstverständlich können hier auch die Noten 7, 8, 9 … vergeben werden, je nachdem, wie viele Personen mitspielen.)

Variationen

Statt mit Münzen kann dieses Spiel auch mit Mühlesteinen, mit Tischtennisbällen, mit Haselnüssen (mit Schale!) oder mit Plastikchips gespielt werden.

Spiel 2: Kein Crash nach der Schanze

Bei diesem Spiel stehen die beiden Tische so, dass das Ende des ebenen Tisches mit einer Wand abschließt. Evtl. könnte man auch eine Holzlatte querlegen als Abschluss der „Gleitstrecke“. Ein Spielzeugauto wird angestoßen, läuft die schiefe Ebene hoch, fährt über die Schanze und rollt dann auf dem zweiten Tisch möglichst bis zur Wand. Diese darf jedoch nicht berührt werden, das heißt es darf keinen Crash geben.

Wertung

Am besten markiert man mit Kreide oder mit Kreppstreifen vor der Wand drei Zonen mit den Nummern eins, zwei und drei, das heißt je näher das Auto an der Wand stehen bleibt, desto größer ist die erreichte Punktzahl. Jede Spielperson macht zwei Spiele hintereinander. Dann kommt die nächste Person dran. Insgesamt sind zwei bis drei Durchgänge sinnvoll.

Variation

Mit Spielzeugautos ist dieses Spiel natürlich interessant. Man kann auch Münzen oder Mühlesteine über die Tische gleiten lassen.

Spiel 3: Mühlesteine vorsetzen nach der Schanze

Das Spiel funktioniert wie das in der Jungenschaft legendäre „Mühlesteine vorsetzen“, nur dass die Steine über eine Schanze gleiten müssen. Es werden zwei Mannschaften gebildet. Mannschaft 1 spielt mit den weißen Steinen, Mannschaft 2 mit den schwarzen Steinen. Mannschaft 1 beginnt. Eine Spielperson lässt ihren Stein die schiefe Ebene hochgleiten, dann springt der Stein über die Schanze und sollte möglichst nahe am Ende des zweiten Tisches liegen bleiben. Dann schickt eine Spielperson der zweiten Mannschaft seinen Stein los, der noch näher an das Ende des zweiten Tisches gleiten sollte. Fällt ein Stein über die Kante des zweiten Tisches, so zählt er nicht.

Wertung

Angenommen, es würden zwei weiße Steine am besten liegen, das heißt am nächsten zu dem Tischende des zweiten Tisches. Dann würde die Mannschaft mit den weißen Steinen bei diesem Durchgang zwei Punkte erhalten. Mindestens drei Durchgänge spielen. Gewonnen hat die Mannschaft mit der höchsten Punktzahl.

Spiel 4: Der zweite Spieler darf stoppen

Dieses Spiel war für die Jungs in unserer Gruppe besonders spannend. Das Spiel ist ähnlich wie Spiel 3. Neu ist jetzt, dass der Spielpartner dem ankommenden Stein seinen Stein entgegenschicken darf und zum Stoppen bringen kann, falls dies notwendig ist. Jetzt spielen zwei Spielpersonen zusammen. Die Paare werden am besten ausgelost (z. B. ziehen aus einer ersten Tüte fünf Personen die Zahlen 1 bis 5. Dann ziehen (bei insgesamt 10 Spielpersonen) die restlichen fünf Personen aus einer zweiten Tüte ebenfalls die Zahlen 1 bis 5. Es spielen die beiden Einsen zusammen usw.). Am Ende des zweiten Tisches werden mit Kreide oder mit einem wasserlöslichen Markerstift durch Querstriche Zonen eingeteilt mit den Bezeichnungen 1, 2 und 3. Die Zone 3 liegt natürlich am Ende des zweiten Tisches. Die erste Spielperson schickt ihren Stein los. Der läuft über die Schanze und gleitet auf dem zweiten Tisch weiter. Die zweite Spielperson steht am Ende des zweiten Tisches und blickt zur Partnerperson hin. Falls der losgeschickte Stein eine zu hohe Geschwindigkeit besitzt, dann sollte die zweite Person versuchen, ihren Stein entgegenzuschicken und den ersten Stein am besten in der Zone 3 zum Stillstand zu bringen. Dabei kann natürlich allerhand passieren, z. B. könnte der ankommende Stein seitlich vom Tisch geschossen werden oder der erste Stein wird plötzlich „rückwärts“ gestoßen.

Spiel 5: Auf wie vielen Schüsseln tanzt die Münze?

Dieses Spiel kennt wohl jeder: Man steht am Ufer eines Sees, wirft einen flachen Stein so auf das Wasser, dass dieser Stein möglichst oft auf dem Wasser aufsetzt. Bei unserem Spiel steht die Spielperson am schrägen Tisch, schiebt ihre Münze so an, dass sie über die Schanze springt und dass sie danach auf dem Boden von einer oder von mehreren Cromarganschüsseln aufsetzt. Das bedeutet, dass die Schüsseln „umgekehrt“ auf dem zweiten Tisch stehen, der Boden zeigt also nach oben. Die drei Schüsseln stehen dicht hintereinander in einem gewissen Abstand vom Ende des ersten Tisches (die erste Schüssel etwa 10 Zentimeter vom ersten Tisch entfernt; vorher ausprobieren!). Das Spiel ist sehr spannend. Die meisten Versuche werden so enden, dass gar keine oder eine Schüssel getroffen wird. Bei unserer Gruppe gab es mehrere Spielpersonen, bei denen eine Münze auf Schüssel 1 und Schüssel 3 aufgesetzt hat.

Wertung

Berühren von Schüssel 1 gibt einen Punkt, von Schüssel 3 gibt z. B. drei Punkte. Springt die Münze zuerst auf Schüssel 1 und dann auf Schüssel 3, wurden insgesamt vier Punkte erreicht.

Variation

Dieses Spiel kann sehr gut als Mannschaftsspiel durchgeführt werden; für die Jugendlichen ist es immer wichtig, für „ihre“ Mannschaft Punkte zu erzielen.

Spiel 6: Schanzen-Boccia

Das Spiel kann als Einzelwettbewerb (d. h. jeder gegen jeden) oder als Mannschaftswettbewerb gespielt werden (dann müssen zwei Arten von Münzen verwendet werden, z. B. 50-Cent-Stücke und 1-Euro-Münzen; diese Münzen können nach jedem Durchgang gewechselt werden). Am Ende des zweiten Tisches steht eine leere (oder volle) Mineralwasserflasche aus Glas (Gewicht bzw. Masse). Die Münze wird angestoßen und gleitet über die Schanze und sollte möglichst nahe bei der Flasche zum Liegen kommen (Vorschlag: Es sollte erlaubt sein, dass die Münze die Flasche berührt.). Beim Einzelwettbewerb hat diejenige Person gewonnen, deren Münze am nächsten bei der Flasche liegt. Falls mehrere Münzen die Flasche berühren und ganz bei der Flasche liegen bleiben, gibt es mehrere Personen, die bei diesem Durchgang einen Punkt erzielt haben (Vorschlag: Bei jedem Durchgang schieben die Spielpersonen zwei Münzen hintereinander, damit ein Gefühl für die richtige Geschwindigkeit entsteht.). Mindestens drei Durchgänge spielen.

Spiel 7: Über die Schanze im Flug ins Ziel

Dieses Mal besteht die Schanze aus einem Tisch, bei dem die beiden „hinteren“ Tischbeine um etwa 5 Zentimeter durch Unterlegen von Büchern erhöht wurden. Das Ende des Tisches befindet sich etwa 1,5 Meter von einer Wand entfernt. Auf einem Blatt Papier an der Wand mit DIN-A3-Format werden horizontal drei Zonen markiert und z. B. mit Punkten 1, 2 und 3 versehen (Mitte: 1; links von der Mitte: 2; rechts von der Mitte und kleiner: 3). Ein Tischtennisball rollt auf dem schrägen Tisch, springt über die Schanze und soll nach einem Flug am besten in Zone 3 auftreffen. Zwei Versuche direkt hintereinander. Dann kommen alle anderen Spielpersonen dran. Etwa drei Durchgänge spielen.

Spiel 8: Schanzen-Baseball

Entweder bildet man zwei größere Mannschaften oder man bildet Teams aus zwei Personen. Die Schanze besteht aus einem ansteigenden Tisch. Der „Werfer“ beschleunigt den Softball so, dass er mit Schwung die schiefe Ebene hochläuft und über die Schanze springt. In etwa zwei Meter Entfernung vom Ende des Tisches steht die zweite Spielperson. Sie muss den ankommenden Softball mit dem Schläger treffen.

Wertung

Wird der Ball getroffen, erhält das Team einen Punkt. Wird der Ball getroffen und fliegt bis zur gegenüber liegenden Wand, dann erhält das Team zwei Punkte. Achtung: in Reichweite der schlagenden Person dürfen keine anderen Spielpersonen stehen.

Spiel 9: Über die Schanze in den Eimer

Die Schanze besteht wieder aus einem ansteigenden Tisch. Die Spielperson lässt einen Tischtennisball so nach oben rollen, dass dieser über die Schanze springt. In einer Entfernung von etwa einem Meter vom Ende des Tisches stehen am Boden drei Eimer hintereinander. Landet der Ball im ersten Eimer, so hat die Spielperson einen Punkt erzielt usw. Etwa drei bis vier Durchgänge spielen.

Zielgedanke           

Die Jungscharler sollen lernen, dass man gemeinsam mit Gott große Dinge vollbringen kann.

Merkvers

Lass den Herrn über dein Tun entscheiden, dann werden sich deine Pläne erfüllen!

Sprüche 16,3; GNB

Situation der Jungscharler      

Schon im Kindesalter sehen sich die Kinder untereinander einem Kampf ausgesetzt. Wer hat die besseren Schulnoten? Wer darf auf das Gymnasium und wer „nur“ auf die Realschule? Wer hat die meisten Freunde und wer ist der beste Sportler? Die Kinder werden zur Leistung erzogen. Diesem egoistischen Gedanken steht der Gedanke der Gemeinschaft gegenüber, welcher bei den Kindern vor allem durch Mannschaftssport u. a. geprägt wird. Hierbei zeigt die Geschichte von Nehemia, dass durch eine gute Organisation und Vertrauen auf Gott gemeinschaftlich ein Großprojekt abgeschlossen werden kann, obwohl es Anfeindungen gibt. In den Anfeindungen, die Kinder durch Mobbing erleben können, dient Nehemia als Vorbild: Er wendet sich im Gebet an Gott. So können sich auch die Kinder an Gott oder ihre Vertrauten, wie Eltern und Freunde, wenden.

Erklärungen zum Text   

Im Mittelpunkt steht die Person Nehemia. Dieser ist Mundschenk bei König Ataxerxes, dem persischen König. Als Nehemia von seinem Bruder Hanani erfährt, dass Jerusalems Stadtmauern in Trümmern liegen und die Bevölkerung Not leidet, bittet Nehemia den König, ihn nach Jerusalem zu entlassen. Nehemia macht sich auf den Weg nach Jerusalem.
Der eigentliche Text enthält drei Schwerpunkte: die Organisation des Neuaufbaus der Mauer, der Hohn und Spott der Feinde und das Gebet als Zuflucht Nehemias in der Anfeindung.

Bei der Organisation des Mauerbaus fällt auf, dass Nehemia jegliche Bevölkerungsgruppen innerhalb und außerhalb Jerusalems in den Wiederaufbau miteinbezog. Von den Handwerkern, über die Händler, bis zu den Priestern halfen alle mit, einen bestimmten Teil der Mauer und eines Tores zu ersetzen. Nur eine kleine Gruppe weigert sich: Die „Vornehmen“ aus Tekoa. Nehemia hat immer Menschen aus derselben Schicht zusammen arbeiten lassen, vor allem aus demselben Bezirk. So hatten die Menschen quasi ihre Baustelle vor der Haustür, was die Organisation und Arbeit erleichterte. Zudem diente als Motivation, dass man zum eigenen Schutz vor der eigenen Haustür baute.
Die Mauer hatte damals vermutlich etwa einen Umfang von drei Kilometer, der Einteilung für den Wiederaufbau erfolgte von der Mauer am Nord-Ost-Ende aus gegen den Uhrzeigersinn.

Der Aufbau der Mauer wird besonders kritisch von drei Personen verfolgt: Sanballat, der Stadthalter von Samaria, der Ammoniter Tobija und der Araber Geschem. Zuerst lachen sie über den Plan von Nehemia. Mit den Worten: „Was wollt ihr armseligen Juden eigentlich? […] Mit diesen verbrannten Steinen und diesem Schutt wollen sie eine neue Stadtmauer errichten?“ (Neh 3,34), verspottet Sanballat die Menschen, die am Bau der Mauer beteiligt sind und laut Tobija reicht ein Fuchs, um die Mauer zum Einsturz zu bringen.

Während Nehemia für seine Aufgabe verspottet wird, findet er Zuflucht im Gebet. Er überlässt Gott das Gericht für den Spott, den er ertragen muss und setzt sein Vertrauen auf Gott, als er von dem bevorstehenden Angriff hört. Nehemia weiß, dass Gott es richtig machen wird und dass Gott für sie kämpfen wird, denn sie erfüllen seinen Plan.

Treffpunkt  

Spiele

Turmbau
Die Aufgabe besteht darin, auf einen Flaschenhals so viele Mühlesteine oder Dominosteine wie möglich zu stapeln. Zwei Mannschaften oder zwei Jungscharler treten gegeneinander an, wer schafft mehr?

Mannschaftsparcours
Ein Team aus fünf Kindern muss einen Slalomparcours absolvieren. Hierbei muss jedes Kind aber mindestens eine Hand auf die Schulter des Vordermanns legen, damit das Team miteinander verbunden bleibt.  Jedes Kind hat eine Einschränkung und darf Körperteile nicht benutzen, zum Beispiel:  Ein Kind benutzt den rechten Arm nicht; ein Kind benutzt das linke Bein nicht; ein Kind benutzt den rechten Arm und das linke Bein nicht usw. Welche Mannschaft schaffte s am schnellsten durch den Parcours zu laufen?

Bonbons aufsammeln
Zwei Teams spielen gegeneinander. Im Raum werden viele Bonbons verteilt. Jedes Team bekommt einen Löffel. In einer Art Staffellauf müssen sie nacheinander mit dem Löffel die Bonbons, die im Raum verteilt sind, aufheben. Sobald ein Kind ein Bonbon auf seinem Löffel hat, muss es zurück laufen und den Löffel weitergeben. Es darf nur der Löffel zum Aufheben der Bonbons verwendet werden.

Aktion

Holzmauerbau
Es liegen viele Streichhölzer und Schaschlikspieße bereit. Außerdem benötigt man noch Flüssigkleber. Die Aufgabe für die Jungscharler besteht nun darin, aus den bereitliegenden Materialien eine Mauer zu bauen.

Knackpunkt

Die Geschichte wird anhand von Lego erzählt. Dies bietet den Vorteil, dass man sehr gut den Mauerbau sowie die verschiedenen Personen einfach darstellen kann. Die Geschichte kann somit allein erzählt werden oder man teilt die Aufgaben auf.
Folgendermaßen geht man nun bei der Verkündigung vor:
Da Nehemia 3,1-32 ausschließlich vom Mauerbau handelt und eher historische Relevanz besitzt liegt der Schwerpunkt auf Kapitel 3,33-38 und Kapitel 4. Jedoch sollte Kapitel 3,1-32 kurz erwähnt werden. Hierzu stellt man ein wenig die Menschengruppen vor, um den Kindern klarzumachen, welch unterschiedliche Menschen am Bau der Mauer beteiligt waren. Es ist von Vorteil, wenn man Handwerker, Händler und Priester mit den Legofiguren darstellen könnte, da diese Berufsgruppen ein breites Spektrum innerhalb der Bevölkerung abdecken und sehr unterschiedlich sind.
Nehemia 3,33 – 4,17 wird in sieben Bereiche aufgeteilt.

Erzählung Darstellung
Nehemia 3,1-32
Nachdem Nehemia die Menschen in Jerusalem überzeugt hat, mit ihm die Mauer wieder aufzubauen, beginnt er, die vielen verschiedenen Menschen in Gruppen einzuteilen. Nehemia teilt jeder Gruppe ein Stück der Mauer oder eines Tores zu, die sie wieder aufbauen sollen. Dabei hilft fast jeder mit, die Handwerker, die Händler und sogar die Priester. Viele verschiedene Familien bekommen ein Stück der Mauer vor ihrem Haus zugeteilt, sie haben also selbst für ihre Sicherheit gesorgt. Ganz schön schlau gemacht von Nehemia, oder?  
Das Schauspiel findet auf einer Legoplatte statt. Die drei Gruppen (Händler, Handwerker, Priester) bauen an drei unterschiedlichen Stellen an der Mauer bzw. die Priester bauen an einem Tor. Die Legofigur des Nehemia teilt die Gruppen ein und beaufsichtigt den Bau.
Nehemia 3,33-35
Aber nicht jeder findet gut, dass Nehemia die Mauer von Jerusalem wieder aufbauen will. Sanballat, er war Statthalter von Samaria, ist ziemlich wütend auf Nehemia und seine Leute. Deshalb verspottet er Nehemia! „Was wollen diese armseligen Juden eigentlich? Mit diesem Schutt wollen sie eine neue Stadtmauer bauen?“ Es gibt auch einen zweiten, der Nehemia verspottete. Tobija heißt er, komischer Name. Er meint, wenn ein Fuchs gegen die Mauer springt, dann stürzt sie ein. Fies, oder?  
Nehemia und den Bau der Mauer an den Rand des Geschehens stellen. Sanballat und Tobija unterhalten sich, sind wütend und spotten vor weiteren Legofiguren über die Juden.
Nehemia 3,36-38
Und was macht Nehemia, als er hört, dass er verspottet wird? Er betet. Er redet mit Gott und klagt ihm sein Leid. Aber Nehemia lässt sich nicht entmutigen. Das ganze Volk arbeitet weiter an der Mauer und schafft es, sie auf halbe Höhe zu bauen. Coole Reaktion, oder?  
Nehemia geht allein an einen andern Ort und betet. Dann geht er zurück, motiviert die anderen und sie bauen an der Mauer weiter. Man baut die Mauer auf halbe Höhe.
Nehemia 4,1-2
Doch Sanballat und Tobija erfahren, dass der Aufbau der Mauer weitergeht und werden sehr wütend. Sie beschließen gemeinsam mit den Arabern, Nehemia anzugreifen und den Mauerbau zu beenden!  
Sanballat und Tobija mit weiteren Figuren stehen zusammen und werden bewaffnet.
Nehemia 4,3-4
Nehemia und die Juden aus Jerusalem erfahren von den Plänen von Sanballat und Tobija. Sie stellen Wachen auf, aber haben nun weniger Männer, um an der Mauer weiterzubauen. Langsam verlieren die Menschen den Mut. Die Arbeit ist viel zu schwer, sie haben keine Kraft mehr und ein Feind sitzt ihnen im Nacken. Aber sie arbeiten weiter.  
Nehemia und die Juden sind erschrocken. Dabei wird der Oberkörper der Figur nach vorn gerichtet und die Hände an den Kopf bewegt. Nehemia delegiert Wachen, die vor der Mauer postiert werden. Die Arbeiter haben immer noch einen gebeugten Oberkörper.
Nehemia 4,5
Die Feinde von Nehemia, also Sanballat und Tobija, denken, dass sie die Juden überraschen und dann ihre Mauer zerstören können.  
Sanballat und Tobija stehen zusammen. Sie sind bewaffnet und strecken eine Faust nach oben, als Zeichen des erwartenden Sieges.  
Nehemia 4,6-8
Aber die Feinde haben sich geirrt. Immer wieder kommen andere Juden zu Nehemia und erzählen ihm, was die anderen Völker im Schilde führen. Nehemia weiß nun genau, worauf er achten muss. Er stellt gute Kämpfer an die Stellen, wo die Mauer noch sehr niedrig ist, um sie zu beschützen. Dann macht Nehemia ihnen Mut: Sie sollen auf Gott vertrauen, denn Gott ist groß und mächtig. Nehemia weiß, dass Gott auf seiner Seite ist.  
Einzelne Figuren kommen zu Nehemia. Nehemia stellt die Wachen um zu den Stellen der Mauer, die niedrig sind. Er kontrolliert überall und redet ihnen gut zu.
Nehemia 4,9-17
Die Feinde hören, dass Nehemia über ihre Pläne Bescheid weiß. Sie geben auf und die Männer an der Mauer können wieder arbeiten. Doch Nehemia will sich nicht überraschen lassen und teilt die Männer in zwei Hälften. Die eine Hälfte bewacht die Mauer, die andere Hälfte baut weiter. Nehemia weiß, dass die Abschnitte der Mauer, an denen noch gebaut wird, sehr weit auseinander liegen. Deshalb begleitet ihn ein Mann, der Alarm schlagen kann. So kann Nehemia schnell Allen Warnung geben, wenn sie angegriffen werden. Nehemia war schon ein schlauer Typ, was?  
Die Oberkörper von Sanballat und Tobija werden verändert. Sanballats Oberkörper geht nach unten, die Hände zum Gesicht. Tobijas geht nach hinten und die Arme werden verzweifelt vor die Brust gestellt. Die Hälfte Juden an der Mauer bauen weiter, die andere Hälfte bleibt als Wache an der Mauer stehen.

Doppelpunkt

Thema: Gemeinsam sind wir stark!
Nehemia konnte die Mauer Jerusalems nicht allein aufbauen. Er brauchte hierzu große Unterstützung für eine große Aufgabe. Den Kindern soll vermittelt werden, dass man gemeinsam auch große Dinge bewältigen kann.
Frage: Wo habt ihr es schon erlebt, dass ihr gemeinsam etwas Großes geschafft habt? Macht euch das stolz?

Thema: Mobbing
Wo erlebt ihr Anfeindung? Wo werdet ihr ausgeschlossen und ausgelacht? Wie fühlt sich das dann an?
Die Kinder erleben schon früh Missgunst und Neid, egal ob im Sport oder an äußerlichen Merkmalen. Doch sie sind nicht nur Opfer, schnell und unterbewusst werden die Kinder auch zu Tätern, lachen andere aus oder sind neidisch auf andere Kinder. Die Kinder sollen sensibel gemacht werden, dass es nicht auf Äußerlichkeiten ankommt, sondern auf die Persönlichkeit des Gegenübers.

Thema: Gebet
Nehemia ist mit seinen Problemen zu Gott gegangen. Die Kinder sollen ermutigt werden, dass sie auch Gott um Hilfe bitten dürfen und sie nicht allein sind. Nehemia kann hier als eine Art Vorbild gesehen werden, da er in seiner Schwäche ganz auf Gott vertraut hat! Ein Mitarbeiter darf erzählen, wie ihm Gebet schon geholfen hat und wie Gott wirken kann.
Aktion: Betet gemeinsam mit den Kindern in eurer Gruppe, wenn die Kinder das möchten, können sie das Beten direkt ausprobieren.

Schlusspunkt       

Die Jungscharstunde kann mit einem 5-Finger-Satz zusammengefasst werden:

Ich               darf              Gott             ganz             vertrauen!

Daumen       Zeigefinger   Mittelfinger   Ringfinger     kl. Finger

Der Merkvers sollte spielerisch eingeübt werden. Dazu wird jedes Wort groß auf ein DIN-A4-Blatt geschrieben und im Gruppenraum versteckt. Die Kinder suchen diese Blätter und sortieren sie in die richtige Reihenfolge. Zum Schluss spricht man den Vers.
Es sollte sowohl der Merkvers, als auch der 5-Finger-Satz für die Kinder prägnant sein.

Bausteine   

Lieder

Aus: Einfach Spitze
Nr. 11 Hilfe in der Not
Nr. 18 Sei mutig und stark
Nr. 44 Sollte unserm großen Gott
Nr. 116 Mama mia Nehemia

Dekoration

Mit Holzbausteinen kann man eine Mauer darstellen, die eventuell im Laufe der Jungscharstunde von den Kindern erst aufgebaut wird. In die Mauer kann der Merkvers integriert werden, indem man die Zettel mit den Wörtern in die Mauer steckt.

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