Gemeinsam mehr Sommer – Alternative Freizeiten und Programme

Eure Freizeit kann im Sommer nicht wie geplant stattfinden. Hey, mach doch eines oder mehrere dieser Alternativprogramme. Wir haben euch hier ein paar Dinge zusammengestellt, die ihr in diesem Sommer machen könnt.

Die Jugendarbeit darf wieder starten? Genial! Hier findest du Ideen, wie du neue Jugendliche für deine Jugendarbeit erreichen und ihnen von Jesus erzählen kannst. Außerdem gibt es Anregungen, wie neue Jugendliche in eine Gruppe integriert werden können.

Schon wieder eine Passionszeit in der Corona-Pandemie und unter vielen, verschiedenen Einschränkungen. Vieles geht gerade nur digital und virtuell. Das weckt Sehnsucht nach Glaubenserfahrungen mit allen Sinnen. Dazu gibt es Interviews, Grundsatzartikel, eine ganze Osterbox mit viel Material, Andachten und andere Bausteine, um in dieser Passionszeit – und vielleicht darüber hinaus Gottesdienste und Glauben mit Herz, Hand, Haut und Haar zu feiern und zu leben!

Was soll ich beten? Und wie? Eine einfache Hilfe ist das Fünf-Finger-Gebet. Dabei erinnert dich jeder Finger deiner Hand an eine Frage, die du mit Gott besprechen kannst.

  • Daumen: Was gefällt dir in deinem Leben?
  • Zeigefinger: Worauf hat Gott dich aufmerksam gemacht?
  • Mittelfinger: Was stinkt dir in deinem Leben?
  • Ringfinger: Wo hast du Gottes Treue in deinem Leben erlebt?
  • Kleiner Finger: Was kommt dir in deinem Leben zu kurz?

Du kannst die Finger nacheinander „durchbeten“ oder bei einem Finger „hängen bleiben“.

Dieses Schema kannst du sowohl für eine Gebetszeit in einem Gottesdienst oder mit einer Gruppe nutzen als auch für deine persönliche Stille Zeit. In diesem Baustein schlagen wir dir für jedes der fünf Themen passende Lieder vor aus DAS LIEDERBUCH, herausgegeben vom EJW 2018 (https://ejw-buch.de/das-liederbuch.html).

Du kannst jeweils mit 1-2 Liedern in dieses Thema einsteigen, dich dann mit den Fragen beschäftigen und abschließend, wenn du möchtest, eins der vorformulierte Gebete nutzen, bevor du zum nächsten Block übergehst. Auch dazu, wie du dich konkret mit den Fragen auseinander setzt findest du Vorschläge im Ablauf.

Beginn

Schalte dein Handy stumm oder noch besser ganz aus, damit du in der kommenden Zeit nicht abgelenkt wirst. Richte den Raum so ein, dass du dich wohl fühlst und auf Gott konzentrieren kannst. In einem Gottesdienstraum hilft vielleicht ein großes Kreuz. Wenn du alleine zu Hause bist kannst du auch einfach eine Kerze anzünden und dir bewusst machen: Jesus ist jetzt hier bei mir.

Lege dir das Liederbuch, deine Bibel und Schreibzeug bereit, wenn gewünscht auch Instrumente zum Singen. Wenn du die Gebetszeit mit einer Gruppe machst brauchst du evtl. noch Materialien für die Gebets- und Austausch-Methoden. Begrüße jetzt alle und erkläre den Ablauf, der sie erwartet.

Daumen: Was gefällt dir in deinem Leben?

Liedvorschläge

23 Danke

13 Bless the Lord

15 Großer Gott, wir loben dich

158 Our God

36 In der Stille angekommen

162 Gott ist gegenwärtig

Methode

– für die Gruppe: stelle in einem Körbchen Papier- oder Trockenblumen bereit. Gib das Körbchen herum. Jede Person, die möchte, kann sich eine Blume herauslegen, in der Kreismitte oder vorne am Kreuz ablegen und laut oder leise Gott für etwas Danke sagen. In Gruppen, die lautes Beten nicht gewöhnt sind, ermutige zu einem einfachen Satz: „Danke Gott, für…“

– für dich selbst: schreibe das ABC von oben nach unten auf ein Blatt Papier. Jetzt suche für jeden Buchstaben eine Sache, für die du Gott Danke sagen möchtest, und ergänze sie.

Mögliches Abschlussgebet

Guter Gott, du beschenkst uns reich. Alles Gute in unserem Leben kommt von dir. Danke, dass wir das Leben feiern können. Danke, dass du jetzt hier bist.

Zeigefinger: Worauf hat Gott dich aufmerksam gemacht?

37 Stille vor dir, mein Vater

38 Schweige und höre

39 Rede du selbst

Methode

Diese Stelle eignet sich gut, um einen kurzen Bibeltext zu lesen. Danach:

– für die Gruppe: nutzt eine Bibellesemethode, z.B. Bibel teilen oder Versteräs. In einer ganz vereinfachten Form lest den Bibeltext zuerst vor –alle anderen hören zu. Dann bekommen alle den Text und lesen ihn für sich selbst, im dritten Schritt lest ihr reihum versweise den Text noch einmal. Jede*r nennt einen Satz oder einen Vers, der ihm oder ihr aufgefallen ist, und begründet das – keine Diskussion.

– für dich selbst: Stilles Gebet. Achte auf die Gedanken, die kommen. Lass sie wieder ziehen. Gibt es etwas, woran Gott dich erinnern oder worauf er dich aufmerksam machen möchte? Notiere dir, was dir wichtig erscheint.

Mögliches Abschlussgebet

Vater im Himmel, danke, dass du zu uns sprichst. Oft bemerke ich dein Reden nicht. Ich bin zu beschäftigt oder möchte nicht hören, was du sagst. Bitte gib mir ein offenes Ohr und ein offenes Herz. Lass mich das umsetzen, was du mir zeigst.

Mittelfinger: Was stinkt dir in deinem Leben?

14 Herr, ich komme zu dir

42 Wir suchen deine Nähe (Kyrie)

45 Lay my burdens down

60 Trägst du mich, Herr

Methode

– für die Gruppe: teilt Zeitungen und Screenshots von Nachrichten aus. Alle können jetzt Schlagzeilen ausschneiden und aufkleben zu der Frage: was stinkt mir? Was möchte ich Gott klagen? Jeder kann auch eigene und persönlichere Themen ergänzen. Entweder ihr macht eine Gemeinschaftscollage oder alle arbeiten für sich. Oder: teilt Kieselsteine aus – ähnlich wie bei den Blumen kann man, wenn man möchte, den Stein ablegen und Gott leise oder laut die Dinge klagen die „wie ein Stein auf dem Herzen“ liegen.

– für dich selbst: Lenke deine Aufmerksamkeit auf folgende Lebensbereiche: dich selbst (Arbeit, Hobbies, Körper, Zeiteinteilung, Wohnen), deine Beziehung zu anderen (Freund*innen, Familie, Mitmenschen in Schule, Studium oder Arbeit, Gemeinde, Partnerschaftsbeziehung Leute „von unterwegs“), deine Beziehung zur Umwelt (Natur, Konsum) und deine Beziehung zu Gott. In welchem Bereich fühlst du dich wohl, wo eher nicht so? An was liegt das konkret? Vielleicht hilft es dir, die Sachen aufzuschreiben.

Mögliches Abschlussgebet

Es gibt manches in meinem Leben, das finde ich richtig zum Kotzen. Es gibt Dinge in dieser Welt, die ich nicht verstehe, die mich traurig oder wütend machen. Warum greifst du nicht ein? In der Bibel heißt es, dass du zu uns bist wie eine Mutter, die ihr Kind tröstet. Lass mich das erleben. Ich will trotz allem an dir dran bleiben – bleibst du auch an mir dran?

Ringfinger: Wo hast du Gottes Treue in deinem Leben erlebt?

136 Treu

50 Bist zu uns wie ein Vater

125 Du stellst meine Füße auf weiten Raum

215 Hosanna

138 Mighty to save

Methode

– für die Gruppe: hier ist Raum für „Zeugnisse“. Lade dazu ein, dass 2-3 Leute eine Situation erzählen, in der Gott sie in letzter Zeit gestärkt und ermutigt hat. Wenn deine Gruppe das nicht gewohnt ist kannst du vielleicht auch im Vorfeld schon Leute darauf ansprechen, damit sie Zeit haben, sich etwas zu überlegen.

– für dich selbst: lies das Lied 136 noch einmal laut und ganz bewusst als Gebet. Blättere in deinem Kalender oder in alten Fotos. Wo hast du in der letzten Zeit erlebt, das Gott eine Situation zum Guten gewendet oder dich beschützt hat, dass er ein Gebet gehört hat oder dir nahe war?

Mögliches Abschlussgebet

Gott, du bist ein Gott, der mich sieht. Ich bin nicht zu klein oder zu unbedeutend für dich. Dein Blick ruht jederzeit voller Liebe auf mir. Auch wenn ich nicht alles verstehe, möchte ich vertrauen, dass du deine Treue und deine Güte mich ein Leben lang begleiten. Danke dafür!

Kleiner Finger: Was kommt dir in deinem Leben zu kurz?

51 Ganz nah

62 Wenn wir Gott von ganzem Herzen suchen

108 Lebensglück

122 Wege vor mir

159 Deine Liebe

134 Dass mein Leben sich lohnt

186 Blessed be your name

187 Gott sieht unsre Tränen

214 Anker in der Zeit

228 Deine Gnade reicht

230 Your love never fails

Methode

– für die Gruppe: lade alle ein, zu überlegen: welchen Menschen in meinem Umfeld geht es gerade nicht gut? Und in welchen Bereichen in meinem eigenen Leben wünsche ich mir Wachstum und Veränderung? Lade dann alle, die möchten ein, ein Teelicht anzuzünden, abzustellen und laut oder leise für ihr Anliegen zu beten.

– für dich selbst: überlege, was in der kommenden Zeit bei dir ansteht und wo du Wegweisung, Klarheit oder Kraft brauchst. Bitte Gott darum, dabei zu sein. Denke auch an Andere und bete für sie.

Mögliches Abschlussgebet

Herr, du weißt, was mich bewegt und beschäftigt. Du kennst und liebst mich und willst mit mir unterwegs sein. Dafür danke ich dir. Danke, dass du mich verstehst, auch wenn mir die Worte fehlen. Und danke für das Gebet, dass du selbst uns gegeben hast: Vater unser im Himmel….

Mit dem Vaterunser klinkst du dich ein in das Gebet, das Christinnen und Christen überall auf der Welt zu allen Zeiten gesprochen haben, und das Jesus seinen Jüngern beigebracht hat, als sie wissen wollten, wie man betet.

Schluss

Schließt mit einem gesungenen oder gesprochenen Gebet, z.B.

Herr segne uns und behüte uns.

Herr, lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.

Herr erhebe dein Angesticht auf uns, und gib uns deinen Frieden!

11 Deine Hand ist über mir

236 Sei unser Gott

237 Komm, Herr, segne uns

238 Segen

239 Jesus Christus segne dich

Welchen Gaben verteilt Gott so an uns? In diesen Einheiten geht es um Gebet, Heilung, Geisterunterscheidung, Prophetie, Lehre, Wunder, Sprachengebet und so weiter. Lasst euch von diesen Einheiten herausfordern und macht euch auf die Suche nach euren Gaben, der Liebe die größer ist als alles und euren Gaben des Heiligen Geistes. In jedem Fall steckt hier die Power Gottes drin!

In dieser Themenreihe geht es um Gefühle, die wir haben, die Jesus evtl. hatte und um das was wir mit unseren Gefühlen so machen. Was können wir Opfern, was müssen wir unserer Gefühlswelt entgegenstellen und wie können wir unseren Gefühlen freien lauf lassen.

woman on park

1. Vorbemerkungen

Was braucht es dazu, Anbeter zu werden?  Wie geht das? Braucht es eine bestimmte Form, einen bestimmten heiligen Ort, irgendwelche Vorbereitungen von meiner Seite aus, vielleicht nur einen bestimmten christlich angehauchten Wortschatz? Wie kann ich Anbeter werden und bleiben?

Ein Blick in das Buch der Anbeter macht deutlich, um was es geht. Auch Jesus hatte diesen Blick auf Anbetung bzw. auf uns, die Anbeter. Schau rein und staune, wie einfach es  geht, Anbeter zu werden und zu bleiben. Und probiere es selbst aus, werde kreativ und erlebe Gott, denn er liebt Anbeter. 

2. Zielgedanke

Das Thema Anbetung persönlich erleben 1. durch den Blick auf das Buch der Psalmen anhand eines konkreten Anbeter-Vorbildes (= Bibelarbeit) und 2. durch das Testen verschiedener praktischer Anbetungs-Möglichkeiten (= Kreativangebot).

3. Teaser – Werde Anbeter!

Jesus lädt sie ein: Werde Anbeter!

Eine Frau am Rand der Gesellschaft, isoliert, ausgegrenzt, von allen gemieden. Okay, mag sein, dass sie an der Situation selbst schuld war, aber wie konnte man so eine Frau einladen, Anbeter zu werden?

Jesus tut es, einfach so. Er kennt diese Frau, ihr Verhalten, ihr Versagen. Und er hält es ihr nicht vor, verurteilt sie nicht. Was Jesus macht? Er lädt sie ein:  Werde Anbeter! Wow.

Jesus sagt ihr:

„Aber die Zeit kommt, ja, sie ist schon da, wo Menschen Gott als den Vater anbeten werden, Menschen, die vom Geist erfüllt sind und die Wahrheit erkannt haben. Das sind die wahren Anbeter; so möchte der Vater die haben, die ihn anbeten“ (Johannes 4,23).

Gott wünscht sich keine Anbetung!

Vorsichtig, bitte nicht falsch verstehen. Gott geht es nicht um die Form, nicht um Tradition oder bestimmte Rituale, Worte oder Handlungen.

Gott wünscht sich Anbeter!

Ihm geht es immer um die Menschen, um dich und mich.

Er ist aus auf Beziehung zu uns Menschen – auch mit Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen, ja sogar offensichtlichen Fehlern; aber Menschen, die persönlich und authentisch (erfüllt durch Gottes Geist) in Beziehung zu Jesus stehen und ihn kennen bzw. immer besser kennenlernen.

Anbeter sagen zu Gott, dem Schöpfer der Welt: Vater.

Was für eine tolle Perspektive.

Und diese Perspektive gilt nicht nur der Frau, die Jesus damals am Jakobsbrunnen getroffen hat. Diese Perspektive gilt dir, heute!

Jesus lädt dich ein:  Werde Anbeter!

Lust darauf, rauszufinden, wie das konkret aussehen kann? Dann lass uns reinschauen in das Buch der Anbeter!

4. Methodik für die Gruppe

4.1 Einstieg / Das Buch der Anbeter

Das Buch der Anbeter, besser bekannt als das Buch der Psalmen, ist eine einzigartige Sammlung von Gebeten, Liedern, Gedichten; von Antworten der Menschen auf Gott, seine Taten, das Erleben von ihm; von Fragen, Klagen, lautem Rufen.

Die Psalmen schildern den Glauben des Einzelnen, so wie ein Blick in das Herz des Autors. Und dieser Blick zeigt eine ehrliche, authentische, offene, ja ungeschminkte Perspektive aus dem Alltag, der aktuellen Situation und Stimmungslage heraus. Das macht das Buch der Psalmen so alltagsnah und tief gehend, gefühlsecht und voll Gottesbeziehung!

Man könnte auch sagen: Hauptsache in Verbindung mit Gott – egal wie, egal wo, einfach ehrlich überall, lass es raus, Gott hält es aus, denn auch Heilige haben Gefühle!

Und das ist auch das, was die unterschiedlichen Psalmen alle gemeinsam haben!

Nach dieser Kurzeinführung in die Psalmen gibt es die Wahlmöglichkeit tiefer zu gehen und Hintergrundinfos über die Psalmensammlung zu bekommen – im Fakten Check (siehe extra Dokument!). Oder du gehst direkt weiter zu dem Punkt: Der persönliche Blick – ein Anbeter, wie er im Buche steht!

Der Hauptteil kann komplett durchgeführt werden oder die einzelnen Teile unabhängig voneinander angeboten werden. 1. Teil ist eine Bibelarbeit mit Leseplan, für alle, die mehr wollen (siehe extra Dokument); der 2. Teil ein Kreativangebot, um den 1. Teil praktisch und persönlich erlebbar werden zu lassen.

4.2 Hauptteil

1. Der persönliche Blick – ein Anbeter, wie er im Buche steht

Wie kann die Psalmensammlung uns heute dabei helfen, Anbeter zu werden?

Schauen wir uns eine Person, einen Autor, genauer an. Schauen wir rein in sein Leben und wo genau und wie er einen Psalm schreibt, singt oder vielleicht sogar schreit.

Der Psalm als ein Ausdruck der Beziehung zu Gott macht deutlich, wie dieser Autor seine Beziehung mit Gott gelebt hat bzw. wie sein Glaubensleben aussah.

Es ist ein Blick auf einen Mann, der als Mann „nach dem Herzen Gottes“ (1. Samuel 13,14) bezeichnet wurde. Wow! Was für eine Formulierung. So wie Gott einen Mann auf dem Herzen hat, so einen finden wir in den Psalmen? Na dann: Schnell nachlesen und selbst zu so jemandem werden, oder?

Der persönliche Blick auf David, diesen besagten Mann, bringt keinen Superhelden hervor, sondern einen Mann mit Ecken und Kanten, Fehlern, Versagen, Angst und Schwäche. Ein Mann, der sich deswegen hervorragend als Vorbild eignet.

Vorbilder brauchen wir. Menschen, an denen wir uns orientieren können, deren Leben uns vertraut scheint. An die wir uns anlehnen können, die wir verstehen und mit denen wir mitfiebern wollen.

Also, here we go:

David, der große König Israels, der das Volk weise regierte, es zu Wohlstand kommen ließ und außenpolitisch die Grenzen erweiterte und absicherte. Ein Mann, wie du und ich?

Hä, wo bitte schön soll das ein Vorbild für mich heute sein?

Von David kennt man gern die Geschichte als König, vielleicht noch die Geschichte, als er Goliath besiegt hat. Aber wer kennt die Geschichte seiner Flucht? Jahrelang auf der Flucht vor Saul, und das, obwohl er bereits als neuer König gesalbt wurde und somit feststand?

Und dann am Ende seines Lebens nochmals auf der Flucht vor seinem Sohn Absalom.

Das Leben von David war abwechslungsreich und spannend, geprägt von Höhen und Tiefen.

Aber was mich an diesem Mann so fasziniert, ist sein Leben mit Gott.

Von den 73 Psalmen, die man in der Bibel David zuordnet – er muss literarisch und musisch ziemlich talentiert gewesen sein – enthalten 14 Psalmen genauere Angaben, wann bzw. wo dieser Psalm entstanden ist.

Und das zeigt einen Mann, der permanent mit Gott unterwegs war, der in jeder Lebenslage mit Gott in Verbindung stand, den Höhenflüge nicht überheblich gemacht und Rückschläge nicht aus der Bahn geworfen haben. Einen Mann, der durch und durch in der Beziehung mit Gott lebte und so erlebte: es gibt nichts Besseres, als Anbeter dieses Gottes zu sein. Gott stets im Blick zu haben und ihm das zu sagen, was mich gerade bewegt.

Die nachfolgende Auflistung zeigt ansatzweise, wie das Glaubensleben des Mannes aussah, der „nach dem Herzen Gottes“ lebte:

Diese 14 Psalmen haben genaue Hintergrundinfos über den Anlass bzw. Ort des Psalms. Entstanden in einer bestimmten Situation. Aus dem Alltag direkt zu Gott!

Psalm 3               … als er vor seinem Sohn Absalom floh.

Psalm 7               … wegen der Worte des Kusch, des Benjaminiters

Psalm 18             … als ihn der Herr errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Sauls …

Psalm 30             … zur Einweihung des Tempels.

Psalm 34             … als er sich wahnsinnig stellte vor Abimelech und dieser ihn von sich trieb

und er wegging.

Psalm 51             … als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er zu Batseba eingegangen

war.

Psalm 52             … als Doeg, der Edomiter, kam und zeigte es Saul an und sprach: David ist in

Abimelechs Haus gekommen.

Psalm 54             … als die Männer von Sif kamen und zu Saul sprachen: David hält sich bei uns

verborgen.

Psalm 56             … als ihn die Philister in Gat ergriffen hatten.

Psalm 57             … als er vor Saul in die Höhle floh.

Psalm 59             … als Saul hin sandte und sein Haus bewachen ließ, um ihn zu töten.

Psalm 60             … als er mit den Aramäern von Mesopotamien und mit den Aramäern von

Zoba Krieg führte; als Joab umkehrte und die Edomiter im Salztal schlug, 12.000 Mann.

Psalm 63             … als er in der Wüste Juda war.

Psalm 142           … als er in der Höhle war, ein Gebet.

Momente der Angst und Unsicherheit, Momente des Triumphs, Momente, in denen Fehler deutlich werden und Menschen ihn verraten haben, es sind Momente die das Leben schreibt, und diese Momente erlebt David mit Blick auf Gott – ausnahmslos. Wow! Das begeistert mich an ihm!

Wenn man die Geschichte Davids in der Bibel liest, gibt das schon ein spannendes Bild über den Charakter des Mannes und die Art und Weise, wie er seine Gottesbeziehung gelebt hat.

Wenn man aber in die entsprechende Geschichte (so gut es eben geht) die passenden Psalmen ergänzt, dann zeigt sich das Bild eines Mannes, der in jeder Lebenslage mit Gott rechnet, mit ihm vertraut agiert und alles von ihm erwartet und ihm hingibt. Wow.

Hast du Lust selbst nachzulesen, dann schau in den Leseplan. Hier geht es um die Geschichte Davids inklusive passender Lieder, Gebete (= Psalmen) von ihm selbst, als Ausdruck der Beziehung zu Gott!

Lies so viel du willst! Je mehr, desto deutlicher wird die Beziehung zwischen Gott und David.

Wenn es schnell gehen muss, dann kannst du das Kapitel aus 1. Samuel 22 lesen: David ist auf der Flucht, und diesem Lebensabschnitt kann man 3 Psalmen zuordnen. Es zeigt einen Mann, der mit Gott alles bespricht und erlebt!

Oder ein anderes Beispiel, wie David mit Versagen und Schuld umgeht: Lies 2. Samuel 11 – 12,13a und dann im Anschluss Psalm 51. Wow, ein faszinierender Blick auf diesen Mann.

Unterm Strich bleibt:

Du hast einen Einblick in das Leben eines Mannes bekommen und wie er in jeder Situation mit Gott in Verbindung stand. Egal ob Krise oder Kummer, Angst oder Sorge, Hoffnung oder Freude, Verfolgung, Flucht, Palast oder Revolte, Fehler oder Glück. Ein Mann nach dem Herzen Gottes.

Ein Vorbild für dich und mich.

2. Das Erleben-Experiment – Teste und staune

Und jetzt du!

Mach es so wie David.

Bring Gott, was dich bewegt, wo du gerade stehst, so wie du es empfindest.

Schreibe, vertone, dichte oder reime, klage und rappe. Egal wie. Hauptsache du! Bleib dran.

Krise? Halt fest.

Freude? Gib sie weiter/zurück an Gott.

Kummer? Schrei ihn heraus.

Angst? Flüstere sie Gott zu.

Hoffnung? Bleib dran an Gott, es lohnt sich!

Probiere deine Form.

Es gibt unterschiedliche Zugänge zu Gott und unterschiedliche Begabungen. Gut, dass wir nicht alle gleich sind.

Also entdecke deine Sprache, deine Form.

Schreib ein Gedicht – klassisch gut.

Mach ’nen Poetry Slam – was gerade hip ist.

Setzt dich an dein Instrument und spiel eine Melodie – bekannt oder neu – auch manche Psalmen wurden für schon bekannte Melodien gedichtet.

Schreib eine Liedzeile, ’nen Refrain, vielleicht auch einfach nur ’nen Einzeiler.

Am Laptop arbeite mit Bildern, mit Grafiken, mit Emojis.

In Form einer Collage – drück dich aus, wie geht es dir gerade.

Nutze Sportgeräte um dich auszupowern, alles zu geben, den Kopf frei zu bekommen, dich ganz hinzugeben.

Probier es aus.

Nimm dir Zeit!

Es geht um dich. Und Gott.

Nur um dich und Gott!

Sei ehrlich, du selbst.

Ungeschminkt vor ihm.

Mit Blick auf ihn.

Werde Anbeter!

Und dann?

Staune, wie Gott wirkt.

Wie er dir begegnet und dir nahe ist.

Erlebe ihn und wie er sich freut, wenn du zu ihm kommst.

Und dann wiederhole es immer und immer wieder. Es kann nie genug sein.

Hör nicht auf.

Schreib deine eigenen Psalmen.

Immer neu.

Immer entsprechend der Situation und deinen Gefühlen.

Aber lass alles raus, denn Gott hält es aus.

Auch Heilige haben Gefühle!

Wie kann dies kreativ und praktisch aussehen?

Ein wenig liegt das an euren Räumen oder Begebenheiten. Wie viele seid ihr? Wie viel Platz habt ihr?

Aber macht es kreativ und praktisch. Hier ein paar Beispiele für Stationen:

Klagemauer: Steine aufeinandergesetzt mit der Möglichkeit Klagen, Kummer und Sorgen auf einen Zettel zu schreiben und in die Steinritzen zu stecken – ein Klagepsalm.

Kreuz: Bring deine Angst, dein Versagen zu Gott, er freut sich, wenn du zu ihm kommst und hier am Kreuz wurde deine Angst und dein Versagen bereits besiegt – ein ganz persönlicher Psalm (mit der Möglichkeit, diese je nach Kreuz auch anzunageln).

Kerze: Zünde eine Kerze an und denke daran, wo Gott dich geführt hat, dir geholfen hat, dir eine Tür aufgeschlossen hab. Danke ihm dafür. Stell die Kerze hin und schreib es dir auf – ein Dankespsalm.

Hometrainer (wenn vorhanden): steig auf den Hometrainer und drehte richtig schnell in die Pedale. Gib alles. Wow, was für ein tolles Gefühl. Alles zu geben. Gib dich so auch Gott hin, er ist es wert! In welchem Bereich deines Lebens gelingt dir dies, wo ist es vielleicht noch ausbaufähig. Mach eine kurze Pause und schreib es auf – ein Hingebungspsalm.

Nimm dir eine Folie und schreib mit einem wasserlöslichen Stift das drauf, was du deinem schlimmsten Feind wünschst. Bring diese Gedanken Gott. Er kennt sie bereits. Und er hält es aus. Formuliere nur für dich und Gott. Besprich es mit ihm. Und bitte ihn um Hilfe für dein weiteres Vorgehen im Umgang mit dieser Person. Wasch das Aufgeschriebene im Wasser weg. Übergib es Gott und trau ihm zu, dass er die Situation verändert, dich bewahrt bzw. Heilung passieren kann. Ein Ganz-ehrlich-vor-Gott-Psalm.

Instrumenten-Eck: Setzt dich mit einem Notenblatt an die Seite und schreibe und reime, dichte und formuliere was dich mit Blick auf Gott bewegt. Vielleicht wird es ein neuer Hit – eine Hymne, ein Loblied nur für Gott.

Und dann spiel eine Melodie, bekannt oder neu, an deinem Instrument. Vertone, wenn du willst!

Ball an einer Schnur: Nimm die Schnur in deine Hand und dann wirf oder schieß den Ball weg (vorsichtig natürlich, du willst dir ja keine neuen Feinde machen). Der Ball kommt wieder zurück. Wo erlebst du so etwas mit Gott? Wo kannst du nicht richtig loslassen, bei Fehlern vielleicht? Vielleicht bei Dingen, die immer wieder hochkommen?

Warum kommt das immer wieder? Wie kannst du es loswerden?

Lege die Schnur bewusst auf die Seite und dann wirf bzw. schieß ein letztes Mal (auch hier wieder vorsichtig sein ;). So wie der Ball nun weg ist, so möchte  Gott dir die Dinge, Situationen, Menschen, die immer wiederhochkommen und dir womöglich Angst machen, wegnehmen. Sag es Gott, vertraue ihm und dann … lass los – ein Vertrauenspsalm.

Trampolin (wenn vorhanden): Geh aufs Trampolin und spring. Wow, das fühlt sich gut an. Diese Freiheit, diese neue Perspektive. Spring und denk dabei an Gott: Wo bringt er dich zum Springen? Wo bist du mit ihm über Mauern und Zäune gesprungen? Wo schenkte er dir eine neue Perspektive?

Oder brauchst du wieder mal eine neue Perspektive? – ein Veränderte-Perspektive-Psalm.

Sitzecke: Setzt dich hin und schlag deine Bibel auf. Was dir gerade in den Sinn kommt, einfach mal so, oder dein persönlicher Klassiker – dein Lieblingsabschnitt in der Bibel. Schau rein und lies nach. Gott, wie bist du eigentlich? Und warum liebst du gerade mich? Gott ich möchte dich neu entdecken, über dich nachdenken und über dich ins Staunen kommen. Wenn dir nichts einfällt, dann lies Psalm 119 (zugegeben, der könnte etwas dauern), oder Psalm 23 oder Psalm 121. Lies und rede mit Gott, denk darüber nach und schreib es auf, was dir wichtig wurde – ein Lehrpsalm!

Laptop oder Handy: Bring durch Emojis deine Gefühle ans Licht – ein Gefühls-Psalm.

Oder mach Bilder: Fotografiere alltägliche Situationen (nachgestellt), in denen du heute Gott entdeckt hast – ein Erinnerungs-Selfie bzw. ein Erinnerungs-Psalm.

Kollage: mach eine Kollage aus alten Zeitschriften oder Zeitungen mit Bildern und Texten. Drück das aus, was in dir steckt und dich bewegt. Welche Farben wählst du, welche Bilder, welche Textzeilen tauchen auf?  – ein Farbenreicher-Psalm.

Dies sind ein paar Ideen, wie du auf kreative Arte und Weise ganz praktisch zu deinem eigenen Psalm kommen kannst. Sag Gott, was dich bewegt. Werde dadurch zu einem Anbeter. Teste es und staune. Gott lebt und er ist erlebbar. Jetzt und hier, von dir!

4.3 Abschluss / Heliumballon – Abspann

Auch Heilige haben Gefühle, lass sie raus, Gott hält das aus und noch mehr: Ein vertrauensvoller Blick auf Gott, egal mit welchen Worten und aus welcher Situation heraus, das ehrt Gott!

So unterschiedlich die Menschen sind, in ihrer Wahrnehmung, ihren Gefühlen, ihren aktuellen Situationen, so unterschiedlich sind ihre Gebete, Lieder, Gedichte zu bzw. über Gott.

Leb deine eigene Anbeter-Story mit Gott! Immer wieder, jeden Tag neu.

„Weil ich ihn kenne, sage ich ihm alles“ – sei dauerhaft mit ihm im Gespräch.

„Weil ich Gott kennen, sage ich ihm, was mich bewegt“ – gefühlsecht, aus dem Alltag.

Werde und bleibe Anbeter!

So wie ein Heliumballon die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zieht und in den Himmel steigt, sei so mit Gott im Kontakt. Blick auf ihn, egal was um dich herum gerade los ist.

Viel Spaß und gute Erlebnisse mit IHM, dem Schöpfer der Welt:

„Lobt den Herrn, all ihr Völker, preist ihn, all ihr Nationen!

Denn überwältigend ist seine Gnade, die er uns erweist, und die Treue des Herrn bleibt ewig bestehen. Halleluja!“ Psalm 117

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zum Propheten Elia aus JUMAT 1/20. Sie beginnt mit der Versorgung von Elia durch den Raben (1. Könige 17) und endet mit der Geschichte von Nabots Weinberg (1. Könige 21). Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott ist überall. Er versorgt und begleitet mich. Er gibt mir Mut und neue Kraft.

Checker

Auch wenn ich mich schwach und klein fühle, glaubt Gott an mich und will mich gebrauchen.

Der Text an sich

Mit dem Kapitel 19 des 1. Königsbuches haben wir ein sehr komplexes und dadurch auch schwieriges Kapitel. Warum?

Zuallererst liegen uns drei Texte vor, auch wenn wir in unserer Bibel zwei sehen. Doch im ersten Text verbergen sich zwei. Mit den Versen 1 bis 3 wird auf das Geschehene von Kapitel 18 eingegangen. Isebel reagiert auf die Ermordung ihrer Propheten. Diese Verse schließen auch mit dem Geschehen ab, da im weiteren Verlauf nicht weiter auf die Verfolgung durch Isebel eingegangen wird. In den Versen 4 bis 18 steckt die Gottesoffenbarung und der prophetische Wortempfang. Die Verse 19 bis 21 sind der Beginn des Elisa-Kanons und machen deutlich, dass Elia nun langsam in den Hintergrund tritt und die Zeit des neuen Propheten Elisa angebrochen ist. Noch aber wird er der Diener Elias sein.

Schauen wir uns nun die Verse 1 bis 18 genauer an. Der Text steckt voller Widersprüche und Spannungen, welches erkennbar wird an dem unterschiedlichen Stil und Inhalt. Hier liegt uns also ein Text vor, der aus mehreren Teilen zusammengefügt wurde. Im Mittelpunkt steht hier ganz deutlich die Gottesoffenbarung und der prophetische Wortempfang. Zudem entdecken wir in dieser Erzählung auch ein paar Parallelen. Elias Begegnung mit Gott steht in einer sehr engen Verbindung zu Moses Gottesbegegnung. Auch wenn wir vom Berg Horeb sprechen, handelt es sich um den Berg Sinai. Es ist ein und derselbe Gottesberg, an dem sich Gott ihnen offenbarte und mit ihnen sprach. Beide wurden sie von Gott beauftragt, den Bund Gottes mit seinem Volk, nachdem Naturgottheiten und Götzenkulte dominierten, wiederherzustellen. Auch versteckt sich Elia in der Höhle – bei Mose war es der Felsspalt, in dem er sich vor Gottes Angesicht verbarg. Und wie Gott bei Mose vorüberzieht, zieht er auch an Elia vorüber.

Auf so unterschiedliche Weise erfahren wir von Gottes Handeln. Meist verbinden wir es mit den Naturerscheinungen, und das nicht oft im Guten. Doch dieser Text zeigt, dass sich Gott in so vielem finden lässt und die Reaktion Elias zeigt, dass er sich Gottes fürsorglicher Nähe sicher ist. Gott bewies ihm das nicht nur hier am Berg, sondern auch bei der Speisung in der Wüste, bei der Witwe in Sarepta und bei der Versorgung am Bach Krit.

Der Text für mich

Wir möchten sie alle irgendwann hören, die Stimme Gottes. Doch nicht jeder von uns hat sie schon mal bewusst erlebt. Hinhören, hinsehen, still werden, zur Ruhe kommen. Wir stellen fest: Das Brot wächst vor unserer Nase. Das Wasser fließt an uns vorüber. Gott versorgt. Vögel zwitschern, Blätter flüstern, Wind rauscht. Gott spricht.

„Du wirst gebraucht.“ Das hat er zu mir gesagt und sagt er zu jedem Einzelnen von uns. Wie oft fühlen wir uns schwach, werden den Erwartungen nicht gerecht. Wir geben auf und wollen nicht beenden, was wir angefangen haben. Gott aber glaubt an uns. Er sagt: „Du wirst gebraucht!“ Er beauftragt uns von Neuem und begleitet uns auf unseren Wegen. Seine Begegnungen mit uns sind unterschiedlich, aber er wiederholt sie immer wieder.

Dieser Text macht deutlich: Er sieht und hört mich. Er nimmt mich ernst, er weiß, was in mir steckt – mehr als ich erahne. Zu keinem Zeitpunkt bleibt er an meinem Zweifel, am Zweifel anderer stehen. Er spricht mit mir und zeigt mir, was mit ihm noch alles möglich ist.

Der Text für dich

Starter

„Ich will doch nur helfen!“ So die Worte, wenn Kinder weggeschickt werden, weil sie ungeschickt, zu klein oder zu schwach sind. Wir alle haben das schon aus unserer Kindheit erlebt. Nichts ausrichten zu dürfen, frustriert und enttäuscht. In diesem Moment fühlt man sich allein. An wen sich wenden, wenn keiner da ist und einem zuhört, oder vielleicht doch? Wie kann ich jemandem etwas sagen, den ich nicht kenne? Wie kann ich jemanden hören, von dem ich kaum etwas weiß?
Die Kinder erfahren in der Erzählung eine Möglichkeit, worin sich Gott befindet und wie er uns begegnen kann. Gemeinsam sollten weitere Möglichkeiten entdeckt werden, wo Gott den Kindern begegnet und wie er sie, so wie sie sind, gebrauchen kann.

Checker

Ähnlich wie den Startern wird es auch den Checkern ergehen. Vielleicht werden sie schon ihre ersten Erfahrungen und Gottesbegegnungen gemacht haben. Und wenn nicht, können sie dennoch eher Erzählungen anderer nachvollziehen und sie mit der Erzählung Elias in Verbindung setzen. Vielleicht aber haben sie schon ganz unbewusst eine Versorgung und Begegnung mit Gott erlebt, die ihnen erst durch die Erzählung von Elia am Horeb bewusst wird. Sie sollen erkennen, dass Gott immer da ist und sie mit dem versorgt und ausrüstet, was sie brauchen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Feuer – Wasser – Sturm

Dieses ist ein sehr beliebtes und bekanntes Spiel. Aufgrund der Erzählung sollte es um zwei Begriffe erweitert werden. Erdbeben und Stille.
Bei jedem Wort müssen die Kinder eine bestimmte Bewegung bzw. Handlung ausführen. Feuer – in die Hocke gehen. Wasser – auf etwas draufsteigen. Sturm – sich flach auf den Bauch legen. Erdbeben – sich in einem Türrahmen stellen oder unter etwas drunterkriechen. Stille – stehen bleiben, schweigen und hören. Hier kann am Ende des Spiels auch gefragt werden, was die Kinder in der Stille wahrgenommen haben. Bei vielen Kindern kann immer einer ausscheiden und bei wenigen Kindern sollten diese versuchen, so wenig Punkte wie möglich zu sammeln.

Idee 2: Der nicht so einfache Obstsalat

Der Spielleiter gibt an, Hilfe beim Erstellen eines Obstsalates zu brauchen. Aber das ist nicht so einfach, da jedes Kind ein anderes Handicap hat. Manche können nichts sehen, manche nur eine Hand benutzen. Sicherlich ist nach Gruppe und Alter mehr möglich. Wichtig ist, dass jedes Kind in die Arbeit mit eingebunden sein muss. Hier soll zum einen die Hinführung darin bestehen, dass die Kinder erkennen, dass sie gebraucht werden, egal wie gut sie mithelfen können. Aber auch manche Frustrationen werden offenbart, wenn manche merken, dass sie etwas doch nicht so gut hinbekommen. Dies ist auch schon eine sehr gute Emotion für die Erzählung.

Hinweis: Die Kinder, die Messer benutzen, bitte gut im Blick behalten oder Obst nehmen, das nicht geschnitten werden muss.

Am Ende der Stunde sollte der Obstsalat natürlich auch gegessen werden.

Verkündigung

Erzählung unter Einbeziehung der Kinder

Die ersten Verse werden nacherzählt. Eventuell sollte hier noch mal ein kurzer Rückblick geschehen, in dem die Kinder erzählen, was sie aus der vergangenen Stunde noch wissen. So ist der Anschluss wiedergegeben, auch für diejenigen die zuvor nicht da waren.

Ab dem Zeitpunkt, bei dem sich Elia unter den Ginsterbusch legt, kann ein Kind gewählt werden, das den Elia spielt und sich in die Mitte der Runde setzt. Durch die wörtlich vorgelesene Rede kann das Kind einen traurigen, enttäuschten und frustrierten Elia spielen. „Es reicht, Gott! Ich will nicht mehr! Ich kann das nicht! Hier bleibe ich! Nimm mein Leben! Denn ich bin nicht besser und nicht stärker als meine Vorgänger!“ Hier können bereits die anderen Kinder eingesetzt werden und die einzelnen Sätze vorlesen.

Das Elia-Kind legt sich schlafen und schließt die Augen. Schnell wird leise von zwei Kindern Brot und Wasser in die Nähe seines Kopfes gestellt. Ein anderes Kind bekommt eine Feder und streichelt dem Elia-Kind damit sanft über die Arme und das Gesicht und spricht dabei die Worte: „Steh auf und iss!“ Nun steht das Kind auf. Der Korb und der Krug werden von den anderen Kindern entgegengenommen. Das Elia-Kind schläft wieder ein. Dasselbe geschieht wie zuvor. Krug und Korb werden leise und vorsichtig zum Kopf des Elia-Kindes gelegt und es wird geweckt. Nach dem „Steh auf und iss“, rufen die Kinder gemeinsam: „Dein Weg ist noch weit!“

Ab hier wird die Geschichte weiter bis zur Höhle und bis zur Gottesbegegnung erzählt. Das Elia-Kind soll nun erneut die Augen schließen und in den folgenden Aktionen Gott erkennen. Sobald es meint, Gott zu erkennen, soll es aufstehen. Dies kann so lange wiederholt werden bis das Kind sich sicher ist. Wichtig ist: Es sollte erst einmal alles erlebt haben, bevor es bei einem erneuten Durchlauf reagieren kann.
Sturmwind: Mit Tüchern und Pfeifgeräuschen soll der Sturm imitiert werden.

Erdbeben: Das Kind soll umhergestoßen werden.

Feuer: Alle rücken dem Elia-Kind so nahe, dass es das spürt und es fast unangenehm wird.

Windstille: Das Kind wird sanft mit der Feder berührt.

An dieser Stelle sollte das Kind spüren, dass dies Gott ist und aufstehen.

Gemeinsam wird die Geschichte bis zu der neuen Beauftragung und der Begegnung Elisas erzählt. Den Kindern soll bewusst gemacht werden, dass Elia nun einem Kind den Mantel überwirft. Gemeinsam sollen sie überlegen, wie dies geschehen kann. Antwort: Sanft und geduldig in der darauffolgenden Begegnung, so wie sich Gott Elia offenbart hat.

Tipp! Was passiert, wenn das Kind sich nicht entscheiden kann und es den Mantel mehreren oder allen überwerfen will? Super – wir sind alle berufen, erwählt und von Gott gebraucht!

Die andere Idee

Die Klang- und Bewegungsgeschichte

Die Kinder gestalten die Geschichte selber. Verschiedene Materialien und Instrumente werden mit eingebracht.

Dabei kann der erste Teil der Erzählung auch weggelassen werden oder es kann erzählt werden, weshalb es Elia so schlecht geht. Der Erzähler ist gleichzeitig Elia oder ein weiterer Mitarbeiter, der die Kinder immer wieder ins Geschehen mit einbindet. Mit welchem Gefühl, welcher Körperhaltung geht Elia in der Wüste? Wie könnte Elia geweckt worden sein? Welche Geräusche und Bewegungen könnten die Naturgewalten Sturm, Erdbeben, Feuer und den Windhauch darstellen? Wie geht Elia seinem neuen Auftrag entgegen? Sofern es Elia nicht selbst betrifft, sind es die Kinder, welche für die verschiedensten Geräusche und Aktionen sorgen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Auf dem Tisch liegen durcheinandergewürfelt Gegenstände, die während der Geschichte verwendet wurden. Jedes Kind darf sich einen Gegenstand nehmen. Dann stellen oder setzen sich die Kinder in die Reihenfolge, in der die Gegenstände ihrer Meinung nach in der Geschichte erwähnt wurden. Entweder muss das Kind, welches übrig bleibt, erzählen, was es mit „seinem“ Gegenstand auf sich hat, oder der Gruppenleiter geht zu jedem Kind und lässt sich den Teil, für den der Gegenstand steht, erzählen. Je mehr Gegenstände es gibt, umso weniger wird das Kind erzählen und umgekehrt.

Gespräch

An dieser Stelle kann man die Kinder nach ihrer Meinung fragen, wo man Gott finden kann oder ob sie schon eigene Erfahrungen und Begegnungen gesammelt haben. Es können Fragekärtchen erstellt werden. Dies macht es leichter über etwas zu reden, das für Starter wie auch für Checker nicht unbedingt sofort greifbar ist. Einer zieht eine Frage, und alle müssen sie beantworten. Ebenso können die Kinder eigene Fragen formulieren. So wird sichtbar, ob die Kinder alles verstanden haben bzw. ob sie mit der Erzählung mitgehen oder sich damit identifizieren können.

Merkvers

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Jesaja 41,10 Luther 17

Idealerweise sollte der gesamte Vers gelesen werden, damit die Kinder verstehen, dass dieser einzelne Satz nicht nur für den ganzen Bibelvers spricht, sondern für die ganze Erzählung und in unser Leben. „Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand!“ (GNÜ).
Hier wäre die Möglichkeit, die Erzählung noch mal zu lesen und immer an passenden Stellen diesen einen Satz gemeinsam laut und kraftvoll auszurufen. Dies sorgt nicht nur für ein wunderbares Gemeinschaftsgefühl, sondern auch für die innere Stärkung der Kinder.

Gebet

Im Gebet können die Kinder um etwas bitten, bei dem sie merken, dass sie sich unsicher und schwach fühlen. Nachdem ein Kind zu Ende gebetet hat, rufen die anderen ihm den Merkvers zu: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir!“ Dieser Zuspruch bestärkt und ermutigt das Kind mit dem Wissen, dass es nicht allein ist.

Kreatives

Die Kinder malen ihre eigenen Hände oder Füße auf, schneiden diese aus und malen sie bunt an. Am Schluss schreiben sie den Merkvers darauf.

Spielerisches

Verbreiten der guten Nachricht oder einfach nur Stille Post

Die Kinder sitzen im Kreis und eines der Kinder flüstert dem anderen etwas ins Ohr. Diese Nachricht wird so lange weitergegeben, bis auch der Letzte die Nachricht erhält und diese dann laut ausspricht. Man kann den Schwierigkeitsgrad erhöhen indem sich jedes Kind überlegt, was ihm an dem Kind, welches die Botschaft als letztes erhält, gefällt bzw. was dieses gut kann. Sollte die Nachricht nicht richtig ankommen, ist es schön, diese vom Verkünder der Nachricht noch mal deutlich zu hören. So ist es auch zwischen Gott und Elia gewesen. – Elia musste genau hinhören.

Rätselhaftes

Anhand von Geräuschen, die in der Geschichte verwendet wurden, müssen die Kinder erraten, um was es sich aus der Geschichte handeln könnte, z. B. Sand kneten – Elia geht durch die Wüste. Windspiel – der Engel berührt Elia oder die leise Windstille. Regenmacher – der Sturmwind …

(T)Extras

Lieder

  • Schweige und Höre
  • Ich sitze oder stehe
  • Vor mir, hinter mir
  • Komm mit schlag ein, ich lad dich ein
  • Vom Anfang bis zum Ende

Spiele

Hör-Memo

Die Kinder sitzen im Kreis und ein Kind steht mit verbundenen Augen in der Mitte. Auf ein Zeichen hin schlagen vier Kinder gleichzeitig ihr Instrument an, wobei es zwei gleiche Instrumente geben muss (z. B. zwei Rasseln, eine Triangel, ein Tamburin). Das Kind mit den verbundenen Augen muss nun erraten, welches Instrument doppelt ist oder wo sich die Instrumente befinden.  Der Schwierigkeitsgrad sollte entsprechend der Möglichkeiten der Kinder gewählt werden.

Aktionen

Die Kinder hören das Lied: Mut – von Alexa Feeser. Gerne kann dazu der Text zum Mitlesen ausgedruckt werden. Gemeinsam wird darüber gesprochen, was der Text ausdrückt. Jedes Kind überlegt nun, wofür es in der nächsten Zeit Mut braucht, um sich der Herausforderung zu stellen und erzählt es der Gruppe. Gemeinsam kann ein Tag festgelegt werden, an dem sie alle von ihren Erfahrungen berichten. Gut wäre es daher aufzuschreiben, wofür das Kind Mut braucht und dies in eine Box zu legen.
Sobald der Tag gekommen ist, werden die Zettel gezogen und jedes Kind berichtet von seinen Erfahrungen. Am Ende beider Aktionen können sich die Kinder an den Händen halten und sich ihren Merkvers zur Ermutigung und Bekräftigung zusprechen.

Lied Mut – Alexa Feeser: https://www.youtube.com/watch?v=pbPsAnlIY-4

Text Mut – Alexa Feeser: https://genius.com/Alexa-feser-mut-lyrics

1. Vorbemerkungen

Diese Idee kann mit jeder Gruppengröße durchgeführt werden. Die einzelnen Aktions-Vorschläge können auch an mehreren Tagen nacheinander gemacht werden – bzw. in einer Outreach-Ferienwoche.

2. Zielgedanke

Teens und auch Mitarbeitende verlassen an diesem Abend ihre Komfortzone des kuscheligen Christseins und wagen sich im Vertrauen auf die lebendige Kraft Gottes raus auf die Straße, um Menschen ein Stückchen von Jesu Liebe näherzubringen.

3. Einführung inkl. Erklärungen

Outreach bedeutet zum Einen „erreichen“. Wir möchten Menschen mit dem Evangelium erreichen, und sie einladen, sich vertrauensvoll auf eine Beziehung zu Jesus einzulassen. Diesen Satz können viele Christen unterschreiben. Doch wie dies geschieht, ist in jeder christlichen Kultur anders. Die einen feiern besondere Arten von Gottesdiensten, die anderen laden zu Alpha-Kursen ein, wieder andere versuchen möglichst „niederschwellig“ über Kleingruppen die besten Freunde, Mitschüler und Arbeitskollegen einzuladen.

Diese Angebote sind nicht schlecht. Eine Gemeinde mit solchen Angeboten und Events möchte Offenheit und Transparenz signalisieren – und sie erreichen in vielen Fällen ihr Ziel, und Menschen kommen zum Glauben an Jesus. Das ist wirklich toll.

Und doch sind es oft Angebote, zu denen eine Gemeinde „Außenstehende“ einlädt – letztendlich aktiv werden müssen dabei die Eingeladenen. Denn sie müssen ihre Komfortzone verlassen und es wagen, einen Fuß in ein unbekanntes Land zu setzen, z. B. in ein Gemeindehaus oder in einen Hauskreis, der für sie wahrscheinlich eine Gruppe voller fremder Menschen ist. Wer sich das traut, ist wirklich mutig. Und nicht alle wagen das, oder fühlen sich sogar dadurch abgeschreckt.

Eigentlich sollen es aber die Jünger Jesu sein, die ihre Komfortzone verlassen, um andere Menschen für Jesus zu gewinnen. Jesus schickte seine Jünger immer zu zweit los, und schickte sie direkt zu den Menschen (Lk 9,1-6; Mt 28,16-20). Wir dürfen nicht vergessen: Wenn Menschen von dieser Botschaft hören, hat das schon einen Wert an sich – wertvoll ist es nicht erst dann, wenn die Person den Weg in die Gemeinde gefunden hat und ein treuer Spender wird.

Und hier setzt die Idee des Abends an. „Outreach“ bedeutet nämlich auch „hinausreichen über“. Die Kraft Gottes durch seinen Heiligen Geist („dynamis“) lässt sich nicht verorten in einer Gemeinde, in einem Jugendkreis, in einzelnen Personen. Sie lässt sich nicht einsperren, sondern setzt uns frei, Menschen in Liebe und Mut zu begegnen. Wir können entdecken, dass Gottes Kraft in den Schwachen mächtig ist und über uns hinausreicht.

Wenn Teens eine Sache gut können, dann diese: Sie lassen sich begeistern, wenn man es richtig anpackt. Und besonders gut klappt das, wenn man sie nicht einzeln herausfordert, sondern als ganze Gruppe.

Diese Chance kannst du an diesem Abend nutzen, und eine Mutprobe für die ganze Gruppe veranstalten, indem ihr durch die folgenden Aktionen Menschen auf kreative Weise Gottes Nachricht weitergebt.

4. Einstieg

Beginne mit einer Andacht, die unsere Identität als Christen in den Mittelpunkt stellt. „Wir sind, was wir sind, durch unser Sein in Gott – und nicht durch das, was wir tun. Durch dieses veränderte Sein haben wir neue Privilegien und Möglichkeiten“.

  • Du hast ein neues Leben durch Gott (Joh 1,13)
  • Du bist ein Sohn / eine Tochter Gottes (Gal 3,26; 4,6)
  • Du bist eine neue Schöpfung / ein neues Wesen (2. Kor 5,17)
  • Du bist ein Tempel des Heiligen Geistes (1. Kor 6,19; 3,17)
  • Du hast Jesus Christus als großen Bruder (Röm 8,29)
  • Du bist berufen, Jesus ähnlich zu werden (Röm 8,29)
  • Du bist Botschafter der Versöhnung Gottes und sein Vertreter (2. Kor 5,20)
  • Du bist ein kraftvoller Zeuge Jesu (Apg 1,8)

Im Blick auf diese biblischen Zusagen können wir angstfrei vom Evangelium reden – denn es ist die Botschaft der Freiheit, des Friedens, der Versöhnung und der unbändigen Liebe Gottes für seine Menschenkinder.

5. Hauptteil

Teile die Gruppe in fünf Action-Teams für den Abend ein. Jede Gruppe bekommt den Auftrag, Gottes Liebe auf kreative Art und Weise unter die Menschen zu bringen.

5.1 „Worship on the streets“

Ziel: Gottes Liebe durch Musik verkünden.

Vorbereitung: Musikinstrumente sammeln; Lieder raussuchen und evtl. Liedzettel zusammenstellen; sich geeignete Plätze im Ort / in der Stadt überlegen, um Menschen mit dem Worship zu beschallen.

Ausführung: Gruppe singt an verschiedenen Orten Worship-Musik. Evtl. kann man einen Gitarrenkoffer mit Süßigkeiten vor die Gruppe legen, mit dem Hinweis: „Wir sind reich beschenkt, nimm dir was raus“.

5.2 „FROGn“

Ziel: Einzelne bedürftige Menschen verschwenderisch beschenken.

Vorbereitung: Die Idee des FROGns entstand in einer Berliner Jugendgruppe, mit dem Namen „F.R.O.G.s“, Friends of God, und trägt seitdem ihren Namen. Sie haben sich überlegt, dass man Bedürftigen oftmals nur so nebenbei mal ein belegtes Brötchen oder einen Kaffee gibt. Doch eigentlich nimmt man sich kaum Zeit für ihr Leben und ihre Geschichte. Deshalb ist die Idee geboren, das zu ändern, und ihnen mal zuzuhören und sie dann richtig toll zu beschenken. Das Geld legen die Teens selbst zusammen. So haben wir bei einer Freizeit mit 70 Leuten über 900 Euro gesammelt, und damit sechs Personen so richtig beschenkt – also mit Schlafsack, guten Winterschuhen, Regen- und Winterjacke, u. v. m. Eben mit dem, was ihr Leben physisch nachhaltig verbessert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Teens bereit sind, zu geben. Wir leben in einem reichen Land.

Ausführung: eine Gruppe sollte nicht aus mehr als fünf Personen bestehen, da bettelnde Menschen sonst auch Angst bekommen. Eine Person aus der Gruppe fragt die Person, ob man sich mal zu ihr setzen darf. Wenn das okay ist, holt man die anderen dazu. Man nimmt sich Zeit für ein Gespräch und fragt hinterher, womit man ihr/ihm eine Freude machen könnte. Dann geht man los und kauft es. Damit die Aktion auch gelingt, sollte die FROGende Gruppe mind. 80 Euro dabeihaben. Die Regel ist: man schenkt kein Geld, Alkohol oder Zigaretten.

5.3 „Es wurde für dich bezahlt“

Ziel: Menschen in Cafés eine unerwartete Freude machen.

Vorbereitung: Man schreibt auf Zettel/Postkarten den Satz „Es wurde für dich bezahlt“ mit dem Hinweis auf eine passende Bibelstelle, z. B. „Bibel, Johannesevangelium 3, Vers 16“ oder „Bibel, Matthäusevangelium 20, Vers 28“. Diese Karten in Umschläge tun, und nett verzieren z. B. mit den Worten „Für Dich“.

Ausführung: Mindestens in Zweier-Gruppen in Cafés gehen und sich eine Person aussuchen, der man z. B. den Kaffee bezahlen möchte. Dann zur Bedienung gehen, sie unauffällig fragen, was das Getränk von dieser Person kostet, und ihr dann den entsprechenden Betrag geben, mit der Bitte verbunden, den vorher gestalteten Umschlag dieser Person zu überreichen. Von draußen lassen sich toll die Reaktionen der Café-Besucher beobachten.

5.4 Schatzsuche

Ziel: Auf Gottes Stimme hören und seinen Spuren folgen.

Vorbereitung: Die Gruppe hat eine Zeit der Stille von etwa 15 Minuten. In dieser Zeit gibt sie Gott Raum, zu ihnen zu sprechen, und ihnen Personen, Orte, Bilder und Eindrücke zu schenken, die man dann später im Ort / in der Stadt suchen kann. Diese Eindrücke werden dann auf einer Art „Schatzkarte“ zusammengetragen, sortiert und der Gruppe ausgeteilt.

Ausführung: Mit der Schatzkarte geht man nun in den Ort und sucht die entsprechenden Plätze und Personen. Man kann Gott bitten, dass er aufgeschlossene Menschen auf den Weg schickt. Ist eine Person gefunden, kann man z. B. wie folgt ein Gespräch eröffnen: „Hallo, wir sind die Jugendgruppe XY und machen gerade eine Schatzsuche. Auf unserer Schatzkarte sind Sie aufgetaucht. Haben Sie eine Ahnung, wieso das so sein könnte?“ Wenn die Person sich darauf einlässt, kann man z. B. fragen, was ihr Leben gerade besonders macht, und dann anbieten, jetzt hier für sie zu beten.

5.5 Free hugs und/oder Rosen verteilen

Ziel: Menschen ein Lächeln und Zuwendung schenken.

Vorbereitung: Schilder mit „Free Hugs“ malen und an der Kleidung festmachen. Vorher Rosen einkaufen.

Ausführung: Durch den Ort gehen, Menschen eine Umarmung anbieten oder eine Rose überreichen. Wenn sie nach dem „Warum?“ fragen, reicht oft schon die Antwort: „Weil Sie in Gottes Augen unglaublich wertvoll sind.“

6. Abschluss

Am Ende kommt die Gruppe noch einmal zusammen und erzählt von ihren Erlebnissen. Evtl. trägt man noch zusammen, was man hätte anders oder besser machen können.

Zum Abschluss wird gemeinsam gebetet und Gott für seinen Segen gedankt.

Für alle, die Lust haben, auf solche und noch mehr Aktionen: www.outreach-festival.de

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