Nachtschicht (KON 2.2020)

Die Osternacht fordert zu einer besonderen »Nachtschicht« heraus und hat die KON-Redaktion zu diesem Thema inspiriert. Stundenentwürfe für eine Gethsemane-Nacht und die Osternacht, für eine Pyjamaparty und Nachtgeländespiele gehören ebenso zu diesem Paket wie der Hintergrundartikel über »Eulen« und »Lerchen« (die Schlaftypen), Bibelarbeiten über nächtliche Geschichten von Nikodemus und Petrus auf dem Meer und den Todesengel in der Nacht vor dem Auszug des Volkes Israel. Zwei Kreativangebote für selbstgemachte Fackeln und einen beruhigenden Tee beenden die »Nachtschicht«.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Tipps und Ideen und für echte Nachteulen und solche, die es noch werden wollen

Wer hat sie nicht geliebt: Die Pyjama-Partys unserer Kindheit! Es war doch wirklich jedes Mal ein richtiges Fest und immer etwas Besonderes. Warum? Ganz einfach: weil es Nacht war! Nachts gemeinsam spielen, singen, Filme schauen und Süßigkeiten knabbern macht einfach richtig viel Spaß. Je größer die Gruppe, umso besser! Außerdem bleibt hier endlich einmal genug Zeit für all die Dinge, Aktionen und Gespräche, die in eine normale Gruppenstunde unter der Woche zeitlich einfach nicht mehr hineinpassen. Genug Gründe, alsbald einmal eine Pyjama-Party-Übernachtungsaktion für eure Mädchentruppe zu schmeißen!

Im Folgenden findet ihr dafür ein paar Ideen und Tipps, die eure Pyjama-Party inhaltlich und äußerlich bereichern können. Natürlich eignen sich die einzelnen Ideen auch als Teilelemente für eine einzelne Gruppenstunde, die unter dem Motto »Pyjamaparty« steht.

Location & Deko:

Wenn ihr eine richtige Übernachtungsparty schmeißen wollt, nehmt ihr am besten das ganze Gemeindehaus in Beschlag. Eine schöne Deko macht dabei auch aus dem grau-eintönigsten Jugendraum schnell eine echte Pyjama-Party-Location. Überrascht die Mädels doch mit bunten Girlanden, selbstgemachten Pompons und natürlich vielen Kissen und Decken. Das Matratzenlager aus den selbstmitgebrachten Luftmatratzen der Mädchen kann dann passend dazu auf dem Boden aufgebaut werden, sodass eine riesige »Schlafwelt« entsteht.

Eine Anleitung für die Herstellung selbstgemachter Pompons, die aussehen wie kleine Wolken am Himmel (oder doch Schäfchen?!), gibt es hier: https://www.pinterest.de/pin/727331408552421276/

Die Pyjamas …

Mit ihnen steht und fällt alles: Die Pyjamas. Auch wenn das klassische Zweiteiler-Modell heute eher aus der Mode gekommen ist, hat es für eine Pyjama-Party doch noch einmal eine ganz andere Wirkung, als Mitarbeiterin im ausgedienten oder bei Oma geliehenen Nachthemd oder Schlafanzug zu kommen. Ganz einfach deshalb, weil es für die Mädchen eine ganze Menge mehr Spaßfaktor hergibt, wenn die »erwachsenen« Mitarbeiterinnen in lustigen Schlafgewändern erscheinen. Die Mädchen selbst sollten natürlich auch im entsprechenden Schlafdress kommen, was sich aus der Erfahrung heraus am besten mit den Eltern höchstpersönlich absprechen lässt, damit auch wirklich alle in entsprechender Kostümierung vor Ort sind. Immerhin lebt eine Pyjama-Party von ausgefallenen Schlafanzügen …

Tipp: Wer möchte, kann in diesem Zusammenhang noch einen kleinen Contest starten: Wer hat den ausgefallensten, den ältesten oder den buntesten Schlafanzug? In verschiedenen Kategorien können hier Minipreise (in Form von Gummibärchen) verteilt werden. Durch die Ankündigung des Contests vor der Party könnt ihr die Mädels damit vielleicht auch ermutigen, wirklich im Schlafanzug zu kommen.

Snacks & Drinks:

Alkoholfreie Cocktails:

Hübsch garniert mit Schirmchen und Früchten sind alkoholfreie Cocktails auch für die Mädels wirklich etwas Besonderes. Neben verschiedenen Säften braucht man dazu meist nur noch alkoholfreie Grenadine. Auf Pinterest gibt es viele lecker klingende Ideen und Tipps mit fertigen Rezeptvorschlägen. Schaut dort vorbei und überrascht eure Gruppe mit einer echten Cocktailbar.

Hunger auf Süßes:

Wie wäre es denn, als Mitternachtssnack einmal nicht die obligatorischen Chips- und Schokoladentüten auszupacken, sondern mal etwas (halbwegs) Gesundes und obendrauf richtig Leckeres im Mondschein zu verspeisen? Vor allem im Frühling und Sommer schmeckt er einfach immer wieder gut: Frozen Yoghurt!

Hier kommt ein schnelles Rezept, das ihr auch gut vorbereiten könnt:

500 ml Joghurt mit hohem Fettanteil (mindestens 3,8%) werden mit 100 g Puderzucker cremig verrührt. Wer möchte, kann auch mit natürlicher Süße arbeiten, bspw. Honig oder Kokosblütenzucker hinzufügen. Die homogene Masse kann danach entweder in einer Eismaschine oder (mindestens vier Stunden) im Eisfach geeist werden. Im Eisfach regelmäßiges Umrühren nicht vergessen, da die Masse sonst zu hart wird. Die obige Menge reicht für 4 Personen – für die jeweilige Gruppengröße die Maße jeweils entsprechend vervielfachen. Guten Appetit!

Tipp: Natürlich muss ein Frozen Yoghurt hübsch und schmackhaft garniert werden. Baut dazu doch eine kleine Candy Bar auf! M&Ms, Gummibärchen und Knall-Brause geben dem geeisten Joghurt neben ein paar leckeren Fruchtsoßen eine individuelle Note und schmecken einfach hervorragend.

Spiele & Aktionen:

Schlafmasken nähen:

Wer etwas Kreatives in das Partyprogramm einbauen möchte, kann mit wenig Aufwand und ein oder zwei Nähmaschinen schnell und recht einfach gemeinsam mit den Mädels Schlafmasken nähen. Dazu gibt es im Internet diverse Anleitungen und Schnittvorlagen. Eine mögliche Variante findet ihr hier: https://www.pinterest.de/pin/727331408552421276/

Tipp: Diese Näharbeit eignet sich auch hervorragend, um alte Stoffreste aufzubrauchen.

Mini-Playback-Show:

Wer den Abend nicht mit dem obligatorischen Film füllen möchte, tut sich mit diesem Programmpunkt vielleicht einen Gefallen: Mini-Playback-Show bedeutet nämlich Eigeninitiative und großartigen Spaß für alle Beteiligten. Einzige Voraussetzung: Alle machen mit!

An Material benötigt ihr neben einer guten »Brüllbox« (hochdeutsch: Bluetooth-Lautsprecherbox) lediglich einen funktionierenden Spotify-Account mit gut verfügbarem Internet. Discolicht und Nebelmaschine machen was her, sind aber nicht unbedingt nötig. Spaßig wird es so oder so!

Ablauf: Dieser Programmpunkt benötigt etwas Planung im Voraus, um genau zu sein, etwa 2–3 Wochen vor der eigentlichen Pyjamaparty. In einer Gruppenstunde, in der ihr beispielsweise auch zur Party einladet, könnt ihr den Mädels von eurem Plan erzählen: Dazu müssen sich die Mädels in Gruppen einteilen (lassen), in denen sie sich dann einen Song aussuchen dürfen. Zu diesem müssen sie sich in der Zeit bis zur Party eine Tanz-Performance überlegen. Heißt: Die Musik kommt vom Band und die Mädels erarbeiten sich eine beliebige und vor allem kreative Abfolge von Tanzschritten, die sie bis zur Party einüben müssen. Kostümierung und Make-Up sind natürlich auch erlaubt.

Auf der Party selbst werden die Mädels dann nacheinander aufgefordert, ihre Kür vorzuführen. Für die Mitarbeiterinnen gilt: Gestaltet die Mini-Playback-Show dabei auch wirklich als »Show«, stellt zum Beispiel eine Moderatorin und eine Jury aus zwei bis drei Mitarbeiterinnen (oder unparteiischen Eltern) zusammen. Diese Jury bewertet dann nach dem Auftritt der Mädels geheim die Performance. Mögliche Kategorien dabei können sein: Qualität und Schwierigkeitsgrad der Tanzschritte, Auswahl der Tanzschritte, fehlerfreie Durchführung, Teamwork, Kreativität, etc. Die ersten drei Plätze belegen die besten drei Gruppen und dürfen sich über angemessene Preise freuen.

Wenn wirklich alle mitmachen wird die Mini-Playback-Show so zu einem Riesen-Highlight, das den Mädels bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Schäfchen zählen:

Ein berühmter Klassiker aus der Jugendarbeitsspielewelt heißt bei uns »Bis 100 zählen«. In diesem Fall könnte man es aber auch »Schäfchen zählen« nennen.

Anleitung: Eine der Mitarbeiterinnen beginnt und sagt laut »Eins«. Daraufhin müssen die Mädchen dann bis 100 zählen. Aber: Niemals dürfen zwei Mädchen die nächste Zahl gleichzeitig sagen. Sobald also zwei zur gleichen Zeit zu reden anfangen, muss von vorne begonnen werden. Es gilt also genau hinzuhören und sich gegebenenfalls unauffällig und lautlos etwas »abzusprechen«. Die Erfahrung zeigt: Mit ein bisschen Übung kann man es auch bis 100 schaffen. Sollte es allerdings gar nicht funktionieren, setzt die Zielzahl herunter. Auch 50 »Schäfchen« sind eine gute Leistung für den Anfang (:

Wellness und Co:

Na klar: Ein bisschen Wellness muss auch sein! Vor allem für ältere Mädchen ist eine Pyjama-Party eine gute Möglichkeit, völlig ungestört neues Make-Up auszuprobieren, die erste Gesichtsmaske aufzutragen und sich die Nägel zu lackieren. Wenn die Mitarbeiterinnen die entsprechenden Produkte zur Verfügung stellen, ist dieser Programmpunkt fast ein Selbstläufer!

Tipp: Aber Vorsicht! In manchen oder vielleicht auch in den meisten Gruppen gibt es Mädchen, die noch nicht »so weit sind«, sprich, die das Thema »Wellness und Kosmetik« einfach (noch) nicht interessiert. Das ist völlig okay und darf auch so sein. Achtet also bereits im Vorhinein darauf, wer möglicherweise nicht mitmachen könnte und plant vorsorglich eine Programmalternative ein. Das Thema ist zu sensibel, als dass sich einzelne Mädchen gezwungen fühlen sollten!

Vorschläge für Bibelarbeiten oder eine Andacht

… zum Thema Nachtschicht findet ihr unter KON hier auf jugendarbeit.online.de

Tipp: Wenn es nicht um das Motto »Nachtschichten« gehen soll: Traut euch ruhig, im Zuge einer Pyjamaparty auch mal ein Thema anzugehen, für das die wöchentliche Gruppenstunde nicht immer den passenden Rahmen bietet. Beispielsweise kann hier bei älteren Mädchen endlich mal ausführlich über Jungs und Partnerschaften gesprochen werden oder bei jüngeren Kindern über die Themen »Freundschaften« oder sogar »Mobbing«. Wichtig finde ich es, den Mädchen im Zuge einer längeren und vor allem intensiven Bibelarbeit (egal welchen Themas) auch immer »Lösungsmöglichkeiten« mit auf den Weg zu geben und auch die erlösende Botschaft vom Kreuz in die Bibelarbeit mit einzuarbeiten. Während eines gemeinsamen Abends bieten sich nämlich hier ähnlich wie auf Freizeiten, meistens Möglichkeiten, über etwaige Fragen oder Schwierigkeiten sowie persönliche Erfahrungen zu sprechen. Nutzt die vertraute Gemeinschaft und die lange Zeitspanne, die eine Übernachtungsparty bietet. Hier tut sich oft viel für jedes einzelne Mädchen, aber auch für den Zusammenhalt in der Gruppe!

Material:

  • Deko (Girlanden, Ponpons, Kissen, Decken …)
  • originelle Pyjamas oder Nachthemden
  • Zutaten für alkoholfreie Cocktails (siehe z.B. Pinterest)
  • Zutaten für Frozen Joghurt: Naturjogurt 3,5% Fett, Puderzucker, kleine Candy-Bar mit Saucen und Süssigkeiten
  • Material und Nähmaschine zum Schlafmasken nähen
  • Material für die Mini-Playback-Show: Bluetooth-Lautsprecherbox, evtl. Discolicht
  • Material für Wellness: Gesichtsmasken, Nagellack, Makeup …

Aus was Altem etwas Schönes machen

1. Vorbemerkungen

Sucht euch ein paar Bastelprojekte raus und macht einen praktischen Teenkreis gegen die Wegwerfkultur. Sammelt gemeinsam mit den Teilnehmenden ein paar Wochen im Voraus die Materialien. Die folgenden Projekte sind Anregungen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Zum Beispiel können die einzelnen Taschen mit Patches aufgewertet oder mit Textilfarben bemalt werden. Ich empfehle, die Projekte vorher selbst zu testen, als Anschauungsmaterial, denn so können Fragen besser beantwortet werden, da man weiß, wo Schwierigkeiten aufkommen können. Und los geht’s.

2. Zielgedanke

Schmeißt nicht alles gleich weg, in allem steckt Potenzial.

3. Methoden

3.1 Aus Shirt mach Beutel

Das Lieblingsshirt passt nicht mehr oder ist nicht mehr „in“, aber wegwerfen möchte man es auch nicht. In nur wenigen Schritten und nur mit einer Schere wird aus dem Shirt ein praktischer Beutel. Dazu wird das Shirt glatt ausgelegt und die Ärmel inkl. Naht abgeschnitten. Außerdem wird der Kragen großzügig ausgeschnitten (später die Öffnung). Bei der Länge wird entweder die gesamte Shirtlänge genutzt oder etwas gekürzt, dabei die gewünschte Länge plus ca. 8 cm nehmen und darunter abschneiden. Die unteren 8 cm in gleichmäßige Fransen schneiden, dabei Vorder- und Rückseite gleichzeitig schneiden. Dann gibt es zwei Varianten: einmal Beutel mit Fransen am Boden, oder ohne. Für die Variante ohne Fransen den Beutel auf links drehen. Dann die Fransen jeweils gegenüber verknoten, sodass Vorder- und Rückseite zusammengeknotet werden. Dies wird über die ganze Länge getan, zwischen den Knoten entstehen kleine Löcher. Um diese zu schließen und zu verhindern, dass die Knoten aufgehen, wird erneut geknotet, nur jetzt versetzt. Gegebenenfalls wenden und fertig ist der Beutel.

3.2 Aus Ritter Sport mach eine Geldbörse

Schokolade isst jeder gern und das Papier ist auch schön anzusehen. Um daraus eine Geldbörse zu machen, werden vier Schokopapiere (100-g-Tafel) gebraucht, selbstklebende Folie (transparent), Pappe, selbstklebender Klettverschluss (oder Druckknöpfe) und Kleber (doppelseitiges Klebeband). Am Anfang alle Schokoladenpapiere säubern. Die Pappe auf die Maße 10×15,5 cm zuschneiden. Zuerst wird das Außenteil erstellt. Dazu die gewünschte Farbe nehmen und die Pappe auf der Innenseite platzieren, etwa unter dem ersten Knick. Dann mit dem Kleber befestigen. Eine weitere Schokofolie wird oben auf die Pappe geklebt, sodass die Folien genau aufeinanderliegen. Zur Stabilisierung und Haltbarkeit wird die Außenseite mit der selbstklebenden Folie eingeschlagen, dabei am Rand etwa 1 cm überstehen lassen und noch nicht verkleben. Für die Innentaschen werden zwei weiter Schokoladenpapiere oberhalb des Sortennamens geknickt und jeweils auf eine Länge von 6,5 cm und 7,5 cm zugeschnitten. Die geschnittenen Schokopapiere übereinander auf den unteren Teil der Pappe des Außenteils legen, sodass jeweils die Sortennamen lesbar sind und den Teil ohne Pappe darüberklappen. So entstehen drei Fächer. Zusätzlich können auch am oberen Teil des Außenteils Taschen auf die gleiche Weise angebracht werden. Fixieren der Taschen an den Rändern mit dem Kleber. Nun die überstehende Folie an dem Außenteil an den Faltstellen und Ecken einschneiden und umkleben, zuerst an dem Außenteil ohne Pappe, dann über Innentaschen klappen und Folie darüberkleben. Genauso am oberen Teil. Zum Schluss einen Verschluss anbringen. Dazu erst oben ankleben und dann mit Gegenstück nach unten klappen, damit das Gegenstück gleich an der richtigen Position ist. Detaillierte Beschreibung mit Bildern auf: www.ritter-sport.de

3.3 Aus Dosen und Gläsern mach …

Oft gibt es Essen aus der Dose, und die landet gleich im gelben Sack. Dabei eignen sie sich sehr gut zur Aufbewahrung von vielen Dingen. Damit nicht eine langweilige, nur silberne Dose rumsteht, kann diese leicht aufgewertet werden. Dazu kann die Dose bemalt (z. B. mit Acrylfarbe) oder mit Stoffbändern (o. Ä.) verziert oder mit selbstklebender Folie (z. B. mit Tafelfolie, die immer neu beschriftet werden kann) beklebt werden. Eine weitere Möglichkeit ist, aus den Dosen eine Laterne zu machen, dazu werden mit einem Nagel und Hammer Löcher in die Dose geschlagen. Hier kann vorher ein Muster aufgemalt werden oder einfach frei Hand. Mit einem Draht kann ein Henkel oben angebracht werden, sodass die Möglichkeit besteht, die Laterne aufzuhängen. Nun noch eine Kerze rein und das schöne Muster genießen. Tipp: Benutzt einen Dosenöffner, bei dem keine scharfen Kanten entstehen.

Bei Gläsern, wie die von Marmelade o. Ä. sind ähnliche Dinge möglich. Zum einen können sie als Stauraum verwendet werden oder als Deko. Zum Bemalen eignen sich hier Glasmarker oder auch Nagellack.

3.4. Aus Shampoo-Flasche mach Box

Waschen tut sich jeder und da sammeln sich eine Menge Shampoo-Flaschen an. Daraus lassen sich einfach mit einer Schere und Klettverschluss (oder Druckknöpfen) Dosen basteln. Dazu den Kopf der Flasche abschneiden, falls vorhanden die Plastikhülle abnehmen und auswaschen. Die abgetrocknete Flasche wird auf einer Seite in der gewünschten Höhe abgeschnitten. Die andere Seite wird länger geschnitten, was als Lasche zum Überklappen dient. Wenn die Dose zurechtgeschnitten ist, kann die Flasche noch kreativ gestaltet werden, mit selbstklebender Folie oder Stiften. Zum Schluss den Verschluss anbringen.

3.5 Aus Jeans mach …

Jeans sind irgendwann an kleinen Stellen abgetragen, aber sonst noch gut erhalten. Aus den verschiedenen Teilen kann viel Neues gemacht werden. Hier kommen ein paar Ideen, einige benötigen lediglich eine Schere und andere benötigen eine Nähmaschine oder Geduld, um es mit der Hand zu nähen.

Aus den Gesäßtaschen einer Jeans lassen sich mithilfe einer Schere praktische Halter zum Aufladen des Handys erstellen. Dazu wird die Gesäßtasche an den fest genähten Seiten knapp ausgeschnitten. Oben an der Öffnung wird oberhalb der nächsten Naht parallel zur Tasche geschnitten. Nun zwischen oberer Naht und Tasche ein Loch schneiden, sodass ein „Henkel“ entsteht. Dieser kann beim Aufladen über das Netzteil gehangen werden und das Handy in der Tasche verstaut. Außerdem lässt sich aus den Taschen schnell und einfach ein Täschchen machen, dazu die Tasche auf die gleiche Art ausschneiden, nur wird dieses Mal oberhalb der Gesäßtasche kein Loch geschnitten. Der Teil oberhalb der Tasche wird übergeklappt und dient als Verschluss des Täschchens. Mithilfe von Druckknöpfen, Klettverschluss oder einem Knopf kann das Täschchen fest verschlossen werden. Bei einem Knopf oben in die Klappe einfach ein Loch schneiden, abhängig von der Knopfgröße, und den Knopf mit der Hand auf der Gesäßtasche festnähen.

Aus den Hosenbeinen lassen sich leicht Utensilos nähen. Dazu die Hosenbeine glatt auslegen. Der Zuschnitt ist abhängig von der gewünschten Größe. Ich empfehle eine max. Höhe von 15 cm, da der Utensilo sonst umkippt. Das Hosenbein wird auf die gewünschte Länge plus eine halbe Beinbreite (für den Boden) zugeschnitten. Danach wird das Hosenbein auf links gedreht und an der Schnittkante zusammengenäht. Danach werden die Ecken umgenäht. Dazu mit der Hand in die entstandene Tasche gehen und die Ecke auseinanderfalten und wieder aufeinanderlegen, sodass die Hosennaht auf der neuen Naht liegt. Von der Ecke mit einem Dreieck die Stelle ermitteln, an der die Breite der Spitze der halben Beinbreite entspricht. (Ungenauigkeiten sind nicht schlimm, dann ist der Boden rechteckig und nicht quadratisch) Die Stelle markieren und dort entlangnähen. Danach die Ecke abschneiden. Diesen Vorgang für die andere Ecke wiederholen. Dann wieder auf rechts drehen und fertig ist der Utensilo. Zur Stabilität kann oben der Hosensaum etwas gekrempelt werden.

3.6 Aus … mach Täschchen

Das folgende Täschchen kann eigentlich aus fast allem genäht werden. In dem Beispiel habe ich ein Schokopapier für außen und Jeans für innen genutzt. Genauso gut kann aber auch ein Shirt, alte Bettwäsche oder Stoffe genutzt werden. Jeans bietet sich als Innenfutter an, da sie etwas stabiler ist und so das Täschchen an Stabilität gewinnt. Bei der Verwendung von Schokopapier zuerst das Papier säubern und in transparente, selbstklebende Folie einschlagen (zum Schutz der Folie). Hierbei kann das Schokopapier im Original genutzt werden oder, wenn das Täschchen eine andere Aufteilung haben soll (Größe und Überlappung), kann diese zurechtgeschnitten und mithilfe der Folie neu zusammengesetzt werden, ohne dass große Schnittkanten sichtbar sind. Danach ein Stück Jeans in der Größe des Schokopapiers ausschneiden (etwas einfacher zu verarbeiten ist es, wenn die Jeans etwas größer geschnitten wird, überstehende Stücke werden später abgeschnitten). Dann wird das Schokopapier mit der Außenseite auf die Jeans gelegt und an der unteren Kante, die später die Innentasche bildet, zusammengenäht. Jetzt so drehen, dass die Außenseite des Schokopapiers nach unten zeigt und oben auf der Jeans liegt. Der Abschnitt, der die Innentasche bilden soll, wird nach oben geklappt, sodass Jeans auf Jeans liegt. Dies mit Klammern oder Nadeln befestigen, damit es nicht verrutscht. Jetzt das Schokopapier von unten hochholen und oben drüberklappen, dass die Innenseite nach oben zeigt. Dabei an den Seiten darauf achten, dass diese genau auf der Innentasche liegen. Etwas fixieren und dann die beiden Seiten abnähen, oben die Kante als Wendeöffnung offen lassen. Nachdem beide Seiten zusammengenäht sind, werden überschüssige Stoffstücke abgeschnitten, da diese sonst für Knubbel in der Tasche sorgen. Danach wird das Ganze durch die Wendeöffnung gedreht. Die Ecken werden vorsichtig mit dem Finger oder der geschlossenen Schere rausgedrückt. Jetzt sollte die Innentasche vorhanden sein und die Klappe oben offen. Zuletzt wird die Klappe geschlossen, indem das Schokopapier und die Jeans in die Öffnung geklappt werden und aufeinandergelegt. Dann knapp kantig zunähen. Zuletzt noch einen Verschluss, wie Klett oder Druckknöpfe, anbringen. Als Alternative kann ein Loch in die Klappe gemacht und ein Band befestigt werden, mit dem die Tasche durch Umwickeln verschlossen wird.

Frisbees selber nähen

Frisbee – ein Spiel mit vielen Möglichkeiten. Beim Frisbee feiern blutige Anfänger wie auch mit allen Wassern gewaschene Könner Erfolge. Es kann zu zweit oder in Mannschaften gespielt werden. Gibt man in eine Suchmaschine den Begriff „Frisbee-Spiele“ ein, stößt man auf viele Seiten, die jede Menge Spiele und Aktionen mit der flachen Wurfscheibe beschreiben. Das besondere an diesem Frisbee, den wir euch in diesem Artikel vorstellen, ist, dass man ihn in jede Jackentasche bekommt und überall hin mitnehmen kann. Er ist mit wenigen Handgriffen selbst genäht und günstig in der Herstellung.

So geht’s:

Schritt 1 – Zuschnitt

Zuerst die Stoffstücke zuschneiden. Jeder Frisbee besteht aus zwei gleich großen Kreisen. Der Teller dient als Schablone. Den Teller auf den Stoff legen, seine Kontur mit einem Stift nachziehen und beide Stoffkreise ausschneiden.

Schritt 2 – Zusammenstecken und Wendeöffnung markieren

Nun die schönen Seiten der Stoffkreise aufeinanderlegen (im Fachjargon: rechts auf rechts) und mit den Stecknadeln zusammenstecken, damit sie beim Nähen nicht verrutschen. Wichtig: mit einem Stift die Stelle markieren (ca. 5 cm), die später nicht zusammengenäht wird, damit der Frisbee nach dem Nähen gewendet werden kann.

Schritt 3 – Nähen

Den zusammengesteckten Frisbee mit der Nähmaschine zusammennähen. Man beginnt bei einer der beiden Markierungen, näht einmal um den Kreis herum und stoppt bei der zweiten Markierung. Damit die Naht beim Wenden nicht aufgeht, zu Beginn und zum Abschluss der Naht kurz die Rückwärtstaste der Nähmaschine tippen. Abstand zur Kante: Breite Nähfuß. Den Rand (zwischen Stoffkanten und Naht) im Abstand von ca. 1,5 cm einschneiden. Der Schnitt muss ca. 1 mm vor der Naht stoppen. Vergisst man diesen Arbeitsschritt, lässt sich der Frisbee nicht sauber wenden.

Hinweis: Bei vielen Raumausstattern wird Bleiband mit unterschiedlichem Gewicht pro Meter angeboten.  Für den Frisbee solltet ihr das schwerste der angebotenen Bleibänder wählen, dann fliegt er am besten.

Die komplette TEC: 4/2018

Was ziehe ich nur an? Kann ich dieses T-Shirt auf der Arbeit tragen? Oder: Ist das Hemd schick genug für die Feier heute Abend? Ist die Jacke aus der letzten Saison überhaupt noch trendig genug für die Skipiste? Jeder kennt diese und ähnliche Fragen. Immer wieder stehe ich vor dem Kleiderschrank und philosophiere darüber, ob ich dieses oder jenes Kleidungsstück zu diesem oder jenem Anlass anziehen kann. Früher bin ich bei einem Nein losgezogen und habe einfach was Neues gekauft. Passend zum Anlass. Farblich up to date. Heute suche ich im Kleiderschrank, bis ich was Passendes gefunden habe. Ich kaufe nicht mehr so viel. Und ich habe mich von vielen Kleidungsstücken, die ich eh nicht mehr anziehe, getrennt. Und wenn ich dann mal was Neues zum Anziehen brauche, dann suche ich bewusst nach etwas Qualitativem und Zeitlosem, was ich lange und oft anziehen kann. Optimalerweise fair und ökologisch.

Ja, du liest das Editorial der TEC: und nicht das von irgendeiner Modezeitschrift. Es geht in dieser Ausgabe um Klamotten, Fashion und Jesus. Eine Prise Ethik gepaart mit der Frage „Welche Verantwortung haben wir als Jesusnachfolger für diese Welt?“ sollen euch als Gruppe herausfordern, über genau dieses Thema nachzudenken: Fast Fashion. Schneller, viel und billiger.

Der Mensch ist ein »taktiles« Wesen: Das Tasten und Fühlen ist für uns eine ganz wichtige Sinneswahrnehmung – schon von klein auf, wenn wir die Welt um uns herum entdecken, wollen wir sie be-greifen. Berührung brauchen wir nicht nur, um unsere Neugier zu stillen, sondern auch ganz existentiell, um zufrieden leben zu können. Und bei Jesus können wir viele heilsame Berührungen sehen.

Themenartikel, Biblisches, Stundenentwürfe und Kreatives entfalten das Thema für Mitarbeiterinnen und ihre Mädchengruppen (Zielgruppe ca. 12–17 Jahre).

Immer wieder werden kleine Geschenke gebraucht, zum Geburtstag, zum Muttertag oder für die beste Freundin. Hier eine originelle Idee für Leute, die es sich gerne mit einem guten Buch gemütlich machen.

So habe ich das Leseherz genäht

  1. Ich habe zwei Herzen auf Tonpapier gezeichnet. Das kleinere hat exakte Form, wie das größere, es ist nur insgesamt 4 cm kleiner. Dann habe ich je zwei große Herzen und je zwei kleine Herzen mithilfe meiner Schablonen aus Stoff zugeschnitten. Beide Herzen habe ich rechts auf rechts zusammengenäht. ACHTUNG: Dabei habe ich zwei Wendeöffnungen pro Kissen offen gelassen.
  2. Am Foto seht ihr die beiden Wendeöffnungen, die ich später mit der Hand zugenäht habe. Ihr braucht beide, um das Kissen später zu füllen. Also: pro Kissen zwei Wendeöffnungen an der rechten und linken langen Seite!
  3. Nachdem ich die Nahtzugabe in den Kurven und Rundungen etwas eingeschnitten habe, werden die beiden Herzen gewendet und glatt gebügelt. Anschließend habe ich das kleinere Kissen mittig auf das große Kissen gelegt und eine gerade Linie von oben nach unten genäht. Dadurch entstehen vier Herzkammern mit je einer Wendeöffnung.
  4. Durch die Öffnung habe ich die vier Kammern mit Füllwatte gut gestopft und zum Schluss mit der Hand alle vier Wendeöffnungen zugenäht. Fertig!
1) Herzen aus Tonpapier/Stoff ausschneiden

Tipp: Kauft gleich einen großen Sack Füllwatte, denn davon braucht ihr einiges und es ist einfach günstiger. Da Stoff nicht immer günstig ist (und nicht jeder ein schwedisches Möbelhaus in der Nähe hat), haben wir weißen Baumwollstoff erstanden, den einmal durchgewaschen und in großen Stücken gebatikt. Dann entstehen ganz individuelle Stoffteile.

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