Die Tauschbörse

Teenkreis mit wenigen Leuten. Was tun, wenn immer nur ganz wenige kommen?

1. Vorbemerkungen

Dieser Abend knüpft an das bekannte Tauschspiel „Apfel und Ei“ und das Chaoskochen an, stellt aber eine echte Herausforderung für die Gruppe dar, denn ihr Essen hängt von dem Ergebnis ab. Die Jugendlichen ziehen am Anfang des Abends los, jeder mit einem Apfel, und müssen bei Haushalten im Ort klingeln und versuchen, ihre „Zutat“ in eine bessere Zutat zu tauschen, sodass sie am Ende etwas daraus kochen können.

Dieser Abend eignet sich gut für kleine Orte oder Dörfer, in denen die Jugendlichen sich gut auskennen und viele Kontakte haben. So ist die Hemmschwelle recht niedrig und sie trauen sich, bei den Häusern zu klingeln. Selbstverständlich muss man eine Küche zur Verfügung haben und es ist wichtig, eine Einverständniserklärung der Eltern einzuholen, da die Jugendlichen in Kleingruppen unterwegs sind.

Vorbereitung:

Die Vorbereitungen für den Abend sind überschaubar. Es müssen nur ein paar Äpfel besorgt werden. Bei ganz kleinen Gruppen kann man den Jugendlichen auch jeweils zwei Äpfel mitgeben, sodass sie am Ende mehr Zutaten zusammenbekommen. Für den Notfall können zusätzlich Nudeln und Tomatensauce besorgt werden, aber aus eigener Erfahrung war das nie nötig.

Dieser Abend lässt aber auch gut an das Thema Segen oder Gottes Versorgung anknüpfen. Die Jugendlichen haben erlebt, dass sie abhängig von der Versorgung durch andere waren. Während des Essens hat man eine gute Möglichkeit aus der eigenen Erfahrung zu sprechen, wie Gott für einen selbst gesorgt hat. Da lohnt es, sich im Vorfeld ein paar Gedanken darüber zu machen.

2. Zielgedanke

Die Teilnehmer sind herausgefordert, für das eigene Essen zu sorgen. Dafür müssen sie selber aktiv werden und vielleicht auch ihre Komfortzone verlassen. Obwohl sie selber etwas tun müssen merken sie, dass sie auf die Hilfe von anderen angewiesen sind. Sie erleben praktisch, wie Gott sie an diesem Abend versorgt. Die Gruppe entwickelt durch das gemeinsame Überwinden der Aufgabe ein Zugehörigkeitsgefühl und die Gemeinschaft wird gestärkt.

3. Methodik für die Gruppe

Ablauf

1. Die Jugendlichen kommen an, werden in Kleingruppen aufgeteilt, bekommen einen Apfel und ziehen los. Sie haben eine Stunde Zeit. Sie können sich überlegen, ob sie versuchen wollen, bestimmte Zutaten zu bekommen. Sinnvoll ist es auf jeden Fall einzuteilen, welche Gruppe in welche Richtung geht, sodass sie nicht alle bei den gleichen Häusern klingeln.

2. Die Jugendlichen kommen zurück und sie überlegen, was nun daraus gekocht werden soll. Hier ist eine kleinere Gruppe sogar von Vorteil. Achtet darauf, dass jeder eine Aufgabe bekommt – so soll den Jugendlichen bewusst werden, dass sie die Verantwortung für das Essen tragen. Es ist trotzdem wichtig, alles im Überblick zu behalten um eingreifen zu können, wenn die Jugendlichen Hilfe benötigen oder noch ein wenig Motivation brauchen. Eine der Aufgaben kann es auch sein, den Tisch schön einzudecken.

3. Dann wird gegessen. In Gruppen mit wenigen Teilnehmenden bietet es sich an, zusammen zu essen. Es kann auch mal was Schnelles geben, aber das gemeinsame Essen stärkt die Gemeinschaft und man kommt echt gut miteinander ins Gespräch. An diesem Abend sollen die Jugendlichen davon berichten, wie es ihnen beim Tauschen ergangen ist. Fragt doch zu Anfang einfach wie es war, was ihnen schwerfiel und was sie überrascht hat. Wenn du gerne einen kleinen Impuls an diesem Abend setzen möchtest, ist dann auch die Gelegenheit, wenn die Jugendlichen erzählt haben. Knüpft an dem, was sie erlebt haben, an und erzählt von euren Erlebnissen, wie Gott euch versorgt hat und weist darauf hin, dass Gott auch an diesem Abend versorgt hat.

4. Es wird gemeinsam aufgeräumt. Es ist wichtig, dass die Jugendlichen auch hierbei Selbstverantwortung spüren. Teilt auch hier die „Dienste“ ein! In jeder Gruppe gibt es Personen, die immer viel machen und Personen, die sich gerne vor solchen Aufgaben drücken. Mit der Einteilung kann man schauen, dass es fair bleibt.

5. Ein gemeinsamer Abschlussgebet/Segen.

Die komplette TEC: 2/2019

Entschieden für Entscheidungen.

Wir müssen so oft Entscheidungen treffen. Was zieh ich an? Wir komme ich morgens aus dem Bett? Wann gehe ich ins Bett? Schwänze ich die Schule? Gehe ich in den Teenkreis? Mit wem bin ich befreundet? Möchte ich mein Leben Jesus anvertrauen? Auch heute wieder? Was sind meine Werte und wie komme ich zu meinen Entscheidungen? Wie finde ich Entscheidungen, die ich später möglichst nicht bereue, sondern die ich im Rückblick so wieder treffen würde? Entscheidungen, die Glauben und Leben stiften. Entscheidungen, für die ich stehe, mit reinem Gewissen und voller bzw. halb voller Überzeugung. Ich erlebe eine Generation der Unentschlossenen. Bloß nicht zu früh entscheiden. Was ist,
wenn noch was Besseres kommt? Aber Unverbindlichkeit ist keine trächtige Konstante im Leben. Aufschieberitis ist eher eine Krankheit als ein Ideal, auch wenn es erst mal bequem und angenehm ist. Wir leiden daran, alles offenzuhalten. Entscheidet mutig, mit bestem Wissen und Gewissen. Legt euch fest, zumindest legt euch erst mal fest. Ohne Position spielt man nicht mit. Wir möchten euch und eure Kreise einladen, Positionen zu finden und Position zu beziehen. Wieso, weshalb, warum? Was ist Ethik überhaupt? Wie treffe ich eine Entscheidung und was kann auch deine goldene Regel sein.

Der EC in Deutschland denkt ganz vom jungen Menschen her: Er nimmt ihn in seiner Lebenswirklichkeit wahr und begegnet ihm dort in zeitgemäßer Art und Weise. Dabei wird jedem jungen Menschen in einem gleichberechtigten Miteinander der größtmögliche Freiraum zur Ausgestaltung der Angebote gegeben. Diese ermöglichen es ihm, einen persönlichen Glauben an Jesus Christus zu erleben und eine prägende Persönlichkeit zu werden, durch die Menschen seiner Generation zu Jesusnachfolgern werden.

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