Elias Feuerprobe: Auf Gott kannst du dich verlassen!

Zielgedanke

Verlass dich auf Gott und lebe mit ihm! Denn auf ihn ist Verlass!

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Elias „Feuerprobe“ ereignet sich in einer bedrohlichen Situation: Das ganze Land ist aufgrund des ausbleibenden Regens ausgetrocknet und nichts wächst mehr. Es geht ums Überleben des ganzen Volkes.

Nun soll sich zeigen, welcher Gott der wahre Gott ist: Jahwe, für den Elia sich einsetzt (das bedeutet bereits sein Name: Mein Gott ist Jahwe) oder Baal, für den Ahab und seine Frau Isebel stehen.

Auf die Aufforderung, sich für einen Gott zu entscheiden, geben die am Karmel anwesenden Menschen zunächst keine Antwort. Doch nach der „Feuerprobe“ bekennen sie sich zu Jahwe und wollen mit ihm leben. Darauf folgt das Ende der Dürre: Jahwe lässt es regnen. (In der Erzählung wird Jahwe wie auch in den Bibelübersetzungen üblich als „HERR“ bezeichnet.)

Die zentrale Aussage der Geschichte, „sich für ein Leben mit Gott zu entscheiden“, greift auch der Andachtsimpuls auf. Dort ist Raum zum Erzählen, warum man selbst mit Gott lebt und was man mit ihm bereits erlebt hat. Wenn ein Kind mehr über ein Leben mit Gott erfahren möchte, kann Zeit für ein (Einzel-)Gespräch notwendig sein.

Erlebniswelt der Kinder

Es gibt Kinder, für die die Existenz Gottes nicht zur Diskussion steht. Andere wissen nur wenig über Gott. Die Geschichte zeigt, dass es nicht nur darum geht, über Gott Bescheid zu wissen, sondern konkret mit ihm zu leben. Das bedeutet, mit ihm zu reden, zu vertrauen, dass er Hilfe schenkt, und zu fragen, was er möchte. Die Kinder sollen erfahren, dass es sich lohnt mit Gott zu leben, weil man sich auf ihn verlassen kann.

Kinder können ganz Verschiedenes „vergöttern“. Sie fragen sich selten selbst, welchen Stellenwert Personen oder Sachen in ihrem Leben einnehmen. Ein Kind richtet das Leben nur auf eine Freundin oder auf den Sport aus, ein anderes Kind erwartet sich von Glücksbringern Hilfe in der Not.

Einstieg

Spiel: Worauf kann ich mich verlassen?

Markiere zwei gegenüberliegende Seiten des Raumes mit „Stimme ich voll zu!“ und „Das sehe ich ganz anders!“ Die Teilnehmenden sollen sich zu den folgenden Aussagen auf einer gedachten Skala zwischen den Seiten positionieren. Einzelne können dann interviewt werden.

Aussage 1: „Im Leben ist man auf sich allein gestellt. Man kann sich auf nichts und niemanden verlassen.“

Aussage 2: „Auf Gott kann man sich verlassen. Er erfüllt meine Gebete immer.“

Aussage 3: „Ich verlasse mich auf verschiedene Dinge: ob Glücksbringer, Horoskop oder Gott – Hauptsache es hilft.“

Aussage 4: „Ich verlasse mich auf meine Freunde, denn sie sind immer für mich da.“

Aussage 5: „Wenn ich ein Problem habe, kann ich mich auf meine Eltern verlassen.“

Erzählung

Thomas erzählt:

(Die Erzählung kann auch als Sprechspiel gestaltet werden. Man braucht einen Erzähler, einen Sprecher für Gott, Elia, Ahab und mehrere Sprecher für das Volk).

Die Dürre dauert jetzt schon monatelang. Es regnet einfach nicht. Selbst in der Regenzeit, wo es sonst tagelang nur so schüttet, findet sich keine Wolke am Himmel. Das ganze Land ist ausgetrocknet. Die Quellen sind versiegt, kein Bach führt noch Wasser. Auf den Feldern wächst nichts mehr. Menschen und Tiere haben kaum etwas zu essen und zu trinken. Da erhält Elia von Gott einen neuen Auftrag: „Geh zu König Ahab! Sag ihm, dass ich es bald regnen lassen werde.“ So geht Elia zu König Ahab. Erstaunt blickt Ahab Elia an: „Dich habe ich im ganzen Land suchen lassen. Ich konnte dich nirgends finden. Und jetzt tauchst du hier einfach so auf?“ Er kommt in Rage: „Du bist es, der das ganze Land ins Unglück gebracht hat! Wegen dir regnet es nicht und alle Menschen leiden!“

Elia bleibt ganz ruhig: „Nein, es ist wegen dir! Du hast dich nicht mehr auf Gott, den HERRN, verlassen. Du hast angefangen, zu Baal zu beten. Du hast diesem fremden Gott Tempel gebaut und von ihm Hilfe erwartet. Du traust Gott, dem HERRN, nichts zu, obwohl er der einzig wahre Gott ist.“ Ahab wird wütend. Doch Elia lässt ihn nicht zu Wort kommen: „Rufe das ganze Volk zusammen! Alle sollen zum Berg Karmel kommen. Trommle alle Priester zusammen, die dem Baal dienen! Dann wird sich zeigen, welcher Gott wirklich Macht hat.“ Ahab lässt sich darauf ein. Er versammelt alle Baalspriester am Berg Karmel. Dort ist was los: 450 Baalspriester stehen Elia gegenüber und viele Menschen schauen zu. Um den Gegensatz zwischen Elia als Einzelnem und der Übermacht der Baalspriester zu verdeutlichen, kann man 450 Reiskörner in ein großes Glas abzählen, aus 450 Legosteinen mehrere Türme bauen oder als ganz große Alternative ein Bällebad mit 450 Bällen füllen. Dem gegenüber steht jeweils ein Reiskorn/Legostein/Ball.

Zunächst wendet sich Elia an die vielen Zuschauer, die gekommen sind: „Hört her! Es geht um euch! Warum hinkt ihr auf beiden Beinen? Ihr entscheidet euch nicht zwischen Gott, dem HERRN und Baal. Wenn der HERR der wahre Gott ist, dann betet zu ihm und nicht zu Baal. Und wenn Baal der wahre Gott ist, dann betet zu ihm und nicht zum HERRN.“ Dann spricht Elia auch zu den Baalspriestern: „Baut jetzt einen Altar, richtet Holz hin und legt einen geopferten Stier darauf. Dann betet ihr zu Baal, dass er Feuer schickt. Er soll das Ganze in Brand setzen. Ich mache es genauso. Ich bete zu Gott, dem HERRN, dass er bei meinem Altar Feuer entfacht. Dann wird sich zeigen, wer der wahre Gott ist.“

Die Baalspriester legen gleich los und bauen alles auf. Dann rufen sie laut: „Baal, antworte uns! Sende Feuer!“ Aber es passiert nichts. Eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden – nichts. Elia fängt an zu spotten: „Ruft lauter! Vielleicht ist Baal in Gedanken versunken oder er ist eingeschlafen.“ Die Priester fangen an, noch lauter zu schreien, sie tanzen wild um den Altar, sie versuchen einfach alles. Doch gar nichts geschieht. Dann beginnt Elia. Er baut einen Altar für den HERRN und bereitet alles vor. Dann holt er zur Verwunderung aller Wasser. Nicht nur einen, sondern zwölf Eimer Wasser gießt er über alles, so dass sich rund um den Altar große Pfützen bilden. Als er damit fertig ist, spricht er ein kurzes Gebet: „HERR, mein Gott! Heute soll jeder erkennen, dass du der einzig wahre Gott bist. Zeige du dich und antworte auf mein Gebet!“ Da fällt Feuer vom Himmel herab und das Holz fängt an zu brennen. Das Feuer ist so stark, dass das ganze Wasser verdampft und sogar die Steine des Altars schmelzen. Alle Zuschauer staunen und rufen: „Der HERR ist unser Gott. Ihm wollen wir folgen und zu niemand anderem beten. Nur der HERR ist unser Gott.“ Kurze Zeit später ziehen Wolken am Himmel auf. Es beginnt zu winden und plötzlich setzt ein starker Regen ein.

Andachtsimpuls

1.) An wen wendest du dich, wenn du in einer schwierigen Situation steckst? Wenn es uns schlecht geht, merken wir, wer wirklich für uns da ist. Wir brauchen im Leben jemanden, auf den wir uns verlassen können. Allein sind wir verloren.

2.) Elia war auf sich allein gestellt, er hatte niemanden auf seiner Seite. Stimmt nicht! Gott war für ihn da. Elia vertraute darauf, dass Gott ihm immer hilft. Das hat er wunderbar auf dem Berg erlebt.

3.) Wir können Gott nicht sehen und es gibt keinen Beweis für Gott. Aber viele Menschen erleben es: Gott ist für mich da. Ich kann mich auf ihn verlassen. Hier kann jeder von seinen Erfahrungen erzählen, die er mit Gott gemacht hat.

4.) Gott ist nicht nur ein Rettungsanker in der Not, er begleitet mich im ganzen Leben. Er freut sich mit mir, wenn ich schöne Dinge erlebe und er hört mir zu, wenn ich ihm meine Sorgen erzähle. Ich erfahre von seinem genialen Plan für mein Leben, wenn ich in der Bibel lese oder mich mit anderen Christen treffe. Gott hilft mir, so zu leben, wie es gut für mich und gut für andere ist. Dieser Abschnitt kann persönlich angepasst werden: Warum lebe ich mit Gott? Ich habe mich entschieden, Gott zu vertrauen und mit ihm zu leben. Willst du das auch?

Gebet

Lieber Gott, es ist toll, wie du Elia gezeigt hast, dass man sich auf dich verlassen kann. Danke, dass du auch für mich da bist und mir hilfst. Ich will mein Leben mit dir leben! Amen.

Ideen zur Vertiefung

Elias Feuerprobe in den Medien

  • Liveschaltung im Radio: Radioreporter spielen, der live vom Geschehen berichtet.
  • Interview mit Elia: Fragen und Antworten überlegen und Interview durchführen.
  • Nachrichtenmeldung: eine schriftliche Meldung verfassen und aushängen.

Hinkespiel

Die Papierfüße werden als Spur auf den Boden gelegt, abwechselnd links ein gelber und rechts ein blauer Fuß. Der Abstand zwischen den gelben und den blauen Füßen wird immer größer, so dass sich zwei getrennte Wege bilden. Aufgabe der Kinder ist es nun, der Spur zu folgen, indem sie nur auf die Papierfüße treten. Beim letzten Paar soll es ihnen unmöglich sein, die Papierfüße zu erreichen.

Nachgespräch: Was meint Elia mit der Aussage: „Warum hinkt ihr auf beiden Beinen?“

Bei Elia gab es eine Konkurrenz zwischen Gott und Baal – was könnte heute in Konkurrenz zu Gott stehen?

Lieder

  • Felsenfest und stark, Einfach spitze Nr. 12
  • Gott ist stark, Einfach spitze Nr. 59
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