Real LIFE

Leitgedanken/Leitverse

Aussage: Angenommen durch Jesus! Deshalb will ich um jeden Preis mit Gott verbunden sein.
Sarg von Jesus, sein voller Einsatz, sein Sterben, sein Möglichmachen, seine Annahme für uns, Zeugnis: Deshalb will ich um jeden Preis mit ihm verbunden sein, Gott ist das, was dich hält, wenn alles wegbricht, …

Aussage: Jesus nachfolgen – Komme was will!

  • mit ihm unterwegs/verbunden sein
  • all in
  • voller Einsatz
  • loslassen, …

Aussage: Kraft seiner Auferstehung!
Durch einen Sarg als Tür in die Kirche gehen. Kirche als Symbol für das Anteilhaben an Gottes Kraft. Selbst der Tod kann uns nicht trennen. Wir leben mit der Perspektive Ewigkeit schon hier und jetzt.

Aussagen aus dem Philipperbrief, die dem inhaltlichen Fokus zugrundeliegen

  • Meine Gefangenschaft hat die Botschaft nicht aufgehalten. Ganz im Gegenteil: die Menschen, die Paulus gefangen gehalten haben, haben erkannt, warum Paulus gefangen wurde: Weil er an Jesus glaubt.
  • Christus ist mein Leben. Am liebsten würde ich jetzt sterben, andererseits habe ich noch eine wichtige Aufgabe, damit auch ihr fest im Glauben bleibt. (Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn)
  • Lasst euch nicht von euren Gegnern einschüchtern: Jesus war Gott, gehorsam bis hin zum Tod. Er erniedrigt sich selbst.
  • Was immer geschehen mag, freut euch, weil ihr zu Gott gehört. Das ist eine tiefe Gewissheit.
  • Wir verlassen uns nicht mehr auf uns selbst, sondern verlassen uns auf Gott. Gegenüber dem Gewinn, dass Christus mein Herr ist, ist alles andere belanglos geworden! Um jeden Preis möchte ich mit Gott verbunden sein. Macht euch keine Sorgen, ihr könnt in jeder Lage zu Gott beten, sagt ihm, wie es euch geht. Und dankt ihm, denn ihr seid mit Christus verbunden!
  • Was zählt, ist dass ich von Gott angenommen bin. Wir haben unsere Heimat im Himmel, wir sind nicht darauf angewiesen, alles, was unser Leben gerade ausmacht, so wichtig zu bewerten und zwanghaft daran festzuhalten.
  • Ich will die Kraft seiner Auferstehung erfahren!! (Aber auch sein Leid mittragen)

RealLIFE Programm

Rahmen:

Audioguide

  • per Handy der TN

Modus

  • Pro Min. geht eine Person los
  • Flexibles Losgehen und Ankommen möglich
  • Jeder geht für sich alleine / Kleine Gruppe sind aber möglich

Mitarbeitende

  • zusätzliche Personen für die Seelsorge am Ende des Weges
  • 1 Person am Checkpoint
  • 1-2 Personen am Check in
  • je Station mind. 1 Person

Stationen:

Im Downloadbereich gibt es ein Dokument mit den Texten des jeweiligen Audiotracks. Hier nur die Kurzbeschreibungen der Stationspunkte.

Station 1: Checkpoint

  • Backstein/Ziegelstein als Eintrittskarte aushändigen (Erleben eine Last zu tragen / Unangenehm) TN-Zahlen dadurch kontrollieren z. B. an jeder Station gibt es max. 60 Backsteine zum frei rausgeben
  • Wegbeschreibung zum Ankommen
  • 15-30 Min. Wegziel: Ankommen auf dem Friedhofsvorplatz / Stein ablegen

Station 2: Check in

  • Audioguide aushändigen und für technische Funktionen sorgen –> Hinweis beim Aushändigen: ihr seid solo unterwegs, macht es für euch oder maximal zu zweit, nicht in großen Gruppen.
  • Erhalten Friedhofsplan / Wegplan und Schreibzeug inkl. Unterlage / beim Schreibzeug
  • Offene Frage: Kommt jemand ohne Stein, bekommt er mit dem Audiogerät dann direkt einen ausgehändigt, den er dann auch gleich wieder ablegen kann?

Station 3: Blick auf Kreuz

  • Bei Punkt, wo Blick aufs Kreuz gut ist, stehen bleiben, dort Audio hören;
  • Der Punkt sollte markiert sein (auf dem Schild dazu sollte stehen, in welche Richtung sie blicken sollen)
  • Lediglich Erinnerung, keine extra Aktion

Station 4: Lebensinhalt

  • Stifte, Zettel, Schreibunterlage (bekommen sie schon zu Beginn mit)
  • Schreibe Sachen drauf, die dir wichtig sind.

Station 5: Loslassen

  • Vor einem der großen Mülleimer

Station 6: Alles weg? Feld namenloser Gräber 

  • Bei einem Ort von namenlosen Urnengräbern

Station 7: Grabrede

  • Ausgabe von Stiften, Zettel, Unterlage, Briefumschläge zum Mitnehmen
  • Eine eigenen Grabrede über sich selber schreiben
  • Bei finanziellen Spielraum wollen wir die Briefe zentrale ein paar Wochen später an sie versenden

Wir holen alle(s) raus

Der Frühling ist da. Die Temperaturen steigen. Zeit, rauszugehen!

Aufgrund der Pandemie verlegen wir unsere Angebote in die Natur oder auf größere Plätze. Gleichzeitig beachten wir natürlich die vorgegebenen Regeln des Landes. Unser Redaktionsteam hat für Euch und eure Kinder einige gut umsetzbare Ideen in konkrete Entwürfe umgesetzt, damit Ihr mit Euren Kindern in Kontakt bleiben könnt. Wie wäre es mit einem Treffen am Lagerfeuer, dazu Stockbrot und eine gute Geschichte? Vielleicht verteilt Ihr auch lieber Päckchen mit Briefen, Rätsel und Aktionen? Oder Ihr bereitet mehrere Stationen in eurer Ortschaft vor und lasst die Kinder von Station zu Station gehen? Vielleicht macht Ihr auch lieber ein Fitnessangebot live aus dem Garten wie die „Highland-Games“ hier aus dem Artikel „Kräftemessen im Schottenrock“?

Gerade jetzt brauchen Euch die Kinder. Sie sind die, die mit am meisten in dieser Zeit unter der Kontaktlosigkeit leiden. Hier ist es wichtig, ihnen ein guter Wegbegleiter/ eine gute Wegbegleiterin zu sein, vielleicht auch mal anzurufen oder eine Messanger-Nachricht zu schicken. Kinder merken, dass man an sie denkt. Danke für alle Zeit und Liebe, die Ihr in die Jüngsten steckt! Gott segne Euch!

An Karfreitag werden in einigen Gemeinden Kreuzwege gemeinsam begangen. Wer auf einem Kreuzweg unterwegs ist, denkt an das Leiden und Sterben Jesu an verschieden Wegstationen.

Wir haben diese Idee aufgenommen und stellen euch hier eine Idee für einen Kreuzweg vor. Ihr könnt den Weg alleine oder als Familie (mit Teenkindern) gehen. Wir haben uns vier Anregungen in Form von Stationen ausgedacht. Diese lassen sich (fast) überall selbst nachvollziehen.

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten:

  1. Der Weg kann mit den hier beschriebenen Anregungen zu einem individuellen Zeitpunkt begangen werden. Dafür bekommen alle Teilnehmenden die Informationen zum Kreuzweg als Infoblatt.
  2. Der Weg wird am Karfreitag um 15 Uhr (zur Todesstunde Jesu) gegangen. So ist jede/r (Familie) für sich unterwegs, steht aber mit den anderen (aus der Gemeinde, dem CVJM, EJW,…) im ständigen Austausch. Über eine gemeinsame Messenger- Gruppe werden die Anregungen zum Kreuzweg „live“ ab 15 Uhr mitgeteilt und die Teilnehmenden des Kreuzweges können sich miteinander austauschen. Dazu erstellst du eine Messenger – Gruppe und lädst alle Teilnehmenden dazu ein.

Für den Kreuzweg ist es hilfreich, wenn man eher durch Wald und Feld geht, als durch die Stadt. An Material zum Mitnehmen braucht jede/r: ein Papiertaschentuch, einen Filzstift oder Kugelschreiber, ein Feuerzeug oder Streichhölzer. Wer den Kreuzweg in Begleitung der Gruppe gehen möchte, muss zusätzlich in der entsprechenden Messenger-Gruppe angemeldet sein. Wer den Kreuzweg individuell gehen möchte, braucht das Infoblatt.

Hier sind die Texte so abgedruckt, wie ihr sie direkt in euer Infoblatt schreiben bzw. als Message verschicken könnt. Die Bibelzitate stammen aus der Basisbibel.

Aufbruch:

Du gehst von zu Hause los. Überleg dir einen Weg, den du gerne gehen möchtest und ungefähr eine Stunde Wegzeit bietet. Bevor du losgehst, kannst du ein Gebet sprechen: „Herr, ich mache mich auf den Weg. Ich möchte darüber dachdenken, was dein Leiden und Sterben für mich heute bedeutet. Ich bitte dich, begegne du mir auf dem Weg, dass er mir zum Segen wird. Amen.“

Nach 10 Minuten kommst du zur ersten Station.

1. Station: Simon von Zyrene

Bibeltext: Die Soldaten führten Jesus zur Hinrichtung. Unterwegs hielten sie Simon von Zyrene an, der gerade vom Feld zurückkam. Sie luden ihm das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus her trug. (Lukas 23, 26)

Impuls: Was trägst du mit dir rum? Was belastet dich?

Aktion: Suche dir einen (schweren) Stein, der deine Last symbolisiert und trage ihn den weiteren Weg mit dir. Wenn du willst, mach ein Foto deines Steins und teile es mit den anderen.

Nach 15 Minuten kommst du zur zweiten Station.

2. Station: Die weinenden Frauen

Bibeltext: Viele Leute aus dem Volk liefen hinterher. Darunter waren Frauen, die sich auf die Brust schlugen und um ihn weinten. (Lukas 23, 27)

Impuls: Wie gehst du mit dem Leid um dich herum – dem Leid in der Nähe und dem Leid in der Ferne? Wenn du willst, schreibe den anderen deine Gedanken.

Aktion: Schreibe auf ein Papiertaschentuch (mit Filzstift oder Kuli) welches Leid dir nahegeht. Wenn du willst, mach ein Foto deines Taschentuches und teile es mit den anderen. Pack das Taschentuch ein und nimm es mit auf den nächsten Wegabschnitt.

Nach 15 Minuten kommst du zur dritten Station.

3. Station: Der Spott der Soldaten

Bibeltext: Die Soldaten verteilten seine Kleider und losten sie untereinander aus. Das Volk stand dabei und schaute zu. Die Mitglieder des jüdischen Rates verspotteten ihn. Sie sagten: „Andere hat er gerettet. Jetzt soll er sich selbst retten, wenn er der Christus ist, den Gott erwählt hat.“ Auch die Soldaten trieben ihren Spott mit ihm. Sie gingen zu Jesus und reichten ihm Essig. Dabei sagten sie: „Wenn du der König der Juden bist, rette dich selbst!“ (Lukas 23, 34b – 37)

Impuls: Wie kann Jesus diesen Spott ertragen? Warum nutzt er seine Macht nicht aus? Wenn du willst, schreibe den anderen deine Gedanken.

Aktion für mehrere Personen: Jesus vertraut sich Gott bedingungslos an. Schließt die Augen und lasst euch führen, und achtet darauf, wie oft in 5 Minuten ihr der Versuchung (nicht) widerstehen könnt, die Augen zu öffnen oder wnigsten zu blinzeln. Tauscht nach 5 Minuten die Rollen. Wenn ihr wollt, schreibt den anderen in der über den Messenger eure „Blinzelanzahl.“

Aktion für dich allein: Ein Gedankenexperiment: spinn doch mal die Geschichte Jesu und der Kirche weiter, wenn er vom Kreuz „Halt! Stopp! Aufhören!“ geschriehen hätte, und sich selbst befreit hätte. Wenn du willst, dann schreibe den anderen deine Gedanke.

Nach 15 Minuten kommst du zur nächsten Station.

4. Station: Die Grablegung

Bibeltext: Nachdem Jesus etwas von dem Essig genommen hatte, sagte er: „Jetzt ist alles vollendet.“ Er ließ den Kopf sinken und starb. Die beiden Männer (Josef von Arimathäa und Nikodemus) nahmen den Leichnam von Jesus. Zusammen mit den wohlriechenden Salben wickelten sie ihn in Leinenbinden ein. So war es bei jüdischen Begräbnissen üblich. (Johannes 19, 30 und 40)

Impuls: Als Jesus starb, nahm er all das mit in den Tod, was wir ihm abgeben wollen. Er starb, damit wir leben können. (Hier kann eine Kurzandacht zu Karfreitag folgen. Diese wird im Messenger als Audiodatei aufgenommen und die Teilnehmenden können sie sich jetzt anhören).

Aktion: Lege deinen Stein und dein Taschentuch ab. Wenn du willst, verbrenne das Taschentuch. Pflück dir eine Blume und rieche an ihr. Freue dich an ihrem Duft und nimm sie mit nach Hause. Wenn du willst, teile ein Foto von der Blume mit den anderen.

Das war die letzte Station. Gehe jetzt wieder nach Hause.

Diese Themenreihe enthält Gruppenstundenentwürfe für Jungscharen zur 2.Missionsreise von Paulus. Dabei werden Ereignisse bearbeitet, die in den Städten Philippi, Thessalonich, Athen und Korinth stattgefunden haben.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst.

Apostelgeschichte 17, 16-34

Das Ziel

Starter

Gott ist groß. Er will dich kennenlernen.

Checker

Gott ist größer, als wir uns vorstellen können.

Der Text an sich

Paulus, der zuvor mit Silas und Timotheus unterwegs war, kommt nicht ganz freiwillig und getrennt von seinen Begleitern nach Athen. In Beröa werden die Menschen, die aufgeschlossen gegenüber dem Evangelium sind, von Juden aus Tessalonich gegen Paulus aufgehetzt, worauf dieser fliehen muss. Nun steht Paulus in Athen und was er dort sieht, macht ihn zornig: Athen, ist voll mit Götzenbildern und Tempeln, religiösen und philosophischen Weltanschauungen, darunter auch Epikureer und Stoiker.

Epikureer– versuchten durch Abwägen von Lust und Übel, ein glückliches Leben zu führen. Dabei glaubten sie, dass alles dem Zufall unterstellt sei und es kein Ziel oder Zweck gäbe.

Stoiker– hingegen waren der Ansicht, dass alles vom Schicksal vorherbestimmt sei. Der Mensch könne durch die Vernunft frei sein von Emotionen, die ihn bestimmen, um dadurch glücklich zu werden.

Obwohl den Athenern Religion und Philosophie (Philosophie – Liebe zur Weisheit) scheinbar sehr wichtig sind, sind sie unwissend bzw. ungewiss. Sie verehren einen Gott, den sie gar nicht kennen, nach dem Motto: „Viel, hilft viel“ oder „Hilft es nicht, dann schadet es auch nicht“. Paulus nutzt seine „Wartezeit“, um mit den Menschen in diesem „Glaubenswirrwarr“ zu diskutieren und ihnen das Evangelium zu verkünden. Dabei trifft Paulus auf die Neugier der Menschen. Fraglich, ob diese Neugier eher Wissensdurst oder Sensationslust über eine neue und unbekannte Lehre entspricht. Paulus nimmt die Herausforderung „Gott oder Götze“ an. Er stellt klar: Gott ist ein Gott, der sich nicht auf menschliche Vorstellungen und Bilder begrenzen lässt. Gott ist Schöpfer und hat Macht. Er ist nicht auf den Menschen angewiesen, auf dessen Opfer oder Verehrung. Vielmehr lebt der Mensch durch Gott. Die Athener verehren Menschengemachtes und vergessen dabei, dass sie als Menschen von Gott gemacht sind. Gott möchte „entdeckt“ werden und in Beziehung zu den Menschen leben. Paulus ruft die Menschen auf, ihr Leben zu ändern.

 Die Reaktionen der Zuschauer auf Paulus‘ Areopag-Rede (Areopag – kleinerer felsiger Hügel in Athen) sind ganz unterschiedlich: Spott, Interesse und Umkehr.

Der Text für mich

 „Gott hat sich, in der Zeit als ich studiert habe nicht verändert, sondern mein Bild von Gott.“ Wer ist dieser Gott, den die Athener verehren, ohne ihn zu kennen? Paulus verkündigt einen Gott, der sich nicht reduzieren lässt auf Bilder, einsperren lässt in Tempel oder sich nicht durch meine Vorstellungskraft beschränken lässt. Gott, der so viel mehr ist, als wir uns vorstellen können, fordert auf, ihn zu entdecken. Wie ist mein Bild von Gott? Bin ich in meinen Vorstellungen von Gott schon so festgelegt, dass ich mich nicht mehr von Gott überraschen lassen kann?

Beim Schreiben des Artikels habe ich mich kurz fünf Minuten hingesetzt und mir die Fragen gestellt: Wer ist Gott? Wie ist er? Was habe ich erlebt? Diese Fragen möchte ich auch dir zur Vorbereitung mitgeben. Lassen wir uns von Gott überraschen!

Der Text für dich                         

Starter

Wer ist Gott? Genau, wie die Athener eine Ahnung von Gott bekommen haben, sollen auch die Starter erfahren, wer Gott ist. Paulus erklärt, dass Gott viel größer als jedes Gebäude ist, mehr als jede Figur. Auch wenn man Gott nicht abmalen kann, irgendwie muss man ihn sich vorstellen können. Die Bilder, die die Bibel benutzt, brauchen wir, um Gott zu beschreiben. Also, wer ist dieser Gott, der so viel größer ist, dass wir ihn nicht fassen können? Der viel mehr Möglichkeiten hat, als sich je ein Mensch vorstellen kann. Er lädt uns ein, ihn zu entdecken. Er ist da. Lasst uns gemeinsam auf die Suche gehen!

Checker

Auch wenn die Checker schon so einiges über Gott wissen, kann es hilfreich sein, sich noch mal klar zu machen, wer Gott eigentlich ist. Hier können sie all das zusammentragen, was sie von Gott gehört und was sie mit ihm schon erlebt haben. Davon können nicht nur die Starter, sondern auch die Mitarbeiter profitieren. Außerdem können die Checker überprüfen, ob sie Gott schon so erlebt haben, wie es in der Jungschar erzählt wird?

Paulus macht klar, dass Gott größer ist als unsere Gedanken und Vorstellungen. Auch wenn man schon viel von Gott weiß, Gott bleibt erfahrbar. Wir dürfen davon profitieren, wie wir Gott schon erlebt haben und uns aber auch von ihm überraschen lassen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Experiment „Schwarzer Filzstift“

Der Mitarbeiter fragt, welche Farbe der Stift hat. Das Taschentuch wird aufgefaltet und mit Filzstift ein Kreis (möglichst dicker Rand) mitten auf das Taschentuch gemalt. Dann das Taschentuch in der Mitte zusammennehmen, sodass eine Art Tüte entsteht. Die Spitze der „Tüte“ in ein Glas mit Wasser (ungefähr zwei Finger breit gefüllt) senkrecht stellen. Nun kann man beobachten, wie die schwarze bzw. braune Farbe verläuft. Der Mitarbeiter fragt, welche Farben jetzt noch sichtbar werden. Am besten man probiert das Experiment schon zu Hause aus, da sich manche Stifte besser eignen als andere.

Das Experiment soll deutliche machen Gott ist mehr, als wir vielleicht auf den ersten Blick sehen oder erkennen können.

Idee 2: Wer ist Gott? („Mindmap“)

Auf einem großen Plakat ist ein Altar gemalt. Auf dem Altar steht: „Für einen unbekannten Gott.“ Die Kinder malen bzw. schreiben, was sie über Gott denken: Wer ist Gott? Wie ist er? Hier können Lieder oder biblische Geschichten eine Hilfe sein, die die Kinder kennen. Sie können überlegen, wie Gott dort gehandelt hat bzw. wie er beschrieben wird.

Verkündigung

Sketchboard

Bei der Sketchboard-Methode wird während des Erzählens ein Bild vervollständigt. Diese Methode sollte im Vorfeld schon einmal getestet werden, damit man die Geschichte später gut erzählen kann. Schön ist es, die Kinder mit einzubeziehen.

Heute geht es um einen Mann, der  Missionar gewesen ist. Das heißt, er ist durch verschiedene Gegenden gereist und hat den Menschen von Jesus erzählt. Wer könnte das sein? – Paulus.

Paulus ist nicht alleine unterwegs, sondern Silas und Timotheus begleiten ihn. In dem letzten Ort, wo die drei gewesen sind, wurden die Menschen gegen Paulus aufgehetzt und er musste ohne die anderen fliehen.

Nun steht er alleine in Athen. Jetzt gleich seht ihr, wie es Paulus geht (Smiley: wütendes Gesicht malen). Wie geht es Paulus und warum? –Paulus ist zornig, auf das, was er in der Stadt sieht: (Tempel, Bild, Altar (noch ohne Essen) vervollständigen). Die ganze Stadt ist voll von Tempeln, Altären, Bildern und Skulpturen von anderen Göttern. Die Menschen in Athen bauen sich aus Gold und Silber Götter und verehren sie. Paulus nutzt seine Zeit, in der er auf die anderen beiden warten muss (Smiley: fragender Blick malen). Was könnte Paulus vorhaben? – Er geht in die Synagoge und ist jeden Tag auf dem Marktplatz: Er hört den Menschen zu (Ohr an den Smiley malen) und erzählt ihnen von Jesus (Smiley: Unterlippe und Sprechzeichen malen). Manche regen sich über Paulus auf: „Was will dieser Angeber eigentlich!“, andere sind Neugierig geworden (Fragezeichen vervollständigen). Sie fragen Paulus: Was ist das für ein Gott, von dem du da erzählst. Wir haben noch nie etwas von ihm gehört? Erzähl uns davon!

Und Paulus erzählt (oben: „GOTT IST“ schreiben; die Kinder vorlesen lassen), wer Gott ist:

 Ich bin durch eure Stadt gegangen und habe einen Altar gesehen, auf dem geschrieben stand „Für einen unbekannten Gott“. Diesen Gott, den ihr da verehrt und nicht kennt, den kenne ich: Gott hat die ganze Welt erschaffen (Kreis um die Kontinente malen), den Himmel und die Erde. Gott wohnt nicht in einem Tempel (Tempel durchstreichen). Gott ist viel größer. Ihr Menschen in Athen glaubt an Götter, die ihr selbst gemalt oder gebaut habt. Aber der Gott, den ich kenne, hat die Menschen gemacht (Menschengruppe malen). Wie kann man Gott selbst erschaffen, wenn er uns doch alle erschaffen hat? Gott ist mehr, als wir auf Bildern malen können (um das Bild vier Pfeile in unterschiedliche Richtungen malen). Ihr in Athen opfert euren Göttern Essen. Gott ist nicht darauf angewiesen, dass er von den Menschen versorgt wird, denn Gott will uns das geben, was wir brauchen (Trinken und Brot auf dem Tisch vervollständigen). Obwohl Gott so groß ist, ist er bei uns. Er möchte, dass wir ihn entdecken (Lupe malen) und sehen (Auge malen), wer er ist. Gott möchte, dass wir uns entscheiden, ob wir mit („JA“ schreiben) oder ohne ihn („NEIN“ schreiben) leben wollen. Er möchte, dass wir unser Leben ändern (bei „JA“ ein Häkchen setzen und das Ausrufezeichen vervollständigen).

Was meint ihr: Wie reagieren die Menschen auf das, was Paulus ihnen erzählt?  – Einige lachen Paulus aus, andere sind interessiert und sagen: „Paulus erzähl uns ein anderes Mal mehr davon.“ Ein paar Menschen entscheiden sich auch für Gott und glauben das, was Paulus erzählt hat.

Paulus ist wichtig: Gott ist groß. Er wohnt nicht in Tempeln, ihn kann man auch nicht malen, weil er viel größer ist, als wir uns vorstellen können (unten: Gedankenblase vervollständigen). („MEHR“ schreiben; die Kinder vorlesen lassen) Gott ist mehr! In der Bibel steht: „Groß ist unser Herr, gewaltig ist seine Macht. Und seine Weisheit ist unermesslich.“ (Psalm 147,5)

Die andere Idee: Geschichte mit Bildern erzählen

Natur
Brot
Beziehung
leerer Bilderrahmen

Am Anfang wird erzählt, wie Paulus nach Athen kommt, warum er so zornig ist und das er in den Synagogen und auf dem Marktplatz von Jesus erzählt.

Paulus auf dem Areopag: Hier können die Bilder eingesetzt und gegenübergestellt werden. Was glauben die Menschen in Athen? Was erzählt Paulus von Gott? Die Kinder sollen bei den Bildern, die Gott beschreiben, mit einbezogen werden: Was sagen die Bilder über Gott aus?

Tempel: Die Menschen in Athen haben Tempel gebaut, in denen sie das Götzenbild aufgestellt und verehrt haben. Sie glaubten, dass die Götter in den Tempeln wohnen. Natur: Gott ist Schöpfer. Er hat Himmel und Erde gemacht und uns Menschen. Gott wohnt nicht in einem Tempel. Er ist viel größer. Gott ist überall.

Altar: Die Athener opfern den Göttern bestimmte Gaben (z.B. Essen). Brot: Gott braucht nicht von uns versorgt werden, sondern Gott gibt uns das, was wir zum Leben brauchen.

Bilderrahmen: Die Menschen stellen Figuren aus Gold oder Silber her und beten sie an.  Leerer Bilderrahmen: Gott kann man sich nicht einfach selber „herstellen“ (in einer Figur oder in Gedanken). Gott ist mehr als wir uns vorstellen können. (siehe Merkvers).

Beziehung: Obwohl Gott so groß ist, möchte er das wir ihn immer besser kennenlernen. Er ist bei uns.

Bei großen Gruppen kann der Anfang auch zusammen erzählt und bei den Bildern die Gruppe getrennt werden.

Der Text gelebt

Wiederholung

Es werden Bilder von einem Tempel, einem Altar, und einem Bildrahmen vor den Kindern ausgelegt. Was haben die Menschen in Athen geglaubt? Was sagt Paulus dazu? Wie ist das mit Gott? (z.B. Tempel: Die Menschen glaubten, dass die Götter in dem Tempel wohnen. Gott hat die Erde gemacht, er wohnt nicht in einem Tempel.)

Gespräch

Hier sind ein paar Rekorde aufgelistet: Im November 2017 schaffte ein Italiener 23 Klimmzüge mit nur seinen zwei kleinen Fingern. Die längste Seifenblase der Welt ist 47,5m lang. 1995 schaffte es ein Engländer 10s lang, 91 Milchkästen auf dem Kopf zu balancieren. Das größte lebendige Tier, der Blauwal, kann bis zu 33m lang werden und bis zu 200 Tonnen schwer (ca. 142 PKWs schwer). Der Weltrekord im Gewichtheben (Stoßen) liegt bei 220kg.

Spannend ist es auch, im „Guinnessbuch der Rekorde“ zusammen mit den Kindern nachzuschauen. Vergleicht die Größen z.B. mit einem Zollstock oder der Größe des Gemeindehauses, damit die Kinder eine Vorstellung bekommen, wie groß die Dinge sind. Staunt zusammen über Rekorde, die Menschen aufgestellt haben.

Als Paulus in Athen war, hat er den Menschen erzählt, dass Gott groß ist. Was bedeutet das (auch im Bezug auf die Rekorde)? Wie würdet ihr Gott beschreiben? Kann man Gott malen? Wie kann man Gott entdecken?

Merkvers

Groß ist unser Herr, gewaltig ist seine Macht. Und seine Weisheit ist unermesslich. Psalm 147, 5 (Basisbibel)

Der Vers wird einmal vorgelesen oder mit den Kindern in der Bibel (Basisbibel) nachgeschlagen. Die Teilnehmer sollen sich Bewegungen zu den einzelnen Satzteilen ausdenken (z.B. „Groß ist unser Herr“ –Arme nach oben strecken). Haben sie sich auf Bewegungen geeinigt, wird der Satz noch einmal mit Bewegungen aufgesagt.

Gebet

Raketengebet

Alle stehen in einem Kreis. Es wird nacheinander laut oder leise gebetet und mit einem lauten „Amen“ abgeschlossen. Wenn der erste fertig ist, streckt er seine Hand mit Daumen nach oben zur Mitte. Der zweite umklammert nach Beendigung seines Gebets mit seiner Hand den Daumen des Ersten und streckt seinen Daumen auch nach oben. Die Rakete kann dann gestartet werden, wenn jeder mindestens eine Hand in der Mitte hat. Die Rakete wird auf „3, 2, 1, Los!“, weggeschickt.

Kreatives

Hier können die Teilnehmer das Experiment vom Anfang selbst durchführen (siehe Hinführung Idee 2): Am besten eignen sich hierfür Rundfilter. In der Mitte wird ein kleines Loch in den Filter geschnitten und ein anderer Filter wird zusammengerollt durch das Loch gesteckt. Um das Loch können die Teilnehmer unterschiedliche Muster mit verschiedenen Farben malen. Der zusammengerollte Filter muss jetzt nur noch in ein Glas mit Wasser gesteckt werden. Die Farben verlaufen und „neue“ Farben kommen zum Vorschein. Wenn der Filter wieder trocken ist, können die Kinder den Merkvers auf das Papier schreiben.

Spielerisches

Heißer Stuhl

Paulus muss auf dem Marktplatz und im Areopag Rede und Antwort stehen. Es wird im Raum ein Stuhlkreis gestellt. Die Stühle sollten möglichst dicht zusammen stehen. Ein Stuhl wird mit den Kindern als „heißer Stuhl“ festgelegt. Nun rücken die Kinder und Mitarbeiter von Stuhl zu Stuhl. Wenn die Musik gestoppt wird oder ein zufälliges Signal ertönt, muss derjenige, der in dem Moment auf dem „heißen Stuhl“ sitzt, eine Frage der anderen beantworten. Die Fragen können ganz unterschiedlich sein:  Fragen über Gott (z.B. Ist Jesus eigentlich Gott?), oder etwas, was man schon immer mal von der anderen Person wissen wollte. Vielleicht können im Vorfeld auch schon Fragen gemeinsam mit den Kindern gesammelt werden. Wenn ein Kind keine Antwort weiß, können andere Kinder bzw. die Mitarbeiter helfen.

Rätselhaftes

In dem Rätselgitter sind sechs verschieden Begriffe versteckt (senkrecht, waagerecht, diagonal), wie Gott in der Bibel beschrieben wird. Einen siebten Begriff kann man in dem Rätsel auch entdecken. Es ist das Wort „MEHR“. Die Bilder, die in der Bibel für Gott verwendet werden, brauchen wir, um in gewisser Weise von Gott reden können. Dennoch beschreiben sie Gott nicht vollständig. Gott ist MEHR.

(T)Extras

Lieder

  • Das alles bist du
  • Mein Gott ist groß
  • Ich streck mich aus
  • Mein Gott ist höher als die Berge
  • Alles, aber wirklich auch alles

Spiele

„Mein Partner kann …“

Die Gruppe teilt sich in Paare auf. Spannender ist es, wenn die Personen ein Paar bilden, die sich noch nicht so gut kennen. Jedes Paar hat ein „Startkapital“ aus ca. 30 Bonbons (noch nicht essen!). Ein Partner (Spieler A) pro Team tritt immer gegen die anderen Partner in verschiedenen Kategorien an. Der andere Partner (Spieler B) muss unabhängig von Spieler A einschätzen, wie gut  sein Teamkamerad die Kategorie meistert. Wichtig ist: Es darf sich nicht abgesprochen werde! Die Kategorie wird zuvor vom Spielleiter erklärt: Beispiel Liegestützen.

Um Mitspielen zu können muss jedes Team einen Grundeinsatz (2-3 Bonbons) legen. Nun wird die Kategorie erklärt: „Mache so viele Liegestütze wie möglich.“ Der erste Spieler beginnt für seinen Partner einzuschätzen, wie viele Liegestützen dieser schafft. Pro gebotene Liegestütz, muss er ein Bonbon in die Mitte legen. Nun ist der zweite Spieler an der Reihe. Auch er überlegt, wie viele Liegestütze sein Partner schaffen könnte. Denkt dieser, sein Partner schafft weniger als das erste Team geboten hat, ist er für diese Runde raus. Denkt er sein Partner schafft mehr Liegestütze, legt er die entsprechenden Bonbonanzahl in die Mitte. Nun ist das nächste Team an der Reihe. Es wird so lange Geboten, bis keiner mehr das letzte Höchstgebot überbietet. Nun muss der Partner des Höchstbietenden so viele Liegestütze machen, wie sein Partner geboten hat. Schafft er die angegebene Anzahl, bekommt das Team alle Bonbons aus der Mitte (ohne das die anderen Teams antreten). Schafft er die Herausforderung nicht, ist der Partner des Nächstbietenden an der Reihe und darf sich „seiner“ Herausforderung stellen. Wenn die Kategorie beendet ist, ist Spieler A an der Reihe Spieler B in einer anderen Kategorie einzuschätzen.


1. Vorbemerkungen

Die Bibel enthält im AT wie im NT ganz viele Berichte, in denen Menschen Schwierigkeiten erleben und darin Gottes Hilfe erfahren. Gott kann inneren Frieden schenken, egal wie die äußeren Umstände sind. Teens erleben schwierige Situationen stark emotional und es ist wichtig, dass sie lernen, was sie trösten kann: Sie brauchen ein gesundes Vertrauen in Gott, der ihnen Trost spenden möchte. Verschiedene Situationen, in denen Teens Trost brauchen sind: Scheidung der Eltern, Mobbing in der Schule, Leistungsdruck, Liebeskummer.

2. Zielgedanke

Am Ende des Abends sollen die Teenager gelernt und verinnerlicht haben, dass Gott sie trösten kann und ihnen inneren Frieden schenken möchte.

3. Einführung inkl. Exegese

Wofür brauchen wir Trost in unserem Leben? Seit dem Sündenfall in 1. Mose 3 ist das Leben auf der Erde nicht mehr heil. Wir Menschen haben uns von Gott abgewandt und vertrauen ihm nicht mehr. Das nennt die Bibel Sünde. Wir Menschen verletzen uns gegenseitig, es gibt Krankheit und Leid auf der Welt. Gleichzeitig bezeugen die Geschichten, dass Gott Trost schenken kann, egal wie die Umstände aussehen. Endgültig getröstet werden die Menschen erst, wenn Jesus wiederkommt. In Offenbarung 21 verheißt uns Gott, dass er alle Tränen abwischen und kein Leid mehr sein wird.

Das deutsche Wort „trösten“ ist sprachlich verwandt mit „treu sein“ und „vertrauen“. Das zeigt, dass Trost nicht ohne Gemeinschaft erfahren werden kann. Gott kann den Menschen trösten, wenn man ihm vertraut.

Der Gebrauch von „trösten“ in der Bibel kann unterschiedlich übersetzt werden. 1. Es kann die Bedeutung von seufzen haben (AT). Das drückt aus, dass derjenige, der tröstet, auch mitleidet. Gott ist ein Gott, der mit uns leidet, wenn wir traurig sind und etwas durchleiden müssen. Allein dieser Gedanke kann den Menschen schon Trost schenken. 2. Es kann im NT übersetzt werden mit ermuntern, ermahnen und herbeirufen. Leidet ein Mensch und braucht Trost, kann sich die Frage stellen: Braucht er eine Ermutigung, einen Zuspruch oder sogar vielleicht eine Ermahnung?

Wer tröstet den Menschen? Oft versuchen wir Menschen Trost in anderen Menschen oder materiellen Dingen zu finden. Der entscheidende Trost geht jedoch von Gott selbst aus. Er ist der Tröster. Auch der bekannte Trostpsalm 23 zeigt sehr deutlich, wie Menschen in Trauer Gottes Trost spürbar erfahren können.

Im NT bezeichnet Jesus den Heiligen Geist als den „Tröster“ (Joh 16). Die Jünger sind traurig, da Jesus in seinen Abschiedsreden von seinem Weggang redet. Durch die Trauer können die Jünger nicht mehr die Wirklichkeit erkennen. Jesus weitet ihren Blick und verheißt ihnen den Heiligen Geist, der als Tröster jedem Christen beistehen wird. Spannend ist der Auftrag des Trösters, der in Johannes 16 beschrieben wird: 1. Der Tröster zeigt den Menschen, dass sie sündigen, wenn sie nicht an Gott glauben, ihm nicht vertrauen. 2. Er sagt aber auch, dass Gott Gerechtigkeit schafft, indem er für uns eintritt. 3. Der Heilige Geist sagt den Menschen, dass Gott das Böse besiegt hat.

Womit tröstet Gott? Mit Gebetserhörung (Ps 118,5), durch die Bibel und Gottes Reden zu uns (Ps 119,50), durch seinen Beistand in der Not und seinen Schutz (Ps 121,1). Die Bibel beschreibt aber auch, dass Gott durch sein Gericht tröstet. Er wird Gerechtigkeit schaffen, auch wenn mir heute Unrecht geschieht (Jes 61,1 ff.). Den größten Trost kann die Vergebung schenken und die daraus folgende Nähe Gottes zu uns Menschen. Er liebt uns und vergibt uns alle Sünden. Er wäscht uns rein und wir können bei ihm sein (Mt 9,2). Ein Weiteres, womit Gott uns tröstet, sind seine Verheißungen: In den Seligpreisungen verspricht er, dass die, die Leid tragen, getröstet werden sollen (Mt 5,4).

Gott kann und will einem Trost schenken. Dafür brauchen die Teenager aber ein Vertrauen auf Gott, dass er ihnen auch helfen kann. Es ist wichtig zu glauben, dass Gott größer ist als alle Probleme, die ein Mensch haben kann. Eine Hilfe Gottes, Trost zu erfahren, ist es, wenn man auch in guten Zeiten die Beziehung zu Gott pflegt: Regelmäßiges Bibellesen und Beten stärken das Vertrauen in Gottes Hilfe in den schwierigen Phasen des Lebens.

Was ist die Folge des Trostes? Die Folge ist freudiger Mut und ein Frieden im Herzen. Von Gott getröstete Menschen gebraucht Gott, um auch andere zu trösten (2. Kor 1,4 ff.).

4. Einstieg

Zum Einstieg eine Spielidee: Man benötigt pro Teilnehmer eine Packung Taschentücher und eine Rolle Kreppband. Aufgabe ist es nun, gemeinsam in zehn Minuten ein möglichst großes Taschentuch herzustellen, das nicht auseinanderfliegt, wenn man es hochhebt.

Am Ende könnt ihr die Teens fragen, wofür man eigentlich Taschentücher gebrauchen kann … unter anderem zum Trösten. In der Bibel steht: „Gott wird abwischen alle Tränen …!“ (Offb 21,4).

5. Hauptteil

Am Anfang des Hauptteils werft die Frage in den Raum: „Wobei braucht man Trost?“ Persönlich. Oder vielleicht fallen den Teens auch Geschichten in der Bibel ein, in denen Menschen Trost brauchten.

Nach dem Sammeln der Antworten erzählt ihr vom Beginn des Leides beim Sündenfall und den daraus folgenden Konsequenzen.

Anschließend könnt ihr mit den Teens ein Brainstorming auf einem Flipchartpapier machen zu den Fragen: „Was kann einen Menschen trösten? Wie habt ihr schon mal Trost erfahren?“ Antworten könnten u.a. sein: Familie, Freunde, shoppen gehen, Schokolade, freundliche Worte.

Jetzt teilt die Teens in drei Gruppen und gebt jeder Gruppe ein Flipchartpapier, einen Stift, jeweils einen der folgenden Bibeltexte: Markus 10,46-52; Matthäus 9,1-7; Jesaja 38,1-5.17.

Stellt ihnen dazu diese zwei Fragen: 1. Was war passiert? Wobei brauchten die Menschen Trost? 2. Wie und wodurch haben die Leute Trost erfahren? (Bitte genau im Text lesen!)

Nach 10 bis 15 Minuten treffen sich wieder alle zusammen und jede Gruppe stellt ihren Bibeltext und ihre Antworten vor.

Daran anknüpfend vermittelt ihr den Teens, dass Gott unser Tröster ist und uns Trost spenden möchte. Ihr könnt alle Ergebnisse aus der Einleitung benutzen, um den Teens aufzuzeigen, dass Gott trösten möchte und wodurch er alles trösten kann. Geht darauf ein, womit Gott tröstet und ermutigt sie, die Gemeinschaft mit Gott zu pflegen.

6. Abschluss

Am Ende könnte man mit den Teens 2. Korinther 1,3+4 lesen.

  1. Es ist wichtig, ihnen noch mal zuzusprechen, dass Gott größer ist als ihre Probleme, sie trösten möchte und ihnen Frieden schenken will. Man könnte Gebetsanliegen sammeln und füreinander beten. Die Frage: „Wo möchte ich persönlich, dass Gott mich tröstet?“
  2. Die Teens ermutigen zu überlegen, wer von ihren Freunden oder in der Familie vielleicht Trost braucht. Sie könnten den Namen auf einen Zettel schreiben und sich bis nächste Woche vornehmen, für sie zu beten und sie positiv zu ermutigen.

Ein Geländespiel, bei dem Herzrasen ausdrücklich erwünscht ist

Das menschliche Herz ist das zentrale Organ des Blutkreislaufs. Rund 3 Milliarden Mal schlägt es im Lauf eines Menschenlebens und pumpt dabei etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper. Diesen kleinen „Hochleistungsmotor“ nutzen wir als Messgerät zur Punktevergabe in unserem Spiel.

Spielidee

Den Teams wird die Geschichte der armen Prinzessin vorgelesen oder auch vorgespielt. Das Herz der Prinzessin ist in 10 Teile zerbrochen, die Teams haben das Ziel, alle Teile einzusammeln und wieder zusammenzusetzen. Wem dies zuerst gelingt, gewinnt das Spiel. Doch die Herzstücke werden gut bewacht. Allerdings sind die Wächter nicht unbestechlich. Man braucht aber schon das richtige Bestechungsgeld, damit sie ihr Herzstück rausrücken. An den einzelnen Stationen kann man sich nun die Bestechungsgelder erspielen.

Die Geschichte

Es war einmal vor langer, langer Zeit in einem weit entfernten Land, eine junge Prinzessin, die in einem wunderschönen Schloss lebte. Sie war ein freundliches und überaus reizendes Mädchen mit einem großen Herz und wurde vom ganzen Volk geliebt. Zur selben Stunde wie sie wurde am anderen Ende des Landes ein zweites Mädchen geboren, die Tochter einer mächtigen Zauberin. Obwohl von ihrer Mutter über alles geliebt, war das Mädchen unzufrieden, verbittert und neidisch auf alles was die Prinzessin hatte. Mit den Jahren wurden ihre Zauberkünste immer besser und schließlich war sie eine mächtigere Zauberin als ihre Mutter. Einst, an einem Winterabend, verwandelte sie sich in eine alte Bettlerin und klopfte an das Schlosstor, damit man ihr Zuflucht gewähre vor der bitteren Kälte. Die Prinzessin lud sie ein mit ihr zu essen, doch als die beiden allein waren, verwandelte sich die gebrechliche Alte zurück in die böse Zauberin. Die Prinzessin bettelte um Gnade, doch sie musste erkennen, dass es im Herzen der Zauberin keine Liebe mehr gab. Sie verwandelte die Prinzessin in eine Statue aus Stein und zerschlug ihr Herz in 10 Teile. Mit diesen floh sie aus dem Schloss und versteckte sie im ganzen Land. Als die Zauberin von der Tat ihrer Tochter erfuhr, legte sie einen Zauber über die Statue der Prinzessin und stellte eine Sanduhr auf, durch die viele Jahre der Sand rieseln sollte. Würde es jemandem gelingen, das Herz der Prinzessin zusammenzusetzen bevor das letzte Sandkorn durchgerieselt ist, so wäre der Zauber gebannt und die Prinzessin könnte zurückverwandelt werden. Falls nicht, wäre die Prinzessin bis in alle Ewigkeit zu Stein erstarrt. Edle Ritter versuchten viele Jahre lang die Herzstücke zusammenzusuchen, aber immer wieder scheiterten sie an den Wächtern der bösen Zauberin. Mit den Jahren verlor das Volk alle Hoffnung, ihre Prinzessin je wieder am Leben zu sehen, denn wer hätte wohl genug Herz, um die Wächter zu überzeugen.

Spielvorbereitung

Ein Spielgelände wird abgesteckt. Soll das Spiel über mehrere Stunden gespielt werden, verteilt man die Stationen auf einem größeren, nicht einsehbaren Gelände. Hat man weniger Zeit kann man die Stationen auf einem kleineren Gebiet verteilen, um die Laufwege zwischen den Stationen zu verkürzen. Die Teams wissen nur, in welchem Bereich sich das Spielfeld befindet, sie bekommen aber keine Übersicht, wo welche Station zu finden ist.

Aus verschiedenfarbigem Karton werden große Herzen ausgeschnitten in der Anzahl der mitspielenden Teams. Jedes Herz wird in 10 Teile zerschnitten, welche an die 10 Wächter verteilt werden.

Neben den Herzstücken bekommen alle Wächter das vorgesehene Bestechungsgeld, das man an ihrer Station erspielen kann. Auch hier muss genug für jedes Team vorhanden sein.

Die Teilnehmenden werden in gleich große Teams eingeteilt, jedes Team sollte aus mindestens acht Personen bestehen und im Idealfall einen Mitarbeitenden dabeihaben. Je mehr Teams unterwegs sind, desto turbulenter wird das Spiel.

Wird in großen Teams gespielt, besteht natürlich die Gefahr, dass immer bei den gleichen Teilnehmenden der Puls gemessen wird. Um dem vorzubeugen, kann man für jede Station Karteikarten vorbereiten, mit denen die Teilnehmenden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. Auf vier Karten malt man ein Herz, die anderen Karten bleiben leer. Zu den Herzkarten legt man noch so viele leere Karten dazu wie man benötigt, damit jeder aus dem Team eine Karte ziehen kann. Ausgelost wird immer erst nach dem Spiel, damit sich jeder so richtig ins Zeug legt.

Schön ist es, wenn die Wächter sich ihrer Rolle entsprechend verkleiden und an den Stationen ein wenig schauspielern.

Spielablauf

Die Teams machen sich auf einem vorher festgelegten Gelände auf die Suche nach einer Station. Dort versuchen sie zunächst, den Wächter zu bestechen und das Herzstück zu bekommen. Danach können sie bei einem Spiel Bestechungsgelder für einen anderen Wächter bekommen. Bei den Spielen geht es darum, innerhalb kürzester Zeit möglichst schnell den Puls in die Höhe zu treiben.

Die Stationsmitarbeitenden und ggf. die Mitarbeitenden die die Gruppe begleiten, messen den Puls am Handgelenk und zwar folgendermaßen:

– der Puls wird 15 Sekunden lang gezählt und dann mit 4 multipliziert

– das Ergebnis aller 4 Spieler wird addiert

– diese Summe wird dann wiederum mit 2 multipliziert

– technikbegeisterte Mitarbeiter können den Puls auch über diverse Apps messen, die man sich im Internet teils kostenlos runterladen kann.

– das Team benötigt 900 Punkte oder mehr, um die Belohnung einzukassieren

Mit dieser Belohnung kann das Team an einer anderen Station die Wache bestechen und bekommt dafür einen Teil des Herzens. Gelingt es einem Team nicht die erforderliche Punktzahl zu erreichen und die Belohnung zu bekommen, dürfen sie das Spiel später wiederholen.

Hinweis: Falls die Wächter im Lauf des Spiels feststellen, dass es unmöglich ist, diese Punktzahl zu erreichen und dass es praktisch kein Team schafft, wird der Wert einfach etwas runtergesetzt.

Wächter und Bestechungsmittel

Medicus –> Smarties –> Pirat

Bauersfrau –> Karamellbonbons –> Fischer

Fischer –> Duplo –> Barde

Ritter –> Ritter Sport Mini –> Hebamme

Gaukler –> Nimm 2 –> Medicus

Blumenmädchen –> Yogurette –> Priester

Barde –> Gummibärchen –>Ritter

Pirat –> Traubenzucker –> Blumenmädchen

Hebamme –> Kinderschokolade –> Gaukler

Bsp.: Beim Medicus spielt man um Smarties, welche man als Bestechungsgeld beim Piraten braucht. Bei ihm wiederum spielt man um Traubenzucker, mit dem sich das Blumenmädchen bestechen lässt.

Wichtig: Die Teams wissen vorher nicht, womit man wen bestechen kann. Sie können bei einem Wächter mehrere Bestechungsversuche unternehmen in der Hoffnung, dass er bei einem davon schwach wird. Falls nicht bekommen sie das Herzstück nicht und müssen sich erst das richtige Bestechungsgeld an einer Station erspielen.

Ideen für Stationsspiele

Bei den Spielen ist man recht variabel und kann auch eigene Ideen einbringen, Hauptsache der Puls wird ordentlich in die Höhe getrieben. Die Spielzeit beträgt immer zwei Minuten. Sind alle Teilnehmer bei einem Spiel durch fängt man einfach wieder von vorn an bis die Spielzeit um ist. Schafft es das Team nicht, dass alle Teammitglieder während der Spielzeit drankommen, ist das Risiko natürlich hoch, dass jemand mit niedrigem Puls als Messkandidat ausgelost wird. Um dem vorzubeugen dürfen die Teilnehmer an der Station, auch wenn sie grade nicht dran sind, in Bewegung bleiben, zum Beispiel durch Hüpfen, Kniebeugen etc.

Material für die Stationen: Jeder Wächter benötigt eine Stoppuhr, 4 Springseile, 1 Glocke, 4 Säcke, mehrere Stofftaschentücher od. kleine Stoff-stücke, Seile od. Kabelbinder (dann Schere zum Auftrennen nicht vergessen!), 1 Stuhl, Luftballons in genügend großer Stückzahl, 30 Schuhkartons,
1 Hula-Hoop-Reifen, 1 Tischtennisball, Wäscheleine, Wäscheklammern, Papiertaschentücher

Seilspringen

Zwei Minuten lang muss das Team Seilspringen und bekommt dafür vier Seile; sodass sie selber entscheiden müssen, wer wie lange springt.

Bergsprint-Staffel

An einem möglichst steilen Weg oder einer langen Treppe wird in etwa 30 m Entfernung zur Startlinie eine Glocke platziert. Nacheinander rennen die Spieler den Berg hoch und klingeln die Glocke. Erst dann darf der nächste losrennen.

Vorsicht auf dem Weg nach unten, damit sich niemand verletzt.

Hampelmann

Zwei Minuten lang macht das ganze Team gleichzeitig Hampelmänner: Jedes Teammitglied in seinem eigenen Tempo und solange es kann.

Laurentia

Zwei Minuten lang macht das Team zusammen Kniebeugen. Lustiger ist das Ganze mit dem alten Kinderlied Laurentia, bei dem man immer beim Wort Laurentia und bei einem Wochentag eine Kniebeuge machen muss.

Sackhüpfen

Eine Strecke von etwa 30 m wird abgesteckt. Das Team bekommt vier Säcke, mit denen die Teammitglieder nacheinander bis zur Markierung und wieder zurückhüpfen. Der nächste Teilnehmer darf starten, wenn der vorherige bei der Markierung angekommen ist.

Schubkarren

Die Teilnehmenden gehen zu zweit zusammen. Einer geht auf alle Viere, der andere hebt seine Beine hoch. Zusammen müssen sie so schnell wie möglich eine Markierung in etwa 20 m Entfernung erreichen. Jetzt darf das nächste Gespann starten. An der Markierung tauschen die Teilnehmenden die Position und laufen zur Startlinie zurück.

Faules Ei

Beim altbewährten Kreisspiel werden einfach mehrere Taschentücher o. Ä. eingesetzt, damit viel Bewegung ins Spiel kommt.

Dreibeinlauf

Immer zwei Personen stellen sich eng nebeneinander und werden an den Beinen mit einem Seil oder Kabelbinder zusammengebunden. Mit ihren drei Beinen müssen sie durch einen abgesteckten Parcours rennen und an der Start-/Ziellinie das nächste Pärchen abschlagen.

Luftballonstaffel

Im Abstand von 30 m zur Startlinie wird ein Stuhl abgestellt. Nacheinander nehmen sich die Spieler einen Luftballon, blasen ihn auf und rennen damit zum Stuhl. Durch Draufsitzen müssen sie den Ballon zum Platzen bringen, erst dann darf der Nächste starten.

Froschsprung

Im Abstand von 2 m werden in einem Kreis 30 Schuhkartons aufgestellt. Jeder Teilnehmer stellt sich nun vor einem Karton auf. Zwei Minuten lang springt das Team gleichzeitig über die Kartons, indem die Teammitglieder immer tief in die Hocke gehen und dann mit gestreckten Beinen das Hindernis überwinden.

Blase-Ball

Im Abstand von 10 m zur Startlinie liegt ein Hula-Hoop-Reifen. Immer zwei Teilnehmende zusammen müssen einen Tischtennisball in den Reifen pusten, ohne die Hände zu benutzen. Sobald ein Ball im Reifen angekommen ist, darf der Nächste starten.

Wäsche aufhängen

Eine Wäscheleine wird in 30 m Entfernung zur Startlinie gespannt. Die erste Person rennt mit einem Papiertaschentuch und einer Wäscheklammer los und hängt das Taschentuch an die Leine. Erst wenn es sicher hängt, darf die nächste Person starten.

Gegenstandsandacht zum Ewigkeitssonntag

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr wird Ewigkeitssonntag oder auch Totensonntag genannt. In der evangelischen Kirche gedenken wir an diesem Tag den Menschen, die im vergangenen Jahr gestorben sind. Gleichzeitig erinnern wir uns aber auch daran, dass für uns mit dem Tod nicht alles endet. Als Christen haben wir die Hoffnung auf ein ewiges Leben nach dem Tod! In dieser interaktiven Andacht erfahren die Jugendlichen, wie die Bibel den Himmel beschreibt.

Einleitung

Als wäre in unseren Breitengraden der Monat November mit seinen kurzen Tagen, seinen kahlen Bäumen und dem oft grauen Wetter nicht schon trist genug. Es häufen sich in diesen Wochen auch noch einige Gedenktage, die die Laune zumindest auf den ersten Blick ziemlich niederdrücken können: Zwei Wochen vor dem 1. Advent findet der Volkstrauertag statt, bei dem in Deutschland den Opfern der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus gedacht wird. Nur eine Woche später, am letzten Sonntag des Kirchenjahres, begehen wir in der evangelischen Kirche den Ewigkeitssonntag, auch Totensonntag genannt. An diesem Tag denken wir in besonderer Weise an die Menschen, die im Laufe des vergangenen Kirchenjahres gestorben sind. Viele Menschen, die einen Angehörigen verloren haben, gehen an diesem Tag zum Gottesdienst oder auf den Friedhof. Gleichzeitig möchte der Ewigkeitssonntag uns aber auch daran erinnern, dass mit dem Tod nicht alles aus ist. Als Christen dürfen wir uns auf ein Leben nach dem Tod freuen. Ein Leben in Gottes Gegenwart! Damit wir schon heute einen kleinen Vorgeschmack auf den Himmel bekommen, malt uns die Bibel verschiedene Bilder des Himmels vor Augen. Jesus vergleicht den Himmel mit einem Haus, in dem es viele Wohnungen gibt, die er für uns vorbereitet (Joh 14,2–3). In den beiden letzten Kapiteln der Bibel (Offb 21 und 22) wird die neue Welt Gottes sehr detailliert, farbenfroh und hoffnungsvoll beschrieben. Ein positiver Kontrast zur dunklen Jahreszeit und ein ermutigendes Thema für Jugendliche zum Ende des Kirchenjahres mit der Möglichkeit, dass die Teilnehmenden sich selbst und ihre Vorstellungen vom Himmel einbringen. Im Anschluss werden mit Hilfe von verschiedenen Gegenständen Bibelverse aus Offenbarung 21 und 22 verbildlicht.

Hinweis: Wichtig ist, im Blick zu haben, ob es Teilnehmende gibt, die gerade mit dem Verlust eines Menschen zu kämpfen haben! Für sie kann die Andacht erfahrungsgemäß sehr tröstend sein, gleichzeitig kann die Auseinandersetzung mit dem Thema Tod eine Überforderung darstellen.

Vorbereitung

Material 1:

Plakate mit den 7 Bibelversen (s. u.), Gegenstände zu den Bibelversen (s. u.), Tuch oder Tischdecke, Weißes Papier oder Karteikarten, Buntstifte

Plakate anfertigen

Die folgenden sieben Bibelverse aus der Offenbarung werden sinngemäß auf einzelne Plakate geschrieben bzw. auf großen Blättern ausgedruckt:

„Gott selbst wird bei den Menschen wohnen und alle Tränen abtrocknen.

Offenbarung 21,3–4“

„Die Stadt war aus reinem Gold und die Mauer war geschmückt mit lauter Edelsteinen. Offenbarung 21,18 ff.“

„Die Stadt hatte zwölf Tore aus Perlen. Offenbarung 21,21“

„Man wird die Pracht und den Reichtum der Völker in die Stadt bringen. Offenbarung 21,26“

„Ein Strom geht aus vom Thron Gottes, und auf beiden Seiten des Stromes stehen Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat. Offenbarung 22,1–2“

„… und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker. Offenbarung 22,2“

„Und es wird keine Nacht mehr sein und sie brauchen kein Licht und keine Sonne, denn Gott der Herr, wird leuchten. Offenbarung 22,5“

Gegenstände suchen

Zu jedem der Bibelverse wird ein passender Gegenstand gesucht, der den Vers verbildlicht.

Für Offenbarung 21,3–4: z. B. Taschentücher.

Für Offenbarung 21,18 ff.: z. B. Edelsteine oder ein goldener Gegenstand (z. B. Goldschmuck).

Für Offenbarung 21,21: z. B. eine Perlenkette oder ein Glas mit einigen schönen Perlen.

Für Offenbarung 21,26: z. B. ein Weltatlas oder ein kleiner Globus.

Für Offenbarung 22,1–2: eine Frucht, z. B. Orange.

Für Offenbarung 22,2: Ein Blatt. Zugegeben, das ist im Monat November nicht ganz einfach zu bekommen, aber mit etwas Glück findet sich auf einem kahlen Baum noch ein letztes schönes Blatt! Zur Not muss die Zimmerpflanze herhalten oder evtl. findet sich ja beim Obsthändler eine Clementine mit Blatt ;-)).

Für Offenbarung 22,5: z. B. eine Kerze, ein Teelicht oder eine Taschenlampe.

  • Die Gegenstände werden in der Mitte des Raumes / eines Tisches aufgebaut und mit dem Tuch verdeckt, bevor die Jugendlichen den Raum betreten.
  • Weißes Papier bzw. Karteikarten und Buntstifte liegen bereit.

Durchführung

Ablauf

Zunächst werden die Jugendlichen gefragt, wie sie sich den Himmel vorstellen. Sie dürfen ihre Vorstellung entweder stichwortartig auf Karteikarten schreiben, oder ein Bild zu ihrer Vorstellung des Himmels malen. Anschließend stellen die Jugendlichen ihre Gedanken kurz vor. Die Karteikarten bzw. Bilder können z. B. an eine Pinnwand gepinnt werden und bleiben so für alle sichtbar.

Überleitung: „In der Bibel gibt es auch einige Beschreibungen des Himmels, damit wir ihn uns ein bisschen vorstellen können …“

Die Plakate mit den Bibelversen werden auf dem Tisch/Boden neben den unter der Decke versteckten Gegenständen ausgelegt. Die Jugendlichen dürfen nacheinander einen Gegenstand unter der Decke hervorholen und ihn dem passenden Bibelvers zuordnen. Das ist für sie selbstverständlich kein Problem, es geht vielmehr darum, dass der Himmel bildlich dargestellt wird. Das Tuch, unter dem die Gegenstände verborgen sind, macht das Geheimnisvolle des Himmels deutlich.

Wenn ein Jugendlicher einen Gegenstand dem entsprechenden Bibelvers zugeordnet hat, kann die Gruppe nach ihren Gedanken zu dem Vers gefragt werden und es kann ein kurzer Austausch stattfinden.

Anmerkung zu Offenbarung 21,26:

Besonders dieser Bibelvers wird von Theologen sehr unterschiedlich verstanden und ausgelegt. Einige Ausleger verstehen den Vers so, dass die verschiedenen Völker den Reichtum ihrer unterschiedlichen Kulturen in die neue Welt Gottes hineinbringen. So gesehen wäre der Himmel also ein sehr bunter und abwechslungsreicher Ort, in dem die Besonderheiten und die Individualität der Kulturen zum Ausdruck kommen würden.

Abschluss

Auch wenn besonders die Kapitel 21 und 22 der Offenbarung des Johannes ein sehr konkretes Bild vom Himmel beschreiben, ist es doch gleichzeitig wichtig, den Jugendlichen zu vermitteln, dass wir uns letzten Endes den Himmel mit unserer irdischen Vorstellungskraft in seiner vollen Realität nicht vorstellen können. Wir dürfen aber darauf vertrauen, dass Jesus, der uns jetzt schon liebevoll durch unser Leben begleitet, einen wundervollen Platz für uns vorbereitet, auf den wir uns freuen können!

Tipp: Im Anschluss an die Andacht könnte gemeinsam aus exotischen Früchten ein leckerer Smoothie oder ein Fruchtsalat hergestellt werden. Sozusagen als kleiner Vorgeschmack auf den Himmel und als Vitamin-Booster im November.

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