Perspektive Ewigkeit

Die komplette TEC: 4/2019

Es ist nicht leicht mit Teens unterwegs zu sein und neben der ganzen Action auch noch Zeit und Ruhe für die wirklich spannenden Fragen zu haben. Manchmal muss das sein. Alle Oberflächlichkeit ist wie weggeblasen. Jugendliche ringen mit dem Thema Ewigkeit, Tod und Sterben. Sie interessieren sich nach deiner Meinung, nach deinen Erfahrungen und danach, wie du das überlebst, wenn du gerade voll drinsteckst.
In meiner Jugendreferentenzeit gab es mehrere Situationen, wo das Thema nicht vermeidbar war. Es ist ganz schön hart, einen geliebten Menschen zu verlieren.
So ist auch das Leben: Ein Mitarbeiter hat sich umgebracht und ein anderer ihn gefunden. Ein Jugendlicher ist schwer erkrankt und stirbt. Ich musste mein eigenes Kind nach nur acht Tagen taufen und beerdigen – harte Zeiten. Das sind Zeiten, in denen wir reden müssen, Meinungen austauchen und Geschichten erzählen. Das sind Zeiten, die mit einer Perspektive Ewigkeit leichter zu ertragen sind. In dieser Ausgabe liefern wir ein paar Entwürfe, mit denen das Thema auch dann, wenn kein aktueller Anlass besteht, aufgenommen werden kann – präventiv quasi.

Feier das Gute

1. Vorbemerkungen

Hexen, Geister, Kürbisköpfe überschwemmen Deutschland im Herbst. Der 31. Oktober wird groß vermarktet. Halloween ist angesagt. Dagegen wirkt der Reformationstag wie eine graue Maus. Er ist bei vielen in Vergessenheit geraten. Der 31.10. – Geburtstag der evangelischen Kirche. Churchnight feiert den Reformationstag. Churchnight feiert die Gründe der Reformation, das, was Jesus für jeden von uns getan hat und dass es bedingungslos gilt. Churchnight feiert die Geschichte von damals, mit dem Blick nach vorn. Die biblische Botschaft ist auch heute noch Impuls für Reformen in der Kirche. Churchnight gibt dafür Teens Raum, damit Kirche auch für ihre Generation relevant bleibt. Das passiert in ganz verschiedenen Modellen, Ideen und Methoden.

2. Zielgedanke

Teens entdecken, dass Kirche und Reformation was mit ihrem Leben zu tun hat – viel mehr als Halloween.

3. Einführung

Halloween

Man nimmt an, dass Halloween aus den Bräuchen keltischer Druiden entstanden ist. Diese hatten zwei Hauptgottheiten – den Sonnengott und den Totengott Samhain. In der Nacht vom 31.10. zum 01.11. verabschiedeten sich die Druiden vom Sommer und feierten die Herrschaft Samhains. Sie glaubten, dass er in dieser Nacht den Seelen der Verstorbenen erlaubte, nach Hause zurückzukehren. Zum Schutz vor diesen Geistern, vor Hexen und Dämonen wurden große Feuer angezündet, oder die Leute verkleideten sich mit Tierfellen und Tierköpfen, um die Geister zu erschrecken. Vor den Häusern wurden kleine Gaben („treats“) aufgestellt, die die Geister besänftigen und von Untaten abhalten sollten. Später wurden Gesichter in Rüben geschnitzt: Die Geister sollten glauben, dass dort schon eine verdammte Seele sei (siehe Jack o´Lantern).

Die „Christianisierung Halloweens“ 837 n. Chr. versuchte Papst Gregor IV, die heidnischen Bräuche zu christianisieren, anstatt sie unter großem Widerstand abzuschaffen. Er ordnete an, dass der 01.November von der Christenheit als „Tag aller Heiligen“ gefeiert werden sollte.

Reformationstag

Am 31.10.1517 nagelte der Augustinermönch Martin Luther eine Schrift mit 95 Thesen zur Reformation der Kirche an das Portal der Schlosskirche in Wittenberg (Sachsen-Anhalt). Dieses Ereignis und das damit verbundene Datum bilden die historische Grundlage für den heutigen Reformationstag. Reformation war nicht nur dieser eine Tag, sondern eine Reihe von Ereignissen. Rein wörtlich bedeutet Reformation „Erneuerung“. Luthers Lebensfrage war, wie er Gott „gnädig stimmen könnte“. Hierbei trieben ihn mehrere Impulse um: Zum einen eine sicherlich auch bei ihm ausgeprägte Angst vor Hölle und Fegefeuer. Diese Konsequenz sündhaften Lebens wurde von der Kirche immer stark betont und zeigte sich z. B. darin, dass Kinder von Prostituierten nicht auf dem kirchlichen Friedhof bestattet werden durften. Hinzu kam, dass die Kirche für teures Geld Ablass-Briefe anbot, mit denen man sich oder Angehörige aus dem Fegefeuer freikaufen konnte. Gleichzeitig erkannte Luther während seiner theologischen Studien, dass in der Bibel nicht von einem rachsüchtigen Gott, wie er vielerorts verkündigt wurde, sondern von einem liebenden Gott die Rede ist, die bedingungslos gilt und seine Gnade als Grundlage hat.

4. Methodik für die Gruppe

Nach einer ca. 15-minütigen Einstiegsphase gibt es eine fette Überraschungsparty.

4.1 Einstieg

Auf einer Tapetenrolle oder Flipchart werden folgende Fragen im Vorfeld geschrieben:

– Was ist für dich ein echter Grund für eine Party?

 – Was gehört für dich zu einer richtig geilen Party dazu?

– Wann würdest du definitiv keine Party feiern?

Die Teens, mit Stiften bewaffnet, haben jetzt Zeit, die Fragen auf den Blättern zu beantworten. Gib ihnen für ca. 10 bis 15 Minuten Zeit.

4.2 Hauptteil          

Redet über die Antworten, die von den Teens aufgeschrieben wurden. Der Raum für die Party sollte fertig vorbereitet sein. Alles für eine coole Party mit gutem Essen, Knabbereien, Musik – einfach coole Partystimmung ist bereit. Nachdem ihr ca. 10 Minuten über die Antworten geredet habt, schmeißt ein Mitarbeiter im Partyraum coole Musik an. Ihr zieht mit euren Teens in den Partyraum um. Wenn alle da sind, liest ein Mitarbeiter die Verse aus Römer 8 vor. Ein echter Grund zum Feiern ist die Liebe Gottes, die sich in Jesus zeigt und nicht in  Hexen und Geistern, die Süßes sauer machen. Das haben die Menschen vor über 500 Jahren erkannt und das gilt heute noch für jeden von uns. Deshalb feiern wir die Revolution der Liebe Gottes. Gott macht Neu. Reformation bedeutet Erneuerung.

Und dann – lasst es euch gut gehen.

4.3 Abschluss

Wenn ihr die Möglichkeit habt, dann feiert ruhig open End Reformationstag.

Mehr coole Ideen für den Reformationstag und die Themen der Reformation findest du unter www.churchnight.de (EJW & EC) sowie unter www.ec.de

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